Die heutige Nummer umfa&t 10 Seiten. CnzrMa und Reichsregierung. 79 44 52 sttttlakU««. KM ©eitet -6 40 36 30 84 75 72 67 60 -48 78-84 1-41 70-74 1-38 65-69 7-34 56- 64 52 50 -49 79-89 46 -43 73-18 41 -39 71-73 37 47 41 67 67 i 65 ! 98 90 79 83 2-57 87-94 5-50 75-83 1-42 82-84 1-53 66-68 1-53 66-68 0—51 64—66 . 3'{! iS*”" . ‘| ’S •* ' Sus dem Sttafprozehaurfchuh. :: Berlin, 23. Juni. Der Ausschuß für die Strafprozeßordnung setzte heute die Beratung der die Hauptver Handlung betreffenden Paragraphen fort. Beim § 225 wurde unter Ablehnung der Regierungsvorlage, die das .^onrumazialverfahren auf Strafen bis zu sechs Wochen Gefängnis ausdehnen wollte, ein Antrag des Zen- trums mit Hilfe der Linken angenommen, der das geltende Recht aufrechtcrhält. Eine Anzahl von Anträgen, die den Grundsatz der Regierungsvorlage ab- schwächen wollten, wurde damit hinfällig. § 226 wurde angenommen. Zum § 227 wurde ein Z e n t r u m s a n t r a g angenommen, wonach bei der Zustellung eines Kontumazialurteils der Berurteilte auf sein Recht aufmerksam zu machen ist, unter gewissen Umständen Wiedereinsetzung in den vorigen Stand "zu verlangen Die §§ 228 bis 230 fanden nach der Regierungsvorlage Annahme. geseWst. Juni l910. Mi bt aui dem gelingt j- ur u Handel !v»ch, zumal die Rui» J ld> gekommen war. am letzten Marli. &T Lochen alt, 42-52 MM >chle Springer wurde r ns 130 Ml, jch,venu I vird in letzter Zeit vc io zu letter Qualität «. I f. bezahlt, wogegen gin 1 hiesigen Metzgern gen • je am 5. und 6. Juli. 7-61 95-102 59 “* 54 richten« ,geineiiM »(Süd-Anlage)-, unt 1910: snuchtmarkt. Tut®, lnaiiamjcher) 16,25 fit, ',90 i’lt., Rom 10,50 Nh :rsie 00,00 'M, Hck >—5,00 Mk. tbericht vom 22. Im 25, Schweine 325. > Schweine flau. Preis Durch- o 100 Psd. ichnitttziei; end- Ä-l-cht- pro lOU’ünmi 0?Bnd" l-blSüon-blS tavy sein Tann, wcut, man über die in ihm herrschende Stimmung unrichtige Anschauungen innerhalb der Regierung nährt. Gerade ihm ist gewiß alles daran gelegen, den konfessio^ nellen Frieden wiederherzustellen und zu fördern; daß er Ausschreitungen zurückweist, bedarf nicht erst der Erwähnung; er wird sich durch keine Provokation von dem Wege einer würdigen und besonnenen Protesthaltung abbringen lassen — aber einen schwächlichen Frieden zur Freude der .Mhirie und ihrer Bannerträger in Deutschland läßt er sich nicht aufzwingen. Dazu stehen ihm bic Werte und Personen zu hoch, die der Papst in den Schmutz gezogen hat, durch Beleidigungen, die nicht zurückgenommen worden sind. Der Deutsch-Evangelische Frauenbund hat in seiner gegenwärtig in Coblenz tagenden Generalver- ammlung folgenden Protest gegen die Enzyklika beschlossen: „Wir zur 8. Generalversammlung des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes vereinigten Frauen erheben Protest gegen die Schmähungen der Reformatoren, der Reformation und der gesamten Weltanschauung, zu der auch wir uns bekennen. Wir leben im Licht, welches bte Männer der Reformation mit Einsetzung ihres Lebens aus der Nacht des Irrtums heroorholten. Das Gefühl tiefster Dankbarkeit läßt uns nicht schweigen, wo thre Gesinnungen und ihr Tun in unerhörter Wet,e verunglimpft werden. Die Borromäische Enzyklika Überla sfeu wir dem Urteil der Geschichte. — Aber auch feder Schein soll vermieden werden, als könnten beutsch-evtreter ihre Bereit'willigteit zu erkennen gegeben haben, den Ratschlägen ber vier Schutzmächte, bie gegenwärtig über die Entsendung einer gemeinsamen Note an ftrc:a unterhandeln, Folge zu leisten. In der Note werde bte Forberung aufrechterhalten, bic muselmanischen Deputierten ohne Eibesleistung aus den König der Hellenen zur Nationalversammlung zuzulassen. Sodann werden bte Rechte bes Sul- ^ans von neuem bestätigt. Di? Mächte seien sich über ben Inhalt ber Note vollslänbig einig. Die gegenwärtigen ae- mcinf'amcn Unterhanblungen bezögen sich lebiglich auf bte Saf ung ber Note. Heber bie Entsenbung von weiteren Kriegsschiffen in bic kretischen Gewässer vor Eröffnung ber trerischen Nationalversammlung sei unter ben vier Schutz- mächicn ebenfalls eine Einigung erzielt worben. Die türkischen Blätter verzeichnen bas Gerücht, wonach En glaub ber Psorte versichert habe, baß bie K reta - frage zugunsten ber Türkei gelöst würbe. Wie bie Blätter melben, verlangte ber türkische Gesandte in y t li c n von ber griechischen Regierung Aufklärungen itber bie K r i c g s v o r b e r c i i u n g e n. 'Die griechische Regierung antwortete, es hanble sich um gewöhnliche Militar- maßnahmen und um einen Wechsel ber (Grenzwachen. Balb nachbern sich ber Zwischenfall mit bem rumänischen Dampfer „Imperatul Trajan" ereignete, gab bte griechifchc Regierung aus freien Stücken bem italienischen Gcsanbtcn in Athen zuftiebenstellenbe Er kl a r un- oen ab: ferner ertlärte sich bie Regierung bereit, eine Ent- schäbigung für den an Bord des Dampfers angerichteten Schaden zu zahlen. Die Summe soll vom Schiedsgericht Die ReichsversicheruiMordnung. :: Berlin, 23. Juni. Der Ausschuß für bic R e i ch s v e r si ch c r u ngs ordn uug nahm heute bic §§ 293 bis 301, bic bas c f f a h r c n bet bej Bereinigung, Auflösung unb Schließung von Krankenkassen regeln, ohne Besprechung an. § 302 gibt im zweiten Absätze einer Kaste, t*ic eme anbrre Kasse übernimmt, unb dadurch wesentlich belastet wirb, bas Recht, für die Aufgenornmenen höhere Beitrage durch u>rc Satzung sestzuseyen. . . ~ Von mehreren Seiten wurde daraus lnngewieien, daß dadurm Unbilligleiten entstehen können. Waruni sollen die Arbeiter nner Bleiweißfabrik, bic keine Bctriebskrankenkassc Hatten, anders ve- hanbelt werben, als die Arbeiter einer anderen BleuvCitzfabrtl, die einer Betricbskrankcukasse angchörten? Daraut bteler Absatz gegen bie Stimmen der Konservativen unb der ReichSpaNei , ss 7 30 M Uhr, •7 • Nr. 145 Erstes Blatt ISO. Jahrgang Freitag »4.Juni 1910 ÄaSEuSF ® ^3?" 9 >nonatlich75Vk.,viertel- ssSstV11V TIVI lvL 4111IV IlLVL sss wirlschastlicherettsratzeu W W B V CHeüedakteur: A Goetz. TsJ * ** ^8r ^Mischen Teck. August S® General-Anzetger für Oberhessen GSZS Annahme von Anzeigen v 7 (aal": E. petz; iür den kür die Tagesnunnner Rotattonsönick und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch' »nd Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpedmon und oruaerel: dtyuinraye <• Anzeigenteil: y. Beck. bis vormittags 9 Uhr. _____ Bas schließlich bas „Bebauern" in der Note des päpstlichen Staatssetretariats betrifft, so läßt sich die Kritik der öffentlichen Meinung durch eine philologische^ ^orte- Tuug über das Wort „oispiaeere" nicht ^ledigen. 00 völlig unzweideutig wie das Wort rammarico in der Depesche Wolff sch en Telegraphenbureaus für bie italienische Presse ist die Bedeutung dieses Wortes nicht; aber es ftt bas auch gar nicht die Hmiptsachc. Wenn die letzte offi; r.iöfc Berosfcnllichung von einem Bedauern des Papste^ über die durch die Enzvklita hervorgerufene Storung des konfeff'ionelleu Friedens" spricht, so stimmt damit der Wortlaut der Mititauischmi 9cotc nicht überein yn ihr wird wörtlich erklärt, daß „Seme Heiligkeit Mit wahrem Bedauern die ^cachrichten von einer solchen Erregung vernommen habe" und vorher wird die faliche Auslegung de beleidigenden Stellen zumickgewiefcn. ^as beißt Nw Papi bedauert die durch falsche Auslegung heroorgerufcnc Erregung, nicht aber die „durch die Enzyklika. pervorgerufene Störung des konfessionellen Friedens", -buch der ^ayrifche Courier" Hai daS so aufgefaßt. Wenn uch dre Regierung mit einem derart problematischen Bedauern zufrieden gegeben hat, so ist bas ihre Sache, sie braucht bärum aber noch keine Bogclstraußpolitik zu treiben unb bart dem Echo nicht verschließen, bas diese Note im deutfchen Volk gefunden hat. E> ist denn doch ein so W ein em großer Bestandteil des deutschen Volkes, der bura) ineic .cote . wie burch ben diplomarischen Abschluß der jftion nicht im. g A befriedigt ist, daß es nicht zum Wohle des Baterliaudes ruhigend. gestrichen. _ . „ § 303, der die Verhältnisse ber Beamten unb Auge* eilten der aufgenommenen Kasse regelt, wurde angenommen. § 304 erhielt nach einem Anträge der fortschrittlichen Volkspartei im ersten Absätze folgende Fassung: „Den Bc chluß des Oberversicherungsamts hat der Vorstand der ausz>u- nehmenden Kasse den Acrzten und d en Za hnar zveu- SU denen die Kasse in einem VcrtragSvcrhaltnstse steht, imöcr^ Süglich mitzuteilen. Erklärt sich hieraus ein Arzt oder cm Bohn- arzt bereit, für die ausnehmende Kasse tätig zu sein, so rann er unter den gleichen Bedingungen zugelasscn werden, bic er mit der aufgenommenen Kasse vereinbart hatte, ober unter den Be- bingungen, bie bic aufnehmenbe Kasse mit ihren Kassenärzten oder ihren Kasscnzahnärzten vereinbart hatte, ober er muß entschamgi werden. Erfolgt eine solche Erklärung nicht bmnen 14 Lagen, so kann von diesem Zeitpunkt ab das Vertragsverhaltms von beiden Seiten unter Einhaltung einer dreimonatigen Künbigungs- frist, jedoch frühestens zu dem Tage der '?[uinaj)mc gekündigt werden." Die weiteren Paragraphen über das »erfahren, nämlich bie §§ 305 bis 318, wurden unverändert genehmigt- Daraus wurde ein neuer Abschnitt beraten, ber von. der Verfassung und der Mitgliedschaft handelt. Die §§ 319 bis 325 wurden nach der Regierungsvorlage angenommen. $ 326 setzt fest, daß ein Mitglied, das aus der versick^rwigs- Pflichtigen Beschästigung ausscheidet, unter bestimmten Bedingungen auch weiterhin Kastenmitglied bleiben kann Ter zweite Absatz des § 326 besagt dazu: „Wer M it g l i eb b le 1 b cn wil l, muß es der Kasse binneneiner Woche nach dem Ausicheiben. usw. anzcigen." Die Sozialdemokraten verlangten bte Verlängerung der Frist aus sechs Wochen, die Konscrva - liveu aus zwei Wochen unb die wirtschastliche xset* eint gung auf drei Wochen. Der letzte Antrag wurde angenommen. Ferner imrroc festgestellt, baß die Mitgliedschaft B e r s i ch e r u n g S b e- rechligter erlischt, wenn sie acht Wochen nachentanocr die Beiträge nicht entrichten. Die §8 327 unb 328 bleiben unverändert. N c u c 1 n g e f ü g t wurde auf Antrag der Sozialdemokraten ein 8 328 a: „Hat eine Kasse für einen angeblich Bersickierungsvflichtigen nach vorschriftsmäßiger Anmeldung drei Monate ununterbrochen und unbeanfianbet bie Beiträge angenommen und stellt sich, während der Versicherte die Krankenhilfe der Kasse beansprucht, heraus, daß er nicht versicherungspflichtig gewesen ist, so muß die Kasse trotzdem die s a tz u n g s ge ni ä ß e n L e t ,t ung e n gewähren. Dies ist ausgeschlossen, wenn der Kasse a b s i ch t- l i ch eine unrichtige Anmeldung gemacht worben ist." Die 8§ 329 bis 331 über bic Meldungen wurden unten Ablehnung sozialdemokratischer Anträge nach der Regierungsvorlage angenommen, ebenso bic 8§ 332 bis 338 über bie Satzung. Der nächste Abschnitt handelt von den K a s s c n 0 r g a n e n« Zunächst wurde über die Zusammensetzung bei Orts- und Landkrankenkasscn verhandelt. Bei § 339 wurde ber zweite Absatz gestrichen, wonach bet der Lanbkrankenkasse die Satzung von der Bildung eines Ausschusses abschen oder bic Vorstandsgeschafte dem Kassenvorsttzenden allein übertragen kann. Die §§ 340 unb 341 treffen Festsetzungen über bte Wahl des Vorsitzenden des Vorstandes. Die Regierungsvorlage bestimmt in 8 340: „Die Vorstandsmitglieder der Ortskrankenkasse wählen aus ihrer Mitte den Vorsitzenden des Vorstandes^ Gewählt ist, wer bie Mehrheit der Stimmen sowohl aus der Gruppe der Arbeitgeber als auch der Versicherten im Vorstände erhält." 8 341 trifft Festsetzungen für den Fall, daß die Wahl nicht gleich zustande kommt. Die Sozialdemokraten beantragen folgende Fassung des 8 340: Die Vorstandsmitglieder wählen aus t'frrcr Mitte mit Mehrheit den Vorsitzenden des Vorstandes unb einen oder mehrere Stellvertreter." Ferner forderten sic Streik chuna des § 341. Ein Mitglied der Reichspartei erklärte, daß bet der Ablehnung der Hälstclung der Beiträge (§ 412) Kautelen geschaffen werden müssen, um ben Einfluß ber Unternehmer auf bic Vorstandswahl zu sichern. Darauf wurdc'der 8 412, ber die Halftclung ber Beiträge Vorsicht, mit zur Beratung gestellt. Die einzelnen Parteien habens bereits im Plenum zu biefer Frage Stellung genommen. Ein Zcntrunisredner lehnte die Hälftelung ün Namen seiner Partei a b. (Er empfahl bie §§ 340 und 341 nach ber Regierungsvorlage, hielt aber Kamelen im Sinne bes Redners der' Reichspartei für notwendig. . Ein Vertreter der Sozialdemokraten trat Tür Beibehaltung der bestehenden Verhältnisse ein. Darauf vertagte sich der Ausschuß. Nächste Sitzung: Freitags mb S Ntfi Qnbcn. elUnN. ’nteilj 1kc 4 die 11 lctnte ans, LSf .ubnii eeninöuitxif^e^: ’ 'N cSe| »RÄl •■feslpl W Ä^bUtslhlE l^en für bie^ ! deutlich^ Elttie bestellt ist II? leJStöfontogeiellitU H EagendieZulL urnbexger dabtankit.; " jagte bie Drcsbmc 1 '°rk neuer Aktien, - £ 231 t]ib; dem Borsi.tzcn-cn die MS^kichkeit, die Berneh- imm« des Angeklagten unb die BemeisMi fnachme einem ib«ptzenden Richter zu übertragen. Die Mitglieder des Oerrchts sollen vermeiden, ihre Ansicht über die Schuld «Äer Mchrschuld des Angetlagtcn kundzugeben. Bestrafungen, die der Angeklagte erlitten hat, sind nur insoweit fesst- zufhelken, als sie für die Entscheidung von Bedeutung sind. Bei diesem Paragraphen tarn es zu Langen Auseinandersetzungen. Schließlich wurden aber sämtliche Abände- rungvan träge mit wechselnden Mehrheiten abge- 1 ebn t und die Regierungsvorlage aufrechterhalten. Eben- fchlts abgelehnt wurde ein fortschrittlicher Antrag, die Soll-Vorschrift, wonach die Mitglieder des Gerichts ihre -Ansicht über die Schuld oder Nichtschuld des Angeklagten nicht funb^ugeben haben, in eine Muß-Borschrift zu verwandeln. Tre Beratung über § 232, der von den Beweiserhebungen handelt, wurde nicht zu Ende geführt. Nächste ^Sitzung Freitag. Deutsches Kecdh Dir „H o he n z o l l e r n" mit dem Kaiser an Bord traf gestern abend um 10 Uhr 30 Min. vor den Schleusen, von Holtenau ein. Noch erfolgter Turchschleusung dampfte die Kaiserjacht unter Salut der Flotte in den Kieler Krieqshasen, durchfuhr die 'Reihen!der unter Toppfiaggen liegenden Kriegsschiffe, deren Mannschaften 'Paradeaufsteilung genommen halten und machte sodann an der gewohnten Liegestelle vor der Reventlow brücke fest. Die leudgültige Abstimmung über den Entwurf einer Schisf- fahrtsabgabenvorlage im Bundesrate soll am 30. Juni statt finden. Der Bundesrat will sodann in die Sommer- f er tat eintreten. Mau nimmt in Bundesratskrcisen an, daß der Widerstand von Oesterreich und .Holland gegen das Gesetz im Lause des Sommers beseitigt werden kann und die Vorlage dem Reichstage im November zugehen wird. Der Vorstand des Deuts di en Städtetages beschloß gestern unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters .Brschner, die. Frage der Arbeitslosenversicherung auf die Tagesordnung des nächsten Städtetages zu setzen unb wegen der Wert- zuwachssteuer eine neue ausführlich begründete Eingabe an ben Reichskanzler zu mad>en. In der Villa Hochfeld fand am Donnerstag nachmittag öVi. Mn für die Prinzessm Feodora zu Schleswig-.Holst ein eine Trauer feier statt, der die Kaiserin mit den übrigen Verwandten, sowie die nächste Umgebung beiwohnten. Darauf erfolgte die Ueberführung der Leiche nach dem Bahnhofe Achern. Der Leichenwagen war mit einigen Kränzen behangen. Unmittelbar hinter dem Leichenwagen folgten die fü.rstlichen Herren in fünf Wagen. Im ersten Wagen befanden sich .Herwg Ernst Günther von Schleswig-Holstein, Prinz August Wilhelm von Preußen und der Großherzog. In Saßbach läuteten die Glocken, desgleichen beim Eintritt in die Stadt Achern. Am Bahnhof angelangt, wurde der Sarg in den zur Verfügung stehenden preußischen Salonwagen gestellt, mit dem die Leiche nachts n a Prim- ke nau überführt wird. Gegen V28 Uhr trafen die Kaiserin und die übrigen fürstlichen Damen aus Oberfaßbach ein und fuhren bann sofort mit dem .Hofzuge, der inzwischen vorgefahren war, nach Karlsruhe tveiter. Ausland. ’SeS österreichische Abgeordnetenhaus nahm den . Staatsvoranschlag gemäß den Anträgen des Budgetsausschusses an. Etwa 4 00 den tsd) ^-nationale Studenten veran statteten in Wien vor dem Parlament einen Demonstrationsbummel gegen die Errichtung einer italienischen Rechtsfakultät in Wien. Eine Abordnung überreichte dem Deutschnationalen Verbände eine Protestentschließung. Auf eine Anfrage wegen der Ausweisung eines italienischen Staatsangehörigen ans Lothringen erklärte der Unterstaatssekretär des Auswärtigen Discalea, die italienische Regierung könne sich in den innerpolitischen Akt eines anderen Staates nicht einmischcn, da dieser Akt mit den internationalen Beziehungen nichts zu tun habe. Premierminister Asquith zeigte im britischen Unterhaus an, daß er amt 28. Juni einen Gesetzentwurf einbringen werde, durch den gewisse Wendungen in der Erklärung des K ö it i g s b e i d c r T h r 0 n b e st e i g u n g geändert werden sollen. — Das Budget für 1910 1911 soll am 30. Juni eingcbracht werden. Asquith erklärte weiter, die Regierung habe beschlossen, Gelegenheit zu geben, über einen Gesetzentwurf, betreffend die Ausdehnung des parlamentarischen Wahlrechts auf die Frauen, in zweiter Lesung zu beraten und abzustimmen, jedoch auf die weiteren Beratungsstadien zu verzichten. Wei der Beratung des Postetats erklärte der Geueralpostmeister, er hoffe, daß in nicht allzufcrner Zeit cs einen vollständigen Ring von Stationen für d r a h t l 0 s e T e l e g r a v h i e um das britische Reich geben loerde. In betreff der vorgeschlagenen P e. n n y - P 0 rt 0 taxe mit Frankreich wies der Redner darauf hin, daß die Frage nicht als solche betrachtet werden könne, die sich nur huf ein Abkommen mit Frankreich beziehe. Die Korrespondenz Englands mit Deutschland sei 'ebenso groß, wie die mit Frankreich. Ueberdies sei die französische Regierung zurzeit nicht in der Lage, eine weitere Herabsetzung der ausländischen Portosätze in Erwägung zu ziehe,!. Der König unb die Königin der Bulgaren finb in Paris eingetroffen unb vom Präsidenten ber Republik, dem Ministerpräsibenten, dem Minister des Aeußem, den Präsidenten der Kammer und des Senats und anderen Regierungsvertretern empfangen wurden. Präsident Fallieres gab zu ihren Ehren ein .Dine r. In Chardin wurde gegen den Stadtkommandanten ein M ordversnch verübt. Der Oberst wurde leicht verwundet. Der llebeltätcr ist entkommen. Ans Stadt und Land. Gießen, 24. Juni 1910. ' Tageskalender für Freitag, 24. Juni. 4. Abanne m e u t s k 0 n z e r t der Regimenlsmnsik in Steins ©arten. Anfang 8 Uhr. . * * Ei n e Sitzung des Pr 0 v inz i o l - A us sch u s ses findet Mittwoch, 29. d. M., vormittags 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Beschwerde des Stadtbcrumeisters t. P. Zörb zu Friedberg wegen .Heranziehung zu den Straßen- reimguugskosten. 2. Rekurs des Herrn. Fischer zu Bad-Nauheim gegen einen Polizeibesehl Großh. Kreisamts Friedberg. 3. .Heranziehung des Pachters Jakobi zu Utphe zu den Krcis- straßen-Unterhaltungskosten Hilfsbedürftigkeit des Heinrich Kaiser vor Orleshausen. 5. Klage des Ortsarmenverbands Darmstadt gegen den Landarinenverband Friedberg wegen Unterstützung des Joh. Baptist Ochs von Böttingen. ’ * BiSmarckk 0 mmers der Studentenschaft. Am Samstag abend nach 8 Uhr veranstaltet die Gießener Studentenschaft den alljährlichen Fackelzug durch die Stadt nach dem Bismarckturm, woselbst ein Freudenfeuer ab- gebrannt wird. Daran anschließend findet in der Festhalle der Brauerei Textor der Bisiuarckkommers statt. • ’ Abonnements-Konzerte der Regiments- kapelle. Kammermusiker Paul Weschke ist, wie ein Telegramm meldet, durch Krankheit verhindert, sein Gastspiel hier zu erledigen. Trotzdem findet das Konzert statt und dürfte auch, da Obennusikineister Löber ein besonders gewähltes Programm zu Gehör bringen wird, freundliche Beteiligung finden. * * Bom Kolosseum wird uns geschriebene Dannv Gürtler, der,.,letzte Romantiker" und , König ber Boheme", gastiert Samstag, Sonntag und Montag im Kolosseum mit seinen neuesten Schlagern. Gleichzeitig tritt ein volbsüändig neues Spezialitäten-Ensemble auf. * * S e l bfilg e st>e ll t. Der Briefträger Rockel von hier, gegen welchen eine Untersuchung wegen Verbrochen im Amt sck)wel>t und der vor einiger Zeit flüchtig ging, lM sich gestern bei der Sta-crtSa.nwcrltschaft hier freiwillig gefiel l t. "Erledigt sind die Stellen der Pfandmeister für die Beitreibungsbezirke Fürth und Mainz V. * * Die Mitgliederversammlung des Hessischen Schutzvereins für entlassene Gefangene findet am Freitag, 1. Juli, nachm. 372 Uhr, zu Friedberg im städtischen Saale, an der Stadtkirche (über den Pferdeställen, Eingang von der Schnurgasse) statt. * * Di e 0 berhessischcn Iu n g v i e h w eid e u sind in diesem Jahre wie folgt besetzt: Lauterbach 14 (1909: 26) Fohlen, 52 (51) Rinder, Tiergarten 39 (64) Johlen, 105 (34) Rinder, Zell 20 (30) Fohlen, 63 (55)Rinder, WerningS 15 (—) Fohlen, 62 (73) Rinder, zusammen 88 (120) Fohlen, 282 (213) Rinder. * * Acht erfie PreiS-Böcke der Saaner-Ziegenrasse hat der Landwirtschaftskammer-Ausschuß für Oberhessen auf der Deutschen landw. Ausstellung in Hamburg angekauft. Die 5 Monate alten stattlichen Tiere, die den verschiedenen Bock'stationen der Provinz als Zuchtmakerial überwiesen werden, sind kurze Zeit auf der Lämmcrweide des Gießener Ziegenzuchwereins zum Weidegang untergestellt. Ziegenzüchter und Tierfreunde können dort sich an den Sprüngen der munteren Tiere erfreuen und selbst den großen Unterschied wahrnehmen, der zwischen den Preistieren und den gleichalterigen Lämmerü besteht, die in Gießen gezogen sind. △ Alsfeld, 23. Ium. Die Renovation deS Rathauses hat begonnen. Vor 14 Tagen wurde die Bürgermeisterei in das ebenfalls am Marktplatz stehende Wein hau S verlegt. Heute fand die erste Sitzung des StabtvorstandeS hier statt, in der die Abhaltung eines Herbst- Pferdemarktes beschlossen wurde. — Wächtersbach, 22. Juni. Kammerrat Wörner wurde vom Fürsten zu Isenburg-Büdingen zum Kammerdirektor ernannt. P. Schotten, 24. Juni. Am 17. und 18. Juli findet hier die 4 8. Wanderversammlung des „Oberhessischen Bienenzuchtvereins", verbunden mit Imkerei-Ausstellung, statt. In allen Ausschüßen wird eifrig gearbeitet. Kürzlich tagte in der Schützenhalle, die mit dem angrenzenden Gelände auch als Festplatz gewählt ist, eine gemeinsame Versammlung der Imker des Bezirks Schotten mit den Festausschüssen, in der der Vorsitzende des Hauptvereins, Lehrer Buß-Leihgestern, einige wichtige Winke für die würdige Gestaltung der Ausstellung gab. Diese wird dem Besucher manches Jnteresiante bieten aus dem geheimnisvollen Leben und Treiben der Bienen. Eine besondere Sammlung von Gerätschaften wird zeigen, wie der Imker ferne niedlichen Haustiercheu unterstützen muß, damit sie den Blütensegen des Sommers ansnützen können. Auch die Verwandlung des nützlichen Insektes wird in ihren einzelnen Stufen gezeigt. In allen Teilen der Ausstellung geben Sachverständige Auskunft. § Büdingen, 23. Juni. Eine Vereinigung der Baum wärt er des Kreises wurde gegründet. Den Anstoß zur Gründung gab der Obst- und Gartenbauverein. Zweck des neuen Vereins ist engerer Zusammenschluß und Hebung der Interessen aller Mitglieder. Vorsitzender ist Kreisbaumwart Volz-Gelnhaar, Stellvertreter Pfeiffer-Konradsdorf. Der Verein zählt bis jetzt etwa 80 Mitglieder. rm. Darmstadt, 24. Juni. (Tel.). Heute vormittag ist der 22 Jahre alte Sohn des Ständehausverwalters Schmidt, stud. Hch. Schmidt, beim Baden im Woog ertrunken. Hamm i. Rheinhessen, 23. Juni. Das Hochwasser durchweichte gestern den sogenannten Sommerdamm und mußten alle Bürger alarmiert werden, da das Wasser bereits eine Durchbruchsstelle gefunden hatte. Es gelang nach stundenlangem Ringen mit der Flut, das Master zum Stehen zu bringen. Zirka 1000 Sandsäcke waren nötig, um an der Durchbruchsstelle einen Bruch zu verhindern. — Im „Steinssurt" richtet das Hochwasser in den Feldziegeleien enormen Schaden an. Mehrere 100000 Backsteine sind vernichtet. Die Arbeit mußte eingefaßt werden. Seit 15 Jahren zum erstenmal wieder ist die Dammwache in Tätigkeit getreten. Im sogenannten „Hammerwörth" ist eine Fläche von zirka 100 hessischen Morgen von Grundwaster überflutet. Die Kartoffeln und Zuckerrüben dürften auf dieser Fläche in diesem Jahre keinen Ertrag geben. 0 Anspach i. Taunus, 22. Juni. Touristenkreise wird es interessieren, daß das schon viele Jahre wegen Baufälligkeit nicht mehr besteigbare Aussichtsgerüst auf dem zwischen Saalburg und Feldberg gelegenen Herzberg nun endlich durch den lange geplanten Turm einen Ersatz findet, mit dessen Bau bald begonnen wird. Die Lieferung des Materials und die Ausführung der Arbeiten liegt in den Händen einer hiesigen Firma. Bombenattentat unb Bankraub in Friedberg. 'Die Einzelheiten deS Friedberger Bombenattentats unb des versuchten Bankraubes sind noch nicht in allen Einzelheiten aufgeklärt, da sich noch eine begreifliche Berwirrung geltend macht. Der amtliche Bericht schildert das Verbrechen folgendermaßen: „Heute nachmittag kurz vor 4 Uhr er folgte im Rathause dahier eine bedeutende Explosion, durch welche der Treppenaufgang vollständig zerstört und sämtliche Räume des Gebäudes stark beschädigt wurden. Nachbem die in den Bureaus beschäftigten Beamten durch Feuerwehrleitern sämtlich aus diesen entfernt, wurde festgestellt, daß die Explosion durch eine Bombe, die int Erdgeschoß direkt unter der Treppe gelegt worden, verursacht war. Einige Bv- amten wurden durch Glassplitter und sonstige Teile, die sich in den Bureaus von Wänden und Decken usw. losgelöst hatten, unerheblich verletzt, Kurze Zeit darauf wurde ferner mitgeteilt, daß in der Reich sb an kn e b en stelle iyabier von einer unbekannten Person ein Ranbversuch zur Ausführung gebracht worden, wobei dem Räuber jedoch kein Geld in die Hände gefallen sei. Dem Vorstand der Reichsbank sei es gelungen, den mit Maske versehenen Unbekannten mit Gewalt aus dem Kasseuraum, in dem die Plünderung beabsichtigt war, zu entfernen. Der Unbekannte habe hierbei einmal (! auf den Beamten geschossen und diesen am Kopfe nicht unerheblich verletzt, sich dann aber schleunigst entfernt. Durch den von dem Beamten verursachten Alarm wurden Straßenpassanten und Nachvarn auf das Geschehene und den Räuber aufmertsam und es wurde auf diesen, der sich inzwischen auf sein Fafarad gesetzt, um rasch zu ent- lommcn, die Verfolgung aufgenommen. .Hierbei schoß der Flüchtige mehreremale auf die ihn Verfolgenden. Ein dreizehn Jahre alter taiLbftuirnner Knabe wurde unglücklicher Meise durch einen Schuß in den Unterleib schwer verletzt. Alsdann mürbe von der Polizei mit einem Automobil und Fahrrädern unter Anwendung ber Polizeihunde die Verfolgung aufgenommen. Inzwischen wurden auch die Polizeibehörden der nächsten Umgebung sämtlich von den Vorfällen in Kenntnis gesetzt und nach Abgabe der Signalementsbeschreibung des Täters um dessen Festnahme erfucht Den den Flüchtigen verfolgenden Schutzleuten aus Friedberg und Bad-Nauheim gelang es, diesen in der Nahe des Bad-Nauheimer Friedhofs aufzuspüren. Ms er sich ergriffen sah, richtete er eine der noch in seinem Besitze befindlichen Schußwaffen aus sich selbst und schoß sich durch die Schläfe. Er verstarb nach etwa einer halben Stunde. Außer 4700 Mark Bargeld fanden sich bei der Leiche noch zwei scharf geladene Revolver und Munition vor. Die weiteren Feststellungen haben bereits ergeben, daß er einen Komplizen gehabt hat, auf den die Polizei fahndet." Von Augenzeugen gehen dem Oberh. Anz. folgende Mitteilungen zu: Es war gegen 4 Uhr, als plötzlich ein scharfer Knall wie aus einem schweren Geschütz ertönte und aus dem .Hausgang und den Fenstern dos Rathauses Rauch und Staub, Glassplitler und .Holzteile herausslogen und einige dem Rathaus gegenüber spielende Kinder niederwarfen, und ein vorübergehendes Mädchen an bet Backe verwundeten, das schreiend, davontief. Kurz daraus erschien an dem Fenster des Bürgermeisterzimmers Stadtsetretär Grau-> lich und rief: „Leitern herbei, es brennt." Aus der Nachbarschaft wurden Leitern gebracht, die indes nur bis zum 1. Stock reichten. Der Feuerwehr-Kommandant stieg als erster in das Bür germcifterbureau ein und stellte hier zunächst fest, daß die Treppe im ganzen Haus von der Explosion »uiamniengerifan war und sämtlichen in beit Bureaus befindlichen Beamten und Gehilfen der Weg ins Freie abgeschnitten war. Durch Kreisarzt Dr Nebel ünd den Sanitätsmann der Feuerwehr Barbier Mmb wurde Graulich verbunden und verließ bann aus her Leiter das Bureau. Die inzwischen eingetroffene Feuerwehr stellte drei Leitergänge nach den oberen Stockwerken her, legte den Rettungsschlauch an und beförderte Stadtbaugeometer Staubach, Stadtbaumeister Köhler und mehrere Bureaugehilsen auf Leitern, den Gehilsen Völker und zwei andere Leiste durch den Rettungsschlauch herunter. Polizei- kommissar Weiß und Bureaugehilfe Wilhelm wurden mit der Schiebeleiter vom Hof des Ratskellers aus vom 3. Stock angc- feilt bet unter geleitet. Inzwischen, war auch von der Feuerwehr eine Leitmrg von dem Hydranten nach dem Rathaus gelegt und von 'ben oben eingefaegenen Mannschaften die Haushydranten be triebsfertig gemacht. Nachdem Staub und Rauch abgezogen waren ließ sich feststellen, daß teilt Feuer ausgebrocheu war. Die gesamte Treppe bis zum Dach war zusammengerissen unb in dem Bürgermeisterbureau und dem Sitzungssaal Tische und Stühle umgeworfen. Die Wände im H a u s g a n g sind um 25 Zentimeter aus dem Lot gewichen, das Pvlizeigewaht^ fam ist ein Trümmerhaufen. Wäre das Rathaus ein ^•adnnerf» bau bann wäre es jedenfalls ein Trümmerhaufen. Die Ibn■ fassungswände sind indes 105 Zentimeter dickes Bruchstein-Mauerwerk das den Druck, bis aus eine Stelle nach der Rathausgasse hin aushielt. Nur dadurch ist die Rettung der im Hause befindlichen Personen nwglich geworden, wie es airtb ein Wunder 3tu neunen ist, daß sich z. Zt. der Explosion niemand aus dein Gang ünd der Treppe befand. Dos Rathaus wird sonst um diese Zeit stets von .Hunderten von Leuten besuch!. Flugteckniker Sch^ithauer der den 23erbrechet verfolgte, erzählte, er sei auf feinem Rade auf der südlichen Kaiserstraße getnesen, da habe er aus sich zu einen Menschen auf dem Rade kommen sehen, ber verfolgt worden sei und auf seine Verfolger beständig geschossen habe. Er sei ihm itad)gefahren, die wilde Jagd sei bis 5um Mainzertorlveg gegangen, dort rechts dem Gewanmveg hinein und dann dem Gemarkungsgrenzweg entlang auf die Ockstädtor EHausee, die Chaussee entlang nach Ockstadt, durch diesen Ort Istnburch unb nach Nauheim zu, da sei endlich, von Nauheim her, der Schutzmamr Bierwitt von dort _bem Verbrecher auf dem Rade entgegen ge kommen, so daß dieser, da auch inzlvisckien die Friedberger Schutz- mannschast hinter ihm war, an seiner Flucht verzweifelte, in's Feld flüchtete unb sich erschoß. Aussage des Bankvorstehers. Der Bankvorsteher Meyer, der von dem Räuber durch einen Dchuß verletzt wurde, ist noch nicht vernehmungsfähig. Einem Angestellten hat er jedoch den ganzen Hergang des Ücberfallev geschildert uird zwar ziemlichJibereiijfammenb mit unserem gestrigen Bericht. Nach des Aussagen des Vorstehers kam der Fremde mit gezogenem Revolver in das Tresorzimmer gestürzt. Ai'cyer, bei- gerade mit dem Zählen des Papiergeldes' beschästtgt war. ließ einige Bündel Papierscheine aus der £>anb fallen und wandtt sich sofort gegen den Angreifer, ber nun wohl nicht den Mut sand, loszudrücken. Meyer schlug ihm mit der einen .Hand den Revolver herunter, ioährend er mit der anderen nach ber schwarzen Larve griff. Es kam zu einem wütenden Handgemenge, in dein ber Bankvorsteher einige Schläge auf den Kopf erhielt, die ihn etwas betäubten, aber noch nicht die Besiuniing raubten. Er versuchte feinen Gegner an das Fenster zu drücken, das auf die Straße mündet, um sich durch Hilferufe bemerkbar zu machen. Das gelang ihm aber trotz seiner gewaltigen Körperkräfte nicht. Ter Räuber gab noch zwei Schüsse ab, von denen einer ein Schrotschuß war, und entfloh dann. Der Einbrecher batte seinen Revolver gemischt geloben, denn man fand bei der Untersuchung des Raumes später noch eine Kugel. Erfreulicherweise spielte auch der Zufall eine gi'oße Rotte, baut bei seiner Flucht aus dem Bankhaus ergriff ber Verbrecher in ber Verwirrung ein falsches Rad unb ließ das eigene samt den Bomben stehen, so daß bie Ermittlungen wesentlich erleichtert werben. Zubern hätte er von ben Explosionskörpern auf der flucht womöglich Gebrauch machen können. Die Persö nlichkeiten der Verbrecher find noch nicht genau festgestellt, unb bie inzwischen verhafteten Leute mußten nach kurzem Verlwr wieder freigegeben werden, da sich der Verdacht jedesmal als unbegründet erwies. Es hnt sich aber herausgestellt, daß der Fremde, der unter dem Manien „Schmidt" un Burghotel abgelticgcn war, nicht der Verbrecher ist, der sich auf der Flucht erschossen hat. Daraus geht hervor, daß es sich, wie wir sofort annahmen, tatsächlich um mehrere Leute handelt, die den Plan mit außerordentlicher Ucberlegung vorbereitet und zweifellos falsche Papiere benutzt haben. In .Halle ist ein Chouffeur namens B u r t'c 11 ft ein augenblicklich verreist und es darf angenommen werden, daß ihm [eine Papiere gestohlen wurden. Der Mitschuldige „Schmidt" soll in der Nacht nach dem Anschlag nochmals im Burghotel gewesen sein, wo er aber nicht feftgenmnmen wurde, weil die Bediensteten vollständig ben Kops verlorew hatten Es ist aber noch nicht festgestellt, ob biefe Angaveu zuverlässig sind. Im Ofen des Zimmers, das ber Mitschülbige bewohnte, fand man eine grün überzogene Papphütte, auf der in deutscher, englischer und französischer Sprache zu lesen ist: „Diese Hütte ist abzunehmen, bevor die Batterie in Gebrauch genommen wird." Die Polizei fahndet jetzt eifrig nach dem zweiten Verbrecher, der im gleichen Alter wie der Tote stehen sott. Er wohnte nicht mit diesem zusammen, vielleicht in Nauheim oder in Frankfurt. Täglich trafen sich die Beiden an einem anderen Ort. Die Besichtigung der Leiche bat ergeben, daß der Selbstmörder etwa 168 Zentimeter groß, von schlankem Bau, dunkelblond und etwa 26 Jahre alt gewesen ist; das Gesicht ist glatt und bartlos. Am rechten Arm ist eine deutsche und eine amerikanische Flagge cintätowiert. .Die die Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen 63 RI Es chrctftafcn e r1 Grund: vcr Der 73jöbriac Landwirt Stessen in 511 ein ich 0 fc feine Wirtschafterin und dann sich selbst: Der Allenfteiner Mordprozeh. < H. Illenstein, 23. Juni 1910. In der heutigen Nacht hatte die Angeklagte wieder einen schweren K r a m p i a n s a l l, so das; die Aerzte geholt werden mußten. Unter Ausschluß der Oesfentlrchkeit, auch für die Presse, wird zunächst der Waldwärter M a t e n i a vernommen, der eine Szene zwischen Frau v. Schönebeck und einer hochgestellten Per» sünlichkeit im Jagdschlösse des Majors beobachtet haben will. Ter Zeuge nennt den Namen der Persönlichkeit, seine Bekundungen decken sich aber nicht ganz mit dem Beweisthema. Der Gerichtshof beschließt, den betreffenden Herrn nicht zu laden. Auch Fräulein Neugebauer, die sich als Gesellschafterin bezeichnet, wird unter Ausschluß der Oeffentlichkeit vernommen, säte bekundet, daß sie focrrit v. Göben m Hannover kennen gelernt und ein Verhältnis mit ihm unterhalten habe, das perveser Natur war. Im übrigen habe Herr v. Göben sie immer als Dame behandelt und sich über wissenschaftliche Fragen mit ihr unterhalten. Die Staatsanwaltschaft und der Vorsitze n d c stellen verschiedene Fragen an die Zeugin, um sich zu überführen, ob die Zeugin Herrn v. Göben wirklich genau kannte. Nach einer kurzen Pause wird die Oeffentlichkeit wieder her- gestellt und Postassistent Bogt '.Reicheirbach) vernommen, der früher Wachtmeister iit der Eskadron des Herrn v. Schönebeck war. Als dieser von Bernstadt nach Allenstein versetzt wurde, hat der Zeuge seine Kapitulation gelöst und ist dem Offizier nach Allenstein gefolgt. Herr v. Schönebeck war, so gibt der Zeuge an, ein Mann, der seine Unterossiziere und Mannschaften zu selbständig handelnden Persönlichkeiten erziehen wollte. Er sorgte auch für Leiche wurde von Frankfurter Kriininalpvtizisten nach dem Bertillonschcn System gemessen und photographiert. Der Presse sollen Photographien zugänglich gemacht werden, da man auf diese Weise Imv’i, Näheres über die Personalieii zu erhalten. Ter andere Verbrecher „Schmidt" hat nach der Aussage der Tochter des Hoteliers sehr gut gepflegte Hände und ein seines Auftreten. Zur Untersuchung haben sich noch mehrere Kriminalbeamte von auswärts eingefunden, da es als unzweifell)aft gilt, daß es sich um eine internationale Bande handelt. Ta kürzlich in Hamburg ein ähnlicher Anschlag verübt wurde, ist auch ein dortiger Kriminalbeamter hier eingetroffen. Tas Berliner Polizeipräsidium pal gestern einen höheren Beamten angemeldet, der dem Vernehmen nach, auf höheren Befehl seine Erkundungen vornehmen soll. Die '■Bomben, die das Aussehen und das Gewicht eines Kilo-- steines haben, sind noch nicht entladen worden, fonbent werden nach Frankfurt gebracht, wo sie genau untersucht werden sollen. schmähte Liebe. Die unweit Tosaszow in Runueb Polen gelegenen, oem Fürsten zu Hohenlohe Oelnnigcn gehörigen Güter und Waldungen wurden von einem hirdnbaren H agclwett e 1 hcimgcincht: öOOO Schafe und Lämmer, eine Menge Rehe, Hirsche und Halen lvurden l 01 ausgesundcn. Fünf Hirten wurden von Eisstüacn erschlagen. . „ , . , In Bakn wurde der Millionär Babalelv verhaltet, weil er große Mengen NapINa aus den Anlagen von anderen Geschäfts-- leuten gestohlen haben soll Barmsläilier Mehl weltberühmt durch ihre Formenschönheit, Solidität und ihren billigen Preis liefert Ihnen vollständig frei ins Haus unter Garantie D14/«] von 10 Jahren das Drucksachen aller Art liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 geistige Ausbildung der Untergebenen. Ucber das Ehelebcn der Angeklagten bekundet der Zeuge, daß es manchmal zu Zwistigkeiten gekommen fei. Ein Bursche hat ihm einmal erzählt, daß die Angeklagte sich mit einem fremden Offizier eingcschlosfen hätte. Er habe Herrn v. Schönebeck hiervon nichts gesagt, da er nichts Positives wußte. Der Zeuge stand zu Herrn v. Schönebeck in einem Vertrauensverhältnis und hat ihm später einmal Andeutungen über die Liebsd»astcn seiner Frau gemacht. Der Major habe erwidert: Beweise, Beweise, was soll ich sonst damit ansangen. Gcsängnisinspektor R o l l m a n u war s. Zt. in Allenstein im Amte und macht Bekundungen über die Einlieferung der Angeklag LustschlftahU. Aldershot, 23. Juni. Codi) ist bei einem Flug mit einem von ihm selbst gebauten Flugapparat a b g e ft ü r z t. Er ivurde unter den Trümmern des Apparates b e >v u ß l l o s mit schweren Kopfverletzungen hervorgezogen. Tüchtiger NeiseuÄer von bedeutendem Unternehmen der Lack u. Farbcubranchc zum baldige» Eintritt gesucht. ES wollen sich nur solche Herren melden, die Erfolge nachweisen können und auch vor Landtouren N^^.öUsU'kfchrecken. Bei zufriedenstellenden Lcntungen hoher Berdienit u. t cbenß« ftellung. Offerten unter N. R. 1031 an Rudols Moste, Frankfurt a. M. lBS 0 Orrginai-DvahtmeLdungen. Aus der Zweiten Hessischen Kammer. R.B. Darmstadt, 2-1. Juni. In der heule fortgesetzten Beratung über bic Gemeindesteuer Reform sprach zunächst $Cbg.j Brauer, der sich gegen die Ausführungen der Abg. ^chön berget uitb lllridi wandte Ulrichs Vorschläge könnten ans Gründlichkeit keinen Anspruch machen und seien vollkommen undurchführbar. Er besprach dann die Grundbestiininnugen des Gesetzes und ivandte sich zum Schluß lebhaft gegen die neuerliche Eingabe des Hanfabundes, in der die Steuerfreiheit der landwirtschaftlichen Dctononiicgebäubc belämvit wird. Geheimeral Tr. Becker wies an Hand zahlreicher Beispiele die Utwurchflihrbar- feit Der Hirt ch f d) e n Vorschläge nach und die Tatsache, bafy auch die Gemeiudebedürfnisfe in den letzten 20Zahren außerordentlick> gestiegen seien. In Mainz und Darmstadt batten sie sich verdoppelt, in WormS vervierfacht und Offenbach, gar verfünffacht. Zn zwanzig Jahren brauche man nicht, mehr nad) den südlichen Staaten zu gehen, um bankerotte ^tädta und bankerotte Steuerzahler zu finden. tHörl! Zustimmung.)' Die Beratungen dauern fort. Lissabon, 24. Juni. Drei höhere Beamte der portugicftschcn B o d c n 1 r c d i t b a n l wurden wegen Unterschlagungen verhaftet Ein Dierter Beamter, der eben falls verhaftet werden sollte, verübte Selbstmord. Smolensk, 23. Juni. In Gohaksk stehen drei Haupt- fkraßenzüge in Flammen. Infolge des heftigen Windes dehnt sich der Brand immer weiter aus. (fkricbtsjaaL E. B. T a r in ft a b-t, 23. Juni. Aus Anlaß eines von zwei ausgetretenen Tienstknechlen am 22. s-iai d. IS. verübten Hau s- f r i e d e u S b r n ch S und Mißhandlung war der eine davon, ein gewisser Breuer, von dem Landwirt Ludwig Eidmann von Gro s>- U m st a d t in berechtigter Notwehr erschossen ivordeu. Tcr andere, der 30 Jahre alte Theodor Hehr auS Bretlig, wurde heute von der Straskammer wegen Hausfriedensbruchs und Mißhandlung zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Tie Verhandlung bestätigte, daß Eidwaun nur in Verteidigung handelte, als er von den beiden nicbctgertficn und mißhandelt wurde, auf dem Gesicht liegend, rückwärts die Schüsse abgab. X. Hanau, 22. Juni. Vor dem Schwurgericht stand heute der 27 Jahre alle Kaufmann Seibert aus Wahlhausen, der in Fulda die 20 Jahre alte Tochter des Schlosiermeister» Nuppel kennen und lieben lernte. DaL gegenseitige Verhältnis war recht innig, doch brach das Mädchen später den Verkehr aus Wunsch der Eltern ab, Da eine Verschiedenheit der Konsessionen oorlag. Er war evangelisch und sie katholisch. Alle Versuche des jungen Mannes, daS Mädchen luicber an sich zu sesseln, blieben erfolglos, so daß er sich dazu verleiten ließ, am FastnachtsdienSlag aus offener Straße z ,v e i R e v o l v e r f ch ü s s e auf das M ädchen abzugeben, von denen der eine Schuß das Mädchen am rechten Arm verletzte. Die Geschworenen verneinten sämtliche Schuldsragen, so daß Freisprechung erfolgen mußte. Darmstädter Möbel - Einrichtungshans Eodwig Wrmztt Kunstgewerbliches Etablissement für Innenausstattungen Telephon 1441 DARMSTADT HeiDFiclistr. 67 Portofreie Zusendung meines Prachtkataloges. ten tu der Shlvestemacht 1007. Die Frau hatte in der Unter suchungshaft verschiedene Anfälle. Aehirliche Bekundungen macht der Gesängnisiiii'peltor D u s d) über die Einlieferung der Angeklagten in das Charlottenburger Untersuchungsgefängnis'. Es werden dann die Niederschriften verlesen, die die Angeklagte ans Veranlassung des Verteidigers Rechtsanwalts Lalzmann in der Untersuchungshaft verfaßt hat. Es heißt in diesen: Ick) fühle, daß meine Gedanken und Sinne ansangen, sich allmählich zu verwirren. Id) will aber klar bleiben, um mich verteidigen zu löniien. DaS werde ich, wenn ich nod) imstande bin, Herrn v. Göben bei der Gegenüberstellung sagen: Sie haben mich ins Gefängnis gebracht, und zwar weil Sie darin die einzige Möglichkeit sahen, Ihre Schuld zu mindern, und die Sache so darzustellen, als wenn Sic in meiner Gewalt gewesen wären. Daß das Gegenteil der Fall war, wissen Sie. Sie fühlten, daß ich nicht die Energie hatte, eine Scheid-ing ourchzusetzen. Sie quälten und drängten mich, Ihnen alle Mißhandlungen meines Mannes genau zu erzählen. «toÄ' und Bedingungen liegen aus unl-r-m .Hochbaiiami zur Einfichc offen. Angebote aut Iordrmck, der daselbst t erhältlich, sind bis zum genannten Termin dort emzuretchen. b /« Z)cvanifcl?tcs. * Ausschreitungen von Studenten. Ans München wird uns gemeldet: Vergangene Nack)t kamen 150 bis 200 Verbrudungs-studcnlcn in Farben mit der Eisenbahn von Groß-Heßlohe hier an. Während der Fal>rt benahmen sic sich höchst ungebührlich. Ein skud. ing. kletterteaufdicLoko motivc, machte sich am Stellhebel zu schaffen und setzte wiederholt die Tampfpfeife in Tätigkeit. Die Bahnbeantten hatten Mühe, den Zug ordnungsgemäß zu fahren. Im Münchener Hauptbahnhof, wo der stud. ing. durch einen Schutzmami ungehalten wurde, versuchten btc übrigen Studenten, feine Festnahme zu verhindern. Die Ruhe foiinic erst durch das Eintreffen mehrerer Schutzleute hergcstcllt werden, wobei eine größere Anzahl S t u d c n t c n zur Personalienfeststellung verhaftet ivnrben. * Großfeuer in Berlin. In bcin Jakobshof, in dem sich etwa 40 Fabriklager und Geschäftsräume besinben, brach am Donnerstag mittag Großfeuer aus. Da an verschiedenen Stegen Einsturzgefahr besteht, würben alle oberen Stoawerke bes Hauptgebäudes unb sämtliche Stockwerke ber Quergebäude unb Seitenflügel geräumt. Tas Feuer soll eines ber größten Schaben feuer sein, bas Berlin je erlebt hat. Der herrschende Winb entfachte bic Flammen immer von neuem, so baß bic Löscharveiten, bic schon burch die große Hitze und durch ben Rauch bebcutend erschwert würben, nur sehr langsam von statten gingen. Eine große Anzahl ber in bem Gebäube beftnblichen Betriebe hatte beträchtlichen Schaben erlitten, insbesonbcre bic Gastschc Teppichfabrrk. Der Warcnschabcn beläuft sich auf nahezu i/2 Million Mark. Die Feuerwehrmänner Lüttich und Hamm ann erkrankten sehr schwer und mußten ins Krankenhaus überführt iucrbcir Äleinc Tageschronik. -Das HochwasserbesLech richtet immer größeren Schaben an. Bei Hochzol wurden sechs ^Häuser weggespült: das große Elektrizitätswerk der Spinnerei Stadtbach ist schwer gefährdet. Landwirtschaft. ? Vom oberen Vogelsberg, 23. Juni. Die He u- ernte hat diesmal früher begonnen als sonst. In jeder Hinsicht fällt die timte fehr zufriedenstellend ans unb es gibt volle Scheuern. T»e Preise sind indes bei Grasversleigerungen noch ziemlich hoch, was wohl der schlechten tivnle im verflossenen Jahre zuzu- chreibcn ist. • ti i n c vorzügliche HeiternLe ist den Landwirten bc5 Kreises Gießen dieses Jahr beschiedew Uebcrall sieht man jetzt ans den Wiesengri'mbcn fleißige Mäher unb Heiimachermnen. Ta^ Wetter war ber Heuernte bis zum Mittwoch recht günstig unb viel würziges Heu ist ui bic Scheuern gesammelt worben. Güte unb Menge sinb vortrefflich. Die Menge übertrifft bie Heuernte in 19U9 um mehr als bas Doppelte. Obwohl bie Futterpreis erheblich gc- unfen sinb, zeigen doch die Hengras-Versteigerungen kemc sehr niebvigen Preise. Host'entlich werben infolge bet annehmbaren Futterpreife jetzt auch bic hohen Vieh- unb Fleifchpreife etwas niedriger. _________________ Universitäts-Nachrichten. [] Marburg, 23. Juni. Dein Privatdozenlcn der philosophischen Fakultät Dr. Fries wurde der P r o s e s s o r t i t cl verliehen. Es können eingestellt werden: B**/r n. bei hiesigen Arbeitgebern: _ , 1 Mafchincnfchrciner, 1 Mctallsormer, 1 jüngerer Sattler und Polsterer, 1 Schuhmacher, 1 Schneider, 1 Backer, 1 Wagen- larficrer, 1 Fuhrkncchl, 1 Laufmadchcn, 3 Ticnstmädchcu, 1 Küchen' Mädchen, 1 jüng. HauSbursche. Lebrlinge: 1 Glaser, 1 Spengler unb Installateur. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Schuhmacher, 1 Schneider, 2 Bäcker, 1 jüng. Spengler, 1 Huf- unb Wagcnschmied, 1 jung. Wagner, 1 Schreiner, 5 Sattler, 1 3icgeleiarbeiter, 2 landw. .ttncajte. Lehrlinge: 1 Schmied, 1 Wagner. suchen Arbeit: 1 Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Schuhmacher, 3 Anstreicher und Weißbinder, 1 Maschinist, 1 Metalldrehcr, 2 Maurer, 1 Schmied, 1 Müler, 3 Bauschlosser, 4 Hausburschcw 5 Arbeiter. 3 Fuhr knechte, 7 Putz' und Kauffrauen, 1 Lausmadcheu, 3 Waschfrauen, 2 KxantenpfteßcrinncH, 1 Buchhalter, 1 Handlungsgehilfe, ein Bureaugehitte, 1 Kassierer und Auvlauser. Lehrlinge: 1 Mechaniker. Krrscheuversteigernng. Samstag den 25. ds. Mts., narbmittags 5 llbr. wird bic Kirfchenerntc von den Bäumen auf dem Trieb in verschiedenen Kofcn meistbietend versteigert. Zusammenkunft aut der Kmser-Allee bet der Wtrtschast „Zur Germania". __ Tie Erhebung des Oktrois und der Schlacht u. Fleischbeschau gebübreu betreffend. Dom 1. Juli 1910 ab anbei die Erhebung: 1. des Oktrois von cingefichrten ofttoipfhdjtigcn Gegenständen nur noch am Selterstor. tu; 2. der Schlacht- u. Jlciichbeichaugcbubrcn sowie der fontttgeu Einnahmen des Schlachlhofes nur noch nn Vcrwaltuugs gebäudc des SchlachtbofcS statt. v“ /« Die Schulgelder für das Realgpmnanum und die Cbcrrcat schule, die höhere und erweiterte ^lädchenfchitle und die Vorschule des Gymnasiums für das 1. Vierteljahr 1910 Ri. können tn ben nächsten 8 Tagen noch ohne Kosten bezahlt werden. ti /» Nachstehende Arbeiten fallen Mittwoch den 29. ds. Mts. auf unserem Tiesbauamt vergeben werden: vormittags 10 Ubr die Pflasterarbelten für die Herstellung eines beieitigten Bürgerfleiges in der Nodhelmer Straße von der fÄSiuter- .Md »6p6aUarbci.cn ,üt bieÄi$Uini° U6r ^^^iaurcr. and Adphaliarbci.cn für die 'Jlcubefeuigung der Katborincngaffc, vormittags 11'. Ubr bic l'iaurex- und Masterarbeiten für hie Befestigung der Bürgersteige in ber -Ltevhanstrave zwischeii X SS »Äiy eiuzureichen. - Zuschlagsfrift 4 Wochen. _____________o-Jo Uanvel. — M an «heim, 23. Juni Tie (betreib cl) and« 1 n n g Johann Georg Weik in Herrenberg et. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlichc Wetterdienststelle Gießen. Verlauf bev Witteruug seit gestern früh: Daß nach Osten ab- Kcbcnbc Tiefdruckgebiet brachte gestern nod) wiederholte starke Regenfälle mit slrichweifeu Gewittern, nur im enben HefienS waren bic Rieberschlägc gering. Ein neuer Lnstwirbcl zieht von tinglanb heran unb ist von bem Wirbel über bev Ostfeekustc burch einen Rücken hohen Druckes getrennt; bahev ließ über Nacht bev Regen vorübcvgcbcnb nad). Ter westliche Viiftwirbcl bringt neue Rcgcnfäkle bei anffrifchenben Sübweslwinbcu. WettevaitLsichtcii in Hcffen am Samstag bem 25. Juni 1910: Rcgcnsällc. bei starkem Sübwest, kühler. Ttädt. Wohnungsnachweis (ließen, Asterweg 9. 1‘^lla11 oo"^ Zimmern, 1 Wohmmg von 10—11 Zimmern, brei Wohnungen von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 1 Wohnung von 6-< Zimmern, 3 Wohnungen von o Sinuncnt, 1 LUobnung von 4 Zimmern unb 2 Kammern, 1 Wohnung von 4 Zimmern und Badezimmer, 1 Wohnung von 3-4 Zimmern, 2 Wohnungen von 3 Rimmern, 1 Wohnung von 2 Bimmern, 1 Wohnung von 1 Zwirner und Kabinett, 1 Wohnung von 1 Zimmer und Küche. 4 möbl. Zimmer, 2 inäbl. Zimmer mit' Pension, 1 Schlafstelle, 1 ummfbl. Zimmer, . 2 Zimmer für Bureauzwecke, 1 Werkstatt, 1 Werkstatt und cm Zimmer, eine Scheuer mit Stallung, 1 breistöck. Lagerhaus mit Pserbestall und Vcubobcn, 1 Laden mit 2 Zimmern, 1 Laden mit 2 Schaufenstern, 2 Zimmern und Lagerraum Zu nttcicu gesucht: 29 Wohnungen von 2-7 Zunnrern. BMI6 Ltädt. Arbeitsnachweis Gießen, Asterweg 9. V) Fusse ❖ Chasalla -Niederlage in Giessen Slli. lierlierl Marktplatz 2 »*/. sie werden fertig nach Mass verkauft, sehen elegant aus und erhalten Ihre Füsse gesund. Daran wollen Sie rechtzeitig denken! ♦ ♦ Fordern Sie gratis unsere Broschüre Tragen Sic Warten Sie nicht bis Ihre verdorben sind ,Ghasalla‘-Stiefel jQ $$ freßiittiger Verein. Alle Mitglieder und Freunde der fortschrittlichen Voltspartei laden wir zu unserem Fest aus dem Staufenberg bei Lollar ein. Sonntag den 3. Juli, nachmittags 3 Uhr: Musik --------------- Gesang ......— -■ Tanz. Ansprachen von Professor Nade, Dr. Strecker, Pfarrer Aorell und anderen Herren unb Damen. d,4/a WWÄUMiD Samstag den 25. Juni 1910, von abends i/39 Uhr ab Familien-Abend — — auf der Schönen Aussicht ""-~z mit Negimentsmuftk. Um allseitige Beteiligung wird gebeten._____________(vM/B Konkordia. Sonntag den 26. Juni Partie nach der Badcnburg. Gemeinsamer Abmarsch 3 Uhr. Zusammenkunft Ecke Eder- unb Steinstraße. v:t/e Abfahrt 2.03 Uhr. Bei ungünstiger Witterung von 4 Uhr ab Cafs Ebel. Der Vorstand. Gapn „Liederhsin“ Her. Sonntag den 26. und Montag den 27. Juni 25jähr. Stiftungsfest. Festzug an beiden Tagen um 2 Uhr. Eintritt an beiden Tagen 25 Pfg. Der Fcstplatz liegt unmittelbar am Dorfe und ist auf zwei Seiten von Wald »ungeben. Die Musik wird auSgeführt von Mitgliedern der Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm" Rr. 116. Um 1225 Uhr wird ein Sonderzug von Gießen abgehen. Er laden ergebenst ein 3465 Der Festwirt: L. Schlierbach.Der Vorstand. Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert die BrUhl'sche Unlv.-Druokerei. 10 0 0 MK DM J. Bett «Co. Frankfurt a. M. 430 „Lange Jahre litt ich an einem hartnäckigen Hausschlag Diel, sehr viel habe ich erfolglos versucht. Ich probierte ■Butter’ct Patent Medizinal Leise. Plötzlich' besserte es sich oon Tag zu Tag. Nahm nur Äum Waschen Zuckcr's Patent Mcdizinal-Seise u. hatte groß- artigcnGrfolg. M.SchlörinB." äStwüPf. I15o/Oifl) u. 1.509)1. (35°/oiö, stärkste Formt. Dazugeh. Surf»^ Creme 75 Pfg. u. 2 Mk., ferner Zuck°-ii-Seifelmild)50Pf.u.l.50M. Mit der Universität^ , Engel u. Virsch-Avothcke, bei Ang. Noll, E. Seibel, W. Kilbinger und Ctto Schaaf. (sl97'/« Fix n. fertig- zum Anstreichen kaufen Sie in der German«a-Drogerie Carl Seibel (2641 Ihre Futzbodenfarbe?c. Für Guttrocknen und Nichtnachkleben garantiere ich. Recentinol, den Fußbodenäle, empfiehlt (3239 Noonstr. 31. H. €>cf$, Tel. 568. Lieferant staatl. u. städt.Behörden. ?4t ucrluuifcu Schwere Stiften billig zu verkaufen. (3449 'M. Roientbal, Viebinitr. 13. Die Heuernte von einigen Morgen Wiesen im Heegstrauch sehr preiswert ab zugeben. (3453 Gail'sche Dampfziegelei und Tonwarenfabrik. ÄU IWfkankfN * Ein vollständig. Jll Dcriulljcn . Bett mit Nachtschränkchen, ein Waschtisch mit Marmoraufsatz, ein zweitüriger Kleiderschrank, eine Wage. 10 Kilo wiegend, eine Schleuder- maschine von Tbie. (05224 3u erfragen Brandaasse 3. Mehrere u. Flachersen, sowie schmtedeeis. Belagvlatten u. Grubenichienen, lagernd aus der Main-Weser-Hütte in Lollar, hat billig abzugeben (3472 Aug. Kuhmichel, Herborn. W Spezialitäten. "WX neuen Anfang 8l/< Uhr. Keine erhöhten Preise. zu Eintritt frei. Anfang 7-/s Uhr. [052361 Dr Sonntag von 11—1 Ubr: Frühschoppen Konzert. “WI Dir. Albert Ravvmaun. Es ladet ergebenst ein 05926 eine tolle Humoreske. [hv7/« Markersbach 69. D */. Ludwigstraße 55. 05177] des ihuif-OH'lndjc Zu vermieten (Offene Slelleii Für den Vorstand des Vereins: Nies, Pfarrer zu Melbach. 14- 1150 7.50 17.50 2Lohne jetzt Weserstratze 5 Wilhelm Schmidt, Schuhmacher, 05234) früher Neuen Baue 5. Motorrad, 3^PH. Adler, tadellos lausend, umständehalber zu verkaufen. Schristl. Anfragen unter 05230 an den Gießener Anzeiger erb. 05235] Mädchen, das kochen kann, in kl. besseren Haushalt gesticht. Frau Schmidt, Weserttrahc 5. folgenden Preisen: I. Parkett, I. Rang Mtllelvl. 11. Parkett, I. Rang Rückpl. IIL Parkett 05218] Zwei 18iahr. Mädchen such. Stell. Frau Dülser, Neustadt 50. Lade hiermit alle meine Freunde, Gönner und Landsleute meinem 3 tägigen Gastspiel freundlichst ein und grüße Sie hochachtungsvoll Danny Gürtler. Billetts sind von heute ab täglich im Kolosseum zu haben. - Landsmann der Hessen. Der letzte Romantiker und König der Boheme, sowie die übrigen Kolosseum Giessen. SamStag den 25., Sonntag den 26. u. Montag den 27. Juni 3 tägiges Gastspiel Im vorderen Restaurant täglich großes Familien-Künstler» Konzert deS Internationalen Tamen-Orchesters „Union*. Abends 8 Uhr Abonnements-Yopstellnng. Gastspiel Großberzogl. Kurtbeaters Bad Nauheim Sonntag öS* 2 große Vorstellungen nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr. Nachmittags ungekürztes Programm. Der Vorverkauf beginnt Sonntag, 26. vtuni, an der Tageskasse des Stadltheaters. (a*V« Die Herren Studierenden genießen an der Abendkaß'e Ermäßigung. Danntz Gürtler bringt seine neuesten Schlager, u. a.: Die Enzyklika« fetaiien-ltoic MonatS- Versammlung Samstag ben 25. tluixi, abends 9 Uhr, bei Kam. Euler. vM/e) Der Vorstand. [ 6 Zimmer \ Alicestraße 2 ist die 1. Etage, eien. 6-Zimmer - Wohnung, zum 1. Juli zu verm. (2STS Näheres parterre. Unter Mitwirkung der Kapelle deö hiesigen Infant.-Regiments „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 Der Zigemierbaron Operette in 3 Akten von Johann Strauß. Abonnement: 2—3 Zimmer-Wohnung von älteren Leuten zum 1. Sept. ges. Schristl. Angeb. m. Preisangabe unt. 3471 an den Gieß. Anz. erb. M. tägl. Verdienst d. Verkauf /') m. Patent -Artikel f. Herren. Neubeitensabr. Mittweida W MMenuom 'Ä,. M225I Ludwigstraße 26 v. Prosz.-Loge - -- Rang Log., I.RangBordervl. 16^0 AleiMiedenes Mll-Grllllhß goimtiifl heu 26. Süiii nun nadjmitiags 3 Uhr ab = Tanzbetastigung = bei Herrn Gastwirt Römer, ElÜnbach 3464 bei Allendorf a. b. Lba. Ulietgeluche Ankauf. Getragene Kleider, Schube, Weißzeug, Gold- und Silbersachen, sowie Zinn, Zink, Messing, Kupfer usw. kauft zu den höchsten Preisen 05196 Jakob Ott, Neuen Bäue 21. WmW Imechhmd zu kaufen gesucht. Schristl. Angebote unt. 3468 an den Gießener Anzeiger erb. Ankauf getr. Kleider, Uniform., Stiesel, Wäschez.h. Pr. Bin 'Montag a. Platze. Off. a. d. GeschästSst. d. G A.u. F. P. S. 5535. (ss18/« 33301 6-Zim.-Wohnung (part.) mit Badezim. u. all. Zub. ev. Stall re. u. (‘»laiM- v. 1. Okt. Bergstraße 1. | Verschiedene ) Seltcrsweg 39 (Emg. ^oethe- straßes schöne 3—4-Zimmerwohn. zum 1. Juli zu verm. [05048 05229] Zimmer n. Küche an einz. Pers, z. verm. Sandgasse 43. j,rivifctbeamter in ifa). Stellung s. ein Darlehn von Mk. 1600 geg. gute Zinsen und pünktliche monatliche Abzahlung. Schristl. Angebote unter 3444 an den Gieß. Anz. erbeten. Bei jüdischer Familie wird von Verkäuferin guter Mittags- ttsch gesucht. . Schristl. Angeb. mit Preis unt. 3456 an den Gieß. Anz. erbeten. 052221 Wiesenmähen wird noch angenommen. Löwengasse 11. Für die 6. bis 10. Operetten« Vorstellung wird für die Plätze im I. Rang und Parkett noch cm Teilabonnement ausgegeben zu - ~ " M. 05228] Tüchtige Büglerin findet dauernde Stellg. Waschanstalt Schwan, Liebigstr. 63.___________ 21 eite re, unabhängige Frau au einige Tage zur Führung eines kleinen Haushalts gesucht. Schristl. Meldungen unt. 05227 an den Gießener Anzeiger erb. Tüchtiger Sattler zum sofort. Eintritt gesucht. C. Koch, Berleburg i. W Ein Hnusbumic acfudit. 3398]Steins Garten. Dr. Phantom Vom Wahnsinn gerettet. Corda traten großes Drama nach dem Leben. Eins teMImg im MoppWer größter humoristischer Schlager bet Saison, oon Max Linber. Biograph Heute zum letzten Male 3467] Suche zu sofort ein tüchtig., zuverlässiges Mädchen, das schon gedient bat u. alle Hausarbeit oer steht. Frau Apotheker Schmidt, ___________Echzell, Welterau. 3466] Auf sofort oder Fuli er. ein erfahrenes Mädchen für Haus u. Küche bei hohem Lohn gesucht. Hotel Hcn. Hof, Butzbach. 05223] Funges Mädchen für tagS- über ober mr ganz gesucht. ^Näheres Weierstraße 6 v. 3463] Suche zum 1. Juli ein sleitz jüngeres Mädchen für tagsüber zu leichter Hauöarbett. Zu erfragen Krcuzplav 8. (H231] Lauffrau od. Mädchen ge- sucht. Gr. Steiuweg 11. Junge Dame«, semeren Küche ausbilden und zugleich in guter Luft erholen wollen, finden sorgsame Anleitung und Verpflegung gegen mäh. Pension bei Frl. Briegleb, Haus Stillfried, Bad Salzhausen, Ober- liessen. «Bahnlinie Gießen—Geln- hausen; Frankfurt—Nidda». P1” Lliilb. orhcntl. MWn ges. | Lüden etc. | erilöiic helle WerksMe mieten. Näheres Neuenweg 31 p. \3iM Tücht. Zuschneider, aus Wild- und Renntierleder geübt, ftnden sofort dauernde Beschäftigung. lO"/„ C. F. Pflüger, Handschuhfabrik, ______Bernau (Mark».______ 2 tücht. Möbtlschrmer sofort gesucht. (3355 Carl Stückratb, Möbelfabrik. Ein tiitfit. Wagnerßestüc auf sofort gesucht. 13401 Gg. Scklvan, "Neustadt 75. (OMSS malt. brev. donne ley. et conv. Adresse: Bad - Nauheim, Villa Margareta. Mm. de N.-Renaud, Akauifiteur oder Kolporteur erwirbt sich mit 300 Nck. Anzahl, ein ein. Unternehm., d. jährl. 3 bis 4000 SH. Ücker einbringt, ohne ied. Risiko. Schristl. Meldungen unt. 3474 an den Gieß. Anz. erb. | Möbl. Zimmer 049391 Amt. Arbeiter k. .Molt u. Loc erhalten. Schulstraße 11 Maits. 5 Zimmer 3434] Frdl. 5-Zim.-Wohn. m. Zub. it. Garlenant., 1. Et., v. 1. Juli od. 1. August zu vermieten. Ecke Stein- u. Dammstr. 41. 2 Zimmer | 3425] 2-Zimmer Wohn. p. 15. Fuli zu verm. 9lä '. Wvlsstr. 111. Ferner die übrigen vorzüglichen Program-Nnmern: Tie beiden Strandkinder, Drama. Baumwollen - Industrie, sehr interessant. 3 Paar Hände, humoristisch. Tonbild: An der Weser (wunderbare Aus».). Mifsionsfeft in Bersrod. Da? Jahresfest des luth. Missionsvereins für Ober Hessen soll, so Gott will, Sonntag den 26. Juni in Bersrod gefeiert werben. Beginn: Nachmittags 2i/i Uhr. Festprebigt: Pfarrer Strack von Usenborn. Misstonsbericht: Missionar Pfitzinger aus Ostafrika. Alle Missionsfreunbe sind herzlich eingelaben. Für ben Kirchenvorstanb: Hofmann, Pfarrer zu Winnerod. g« SWHIiealiir Giessen. Direktion: fier mann Stoiegoetter. Dienstag dcu 28. Funi 1910