Nr. 228 Zweites Blatt Erscheint tLgNch mit Ausnahme der Sonntags. über die Fleischteuerung verteilt: am Nach § 577 ist die Krankenbehändlung sowie die Rente für die Dauer der Erwerbsunfähigkeit vorn Beginn der vierzehnten Woche nach dem Unfall zu gewähren. Ein Antrag der Sozialdemokraten auf Beseitigung der Karenzzeit wurde nur von der fortschrittlichen Volkspattei unterstützt. Ebenso wurde der Antrag abgelehnt, statt der vierzehnten die fünfte Woche zu letzen. Zu § 578 wird der Antrag der Sozialdemokraten, ms Vollrente den ganzen Jahresarbeitsverdienst statt zwei Drittel desselben zu gewähren, abgelehnt. Nach Annahme des § 581 vertagte sich der Ausschuß auf Freftag vormittag. Die heutige Sitzung, an der die Süddeutschen wieder teilnehmen, wurde kurz nach 9 Uhr eröffnet. Noske (Berlin) erstattete den parlamentarischen Bericht. Während der Berichterstattung herrschte große Unruhe. Man interessiert sich noch mehr für die gestrigen Vorgänge als fflg Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 22. Sept. Anwesend sind: Oberbürgermeister Mecum, Bergeordnets Keller und Georgi; die Stadtverordneten: Dr. Biermer, Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, Faber, Gabriel, Grünewald, Dr. Gutsteisch. Habenicht, Dr. Haberkorn, Heichelheim, Helfrich, Helm, Huhn, Iann, Jughardt, Krumm, Leib, Löber, Orbig, Plank, Schaffstaedt,. Simon, Wallenfels und Winn. Nach Auslosung einer Anzahl von Schuldverschreibungen et* folgte die Wiederverpflichtung des Beig. Georgi, der am 1. Juli einstimmig zum unbesoldeten Beigeordneten wieder-« gewählt worden war und am 13. August die großherzogliche Be-' stätigung erhalten hatte. Beig. Georgi versicherte unter bentf Beifall der Versammlung, daß er auch fernerhin sein Amt un? Jitter esse der Stadt führen wolle. Mitteilungen. Der Vorsitzende teilte mit, daß das Abkommen mit Kvnfe mann Stamm wegen dessen Umbaues zustande gekommen sei. Der .Gabelsberger Slenographenverein LxsMt darum, mj* Die „Tießener §ami!lendl8tter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- sttaße 7. Expedition und Verlag: e^6L Redaktionen 112. Tel.» Adr« AnzeigerGießen. In der Abteilung: Gerichtliche und soziale Medizin sprach Mittwoch vormittag Medizinalrat Professor Dr. Pnpptz (Königsberg) über den Vollzug der Todesstrafe. Er ging von dem Beschluß des Juristentages in Danzig aus, die Todessttafe beizubehalten. Dai Ker Beschluß aber gegen eine, nicht unbedeutende Minderheit, die für Abschaffung der Todesstrafe eintrat, gefaßt sei, so werde diese Frage sicherlich den nächsten Juristentag wieder beschäftigen. Unter diesen Umständen sei eI notwendig, daß auch die gerichtliche Medizin, natürlich innerhalb ihrer Kompetenzen, sich mit dieser Frage beschäftige. Zwei Fragen seien es, mit denen sich die gerichtliche Medizin Hinsicht-- lich des heutigen Vollzuges der Todesstrafe zu beschäftigen habe: 1. mit der Sicherheit des beabsichtigten Erfolges, 2. mtt der Ab^ schwächung der Qualen des Hinzurichtenden. In der sehr lebhaften Aussprache, an der Geheimrat Prof^ Dr. Ungar (Bonn), Prof. Dr. Z i e m k e (Kiel), Prof. Dr^, Stumpf (Würzburg) und Physikus Dr. Reuter (Hamburg) sich beteiligten, wurde allgemein die mechanische Art der Hüh, richtung der durch die Hand vollzogenen vorgezogen. In der Abteilung: Geburtshilfe und Gynäkologie, die mit der Abteilung: Innere Medizin, Balneologie, Hygrotherapie ju? sammen tagte, sprach Dr. Hofbauer (Königsberg) über Tuberkulose und Schwangerschaft. In der sehr lebhaft einsetzenden Aussprache wurde hauptsächlich die Frage erörtert, ob man bet Schwangerschaft einer tuberkulösen Frau diese Schwangerschaft unterbrechen und bei Erneut vorkommender Schwangerschaft eventuell mit Sterilisation unter Verwendung der Totalexlirpation des Ovariums oder gar direkt) mtt Totalextirpation vorgehen solle. Die Meinungen waren seHp geteilt. Ein besonderer Beschluß wurde nicht gefaßt. In der geographischen Abtettung sprach Dr. Brückmanus (Königsberg) über Beobachtungen der Strand verschiß bangen an der Westküste des Samlandes. $ojialöemofratifd)cr Parteitag. 4 Magdeburg, 22. Sept. 4. Tag. Wir tragen aus der gestrigen Sitzung noch einen ausführlichen Bericht über die Verhandlungen des Rumpfparlamentes mit: Die Verhandlungen wurden gestern um y<9 Uhr abends wieder aufgenommen. Die Radikalen hatten die Pause benutzt zu einer kurzen Sondersitzung, in der sie einen neuen Antrag Zubeil ausarbeiteten. Der Antrag lautete folgendermaßen: „Angesichts der Erklärung des Genossen Frank in seinem Schlußwort, daß er sich und seinen Freunden die Stellungnahme zu dem Beschluß des Parteitages Vorbehalten müsse, beantragen wir folgenden Zusatz zur Erklärung, die Genosse Bebel im Auftrage des .Parteivorstandes abgegeben hat, zum Beschluß zu erheben: Wir sind der Meinung, daß, falls die Resolution des Partei Vorstandes angenommen wird, und 'abermals eine Mißachtung der Resolution vorkommt, alsdann die Vorschriften des Ausschlußverfahrens gemäß § 23 des Organisationsstatuts gegeben sind." Es folgt die erste Abstimmung. Das eintönige Geschäft des Namenauftufens wird nur dann unterbrochen, so oft die Setten der Anwesenheitsliste umgewendet werden müssen. Während der zweiten Abstimmung unterhandelt Bebel persönlich längere Zeit mit den Führern, der Radikalen. Er scheint aber bei ihnen nrcht das zu erreichen, was er wollte. Nach Beginn der dritten, Wtimmun# beobachtet man, wie Genosse Haase Bebel auf sucht und sich längere Zeit mit ihm lebhaft unterhält. Inzwischen haben sich sowohl die Radikalen wie die Süddeutschen von ihren Plätzen erhoben; sie diskutieren lebhaft und erregt. Kurz nach 10 Uhr wird das Ergebnis der dritten Abstimmung vEundet, von der Mehrheit mit lebhaftem Händellatschen be- ^efttti. ^Tltra9 tiu^ Einsetzung eines Studienausschusses wird Ein Antrag auf Vertagung stößt auf starken Protest der Radikalen. Jetzt erhebt sich Bebel, packt seine Sachen zusammen und verläßt nach kurzer Verabschiedung den Saal. Der Vorsitzende Dietz schlägt nun vor, ihm zu überlassen, wann er den abgeänberten Antrag Zubeil zur Beratung stellen soll. Aber die Genossen wollen von diesem Vorschlag nichts wissen. Frank (Mannheim): Wir wollen den Parteigenossen jedes Entgegenkommen zeigen und keinerlei formale Schwierigkeiten machen. Wir sind der Auffassung, daß der neue Antrag Zubeil mit den Parteistatuten ebenso in Widerspruch steht, wie der frühere Antrag Zubeil. Wenn der Pattettag sich und uns die Wiederholung der heutigen Verhandlung ersparen will, so mag er von folgender Erklärung Notiz nehmen: „Wir sind der Auftassung, daß die Worte, mit denen ich mein heutiges Schlußwort beendet habe, nicht im Widerspruch stehen mit oen Nürnberger Parteitagsresolutionen. Wir können aber über den Antrag Zubeil heute nicht mehr verhandeln." Vors. Dietz stellt an die Versammlung nochmals die Frage, ob der Antrag Zubeil sofort erledigt werden soll. Die Frage wird mit großer Mehrheit bejaht. Frank (Mannheim): Wenn diese Verhandlung sofort vor sich gehen soll, so werden sich meine Freunde an ihr nicht bs- teiligen. Eine große Anzahl der süddeutschen Genossen verläßt nach dieser Erklärung den Sitzungssaal. Haase (Königsberg) begründet darauf kurz den Antrag Zubeil. Vogtherr (Wiesbaden) beantragt namentliche Abstimmung, um feststellen zu können, welche Genossen den Saal verlassen haben. Michard Fischer (Berlin): Es ist sehr traurig, daß wir über einen solchen Antrag überhaupt verhandeln müssen. Wenn Worte noch einen Sinn habens dann hat Frank nichts weiter gesagt, als was wir alle unterschreiben müssen. Denn niemand kann wissen, welche Verhältnisie tatsächlich in Zukunft eintreten können. Frank hat nichts davon gesagt, daß die Süddeutschen den Nürnberger Beschluß mißachten. Ein heutiger fofortiger Beschluß macht den Eindruck der Vergewaltigung. Ter Antrag ist unmöglich. Wenn Sie jetzt diesen Beschluß fassen, binden Sie alle künftigen Schiedsgerichte. Was hat denn der Nürnberger Beschluß für einen Zweck, wenn er nicht Ausnahmen zuläßt? Geben Sie der Welt nicht dieses Schauspiel, Sie behandeln ja die süddeutschen Genossen nicht als Genossen, sondern als besiegte Feinde. Ter Redner wurde wiederholt lebhaft unterbrochen. iKatzenstein (Berlin) bittet ebenfalls, heute noch nicht abzustimmen. Hoch (Hanau): Parteigenossen! Wir haben alle guten Grund, eine offene und freie Erklärung von den Süddeutschen zu verlangen und da das nicht geschieht, wiederholen wir nur, was in unserem Organisationsstatut steht. Der Partettag sagt: Wir sehen die Sache für so wichtig an, daß wir hier erklären müssen, wer gegen die Parteigrundsatze verstößt, hat die Konsequenzen zu ziehen in dem Rahmen des Organisationsstatuts (stürmische Zustimmung). Wir wollen den Gegnern zeigen, daß' wir Meinungs- verschiedenhetten haben, aber ebenso müssen wir ihnen zeigen, daß jeder Beschluß hochgehalten wird und deshalb bitte ich Sie, nehmen Sie unseren Anttag an. Es ist bedauerlich, daß er angenommen werden muß, aber es muß sein (stürmischer Beifall). Ein Vertagungsantrag wird mit großer Mehrheit abgelehnt. Vogt Herr (Wiesbaden): Tie Erllärung der Süddeutschen war ungenügend. Wir haben uns nicht unnachgiebig gezeigt; wir sind von einer Nachgiebigkeit zur anderen gekommen, bis uns die Geschichte zu dumm wurde (lebhafte Zustimmung). Es gibt eine Nachgiebigkeit, die die Dummheit selbst ist, und so nachgiebig wollen wir nicht sein. Es wird ein Schlußantrag eingebracht. IKatzenstein (Berlin): Tie Erklärung der Süddeutschen hat uns nicht befriedigt; wir können ihnen aber Gelegenheit geben, morgen eine bessere Erllärung abzugeben (lebhafter Wider- «. Wir haben keinen Grund, die Sache um einige Stunden hleunigen. Ich bitte, um eine Erledigung auf freundlichem Wege zu ermöglichen, die Sache zu vertagen. Ich bin überzeugt, eine Verständigung wird noch möglich sein (lebhafter Widerspruch). Ter Schlußantrag wird angenommen. Vors. Tietz: Die namentliche Abstimmung würde lange Zeit tti Anspruch nehmen. Ich würde deshalb empfehlen, da eine neue Tebatte ja doch nicht mehr entfesselt werden kann, morgen über den Antrag Zubett zu beschließen (erneuter Widerspruch). Es wird zunächst abgestimmt, ob die Abstimmung morgen stattfinden soll. Tie Abstimmung ergibt die Ablehnung des Antrags. Haase (Königsberg) zieht den Anttag auf namentliche Abstimmung zurück. Ter Antrag wird aber von anderer Sette wieder ausgenommen. Lehmann (Mannheim) stellt einen Vettagungsanttag. Es herrscht große Unruhe. Erst allmählich gelingt es dem Vorsitzenden, festzustellen, was bei der Abstimmung die Meinung der Versammlung ist. Ter Vertagungsantrag wird abgelehnt. Es wird dann namentlich über den Antrag Zubeil abge stimmt. Während der Abstimmung, als schon die Mitternachts stunde nabe war, wurde eine der Teilnehmerinnen ohnmächtig, weshalb eine Pause eintreten mußte. Tie Genossin wurde auf den Armen eines herkulisch gebauten Genossen an die Luft getragen und erholte sich bald wieder. Tarauf wird in der Abstimmung fortgefahren, deren Ergebnis um Mitternacht ver- fünbet wurde. Von 292 T elegierten haben 228 mit Ja, 64 mit Nein gestimmt. Das Ergebnis wurde von der Mehrheit mit Händeklatschen und Beifallsrufen aufgenontmett Darauf wurde die Weiterberatung auf Donnerstag vertagt. Die Reichsversicherungsordnung. f:: B erlin, 22. Sept. r HA Reichsversicherungsausschuß führte heute zunächst den ersten Abschnitt des Buches über die Unfallversicherung zu Ende, der vom Umfang der Versicherung handelt. Nach § 569 kann die Unfallversicherung durch Satzung ausgedehnt werden auf Betriebsunternehmer, deren Jahresarbeitsverdienst nicht 3000 Mk. übersteigt oder die regelmäßig keine oder höchstens zwei Der- sicherungspflichtige gegen Entgelt beschäftigen, ferner auf Hausgewerbetreibende und auf Betriebsbeamte mit mehr als 3000 Mk. Gehalt. Ein Zentrumsantrag, die Kleinmeister nicht einzubeziehen, wurde abgelehnt. Auf Anttag der Nationalliberalen wurde dem § 570 folgende neue Bestimmung an gefügt: „Die Satzung kann bestimmen, daß die freiwillige Versicherung außer Kraft tritt, wenn der Beittag nicht innerhalb der gesetzlichen oder satzungsmäßigen Frist bezahlt worden ist und daß eine Neuanmeldung so lange unwirksam bleibt, bis der rückständige Beitrag entrichtet worden ist." Mtt § 574 beginnt der zweite Abschnitt, der den Gegenstand der Unfallversicherung behandelt. § 575 lautet: Dem Verletzten und seinen Hinterbliebenen steht kein Anspruch zu, wenn sie den Unfall vorsätzlich herbeigeführt haben. Ein Anttag der Sozialdemokraten, Sie Worte „und seinen Hinterbliebenen" zu streichen, wird gegen Sozialdemokraten und Volks- Partei abgelehnt. Dagegen wird auf sozialdemokratischen Antrag gegen die Stimmen der Nationalliberalen und der Rechten dem Paragraphen hinzugefügt: Fahrlässigkeit, selbst grober Art, oder verbotwidnges Handeln, schließt den Ersatz des Schadens nicht aus. Nach § 576 kann der Schadenersatz ganz oder teilweise versagt werden, toemt sich der Verletzte Sen Unfall beim Begehen einer Handlung zu gezogen hat, die nach strafgerichtlichem Urteil em Verbrechen oder vorsätzliches Vergehen ist. Auf Z e n t r u m s - antrag wrrd hinzugefügt, daß die Verletzung bergpolizeilicher Verordnungen mcht als Vergehen im Sinne dieser Bestimmung gilt. ben Bericht. Noske führte aus: Auch wir wollen den Schwarz- blauen den Steuerraub nicht schenken. Aber ebensowenig darf den Liberalen vergessen werden, daß sie vom ersten Augenblicke die Steuergesetze zur Debatte standen, bereit waren, ebenfalls 400 Millionen indttekter Steuern zu bewttligen. Die mnir-eT^c^ Errungenschaft war das Stellenvermittelungs-* ge etz, das aber auch nicht weit genug geht. Die wenigen Ver- be))erungen ftnd zum großen Teil durch unsere Partei genossew b ine ui gefugt worden. Im übrigen waren sämtliche Gesetze in dieser Beziehung nichts weiter als eine Kapitulation der Reichs- regierung vor der Kapitalsmacht, vor denjenigen Mächten, die den Julmslurm der Scharfmacher bewachen. Wilhelm II. hat flefagt: Herrlichen Zeiten werde ich euch entgegenführen! Wir haben endlich genug von diesen herrlichen Zeiten. (Lebhafte Buittmmung.) Dem Wort vom Gottesgnadentum setzen wir bei ben nächsten Wahlen dasjenige von der Forderung der Republik entgegen. (Beifall und Händellatschen.) Es folgt dann die Aussprache über verschiedene Anträge. nn (Solingen) begründet folgenden Antrag: „Der $ c-Clta9 ersucht die Reichstagsfraktion bet der Beratung des' Justizetats die Wahlrochtsjusttz und die Stteikjustiz einer ein- setjenben und gründlichen Kritik zu unterziehen." KlaraZetkin empfiehlt den Antrag, der nach italienischem Muster em Gesetz verlangt, das die Verseuchung der Jugend durch den Alkohol ismus verhindert und unter Strafe Genosse Wurm tritt für die energische Unterstützung oer Antialkohol- bewegung ein. Schon jetzt hätte man erhebliche Erfolge; der Boykott habL bereits dahin geführt, daß die Schnapsbrenner und die zu ihnen gehörigen Agrarier auf den Gedanken gekommen seien, das Kontingent herabzusetzen, bamit die Liebesgaben, die zu versumpfQv drohen, ihnen erhalten bleiben. Molkenbuhr: Es kommt vor, daß den Kindern schon ip den ersten Tagen Branntwein gegeben wird, um sie zu betäuben, bamit sie an der natürlichen Bewegung des Schreiens verhindert ' Man müsse auch die Hebammen auf die Gefahren deL Alkoholgenusses für die Kinder aufmerksam machen. Sl a b e n ft e i n (Berlin) wendet sich ebenfalls gegen den Alkoholgenuß, der besonders in Preußen groß sei. In Leipzig haben, hnr den Schnapsboykott beschlossen, der Beschluß hat auch gewirkt^ Aber nicht in dem Maße,^ wie es hätte geschehen können. In der wetteren Aussprache wird die Unruhe immer größer^ Die wiederholten Versuche des jeweiligen Vorsitzenden, Sen RÄMervi Gehör zu verschaffen, bleiben erfolglos. Die Sitzung wird dann um. 11 Uch: abgebrochen, wett c in? Ausflug nach Thale geplant ist. Bei Schluß der Sitzung wird folgende Entschließung be^ Parteivorstandes und der Konttollausschüsse Aus dem Strafprozetzausschutz. :: Berlin, 22. September. Der Strafprozeßausschuß behandelte in seiner heutigen Sitzung den Mschnitt: „Strafverfügung. Strafbescheid." Den Polizeibehörden kann durch die Landesgesetze die Befugnis einge- räumt werden, für Uebcrtretungen Strafverfügungen zu erlassen, ebenso anderen Verwaltungsbehörden für Zuwiderhandlungen gegen die Borschriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben ttnd Gefälle Strafbescheide festzusetzen. Der Ausschuß erklärte sich für die Zulässigkeit polizeilicher Sttafverfügungen gegen Jugendliche, wie dies der Entwurf vorsieht. Bei § 432 verlangten die Sozialdemokraten- daß der Sttafbefehl von dem für die Polizei oder Verwaltungsbehörde verantwortlichen Beamten unterzeichnet sein müsse; die Fortschrittler hatten beantragt, eine Bestimmung aufzunehmen, wonach das Landesgesetz die zum Erlaß und zur Unterzeichnung der Sttafverfügung ermächtigten Beamten bezeichnen muß. Dieser letzte Antrag wurde vom Ausschuß angenommen, obgleich er vom Regierungstische als der „radikalere^' heftig bekämpft wurde. Der Ausschuß beschloß ferner, daß die Straf Verfügungen der Polizeibehörden gegen Jugendliche auch deren gesetzlichen Ver- tretern zugestellt werden sollen. In § 435 gibt ein Beschluß des Ausschusses dem Beschuldigten die Befugnis, gegen eine polizeiliche Strafverfügung den Anttag auf gerichtliche Entscheidung bei einem beliebigen >— statt nach dem Entwurf bei dem „zuständigen" Amtsgericht zu stellen. Dem Beschuldigten soll nicht zugemutet werden, die oft schwierige Frage der Zuständigkeit selbst zu entscheiden. Die §ij 436 bis 439 wurden mit geringen Änderungen nach dem Entwürfe angenommen. § 440- Abs. 2 erhält folgende Fassung: Stellt sich Henaus, daß die Tat der Strafbefugnis der Behörde entzogen war, so kann das Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft mit ausdrücklicher Zustimmung des Ange- llagten in der Sache entscheiden, wenn es sachlich zustänoig ist oder der Staatsanwalt die Zuständigkeit begründen kann. Entscheidet hiernach das Gericht in der Sache nicht, so hat das Gericht die Festsetzung durch Beschluß aufzubeben und die Akten der Staatsanwaltschaft mitzutetten; gegen den Beschluß ist sofortige Beschwerde zulässig. Der Rest des Abschnittes wurde mit unwesentlichen Änderungen angenommen. Der sechste Abschnitt, der das Verfahren gegen Wehrpflichtige behandelt, wurde ohne Abänderungen angenommen. Desgleichen Hinter Ablehnung her dazu gestellten Anträge der siebente Abschnitt über die Einziehung und .Vermögens-» beschlagnahme. Darauf ging der Ausschuß yum fünften Buch, der Strafvollstreckung und den K o st e n, über. Ein Antrag her Sozialdemokraten auf Abschaffung her Todesst r a f e wurde abgelehnt, da diese Frage nicht in die Beratung der Sttafprozeßordnung gehöre. Weiterberatung: Freitag. , Gin von der Rechten und auch von einem Zen trums- mtt gl t eb e unterstützter Anttag der N a t i o n a l li beraten, dn Verbrechen oder vorsätzlichen Vergehen auch verbotswidrige ufe? zugleich den Zwecken des Betriebes fremde Handlungen gleichtzustellen, wurde abgelehnt, ebenso auf der anderen Seite Anträge her Sozialdemokraten, hie eine Abschvächung der Bestimmungen dieses Paragraphen bezwecken. Nach § 577 ist die Krankenbehandlung sowie die Rente für „Der Pattettag erblickt in der herrschenden Fleffchteuerung einen unerttäglichen Notstand, der durch die Zoll- und Agrar- polttit des Reiches hervorgerufen ist. Die künstliche Vetteue- rung des Getteides durch die Zölle bedingt neben der Brot- teuerung, die Verteuerung der Futterstoffe und damit die Preisteuerung des Viehs und des Fleisches. Diese Preissteigerung wird weiter verschärft durch die Vieh^ölle und Fleischzölle und durch die schikanösen Einfuhrbestimmungen. Die hohen Fleisch-, und Brotpreise verschlechtern die Lebenshaltung der arbeitenden Volksllassen und schädigen ihre Gesundheit auf das schlimmste- unh führen zu ihrer Degeneratton. Der Pattettag verlangp von der Regierung, daß unverzüglich alle Zölle undzoll- politischen Maßregeln, die eine künstliche Vetteuerung des Fleisches herbeiführen, beseitigt werden. Er fordert weiter die Parteiorganisationen auf, den Kampf gegen die Lebens Mittelteuerung mit aller Schärfe weiter zu führen." Die Beratungen werden morgen früh fottgesetzt. 82. Deutscher Naturforscher- und Aerztetag. Königsberg, 22. Sept. __ 160. Jahrgang Freitag 23. September LOIv ÄN D A Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen M i fcjr O 1 /I Uz < MU Br UnwersttätS-Buch. und Steindruckerei. vKDvilvl General-Anzeiger für Gberhessen r Ium Dierteljahreswechsel on außerhalb Hessens erscheinenden Zeitungen für hessische Leser D St 5 parlamentarischen Verhandlungen wiederum sehr eingehend berichten. Daneben soll der unterhaltende Teil ; SR jfli s •9* h D kV 6 u zweckmäßigen Stoffes. Da der Gießener Anzeiger auf allen Gebieten sachlich auf der höhe der Zeit ist und mit freimütiger Kritik nicht hinter dem Berge hält,' erfreut er sich immer steigender Beliebtheit bei den Lesern wie bei den Inserenten. Wir bitten unsere Zreunde, beim - Vierteljahreswechsel in Bekanntenkreisen unser Blatt zu empfehlen und uns damit in der Werbung neuer Leser behilflich zu sein. $ Der Winterfahrplan der Straßenbahn ruft ausgedehnte Erörterungen hervor. Mit dem vorgeschlagenen Fahrplan, der bis auf einige Aenderungen bezw. Einschränkungen im Frühverkehr, sowie im Außenverkehr an den Nachmittagen bemerkt, in Preußen sei die Baupolizei sewstandrg, während man in Hessen an die Bestimmungen eines 1 allgemeinen, noch dazu untauglichen Gesetzes gebunden sei. Rlle Briefträger, sämtliche Zweigstelleninhaber und die Geschäftsstelle in Gießen, Schulstraße 7, nehmen Bestellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen. Heu hin- zutretende Leser erhallen die Zeitung bis zum Vierteljahresanfang kostenlos zugestellt. Vie Hummern der Gießener Zamilienblätter seit Beginn des neuen Romans werden gern nachgeliefert. Verlag u. Redaktion -es Gießener Anzeigers. Entsprechend dem Ausschußantrag wird Ablehnung des Gesuchs beschlossen. Der Staat hat den «5 L P w 3 5 5 8 fr <3 2 S 2 läßlich seines Mn^igjährigen Bestehens im nächsten Jahr eine Straße nach Gabelsberger zu benennen. Eine Eingabe des Nordo st Vereins wegen der Haltestellen in der Walltorstraße, eine solche des W. Hamel III. wegen höherer Entschädigung für die Räumung gepachteter städtischer Grundstücke, die inzwischen verkauft wurden, sowie eine solche des Verbandes der M a u r e r und Bauhilfsarbeiter wegen j einer Lohnerhöhung für Bauhilfsarbeiter, gehen an die zuständigen Ausschüsse. Stadtv. K r u m m hittet, um möglichste Beschleunigung letzterer Sache. Baugesuche. 'S 'S I vk ■fi machen wir daraus aufmerksam, daß im kommenden Winter | eine gute und gewissenhafte Führung durch die Hochflut | politischer Ereignisse doppelt nötig ist. Den Reichstag,T werden eine ganze Reihe sozialpolitischer Gesetze beschäftigen, und die Wandlungen in den politischen Parteien vor den $ nächsten Neuwahlen werden klar ins Rüge gefaßt werden $• Äe Iteentgtmg der Kaffe deS 8a8- und WafferwerN mit der S t a d t k a s s e, die schon länger in Aussicht genommen war, wird nunmehr in der Wvise durchgeführt, daß im Gaswerk selbst nur eine Kasse für den Koksverbrauch bestehen bleibt, die jede Woche mit der Stadtkasse abzurechnen hat. Die Rendantenstelle am Gas- und Wasserwerk wird dadurch überflüssig. Ein Bureaugehilfe wird an die Stadtkasse versetzt, während ein anderer in der 8. Gehaltsklasse angestellt und außerdem ein jüngerer Schreibgehilfe neu eingestellt wird. Die.Versammlung ist hiermit einverstanden. Städtische Arbeiten und Lieferungen. Der Sturm anfangs Mai, der im Stadtwald so viel Schaden anrichtete, hat auch die Dächer der Gebäude der ehemaligen A k t i e n b r a u e r e i arg mitgenommen. Die dadurch entstandenen Ausbesserungskosten werden mit 438,95 Mk. nachträglich ge- 1 nrhmigt. - Die mit 1838 Mk. veranschlagten Grobschlosserarbeit en beim Schlachthofneubau erforderten bis jetzt schon '^866 Mk., was sich durch nachträgliche Konstruktionsänderungen und Berbesterungen erklärt. Die Versammlung erklärt nachträglich chr Einverständnis damit. Die Blitzableiteranlage am neuen Schlachthof war dem Mindestfordernden, Schlossermeister Hohmeier, für 284,40 Mk. übertragen worden. Nachträglich verlangte H noch 45 bis 48 Mk. für Dachü»eckerarbeiten, die er bei seiner Kalkulation übersehen habe. Trotzdem er auch bann noch etwas billiger ist als das nächstniedere Angebot, beschließt man, den Zuschlag dem Schlossermeister Wehner zu übertragen. , t . Bei der Vergebung der Bürgersteig-Pflasterung in der Rod- - Heimer Straße war Hofmann-Gonsenheim mit 840 Mk Mindestfordernder und erhielt den Zuschlag. Er verlangte unter verschiedenen Gründen nachträglich 140 Mk. mehr: man beschließt ihn von dem Vertrag zu entbinden und die Arbell an Suchan-Krof- hort zu vergeben, der mit 980 Mk. die nächstniedrige Forderung ' erhoben hatte. j Vertrag mit den Kliniken wegen der Verpflegung armer Kranker zum 1. April gekündigt. Der Versammlung wurde der sehr umfangreiche Briefwechsel zwischen dem Ministerium und der hiesigen Bürgermeisterei vorgelegt Ans ihm ist zu entnehmen, daß die Kündigung aus finanziellen Gründen erfolgt ist. Nach Ansicht des Ministeriums habe sich der ^Vertrag für den Staat finanziell ungünstig gestaltet Die Stadt bezahle seit 1886 jährlich 10 000 Mk., was damals den Verhältnissen entsprochen habe, aber jetzt nicht mehr der Fall fei. Die Selbstkosten der Kliniken betragen täglich für Kranken 3 Mk., während die Stadt, durchschnittlich nur 1,48 Mk. für reden Verpflegungstag zahle. Ein besonderes Krankenhaus werde der Stadt viel teurer kommen. Deshalb wurde Borgefcfi agen, ben »ertrag zum 1. April 1911 aufzubeben und £>tc von, der Stadt eingewiesenen Kranken zu den jeweiligen Tarifsätzen zu verpflegen. Wenn die Stadt eine vertragliche Regelung wunfche, solle sie entsprechende Vorschläge machen Die Stadtverwaltung fragte hierauf an, welche jährliche Pauschver- gütung der Staat haben wolle. Dies lehnte das Ministerium ab mit der Begründung, daß die Stadt erst die von ihr qca forderten Leistungen angeben solle. Die Bürgermeisterei ant- wortete, daß die Stadt am 1. Mai 1908 dem Staat eine ein- malige Sabe Bon 100 000 Mb für Zwecke der LandesuniBersitüt ^ä^Än^nnd dabel^ihre Wünsche wegen Abänderung des Kliniks- *.....* Ueber die Annahme dieser Schenkung immer mehr ausgebaut werden durch sorgsame Ruslefe der ® interessantesten Romane in den 4mal wöchentlich erscheinen- 2 den Gießener Zainilienblätterir und durch treue Spiegelbilder der Vorkommnisse aus aller Welt, vor allem aber gilt das Interesse des Gießener Rnzeigers der hessischen Heimat und demgemäß einer treuen pflege des provinziellen und lokalen Teiles, so daß unser Blatt allen sammlung einstimmig folgende Entschließung an: Tie Stadtverordnetenversammlung hat Kenntnis Genommen von der durch Großherzogliches Ministerium beliebten Kündigung des Vertrags, naich welchem die armen Kranken der Stadt Gießen gegen eine Pauschale von 10 000 Mark in den Universitäts- kliniken verpflegt wurden: sie bedauert, daß der Fiskus gerade auf dem Gebiet der Fürsorge für Arme und Kranke finanzielle Vorteile anftrebt. — Nicht minder erachtet die Stadtverordnetenversammlung die Ablehnung der von der Stadt angebotenen erheblichen Beihilfe zur Errichtung einer Ohren- und Hautklinik und die Hinausschiebung der Herstellung dieser dringend notwendigen Anstalten für außerordentlich beklagenswert. ~ Die Stadtverordnetenversammlung erkennt die Haltung, welche in den seitherigen Verhandlungen seitens der städtischen Vertretung eingenommen worden ist, als korrekt und gewissenhaft an. . Gesuche um Befreiung von baulichen Vorschriften werden befürwortet: Von D. Stamm für Schulstraße 2 wegen Anbringung eines kleinen Balkons: von W. M ö s e r für Rodheimer Straße 18 (außerhalb des Ortsdauplans) wegen Errichtung eines sXV» .Sti Ed-rstraße^ -m°s . dersM man ÄÄ3 mann wegen seines Neubaues in der Rodbeirner Straße ber I andere Fahrplanwunfche auf. Namentlich 4 Meter hinter die Baufluchtlinie kommen soll- von 'ell - v"n zahlreichen Mitgliedern der Versammlung wiederum Höfer für"einen^^^n^^au in"der M^arburger ^Straße^wegen derI ^Eäh'uvg aller Wagen bis zum Schützenhaus verlangt, Errichtung einer Loggia- non R Rn sse für ferrtp Rilla in ^ruhfahr fchon einmal beschlossen, aber der dadurch ent- der Kaiser-Allee, deren Dachgeschoß zum Teil verschindelt werden trn nm piS er” ^r lall' von St. 9J? atternu^ für fpiriprr Rpnban in hpr Klinik-1 §,r kraten namentlich die Stadtvv. Biermer, Dr. straße, deren Vorgartenbreite wie bei dem Nachbargrundstück auf 5,85 Meter festgesetzt wird: von W. Möser für Flur 28 pWtunben wnrit), u n e m a Lb, ® a b r i ei, ® t $e* Nr. 57 wegen Errichtung einer Feldscheuer außerhalb des Be- 5° i"- W^inn und Beig. Ge o rg i em. Die anderen Redner, bauungsplans: von Prof. Walther für die Lr^igstraße ^ Stadwv. ^ chafstaedt, Heichelheim Krumm, und Buderus Wwe wegen ^prftpffuna non ^olrpinfriedig -1 ? b e e itnb Wallenfels, sowie ber Vorsitzende sind ungen; von Birkenstock u. Schneiber für Friedrichstraße 15 Prmzchiell ebenfalls für die weitere Ausdehnung des Verkehrs, wegen Anbringung eines Balkons, der nicht 3 Meter von der ^s eines ^^nz lelle Unter lag en, b ezmAbw arten. Nachbargrenze entfernt ist: von Virkenstock u. Schneiders M vollenBetriebsi^'v^li^t St^ wegen Errichtung eines Backsteinhäuschens mit Feuerungsanlage ^PniaÜP^ t Ä ber Margarethenhütte außerhalb des Bebauungsplans miU b^$ra^Änfte ^ontoonn^enttÄ % U ?bahn besitzt snt Jahrzehnten emen Entwasse- näher getreten haben, was hauptsächlich Stadtv. Gabriel unter- b=mr Vauptpostgebaude, der städtisches Gelände stützt. Letzterer schlägt Monatsabonnements für 5 Mk. und Mo- ^rrchschneidet. Dies soll vertraglich geregelt norden auf der natsabonnements für Schüler (täglich 2 Fahrten) für 2,50 Mk. ^uudlage, daß die Bahn eine Anerkennungsgebuhr von lahrlich vor. Die von verschiedenen Seiten gegen Abonnementskarten ins 1 bezahlt. I Feld geführten Gründe sind hauptsächlich, daß man von der Ein- Nicht befürwortet wird ein Gesuch von Max Bär für Süd- richtung einen Ausfall befürchtet und bei dem hiesigen Zahlsystem Anlage 15, die Kellerläden nach außen öffnen zu können, sowie «die Kontrolle nicht gut durchzuführen sei. mn solches von H. Schaumberger für Sandgasse 15 wegen Stadtv. Löber führt aus, daß der frühere Beschluß wegen Errichtung einer Kaminanlage. Ersteres wird abgelehnt, weil! der Aenderun^ der Haltestelle in der Walltorstraße unter den ^die Arbeit ausgeführt wurde, ohne die Genehmigung abzuwarten, I Einwohnern viel böses Blut gemacht habe. Man solle die alten das andere aus feuerpolizeilichen Gründen, da in der Nähe nur! Haltestellen wieder Herstellen und an der Braugasse probeweise ^Fachwerksbauten sind. eine neue einrichten. Auch ein Gesuch von Heinrich Schön für den Wetzlarer Weg, I Die Aussprache nahm stellenweise einen recht lebhaften Cha- eineit bereits ohne Genehmigung angebrachten Balkon belassen an ra“er an, fr ba& ber Vorsitzende wiederholt zur Ruhe ermahnen dürfen, wird aus prinzipiellen Gründen abgelehnt. I wußte. Schließlich einigte man sich dahin, daß in der nächsten Auf Anregung des Stadtv. Huhn stellt der Vorsitzende Sidnng Vorlage wegen der Durchführung des 7V2-Minutenver- fest, daß das Stammsche Gesuch genehmigt wurde, trotzdem der! ^rs bis zum Schützenhaus gemacht werden soll. Auch die Balkon bereits angebracht ist, well sich der Balkon über Privat-1 anberen Straßenbahnwünsche sollen bann entschieben werden, gelände befindet, das erst durch Schenkung in den Besitz ber ,. Die Gemeinde Wieseck hat am 20. Januar angefragt, wie Stadt übergehen soll. I die Stadt sich zur Ausdehnung der Bewohner der Häuser Ost-Anlage 14 und 16 haben um Herstellung eines Weges vor diesen Häusern nachgesucht. Bei.—»--—" —v uuuu LU.r ™Ilirnr mrnpn b«; feirrerjritigen Genehmigung biescr Sauten war ausbriickli» Beitrags bargelegt babe. Ueber bie Annahme bieser Schenkung »erträglich feftgdegt worben baß baburch ber Charakter ber An- s-i der Stabt bis jetzt keine Mitteilung zugegangen Wmn sie ? ui m Gegend mch Beranbert werden bürfe. Man be- abgelehnt werde, habe die Stadt keinerlei Wünsche wegen Abände- dementsprechend heute, Bon der Anlage eines Fahrweges rung des ShnifBertragS. Das Ministerium erklärte daraus an- flehen, dagegen einen 1 Meter toten befestigten Fußsteig gesichis der an die Schenkung geknüpften Bedingungen, die e für Bon der Landgrafenstraße bis zu den Hausemgangen anzulegen, unannehmbar und »ersuchte erneut um Entscheidung über dm Das alte Liebiglaboratorium MmiksBertrag, Der Oberbürgermeister bat daraus um eine ist für 60 000 Mk, an Sanitätsrat Dr, E, A, Merck in Darmstadt GleZzeitt^wurde Bnn'h^SMr^ r?flra ®°fnberSf- »erfanft worden. Der Vorsitzende stellt dabei fest, daß^der AumuVegungberaeÄ'Ä unter Bauplatzwert des fraglichen Grundstücks — 40 Mk für bm Derbänben bereln^ bte e'tabHn iQn«5“Te-?- Metn — bei 1662 Quadratmetern Grunbfläche allein 65 000 zwischen 5772 unb 9300 Mk ru jeweils Mark und ber Brandkatasterwert der Gebäude 45 000 Mk, be- » Äombergk lehnte Ane Tnns^Ä ^,nJfter bti ^ Oberbürgermeister, daÜ anch fernerhin Ferne ®toeg« toto&ng bl mpf s vorllLge, aber noch nicht eingebracht werde, Vertrags: auch entspreche hie rpkinp » 8-SSÄ »'S - -1 SS Aus und Land. Gießen, 23. Sept. 1910. Schluß der Korpsmanöver. Es waren anstrengende Tage im Korpsmanöver, seÄ Sonntag sind die meisten Soldaten in kein Bett mehr gekommen, mit durchnäßten Kleidern mußten sie auf harten Strohlagern bei empfindlicher Nachtkälte zubringen. Doch die Bevölkerung des Vogelsbergs suchte den Soldaten ihr Los zu erleichtern, überall teilte sie wärmenden KaM, belegte Brote u. dergl. aus. Die Schlacht bet Großsclda bildete die Fortsetzung der Kämpfe um Oberohmen. Die 25, Division hatte die Höhen um Groß-Felda, Kestrich und Windhausen besetzt. Die 21. Tivrston faßte aber den Gegner in der linken Flanke, Gerade vor dem Sturm, gegen 10 Uhr, wurde „Halt" geblasen. Die Infanterie ruckte nackt ihren $er< ladestationen Burg- und Medergemünden, Zell-Romrod, Alsfeld, Ehringshausen, Renzendorf und Lauterbach, wahrend Artillertc und Kavallerie in die Quartiere eilten. * ** ® j" "V er ein ehemaliger 118er" wurde in M a i nz gegründet, der alle ehemaligen Angehörigen des 4. Hess. Jnf.-Regts Mr. 118 (Ofstziere, Unteroffiziere und Mannschaften) als Mitglieder auhummt Nächsten Sonntag, 25. d. Alls., findet in der Turn- ^^^ßgartenstraße, die erste Hauptversammlung zwecks Statutenberatung rc. statt. = Großen-Buseck, 22. Sept. Nächsten Sonntag. 2o. eept., nachmittags, wird in der hiesigen Kirche das Jahres- , r s Gießener Zweigyereins der Gustav' A d o l f-S t r f t u n g abgehalten, wobei Pfarrer Groth-Rödgen dre Festpredlgt halten wird. Nach dem Festgottesdienst findet 'im Laale des Herrn Bruck eine Nachversammlung statt, wobei pracken über die Gustav-Adols-VereinLfache von Pfarrer Bechtols- Hermer-Gteßen und Böchner-TraiL gehalten werden. der SLeükungtzanMegeMkll Mt vir vorliegMen Frage sei niH vorhanoen.unb bei der Berechnung der Kanalgebühren komme die Stadt dem Staat auch nicht entgegen. Die Landesuniversiläl kündigte dann im Auftrag des Ministeriums den Kliniksvertrag zum 1. April 1911. Auf Vorschlag des juristischen Ausschusses nahm die Ver- Stadtv. Winn regt baldigste Aenderung der städtischen Bau- Straßenbahn nach Wieseck ordnung an, um eine Vereinfachung in der Behandlung vonLmi» __m r.. «... Baugesuchen herbeizuführen. Es fei geradezu lZerlich, wenn I A n ™?/^Ä^^L^^urgeMelfters mit Bur- ,z. B. Gesuche wegen Benützung von Holz bei Einfriedigungen ü0Jt wurden Plane an^efertigt, vom Ministerium genehmigt werden müßten. ium Der Vorsitzende ist wie er mitt ei ft frfont Tnnnprp Wreseck (2 km) 151000 Mk. kosten werde, wahrend die iahr- an ber Sache. Sie verzögert sich aber, weil immer toteber auf barnuP°n ^sirv?1^8” toür^en' Si"?nä“ ST "-stellte Revrsiou ber allgemeinen Sauarbmmg ge- «« L"!-uf7o W Mrlich "lOOo'o^Z7- etabtB. Winn glaubt Nicht, baß bie Revision ber allgeJ Lüftung bieses Zuschusses unb ber meinen Bauorbnung, an ber schon 8 Jahre gearbeitet teerte rlnnahme baß btt Verkehr ber Wiesecker ber Gtetzener sehr hohen so bald kommen werbe. Die Durchsicht ber lokalen Raiiii-dnnnn Verkehrvzrffer entspreche, habe bre Stabt bann nod) einen Zu- könne unabhängig hiervon erfolgen. Nach seiner Ansicht tierA ^.u misten. Die Gemeinde Wieseck zögere sich dies dadurch, daß ber Oberbürgermeister bas gewiß rik ?p kinmilligen Zuschuß von 20 000 Mk. lobenswerte Bestreben habe, alles selbst machen zu wollen^ Er Annahme bieses Angebots würbe bte Stadt iahr- bitte, die Vorstände der in Frage komme7den^städttschen Aemtn 8540 Mü Defizi zu decken haben. Unter diesen Umständen aufzufordern, alsbald Vorschläge zu machen unb diese bann ber. Baudeputation üorjutegen, damit werde man rascher zum Ziel .Prüfung der An- gelangen gekgentbeit namentlich nach der Richtung hm, daß Bau und ortspolizellichen Verordnung von 1897. Man könne diese dahin Ä. _ » . . andern, daß die Verwendung von Holz bei Einfriedigungen nach ergenen Fneohos /.dem Ermessen der Stadtverordnetenversammlung zulässig sei. neben dem neuen iFriedhof am Rodberg anlegen. Sie wünscht Die Versammlung faßt einen dahingehenden Entschluß. non der Stadt Anbringung eines Tores nach dem neuen Fried- Stadtv. Huhn unterstützt die Anregung des Stadtv. Winn bof und Ueberbrückung des tiefeingeschnittenes Feldwegs zwischen Auch bei uns müsse es möglich sei, Baugesuche in drei bis vier beiden Grundstücken. Nach den Feststellungen der juristischen Tagen genehmigt zu bekommen, wie dies z. B. in Wetzlar der Kommission besitzt die isr. Religionsgesellschaft die Rechte einer Sall^ei. , juristischen Person, ist aber nicht eine Konfessionsgesellschaft in dem Sinne, daß sie Anspruch auf einen eigenen Begräbnisplatz hat. Wenn die Stadt hier entgegenkomme, würden andere Reli- gwnsgefellschaften mit demselben Anspruch an die Stadt hervor- treten. Mit Rücksicht darauf, daß nach der Kündigungserklärung V seitens Großherzoglichen Ministeriums das VertragsverhLltnis $ am 1. April 1911 fein Ende erreicht, wird eine Spezial- r kommission eingesetzt, deren Aufgabe es ist, der Stadtverord» y netenversammlung binnen vier Wochen die Vorschläge zu unter- breiten, welche ihr sachdienlich erscheinen, um für die Kranken, bereit Unterbringung und Verpflegung ber Stadt Gießen obliegt, Fürsorge zu treffen. Als Mitglieder dieser Kommission werden, berufen: Stadtv. Grünewald, Stadtv. Dr. Haberkorn, Beig. Keller und Stadtv. Wallenfels. Folgende Gesuche um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb werden genehmigt: Bon Th. Rösch für Walltorstraße 36/35 (seith. Kolosseum) und von Hch. Rühl für Asterweg 12. L. Scharmann sucht um Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein im Hause Lindenplatz 3 nach. .Auch dieses Gesuch wirb befürwortet. Tas Baugesuch von H. Schön für bie Neustadt und I3 der Punkt „Kanalgebühren für die staatlichen Gebäude" tarnen j A der vorgerückten Zeit halber nicht zur Verhandlung. In der nichtöffentlichen Sitzung wurde u. a. der Kaufvertrag von Wilh. Plank genehmigt, womit der Durchführung der großen Mühlgasse nichts mehr im Wege steht. unbedingt voranstehen muß. Der heimischen Landwirtschaft | bietet die monatlich zweimal erscheinende, fachmännisch geleitete Beilage Landwirtschaftliche Zeitfragen eine Fülle müssen. Der Gießener Anzeiger wird, unabhängig und V. unbeeinflußt von einer besonderen Parteirichtung, an nichts vorübergehen, was den Leser interessiert, und wird über die gewicht Mk. + 11,7 6 C. + 6,4-6. 56.00—57.00 55.50-57.50 55.50—57.50 55.50—56.00 50.50—57.50 60—65 55-59 50—54 37-38 33-36 Mk. 100-108 93—100 85—92 78—80 75-77 68.00—71.50 59.00-73.00 70.00—73.00 71.00—74.00 72.00—73.00 21. bis 22. Septbr. — 21. „ 22. , -- Dollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht Vollfleischige Schweine über 21/» Zentner Lebendgewicht Fettschweine über 3 Ztr.Lebendgew. '. Fleischige Schweine Sauen ....... Kälber. Feinste Mast- (Vollmilchmast) u. beste Saugkälber Mittlere Mast- und gute Saugkälber . . . . Geringere Saugkälber Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . Aeltere Masthammel und gut genährte Schafe Schweine. Markte. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) ke. Frankfurt a. M. V i e h h o f- M a r k t b e r i ch t vom 22. Sept Auftrieb: 104 Rmder, darunter 19 Ochsen, 85 Kühe, 406 Kälber 231 Schale, 903 Schweine. Tendenz: Rinder und Kälber lebhaft, geräumt, Schafe mäßig rege, Schweme lebhaft, ausverkauft. Preis pro 100Pfd. Lebend- Schlacht- Schmerzen in den Gliedern ganz geschwunden. — Wahrend der Kur beobachtete ich eine reichlichere und lelchtere Sarnaus,cherdung und als Erfolg kann ich angeben, ln Gliedern fast ganz geschwunden l!nk A? wieder flott zu Fuße und daS Allgemeinbe- nnden bat stch wefentlrch gebessert. Dabei hat die (St Georgs- oueHe in Bisklrchen a. d. Lahn den Vorzug, daß ste auch bei längerem Gebrauche stets ein angenehmes, erfrischendes Getränk bleibt. Fr. N., Lehrer in M. G. Preis für B Flaschen Mk. 9.- '* inlL Verpackung ab Station Stockhausen a. d. Lahn. W um xx ugr : oetL ’JJtene. Nachmittags um 31/, Uhr: Predigt^ daraus Andacht mit Segen Sonntag abend um 71/, Uhr ist in Steins Garten^ Fest- Versammlung der kathol. Gemeinde. Uatholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 2 4. September» Um 5 U[)r unb ^ends irm 8 Uhr: Gelegenheit ÄH*- U v l *• ‘vLllIJl. Ratten nämlich in einer Reihe von BKefen an den der Union des Receveurs et Recet^uses W Colonres sich bitter darttber beschwert, daß Me &rnb- 6rteftiäger auf ihren empfindlichen Geruchssinn nickt die mr^este Rücksicht nehmen. Da sollte doch die Vm°?ltnna anfgefordert werden, tnt Verordnungswege Borkehrunaen d°fur M treffen, daß die Landbriefträger, die mit den Gerüchen chrer Schwerßfüße ben Postdamen so unangenehm m'T“ ® namentlich der Geruchlchigkesi Gehavparate etite größere Aufmerksamkeit schenken Nicht nur die Postbeamtinnen würden dabei besser wegkommen, sondern die Briefträger selbst, deren leckendes Vesinden durch eine größere Reinlichkeit nur gebessert^wr- den konnte Dieser so bescheidene und an sich gewiß a^- rechtfertigte Wunsch hat aber die ungalanten Herren die simm^^'7 Postal" leiten, sehr gründlich'verstimmt, da ihnen offenbar an ihren Schweißsüben mebr gelegen ist, als an dem Danke der Damen und so buchte denn auch der „Cri Postal" folgende saftige Antwort: t „Das Bulletin der Union des Receveurs Mrt btt gepfefferten Scherze, da in seiner letzten Nummer ein Rund- ■?rCm)rt Verschwinden des Schweißes der Füße erschienen L wird einwenden, daß dieserGeruch mit dem ten uS l^ßnm Gesellschaftsdamen verbreiten, nichts gemein 'haben Ge- oa hat man ganz recht; beim es heißt ja daß die Stiefel 9SIÜ9t”^1,m ?ne kl°n»e Ar^nee von Riegel D-rgleich wurde von Fräulein L. R., SHattrn- vame m gesogen, bte, ohne mit den Wimvern mi zucken ein kan^t'^^E Vorgehen gegen die Briefträger ihres Bmeaus'ver- W- ^ie Fuß- dieser Leute .ollen einen derartigen Geruch "eine Dame sich krank dabei sühlü s.™ae? Wünschtm Sie vielleicht einige Fläschchen Par- LU<^stfM'AXC 0 ^."ach Belieben parfümieren unb den vertreiben ?lber, mein Fräulein, dieser £e ^be,t dar, deren Ergebnis Ihnen gestattet, iu l»den. Es sind die, deren Füße schwitzen, ÄtmmAtet Egen um Ihnen zil gestatten, in eurer kleinen Wohnung sich bchaglich auszustrecken. Denken Sie alt. ^s, mein Fraulein, unb Sie werden sicher weniger »X s«u. Dieser Schweiß, mein Fräulein, stellt ^hr Wohlergehen dar, das dürfen ^ie nie vergessen." Ob diese Argumente auf die Beamtin einen Einfluß au^geubt haben, ist noch nicht bekannt. Jedenfalls scheint aber das Ratronal-Shndikat der subalternen Postbeamten von ver Hygiene nicht viel zu halten. Uebriaens geht das Recht der Briefträger doch noch weiter, als übel w riechen. Wenn das aber Beamte oder andere Personen unangenehm berührt, so hört das Recht der Schweiß- uße auf. 1 D - um 5'/4 Uhr: Feierlicher Empfang des Hoch, wurdlgsten Herrn Bischofs m der Kirche. v Sonntag den 25. Sept., 19.Sonntag nach Pfingsten- Firmung. Dormtttags von 6 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht , um 6 Uhr: Die erste heil. Messe. • urn ? ♦ Bischöfliche Messe. Kommunion der Firmlinge. , um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. * um 0 Uh-: Hochamt mit Predigt: darauf Firmung, um 11 Uhr: Heil. Messe. AkvchUche Aachrichtem ' Evangelische Gemeinde. l8^?Onnt^ na$ Trinitatis, den 2 5. S sp temb,^- ^o^ekte zum Besten des Kirchbaus der evangelischen Gemeinde rü Helpershain. Gottesdienst. 2n der Ztadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. smatlbäüsgemeinbe. S&nf,en[e^e ’flr bie Nenkonfinmert-n aus bet’ ®omttfag8 91/, Uhr : Warrer Schwabe. 6 9Tnm»r^ClL ^^Endmahl für Matthäus- und Markus- Jlnmetounßen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde ÖLUClvUe m ... 3 o 3n Johannerkirche. 2orrnrrtnq§ 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer gemembf ^r^tenIe^re füc bic Neukonftrmietten aus der Lukas- Vormittags 9'/r Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. lamnckun^ 8h«6v i^!$,On»rmanbeni0aI der Joh^n'neÄwch?: V'er. sammlung und Blbelbesprechnng. J Höchste Temperatur am Niedrigste , , N- O donhausen f. b. Rabemril, 22. ©eirt. £>eute ftatb ffiier ® eme-rnderatswahl statt, bei der Schweinehänd- sl« Peter Wallenkels II. mit 34 und Landwirt Johannes W-enner mit 29 Stimmen wiedergewählt wurden. Kauf- mann veinrtch Rochsigall wurde mit 28 Stimmen neu- gewählt. = Alsfeld, 22. Sept. Am Sonntag, 2. Oktober, findet hier «me Zusammenkunft sämtlicher Zweigvereine des Vogels- b e r g e r H o h en k l u b 8 statt. Die Einladungen find bereits er- Die Vereine sollen fich nachmittags gegen 3 Uhr in Gederbach treffen, von da wird gemeinsam nach Alsfeld marschiert. sDer Alsfelder Zweigverein wird den Vereinen, die auf dem rot- !r?nJ? kommen, eine größere Strecke Wegs entgegen geben. An Alsfeld findet gegen abend Fest-Kommers statt. L. Dorheim, 22. Sept. Ortsgerichtsmann Fritzel von hier, etit in den weitesten Kreisen der Wetterau bekannter Oekonom, hatte nur . groß.raei^eu Nelschveiiit empfiehlt mehrere erstklassige = Eber und Zucht-Sauen = sowie zu jeder Zeit Zucht- und Schnitt-Ferkrl. Soeben mehrere 6 Monate alte Eber und Sauen stammen aus der Amerländischen und Hofmännischen Zucht (im Mutterleib importiert). D”/9 Schweinezuchtverein Ober-Hörgern b. Butzbach Antiker idealer Schönheitscreme der Königin Marie Antoinette- Creme, berühmt durch seine wunderbare Wirkung, präpariert nach den Original-Hof-Rezepren. Zu haben L Mk. 2.50 07822) Wefi-Anlaoe 31II. Aus der Louis Scheid Stiftung find am 11. Dezember bic diesjährigen Zinsen in Gaben nicht unter 20.*- ML an Witwen u. Weisen armer Kaufleute oder an arme Kaufleute selbst, sofern sie unverschuldet in Not gekommen sind, ohne Unterschied der Konfession zu verteilen. Meldungen nimmt das Armenamt, Asterweg 9, bis 15. Oktober Neue Linsen grüne und gelbe Erbsen eiu getroffen 4961 Eberh. Metzger Nacht. Bringe Samstag die beliebten schönen roten u. weißen Pfirsiche zum Einmachen, sowie Tomaten, frische Walnüsse usw. auf dem Markt billig zum Verkauf. (5167 Der Rh. Obsth. Ant. Schneider. Stadt. Arbeitsnachweis Gießen, Asterweg 9. ES könne» eingestellt werden: B”/e a. bei hieslgen Arbeitgebern: 1 Küchenchef, 1 Schlosser, 1 Polsterer und Tapezier, 1 Hausdiener, 3 HauSburschen, 3 Erdarbeiter, 1 Waschfrau, 5 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Kaufmann, 1 Glaser. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Schlosser, 2 Schuhmacher, 1 Friseur, 1 Gemüseaärtner, zwei Schreiner, 1 Kutscher, 1 landw. Knecht, 3 landw. Arbeiter, eine Gartenarbeiterin, 1 landw. Magd, 2 Dienstmädchen, 4 Laglöhner, 1 Fahrbursche. Es suchen Arbeit: 1 Schubmacher, 2 Schreiner, 1 Wagner, 1 Kellner, 1 Steinhauer, 1 Sattler und Tapezierer, 2 Zimmerer, 2 Spengler, 1 Eisendreher, 2 Anstreicher, 2 Haus burschen, 1 Fubrknecht, 6 Arbeiter, 2 Krankenpfleger od. Erziehungsgehilfen, 2 Laufmädchen, sieben Putz- und Laufsrauen, 1 Waschfrau, 2 Handlungsgehilfen. Lehrlinge: 1 Schlosser. MM BelmlvAM itr AM Sitjjtii. Oktroi von Obstwein. Wir machen darauf aufmerksam, bqji nach den bestehenden Vorschriften alle Obstweinbersteller vor Begin» der Kelterung von Obst dies bei der Bürgermeisterei anzuzeigen und einen Erlaubnisschein einzuholen Haven. ______Die Nichtbesolgung dieser Vorschrift wird bestraft. [B*A> Obst-Berfteigerung. Montag, 26. September, soll das Obst auf den städttschen Bäumen an Ort und Stelle versteigert werden und zwar: 1. Vormittags 9 Uhr beginnend am Krofdorfer Weg, hinter dem Güterbahnhof, bei der früheren Aktiendrauerei und am Leihgesterner Weg, am Steinbacher Weg, auf dem Lutherberg, im Lärchenwäldchen, am Anneröder Weg und an der Licher Straße. Hier wird auch das Obst von den Bäumen am Wiesecker Weg mitversteigert. Im Anschluß hieran werden die Kaftamen an der Licher Straße und Karser-Allee versteigert,- 2. Nachmittags 2 Ubr beginnend von dem Obstbaumstück an der Licher Straße. Die Obsternte besteht aus Tafel-, Wirtschafts- und Kelterobst in grätzeren Mengen. Die Besichtigung des Obstbaumstücks ist von Dienstag nachmittag ab gestattet. Unter den Aevfeln befinden sich Borskop, Harberts-Reinette, Baumanns- Relnette, Parkers-Pevping, Kanada-Rernette, Goldparmäne pp. Die Zusammenkunft ist vormittags am Schlachthost nach- mittags an der Kaserne an der Licher Straße. B*7» Wer iür de» tommenden Wtnter Fichteuhcctreiser auS den städtischen Waldungen zu beziehen wünscht, wolle dies alsbald au der Bürgermeisterei — Zimmer 15 — anzeigen. Der Preis beträgt 20 Pfg. für die Welle und ist bei der Anmeldung zu entrichten. Die Lieferung erfolgt frei vor daS Haus. Weniger als 5 Wellen werden nicht abgegeben. B6/9 Die Meldelisten werden am 5. Oktober geschlossen. Später eingehende Meldungen können nicht berücksichtigt werden. ______ Der Hohleickweg vom Untermlihlwehr bis zu Sichlers Graben ist wegen Kanalisationsarbeiten vom 24. ds. M1S. ab biS auf weiteres gesperrt. B28/» ( dai* beste flüssige Metall« putz rciriigtaputzt Metalle verblüffend schnell frifrSchÜl^iWGes.Leipzig Gestern abend 9 Uhr entschlief sanft im 63. Lebensjahre mein treuer Gatte, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Schwager und Onkel [5228 Herr Philipp Wehrum. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Wehrum FamUie Wehner. Gießen (Wolfstraße 14), den 23. September 1910. 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B23/» Die zur Erweiterung der Schlachthofanlage erforderlichen Schreinerarbeite» (5 Lose) sollen Montag de» 10. Oktober, vormittags 10 Udr, öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, ArbeitSbeschreibung und Bedingungen liegen auf unserem Hochbauamt zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Termin dorthin