Die „Oiehener KamiliendlStter" werden dem .Anzeiger* viermal wochentlicü beigelegt, bat „Xrctsblatt für de« Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Die „randwinfchastlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. BUbaftton, Expedition *nb Druckerei: Vchul- ftrafee 7. Expedition und Verlag: 6L Redaktion:«« 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGreßen. Bei Art. 125 wird der Antrag Reh akzeptiert, der darauf hingeht^ eine Vereinfachung in der Beurkundung von Rechtsgeschäften herbeizuführen. „ „ . . J Zu Art. 132 a wird auf Antrag des Ausschusses der Zusatz angenommen, wonach auch' Frauen in die Kommissionen des Arrnen^ wesens, Unterrichts- und Erziehungswesens gewählt werden dürfen? bis Au y< der Mitglieder. J Bei Art. 165 wird der Aenderung zugestimmt, daß ba? Stadtrechner bei mangelhafter Versehung seines Amtes vom Mini-t 'terium des Innern anstatt vom Bürgermeister seines Dienstes enthoben werden kann. Art. 166 und 182 werden zusammen behandelt. Zu Art. 166 beantragt , Abg. Dr. Glassing (Ntl.) zu Absatz II den Zusatz: Dieses Kassenrevisivnen finden nicht statt, wenn solche gemäß Art. 182? Abs. 2 erfolgen. Analog diesem Zusatz wird Art. 182 geändert. Zu Art. 211a teilt ALg. Dr. Glässing mit, daß des Antrag des Ausschusses infolge des Entgegenkommens der Re« gierung zurückgezogen worden sei. Er beantragt zu Art. 211 den Zusatz, das Ministeriiun als Aufsichtsbehörde und Vermrtt-» lungsstelle zu bestimmen, damit eine Benachrichtigung an die? betreffenden Gemeinden erfolgen kann. Dem wird stattgegeben^ Sämtliche Vorstellungen werden für erledigt erklärt. Damir iftdasganzeGesetzerledigt. Schluß der Sitzung gegen 1 Uhr. Nächste Sitzung heute nach* mittag 3 Uhr, ganz anerkannt. , w ■ M>g. Dr. Glassing (natl.) tritt den Ausfuhrungat des Ministers entgegen und rechtfertigt den Vorschlag des Ausschusses^ die Revision durch die Gemeindebamten vorzunehmen, der ffch in 18 Bundesstaaten bewährt habe. Tas Bedenken der Abhängigkeit für die Gemeindebeanrten käme nicht in Betracht. Ein Vorteil sei es, daß die Revision bei Durchführung seines Vorschlages zu jeder Zeit, unvermutet und auch fortlaufend geübt werden könne. Es liege im Interesse der Oberrechnungskammer, wenn ie nicht mit diesen Revisionen belastet würde. Mbg. Molthan (Zentr.) schließt sich den Ausführungen des Vorredners an, zumal eine Reorganisation der Oberoechnungs- kammer bevorstehe. Er bittet dem Ausschußantrage zuzustimmen, da in dem Negierungsvorschlage keine Vereinfachung zu erblicken ei. Der Zusatzantrag des Ausschusses lautet: In größeren Städten kann, mit Genehmigrmg W Mrnr- teriums 'des Innern, die Rechnungsrevision in der Weise gestattet werden, daß int Laufe des Jahres die Tag- und d>aird- büchev rechnerisch geprüft, die Handbuchseinträge mit den zugehörigen Verfügungen, Anweisungen und Quittungen vergttck)cn und nach Bücherschluß die Handbuchsabschlüsse nachgeprüft und festgestellt werden. Weiter hat Nachprüfung der abgeschlossenen Handbücher mit der Jahresrechnung zu erfolgen. Die Revisionsarbeiten sind in den Diensträumen der Stadtkasse durch Beamte der Oberrechnungskammer oder durch besonders hierfür bestellte städtische Rechnungsrevisionsbeamten vorzunehmen Abg. U edel (Zentr.). Der Vorschlag des Mg. Dr. Glasstng sei nur durchzuführen auf Kosten der Qualität her Arbeit. Die Rechnungsrevision erstrecke sich auch auf die Tätigkeit der Verwaltung. Bei der Oberrechnungskammer sei bereits eilt Sparsystem eingetreten, daß es eines weiteren Ausbaues nicht bedürfe. Bei Annahme des Vorschlages des Ausschusses möge man die Revisionsbeamten aus der Oberrechnungskammer nehmen. Abg Leun (Bbd.) unterstützt die Ausführungen des Vorredners und bittet, den Artikel an den Ausschuß zurückzuverweisen. Abg. Dr. Glässing (Ntl.) tritt nochmals für den Ausschuß- crntrag ein und bittet, diesen anzunehmen. Es wird nun über den Antrag Leun abgestimmt: der Artikel wird an den Ausschuß zurückverwiesen. Die Art. 183 bis 187, die Verwalttmg und Verwendung des Vermögens von Stiftungen, 188, die Beitreibung der Gemeindeeinkünfte, 189 bis 204, die besonderen Gebühren und Abgaben, 204 a bis 204 d, Einrichtung der Magistratsverfassung, werden ohne Debatte gegen die Stimmten der Sozialdemokraten angenommen, desgl. Art. 205 bis 211, die staatliche Oberaussicht über die städtische Verwaltung. Art. 211 a, betr. das Eingreifen der Bergbehörde in Grundstucksrechte, beantragt Abg. v. Brentano an den Ausschuß zurückzuverweisen. Er hoffe, daß er dann aus dem Gesetze versckMinden werde. Gegen diese Bestimmung sei eine sehr beachtenswerte Vorstellung des Herrn Dr. Spiegel aus Messel eingelaufen, die einer genauen Prüfung bedürfe. Abg. Ulrich (Soz.): Diese Hoffnung werde eitel sein. Die Bestimmung sei nötig, um die Gemeinden gegen schwere Schädigungen zu schützen. , t w Abg. Dr. Glassing (Nil.) wendet sich gegen den Antrag auf Zurückverweisung und bemerkt, daß Art. 211 a eine fühlbare Lücke im Berggesetz ausfülle. In diesem seien noch ganz veraltete und unzutreffende Bestimmungen enthalten. Abg. v. Brentano (Zentr.) betont, es sei gerade ans den letzten Ausffilirungen des Berichterstatters die Wichtigkeit der ganzen Frage zu erkennen. Die Mehrheit des Hauses habe sich noch gar nicht genügend darüber informiert und deshalb wiederhole er seinen Antrag auf Zurückverweifung. Nacktem 2lbg. Dr. G l ä s s i n g darauf selber für die Zurück- Verweisung eingetreten ist, wird dieselbe vom Hause einstimmig beschlossen. Die Restartikel 212, 213 und 214 werden dann ohne Debatte genehmigt . „ . , _ __ Es tritt darauf eme längere Unterbrechung der Sitzung ent, nnt dem Aussckmß Gelegenheit zur erneuten Beratung der vom Hause zurüekverwiesenen Artikel zu geben. Bei Wiederaufnahme der Sitzung erstattet zunächst Abg. Dr. G l ä ssin g Bericht über die Ausschußberatung über Art. 98 und 98 a. Er beantragt zu letzterem den Zusatz: Wird nach Absatz I Nr. 1 die erforderliche Genehmigung nicht oder nur bedingungsweise erteilt, so findet ein Verwaltungsstveitverfahren statt. Abg. Pennrich (Zentr.) halt seinen Antrag von gestern aufrecht. In der folgenden Abstimmung wird der Antrag Reh auf Streichung abgelehnt, 98 a in der Fassung des Ausschusses an- genpmmeur die Anträge Pennrich und Breidenbach abgelehnt. Die Reichswertzuwachssteuer. :: Berlin, 14. Dezember. Der § 56 Nr. 2, der das zeitweise Nebeneinan- derbe stehen der Umsatzsteuer und der Zuwachssteuer betrifft, ist in folgender Fassung angenommen: „Bei Veräußerungen, die in die Zeit bis zum 30. Juni 1914 fallen, wird zu der in Tarif Nr. 11 vorgesehenen Abgabe von 1/3 v. H. des Kaufpreises ein Zuschlag von Vs v. H. erhoben. Bei Veräußerungen, die in die Zeit vom 12. April 1910 bis 30. November 1910 fallen, bleiben Veräußerungen, bei welchen der Veräußerungspreis bei bebauten Grundstücken nicht mehr als 30 000 Mk., bei unbebauten Grundstücken nicht mehr als 10 000 Mk. beträgt, für die Erl-ebung der Zuwachssteuer außer Betracht. Nach dem 30. Juni 1914 wird der Steuersatz in Taris Nr. 11 «m 3 zu 3 Jahren durch den Bundesrat einer Nachprüfung unter- zogen. Uebersteigt innerhalb des 3jährigen Zeitraumes der durchschnittliche Jahresanteil des Reiches am Ertrage der Zuwachssteuer den Betrag von 25 Millwnen Mark, sogst der Steuersatz tn Tarif Nr. 11 mit Wirkung vom Beginn des der Feststellung folgenden Rechmmgsjahres für die folgenden 3 Jahre nach näherer Be- ftrntmintg des Bundesrates entsprechend her abzusetzen." Die Nummer 3 des § 56 wurde ihrem wesentlichen Inhalte nach aufrecht erhalten, mir mit Anpassung des Wortlautes an die Befreiungsvorschriften in 8 1 des Wertzuwachssteuergesetzes. Weiter sollen dem 8 56 als besondere Ziffern folgende Bestimmungen hinzugesetzt werden: 4. Absatz 3 des § 85 erhalt folgende Fassung: „Die Entgegennahme der Auflassung oder, wenn diese nicht vor dem Grundbuckwichter erfolgt, die Eintragung des neuen Eigentümers im Grundbuch kann nach dem Ermessen des Gerichts von einer vorgängigen Sicherheitsleistung für den Abgabenbetrag abhängig gemacht werden., ^lieber Erinnerungen gegen derartig« Anordnungen wird im Aiussichtswege entschieden." 5. Hinter § 79 des Reichsstempelgesetzes wird ent neuer Paragraph dahin lautend eingesetzt: „8 79 a Stempelabgaben unter 0,50 Mk. werden nicht erhoben. Höhere Beträge, welche nicht ohne Bruch durch 10 teilbar sind, werden auf den nächst l-öheren durch 10 teilbaren Betrag, Stempelbeträge über 5.— Mk. auf den nächst höl-eren durch 50 teilbaren Betrag abgerundet." . Sodann wurde § 51 im übrigen in der Fassung 2. Lesung angenommen, nur ist Absatz 3 wie folgt gefaßt: „3ft in den Fällen, in denen Zuwachssteuer nach den Vorschriften dieses Gesetzes erhoben wird, eine Zuchwack>ssteuer bereits entrichtet, so wird deren Betrag aus die nach diesem Gesetz zu entrichtsrde Abgabe angeredjnet. Ein zu viel gezahlter Betrag ist Mrückzuza^en." Der § 57 ist tn folgender Fassung angenommen: „Dieses Gesetz tritt mit dem 1. April 1911 in Kraft. Die Vorschriften der Lmrdesgesetze und die Satzungen der Gemeinden und Gemeindeverbände, welche die Besteuerung des Zuwachses bei der Veräußerung von Grundstücken betreffen, treten mit Wirkung txm 12. April 1910 außer .Kraft, soweit sie nicht gemäß § 49, Absatz 6, aufrecht erhalten werden. Die vor dem 12. April 1910 ein getretenen Rechtsvorgänge und die in § 1, Absatz 1, Satz 2, 8 51, Absatz 1, Satz 2 und 8 56, Ziffer 2, Msatz 2 bezeichneten ^älle des Eigentumsüberganges unterliegen auch dann noch diesem Gesetze und Satzrmgen der Zuwachssteuer, wenn das Verfahren Mr Feststellung der Steuer erst nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes zum Abschluß kommt." . Ein von sozialdemokratischer Serie gestellter Antrag, dem Gesetze einen § 58 mit folgendem Inhalt: „Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes wird das Zündwarensteuergesetz vom 15. Juli 1909 aufgehoben" hinzu- Sufügen, wurde gegen sozialdemokratische und freisinnige Stimmen abgelehnt. In der Gesamtabstimmung wurde das Gesetz, wie es in 3. Lesung gestaltet war, mit 15 gegen ein e hessische Zweite Kammer. D armstadt, den 14. Dezember. Am Regierungstische Minister des Innern von H 0 mb er g f, Geheimerat B e st. . . % , ... Vizepräsident Kvrell eröffnet ine Sitzung nach V2W Uhr. Es wird sofort in die Tagesordnung eingetreten. Fortsetzung der. Beratung der Städteordnung. , Mg. Dr. Glüssing (natl.) fühlt sich als Berichterstatter verpflichtet, zu den Eingaben zu den verschiedenen Artikeln kurz Bericht zu erstatten. Er geht des näheren auf die Vorstellungen des allgemeinen deutschen Frauenvereins ein, der verlangt, daß die Stadtvevordneten in einigen Ausschüssen (Armenausschuß mw.) auch Frauen wählen dürfen und des Landesverbandes der städtt- schen Beantten für das Großherzogtum Hessen, der für die städti- chen Beamten das Wahlrecht .11 der Stadwerordnetenversamm- lung verlangt, was nickst zu befürworten sei, sowie auf die Eingabe der Stlü>t Meßen, die zum Teil Berücksichtigung gefunden habe. Die Eingabe der Militäranwärter könne als erlemgt betrachtet werden. Militär- iuib Zivilanwärter seien in gleicher Weise zu behandeln. , _ Es wird nun in der Beratung fortgefahren. Bei Art. Ivb, Kasse- und Bückwrrevisiion, wird eine zweite Lesung beschlossen. Die Art. 167 bis 176, betr. den städtischen Voranschlag, werden gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen, desgl. Art. 177' bliis 181, bett, die städtische Rechnung. Zu Art. 182, Revision der Rechnung, erklätt Minister des Innern v. Homberg k, daß nach längeren Verhandlungen mit der Oberrechnungskammer im Interesse der Vereinfachung des Betriebes die Regierung beschlossen habe, dem Wunsche der Städte stattzugeben, falls diese die Aufstellung einer besonderen Rechnung nicht wünschtein, und dafür eine Revision , durch die Oberrechnungskammer vorzunehmen. ^Zu dieser Revision sollen die Hand- und Rechnungsbücher der Städte mit den Rechnungen und Belegen an die Oberrechnungskammer gesandt werden. Dre Regierung konnte dagegen nicht dem Awttage zustimmen, diese Revision durch eigene Beamte zu bewerkstelligen. Es sei ein ganz besonderer Vorzug der hessischen Einrichtungen, daß die Revisionen durch die Oberrechmmgskammer vorgenommen würden Auch in früheren Jahren habe man diese Tättgkeit voll und Nachmittagssißuttg. Am Regierungstische: Minister des Innern v. H 0 m b e r g 13 Ministerialrat Hölzinger, Landesökonomierat Müller. Vizepräsident Dr. Schmitt eröffnet die Sitzung gegen Vs4 Uhr. Auf der Tagesordnung steht zunächst die dringliche Anfrage der Abg. Molthan und v. Brentano, die Notlage des hessischen WinzerstandeS betreffend. Minister des Innern v. Hombergk verliest eine längere Regierungsantwort zu dieser Frage. Der Regierung eien die Schäden, die durch die Rebkrankheiten hervorgerufenL würden, wohl bekannt und sie habe eine Reihe von Vorkehrungen zur Bekämpfung derselben getroffen. Redner zählt diese auf. Besonders gegen die Pronospora und das Oidium sei man schon vorgegangen. Die Notlage sei jedoch, wie in der Versammlung vom 26. November erklärt worden sei, nicht so beschaffen, daß eine Unterstützung durch die Gemeinden ftattsinden müsse. Als not-« wendig wäre jedoch die Fortsetzung der Versuche zur Bekämpfung der Schädlinge anerkannt worden. Die empfohlenen Mittel würden von den Winzern oft nicht sachgemäß und zu spät angewandt. Infolge der Mißernte vom Herbst 1910 sollten soweit als möglich steuerliche Erleichterungen eintreten. Erlasse von Einkommens- und Vermtögenssteuern seien nach der ausschließlichen zwingenden Vorschrift der einschlägigen Gesetze nur möglich, wenn durch Verluste insbesondere von Einnahmeguellen das Gesamtvermögen sich um mehr als den vierten Teil vermindert habe. Auf Erhebung der Grundsteuer könnten die Gemeinden mit Genehmigung der Großh. Regierung verzichten. Der Redne, betont, daß die Regierung auch weiterhin den Ausbau und die Vervollkommnung der von ihr eingeleiteten Organisation sich angelegen sein lasse und besonders auch der Bekämpfung des Heu- und Sauerwurms sich zuwenden werde. Hierbei werde die Landwirtschaftskammer kräftig Mitwirken. Die beste Hilfe sei allerdings die Selbsthilfe und die Regierung werde finanziell nur da eingreifen, wo es sich um die Rettung unverschuldeter und gefährdeter Existenzen handele. Wg. Molthan (Ztr.): Der Wohlstand der Provinz Rheinhessen hänge wenig zusammen mit dem Weinbau. Der Fehlherbst 1910 war der Tropfen, der den Becher zum Ueberlaufert brachte, d5nn der Schaden von den Jahren 1906 bis 1910 betrage zirka 25 Millionen Mark. Durch die Kunstfabrikation seien die Preise hauptsächlich zuruckgegangen, und Preise von 2 bis 300 Mk. pro Stück seien an der Tagesordnung. Besonders groß sei der Notstand in den Gemeinden, die auf bi« Weinproduktion angewiesen sind. Der Redner bebanert, baß zu der Sitzung der Lanbwirtschaftskammer im November die rheinhessischen Abgeordneten nicht zugezogen worben waren. Der Vorschlag, in Rheinhessen zu einer anderen Kultur überzugehen, könne nicht als ernst betrachtet werden. Der Redner erkennt an, daß in der Regierungsantwort gute Vorschläge enthalten seien. Den Standpunkt des Ministers Delbrück, es sei Aufgabe der Bundesstaaten, in dieser Sache vorzugehen, halte er nicht für richtig^ Es müsse eine einheitliche Bekämpfung der Rebschädlinge Platz greifen. Mit polizeilichen Maßnahmen werde man nicht viel erreichen, .sondern auch ohne diese auskommen. Daß durch eins energische mrd planmäßige Bekämpfung etwas erreicht werde» könne, bewiesen die Resultate in der preußischen Domäne Steinberg. Auch auf einen besseren Vogelschutz sei hinzuwirken. EK fehle an Strauchwerk zum Nisten der Vögel, auch an Nistkästen, und Futterplätzen. Eine neue Schätzung der Weinberge sei unausbleiblich. Es handele sich bei der ganzen Frage des Winzernotstandes um eine Frage von nationaler Bedeutung, wie bis Franks. Zeitung mit Recht betont habe. Gelinge es, in erfolg* reicher Weise, sei es auf dem Wege ber Reichsgesetzgebung, burch Landesgesetzgebung ober burch Hilfe der Regierung und durch die verständnisvolle Mitarbeit der Winzer, dieser Notlage zu steuern, so werde die Zeit kommen, wo die Notlage so groß sei, daß von einer lohnenden Ernte nie mehr die Rede sein könne. Das muß im Interesse unseres Vaterlandes unbedingt verhindert werden. Abg. v. Brentano (Zentt.) spricht als Vertreter des Kreises Bingen, der am meisten von der Mißerntt betroffen wurde. Hessoü tönne in der Frage nicht zurückbleiben. Das, was bis jetzt geschehen sei, sei nicht genügend. Zu der Bespreckmng hätte mart die Abgeordneten der Bezirke und praktisch erfahrene, kleine Winzer! zuziehOi sollen, nicht nur Großgrundbesitzer. Der „neünl'dx" : Herbst dieses Jahres gebe kein richtiges Bild über die Lage. Man müsse der Regierung banfen, daß sie ber Interpellation, bie nötig war, näher getreten ist. Wer die Lage in Rheinhessen kenne, müsse xngeben, daß sie eine außerordentlich schlechte sei. 'Durch Hochwasser sei allein ein Schaden von 20 000 Mark verursacht 1 worden. Die Schäden durch Krankheiten und Insekten toarert i noch größer. In ganz Deutschland gebe es keinen Stand, ber int ganzen Jahre so unverdrossen und schwer schaffe wie der Winzer- ’ stand. Wenn auch Selbsthilfe die beste fei, so sei es doch, da der! Stand der Winzer sich nicht mehr helfen könne, Pflicht ber Rc- : gierung, helfend cinzugreifen. Was ist nun zu tun, nm der Not zu steuern? Obligatorische Bekämpffmg und polizeiliche Maß- , regeln könnten durch bessere Mittel ersetzt werden, durch Belehnrng, : gemeinsame Anschaffung von Materialien nsw. Im Winter solle die Regierung dtotstandsarbeiten für die arbeitslosen Winzer- ein^ richten. Zum Aufbinden der nassen Reben, auf denen sich bie * Peronospora besonders an siedele, könnten sehr gut die Schul- > krnder verwendet werden. Bor allem sei aber eine staatlich organisierte Bekämpfung der Schädlinge, nicht eine polizeilich er* zwungene zu erstreben. Durä) bie Mithilfe ber Kreisämter sei das sehr gut zu erreichen. Der Vogelschutz müsse weiter ausgedehnt werden. Das Reblausgesetz sei reformbedürftig. Es werde vielfach HÄmilPtet, daß es schlimmer wirke wie die Reblaus. Der Rebne« schließt mit dem Wunsche, daß die Regierung ber Jnterpellatirmi stattgeben möge. Ministerialrat Hö lzing er verbreitet sich über die Zusmn-., Lehren der Volkszählung. Bisher war ber Zunahme-Maßstab unserer Großstädte etwa so, daß sie, abgesehen von Eingemeindungen, ihre Einwohnerzahlen in Zeittäumen von etwa 20 bis 25 Jahren verdoppelten, was einer Zunahme von 15 bis 20 v. H. für den fünfjährigen Zählungsabschnitt entsprach. Damit scheint es vorbei zu sein, da nach den bisber vorliegenden Meldungen fast alle diejenigen Städte, die nicht als große Jndusttie-Mittelpunkte sich in besonders bevorzugter Lage befinden, durchschnittlich nicht viel mehr als den mittleren natürlichen Zuwachs, der durch den lieber* schuß der Geburten über die Todesfälle entsteht und der für Deutschland bei den letzten vier Volkszählungsperioden je etwa 7 v. H. betrug, auszuweisen haben. So betrug die Zunahme in Leipzig, München, Dresden, Breslau,^ Köln, Hannover usw., also gerade den größten der Großstädte, durchgehends knapp 10 v. H., ein eigentlicher Wai^derungs- gewinn durch Zuzug war also nur mehr in bescheidenem Maße eingetreten. Hier und da erreichte sogar die Vermehrung noch nicht einmal den Reichsdurchschnitt, z. B. Stettin und Braunschweig je 5 v. H. und Elberfeld 4 v. H. Hier ist also schon eine direkte Abwanderung zu verzeichnen, uui> zwar umsomehr, als die Städte wegen ihres günstigen Altersaufbaus im allgemeinen über den Reichsdurchschnitt hinausgehende Geburtenziffern aufzuweisen haben. Vereinzelt, 'wie in Mülhausen i. E., fanden sogar direkte Verminderungen der Voltszahl statt, ein bisher bei Kroß- und Mittelstädten unbekannter Vorgang. Fast unverändert war die Zunahme im rheinisch- westfälischen Jndustriebezirk, dessen Großstädte Essen, Duisburg, Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen sämtlich Zuwachsziffern über 15 v. H. aufzuweisen hatten. Sicher ist bei dieser Sachlage schon jetzt, wenn auch die genauen Zahlen erst in einiger Zeit nachfolgen werden, daß dieses Mal aus dem Platten Lande wenigstens ein erheblicher Teil des von ihm hervorgebrachten Menschenüberfchusses verblieben ist, Im ganzen stellen die Dinge also einen Gesundungsprozeß bar; die Bevölkerungsbewegung folgt der Arbeitsgelegenheit. Der Zug nach der Großstadt, lange Zeit eine stehnrde Rubrik unserer Tageszeitungen, der nur zum Teil durch den Trieb nach Arbeit, zu einem weiteren Teile aber auch durch das Stteben nach mühelosem Reichwerden, durch unklare Vorstellungen über Die Verdienstmöglichkeiten innerhalb der Großstadt, und schließlich manchmal durch noch viel weniger löbliche Absichten in Bewegung gesetzt wurde, besteht in dieser Form, ober wenigstens in dem bisherigen Umfange nicht mehr. Stimme angenommen. Dre sozialdemokratischen und freisinnigen Mttglieder enthielten ich bei der Gesamtabstimmung der Stimmen. Uk. 294 Zweiter Blatt 160. Jahrgang Donnerstag, 15. Dezember 1910 tridiehtf «all* mV «Kneüme VeS Somit«* fT' A A ▲ AA A AA AAA AA A lUUttonlbrurf unbJBertag b« «rühl'lche, ©WnCllCt AllMHkk —TÄ-.Ä*— General-Anzeiger für Gberhefsen Größere Geschäfts-Anzeigen für die SamStagSauSgabe beliebe man schon am Freitag oormittog zu bestellen. Nur dann ist eS möglich, der Satz. auSstattung der Anzeigen diejenige Sorgfalt angedeihen zq lassen, die zu einer guten Wirkung erforderlich ist. Aus Stadt und Land. Gießen, 1b. Dezember 1910. Das Schaufenster. Kreis Alsfeld. -x-. Alsfeld, 13. Dez. Nach den letzten Zusammen- stellungen stellt stch das Ergebnis der Volkszählung für unsere Stadt auf 5 00 2 Seelen. Hiermit tritt die Notwendigkeit einer Zuwahl von drei weiteren Gemeinderatsmitgliedern ein, da bei Gemeinden über 5000 Einwohnern der Gemeinderat aus 15 Mitgliedern besteht. Die ursprünglich gezählte Ziffer 4963 hat sich dadurch erhöht, daß versehentlich einige Familien nicht mitgezählt waren. — Mit der Erbauung der neuen 12klassigen Volksschule wird im nächsten Frühjahr begonnen werden. — Die Frequenz der hiesi- gen Ober real sch ule hat sich trotz Erhöhung des Schul- gelbes gesteigert. Die Schülerzahl der hiesigen höheren Mädchenschule ist gleich geblieben. △ Burg-Gemünden, 14. Dez. In unserer Kirche ist eine neue Orgel aufgestellt worden. Sie ging aus der Werkstätte des Orgelbauers Bernhardt in Gambach hervor. Die neue Orgel ist mit 14 klingenden Registern, 18 Druckknöpfen und zwei Manualen ausgestattet. Die feinen In. tonation der Stimmen, die Weichheit der Pianoregister, die Stärke der Jortezugen, das Fehlen jeglichen störenden Geräusches der pneumatischen Anlage stempeln diese Drgel in ihrem Rahmen zu einem Meisterwerk moderner Orgel- baukunst. | KuftoS, fm Aua. 1904 zum OberbibllotyeTkr an bet Meßerrey Universitätsbibliothek ernannt •* Lehrer als Schöffen. Zahlreiche Lehrerkonferenzen Rnben in diesen Tagen statt, die sich vielfach mit der Frage des Rechtes der Lehrer, als Schöffen zu wirken, befaffen. Nächsten Samstag sind Konferenzen der Bezirks, vereine Darmstadt, Groß-Gerau, Kirch.Brombach, König, Neckartal, Reichelsheim i. 0., Wolfskehlen, Dieburg, Echzell', Gedern, Großen-Buseck, Großen-Linden, Grünberg, Herbstein, Homberg, Hungen, Laubach, Lich, Londorf, Nidda, Ohm. Felda, PhilippScck, Selzerbrunnen, Windhausen und Undenheim. •• Die Weihnachtsausstellung d-r Kunst- und Handarbeitsschule Landmann findet Samstag und Sonntag statt; sie wird eine Fülle praktischer und seiner Arbeiten auS allen Techniken aufweisen. Landkreis Gießen. ch Heuchelheim, 13. Dez. Hier scheint der Frillslny nahen zu wollen. Alle Anzeigen dafür sind vorhanden. Statt Schnee und Eis, milder Sonnenschein. Auch die Blumen des Frühlings beginnen an geschützten Orten zu blühen. So fürdet man in dem Garten der Heuchelheimer Mühle, bei an einem Südabhang liegt, eine Rabatte mit Primeln be- pflanzt, die aufbrechende Blutenknospen zeigen. Noch 2—3 Tag? gelinde Witterung und man kann das schönste blühende Primel, beet bewundern. Es ist wohl eine Seltenheit, Mitte Dezember blühende Primeln, die sonst nur als „erste" Blumen den Früh. I*ng ankündigen, im Freien zu sehen. = Stangenrod, 14. Dez. lieber Pflege nnd Zucht der Ziege spricht am nächsten Sonntag nachmittag hier im Gasthaus von Karl Echter auf Veranlaffung bet Landwirtschaftskammer Oekonomierat Weitzel-Lich. deshalb zogen viele weg. Ein Steucmachlaß würde zur Be- toHLpfung der Vtotlage ein völlig unzureiä-endes Mittel fein. 'Eie Regierung sollte größere Barmittel zur Verfügung stellen, reip. ben betreffenden Gemeinden auf ein oder zwei Jahre zins- tr^e Kapitalien überlassen, damit die nötigen Materialien wie tzoerr Regieruugsrat Pistor geht von der nach seiner Ansicht unwiderlegbaren Behauptung aus, daß ein Säualinas- ?öt ?aA!Fe Arider aufnehmen müsse, andern- ier.ev eine halb und halb zwecklose Anstalt und habe keine Existenzberechttgung. Der hiesige Verein für Saua- hnS9 ■ ljat fbie &raÖe, ob kranke Kinder in das Säuglingsheim aufzunehmen seien, ehedem des öfteren einJ mI0Ctern Veranlassung gehabt und ist in seiner I öu welcher alle unterstützenden Mitglieder eingeladen waren, zu dem Beschluß gekommen von solcher Ausnahme abzusehen. Man wollte [!ie Kinder ™o;ÄTJa,,ens blC fTe oeeignete Aufnahme in gad miiie sanden und einer besonders sorgfältigen Pflege be- durften, lowie ine an Ernährungs^ömngen ieftendeu Naü^ der °°n der Grobh. Zentrale f'ur Mütter" und Säuglinas- Hessen herausgegebenen Statistik der Säug. Irngsgerblichkert in unserem Äroßherzogtum ist die fttaae über die Säuglingssterblichkeit in allererster Linie einT^L nahrungsftage" und die planmäßige, täglich von einem Ärzt e überwachte, von besonders ausgebildeten Schwestern durcl)geführte itrnahrung der minder in den ^obcnsmonaten, zumal der schwächlichen, dünkte dem Lerem die Hauptaufgabe. Die Mitchkiiche, welche > kit von Herrn .Professor Dr. Koppe eingerichtet Le mW I totarfftrtmg der Kommission, die au8 der LanbkKrtschastSLmrmcr feniCTjeit gewählt worden war. Abg. U e b e l (Zentr.) bedauert, daß die Derbandlungen Über diesen wichtigen Gegenstand vor so wenig besetztem Hause stattfindcn. Die Regierung habe seit 1906 manches getan, und mit geteilt, daß imm die Lano-oirtschaftskammer eingreisen müsse. Dieser fehle über die lokale Organisation. Dann sei auch kein Geld oorharchlm Und der Kredit zurückgegangen. Die Unterstützung der Winzer !tn Rheinhessen sei eine finanzpolitische Klugheit, denn Rheinhesscin bringe von den drei hessischen Provinzen die meisten Staatssteuern auf, 17 Mart pro Kopf, Starkenburg nur 15 Mark und Oberhessen 12 Mark. Auch Arbeitskräfte feien nicht vorhanden, deshalb solle die Regierung die Schulbehörde atnvcisen, etwas mehr Entgegenkommen zu zeigen. Auch die Militärbehörde möge Mllüär beurlauben zur Mitlstlfe bei der Bekämpfung des Heuwurmes. I Was für die rheinhessischen Winzer gelle, gelle auch für die an der Bergstraße. Abg. Wolf- Stadecken (Bbd.) spricht von der herrschetrden Geldkirapphcct. ’/io aller rheinhessifchen SB intet spekulierten mit ihrem eigenen Gewächs, das sie in eigenen Keltern und Kellern verarbeiteten; der größte Teil von ihnen sei schon lange ge- -nnrngen, das Rohmaterial, die Trauben, zu verkaufen. Der Ausfall in seiner Heimatgegend betrage eine Million. Zur Abhilfe der Not fei ein Steuernachlaß ein Tropfen auf einen heißen Stein. Seil 50 Jahren habe in Rheinhessen keine so große Armut aeherrschl wie in diesem Jahre, wo man nicht nur keine Weinernte, sondern auch eine schlechte Getreideernte gehabt habe. Die Regierung sei verpflichtet, nach Möglichkeit zu helfen. Abg. Best (natl) warnt vor einem Nachlassen mit der Reblausbelärnpfung und kritisiert sodann die verschiedenen Arten der Sä-adlingsbekämpsung. Die Vernichtung mit Bier sei nicht Su empfehlen, da man nach einer Berechnung 100 000 Liter Bier brauche, um 1000 Liter Wein zu retten. Auch neue Abarten der Schädlinge treten auf. An den Eisenbahndämmen solle man Hecken pflanz-n für die Vögel. Abg. Pennrich (Zentr.). Auf eine Besserung der Er- tnäge in Rheinhessen fei lange nicht zu hoffen, was zu einer Katastrophe führen müsse. Redner gibt sodann das Erträgnis an Wein in einer bestimmten Gemeinde bekannt, das im Jahre 1905 35.22 Hl. pr. ha betrug, 1910 nur noch 1,92 Hl. Der Gesamtschaden int Jahre 1910 fei auf 430 000 Mark zu schätzen, was nur auf die Rebschädlinge zurückzuführen sei. Die Parole müsse fein, zunächst Selbsthilfe, dann Staotshllfe und Gemernde- £ilfe; vor allem tue schnelle Hilfe not Dbg. Bähr (wild) hält eine längere Rede über die Bekämpfung der Rebschädlinge; er glaubt, daß das jetzige Ministerium v. Hombergk der Landwirtschaft freundlicher gegenüberstehe, als das frühere Ministerium Braun. . Minister des Innern v. Homberg k bemerkt, er wolle auf dre Äußerungen des Vorredners nicht weiter eingeben. Er müsse aber Verwahrung dagegen einlegen, wenn Abg. Bähr behauptete, daß fein Vorgänger im Amte es an Wohlwollen der Landwirt? I schäft gegenüber hätte felgen lassen. Vor allem müsse er sich aber dagegen venvahren, daß der Vorredner sagte, der frühere iDllnister des Innern fei bestrebt gewesen^ der Landwirtschaft „Knüppel zwischen die Beine zu werfen". (Zustimmung^ . x Ober-Obmen, 14. Dez. Eine hiesige jungt Frau, Deren Mann auswärts in Arbeit steht, stürzte beim Slroh- holen vom Gerüst in die Scheuertenne. Beim Fallen .te sre sich den einen Arm aus, und das Blut quoll ihr aus Mund und Nase hervor. Glücklicherweise blieb sie von schweren inneren Verletzungen verschont. 8 Vom nordwestlichen Voge 1 sberg, 14. Dtz. Nicht t ■ n -i k i- tol,r ’? "ahe vor Weihnachten, sondern vor Ostern ständen. Zu keiner Zeit des Jahres bieten die Schaufenster ber £ wild, so frühlingsartig ist die Witterung. Eine Ladengeschäfte ein so reizendes, beinahe festliches Bild, wie ^.a9c5temperatur von 8—10 Grad R. um diese Jahreszeit, das °°r Woftn°chtcn. Manl findet da wiettich- Ll-ist-rle.st.mgen j!uch?-n tefieÄ7O6t‘ w5rü«“Ä"e öec DekorallonSkunst. Hier sind die Schaufensterwände nut Tie Bienen kommen aus ihren Stöcken heraus und fliegen im grünen Reisern außgeschmückt und Watteflocken rieseln nieder, warmen Sonnenschein. Die Arbeiter im Freien und die Holz- Da steht ein beschneites Tannenböuinchen mit Glaskugeln arbeiten hemdärmelig. Frühlingswetter, wirk- in denen elektrisch- Lichtchen glühen; ringsum gruppten sich lL'dann Ostern^der °£ec O^ngUufen, als bewunderten sie die Weihnacht- spate Saat der Winterfrucht ist das milde Wetter sehr von Vor- Uche Pracht. Tort wieder kommt Knecht Ruprecht, beladen tcnl; sie nimmt zusehends eine gute Entwicklung. So schlecht mit den schönsten Spielsachen, oder das Christkind peäfentiert mUk-Sa' war, so gut ist er jetzt. Aus derartige sich in magischer Beleuchtung. Und bie^ud)DaJungen, Modemagazme, schokoladen- und Konfitürengeschäfte! Schien- gcwöhn.ichen Milde ein Rückfall mtt strenger^Källe folgt!^So?che > dert man ]o durch die Ltraßen, von Laden zu Laden, f^ ^^lerstürze find ja in diesem Jahrgange keine Selleu-Hellei^ Ill's eme wahre Augenweide. Wieviel Sehnsucht erwacht da Starkenburg und Ahcinbesfen. in den Herzen der Lllnder, vor allem in den Herzen der d- Mainz, 14. Dez. In der heutigen Sitzung btt armen Zi in der! Sie stehen vor den Scheiben, drucken Stadtverordneten-Versammlung wurde von Oberbüraer- I daran ihr vtäschcn platt und sehen voll Beivunderung a«s lueister Dr. Göttelmann mitgeteill, daß das schätzungs- ble auSgcbrcitelen — ach, so verführerisch schönen — Sachen mitgetetite Ergebnis der Volkszählung mit die in allen Farben winken: nimm mich! nimm michl! „ Einwohner zu hoch angegeben war. Die Einwohner- Fa, wenn man so mir nichts, dir nichts durch di- Scheibe m1?9* mlts.öen, Reiben Vororten 110670, also mehr hindurchgreifcn könnte! Ader die kalte Scheid? ist hart; f-e l)1 Mainz hatte im Jahre 1905 laßt nur das Auge hindurch, nicht die Land jetzt ^3ä04, also eine Zunahme von nur h3‘,ppe' >ch°n ausg-twtzt, wird da von kleinen Mädchen nicht 6406 7595 Anw°hne?geftieg^nEN°^W^PZ^^ ’üJ"ißfc oergöttirt wie spater eine Theaterdwa, die sich mehr ober 16 Proz., Kastel von 8763 auf 9671 oder 908 biloiicQ im Slaiten der Kunithandlung präsentiert. Und Personen mehr ober 9 Proz. — Der Vorsitzende ließ sich manches Lp-elzeug wird nicht weniger heiß gewünscht wie ^ch über die hervorstehenben Hu t n a d e l n der Damen aus, Ipater das große Los. Und wie mel Kindersehnsucht wird ^o^urch rn ben Straßenbahnwagen, bei Konzerten usw. ! ungestillt bleiben muffen, weil die Eltern . . . arm sind. Feil I an.~)e^c Oeute in Gefahr gebracht würben. Er hoffe, daß der Liede und Freude, schütte durch wohltätige uuö krin. oem öintoctä auf diesen gefährlichen Mißstand auch herzige Hände deinen Segen nach allen Seit n auS -- öo Abhilfe erfolge. In'einer der alle.» dorthin, wo entbehrende tirnder find! ' Stadtv. liebel Klagen über die 1 yrenoe «mdcr find, do'.zerasslstenlm Schaprro in der Jugendfürsorge vor- . . .M Igebracht. Beigeordneter Berndt erllärte daß ficki bic verein to .- g- , • "P°Ur°7 rfler1 ^anstaudunaen als gerechtfertigt herausgestellt u,!d Vor- rtiedia-itaboratürinms, gehalten 'oon P °l°swr Tr"s°'!!!°, M 8.^offenh tootöen sei, daß derartige Kille in Zu, :l>üuQtDojc,u u .ho m ne undA?chit-t! B-r-. Abends ü'/ ^t mehr Vorkommen wurden. - Kür die Kriegs- u» flroiicn llinvertuaishörsaal. 9 ' 1866, 1870/<1 wurde ein Kredft von r e । d)1 cl> 15 p e r c i n: Vortrag von Privat- -'^ark bewilligt. Es soll ben Veteranen, die sich H1/8 nf; ^ie Entstehung des Minnesanges. Abends ^^^ben, und die nicht über 1500 Mark Einkommen haben. «/, Ul)r m. (Ime Übel. . -me Ehrengabe von 20 Mark zuteil werdew In **2Sjähriges Dienstjubikäum Am Ennntnn » 9ta,rtetei1. &äHen sollen auch die, die über ben 18. Dezember werden 25 Jahre verflossen fein feitbem ^a^en-..ble>e11 Ehrensold erhalten. — Für die der dcrzertrge Oberbibltothekar Dr Emil S e ük e r le n Am i °'ts °senunterftuhung wurden lOGOu Mark bewilligt an der Universitätsbibliothek Gießen annctreten bnt «nr t bl°tC er^aUen pro Woche 3 Mk., kinderlose Ver- her an der Marburger Uneversitätsoibliothek^tälia n 4,50 ™aJ£' Verheiratete mit Kindern 6 Mark. Dic Dr. Heuser mft Wlrbrug vom^ SL Ä r w»d vom 19. Dezember bis zum 11. März U ^Ciembet lb8d ruml iur üochltcns 50 Tage gewühlt. a Dem Karuevawerei» l^bg. Eibach (fortschr. Vp.) führt aus, die Stimmung unter Den Weinbauern sei eine trostlose und zwar umsomehr, als man vielfach annimmt, daß in Zukunft Mit den gaiizen Bekämpfuugs- , - v v o Tnrrtcln nicht mehr zu rechnen fein wird. Die Folge des jetzigen empjunden werben mufjte. Unb bas untjo mehr, als es sttvillosen Zustandes sei, roie die neue Stattstck erweise, eine in dem Berick)t des Vorstandes ber Großherzogi. Zentrale der Bevoltenrngsziffer m den Weinbau treiben den Gegen-ausdrücklich heißt: „Jemehr bie Ueberzeuauna burchbringt, a '^^üesetzten Mitzentten seien die Winzer nicht baß bie Zentrale nie versuchen wirb bie auf gleichem Ge- sjsä. WÄS-Ä stewftewsW schönen Aufgabe weiter widmen. Man hat Die Ziele ber Zentrale falsch verstauben, wenn man glauben konnte, daß sie zu ihrer Organisation in bie Tätig kett ber Privatvereine störenb eingreifen müßte. Sie hat im Gegenteil ein Interesse daran, sie ungehemmt unb uneingeschränkt tätig zu sehen unb wirb bauach streben, gerabe diese, wo sie kann, zu fördern. ... In erster Linie wollen wir nicht für kranke Kinder sorgen, sondern vor allem danach streben, gesunde Kinder gesund zu erhalten." Der hiesige Verein wird seine Ziele unentwegt weiter verfolgen und hofft nach wie vor auf tattrdfhge Unterstützung seitens der Bürgerschaft, denn er ist sich bewußt, wie immer seine Tätigkeit von anderer Seite beurteilt wird, für bie bedrohte Ktnderwelt segens- voll zu wirken. Märkte. 86 48 44 39 81 69 78 78—00 39 67 66—68 67 (1433). Meteorologische veobachtungen der Station Sieben. Btetter Isis I 8 !! 91 6.8 Reg« 90 2 8 8,7 i bis 14. Dezember 10 10 10 62 62 82 77 68 61 45 37 32 29 57 50 44 90—100 78-88 72—78 Dez. 1910 i! SZ 95 83 75 2**11 744.1 9*1 741,1 7- 739,4 = -i- 6,1 *a = 4- 0,7 eC. -L hergestellt. Da es aber vielfach minderwertige Nachahmungen gibt, deren Verpackung der echten Scotts Emulsion täuschend ähnlich nachgemacht wird, so achte man beim Einkauf genau auf unsere Fischer- Schutzmarke und weise alle diese Nachahmungen zurück. — dem Lararrtie» Zeichen bei Scott» icheo Berfafcrtn»! ceocno« neuii* Der Fischer mit dem großen Dorsch auf dem Rücke« ist das Garantiezcichen für die echte Scotts Emulsion, und nur diese ist nach dem Scottschen Verfahren feinste Mast- (BoUnulchuiast) und beste Saugkälber..... 54—60 Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 47—53 Geringere Saugkälber . . ...» 42—46 Schale. Mastkämmer u. jüngere Masthammel 89—00 Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber (einerlei Verantwortung.) 14. 14. 15. Landet. — K onkurse in Hessen. lieber da« Vermögen des Fräulein Friederike Kehle in Darmstadt, Wtthelmmen- liraüe 8, wurde am 9. Dez. das Konkursverfahren eröffnet, da sie nach ihrem glaubwürdigen Zugeständnisse zahlungsumähig ist. Mautmaim Karl Dechert in Darmstadt wurde zum Konkurs» vermalter ernannt. KonkurSiorderungen sind dlS ztun 80. Dez. bei dem Amtsgericht Darmstadt 1 anzumelden. — Heber das Vermögen bvd Bäckers Jakob Bücher, früher in Sonnenberg del Ütiicabdben | und jetzt in Mainz, Feldbergsiraße 91c. 17 luuhuDaU, iDuvbe am 3 Dezember das Konkursversahren eröfjnck. Rechtspraktilanl K a 11 a »l s ch in Matitz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen sind bis zum 80. !r.ez. bet deut Amtsgericht Ala»,iz anzumelden. — Ueber das Bermöge,t des Siauhimuu» Bonaventura Volk in Mainz, früherer Inhaber der Firma 3. Bermbach & Eo., wurde am 7. Dez. das Konkursverfahren er- öffnet. Bureauvorsleher Schum m m Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 81. Dez. bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — Ueber das Vermögen des Kaufmanns Johann Nauman ui Mainz, «Ltemgaße 12, wurde am b.Lez. das Konkursverfahren ecötinet Rechtspraktikant 5 s H trolDuTIrn TMS «SgE boTTrtt, «tiRrn st« Mt tx tttrnt SZ ®rSanfle d°k SButiitian» m bet ^rvjcUDabanbluno & m n? modjt gtaen Me QHauWuflWrit brf Beno™ Sttinbcra oelt nb bnß flu“n tiefen einmal em Mrinkinbsmr. ™ gei* vd>t%abe, baS allcrbiugs mit (einer Srerjprechuna 5,3 ; 6,0 91 5.8 6,4 ! 93 8,7 | 5,4 00 Höchste Temperatur am 13. Niedrigste , , 13. Nieder,chlaq — 0,0 mm. Schweine. Vollsteifchige Schweine bis zu 2 Zentner Leoendgewicht........51—58 BoUsteifchige Schweine über 2 Zentner ilebendoewicht ...... 51—53 66 u8 Fleischige Schweine ...... bO—51 64—66 50 ,66 Ueberfianö: Rinder Ueberftanb, Kalber langsam geräumt, .mtrhe die Stadthalle für die Fastnacht »zelt zu 4000 Mars 17 ruiu-trt, au dem FustnachtS-Mvntagzug gibt die Stadt mai Zuschuß von 3( 00 Mark. , ruiat L) Kreis Schotten. r Schotten, 14. Dez. Aus Anlast der kürzlichen flwlbenen Hochzeitsfeier hat der Großherzog 1 £fTrn Karl Kaufmann und Frau fein Bild mit eigen- 1 sündiger Namensunterschrift überreichen lasseu- arriA Junge, fleischige, nicht auSgenräslele und ältere auSgeinäslete...... 42—46 81—84 Aiagtg genährte junge und gut ge- nährte 88—41 76—79 Färsen, Kühe. Pol!fleischige auSgemcrstete Färsen höchst. Schlachtiveries . . . . . . . . 42—49 76—86 ^ollsieischige ausgemäslete Kühe höchst. S<1)lacht»veries bis zu 7 Fahren. . 36—39 69—70 Aeltere ausgemäslete Kühe und wenig gut eniividelte jüngerekühe u. Färsen 30—85 60—67 Ptätzig genährte Kühe imö Färsen . . 28—30 60— 62 Kälber. » Erne Sekte von Langhaarigen. In London voll- Afebt sich eben eine Ueberfchwemmuag von Angehörigen einer äekte, deren Gläubige schon durch ihr Reicheres besonders kenntlich sind. Hauptgiundsatz dieser Sekte ist nämlich das Tragen langen Haares und langer Bärte. Tie Sekte verkündigt u. a., 096 es bloß 144 0 .0 auserwählie Kinder Gottes auf Erden gäbe (offenbar die Bekenner der Sette), alle übrigen Menschen seien Ungläubige. Der Sitz der Sekte <ür Engländer befindet sich m dem Kbon1 gelegenen dreier. Ihr Uisprung führt aber nach Amerika, der (im- itehungHs'.atte so vieler neuer Sekten. Schale Üeuerflanb, Schweine Uebersland. Limburg a. d. Lahn, 14. Dez. Frachtmarkt. Dr^ch- schnittsprcis pro wtalter. Roter Leizen (nasiauifcher) 16,80 Llk^. weiger Leizen (anqeboute Fremdsorte) 15,80 Alk^ Siorn ll,U0 JLiL, Gerste: Futtergerste 9,00 Mk., Braugerste 11,26 Wit, Hafer üJlt. 7,00 Erbsen 0,00 ÜJltN Kartoffeln 6,60-6,60 Alt 56 langen L«... --------------- . , , Rückfahrt nach Bonn Beamte uns Fahrgaste der Kleinbahn in ganz unerhörter Leise terrorisiert. Den entaegentommenben Zügm wurden die Scheiben eingeschlagen, die Beamten wurden oesch impft und in dem Studenten^uge selbst herrschte völlige Anarchie. Schon kurz nach der Abfahrt des Sonderzuges, war keine Scheibe mehr ganz, das Licht wurde ausgedreht itnb die Beamten waren völlig wehrlos in den Händen der Studenten. Eimge von ihnen versuchten die Kuppelung der Wagen zu Wien und die übermütigsten begaben sich sogar auf die Lokomotive, wo sie die Ventile öffneten und anderen Uniug_ trieben. Das Gericht sah trotzdem damals wie heute eine Transportgefährdung nicht als erwiesen an unb so wurde auch heute der hierroegen angctlagte Studiosus Quester freigesprochen, während die des groben Unfugs Überführten beiden anberen Angeklagten zu 50 bezw. 30 Mark Geldstrafe verurteilt wurden. kirchliche Nachrichten. Lvangeujche Gemeuioe. 7"TonnerStag den 15. Dezember, abends 8 Uhr, im MatthäuSaal: Bibel stunde. (Bilder aus der Apostelgeschichte.) Pfarrer D. Schlosser. JsraelMsche tUUgEgemeinde. 6ottesoieii|i m oer ^huagoge (Süd-Anlage^ SamStaq den 17. Dezember 1910 : Vorabend: 4.30 Uhr. Morgens: 9.00 Uhr. Nachmittags: 8.80 Uhr. SchrifterNürnng. Savdaiausgaug: ö.l® Hqu 3$raelUud>e urnyioiisgeleUHflft 6oUe«bienft 8 addak ler am 17. Dezember 1910 Freitag abend 4.00 Uhr. Samstag morgen 8.30 Uhr. Sanisiag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbal-AuSgang 5.15 Uhr. Woctsengottc-diensi: AiorgenS 7.10 Uhr, abends 7.00 Mr. abmendroertey yeripm. 111 iuub « lu* Dir reiche", der Alkohol ist das grötzte Gift. Bedenke bie Worte des groben Lollsbichters Pet. Rosegger: Aller Laster werben gv- chmiebet in ber blauen Flamme des Alkohols. — Ganz er- (hrecfenb nimmt aus bem Dorfe bie Trunksucht zu, und an Sonntagen wimmelt es von Besoffenen. — Der Staat bestraft bie Benührer, die Majestätsbelerdiger, die Gotteslästerer, die Berläuuiber, aber den Betrunkenen, in bem alle diese Laster sich vereint zeigen, bestrast er Nicht, Was mutz bocb die Be. sosfenheit für eine heüiae Sache (ein,, dast sie bet Verbrechen jdDft ber Richter als Mübermigsgrmib gelten lätztl (AuS dem Sünberglöckel von Rosegger).F- TBenbeHn Ne hm In Mainz wurde zum Fonfirrtnerroairrt ernannt konkurSfotderungen sind biÄ zum 8L Dez. bei dem AmlLgertcht Mainz anAumelden. . , . — D t e Sparkassen i m Deuts chen Reich, mach amtlichen Ermittelungen bestanden im Deutschen Reich zu An ang beo vortgeii Jahre« 8u06 Sparkassen und 7055 Sparkafsensilialen, darunter 2774 bezw. 6743 öffentliche. Tie Zahl der Spartas en- bücher betrug 19 815 329 (gegen 19 291 320 ,m.Vorjahre), da« Gesamtguthaben der Einleger betrug 14 652 555 000 Ult (gegen 18 920 609 000 Alk. iin Borsahre). Während des Fahres 19 8 hat daS Chnlege rguthaben zugenommen durch neue Einlagen um 3 549 491 ulU WIL durch ZimenAiüchlag um 441 811 000 Mk? da» gegen abgenommen durch Rückzahlungen um 3 357 449 000 'Mk. Auf baJ Eingesandt in Rr. 293 Jdrc, geschSStcn Blatter erlaube ich mir ergebenst zu bemerken, baß ber B or fa 11 i n Grosten-Buseck, bem ein junge« Menschenleben zum Opfer fiel, nur einen kleinen Beitrag barstellt von Unglückssallen ufw., bie ber hochgepriesene Dolkssreunb Alkohol zeitigt. Lacher-1 Uch ist eü, der Polizei Borwürie zu machen: oder sollen diese Beamten ihr Leben den im Alkohol unzurechnungSsähigen Men- idben opfern? Nein, lieber Derr Einsender. Es yibt em leich- teres unb wirksameres Mittel, Besserung SU erzlelen. . Mcrbe den Alkohol unb gib Der Jugend ein gutes Beispiel. ES ist nach- gewiesen, baß von 773 wegen Körperverletzung rn Mannerzucht- , Häusern bcsindlichen Insassen 575, alfo ^4,4 ^nnta:, davon 4 18 Gelegenheit^- und 157 Gewohnheitstrinker waren unb es ist durch Statistik festgestellt, baß in den 3 Tagen von Samstag bis Montag genau doppelt soviel gefährliche Körper- Verletzungen als an den vier übrigen Wochentagen zusammen begangen werden. Medizinalrat Ferti g in Wo r m s hat vier Fahre lang, vom 8. November 1890 bis 7. November 1900 die sämtlichen ReguisitionSzettel gesammelt, durch die er in [einer Eigenschaft als Kreisarzt vom Kreisgesunbheitsamt WormS zur amtlichen Untersuchung aufgeforbert wurde. Es war ein Leichtes, aus diesen Zetteln, die den Tag der Verletzungen enthalten, M-----TlrAiofe AMon RArtnor Kom^fhlö^nkn sestzuftelten, an roeldjcn Wochentagen die Körperverletzungen, die PrOjCB gegen öonner NOlpdflUveilie». cin anUlid)Cd Einschreiten morberlid) machten, begangen worden < Sonn, Derember. waren. Es wurden begangen: Montags 125, Dienstags 69, Unter dem Vorsitz deS Landgerichtsdirektors Ttelemann gy, Donnerstags 62, FreitagS 48, Samotags 103,1 wurde heute ein Nach Piel zu bem grosten Stubentenprozetz ver- Sonntags 254, also mehr als ber dritte Teil sielen aus handelt, der am 1. Juni b. I.. bie Strafkammer bes bieiinen Sonntag. Landgerichts bdcfiäftigte unb mit bet Verurteilung einer ttn- bi^c oftym nicht $n denken Anlaß und ist e5, zumal zahl Bonner ^tubenten wegen den bekannten Ebin Mensch vor ben Alkoholikern und erblich Belasteten, Ll der SambnttaBenbabn ^11—©obe^berg—Reblern «ibctc. 0« ebensaUs ber Alkohol bie Lauptursache ist, sicher 3n jenem Prozeß fehlten drei Angeklagten Swbenten, bie I )etnc3 gei_n [ann# nicht Pflicht eines Jeden, Vorbeugungs- Kegen sie schwebende Anklage konnte daher erst heute zur mittd su ergreifen? Meide ben Alkohol in jeber Form und tebiguna gelangen. Es waren dies die Studenten O lie ft er auS Tropfen! Denn bie sogenannte Mäßigkeit schützt Trier, Weill ans Münster r. W. unb B a u m a n n aus Buenos Unmanigteit (jeber Trinker hatte ben Vorsatz Der Müßig- wie die Strafen der Gelegenheitstrinker und bie tägliche »ach Gobesderg, bet am 4. Dezember v. I. l^tttanb, deieMgt. ^.-aI)rung beroeiieit Gib burch Abstinen- der Jugend ein nach- Leute hatten unter dem Einftutz des Alkohols aus bet " Beispiel. „ES ist Arznei, nicht Gift, maS ich gintirt unh »lcabraa te der Kleilibabn in arnncnsrouLic» «v iv« __-c... »ochschulftreit in hanover. Dem Professor ber hiesigen Technifcheu Hochschule, dem Veh. Regierungsrat Barkhausen, der nach dreißig- jähriger Tätigkeit auS dem Lehrkörper der Hochschule ausgeschieben ist, brachte, wie uns der Draht unterm 14. meldet, der Stuoentenverband am Samstag abend einen Fackelzug. Gleichzeitig wurde von dem Verband eine Entschließung gefaßt, in der es heißt, daß ber Abschied des Professors im Zusammenhang mit seinem energischen Eintreten für die akademische Lern- und Lehrfrei h e i t im Gegensatz zu anderen Bestrebungen in seiner Abteilung erfolgt. Die Studierenden hielten es für ihre Hslicht, für die deutsche akademische Freiheit in jeder Weise euizutreten. Infolgedessen stellten einige Pro- fejjocen, gegen die sich die Kundgebung in erster Linie richtet, ihre Vorlesungen an der Technischen Hoch- schule einstweilen ein. .... . geenbd^abe^ Steinberg tritt diesen Angaben mit Ent- rastun^enwc?en ES habe nieinalS ein soläjes Verfahren gegen , ------— - Krcis Nricdbcra " I ihn geschwebt, es könne also auch keine Freisprechung slattgHunben lircij lyncoucrg. | v* «j nur einmal jemand gegen ihn eine ixmun* L. Stieb berg, 14. Dez. Die eben >m Bau begriffen die abfolut kerne weiteren Fvlgcu sür chn : ü'L'Lr-iLLs „„Bank, to» X. >4«. B-iMäLl'tK4£l>SiA I-,.«.«!■ i «uffteUung b-S Ganzen kannte rasch voran,chrnten. Tae volzbcm unt> befunkt. bo6 er m ben TLoabun i -innere beS Ncubaue, ist set>r geräumig unb lustig. — Der in keiner Weise bctcUigt aeioesen fei. Er sei in baä in TurmeShöhe erbaute Schorn st ein der HeizungS- tz>ewühl hincingeraten unb, ba er nnt seinem SteUmv m ) gnIoge unserer Stabtkirche ist nun vollendet und dad schnell genug vonoätts wmnien^Traut 6trüil bereits abgebrochen. Alle sonstigen änderen ?lrbeiten ^^(‘o^nu&We Davon, baß er nach iwm ersten Uitn- ber Anlage, bie bem gothischen Style der Kirche Rechnung Polizei unter einen Wagen gdrodjeri sei und ragen, sind seit einigen Tagen vollendet. von einem Poli-eioffizier mißhandelt wurde, weiß ber Beuge Hcsitn-Nasiau. nichts. V Marburg, 14. Dez. Die Stadtverordneten Belastend für den L^enWNeistd^u^^^neSSchud. j grnciimlgten ein Lrlsstatut betrefsend die Sü r s ° rae sür mannz I r n^r ^^n mitten miter der ^en^ 1 , Hinterbliebenen der Lehrer an der hohe- fthen und gcyvn , *en Mädchenschule und gaben ferner der Regelung bekannten 9ius „ b Schankwirts Pilz be- der Umzugskosten, Tagegelder und Reisekosten sur die E« "nrd t»nn tmebei bet SaU bei ^r^nb(n Lehrer an ben Botts,chulcu chre Zustuumnum Eine fW»en, Be|^ Glaser Marnnge ist melyriad) in flabe der Lehrer der Oberrcalschule wegen Nachzahlung der ® ' (cn unb Berdanblungcn der Strcitnidcn mit i Bt-'oldunaszulagen wurde an ben Magistrat verwrefen. Arbeitswilligen angehürt. Die Arbeitswilligen i el— —---- ----------- '’ f» «7 in (rim>erfter Weise bedroht worben, unb u>er von ben Die oderhejsischen volkrzahlungöergebrlljse. lüften für he Partei nahm, fei verhauen unb binaudgemmiai Kreis Aisfeld. worben. Auch der Zeuge ist befchimpn warben, als er ^gegen Bemeinbe Ruppertenrod, üahl ber Daushaltungen 139, protestierte, baß .^'^tsmllligen ati „A°skerll unb „J I .715. davon sind 716 -vungeluch. 1 btiol«* ^dd.nd^nmrb» ®« Wert I ’ Kreis Düdinaen. Achlgvofchenjungen bezeichnet. Gemeinde L-in-G r ü n d a u. Zahl ber Sanrhaltungen Tie sehr ei"S-h-"den S^u^irugen bes Zengm^ nck« 153 Eimiwhnerzahl 736, bauen sind 718 toangeltjd), 2 tatho- cnerguchen Protest bcs auf bei «nna^aM l^iaiOT uai^i Uto' 15 idiaelmid) unb 1 ebne itonfefiwn. (1906 : 702.) Pilz hervor, betten „b^ . Ä (Semeiiibe Mittelgründau. Zahl bei Daushallungen Betragen des Zaigcn barlegt, daß b^ei die von chm gelt dr^ 115 Siti'vohnerzahl 654, daran sind 634 evangelisch, 12 kalho. Btorgänge tn einem ""deren Bicclolal mitcrlebt haben », W mst> 8 israelitisch. (1905:693.) da er ein anderes Lokal schildere. KrctS Friedberg. I Nachdem bann noch einige wettere Zeugen »nm chlgemcmen ©emeinbe Beienheim. Zahl bet vaushaltungen 199,! Test der Anklage vernommen roami, beWoß baa M 4(9&5t”D449,)ittb 466 U,an9tm 6 “"^häte^^lS^nnfGan'out'ber 6«ft Gemeinde Groß-Karden. Zahl der HanShaltunaen 309,1 zu entlassen unb vertagte dann die weiteren BerHand ungen «nwohiierzahl 1400, davon find 1260 evangelisch, 40 kcttho- ans Freitag 9Vi Uhr. §ch, 1UU israelilifcä. (1905: 1402.) f Gemeinde OpperShofem Zahl ber Haushaltungen 136, Einwvhllerzahl 690, davon füib 2 evangelifch, 688 kalholüch. (1905; 652.) AnS dem übrigen Reich. Bürg ermeist er ei Schöffengrunb. Einwohnerzahl 6107 (1905: 5637.) Donbabcn 789 (695); Griebelbach o285 (270); Kraftsolms 457 (418); Kröffelbach 416 (401); Sauf» hort 614 (585); Nauborn 1262 (1129); Neukirchen 257 (220); Meberouenibach 290 (266): Nieberwetz 427 (413); Oberquembach 310 (319); Oberwetz 283 (261); Schmalbach 717 (660) Bürgermeistereien Abbach undLaunsdach. Einwohnerzahl 10 434 (1905: 9716.) — Bürgernieisterei Atzbach 7159 (6688h Atzbach 927 (878); Dorlar 726 (691); Dmenhofen 1257 (1102); Garbenheim 951 (846); Kinzenbach 724 (/19); Krofborf 1754, Gleiberg 415 (2089); Vebberg 405(363) — Bürgermeisterei Launsbach 3284 (3028) Launsbmh 730 (672); Dbeubaufcn 459 (419); Salzböden oÖ3 (504); Wißmar 1592 Das beglückendste Weihnachtsgeschenk für die Familie ist ein „buen reliro“. ein „Ruhhaus“. ein „Eigenheim“ im idyllischen Hochwaldhausen. Erholung von der Arbeit, Genuss herrlicher Landschaft, reiner Gebirgsluft in Kühe unc Ltllltz. — irn Winter Schneesport! Ein Bauplatz Mk. 1500.— (600 qm) ein Sommer il Winter bewohnbares Landhaus schlüsselfertig nach Entwürfen Giessener Architekten ftir 6000 Mk. In Summe Mk. TüOO.—, das sind ML ü7.\— Jahreszinsen. Nähere Auskunft erteilt Herr J. Rosentlial Goethe Strasse 6a Telephon 491. (Dw,ti Sanatorium Lindenfels I zwischen Darmstadt—Heidelberg, 400 m hoch heul, gelegen. Folgenschwere Minenexplosion. Wiederum tumnit die Nachricht von einer folgenschweren Minenexplosion aus den Vereinigten Staaten. Der Draht meldet uns darüber. , Norton (Birginien), 14. Dez. Infolge erner Ex- vlosion einer der Bono-Coal Eompany gehörigen Mrue m der 9iäl)e von Tacoma wurden 26 Bergleute verschüttet. Gegen 20 (ollen tot Jein. Norton (Virginia), 14. Dez. Nach den neuesten Feststellungen find bei der Explosion der Mine der Bouo- Loal Company 25 Bergleute getötet worden. Die Moabiter Sttatzenttawalle vor Gericht. 4 Berlin, 14. De-. Die gestrigen Sturmszenen im Neictjslage, bie infolge der erneuten Stellungnahme deS Reichskanzlers zu den E.O Wiesbaden. Diehhoi-Marktbericht vom 14. Dez, Austrieb: Rinder 72, Kälber 201, Schafe 57, Schweine 379. Tendenz: Rinder langsam, Kälber flau, Schafe mMelmäßig Schweine gedrückt. Preis Turch» pro luu Pfd. fchnlltspreiS fccccnb' «sck-iacht- pro luu Pfund Ochsen. sevichk « r