Erstes Blatt 16V. Jahrgang Freitag Ab. August 1S1V XlUMiWti® c.°d^ Mr W SIC 81^. 11 iLX ^1 11 1*II11 I SSTS“«™“®. SSX | W T ■ ▼▼▼ ■ hl v ▼ >W v > für die Redaktion 112, iXJr WjF Verantwortlich für den ZUU General-Anzeiger für Sberheffen ZW HS =öermm9a^Tü^ Rofaflo«st>ni(f unb Verlag der vrShl'sche« Univ.-Such, und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition UN- Druckerei: Schulstratze 7. H.° Beck. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Zschopau-Marienberg. Den sieben Siegen, die die Sozialdemokratie seit dem Rücktritt des Wrsten Bülow und der Verabschiedung der Reichsfinanzresorm des blau-schwarzen Blockes bei Nachwahlen zum Reichstage erfochten hat, reiht sich jetzt als achter der in dem sächsischen Wahlkreise Zschopaw-Mcrrien- berg an. Und wenn man in bürgerlichen Kreisen noch bis zum letzten Augenblick gehofft hatte, daß entweder der Antisemit Fritsche oder der Fortschrittler Brodaus mit dem sozialdemokratischen Kandidaten Paul Göhre wenigstens in die Stichwahl gelangen würde, so ist diese Hoffnung zu Nichte geworden. Die Sozialdemokratie gewann Zschopau- Marienberg auf Anhieb, da es der Kandidat der Antisemiten Fritsche nur auf 4544, der Kandidat der Fortschrittler und Nationalliberalen nur auf 4672 Stimmen brachte, während der Sozialdemokrat Göhre 14 443 Stimmen auf sich vereinigte, — ein Ergebnis, an dem die bis jetzt noch ausstehenden Ziffern einiger kleiner Wahlbezirke nichts mehr ändern können. Freilich, wird man einwenden, der Wahlkreis Marienberg-Zschopau ist für alle Parteien stets ein sehr unsicherer Besitz gewesen. 1871—1877 war er nationalliberal vertreten, 1878 sozialdemokratisch, 1881 freisinnig, 1884 bis 1893 besaß die Reichspartei das Mandat, 1893 wurde ein Konservativer gewählt, 1898 und 1903 wieder Sozialdenw- kraten und 190/ bei den Blockwahlen Zimmermann, dessen Tod jetzt eine Nachwahl nötig machte. Aber den jetzigen sozialdemokratischen Erfolg mit dem Hinweis auf diese Unbeständigkeit der Wähler verkleinern zu wollen, nur weil den bürgerlichen Parteien das jetzige Wahlergebnis in Zschopau-Marienberg überaus unangenehm ist, wäre übel angebracht. Denn mache man es sich doch klar: bei einer Abgabe von 26 033 Stimmen bei den Blockwahlen von 1907 brachten es dort die vereinigten bürgerlichen Wähler auf 14 732 Stimmen, während der Sozialdemokrat Göhre damals nur 11281 erhielt. Diesmal erzielten bei einer Abgabe von 23 659 Stimmen die bürgerlichen Kandidaten zusammen nur 9216 Stimmen, während auf Göhre 14 443 fielen. Das bedeutet, daß erstens, da die Sozialdemokratie den letzten Mann heranzu^iehen weiß, rund 3000 bürgerliche Wähler zu Hause blieben, und daß .zweitens 3000 andere, die 1907 noch gegen den Sozialdemokraten gewählt Hattern, ihm jetzt ihre Stimme gaben. Somit beziffert sich der Verlust, den die bürgerlichen Parteien hier wieder zugunsten der Sozialdemokratie erlitten, auf rund 6000 Stimmen, — zweifellos eine Folge der Reichsfinanzreform und der damit verbundenen .Parteizersplitterung. Die Sozialdemokratie triumphiert und wird nur bedauern, daß sie diesen ihren achten Wahlsieg nicht noch für ihren Parteibericht verwenden konnte, in dem sie sich ganz ausführlich mit den Nachwahlen zum Reichstage beschäftigt und nachgerechnet hat, daß die bürgerlichen Parteien dabei einen Verlust von 49 827 Stimmen hatten, dem ein Gewinn von 26 327 sozialdemokratischen (Stimmen gegenübersteht. Das bedeutet also für die Zeit nach der Reühs- finanzreform eine Verschiebung der Volksstimmung zu- aunsten der Sozialdemokratie um 76154 Stimmen oder mit Zschopau-Marienberg um 82154 Stimmen und stellt damit für die kommenden Reichstagsneuwahlen der Sozialdemokratie die günstigsten Aussichten. Der „Genosst Paul Göhre ist übrigens Revisionist. Schon als junger Student der Theologie in Leipzig schwärmte er für soziale Ideen und schloß sich als Pfarr- Die kaiserliche Zamiiie in Königsberg. Königsberg, 25. Aug. Der Kaiser hörte heute morgen den Vortrag des Hhefs des Marinekabinetts. Um 11 Uhr vormittags oesuchten beide Majestäten, der Kronprinz, die Prinzen Eitel Friedrich, August Wilhelm, Adalbert und Oskar das Kneiphöfische Rathaus, wo sie am Portal vom Oberbürgermeister Körte, Äadt- verordnetenvorsteher Kröhne und den anderen Herren der Stadtverwaltung empfangen wurden. Die Kaiserin nahm ein Bukett aus den Händen des Stadtverordneten-Bor- stehers entgegen. Die Majestäten wurden durch das schöne alte Vestibül mit alten, eichengeschnitzten Ballustraden, hinaufgeleitet zum Magistvatssitzungssaal, wo unter einem Baldachin zwei Thronsessel ausgestellt waren. Zugegen waren u. a. der Oberpräsident v. Windheim, der Fürst zu Fürstenberg, Polizeipräsident von Wehrs und die städtischen Körper- schaften. Der Oberbürbermeister hielt eine Ansprache und bot dem Kaiser einen Ehrentrunk dar. Der Kaiser erwiderte mit einer Rede und trank aus dem Pokal. Die Majestäten nahmen dann die Vorstellung der Anwesenden entgegen und trugen sich in das neu angelegte goldene Buch im Zimmer des Oberbürgermeisters ein. Kurz vor 12 Uhr begaben sich die Majestäten nach dem Landeshaus. Der Kaiser hat bei seiner Anwesenheit in der Proviitz Ostpreußen zu den Herbstmanövern eine große Anzahl von gehilse an Stöcker an, um dann für 3 Monate den Talar auszuziehen, als Fabrikarbeiter in Chemnitz die Leiden und Freuden des vierten Standes an der Quelle zu studieren und darüber in einem Buche (1891) Rechenschaft abzulegen. Dann fungierte er, inzwischen Pfarrer rn Frankfurt a. O., als Sekretär des evangelisch-sozialen Kongresses, wo er einer der radikalsten war und, als die Scheidung zwischen Stöcker und Naumann erfolgen mußte, sich auf die Seite Naumanns schlug, mit dem und Maurenbrecher zusammen er die national-soziale Partei gründete. Ohne irgend welchen Einfluß auf das politische Leben zu gewinnen, siechte diese Partei, nachdem Göhre und Maurenbrecher zur Sozialdemokratie übergegangen waren, bald dahin, und ihre Reste fanden dann bei der nun in der Fortschrittlichen Bolksparter aufgegangenen Freisinnigen Vereinigung Unterstand. Von der Sozialdemokratie wurde der Pfarrer a. D. Paul Göhre 1903 unter beispielloser Begeisterung für Mitt- weida-Limbach in den Reichstag gewählt, aber die Mit-f arbeiterschaft Göhres an Hardens „Zuttrnft" führte schon auf dem Dresdener Parteitage zwischen ihm und Bebel au solch scharfen Auseinandersetzungen, daß Göhre, als die von der Parteileitung gegen ihn gehetzte Preßmeute sich fortgesetzt an seine Fersen heftete, einstweilen den Geschmack an der Politik verlor und sein Reichstagsmandat, noch »ehe er es überhaupt ausgeübt, niederlegte. In Zehlendorf bei Berlin weiter literarisch tätig, näherte er sich dann wieder der Sozialdemokratie, die ihn an Rose- nows Stelle bei den Blockwahlen von 1907 für Zschopau- Marienberg auf den Schild erhob, wo er aber gegen den Reformer Zimmermann, wie bereits erwähnt, unterlag. Der Ausgang der Wahl in Zschopaw-Marienberg bedeutet für die bürgerlichen Parteien wieder eine Mahnung! Sie müssen sich fragen: wollen wir der sozialdemokratischen Partei auch ferner solche Förderung zuteil werden lassen? Wer diese Frage verneint, muß die bisherigen Schlagworte aus dem politischen Leben fortlassen und die Siedehitze, bei der alles verdorrte, auch die Hoffnungsblume des Liberalismus, zu einer erträglichen Temperatur herabmindern. Auszeichnungen verliehen. Bei dem Empfang am Rathause führte der Oberbürgermeister aus: Er danke für den Besuch der Majestäten und der Prinzen, er danke für die Fülle der Gnadenbeweise an die Mitglieder der städtischen Verwaltung, besonders an solche, die im Ehrendienst tätig sind. Gute erste Tradition'en seien es, die die Stadt mit dem Herrscherhaus verbänden und die Vertretung der Stadt auch bei ihrem täglichen Arbeiten mit Liebe und Dankbarkeit zu diesem Hause erfüllten. Als erster preußischer König, als erster deutscher Kaiser und als erste preußische Königin betraten die Majestäten das alte schlichte Haus von 1695. Der Redner erinnerte an die Vereinigung der drei Städte zur Stadt Königsberg unter König Friedrich I., an das erste Auslaufen der kurbrandenburgischen Flotte ans Pillau, an Steins Werk und an die schwere Zeit vor 100 Jahren und wies auf die unendliche Liebe des Volkes zu den Hohen- zollern hin, die in Königsberg immer lebendig gewesen sei. Der Kaiser über Königsberg und seine Entfestigung. Der Kaiser erwiderte auf die Ansprache des Oberbürgermeisters int Rathause: „Im Namen Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin und in meinem Namen danke ich Ihnen von Herzen für die erhebende Ansprache, in der Sie uns in beredten Worten euren kurzen Abriß der Geschichte der Stadt Königsberg und ihrer Bürgerschaft gegeben haben. Ich sehe mit Befriedigung daraus, dcrß in den Reihen der Königsberger Bürgerschaft die Pflege der Tradition und der Geschiclste lebendig ist. Die Traditionen und die Geschichte der Stadt sind alt und ehrwürdig und vor allen) Dingen innig mit urrserem Hause verknüpft. Es ist mir eine besondere Freude, Ihnen allen, meine Herren, unseren gemeinsamen Dank aussprechen zu können für die h ervorr agende Hal- t u n g und den begeistetten Empfang, den wir allerotten hier in der Stadt bei Jung und Alt gesunden haben. Es zeigt sich eben dabei, daß das Band zwischen den Königsbergern und ihrem Königs hause doch ein ganz besonderes, i st, das sie vor anderen Städten der Monarchie auszeichnet, und daß günstige und innige Beziehungen zwischen meinem Hause und der Stadt bestehen, die sich nicht erläutern!, nur fühlen lassen. Wie der Herr Oberbürgermeister schon erwähnt hat, ist seitens! meiner Vorfahren wiederholt für das Wohl der Stadt eingcgriffen worden und sind der Stadt Vorteile daraus erwachsen. Es ist mir eine besondere Freude, daß es auch mir möglich gewesen) ist, den langgehegten Wunsch der Stadt auf Vergrößerung durch die Entfestigung entsprechen zu können. Es ist gewiß, das werden Sie begreifen, vom militärischen Standpunkte immer ein gewisser Entschluß, wenn eine Grenzfeste ihrer Wälle teilweise entkleidet werden soll. Ich habe aber doch die feste Zuversicht, dan mit Gottes Hilfe und der Vottrefflichkeit meines Heeres, von der Sie eine Probe gestern gesehen haben, es auch fernerhin ge- Ung:, den Frieden aufrecht zu erhalten und falls es uns doch einmal beschieden ist, uns für unsere Existenz schlagen zu müssen, daß dieostpreußi sch en Regimenter genüg en werden, um Wall und Graben zu ersetzen. (Bravo!) Es wird durch die Entfestigung Ihnen allen viel lohnende Arbeit erstehen, und Sie werden interessante Ausgaben zu bewältigen haben. Möge die Bürgerschaft opferbereit und op,erfreudig sein und dem bewährten Führer ihrer, städttscheu Arbeiten, dem Oberbürgermeister, folgen und mögen die Hoffnungen, die Sie an die Erweiterung knüpfen, in vollstem Maße in Erfüllung gehen, so daß um die alte Stadt der reiche blühende Kranz der Neustadt sich legen und Königsberg zu einer der schönsten Städte der Monarchie machen möge. In dieser Hoffnung trinke ich auf das Wohl der Stadt." Als das Kaiserpaar und die fünf Prinzen Beim Lande sh aus e vorfuhren, wurden sie von dem Vorsitzenden des Provinziallandtages, Wrsten zu Dohna-Schlo- bitten, dem Vorsitzenden des Provinzialausschusses, Rittergutsbesitzer von Röben-Laargarben, und dem Landeshauptmann von Berg empfangen und nach dem großen Sitzungssaal geleitet, wo die Vertreter der Provinz sich auf gestellt hatten. Wrst Dohna-Schlobitten begrüßte den Kaiser und Das alte piastenschioh in Posen. Die Tatsache, daß das neue Posener Kaiserschloß in rein romanischen Formen erbaut ist, mag daran erinnern, daß die Stadt Posen ein Schloß besitzt, das noch aus dem wirklichen romanischen Zeitalter stammt: es ist das alte Residenzschloß, das sich auf dem Schloßberg erhebt, und an das sich von allen Gebäuden Posens die reichsten historischen Erinnerungen knüpfen. Die historische Ueberlieferung verlegt, wie A. Warschauer in der Zeitschrift „Aus dem Posener Sanbe" mitteilt, seine Entstehung in die Mitte des 13. Jahrhunderts, in eine Zett, da die deutsche Kolonialstadt auf dem Westufer der Warthe angelegt wurde und das Zentrum des städtischen Lebens dahin überging. Die Burg schloß die neugegründete Stadt im Westen ab, und bildete gewissermaßen ihre Zitadelle. Solange das Land eigene Wrsten hatte, also bis zum Ende des 13. Jahrhunderts, blieb es ihre Residenz. In den unterirdischen Verließen des mächtigen Baues soll der letzte dieser Piastenfürsten, Przemisl II., feine Gemahlin Ludgardis, eine mecklenburgische Prinzessin, haben erdrosseln lassen. Als mit der Entstehung des Königreichs Polen (zu Anfang des 14. Jahrhunderts) die Residenz nach Krakau verlegt wurde, nahm der General- starost von Großpolen als Stellvertreter des Königs seinen Sitz in dem Posener Schloß, das damit zugleich Sch des höchsten Gerichts wurde. Zum ersten Mal wurde das Schloß am Ende des 14. Jahrhunderts zerstört in den Kämpfen der Grzymala und Naleez. Ein vollständgier Neubau wurde am Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet, aber schon 1536 fiel er dem großen Brande der Stadt zum Opfer. Ein abermaliger Neubau umfaßte vier große Gebäudegruppen mit gotischen Giebeln. In den wechselnden Geschicken der Schwedenkriege tauschte das Schloß ebenso ost wie Stadt und Land seine Herren. Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg nahm es 1656 ein, der alte Derfflinger lagerte darin und später auch der Schwedenlönig Karl XII. Auch unter der Herrschaft der sächsisch-polnischen Könige war der Burg keine friedliche Zeit beschieden August III. legte eine Besatzung hinein, die aber mit ihrem Kommandanten, dem Grafen Seydlitz, von den Truppen des konföderierten Polen vertrieben wurde. Als die Kriegszeiten zu Ende gingen, war das alte Piastenschloß eine Ruine. Zu einer Wiederherstellung kam es erst gegen "Ende des 18. Jahrhunderts, als Kasimir Baezynski, der Generälstarost von Großpolen, das Schloß aus eigenen Mitteln wieder aufbaute, wovon noch heute eine lateinische Inschrift Kunde gibt. Diese Erneuerung gab dem Gebäude im allgemeinen die Gestalt und Ausdehnung, die es heutzutage besitzt. Die preußische Regierung brach im Jahre 1794 den Gefängnisturm ab, restaurierte den in Trümmern liegenden linken Flügel und bestimmte das alte Schloß zum Sitz der höchsten Gerichtsbehörde. Erst als 1883 das neue Oberlandesgerichtsgebäude auf der Friedrichsstraße erbaut wurde, verlegte man das Staatsarchiv für die Provinz Posen in das ehrwürdige Gebäude, das wie fein anderes die steingewordene Geschichte seiner Stadt und seines Landes darstellt. * R. B. Darmst ad t, 25. Aug. Das Großherzogliche Hoftheater wird am Sonntag, den 4. September, seine neue Spielsaison eröffnen und zwar mit Salevhs Oper „Die Jüdin". In dieser Eröffnungsvorstellung toer- den zwei neue erste Kräfte auftreten, in der Partie der „Recha" die anstelle der Frau Morny engagierte neue Primadonna Frl. v. Sugh und als „Eleer Orte (Dienststellen), an denen Kantinen errichtet sind. In dieser Nachweisung ist kurz anzugeben: die Art des Wirtschaftsbetriebes, Höhe etwaiger Pacht, was für warme Mahlzeiten und zu welchen Preisen verabfolgt werden, in welchem Umfange von der Einrichtung seitens der Bediensteten Gebrauch gemacht wird; b) eine Nachweisung der Orte, in denen die Verpflegung durch die Bahnhoss- wirte von Eisenbahnbediensteten in Anspruch genommen wird. Hierbei sind anzugeben: die Preise, zu denen die warmen Mahlzeiten verabreicht werden, und der Umfang, in dem die (Änrichtung in Anspruch genommen wird. ** Wann leistet die Post Schadenersatz? Da über diese Frage allgemein eine gewisse Unklarkeit herrscht, )ürste die nachstehende, von der Handelskammer Halber - tadt veröffentlichte Zusammenstellung der Fälle von Wert ein, in denen die Reichspostverwaltung zum Schadenersatz )erpslichtet ist: 1. für verloren gegangene Einschreibsendungen und Postauftragsbriefe werden vergütet je 42 Mk.; 2. für verlorene oder beschädigte Geldbriefe und Wert- lapiere der angegebene (versicherte) Betrag; 3. für gewöhn- iche Pakete im Falle eines Verlustes oder einer Beschädigung der wirkliche Schaden, jedoch höchstens 3 Mk. für das Kilogramm; für den Verlust oder die Beschädigung von „Postpaketen ohne Wertangabe" wird im Weltpostver- ehr ein dem Betrage entsprechender Ersatz, höchstens jedoch 12 Mk. für das Paket bis 3 Kilogramm und bezw. 20 Mk. ür ein 6-Kilogramm-Paket geleistet; 4. für die auf Postanweisungen eingezahlten Geldbeträge wird voller Ersatz ernährt; 5. für einen durch verzögerte Beförderung oder Bestellung von Sendungen unter 2 und 3 entstandenen Schaden leistet die Post Garantie, wenn die Sache infolge der Verzögerung verdorben oder ihren Wert ganz oder teilweise verloren hat. In alten Fällen wird außerdem das etwa bezahlte Porto erstattet. Die Ersatzansprüche sind innerhalb sechs Monaten, vom Tage der Einlieferung der Sendung an, bei der Postanstalt anzubringen, bei der die Sendung aufgegeben wurde. Für gewöhnliche Briespostendungen wird weder im Falle eines Verlustes oder einer Beschädigung, noch im Falle einer verzögerten Beförderung oder Bestellung Ersatz geleistet. ** Einquartierung rverden wir in Gießen im ömmenden DLonat wie folgt erhalten: 7.^9. September die 21. Pioniere; 8. September 2 Kompagnien der BiebrichLr Unterofsizierschule und am 12. September 1. und 3 Bataillon des 88. Infanterie-Regiments mit einer Maschinen- g- wehr-Abteilung. Ferner werden Eintreffen die betreffenden Stäbe und der Regiments-Stab der 88. Die Mannschaften werden in der Kaserne untergebracht, während den Offizieren Quartier in Hotels und Gasthäusern angewiesen wird. ** Unbestellbare P0stsendüngen Bei der Oberpostdirektion Darmstadt lagern folgende Sendungen, bereit Absender vielleicht zu unseren Lesern zählen, als unbestellbar: Postanweisung über 5 Mk. vom 30. 7. 09 aus Bad-Nauheim, Empfänger unbekannt; Postanweisung über 2,50 Mk. vom 7. 7. 09 aus Mücke (Hessen), Empfänger unbekannt; 'Einschreibbrief vom 17. 7. 09 aus Bad-Nuu- heim an John Lisitzka in Newyork; gewöhnliche Pakete vorn 13. 9. 09 aus Bao-Nauheim an Frau Chtigter bei Dr. Pou- ritz in San Remo: vom 25. 10. 09 ans Gießen an Walter Borthmann in Cöln; vom 11. 2. 10 aus Gießen an Karl Weber in Berlin; vom 15. 9. 09 aus Bad-Nauheim an S. Rabin0Vitsch in Charkow. Die zur Empfangnahme der Gegenstände Berechtigten müssen sich binnen 4 Wochen bei der Ober-Postdirektion melden, widrigenfalls die Postanweisungsbeträge und die in den Sendungen enthaltenen ober burch Versteigerung des Inhalts erlösten Geldbeträge der Postunterstützungskasse überwiesen, die Briefe aber ber«* nichtet werden. K. Bad-Nauheim, 25. Aug. Zum Namenstag, des Großherzogs (Ludwigstag) war die Stadt reich geflaggt. Abends wurde ein großes Feuerwerk abgebrannt. x Bad-Nauheim, 25. Aug. Am Sonntag wird im Hochwald ein größerer Wandervogel-Konvent veranstaltet, wobei u. a. Hans Sachs'sche Schwänke zur Darstellung gelangen. rb. D a r m sta d t, 25. Aug. Zum heutigen Lu diwig s- t a g hatten alle behördlichen Gebäude und viele Private Häuser Flaggenschmuck angelegt; auch das Denkmal Lud^ wig I. prangte im Fahnenschmuck. Die Schulen waren ans Anlaß des Ludwigstages geschlossen, die öffentlichen Bureaus blieben am Nachmittag geschlossen. In der Knaben- Arbeitsanstalt fand das Ludwigssest, wie seit vielen Jahren, unter Beteiligung Hunderter von Eltern und Kindern statt. Der Anstaltsvorsteher, Herr Volz, hielt am Nachmittag« an die Kinder eine patriotische Ansprache, wobei er betonte, daß das Ludwigssest in der Anstatt schon feit langen Jahren gefeiert werde und das älteste und schönste Volksfest sei. Er schloß mit einem dreimaligen Hoch auf das Großherzogliche Haus. Die ca. 250 Knaben der Anstalt wurden darauf in der üblichen Weise mit Kaffee und großen Brezeln erfreut, und später erhielten sie Limonade, Wurst' und Brot. Die Kinderspiele wurden durch den Gesang vaterländischer Lieder und durch Aufführung zweier Reigen mit Gesang unterbrochen, und schließlich folgte die Verlosung von 2300 Blumenstöcken. ? Mainz, 25. Aug. Ein junges Kerlchen, das auf 3 Wochen in unserer neuen Gefängnisvilla einlogiert worden war, fand bei seiner Rückkehr ins Elternhaus die dortigen Verhältnisse seinem „verwöhnten Geschmacke" nicht mehr angemessen. Er lobte das lustige, freundliche Zellchen (m dem er gebrummt), das gute Essen und konnte sich über das schlechte Leben bei seinen Eltern garnichl beruhigen. Hoffentlich sindet sich der junge Mann wieder in die aebenden Verhältnisse, sonst treibt ihn womöglich eines schönen Tages die Sehnsucht wieder in sein altes Standquartier zurück. Neue Skandale in Offenbach. 8 Offenbach a. M., 25. Aug. In der heutigen Stadtverordnetensitzung machte Bürgermeister Dr. Dullo eingehend Müteilung über die neueste „Affary Walter", d. h. die von zwei Beamten des Baupolizeiamtes, den Baupolizeitechnikern Schuch und Westfahl gegen ihren Vorgesetzten, den Beigeordneten Walter bei der Staatsanwaltschaft eingereichte Denunziation. Aus der Vorgeschichte dieses Vorgehens ist zu erwähnen, daß bereite im Winter und im Frühjahr der Bürgermeisterei Andeutungen gemacht wurden, daß der Beigeordnete Walter mit zweierlei Maß messe. Sie waren aber so unbestimmt, daß ihnen keine Folge gegeben werden konnte. Am 18. Juni ds. Js. lies dann bei der Staatsanwaltschaft ein mit „Adolf Maier" unterzeichnetes pseudonymes Schreiben ein, das dieselben Anschuldigungen unter Hinweis auf einzelne namhaft gemachte Fälle und unter Berufung auf die beiden obengenannten Beamten des Baupolizeiamtes als Zeugen enthielt. Dieser Denunziation gab jedoch die Staatsanwaltschaft keine Folge. Sie war der Ansicht, daß dev Dezernent des Baupolizeiamtes nicht verpflichtet sei, jede Anzeige zur Strafverfolgung weiter zu geben, wie auch der Polizeirat nicht jede Anzeige eines Schutzmannes weiter zu geben brauche. Der Untergebene, der die Anzeige gemacht, habe sich nicht weiter um ihr Schicksal zu kümmern; er habe mit Erstattung der Anzeige seine Pflicht getan, das Weitere sei Sache des Vorgesetzten!., Am 26. Juni sandte ein Anonymus der Staatsanwaltschaft verschiedene Ausschnitte aus der Hausbesitzer-Zeüung ein, die dieselben Anschuldigungen gegen Walter enthielten. Ani 14. Juli lief dann bei der Bürgermeisterei ein Schriftsatz des Bauvolizeitechnikers Schuch ein, worin über den großen Druck geklagt wurde, unter dem die Beamten des Baupolizeiamtes zu leiden hätten, und der nicht mehr auszuhalten sei. Sie seien genötigt, vorzugehen, denn sie fönnten nicht länger mehr bei Gesetzwidrigkeiten mitwirken. Es folgte bann eine Aufzählung von! 15 einzelnen Fällen, in denen nach ihrer Ansicht Beigeordneter Walter mit zweierlei Maß gemessen, und zum Schluß folgte die Drohung, daß sie, wenn die Bürgermeisterei ihrer Eingabe keine Folge geben werde, sie sich direkt an die zuständigen Behörden wenden würden. Es ist nicht uninteressant und für die Beurteilung des Vorgehens der betreffenden Beamten von Wert, festzustellen, daß dieses Schreiben von demselben Tage (12. Juli) datiert ist, an bem im Verfassungsaussckmß über die Pensionierung des Beigeordneten Walter verhandelt wurde. Da in dieser Sitzung mit Rücksicht auf den angegriffenen Gesrnidheitszustand des Beig. Walter beschlossen wurde, die am 14. Juli ftattfinbenbe Stadtverordnetensitzung ruhig und ohne weiteres Eingehen auf die Kanalangelegenheit verlaufen zu lassen, ließ auch Bürgermeister Dr. Dullo die Schuchsche Eingabe zunächst liegen und gab sie erst am 26. Juli an die Staatsanwaltschaft weiter. Arn 29. Juli erhielt er sie zurück mit dem Vermerk, daßdieStaatsanwalt- schäft vorerst keine Veranlassung zum Einschrei., ten habe. Am 2. August lief ein weiteres Schreiben von Schuch em, worrn er mitteilte, daß er schon am 16. Juli sich an die Staatsanwaltschaft gewandt habe. Am 18. August endlich erstatteten Schuch und Westfahl gleichzeitig beim Großh. Kreis, der Amtsanwaltschaft Anzeige, worauf dann diese durch die Kriminalpolizei die Akten des Baupolizeiamte beschlagnahmen ließ. Bürgermeister Dr. Dullo fügte der Schilderung des Sach< Verhalts bei, daß nach seiner Kenntnis nichts herauskommen werde, was für den Beigeordneten Walter belastend wäre. Einis aber seien wohl alle in bet Verurteilung des Vorgehens der bei Beamten Die Behauptung, daß sie sich hätten den Rucken decken müssen, sei nicht stichhaltig. Der wahre Grund fti ein anderer: es sei ein Racheakt der betreffenden Beamten» Wenn ihnen auch bas Gefühl für bi? Unanständigkeit und Verwerflichkeit ihres Vorgehens abgehe, so müsse doch im Interesse; im Es starben an: Zusammen: uom i Stottern M Lispeln, schwere Zunge, heilt D Dir. F. Baum W. Darmstadt. BiSmarckstr. 4 ■ Baum (07025 Gießen, den 26. August 1910. Darmstadt, BiSmarckstr. 48. Empfohlen durch das hessische (01270 Ministerium. AUSNAHME-TAGE extra billigen Preisen verkauft. Sommer-Waren t t 1 t 311 4 ■* ■V von Samstag* den 27. August bis Samstag den 3. September Während diesen Tagen werden :: sämtliche Schuh war en zu :: lii Extra billige Kinder-Schuhe und -Stiefel in allen Grössen Muster und Einzelpaare enorm billig bar Preise(500,300,200MJ r neue praUt-iache uns gtwlnnbringenfle an der Lahn und Dill, welche teilweise schwer um ihre Existenz zu ringen hat und welche um diese Tarffermäßtgung seit Jahren gekämpft hat. Frankfurter Schublager Giessen IWäusburg 12 Telephon 539 Versäumen Sie nicht diese günstige Gelegenheit! Kleine TageSchronik. Aus Essen (Ruhr) meldet man: Der Lustmörder Wis- b a r, der vor einigen Tagen einen Knaben auf scheußliche Weise Für die liebevollen Beweise herzlichster Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir unseren tiefgefühltesten Dank. Joh. Hohmann und Frau. ^^Vreisbed mgungeä^ J, Bett & Co. Frankfurt a. M. 130 Vergessen Sie nicht bei eintretendem Bedarf in Bindfaden, Packstricken meine Spezial - Preisliste zu verlangen. (4535 Ludwig Lazarus, Asterweg 53. Fernspr. 505. Anm.: Die in Klammern gejeuien Ziffern geoen an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. DmiÄr Möbel weltberühmt durch ihre Formen- Schönheit, Solidität und ihren billigen Preis liefert Ihnen vollständigfrei ins Haus unter Garantie Dm/6] von 10 Jahren das „Seit Jahren litt ich an lästigem | Gesichtsausschlag und Bartflechte' Erwachsene: 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr von Cramer Buchholz. Hussa, gute grüne Hülse 100 ^1. Mk. 5.— Krone, Versagersrei 100 St. Mk. Diana, gasdicht 100 St. Mk 7.50 Spezial, rauchl. 100 St. Mk. 6 — Faian, rauchlos 100 St. Mk. 7.— m. Hartschrot 0,1,2,3,5,7 vorrätig. Willi* u Dürbeck, 4603)Neuenweg 18. tötete, wurde irr Herbestal bei dem Versuch, die Grenze zll überschreiten, verhaftet. , Aus Naumburg rotrb gemeldet: Der bekannte Kunstgewerbeprofessor Schulze in Naumburg stieß mit semem Automobil in dem noch ein Schauspieler und der Direktor des Kösener Kurtheaters faßen, mit einem Fuhrwerk zusammen. Die Insassen des Automobils, mit Ausnahme des Besitzers, erlitten leichte Verletzungen. Eine auf dem Wagen sitzende Frau wurde schwer verletzt. Wegen umfangretcher Betrügereien, die in bte Hunderttausende gehen, wurde in Lübeck der finnische Kaufmann Abraham H a a p a v e r h a f t e t. Es handelt sich hauptsächlich um Waren- schwiudeleien. vc. , _ ~ f , Aus Kattowitz meldet man: In dem Fabrikorte Schydlow in Russisch-Polen wütet eine Feuersbrunst, 9.5 Häuser smd niedergebrannt. Aus Jnnsbrück wird gemeldet: Manövrierende Truppen gerieten im Bondongebirge in Südtirol in ein heftiges Gewitter, Fwei Offisiere und vier Mann sind abgestürzt, zwei Mann smd bereits gestorben. Die Offiziere und beide anderen Soldaten sind leichter verletzt. . Auf der Grand Trunk Rarlway ereignete sich in der Nacht zum Donnerstag ein Zusammen st oß, wobei achtzehn Reisende des Schlafwagens getötet und z w anzi g verwun- d e t wurden. Die Trümmer fingen Feuer, so daß die Leichen bis zur Unkenntlichkeit verbrannt wurden. Aus Boulogne wird gemeldet: Das Fischerboot „Samt Pierre" aus Porte! wurde von dem holländischen Küstendampfer „Arh Scheffer" angerannt und buchstäblich entzwei geschnitten. Von der aus 14 Fischern bestehenden Mannschaft des „Saint Pierre" ertranken sieben. Aus Wallace (Idaho) meldet man: Bundesforstaufseher W e i g l e erklärte, 114 seiner Angestellten seien bei den W a l d b r ä n d e n u m g e k o m m e n, 7 4 werden vermißt. Diese Verlustziffer nimmt nur aus den Forst bezirkvon Coeur d'Alöne Bezug. Im Vilajet D i a r b e k i r sind am 21. August nachts infolge eines Erdbebens 1500 Häuser beschädigt worden. 100 Häuser sind vollständig z e r stört. Es sind zu vermieten: Ä r 1 Wohnung von 10—11 Zimmern, 2 Wohnungen v. 7—8 Ztrnrnern, 3 Wohnungen von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 6 Zimmern, 1 Wohnung von 5—6 Zimmern, 5 Wohnungen von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 4 Znnmern mit Badezimmer, 3 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3—4 Zimmern, 2 Wohnungen von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern, 7 möbl. Zimmer, 1 möbl. Zimmer mit Pension, 1 Schlafstelle, 1 unniöbl. Zimmer, 1 dreistöckig. Lagerhaus mit Pferdestall und Heuboden, 1 Laden mit 2 Schaufenstern, 2 Zimmern und Lagerraum. mieten gesucht: 37 Wohnungen von 2—10 Zimmern. B*/t Amtlicher Wetterbericht. O effentliche Wetterdienststelle Gießen. Verlauf der Witterung seit gestern srüh: Ein neues intensives Tiefdruckgebiet ist im Westen Europas erschienen und bringt sehr rasch ostwärts vor. Das gestern im Südwesten Europas lagernde Hoch ist nach Rußland gewandert und hat vorübergehend heiteres Wetter gebracht. Es ist eine Winddrehung nach Südwesten nnb baldiger Eintritt von Regen zu erwarten. Wetteraussichten in Hessen am Samstag dem 27. August 1910: Regensälle, lebhafter Südwest, etwas kühler. Griginal-Drahtineldungen. RB. Friedberg, 26. Aug. (Prioattelegramm.) Das Zarenpaar wird, wie nun feststeht, am Montag nachmittag zwischen 3 und 5 Uhr hier eintreffen. m. Friedberg, 26. Aug. (Privattelegramm.) Zum Badearzt der Zarin wurde Geheimrat Prof. Dr. Grödel in Bad-Nauheim erwählt. — DaS GroßherzogSpaar wird morgen früh um 9 Uhr hier ankommen. Darmstädter Möbel - Einrichtungshaus Eiidwig Mmzrr Kunstgewerbliches Etablissement für Innenausstattungen Telephon 1441 DARMSTADT Heinrichstr. 67 Portofreie Zusendung meines Prachtkataloges. -=-----j- . i Stadt. Arbeitsnachweis Gießen, Afterweg 9. JaadDatrOnen fönncn chioeftent toerbcn: B”'« I a. bet hiesigen Arbeitgebern: — - “ ‘ 1 Bäcker, 1 Schlaffer, 4 Schremer, 1 Glaser, 1 Anstreicher, ein Kutscher, 1 Fuhrknecht, 2 Taglöhner, 2 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Glaser, 1 Kaufmann, 1 Tapezier. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Wagner, 1 Schneider, 2 Weißbinder und Anstreicher, fünf Schremer, 1 Tapezier, 1 Schuhmacher, 1 Schmied, 1 Bauschloffer, Maurer, Zimmerleute, 1 landw. Knecht, 2 landw. Mägde, ein iöööffil Handel. Die in Aussicht gestellte Tarifermäßigung für das Lahn-, Sieg- und Dillgebiet tritt mit dem 1 Oktober d. I. in Kraft. Danach soll der neue Ausnahmetan für die Beförderung von Eisenerz und Manganerz sowie für die Einführung von Koks usw. für Hochofenbetrieb aus bezw. nach dem Lahn-, Sieg- und Dillgebiet gelten. Zunächst ist der Tarif für Eisenerz aus den genannten Bezirken von 1,5 Pfg. au 1,25 Pfg. für das Tonnenkilometer ermäßigt worden, wobei zu berücksichtigen ist, daß die Stationen Bendorf und Engers als Eisenerzversandstationen vom 1. November d. I. nicht mehr gelten sollen. — Der seit 1906 für die Beförderung von Steinkohlen aus dem Siegerland bestehende Tarif wird dahin erweitert, daß der für das Siegerland bestehende billigere Einheitssatz auch nach den Stationen des Lahm- und Mllgebietes durchgerechnet wird. Ferner wird der Ausnahmetarif erweitert auf die Steinkohlen- und Koksbezüge der Eisenerzbergwerke und auf Rheinische Braunkohlen- brikeUs zum Betriebe von Generatoren der Siemens-Martin- werke. Dies ist ein nur kleines Entgegenkommen für die Industrie Irr übrigen Beamtenschaft um so nachdrücklicher darauf hin- aewieseit ioerbcn. Beigeordneter Rech verlas dann noch ein Schreiben von Schuch und West fahl vom 20 August, worm sie ihre Anschuldigungen gegen Walter noch eingehend begründen. Beigeordneter Rech bemerkte dazu, daß auf Vergehen, rote fie von den beiden Beamten dem Beigeordneten Walter zur Last gelegt werden, die Mindeststrafe von einem Jahr Zuchthaus angedroht sei. — Die Stadtverordnetenversammlung stimmte den Aus- fiihrungen des Bürgermeisters schweigend zu. Nur Stadtverordneter Steinert meinte, daß alle Anzeigen unbedingt weiter gegeben werden müßten, was von Bürgermeister Dr. Dullo als unzutreffend bezeichnet wurde. Damit war die Sache erledigt. Am Schluß der Sitzung, nach Erledigung der 42 Punkte der Tagesordnung, brachte der Stadtv. Hamel noch eine zweite Affäre, die K l e i d er g e sch i cht e bei der städt. Straßenbahn, zur Sprache. Ter Betriebsleiter Ingenieur Langenbeck, der Oberkontrolleur Tiedenhofen und der Buchhalter Brandt haben sich in der städt. Schneiderwerkstätte der elektrischen Bahn von städt. Arbeitern während der Dienstzeit Privatkleidcr an- sertigen lassen. In einer Beleidigungsklage, die die Beamten s. 3t. gegen den Redakteur des Offenb. Abendbl. angestrengt hatten, hatte der betreffende Vorarbeiter das Gegenteil beschworen. Nun ist er geständig, einen Meineid geleistet zu haben, und es besteht der Verdacht, daß er hierzu verleitet worden ist. Stadtv. Hamel wollte mm wissen, warum die Sache noch nicht der Staatsanwaltschaft übergeben worden sei. Es sei ihm nicht darum zu tun, den armen Teufel zu treffen, der den Meineid geleistet, sondern die, die ihn dazu verleitet haben. Zugleich ließ er durchblicken, daß gegen den Oberkontrolleur Diedenhofen noch weiteres belastendes Material vorliege. So sei es auffällig, daß dieser Gelder, die bei der Ablieferung des Erlöses für Schülerfahrkarten gefehlt haben, sofort ohne weiteres ersetzt habe. Auch von einer erbrochenen Kassette sei die Rede. Ingenieur Langenbeck habe um die fehlenden Gelder gewußt und es den Stadtverordneten verschwiegen. Diedenhofen drücke die ihm unbequemen Leute und schädige sie sogar am Verdienst. Von der Verwaltung mußte die Richtigkeit dieser Behauptungen im wesentlichen zugegeben werden, nur liegen die Fälle mit den fehlenden Geldern drei Jahre zurück: es seien keine neuen Fälle, sie seien kurz nach Uebergang der Straßenbahn in den städtischen Betrieb vorgekommen, wo alles noch neu und keine Erfahrung vorhanden war. Stadtv. Böhm glaubte, rügen zu müssen, daß solche Sachen in öffentlicher Sitzung vorgebracht werden. Die Stadtv. Weipert und Hamel erwiderten ihm jedoch, daß die Fälle nur deshalb so lange zurückliegen und erst jetzt zur Sprache kommen, weil der Beigeordnete Walter die Untersuchung nicht so geführt habe, wie es seine Pflicht gewesen wäre. Der Betriebsleiter Langenbeck fürchte sich vor seinen Untergebenen und traue sich nicht aufzutreten. Es herrsche eine Cliquenwirtschaft in der Trambahnverwaltung. Bürgermeister Dr. Dullo bemerkte noch, daß auch ihm manches nicht in Ordnung zu sein scheine. Der Meineidsfall werde selbstverständlich nach Abschluß der Untersuchung der Staatsanwaltschaft übergeben werden. Damft war auch diese „Affäre" vorläuftg abgetan. Wann kommt die nächste dran? Recentinol, staubblnden- den Futzbodenöle, empsieblt (3239 Roonstr. 31. H. Heß, Tel. 568. Lieferant staatl. u. städt.Behörden. Dienstmädchen. Es Z^uchbinder, 2 Svengler, 1 Eisendreher, 2 Weißbinder und Anstreicher, 1 Schlosser, 1 Schmied, 2 Krankenpfleger u. Erziehungsgehilfen, 3 Hausburschen, 5 Arbeiter, 2 Fahrburschen, 7 Putz- und Laufsrauen, 2 Waschftauen, 1 Dlenftmadchen, etn Schreiber. Lehrlinge: 1 Dachdecker, 1 Kaufmann.____________________ Stadt. Wohnungsnachweis Gießen, Afterweg 9. Mori, Wegen Vornahme von Kabelarbeiten wird am kommenden ______Gerichtsvollzieher._______ Montag den 29. ds. Mts. von morgens 8 Uhr bis nachmittags Ärhtminl Achtnnol 3 Uhr in der Kaiser Allee, Sicher Straße, Moltkestratze, Wolfslrahe ACniUlig! ALUlUUy.l b'bem Schiffenberger Weg das Kabel ausgeschaltet und bre Komme Samstag mit einer Stromlieferung unterbrochen, was wir den anliegenden Konsu- großen Sendung menten hiermit zur Kenntnis bringen. (BÄ/8 Frühobst uFalläpfel B36/«) Wegen vorzunehmender Kanalisationsarbeiten wird der vom aus den Obftmarkt Hobleichwcg längs der Labn bis zum Abflußgraben der Union- 07020) Frau Zimmer. I braucrci führende Feldweg (Leinpfad) bis tun werteres gesperrt. Märkte. fc. Frankfurt a.M., 26. Aug. Heu- und Stro hmarkt. Angefahren waren 11 Wagen Heu und 3 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 3,20—3,50 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 2,40 bi§ 2,70 Mk., Wirrstroh 0,00-0,00 Mk. Alles per 50 Kilo. Geschäft mittelmäßig. Die Zufuhren waren aus Oberhessen und dem Kreise Hanau. Vöchenü. UederszHi der Todesfälle L6.StaM Sieben. 34. Woche. Vom 14. bis 20. August 1910. Einwohnerzahl: angenommen zu 31,800 (inkl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 24,51 700, nach Abzug von 9 Ortsfremden: 9,81 JVoc. Kinder Nach Anwendung von Zuckers Patent-Mcdizinal-Seife bin ich — ■ Ä i Ä „i liefert in jeder gewünschten ns«/6™)u iDrucksachen aller Art üussigttlmgrmi-emu.iE»»!-! ■ <*'e Brühl’sche Univ.-Druckerei. Creme 75 Pfg. u. 2 Mk., ferner ~ hBS AM- MmtWAiWU iitt LtM Mil. C. Seibel, W. Kilbingcr und ------- ettosy. —Lindenholzliefernng. mtlWlUllIt MCWrUlIIL Die Lieferung des Holzbedarfes für den Handfertigreits- " •’ I unterricht der hiesigen Knabenschule für das Wtnterhalbiahr 1910/11 GamStag den 27. Aug. 191,0. «ott öffentlich vergeben werden. Es iit zu liefern reines, astfretes vormittags 11 Uhr, verweigere ich Lindenholz in der Stärke von 5, 6, 7, 8, 10, 12, 14, 15 und 18 mm, in Rieder-Bessingen: nach Größenangabe rechtwinklig bestoßen und beiderseitig sauber Zwei Wagen, eine Häcksel- gehobelt. Angebote mit Angabe der Forderung, für den qm jeder maschine, ein Kinderwagen, angegebenen Holzart sind mit der Aufschrift ^olzueserung' ver- verschiedene Ackergeräte, sow. schloffen bis spätestens Samstag den 3. September bet uns emzu- sonstige Haus- und Küchen- reichen. ^1 s gerate gegen Barzahlung. Gießen, den 25. August 1910. Lich, den 26. August 1910. 4598 Bürgermenteret. 07024) Morgen Samstag trifft auf | dem Brandplatz gegenüber dem Botanischen Garten eine frische Sendung Einiuachgnrkcn» Salatgurken n. Senfgurken ein. Billige Preise. _____Ferber. Täglich frische Preiselbeeren u. Mirabellen nur erstklassige Ware, empfiehlt zum billigsten Tagespreis W. Hankel, (4468 Neuen Baue 7. Tel. 612. Altersschwäche 1 1 — — nach dem Wochenbett KD 1 ll) — — Phlegmone 2(2) 2(2) — — Sepsis 1(D 1(1) — — Lungenentzündung 1 1 — — Schwindsucht 1 — — 1 Brechdurchfall 1 — 1 — Maaenaeschwür 1 (1) KD — Blinddarmetttzündung 1 (1) — — 1 (1) Krebs 1 1 —• — Selbstmord 1 1 — — Ohreiterung 1 (1) 1 (1) — — sonstigen Todesarten 2(2) KD 1 (1) — Summ 15 (9) 11 (7) 2(1) 2(1) rignit-flamm-jtttssHohkn Schwedische Preisselbeeren Gebrüder Kahl Telephon 87 Frankfurter Str. 151 4025 wozu ergebenst einladet Laden Bahnhofstr. 65 Fernsprecher 367 in Wics- ö Schiel. 4601 I Unsere marke „PfeTirmg“ allein ^äränUerTS^1 ** " Echtheit unserei Wieioelttche Offene Stellen fhuif-(f>cfndjv An ucrmieten in der Weltausstellung znBrüssel, ofwie das weitere erstklassige Schlager-Programm. von unerreichter Feinheit des Geschmacks nur In Originalpackungen mit Firma u. Schutzmarke. Ordentliches Dienstmädchen ver 1. September gesucht. |4532 __________ Löwengasse 22II. Alle Forderungen an den Nachlaß des am 14. Juli da- hier verstorbenen Monteurs L. Friedrich sind bei dem Unterzeichneten binnen vier Wochen anzumelden. Binnen gleicher Frist sind alle zum Nachlaß des Monteurs Ludw. Friedrich geschuldeten Beträge an denUnterzeichneten zu zahlen. AuS dem Nachlaß habe ich einen ganz neuen, tadellosen Kaffen schrank, Fabrikat des Fr. Krogmann sehr billig zu verkaufen; derselbe kann jederzeit bei Gg. Beck, Diezstr. 10 eingesehen werden. 4610 Im Auftrage der Erben und als Nachlaßpfleger: Or. C. Spohr, Rechtsanwalt. Gut erhaltenes Rad billig zu verkauf. [06991] Steinstr. 72 F St. Cream unserer 07017], Schöne 2 • Zim. • Wochn"zu vermieten. Neuenweg 4L Hth. | Verschiedene | 436$)) Eine 2- und eine 3-Zimmer- Wohnung mit Küche au vermiet. Ou-Anlage 19. Einige Morgen Land zu pachten gesucht. -rschr. Angeb. m. Ana. d. vre'ses u. 07015 a. d, Gies;. Anz, erb. Wirtsüiast zu jüÜjftn ßesucht. ©cbriftl. Angebote unter 07016 wi den Gießener Anzeiger erb. „liW'-EiiiBliIiicta i. -Deckel welche von der Fa. F. Eccarius seit Jahren geführt worden sind, sind jetzt zu haben bei der Firma Ludwig Kröll, Plockstrasse oon 30 Ztr. an frei vors HauS geliefert pro Ztr. 70 Pfg. Einzelne Zentner ........ 90 ° Einzelne Zentner (Proben) . * . * * ' ' 75 ' Ferner empfehlen zu billigsten Tagespreisen: R«Kkohlen. Bestmelierte (ge. /ohlen), Authrazit-Eiformbriketts und Braun- kohlenbrtketts, sowie alle Sorten Gaskots und Zechen (Hütten)-KokS, Brennholz. | Möbl. Zimmer | 07019] Ein hell, mrlvt. Rimmer eo n. Wohnz. bill. z. v. Asterweg 54. 4616] 1—2 möbl. Zimmer mit oder ohne Pension zu vermieten. _____________Stemstraße 48 p, 06939] 2 schöne Schlafstellen frei. __________Sorrnenstraße 11II. Lanolin- and B*4 Lanolin- 07011 Ph. Jung9 Wirtschaft zur Burg. Wm.-WohUW Stauung unt) "aden zu mieten gesucht. Schriftl. Anneb. m. Preisangabe um. 07014 an den Gieß. Anz. erb. 07030] Braves, fleißig. Mädchen, welches etwas kochen kann, als Beiköchin gesucht und kann das Kochen gründlich lernen. Zu erfragen in der Geschäfts- stelle des (Siebener Anzeigers. Sonntag den 28. August, nachmittags 3*/2 Uhr, Ausflug auf die Liebigshöhc. r-/. Der Vorstand. I ., , .N.eb.hm■ ___ Ro^eisch-VersMliiiils M. Keßler, Neueuiveg 33* badenj bestehende B nebst Spiegel-, Bilder-Elnrahme- ge chaft wegen anderweit. Unternehmungen billigst zu erwerben. I Günstige Zahlungsweise. Briefe unter F. W 4221 an Rudolf Moffe, Wiesbaden. (ss17/a 06965) 8 Morgen prima Grum metaras verkauft Karl Jughard IIM Neustadt 49. erhalten. Sitzliegewagen zu kauten gesucht. Schriftl. Angebote unter 06975 an den Gregener Anzeiger erb. tilöj Schöne große 3-Zim.-Wohn ^um 1. Oktober zu vermieten. . Näheres Steinstraße 48 p. , 3 Zimmer u. Küche sofort zu vermieten. ________Frankfurter Straße 7. Gesunde Frau rum Mitstillen gesucht. 4613 Bahnhofstraße 271 links. Junger Hund Rattenpinscher, entlaufen. (07028 Abzugeben Steinstraße 141. 3g. Kaufmann mit all. Kontorarbetten vertr, sucht, gestützt aus la. Referenz., Stellung auf hiesig. Monitor per sof. ob. L Okt. d. Is. Schriftl. Angebote unter 0Ä48 an den Gießener Anzeiger erb, 07018] Mehrere Mädchen suchen Stellung für gleich u. spät. Näh. _Wrau Baupel, Bahnhofstr. 301. Kinemalograph Bahnhofstr. 54 07021 Bahnhofstr. 54 unwiderruflich zum letzten Male Die BraifcMrople TWtigM Kimsmm ^enbeit geboten, sich an emem sehr soliden Unternehmen in einer Garnison- u. Universitätsstadt Mitteldeutsch- SbSrVa mit 9JZ. 20000 zu beteiligen Rentabilität wird nachgewiefen la. Referenzen. «Ätew4618 iWöSij Mmcmcnt S"taaunM ^ufragen unt. 4597 an den Gießener Anzeiger erb. Uaai)!? reisende nUSpiZ^Damen evang. Schwesternhaus, ttleaee», lobaooeMtr, I, UWsWj A. Rath. 3 SamStag den 27. August 1910 teer UpM Anfang 8 U6r. Anfang 8 Uhr. Um zahlreichen Besuch wird »ebeten.«tS Stirgtrntrtin Gieße» Waldfest PreiSschieben, Kinderspiele, Konzert und Tanz. Sonntag den 28. Angnst 1910 im HardtmSlbilien. Abmarsch um 21/, Uhr von der Lahnhcücke mit Musik. _________Bei ungünstiger Witterung im Brauereisaal. T»/ Klein - Linden. Sonntag den 28. und Montag den 29. August i»io Kirchweihfest. M. 300.- per Monat oder Hobe Provision. Gesucht so- al.eich ein Agent zum Verkauf von Zigarren an Wtrte rc. Wilh. Volckmann, Hamburg 24. __(hvMAo>____________ Allein-Vertretung eines ges. gesch. solid. Volks-Be- dartsart., welch, s. m. groß. Erfolg emgef. hat, ist für d. Kreis Gießen und die anstoß. Kreise zu vergeben. Als Nebenberuf auszuführen, da feine versönl. Bearbeitung. Die Ibr^retung sichert bei vornehmer ?aMet^?uernb. Einkommen von 0—M0 Dtk. Ernstl. Reflektanten, welche über einige Barmittel ver- !.r0on .und nachweisl. in geregelten Verhältnissen leben, bel. umgehend Dncrt. unt. H. s. 41 vofiiagcrnd Neuwied emzureichen. |4608 lOrdarbeiter sofort gesucht. [4592 C. A G. Panse, Wetzlar. Kokosbutter u. Pflanzenmargarme uorzagüLn unabbiiugige Sabril mit anerkannt Vertretung gegen hohe Bezüge einem tüchtigen, mit der Bäcker- und Kolonial. ^LUft m^estenBe».e^ngeusteh°n^Herrn MrGiehen UntCr K‘ 1669 tttt Haafenttein & Vogler Donnerstag den 1. September, mittags l1/, Uhr, soll auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei Langsdorf ein fetter Bulle auf dem Submissionswege für Lebendgewicht verkauft werden. Angebote müssen bis spätestens 1. September, mittags 1 Uhr, auf dem Amtszimmer eingereicht werden. Bedingungen liegen daselbst offen. 070101 n. herger. 5-Z.-W0HN., Rdbd§eyj- Korrid. u. Bleichplatz 8-”erm- H- Lublinskh &de Stetn- u. Dammstr. 41. I 3 Zimmer I 4595] Tüchtiger, zuverlässiger Knecht ffoÄeÄt@,enun9 ____Alicestraße 24. Ein jitng. Kutscher aefu»t. (4605 Carl Huhn, Rtttergaffe 23. Sehen 5ie, meine Ismen! Ar^is portofrei erhalten Sie gegen Einsendung von 50 Gutscheinen von Neeses Backwunder (Patent-Backpulver), Neeses Puddingpulver, Vanillinzucker, Salicyl rc. oder 100 Scheinen von Reeses 5 Pfg.-Backpulver _. n _ ^eiue elegante Dose Cakes fern [ter QuaMät. In Ihrem eigenen Interesse liegt e5, nur bie 9^0^ ,echt Reese« in Ihrem Haushalt zu verwenden, roeu Sie dadurch um so schneller in den Besitz einer gelangen. Fordern Sie auch überall gratis unsere beliebten Backwunder- und Einmach-Rezeptbücher. hv*78 Reese Gesellschaft, Hameln. Gratis 1 Dose ff. Cakes für 50 Gutscheine. U Hausbursche aef. 4537) Mäusburg 12, Ailnger Haushursche gesucht. 4291]__Neustadt 6. Tücht. Verkäuferin aus der Schuhbranche sofort gesucht. Zu melden [4606 Svrlngmanus SchubbanS. El Besser. Hausmädchen, das perfekt bügeln, etwas nähen und servieren kann, per sofort oder L September gesucht. Frau Cautbal, Hanau a. M., Hessenstr. 1. Tel, 109. Gesucht für sofort od. 15. Sept, ein durchaus zuverlässiges Kindermädchen mit besten Zeugnissen. [4584 Dr. Langsdorf, Bad-Nauheim, Gesucht eine Stütze aus guter Familie, mcht unt. 25 Jahren, auf etn Gut zum 1. September. Schriftl. Angeb. unter 06990 an den Gießener Anzeiger erbeten. Per 1. Sevt. oder 1. Oktbr. 'Neben em junges Mädchen, mdgL groß und kräftig, aus PN ter Familie t« die Lebre. Lebrzcit 2 Jahre, .Vergütung nach bestandener Lehre 300 bis 350 Mark. [4464 A. Holterhoff Söhne. Mode-, Strumpf und Kurzwaren Geschäft, ______Seltersweg 20.______ Lehrmädchen gegen sofort. Vergütung gesucht, r melden [4607 PrmgmannS Schuhhans. ckH S || Lispeln, schwere Zungen heilt .vnttppn ... Illi || Kursus in Giessen. *VI 11 Anmeldung, sofort nach Darmstadt. unnawMm Empfohlen durch das Ministerium. ________Leite Kurse der Schulen. 4619 eingetroffen. 4594 J. M Schulhof Marktstr. 4 Tel. 119 07027> Grüne Bohnen ver Pfd. 0 Pfg , aelbe Rüben 3 Pfund 20 Pf^, Weißkraut, Rotkraut, letten Kovnalat billigst. C Seitz, Neuenweq 52. ^lörbl.6-8.-$8obn. m. a.Bub., Bleichpt. u. ©nrtennttt., 1. (4t, iUm h Okt. z. verm. Ludwigsplatz 4 p. NA 6'Zi.m.-Wobn.(part. o. 1. Stck.) m. y nbeAun. u.all. Zub. ev.Stall rc. u. Gart, p. 1. Okt. Bergstraße 1. ( Zimmer ] Stets d. neuest. Stoffmuster (einfarbig) Ueber 100 verschiedene Farbentönc Sack’s Schirmfabrik Inh. Heinrich Blervert. Greßen, Marktstraße 19. trilittk: Bad - Nauheim. Schirme!!! A lle Reparaturen u. Neu- beziehen werden gut und bllllg in eigener Werkstatt auSgeführt. ----- (4478