SB»* poLitischc Lages-chcrtt. •t ßaf4®J . Stühle ischräoke rschränke Kreissatzung für den Bezirk eines Kreises beschlossen werden kann, daß Personen, die gewerbsmäßigen Handel mit ländlichen Grundstücken betreiben, von dem Gewinn aller Vcräußerungsgcschäfte zu einer Steuer heran- < ezogen werden können, die 40 Proz. des Gewinnes nicht .bersteigen darf. — Die vorstehenden kurzen Erläuterungen über die wesentlichsten Punkte der Gewerbesteuer dürften genügen, um den Leser bei der Kammerberatung über diese äußerst verwickelte Gesetzesmaterie zu orientieren. Die Vertreter der größcrenhessischcnStädte haben an die Zweite Kammer folgende Vorstellung zu dem Gemeinde- öden, Sofas und jene Beider bei (136 Wy acenweg 22. 4y°kr| tuito.. MterLandW M zwei Monate nach dem Kaufabschluß zu begleichen, so erhöht sich der zollzuschlagspflichtige Gesamtpreis für jeden Monat der Kürzung der Zahlungsfrist um 1/2 Proz. des Grundpreises. Für Spesen, die nicht vom Verkäufer getragen werden, sind einheitliche Sätze aufgestellt. Verkäufer, die auch Tabakblätter .verarbeiten, zahlen den Zuschlag nach dem von ihnen zu zahlenden Gesamtpreis. laar 1 EmilK»clW Der Friede im Bnugeroerbe. d. Mainz, 22. Juni. Die Maurer und Bauhilfsarbeiter hielten heute nachmittag eine starkbesuch^c Versammlung ab, in der es recht stürmisch zuging. Nack) 3i/2|'tüiii)tflcr Beratung wurde beschlossen, sich mit Bedauern den Beschlüssen des Verbandstages zu fügen und^morgen die Arbeit wieder aufzunehmen. Die Baustelle Struth soll! gesperrt bleiben unb die dort beschäftigten Arbeiter sollen weiterhin ihre Streikgclder erhalten. Straßburg, 22. Juni. Eine auf heute abend ein« berufene von über 1000 Bauarbeitern aus -straßburg und Umgebung besuchte Versammlung faßte den endgültig bindenden Beschluß, daß in Ueberctuslimmung mit dem Verbandstage der Maurer und Bauhilfsarbeiter in Eharlottcn- burg man sich dem Dresdner SchiedSsPruch zu u n t e x - werfen habe und von morgen an die .Arbeit auf allen Plätzen wieder aufzunehmen sei. Breslau, 22. Juni. Tie hiesigen Maurer haben den Schiedsspruch der Unparteiischen einstimmig ab gelehnt und mit 108 gegen 84 Stimmen beschlossen, morgen in einen Streik einzutreten. Erfahrungen bei der Tabaksteuer. Das Tabak steu ergesetz vom 15. Juli vorigen Jahres hatte A u s füh ru n g sbestrm mu n g e n erhalten, die schon jetzt umfangreicher Abänderungen bedürfen. Der Bundesrat hat sie jetzt beschloßen. Zollzuschlagspflichtiger Wert oder Preis, heißt es darin, ist der gesamte Gegenwert, der für den Tabak oder dre Zigarren gegeben lvird, gleichviel, ob dieser Gegenwert in Geld oder ganz oder zum Teil in anderen Werten Tie nicht -in Geld bestehenden Gegenwerte sind in der Wertanmeldung mit ihrem Geldwerte anzugebcn. Der ^oll- -nschlag wird nach dem Gesamtpreis berechnet, den bet Tabakblättern einschließlich der Abfälle der Verarbeiter dem Verläufer sechs Monate nach dem Kaufabstylufte, bet Zigarren der Verzollet dem Lieferer zwei Monate nach dem H (xnr g?prhnuna über ^.abat- umlagcngcsetz gerichtet Am 18. Juni d. Js. sand m Mainz unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisters Dr. Göttelmann eine Besprechung von Vertretern der größeren Städte unseres Landes statt, welche sich mit Artikel 4 des Gesetzentwurfs über die Gemeiiideumlagen und den Grundsätzen der Besteuerung des Grundvermögens befaßte. Es wurde einmütig anerkannt, daß durch die bevorstehende Reform wohl ein Ausfall bei der Gewerbesteuer entstehen wird. Es wurde darauf hingewiesen, daß eine Besteuerung des Grundvermögens nach dem Ertrag einen weiteren Ausfall bringen könnte. Die Städte würden, da sie an der Gesamtwertsteuergrundlage des Landes mit landwirtschaftlich benutztem Besitze nur in zweiter Linie beteiligt lind, hiernach besonders stark zu den Kosten einer derartigen Reform herangezogen. Es bestände die große Gefahr, daß die Hausbesitzer und Kapitalrentner, zumal die in Preußen erhobenen Sätze erheblich niedriger sind, durch! eine solche Reform doppelt belastet würden. Hiernach wurde an den hohen Landtag die Bitte gerichtet.' 1. für das Gebiet der staatlichen Vermögensbesteuerungen die derzeitig bestehenden Grundsätze aufrecht zu erhalten, 2 mit Rücksicht daraus, daß die Grundsätze der staatlichen Vermögensoesteuerung in dem Gesetzentwurf über die Kom- munalabgaben für die Gemeindebesteuerung für anwendbar erklärt sind, wird gebeten, die derzeitige staatliche Ver- mögcnsbesteuerung und ihre Grundsätze, wie sie insbesondere in den § 19 und 29 ff. der Anweisung festgelegt sind, aufrecht zu erhalten, . vorsorglich wird an die hohe Kammer die Bitte gerichtet, dem in dem Antrag des Abgeordneten Dr. Glässiiig für die städtische Besteuerung vorgesehenen Zusatz zu Artikel 4 des Gesetzentwurf über die Kommunalumlagen statt^ugeben, (Der Zusatz bezweckt, daß die im Artikel 4 vorgesehenen Erleichterungen für landwirtschaftlich benutzte Grundstücke für Städte im Sinnender Städtevrdnung keine Anwendung finden sollen. Red.) Das neue hessische Gemeindeumlagengesetz. III. Die Steuer vom Gewerbebetrieb. Die Reformbedürftigleit der gegenwärtig geltenden G e - werbesteuer in Hessen war seit vielen Jahren von allen Seiten anerkannt worden, da sie lediglich nach äußeren Merkmalen erfolgt und aus eine gerechte Würdigung der Leistungsfähigkeit und des Ertrags eines Gewerbes keinen Anspruch machen kann, obschon sie eigentlich eine Ertragssteuer sein soll. Ter Ausschuß hatte sich nun bei seinen Beratungen zunächst gegen den Negierungsvorschlag erklärt, das Anlage- und Betriebskapital ausschließlich als Unterlage für die Gewerbesteuer heranzuziehen, was in zahlreichen Fällen eine völlige Befreiung oder ungebührliche Entlastung mancher Arten Gewerbetreibender zur Folge haben wurde, z. B. bei Agenten, die kein weiteres Betriebskapital in ihrem Geschäft benötigen. Der Ausschuß betrachtet daher die im neuen Entwurf aufgestellten Grundsätze, daß Betriebskapital und Ertrag als Unterlage für die Gewerbesteuer betrachtet werden müßten, wobei die' Steuer nach dem mittleren Jahresstand des Anlage- und Betriebskapitals erhoben wird, als eine Die EnzqMa und die Reichnegierung. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: „Unsere Mitteilungen vom 15. Juni über die Erledigung des durch die Borromäus-Enzyklika hervorgerufenen Streitfalles werden von einem Teil der Presse unter Berufung auf die Veröffentlichungen vatikanischer Blätter in Zweifel gezogen. Von unseren Mitteilungen haben wir kein Jota zurückzunehmen. Sie geben genau die Erklärungen wieder, die vom päpstlichen Staatssekretariat dem preußischen Gesandten schriftlich und mündlich gegeben worden find. Weber die Klarheit noch die politische Bedeutung dieser Erklärungen können durch nachttägliche Kommentare verdunkelt oder abgeschwächt werden. Ist demnach daran festzuhalten, daß der päpstliche Stuhl den von der preußischen Regierung gestellten For- derungen entsprochen hat, was den Ausdruck des Bedauerns über die durch die Enzyklika hervorgerufene Störung des konfessionellen Friedens bettifft, so ist das in der Note des Staatssekretärs gebrauchte Wort „dispiacere" von uns zu- tteffeiid mit „Bedauern" übersetzt worden, wie sich leicht aus einem italienisch-deutschen Wörterbuch ersehen laßt. Die gleiche Uebersetzung findet sich übrigens auch in der aus Rom datierten Wiedergabe der Note im Wiener „Vaterland". Gefordert wurde ferner am 8. Juni das Unterbleiben der kirchenamtlichen Veröffentlichung der Enzyklika in den deutschen Diözesen. Am 11. Juni, ließ der Staatssekretär dem preußischen Gesandten in amtlicher Form mitteilen, daß der Papst beretts den deutschen Bischöfen befohlen habe, solche Veröffentlichung zu unterlassen. Für die Bedeutung dieses Schrittes ist es unerheblich, ob dre päpstlichen Anordnungen schon vor Erhebung der preußischen Forderung ergangen sind oder nicht. Der preußischen Regierung konnte es nur auf die Tatsache der schleunigen Inhibierung der kirchenamtlichen Publikation ankommen. Das Vorgehen der preußischen Regierung hatte von Anfang an kein anderes Ziel, als die Störung des Friedens unter den Konfestionen abzuwehren und gutzumachen. Tabei befand es sich in Uebercinstim- muuq mit dem preußischen Abgeordnetenhaus und führenden Kreisen des evangelischen Volkes. Daß der Abschluß d e s Konflikts das evangelische Empfinden befriedigen dürfte, ist nach unserer Veröffentlichung vielfältig zum Ausdruck gekommen. Zu einer Aenderung dieser Äufiassung liegt nicht der mindeste Grund vor." Mit dieser Ansicht wird das Blatt des Reichskanzlers ziemlich allein stehen. Nr. 144 Erstes Blatt 16V. Jahrgang Donnerstag 23.Jnni1vlv gsSSttäVf 11 vILvL ZI11 ivlUvV wirtschaftliche Zeitstagen M W W M W ® NF W V Chefredakteur: ADoetz. Fernsprech-Anschlüsse: Ä « L F Verantwortlich für den für di« Redaktion 112, w\JP 'v politischen Teil: August WS? General-AnMger für Gberhefsen MZM Lmuchme von Anzeigen v , |aal*‘ ®. Heß; für den für die Tagesnummer Noiatioirrönrck und Verlag der vrübl'schen llniv.'Buch- und Zteindruckerei B. Lange. Bedattion, Lrpedltion und vruaerel: Zchulflraye r. Anzeigenteil: H. Beck. bis vormittags 9 Uhr. _______________________ ___ > billig zu verkaufen. Labubofitrake b9. WbWA if Abuhlug J bei, Betten \ Isterwaren V die J :e and billiget# ■- lezngsquelle g en, Flockst!' / ww WerlLiMmdU WoWdieGefchaM euer Jnjeiget^J®» ^udwisisptatz tf ,itzbadewanne, gjnj* Lwegzugsh-lberA ^'ZaifttMeA, tt j manvin tuaebte- Deutsches NeeLb. Der Kaiser ist am Mittwoch mittag um 12 Uhr 40 Min. in Altona cingetroffen. Er besuchte von hier ans General bireltor Ballin in seiner Wohnung, wo das Frühstück eingenommen wurde. Der Kaiser überreichte dem Generaldirektor Ballin seine Büste in Bronze aus einem prächtigen Sockel. Der Kaiser traf kurz nach 3V? Uhr im Automobil an den St. Pauli- Landungsbrücken zu Hamburg ein. An den Landungsbrücken sanden sich der Präsident des Senats, Bürgermeister Tr. Predöhl, und andere Senatsmitglieder ein. Der Kaiser begab sich sodann an Bord der „Hohcnzollern". Der Kaiser empfing, nn Bord den Direktor Voß von der Schiffswerft Blohm u. Vos; and den Oberingenieur Klaus Sievers: er verlieh dem Direktor Voß den Kronenorden 2. Klasse, Herrn Sievers den Roten Adlerorden 4 Klasse, sowie einer Reihe von Meistern und Arbeitern der Werst weitere Auszeichnungen. Um 4 Uhr machte die „Hohen zollem" las und ging unter dem Hurrarufen der Menge elb- abwärts, für die der Kaiser dankte. Tie „Hohcnzollern" ging am Abend in die Brunsbütteler Schleuse und sollte nach der Fahrt durch den Kanal heute vormittag um 11 Uhr in Kiel cmfreffen Ter Staatssekretär des Reichskolonialamts v. Lindequrst wurde zum Bundesbevollmächtigten ernannt. Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen erklärte auf eine direkte Anifrage auf Schloß Settenberg: Tas Gerücht meiner Ernennung zum Oberpräsidenten von Schlesien ist nicht zutreffend. Die Ue Verführung der Leiche der Prinzessin c o - dora zu Schleswig-Holstein 11 ad) Primkenau in Schlesien findet Donnerstag abend 6 Uhr von Achern aus statt: der lieber füljrung wird eine Trauerfeier in der Villa Hochseld vorangehen. Die., kirchliche Einsegnung der Leiche wird Prälat Sckmitthenncr-Karls- ruhe, unter Assistenz von Stadtpfarrer Svitzer-Achern vornehmen. Die Ersatzwahl für den achten württembergischen Reichstagswahlkreis Cannstatt-Ludwigsburg ist auf den 3 0. Juli anbevaumt worden. . Dem Landesausschuß von Elsaß-Lothiingen ist etn Antrag Hauß i Zentrum) und Genossen mit folgendem Wort laich zugegangen: Ter Landesausschuß wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, beim Herrn Reichskanzler dahin zu wirken, daß dem Landesausschuß von Elsaß-Lothringen der Entwurf einer Verfassung zur Aeußerung unterbreitet werde, bevor die gesetzgebende Körperschaft des Reiches endgültig damit besaßt werde. Ter Antrag wird vom Präsidenten aus die Tagesordnung vom kommenden Mittwoch den 29. Juni gesetzt werden: fernen ist dem Landesausschuß in derselben Angelegenheit ein Antrag, Blumenthal mü) Labroise zugegangen, der ebenfalls am kommenden Mittwock) auf der Tagesordnung stehen soll. AusLanS. Der Kaiser von Oe st erreich ist in Budapcst ein-, getroffen und am Bahnhose von den Ministern und den Spitzen der Behörden empfangen worden. T-rtr König von England hat den Herzog von Cornwall zum Prinzen von Wales ernannt. Die Londoner Handelskammer gab den Mitgliedern des Internationalen Kongresses der Handelskammern ein Bankett Lord Desborough erklärte, Zweck des Kongresses sei, die Schwierigkeiten im Handelsverkehr aus dem Wege zu räumen, aus Handelsrivalen Freunde zu machen, sowie die Bestrebungen zur Erhaltung des Friedens in der ganzen Welt zu unterstützen. Er hoffe, der Kongreß werde beitragen zur Errichtung eines Tribunals für Beilegung von kommerziellen Streitigkeiten ohne Schiedsgericht und Krieg. Das Pariser Zioilgericht beschäftigte sick) gestern mit einem durch die letzten K a m m e r w a h l e n veranlaßten charakteristischen Prozeß. Ter sozialistisch-radikale Kandidat des 3. Pariser Bezirkes, Chevaux, hatte sid) mittelst schriftlichen Vcttrages verpflichtet, bei der Stichwahl zugunsten des gleichfalls der sozialistisch-radikalen Partei angehörigen Mandatsbewerbers Jaguc- lin gegen Bezahlung einer Entschädigung von 30 000 Fran? zurückzutreten. Jaguelin siel jedoch durch und weigerte sich, die versprochene Summe zu bezahlen, weshalb Chevaux seinen Anspruch im Klagewege geltend macht. Das Gericht wies jedoch sein Begehren ab. Staatssekretär Tr. Delbrück und Handelsminister S y d 0 w sind zum Besuch der W e l t a u s st e l l u n g in Brüssel einge- troffen. Ter König gibt ihnen zu Ehren ein Diner. Die spanische Regierung ordnete die Schließung der sieben Schulen der Brüder der christlichen Lehre an; die Schulen sind seil dem Jahre 1900 in Asturien gegründet. Ter rumänische Minister des Aeußern überreichte dem italienischen Gesandten in Bukarest eine ergänzende Nr in der die erste Note der rumänischen Regierung weiter ausgeführt wird, und die Modalitäten für die Durchführung der in der ersten Note vorgesehenen Punkte genauer bestimmt werden. Aus diese Weise wird die griechische Regierung in der Lage sein, auf die Forderungen der rumänischen Regierung eine glückliche Lösung der Frage. In den Kreisen der Interessenten hatte sich vor altem eine scharfe Gegnerschaft gegen den Art. 10 der Vorlage geltend gemacht, worin bestimmt wird, in welchen Fällen und in welcher Höhe der zu besteuernde Ertragszuschlag einzutreten hat. 91ach der Regierungsvorlage sollte er eintreten, wenn der Ertrag des Gew erve betrieb es auf mehr als 5 Prvz. des rauhen Wertes des dem Gewerbe dienenden gesamten Vermögens sich berechnet, wobei der Zuschlag in steigenden Sätzen bis zum zwanzigfack;en des Mchrerttages erhoben werden sollte; bei Bettieben mit einem Ertrag von weniger als 1300 Mk. sollte ein Zuschlag nicht ein treten, um die kleinen Gewerbetteibenden zu schonen. Infolge der von den hessischen Handelstammern auf dem letzten Handels^immertag erhobenen Bedeuten gegen diesen Tarifsatz und die vorgesehene Staffelung nach dem absoluten Mehrertrag, durch den besonders die Großindustrie in ihrer Entwicklung gehemmt und zur Auswanderung aus Hessen veranlaßt iverden würde, und gedrängt durch zahlreiche andere Vovstellungen aus Jntett^entenkreisen, hatte die Regierung auf Anregung des Aus rsses eine Anzahl a is- führlicher Probeveranlagungen anferttgen lassen. Dadurch wurde sie zur Aufstellung eines neuen Tarifs veranlaßt, der bei weniger als 500 Mk. Mehrertrag das einfache, bei 500—1000 Mk. das zweifache und so fort bei mehr als 10 000 Mk. das zehnfache des Mehrertrags in Ansatz bringt. Diesem neuen Regierungsvorschlag, in dem der Ausschuß ein wesentliches Entgegenkommen gegen die Wünsche der Handelstammern erblickt, hat er noch eingehenden Erwägungen auch seine Zustimmung gegeben mit der Maßgabe, daß der Zuschlag nicht schon bei einem Mehrertrag von .'1 Proz., sondern erst bei 6 Proz. eintteten soll. Zudem ist die Teklaraiionspslicht gegenüber dem früheren Entwurf insofern abgeschwächl morden, als nach dem jetzigen Entwurf nur bei der Erhöhung des BetriebStapitals um mehr als 10 Pro;, und mindestens um 3000 Mk. eine neue Deklaratton erfolgen soll. Die Gemeinden sollen nach Art. 15III auch ermächtigt sein, einzelnen Betrieben eine ausnahmsweise günsttge Steuerbehandlung zuteil werden zu lassen. Von der Gewerbesteuer befreit sollen zunächst alle Betriebe fein, die ausschließlich wohltätigen oder gemeinnützigen Zwecken dienen, ferner die offenttichen Spar- faffen, „insofern sie nicht in größerem Umfang Bankgeschäfte betreiben und damit den Charatter von Erwerbsinstttuten angenommen haben". Weiter sollen bereit sein solche eingetragene Genossenschaften und rechtsfähigen Konium- vereine, deren Geschäftsbetrieb nicht über den Kreis i^d Mitglieder hinausgeht. Ausgenommen sind von der Befreiung solche Konsumvereine und Genossenschaften, die den gemeinscunen Einkauf von Lebensmitteln oder Gegenständen des yauswirtschaftlichen Bedarfs zum Zwecke des Wiederverkaufs im Kleinen betreiben, wenn ihr Geschäftsbetrieb sich unter gleichen oder ähnlichen Formen oder Einrichtungen vollzieht, wie in KleinhandelSbettieben nrit den näm lichen oder gleichartigen Waren. Die hierzu gestellten viel- erwähnten Anträge Haas und Ulrich wurden vom Ausschuß mit allen gegen eine Stimme abgelehnt. Eine lange Erörterung widmete der Ausschuß auch der Frage, ob die Ae rz t e und,R e ch ts an wä lt e von der Gewerbe'steuer befreit bleiben sollen, wse es die Regierungs- vorlage im 'islbsatz IV deS Art. 8 bestimmt. Der AuSschutz entschied sich nacki eingehender Motivierung dieser Besttm- mung durch die Regierung mit allen gegen eine Stimme für die Ncickstheranziehung der Aerzte und Rechtsanwälte zur Gewerbesteuer. Mit der Festsetzung einer B e st e u e r u n g d e r Da r e n- häuser ist .Hessen dem Beispiel von Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg und Baden gefolgt, und ztvar ist besttmmt worden, daß neben der allgemeinen Gewerbesteuer eine Warenhaussteuer in der Form eines Zuschlags zu jener oder nach dem Umsatz des Unternehmen* erhoben werden kann Durch Ortssatzung kann besttmmt werden, welche dieser beiden Formen für die Steuer maßgebend sein und welche Steuersätze in dem einen oder andern ^-all innerhalb der näher bezeichneten Grenzen erhoben werden sollen^^der Zuschlag bettägt mindestens 2o und höchsten-- 200 Proz. der Gewerbesteuer. Nach Art. 19 kann die Warenhaus- steuer in Gemeinden bis zu 10 000 Einnwhneim bet Geschäften mit einem Jahresumsatz von Mindestens H)000 Wir., in größeren Gemeinden bei mindestens 150 000 Mk. Jahresumsatz eingeführt werden. Ter Ausschuß sttmmte weiter auch den Art. 23 u. ff. zu, wonach etne Gemeinde duvch ML« ran Ä ‘Äh. I bLäÄ'lr über 3^ren Mher al. vollständige und cntgiiltige Antwort zu geben, ohne daß es notwendig sein wird, daß weitere Verhandlungen zwecks Beilegung des Zwischenfalles im Piräus stattfiirden. Die den Boykott gegen Griechenland betreibende Volksmenge von Galata und Skutari nimmt eine drohende Haltung an. In Galata mußte die Polizei einschrciten. Mehrere Türken wurden verhaftet. Heute morgen wurde ein Grieche, der Löscharbeitcn bei der Deutschen Levantelinie übernommen hatte, von türkischen Arbeitern schwer verletzt, weil er auch griechische Auslader einstellen wollte. Der griechische bischöfliche Vikar von Achi Tachclebi im Vilajct Adrianopcl wurde verhaftet, das Patriarchat protestierte gegen die Verhaftung. Die Pforte verlangte von der montenegrinischen Regierung die Auslieferung 'des Albancscnchefs Issa Boletinatz, der mit 17 Genossen nach Montenegro geflüchtet ist. Der Senat der Vereinigten Staaten hat die Gesetzesvorlage betreffend die Errichtung von Post-Sparkassen in der vom Repräsentantenhause angenommenen Fassung genehmigt. Die Vorlage gestattet die Anlegung der Einzahlungen in allen amerikanischen Regierungsbonds._________________________ vombenattenrat und Bankraub in Znedberg. (Sonderbericht des „Gieß. Anz") * G i e ß e n, 23. Juni. Tie alte, stille Stadt Friedberg w-urde gestern nach- tnittog durch ein Verbrechen, wie es selbst in Großstädten nur selten ist, aus seinem bescharilichen Frieden herausgerissen. Kurz nach drei Uhr ereignete sich, wie uns ein Privattelegrcnnm meldete, eine starke Explosion im Rathaus, -die weit über die Stadt hinaus hörbar war. Tic schwere Tür des Rathauses, in dem sich fast sämtliche städtischen 'Aemter befinden, flog in die Kaiserstraße, die Fenster zersprangen, die Türe wurde eingedrückt und die starke eichene Treppe wurde bis zum dritten Stock buchstäblich zersplittert. Aus der westlichen Seite wurden Mauern teilweise herausgedrückt und auch in der Nachbarschaft wurden kleinere Schäden verursacht. Durch den Zusammenbruch der Treppe waren sämtliche Beamte in ihren Arbeitsräumen eingeschlossen. Schränke, Tische und andere Gerätschaften wurden umgeworfen. Ein Schreibgehilfe überschlug sich im Bureau. Es hat aber niemand ernstlich Schaden genommen: nur der Stadtschreiber Graulich wurde an die Wand gefÄleu- dert und im Gesicht durch Glasfplitter verlebt. Der Feldschütz Lebeau entging mit knapper Not einer schweren Verletzung, dajih-m eine schwere Tür gerade über den Kopf flog. Vor dem Rathaus' soll ein Kind zu Schaden gekommen sein. Die Feuerwehr wurde sofort alarmiert, und sie holte die entsetzten Beamten mit Leitern herunter. Einer war so erschrocken, daß er unfähig zum Steigen war und mit dem Rettungssack herabgeholt werden mußte. Anfangs glaub le man an eine Gasexplosion, aber die Untersuchung ergab sehr bald, daß die Gasleitung unversehrt war, dagegen machte sich ein sehr starker Pulvergeruch bemerkbar, der nur von einer Bombe herrühren konnte. Während man noch mit den Rettungsarbeiten beschäftigt war, erschollen aus der etwa 400 Meter entfernten Reichs- b a n l laute Hilferufe. Die Frau des im Hause wohnenden Bankbeamten Langer hörte die Rufe des Vorstehers und machte einige vorübergehende Männer darauf aufmerksam. Diese drangen entschlossen in das Haus. Im Hof begegnete ihnen ein elegant gekleideter junger Mann, der ihnen zurief, sie möchten sich beeilen, denn da drinnen wäre etwas Kassiert. Nun erfuhr man, daß man es mit einem Raubanfall in der Reichsbank zu tun hatte. Bankvorsteher Meyer befand ftd) gerade im Tresorraum und war mit der Revision seiner Kassenscheine beschäftigt, als der Verbrecher eindrang. Er trug eine schwarze Maske und warf sich sofort auf den Beamten, der sich energisch zur Wehr setzte. In dem Handgemenge erhielt Meyer einige Schläge auf den Kopf und schließlich einen Streifschuß an der Stirne. Als man erfuhr, daß der elegante Fremde der Täter sei, machte man sich sofort auf die V e r f o l g u n g d e s Verbrechers. Dieser hatte sich mittlerweile auf ein Rad geschwungen und suchte sich die Verfolger durch R e v o l v e r s ch ü s s e vom Leibe zu halten. An der Ecke Mainzertoranlage kam er zu Fall, nachdem er vorher einen dreizehnjährigen taubstummen Iungen durch einen Schuß in den Leib lebensgefährlich verletzt hatte, während er von sämtlichen Verfolgern keinen getroffen hatte. Er juljr dann die Promenade entlang die Chaussee nach Ockstadt. Die Polizei nahm in dem Automobil des prakt. Arztes Dr. Krombach die Verfolgung auf und ereilte den Flüchtling auf dem Wege zwischen Ockstadt und Bad-Nauheim, in der Nähe des Bad-Nauheimer Friedhofes. Hier lnarf er sein Rad auf die Böschung und floh in das offene Feld. Der Schutzmann Bender von hier hmr ihm aber so auf den Fersen, daß es keinen Ausweg mehr gab, er nahm dann seinen Revolver und schoß sich mit seiner letzten Patrone eine Kugel in die Schläfe. Der Tod trat sehr bald ein. Ermittelungen. Es bestand nun kein Zweifel mehr, daß es sich bei der Explosion um einen verbrecherischen Anschlag gehandelt hatte, der aber nur den Zweck hatte, das eigentliche Verbrechen zu verschleiern. Die sofort angestellten Ermittelungen hatten das folgende Ergebnis: Der Attentäter ist der Chauffeur Barken stein aus Ha lle a. d. Saale. Man fand bei ihm noch zwei geladene Revolver und 4(350 Mk. bares Geld Beim Einbringen ins Krankenhaus gab er noch Lebenszeichen von sich. Ter Artentäter wohnte seit dem 15. Juni im Burghotel. Hier zeigte er, daß er viel Geld besaß, zahlte die Miete im voraus und gab sich sehr vornehm. Der Besitzer des Burg- hotel hörte gestern im Zimmer ein verdächtiges Geräusch und heute sah man, daß die Schlüssellöcher verstopft waren. Man fand verfchiedene Gegenstände, die auf die Bombenfabrikation hinwiesen. In seiner Begleitung befand sich häufig noch ein gutgekleideter Mann, der sicher sein Mitschuldiger ist. Im Gasthaus von Phi!. Steinhäuser stahl der Räuber noch kurz vor der Tai das Rad des Händlers .Kroner aus Vilbel und ließ sich vorn in der Wirtschaft sogar eine Luftpumpe geben. Er fuhr zum Rathaus, verübte die Tat und eilte noch einmal in das Burghotel, um die zweite Bombe zu fyolen. !Er fuhr dann an die Reichsbank und verübte den Einbruch. 'Die Bombe und ein Paket fand man in der Reichsbank, jedenfalls hatte sie versagt. Die Verletzung des Direktors Meyer scheint ernster Natur zu sein. Zwei angeschossene Mnder wurden ins Spiral gebracht. Kaufmann Michel und eine Frau wurden auch durch Schrotschüsse verletzt. Kurz vor dem Attentat fuhren zwei Automobile ohne Nummer über die Kaiserstraße, und es erscheint deshalb nicht ausgeschlossen, daß eine größere Bande in Frage kommt. Don anderer Seite wird uns dazu mitgeteilt, daß krr e i Leute i n Betracht kämen, von denen einer einen Pa- ncymchut in der Reichsbant zurückgelassen hat. Der verstorbene Verbrecher hat einen braunen Filzhut getragen. Er wohnte seit acht Tagen int Burghotel in Friedberg als Reisender Schmidt aus Darmstadt. Vorher hielt er sich in Frankfurt auf. Bei der Leiche fand man auch ein Notizbuch, in welchem eine Anzahl von Frankfurter Bank firm en verzeichnet sind, bei denen wohl gleichfalls Einbruchsdiebstähle beabsichtigt waren. Morgen wird die Leiche obduziert. Einem Dienstmann, der ihm den Koffer trug, schärfte er nachdrücklich ein, nur vorsichtig zu sein, da der Koffer Glaswaren enthalte. Bei der Untersuchung des Koffers fand sich noch eine zweite Bombe. Das Rathaus hat sehr gelitten. Außer den bereits geschilderten Schäden sind ein großer Teil der im Sitzungssaal aufgehängten Bürgermeisterbilder zerstört, Bücher und Akten wirr durcheinander geworfen. In der R c ichs ba nk nahm Direktor B elin g aus Frankfurt sofort die Revision vor, wobei festgestellt wurde, daß die Beträge auf den Pfennig genau stimmen. Das Geld, das bei Barkenstein gefunden wurde, muß also anderswo herrühren. Oberstaatsanwalt Lang und Kriminalkomm. Müller von hier begaben sich gestern sofort an den Tatort und weilten auch heute noch dort. Von Frankfurt erschienen Polizeiassessor Auerbach und die Kommissare Brummund und Wieland. Kommissar Wieland vermutet, der Frrf. Ztg. zufolge, daß zwischen dem Frankfurter Attentat vom 14. Juni in der Bockenheimer Landstraße und dem Friedberger ein Zusammenhang bestehe. Tatsächlich wurde auch eilte gleiche Bombe verwendet. Die gefundenen Bomben wurden vor der Stadt unbrauchbar gemacht. Die Forfchungen nach Mitschuldigen werden eifrig fortgesetzt. Der mehrfach erwähnte Begleiter Barkenfteins soll nach dem Anschlag die Stadt in einem Sportanzug verlassen haben. -m. Friedberg, 23. Juni. (Privattelegramm.) Heute morgen wurde bereits eine Verhaftung vorgenommen, es fragt sich jedoch, ob sie aufrechterhalten werden kann. O Friedberg, 23. Juni Der schwer verletzte taubstumme Junge ist gestern abend seinen Verletzungen erlegen. 21 us uitfr Gießen, 23. Juni 1910. ** Hoftrauer. Der Groß Herzog hat wegen des 'Ablebens der Prinzessin Feodora zu Schleswig- Holstein eine Hoftrauer vom 21. bis einschließlich 25. Juni angeordnet. "Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Höllerbach. Dem Fürsten zu Lölvenüein-Wertheim-Rosenberg und dem Fürsten und Grafen zu Erbach-Schönberg steht das Präsentatio nsr t zu. ** Konkursstatistik. Im Jahre 1909 gerieten 38 Handwerker in Konkurs (gegen 47 und 57 in den Vorjahren). Davon kamen 17 auf Starkenburg, 11 auf Oberhessen und 10 auf Rheinhessen. Den Berufen nach verteilt sich die Zahlungseinstellung: Backer 6, Schreiner 5, Maurer und Metzger je 4, Schlosser 3, Installateure, Schuhmacher und Uhrmacher je 2, Drechsler, Kaminfeger, Küfer, Kürschner, Müller, Sattler, Schmied, Spengler, Weißbinder und Zimmerer je 1 Konkurs. • * Der Sängerkranz veranstaltet am nächsten Samstag auf der Liebigshohc ein Sommerfest, für das bereits umfassende Vorbereitungen getroffen wurden, so daß ein hübsches Fest mit Sicherheit zu erwarten ist. Konzert und gesangliche und andere musikalische Darbietungen werden den ersten Teil des Abends ausfüllen, während eine Fackelpolonaise durch den Garten den zweiten Teil, den Tanz, ein» leiten wird. * • Zum Gedächtnis Robert Schumanns veranstaltet die Klavierschule von Minna Korner am Freitag nachmittag eine mtlsikallsche Feier im Saale der Schule. * * In den Nu he stand versetzt wurde der Eisenbahngehilfe in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Hch. Mathesius zu Gießen. u Ernannt wurde der Schreibgehilfe Wilh. Magnus in Gießen zum Schreibgehilsen bei dem Amtsgericht Gießen. * * Der Fonds für Beihilfen bei lieber» schwemm ungen in Hessen hatte am 1. April 1909 einen Kapitalbestand von 119 000 Mk., wozu noch 1549,14 Mk. Kassebestand kommen. Die fast ausschließlich aus Zinsen bestehenden Einnahmen betrugen im Rechnungsjahr 1908 4026,40 Mk., während die Ausgaben 2477,26 Mk. betrugen (Mk. 1916 neue Kapitalanlagen und Mk. 561,26 Beihilfen). "Die Häute- und Fettverwertungs-Genossenschaft der Fleischer-Innung hat 1909 einen Umsatz von 25 000 Mk. mit einem Reingewinn von 2000 Mk. — 8 Proz. erzielt. * • Eine Schlachth ofskasse wird zur glatteren Abwicklung der Geschäfte mit den Metzgern am 1. Juli auf dem Schlachthof eingerichtet. Die Gebühren für die Benutzung der Schlachthofseinrichtung wurden bisher an den Oktroierheber bezahlt. ♦* W a s trinkt man a u f Wanderungen? Ju diesem Frühling, der uns einen wunderschölten Monat Mat gebracht hat, hört man überall viel von tüchtigen Wanderfahrten, die vor allem von unserer Jugend zur Erfrischung des Körpers und Geistes häufig unternommen werden. Für manchen fleißigen Schüler ist der Klasseitausslug tut Frühling das große Ereignis des Jahres, und wie gern ergeht sich der junge Kaufmann, der wochentags an Laden und Schreibstube gefesselt ist, der Beamte, der seine langen Bureaustunden innehalten muß, Sonntags im Freien. Wandern macht Durst, selbst wenn man an heißen Tagen nach Möglichkeit den kühlen Schatten aufsucht, und das was der Körper infolge der Bewegung an Feuchtigkeit verliert, muß wieder ersetzt werden, wenn das Blut in heißer Zeit nicht zu sehr verdickt werden soll. Was trinkt man nun? Frisches reines Quetlwasser gibt es leider nicht überafl auf Wanderungen, eher schon frische Milch, die wohl in jedem Bauernhause zu finden ist. Aber Milch bekommt nicht jedem, manchem liegt sie schwer im Magen und verursacht Verdauungsstörung. Alkoholhaltige Getränke, Wein, Bier, erschlaffen nach ganz kurzer Anregung und loschen überhaupt den Durst nicht nachhaltig. Die besseren und wirksamsten Erfrischungsgetränke sind die kohlensänrehal- tigen. Seien es nun Frucht getränte oder sog. Brauselimonaden oder auch Selterswasser. Man soll nur niemals ein Getränk eiskalt genießen. △ Alsfeld, 22. Ium. Welch großen Rufs sich unsere Ziegenzucht erfreut, geht daraus hervor, daß dieser Tage ein schwedischer Tierzuchtbcamter hier eintraf und 50 Saaner Ziegen für die Zuchtverbände in Schweden ankaufte. 1909 hat der KreiSziegenzuchtverem Alsfeld für 5000 Mk., der zu Lauterbach für 4000 Mk. Tiere abgesetzt. — Bad-Nauheim, 22. Juni. Herzogin Max von Württemberg ist zur Kur hier eingetroffen. — Der Bad-Nauhe imer Sch ach verein wird außer dem bisherigen VereinSabend an jedem Montag abend im „Ritter" während der Saison im Interesse der zahlreichen Schachfreunde unter den Kurgästen auch im neuen Kolonnaden-CafH jeden Freitag abend regelmäßige Spielabende abhalten. — Friedberg, 21. Juni. Die im Kreis Friedberg bestehenden 19 israelitischen Religionsgemeinden erheben zusammen 18 9 5 3 Mk. Umlagen. Es erheben Friedberg 7 900 Mk. (27,599 Proz.), Groß-Karben mit Klein- Karben, Okarben und Rendel 1520 Mk. (35,557 Proz.), Bad-Nauheim 1500 Mk. (8,851 Proz.), Butzbach 1379 Mk. (58,731 Proz.), Assenheim mit Bruchenbrücken 1100 Mk. (91,37 Proz.), Heldenbergen m. Kaichen 1000 Mk. (25,419 Pro;.), Nieder-Weisel 990 Mk. (82,541 Proz.), Vilbel 840 Mk. (der Ausschlag erfolgt mit x]4 auf die Kopfe der Gemeindemitglieder und mit 3/< auf das Schätzungskapital), Nodheim v. d. H. mit Holzhausen und Petterweil 726 Mk. (44,584 Proz.), Nieder-Wöllstadt 550 Mk. (35,25 Proz.), Nieder-Florstadt 350 Alk. (55,214 Pro;.), Bönstadt 300 Mk. (45,886 Proz.), Büdesheim 228 Mk. (23,588 Proz.), Griedel 220 Mk. (104,167 Proz.), Burg-Gräfenrode 95 Mk. (25,724 Proz.), Staden mit Stamm heim 93 Mk. (10,163 Proz.), Münzenberg 90 Mk. (23,911 Proz.) und Gombach 81 Mk. (13,706 Proz.). d. Mainz, 22. Juni. Ein Antrag auf Einführung von Benutzungsgebühren bei der S t a d t b i b l i o t h e k wurde in der heutigen Sitzung des Schulausschufses beraten. Der Direktor der Stadtbibliothek, Prof. Dr. Bing, hat sich in einem längeren, eingehend begründeten Schriftsatz gegen den Antrag ausgesprochen, da die Einführung einer Gebühr einen Rückschritt bedeute. Der Schulausschuß trat dieser Ansicht bei, umsomehr, als die Stadtbibliothek auch zu gleicher Zeit eine Volksbibliothek ist, und dieser Charakter mit der Einführung einer Gebühr verloren gehe. H- Wetzlar, 22. Juni. In der Karolinenhütte brach heute nachmittag um 5 Uhr Groß feuer aus. Der Brand entstand in einem Schuppen, wahrscheinlich dadurch, daß an der elektrischen Leitung Kurzschluß entstand. Das Feuer ergriff rasch mehrere andere Schuppen, in denen sich Maschinen zum Verkleinern von Eisen und Material- Vorräte befanden. Es gelang der Feuerwehr in angestrengter Tacigteit, das Feuer a-jf diese Schuppen zu beschränken, so daß die ^Hauptgebäude der Hütte völlig unbeschädigt blieben. Um 1/27 Uhr war der Brand gelöscht. Zeppelins 8«hrt nach Düsseldorf. Wir erhielten gestern kurz nach Redaktionsschließ die nachstehenden Telegramme, die wir heute wiederholen, da sie gestern! in einem kleinen Teil unserer Auflage nicht mehr veröffentlicht werden konnten: Düsseldorf, 22. Juni. „L. Z. 7" überflog uni 12 Uhr die Stadt und landete um 12 Uhr 10 Minuten glatt vor der Halle. Düsseldorf, 22. Juni. Das Luftschiff wurde um 12 Uhr 20 Minuten in die Halle gebracht. Um 12 Uhr 30 Minuten fuhren Graf Zeppelin und der Oberbürgermeifter nach der Stadt. Es wird heule wahrscheinlich infolge des Rheinfestes noch ein Aufstieg stattfinden. Kuuft mhö rm??eirschaft. — Theodor Leschetitzky. Einer der bedeutendsten, Klavierpädagogen der Gegenwart Theodor Lcschctitzky beging gestern seinen 80. Geburtstag. In Laneut in Galizien geboren, hat er den ersten Klavierunterricht von seinem Vater erhalten. Der ein Schüler Karl Czernys war. Die weitere Ausbildung leiteten Czerny und Sechter in Wien. Leschetitzky besuchte gleichzeitig an der Universität philosophische Kollegien und schloß sich der akademischen Legion unter Fischhos und Aigner an. 1852 ging Leschetitzty auf Reisen. In Petersburg ernannte ihn Kaiser Alexander zum Inspektor eines Erzichungshauses und Klavierlehrer der kaiserlichen Familie, er spielte in den Hot- konzcrten, teilte sich mit Anton Rubinstein in die Leitung der Mnsikaufführungcn bei Hof und rief endlich mit Anton Rubinstein das Petersburger Konservatorium ins Leben, dessen erster Klavierlehrer er wurde. Er betätigte sich auch als Komponist; seine Oper „Die erste Falte" wurde 1867 in Prag und 1883 in der Wiener Hofoper zur Aufführung gebracht. 1878 verließ er Petersburg und siedelte sich in Wien an, wo er nur noch selten auftrat und sich ganz dem Unterrichte widmete. — D i e „Hanfer'schen Funde". Die für unsere Kenntnis über das Alter und die biologische Einordnung des D i l u v i a l m e n s ch e n hochbedeutsamen Ergebnisse der Ausgrabungen Hausers im Aurignacgebiet, vor allem das Skelett des Homo Aurianaceusis Hanseri, konnten soeben dank einer a li ßer- 0 r d e n t l i ch e n B c w i l l i g u n g des K a i s e r s für das Berlin er Mufeum für Völkerkunde erworben werden. In Gelehrtcn- kreifen war die Befürchtung allgemein, daß die für die Erwerbung veranstalteten Samnrlnngcn nicht die nötige Summe ergeben und die kostbaren Funde, die zurzeit im Völkerkundemufeum ausgestellt sind, Berlin verloren gehen mürben. Jetzt hat die Zuwendung des Kaisers nun doch den Ankauf ermöglicht. — Kurze Nachrichten ans K u n st u. Wissenschaft. Wie auS Dresden gemeldet wird, ist der Dresdener Bildhauer Arnold Kramer, der-Schöpfer des Braunschweiger Eulenspiege - brnnnens, von der Stadt beauftragt worden, ein Denkmal für den Dichter Otto Ludwig zu schaffen. hessische Zweite Kamm«. R. B. Darmstadt, 23. Juni. (Tel.) Die 2. Kammer begann heute die Generaldebatte zum G e in e i n d c st e u e r - Gesetz c n t w u r f. Der Ausschußberichterstatter, Abg. Molt Han (3cntr.1, gab eine längere Darlegung des Ganges der Ausschußbcratungcn und führte dann aus, der Ausschuß habe säst einstimmig der abgc- änderten Regierungsvorlage zugestimmt. Er hoffe, daß auch die 1. Kammer den Beschlüssen bcitreten werde, sonst würde sie die Verantwortung vor dem Lande zu tragen haben. Die Landtags- Verhandlungen seien bis jetzt sehr unfruchtbar gewesen, wenn jetzt diese Vorlage zu keinem Ergebnis führe, habe man dem Volk Steine statt Brot gegeben. ' Abg. Reinhardt (natlib.) spricht die Hoffnung auf Annahme der Vorlage aus. Die steuerliche Belastung sei in der letzten Zeit sehr gestiegen, so das; einzelne Gewerbe einschließlich der Aufwendungen für die soziale Gesetzgebung bis zu 30°0 zn bezahlen hätten. Deshalb sei eine gerechtere Verteilung der Steuerlasten unbedingt notwendig. Abg. Schönberger (natlib.) rechtfertigt seine Anträge, die Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit zu bemessen. .Tie Sitzung dauert sort. «Mors. xißunsschluß bic niö' derholm, da sie gehn . ächt mehr verössevW . 7" überflog u: s m 12 Uhr lOSli | "drift nmrix um 12 L- I 12 Uhr 30 Limite. I| ncittcr nach der Stabt. K , AhcinWs noch eu I “* *&$ »r--L J Bß! '"brücken M 31 'O^k.(25,418I ^'lbel 840 AU. (L 1 ' ^oobeim ü. b c- ■ »■ (4^84 L I WiÄMfaäl ®'-<46'886 tal,),l knebel 220 W I 'M (25,724 Proz.I Münzender; I M. (13,706 Pro;. I Q11f Einführung dc t ltb.ibliothcErourl;| chMes beraten, Tu W r- ^'nq, hat sich c $ Schriftsatz gegen Hl lg einer Gebühr einJI iy trat dieser Ansch» ch z" gleicher Zeit ein j | ' mit der EinfühMt • Karokinenhüti ohfeuer aus. Te 1 ahrscheinlich bahurc j rzjchluß entstand e Schuppen, in bene. Eisen und MaterK wehr in angestrengtn en in beschränken, [? unbeschädigt bliebt,-, I ischast. inet der bedeutendste u eodor Leschettt- H Zn Sancut in R ritbt von seinem A war. Tic iveiterc 1- Bien. Lcschetyln | oioDhiid.c Mcgicn u er Fischhot und W 3n Petersburg etnfliu K EnichungslMses r ex spielte in den i l?19 1878 verlief - ,1ernur «rt* *'%ie p * logische Ei« n Ergebnisse ver ,or allem das SM' Mi ***** Ka'serö r;, inlU per 2r^ö„ eulenip'^1" den, ein «Mi. ci«ei«bt" DUß Z-K Illir |öl'ibc cu .ino: .'• dis rre$cn Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wctterdienslstelle Gießen. Wetteraussichten in Hessen am ^reilaq dem 24. Juni 1910; Noch wiederholte, zum Teil stärkere Regenschauer, frischer Südwest, emo.- (.il'ki. rcit>tmcl^ungetu München, 23. ^imi. Als der Ingenieur Krastel heule auf dem Lberwicscnsclde mit einem Bleriotapparar ausstieg und hundert Nieter in der Höhe war, begann der Apparat in Flam- men aufzugehen. .Krastel landete glücklich, auch war der Brand bald gelöscht. Paris, 23. Juni. Tic Note der vier Schutzmächt e wegen der von ihnen in Aussicht genommenen Maßregeln bezüglich Kretas wird noch vor dem 28. Juni, dem Tage vor dem Zusammentritt der kretischen Nationalversammlung, der Türkei überreicht werden. Gleichzeitig werden die zur Verstärkung der Marinestreitkräfte der Schutzmächte bestimmten Kriegsschiffe vor Kreta eintreffcn. Paris, 23. Juni. Tie Auswanderung der einheimischen Bevölkerung aus Algerien nahm in der letzten Zeit so beunruhigende Formen an, daß Generalgouverneur Ionnart Erhebungen über die Ursachen dieser Erscheinung anstellen ließ. ES wurde festgestellt, daß türkisch e 21g ent en die Leute zur Auswanderung veranlassen. Washington, 23. 3 uni. Tic Scnatskorn- Mission nahm einen Antrag an, daß der Senat den Präsidenten ermächtigen möge, fünf angesehene Amerikaner gU beauftragen, mit ben Machten über die Erhaltung betf Weltfriedens zu verhandeln. Danksagung Anna Gießen, Ebelstraße 11, 23. Juni 1910. (05209 ... Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teil' nähme anläßlich des Ablebens unserer geliebten Tochter und Schwester bitten wir alle Freunde und Bekannte aus diesem Wege unseren herzlichsten Dank entgegenzunehmen. Familie Friedr. Schneider. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird die Löwen- g a s s e von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerks- und Radfahrvcrkehr gesperrt. Gießen, den 22. Juni 1910. _____Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Gebhardt._____ Zwangsversteigerung. Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Zeit der Eintragung deS Versteigerungsvermerks auf den Namen «. des Pfeiffer, Johannes VII. zu x/s» b. der Marie geb. Volt, besten Ehefrau, zu V3 im Grundbuch eingetragen waren, sollen Freitag den 23. September 1910, nachm. 4 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht versteigert ,verden. Die Versteigerung erfolgt auf dem Rathause zu Großen- Bnseck im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 7. Februar 1910 in daS Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Ver- steigerungsvcrn,erks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöfes dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegen» stehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung deS Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung deS Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für daS Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Gießen, den 16. Juni 1910. Großherzogliches Amtsgericht. (B23/6 Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Großen-Buseck, Band IX Blatt 831: Flur 21 Nr. 180 — 232 qm Acker auf dein Braitenhain. 15 Mk. Flur 21 Nr. 163 — 362 qm Acker daselbst. 20 Mk. Flur 1 Nr. 395 V10 — 107 qm Hofreite vor der Ober- pfortc. 3000 Mk. Auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Ederheimer zu Frankfurt a. M. als Bevollmächtigter des Abraham Lorsch daselbst wird heute den 20. Juni 1910, nachmittags 4.30 Uhr, gemäß § 1960, 1961 B. G. B. die Nachlaßpflegschast über den Nachlaß der am 19. November 1909 zu Lollar verstorbenen Wilhelm Deilmann Ehefrau Hermine geb. Niehm hiermit angeordnet. B2’/« Rechtsanwalt Naab zu Gießen ist zum Nachlaßpfleger bestellt. Gießen, den 20. Juni 1910. ______________Großer ogii'ac>? Amtsgericht.______________ Butzbach-Licher Eisenbahn. Am Sonntag den 26. Juni er. werden aus Anlaß des Bezirks-Kriegerfestes zu Gambach folgende Sonderzüge gefahren: D“/ 6 Sonderzug I Butzbach Stbhf. ab 1145 mittags, Muschen- heim an 1227. Sonderzug II Muschenheim ab l<>0 mittags, Butzbach Stbhf. an 202. Sonderzug III Bad-Nauheim ab 1120 mittags, Griedel an 1152 (Anschluß an Sonderzug I). Sonderzug IV Griedel ab 1215 mittags, Bad-Nauheim an 1243 mittags. Sondcrzug V Butzbach-Ost ab 830 abends, Pohlgöns an 838 abends. Sonderzug VI Pohlgöns ab 845 abends, Butzbach-Ost an 853 abends. Die Sonderzüge halten an allen Zwischenstationen. Näheres ist auf den Stationen zu erfahren. Die Bahnverwaltung. Wöchentlich frisch gebrannten Kaffee k Pfd. Att. 1.10, 1.20, 1.40, 1.60, 1.80 u. 2.00 somit Kakao, Schokolade u. Tee empfiehlt in vorzüglichen Qualitäten Robert Stishl, Neustadt 23. B62! Mitglied der Kabatt-Spar-Vereinigung.______ Obstbaum-Karbolineum und andere Bedarfsartikel für Landwirtschaft und Gartenbau. .3116] Adicr-ltrogerie, Seltersweg 39. Franks 108000000 Kaiserlich Ottomanische 4% Anleihe der Bagdadbahn, II. Serie. • Zeichnungen auf vorstehende Anleihe nehme bis Sonnabend den 25. Juni 0. c. ä 86 Va % entgegen. Die Stücke lauten auf Mk. 408 und Mk. 2040. 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