leiten gutzumachen. Mer diese Gelder sinddochwohlnichtallesach- gemäß verwendet worden, da selbst der „Matin" zrugestehen muß, daß setzt, drei Monate nach der Katastrophe, aud) die äußerlichen Schäden noch lange nicht sämtlich ab gestellt sind. Dazu genüge em Spazter- Der Kaifer in Homburg. Homburg v. d. H., 21. April. .Heute nachmittag machte das Kaiserpaar in Begleitung des Landrats und des Oberbürgermeisters einen Rundgang durch den Kurpark. Am Nachmittag gegen 6 Uhr fuhren die Majestäten mit der Prinzessin nebst Gefolge nach Schloß Friedrichshof und kehrten zu Fuß auf dem Kaiserin Friedrichs-Weg zurück. IHari Twain f. Newyork, 21. April. Mark Twain ist heute geftorben. Mit Marl Twain ist einer der vol^tümlichsten amerikanischen Schriftsteller aus dem Leben geschieden, nachdem die Aerzte in den letzten Tagen jede Hoffnung aufgegeben hatten. Durch eine geschickte, bis in die letzte Zett betriebene Reklame, die nie ohne Witz und Humor war, hat fick Wrl Twain, der im bürgerlichen Leben Samuel Langhorn Clemens hieß, zu einer beliebten Persönlichkeit gemacht, deren humoristische Schriften gern gelesen wurden. Twain war am 30. ^od. 1835 in Florida geboren, wurde zuerst Buchdrucker, fuhr dann jahrelang als Lotse auf dem Mississippi, schrieb bann für Zeitungen. Nach einigen Reisen veröffentlichte er im Jahre 1867 sein erstes Buch Im Jahre 1884 gründete er in Newyork einen Verlag, der aber bald in Zahlungsschmierigleiten geriet, und er verlor daber sein ganzes Vermögen. Seine Werke wurden auch vielfach ins Deutsche übertragen, tyaiten bei uns aber eigentlich nur einen Reklameerfolg. — Die einheitliche Erdkarte. Vor kurzem hat in London eine Versammlung getagt, auf der die Grundzüge für die Ausführung einer einheitlichen Kartederganzen Erde beraten wurden, und an der die Vertreter sämtlicher Gromtaaten teilnahmen. Von den festgesetzten Grundzügen wurden die folgenden Bestimmungen angenommen: Als Schriftgattung für die Namen sind nur die verschiedenen Formen der lateinischen Buchstaben an- zuwenden. Ferner find die Namen aller Gewässer in liegender Schrift, die übrigen Namen in stehender Schrift zu schreiben. Für die Einordnung wird noch ein Schriftschlüssel ausgecubettet. Die Wahl der Schriftgröße erfolgt nach der Wichtigkeit der Namen. In unabhängigen Ländern oder in Staaten, die sich selbst regieren, sind die Namen so zu schreiben, wie es in dem betretenden Lande geschieht. Wenn es notwendig ist, soll eine Erklärung beigefügt werden, die die richtige Aussprache in den anderen als den Dio Verteilung der Gelder an die Opfer der lieber» schwemmung im Pariser Gebiete wird, wie eigentlich nicht verwunderlich erscheinen kann, auch gehörig für die Wahlpropaganda ausgebeutet. Nun scheint ja auch tatsächlich dabei ivieber einmal b e r bekannte Schlendrian sehr unangenehm hervorgetreten zu sein unb dec Bureaukratismus, ben man babei nicht umgehen konnte, seine llngeschictlichkett unb vor allem seine Langsamkeit über erlaubte Grenzen hinaus getrieben zu haben. Aber bas ist tein Propaganbamittel unb so wittern die Gegner des Regimes wieder Veruntreuungen seitens hochstehender Politiler ober Beeinflussungen seitens dieser, um bic Gelber ihren Getreuen zuzuwenden. Fast täglich finbet man solche Hinweise, sogar mit näheren Angaben, in ber „Action franeaise", dem „Eclair" und der „Autoritö". Dadurch hat sich ber „Matin", der sich ivährenb der Wahlen als eifriger Regierungsvertreter aufspielt, ver anlaßt gefühlt, auf bic von allen Seiten erhobene Frage: „Wohin ist bas Gelb gekommen?" ziffernmäßige Rechtfertigungen zu bringen. Nach den offiziellen Dokumenten verhält sich die Sache folgendermaßen: Im ganzen sind ber , ning 26 235110 Franken burch bie Subskriptionen unb bic von ben Kammern bewilligten Krebite zur Verteilung anoertraut worden. Zur Durchführung dieser wurde ein A u s s di n ß unter dem Vorsitze des Staatsanwaltes am obersten Rechnungshöfe, Payelle, bestellt, der als Mitglieder Staatsräte, einen Finanzinspek- to r, ben Direktor ber Pariser Armenverwal- tung usw. zählte. Außerdem wurden die Präfekten der betroffenen Departements durch ein Rundschreiben vom 31 Januar aufgejorbert, möglichst schnell eine Aufstellung der in ihren Bezirken erlittenen Verluste einzusenben, gleichartig mit einem allgemeineren Berichte über bie Rück- nrirhingen ber Katastrophe auf bie Arbeit unb bie Industrie. Naa. diesen Auskünften würben bann bie Verteilungen! vorgenommen; im ganzen würben 33 Departements mehr ober weniger mit Zuwendungen bedacht. Jedes Departement erhielt bann einen Unterausschuß aus Generalräten und hohen Beamten unter dem Vorsitze bes Präfekten, ber bic Verteilung unter bie Gemeinden anorbnete, in denen bann bic Maires mit Gemeinberäten unb Mitgliebern bes Armcnbureaus bie Unterstützungen den einzelnen von ber Katastrophe Betroffenen übergaben. Verteilt würben zuerst 1 752 050, bann 10 528000 Franken und hierauf noch einmal 6132150 Franken. Es bleibt also noch eine Reserve von 7 322 810 Franken, um bie sich herausstellenben Unzulänglich- Aus hefte«. R.B. Darmstadt, 21. April. In ber Zweiten! Kammer war kürzlich vom Finanzminister der Gedanke angeregt worden, zur Erzielung von Ersparnissen im Staats» budget einen gemeinsamen Bezug von Kohlen und sonstigem Brennmaterial für die verschiedenen Behörden und Staatscmstalten in bie Wege zu leiten. Dieser Anregung Der Kaliausschuß des Reichstages förderte heute die Beratung ziemlich rasch bis zu dem! S 21, der die Inlandspreise festsetzt Ein sozialdemokratisches Ausschußmitglied verwahrte sich gegen den Vorwurf der Verschleppung und nahm Bezug aus eine Notiz in der Presse, wonach der Reichskanzler eine Erklärung abgeben werde, daß der Reichstag nicht eher vertagt werde, ate bis das Katigesetz erledigt sei. Der Vorsitzende bemerkte dazu, daß durch solche Notizen in der Presse die Sache nur aufgehalten werde. Die Verhandlung über § 21, wozu eine lehr große Reche von Anträgen vorliegt, wurde heute noch nicht zu Ende geführt. Vom Zentrum wurde die Erklärung abgegeben: nach dem Gange der Verhandlung sei vorauszusehen, daß vor der Vertagung des Reichstages die Verabschiedung des vorliegenden GeietzentwurfS kaum möglich erscheine. Es müsse jetzt schon erklärt werden, datz bei der Wiederaufnahme der Beratungen im Herbst eventuell eine Bestimmung in den Entwurf aufzunehmen sei, welche die Ruck - datierung der Kontingentierung auf einen Zeitpunkt Vorsicht, der dem gegenwärtigen naheliegt. Der Vorsitzende bemerkte, es stehe noch nicht fest, wann der Reichstag in Ferien gehe. Bis zu einem bestimmten Tage fertig zu werden, könne man nicht einfach als Prinzip aufftellen. Der preußische Handelsmiiuster Lichow gab hierauf die Erklärung ab, die er hernach wiederholte, daß der Reichskanzler großen Wert darauf lege, das Gesetz vor der Vertagung im Plenum zu verabschieden. Von freisinniger Seite wurde in Zweifel gezogen, daß eine Rückdatierung der Kontingentierung Gegenliebe finden werde. Der Reichstagsausschuß für das Ha u s a r b e i t sg esctz beschloß heute nach einem Zentrumsantrage, baß bic Werkstätten, in denen ausschließlich für den persönlichen Bedarf des Bestellers oder seiner Angehörigen gearbeitet wird, nicht unter das Gesetz fallen sollen. Weiter wurde, gleichfalls auf Zentrumsantrag, eine Verschärfung des fakultativen Verbots der Sonntagsarbeit beschlossen. Dienstag Weiterberatung. gang durch bie meistbetroffenen Ortschaften. — Das „Journal" bringt gleich aus einer sehr angesehenen Feber, ber des Schriftstellers Lucien Descaves, einen längeren Artikel, in dem bic begangenen Nachlässigkeiten äußerst schroff be- prochen werben. Auf ben ersten Blick schien ihm in Alsort- i Ville bie Sache wieder leidlich zu gehen, aber bei näherem - Hinschauen enthüllten sich schreiende U e b e l st a n d>c. Am schlimmsten sieht es darnach im Schulgebäude aus, wo ( die an die Mauer geklebte Affiche über die Weisungen seitens . des Ober Hygienerates geradezu tote eine blutige Ironie erscheint. Da ist überhaupt noch gar nichts angeruhrt worden, keine Spur von Säuberung. Iü den Fußböden, die Berge und Täler bilden, sind große Löcher, in denen die Kinder sich Arme und Beine brechen können. Die ans dem Wasser gefischten Schulbücher liegen in einem schmutzigen und übelriechenden Haufen zusammen. Uebcrau Kot und ein scheußlicher Geruch von faulem Waffer. Das Stt)önste aber ist, daß man auf dem Hofe em ganzes Schulmobiliar aufgestapelt hat, Bänke, Tische, Pulte, Schranke, die seit drei Monaten allen Witterungsunbilden ausgefetzt sind und natürlich dabei ganz in die Brüche gehen. Lehrer und Alademie-Inspektor haben auf ihre Reklamationen bisher immer den Bescheid erhalten, es sei kein Geld für bie Ausbesserung der Schäden vorhanden. Dagegen habe man w o h l M i 11 e l gefunden, um weitaus nicht l'o dringende Wege wieder auszubeffern, nur weil sie einflußreiche Wähler i n t e r c f f i e r t e n. Descaves fügt auch einige Reklamationen hinzu, die dem .Journal" von Uebergangenen unb Umufriebenen zugesanbt wurden, von denen die beweiskräftigste folgende ist: Ein Besitzer mehrerer Grundstücke, der nur höchst u n - bedeutende Schädigungen erlitten, die er selbst nur auf einige und fünfzig Franken bezifferte, erhielt 700 Franken, während Arbeiter, die schwere Familienlasten haben, überhaupt nichts bekamen. Acht Personen, Kindern und Eltern, gab man zwei Bett en. (Sinern Familienvater, dem sechs Kinder zur Last.liegen, wollte man nur drei für die Verteilung ber Unterstützung anrechnen, weil bie anderen schon über elf Jahre alt maren. Wehe denen, die sich zu sehr beeilt hatten, so gut als möglich die Verheerungen ber Ueberschwemmungen zu reparieren. Die mit ber Verteilung Betrauten erklärten bann einfach, bie Leute hätten ja gar nicht gelitten, unb setzten Die Entschädigung auf ein Minimum herab. Der Romancier erklärt kategorisch, bei ben Verteilungen habe eine unverzeihliche Unordnung geherrscht, zu der Leichtfertigkeit, Sorglosigkeit, Begünstigungswesen und V e r s ch w e n d u n g hinzugekommen seien. Er selbst habe großeSälemitungebrauchtenBetten and Bettzeug vollgestopft gesehen, während zahlreiche Familien nicht einmal das Unent- . behrlich st ezumSchlafen hatten. Unb babei erzählt er noch solgenbe, sehr bezeichnenbe Einzelheit: Man braucht aar nicht aus Paris herauszugehen, um barüber erbauliche i Beweise vor Augen zu sehen, ba das Vorzimmer bes ■ Ministers des Innern seit zwei Monaten von : Wäsche unb Kleidungsstücken ungefüllt ist, bie ; das Rote Kreuz von Englanb fanbte unb bie bie „Femmes ■ De France" nicht annehmen wollten. Vielleicht weil das aus i einem Ketzer land kam? Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. Die Verwendung der Gelder für die Geschädigten bei der pariser Ueberschwemmung. Wie wenig Grund man, bei allem Mitgefühl an dem Unheil der Pariser Ueberschwemmungen, in Deutschland hatte, für bic westlichen Nachbarn den Klingelbeutel in Bewegung zu setzen, geht auch aus der Willkür hervor, mit der solche Spenden 'in Frankreich verteilt zu werden pflegen. Die Unterschlagungen, die bei ber Untersuchung gegen Duez jüngst ans Tageslicht kamen, sinb noch nicht vergessen, unb darum ist das Vertrauen in eine gerechte Verteilung der ermähnten Unterstützungsgelder nicht gerade groß. Die Pariser Blätter i'predyen sich darüber ganz offenherzig aus. .Hoffentlich nimmt die Berliner Hofgesellschaft, bie ihre Hänbe lieber Fremden, als den Armen im eigenen Lande öffnete, von den neuesten Pariser Meldungen Kenntnis. Wir erhalten aus Paris folgenden Brief: 0 Paris, 21. April. gewählt. für ben internationalen Verkehr angemenbeten Sprachen wieder- gibt. Hinsichtlich der Farben würbe angcorbnet, baß Meere in blauer Farbe zu zeichnen sind, Höhenschichten braun, Straßen rot, Eisenbahnen schwarz. Bezüglich der außereuropäischen Lander hat Englanb nicht nur bic Bearbeitung seiner Kolonien, fonbern auch ganz Afrika übernommen. — Zwölf Jahre alte Butter. In ben großen Kühlhäusern hält sich bie Butter, bie zur Zeit der Überproduktion dorthin gebracht wirb, nicht länger als ein Jahr einigermaßen gut: es müssen schon ganz feine unb besonders sorgfältig verpackte Sorten sein, bie über biefe Zeit hinaus einen reinen Geschmack bewahren. Eine Spekulation mit Butter, wie sie bekanntlich im Berliner „Butterkrieg" ben Großhänblcrn vorgeworfen wirb, ist baher nur auf eine kurze Zeit berechnet. Anders wäre es, wenn sich bic in ben europäischen Kühlhäusern emge- lagerte Butter so lange unb so gut halten würde, wie das bei einer Dose der Fall ist, die von der z>' • Zeit am Kap Flora befindlichen arktischen Expedition Segler a,.fgefunden wurde. Diese Tose lag im Polareis und war der Rest eines der Lebcns- mittcldepots, die vor zwölf Jahren für den unglücklichen Andree errichtet wurden. Die aus Blech bestehende Tose war, stark verrostet, enthielt aber Butter, die noch so tadellos war, daß die Teilnehmer der Expedition sie für völlig frisch hätten halten müllen, wäre nicht bic Herkunft genau bekannt gewesen. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wlsfenschaft. Ter französische Tierichutzvcrein verlieh Edmond R o st a n d ieine große goldene Ehren >nünze mit der Begründung, daß seine Dichlung „Ehantecler" geeignet ist, in weilen Kreisen tierirennd- liche Gefühle zu erwecken Eine wunderliche Ehrung. — (sine Elsaß-lothringische Landesausstellung veranstaltet die Stadtverwaltung von Metz mit Unterstützung der Landesverwaltung vom 1. Mai bis 30. Juni d. I. in der eben vollendeten höheren Mädchenschule. Es handelt sich um Werke der Malerei unb Bilbhauerkunst. — In Bres l a u ist am 20. d. M. ber Kirchenhiitoriker, o. Professor in ber bärtigen katholisch-theologischen Fakultät Dr. theol. August Nur n ber g er im 57. Lebensjahre gestorben. — In Adelsberg .Oester- reichi soll ein Museum für Höhlenforschung errichtet werden, das unmittelbar neben dem Eingang der Adelsberger Grotte lernen Platz erhalten wird. Die Stichwahl in Posen. So erfreulich bic Zunahme ber Stimmenzckhl für den nationalliberalen Kandidaten in Posen war, das Endergebnis hat keine Ueberra.schu.ng bringen können: Posen, 21. April. Bei der R e i ch s t ag s st i ch wähl für den Wahlkreis Posen 1 wurden abgegeben für Oberbürgermeister Dr. Wilms, gemeinfamer deutscher Kandidat, 13113 Stimmen für Nowicki, poknischer Kandidat, 17 076 Stimmen. Es stehen noch wenige Bezirke aus, die an dem Ergebnis nichts mehr ändern. Nowicki ist Der Justiz aus schuß des Reichstages führte heute die Beratung des fünften Abschnittes derStrasprozeßordnung über ben gerichtlichen Zeugenbcwcis fort. Es wurden babei zwei Beschlüsse gefaßt, die sich auf die gesetzgebenden Körperschaften beziehen. Danach hat die Vernehmung von Mitgliedern des Reichstages, Abgeordnetenhauses usw. im Versammlungsorte nicht nur dann zu erfolgen, wenn das Parlament versammelt ist, sondern auch, wenn sie nur zu kommissarischen Beratungen sich dort aufhalten. Der zweite Beschluß bezieht sich auf die Sicherung des Wahlgeheimnisses und lautet: Kein 3euj}c darf über Tatsachen betragt werden, die darauf schließen lasten, für wen er bei einer auf Gesetz beruhenden geheimen Wahl gestimmt hat. AU5 dem österreichischen Abgeorönetenhanse. Wien, 21. April. Im Abgeordnetenhaus begann bie zweite Lesung der A n l e i h e v o r l a g e. Berichterstatter Steinwender setzte zunächst die Gründe auseinander, weshalb die Anleihe von 182 auf 220 Millionen erhöht wurde und warnte vor der Fortdauer einer Finanzwirtschaft, die darin bestehe, die Ausgaben zu erhöhen und Schulden zu machen. Graf Sternbergs polemisierte gegen die letzte Rede des Finanzministers. Im Verlaufe seiner Ausführungen griff der Redner den Abgeordneten Wolf heftig an, wobei cs zu einem erregten Wortwechsel zwischen bem Abgeordneten Sternberg einerseits und den Abgeordneten v Stranski und Kasper andererseits kam. Der Finanzminister wiederholte, daß man sich bei der Emission von Anleihen nicht nur auf gewiße Kreise des Kapitals beschränke, sondern entsprechend dem demokratischen Zug der jetzigen Zeit an alle Kreise der Bevölkerung in Oesterreich wenden wolle. (Zustimmung.) Nächste Sitzung morgen vormittag. AU5 den Beid)stagsaus(d)ü|ien. :: Berlin, 21. April. Der Reichstagsausschuß für die Wert zuwacks st euer führte heute die Verhandlung 6id eimcbhcnlidl s 5. $ 1 wurde dahin geändert, daß nach einem Anträge Dr. Arendt lRv ', ^.r. Jäger (Zentr.) der Veräußerung bei Grundstücken unter 2OOOU Mark bezw. bei Terrains unter 5000 Mk. keinerlei Zuwachs st e u e r unterliegen sollen Eingefügt wurde ferner nam einem Antrag Dr. Weber (Natl.), Müller-Fulda (Zentr. , datz Wertzuwachs außer Ansatz bleiben toll, der mit Zutun des Unter uehmers erwachsen ist. Die 88 2 imd 3 wurden ohne Erörterung angenommen. 8 4 veranlaßte eine längere Aussprache, vier wurde ein ursprünglich vorn Abg. Muller-Fulda (Zentr.) geteilter und von den Konservativen aufgenommener dntrag angenommen, wonach der Wertzuwachs steuerfrei bleiben loll bei leberlassungsverträgen zwischen Eltern und Kindern sowie deren Abkömmlinge, sosern dadurch land- und sorstwirtschasllich oder gewerblich benutzte Grundstücke zur Fortsetzung dieser -Nutzung übertragen werden. 8 5 wurde mit folgendem von Dr. Weber iNatl.) beantragten Zusatz angenommen: „Die vom Käufer übernommenen Kosten, Stempel und Umsatzsteuern, sowie Verpflichtungen, welche eine Erhöhung des Kausprenes nicht zur erolgc haben, gelten nicht als Leistungen im -sinne der Bestimmungen des Gesetzes." * Der verstärkte G e s ch ä f ts o r d n u n g s a u s s ch u ß des Reichstages lehnte nach langer Aussprache nut Stimmengleichheit, 13 gegen 13 Stimmen, in ihrer heutigen Sitzung d i c 3 u - Lässigkeit kurzer Anfragen ab. Für die kurzen Anfragen traten die Volkspartei, die Nationallibcralen, die Sozlaldemo- traten ein, während das Zentrum fich teilte. In der nächsten Woche findet die zweite Lesung Jtatt. Der Reichstagsausschuß für den künstlerischen und literarischen Urheberschutz (Ausführungsgesetz zur revidierten Berner Uebereinkunft) beschloß nach der Regierungsvorlage die Beibehaltung der 30jährigen Schutzfrist. Nr. 93 Erstes Blatt 160. Jahrgang Freitag 22. April 1910 vezugspretS: Ter Sietzener Anzeiger jm« 'MM monatlich75T'i.,nicrtc(- erscheinl täglich, außer jHHMI V \ ▲ jährlich Mk. 2.20. durch »"nS; /UI a a wfc A A « b I« 4 Ai A At* — riehcner^amiliendlatter, Md ■ M MM ■■ ■ ■ MM W M I IV I die Post Mk. 2.-viertel- Aiiivmus« S'nifpttA-SlnttUffe. RJ XJ „otitifdjen teil: Slugufl General-Anzeiger für Oberhesfen MW <ür die Tagesnummer Hotafionsbrud und verlaa ber Vrübl'schen Univ.-Vuch- unb Steinbruderet B. Lange. Hcbaftion, Erpebition unb vruderei: Zchulftratze 7. ^„zeistenteii: H. Beck, bis vormittags 9 Uhr. ________________ ___ alte Schulhaus 311m Preise von versucht, die Wahl zu Seemen wurde das uaten fand hier die Wahl des Bürgermeisters Peppel statt, worauf heute die Bestätigung durch das Kreisamt Schotten erfolgte. Die Gegner hatten mit allen Mitteln nichte zu machen. — In Nied er - 5600 Ml. an Metzger Schnell verknust. § Schotten, 21. April. Ter vor zwei Jahren neu ins Leben getretene Schützenverein erfreut sich einer fortgesetzten Zunahme von Mitgliedern der näheren und weiteren Umgebung. Auf allgemeinen Wunsch wurde ein den Verhältnissen der Neuzeit entsprechender Jagd st and eingebaut, der nahezu 1000 Ml. kostet, so das; man den Ansprüchen des Sclffeßsportes nach jeder Richtung hin gerecht wird. In nächster Zeit findet ein großes Pveisschicßen statt. X. Büdingen, 21. April. Dem Vernehmen nach, sind derbaldigenVerwirklichung des B a h n p r 0 j e k t s Büdin g en— Hanau Schwierigkeiten entstanden. Es ist eine Verzögerung in der Gewährung einer Beihilfe des preußischen Staates eingetrcten, die darin bestehen sollte, daß aus Mitteln des Kleinbahnfonds ein Darlehen in der Höhe eines Drittels der Baukosten zu billigem Zinsfüße gewährt werden solle. Vom Bezirksverband des Regierungsbezirks Kassel ist die Gewährung des zweiten Drittels der Baukosten in Form eines Darlehens zu mäßigem Zinsfüße bereits in Aussicht gestellt. Jü gewissem Zu- smnmenhange mit dieser Berzögeruirg steht wohl auch der Beschluß des Kreistages in Hanau, der einen Antrag auf Aufnahme eines Darlehens von 20 000 Mk. zur Leistung eines Zuschusses zu den Kosten des Baues der Kleinbahn Hairau—Büdingen vorläufig zurückgestellt hat. — Butzbach, 21. April. Dem Fabrikbesitzer Friedrich Freitag in Betzdorf wurde vom Ministerium die jederzeit widerrufliche Erlaubnis zur Anlage eines Anschlußgleises mit Lokomotivbetrieb in Station 8 4- 50 der Nebenbahn Butzbach — Ebersgöns in der Gemarkung Butzbach erteilt. Der Betrieb wird von der Butzbach—Licher Eisenbahnaktiengesellschaft ausgeführt werden. Bad-Nauheim, 20. April. Der frühere Statt» Halter von Elsaß-Lothringen, Fürst Hermann zu Hohenlohe-Langenburg, ist hier zur Kur eingetroffen und hat im Parkhotel Wohnung genommen. — Vilbel, 21. April. Die Vorschriften de§ Gesetzes siber den Schutz von Heilquellen vom 15. Juli 1896 finden nach einer Entscheidung des Ministeriums nunmehr auf die von Kaufmann Karl Brod hier in seiner Hofreitc erbohrten Heilquelle (dem Viktoria-Melita-Sprudel) Anwendung. -ch. Griedel, 21. April. Hier soll eine neue Kirche erbaut werden. Von der alten baufällig gewordenen bleibt nur der Turm stehen, und der Neubau wird an diesen angebaut. Der Kirchbau sollte noch in diesem Jahre ausgeführt werden: verschiedener Gründe halber wurde jedoch der Beginn auf nächstes Frühjahr verschoben. Ms Bausumme sind 30 000 Mark vorgesehen, die jedoch voraussichtlich nicht ausreichen werden. — Das Pfarrhaus gehörte seither dem Fiskus; jetzt ist es an die Gemeinde abgetreten worden. Der Staat zahlte als Abfindung die Summe von 28 000 Mark, aus deren Zinsen die Unterhaltungskosten des Pfarrhauses zu bestreiten sind. Etwa 10 000 Mark hiervon will die Kirchengemeinde als Darlehen zum Kirchenbau aufnehmen. — Bei der Versteigerung der Feldbereinigungs- Mas sengrund stücke wurden etwa 100 000 Mark erlöst, also bedeutend mehr als die entstandenen Kosten betragen. Infolge dessen werden jetzt noch verschiedene Arbeiten, Wegeanlagcm usw. ausgeführt, die vorher unterblieben waren, da man eine finanzielle Ueberlastung befürchtete. R. B. Darmstadt, 21. April. Beim Vorstand der Großh. Kabinetsdirektion, Geheimerat Röm Held, fand heute abend zu Ehren der Jurymitglieder für die Kunstausstellung des deutschen Künstlerbundes ein Abendessen statt, an dem auch der Großherzog und die Großherzogin, sowie die Damen der Mitglieder teilnahmen. Die Arbeiten der Jury haben heute ihren Anfang genommen. Mainz, 21. April. Die Leitung de§ Unternehmer- Verbandes im Baugewerbe in Berlin hat dem Mainzer Unternehmer HauSwald nicht gestattet, bei dem Theaterumball von den AuSsperruugsvorschriften abzuweichcn. Die kritische Lage dauert demnach weiter an. Usingen, 20. April. Heute vormittag gegen 12 Uhr ereignete sich auf der Station Wil Helmdorf ein entsetzlicher Unglücksfall. Der Hilfsbremser Hard stürzte beim Besteigen des Bremscrplatzes vom Wagen ab und fiel unter bie Räder des bereits in Fahrt befindlichen Arbeitszuges, der ihn vollständig zermalmte, so daß der' Tod sofort eintrat. Wie wir hören, hinterläßt der auf st traurige Weise ums Leben Gekommene eine Witwe mit drei Kindern. , , , Instrrrmentenzimmer. Wie bei der chirurgischen ist auch bai der medizinischen Klinik ein kleines Gebäude abseits errichtet, das zur Unterbringung von kleineren Haustieren bestimmt ist und in vier Abteilungen gegliedert wird. Jedenfalls bann man jetzt schon sagen, daß sich die Gebäude- qruppe des Jnstttuts den anderen Gebäuden auf dem Grundstück harmonisch ein fügt. Der Bau soll spätestens am Anfang des kommenden Jahres seiner Bestimmung übergeben werden. , . • • Der Mitteldeutsche Sängerverband hall am 1. Mai eine Verbandsversammlung im „Hotel Viktoria" hier ab. • • Die Statuten der hessischen Verdienstmedaille für Wissenschaft und Kunst, Industrie und Landwirtschaft sind durch einen weiteren Nachtrag ergänzt worden. Paragraph 6 erhält danach folgende Fassung: „Die Verdienstmedaille in Gold hat den gleichen Rang wie daS Ritterkreuz 1. Klasse deS LudewigS-Ordens und das Komturkreuz 2. Klasse des PhllippS-OrdenS, die Verdienstmedaille in Silber den gleichen Rang wie daS Ritterkreuz 2. Klaffe deS Ludewigs- Ordens und das Ritterkreuz 1. Klaffe des Philipps-Ordens. Beide Verdienstmedaillen werden von Uns als besondere Beweise Unserer persönlichen Gnade verliehen. Die Verleihung kann daher auch, wie bisher, in solchen Fällen erfolgen, in denen der Anszuzeichnende eine höhere oder niedere Klaffe der genannten Orden ober keinen von ihnen besitzt." * • Die Gießener Ortskrankenkasse hatte am 1. März ds. Js. 4008 männliche und 1148 weibliche versicherungspflichtige Mitglieder, sowie 236 männliche und 94 weibliche freiwillige Mitglieder. Am 1. April betrug der Mitgliederbestand 4201 männliche und 1211 weibliche Ver- flcherungSpflichtige, sowie 213 männliche und 99 weibliche freiwillige Mitglieder. Die Gesanitzahl der Mitglieder stieg somit im Monat März von 5486 auf 5724 Mitglieder. " S p 0 r t p 'l a tz a n d e r R 0 d h e i m e r S t r a ß e u n d Hardtallee. Wir wir mitteilten, beabsichtigte her Fuß- Herbst stattfinden soll), nnrrben für den Morgen bis 130 Mark bezahlt. — Der hiesigen Schuljugend wird der Unterricht zurzeit hn Rathaussaale erteilt. Im Schulhaussaalc dar; der Unterricht ans gesundheitlichen Gründen nicht mehr itattfinben. Voraussichtlich wird dieser Zustand bald zum Bau eines neuen Schulhauses führen. M .. , r, - Allendorf a. d. Lahn, 20. April. Am nächsten Sonntag findet hier bei Gastwirt Jol>annes Luh die 5. mitteldeutsche Kaninchen - n n b Geflügelver- bandsausstellung statt. Die Ausstellung soll em Bild von der Kaninchenzucht in unserer Gegend geben und wird von den Mitgliedern des Verbandes start beschickt. Sonntag nachmittag wird Redakteur Nagel-Neudietendorf über die wirtschaftliche Bedeutung der Kaninchenzucht sprechen. Mn Vorabend finden ein öffentliches Kaninchenessen und Konzert tatb. Nieder-Bessingen, 21. April Der S ch u l h aus- rt eu b a u mit allen Nebcnanlagen kostet nicht 50 000 Mark. Der von der Kreisbaubehörde gestellte .Kostenvoranschlag betrug 25 000 Mark und bei der Submission wurden annähernd 4000 Mark ab- geboten, so daß das Haus nebst Schülerabortanlage etwa 22000 Mk. kosten dürfte. — In der Gemarkung O b e r b e s s i n g e n ist nicht gelb blühender Leinsamen, sondern W 1 n t e r 1 a m c n zu sehen. Lein ober Flachs blüht fast himmelblau. Dieser wird aber schon fast über 20 Jahre in hiesiger Gegend nicht mehr angebaut. _ _ . § Wettsaasen, 21. April. Der Neitor unter den Gc- Gemeindeeinnelimern des Landes, Heinrich Hörle, wurde heute zu Grabe getragen, unter einem Trauergefolge, wie es hier 10 groß kaum gesehen wurde. Geboren am 1. August 1823 zu Klein- Eichen, erreichte der Verstorbene das Alter von nahezu 87 Jahren. Hörle war einer der Männer, bei denen sich Fleiß, Treue, Charakter und Menschenfreundlichkeit in schönstem Lichte zeigte, em Acann, wie sie leider in unserer Zeit immer seltener werde,i. In der Gemeinde bekleidete er nahezu alle Ehrenämter. BlS zu seinem 80. Lebensjahre half er noch die Feldarbeiten verrichten, 60 Jahre lang war er Bauernmetzger und 40 ^ahre lag er dem Waidwerk ob. In seinem Hauptberufe als Gemeinde-, reiner hat er 57 Jahre lang bis zn seinem Ende gewirtt. In der letzten Zeit war ihm sein Enkel als Gehilfe beigegeben. Für viele Gemeindeglieder war er der Helfer in Not, der in Geldverlegenheiten zu helfen wußte. k. Ober -Seemen, 21. April. Vor etwa 2 Mo- baN-Club von 1900 an der Nodheimer Straße.einen umgrenzten Sportplatz zu errichten. Der Plan ist nunmehr seiner Verwirklichung näher gerückt, iiidem schon ein Teil ber erforderlichen Geldmittel dem Vereiil gesichert ist. In breiten Schichten unseret Bevölkerung hat man sich gewundert, weshalb man für den Fußballsport ein abgeschlossenes Feld Errichten will, um so das muntere Treiben der Spieler dem Auge der Spaziergänger zu entziehen, und warum man diesen Sport vom Trieb nach der Nodheimer .Straße verlegen will. Darauf entgegnen die Mitglieder des Clubs, um den Sport auch hier zur Blüte zu bringen, wie in Frankfurt a. M., Karlsruhe, Freiburg, Hanau und in andern deutschen Städten, müsse man, um größere Spiele nach Gießen zu bekommen, bei denen Meister- chaftsspiele ausgetragen werden, einen abgegrenzten Raum haben, in dem ein geringes Eintrittsgeld zur teilweisen Deckung der sehr hohen Kosten der Veranstaltung erhoben werden kann. Derartige Meisterschaften werden überhaupt nur auf eingezäunten Plätzen ausgetragen, da eine wirklich erstklassige Ädannschaft aus einen freien Platz so leicht nicht pielen wolle. Gern hätte der Verein den Sportplatz auf >em Trieb oder in dessen Nähe errichtet, leider mußte davon Abstand genommen werden, weil das dazu geeignete Gelände während der Hauptzeit zu feucht war oder für eine Ab- chließun.g nid)t zu haben war. Darum mußte man sich entschließen, den nunmehr gewählten Platz zit wählen. Bereits liegt ein Plan des Architekten Ernst Schmidt-Gießen vor, der erkennen läßt, daß die ganze Anlage wirklich zweck- mäßig durchgeführt wird. (Die Zeichnung des neuen Fußball-Sportplatzes hängt mehrere Tage in der Auslage der Geschäfts stelle unseres Mattes öffentlich aus.) Die Größe des zu umzäunenden Platzes beträgt 13 000 Quadratmeter und ist auf vorläufig fünf Jahre vom Fußball-Club gepachtet. " Von der großen Mühl^asse. Das Hails auf dem Plankschen Grundstück in der Mühlgasse wird demnächst vom Erdboden verschwinden, da zwischen dem seitherigen Eigentümer und der Stadt eine Einigung erzielt ist. Es steht nun nichts mehr im Wege, den Straßenzug von der West-Anlage bis zur Bahnhofftraße durchzuführen. • • Aufgefundene unbekannte Leiche. Im Main bei Niederrad wurde am 15. l. M. die Leiche eines etwa 36 Jahre alten und 1,65 Meter großen Mannes mit blonden, Haar und blondem Schnurrbart aufgefunden, dessen Personalien bis jetzt nicht festgestellt werden konnten. In dem Ueber- zieher befand sich das Monogran,m G. B. Ferner wurde am 11. l. MtS. im Main eine unbekannte männliche Leiche gefunden, deren Personalien ebenfalls nicht festgestellt sind. Der Verlebte war anscheinend Steinträger, etwa 30 Jahre alt, 1,68 Meter groß, hatte blondes Haar und blonden Lchnurrbart. Die Leiche war bekleidet mit graugestreiftem Sackanzug, rotkarriertem Hemd und ebensolchem Tuch um den Hals und Lederriemen um den Leib. Auskünfte über die Persönlichkeiten der beiden Verlebten nimmt die Krtminal- Abteilung deS Polizeiamts Gießen entgegen. * * Für die Sonntags-Ausflügler wird es von Interesse fein, zu erfahren, daß die Sonntagskarten nach Braunfels seit kurzem zu den jetzigen Preisen auch wahlweise Gültigkeit nach Ehringshausen a. d. Dill erhalten haben. * • Besorgung von Karten nach anderen Stationen. Bei der beginnenden Reisezeit sei das Publikum darauf aufmerksam gemacht, daß von den Fahrkarten- Ausgaben der Reiseantrittsstation auch Fahrkarten von anderen Stationen nach solchen besorgt werden können, für die sie selbst keine direkten Fahrpreise hat. So können von Gießen Fahrkarten nach allen hessisch-preußischen, nichtpreußischen und auch nach Auslands-Stationen (soweit solche bei anderen großen Fahrkarten-Ausgaben aufliegen) bezogen werden. In diefem Falle findet dann auch direkte Gepäck- abfertigung statt. Die Besorgung erfolgt kostenlos, wenn die Bestellung frühzeitig erfolgt. Nur wenn sie wegen Kürze der Zeit telegraphisch stattsindet, ist hierfür eine Gebühr von 25 Pfg. zu entrichten. △ Klein-Linden, 21. April. Der Ziegenzuchtverein hielt auf der „Burg" emc Versammlung ab. Der Beamte der Landwirtschaftskammer Kreutz hielt einen Vortrag über Ziegenzucht. Er hob ganz besonders Pflege, Fütterimg, Aufzucht und Nutzen der Ziege hervor. Als beste Rasse empfahl er die Saanerziege. Der Vortrag war dazu geeignet, der hier schon großen Ziegenzucht weitere Verbreitung zu verschaffen. ch. Oberhörgern, 21. April. Bei einer vor einigen Tagen vorgenommenen Ackerverpachtung wurden sehr hohe Preise erzielt. Für ausgestellte Aecker (die Verpachtung nur bis zur । Uebergabc der Feldbereinigungsgrundstücke, die im kommenden -scheint jetzt auf dem Verwaltungswege Folge gegeben zu werden, denn es find in diefen Tay an von den Behörden Schritte getan worden, durch Lauszettel den Bedarf an Kohlen für die einzelnen Stellen zu ermitteln und tfyn von einer gemeinsamen Vermittlungsstelle aus zu besorgen. Die Oriolas. lieber die Familie des verstorbenen Parlamentariers Grafen Oriola wird der „Tägl. Runsch " geschrieben: Der Großvater des jetzt verstorbenen Grafen Waldemar, Joaquim Lobv da Silvetra von Orwla, war seinerzeit portugiesischer Gesandter in Berlin. .Hier gefiel es ihm so gut, daß er beschloß, in den preußischen Staatsdienst überzutreten, in den er mit dem Titel eines Wirkliche,, Geheimen Rates ausgenommen wurde. Joaquim hatte zwei Söhne, von denen der älteste, der Vater des Grafen Waldemar, preußischer Kammerherr und (Generalleutnant wurde. Die Oriolas sind ein altes portugiesisches Geschlecht, das sich rühmt, desselben Stammes wie das alte portugiesische Königshaus, das Haus Braganza, zu sein. Durch eine königliche Verfügung vom Jahre 1823 wurde auch der portugiesische Zweig der Oriolas ausdrücklich von Preußen anerkannt. Ein jüngerer Bruder des verstorbenen Grasen Waldemar, Graf Roderich, ist Rittmeister a. D, ein anderer war der vor einigen Jahren gestorbene Kapitän zur See und Mitglied des'Reichsmilitärgerichts Joachim v. Oriola. Ein anderer Angehöriger der Familie, Graf Dcodat v. Oriola, ist in Faltenberg in Oberschlesicn begütert, während ein Gras Joachim in Dresden lebt, dessen verstorbene Gattin ebenso sehr durch ihre große Mildtätigkeit, wie durch ihr Interesse für sozialdemotratische Bestrebungen, die sie durch Zuwendung reicher finanzieller Mittel förderte, bekannt geworden ist._________________________ Deutsches Kcicb« Der Budgetausschuß des preußischen Abgeordnetenhauses genehmigte den Nachtragshaushalt für den Umbau des Bühnenhauses im Opernhause in Berlin m Höhe von 854 500 Mark. Bei den Verhandlungen erklärte der Finanzminister, daß die Krone iälyrlid) etwa IV2 Millionen Zuschuß zu den Theatern in Berlin leiste. Eine Bündniskandidatur im Kreise Marb u r g wird von der Natl. Korr. mitgetcilt. Darnach hat der Geschäftsführer des Bundes der Landwirte, Herr Buhl, Unna, auf der Versammlung des Bundes der Landwirte in Borken nutgeteüt, daß im Kreise Marburg ein gemeinsamer Kandidat zwischen Bund der Landwirte und Zentrum gegen den Neichs- tagSabgeorbnetcn Dr. Böhme aufgestellt werden wird. In der Sitzung des B u n d e s r a t e s am Donnerstag wurde dem Entwurf eines Gesetzes betreffend die Aufhebung des Hil fs k a s s en g e s etz e s die Zustimm,lng erteilt. Im L a n d e s a u s s ch u ß für Elsaß-Lothringen wurde am Donnerstag das L 0 11 e r i e g e s e tz mit großer Mehrheit angenommen, durch das Elsaß-Lotisringen in die preußische Staatslotteriegemeinschaft eingezogen wird und nach dem Preußen infolge von Verhandlungen die ursprüngliche jährlich garantierte Mindestrente, von 450 000 auf 550 000 Mark erhöht hat. Diese sind auf fünf Jahre festgesetzt, später soll das Land für jedes im Lande verkaufte Los 40 Mk. erhalten. Der Vertrag soll für 20 Jahre gelten. Die Regierung ist indessen beauftragt, zu versuch von Preußen die Garantie für die Mindestrente noch für eine längere Zeit als fünf Jahre zu erhalten und die Zeitdauer des Vertrages von 20 auf 15 Jahre abzukürzen. Ausland. Im englischen Unter hause antwortete auf eine Anfrage Dillons, ob die Regierung jetzt, nachdem die An leihe- angelegen beit erledigt sei, beabsichtige, die persische Regierung an der Ausnahme einer Anleihe an ander e r S t e l l e z n h i n d e r n , Mc Kennon mit V e r n e i n u n g. Aus Paris mirb gemeldet: Der frühere Präsident Roosevelt und der Minister des Auswärtigen P schon tauschten am Dienstag nachmittag Besuche aus. Herr und Frau Roosevelt statteten nachmittags dem Präsidenten Fall iö res einen Besuch ab, den dieser später mit seiner Frau erwiderte._________________ Aus Stadt und Land. Gießen, 22. April 1910. * * Lehramtsvers 0 nalicn. Der Großherzog hat den Lehramtsassessor Karl Becker zn Alzey zum Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Alzey und den Diplomingenieur Adolf Schneidt aus Darmstadt zum Hauptlehrer an der Gewerbeschule in Friedberg ernannt. * * Justizpersonalien. Der Großherzog hat dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ortenberg Dr. Karl Pusch, deni Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß-Gerau Karl Trapp und dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Zwingenberg Dr. Theodor Jäger den Charakter als Amts- gerichtSrat erteilt. ♦ * Technische H 0 chschul e. Der Großherzog hat den ordentlichen Professor an der Technischeii Hochschule zu Braunschweig Dr.-Jng. Hch. Hohenner zum ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, insbesondere für das Fach der Geodäsie, ernannt. * * Kreis amtsp er sonalien. Der Großherzog hat den Kreisamtmcnln bei dem KreiSamt Erbach Regierungsrat Ludw. Matthias zum Kreisamtmann bei dem K'reisamt Mainz, den Kreisamtmann bei dem Kreisamt Mzey Dr. Wilhelm Anton Diehl zum Kreisamtmann bei dem Kreisamt Erbach ernannt. "Vom Gießener Poliz'ciamt. Der Großherzog hat den Vorstand des Polizeiamts Gießen, Polizei- amtmann Theodor Reinhart zum .Kreisamtmann bei dem SfreUantt Alzey und den Kreisamtmann bei dem Kreisamt Mainz 5)ch. Gebhardt zum Vorstand des Polizeiamts Gießen unter Verleihung des Charakters als Regierungsrat mit Wirkung vom 16. Mai 1910 an ernannt. * ' Maturitätsprüfung. Die diesjährige Reifeprüfung für Externe wird im September am Gymnasium Fridericianum 511 Laubach abgehalten. * ' Erledigt ist die mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schöllenbach. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Grafen zu Erbach-Fürstenau steht daß Präsentationsrecht zu. * * Hessische Gemein de ratswahlen. J>n allen Gemeinden des GroßherzogtumS finden im Laufe dieses Jahres die Ersatzwahlen für die nach den gesetzlichen Bestimmungen mit Wirkung vom 1. Januar 1911 auszuscheidenden Gemeinderatsmitglieder statt. Für die Zahl der Gemeinderatsmitglieder ist die Volkszählung vom 1. Dezember 1905' maßgebend. " Veterinär-Medizinische Klinik. Als letzter Teil' der Veterinär-medizinischen Anstalt unserer Landes- universität ist die neue Veterinär-mebizinischc Klinik nunmehr im Rohbau so gut roiie fertig gestellt. De»r schmucke Bau liegt der tierärztlichen chirurgischen Klinik gegenüber und ist von dieser durch einen größeren Platz getrennt. DaS Gebäude ist etwa 45 Meter lang: es bestehl aus dem mittleren Hauptbau urid zwei daran anschließenden Seitengebäuden, die zu Stasinngen für Großvieh bestimmt sind. In der Anlage sind Räume vorgesehen für die ))lpotl)eke, fiir Laboratorium, eine Demonstrationshalle, Bibliothek und Gewandter Herr, geschäftskundig mit einigen Tausend Mark Barkapital ober Sicherheit, kann sich durch die Uebernahme einer im In- und Auslande geschützten hervorragenden Neuheit sichere Existenz gründen. Rasch entschlossene Bewerber wollen ihre Adresse unter F. A. K. 904 an Rudolf Moste, Frankfurt a. M. einsenden. ss11/« Einheitspreis SchuJ^aus Giessen ALicestraße 2 Telephon 62 Seltersweg 53 Telephon 754 Separat-Anprobier-Salon für Damen Ein Versuch sichert uns Ihre dauernde Kundschaft Luxus- Ausführung ist jedes Paar der wunderschönen schwarzen und farbigen Bohnermasse für Parkett, Linoleum, Gestrichene Böden. Setzkartoffeln «gelbe Rviel zu verl. 10331)3 Wilbctmstr. 51IH. Damen- u. Herren- Schuhe Saatkartoffeln in verschiedenen Sorten empfiehlt | K. Sier, Iminstr. 18. Gröhe HuOflicbifltett! 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Die aus acht Akännern, fünfzehn Frauen und drei Kindern bestehende Gesellschaft hat mit dem Großl-äuptling Tamasesc le Alofi, dem Sohn des verstorbenen Königs Tamasese, unter Leitung des von seinen früheren Führungen her- bekannten, in Apia wohnenden foerrn Fritz Marquard am 11. Februar Samoa verlassen und wird am 6. Mai in Deutschland cintresfen. Ihre Schaustellung im hiesigen Zoologischen Garten wird die gleiche sein wie 1901; auf der Insel und an deii Ufern de? grasten Weihers wird ein samoanisches Dorf erbaut und mit Hilfe von acht mitgebrachten Kähnen wird das Wasservolk sein heimisches Leben getreu wiedergeben. Für die landesübliche samoanische Rutsche ins Wasser soll eine Felspartre imd ein großes Bassin errichtet werden. X. Hanau, 20. April. Der Kreistag beschäftigte sich heute mit einem Antrag auf Gewährung einer Bei» Hilfe zu den Kosten der Fortführung der elektrischen Straßenbahn von Hanau nach Groß-Auheim. DaS Anlagekapital soll 340 000 Mk. betragen, von dem die Bau- sirma Hecker & Co. in Wiesbaden 170 000 Mk. übernommen hat, an dem Rest sich die Stadt Hanau mit 100 000 Mk. und die Gemeinde in Groß-Auheim mit 40 000 Mk. beteiligen wird, so daß 30 000 Mk. ungedeckt bleiben, die vom Kreise Hanau angefordert werden. Der Kreistag lehnte jedoch diesen Antrag ab. Ein Meisterstück vermischte». • Zum Eisenbahnunglück in Mülheim. Der wegen Verschuldens des Zusammenstoßes bei Mülheim verhaftete Lokomotivführer Garbs ist gegen Stellung einer Sicherheit von 20 000 Mart aus der Haft entlaßen worden. Zu dem Unfall unrd uns von einem Freund unseres Blattes, einem auswärtigen Bahnbeamlen, mitgeteilt, daß die s. Z. mitgeteilte S^elbcntat des Zugführers vom Militärzüge, der trotz seiner erheblichen Verletzung einen von Opladen kommenden Zug zum Halten veranlaßt habe, nid)t den Tatsachen entspräche. Das drohende Unheil fei lediglich durch die Geistesgegenwart des Lokomotivführers vom Lp- l'adener Zug verhütet worden, der seinen Zug sofort zum Stehen brachte, als er das Gleise mit Soldaten besetzt fand. * D i e Neber schwemm ungen in Serbien sind bedeutender als man nach den ersten Meldungen annehmen tonnte. Durch heftige Regengüsse und die plötzlich eingctretcne S ch n e e s ch m e l z e sind das Morawatal und i -c Nebenflüsse seit zwei Tagen völlig überschwemmt Reise - Schecks der Hamburg • Amerika • Linie zahlbar in allen bedeutenden Orten der Welt, sind bei mir zu haben und werden bei mir eingelöst. — Die Schecks der Hamburg-Amerika-Linie bilden in iebcr Beziehung die angenehmste Art, Geld mit auf Reisen zu nehmen und gewähr- leisten auch neben größter Bequemlichkeit vollkommene Sicherheit. 1077 Baruch Strauss Nachfolger Bankgeschäft Agentur der Hamburg Amerika-Linie ist das Beste zur Be reitunn v. schmackhaften Salaten u. Manonnaif., in Flaschen und nachgefüllt. 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II. ist um 10.50 llfrc Sur Fn Beisein der nächsten Verwaiidten, des Ministers des 3 intern von Moltkc und des kgl. Hausministers Grafen von Wedel durch den_ cvaug. Plärrer B e r >i b c ck von Büdesheim stattgefunden. Am 20. April trat die Leiche mit der Bahn in Büdesheim ein. Die ganze Gemeinde Büdesheim erwies ihrem Wohltäter die letzte Ehre. Der -sarg wurde in der evang. Dorfkirche vor dem Altar aufgebahrt, deren Patronatsherr der Verswrbene war und die er vor einigen Jahren hatte neuherstellen lassen. Kranzspenden sind u. a. bis jetzt cingetrofien vom Landgrafen von Hessen Philippstal, der Prinzeffin Leopold von Anhalt, dem Staatssekretär des Reichs- marineamtes von Tirpitz, dem Landwirtschaftsrat, der deutsch konservativen Partei, dem Bund der Landwirte und dem poriu giesischen Gesandten in Berlin. Unter ben cingcflangencn zahl' losen Telegrammen befinbet sich auch ein solches vom brutschen. ; K aiser. Die Beisetzung in ber aus dem DorNncbhof befind- . lichen Gruft erfolgt heute mittag 31/« Uhr. Verschiedene Sorten Laat und Sveiietartoffelu vert billmit Ztarl Enler, Öammstr. 5. Zirka 40 bis 50 Ztr. Dickwur- zu ücrtantcn bei lüiww Wilb. ahn II., Annerod. 033511 1 g. erb. Sportlicgewaacn billig ö.uert. Ederftrahe 4 l. J. Bett & Co. Pranidurt a. M. iso. Visitenkarten liefert rasch and billigst BrulilMCfco UBiT<-ÜfQ£fcercL worben. Der Bastnverkehr in der Nähe von Zaflvinna ist völlig unterbrochen. In Araqusevac wurden viele Häuser weggerissen. Ucber dreißig Personen sind u m - gekommen Seit gestern früh hat der Regen au f g c- hört. Das Wasser beginnt langsam zu fallen. Seither ind mindestens 200 Menschen ums Leben gekommen. Ungefähr hundert Leichen wurden bisher angefckstvcmmt. Aleinc Tngceckroiiik. Der Ministerialrat a. D. im Ministerium für Elsaß-Lothringen Dr. phil. August B a u m e i ft e r in M ü n ch e n, der Schöpfer des deutschen höheren Schulwesens im Reichsland, begeht am 24. April seinen 80. Geburtstag. Der Kunstfreoel im Park von SanSsouet hat seine Austlaruug gehmben. Im Burgwall zu Spandau wurde die Leiche des 18jährigen Kausinanns Fritz Gerfckow auS Chai' lolteuburg gelandet. Gerfchow war nach einer Bieireise auf der Rückkehr nach Cbarlottenburg in der Bahn emgefchlafen und bis Potsdam durchgeiahreu. Nachdem er sich über ferne Tat, die er augenscheinlich in angetrunkenem Zustande volllührt hat, klar ge wordeii war, irrte er mehrere Tage planlos umher und hat dann den Tod im Wasser gesucht. Em 32 söhliger gewerbsmäßiger Heiratsschwindler wurde gestern von einem der betrogenen Mädchen am Askanischen Platz in Berlin buchstäblich beim" Kragen gefaßt und einem Schutzmann aus- gcliefert. In Renneritz (Bezirk Halle) weckte in der bedangen cjt, Rächt ein Unbekannter den Mühlenbcsitzer Thurig mit der Meldung, die Gastwirtschaft im Dors brenne. Während Thurig zum Löfcksen eilte, drang der Fremde in das Haus, verwundete den Later des Besitzers durch einen Revolverschuß und raubte 400 Mark. Tas vom Räuber angezündete Gehöft brannte nieder. Ter Räuber entkam unerkannt. . . (Ein Militärbauamt für einen LuftschiNHasen wird in Königsberg errichtet Im Spätherbst soll eine Luftfchiffhalle schon be nutzt werden; auch eine Kaserne für eine Luftschiffer-Abteilung soll errichtet werden. , , . _ , . In der Us pensky-Kathedrale irn Kreml wurde ein toftbarcr Brillantschmuck des alten MuttergottesbildeS im Werte von einer Million Rubel gestohlen Auch aus drei anderen Heiligenbildern sind die Brillanten ausgebrochen. Die 20jährige Fürstin Chilkow in Petersburg, eine Richte des ehemaligen Ministers der Wegebautcn, ver - giftete sich. ____________________ fyandcl nnd Verkehr, VoltswtrhcbafL Mannheim, 21. April. Unter der Firma Aktiengesellschaft für elektrische Industrie-Berlin (Moore - Lickst - Aktiengefellfcksaft) hat sich unter Führung des Bankhauses Marx u. Goldschmidt in Mannheim eine Aktiengesellschaft mit einem volleinbezahlten Kapital von 1 200 000 Marl mit dem Litze in Berlin konstituiert. Zweck der Gesellschaft ist die Ex- ploitierung der Moore Lickst-Patente in sämtlichen eurvpaifckscn Staaten. ~ t , , , . _ London, 21. April. In der Hauptversammlung der Cu- nard-Linie erllärte der Vorsitzende, es seien Angebote für ein neues Schiss nach dem Franconiatyp eingefordert worden; auch werden Pläne sur einen großen Tampser ähnlich ber M au re- an ia und Lufitania ernwgen. Indem er bedauerte, daß die Dirottion nicht in der Lage sei, eine Dividende । vorzuschlagen, hob er die Notwendigkeit hervor, die Re- > fernen zu stärlen uiid erklärte, die Gesellsckzaft löse von der 3d)ulb an die Regierung bezüglich der Lufitania und Mauretania 130 000 Pfund ab. t London, 21. April. Baron Schroeder, der Ches des ' Bankhauses I. H. Schroeder u. Co., ist gestorben. WetterastSsichten m Hessen am Canistag dem 23 April 1910- 1 Meist wolkig, Regenschauer, im Gebirge Schnee, starker bis stürmifcher : Nordwest, kühler. ftl. Warten oö. öotteiiantcil mit etwas Gewüseland, gccign. z. Auienthalt für 1 Kind i. d. Rahe d. Roonitrane zu mieten pcf._ lOmiß Gest. Offerten Roonwatze 18 I. •vw] ^direibmaicbincnarbcitcn besorgt. Marburg. Str. 2711. 03374» Kisten zu verkaufen. Karl Amvt, Babnbofstr. 39. 033781 2 Waac», s. 1 Grasmäher, g. erb., wegen Aufgabe preiswert zu verlauf, ("'derstraßc 2« H. ää: ZomiHtrnm^n. Näheres bei xl. Walldorf, Zurvlatz. I KZZr: «sv-Lr .dlpril. Der s, nicht flabotlanlane SÜ’JfetS r- "9 vd„° ■-.lonbern ' nVn fQ?{ himmelblau ' ^inftch Ett dn r. trauergefolge, Nullte- ’ ^Üer von nahem »T ° denen sich W Seit immer ffihm» ® fr ÄhÄV'Ä J l|cr m M, der in ^pnl. Vor etwa 2 M 1 Sürgtrmeie,; ■öeltatigung durch das Rtfli lnet ^tten mit allen Mch ' machen. - In s)!ied-. chulhaus zum Prch r ■ verknust. :tr ?°r M Jahren nm in- " erneut sich einer fortgeic- lieren und weiteren Umgeh- m den Verhältnissen ber ’.r ingebaut der nahezu 1000$| n des LäMporles nad) jtte nächster Zeit findet ein gtof ■ . 2em Vernehmen nächst: hung desBahnprojki^ vierigfeiten entstand ir Gewährung einer Achi- getreten, die darin bejtcb - lleinbahnfonds ein Darlci' Bau Losten zu billigem Zu om Bezirksverband de^ - enjäljtung des yveittn Dt ic* Meßend zu mäßige - tftefft Ist gewißem j'uj icnmn steht wohl auch t.e. rau, der einen Äntta^ o n AM M. M VeifhiJ i des Baues der ^eiubc-i uMgeflelli chü. Dem tzabritbesther Friednq oom Ministerium die jedrm nlage eines Anfchlv^ n Station 8 + 50 berte § in der Gemarkung Buhl-° der Butzbach—Licher km : werden. >. April. Der frühere §>-- Wirft Hermann zu Ho " zur ftur eingetrofsen unb < imen. Sie MW'" » „elfen vom lo. Juu d,§ ®inifterium8 *R1 SÄgSsi 1U wird an dMb v . Der:, ahre ausg^^Mes p d) der DZostOUark 1 te ü"d 30X' 2a5?'c'. s&Sjsr,' -"ÄSE ieben f*«- 1. ApL d-r ®‘°6ber Di- £liSbem^in!'r- : S *”*• J Itu>n ^ssbremier^ „ i- E vom ' Parkett- | 3 Damit behandelte Böden ■ m /ft fV können nab gewischt wer u 9 XL H den. ohne dav sich Decken 3 ■ 11 O La bilden und der Glanz ver m , WK loren geht — ■ ■ g rri «ci» Liaub; rri 8 MU I «em Geruch! I ■ LU .«eine fötattf! L_J A alato&l *11 er K « M I * 1000MK. 08 D Concordia, tSgllA *fl' 10“ 1222 M 102212M1422 7 Zimmer Marke [2S73 4 Zimmer Wettergasse Marktstr. 9 3 Zimmer 03376] 3-Zim.-Wohn. sofort zu vermieten. Wilsonstrahe 81. Telephon 644 B ”/< 03384] Frdl. möbl. Zimmer billig zu verm.Blockstraße 2II. Amtliche WmtmchWen Her Ltadt Gieße« Rmiimsitzeil ramburitza-Kavellc Es ladet ergebenst ein Direktion Albert Ravpmann. fB22/, gesucht. 03369] Plockstraße 14III. 03320] Alicestraße 26 vt. der iktog! Achtung! B»/t 2028 bleiben. Der Vorstand. Markt 22 2375 Heinr. 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Wegen des Baues ist der Wegeteil zwischen der Gießen— Krofdorfer und Launsbacher Straße bis auf weiteres für den Verkehr gesperrt. Krofdorf, 21. April 1910. ttuverts mit Zirma b'S vrühl'sche Unioerfitätr-Vruckerei. R. Lange, Sietzen fraget auf Sonntag den 24. April freundlichst ein. Anfang 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Bereiuszimmer: Kaiserhof, Sonnenstraße, 1. Stock, Eingang durch den Hoi. 2328 Samstag deu 23. ds. Mts. = Stiftung^ - Fest = und Einweihung des neuen Vcreiuslokals (Cafs Ebel). Vollzähliges Erscheinen erwünscht. Sonntag den 24. ds. Mts. Ausflug (Windbos). vz Der Borstand. 2166) Herrschaftliche 9 - Zimrner- wohnung mit Bad und all. Zub. sofort zu vermieten. Auch kann dieselbe geteilt in 2 Wohnungen von je 5 Zim. abgegeben werden. Lass Ernst Ludwig, vis-ä-vis dem Theater. Sunacr Mann MLLK Schriftl. Angebote unter 03349 an den Gießener Anzeiger erb. Morgen Samstafl, deu 23. ds. Mts., bin ich auf dem Brandvlab in Gießen *W1 mit einer großen Auswahl Waren zum Verkaufe anwesend. 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JtdlwpMidif Der Verein Frenni>innen junger Mädchen ladet nur Stützen, Laden- und Kinderträulein zu einem Ter Wahlrech trat heute in die erster Lesung auf tiiel V, wonach I Zweidrittel-' wurde, nachdem f lebhaft dagegen g men abgelehi in der ersten Les Hauses angenom, Stimmbezirl des Abgeordnete lautet in der Fas' jedes Ltimmbezi lenden Steuern wurden nach eir Lehrenhoff die $ folgender neue „Die &cfam für den Umfang (Verneinten gebilbt bestes, wenn die für den Umtang behörde zn bilden 49 und nickt in mein als 5000 sollen tunlichst rc Sic müssen, men ist, innerhalb di Ter bom Rc dom Dienstag al: lung bezeichnete der von anderer Gemeindedrittelu 'n größeren Lrti wohnern verlang gelehnt, ebenso ei Srd.gc' Zur F schluiien des Abc weinden mit mc betrug, blieb es der diese beiden tragen sollen. § der sogk Me nach einem «uslung angenom „Aus der Ab gewählte MitM Wolbete NUg äs Sä* iSr »ottaJ'Mneiil trat 9en°minen5 «‘•'UÄfc tuno T^tim, UNI die la. helles sowie dunkles Bier nach Münchener Brauart, SriginalablDIliisg ans dem Giessener Brauhaus in ganzen und halben Flaschen zu Tagespreisen. □□□□ Liefere jedes Quantum frei Haus. □□□□ Vertreter erh. höchste Provis. für d. 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Juli 1888 ist folgender Nachtrag erlassen worden: Aus Grund des Artikels 2 der allgemeinen Bauordnung vom 30. April 1881 und der §§ 3—5, 7 und 9 der Ausführungsverordnung hierzu vom 1. Februar 1882 wird aus Beschluß der Stadtverordne- ten-Versammlung vom 5. August 1909 nach Anhören des Oberbürger- ' Meisters und Begutachtung durch den Kreisausschuß mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 21. Dezember 1909 zu dem Ortsbaustatut für die Stadt Gießen folgender Nachtrag erlassen: Zu Art. 59 der A. B. O. und 78 der Ausf.-Verord. § 1. Für die Bergstraße, Gartenstraße, Hofnuumstraße und Moltkeitraße wird offene Bauweise vorgeschrieben. Zu Art. 59 der A. B. O. § 2. Die an diesen Straßen zu errichtenden Gebäude dürfen nicht mehr als zwei Stockwerke über dem Erdgeschoß enthalten und müffen von den Nachbargrenzen mindestens 3 Meter entfernt bleiben. Ein Borfvringen von Trevven, Erkern, Balkouen u. bergt bis auf 2 Meter Abstand von der Nachbargrenze ist zulässtg. Zu Art. 37 und 59 der A. B. O. 8 3. Für die Höhe der Seiten- und Hintergebäude und deren Entfernung von der Nachbargrenze gelten die Bestimmungen in 8 2. Solche Gebäude dürfen nur mit besonderer Zustimmung der Stadtverordneten-Versammlung und unter den von dieser etwa zu stellenden weiteren Bedingungen genehmigt werden. Zu Art. 59 der 2t B. O. § 4. Alle von einer Straße aus uchtbaren Außenseiten der Vorder-, Hinter- und Seitengebäude müffen eine gefällige architektonische Ausbildung erhallen. Zu Art. 29 der A. B. O. § 5. Anlagen der in § 16 der Gewerbeordnung bezeichneten Art sind in den m § 1 genannten Straßen unzulässig. § 6. Diese Bestimmungen treten mit ihrer Veröffentlichung in Straft Pianos Flügel Harmoniums Ständiges Lager von 150 bis 200 Instrumenten Vertretung von Ph. Steinweg, Jbach. Schiedmayer & Söhne, Hand, Römhildt usw. Annahme gebrauchter Instrumente. Günstige Zahlungsbedingungen bei Raten. Höchster Bar-Rabatt, Garantie 10 Jahre. Vermietungen: 2 bis 10 Mark pro Monat. 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Mai 1910 ihre Bäume, Sträucher und Hecken von den Rauvennestern zu reinigen. Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht Folge leisten, verfallen in die in § 368 des Reichsstrafgesetzbuches bestimmte Geldoder Haftstrase Außerdem wird die Vertilgung der vorhandenen Rauvennester aus Kosten des Säumigen angeordnet werden. |B'-"-/< Die am Montag, dem 18. d. Mts., begonnene Versteigerung vou ^Kleidungsstücken, Möbeln usw. wird am Montag, dem 25. d. Mts., nachmittag 2ll2 Uhr im städtischen Hospital Seltersweg 11 : fortgesetzt.________________________________________________________________By-74 Stadt. Arbeitsnachweis Gietzerr, Asterweg 9. Es können eingestellt werden: ß2a/< a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Schneider, 1 Schreiner, 1 Anstreicher, 1 Hausbursche, 4Dienst- rnädchen, 1 Putzfrau, 1 Lausmädchen, 1 jüng. Bursche zum Milchaustragen, 1 Arbeiterin. Lehrlinge: 1 Tapezierer u. Polsterer, 1 Gärtner, 1 Wagner, 2 Schneider, 1 Schreiner. b. bei auswärtigen Arbeitgebern. 3 Sattler, 2 Maurer, 1 Weißbinder, 1 Schreiner, 2 Schuhmacher, 2 Schneider, 1 landwirtsch. Arbeiter. ES suchen Arbeit: 1 Rabmenglaser, 1 Gärtner, 1 Gutsinspektor, 1 Kaufmann, 1 Sattler und Poluerer, 2 Tapezierer und Polsterer, 3 Bau- schloffer, 1 Bäcker, 2 Installateure, 1 Käser, 3 Schmiede, 1 Schreiner, 2 Lagerarbeiter, 2 Kranrenpsteger, 1 Ausläufer, 1 Garten- arbetter, 3 Hausburschen, 12 Arbeiter, 2 Fuhrknechte, 4 Lauffrauen, 3 Näherinnen, 2 Waschfrauen, 1 Lausmädchen. Lehrlinge: 1 Kaufmann.______________ Stadt. Wohnungsnachweis Gietzen, Asterweg 9. Es sind zu vermieten: 1 Wohnung von 10—11 Zimmern, 3 Wohnungen von 7 Zimmern 3 Wohnungen von 6 Zimmern, 1 Wohnung von 6—8 Zimmern' 4 Wohnungen von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 4—5 Zimmern' 1 Wohnung von 4 Zimmern, 1 Wohnung vou 3—4 Zimmern' 2 Wohnungen von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern 1 Wohnung v. 2 Zimmern ohne Küche. 3Wohnungen von 1 Zimmer u. Küche, 3 möblierte Zimmer, 1 möbliert. Zimmer mit Pension 1 Schlafstelle, 2 unmöbl. Zimmer mit separ. Eingang, 1 unmöbl' Zimmer, 2 Zimmer für Burcauzwecke, 1 Werkstatt, 1 Scheuer :mit Stallung, 1 dreistöck. Lagerhaus mit Pserdesiall und Heuboden, 1 Laden mit Bureau und Zubehör, 1 Laden mit zwei Zimmern, 1 Laden mit 2 Schaufenstern, 2 Zimmern und Lagerraum. Schlosser gesucht. Schlosserei Job.' PH. Ncidel, 2376]______Heuchelheim._________ Sol. Krankenwärter für Nervenkranken gesucht. 03398] Wtlhelmstraße 461. Lehrling oder 033961 Lehrmädchen per sofort gegen Vergütung ges. Emil Weißenberg, Mäusburg 5. Gin zuverlässig. Wrburschc für ein Biergeschast auf außerhalb gesucht. Zu erfragen 2347)_____________Klinikstraße 21. Junger Hausburschc sofort ge- sucht. 103365] Ebelsttaße 2. 1. Juli zu verm. Näheres parterre. 5 Zimmer 03250, Süd-Anl. 4 ist die 1. Etage, 7 Sv Küche, Bad u. Zub., evtl, auch noch mehr. Mans.-Z., p. l.Juli ob. früher zu verm. Näheres part. | 6 Zimmer | Alicestraße 2 ist die 1. Etage, eleg 6-Zimmer - Wohnung, zum Laufmädchen den Sommer über gesucht. 2382]______Wilbclmftraßc 21 1. Mechinischell.8rauen-Alimk Küchenmädchen a /