Samstag 22. Oktober 1910 160. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhessen Rotafionsörnd und Verlag der vrühl'schen Unlv.-Vuch- und Steinbruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. An!-ig-ni-u°?'H." »«-r! zj Die heutige Nummer umfatzt 16 Seiten. ! Erstes Blatt 9 monatlich^ P1^ viertel jährlich Mt. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. ZeilenpreiS: lokal IbPf., auSivärtS 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton' und.Vermischtes* R. Neurath; für .Stadt u. Land" und,GerichtS- Giesrener Stadttheateki Hans Lange. Schauspiel von Paul Heyse. der andern Seite, und in der Mitte des Flusses an einer seichten Stelle erwartete sie, ebenfalls in einem Wagen, der Standesbeamte und vollzog bann die Trauung. In Memphis, Tennessee, wurden am 15. Juli Miß Anna. May £>aU und H. Buckner auf offener Straße vor dem Standesamt getraut. Die Beiden standen aufrecht in einer Droschke, ein Dienst- mann und ein Zeitungsjunge walteten als Zeugen. Noch moderner empfanden Miß Daisy Cent und Mr. Guy Wheelock aus Maywood in Illinois: sie heirateten im Automobil. Der Rev. Hiram Brown aus der benachbarten Methodistenkirche erklärte sich bereit, die Zeremonie wahrend der Fahrt 'vorzunehmen, er wurde im Automobil abgeholt, und während das Fahrzeug im wildesten Tempo die Landstraße hinab-- raste, vollzog der Geistliche im Auto die Trauung. Aber die schnellste vocktzeit haben doch Claude O. Buckner und Miß Ida Scheid gehabt, die sich kürzlich in Springfield trauen ließen und auf ihre Sonderstellung nicht wenig stolz sind. Als sie zum Standesamt gingen, trafen sie auf der Treppe vor dem Dause den Friedensrichter Hubbard, der im Begriff war, auszugehen. Das Brautpaar behauptete keine drei Minuten warten zu können, und der Beamte konnte feinen Gang nicht aufschie- bcn. Beide wiesen ihre Papiere vor, der Beamte warf einen Blick darauf und murmelte dann hastig: „Hände fassen, Mann und Frau, Hwci Dollar." Die zwei Dollar wurden bezahlt, schon versckyoand der Friedensrich^r um die Ecke, und der Ehebund war rechtskräftig geschlossen. scheu gemacht und von der Wahlurne ferngehalten." Die' Enttäuschung darüber muß umso größer sein, als die sozialdemokratische Presse mindestens dreimal soviel Spalten über die Vorgänge in Moabit geschrieben hat als die übrigen Zeitungen. Die sozialdemokratrsche Agitation in dieser Sach« ist eben gänzlich fehlgeschlagen, und die stummen Mitläufer von früher her bezeugen, daß mit den Radauge schichten kein Staat zu machen war. Wir Rauben aber, daß noch andere Ursachen des sozialdemokratrschen Stimmenverlustes mitsprechen, und dies berechtigt zu der Hoffnung, daß bei den kommenden großen Wahlen die jetzigen Treibhaus- früchte der Sozialdemokraten zu einem guten Teil verdorben sein werden. Die ruhige und besonnene Ueberlegung wird im Volke wieder erwachen und die Freude an der positiven Weiterarbett im Reich« wird über die Magdeburger Negi-erer einen Sieg davontragen. Iswolsky die englisch-russische Annäherung vollzogen habe und den es jetzt zur Krönung des Werkes gelüste. Wenn jetzt in der deutschen und der österreichischen Presse gegen das englische Vorgehen lauter Einspruch sich erhoben hat, so ist das durchaus verständlich. Es ist ost genug festgestellt worden, daß Deutschland, direkt und in- oirekt, außerordentlich große Handelsinteressen in Persien hat, und ein folgenschweres Eingreifen in dessen Geschicke darf nicht ohne seine Einwilligung erfolgen. Die englische Presse scheint denn auch über deutschen Einspruch nicht überrascht zu sein. Der „Times" wird aus Berlin gemeldet, die an die persische Regierung durch das Londoner Auswärtige Amt gesandte Drohnote habe bei der deutschen Regierung „großes Mißvergnügen" erweckt, und Deutschland werde kein stummer Zuschauer bleiben. Der Berliner Korrespondent des „Daily Expreß" sagt, es könne bisher noch nicht mit Bestimmtheit festgestettt werden, wie weit Deutschland gegen die britischen Pläne gehen werde; aber „unter den Berliner Diplomaten gebe es solch«, die der Ansicht seien, daß die britisch-deutschen Beziehungen unter der letzten Entwickelung der Dinge im mittleren Orient sehr zu leiden haben würden". Auch die Wiener „Neue Freie Presse" stellt „eine Gefahr für den Weltfrieden" fest, die persische Frage könne unmöglich von England und Rußland allein gelöst werden, und sie fügt hinzu, man stelle in London die Lage absichtlich ungünstiger dar, nur um einen Vorwand zur Einmischung zu haben. Man spricht auch bereits von einem amtlichen Meinungsaustausch zwischen Berlin und Wien. Jedenfalls wird es für uns Deutsche von großem Interesse sein, zu erfahren, inwieweit der jetzige Leiter unserer auswärtigen Politik von den Gepflogenheiten seines Vorgängers abweicht. Der würde in diesein Augenblicke sicherlich sogar um ein Wort wohlwollender Anerkennung für England nicht verlegen gewesen sein. Hat er- doch schon am 24. März 1908 im Reichstage so gänzlich unbesorgt von dem „friedlich und freundlich geführten Konkurrenzkampf zwischen England und Rußland" gesprochen! Herr v. Kiderlen-Wächter muß uns jetzt zeigen, daß das auswärtige Amt nicht nur eine unparteiische Beobachtungsstation, sondern daß es die deutschen Interessen abzuwägen imstande ist, und je rascher er sich in London zum Wort meldet, desto besser wird er sie wayrnehmen. Schon hat die „Nowvfe Wremja" gedroht: „Wenn die persische Regierung die ihr entgegengesweckte Hand ergreift, bleibt Persien auf oer Karte von Asien, andernfalls nicht!" Erfolgt der Widerspruch gegen diese Gewaltpolitik erst, wenn in London und Petersburg dem Gedanken die Tat gefolgt ist, so ist die Gefahr einer Auseinandersetzung mit den Waffen viel größer, oder aber die Unentschlossenen lassen sich zu Geprellten machen. In zwei sächsischen Landtagswahlkreisen (Leipzig und Plauen) haben die Sozialdemokraten gegen die Vorwahl erheblich an Stimmen eingebüßt, und es ist von großem Interesse, wie dies in der sozialdemokratischen Presse erklärt wird. Die „Leipziger Volksztg." geht scharf mit der „sträflichen Abstinenz" der säumigen Wähler ins Gericht die damit „die Chancen ihrer Unterdrücker noch vermehrt" hätten. Die „Dresdener Volksztg." aber rückt den Ursachen dieses Absalles von der Sozialdemokratte etwas näher, indem sie gesteht, daß ein Teil der Mitläufer von 1909 die rote Fahne verlassen hat, und dann fortfährt: „Offenbar hat die durch die Vorkommnisse in Moabit veranlaßte bürgerliche Pressehetze eine größere Anzahl kops- politifd?« Tagesscbarr. Eine unduldsame nltramontane Schrift. .Einige Blätter bringen Auszüge aus einer Schrift des" „päpstlichen Geheimen Kammerherrn di spada e cappa", Barons Paul de Mathies, die unter dem Titel „Wir Katholiken und die — anderen" in dem bekannten ultra» montan-offiziösen Verlag von Herder in Freiburg erschienen ist; eine Schrift also, der schon um dieses Ursprungs mitten der Zentrumscharakter nicht gut abgesprochen werden kann. Die Tendenz der Broschüre wird am besten gekennzeichnet durch die frohlockende Verkündung: „Wir sind wahrhafttg überall zwei Völker im Staate. Wir sind grundverschieden. Gebe Gott, daß wir es bleiben!" Der päpstliche Kammerherr geht aber noch weiter und fordert die monarchisch Gesinnten in Deutschland mit einer Verspottung des Königs von Sachsen heraus, der bekanntlich ttotz seines katholischen Bekenntnisses es für geboten erachtet hat, in einem Handschreiben an Pius X. gegen die Be-i schimpsungen des Borromäus-Hirtenbriefes Verwahrung einzulegen. Gegen ihn werden in der genannten Schrift folgende Bemerkungen geschleudert: „Für die Geschichtsschreiber zur Zeit Pius des 20. oder Leos des 23. muß es dereinst zum Totlachen sein, daß eint Tuodezkönig, der Über noch nicht 15 000 Kilometerquadrate Kulturboden „regiert", dem Papste einen Prvttstbrief schreibt, dem Papste, welcher Gläubige in fast 2000 Bistümern, Vikariaten, Präfekturen und Delegationen leitet." An einer anderen Stelle heißt es: . . . „Ich bin mir wohl bewußt, daß, wenn man also mit dem Katholizismus Ernst machte, der dem modernen Staatsgedanven angepaßte Pattiotismus Schaden leiden würde. Aber auch der moderne Staatsgedanke wird — wie der mittelalterlich^ — einmal unmodern werden. Die katholische Kirche hat manchen Staat in Trümmer gehen, manche Dynastie fallen sehen. Sie wird wohl auch in Zukunft noch viele Veränderungen auf unseren geographischen Karten zu konstatieren haben. Als Katholik sollte man das ganze Theaterspiel der „Mächte ziemlich kalt mitansehen. Es ist doch furchtbar gleichgültig, wer irgendwo regiert, wenn nur gut regiert wird. Und wer als wahrer Christ der Obrigkeit gehorsamt, weil sie von Gott ist, dem kann es ziemlich einerlei sein, wie man diese Obrigkett betitelt. Und wfenn irgendeine Obrigkeit etwas Unrechtes befiehlt und der Fall ein tritt, daß man Gott mebr gehorchen muß als den Menschen, dann ist es auch wieder recht unwesentlich, ob die gottlose Obrigkett eine angestammte oder eine vom Volk gewählte ist." Wir nehmen von diesen merkwürdigen und verletzenden Scbreibereien Notiz, weil es erforderlich ist, sie einer stillen uno unwidersprochenen Wirkung unter den Katholiken zu -Paul Heyse, der geistvolle und erfolgreiche Novetten- f dichter hat sich von seiner Frühzeit am lebhaft zum Theater m hingezogen gefühlt, schon sein offizielles Erstlingswerk war : ein Drama, aber die vielumworbiene .Muse war ihm nie günstig. Von seinen zahlreichen Bühnenwerken haben nur die beiden Volksstücke HanzLange und C o lb e r g einigen ?. Erfolg zu erringen vermocht. Das tag wohl in erster Linie an dem Stoff, an den beiden starken, aufrechten Männern, : nicht an der verbrauchten, schematischen Art, wie Paul Heyse seine Bühnenstücke formt. Man kommt bei seinen Dramen ** nicht von dem unbehaglichen Eindruck los, daß ein großer - Dichter um ein« Welt ringt, die ihm ewig verschlossen {ft, daß > ein bedeutender, mit Achtung und Ehrerbietung genannter )' Novellist ein naiver oder eigentlich kein Dramatiker ist, < obwohl gerade die Novelle dem Drama am nächsten steht. I Nichtsdestoweniger hatte der nahezu fünfzig Jahre alte > HansLangebei seiner gestrigen Aufführung einen starken 3 Erfolg, und der klüglich verwandte Humor verfehlte nicht ; seine erheiternde Wirkung. Die Darstellung, der die typi- ' scheu Gestalten nirgends bedeutsame Aufgaben stellen, ging , flott und leicht von statten und zeigte auch im Zusammen- ; spiel die tüchtige und umsichtige Arbeit des Regisseurs. Hermann Bakof, der das Werk ansprechend einge- ; richtet hatte, spielte den biederen HanS Lange mit warmer ; Beseelung und schlichter Innerlichkeit. Karl Marx war :• ein temperamentvoller, begcisterungsfähiger Bugs'a f, Der- fiel aber leider mehrmals in die schon im vorigen Jahre ge- •, rügte Ueberhastung, die ich schon glücklich überwunden . glaubte. Kurt Gü'hne bemühte sich nicht vergeblich, aus ' der papiernen Gestalt des Hofmarschatts einen Menschen zu machen. Rudolf Goll gab den ewig bezechten Krakow, Karl 5 Volck den eifersüchtigen Henning sehr ansprechend ^inb gefällig. In der kurzen Rolle des Viehhändlers bot Her- ■l mann Norden eine prächtig charakterisierte Gestalt. Als Herzogin suchte Elly G ü h n e ihre Würde so weit zu wahren, : als es der Dichter zuläßt. Von den übrigen Darstellern ist > weiter nichts zu sagen. Sie füllten ihre Rollen gut aus. — Erforschung der Passatwinde. Wie beretts Neulich mitgeteitt, werden auch in diesem Winter wiederum aerologische Studien in den Passatgebitten von befonberer Wichtigkrit gemacht werden. Aus Veranlassung deS Präsidenten der Internationalen! Kommission für wissenschaftliche Luftschiffahrt wird sich Dr. Jorms, Aslistent der Drachenstation am Bodensee, der zu diesein Zweck Urlaub erhalten bat, in die westindischen Gewässer begeben, umt durch Registrier- und Pilotballon-Aufstiege die Verböltmsse der dortigen Passatwinde zu studieren. Mtt besonderer Geriehmigrm^ Sr. Maj. des Kaisers und auf Befehl des Staatssekretärs t>eä Reichsmarineamts ist S. M. Kreuzer „Freya" mit der Ausführung dieser Versuche beauftragt worden. Zu gleid)er Zett isd das von Prof. Hergesell inS Leben gerufene Observatorium amt Pik von Teneriffa angewiesen worden, gleichzeitige Mfstiege nr möglichst großer Menge vorMnehmen, so daß eine ausgiebige Erforschung der roeftltd)cn und östlichen Passatgebiete auch in diesem Winter wiederum erfolgen wird. Im vorigen Winter sind derartige Studien bekanntlich von Prof. Hergesell selbst gemackÄ worden. — Luftschiffahrt. Herrn S. Saul, Aachen, ist es gelungen, einen Pilotballon zu bauen, der sich auch, -rr. 218 Dn »letzen,r »nzel-n ftfcbfinl Mgllch, außer tzoimtags. - Beilagen: viermal wöchentlich KirtzentrZamllitnblütler; riveimol ivöchenll.Nreir- blatl für Öen Kreis Gkfcen (Dienstag und Freiing); itvfimol monakl. Land- jvirlsch-stllcheLettfrage, fternlpied) - Anschlüße: für bie Redaktion 112, 1 Verlag u. Expedition 51 Adlksse für Depeschen Anzeiger Gießen. ' -»nähme von Lazelge» q für die Tagesnununer a blS vormittags 9 Uhr. politische Wochenschau. I Gießen, 22. Okk. 5 .Es scheint, als solle dem seit September 1906 varlamen- i frisch „regierten" Persien bie politische Selbstänoigkeit ge- \ nommen werden. England hat es mit der Herstellung von - Sicherheit und Ordnung im Reiche der Kadscharen plötzlich I sehr eilig bekommen. Und doch sind die Unruhen imiSüden - Lanoes nichts Neues. Als vom Westen her, über Ruß- > land, der konstitutionelle Geist seinen Einzug hielt, waren l Die Handelsstraßen nicht weniger unsicher als heute. Persien kleidet an der Buntheit seiner Nationalitäten, und die im t Züden sitzenden Araber- und Belutschenstämme ersetzen, wie l Mrecht Wirth in einem seiner Briefe sagte, den Mangel 7 in parlamentarischer Gesittung nur durch Brutalität oder, i wie die Syrer, durch Theologie. Räubereien waren in Persien t oon jeher an der Tagesordnung, und die Regierung Mu- j affer ed Dins, des mildesten, fteilich auch bequemsten seiner \ Kerrscher, hatte den Wirrwar nicht beseitigt, eher ver- x .irößeTt. Die politische Unzufriedenheit wuchs immer höher , an, und die neue Spaltung in Liberale und. Reaktionäre i uäfyrte immer neue Unruhen. An den Grenzen betrachtete «man von drei Seiten her drese Entwickelung mit größtem Jn- :eresse. Rußland, England und die Türkei, als unmittelbare i Nachbarn, hoffen ein Erbteil aus dem Nachlaß der Kadscharen serauszuschlagen. Der Verttag vom 31. August 1907, der Nußland die Nordl-älfte, England die Südhälfte Persiens iIS „Jnteressenspl-äre" sicherte, bildete den ersten Schritt ;ur beabsichtigten Teilung. Bisher war es immer Rußland, Das bei den innerpolitischen Wirren zu militärischen Maßnahmen geneigt war und unter allerlei Ausflüchten ich weigerte, seine Truppen aus den Nordprovinzen zurück- ;uziehen. Im englischen Parlament war es darüber mehr- ach zu besorgten Anfragen gekommen. Was veranlaßt nun Das Londoner auswärtige Amt, so unvermittelt der persischen Hegierung eine Frist von drei Monaten zu stellen, um im Lüden Ordnung zu schaffen, widrigenfalls indische Offiziere nne Polizeimacht bilden würden, um den Handel zu schützen? Auch wenn man zugibt, daß unter den andauernden Zßjnen in Persien die Handelsbeziehungen leiden müssen, o kann England sich doch keineswegs auf ein Recht stützen, gewaltsam in das Geschick des Landes einzugreifen, es ei denn, daß alle wirtschaftlich interessierten Mächte, nicht ittein Rußland, ihr Einverständnis dazu erteilen würden, llugenscheinlttl) wollen die englischen Polittker die günsttgste Äelegenhett erfassen, den ersten Schritt zur Auf- . ei hing Lu tun: die Türkei steht in einer Minister- risis, uno das neu befestigte Bündnis zwischen Deutschland = mb Oesterreich drängt nach Macht und Einflüssen auch im ? Orient Rasch zugreifen, ehe es zu spät ist, das scheint 2 Die Parole zu fein, die in London unter dem Beisatt Ruß- : änds ausgeaeben worden ist. Denn in Petersburg ist an- gefragt worden, das wurde in den Blättern feftgeftettt : Für solche Einverleibungen verfolgt man eine ganz be- : stimmte Methode, wie sie sich für Frankreich ja auch in > Marokko bewährt hat Man geht schrittweise vor und be- r ruhigt die mißtrauischen Zuschauer durch allerlei Vor-« : spiegelungen, damit das Weltgebäude nicht erschüttert wird. * Es heißt, die englische Note an Persien sei das Werk des ; neuen Unterstaatssekretärs im englischen auswärttgen Amt, ? Sir Arthur Nicolsons, der als Botschafter in Petersburg mtt ........ . wunderliche Hochzeitrfeiern. Unter den amerikanischen Geistlichen uno Standesb^ amten macht sich eine stetig wachsende Belvegung geltend, die der immer mehr zunehmenden Neigung der Amerikaner, ihre Eheschließungen jeden Ernstes zu entkleiden, einen, Riegel vorschieben will. In den letzten Jahren haben sich die Fälle gehäuft, in denen allein SensationsbedürfniÄ und Freude an Wunderlichkeiten die Form der Eheschließungen bestimmen. Iw Milwaukee hat man Hochzeitsseiern ohne weiteres in den Dienst der Reklame gestellt. Der Besitzer der arößten Rollschuhbahn hatte einen Preis von 200 Mark für jedes Ehepaar ausgesetzt, das sich auf Rollschuhen in seiner Bahn trauen läßt, und seinem Beispiel folgte rasch ein Möbelhändler, der jedem Paare eine vollständige Schlafzimmer- einrichtung stiftete. Es fehlt natürlich nicht an ärmeren Brautleuten, die der Versuchung nicht widerstehen können und für das Schlafzimmer und den Geldpreis gern die Komik der Situation hiimehmen. Ein 5)err W. McGrath und Miß Hattie Baldwin machten den Anfang, und Tausende von Leuten strömten in die Rollschuhbahn, um die ungewöhnliche Hochzeit zu sehen. In der Mttte der Fläche war ein Tisch und ein Stuhl für den Standesbeamten ausgestellt, und bald geivahtte man auch den Friedensrichter Burke, der auf Rollschuhen datier gelaufen kam, um am Tische seines Amtes zu walten. Die Musik spielte den Hochzeitsmarsch von Mendelssohn, und auf Rollschuhen zog das Brautpaar mit Zeugen und Ehrengeleit über die Dahn, machte vor dem Tische Halt, die Ehe wurde von dem Beamten ausgesprochen, und die Rollschuhbahn konnte an diesem Tage eine Einnahmeziffer aufweisen wie noch nie. Aehnlicher Art waren die Gründe, die C. W. House und Miß .Flora I. Wood veranlaßten, sich in der großen Landwirtschaftlichen Ausstellung in Newyork trauen zu lassen. Die Aussteller stifteten allerlei Gegenstände für das Paar, eine Sammlung wurde veranstaltet, und natürlich sttömten Tausende von Besuchern in die Ausstellung, um Zeugen des ungewöhnlichen Scl>auspiels zu werden. Aber nicht immer ist es die Hoffnung auf Gewinn und die skrupellose Reklame findiger amcrifanifdicT Geschäftsleute, Pie für solche Hochzeitsfeiern verantwortlich sind. In den meisten Fällen ist die Lust am Verblüffenden und Ungewöhnlichen der Ursprung solcher Schauspiele. In Boston ließ sich vor einiger Zeit ein Brautpaar im Lö wenkäf i g trauen; der Geistliche freilich blieb draußen und waltete durch die Gitterstäbe hindurch seines Amtes. Mrs. Ola Petermann ans Lexiugton hatte es sich als Braut in den Kops gesetzt, inmitten eines Flusses gebaut zu werden, und zwar nicht etwa in einem Boote, sondern in einem Wagen. Sie fuhr von der einen Sette des Stromes in die Wellen, 5er Bräutigam von Deutsches Keich Es hat wahrscheinlich nie- Tageskalender für Sonntag den 23. Oktober: Stadt- m trrtb farrait gedacht, daß über Baron de Mathies und seine Schrift ein Beschluß der Zeutrumspartei Ulan lese den Gießener Anzeiger größte und reichhaltigste Tageszeitung Gberheffenr. Alle Briefträger, sämtliche Zweigstelleninhaber und die Geschäftsstelle in Gießen, Zchulstraße 7, nehmen Bestellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen. wir vermuten aber, daß er am Zentrum sehr vieles auszusetzen Kat. , Faktische Schutzvorrichtung für Arsten an Dächern Das von dem Schreruermerster Louis B er l d-chrer erfundene Schutzgerüst für Dachdecker, Spengler davor zu warnen, doch sonst nicht so arm. Ta der Eisenbahnausstandin Frankreich als beendet angesehen werden kann, ist die Militärverwaltung im Begriff, die Einberufung der militärpflichtigen Eisenbahner zu den Fahnen rückgängig zu machen. gefaßt werden soll. Die „Köln. Volksztg." möge doch hinter den Zaunpfählen ihrer Partei in diesem Falle heraustreten und einfach unumwunden die gedankenreiche Schrift hes päpstlichen Würdenträgers einer nicht gar so knappen Würdigung unterziehen. Als Vertreterin katholischer Interessen hat sie die Pflicht, gegen solche verbohrte schriftstellerische Umtriebe, wie die des Barons de Mathies, kräftig Front zu machen, wenn sie nicht in den Verdacht kommen will, im innersten Herzen ebenso zu denken. Die „Kreuz- zeitung" meint, der päpstliche Würdenträger habe sehr scharfe Waffen gerade gegen das Zentrum geführt Und dieses! habe allen Anlaß, sich dagegen zu wehren. - - — schreibt: Eifert jagt, ist in feinet polemischen ttefcrtreibung mrr geeignet, die deutschen Katholiken als Staatsbürger zweiter Klasse erscheinen Hu lassen. Die schärfite Zurückweisung dieser Aeußerungen durch die Zentrum spart ei darf nid)t auf sich warten lassen. Der katholische Verleger macht für das Buch große Reklame, unb so wird es wohl Aussehen genug machen, aber sehr zum Schaden des konfessionellen Friedens und der I politischen Verständigung. Der „Ansgar Albing" ist eben mehr als em einfacher Novellist; er hat päpstliche und kirchliche Würden und Herder ist sein Verleger." Dernburg Oberbürgermeister von Berlin? Die Berliner Morgenpost veröffentlicht einen interessanten Artikel, der geeignet ist, einiges Aufsehen zu erregen. Er knüpft an die UnzufÄedenheit an, die in weiten Berliner } Kreisen mit der Berliner Stadtverwaltung besteht. Dieser Unzufriedenheit, die schließlich zu einer Gleichgültigkeit gegenüber der Selbstverwaltung führen könnte, müsse bei der nächsten Oberbürgermeisterwahl durch die Aufstellung eines Mannes von bedeutenden Qualitäten Rechnung getragen werden. Berlins bisheriger Oberbürgermeister, Herr Kirschner, hat bereits erklärt, daß er eine etwa auf ihn fallende Wiederwahl nicht annehmen werde. An seiner Stelle schlägt als neuen Oberbürgermeister die Berliner Morgenpost niemand anders vor als Bernhard Dernburg, den ehemaligen Staatssekretär des Reichskolonialamts, weil dieser in der Bürgerschaft die allerpopulärste Persönlichkeit sei. usw. ist nun auch für Berlin durch Verfügung des dortige, Polizeipräsidiums genehmigt, nachdem schon die Hess. Nass. Baugewerks-Berufsgenossenschaft, und das Großh. Hess. Mi- nisterium Abt. Bauwesen es als sehr zweckdienliche amtlich empfohlen hatte. Die Beilschen Schutzvorrichtungen bestehen aus dauernd eingedeckten Dachböcken, auf die Laufbretter aufgelegt und Brüstungen eingeschoben werden. Durch Einhängen von Hängeböcken in die Oefen der Dack)böcke ermöglichen sie das rasche Herstellen eines Arbeitsgerüstes zum Anschlägen oder Ausbessern der Dachgesimse und der Kandel und ersparen dadurch die oft mit hohen Kosten verbundene Aufstellung eines Gerüstes wie sie zu solchen Arbeiten die meisten Baugewerks-BerufHenossenschaften vorschreiben. Ihre Verwendbarkeit geht schon daraus hervor, daß unter anderen Staats- und Privatbauten, mehrere Kirchen, darunter auch der Dom in Frankfurt a. M-, mit diesen Gerüsten vollständig umgedeckt wurden. ** Die silberne Hochzeit feiern heute Schneidermeister Albert Handrich und Frau. ** Die Maul- und Klauenseuche ist in Fechep. heim ausgebrochen. Tie Sperre ist über den Ort verhängt. Das Beobach tunasgebiet erstreckt sich auf die Orte Bergen, Enkheim, Bischofsheim, Hochstadt und Dörnigheim. Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche ist weiter gemeldet aus: 1. Zentralviehhof in Berlin; 2. Schlachthof in Mild Hausen i. Els.; 3. Hohlstedt, Verwaltungsbezirk fApolda, Großherzogtum Sachsen-Weimar, am 19. Oktober. *rn ’ err, .2.9,uTtfl von Zündhölzern an. Er fand in »«L'Mita'Ä'ta 1 STrW1 Cite Rheinhessens, darunter auch in z^Tinz" die das Snier auszuhaltcn hat, als aus der, die sich mit S 33eftetler. Vor kurzem erschienen nun bei ihnen Zollbeamten Schieben abgtbt Mur ^n?etMunj wegen Steuerhinterziehung. Sie waren Wissenschaft b^Bchttz des Verzeichnisses der Besteller, das sie beim Wta h&M’1' Oktal« d« D/a- Fabrikanten geholt hatten. Die Anleitung zur Zundhok- an der Universität Greifswald Geh sabrikatton ist nicht strafbar aber die^e s/0 )otz TÄ1 a^upp- K! Indessen wu^de g^n XXtVbi/ ich? İÄn^e Brüssel ist rm 66 Nensjahre de^B^dhauer^K^l von A? ^oben, da sie nur Probeversuche von ganz geringem Um- • x2eilTufT ^dizin wurde dem Heidelberger tßrnMfir + Ettingshausen, 21. Okt. Mit dem Vertilgen der Mäuse, die in unserer Gemarkung sehr überhand genommen haben, hat die Gemeindeverwaltung schon zur Ernte- zeit begonnen. Da aber die Mäuse immer zahlreicher auftraten und auch die junge Kornsaat zu zerstören drohten, wurde nun durch Landwirtschastslehrer Damm mit Mäuse- Typhusbazillen vorgegangen. Nächste Woche soll die gemein- same Vertilgung der Mäuse durch dieses Mittel, das sich viel billiger stellt und nachhaltiger wirkt als vergifteter Weizen oder Hafer, fortgesetzt werden. :: Butzbach, 21. Okt. Nachdem der Großherzog den Kirchenrat Valentin Schrimpf, geb. am 5. Januar 1837 Zu Schlechteiiwegen, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste und unter Verleihung der Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienst ordens Philipps des Großmütigen, mit Wirkung vom 1. November 1910 in den Ruhestand versetzt hat, wurde heute in der Kirchenvorstandsitzung dem Kirchenrat Schrimpf durch das älteste Vorstandsmitglied, Medizinalrat Dr. Vogt, in einer Ansprache ein herzlicher Dank für sein 25jähriges treues Wirken in der hiesigen Gemeinde ausgesprochen und ihm als Zeichen der Anerkennung ein Bild „Das Zeit alter der Reformation", überreicht. Kirchenrat Schrimpf dankte dem Vorstande und der Gemeinde für die Ehrunß und das Geschenk. Kirchenrat Schrimpf war ein allseits hochgeehrter Pfarrer, der stets bemüht war, mir allen Ga meindegliedern, welcher Konfession sie angehörten, in Frieden zu leben. Durch Krankheit und durch den kürzlich erfolgten Tod seiner Gattin ist es ihm nicht mehr möglich, den Dienst noch weiter zu tun, obgleich es feine Absicht mar, im Jahre 1912 sein 50jähriges Dienstjubiläum feiern zu können. -u- Büdingen, 21. Okt. Bei der heute stattgehabten Gemeinderatswahl wurden von den seitherigen, aus- geschiedenen Gemeinderatsmitgliedern wiedergewählt: Karl Keil, Rechtsanwalt, Otto Schäfer, Fabrikant,' Karl Schulz, Weißbindermeister, Alfred Andrae, Großh. Oekonomierot, Jakob Wittekind, Weißbindermeister. Neugewählt wurde Friedrich Klein, Bäckermeister. d. M a i n z, 22. Okt Im Foyer des umgebauten Stadttheaters wurden zwei elektrische Kronleuchter angebracht, die noch vor kurzer Zeit im Großherzoglichen Palais hier aushingen und ihr Licht durch Stearinkerzen spendeten Die Kronleuchter wurden mit Genehmigung des Groß Herzogs für 800 Mk. an die Stadt verkauft, die sie zur elektrischen Beleuchtung umarbeiten ließ. h. Edingen, 21. Okt. Zu der neu errichteten Haltetelle, die vor allem den vielen Arbeitern zustatten kommt, die in Sinn und Wetzlar chrer Beschäftigung nachgehen, hat die Gemeinde 12 500 Mk. beigesteuert. fc. Limburg a. d. L., 21. Okt In drei verschiedener Wirtschaften wurden in der vergangenen Nacht Einbrüche ausgesührt. In der einen drangen sie in das Schlafzimmer der Frau, die erschreckt um Hilfe rief, worauf sie Reißaus nahmen. Der Polizeihund „Gräf" aus Wetzlar nahm heute die Spuren auf. Gerichtssaal. , 4 Z^r Erpress Prozeß gegen die „Wahr- heit . Aus Berlin wird uns geschrieben: Der von der gesamten deutschen Presse und der breiten Öffentlichkeit mit Span- nung m-wartete ErpresserProzeß gegen den Herausgeber der Wochenschrift „D i e W a hr he i t", den R e i ch s t a g s a b ge- orbneten W ilhelm Bruhn und Genossen wird nunmehr am kommenden Montag vor der ersten Strafkammer des Landgerichts I feinen Anfang nehmen. Der Prozeß stellt sich äußer- ftch nur als ein Nachspiel zu dem seiner Zeit viel besprochene» Erprefterprozeß gegen den inzwischen verstorbenen Mitarbeiter bet r/Wahrheü", vermann Dahsel und die Rechercheurin Frau Anme Schuwart dar, in Wirklichkeit aber wird er ein äußerst pressantes Bild von dem Leben und Treiben auftollen, in Wfa seit dem letzten Jahrzehnt der Hauptangeklagte Wilhelm Bruhn geftanhen hat. z 21- Oft Die des Raubmordversuchs auf den Küster ütivesen er-Friedenau beschuldigten Arbeitsburscheu Paul Kawrtzke, .Willy Loesche und Erich Bohlmarm wurden heute vor der vierten Strafkammer des Landaerickfts II Berlin abgeurteilt. Der Anführer der Bande Karl Mohr, wird später'vor da- Schwurgericht gestellt werden. Kawitzke wurde zu 7y. Jahren, Dvefche zu 4i/3 Jahren und Bohlmaun zu zwei Mvnaten Äo» fängms verurteilt. vom @oröon=Bennett=Renncn. „Harburg" und „Helvetia" geborgen. St Louis, 21. Okt. lieber den Absturz des Balkon- „Harburg wird noch gemeldet: Infolge der Arterien.^ rertzung war Aßmann in Gefahr, z u verbluten. Trotzde« totrnfcöt Dke Dvll^kg." hüt sachlich in der An- jxeLegenhett nur kurz Stellung genommen und geschrieben: ,L)err .Dr. Matbies ist ztoor von Haufe aus Republikaner •— als geborener Hamburger — aber eine derartige Sprache tote er sie hier gegen den Kömg von Sachsen führt, ist unter mHen Umstünden ungehörig und tn diesem Falle um so vertetzens- eer, als die deutschen nicht nur die sächsischen Katholiken in dem König von Sachsen nicht nur einen echt deutschen Ehrenmann, sondern puch einen seiner Kirche treu ergebenen, ernsten Katholiken ^verehren." Im übrigen lehnt das Blatt es neuerdings ab, als Zen- irumsblatt auf den Fall näher ernzugehen. Äs schreibt u. a. : Rein kirchliche Fragen gehören schon von vornherein! nicht pvr das Forum einer politischen Partei, und es wird daher Zdem Zentrum niemals entfallen, sich in kirchlichen Fragert an die (Stelle des Papstes oder der Bischöfe setzen zu wollen. Außerdem ist es selbswerständlich, daß das Zentrum nicht einmal für Olles, was einzelne seiner Anhänger tun oder lassen, verantwortlich gemacht iwerden kann, nodj viel weniger aber für alles, was, von der Parteistellung abgesehett, irgendwo im katholischen Lager geschieht. Und doch lann man die Frage: Was 'sagt das Zentrum dazu? nicht selten sogar bei solchen Ver- anlasfungen oder Vorgängen vernehmen, die sich außerhalb Deutschlands jugetragen haben, die deutsche Zentrumspartei daher gar nicht berühren können. Keine Korporation fann einen Mann „abf6ütMn", den sie gar nicht als ihr Mitglied kennt. Hr. Dr. Mathies hat, so viel uns hekannt ist, seinen Wohnsitz im Auslande und hat sich dabei, wie es scheint, extreme kosmopolitische Ansichten angewöhnt, die den Empfindungen der deutschen Katholiken, die ihr Vaterland nicht minder lieben wie die Protestanten, durchaus Herrn Dernburg wird es nach dem Posten schwerlich widersprechen. Ob er, wenn er Bürger des Deutschen Reiches gelüsten. wäre, der ZeMrumsparter angehören würde, wissen wir nicht, ' —— ————— . , Im Befinden desKronprinzenvonSerbienist Das Blatt keine Aenderung eingetreten; der Patient behÄt die ihm zugeführte Nahrung. „Mit großem agitatorischen Geschick stellt der Verfasser die Eine Note des f tianif rhen s » 2 Arbeit der katholischen Kirche in das idealste Licht, wöhrmd 'er U c u Üer n be ft reifet haü ™ * für die Gegner nur Worte der Geringschätzung und Verachtung kko Sultanvon hat. Er macht sich keinen Augenblick klar, daß es Mensckien o terntonale Kompensationen fordere und die von lauterster Gesinnung und zuverläsfiastem Verstände gibt, I .^6 einer spanischen Truppenstation betreibe. Was die der katholischen Kirche alle diejenigen Grundlagen der Lehre I Kriegsentschädigung betreffe, so erklärt die Note und der Verfassung streitig machen, die ihm selber als unantastbar die Höhe von 150 Millionen, von der im Auslande ige- feststehend erscheinen. Sein kirchlicher liebereifer ist so groß, sprachen werde, für übertrieben, da die Kredite des Krioas- daß er neben dem Dienst für die Kirche kaum noch eine öffentliche Ministeriums von 1902 bis 1910 sich nur auf 121 Millionen ».lange beliefen. Von dieser Summe müssen, um die Kosten für kern katholisches Buch erschienen, das so vtele scharfe den Riffeldzua ru herprfinen hip Änmmnn 4« art,’ ’ WeK^Lng°absmLf"S^°L,^s1er"lL Dio Baron de Mathies hier über die nationale Betätigung der Katho- ,^ bestreitet fobann noch einmal, daß der Gouverneur ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■„—6euta erne Erkundung auf marokkanischem Gebiet vor- ——— — ——---—------------------ genommen l)ahe und die Wiederaufnahme des Straßen- bei Nacht als durchaus brauchbar zur Bestimmung vonlbaues nach Tetuan gefordert habe Wind- und Fahrtrichtung erwiesen hat. Nach der ■—.. - _ Mau" besteht dieser aus einem kleinen durchsichtigen Au- Stadt Und £oiiö. Gumnnballon mit elektrischer Jnnenbeleuchtung, deren Gieben 99 iqia Lampe von einer an den Ballon gehängten kleinen Batterie ,, r k „ ^’eben, 22. Oktober 1910. gespeist wird. Wickchig ist die rote Farbe des Ballons, church 271 ® ! 5 Le e ra fal!5 Sonntag den 23. Oktober: Stadt- w-lch- ^ch derselbe vom Nachthimmel deutlich abhebt. Um M° °dz 7-i Uhr '"' D°«"s,Sr t-r-Cbri^l" 58cnebi9/' mn Zurucksuken dieser kleinen Pilotballons jn ermöglichen, Ki n emato g'rä v h N uer Schelvlan. ftnb fte mit einem Ahmannschen Ventil versehen, das sich Biograph: Neun Spiechlam automatisch öffnet und durch Gasaus- Kunstausstellung im Turmhaus am Brand: Geöffnet strömen den Ballon zum langsamen Sinken bringt. I von 11 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags. ' Der Humor der Brüder Wright. Die Brüder! Kolosseum: Täglich Vorstellung. Wright, die sich um t>enJ8au bon Flugmaschinen unleugbar große I ♦ Verdienste erworben haben, scheinen, während die fttuafrfrifiabrt I •• m »rr: c r m . - tn der ganzen Welt Triumphe feiert, untergetaucht und ver- m i • &CCQ C ^nctcL ®tc nattonalliberale schwunden zu sein. Sie haben sich sicherlich wieder in ihre Werk- Partei des ReichstagS-Wahlkreises Gießen-Grünberg-Nidda statt zu Dapton m Ohio zurückgezogen und wollen die Welt ^ält morgen (Sonntag) nachmittag hier eine Vertrauen«- tommenben'eithstaqs'" hauptsächlich mit d°n zubekommen — eigentlich müßte man sagen: von Wilbur 25rigbt I fOmr^*nvfn ^^^^^gSwahlen beschäftigen wird. etwas herauszubekommen, denn Wilbur ist der, der für sie betbe r Zur Feier des Geburtstages der Kai- spmcht und für fie beide schweigt. Das ist so selbstverständlich serin sind heute die staatlichen Gebäude beflaggt daß es gar nicht mehr ausfällt. In Newyork trat Wilbur eines ** Städtisch e orUnRn t -a ÄS L »ÄUSÄ, ÄS “8 SIM!««- »UU'ii“Ä’fi,' danke sehr, wir rauchen nie!" Das war durchaus kein Plu- ^?^bung des «Oktrois für Fleisch das Oktroi ralis rnaiestatis: er sprach vielmehr auch gleich für seinen ab- 5"' ™ beibehalten, es auch erhöht, wobei sie von Wie ^le Menschen, die wenig sprechen, ist £er Ä^cht ausgingen, daß Wildbret als Luxusartikel Wilbur Wright em Philosoph und ein Humorist. Eines Tages ^n Fleisch sei. Verschiedene Städte haben trotz gegenteiliger » K Ä5Ä es «H r« Ä w ML, "i L « wenig sprachen: woraus Wllbur antwortete^ Der estitiae Voael I r hierfür unzulässig ist. Die Stobt« ber spricht, ist der, der am schlechtesten fliegen 7ann Wärmst! ftnb hiervon amtlich verstanbigt worben. Vor« em Reporter den seMcmrcichcn Wilbur tibcr sonach biefe Wgabe noch währenb ber dl- Mogllchreit eines Krieges in den Lüften anssragen: er wollte Adzeit abgeschafft. wt allem wissen, -b feindliche Flieger sich bei solchen Gelegen« ** Si e „f e Ib ft q e m a di t e n" Srh to c f pl Rr $ „ Nfe7ti^un" Z-tuLn Hölkchen nnb »winkerte „Sie winden sich natürlich grotzm Schaben Ster *0 ” nrrvkfrA Xaw«. XL -X. ___f* c rw» w , . ' . . I VLIVW Mag dem fein, wie ihm wolle, uns kommt es nur darauf an, In der Sitzung des Bundesrats am Freitag wurde bei Gelegen heft dieses konkreten Falles der gegnerischen Preise die Vorlage betreffend die Verteilung des zur Förderung zu erwogen zu geben, ob fie-Nicht^besser daran tut. ihr- Apvella- des Braugewerbes aus ber Drausteuereinnalfme zu Der« .^f^Eupibrschrau.. wendenden Betrages und die Vorlage betreffend dm Ent- ten, Die in leine yuitanDigteit Tauen. Xbenn man von I •• < <• cA . ' - r, „k-nsessi-nellen Patteien" nichts wissen will und „Verquickung tourf Con Bestimmungen über die Branntweinstatistik an- von .Religion und Politik" bekämpft, dann soll man auch nicht genommen. selbst burd) Berufung an eine politische Partei in Angelegen,- Der G r o ß h e r z o g v o n B a d en empfing am Freitag heften einer ganzen Konfession die Vorstellung einer konsessio- mittag in Karlsruhe den Staatssekretär des Reichs- nellen Paftergllederung fördern und sich an einer „Verquickung schatzamtes Wermuth. Daran anschließend sand im Pa- ta Ä« ittar Achats Frühstückstafel zu Ehren des Staatssekretärs statt, an da, wo fte iachlich am wenigsten begründet ist. s;P qT?fn;ffpr Die „Köln. Volksztg." hätte besser daran getan, statt io l^m aucy oie Mrmlter tellnahmen._______________________ langer Wortklaubereien die angeführte Schrift eingehend « . < zu lesen, ebenso zu besprechen und sie auch in den Einzel-I . uusiaito. heiten klar und deutlich „abzuschütteln" und ihre Leser rcr Heeresausschuß der ungarischen Dele- Jhr Wortschatz der Entrüstung ift 9 a 110 n W das Heeresbudget angenommen. Bci — * • 'der Hauptaussprache erklärte der Kriegsminister, daß im Gegensatz zu gewissen Zeitungsmeldungen niemand daran denke, die Einrichtung des ernjährig-freiwilligen Dienst es abzuschaffen. Es handle sich bloß darum, daß in Zukunft die Ableistung des Dienstes grundsätzlich auf Staatskosten erfolgen solle, mit Ausnahme bei der Kavallerie, der reitenden Artillerie und beim Train, außerdem solle die sogenannte Befähigungsprüfung in Wegfall kommen. bewirkt grobe Freßlust, raicke Gewichtszunahme, schnelle SchlachtreifeVerlangen «»e stets Zwerg-Marke und lasten Sie sich nichts anderes als ebensogut ausreden, (^cbt nur, wo uns.Zwergschild ausoangt. Broschüren verfl kostenfrei der "Allein. Fabr. M. Brockmaun Cbem. Fabr. m. b. H. Leivrig-Eutritzsch 36 d. [D8/10 Oeffentlicher Vortrag im Saal des Gasthauses zum Löwen, Neuenweg 28. Montag den 24 Oktober, abends 81/, Uhr, ThtHIll: Ursprung u. Wesen des Bösen »der Was sind gute und böse Geister? (Siehe Ebräer 1,14 u. Epheser 6,12.) Redner: H. Erzberger (Basel-Schweiz). Eintritt frei für jedermann. [08890 i Zu Fabrikpreisen zu haben bei: Benner & Krumm, Drogen Großhandlung; Äldolf Bieler Nachf., Viktoria-Drogerie: Carl Seibel, Germania-Drogerie, Frankfurter Straße 39; Karl Sier, Mehl- und Futterartikel, Dammstrahe 46; Georg WallcnselS, Marktplatz 21, gegenüber der Engetapocheke; Emil Karn, Central- Drogerie. 6808 Meine Pri vat-Sprechstunde ist von jetzt ab nur nachmittags 2—4 Uhr äusser Dienstag und Sonntag. Professor Dr. Koeppe Kinderarzt. SatiöeL der dem Scharfsinn des gerechten Richters langt ist, wird weiter beabsichtigt, an die englischen Fabrikanten mit ullvuhu » r ..... x.y qaas.,,.A oin»r «mnftirMrhnfh cfapn Neremrauna Zahn-Creme Nachmittags in seiner Zelle laut gesungen. Ms er gegen 6 Uhr tuscheln sah.. Das Volk hatte bte Szene wahrgenommen em abends verstummte öffneten die Wärter die Zellentür und fanden Murmeln grng durch die Menge, wuchs an, und alles starrte! ibn tot hatte sich mit seinem Leibgurt an her Lustöffnung zur -Soge, n>o die beiben sowesenzvmsck^-nenKon.ginn^ savem erhänat Luecheni, der seit zwölf Jahren im Zuchthause saß, die eine ruhig und gelass-en, wrt allen Anzeichen hatten letzter Zeit wiederholt Tobsuchtsanfälle und bildete dann mühsam unterdrückter Erregung^Tas dauerte ermge Sekunden. Mundwasser Endlich Wen Sie einen Strumpf ; der dar langersehnte Ideal einer wirklich unzerbrechlichen Glühkörperr ist! Der stoß- und > s ch l a g f e st eVruno-Glühftrumps für stehender und Ausweg, u. zw. einen, Lu, »vuv alle Mre nrachte: der „Herr Justiz" ersuchte den Pollzeikvm- missar, der im fcotel noch immer gegen die geschlossene Tür wütete, die Ausführung seines Auftrages bis aus weiteres zu verschieben: dann wurde vereinbart, daß an dem Tage, an dem die „Ueberrumpelung" der Spielhölle stattfinden würde, der Direktor des Hotels vorher gebührend gewarnt werden sollte, da- mit .er seinerseits den König und die Prinzen vor, dem Besuch der Klubräume warnen könnte . . . Und also geschah es! für hängender Qnoert) Licht zeichnet sich besonder; durch aussergewöhnliche Zähigkeit, schmiegsame Elastizität, brillierende; Licht und durch eine saft unverwüstliche Leben;sähigkeit ous! verwenden Sie derhalb aurschliehlich vruno-GIühftrümpse, denn diese find äußerst preirwert und überall erhältlich! Kus Wunsch teilt Ihnen die Vruao-Sesellschast m. b. ks., Berlin, Liebenwalderstt. 10 bereitwilligst die nächftgelegenen verbaus;ftellen mit! London, 22. Ott. Tie Vertreter von zehn der größten R ö b r e n f a b r i k e n sind gestern tn Glasgow zusammen- Getreten, um den Plan einer Vereinigung aller schottischen Röhrensabrikanten zu einer Gesellschaft zu beraten. Der Plan fand günstige Aufnahme. Sobald er zur Ausführung ge- i , ____' i i ur.ü.t..» a» hia ai>aliti4ton Inti dem Ansuchen der Bildung einer englisch-schottischen Vereinigung heranzutreten. — Die schottischen Schmiedeeisenfabrikanten haben beschlossen, die P r e i s e per Tonne von 5 Amtlicher Wetterbericht. Verlauf bei Witterung seit gestern früh: Unter dem Env fluß des hohen Drucks über Nordeuropa dauert die östliche Luftströmung und mit ihr die trockene, zeitweise heitere Witterung an. Doch hat sich die Abkühlung von Nordosteuropa her zurzeit nun bis zur Ostsee ausgebreitet. Bei anhaltend östlicher Luflbewegung beginnt setzt die Temperatur stärker zu sinken. Wetteraussichten in dessen am Sonntag dem 23. Oktober 1910: Zeitweise heiter, trocken, kalt, nachts Frost, östliche Winde. * Die beiden Königinnen in Portugal. Ein italienischer Gewährsmann, der lange Jahre in Lissabon gelebt hat und erst kürzlich nach seiner Heimatstadt Ancona zurückgo- kehrt ist, erzählt im Ordine eine Szene, die er in Lissabon miterlebt hat, und die für die Wesensverschiedenheit der beiden letzten Königinnen von Portugal charakteristisch ist. Königin Amelia hatte es nie verstanden, die Sympathien des Volkes zu erwecken, während die alte Königin Maria Pia nodj heute von den Portugiesen verehrt und sogar von den Republikanern nur mit Achtung erwähnt wird. Es war bei einem Stiergefecht. Die beiden Königinnen erschienen in ihrer Loge und wurden von dem Volke mit dem kurzen, üblichen Beifall begrüßt, der auch eint große Äefahr>r die Wärter. Vor enttgen Jahren schott wollte Luecheni dem Gesängnisdirektor den Schlussel einer Sar* dinenbüchse in den Leib stoßen, konnte aber an ter Ausführung des Mordversuchs verhindert werden. Sem letzter Tobsuchtsanfall am Montag wurde durch einen Streit hervorgerufen, den er mit dem Aufseter ter Buchbinderwerkstätte hatte, in welcher Lucchem arbeiten sollte Er beschimpfte dabei unzufrieden den Aufseher der Werkstätte, ter den Vorfall dem Direktor meldete. Dieser ließ Luecheni in die Zelle zurückführen. In Wut ergriff ter Mörder, was ihm in die Hände fiel. So warf er den Wasserkrug mit solcher Gewalt gegen das Fenster, daß die Scherben auf die gegenüberliegende Straße flogen. Vier AiH- sehern gelang es, ihü zu bändigen und in ein unterirdisches Verließ zu bringen, wo er zunächst auf Wasser und Brot gesetzt wurde. Der Direktor der Strafanstalt hielt Lucckieui schon lange Mr verrückt, andere glaubten aber, daß er nur simuliere. * D i e Wein-Mißernte in Frankreich wird sehr anschaulich dadurch charakterisiert, daß bei dem Verkaufe der berühmten Burgunderweine des Hospizes von Beaune dieses Mal nur tein Halbfaß und ein Viertelfaß, im ganzen 171 Liter, zur Versteigerung gelangen, während im vorigen Jahre 110 große Stückfässer mit 250 4A Hektoliter zugeschlagen wurden. Seit 1812 ist noch nicht ein einziges Mal eine annähernd gleiche Mißernte in .diesen Hospizweinen zu verzeichnen gewesen. — Sogar die berühmte Treille du Roie in Fontainebleau, die vor allen Wetterunbilden .geschützt zu werden vermag, hat viel weniger ergeben als sonst, nämlich nur 775 Kilogramm Trauben gegen mehr als 2000 in normalen Jahren. Allerdings sind die Trauben wegen der wunderbaren September- und Oktober-Temperatur vorzüglich geraten; so daß bedeutend höhere Durchschnittspreise erzielt wurden. * Eine Ostender Gl ü cks spi elgeschichte, in der ein 'König, ein Prinz und ein Großfürst eine Rolle spielen, erzählt der „Cri de Paris", der es allerdings mit der Wahrheit nicht sehr genau zu nehmen pflegt, wenn ihm die Gelegenheit gegeben ist, eine kleine Sensation anzubringen. Im vorigen Sommer b es ariden sich in einem vornehmen Hotel zu Ostende zu gleicher Zeit König Alfonso XIII. von Spanien, ein preußischer Prinz und ein Großfürst. In dem Hotel tagte oder nächtigte ein Klub, in dem fleißig Bakkarat und Roulette gespielt wurden. Dem König und den beiden Prinzen schienen diese Spiele sehr gut zu gefallen; sie pflegten wenigstens jeden Abend im Klub zu verbringen. Als man eines AbendA z« tor vorgerückter Stunde besonders wild spielte, erschien im Hotel plötzlich ein Polizeikommissar: er hatte den Auftrag, die Spielhölle aufzuheben und die Namen der Spieler festzustellen. Es war ein dramatischer Moment: am grünen Tisch saßen die Prinzen, und es konnte einen riesigen internationalen Skandal geben. Der Direktor des Hotels versperrte dem Polizeikommissar die Tür und sagte M Tone eines Romanhelden: „Nur über meine Leiche führt der Weg in diese Räume!" Inzwischen war ein Hoteliw- spektor zu dem Untersuchungsrichter, der den Austrag zur Durchsuchung des Hotels gegeben hatte, geeilt. Der Richter schlief den Schlaf eines gerechten NUrnnes: man mußte ihn wecken, und der Hotelinspektor setzte ihm mit zitternder Stimme auseinander, daß der Auftrag, den der Polizeikommissar erhalten hatte, sofort zw- rüchgenommen werden müsse, wenn nicht an drei großen europäischen Höfen ein noch nicht dagewesener Skandal zum Ausbruch Kommen solle. Der Richter aber erwiderte kühl bis .ans Herz hinan und auf die Gefahr hin, durch seine Weigerung^einen Krieg aller gegen das kleine Belgien zu entsesseln: „Was Sie da verlangen, ist unmöglich! Das Gesetz muß unter allen Umständen respektiert werden!" Zuletzt fand man aber doch einen wenig Herzlichkeit verriet. Einerr Augenblick später betrat der republikanische Abgwr§nete Costa die Praya de Douros. Costa war erst wenige Tage vorher nach einer Rede in der Kammer im Triumph durch die Sttaßen getragen Worten, und hier beim Stiergefecht begrüßte ihn das Volk nun mit brausenden, leidenschaftlichen Ovationen. Maria Pia blieb ruhig in ihrer Loge sitzen, ernst und gelassen, ohne eine Miene zu verziehen. Die Königin Amelia aber erhob sich mit allen Zeichen des Aergers und wollte mit einer hochmütigen Gebärde die Loge verlassen. Da sah man, nrie die alte Königin mit einer gebietenden Bewegung die empörte Schwiegertochter aufforderte, da zu bleiben; Maria Pia sprach ruhig, aber fest, sie hatte die Schwierigkeit des Llugenblickes und die Gefahr ter Lächerlichkeit begriffen. Königin Amelia blieb in der Loge, während man im Hintergrund die Höflinge mit allen Zeichen der Verwirrung flüstern und tuscheln sah. Das Volk hatte die Szene wahrgenommen, ein auf 7.5 8b. zu erhöhen. vüchertisch. In der soeben erschienenen Nummer 3512 der Leipziger Illustrierten Zeitung ist ter Hauptteil dem Wunderlande Aegypten gewidmet, von dessen Reizen eine ganze Reihe größerer und kleinerer Abbildungen, darunter 4 farbige, zu erzählen wissen. In dem dazugehörigen Text gibt ein Kenner des Landes und seiner Bewohner eine anschauliche Schilderung einer Reise ins Pharaonenland. Aus dem weiteren Inhalt des Heftes seien genannt ein größerer illustrierter Beitrag über das Schaffen des in der letzten Zeit vielgenannter, Baukünstlers Wilhelm Kreis, ferner Bilder vom Berliner Uni- versitätsMbiläum, dem Eisenbahner streik in Frankreich, ter letzten .Flugwoche in Berlin-Johannisthal u. a. m. Dann brach in ter Menge ein wilder Sturm ter Begeisterung aus, und das ganze Volk brachte ter Königin Maria Pia ente lärmende Huldigung dar, an ter Amelia kernen, Anteil hatte „Es lebe Maria Pia!" «leine Taaeschronik. Otto Cyriakus, der Mitinhaber der Berliner Surf). Händler-Firma Volkmar, «ist, wie aus Berlin gemeldet wird, nach Unterschlagungen von 800000 M k. fsüchtig gegangen. Eine weitere Meldung besagt, daß Cyrrakus an der Machnower Schleuse (Teltow-Kanal) als Leiche aufgefunden wurde. Die veruntreute Summe soll übrigens sicher die Höhe einer Million erreichen. Spenllationen sollen Cyriakus aus die schiefe Ebene getrieben haben. Die Geschäftsleitung der Firma macht die Mitteilung, daß es sich um Ueberschreitunaen der Jnhaber- befugnisse durch Gewährung zu großer Kredite, nicht um Unterschlagungen handle. Aus dem Gothaer Schloß sollen gegen 6 0 Bilder durch ,Di eb stahl entwendet worden sein, zwölf Stück wurden bereits in Eisenach beschlagnahmt. Ein Diener und ein früherer Kellner wurden als mutmaßliche Täter verhaftet t£)er Niederrheinische Fabrikantenverband beschloß die Aussperrung der Zigarrenarbeiter, ter auck. die Zigarre-ifabr fan ert in Nußloch sich angeschlossen haben. Es werden über 4000 Arbeiter ausgesverrt. Die Aachen-Münchener Feuer-Versicherungsgesellschaft stellte ter Kaiser-Wilhelm-Gesell- schäft für freie naturwissenschaftliche Institute Hunderttausend Mark zur Verfügung. __ , w _ In Reitweil wurde die 65 Jahre alte Witwe des Arbeiters Johann Merz in ihrem Hause vor dem Bette tot aufgesunden. Ihr Schwiegersohn, der Schlosser Raedle und seine qrau wurden in bewußtlosem Zustande, aber noch lebend angetroffen. Es ist fraglich, ob sie dem Leben erhalten bleiben können. Die Kinder der Eheleute, zwei Mädchen im Alter von einem Jahr und sechs Wochen wurden verhältnismäßig wenig betroffen und waren bald wieder bei Bewußtsein. Das Unglück ist durch Bruch eines Gasrohres entstanden. . Der peruanische Kongreß hat etnsttmmtg beschlossen, für ein Denkmal des kühnen Simpl on- Überfliegers Chavez, der Peruaner ist, in Brieg 100 000 Franken auszuwerfen. Sie beauftragte die Regierung, den schweizerischen Bundesrat um seine Zustimmung zur Errichtung des Denkmals zu ersuchen. JnBoulognesurMer wurde die eben sertiggestellte Quaimauer des für zehn Millionen Franken erbauten neuen Hafenbeckens beim ersten Eindrinaen dSr Fluten unterspült, so daß jeden Augenblick der Einsturz zu erwarten ist. Aus .dem Palais des Grafen Branilki tn Warschau ist ein Gemälde Rembrandts, das einen Greis en köpf dar- stellt, «gestohlen worden. Sein Wert wird auf etwa 100 000 Mark geschätzt. * Der Mörder der Kaiserin Elisabeth, Lurche n i, der vor einigen Tag'en infolge eines Tobsuchsanfalls in eine unterirdische Zelle des Genfer Zuchthauses gesperrt werden mußte, hat, wie schon gemeldet, Selbstmord verübt. Wie man aus Genf meldet, hatte Luecheni den ganzen gelang es den beiden Luftschifsern, den Ballon an einen Baum zu hinten. Sie blieben dann die Nacht über im Walde und hatten von der Nässe und Kälte zu leiden, bis sie morgens von Indianern aufgefunden wurden. — Der Schweizer Ballon „H e l v e t i a" ist bei Villemarie (Provinz Quebec) gelandet; er legte 1100 Mellen zurück. — lieber die Landung der „G e r m a n i a" haben wir gestern schon berichtet. Mehrere Ballone stehen noch aus. Drei Ballone verschollen! S t. L o U i s, 21. Okt. Es ruft lsier lebhafte Unruhe hervor, daß von den Ballone „Düsseldorf", „Azurea" und „America" noch immer jede Nachricht fehlt. Der Aerollub von St. Louis hat deshalb die kanadische Negierung gebeten, nach ihrem Verbleib zu forschen. Vermutlich sind sie Mittwoch nacht gelandet und ihre Insassen befinden sich in den Wäldern Kanadas in schwerer Notlage. Aehnliche Bitten wurden an die Gouverneure von Ontario und Quebec gerichtet. Element Bayard". London, 21. Okt. „Evening Standard" meldet: Kriegsminister Haldane habe mit Clement, dem Erbauer des Luftschiffes „Clement Bayar d", eine Unterredung gehabt, in der die Bedingungen für den Ankauf durch das Kriegsministerium festgesetzt worden seien. „Evening Standard" erfährt weiter, daß die französische Regierung zwei Luftschiffe dieses Typs in Auftrag gegeben habe. DU Kinöerarbeit in Amerika. F. Newyork, im Oktober. Der ehemalige Präsident Roosevelt ist kürzlich in einer von mehr als 20 000 Personen besuchten Versammlung in Fargo energisch für die Abschaffung der Kinderarbeit eingetreten und hat mit dieser Forderung jedenfalls alle Sozialisten für sich gewonnen, denn Kenner der amerikanischen Verhältnisse wissen, daß in keinem Lande so wenig für die Kinder ter Besitzlosen getan wird, als gerade in Amerika. «Mehr als 1 700 000 Kinder unter 15 Jahren arbeiten auf den Feldern, in den Fabriken, Werkstätten und Bergwerken. Diese schwachen Kinderkräfte wären sehr gut zu entbehren, da es unter den Erngewanderten Arbeitslose genug gibt, aber die Profitgier ist hier unersättlich. Arbeitet doch solch ein kleines Wesen für den dritten Teil des Lohnes, den ein Erwachsener erhält. Sechsmal so viel Kinder als vor zwanzig Jahren werden heute in den Baumwollspinnereien Südamerikas beschäftigt und alljährlich nimmt ihre Zahl zu 80 000 Heine Mädchen arbeiten zurzeit in der Baumwollindustrie und müssen sich hier 12, 13, 14 Stunden lang abguälen um 10—20 Cent (40—80 Pfg.) zu verdienen Manche Kinder arbcücn bon V27 Uhr abends bis 1/27 Uhr morgens in dem Höllenlärm der Maschinen, in einer ungesunden Atmosphäre, die mit Feuchtigkeit und dem feinen Baumwollstaube erfüllt ist. Der Lohn, den diese kleinen «Arbeiter empfangen, reicht oft nicht einmal hin, um sie ordentlich zu ernähren. Werten sie krank, so wird ihnen der Zeitverlust ausgeschrieben. Im Norden, Osten und Westen liegen Hie Verhältnisse nicht hesser. In den Bergwerken, Spinnereien, Fabriken, vor den Schmelzöfen, in den Schwitzhöllen Pennsylvaniens finden wir überall Reine Kinder, die einen Teil von ihrer Freiheit und ihr ganzes Recht auf Glück dem Moloch Arbeit opfern. Die Mädchen gehen in die Spinnereien, die Jimgen in die Grube. Die Schule besuchen sie nicht, dafür müssen die Knaben zehn oder elf Stunden lang täglich die kleinen Kohlenwagen für 5—6 Cents ziehen. In den Vereinigten Staaten gibt es mehr als 24 000 Kinder, die in den Bergwerken und Steinbrüchen beschäftigt werden. Ein Auf^if für ein Kinderschutzgesetz stellte kürzlich fest, daß über 5000 Kinder von sechs bis vierzehn Jahren in den Glasfabriken von New- Jersy und Permsylvanien arbeiten. Newyork besitzt zwar ein Kinderschutzgesetz, trotzdem sind die Heimindustrie, die Blumenfabrikation und die übrigen Schwitzgewerbe bis jetzt von ter Gesetzgebung noch nicht berührt worden und können auch nicht eher geschützt werden, als bis das Schwitz- System ganz abgeschafft ist. Die Volkszählung vom Jahre 1900 gibt die Zahl der gewerblich tätigen Kinder unter 15 Jahren auf Ungefähr 92 000 an, Boten und Austräger waren hier nicht einbegriffen. Es gibt aber in Newyork Hunderte von Knaben, die als Laufburschen benutzt werden und in dieser Eigenschaft 20, 30, 32, 40 ja sogar 72 Stunden ununterbrochen im Dienst sind. Ihre einzige Erholung ist eine Viertelstunde Schlaf zwischen den Botengängen auf den hölzernen Bänken der Bureaus. Unter diesen Umständen kommt es natürlich häufig vor, daß diese Jungen au| der Straße zusammenbrechen. In der Fürsorge für das Leben und die Gesundheit ter gewerblichen Arbeiter steht Amerika überhaupt weit hinter den europäischen Ländern zurück. Vor einigen Jahren berechnete man, daß täglich 50—60 Kinder durch Unfälle an Kreissägen getötet oder verletzt wurden. Die Schädigungen der Kinder durch Ueberarbeit sind furchtbar, aber der daraus erwachsende Schaden für das Land ist nicht Minder beachtenswert. Sehr treffend kritisiert em bekannter amerikanischer Sozialist die amerikanischen Zustande, indem er sagt: „Eine Industrie, die die Lebenskraft der Kinder m Profite umprägt und der Welt .baitn die Sorge für die Lebenswracks überläßt, raubt dem Lande etwas, was sie ihm nie wieder zurückgeb'en kann." __________________________________ Dcrmifcbtes. Giessener Festsaal Cafe Leib Walltorstraße 36—38 Telephon 645 vollständig renoviert und mit neuem Parkettfußboden belegt. Halte selbigen den verehrt. Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Desgleichen ein ungeniertes, gemütliches Kneipzimmer, zirka 60 Personen fassend. Auch ist meine neu erbaute, prächtige Kegelbahn noch einige Abende frei Zivile Preise und gute Bedienung zusichernd ladet erg. ein Der neue Pächter: Th. Eibch Perechlenährsalz--FutterkaIknrDrogen -MARKE --—IV LUDWIG ÄLTER En gros En detail Export Biograph Kinematooratih D°S neue Programm bringt grchrtige 9mm. ILIldL2' ?^8S‘ 54 08898 «-m-mMe <*• Plocketr. 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Sonntag 4 Uhr. __________________ 5392 herrlich kolorierter Kunstfilm von Pathä FrSreS, großes biblisches Drama, 410 m lang, nach der Tragödie von Jean Racine, inszeniert und bearbeitet von Michel CarrS. 3lls Hans die Schule schwänzte, humoristisch. Wasserfälle bei Krim! in Tirol, Ä&Xe. Evang. Arbeiter-Verein, v»/i. Sonntag, 23. Oktober Stiftungsfest in der Turnhalle. Vereinsabzeichen sind anzulegen. Eintritt für Rlchtmitglieder 30 Pfg. Programm 10 Pfg. Turin 1902: . . . Gold. Medaille St Louis 1904: . Gold. Medaille Mannheim 1907: Gold. Medaille N Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag den 23. Oktober, , nachmittags 3V8 Uhr Kieme Preise Kleine Preise Der KgiifniüM oon Venedig von William Shakespeure. Abends 7V8 Uhr Gew. Preise unter Mitwirkung d. Kapelle deS Jnf.-Reg. Kaiser Wilhelm Rr. 116 Novität Novität Die Försterchristel Operette in 3 Akten von Beruh. Buchbinder Musik von Georg Jarno. ato/io) Ende gegen 10V2 Uhr. Tanz-Musik, iässi« Kaiser-Allee. (05956 Restaurant Metropol Sonntag 23. Oktober r; KONZERT 1=1 NB. Diner von 12—3 Uhr. Reichhaltige Abendkarte. Souper. Weine erster Firmen. Pilsener Urquell. Münch. Löwenbräu. Pfungst. Märzenbier. spannendes Drama aus dem Arbeiterleben. Nantes Leidenschaft für den Lenkballou. r humoristisch. Der Glucksbaum, Märchen, koloriert. W der lolipiz ober: Wie fich der kleinste Mensch stark machen kann. humoristischer Schlager. Der kleine Finkenhahn, Tonbild. M Wie Presse und Publikum über R. Gcrltug's lichtspicl-Vorträgt urteilen: ©«mburn. »rtmbenblatt (I7 9. W.): Gänzlich neuartig unö sehr "tstrukttv war die kinematogravhische Vor- suhrung eines Unterrichtskursus für Körverpsiege. T'ie lilanzende Rhetorik, die dem Redner zur Ver- ^^^^^ugung steht, brachte ihm reichen Beifall. - t?™' S"(ielocr <2L l?. 10J: Die in durchaus dezen- J.erKe.t♦ nrI gehaltenen.. Ausführungen fanden allseitigen Anklang. Wir können den Besuch dieser eigemtniaen Veranstaltung empfehlen. — Luzerner Ta bl. (2L 2. 10.): Es ist an sich schon ein Genusi ?n enÄU folgen: es braucht gar keines om/'a^bsiatuen Themas, wie daS Besprochene, um g n o c Versammlung so zu fesseln, das; sie dem Redner so nut gespannter Aufmerksamkeit folgte. - °bendS 8-/, Uhr. findet im ^.teino Worten em ft® Lichtspiel-Vortrag nur für Damen statt über Erziehung zur Schönbeit. Raheres die Tagestmerate. hv16/10 Wtt-teiiL Montag den 24. Oktober MonMersmlnlullg bei Kam. Nötzinger. [Da/le Tagesordnung: Stiftungsfest. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten._______Der Vorstand. Zur Neuen Welt. „ ___ Morgen [08887 Ein Familienabenteuer im Berliner Luna-Park eine tolle Humoreske (Länge 240 m). Das kleine Modell Drama nach dem Leben. Me Wming durch die Mark Brandenburg interessante Rattlraufnahme. Tonbild: Mädel klein, Mädel fein. Liederkranz Giessen (dekoriert mit dem Sllb. Kreuze d. Verdienstordens Philippe des Grossmütigen). Sonntag den 23. Okt., nachmittag* 5 Uhr, = KONZERT= im Saale des Steins Garten. Dirigent: Franz Bauer. Mitwirkende: Frau Käte Lerch, Sopran. Herr Franz Bauer, Violine Herr Musikdir. Krausse, Viola Herr B. Herrmann, Cello Herr H. Fischer, Klavier Programm: Männerchöre von Grieg, Schubert, Dürrner, Breu, Volkslieder, Lieder f. Sopran v. Eulenburg (Rosenlieder), Brahms etc., Lieder für Bariton, Duette, Trio von Mendelssohn, Gade, Quartett von Mozart. Wir machen unsere verehr lieh en Mitglieder aufmerksam, dass der Anfang auf pünktlich 5 Uhr gesetzt ist. Graf Pargas großes spannendes Drama, farbenprächtiger Kunstfilm von Path6 sr-reS, Länge 360 m. Nie Winters Spürsinn GIESSEN, Marktpl. 18 Relnlgangvon Damen, Herren- u. Kinder- Garderobe, Spitzen, Handschuhen, Decken, Vorhängen, Teppichen eto. __________________CDX Allgemeiner Ltaats-Kisenbalin-Verein. Die verehrt. Damen unserer Mitglieder, welche gesonnen sind, aus uns. Winterfest am 3. Dezbr. d. I. einen Reigen mitzutanze werd, gebet., Momag den 24. O d. I., abends 8'/, Uhr im Hot, Restaurant StobcL Liebigsir. (Eingang durch den Garten) zu einer Besprech, zu erscheinen. Giehen, 21. Oktober 1910. Hof-Möbelfabrik DARMSTADT Telephon 35 CrossL Hess. Hoflieferant Kaiserl. Huss. Hoflieferant brillanter Humor. Schlager, Detektiv-Komödie, Länge 265 faucht und ihre Opfer großes amerikanisches Drama, von berühmten Künstlern meisterhaft gespielt.