birriliz 160» Jahrgang 0527 Kirchberg 'M man Bauabteilung des Finanzministeriums. Es ist an sich - - ‘ * C- , —Ta U (-* AI A AV« * AM AM \Q Aill’AM gewiß recht lobenswert, wenn bei den zahlreichen Bauten des Staates auch den ästhetischen Gesichtspunkten und den Merkwürdige Sehn- . 'v<< i ,: ; . ’ 7 ' . , Daten unu u)uu tiuupeii, dgö er |ü vjl cliu^uivu ivtiur, uld lagt, lsdrglrch in der Erwartung, daß, über kurz oder lang Verantwortung seines Amtes es erfordere, die Politik der dort ooch wieder ein staatlicher Bau .Kreisamt!) zu er- Regierung persönlich zu vertreten, La en'd>jfl lebhafter Beifall Achten fein werde. Vor allem wäre auch notwendig, mit nuM nur auf der Rechten, sondern aud> links. Tie Leifallslustigen den .fast regelmäßigen Nachforderungen oder Kreditüber-> freuten sich wohl, daß auf diese Weise der Sozialdemokrat Dr. Auftreten des Kanzlers schreiben: Man hat erfahren, was nicht zweifelhaft war, dum die Umkehr in großen Fehlern ist leider schwer, daß er über die Polenpolitik ungefähr ebenso denkt wie fein Vorgänger, auf den er sich ausdrücklich beruft, wenn er auch seinem ganzen Wesen ent- ► mittags io Ubr ,DOI>| 1. Aval M enunflsbebürinille touimeii nichi zur e> ötoireite und oer^ienititunben « binsichisnahme Umerschnsl aner- ___R bok v; icn = 3,10 Sstm. I - faulet ’ ■•^mittag» c* Sttjllr, 2q ^'Wnomnni tfontenpjij^ im |tf**b| Unsere am Samstag ausgesprochene Mahnung, möge den neuen Kanzler mit flachen Bemäkelungen verschonen, wird überraschenderweise auch von einigen Blättern der äußersten Linken vertreten, denen anscheinend.das banausenhafte Gewäsch ihrer gesinnungsverwandten Organe denn doch abgeschmackt erscheint. Die „Franks. Ztg.", mit der wir nicht allzu häufig zusammengehen können, läßt sich von Berlin in einem ausfallend ruhigen Tone über das Montag 24. Januar 1910 Bezugspreis: 0,20 6‘ttm. (25 cm, yWenre$tan6tii >ich-Hattenrod, wo tbeiiutßen gekreoz« , im DisM Laim rten, 26 Nadelb-lri Vellen: 300 Süden. Bitten - 2,78 5M ije Niederbelsin^ -fe zu gehen So waren beim l Liebknecht abgesertigt war und vergaßen, wie cs scheint ganz, daß in Darmstadt Go OOO Mk. von «die ftirze Antwort auch chnen galt. ■SS :oni ijl Sitjtt mlvng >r,beiWirtAruold . Rechnungsabla^ Mchnungspru'^ xet Vorstand. sprechend es anders ausdrückt. Komisch ! Es geht sv etwas wie Befriedigung, Beruhigung in den Kreisen mancher Abgeordneten um, seitdem sie sehen, daß der leitende Staatsmann redet, wem: er etwas zu sagen hat. Merkwürdige Sehnsucht nackt der BerÄ>samkeit des Kanzlers und Ministerpräsidenten in einer Zeit, in der man bodji nfeife, Cau er der allgemeinen Partei- verhältniise wegen und weil er offenbar als ehrlicher Charakter nicht mit allgemeinen Redensarten etwas versprechen will, was er nicht halten kann, tatsächlich zurzeit wenig zu sagen, d. h. mit- zuteilen hat. Parteien, die entschlossen siild, ihre Grundsätze selbst zur Cöeltung ?>u bringen und in fleißiger Vorbereitung auf die nächsten Wahlen sich den notwendigen Rückhalt zu schaffen, können, so sollte man meinen, auch einen rednerisch zurückhaltenden Reichskanzler vertragen, der aus doppelten Gründen der Lage wegen, die er Vvrgefunden hat, und seiner persönlichen Eigenart halber eine allerdings recht ausgedehnte Warte- und Schonzeit verlangt. Man muß, sie ihm zugestxhen und muß das Urteil Über seine staatsmännische RichUmg und Befähigung aufschieben, bis sich an konkreten Fragen der Gesetzgebung oder Verwaltung zeigt, was er kann. Mehr als man glauben sollte, ist die Sehnsucht nach dem starken Manne oder einem, der sich als solchen zu geben weiß, verbreitet. Ms Herr v. Bethmanu im Abgeordneten- hause einem Vorredner, der über sein Kommen und Nichtkommen gespwckLil hatte, mit einer gewissen energischen Kürze erwiderte, er wälle ibm für alle Zukunft die Mühe aller Erörterungen ersparen und ihm erklären, daß er sv oft erscheinen werde, als Die Einrichtung der Hochbauämter, die ja jüngst auch vom Finanzausschuß, der Zweiten Kammer beanstandet worden sind, erscheint ebenfalls überflüssig. Eine Zusammenlegung des Bureaus der Kreisbauinspektoren mit den Hochbauämtern dürfte die richtige Lösung dieses Teils der Organisationsreform sein. Es sollte auch die bei jedem Neubau sogleich begründete Neubaubehördc nach Möglichkeit vermieden werden, insbesondere, wenn, wie in Offenbach, obwohl das neue Gvmnasrum dort längst unter Dach und Fach ist, diese Behörde ruhig weiter besteht, wie man zu entnehmen. In der Organisation der Justizbehörden werden sich gleichfalls nicht unerhebliche Ersparnisse machen lassen, wenn die von den juristischen Mitgliedern des Finanzausschusses gewünschten Reformen, wie die Zusammenlegung kleinerer Amtsgerichte und Verminderung der Zahl der Richter, zur Durchführung kommen. Man ist allgemein darüber einig, daß z. B. für Wimpfen am Neckar mit seinen kaum 3000 Seelen das Amtsgericht überflüssig ist und die Einrichtung eines periodischen Gerichtstages dort vollständig genügen würde. — Dasselbe gilt für eine Anzahl kleiner Finanzämter, bei denen die Vorstände mangels anderer Beschäftiaung Tätigkeiten verrichten, die im allgemeinen akademische Gebildete nicht auszuführen gewohnt sind. Das Finanzamt zu Homberg u. a. in. sind nach dein Umfang ihrer Dienstgeschäfte viel zu klein, um auf die Dauer selbständig zu bleiben; hier wird eine Zusammenlegung niifrt vermieden werden können. In gleicher Weise könnten noch eine Reihe kleinerer Bezirks fassen zusammengelegt werden, wie überhaupt eine durchgreifende Reform des Kastenwesens dringend notwendig erscheint. Die Institution der „Untererheber", die dem Staat nahe an 200000 Mt. tostet, ist eine Gründung, die so bald wie möglich wieder beseitigt werden sollte. (Ein besonderer Artikel "in unserer Sonntagsnummcr hat über diese Frage eine Reihe detaillierter Vorschläge gemacht. Die Redaktion.) Zum Schluß unserer heutigen Ausführungen sei noch der Provision der Stempelmarken-Empfänaer Erwähnung getan, die bereits bei der Beratung des Budgets für 1909^ von der Zweiten Kammer beanstandet wurde. Diese Provision bedeutet eine bärtig unberechtigte Einnahme- guelle der mit dem Verkauf von Stempelmarken betrauten Beamten. Wenn die Großh. Regierung meint, durch das Interesse an der Stnnpelgebühr sei der Beamte geneigt, eher einen höheren Stempel zu verwenden, so wäre es doch richtiger, bei Abschaffung dieser Gebühririsse einen meuteren Gerichtskosten- oder Stempelrevisor zu bestellen, der häufiger Revisionen vorzunehmen hätte. Das Gehalt für einen solchen Beamten wäre schon zu rechtfertigen gegenüber der Ausgabe von 34 500 Mk., die im Budget für 1910 als Provision für Stempelmarkenempfänger einge- stellt ist! politische Lagesschan. Bethmann-Hollwegs Freunde und Feinde. Auch die freisinnige „Voss. Ztg.", die freilich sonderbarerweise meint, die Bemerkung oes Kanzlers über sein Kommen oder Nichtkommen habe besonders der Rechten ge- ddt>crg « cragungen vorsichtiger zu Werke Neubau des Landesmuseums in der bewilligten letzten Rate von 137 OOO Mk. erspart worden. Anstatt diese Summe mm einfach wieder an die Staatskasse zurückzuführen, stimmte die Kammer einfach einer Anmerkung rm .Haushalt zu, bis zu 34 000 Mk. von diesem Betrag zur „würdigen Herstellung" des Platzes vor dem Gebäude zu verwenden, worüber noch bis heute kein näherer Nachweis vorliegt. Im Haushalt für 1908 war aus der angeforderten Summe für Verlegung der beiden Amtsgerichte Darmstadt eine Ersparnis von 43 960 Mk. erzielt worden. Die Summe wurde lediglich durch eine Anmerkung tnr Voranschlag zur Verwendung für das Justizgebäude in Mainz und das Amtsgerichtsgebäude in Worms bestimmt. Ganz außerordentlich hock) sind auch die Voranschläge für die Millionenbauten in Bad Nauheim eingestellt gewesen und der Erneuerungsfonds des Bades hatte Ende vorigen Jahres die enorme Höhe von 1473 000 Mk. erreicht, so daß die Kammer jedenfalls dem Vorschlag zustimmen wird, die für dieses Jahr für die Bauten angeforderte Rate von 674 000 Mk. nicht, wie seither die im Lauf der Jahre bewilligten 8 Millionen, aus Anleihemitteln der Hauptstaatskasse, sondern aus diesem Erneuerungsfonds Bestrebungen der modernen Richtung Rechnung getragen wird, und man kann es nur freudig begrüßen, daß,man von dem früher üblich gewesenen Kasernenstil der öffentlichen Gebäude allmählich abgekömmeu ist. Mein bei der Beschränktheit der Mittel des Landes muß es doch bedenklich erscheinen, allen staatlichen Gebäuden ein Aeußeres zu verleihen, das dem unbefangenen Beschauer den Eindruck gewährt, wir schwämmen nur so im Geld: ein Beispiel dafür ist das neue Lehrerseminar in Bensheim, dessen Umfang und Aeußeres zu korrigieren in der Kammer bei Anforderung der crjten Rate vergebens versucht wurde. Die Ursache dieses Pruu^us im Aeußereu liegt darin, daß in der Abteilung Techniker maßgebend sind, deren Ideen und Pläne für die hessische Staatskasse zu kostspielig sind. Man darf doch den Staat nicht als Versuchsstation für schöne Ideen gelehrter Bauprofessoreu betrachten! > haben wir einen aoch Schülerinnen Schneidern und en hiermit noch- ere Schülerinnen, ten wollen, auch r Schule auige. 9-12 llhr im ___ä ;i «ich. , im Distrikt Seil1 i, L2 Birken Irunbl Rm.: N Buchen, ikn. 27 Eichen. 18? Df-Öen; tiäOWn, 3ur zinanzkrise in heften. I. Organisationsfragen. Bon einem sehr geschätzten Sachverständigeu wird uns aus Darmstadt geschrieben: Der Staatsvoranschlag für das Großherzogtum Hessen bildete alljährlich zwei dickleibige Mtenbände, deren einer in 145 Kapiteln die Einnahmen und Ausgaben der beiden Teile des Voranschlags (Verwaltungs- und Vermögenshaushalt) behandelt, während der zweite Band die „Mlagen zum Hauptvoranschlag", das sind 30 detaillierte Haushaltsausstellungen für alle größeren Verwaltungen und Institute, enthält; em genaueres Orientieren erfordert demnach nicht nur Zeit und Geduld, sondern auch eine recht eingehende Kenntnis der Dinge. Der Staatsvoranschlag wird seit einer Reihe von Fahren stets nach demselben Schema aufgestellt und zeichnet sich von seinem Vorgänger gewöhnlich nur dadurch aus, daß ein großer Teil der darin aneinanderge^ reihten Ausgabeposten mehr oder minder stark in die Höhe geht. Der setzt vorliegende Haushalt.sür 1910 ist, wie man anerkennen muß, mit Vorsicht und Zurückhaltung angefertigt, und wenn man glaubte, zwecks Herabsetzung der geforderten Steuererhöhung einfach eine Reihe neu eingestellter Posten streichen zu können, so würde man bald i>Lm Ende seiner Tätigkeit an gelangt fein. Eine einigermaßen fruchtbringende Arbeit wird sich nur dann erzielen lassen, wenn man in dem vorliegenden Zahlenlabprinth ■mit einem gewissen Kennerblick Umschau hält und das Budget nicht nur mit seinem Vorgänger näher vergleicht, — wozu die stets gegenübergesstellte Anforderung.des Vorjahres ohne weiteres veranlaßt —, sondern wenn man auch die einzelnen Posten selber auf ihre Wichtigkeit und Notwendigkeit hin prüft und auf eine.organisatorische Veränderung ftn ganzen staatlichen Verwaltungskörper Bedacht nimmt, der mit seinem Heer von 3500 Beamten für Gehälter und Wohnungsgeld allein rund 12'Millionen Mark jährlich erfordert. Im „Gießener Anzeiger" war schon jüngst mit Recht auf dre Umständlichkeit und Schwerfälligkeit der vielen selbständigen Abteilungen in den Ministerien hinge- iviesen worden, dre daraus resultiert, daß in jeder Angelegenheit der bearbeitende Rat oder Hilfsarbeiter erst dem Mi- nisterialrat und ALteilungschef referiert und dieser erst wieder die geläuterte Wissenschaft dem verantwortlichen Leiter des Ministeriums vorträgt. Es gibt im Ministerium des Innern 4 Ministerialräte mit 34 OOO Mk. Gehalt, 10 Vortragende Räte mit 53 900 Mr. Gehalt, ferner 2 technische Mitglieder uni) 4 Hilfs arbeitet, wozu von der Regierung zur Leitung der Zentralstelle für Säuglingspflege ruck) Mutterschutz noch ein fünfter verlangt, vom Finanzausschuß aber gestrichen wurde. Im M i n i st e r i u m der Iustiz sind 2 Ministerialräte und ein Vortragender Rat mit 25400 Mk. Gehalt und im Ministerium der Finanzen 4 Ministerialräte mit 35000 Mk., 21 Vortragende Räte mit 135 990 Mk. (also durchschnittlich jeder 6476 Mk.), ferner 2 kommissarische Mitglieder und 9 ständige Hilfsarbeiter mit zusammen 46 510 Mk. Gehalt vorhanden. Die allgemeine Anschauung geht nun dahin, daß die Geschäfte wesentlich vereinfacht werden würden, wenn der Ministerialrat in seiner Abteilung nur die wichtigsten Materien selbst bearbeiten und die Geschäftsverteilung in seinem Ressort besorgen, während für die ihm nicht zugeteilten Gegenstände der Bearbeitende die Vertretung beim Minister direkt haben sollte. Hierdurch würde viel doppelte Mrbeick und in jeder Abteilung wenigstens ein Beamter erspart werden. Dies gilt insbesondere von der Abteilung füröffontlicheGesundheitspflege,in welcher der juristisch gebildete Vorsitzende die EntscheÄung in fachtechnischen Sachen hat. Die Selb ständig reit der Abteilungen hat auch den Nachteil, daß ihrer jede sich allmählich Känzlei und Registratur geschaffen hat, statt daß alles von demselben Personal bearbeitet wird. Bei der bezeichneten Vereinfachung könnte eine ganze Reihe mittlerer Beamten gespart werden, und so mancher jetzt nicht voll beschäftigte Beamte hätte dann die ganze Arbeit zu leisten, die ihm obliegt. Von besonderem Wert wäre weiter eine Reform der Nr. 19 Erstes Blatt MGießener AmeiaeM FenNprech - Anschlüsse: Rf KM ‘Beronmcrthd) für den für die Redaktion 113, _ "v e < ** volMschen Teck: August w» General-Anzeiger für Oberheffen ffa die Tagesnummer ftofotionstnid unö Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. RedaMon, Lxpeditton und Druckerei: zchulstrahe 7. Anzeigenteil: H." Beck, bis vormittags 9 llhr. ____ — MV gölten, schreibt: . . Man ist immer erfreut, wenn matt hier zulande bet einem leitenden Staatsmann so etwas wir einen Millen verspürt, ob er iiäjri nun positiv oder negativ äußert. . . Ob die Schwätzer fick) jetzt endlich beschämt zuruckztehen werden? ___ (Eine Natserrede in Weimar. Weimar, 22. Jan. Heute nachmittag fand der feierliche Einzug des Großherzogspaares statt. Gegen 3 Uhr' trafen die hohen Herrschaften, von Frankfurt a. M. kom-. menb, auf dem Bahnhofe ein. . Aus Weimar wird weiter gemeldet: Der Kaiser, traf Sonntag nachmittag gegen 5 Uhr mittelst Sonderzugs! hier ein. Er wurde am Bahnhofe vom Großherzog empfangen und fuhr mit diesem nach dem Residenzschlosse. Hier sand um 3 Uhr Galatafel statt, an der außer den Fürstlich leiten Prinz Heinrich der Niederlande, der nieder- tändische Gesandte Baron Gevers, der italienische Botschafter^ Pansa, der spanische Botschafter Polo de Bernabe, der öfter, reichische Gesandte in Dresden Prinz zu Fürstenberg und' der englische Botschafter v. Goschen teilnahmen. Im Verlaufe des Mahles erhob sich der Gr o ßh erzo zu folgendem Toast: . Euerer Majestät danken, meine Frau und ich aus das Aller- herzlichste für den gütigen Besuch, den Eure Majestät uns heute ab statten. Wir sind tief gerührt, daß Eure Majestät zu uulcrent Einzuge gekommen sind, um meine Frau in ihrer neuen Heimat zu begrüßen und Hocherftcut über diesen Beweis treuer Freundschaft. Ich darf wohl sagen, daß audy alle meine loyalen Unter tanen in Stadt unb Land durch die Anwesenheit Eurer Majestät aufs tiefste dankbarf bewegt sind. Meine Frau und ich werden stets dieses Kaiserlichen Besuches mit Freuden gedenken und so bitte ick) denn alle Anwesende, mit uns die Gläser zu erhebet: und' der Anhänglichkeit zu Kaiser und Reids Ausdruck zu geben, rndeue wir rufen: Seine Majestät, der Kaiser, Hurra, Hurra, Hurras Die Musik spielte die deutsche Hymne. Der Kaiser erwiderte: „Ich freue mich' aus tiefstem Herzen, meinen innigsten Dank aussprechen zu dürfen für die freundliche Begrüßung und die Worte, die du soeben gesprochen hast, war mir eut: Bedürfnis, an dein Festtage Eurer Königlid>en Hvtzeiww und dem Einzüge der Frau Großherzogin hier anwesend sein zu dür fen. Ich bin gewohnt von jeher, dir meine Teilttahme in mutlichcs Scheiden sind nicht allein in den überaus zahlreiche - Angriffen zu sehen, die von Stimmen Mer Pa^teirichtungen gegen iben Staatssekretär bezüglich der Art, wie deutsche Interessen im Auslände von ihm vertreten werden, laut wurden, sondern man ! neigt in maßgebenden Kreisen auch zu der Ansicht, daß der neue Kanzler, der in moiidyen Beziehungen einen von Bülows Ge- pflogenheiten abweichenden KUrs cinfchlogeu will, dies besser mit einem Manne seiner Riästuug als Leiter des Auswärtigen Amtes tun kaum liebet den Termin des Wechsels verlautet noch nichts Bestimmtes, doch wird Sxrr von Schön auf jeden Fall sein Ressort rat Reichstage noch vertreten. Bekanntlich ist es seit langem schon ■ der Wunsch des Staatssekretärs, Botschafter in Paris zu werden, und Mer Voraussicht nach wird diesem Begehren auch entsprochen. Die badische Zweite Kammer beschäftigte sich am Samstag mit dem B i e r st e u e r g e s e tz e n t w u r f. Er wurde gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und des !.Abg. Schmidt (kvns.) angenommen. Ferner wurde ein Gesetzentwurf angenommen, wonach die Landtagsabgeordneten künftig eine Aufwandsentschädigung für die Dauer der ganzen Session anstelle der Diäten erhalten. Ausland. , Zugleich nrit dar Ueberreichung von Japans Antwort aus den amerikanischen Neutralisationsvorschlag erließ der ^Kaiser von Japan ein Edikt, in dem die südman- fchumsche Eisenbahn ermächtigt wird, eine Anleihe in doppelter Höhe des eingezahlten Kapitals aufzunehmen, die jedoch den Betrag des Gesamtkapitals nicht überschreiten dürfe. Da von dem 200 Millionen betragenden Kapital der Bahn 125 Millionen eingezahlt sind, so ist die Bahn in der Lage, 'eine Anleihe in .Höhe von 200 Millionen aufzunehmen. Wie verlautet, füllen 40 Millionen sogleich Verwendung finden, um eine rasche Entwicklung der. Antung-Mukden- Linie und von Port Arthur 311 m großen Handelshafen zu > ermöglichen. Aus Stadt uuL» Land. Gießen, 24. Januar 1910. — Tagestale über für Montag, 24. Jan.: Lustiger 8l b e n d von Marcell Salzer. Abends 8'/. Uhr im Klubsaal. * - In Audienz empfangen wurden vom Großherzog am Samstag Aktuar Stein, Kreisamtsgehilfe Mahr und Betriebsleiter Müller von Friedberg, Geh. Justizrat Leist, Professor Geppert und Stadtverordneter Winn von Gießen. *' Titeloerl eihung. Der Großherzog halbem Minrsterialsekretär bei dem Ministerium der Finanzen, Karl Lony, die Befugnis erteilt, den Titel „Finanzamtmann^ zu führen. •• Der Landes-Lehrerverein hält feine dies- jährige Vertreter - Versammlung am 30. März in Bad Nauheim ab. An de«n gleichen Tage wird die Hauptversammlung des Vereins provisorisch angestellter Lehrer zur gegenseitigen Unterstützung m Krankheitsfällen abgehalten. Am Nachmittag ist ein Besuch der zum Aade- und Salinenbetrieb gehötenden neuen Anlagen vorgesehen. -** Forts chrittlich°-politischerBildungsyerein. Man schreibt iuis: Bor joljireiib eriujunener L)uyoperiä)aft ,prach am Samstag abcnd im Eafe Ebtt Pfarrer lic. Trauv-Tortmund über „Reaktionäre und so r t s chr tt tl. Staatsa uff as su n g". Seinen Ausführungen legte er den Leitsatz zugrunde: Ein freier Mann im starken Staat. Er suchte in oft von Beifall unterbrochener Rede nachzuweisen, wie Die besten Pfeiler eines Staats, aber auch die besten Stützen des monarchischen Gedantens, nur die liberalen, keüteswegs aber die rcattionaren Ideen sein könnten. Tas Wesen der Reaktion beleuästete er durch eine kurze Schilderung der politischen Zustände zur Zeck des Deutschen Bundes. Eine fortschrittliche Staatsausiasiung müsse gegründet sein auf die großen Gedanken der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung eines freien Volkes, wie schon Fichte vor. nunmehr 100 Jahren gezeigt habe. Das Ziel müsse sein, Perwullchkecken zu erziehen, die mit Verständnis und Liebe bei der Lösung dec wichtigen idealen Fragen unseres Volkes Mitarbeiten. Gleichgültigkeit in politischen und kulturellen Tragen einersecks-und vornehmes Zurückziehen andrerseits müßten schwinden. Ter Einfluß des Junkertums, einseitige Ülasicntustiz, Nichtbeachtung des Koalitionsrechts, die übertriebene Scheu vor der Polizei hiiwerten die fortschrcktlichc '.'titSgeftaltuitg e>ms ^:aais-vcicns mia icien oesl^nv zu bemmpfen. In Bildung^ und Kulturfragen nehme man vielfach noch einen einseitigen Standpunkt ein. Nur die Einheitsschule, in der die Minber aller Staatsbürger ohne Unterschied der Konfession, R-> ligtoit ober des Standes vercmigt sind und die ein vorzügliches Mittel zur Uebcrbrüciitng nationaler Gegensätze bildet, könne die Zupimmung eines wahrhaft svrtschiicklich gesinnten Menschen Hobe'.'.. Für die Volksschule, durch die nahezu 90 Prozent aller Staatsbürger hinduichgehen, iiiüiic mehr geschehen als seither. Mirclx und Staat seien voneinander zu trennen. Den Gebankeu der allgemeinen Wehrpflicht, den durch unsern Kaiser angeregten Ausbau einer ftaden Flotte und der Erwerbung vpii Kolonien stcht der Redner sehr m>nphati,e!> gegenüber. Mit Mi Worten Napoleons I., „das; das Geschick Sem -nlanos noch nicht vollenbet ;ci", aber in dein Sinn vollendet werden möge, oa>; aller tttin- licker yaber entfern: । . Gsichuiack an politichern Lenken Llbrr nun folgenden freien Aussprache zeigte sich Stadw. Krumm als Gegner aller Kolonial- und Flottenbestrebungen, stimmte aber sonst im allgemeinen des Ausführungen des Vorredners zu. Professor U r ft a b t verbreitete sich noch in humorvoller Weise über Pluralwahlrecht und Frauenfragc. Nach einem Schlußwort bes Referenten, das besonders den Studenten und Frauen galt, schloß der Vorsitzende die Versammlung. — Sta btt Heater. ES sei auch an dieser Stelle auf die Festvorstellung zu Kaisers Geburtstag hingewiesen, die in dem historischen Lustspiel .Wie die Alten snngen" von Karl Niemann eine sehr wirkungsvolle und für den Zweck hervorragende Darbietung bringt. Tas heitere Werk ist seit einer Reihe von Jahren hier nicht mehr gegeben tuorben und dürfte sicher — da eine vorzügliche Besetzung und Aus- flattung zu ermöglichen ist — starken Beifall finden. Gießener Konzertverein. Man schreibt uns: Ter Liederabend von Susan S. Metcalfe bringt neben fünf der schönsten Lieder von I. Brahms, einer Arie aus G. von Glucks Iphigenie und der Margareckenarie ans Berlioz' Faust höchst interessante Lieder klassischer und moderner (sianzösi- scher) Meister. Alessandro Scarlatti, einer der fruchtbarsten Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts, Vater des bekannten Klaviermeisters Tomeuieo Scarlalli, Bononcini aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrh., Campra, ein französ. Komponist um die Wende des 17. und 1§. Jahrh., und König Louis XIII. sind mit altberühmten Liedern vertreten. Ten Beschluß bilden die modernsten Franzosen: G. Faure und C. Debussy, deren Musik zu Maeterlinkschen Werken auch bei uns bekannt und geschätzt ist. ** Fernsprechwe > en. Im Interesse möglichst frühzeitiger Inangriffnahme Der Arbeiten zum weiteren Ausbau der Fernsprechanlagen ist es erforderlich, daß die Anmeldungen neuer Fernsprechanschküsse spätestens bis zum 1. März den Kaiserlichen Telegraphenanstalten vorliegen. Verspätet angemeldete Anschlüsse, die infolgedessen außerhalb des Bauplans nur mit Mehraufwendungen (z. B. durch besondere Entsendung einer Baukolönne usw.) herzustellen stnd, werden in dem laufenden Bauabschnitt nur Dann ausgeführt, wenn die Antragsteller zu den entstehenden Mehrkosten einen Zuschuß von 15 Mk. leisten oder wenn diese Mehrkosten den Betrag von 50 Mk. übersteigen, den wirklich aufgewendeten Kostenbetrag erstatten. •* * Gießener Polizeihund. Von Vilmar a. d.Lahn wird uns nutgeteilt, daß am Samstag abend telephonisch die Entsendung eines Polizeihundes von hier erbeten wurde, um nach dem Verbleib des Landwirts Jak. Fla ch zu suchen, der sich am Samstag vormittag von seinem Hause entfernt hatte, anscheinend in einem Anfall von Geistesgestörthcitt Am Sonntag vormittag 9 Uhr nahm der Dem Schutzmann Neuz gehörige Hund .Luchs" im Hause die Witterung der Kleider des Vermißten auf und folgte dann einer Spur durch Feld und Wald etwa 4 Km. loeit bis zur Lahn und bann etwa l Km. längs des Flusses hin. Schließlich ging Luchs ins Wasser und verbellte dort eine Stelle. Em zweiter Versuch hatte das gleiche Ergebnis. Da sich nachträglich noch Leute fanden, die den Vermißten auf diesem Wege gesehen haben, ist als sicher anznnehmen, daß Fl. sich in der Lahn ertränkt hat. Die Arbeit des Hundes verdient umsomehr Anerkennung, als in der Nacht auf Sonntag Schnee gefallen war. **Maul- und Klauenseuche. Der am 30. Dezember gemeldete Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Hanselaer, Kreis Cleve, hat sich bei der weiteren Beobachtung des Bestandes nicht bestätigt. — Die Maul- und Klauenseuche ist übrigens irn ganzen Deutschen Reich erloschen. — Wieseck, 24. Jan. Zu der Nachricht über das tragische Ableben des Landwirts Kern sei mitgeteilt, daß die Mitteilung unrichtig ist, St sei in letzter Zeit dem Trunk ergeben gewesen. Der Verstorbene erfreute sich bis zum letzten Augenblick allgemeiner Achtung und Beliebtheit und die Beteiligung an der Beerdigung war all- gemoiil. Auch seine Kriegskameraden von 1870/d erwiesen Herrn Kern die letzte Ehre. △ Lich, 23. Jan. Der Hassia-Kricgcrbezirk Lich hält sein Bezirks fest am 2. und 3. Juli in Birklar ab. Der dortige Kriegeroerein verbindet damit sein 25jäh- rtgeS Stiftungsfest und erhält die Kaiserschleifc. S8ab Nauheim, 23. Jan. Emer der dienst- ältesten Lehrer Hessens ist Organist und Lehrer August Wagner von hier. Er hat 1865 daS Lehrerseminar Friedberg verlassen und ist somit 45 Jahre im Schuldienst tätig, davon entfallen 41 Jahre auf Bad Nauheim. Als Vorsitzender des Kur- und Vcrschönerlmgsoereins hat er sich um die Hebung des Fremdenverkehrs sehr verdient gemacht. Er war Vorsitzender der Pfennigsparkasse, Rechner der israelitischen Gemeinde und Vorstandsmitglied deS Konitzkystiftes. Am 1. April tritt er in den Ruhe stand. Bad Nauheim,.24. Jan. Die offizielle Kurzeit beginnt in diesem Jahre wieder am 16. April und endigt mit dem 15. Oktober. Während dieser Zeit finden auch Skonzerte der Kurkapelle (Winderftein-Orchefter) statt. Staatliche Badehäuser find aber bereits am 15. März geöffnet und bleiben im Herbst nach Bedürfnis bis ettva Mitte Dezember int Betrieb. Im Badeyaus des Konitzkystifts werden Bäder wäl-rend deS ganzen Jahres abgegeben. L. Friedberg, 33. Jan. Ter Friedberger Frühjahrs-Pferde- u n 0 Fohlen markt wird am Dienstag und Mittwoch, 8. und 9. Februar, abgehalten. Mit ihm ist eine Zuchtpferde- und Fohlen,chau nebst Prämiierung verbunden. Tie Stadt Z-rcedverg, der Landwirt- schaftsrammerausschuß und der Landesp^erdezuchtverein yaben Preise im Weiue von 1000 Mk. dazu gestiftet. — Schutzleute verhafteten gestern, 22. Jan., in der Frühe einen jungen Menschen, der gerade einen oad voll Brötchen zu entleeren im Begriffe war. Der Dieb hatte ein Paar noch jeud)te Tamenstrumpse und einen frisch gebratenen jungen Hahn bei sich. T armftabt, 22. Jan. Nach der von Großh. Polizei- amt gefertigte!*. Zusammenstclinng bezifferte sich die Einwohnerzahl von Darmstadt uni 1. Jan. unter Berücksichtigung Der feit der letzten Volkszählung vorgekommenen Geburten und Sterbe,alle, sowie der Zu- und Wegzüge auf 90 314 (einschließlich Militär), und zwar 44 648 männliche und 45 666 weibliche. ---Mainz, 2>. Jan. Ter Landesverbandhefsi- scher Geflügelzüchter, bestehend ans den drei Pro- vinzialverbünden und den diesen ungegliederten 96 Geflügel- zuchcvereinen in Hessen mit ca. 5000 Mitgliedern, veranstaltet vom 12. bis 11. März in den Räumen Der Stadtt „alie durch den Verbandsverein Mainz feine 4. Landes- verbands-Ausstellung, die bic vorausgegangenen Landesausstellungen voraus,lchttich übertreffen w.ro. Nachdem der Großherzog das Pro^eSorac über >,ne Ausstellung übernommen und einen wvr.vollen Ehrenpreis gestiftet hat, Der Vor hr 3orm^ L-rnunnü dl- Hrs Eiilgl irre GerichtssaaL. W Kaiserslautern, 22. Jan. Ter des Aiordes an der 21 jährigen Anna Schiefer und iljrer 63 jährigen Stiefmutter Maria Nieüermayer in Ludwigshafen angeklagte 26 fahrige Faarck- arbeitec Schlindwein von Bellheim wurde, wie die „Pfälz. Presse" meldet, nach zweckägiger Verhandlung vom pfälzischen Schwurgericht in Zweibrücken heute zweimal zum Tode verurteil t. Ler Vor IL dsS.» Sp-bt offen. Grünberg 'n d W de <4VMv 8F8 tr M W Tic Lies ttgenitänbeu fi 1. Salbill - 8 dz, 1 Sehr - j dz, 6. 2d >j dz, 8. Milch 15 dz, 11. W »hl -170 dz, Sr. 1 = 8 dz, 1! dz, 18. Erdi vehl -- 3 dz,: - ß dz, 24. Ho - 8 dz, 27. M wr^O^d1 2. Aabcnnubi dz, .35. 2 'lande - f. V Viüger -10 11 dz, 42.2ob bochle - 40 2 IM - 30 5i wnic - 5 5t il 2tM 51. j( Sifeiwitriül - ier - 7 dz, ^ahnbüi'üen Llearinlichi, lilthen - 30S *rmc -105, Ärn,Anthrazi Wen, neunskblc "xM - 70: 40 2li siuch 75. Ec "• Sdjmu^büri Lein-, Rüb-, ® yenfter- im ‘♦’.Suecnb uü ™ Qm, 85. Die! ^undschwa! ilrn- rocif;, bh :o,cib Äamel, 2' roc!fv nan ^«eih und ö" Dtb.-Sr. 13 Noon Leim!7 «nen weher -ß Jefn. nur ci x bMjü«! u Äs x^e!en P-hjj «ibenWtf O- rßr iSig Gi Straßenkehrichts ist nach dem Vcrwaltungsbericht des Berliner Magistrats vertragsmäßig an einen Unternehmer für eine Pauschal- sunrnre von 1O54OOO Mark für das Jahr unb eine Entschäbi gung vou 3 Mk. für die Fuhre Sckpice von 2 Kubikmeter Inhalt vergeben. Abgefahren sind tut Rechnungsjahr 1908 von dem Unternehmer 175 331 Fuhren Kehricht, durchschnittlich also 479 Fuhren täglich. Die Abfuhrmenge ist aber häufig in iDcnigen Stunben völlig verschieden und hat lvieberholt schon bas Toppclie unb Treifack>e jener Durchschnittsleistung erreicht, wenn die Witterungsverhältnisse fich plötzlich ganz unvermittelt veränderen und beispielsweise auf Trockenheit unvermutet Regenwetter folgte. Tie Kehrichtabfuhr stellte fich int Berichtsjahre auf rund 6 Mk, für die Fuhre. Die vertragsmäßigen Pflichten sür^ die wücker- liche Schneeabfuhr sind dieselben wie iu früheren Jahren. Insonderheit hatte der Unternehmer auch im Berichtsjahre dafür Sorge zu tragen, daß auf, Erfordern jederzeit die notivenbige Anzahl von Abfuhrwagen zur möglichst schnellen Fortschafiung der zusammengebrachteu Schneemengen in Betrieb gestellt werden konnte, und das; zur Unterbringung des abgefahrenen Schnees geeignete Lagerplätze in genügender Zahl vorhanden waren. Die Feststellung der geleisteten Anzahl Schnecfuhren durch Marken- toutroUc hat sich auch im Berichtsjahre, wie bisher, bewährt. Ta der Unternehmer auch während der Tauer der Schnecabfuhr die Pauschalsumme für Kehriaftabsuhr bezogen hat, Straßenkchricht aber nicht getrennt von Schnee verladen und in der Fuhrmutge nicht getrennt gezählt werden tonnte, mußte von der durch bu Markenkontrolle ermittelten Fuhrenzahl zunächst bei Durchschnitt der Kehrichtsuhren wahrend der schneefreien Ptonate des Bor-' ] jahrs in Abzug gebracht werden, um die zu bezahlende Schneefuhrenzahl sestzustellen. Jener Turchschnitt der Kehrichtsuhren betrug für das Berichtsjahr 14 375 Fuhren monatlich. Tic Zahl der Schneesuhren hingegen nach Abzug dieses Durchschnittes stellte fich im Winter 1908/09 auf 243 497 Fuhren. Die Schnee, b c f c i t i g u 11 g und Abfuhr erforderten im ganzen 916 392,85 Mk., davon entfallen auf Abfuhrkosteu 762 848,50 Mk. und auf, bic Löhne für Hilfsarbeiter 153 544,35 Mk. * Ein historisches Fest in Ncwyork. In den letzten Tagen des alten Jahres fand in Newyork ein höchst eigenartiges und vielbesprochenes Fest stall, zu dem das fünf- undzwanzigjahrige Jubiläum der amcriianifchen historischen Gl> sellschaft den Anlaß gab. Ter Ncwyorker, der doch cigentlidi, als der Typus des tradckionslosen modernen Menschen gilt, läßt sich feine Gelegenheit entgehen, sein Interesse an der Geschichte' seines Vaterlandes oder seiner Stadt yi bekunden. Ein glänzendes Zeichen dieses Interesses war nun das Fest, das die genannte Gesellschaft mit Hilfe des „City History-Clnb" in den, Prunkfälcn des Waldorf-Astoria-Hotels gab. Die Haupt- anziehung dieses Abends waren lebende Bilder, bereit Personen zum größten Teil nicht von Schauspielern, sondern von den Nachkommen der darin dargestelltcn Personen aus Nordamerikas Vergangenheit gegeben wurden. Man sah hier etwa das patriarchalische Heim des Peter Stnyvesant aus dem 17. Jahrhundert, in dem Stuyvesants Nachkommen ihn selbst unb seine Familie dar stellten; ober man wohnte der feierlichen Unabhängigkeckserllärung der Vereinigten Staaten vorn Jahre 1776 bei (nach dem Gemälde von Trombull), bei dem die Ur- urenkel der allen Gerry, Livingstone, Lewis, Morris, die einst den Vertrag unterzeichneten, auf der Bühne diesen Auftrckl wiederholten. Benjamin Franklin war zwar durch keinen Nachkommen vertreten, dafür aber durch einen Herrn der Gesellschaft, der sich zu diesem Zwecke die echten Kleidungsstücke des großen Amerikaners verschafft hatte. "Eindeut scher Po neninGefahr. Frau Spretter, De- sitzerin des Hotels M e ndL l ho f auf dem Mendelpaß, des Hotels. Viktoria in Bozen unb einer Billa in Gries, ist in Zahlungsschwierigkeiten geraten und hat Konkurs angemeldet. (Sine, Million soll fehlen. Ter Fall ist nicht vom touristischen Standpunkte blliauernswert, da izrau Spretter sich in Touristenkreiserr großer Beliebtheck erfreute, sondern auch in nationaler Hinsicht, weck Frau Spretter stets ihr Deutschtum bekannte und alles, was m ihrer Mach-t stand, tat, damit die Mendel nicht völlig ver- !| 8610” b?1 r *’'ii I ,üter £>'cv sau? aitcs. Kehricht und Schneeabfuhr. Tie Abfuhr des Va dir. an L Jati» ®. l&teW wolfcht werde. Kleine TagesMonik. Der neue Komet, Über des,en Erscheinen mir schon verschiedentlich berichtet haben, wurde am Samstag fast in ganz Deutschlano gqeljen. Vom K.ubhaus des V. H. E. auf dem Hoherodskopf war er fast s'v Stunden sichtbar Er stand um 6 Uhr in nordwestlicher Richtung, den Schweis in einer Länge von 2 bis 3 Meter nach oben gerichtet. Wie Die Erdbebenwarte in Jugenheim in lieber- einstimmung mit mehreren anderen Stationen mittellt, ist nach ihren Feftstellnngen der Herd des gestrigen starken Erdbebens int südwestlichen Teile von Island zu suchen, das schon mehrfach von Erdbeben heimgeiucht worden ist. Die Entfernung beträgt etwa 2500 Kilometer. Tas gestrige Erdbeben war so stark, daß die Zeiger am Seismographen wiederholt an die Anschläger anstießen. 3n Frankfurt a. M. starb heute früh im Alter von 82 Jahren der Schriftsteller Dr. Franz Rittweg er, ein geschätzter Kenner der frankfurter Kiinftgeichichtc. * bqt vom 27- Juieau zur E Birklar, 1 wird in ffert nächsten Tagen das Alsstettungsprogramm für die in großem Umfange geplante Ausstellung zum Versand-- kommen. Ter Anmeldetermin läuft bis zum 28. Februar. Die bewilligten hohen Ehrenpreise werden in Verbindung mit den zur Verfügung stehenden beträchtlichen Geldpreisen einen lebhaften Anreiz zur Teilnahme am Wett- bewerbe abgeben. Rtit der Ausstellung soll eine Lotterie (15 000 Lose ä 50 Pfg.) verbunden werden. w. Wetzlar, 22. Jan. Tie Generakversmmnlung des Bau Vereins, G. m. b. H. hatte sich eines guten Besuches zu erfreuen. Es wurde ein Reingewinn von 2152,79 Mark erzielt: gleich den letzten Jahren sollen 4 Proz. Dividende verteilt werden. Ter Aufsichtsrat wurde einstimmig wieder gewählt. Von dem Dalbergscheu Kirchen- und Schill- fonds ist an der Haarbach ein Grundstück mit 200 Meter Straßenfront erworben worden, das als Baugelände üor- trefflich geeignet ist. Vorn Bauverein sollen vorläufig drei Häuser mit je zwei Wohnungen erbaut werden. Tie Gene- ralversamntlung genehmigte die von der Verwaltung unternommenen Schritte, wonach das Scammkapi.ml von 50 0J0 Mark auf 100 000 Mk. erhöht wird und auch Bauplätze an Nichtmitglieder abgetreten werden können. Aniverirtäts-Nachrichten. Frankfurt a. M. Ernannt wurde Der bisherige Dozent an der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften zu Frankfurt a. M. Prof. Dr. Heinrich Morf zum ordentlichen Profes,or der romanischen Philologie an Der Berliner Universität als Nachfolger Des Prosejsors Dr. A. Tobler. Als Prioatbozentin warb in Zürich unb Genf je eine Dame zugelassen. 568 31 ni m e r. 569 Max Weissbäcker Süd-Anlage 23 Telephon 409 -m'gmkehricht inr SubriMtgc H n d'' butd) btc ■ bet TmtzMM Fj 5 n> Z£- sollen folgende Flchten-Stämme im Wege öffentlichen Ange- vergeben werden: bots Schutzmarke Eingetragene 564 mittl. Dchin. — 9,24 fm Kiefern-Stämme 30—39 cm 0 D V V W-' Rork. 493 u V V V 0 u II 0 V V V II 0 II II c L) o o s O to a> cd" CTQ in 77 C: Fichten-- ii 13 182 111 3 10 18 23 112 217 ---- 80,35 ---- 35,03 = 11,00 = 19,48 ----- 39,02 = 19,88 ----- 40,00 ----- 18,53 20—29 13—19 50—55 40—49 30—39 25—29 unter 25 Lager in allen elektrotechnischen Bedarfsartikeln X87 bei hiesiger Bürgermeisterei einzureichen. Allertshausen, den 22. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei Allertshausen. H i l l g ä r t n e r. Em Münchener Bürger, der ungeiiainit Weihen will, stellt mt Erbauung eines Bürgerheims 500 000 ML Zur Ber-> nigintg- Die bürgerlichen Kollegien stellten den gleichen Betrag °l Einsturz cined .Neubaues in (S"barteroi wurden fünf Arbeiter getötet und fünf schwer verletzt. Bei FishPill - Land in g int Staate New York wurden ui - folge einer vorzeitigen Explosion von Dhnamit in einem Tunnel, der einen Teil der für Newyork bcitimmtcn Ldasserleitung bildet, 15 Arbeiter gei orel. sagt der bekannte und angesehene Chemiker der Seifenindustrie, Herr Dr. C. DE1TE in Berlin, daß es sehr große Waschkraft besitzt, größer als Seife oder Seite und Soda, ohne dabei die Wäsche mehr anzugreifen. MlnlOS'stiiesWasdipiliger Ist daher das Beste, was zum Waschen von Wäsche verwendet werden kann; es schont das Leinen in denkbarster Weise, ist billig und gibt blendende Weiße und völlige Geruchlosigkeit. Das 1 Pfund-Paket kostet nur 25 Pfennig. Zu haben in Drogen-, Kolonialwaren- und Sdfengeschäften. Engros bei LMinlos Ä Co., Köln-Ehrenfeld. Bureau zur Einsicht offen. Birklar, 24. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei Birklar. Kraus ch. :: Spezial-Geschäft in elektrischen :: Beleuchtungs Kraftübertragungs Telegraphen-, Telephon-, Wasser - Stands - und Blitzableiter - Anlagen Amtlicher wemrocrlcht. Qcfs entliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit Sonntag früh: Im Gebirge gingen gestern stärkere Schneefälle nieder, während es in den Ebenen nur memg schneite. I,i der Nacht ist aber et» intensiver Sturinwirbcl ostwärts nach Schottland vorgedrnngen und ruft in ganz Mitteldeutschland starke Schneefälle »nit stürmischer Lustbewequng hervor. Tie Temperaturen liegen bei 2 ®rab Rölte, steigen aber unter dein Einfluß der Seewinde langsam. Dre Zyklone drmgt ostwärts weiter vor mrd bringt Tauwetler. Wetteralisüchten in vessen am Tienstaa dem 25. Januar 1910: Schnee, in Regen übergebend; milder und Tauwetler, zunächst nur in den Ebenen ; starker Lüdiveft. - Tas voraussichtllch rasche Al> schmelzen der Schneedecke bringt Hochwassergefahr Schneebericht. In den Ebenen wie im Gebirge sehr starker Anfall von Neuschnee. Hoherodskops gestern 30 ein, Feld- berg 60 cm. Nur«1:# Das Hol» unter Nr. I: 2 und 3, II: 2, sowie sämtliche Stöcke, Reiserprügel und Reiser werden unvorgc-eigt beim Feuer ausgeboten. _______B-Vi SLngesasrdt. ,FÜr Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dein Publikum gegenüber kemerlei Verantwortung.) Das Eingesandt „Die Bruch st raße" ist geeignet, das Publikum irre zu führen. Tie Bruchstraße war eine der ersten Straßen, die nach Einführung der äalanisatwn vorn Anfang bis an das Ende mit Kleinplaster versehen morden ist; auch i-no Mordes on ^LtiesmuLr "'ahngL Febril- J“ die,„Wz. plälzilchm ® Lode Der» die Fusisieige asphaitunt, so deck fce in bezug auf biti Reinlrchkell der „eleganten" Bleichstraßc weit überlegen ist. — Der Einsender hat wohl das zwischen der Brucks und Göthestratze liegende Privatgelände, das mit der Bruchstrase nichts gemein hat, im Auge. Tas Betreten des fraglichen Platzes, der allerdings viel als Durchgang nach der Götheslraße benutzt wird, ist Unbefugten ausdrücklich verboten. Wenn also der „zweibeinige Leidtragende" nicht unbefugt fremdes Eigentum betritt, so ist „dem Lande der Erlöser gekommen", denn er kann nach bem „erquickendsten Regen" die ganze Bruchstraßs „trockenen Fußes" passieren. _ Ein Hausbesitzer der Bruchitraste. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Grünberg liegt vom 27. dss. Mts. an acht Tage lang auf unserem Bureau zur Einsicht offen. Grünberg, am 25. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Ban- l NMiIz-BttlDs mij sikijß» aus den Waldungen der Gemeinde Hattenrod. V u Das Holz lagert zum größten Teil im Distrikt Lange- bruch, das andere im Distrikt Btlchkops und 3 Nr. auf der Hofstätts. Kaufliebhaber wollen ihre Gebote pro Fstm. und Klassen bei uns abgeben. Wegen Auskunft wende man sich an Forstwirt Römer, dahier. Offerten mit nötiger Aufschrift versehen, sind längstens bis zum Eröffnungstermm Donnerstag de« 27. Januar 1910, nachmittags 2 Uhr, findet. Der Kaufpreis ist pro fm anzugeben. Die Offerten sind schriftlich und verschlossen mit paffender Aufschrift zu versehen und bis zum Donnerstag dem 27. Januar 1910, mittags ll/3 Uhr, auf der Großh. Bürgermeisterei Hattenrod emzureichen. Die Eröffnung findet an demselben Tage nachmittags 2 Uhr im hiesigen Rathaus statt, wozu die Interessenten eingeladen sind. Hattenrod, den 18. Januar 1910. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Hattenrod. rte Abfuhr de» des Berliner ureMuiiM > eine Lnhchädi- Äubitmctei In- sjahr 1908 von irchschnittlich alle ‘äufig in wenigen xm das Tovpclte eicht, wenn die iiidt vuänderlen igenweller folgte, auf runb 6 Äk. für die winter- m fahren. Zn- richts;ahre baiür : die notwendige [en FortschasMg eb gestellt werden sahrencn Schnees ittat waren. Tie n durch Äcarleu- bisher, bewährt, der Schneeabjuhr Holz-Submission. AuS den Waldungen der Gemeinde Allertshausen Grrgrnal-Drahtmeldungen. Sonneberg, 24. Jan. In der s)cad)t zum Somitag fuhr mtf der Straße nach dem hochgelegenen Dorf Heufang eiu Rodelschlitten gegen einen Baum. Die drei Insassen wurden heransgeschlendert. Der eine, Landwirt Büttner, erlitt einen Schädelbruch und war sofort tot, zwei Mädchen wurden schwer verte tz t. Berlin, 24. Jan. Der Kaiser ist heute vormittag hier eingetrofsen. Paris, 24. Jan. Ein Teil der dieMaaSbeherr- s ch e u d e n F o r t s bei Toni hat sich in besorgniserregender Weise gesenkt. Der Borsall hat in militärischen Greifen großes Aussehen erregt. Madrid, 24. Jan. Auch in Spanien haben die franko|i)eben Zollerhöhungen große Erregung he.vorgcru.feu. Die Vereinigung der Südfrüchtehändler hat sich an das Ministerium mit dem Ertlichen gewandt, den Zollerhöhungen entgegenzuwirken. N. '»Morf ft* an De3 Prose,sorz l| ic eine Lame lonait bto I izablende SchnL-- I ci llchiichlsllhreii | natlidi. Tic Zahl urch'chnittes stellte i 2ie Schnee- iQiijcn 91639‘.,&; M. und Qis >york. In ta- civoork ein Mit iU dem das fünp in historischen )er doch eigentlich Menschen an der iniai. ö« 41“- Stii, dis d» 8t- «W ? * j, Sic »* “i d---» w? rfoneit “» * s-i 6”^ innt ans dem l' 7»- SSÄ«"*i ■ EÄ^Stand' ‘“‘“tfaiwi"12 * Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Buklar jur 1910 Rj. liegt vom 27. Januar 1910 an 8 Tage lang auf unserem Verlag von Emil Roth In Giessen. 8/jAF -Alasdi rx Kurprinz Q BWqi_ togs AMSeKklmO Jockey O2 pro. Türk. Tabak- &ClgareHen-Fabrik „Klos" o E. Robert Böhme, Dresden. Lieferant der französischen Zabak-fygie. Fichten -- Derbstangen 8—12 cm Durchm Die Gebote sind genau nach den Sortimenten und Klaffen getrennt zu halten, da eine Zusammenrechnung nicht statt- 'n9-3prOriri f £■ ■tinc 9“ten sui, «»*»», «93t Gebinde vo?- n- öenp. öOil 5000(1 M BauMe Holzverfteigerungen der Gräflichen Oberförfterei Laubach. I. Montag den 31. Januar nach Zusammenkunft, Ubr, am Eingang zum Eichbcrg, Srratze Laubach'NuvvcrtSbttrg. t. Eichberg. Rucken Rin.: 219Scketter 1. Kl., 20 2. Äl., M Stamm und Astvrünel, 36 Stöcke, 558 Stamm- und Astreiser. ,8 Wetck,otz- yrüael, 0^ ^-tchtenprüflcl, 3 Meter lang, 1 Elckemtamm, 9.8 Meter lang, 28 Ctm. Durchin. -- 0,60 Im. und 3 EtSbeerstamme, 6-10 Awler lang, 20-28 Ctm. Durchm. = 1,12 &tn. 2. «orngraben, Bibcrlob, Silbach und Volvertckkopf. Buchen Rn».: W scheuer o Al, 13 Prügel 1. und 2. Kl., 77 Stöcke, 7O Reiiervrügel, 292 Stamm- reifer und 4 Eicheiwrügel. 3. LcicboU und Koblreiier flächemveise. II. Dienstag den 1.Februar «ach Zusammenkunft, lOV.Ubr, au der Eselsbrücke aus 1. Eielskopi. Bucken Rm.: 780 Scheuer 1. Kl. lauf Wunsch auch mehr) und 5 2. Kl., 4K3 Prügel, 1-11 Stöcke, 164 Reiserprügel, 20 Rm. Eichen, Rirkenschett und Prügel, 5 Rin. Cichen-Werkscheit, 1,L Meter lang (Glaserbolz), l,o 9tm. Elcken- gartenvfvften, 1,8 und 2 Meter lang und 3 Eichen-Abschnitte 2,2 und Meter lang, 44 und 115 Ctm. Durchm. - 4,16 Im. S.ftoblrcnct Holzversteigerung in der furstLicheir Dbersörfterei Sich. Montag ben 31. Januar, von 9’/. Uhr, im Distrikt Weilbach: Scheuer, Rm.: 710 Luchen. 12 Eichen (runbi, 1,2 Birken lrund), tA Nadelholz lrund, meist Kiefern»: Knüppel, Nm.: 384 Buchen, A Eicken, 48 Nadelholz: Stöcke, Rui.: 196 Bucken, 27 Eichen, 197 Nadelholz l2 Rm. Kärchen-Scheilbrockens; Reiöholzmellen:61.'>O Bucken, 300 Eicken, 4O00 Nadelholz. — 3 Eichen-Wagnerholz — 0,62 Fstm. 118—31 cm Durchm., 3—5 m Vanne»; 4 Rotbuchen — 3,10 iyltnt 140—52 cm Durchm., 4—7 m Länge»; 1 Elsbeer -- 0,20 Fstm. (25 cm, 4 m); 104 Ftchlenderbstangen 2,62 Fstm.: 14 Fichtcnreisstangen 0,16 Fstm. Die Zusammenkunft ist auf der Kreisstratze ^ich.'dattenrod, wo dieselbe vom Bizinalweg Burkhardsselden-Niederbefsingen gekreuzt wird. Dienstag den 1. Februar, Dorrn. 10 Ufn-, im Distrikt Langeberg: Slnüppel, Rm.: 8 Buchen, 28 Eichen, 3 Birken, 26 Nadelholz; Stocke, Rm.: 25 Eicken, 59 "Nadelholz; Reishvlz-Arellen: 300 Buchen, 650 Eichen, 2020 Nadelholz. — 28 Eicken Pfosten. Wagnerholz - 1,/S Fstm. (13—36 cm Durchm.. 2—7 m Länge»; 4 Birken — 2,78 Fstm. 131—42 em Durchln., 4,4—12 m Länge». _ Tie Zusammenkunft ist aus der Krcisstraße Niederbessnigen- Langsdurs beim Eingang in den Wald. [B^/i Die gefälschte Depesche. Paris, 22. Jo.n. Einem Berichterstatter zufolge ist durch die polizellichen Nackiforschungen feitgestellt worden, daß das Original der an Baron 3u Dlcit gerichteten f al schcn L,c pes che in Paris mit einer sr a n z ö s i s ch e n ch r e ib ma s cht ne! Iiergestellt und von einer Frau nach Berlin gebracht wordenssei. Diese Frau habe die Depesche im Telegravhenamt des Baynhvss Friedrichstraße und gleichzeitig eine andere, mit der Hand geschriebene "Tepeschc an eine dritte Person auf gegeben. A/ie Entdeckung deS llrhebers der Depesche stehe unmittelbar bevor. ■'S neu ’Kf ii Jfi MN leid«1 al”" Unser gesamtes Warenlager in W'äsche, Ausstattungs-Gregenständsxx und Betten unterstellen wir einem Lk Saifon-Rciumungs - Verkauf Die Preise unserer sämtlichen Artikel in guten und bewährten Qualitäten haben wir bedeutend ermässigt und bieten somit eine günstige Gelegenheit zum Einkauf aussergewöhnlich billiger Wäsche und Ausstattungen. 544 Sämtliche Winterwaren, Flanelle, Croises. Flanellhemden, Biberbettücher, Kolter, Unterzeuge etc. besonders billig. — Reste wesentlich unter Preis. Ein Posten weisser Crolse-Damenhemden zum billigen Preise von Mk. 1.75 pr. Stück. Bahnhofstr. 44 C-Rölir &Co. Bahohofstr. 44 Rabattmarken werden bei allen Einkäufen in üblicher Weise gewährt. Lieferung. Die Lieferung des uitgefähren Bedarfs an nachstehenden Gegenständen soll für 1910 vergeben werden: 1. Kalbfleisch = 15 dz, 2. Rtudsteiscl» - 2a dz, 3. Nterenfett = 8 dz, 4. Schweinefleisch - 12 dz, 5. Speck, deutscher, geräucherter -= 4 dz, 6. Schweineschmalz, deutsches 25 dz, 7. Sckellnschc 18 dz, 8. Milch — 16000 Liter, 9. Eier 1500 Stuck, 10. Butter — 1,5 dz, 11. Hand käse — 18 dz, 12. Schmierkäse — 11 dz, 13. Rognen- mehl — 170 dz, 14. Weizenmehl Nr. 3 113 dz, lo. Wer enmehl 'Jlr. 1 = 8 dz, 16. Weizenmehl Nr. 0 1 dz, 17. Bohnen,, wettze - 13 dz, 18. Erbsen, geschälte - 13 dz, 19. Linsen - 13 dz, 20.. Beriten; mehl - 3 dz, 21. Gerste - 4 dz, 22. Reis - 8 dz, 23. Gerstengrütze — 6 dz, 24. >)asergrütze — 6 dz, 25. Weizengrütze =-13 6z, 26- Kanee - 8 dz, 27. Malzlaffee = 6 dz, 28. Mohnöl -- 1OO Liter, 29. Psefser, ganzer 0,3 dz, 30. Fwelscheu, gedörrte -- 0,3 dz, 31. Esstü -= 800 Liter, 32. Fadennudelu — 0,2 dz, 33. Acajoralt - 0,02 dz, 34. Kümmel — 0.02 dz, 35, Senf - 0,2 dz, 36. Natron - 0,2 dz, 37. ^chreibgegen stände — f. Verzeichnis, 38. Petroleurn — 30000 Liter. 39. Spiritus, 95'7Jarr 10000 Liter, 40. Kernseife - 10 dz, 41. ^chmicrsene - 11 dz, 42. Soda — 10 dz, 43. Lampen dachte - 100 Meter, 44. Lampen dockte — 40 Stück, 45. Lamvenziilinder — 200 Dutzend, 46. Kohlen löffel -- 30 Stück, 47. Kohlenschippen — 10 ^stück, 48. Kochtöpfe, «ferne - 5 Stück, 49. Kohlenlaitcn — 10 Stück, 50. Filz »nützen — 20 Stück, 51. Aufscbermützen 35 Ltück, 52. Karbolsäure —9 dz, 63. Eisenvitriol 3 dz, 54. Fcnsterpapiere — 1 Ballen, do. Matulatur- vapier — 7 dz, 56. Neiserücse»» — 260 Stück, 57. Kämme 35 Dtzd-, 58. Zahnbürsten - 14 Dutzend, 59. Ptttzlumpenzeug - 700JDieler, «0. Stearinlicklc 0,02 dz, 61. Zündhölzer — 300 Pack, 62. chsasier- »aschen — 30 Stück, 6:4. Wassergläser mit Fus;— 5t> Stück, 64. Lampen sckirme -- 10 Stück, 65.Etzlöffel von Briiannia - 15O^uick, 66. ®tcm- kvhlen, Anthrazit -- 460dz, 67. Steinkohlen, Oiuff - 1800 dz, 68^ Steinkohlen, gemischte - 1000 dz, W. Bäckcrnutzkvhlen — 3OO dz, 70. rannen scheitholz — 70 Rm., 71. Austragbürsten - 40 Stück, 72. Zyttnder- putzer 40 Stück, 73. Handbesen 60 Stück, 74. Schuhbur,ten -- 40 Stück, 75. Schrubber 150 Stück, 76. Stubenbesen ----- 100 ^tud, 77. Schmutzbürsten 80 Stück, 78. Farbwaren und Leun «17 dz, 79. Lein-, Rüb-, Maschinen-urtdTerpentinöl, sowie Benzm - oOO Ltter. 80. Fenster und Spiegelglas - 30 qm, 81. Nähgerätsckatten — 536 Dutzend und 1 k^, 82. Eisenwaren —50 dz, 83. Vcber und sonstige Schtlhmacherarukel — 10 dz und 90 Meter, 84. Dordholz — 470 qm, 85. Dielen und Latten 20cbm, 86. Baunuvollgarn. weih, blau und schwarz - 4,6 dz, 87. Sarsenett 300 Meter, 88. Leinen nam, weist, blau und grau — 95 dz, 89. Unisormtuch zu Röcken, .posell, Mäntel, Litewken und Sommerbosen =230 ' M. Strick garn, weit, naturgrau, grau und schwarz — 2B dz, 91. Wolleickus; narn, weih und naturqrau — 23 dz, 92. Boy — 3o0 Meter Außerdem kommen zur Bergebung die tm genannten Rechnungsiahre or forderlichen Fuhren und der Bezug des Gesvüls. Die Gegenstände unter Nr. 1—3, 4—6, 10—12, 1^—16, 17—19, 20—36, 40—42, 43—45, 46—49, 52 und 53, 54 und oo, 57 und 58,60 und 61, 62—65, 66-69, 71—77, 86 und 88 werden zusammen vergeben. Zu Qrd.-Nr. 13—36, :37, 40—42, 54 und 55, 56, 57- 59, 61, 65, 71-/7. (nur von Leim» 78,81, 83, 86 bis 92 sind Muster vorzulegen. Denselben dürfen weder Preise noch Namen der Anbieter oder Firmenstempel, sondern nur einfache Zeichen, welche im Angebot zu wiederholen sind, beigesügt werden. . Verschlossene Angebote sind getreunt von den einzurelchenLen Mustern, sowie versehen mit der Aufschrift: „Lieferung für das Landeszuckthaus" kostenfrc-l bis zur Eröffnungsstunoe: . Dlenstag öen 22. Februar 1910, vormittags 10V2 Uhr, 6et der untere zeichneten Behörde einzureichen. Die Beoingungen tMlnisterialerlaß vom 16. Juni 1893) liegeir an den Werktagen, vormtttags von —lOVa Uhr und nachmtttags von 3—4V3 llbv, auf der Schreibstube zur Einsicht offen, können auch gegen pofffreie Einsendung von 70 Psg. bezogen werden lhier bei ist anzugeben, bezügl. welckier Yro.-Nr. die Bedingungen gewünscht werden». Für die Angebote ist ein besonderes Dmster vor, geschneben, ivclcheo gegerr Erstattung von 10 Pfg. Schreibgebühr zu erhalten ist. ,.. . Ä Die Vergebung der («egenstaude von Ord.-Nr. 14 bis 36 eitttchL findet nur für das erste Halbiahr (1. 2ft>rtl b»s 30. Sevtemoer 1910) statt. Die Zuschlags inst beträgt 14 Tage. nv-Hi Marienschloh. den 20. Jcumar 1910. bei Bad-Naubeim Grohh. 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