Dienstag 24. Mai 1910 Erstes Blatt Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Re6aftion, 4rpci>ition uns Druderei: Schulftratze 7. Anz->«-ni-n'° 160. Jahrgang für Ole T-qMmmm« RotnNsnrdruck und Verlag der vrühl'schen llniv.-vuchi UN» Sleindruckerei R. Lange. dis vormittags v nt)r. Bezugspreis: monatlich 75Di., vierteljährlich Mk. 3.20; durch Ab hole- u. Zweigstellen monatlicb 65 Pf.: durcv die Post 2L 2.—viertel- jährt. ausschl. Beüellg. ZeileiwrelS: lokal 1b Pf.. auswärts 20 Mennig. Lheiredakteur: A Goetz. Perailiworttlch tüt deu polnischen Teil: August Goeq. iür .Feuilleton^ und.Vermischtem" ZI. Neurath; für ^Stadt u.Land" und „Gerichts- Nr. 118 Ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiehcnerZamilirnblätter; zweimal wöchenil.Lreir- dlatt für den Lrrir Stehen (Tienstag und Freitags; zweimal monatl. Landwirtschaftliche Seiftragen Fenisprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen Anzeiger Gictzcu. Annahme von Anzeigen Der Lasier und die Friedensbewegung. Kaiser Wilhelm soll in London Gespräche von erheblicher politischer Bedeutung geführt haben. Namentlich dem französischen Minister des Auswärtigen, Pichon, gegenüber soll er davon gesprochen haben, daß die europäischen Mächte sich ancinanocr anschließen mußten, um einen Bund zur Erhaltung des Friedens zu schließen. Dieser Bund zur Erhaltung des Friedens sei, so hieß es weiter, eines der vom Kaiser seit längerer Zeit erstrebten Ziele. Es mag sein, daß die Aeußerungen des Kaisers dem Sinne und Wortlaut nach willkürlich ausgefaßt und weiterverbreitet worden sind, jedenfalls ist die Wirkung der neuen Meldungen eher unerfreulich als nützlich. Mit der unverfälschten Schwermut und Hoffnungslosigkeit Hamlets mag mau auch über den schönen Friedensbund sagen: so wäre „ein Ziel, aufs Innigste zu wünschen." AVer wie viel schwierige Unterfragen wären zuvor zu lösen! Müßte dann sogleich abgcrüstet werden? Könnten die Völker ihre Schiffe und Soldaten am Ende glcicl) abschaffen? Wer würde „den Guten lohnen und den Bösen strafen ?" Erst auf der letzten Tagung des Deutschen Flottenvereins find die idealen Träume der Friedensschwärmer wieder im rechten Lichte gezeigt worden. Die erste Enttäuschung über das neue Kaiserwort kommt uns aus Paris. Das amtliche Wolffsche Bureau hat die dortigen Zeitungsstimmen durchgesiebt und offenbar nur folgende halbamtliche Notiz des „Temps" für bemerkenswert gehalten: Paris, 23. Mai. Der ,,Temps" bespricht die politische Bedeutung der Entsendung PuhonS zu der Leichenfeier nach London und erwähnt die Unterhaltung des Kaisers mit Pichon. Man uerrät (ein Geheimnis, wenn man sagt, daß beide ihr Vertrauen auf die Zukunft des Friedens und der Eintracht aus- gedrückt haben, welche sich aus ehrenvolle Ausgleiche stützt überall, wo solche Ausgleiche möglich sind. Frankreich und Deutschland verwirklichten seit einigen 9Jämaten diese Eintracht auf gewissen Punkten, ohne ihrer Würde ober Interesse etwas ,)U vergeben. Hin in gutem Einvernehmen zu leben, genügt es, wenn sie auf diesem Wege ausharren. Was hier das amtliche Berlin anscheinend vergnügten Sinnes weiterverbreitet, ist also nichts, als die Hv,fnung der französischen Regierung, in der Praxis^möge au, dem bisherigen Wege verharrt werden. Die Schlichtung der Marokkosache i|r den Franzosen gut bekommen, und )\e erwarten von Deutschland, daß es auch bei den neuen französischen Reibereien mit Mulay Hafid geduldig nur ein paar Züge aus der Friedenspfeife tun werde. Leute, die in Parts amtlich nicht verpflichtet sind, haben sogar ihrem offenen Spo.t die Zügel schießen lassen. Unser Pariser Mtlarbetter sendet uns folgende Mitteilungen: ( Pans, 23. Mai. Zu der Unterredung Kaiser Wilhelms mit Pichon über die Einigung der Nationen im Hinblicke aus den Frieden haben sich die Pariser Zeitungen bisher wenig geäußert. Die inrzen Bemerkungen, die an meist unauffälliger Stelle darüber veröffentlicht worden sind, waren zwar höflich gehalten, aber gewöhnlich mit der leicht ironischen Andeutung versehen, daß der deutsche Kaiser es sich wohl in den Kopf gesetzt habe, den verstorbenen König (Sbuarb als Friedens- fürft zu ersetzen. Dieses Thema wirb nun etwas länger von der „A u r o r c" entwickelt: „Wir werden uns sicher nicht der Verwirklichung des großartigen Friebensprogramms bes deutschen Herrschers widersetzen, wenn es ausrichtig ist Gewiß fällt es uns schwer, die Vergangenheit zu vergessen. Wollten wir es selbst, so würde doch die einen Augenblick geschlossene Wunde immer noch brennen. Aber nichts stellt sich dem entgegen, daß wir als ehrliche Widersacher unsere Anstrengungen vereinigen, um weit, so weit als möglich von uns, alles zu entfernen, was in gewissen Augenblicken den Weltfrieden gefährden könnte. Es ist eine edle Aufgabe, der sich der deutsche Kaiser widmen will. Sie hat aber ihre Schwierigkeiten. Sie verlangt eine Reihe persönlicher Eigenschaften, die die Kraft König Eduards bildeten, der aus feine königlichen Kollegen mit dem ganzen Gewichte seiner Autorität, feiner Herzlichkeit und seiner schlichten Gutmütigkeit einzuwirken verstand. Wenn der deutsche Kaiser sich für die Fortsetzung des bewunderungswürdigen Aposteltums des verstorbenen Königs befähigt hält, wenn er die Einigung für den Frieden Herstellen will, so ist es Aller Pflicht, ihm zu helfen. Man erwartet ihn bei der Tat." Dabei ist es nicht einmal ausgeschlossen, daß auch der Verfasser dieser Notiz zuvor im auswärtigen Amt in Paris gehorcht und gefragt hat. ..... Den Engländern umreit die spärlichen, unverbürgten Worte des Kaisers wohl noch nicht genug. Das R enter - sche Bureau hur nämlich auf feine, an den deutschen Kaiser gerichtete Bitte, dem englischen Volle ein Abschiedswort zu sagen, folgende Antwort er- hälten: , „Sie sind ermächtigt, milzutecken, daß Seine kaiserliche Majestät die aufrichtige Sympathie, die ihm von der Stadt London und Dom Publikum im allgemeinen in seiner tiefen Trauer bezeugt worden ist, herzlich zu würdigen weiß." Diese iurze Abfertigung ist die etuztg treffende Antwort gewesen. Für gar zu naiv soll man uns im Auslande doch nicht halten. Ueber die Abreise des Kaisers sind noch folgende Meldungen eingelaufen: L o n b o n, 23. Mai. Der deutsche Kaiser trat am Nachmittag 3V3 Uhr die Rückreise nach Deutschland an. Vor der Abfahrt des Kaisers hatten sich in der Umgebung des Bahnhofes große Menschenmengen angesammelt. Bald nach 3 Uhr erschienen das Personal der deutschen Botschaft, der Lordmayor, der ehemalige Lordmayor und andere offizielle Persönlichkeiten. Kurz vor 31/9 Uhr betraten der Kaiser und die königliche Familie den Warte raum. Der Kaiser ließ den Lord mayor zu sich entbieten und unterhielt sich mit ihm; dann begab er sich in Begleitung des Königs, des Herzogs von Eonnaught, der Prinzen Ehristian von Schleswig-Holstein und Arthur von Eon- naught, sowie des Herzogs von Eornwall und des Prinzen Albert auf den Bahnsteig. Dort nahm der Kaiser von den Anwesenden herzlich Abschied; er küßte dem König beide Wangen und schüttelte ihm herzlich die Hände. Sodann bestieg er in Begleitung von Lord Roberts und des Grafen von Wolff-Metternich den Zug. £ London, 23. Mai. Lord Kitchener hatte am samstag auf Wunsch Kuß er Wilhelms eine längere Audienz bei die,em Monarchen. Ter Kaiser soll sehr eingehend eine Menge militärischer Fragen mit bem englischen General besprochen haben, der ihm vieles über die Eindrücke seiner rürzlich zuructgelegten Weltreise erzählen mußte. Kaiser Wilhelm lud zum Schluß Lord Kit- cheuer ein, als sein Gast das diesjährige Kaisermanöver mitzumachen. _____________________________ politische Saacsicbau« Tie Zentrumsalbeit im südlichen Hessen. Tie „Köln. Votlsztg.", das .ührenoe rijeuüsche Zen- trumsblatt (in der gestrigen Nummer hat em Druck feyler aus „Köln. Volisztg." „Kvin. Ztg.' gemachi), slcl-t in einem bemertenvroenen Lei.cnuUel ,e>t, daß d.e Zentrumsacbeii im südlichen Hessen, insbesondere die Errichtung eines S^re- .ariates in Worms, von Erfolg gekrönt gewesen fei. Die Organisation baut sich aus den b-.anuten „Volisverein für das katholische Teutschland" auf. Die „Köm. Volisztg." schreibt u. q*: Allgemein erkennt man auch hier jetzt den großen Wert, die ungeheure Bedeutung des BoUsvereins für die iiatljoiucii in den religiösen u nd wirtichafllickjeu Kümpfen der Gegenwart, und Dementitnccbeni) hat auch der Voltsvcrem seit einigen Jahren in Hepen beinerlenswerte Fortschritte gemacht. Um sich tu: Die weitere Organisation und AgUalion einen festen Stützpunkt zu schaffen, hat der Vollsvercin im November vorigen Jahres ein Sekretariat für das südliche Hessen mit dem Sitz in Worms errichtet, dem die Kreise Worms, Bensheim und ein Teil von Groß-Gerau unter [teilt sind. Die umliegenden Landgemeinden sind großenteils von Worms wirtschaftlich abhängig, und ihre Bewohner finden Arbeit und Brot in den beiden Wormier Lederfabriken. Ter Besitzer der größten der beiden Lederfabrüen ist der bekannte nationallibcrale Reichstagsavgeordnete Baron Heyl zu Herrnsheim, der das Wormser Reichstagsmandat inne hat. Derselbe gehört als Arbeitgever und Sozialpolitiker der alten Schule an. Er hat es Derftanben, durch kluge Maßnahmen und Wohlsahrtseinrichtungen, einen testen Arbeiterstamm an sich zu ketten. Die Tatsache, daß von den etwa 4000 Arbeitern des.Heylschen Lederweries au 80J schon über 25 Jahre in demselben tätig sind, beweist schon genügend den konservativen Geist dieser Arbeiterschaft. Natürlich fehlen auch die Schatten- ieiten dieses patriarchalischen Regiments nicht. Das Selbständig- leiisgesühl der Arbeiterschaft ist noch wenig entwickelt, hie Zahl der jugendlichen Arbeiterinnen ist eine unverhältnismäßig hohe, and felbst die Töchter kleinerer Landwirte gehen zahlreich in die Fabrik. Die Svzialdemoiratie arbeitet schon seit Jahren mit Hochdruck an der Gewinnung der Arbeiterschaft des^Wormser Bezirks und nicht ohne Erfolg. Aus katholischer Seite hakte man schon längst erkannt, daß die Schaffung einer Zentrale für Die katholisch-sozialen Bestrebungen eine unbedingte Notwendigkeit fei. Schon die ersten sechs Monate des Bestehens haben gezeigt, daß die Errichtung des Sekretariats kein Fehlschlag war. Ende April tagte in Worms eine Konferenz der Gefchäftsführer des Voltsvereins, bei welcher Gelegenheit der erste Tätigkeitsbericht des Sekretariats bekannt gegeben wurde. Aus diesem Bericht ergibt sich, daß der Volksverein im Seiretariatsbezirk 27 Ortsgruppen mit über 4000 Mitgliedern besitzt. Davon ent- tallen auf die Stadt Worms allein 930 Mitglieder gegen 772 im Vorjahre, womit Worms wohl die höchste Mitgliederzahl in Hessen erreicht haben dürste. Ta der Geschästsbczirk des •sefre- tariatö einen vorwiegend ländlichen Charakter hat, in welchem Der Wein- und Ackerbau vorherrscht, so ist es von vornherein ausgeschlossen, daß hier jemals solche Mitgliederzahlen erreicht werden, wie sie in den dichtbevölkerten .Bezirken des rheinisch- westfälischen Industriegebietes' gang und gäuc sind. Der größte Platz des Bezirks ist Worms mit etwa 46 Out) Einwohnern, wovon knapp bet britte Teil katholisch ist, bann folgt in weitem Abstande Bensheim an der Bergstraße mit nur wenig über 80UU Einwohnern. Schon jetzt besteht in den weitaus meisten Gemeinden im südlichen Hessen eine Ortsgruppe des Volksvereius, im letzten Halbjahr wurden allein im Wormier Bezirk sechs neue Ortsgruppen gegründet, und der Tag dürfte nicht mehr fern fein, wo teinc katholische Gemeinde mehr ohne Volksoerein ist. Line Heöe der ungarischen Ministerpräsidenten. Ofenpest, 23. Mai. Ter Ministerpräsident Hedetvary hielt vor der Wählerschaft des vierten Ofenpester Bezirks eine P r o g r a m m r e ö e, in welcher er jagte, die günstige Stimmung, mit welcher das gegenwärtige Kabinett bei seinem Aints- antriti in weiten Kreisen ausgenommen worden sei, könne als ein Beweis dafür angesehen werden, daß das Land einer Politik der ALätzigung unö der friedlichen Entwickelung iuncige. Tas Kabinett genieße das Vertrauen, daß es zu der beivährten Tradition der dualistischen Politik zurückkehren werde. Tiefe Politik werde überall als eine Garantie für die Großmachtitellung der Monarchie anerkannt. Tie Stellung der i"'''rreichifch-ungarischen Monarchie in Europa werde demnächst bebcu..ibe sinanzielle Opfer für biejenigcn militärischen Zwecke erforbern, welche schon seit längerer Zeit als unerläßlich bezeichnet würben, xie Schlagfertigkeit der Armee sei bas oberste Interesse bes Vpterbanbes, für ihre Erhaltung bürie man feine Opfer scheuen; es fei baljer nicht angemessen, bie Bewilligung dieser Kredite an gewisse belanglose Konzessionen seitens der Krone knüpfen zu wollen. Er verurteile entschieden Pie Ob- ftrudtion, welche die Rödolution zu herabgesetzten Preisen m; yof- fenklich werde das Land in imposanter Weise bei den Wahlen seinem Willen Ausdruck geben, daß die gesetzgeberische Tätigkeit bes "Abgeordnetenhauses nicht durch die Obstruktion lahm gelegt roerbe, welche dem Geiste bes Parlamentarismus wiberspreche. Tic Rebe würbe mit großem Beifall aufgenommen. Aus Hessen. R. B. Darmstadt, 33. Mai. Der Sonderausschuß fürdieVerwaltungsge fetze hielt heute vormittag unter dem Vorsitz des Abg. Tr. Glässing eine längere Sitzung ab, der die drei Minister und $ehc;'mri B e st beiwohnten. Es wurde beschlossen, alsbald mit ber Beratung ber Städteorbnung und der Landgerneindeoi d nung zu beginnen. Tie erste Sitzung soll nächsten Donner- tag stattfinden. Zuerst wird die Städteordnung in An griff genommen, und es ist zu hoffen, daß der Entwurf, auch der der Saabgemeinbeorbnun^, im Oktober zur Boll beratung in der Zweiten Kammer fertig gestellt sein wird. Ten Bericht über die Städteorbnung hat Abg. Tr. G tä s sing, den über bie Landgemeindeorbnung haben die A'bgg. Stöpler und Hebet übernommen. Der Ausschuß wird uann noch an die Beratung des Gesetzentwurfs, betr. die Verwaitungsgesetzpflege herantreten, wenn ihnen dies dem Stand der Arbeit nach mö^lid) ist. Geheimerat Haas nahm an den Beratungen teil. Ocntbches Ucid>. Den Berliner Blättern wird aus Brüssel gemeldet, das englische Königspaar werde feinen ersten offiziellen Besuch dem Berliner Hof machen und zwar Ende Mat oder Anfang Juni. Die in Berlin versammelten Vertreter des R e i ch s verbands deutscher Aerzte stellen sich im wesenl Lid)en auf den Standpunkt des Regierungsentwurfs her Reichsversicherungsordnung; besonders wird verlangt: erstens, die gesetzliche Festlegung der beiden Arzt systeme; zweitens, die Einrichtung gesonderter Vertrags- ausschüsse; drittens, die Wahl der Arztvertreter zu diesen Ausschüssen nur durch die einzelnen Aerzte des Bezirks, nicht durck) die zuständige Standesvertretung; viertens, Un- zu lästig leit des Vorgehens der ärztlichen Ehrengerichte und Aerztetoalitionen gegen die Aerzte, die nach den „Grund sätzen" Verträge schließen; fünftens, die Vermeidung jeden Zwanges zum Wechsel des Arztsystems. Im übrigen weist der Reichsverband die Behauptung zurück, daß 24 000 Aerzte mit den Beschlüssen des letzten Aerztetages einverstanden seien und begründet das damit, daß die Zahl der dif,entierenden Kollegen auf 10 000 zu schätzen fet. Der Provinzialvorstanddernarionallibc ralen Partei in Hannover erklärte sich, so wirb aus Hannover bemelbet, einstimmig mit aller Entschiedenheit gegen die Beschlüsse des Herrenhauses in der Wahlrechtsvorlage und hält an der Forderung des direkten und geheimen Wahlrechts fest; er spricht zugleich die Hoffnung aus, daß es gelingt, in dieser wichtigen Frage eine geschlossene Haltung der Landesfraktion zu erzielen 2iusiattü. Nach amtlicher Mitteilung wurden in Brüssel 9 Klerikale, 7 Liberale uiib 0 Sozialdemokraten gewählt. Tas Gesamt ergebnis der Wahlen ist: 49 Klerikale, 23 Liberale und 13 Sozialisten. Die Sozialisten gewinnen einen Sitz von den Kleri kalen. Im dänischen Minister rate wurde der Minister Präsident ermächtigt, bem König bei seiner Mcktehr von Lonbon unverzüglich bie Demission bes gesamten Mnisteriums ein zureichen. , Tie Gewerkschaft der S ch lo sser g c hil fe n ät Paris beschloß in einer Versammlung, wegen verweigerter Lohnerhöhun gen in den Ausstand zu treten. Aus Konstantinopel wird gemeldet: Ueber hundert Ab geordnete, verschiedene Senatoren, Journalisten und andere Personen richteten an die mohammedanischen Abgeord neten der kretischen Kammer ein 2c leg ramm, in bem sie diese zu ihrem energischen Auftreten beglückwünschen und versichern, daß bie Ottomanen keinen Augenblick zögern werben, ihr Leben zu opfern. Aus Teheran wirb gemelbet: -Lorbar Mansur wurde 3u.n1 Justizminisler, Muschired Tauloh zum Hanbelsministcr und Musta midi Atakan zum Atiuister für Post und Telegraph:» ernannt. Der Medschlis beschloß, die verantwortungsvollen Posten im Ministerium des Aeußern durch Deputierte bes Mebschlis besetz zu lassen. Drei Offiziere sollen nach Teutschland entsendet werben, um für bie persische Armee 30 000 Gewehre an ^kJn S a'iba m Algerien würbe ein verabfchiebeter Fremden legionär namens H u l m verhaftet unter dem Verdacht, baß er Frembenlegionäre geschäftsmäßig zur Fahnenfluchi verleite. In einer Schankwirlschaft, wo er häufig mit Fremarn tegionären zufammentraf, würben zahlreiche Uniformen vorg ]unden und beschlagnahmt. cujljchifiahrt. Unglückliche Lanbung. Paris, 23. Mai. Der gestern früh in Saarbrücken aufgestiegene Kugelballon „Saar", in besten Gonbel ii Uhr im Cafe Ebel. o * "Ordensangelegenheit. Der Groß Herzog hat dem Generaldirettor der Kurverwaltung von Schevenmgcn (Holland) und Konsul a. D. Bcrnh. Gold deck zu Scheve- ningen (Holland) die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dein König von Italien verliehenen OsfizierkreuzeS des Ordens der Italienischen Krone erteilt. ** Für die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 26. Mai, nachm. 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung aufgestellt: 1. Mitteilungen. 2. Bau- gesuch Hermamr .Hofmann bei der Veterinärklinik. 3. 'Desgl. Älbcrr Rahnefeld für Sciian^enstraße 2. 4. Desgl. Ferdinand Aff für die Lieber Straße, ö. Neubau der Oberrealschule. 6. Verlegung der Waschküche im Fvrsthaus Hochwart. I. Errichtung von Bedürfnishäuschen. 8. Befestigung der Wolkengasse, Löwengasse und Braugasse. 9. 'Desgl. der Wetzsteingasse und Schloßganc. 10. Befestigung des Fußwegs am Rampen- abschlußbau. 11. Anlage der Wiesectböschung in der Alicestraße. 12. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. 13. Verpachtung der Sandgrube am Rödger Weg. 14. Verpachtung von Gelände an der Wetzsteingasse. Id. Ausführung der Katastervermessungsarbeiten in der Gemarkung Gießen. 16. Waldwirt schafts- vlan für 1911. 17. Iugendfest 1910. 18. Gesuch der Luise Deichert Witwe um Gaszulellung für Liebigstraße 69. 19. Das Wappen der Stadt Gießen. 20. Bestellung eines Wohnungsinspektors. 21. Gesuch des Karl Rühl um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft im Hause Riegelpfad 39. 22. Desgl. des Heinrich Knoch im Hause Bahnhofstraße 31. 23. Desgl. des Hermann Uhl im Hause Schloßgasse 9. ** Vom Schlachthofs-Neubau. Eine Anwendung von Korkstcinplattcn, die int größeren Umfange für hier jedenfalls nett ist, wird bei dem Kühshausbau von der 'Firma Grünzweig und Hartmann in Ludwtgshafcn ausgesührt. Der $or> und der Hauptlühlraum (.590 Quadratmeter Flächenraum), der Pötelkeller (75 Quadratmeter), der Luftkühlraum (100 Quadratmeter) und der Kühlraunt für Pferdefleisch usw. (25 Quadratmeter) werden an den Wänden, der Decke und dein Fußboden mit diesem Pateitt- Rcform-Matcrial vollständig bekleidet, um den Einfluß der Außentemperatur aus die inneren Räume zu verhindern. Vor der Kortwandbekleidung wird im Innern der Räume noch eine Mauer aus Backsteinen errichtet, auf dem Fußboden eine Betondecke, und an der Decke ein Iementverputz angebracht. Tie Korkplatten- betleidung der Räume erfordert einen Kostenaufwand von ca. 20000 Mark. ** Patenterteilung. Dem Möbelhändler Aug. Oß- m a n n ist ein Patent für eine selb st tätige Sperrvorri ch t u n g^f ü r W a g e n aller Art durch zwischen die Radspeichen greifende Stangen erteilt worden. Tic Neuerung ist für Geschäftswagen und Fuhrwerke angenehm, die ohne Aufsicht des Kutschers auf der Straße halten müssen. Durch die Sperrvorrichtung ist das Durchgehen der Pferde unmöglich, weil damit die Umdrehung der Räder des Wagens verhindert wird. Sobald der Wagenführer den Bock verläßt, tritt die Sperrvorrichtung selbsttätig cüt. Durch einen einfachen Handgriff kann die Einrichtung wieder außer Wirksamkeit gesetzt werden. " Polizeihunde-Vorführung. Mit derHunde- Ausslellung des Vereins Hundesport, die am kommenden Sonntag- in den Räumen der „Liebigshöhe" stattfindet, soll am Tage darauf eine Vorführung von Polizeihunden auf dem Trieb verbunden werden. Als Richter sind hierfür Polizeileutnant Most-Saarbrücken und Polizei-Wachtmeister Weißbäcker-Frankfurt a. M. gewonnen. ** Jubiläum des D armstädter Hoftheaters. Der Grotzherzog hat anläßlich des 100 jährigen Jubiläums des Hoftheaters dem Generaldirektor Emil Werner den Titel Geheimer Hofrat und dem Hofrat Willem de H a a n das Ehren - treuz des Philipps-Ordens verliehen, dem Dircktionsrat Ludw. Winter den Charakter als Hofrat erteilt; den Kammersängern Gg. Weber und Will). Riech mann, sowie dem Oberregisseur Emil Valdek das Ritterkreuz 1. Klasse des Philipps-Ordens und dem Inhaber des Drenkerschen Theater-Geschäftsbureaus Karl Hard e r in Berlin das Ritterkreuz 2. Klasse dieses Ordens mit der Krone verliehen. Die Feier des Jubiläums wurde wegen der Hoftrauer bis zur nächsten Saison verschoben. ’Unbestellbare Posts e'n dünge n. Bei der Ober- Posldiretlion in Darmstadt lagern folgende Sendungen, deren Absender vielleicht zu unseren Lesern zählen, als unbestellbar: Nachn.- Postanw. über 7 Mk. 70 Psg. vom 29. 4. 08 aus Bad -- Nauheim an the Editor of the Times Newspaper in London. Einschreibbries vom 29. 4. 09 aus Bad- N a uhei m an Jan Sakoivitch in St Vielt (Rußland. Einschreibkarte vom 25. 7. 09 aus Bad- Nau h e i ni an B. Cooper in Newport. Einschreibbrief vom 22. 7. 09 auS Bad - Nanheim an Emilie Tingle in St. Petersburg. Einschreibbrief vom 13. 5. 09 aus Bad-Nau heim an IX ker jotekony egyesulet Budapest Gewöhn!. Paket vom 12. 8. 09 ans Gießen an S. J.raelsky bet Koch in Frankfurt (Main. Die zur Emp'angnahme der Gegenstände Berechtigten müssen sich binnen 4 Wochen bei der Ober-Postdireklion melden, widrigenfalls die Postanweiiungsbeträge und die in den Sendungen enthaltenen oder durch Versteigerung des Inhalts erlösten Geldbeträge ber Unterstützungskasse überwiesen, die Briefe aber vernichtet werden. th. Ober Mockstadt, 23. Mai. An die Gläubiger der int Konkurs befindlichen Ober-Mock st ädter Kasse, denen bisher 10 Prozent ihrer Forderungen ausbezahlt wurden, wird der Konkursverwalter Anfang Juni eine weitere Teilzahlung von 20 Prozent machen. X Bad Salzhausen, 22. Mai. In unserem gegenwärtig im schönsten Frühlingsschmuck prangenden Parte sand heute das erste M i l i t a r k o n z e r t statt, ausgesührt von der Kapelle des Gießener Regiments. Das fein ausgewählle Programm wurde meisterhaft ausgesührt; unser Bad hat lange keinen solchen Genuß gehabt, und freut man sich auf das nächste Konzert. Von jetzt ab finden alle 14 Tage Konzerte hier statt. w. Bad-N auh eim, 23. Mai. Hans Wind er st ein, der Dirigent des Leipziger Philharmonischen Orchesters und der Aad-Nauheimer Kurla^elle wurde J, eilte vom König von Sachsen zum Professor der Musik ernannt. w. Biebrich, 24. Mat. Der 27 Jahre alte Weichensteller Heinrich Reitz geriet auf dem Bahnhof Biebrich-Ost gestern "abend zu-ischen Die Pus fer zweier Wu-en. Bei der Verbringung nach dem Kran.enhaus starb Reitz. w. Wiesbaden, W. Mai. Im Verlaufe einer Schlägerei, die sich gestern abend aus einer Tanzmusik im benachbarten Dierstadt röspielle, versetzte eater der Teilnehmer dem 24jährigen Kutscher Bischoff aus Bier,tadt zwei lebensgefäyr.i^e Stiche in den Unterleib. Der Täter, ein raum 20 Jahre alter Mann aus Wiesbaden, wurde in Erbenheim verhaftet. Der Verletzte wurde in hoffnungslosem Zustande in das Wiesbaoener Krankenhaus verbracht. ♦* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N a ch b a r st a a t e n. In G ro ß e n - B u s_e ck feiert Konrad Wagenbach und Frau Margarete, geb. Scheld, morgen das Fest der silbernen Hochzeit. — Bei dein T etaillistentag in Friedberg sprach nicht Landtagsabg. Damm, sondern, der 2. Vorsitzende des Detaillistenvereins, Stadtv. Tamm. £andwirtjd)aft X Nidda, 22. Mai. Soweit man es bis jetzt beurteilen kann, haben die verschiedenen Nachtfröste dem Steinobst und auch tellweise den feinen Birnen sehr geschadet. Dagegen sind Die Aussichten auf eine Aepfelernie gut, falls nicht' Hagel oder Sturm später Schaden bringt. GerichessaaU Wien, 23. Mai. Die kriegsgerichtlichen Verhandlungen gegen den Oberleutnant Hofrichter haben heute früh begonnen; sie dauerten bis um 6 Uhr abends. Der Angeklagte erklärte, er habe den bei den bisherigen Verhören ge» machten Aussagen nichts hinzuzufügen, wonach er abgesührt wurde. Es folgte die Verlesung des Schlußantrages des Hauptmann- Auditors Kurz, der zirka 120 Seiten umfaßt. Morgen werden die Verhandlungen fortgesetzt. verinischtes. * Mass env erg iftung. In Fried r ich shagen bei Berlin versuchte das Kaufmannsehepaar Viktor in der Nacht zum Sonntag sich und seine beiden Kinder durch Leuchtgas zu vergiften. Bald nach der Einlieferung in die Berliner Charite starben die Kinder, ein Mädchen und ein Knabe. Die Frau starb in der Nacht zum Piontag.. Viktor selbst befindet sich außer Lebensgefahr und wird wahrscheinlich der Station für Geisteskranke überwiesen werden. Der Grund ist Nervenkrankheit und Kündigung der Stellung. * Erdbeben. Die letzten Tage brachten wieder zwei große Fern beb en und ein verhältnismäßig nahes. Tas erste zeichneten die Seismographen der kaiserlichen Hauptstation für Erdbebenforschung in Straßburg i. E. am 18. Mai um 10 Uhr 10 Minuten 29 Sekunden auf. Das zweite Beben traf am 20. um 1 Uhr 16 Min! 22 Sek. nachmittags ein. Der Vergleich mit den Hamburger Angaben führt auf eine Entfernung von 9600 Kilometer, jedenfalls dem südlichen Japan. Das Nahbeben vom 21. Mai begann 8 Uhr 50 Min. 20 Sek. und dürfte in dem nördlichen Kleinasien stattgefunden haben. Kleine Ta, cschronik. Hochwasser bedroht ganz Tirol, namentlich den Westen. Tie Arlbergbahn ist bei I m o t mit meterhohem Geröll überschüttet. Ter Güterverkehr ist eingestellt; den Personen» verkehr erhält man durch Umsteigen aufrecht. Aus dem Bahnhof M o u l i n e a u x ist der Zug Paris— Suresnes entgleist, wobei der Lokomotivführer und der Hetzer getötet wurden und zwei Reisende Quetsch- u n g e n erlitten. Aus den verschiedensten Gegeitden Frankreichs werden Gewitterstürine und Wolkenbrüche gemeldet. Namentlich an der oberen Loire und Marne, sowie am Tarn, wo sechs Häuser eingestürzt sind, haben die Ernten schweren! Schaden gelitten; zahlreiche Tiere siltd zu gründe gegangen. In Haute Savoie sind fünf Personen ertrunken. In verschiedenen Ortschaften des Departements der Rhonemündung tvurden am Sonntag mehrere i’tarfe Erderschütte- rungen verspürt, die unter der Bevölkerung große Angst verursachten. In L.e i p z i g stießen gestern zwei Straßenbahnwagen zusammen; die beiden vorderen Plattformen wurden vollkommen zertrümmert. 17 Personen sind verletzt, der Handelsmann Grundig ist bereits gestorben. In H a l l e a. d. Saale beschlossen die städtischen Behörden mit 300000 Mark Kosten zur Vermittelung des Fleischhandels zwischenGroß-undLodenschlächternauf dem Schlachthof eine Fleischverkaufshalle zu errichten, die erste ih«.er Art in Deutschland. ßaitOcl. Würzburg, 23. Mai. Der Staatskommissar der Bayerischen Bodenkreditanstalt gibt bekannt, daß infolge von Differenzenim A u f s i ch t s r a t, der Au,«ichts- rat seine Stelle niederlegte und die Direktion ihre Stellung kündigte. Sine außerordentliche Generalversammlung ist auf den 26. Juli anberaumt. Dem Vernehmen nach hat der gesamte Aufsichtsrat mit Ausnahme des Herrn Max Anspacher leine Stellung niedergelegt. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Verlauf der Witterung seit gestern früh: Die südliche Zyklone zieht ostwärts ab, ohne unsere Witterung wesentlich zu beeluflussen. Daher dauert bei hohem Druck über Nordwesleuropa das yeilere und manne Welter an. — Unter der Eurwirknug nördlicher Wmde lvird jetzt etwas kühleres Wetter eintreten. Wetterauslichten in Hesien am Mittwoch bem 25. Mai 1910; Meist heiter, trocken, etivas kühler. ttluuer sti)L vao2onstiil. W a s j e r w a r m e der Lahn 1 6°R. Original-VrahtmelSuirgen. Paris, 24. Mai. Gestern abend wurde hier der K a m m e r d ir e k t.o r u er e t verhaftet, der den Baron Montroad auf Schloß Martrevat getötet und ausgc - raubt hat. Paris, 24. Mai. Der Aviatiker Martinez flog gestern von Mourmelon le KLrand nach Neufmonties. Er legte die 150 Kilometer lange Strecke in l1/» Stunden zurück. Martinez hatte die Absicht, bis nach Paris zu fliegen und dort zu landen. Petersburg, 23. Mai. Infolge der in der letzten Zeit herrschenden Baisse in Getreide preisen im Zusammenhänge sowohl mit beit Nachrichten über einen guten Saatenstand'als auch mit der bevorstehenden neue n G.etreidekampagne, berief der Finanzminister eine Konferenz von Privatbanken und der Reichs- bank zur Beratung der Frage betreffend das weitere Ber hallen der Banken gegenüber dem Getreidehandel. Ter Finanzminister stellte fest, der normale Zustand der Loin- bärdverbindlichkeiten der Getreidehändler der Reichsbanl gegenüber weise darauf hin, daß die Realisation der Ge- trerdevorräte einen normalen und durchaus nicht ungestümen Charakter trage. Er sehe sogar, bei einem weiteren Sinken der Preise kein Risiko für die Reichsbank bei einer Darlehensoperation in Getreide vor^rus, daher werde die Reichsbank an ihren früheren Grundsätzen bei Getreide- darlehen auch weiter festhalten und dem Getreidehandel ihre frühere Unterstützung gewähren. Die Vertreter der Privatbanken erklärten, sie hielten ihre Interessen bei den Lombardoperationen in Getreide für vollkommen garantiert, auch im Falle eines weiteren Sinkens der Preise. Daher beabsichtigten sie, der Politik der Reichsbank zu folgen und an ihrem bisherigen Verhalten den Getreide- Interessenten gegenüber festzuhalten in der lleberzeugung, daß eine solche Politik das beste Mittel sei, spekulativen) Baisse-Getreidepreisen vorzübeugen. Tie Konferenz stellte fest, daß die in der Presse erschienenen Saatenstandsberichte zu optimistisch seien. ii ■ ’n r-- liefert billigst die Brtihl’sche W HVPrtQ Mil MFITISI Universitäts-Buch-undStein- IXUlUl IO ■■■II I 16 IIIC4 druckerei.Gießen,Schulstr.7 in "LÄ Pneumatic Continental-Caoutchouc' l und Gutta-Percha-Co. EK Hannover. j Beste Bereifung für Fahrräder und Automobile •h Versteigerung. ' Donnerstag d. 26. Mai 1910, / nachm. 3 Ubr, sollen im städt. Pjandlotale Seltersweg 11 dalüer - mehrereMobiliargegemtande, wie ' Sofas, Vertikos, Schreibtische, ^Schranke, 1 Sommerwagen, ein Stronlcurhter. 2 Pferde n. versch. a. versteigert werden. 12942 Gemmecker, PjaMmeister. Soiiiiiier-MaltMartHclii, Matjes-HcriUc wieder eingetroffen. (04306 L. Nalthof Nach?., West-Anlage 7>. Televhon 467. Freibank. Rindfleisch 52 Psg. Kreditverein Heuchelheim c. G. in. u. H. Bilanz am 31. Aktiva 1. Kassenbestand 30 659.67 2. Ausgeltehene Kapitalien 880393.15 3. Güterlaufgelder 240 214.47 4. llllobilien 250.— 5. Fällige Zinsen 9 406.05 Tczcmber 1909. Passiva jft 1. Kapitaleinlagen 1101 978.33 2. Stammanteile der Genossen 14 602.64 3. Im voraus erhobene Zinsen für 1910 u. 11 von Güterkaufgeldern 2005.96 4. Reservefonds 33 176.84 5. Spezialrejerve 5 444.10 6. Reingewinn 3 715.47 1160 923.34 1 160 923.34 Tie Zahl der Mitglleder betrug Ende 1908 321 in 1909 gingen zu . . ...... 5 326 in 1909 gingen ab ........ 11 daher Stand Ende 1909 ...... 315 Heuchelheim, am 23. Mai 1910. [2931 Kreiling, Direktor. Gorr, Kontrolleur^ Volkmann, Rechner. la. Büoinger Eiporl- V ' emvnehlt in Flaschen u. Gebinden Emil Schmält A Biergroichandlung, Telcvbon dß. Insektenpulver Adler - Medizin^» Trogcric Cito Lchaas, Seuerswegöv. Ringofensteine neuer, ofcntrockcner Ware cmpneblt 104269 Aidcrl Bkplcr, Wetzlar. FfihllPlI Reinecke JL alÄlit/H Hannover. Vereinsbedarfsartikel. (hvK,, Parkett- OSE Bohnermasse Mr ucvkiiiffcn •J :a für Parkett, Linoleum, Gestrichene Böden. Günsli^c Gelegenheit-. Wrngcb. Butter-, Eier, Käsc- geschäft, Zentrale einer Grokstaot gelegen, m. gt. Muubenlr. rette .stiuio.i in and. Unternehm. Halber ?>.Selbstkostenpreis ior.abzugeben. Letzter Jahresumsatz 25690.— Mk. Da Lage sehr güuhlg gelegen tann der Umsatz durch Verlaus v-Wurü- u. 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Ziehung 5. Kl. 222. Kcl. Preuss. Loika ie Ziehung vom 23. Mal, Vormittage. Nur die Gewinne über 240 Mark sind den betreffenden Nummern In Klammern beigefüirt. 106 459 591 96 622 X [500] 949 60 150328 [5000] 15000' 152032 [500] 837 942 153072 175 30036 47 22'1 325 .7 402 G25 872 91 943 31074 602 [3000] 54 794 2 07165 380 424 542 065 852 200020 51 116 323 [500] 493 525 [1000] 224187 386 595 630 225410 561 84 2260.7 20 570 950 88 227322 404 [500] 69» 735 [500] 73 821 75 228071 122 342 463 601 [500] 2 20130 76 286 [3000] 517 1)000] 7'1 Uü 18033 37 108 471 553 638 750 10205 13 [1000] 53 350 412 [500] 513 685 739 911 84 193 875 196 418 503 249 100046 37S 480 554 58 603 [3000] 781 867 995 [1000] 101'1 178 [3000] 83 90 227 559 [500] 791 932 1 02057 [3000] 354 426 1 03 063 112 214 73 »34 [1000] 546 983 104002 249 85 414 519 [500] 731 890 1O50S0 220 360 537 [500] to 822 28 48 56 [1000] fiö 106010 [500] 26 [500] 89 655 76 107141 403 [500] 57 02 [500] 55 63 1 08612 740 821 965 100122 [3000] 31 . [500] 533 760 350 134036 65 219 SV 395 448 79 517 71 [500] 716 135064 14S 63 531 701 34 72 855 91 13604« 79 371 625 44 713 [500] 28 954 110023 70 157 666 815 18 45 111115 62 277 93 [500] ... 23 902 [3000] 112*13 519 [ 500] 64 [500] 724 978 113092 139 201 845 541 47 684 711 328 114107 [1000] 65 85 208 12 83 306 32 566 877 952 61 [1Ö00] 115021 614 76 ." 5 600 23 98'.'>00] 755 SOI S! .<> 929 6 7 223 54 55 620 6 8134 [10 OW] 66 200 82 [500] 448 [300] 596 »50 94 758 [3000] 984 1 34279 365 445 521 664 765 864 135025 200 34 389 974 1 2 6050 335 65 [1000] 89 549 79 [1000] 629 712 1 3 46 [8000] 54 863 931 50 127-61 574 — 50 61 73 91 128180 519 47 90 OSS 717 22 2V 120144 -6 418 60' 13 46 897 62'76 693 6 3010 19 205 [500] a.-l 799 >12 6409» 335 99 555 765 823 65067 78 111 . luOü) 59 iS ,':0 »46 413 509 708 863 900 81 66079 123 70 215073 ...............—----- - 350 479 622 2 1 7039 [ 500] 141 41 »63 739 837 994 [5001 636 SS 937 92 130139 596 740 47 51 61 68 88 SIS 934 74 131078 654 [1000] 780 13218b 507 972 [1000] 133077 [SOOO] 180649 714 66 72 950 72 18 2085 271 517 28 55 05 15001 365 [ 500] 556 59 S25 8 7271 .IG 452 94 519 612 744 ---- ------ - 80020 823 443 545 59 71 83 154013 149 216 40 [5001 691 868 1 55192 661 740 807 1 56151 291 52« 641 714 1 573"» 29 I i '00] 502 49 60 1 58132 30 502 87 752 927 28 1 5 0 221 361 509 950 160 "1 1500] 317 579 95 161486 616 [500] 735 862 1 6 2 303 424 547 63 718 802 80 1 6 3 226 58 [1030] 96 333 | .->00] 587 626 [ 5000] 64 789 805 41 6.3 [3000) 65 |.->00) 164105 45 249 [1000-] 436 557 890 1 65196 [ 5001 91(1 [500 ] 166036 143 281 417 [1000] 681 893 99» 167.511 108025 192 469 [ 500 ] 586 1 60 273 574 [1000] 433 535 607 «10 47 995 414 16 511 [3000] 18 [8001 19 24 636 [50ü] 60 715 44 137101 79 90 462 504 6&* 869 915 1 3 8050 [500] 215 5s 361 137 789 870 130173 235 703 27 S71 72 971 78 [500] 14O»80 181 390 838 40 95 1 [3000] 82 753 71 963 761«» 474 11 62 [.-UGO] J.\j 611 703 631 ‘J.lu 25011 169 »41' 474 83 700 a5 >-6 907 26104 [1000] 2t 43 4 28 590 [500] 27057 [500] 263 466 701 28004 S7 204 [1000] 857 978 20OT.O [500] 385 514 681 716 81.3 flOOüj 560 616 IS 55.54 46$ 605 696 86 [500] 626 27 57415 377 C17 SSO .74 481 SO 791 92 6O0ÖJ 97 467 70 [ 500] 757 116 154 [3000] 228 44 540 662 703 861 N 117.61 644 SO 733 [500] 58 65 70 842 1 18120 533 719 8S8 1 10231 526 627 764 120033 [500] 26 323 469 758 835 92 9-11 121077 85 354 412 35 71 514 86 GSu 39 717 21 [1000] 879 1 2 2225 27 [3000] 30 35 525 95 710 58 326 53 1 23027 80 19S 539 2000» 37 4)1 24» 314 [5u0] 612 1» [500] 37 902 68 2 1 022 184 246 51 [3000] 386 '-.3 [500] 529 |10u0] 916 220'6 327 453 95 31» X> 878 23>U.' 33 40 24108 [1000] 50267 72 75 52»»s [30001 99? 104172 224 .">62 669 763 CS 837 41 10 5326 120 684 750 97 837 [500] 930 [500] 429 971 197'116 84 8.3 353 1«O »19 198102 334 684 95 945 [500] 76 1 00835 72 >00) 930 2OO039 [500] 172 293 326 201209 25 [JOO] 477 99 | 30001 900 2O2008 216 840 935 2 0 3070 508 16 54 750 820 922 2 04.362 82 Ul 491 564 624 [1000] 813 958 2 0 5 078 [ 3000] 151 856 2O603G 69 16Ö (500) 532 729 250104 -71 353 558 856 907 260148 59 63 208 [500] 428 653 26 1 038 16a 666 734 65 806 2 6 2171 274 79 348 73 981 26318» 247 431 576 830 95 264187 [500] 315 414 80 (1000) 620 37 265099 154 225 312 400 [500] 660 719 31 [3000 ] 904 70 2 6 6501 77 631 714 822 70 2 6 7003 9 114 90 601 [500] 735 42 899 2 6 8008 606 27 8-15 »98 260081 103 14 360 35 679 7*9 34 272150 337 663 807 2 7 3220 [500] 520 613 [5001'745 274761 275043 57 92 127 302 8 K K [500] 136 57 582 619 756 »2 950 87 05S99 543 72 965 86 06016 648 [3000] 987 07165 872 08ulJ 82 282 5S5 716 . l 1500] 00091 13.' 41 [1000] 570 639 6C [500] 781 [500] U1S (Nachdruck v< rhntf*n) 681 753 379 2o«2 499 676 4! 744 860 [500] 5069 73 300514 70 85 651 875 301151 [30001 79 [11)00] ;94 689 876 99 3 0 2613 [1000] 856 950 303050 62 239 [1000] 654 8 8572 06 687 709 959 663 749 63 862 902 90 875 kiOO] 983 [1000] _ , , 2 40155 60 478 754 56 24 1 03* 96 100 59 89 [5001 374 637 988 2 4 2129 89 237 311 512 S52 84 [500 ] 243159 90 427 890 244"S9 144 67 89 207 395 587 [500] 824 [30001 245201 16 Ul 351 440 87 [5001 836 991 24601'9 [500] 42 701 31 800 99 951 73 89 2 4 7063 134 40 .343 821 248119 341 61 515 SSO »57 240006 299 (Ohne Gewähr.) 91 14 9 543 1 022 1 84 417 3800 36 4237 91 389 538 o.'4 160 80 SS (10001 484 624 SS [1000] 443 877 7147 94 351 66 804 0221 557 715 170)27 [ 3000] 415 540 54 9R8 171009 76 87 239 357 [1000] 73 402 626 4 8 711 172117 27 301 90 651 747 --- ------ 55 87 520 22 | 3000| 570 685 11000] 95 OBS 250n»j [500] 454 63 600 94 749 925 2 51124 783 889 252156 7» 262 343 885 2 53-85 593 858 956 254380 442 669 904 67 SS 2551." l»00) 64 733 2 5 6209 u-1 75 433 62 [1000] 679 756 82 934 55 78 [1000] 257105 453 665 789 816 36 53 [1000] 912 2 5 8063 324 53 444 51 202 630 .1 40 $07 [500] 55 91 983 3 2132 67 267 •00] 561 719 [3000] 85 801 021 49 33-2- .31 4t . '•! 610 34'i;l 3>1 1)7 498 5'27 »00 81 u37 SO 94 '.‘8S 326 66 615 8.35 360»$ 119 [500] 371 [500) 908 575 86 (5001 _ Im Gewinnrade verblieben: 1 Primie zu 300 000 M. 1 Gewinn zu 200 000, 1 zu 150 000, 1 zu 120 000. 2 zu 100 000 1 zu 80 000, 1 ZU 70 000 1 ZU 60 000, 2 zu 40 000, 10 ZU SO 000, 14 zu 15 000. 1» zu 10 000, S9 ZU 5000. 1202 zu 3000, 1S46 zu 1000, 2922 zu 500 [500] 745 2 7 4761 27 5043 57 92 127 202 5 62 93 flOOO] 5^ 639 58 717 .V 276089 156 366 522 [500] 741 9*9 277069 184 412 913 «2 278017 [1000] 279 ,3000] 520 [1000] 689 888 270068 262 362 566 906 83 28O010 124 211 523 6- [1000] 645 [1000] 281365 460 547 743 1500) 393 2 8 2057 110 352 703 377 78 283046 227 91 375 421 517 74 701 9 2 8 4004 130001 •64 645 7S1 [1000] «34 285096 398 515 70 98 976 [1000] 2862*1 3* 287»80 106 672 911 288194 224 567 76 773 947 74 [1000] 280259 88 962 2001 33 362 [SOOO] 433 93 576 628 739 828 59 95S faOOl LS 20 1 077 420 72 630 905 »0 202120 497 [ 1000 ] 599 619 203(1'9 82 102 489 [1000] 609 54 85 204403 615 62 838 (SOOO) 69 2 0 5195 238 339 74 76 91 5*5 888 2 0 6100 31 95 526 788 [ 300] 874 2 0 7003 53 719 47 849 971 208233 362 470 975 2 0 0051 528 311 503 666 755 919 221129 42 772 381 452 59 82 651 [1000] 81* 921 SS 303 553 717 *5 [3000] 838 56 989 91 176037 [500] 92 205 352 477 «1 [500] 943 89 [500] 177080 SS8 77167 259 7 0 36S 608 »3 74s 91 965 78207 45 [500] 696 [1000] 066 70205 8.' 85 572 765 900 80574 775 SS3 !'l? 8 1 024 51 «97 [10 000] 736 832 90 82)3- 46 .,.1 bS-1 831/1 372 [501'0] 83 97 509 800 (50ü) • 7 84091 -'13 73 348 720 (SOOO) 33 8 5071 368 93 8 6 281 13. Ziehung 5. KL 222 Kgl. Preuss. Lotterie Ziehung vom 23. Mal, nachmittags. Nur die Gewinne über 240 Mark slnu den betreffenden Nummern In Klammern belgefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten) 81 482 1 039 386 430 585 805 2 030 581 615 034 57 78 3003 7'26 4082 165 2*2 614 5»H 174 561 75 665 035 [500] 67 6390 481 560 822 97 973 7070 101 310 (500) 527 31 62 8054 126 514 89 [500] 800 90 0 185 361 680 99 741 10115 307 597 11125 [1000] 60 [1000] 70 713 87 823 [500] 972 1 2118 391 692 890 906 1 3000 31 51 181 87 557 711 14723 [1000] SIS 96 995 1 5205 27 37 78 386 450 71 526 29 789 [500] 903 25 1 6055 468 677 842 977 1 7032 59 204 33 661 719 828 18435 65 »23 45 69 [3000] 10117 719 886 992 2O066 *35 436 [500 ] 85 [500] 548 58 798 21134 65 295 345 414 695 860 9S5 98 2 2015 735 52 SO 944 C.4 2 3 204 15 338 85 416 24 .31 574 911 2 4 252 [ 1000} 400 502 25 [500] 704 918 68 25434 40 818 26070 17» 356 501 678 965 [1000] 2 7007 331 586 640 719 957 2 8072 190 358 427 46 62 97 568 604 2 0 016 [500] 37 608 28 725 827 61 30267 [500] 81 428 [3000] 83 648 850 9 4 914 3 1 010 318 47 487 080 703 829 078 3 2101 91 232 51 [500 [ 805 45 7 81 [1000] 33807 [1000 ] 588 636 855 920 34206 700 [500] 88 [3000] 901 16 25 30 35»51 77 108 476 [500] 860 99 3 6010 101 238 58 [3000] 336 446 650 6t 77 712 (1000] 885 3 7046 144 267 300 5 20 639 723 350 [500] 999 3 8157 379 [500] 413 579 725 30156 72 412 522 92 899 40111 85 804 473 676 922 4 1 051 159 127 598 (1000] 714 72 S9 823 42133 257 [ 3000] LS6 500 [ 500] 736 [5-"'! 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SOS 284790 908 285324 487 CSS 286269 457 540 48 6S9 711 904 2 8 7277 310 61 (1000] 414 682 865 (500) 84. 288073 164 .',53 [500] 438 »3 509 48 696 761 856 2 8 0034. [3000] 273 [1000] .31* 449 710 879 929 [1000] 2000*8 43 209 301 .31 533 705 [SOO] 44 880 201108 3.34 469 $57 959 2 0 2041 125 *9 223 [3000 } 366 545 983 1500] 203C : 46? 722 2 0 4039 80 85 239 54 356 515 *56 [SOOO] 205084 451 641 94 896 206057 IS« 3*2 499 512 kl» 960 207130 35 50 207 484 537 872 2 98005 [500] 156 407 507 209-25 363 443 569 671 [1000] 3OO007 13 64 [5001 3*2 ^,08 7*7 908 14 [ 3000] 6., 30112= 298 [500] 4.36 87 (500] 502 k 302164 «9 ">.°3 i 611 30317U 622 [5050] U 40 85 714 K 60 [1000] Wieseck, den 23. Mai 1910. 2946 Die Beerdigung findet Mittwoch nachm. 5 Uhr statt. Kaufmanns Ludwig Gmmelms ist eitoschen. Gießen, den 20. Mai 1910. Groß« er o,. i e A.uicgericht. Bekarmtumchrrrlg. In das Handelsregiilen Abt. A. wurde eingetragen bezüglich der Firma Carl ErnmeliuS zu Gießen: Ter 5lauf- mann Ludwig EmmelmS ist in das Geschäft als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten. Tie offene Handelsgesellschaft beginnt am 21. Mai 1910. Tie Prokura des Todes-Anzeige. Gestern abend 8 Uhr v'ischicd nach längerem Leiden unser lieber unvergeßlicher Vater, Großvat.r und Schwiegervater Herr Philipp Deibel V. waS wir Verwandten und Bekannten tiefbetrübt anzeigen. Die trauernde» Hinterbliebene». Amtliche BclanlltWchiilW der AM Gießen. sollen vergeben werden Samstag den 28. Mai dS. IS., vormittags 10 Uhr: 1. Wciirbindcrarbcitcn: Schlachthaus. Rathaus, Bolkslefc» Halle. Stadtknabenschule, Bczirksschule, Aliccfchule, Schule Neustadl, Stadtmädchenschulc. _ 11. öchreinerarbcitcn: Rathaus, «tadtknabcnfchule. Höhere und crtDcitcrtc Mädchenschule. 111. Zimmer bczw. Schrcincrarbcit: stadtmädchenschulc IV. Svcnglcrarbciten: Rathaus. V. Dachdeckcrarbcitcu: Ratdaus. VI. Pflafterarbciten: Stadtknabenschule . VII. liefern von Luugftcinrabmcn: Neuer ^nebbof. Die Unterlagen liegen nut unserem Hochvauamt_zur Ein ficht offen. Angebote aus Bordruck, der daselbst erhältlich, sind bis auin genannten Termin dort cmmreichen. <8^,. Grasversteigerung der Stadt Gieszen» Die Stadt Gießen laut Mittwoch, den 25. Mai 1910 folgende Grasnuhungen öffentlich meistbietend versteigern: 1. vormittags 9 Ubr an Cit und Stelle die Grasnuhnng von den städtischen Grundstücken bei der Kläranlage in der Räbe der Margaretenbütte: 2. vormittags 9'/; Ubr an Ort und Stelle die Mccuutzuna von 4 Morgen Gelände bei der Giienbabubrücke an der Ulinikitraße für das gan,e Oadr; 3. vormittags 10 Uhr an Ort und Stelle die einmalige Ab ernlung der Wicicctböichungcu Zufammenlunit in der Hauunslraüe am liifcnbabnübeviann; 4. vormittags 11 Uhr an Ort und Stelle die GraSnuizmig vom Friedhof am NabrungSberg, wovon der obere ^.eil für das gattAC Jahr, der untere Teil zur einmaligen Ab- erntunq vergeben wird: 5. nachmittags 2 Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Wwc., >taiscr-Allce 4, die Grasnuhung von sämtlichen rZeld' wegen für das gan-e Lahr: 6. nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle die Grasnulzung vom ivricdhof am Rodtbcrg für das ganze ^a»r. Die GraSnupung von den Lchneiien und Liegen ün Gießener Ltadtwald werden Mittwoch, 25. Mai, nachmittags 2 Unr ni der Restauration der Melchior Schäfer Wwe. daluer Maiter-Allee 4 öffentlich inen'tbielend veiiieigen.iBn . Tie Arbeiten für die Erneuerung des Anstrichs von Brücken- Geländern und Anschlagstaseln sollen Montag dcn 30. ds. MtS. vormittags 11 Uhr vergeben werden. Die Berdingungsuntcr lagen liegen aut unsere n Ttesbauaml offen und sind Angebote ans Boidrua da^in ctn.;nreichcn._______ B‘7t Tie Vicieruiiq und Beilegung der AZano-^ und ^vußboden- vlatten für die Schlachthoteiwcuerung (3 Lose) soll Diensteg, 7. ouni d. IS., vormittags 10 Ubr öffentlich vergeben werden. Die Unterlagen liegen auf unserem Hochbauamt Aur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis Aum genannten Termin dort eunureichen.__________ B‘V, Städtische 'iSfliüiticncrwchr Rioutag den 30. Mai 1910, abends 8 Ubr, auf dem Brandplav aut Turmhaus Antreten aller alten und neuen Mannschaften. Versäumnisse werden geuiäh Artikel 13 der Landesteuerlüfch» ordnung und nach § 368 Ziffer 8 des Zkeichsstrafgefetzes geahndet. Die zur Entlassung lommendcn Mannschastcn haben die ülrmbiniic abzuliesern. B“/c _______________Traber, Brtnddirektor._________________ I//C/ TKA R TFN in jeder beliebigen Schriftart und Kartonsortc, V1O11 sQwie mit ZMn aUer studentischen Vereinigungen liefert zu mäßigen Preisen die Brührsche Univ.-Druckerei. Statt besonderer Anzeige, 2^26 Gemeinde-Einnehmer nach langem, schwerem Leiden im 69. Lebensjahre sanft verschieden ist. Um stille Teilnahme bitten Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Ockstadt, den 22. Mai 1910. Die Beerdigang findet statt: Mittwoch den 25. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr. Todes-Anzeige. Teilnehmenden Freunden und Verwandten hiermit die schmerzliche Mitteilung, dass unser lieber, guter, treubesorgter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Georg Philipp Feuerbach Feinste neue Mjts-ßenM Lmmtr-MaKs-Äliffosse'!! emvsiehlt '2858 Eberh. Mctzgcr Nachs. Danksagung. ftür die allseitigen Beweise herzlicher Teklnahmc bei dem und betroffenen Verluste, sowie für die tro' • reichen Worte des Perrn Pfarrer Gugmann am Grabe sagt innigsten Tank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Lchreincr. Lollar, 23. Mai 1910. U** Stühle, Tische, Spiegel, Blumentische, Rohr-, Plüsch- und Peddig-Sessel, Kinderstühle, Verandam'öbel. Das Flechtcu, sowie alle anderen Reparaturen an Stühlen werden vrompt und billigst ausgesührt. (2«K ^tiil)hd)tcinerci d. PH. Hi nk l, Sonnenstr. 14. la. Sülmtics ür Gärten re. liefert Firma Emil Horst, 1742) Ricgelpiad. Teleph. 26. Rechtrschutzstelle erteilt unentgeltlich (DVi Rat und Älnstunft an Flaue»» und Mädchen. Svrechstunden Mittwochs von 5—7 Uhr, Altceslra.ze 31III. Inzer! ■ Besten .> SaataH Sonntag den 29. Mai 1910, nachmittags 5 Uhr in der Tunrnhalle (Oswaldsgarten) zu Giessen. A.us£ührende: Schuler’scher Männerchor, Frankfurt a. M. Kronbauer’scher Quartettverein, Giessen Dirigent: Herr Univ.-Musikdirektor Prof. G. Trantmann Unter gütiger Mitwirkung von Fräulein L. Hegyesi aus Köln a. Rh. (Violoncello) 'Da/s Herrn Adolf Müller aus Frankfurt a. M. (Gesang). Programm: 1. Vom Rhein, chor a capella ... M. Bruch 7. Volkslieder a capella; 2. Adagio und Allegro für Cello . L. Bocherini a) Es flog ein kleines Waldvögelein, Altdeutsch Chöre a capella in altem Stil: b) Wiegenlied........Fr. Silcher a) 0 bone Jesu .... G. P. Palestrina c) Jägers Abschied.....Mendelssohn b) Frohsinn, c) Heimkehr . . . J. Spengel 8. Lieder für Bariton: 4. Der Triumph des Lebens f. Bariton H. Kaun a) Salomo.........H. Hermann 5. Die beiden Särge, chor a capella Fr. Hegar j bpGanz leise........H. Sommer 6. Solostücke für Cello: c) Das Stelldichein . . . . R. Schumacher a) Ständchen..... . L. Hegyesi ; 9. Landerkennung, op. 31. für Männerchor mit b) Adagio cantabile .... P. Nardini i Bariton-Solo, Klavier u. Harmonium, E. Grieg Eintrittskarten sind bei Ernst Challier (Rudolphs Nachf.), Neuenweg 9 (Tel. 6711 u. abends an der Kasse zu haben. Sperrsitz M. 2.50. Eint~ritt.sk. M. 2.—. Studendenk. M. 1.—. OrtskrankenkasseGiessen General-Bersammlmrg Sonntag den 5. Juni 1910, vormittags 9l/2 Uhr, im Gewerkschaftshause (Schanzenstraße). Tages-Ordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht 2. Bericht der Prüfungskommission 3. Statutenänderung 4. Vortrag über die Reichsversicherungsordnung 5. Delegiertenwahl. ________________________________Der Vorstand. Ortskrankenkasse Gießen. Die Hälfte des Daches unseres Hauses — Ludwigstr. 12 — soll neu gedeckt werden. Offerten sind bis 1. Juni 1910 bei der Kassenoerwaltung emzktreichen. __Der Vorstand. Verdmgüng. Nachstehende Vieserungen und arbeiten tollen auf dem Wege des öffentlrchen Angebots vergeben werden: 1. Lieferung von Tonröhren, Sinkkasten pv. weranschlagt zu rd. Alk. 1600.-1. 2. Lieferung von 120 lfd. m Trottoir-Randsteinen aus Lungsteiir. 3. Lieferung von 800 qm Zement Trottoirplauen und 10 qm Basaltplatten. 4. Umpflasterung von ca. 600 qm Straßenpflaster, sowie Her stellung von Gossen- und Trottoirpflaster aus vorhandenen alten Steinen. Voranschläge und Bedingungen liegen aus unserem Bureau zur Einsicht assen. Angebote sind schriftlich in Prozenten der Kostenanschläge bis zum 28. d. Mts., vormittags 10 Uhr, bei hiesiger Bürgermeisterei einzureicheu, woselbst die Eröffnung der Offerten stattffndet. Lich, den 23. Mai 1910. (B«/5 Großh. Bürgermeisterei. Dörmer. Versand; Gustav Seit Jahr- »|.A der Atmun«. n. VeröaunngS' hunderten ■><■<«■■■153 organe, Gallensteine. Nieren ______ heil- und Blaseniet »en, tildif, Zuckerkrankheit, sowie Strieboll, Folgen der Influenza Versteigerung. Donnerstag den 26. d. Mrs., uachm. 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dabicr gegen Barzahlung: Vollständig. Schreinerwerkzeug, bestehend in 2 Hobelbänken, Fournier u. Fugböcken, Bankknecht. allerlei Hobeln. Sägen. Stecheisen, Holzbohrwinden u. Bohrer, Schraubknechte, Deckelund Schraubzwingen, Hämmer, Beilen;c.; ferner; 1 Grasmäher. 1 Heckenschere, 1 Tragbahre u. 1 Stotzkarren. Die Versteigerung fittbcl bestimmt statt. (2962 Born, Gerichtsbollzieher in Giehen. 3n verkaufen 04dUui Muibcvlicocfunnctt viuig abzugeben. Sckrottitr. 7 Hth. 04303) Junge frischmelkende Biege zu verkauien. Wolfstraßc 17. O43U2) Ein Stamm Hübner zu verkaufen. Aliccstrane 261. 04294) Gut erh. Kinderwagen m. Gmmnir. zu verk. Diezitr. 6 II. AK9) Zu verkauien wegen Umzug gar. rassereiner deutsch. Schäscr- Wolfsvuud, l'/r Jahr, Müde. Stehohr, Säbelrute, ausnehmend schön. Tier. A. Voigt, Ehennker, Bracht bei Hamm a./Sieg. 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