Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. ”T*7***lp VW /uumiuytli; VI) vv x) , niuiHUiy hiu/i illU} Ulli1 l Ull^ JUUyi |UI,U llz lUtll IUI L liuv vuiu/ vuh^vu unv sagen wrrd, wenn dafür andererseits die Bereitwilligkeit brüdcrlick-cs Verhalten «ne Stufe der Entwickelung. erreichen gezeigt wird, in absehbarem Zeit in eine Reform dieser I können, welche uns einen würdigen Matz unter b^n Nationen evr- । durch chäfteH- n. [eiterigen Lich. :iii£iitai tote« urigen en fftrir.eSät- zu 7 Aiark für iigcr Ivic feitfcr. icm israelitische« , Tic Arbeite« den mchträM unvorhergesch« 15 StaJLS? §Mtim^ beim M ?Snü,n^ Scktzt habe ti - Ment er' die FKnden§ E, müsse «A KvMMissiM Wim- der der Kirchen- m, hier mitzu- llen, erfolgt dir re des?lntwgrs Mr toben 18 'wv. tLmmklins, cmer imb Wnm 'Srfs X?» &Si Ofenpest, 19. Febr. Heute fand unter Teilnahme von mehr als 3000 Personen die Versammlung zur Gründung einer Regierungspartei statt, welch? sich unter dem Rainen Rationale A r b e i t s v a r r c i konstituierte. Sämtliche Minister, zahlreiche Rotabililctten, Deputationen und Vertretungen der liberalen Vereine aus allen Teilen des Landes waren erschienen. Ministerpräsident Gras Khuen-Hedervary entwickelte in einer einstündig, n, von stürmischem Beifall oft unterbrochenen Rede das Reformprogramm der Regierung, welches alle Teile der öffcntlickxn Verwaltung umfaßt. Bezüglich der Wahlreform erklärte der Ministerpräsident, die Regierung betrachte cs als eine Hauptaufgabe, so schnell als möglich eine Gesetzesvorlage über die Wahlreform auszuarbeiten, welche aus dem allgemeinen Stimmrecht beruhe. Die Ausdehnung des Stimmrechts werde sehr weit gehen, „doch", sagte der Ministerpräsident, „werden wir stets oen durch die Geschichte ausgeprägten natiottalm Charakter des Staates wahren. Wir wollen anderer- s.its bestrebt sein, daß die nicht ungarischen Elemente «ich unter uns wohl fühlen, weil wir nur durch Einigkeit und r TtüÄokS mir lDrigenSmM •n, biß mit ba 1er ätmße in» inben obgÄchnl enUV r- Amgen wird e dwirtschasl- ib gegen 2 M en der Tuillsih« zur AnsstellM öühr von 1 -Kaffcewirt« «ortet. mg E- 2. ;e Verhandlung« t in der SiM dahin feKA nen nut Mck 'enden 5mc m teß die Hohc «r nichts rrechtserttgt fetff. Aus Hessen. Beiden Kammern ist eilte Vorlage über Abänderung des Gesetzes über den U r k n n d e n st e m P e l zugegangen, die zunächst die durch die Einführung der Reichs-Umsatz- abgabe erforderlichen Abänderungen des hessischen Gesetzes vorsieht. Ferner werden eine Reihe von Stempelabgaben neu eingeführt, z. B. für Bürgschaftserklärungen, die bet einer Verwaltungsbehörde eingereicht werden, für akademische Würden, die außerhalb Hessens verliehen werden, bei der staatlichen Anerkennung als Krankenpfleger. Andere Stempelgebühren sollen erhöht werden, z. B. für Gewerbescheine, bei der Verleihung der hessischen Staatsangehörigkeit usw. Auch einige geringfügige Ermäßigungen sind in der vorwiegend einen fiskalischen Charakter tragenden Vorlage vorgesehen. Die Regierung verlangte 30 Proz Einkommensteuer- crhöhung, 46% Proz. Vermögenssleuere> h« hung und verstärkte Schuldentilgung. Tie Zweite Kammer will Vermögenssteuererhöhung, beschränkte Sch l en itguna und 20 bis 25 Proz. Einkommeusieuererhöhung, während der Vorschlag der Ersten Kammer auf 10 Proz Eintominenisteuer- erhöhung, Nichterhöhung der Verm« gutsslener und fsort all ier Schuloentilgung lautet. Wenn bei der großen Mehrzahl 'der Parlamentarier der gute Wille vorhanden ist — und 'daran zu zweifeln haben wir vorerst keine Veranlassung —, so kann es nach unserm Dafürhalten nicht allzu schwer fallen, auf einer mittleren Basis eine Verständigung zu erzielen. Wir glauben nicht, das; sich die Erste Kammer der Bewilligung der gesetzlichen Schuldentilgung mit WO000 Mk. widersetzen und schließlich auch einer mäßigen Erhöhung der Vermögenssteuer ihre Z 's immnng nicht ver- Vie hessische Regierung und die Volkvertretung. R. B. Darmstadt, 20. Febr. Die allgemeine Erwartung, daß die seit Monaten aus allen Kreisen der Bevölkerung schwer lastende Finanzkrisis Hessens nach den gemeinsamen Beratungen der Hinanzausschüsse beider Standetammern eine baldige befriedigende Lösung finden würde, hat sich bisher leider nicht erfüllt. Gleich zu Anfang seiner Haushaltsberatungen war belannt lich vom Finanzausschuß der Zweiten Kammer auf An regung der Abgg. Molthan und Brauer und im Einver ständnts mit der Regierung der Beschluß gefaßt worden, mit dem Ausschuß des anderen Hauses gemeinschaftlich über die zu unternehmenden Schritte zwecks Beseitigung der . Krisis zu verhandeln, nachdem von allen Ausschußmitglie- । dern auf die Unmöglichkeit hingewiesen worden war, dem gerade arg genug belasteten Steuerzahler in Hessen noch fast ein volles Drittel neuer Steuern aufzuladen. Nun sind £oin Finanzausschuß der 1. Kammer vor kurzem verschiedene Vorschläge gemacht worden, die das durchaus dankenswerte Prinzip verfolgen, unter Zugrundelegung einer anderen Berechnung die Steuererhöhung auf zehn Prozent herab zudrücken, und nur verbohrte Parteileidenschaft konnte die Mhuheit finden, diese Ersvarnisvorschläge, die sehr ein gehend sachlich begründet waren, sämtlich blindlings von ocr Hand zu weisen. Aber während nun diese letzten in der unabhängigen Presse eifrig diskutiert und je nach ihrer Nützlichkeit und Zweckmäßigleit einer gerechten Kritik unter zogen wurden, hat sich die Regierung veranlaßt gesehen, einen Vorstoß dagegen zu unternehmen, der in eine ziem lich umständliche und schwerfällige Form gekleidet ist. Tie Erklärung deS Finanzministers, die charakteristischer Weise von der „Frank. Ztg." als „musterhaft" bezeichnet und in allen Tonarten belobt wird, verwirft alle Ersparnis Vorschläge in brüsker Art als „nicht geeignet", und meint, daß die „übereinstimmende Auffassung" zwischen Regierung und Finanzausschuß Zweiter Kammer über „die grnndsätz liche Behandlung der vorliegenden Finanzfragen" nicht er jchüttert. werden könne. Run, wer sich die Regierungs ausführungen etwas genauer ansieht, der wird finden, daß doch gerade durch sie so mancher der Vorschläge unterstützt und die angeblich übereinstimmende Anfsassung (über die man übrigens bisher noch nichts näheres vernommen hatt dennoch erschüttert worden ist, wie z. B. bei den Eisenbahn- erträgnissen nnd bei Bemessung der direkten Steuererträgnisse, bei denen die Regierung jetzt selber zwar nicht um 500000 Mk., wie verlangt, aber doch von 232 000 auf 450 000 Mark in die Höhe gegangen ist. Man wird sich auch namentlich mit den Regierungsdarlegungen über die Schuldentilgung im Volle nicht befreunden können. Warum gerade jetzt bte verstärkte Schuldentilgung? so fragt man allenthalben mit Recht, nachdem man bisher trotz der Millionen- Überschüsse der Eisenbahnen keinerlei Anregung dazu gegeben Hot. In einer Zeit ungünstiger Wirrschaftskonjunktur ist der Schuldner, wie der Gläubiger froh, wenn jener pünktlich seine Zinsen bezahlen kann! man überläßt die Tilgung der Schuld den sicher zu erhoffenden besseren Zeiten. Warum sollte dies Verehren nicht auch dem hessischen Staate zu empfehlen (cm? Ganz im Einklang mit der großen Mehrheit der Bevölkerung fyat der Finanzausschuß der Ersten Kammer die Tilgung der Stoa Sschuld aus Steuermitteln abgelehnt nnd wir sind der Ueberzeugung, daß auch die Zweite Kammer ein solches Vorgehen gut heißen wird; nach unseren Informationen sind weder die Rationallibe- Talen, noch die Bcmernbündler oder daS Zentrum gewillt, dem detrn Finanzminister im Punkte der Schuldentilgung Folge zu leisten. Man mag im übrigen über bic kurzweg abgelehnten Ersparnisvorschläge in der Sie lungnal.me des Finanzausschußes der Ersten Kammer denken, wie man will; das eine wird sich jedenfalls nicht bestreiten lassen, daß durch sie eine ganze Reihe wichtiger Finanzfragen Aufklärung gefunden hat, wie dies zur genaueren Be- j urteilung der Sachlage sehr notwendig war. Die wichtigste Frage ist jetzt, was nun weiter werden soll. Wir yalten es für völlig gusgeschlossen, daß die Zweite Kammer dem Beispiel des Finanzmiiiiüers folgen und alle Vorschläge des' Ausschusses, der zweifellos die ganze Erste Kämmer hinter sich hat, rundweg ablehnen wird, weil damit nicht nur ein ernster Konflikt zwischen beiden Ständekammern Hervorgernfen. sondern auch dem Steuerzahler ein schlechter Dienst getestet werden würde. In seinem 3nterci,e muß dringend geford rk werden, daß ungeachtet der ablehnenden Hauung dcr RWer-ng in der am nächsten Donnerstag statt inbetti en gc meinfachen Sitzung beider Finanzausschüsse die Vorschläge einer sorgfältigen Prüfung unterzogen und ein Kompromiß zusiande gebracht werden möge, der alten berechtigten Wünschen Rechnung trägt; etwa in der Weise: Deutsches Reich. Der Kaiser nahm Samstag vormittag im Schloß die Vorträge des Staatssekretärs des Reichsmarineamts und des Chefs des Marinekabinetts entgegen. Drei Vorstandsmitglieder des Zentralverbandes deutscher Eisenbahnhandwerker und Aroeiter, Sitz Elberfeld, Latten, wie aus Berlin gemeldet wird, um eine einskündige Audienz beim E i s e n bah n in i n i st c r gebeten, um eine Denkschrift über die Wünsche der Eisenbahnarbeiter zu überreichen. Der Minister sprach seine Befriedigung über die ruhige, sachliche Form aus, in welcher die Wünsche vorgebracht seien und sagte wohlwollende Prü sung zu. Die Mitglieder der Deputation waren über das Entgegenkommen des Ministers sehr erfreut. Der württembergische „Staatsanzeiaer" gibt die ba- bischen Vorschläge betreffend die Neckar-Kanal U sierung von Mannheim nach .Heilbronn wieder und bemerkt dazu: Es würden also nach dem badischen Vorschlag die auf dem Neckar von Mannheim bis Heilbronn zu erhebenden Abgaben mehr als das Dreieinhalbfache der nach dem preußischen Vorschlag auf die Strecke Rmhrort-Heilbronu entfallenden Abgaben betrage« und es würde zugleich für die Strecke Mannheim-Heilbronn der Unterschied zwischen den Kosten des Eisenbahntransports und des Wassertransports für viele Güter so herabgedrückt, daß eine genügende Benutzung des kanalisierten Neckars und damit die Wirt- schastlichkeit der Kanalisierung in Frage gestellt wäre. Auf dem letzten Parteitag der Süddeutschen V o l k 8 p a r t e i in Stuttgart wurde am Sonntag folgende (Ättschließung angenommen: „Für den Fall, daß die Freisinnige Voltspartei und die Freisinnige Vereinigung gleichfalls entsprechende Beschlüsse fassen, wird die Verschmelzung mit den beiden Parteien auf Grund des vom Führerausschuß vorgelcgten Entwurfs angenommen. Der Name Deutschsreisinnige- Volkspartei werd gutgeheißen und der engere Ausschuß der Deutschen Voltspartei mit der Durchführung des Beschlusses beauftragt." Der Wahlrechtsausfchuß der Freisinnigen Frak-> tionsgcmeinschaft des preußischen Abgeordnetenhauses hatte zum gestrigen Sonntag vormittag eine große Protestversammlung gegen die preußische Wahlrechtsvor- laac nach der Brauerei Friedrichshain einberufen, die außerordentlich stark besucht war. — An erster Stelle gab Reichs- tagSabg. Dr. Wiemer einen kurzen Rückblick über tzas Werden dieses „neuesten Zerrbildes der Forderungen des preußischen Volkes", der Wahlrechtsvorlaqe. Rach Dr. Wiemcr stellte Stadtverordneter Earl Goldschmidt der Führer der Hirsch-Tunckerschen Gewerkschaften, die Dringlichkeit einer endlichen Durchführung der preußischen Wahl- re ,orm auf der Basis des deutschen Wahlrechtes fest. Als letzter Redner sprach Abg. Pfarrer Naumann. nehmen läßt." Graf Khuen-Hcdervari) erklärte ferner, bezüglich dcr Armee frage: „Wir werden die Forderungen, welche von der cbemaligcn liberalen Partei unter dem Kabinett Tisza auf- gestellt wurden, durchführen" und bezüglich der B a n k > r a g c: „Wir werden die Gemeiniamkeit der Notenbank nur iniofeM ausrechtcrhalten, als es gelingt, unsere wirtschaftlichen Jntcretzen durch eine gemeinsame Bank besser zu sichern als blsher. Jur besonderem Nachdruck hob der Miilisterpräsident die in Aussicht stehende liberale Handhabung des BestammlnngsrechteS hervor. Hierauf begründete Graf Tisza in sehr beifällig aulflc’ nvmmeicer Rede, bei der er von sozialistischen Zwischcnrufeii, lebhaft unterbrochen wurde, jo daß ein Ruhestörer auö dem 2)aale entfernt werden mußte, eine Entschließung, in welcher mo Zustimmung zu dem Reformprogramm ciuSgedrückt wird, welches Die staatsrechtlichen Kämpfe ausschalte und die Ziele der nationale« Demokratie verwirkliche. Bezüglich der Wahlreform erklärteGraf Tisza, er wünsche wohl, den industriellen Arbeitern das Wahlrecht zu verleihen, doch würde eine zu radikale Lösung nationale Interessen gefährden. Unter lebhaften Cüationen für Die Gründer, Graf Khuen-Hedervary und den Grafen^ Tisza, wurde alSDann ein O r g a ii i f a tii) « s t o m i t c e von .>0 M «gliedern gewählt. 2luslanfc. Tie „Norddeutsch Allg. Ztg." meldet: Dic Botscklastcr der vier Krc t amacht e England, Frankreicki, Italien und Rußland mack)ten im Ausirärtigen Amt Mitteilung mm der Den (^Generalkonsuln dieser Mächte in Kanca imb dem 'Erckutivkomit.v Kretas überreichsten Note. In dieser Rote ist gesagt, daß, bic vier Mäckchc bie Teilnahme der kretenfischen Bevölkerung an Den für Griechnland in Aussicht genommenen Wahle« nicht zu- lasse« kömien, und wenn sic ungeachtet dieses Einspnichce- der vier Mächte in bic Wahlbeteiligung eintreten zu sollen scheine so würde« bie Mächte wirksame Rstiß.regcln ergreife«, um bie Ausführung zu verhinbern. T-cr r-uss.schc Botschafter hi Berlin teilt mit, daß die Ko i s c r i n vv n Rußland an Herznenrose erkrankt ntor, sich aber auf dem besten Wege der Genesung befindet. , Die Petersburger Telegraphen-Agontur erfährt mm zuständiger Seite, daß das durch die Mißernte und bie Preissteigerung des Getreides in der Mandschurei hr- vorgernsene Ausfuhrverbot für Gelreibe ans einiacn Ge^ genden dcr Manbschurei den russischen Gesandten in Peking ver- Nr. 43 ErsteS Blatt 160. Jahrgang Montag 21. Februar 1910 Der Lietzener Anzeiger , Ä Ä , erscheint täglich, außer WM w monatlich?!) Li.,vlertel- Sonntags. - Beilagen: J Y . . . . « IS ▲ I jäbrlich Rik. 2.20 durch SBlHtAfcA'ItAy pi itlAiM blattsürdenAreisLretzen W Lj W M W M fährt, auöjchl. Benellg. (Dienstag und Freitag); Mff M H Ml W ® W W W JEM B8 W W ® W Bk W Zeitenpreis: lokal 15Pf., zweimal inonatL Laad- ■ SSL W SM Es 8$L 'Mj 4^V ausivätts 20 Pfennig, wirtschaftlicheSeitsragen V W W B V Chefredakteur:A Goetz. Fernjprcch - Anschlüsse: M M MM ifew Verantwortlich für den für bic Redaktion 112, VVJF WjJF volitischen Teil: August MZE General-Anzeiger für Oderhessen WM bis oornmta^TuiS Rotationrönlck und Verlag -er vrühl'schen Univ.-Vuch- UN- §tein-ruckerel R. Lange. Reöaftion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Anzeigenteck^'H." Beck. Steuer nach preußischem Muster (also unter Heranziehung des Ertrages, wie dies ja auch bei der Gemeindestenerreform I geschehen soll) in die Wege zu leiten. Auf dieser Grundlage dürfte sich bann auch eine Vereinigung über etwaige weitere Ersparnisse im Staatshaushalt erzielen lassen. Und wenn sich bann bei einer Erhöhung der Einkommensteuer bis auf 15 Proz. auch noch der dringende Wunsch beider Kämmern verwirkliche« lassen würde, wenigstens den Beamte« und Bediensteten bis yi 2000 Mk. Einkommen eine wenigstens einigermaßen befriedigende Teuerungsz ilage zu gcitkibreii — worüber zurzeit Erhebungen bezüglich dcr Hö.,e der Ausgabe im Gange sind —, so dürfte sich damit wenigstens für's Eriste eine Lösung der finanziellen K-risis er gebe«, bei der die weitaus größte Mehrheit der Bevölkc rung erleichtert mlfatmen und sagen würde: Ende gut, alles gut! _______________________________________________ Der Reidistagspräiiöent Gras Stolberg f. Berlin, 19. Febr. Der Präsident des Reichstages Graf zu Stolberg-Wernigerode ist heute abend an einem Lungenschlag kurz nach 7 Uhr verschieden. Berlin, 19. Febr. Zum Tode des Reichstagspräsi- deute« Grasen zu Stolberg-Wernigerode wird «och gemeldet: Anschließend an die Lungenentzündung ent» wickelte sich eine Rippenfellentzündung. In der Kocrte'schcn K linik in dcr Markin Luther-Straße, in welche Graf zu Stol bcrg-Wernigcrode heute morgen überführt wurde, wurde eine Punktation vorgcnommcn, um das Exsudat zu entferne«. Gegen 7 Uhr nachmittag trat Herzschwäche ein. Unmittelbare Todesursache war em Lungcnschlag. Gras Udo zu Stofberg-Wernigerode ist am 4. März 1840 in Berlin geboren. Er absolvierte das Ghinnasium in Gütersloh und machte an der Universität Halle staatswisscn- schaftliche Studien. Die Feldzüge von 1866 und 1870/71 machte Stolberg als aktiver Offizier mit; bei Königgrätz wurde er schwer verwundet. Dann war er Landrat des Kreises Landeshut in Schlesien und bewirtschaftete seine Güter Kreppclhof in Schlesien und Dönhofstädt in Ostpreußen. 1891 bis 1895 war er Obcrpräsident der Provinz Ostpreußen. 1872 lvnrdc Stolberg ins preußische Herren- hauS berufen. Dem Reichstag gehörte der Verstorbene von 1877—1881, von 1884— 1893 und wieder seit 1895 als Mitglied der deutsch konservativen Partei än. Er war von 1901 bis 1906 erster Vizepräsident irnd seit 1907 Präsident des Reichstages. Seit langer Zöit roai* Stolberg schwer leidend. Berlin, 20. Febr. Der Gräfin Udo zu Stolberg Wernigerode ist folgetibes Telegramm des Kaisers zugegangen: Auf bas schmerzlichste bewegt durch die Nachricht von bei« Tode Ihres Gatten, den rch schon auf dem Wege der Besserung hoffte, spreche ich Ihnen aus, wie ich mit herzlicher und innigster Teilnahme Ihrer gedenke. Tas Äbscheiden Ihres Gatten ist ein sehr großes Verlust für mich und ibpß Reich, um das er sich aufopferte. Seine hohen Ver- bienfte und seine ehrwürbige und vornehme Persönlichkeit wird mir stets unvergeßlich fein. Sie aber möge Gott in Ihrem großen Schmerze trösten. Berlin, 20. Febr. Der Gräfin Udo zu Stolberg- Wernigerode sind folgende Telegramme zugegangen: „Tief erschüttert von der Nachricht des Ablebens Ihres Mannes spreche ich Ihnen, liebe Gräfin, mein von Herzen kommendes Beileid aus. Gott stehe Ihnen bei und gebe Ihnen, wie bisher, Kraft in diesem großen Schmerze. Ich gedenke auch Ihrer armen Kinder beim Ableben des Vaters. Auguste Viktoria." — „Anläßlich des Hinscheidens Ihres Herrn Gemahls sprechen Eurer Exzellenz die K r o n p r i n zcssin und ich unsere aufrichtigste und herzlichste Teilnahme aus. Wilhelm, Kronprinz." Berlin, 21. Febr. Im Reichstagspräsidialgebäude findet am Montag abend 7 Uhr eine interne Trauerfeierlichkeit für den verstorbenen Präsiden- ren deS Reichstages, Grafen Udo von Stolberg-Wernigerodc, statt, bei der Hvfprediger Loh die Trauerrede hallen wird. Um 4 Uhr am Dienstag nachmittag wird in der Dreifa tig- keitskirche — wie bereits kurz gemeldet — eine öffentliche Trauerfeierlichkeit äbgehalten, bei ber Konsistorialrat La- husen die Trauerrede halten wird. Berlin, 20. Febr. Nach Erkundigungen an zuständiger Stelle schlägt in der ntorg gen R i hstags itzung Vizepräsident Tr. Spahn nach einem Nachruf auf ben verstorbenen Präsidenten vor, sich zu v e r t a g e n. Am Dienstag findet feine Sitzung statt, wegen der nachmittags 4 Uhr anberaumten öffentl. Trauerfeierlichkeit in der Dreifältig- keitslirche, nach deren Beendigung die Leiche nach dem Gute Dönhofstädt (Kreis Rastenburg) überführt werden soll. Dic notwendig w^den e Präsidentenwahl wird voraussichtlich am Donnerstag erfolgen._____________________ Die Gründung einer ungarischen Regierungspartei. U H hab?, Iri bei chinefuchen ReytevLnv «eryisttz «Wn befe QRzif.regel aii p r o L x' )t i c r r n , ön das Berbvt btt* nnfiid^rt Jrv- tereifni qctülyrtx Ter itrDoitiidr Qfcfanbte in Beir«y Hobe gegen faiejed Verbot ebenfalls Vern-ahnmg ringekgt. 3n K on st a n l i n ypc l sand am Samstag ein 5JT1 nister- i »t flott, der iidi mit ba Jyiöflc bet Verstärkung der Marine gemäß den Vorschlägen dos Flottenvereins beschäftigte. Nach einer Meldung dos „Sabal," bewilligte der Ministerrat den ungefähr 440000 Pfund betrag.udeu Kaufpreis für die auf den deutschen Werften hefrrimqßfertin befindlichen vier Torpedobootszerstörer. Dieser Beschluß hängt, wie „Jkdam" initteilt, mit den Ereignissen. in (Griechenland zusammen, deren mögliche Einwirkung auf das Gleichgewicht am Balkan der Ministerrat erörterte. Aus Sera je wo, der .vyrrubtftabt Bo sniens, wird ge» meldet: Sonntag mittag erfolgte durch den Lanbeschef int Landös-- «gierrrngspotais inmitten einer glänzenden Feschersanunlnng die feierliche P r o l l n m a t i o n her Verfassung. Die Stadt ist festlich geschmückt. Tie Proklamation wird gleichzeitig im ganzen Lande befiunit gegeben. Beide Hammern des schwedischen Reichstages imhmen den Aarschläg betreffend die Verlängerung des deutsch-schwedischen Handelsv'erträges an. < Aus Tanger wird gemeldet: Am Samstag ist ein Abgesandter mit dein Ultimatum Frankreichs von hier nach Fez abgegangen. Der Sultan M u l e y fr a f i b wird in dem Ultimatum, das ihm von dem französischen Konsul überreicht wird, ßjifgeforbcrt, die in Paris abgeschlossenen Abmachungen binnen 48 Stunden zu ratifizieren. Der Gesandte teilte die Entschließungen 'inner Regierung El Gebbas und dem diplomatischen Korps mit. Aus Kairo wird gemeldet: Der Ministerpräsident Bu t r o s Pascha ist am Sonntag in der Nähe des Ministeriums durch einen von einem Studenten abgegebenen Schuß schwer verwundet worden. Der Student wurde, verhaftet. Der ver- toimbete Ministerpräsident wurde ins Krankenhaus verbracht, wo festgestellt mürbe, dafj er non fünf Kugeln getroffen worden war. Staci Ge'chv'7 streiften ihn, während drei in den Körper eingedrungen waren und zurzeit entfernt werden. Dir Wunden sind schwer, jedoch wird gehofft, daß sie nicht lebens^ gefährlich find. Der Mörder, ein nationalistischer Mohamedaner, ist Apotheker und in Cairo an>ä'ftg. Ans Stadt nnd Land. Gießen, 21. Februar 1910. TageSkaleuder für Montag, 21. Febr.: 2. franz. Vortrag von Lektor Dr Themas: Maurice Maeterlinck. Abends 8*/, Uhr int großen üörsaal bet Universität. G i e tz e n erLe s e h a l l e - V e r e i n. Otdentl. Mitglieder- Versammlung um 87.» Uhr im Hotel Schuh. * • • V om Groß herzoglichen Hofe. Die Groß- herzogin begab sich am Freitag vormittag in Begleitung der Chrendame Freiin v. Bellersheim im Auto nach Frankfurt und wohnte daselbst im Hofpiz „Baseler Hof" einer Sitzung des Vereins der „Freundinnen junger Mädchen" bei; nachmittags traf der Groß Herzog mit Gefolge ebenfalls in Frankfurt ein und fuhr alsdann mit der Großherzogin, einer Einladung des Professors Eberhardt zum Kostümfest der Techn. Lehranstalten folgend, nach Offenbach. Abends erfolgte die Rückkehr nach Darmstadt. * * PfarrPersonalien. Der Großherzog hat den evang. .Pfarrer Adolf Koch zu Pfungstadt auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt. Stadttheater. Es fei darauf hingewiesen, daß Frl. Sybill Vane auch in der morgigen Abonnementsvorstellung die „Salome" geben wird. Ob noch eine weitere Aufführung des Wtlde'fchen Stückes sich ermöglichen läßt, ist sehr fraglich. Bemerkt sei, daß Direktor Steingoetter für den erkrankten Herrn Daubal sowohl in „Salome" wie Mittwoch in „Strandkinder" nochmals spielen wird. Am Freitag, 25. d. Alts., gelangt für den verdienten Obcr- regisseur unserer Bühne, Hermann B a k o f, das nach einem Dickens'fchen Roman gearbeitete Lustspiel „Klein-Dorritt" zur Aufführung. Sicher werden der Name des Benefizianten wie die Wahl des Stückes Anregung zu zahlreichen Bestellungen geben. • " Vortrag. Am Freitag dieser Woche wird Gutsbesitzer Pohl mann, der 2. Vorsitzende des Bundes deutscher Bodenreformer, hier in einer öffentlichen Versammlung sprechen. Ort und Zeit des Vortrages luerbcn noch bekannt gegeben. ** I m K ü 1 o f f c u nt wurde am Samstag abend wieder mit einem neuen Programm begonnen, das an Abwechselung und Unterhaltung nichts zu. wünschen übrig läßt. Neben den vielen neuen Nuntmern finden sich auch noch ein paar beliebte alle, nämlich die vorgestern nichts weniger als gemütliche Urwaldgesellschaft, die ihrem Mißmut öfters ge^ hörig Lust machte, sich aber zuletzt dod) dem Willen des Wärters beugte. Namentlich eine Löwin schien in un gnädiger Laune und wollte sich, luie das ja auch mitunter bei ihren menschlichen Schwestern Vorkommen soll, ihrem .Herrn absolut nicht fügen, bis sie endlich das Vergebliche ihrer Anstrengungen einsah und der Not gehorchend, nicht dem eigenen unbändigen Triebe, schmollend gehorsam war. Auch der Herr Tiger war diesmal ungebärdiger als sonst, aber auch er zog schließlich den kürzeren und sprang nicht gut- mittig, aber folgsam, über die Hürde — freudig aber zog er ftd) nach getaner Arbeit in seinen Käsig zurück, wo er sich jedenfalls behaglicher fühlt als auf der Bühne — und wehmutsvoll feiner Heimat gedenkt. Drollig und nafchmäulig wie immer traut Meister Petz heimlich feine Flasche aus und gutmütig führte er dann mit filier Herrin, Madame Onprs, einen kleinen Ringkampf aus. Die Bändiger Wagner und Cäsar io hatten ebenfalls starken Beifall. Unter den neuen Künstlern dürfte die Verwandlungstänzerin Betti B e l l w o o d mit ihren temperamentvollen Darbietungen noch in bester Erinnerung stehen. Frl. S a f f, eine anmutige Sängerin, bringt hübsche Lieder und auch Frl. Hellmann, die als niedliches kleines Mädchen auf. tritt, erfreut durch ihre hübschen Vorträge. Recht staunens- luertc Leistungen zeigt der uiiglauMid) geschickte Fred Atherlan, der alle möglichen Tinge auf seinem .stopfe nicht nur balanciert, sondern regelrecht spaziereugehen läßt, wobei er gleichzeitig noch allerhand andere Kunststücke voll- führt. Viel Beifall errangen die G e prüder O r e n s e s, zwei lustige Akrobaten ü la Mcy, und Moritz, die ihre gewagten Stücke mit nnglanblicher Sicherheit aussiibren und herzliches Staunen Hervorrufen. - In dem vorderen Teil des Kolosseums ist augenblicklich ein schönes Plütenfest in den Alpen sowie moniert des Damen-Ord)csterS Pra- j’ ia n a, das viel Beifall findet. •’ Der F r ü hling naht! Za, lucnii der Kalender heute den 21. Marz zeigte, würde man behaupten können, der Lenz fei schon da. Das Thermometer gibt 8—10 Gr. Celsius an. Die Stare schwatzen auf beu Dächern, und in der Abenddämmerung (lotet die Amsel in den Buschen am Waldrand«. Autz be« dunklen Knospen der Weiden tommeo fttbet« graue Kätzchen, die Staubblüte« beS HaseiftramheS beginnen sich zn lockern, und an besonders geschützten Stellen blühen Aurikeln und Schneeglöckchen schon. Manche denke« mehr an Märzenschucc und Aprilschioßen; aber richtiger erscheint uns die sonnige Lebensauffassung eines alten Bauersmannes, der auf derartige Bedenken stets schlagfertig entgegnet: „Woas gout vorbei eaS, eaS vorbei!" • • Schlägereien. In verstossener Rächt kam c§ in der Stein st raße zwischen jungen Leuten zu einer Schlägerei, mobet e6 blutige Köpfe gab. Auch in der Neustadt kam zu einem Streit, in dessen Verlauf ein Bursche dem andern mit einer blind geladenen Pistole (sog. Scheintod) in das Gesicht schoß und ihn verletzte. In beiden Fällen schritt die Schutzniannschast ein und wurde Anzeige erhoben. * • Entlassen wurde der Gefangenaufseher am Provinzialarresthaus in Mainz Hch. Pet. Rapp. (Rapp vermittelte die Verständigung zwischen dem der Verleitung zum Meineide angeklagten und verurteilten Dr. Rolly von Osthofen und Detektiv Großkortenhaus von Köln). △ Steinbach, 20. Febr. Ein SchulhauS-Neubau wurde endgültig beschlossen. Der Sitzung des Gemeinderats und Schulvorstandes wohnten vom Kreisamt Gießen Regier- ungLbaumeister Knöll und Kreisstraßenmeister Mohr bei. Das Gebäude kommt aus den Turnplatz; eS soll zwei Schulsäle und eine Wobnung enthalten. 4 Lich, 20. Febr. Der kürzlich hier gegründete Volks bildungsverein hielt gestern abend int Holländi''chen Hos feine erste Mitgliederversammlung ab, aus der die vom provisorischen Borstattb ausgearbeiteten Satzungen beraten wurden. Sodann erfolgte die Wahl des Vorstandes. Zum ersten Vorsitzenden wurde Forstrat Dr. Dieffenbach, zu dessen Stellvertreter Bürgermeister Dörmcr ernannt; Schriftführer ist Vorsteher Lorentz und Kassenwart .Hauptlehrer Roth. Die fünf Beisitzer gehören den verschiedensten Devölkermtgsklassen an. Außerdem steht der Stadt, die den Verein weitgehend unterstützen wird, das Recht zu, zwei DZitg lieber beet Gemeiubcrats in den Vorstand zu entsenden Auch Tarnen haben bas Recht ber aktiven unb va'iiven Wahl. Die Mitglieberzahl wirb bei weiterer Werbearbeit bic Zahl 100 halb überfteigen. Erfreulich ist es, baß alle Bevölkerungskreise int Verein vertreten sink). Die Bibliothek soll schon in ben nächsten Wochen eröffnet werben. Der Mit^ alicbsbeitrag beträgt nur 1 Mark, um auch Unbemittelten bic Vorteile oes Vereins zugute kommen zu lassen. — Das G r u n b - wasser steht hier eben so hoch, wie lange Jahre nicht. In ber tieferliegenben Altstabt haben viele Einwohner, baren Steller unter Wasser stehen, sehr bar unter zu leiben. Seit gestern sängt bic Wetter ivieber beträchtlich zu steigen au. Das Wettertal ist an vielen Stellen überschwemmt. () Büdingen, 19. Febr. Düs Ansinnen der Regierung, ihr die entworfenen Projekte zur Ausnützung ber Wasserkräfte des Seemenbaches zu überlassen, wurde vom Stadtüorftand abgelehnt, ba die städtische Lichtsrage noch nicht geregelt ist. Die Regierung hat die Absicht, die Projekte auszuführen unb bei Aklenrob einen Stauweiher anzulegen. — önn großer Wald ist bei Langen- berghain abgetrieben worben? Der Abtrieb geschah, da mau bei der Feldbereinigung feststellte, baß sich das Gelände vorzüglich 'n Ackerland eignet. - A u s dem Vogelsberg, 20. Febr. Ein herrliches Frühlingswetter hat man hier feit zwei Tagen. Der Schnee ist im unteren Vogelsberg fast überall geschmolzen. Nur hinter Rainen unb Hecken liegen noch die schon schmel- zeubeu Winbwehen. Ueberall zwitschert schon lüieber der Star. Das Auge tarnt sich wieder an dem saftigen Grün der Wiesen laben und schreitet die Natur so rüstig weiter, so haben wir ein herrliches Osterfest zu erwarten. Rodler und Schiläufer können jetzt ruhig Schis und Rodelschlitten wieder auf den Speicher tragen. Lange wird's nicht mehr dauern, dann füllen wieder Touristen und Sommerfrischler unsere schönen Wälder. - d. Q3 üb in gen, 20. Febr. Heute mittag um 1/._,4 Uhr ertönte plötzlich die Feuerglocke. Ein großer Teil der Spaziergänger, bic das schöne Wetter hinauSgclockt hatte, eilte nach Hause, um den Brandplatz auszusuchcm. Das Feuer war infolge der Ueberheizung eines Ofens unterhalb der südlichen Emporbühne unserer Stadtkirche ausgebrochen; cs hatte schnell das Gebälk ergriffen, wurde aber durch das sofortige Eingreifen der Feuerwehr gelöscht. x Bad Nauheim, 20. Febr. Der Wolzogcn- Abend des Vortrags-Vereins im Sprudel-Hotel erfreute sich guten Besuchs und Erfolgs. Ernst v. Wolzogen hatte ein reichhaltiges Programm ans feilten Werken zusammen- gestellt, u. a.: „Der Herr in hohen Stiefeln", „Deutschlands gltzckhaft Schifft', „Zuverlässige Vertobungsspiegel" unb „Eine reizende Automobilphaiitasie", welch letztere bis jetzt nur als Manuskript bekannt ist. — Offenbach, 20. Febr. Dem Leiter des Offenbacher Jntcrims-Stadttheaters Direktor Adalbert St e ff ter vorn Stadtthcater in Hanau a. M. wurde von den Stadtverordneten in Offenbach auch für diese Spielzeit die übliche Subvention bewilligt. Bis zum Jahre 1914 ist Direktor Steffter auch das Stadttheatcr zn Hanau und das Kurhaus- lheater zu Homburg o. d. H. (Sommer unb Winter) weiter übertragen worden. -Ä. M ain^, 20. Febr. Ein Wahrzeichen aus alter Zeit, bic bei 7aubenl)dni vor Anker gelegene idyllische Rheinmüh le, ist in der Nacht völlig durch Feuer zerstört worben und die Ueberbleibsel sind int Rhein versunken. Wie das steuer cni- stcmd, weiß niemand. In der schwimmenden Mühse schliefen zwei Mü'llerburschcn, die den Braird nicht wahrzunchmen schienen und von außen durch einen Nachen mit knapper Nvt gerettet werden, konnten. Das brennende .Holzgebäude auf beut Wasser, das, nachdem die Dollen abgebrannt waren, üts Treiben tarn, gewährte einen schwuerlick' schönen Anblick. z. A tz b a ch, 20. Febr. Der heute hier abgehaltene fünfte Bundestag des Lahn-Tiinsberg-Turnbundes war gut befudjt. Ter Buitbesvorsitzcndc Daubcrt-Wicfeck gab feiner Freude darüber Ausdruck, das. nunmehr der Bund 22 Vereine mit nahesu 2000 Mstgliedmt zählt. ')^cuhiitzugetreten find im abgelaufen en Jahr Turnvereine in Waldgirmes, Steinberg, Watzenborn, Großen- Vufeck, Garbenteich und Steinbach. Der Bundesturmvart Sckr-midt- Launsbach iKridjtetc über bic rege Turntätigleit selbst in den tünqercu Vereinen. Die Rechnungsablage ergab einen Ueber- schutz von 185,02 Mk. Das Bundes- T urnse st in Oden Hausen a. d. Lahn soll am 19. und 20. 3uni gefeiert werden. Die Bundes- Turnsahrt wurde nach Lau ns buch auf Sonntag des 24. Juli verlegt. Für das Jahr 1911 wurde das Bundes-Turnfest dem hiesigen Turnverein zugespt'vdten. Die Neuwahl des Bundes- und Turn- ausjchusses ergab leine .wcfeiltlich^ Veränderung. Es ist für den Spätherbst im AnfMuß an den Turngang ein Bergfest geplant. >v Marburg, 21. Febr. (Tel.) Der Sattlermeister Hänschen verfuchte gestern abend seine Frau durch Rev olVorschüsse zu töten und ging dann flüchtig. Die schwer verletzte Fran wurde in die Klinik aufgenommen. ö Biedenkopf, 20. Febr. Bürgermeister Grünewald wurde auf weitere 12 Jahre • zürn Oberhaupt, der Stadtge- uwatbc gewählt. — Postmeister und Rochnungsvat S«ryn konnte am Freitag sein 45jähriges Dienstjubilämn feiern. ” Universitäts-Naclrrichten." Die Forstwisfeuschaft in Hesien. In dem Februarheft i>cr Allg. Forst- und Jagdzeitung, dir in Frankfurt erscheint, lesen wir: Die offizielle „Darmstädter Zeitung" teilte am 28. Oktober v. I. mit, daß an der techni>che>u Hoch'chule zu Darmstadt dein Oberförster Dr. Alwin Schenck zn Biltmore iNord-N'arolina) die venia legendi tüt F o r stw i j: e n j ch a f t erteilt worden fei. Diese Nachricht erregte in den forstlichen M reifen des Landes wie auch außerhalb derselben, namentlich an der Universität Gießen, lebhaftes Erstaunen. Was soll, fragte man sich, im Großberzogtum Hessen, wo der sorstliche Unterricht vor nahezu 100 Jahren mit der Landes-Universität verbunden worden ist, bic Errichtung eines neuen Lehrstuhls für Forstwissenschaft an der technischen Hoch schule bedeuten? Weiß man denn in Darmstadt nicht, daß keines wegs zu wenig, ionbent eher zu viel forstliche .Hochsclmlen im Deutschen Reiche vorhanden sind , daß die wohlbegründelcn Be Itrcbungen der Forstwirte, wie sic noch 1907 in Straßburg so deutlich und allgemein zum Ausdruck gekommen sind, auf eine Verminderung, d. h. Zusammenlegung einzelner dieser Äoch'chulen hinauslaufen? Oder denkt man in Darmstadt gar daran, deu forstlichen Unterricht allmählich von Gießen dorthin uberzusühren? Wenn man sicher berechtigt war, solche Fragen auszuwerfen, so wird es auch am Platze sein, hier den dafür interessierten Kreisen mitzuteileit, daß Absichten wie bic angebeutcte.it nicht vorgelegen haben. Nach mündlichen Versicherungen aus ben Kreisen ber technischen Hochschule und des Großh. Ministeriums handelt es sich vielmehr nur um eine persönliche Begünstigung des genannten Herrn, bzw. um eine Unterstützung der Privat-Forstlehränstalt desselben. Dr. Alwin Schenck, ein geborener Darmstadter, hat zu Ende ber 80er unb Anfangs bei 90er Jahre in Tübingen unb Gießen Forstwissenschaft ftubiert, hier die Fakulläts- und die Doktor-Prüfung glänzend bestanden und später im Staatsexamen sogar die vorher noch niemals erteilte Note „ausgezeichnet" erhalten. Er fungierte dann eine Zeit lang als Assistent des Sir D. Brandis, früheren Generalsorstinspektors von Britisch-Jubien, bei dessen Studienreisen mit englischen Anwärtern des Indischen Forstdicnstcs; übernahm bann die Verwaltung der Vanderdilt scheu Forste in Nord-Karolina, errichtete dort eine Unterrichts- Anstalt für junge Amerikaner, die sicki dem Forstfach widmen wollten, etwa nach dem Muster der alten deutschen „Meister- schulen", »erfaßte für seine Schüler Anleitungen zur Forftbenutzung, Holzmeßkunde und .Holzzucht in englischer Sprache unb wurde vom Großherzog durch Verleihung des Obersörstertitels ausgezeichnet. Neuerbings hat er, wie inan hört, seine Verbindung mit Vanderbilt gelöst, aber bic Lehranstalt bäibehalten unb will nun seine Zöglinge alljährlich einige Monate lang in Deutschland unterrichten. Hierzu hat er feilte Heimatstadt Darmstadt gewählt, deren herrliche Waldumgebung ja ganz dazu geeignet ist, den Amerikanern moderne und intensive Forstwirtschaft vor Augen zu führen. Ob zur Erreichung dieses Zweckes nun gerade die Erteilung der venia legendi an der technischen Hochschule nötig und besonders förderlich war, entzieht sich unserer Beurteilung. Immerhin mag es sich ganz stalllich ausnehmen, wenn etwa 40 Amerikaner als „Gäste" der Hockichule figurieren. Ob diese Herren, die doch in Deutschland etwas lernen wollen, es zuvor" der Mühe wert gehalten haben, sich einige Kenntnis befr beutschen Sprache zu eriverben, möchten wir nach sriihcrcn Ersayrungcn allerbmgs bezweiseln. Solange dies aber nicht der Fall ist, bürsten sic mmbeftens nicht als vollberechtigte „Kommilitonen" anzusehen fein. Auch bic Abhaltung von Vorträgen in englischer Sprach an einer beutschen Hochschule wird von vielen kaum gebilligt werben. Hat man es doch in früheren Jahrzehnten recht übel vermerkt, wenn einzelne Universitäts-Professoren sich dazu hcr- gaten, auch nur eine Doktorprüfung in srember Sprache abzuhatten ! Tod) sei dem, wie ihin wolle-, jcbcnsalls ist bie Erklärung mit Freude zu begrüßen, daß man seitens der maßgebenden Fak- torm nicht beabsichtigt, die Zahl der forstlichen Hochschulen noch dazu in dem Tic inen Lande: Hessen um eine weitere zu vermehren. Verinrichtes. * Die Stadtverwaltung Karlsruhe, die wegen Aufnahme einer 4prozentigcn, zehn Jahre unhmbbavcn Anleihe von drei Millionen Ai a r l mit einer Gesellichait Karlsruher Banken verhandelte, beschloß, ein angebotenes Darlehen bet Karlsruher Lebensversicherungs-Gesellschaft mit einer 4prozentigen Verzinsung anzunehmen, wodurch bic Ausgaben für Schuldverschreibungen und der damit verknüpften hohen Kosten (Stempel, Talonstcuern) erspart werden. Kleine Tugeschronit. Ein neuer Goethefund wurde der „Franks. Ztg." zufolge in Zürich gemacht. Ter Gyrnnasial-Professor Dr. Bildet er hat am 31. Januar die alteFassuug der biet ersten Bücher von „W i l h e l in M e i ist er § 2 c I) r i a 1) r tf* entdeckt, d. h. die vollständigen sechs Bücher von „Wilhelm Meisters theatralischer Sendung". Ans Verzweiflung über zerrüttete Vermögeiisoerhältnisse Hot sich der 44jährige Fabrikant Friedrich S ch io e m m l jr. in P sorzhei m mit seiner Frau unb feiner 15jährigen Tnchier vergiftet. Eine 17jahrige Tochter befindet sich in einem answätigcir Pensionat. Das Unterseeboot „U 4" wurde am Freitag abend durch, einen Hanbelsdampj-er im Kaiser Wilhelm-Kanal gerammt. Niemand wurde verletzt. Das etwas bcidiäbigtc Boot hat seine Reise nach Kiel mit eigener Ntaschinciikiaft fortgesetzt. Am Sonntag wurde bic Fu n l c nt c l e g r a p ht u fta t ton Pol« als erste österreichische Küstenslation deut öffentlichen Verkehr übergeben. Ein E r d b e b e n d e n k m a l in Messina? Wie gemeldet wird, soll in Rlessina zur Erinnerung an bic Zerstörung ber Stadt durch das Erdbeben vom 28. Dezember 1908 ein Denkmal errichtet werden. ! ! ! Die Bücher des großen russischen K'ohlensynbilates Prv- bugolun, in dem. Millionen ausländischeit Spitals steckst würben wegen unlauterer Geschäfte beschlagnahmt. Im Zuiammen- hang damit wurden fünf Beamte des Wegebau - Ministeriums! verhaftet. Die Ernennung Pearys zum Ko ntrea dmirak wurde Von dem Repräsentantenhaiise, wie aus Neuvork gemelbck wirb, einstimmig angenommeii. Peary wird am 26. April seine Reise nach Europa antrcten. Bandel. ** Die Gewerkschaft Gießener Braunstein^ werke, vormals Fernic, versendet gegenwärtig ihren Rechnung^ abfdstuß vom 31. Dezember 1909. Danach beträgt der '-Betriebe-* Überschuß (einschließlich 10 287,47 Mark Ncbenein.nahm.eiO 634 586,66 Mark. Nach Abzug von 157 036,87 Mart Zinsen und Nebenausgaben verbleibt ein Reingewinn Von 477 549,7'.) Mark, der wie folgt verwendet werben soll: 200 000 Mack Ausbeute an bic Kux-Besitzer, 20 000 Mark Tantieme au ben Grubcnvorstanb, 133 875 Mark Lbligalionsrückzahlungcit, 7350 Mark Rücklagen, 116 324,79 Mark Abschreibungen aus Inventar. Die Berggerechtsame werben nach 1 114 065,92 Mart Absckrev billigen noch auf 5 100 000 Mark bemessen, bic Gebanbe, I"' ventar usw. auf 928 736,36 Mark. Das Kapitalkviito beläuit sich auf 2 643 882,12 Marl, bic Anleihen auf 3 101000 Mark. Die Bilanz schließt mit 6 596 288,20 Alark ab. Amtlicher weueroerichl. Oeffentlichc Wctter^dieit st stelle Gießen. Allgemcme Wetterlage seit Soimtag früh: lieber Schottlcuck lagert eine krallige Zyklone, die auf ihrer Ostscite über 'Nacht auf* frischenden Süd und strichweise geringen Regen gebracht Hal. Tanger, Großoezier gegenüber feine Bereitwilligkeit, Bilanz am 31. Dezember 1908 An H n v 1723.97 7981.63 Während 1909 gingen ab 1088 Rmtr. Rmtr. der (1047 2127.21 1542.91 Stämme 2—9 Mtr. lang — 26,46 Fstm. Derbstangen — 0,18 Fstm. Ml. 550.— l° ®i(&i Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1908 . Während 1909 gingen zu ....... Aktiva. Utensilien-Konto Kasfen-Konto Waren-Konto Lebitoren-Konto 700.— 1337.54 Wi erklärte dem den mit Frank- Reservefonds- Konto Betricbsrücklage Ausgenommenes Kapital Kreditoren Rest des Reingewinns Scheit Knüppel. B. Brennholz. Scheiter Knüppel Stöcke 110 92 137 2650 ufje, die ivcger imdbarcil Anlch Michail Karlsruhe ' Darlehen ds einer IvroMig« iben iiir Schuld a Kosten (Stempel reich abgeschlossenen Anleihevertrag zu unterzeichnen. * OriginaL-Drohtmeldungen. Mnlay Hafid iinh Frankreich. Passiva. Per Anteil-Konto E. G. m. u. H. ar. PH. Lindenstruth II. 35 4 22 16 Beuern, den 19. Februar 1910. Landwirtschaftlicher Konsum-Berein II zu Beuern - 6,6? f. ‘ft«» ? ÄssH Mk. 94.82 56.82 7597.08 232.91 Dtorgen;emperati.re11 liefen zwischen 6 rind 8 Gr., am geftriqen Aschnüttag wurden 10 und mehr Grad beobachtet. — Das nordwestliche Tieidruckgelnel dringt ostwärts vor und bringt neuerdings Regcn'ällc und langsam Abkuhlüilg. Wetreraussjchlen iu Veilen nm Dienstag dem 22. Febr. 1910: RegenstiUe, im Gebirge «Schnee, starker West, kühler. ‘ Schneeberrch t: Feldberg 1,4 Grad, Sud stark, Nebel, keine Schneedecke. ft naBflcbtnbfit tw^ .^chschiüen — nod tere zu oenr.ehrea _. Wellen Reisig. Die Zusammenkunft' ist vormittags 10 Uhr auf Hügelschneise (nächst des Oberhofs). Gro ß en-Linden, am 17. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. in W GZ am c:n, * ML Mdara., L Überzügen, putoenen, (0 ehrten tteiitt >? Prügel, 47 Stöcke, 0.6 Fichtenmwvrügel >3 Mtr. lang'. 5 ,3-ichtenstammreifer lLattenholzl, 1 Elsbeer und 2 Asvcnstanmie 5—7 Mir. lang 17/30 cm — 0,99 Fm. 3. Hölzchen und Dörnberg. 40 Rni. Eichen-, Birken, Nadel und Weichholz-Prügel, 75 Buchen \ und Nadel - Stöcke, 4,8 Eichen- Rundscheil 1,8 und 2 Mir lang (Pwsten), 80 Stück Fichtenreisstaugen 1,52 Fm.. 14 Rm. Fickuen-Stanun und Bopsreiser, Lattenholz und Bohnenstangen, l. Schissenberg, Leisenberg und Ltrickberg. Buchen Rm.: 76 Scheiter 2. ML. 1 Prügel 2. Kl-, 175 -Ltöcke 1. und o Al., 3 Weichholzprügel, 6 Fickteuprügel (1,5 Mtr. lang) und 15 Fichten-tlluvvrügel 1. und 2. ML 3 Mtr. lang iLattenholz). ->. Langhecke, Roth, hoher Rain, Lingelbach, Lchmit baiu und Buchbolz. Buchen Rm. : 1 Scheit 2. Ml., 21 Prügel, 23 Stöcke 1. Kl., 1 WeichHvlzsckeil, 32 Eschen und Mir'chbauinvrügel, 3 WeichHolz- prügel. 23 Nadelbreuu und 36 Nadelnutz-Prügel 3 Mtr. lang lLat'teicholz!. 3 Nadelstöckc, 23 E'dtenzopfrciser. 6. Kirchberg, in Rm. Buchenvrügel 2. ML, 7,5 Eichen- und Eschen-Prügel und l/> Fichtenvrügel<1,5Mtr. lang). 7. Thvmasbicgel. Buchen Rm.: M Scheiter 2.' ML, 5 Prügel 2. Kl., 67 Stöcke, 90 Reiserprügel, 4kS Fichtenvrügel 4,5 Mir lang) und 1,8 Fichtenstöcke. 8. Heinze- berg 1 und 5. Buchen Rm.: 8 Säieiteu 2. Kl., 70 Stamuwrügel I. und 9 2. ML 11)1 au unterstrichene Nummern), 42 Stöcke und 26 Reiserprügel. Leseholz und Mohlreiser flaschenweise, außerdem 40 Dünger lind Fila)inehl'äcke. II. Dieuotaa den >. Marz itadi 3uiammetttuuit IO1', llbr auf der SckreincrSinühlc bei Freienseen. 1. 5lrcuzfecuerbcrg. Buchen Rm.: 128 Scheiter 1. und 2. ML, 113 Prügel 1. und 2. ML, L Stöcke J. ML, 26 Reiserprügel. 4,8 Fichtenprügel und 2,4 Fichten- stöcke. 2. Wetterauerberg. Buchen 91m.: 2 Scheiter 2. Kl., 20 Stöcke, 13 Reiserprügel, 5 Fichtenvrügel und 5 Fichtenstöcke. .3. Weidenau, Zicgcubcrg, Welterauerstrauch und Licicr- wäldchon. Buchen Rm.: 28 Scheiter 2. ML, 1 Prügel 2. Ml., HO Stöcke, 96 Reiserprügel, 7 Weichholzvrügel, 4,5 Fichtennutz- prüget (3 Mtr lang'. L Wintersberg. Buchen Rm.: bO^djeitcr 2. ML, 48 Slöcke 1. und 2. ML und 71 Reiserprügel. 5. Mushau. Bucken Rm.: 50 Scheiter 2. ML, 85 Slöcke 1. und 2. ML, 95 Reiserprügel und 14 Eschen und Mirichbaum-Prugel ll^Actr. lg'. 6. Baumkircher und PeterSwald. Buchen Rm.: 1,4 schelt, b Stöcke- 6,8 Reiserprügel, 1,5 Mirschbaumprügelll,5 Mtr. lang) und 6 Fichtennutzprügel 4.3 Mtr. lang'. 7. Schornbcrg. 64 Fichtenvrügel 4,5 Mtr lang' und 3,8 Fichtenstöcke. 8. Revier Ziergarten, Hirtcnbadi und Lamv-rlötor. 6 Eichenstämme 2—12 Mtr. lang 24—49 (£tm Drchm. 3,04 Fm. und 0,4 Rm. Eichennutzscheiter, Leseholz und Moblreiser stächenmetie, außerdem 50 Dünger- und Fischmehlsäcke. Die Berbindungsstratze Fägerhaus—Schremers- mühle ist dem Verkehr übergeben. B-1/-; Febr. Der 7981.63 109 3 TH> 4 108 rb. Friedberg, 20. Febr. Der Finanzausschuß der -zweiten Kammer besichtigte bei seinem Besuch am Freitag vor altem das Lehr er seminar und fand hier recht mißliche Verhältnisse vor. . Es ist unzunehmen, daß die im Staotsvoranschtag angeforderten 22950 Mark für die Ein-- richtung einer Zentralheizung im Wohn- und Schlaf bau, der Turnhalle, dem Orgel- und Lehrerbau bewilligt werden. Auch für die Bewilligung der angeforderten 15 400 Mark für einen Barackenbau für den wissenschaftlichen Unterricht ist Stimmung vorhanden. Ungewiß ist dagegen, ob für die Blindenanstall die angeforberte zweite Rate von 115 000 Mart bewilligt wird. Für das Amtsgericht werden die augeforderlen 14 800 Mark für die Dienstwohnung des aufsichtführenden Amtsrichters in der alten Blindenanstalt vom Ausschuß wohl bewilligt werden. —.In Bad Nauheim wurden namentlich die Pläne für die neuen Kolonnaden mit der sich anschließenden Milchturan stall und dem Eurgel-» raunt besichtigt. Toulon, 21. Febr. Der W acktPosten an örm Pulvermagazin bev Forts Malbaursquct wurde van mehreren Männern, die in das Magazin cindringeu wollten, angegriffen und ntit Revolverschüssen bcbuui. Es gelang ben hcrix-'etk'iibeit« Manusckasten der Besatzung b Forts, die "Angreifer, die schon, das Tor des Magazins gewaltsam geöffnet hatten, in die flucht zu schlagen. London, 21. Febr. Em orkanartiger Sturm richtete hier großen Schaden an. Viele Häuser wurden ab» gebedt und zahlreiche Bäume entwurzelt. Viele Telegraphen- und Telephonverbindungen sind zerltört. Von verschiedenen Orten sind Nachrichten über Schiffsunfälle ctngclaufen. Holzversteigerung im Beuerner Gemeindewald. Mittwoch den 23. ds. Mts., vormittags von 9 Uhr an, kommt in den Distrikten Heegstrauch und Krebs- bach folgendes Holz zur Versteigerung: I. Brennholz. 28 Rm. Buchen-Scheiter | 148 Rm. Buchen-Reisig 4 „ Eichen- „ 94 „ Eichen- „ 38 „ Kiesern- „ 329 „ Nabel- „ 22 „ Fichten- „ 10 „ Buchen-Stock 32 „ Buchen-Knüppel 4 „ Eichen- „ 10 „ Eichen- „ 26 „ Kiefern- „ 60 „ Kiefern- „ 3p „ Fichten- „ 52 „ Fichten- „ 8 „ Birnen-Reisig 7 „ Erlen- „ 2 „ „ Knüppel II. Nutzholz. 1 Birnbaum-Stamm, 50 cm Durchm., 3 m lg. — 0,59 fm. Die Zusammenkunft ist oberhalb Fünfhausen; auch wird bemerkt, daß das Nutzholz am Schlüsse zum Ausgebot kommt. Beuern, den 18. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Walther. 1057 Holzversteigerung. Es werden versteigert: 1. Donnerstag den 24. Februar aus den Distrikten Mirck- geheeg, Dietzekohl, Rinnivege, Dietricksmald, Rabenkopf, Gebrannte- eicke, Mitteiburgerseise und Altebrunnen: Stämme: 1 Fickte 5. KL — 0,12 Fstm., 4 Lürckc 5. ML — 0,95 Fstm., 2 Escke 4. und 6. Kl. — 0^4 Fsttn. Terbstangeu: 169 Fickte — 7,04 Fstm. Reisstangen: 79 Fichte =- 1,26 Fstm. Scheiter Rmtr.: 22 Bucke, 2 Eicke (rund), 30 Fichte 2. ML Mnüvvel Rmtr.: 257 Bucke, 61 Eicke, 109 Mietern, 40 Fickte. 4 Erle. Reiser Rmtr.: 1376 Buche, 150 Eiche, 170 Mietern (hierunter 26 ausgeknüvvett', 46 Fichte (auSgeknüvvelt). Stöcke Rmtr.: 21 Buche, 10 Eicke, 31 Kiefern, 102 Fickte, 2 Aspe. — Zu iamnieiitunft vormittags 9 Uhr am Mirdtroeg Londorf—Rllddings Hausen, vor Distrikt Kirckgeheeg. Das zerstreut sitzende Holz wird nicht vorgezeigt. Nähere Auskunft erteilt Forstmart Wtßner, Londorf. 2. Dienstag dcu 1. März aus den Distrikten Eibschenhain, Rangen und Odenberg: Stangen Fichte: 5 Derbstangen — 1,95 Fstm., 426 Reisstangen — 3,77 Fstm. Scheiter Rmtr.: 12 Mieter (hierunter 4 rund und 2 -= 2!/•• Mir. lang', 34 Fichte 2. Kl. Knüppel Rmtr.: 48 Buche, 72 Fichte, 147 Kiefer. Reiser Rmtr.: 44 Bucke, 38 Eicke, 13 Fickte (auSgeknüvvelt), 16 Mieter (desgl.). Stöcke Rmtr.: 2 Bucke, 34 Kiefer, 70 Fickte. — Zusammenkunft vormittags 10 Uhr an der Abfahrt nach dem Hainerhof (Kveisstraße Rüddingshausen— Weitershain). Das zerstreut sitzende Holz wird nicht vorgezeigt. 'liebere Auskunft erteilt Forstmart Leyerer I., Odenhausen. Freihcrrlichc Cbcrtörftcrci Rabenau zu Londors. _____________________________B rill.___________________ D-1 Ltamm- Mh Nutzholz - VersteigemW. Freitag den 25. Februar, vormittags von 10V, Uhr an, werden im Wilhelm Benner'schen Saal zu Treis a. Lda. versteigert: a) Aus dcu Distrikten Slsvenstrauch und 9icucrtualb des Dreiser Gemeindewaldes Stämme Eiche: 4 St. 1. ML — 7,14 Fm., 14 St. 2. ML — 20,37 Fm., 31 St. 3. Ml. — 37,35 Fm., 39 St. 4. Ml. -— 37,73 7ym.. 22 St. 5. ML - 14,32 Fm., 1 St. 6. Kl. = 0^9 Fm. Stämme Bucke: 5 St. 3. MI. — 4,71 Fm., 2 St. 4. ML — 1,17 Fm. Stämme Fickte: 4 St. 2. Kl. = 8,39 Fm., 13 St. 3. Kl. — 18,92 Fm., 2 SL 4. Kl. = 1,29 Fm., 1 St. 5 a. ML = 038 Fm. b) aus den Distrikten Nieder-Seilbach, Auf dem But'ck, Himberg 2, Scheid, Holzgeschirr, Himberg lc, Heege b Stämme Eickc: 3 St. 1. ML = 5,92 Fm., 13 St. 2. Kl. - 15,69 Fin., 29 St. 3. ML — 21,60 Fm., 42 St. 4. KL - 21,93 Fm., 17 St. 5. KL - 5,50 Fm., 50 St. 6b. Ml. - 12,90 Fm., 81 St. 6a. Kl. = 12,64 Fm. Stämme Mietern: 1 St. 3. Kl. =- 1,13 Fm., 10 St. 4. Kl. — 6,14 Im., 27 St. 5b. Kl. --- 10,71 Fm., 32 St. 5a. Kl. — 7,98 Fm. Nntzscheiter Rm.: 20 Eiche. Nutzknüvvcl Rm.: 11 Eiche. Das Holz aus dem Gemeindewald tvird zuerst ausgeboten. Die Großh. Forstwarte Räuber uud Büttner zu Treis a. Lda. zeigen auf Wunsch das Holz vor uud erteilen weitere Auskunft. Treis a. Lda., den 15. Februar 1910. (B*% Großh. Bürgermeisterei Treis a. Lda. Großh. Obersörsterei Treis^ Benner. Schnei der. Holzversteigerung. Donnerstag den 24. Februar sollen im Gemeinbewalb Fellingshausen nachstehenbe Holzarten versteigert werben: Eiche»: 42 Stämme ----- 12,5 Fstm., 61 Rm. Schicht- mitzholz, 65 Rm. Scheiter und Knüppel, 130 Rm. Reiser 2. Kl., 111 Rm. Reiser 3. Kl. 1 Buchen: 4 Rin. Scheiter unb Knüppel, 220 Rm. Reiser 2. Kl., 201 Rm. Reiser 3. Kl. Nadelholz: 71 Stämme — 20,75 Fstm. 39 Stämme 1. Kl., 144 Stämme 2. Kl., 145 Stämme 3. Kl., 148 Rm. Schichtnutzholz, 67 Rm. Scheiter unb Knüppel, 112 Rm. Reiser 2. Kl., 111 Rm. Reiser 3. Kl. DM'? Ter Anfang ist vormittags 9 Uhr auf der Hube am Erumbocher Weg. Ter Bürgermeister: Wagner_______________ B ad-H anheim. An der Parkstraße (Alicenplatz) sinb zwei Bcrtanss- häuschen für Obst uud Blume» zusammen ober einzeln aus drei Sonimer zu vermieten. Angebote sind bis 7.Niärz- 1910, vormittags 11 Uhr, bei der Bürgermeisterei einzureichcn, ivoselbü Bebinqungen vorbei erhältlich.___________________p;l/„ (Siebener Lcschalle-Bcrcin. Montag den 21. Februar 1910, abends S1/, Uhr, Ordentliche Mitglieder - Versammlung im Hotel Schütz. TageS-Ordnung: 1. Geschäftsbericht über das abgclaufene Vereinsjahr. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. v"/r Um zahlreiches Erscheinen bittet _________________Der Borstand. Maler- und Heiltier-Iaouig zu Heu Ausserord. Generalversammlung Montag dcu 7. März, nachmittags 5 Uhr, Cafe Ebel Tagesordnung: Antrag: Umänderung der Freien Innung in eine Zwangsinnung. v-' ) Der Vorstand. Blumen- uud Pllanzen-lusstellung Karl Becker Nacht. Inh.: Carl Dietz Seltersweg 44 Telephon 13 Versand nach auswärts unter Garantie tadelloser Ankunft. 1780 Holz auf dem Submissionswege vergeben werden: Fstm. » Kiefern-Stämmc III. n Die Gebote fin8 getrennt nach Sortimenten {1034 August Kröll, Selterswey 12 empfiehlt in grosser Auswahl (a’% IV. V. IV. V. VI. II. II II 1» H H u II II und Klaffen Haushaltungs-Gegenstände Küchengeräte :: Kochgeschirre Lieferung kompletter Küchen - Einrichtungen wo alsdann die Eröffnung erfolgt. Taubringen, den 17. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Taubringen. Walter. folgendes 1 anzugebcn da eine Zusaminenrechnung nicht stattftndet. Die Offerten sind bis zum 28. Februar I. Js., nachmittags 3 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, Eichen-Stamni Eichen-Stämme " ii Kiefern-Stamm 9 1 17 25 26 71 3 ----- 0,83 ----- 10,98 — 12,55 = 9,82 ---- 17,85 = 0,94 Medizin, und tcckn. 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