Erstes Blatt 160, Jahrgang Freitag 21. Oktober 1910 Q Bezugspreis. monatlich 75 Pf., vierteljährlich Dtt. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pft auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton" und „Vermischtes" K. Neurath; für „Stadt u. Land" und „Gerichts- Nr.»« Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer ßonnlagS. - Beilagen: Viermal wöchentlich -iehenerZamiltrndlätter; zweimal wöchentl.llreir- hlattfürdenllreir Stehen ^Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land' vtrtschaftliche Scitfragea Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, . _ MN Seneral-Anzeiger für Sberheffen H cö'nmuagTe'iibL Rotaffottsöni» «nd Verlag dervrühl'schr« Univ.-Vuch- und Steindruckerei n. Lange. Redaktion, Expedition und vruckerek: Schulstratzt 7. Die heutige Nummer umfa&t 12 Seiten. Vie religiöse Aunst in Zrantreich. O Paris, 20. Dtt Den Bankerott der religiösen Kunst bejammert Frantz Jourdain in „La Revue" in beweglichen Ausdrücken, indem er nachweist, daß auf allen Gebieten, der Architektur, der Malerei, der Bildhauerkunst und der Orna- menttk das schändlichste Banausentum die Idee und die Eingebung verdrängt bat. Der Pedant hat den Poeten verjagt, der Schulmeister den Künstler ersetzt. Die neuen Kirchen seien durchwegs ungeschickte, aber umso anspruchsvollere Kopien ohne Charakter und ohne Interesse. Wenn wenigstens die Nachahmer noch die Illusion der Wahrheit zu geben vermöchten, wie gewisse Theaterdekorationen, und vor dem Vorübergehenden die Erinnerung an den ehemaligen Glanz wachriefen. Aber leider können diese langweiligen und düsteren Fassaden niemanden täuschen. Es sind grob ausgeführte Abzüge, denen Gefühl, Farbe und die Seele einer Epoche fehlen; sie stellen die Karikatur der Anttke, der romanischen, der gotischen und der Renaissance-Kunst dar, aber nichts anderes. Noch schlirn- poltttfäic Sagcsfcbau* Zu den sächsischen Landtagswahlen wird der Natl. Korr. geschrieben: „Tas Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen wird in ,der Presse lebhaft fommentiert. Die ,,Kreu z-Zt g." führt die Niederlage der Konservativen in LeipzigStadt auf reformmirix Quertreibereien zurück. Anhänger oder Kenner der Leipziger Ver^lt- nisse sind im Gegenteil der Ansicht, daß ohne die reformerische Kandidatur die Niederlage der Konservativen noch eine größere gewesen wäre. Die Ansicht, daß namentlich diejenigen Kreise von Bildung und Besitz, welche bisher zur konservativen Partei in Sachsen rechneten, sich durch die Kampsesweife der konservativen Agitatoren abgestoßen gefühlt hätten, wird auch dadurch bestätigt, daß bei den Konservativen von den 2324 Stimmen, die sie verloren haben, 1600 auf die „Vierstimmler" entfallen." Die „Lei p z. N e u e st. N a ch r." sprechen von einem beispiellosen Siege, den die nationalliberale Partei in Leipzig errungen hätte, während die sozialdemokratische „Dresd. Volks-Ztg." resigniert schreibt, daß die Wahl wider alles Erwarten ungünstig für die Sozialdemokratie verlaufen wäre und die empfindlichen Stimmenverluste in beiden Wahlkreisen, in Leipzig und in Plauen-Land, umso. wer ist es mit den kirchlichen Gemälden bestellt. Die Banalität der Kreuzigungen, die Blödheit der Grablegungen, die theatralische Reklamesucht der Abendmahle, die vulgäre Gedunsenheit der mystischen Symbole widere alljährlich in den Salons jeden Kunstfreund an. tleberall triumphiert in Städten wie in Dörfern das abscheuliche Chromo in schreienden Goldrahmen, die den Ernst der durck) die Jahrhunderte gedunkelten Steine schänden. Aber das Maximum der Häßlichkeit erreichen die religiösen Bildhauerwerke. Der Triumph des Quartier Sulpice hat jede Kunstanwandlung zerschmettert. Das ist die Prostituierung der Kunst ohne jede Milderung und ohne jede Entschuldigung. Die Hei- lißen sind an^emalt wie Götzenbilder der Feuerländer, die Köpfe der Heiligen scheinen verblödeten Friseuren Aachgcbildet. Man sehe sich nur die heiligen Jungfrauen mit Karminlippen, die Heilands mit geschminkten Wangen, Hemden, die Gottvater-Statuen mit falschen Bärten, die Johannes mit zweideutigen Gebärden an! Diese gottlosen Puppen figurieren in den ehrwürdigen Kathedralen neben den wunderbaren Steinbildern, die die extasische Ruhe mit gewaltigster Eindringlichkeit darstellen, stören das Gebet der naiven Gläubigen und verhöhnen frech das Erhabenste, was in der Menschenbrust aufkeimt. Aber niemand hat noch die Sttmme gegen diese Entweihungen erhoben, die in der Ornamentik ebenso beleidigend sind, wie in der Architektur, in der Malerei und in der Skulptur. „Alle herrlichen mit liebevollem Eingehen zur Vollendung der allgemeinen Harmonie hergestellten Wunder, die die Kirchen füllten, sind zerbrochen und verkauft worden. Jetzt sttahlt das Auer-Glühlicht in Schalen aus gestanztem Gußeisen, Kronleuchter von Tingeltangels- sind an den Bogen ausgehängt, Reliquienschreine aus gegossenem Kupfer sind in die Kirchenschätze eingedrungen. Heilige Gefäße, die auf den Weltausstellungen prämiiert wurden, haben die Kelä>e und Becher verjagt, die in selbstlosem Gebete erdacht und ausgeführt wurden. Kurz, überall herrscht tyrannisch Trödelware in dem geschändeten Heiligtum. Und mitten in dieser scheußlichen Orgie jtimmen Kapellmeister die Violinen, an Festtagen, wie bei reichen Hochzeiten und sensationellen Beerdigungen hören die Gläubigen die verblüffendsten mondänen Konzerte..... Und das alles ist die Schuld der Gläubigen selbst, der vornehmen Gläubigen. Sie bekunden einen unsühnbaren Haß für ihre Glaubensgenossen, ihre Parteigänger und ihre Waffenbrüder, wenn sich diese die geringste Originalität, sei es in der Architektur, sei es in der Malerei, in der Skulptur, in der Ltteratur oder in der Musik herausnehmen. Alles, was in Frankreich noch einen Sinn für die religiöse Kunst hat, wird von ihnen verächtlich beiseite gelassen. Für die Ausschmückung dieses Hohns, auf die Architektur, der Sacrs-Coeur-Kirche, der nur eine Papierrose fehlt, um einem Kuchen zu gleichen, ist keiner der berufenen Künstler, kein Puvis de Chavannes, kein Carriöre, kein Bosnard, kein Maurice Donis berufen wor- .7-—.......—-----öv,u;........... ben. Nur Banausen wurden für würdig befunden, ihre ine Märtyrer mit Schnrerbäuchen, die Engel in Nacht-j jämmerliche Kunstfertig kett dort leuchten zu lassen. Wenn Unterredung mit dem Ministerpräsidenten Canalejas, der u. a. sagte: Die Verhandlungen dauern fort. El Mokri legt sogar Wert darauf, daß sie noch vor Abschluß dieses Monats beendigt seien, da er bald nach Marokko zurückkehren möchte. Die Verhandlungen nehmen einen langsamen Verlauf, weil die marokkanische Diplomatie niemals große Eile habe. Wir sind im Begriffe die von El Mokri mündlich gemachten Zugeständnisse in einem Protokoll schriftlich niederlegen, und die Vertreter Spaniens und Marokkos wollen in drei bis vier Sagen zusammentreten, um dieses Protokoll zu unterzeichnen. Offenbar hat dieser Beschluß das falsche Gerücht hervorgerufen, daß die Verhandlungen abgebrochen seien. Ich glaube, daß die Verhandlungen ohne Schwierigkeiten ihren Fortgang nehmen werden. Ich selbst werde in dem gegebenen Augenblick in den Kortes meine Ansicht über die marokkanische Frage darlegen. Madrid, 20. Oft In einem Interview über die Meldungen auswärttger Blätter, betteffend die Verhandlungen mit El Mokri, erklärte derMinisterpräsident : Tie Verhandlungen betreffen tatsächlich die Entschädigungen, auf die Spanien ein Recht habe. Aber weder England, noch irgend eine andere Macht habe interveniert, selbst nicht, um freundschaftliche Ratschläge für eine Lösung zu'geben, durch die diese Frage entgültig entschieden werden solle. Trotz der Erklärungen des Ministerpräsidenten Cana- lejas wird in einer anscheinend amtlichen Mitteilung mehrerer Pariser Blätter die Behauptung aufrecht erhalten, daß die spanische Regierung den Magysen mit einer mili- tärische n Expedition bedrohe, falls er ihre Forderungen, insbesondere die Kriegsentschädigung, nicht bewilligen sollte. Ter „S,öcle" schreibt: Da Marokko außer stände ist, diese übrigens ungerechtfertigte Entschädigung zu bezahlen und da die Forderungen Spaniens mit den Rechten der fremden Mächte unvereinbar sind, so ist die Lage recht ernst. Das „Jouimal des Döbats" spricht die Hoffnung aus, die spanische Regierung werde es zu Wege bringen, den unbesonnenen Eifer ihrer „Marokkaner" zu dämpfen, wie dies seinerzeit den französischen Ministern Briand und Pichon bei „ihren Marokkanern" gelungen sei. Der „Eclair" fragt: Wird die spanische Monarchie aus Furcht vor einer ansteckenden Wirkung der Lissaboner Revolution auf die republikanische Propaganda in Spanien etwa in Afrika eine Ableitung und eine Rettung fu.d>en wollen? Hoffen wir, daß die Vorstellungen des französischen Botschafters in Madrid Geofftay noch rechtzeitig genug erfolgen, um die kriegerischen Ratgeber des Königs Alfonso an einem neuen marokkanischen Abenteuer zu verhindern. Persiens Antwort auf Englands Drohung. Es heißt, Persien wolle in einer Antwort auf die englische Drohnote die Unordnung im Lande auf die noch immer bestehende Anwesenheit ft em der Truppen zurück- fihren. Die Gründe, die man in Teheran anführen will, sind, wenn sie England gegenüber wirklich geltend gemacht werden sollten, sicherlich durchschlagend, und England wird, wenn es seine Drohung wahr machen sollte^ lediglich das Faustrecht auf seiner Seite haben: Teheran, 20. Oft. Die persische Regierung sandte bisher keine Antwort auf die britische Note ab. Aus guter Quelle wird über den Inhalt der Antwortnote, die wahrscheinlich morgen oder am Samstag überreicht werden wird, folgendes berichtet: Tie persische Negierung führt die Unordnung im Lande Hauptsackstich auf die Anwesenheit fremder Truppen zurück; sie habe die unbeabsichtigte Wirkung, daß sie die Reaktionäre zu falschen Hoffnungen auf eine Wiedereinsetzung des früheren Schahs ermutige. Die Regierung begründet die Unordnungen ferner mit der Tatsackie, daß die bishyägen Versuche, Geld a u f z u n e h m e n , sich als erfolglos erwiesen haben. Infolgedessen sei im Auslande die Ansicht verbreitet, daß es der persischen Regierung an pekuniären Hilfsquellen ermangele. Tie Bemühung, ein englisclr-russifches Darlehen zu erhalten, sei fehlgeschlagen, weil die damit verbundenen volitischen Bedingungen unannehmbar gewesen feien; Auch der Versuch, von einem Finan-syndikat Geld zu erhalten, sei wegen anderer, hauptsächlich ebenfalls politischer Gründe erfolglos geblieben. Tie Note bezieht sich ferner auf die Verhandlungen, die mit einem Londoner Hause stattfinden. Man beabsichtige, den größeren Teil der durck) diese geplante Transaktion erlangten Gelder auf die Wiederherstellung der Ordnung zu verwenden und hoffe, daß die britische Regierung diese Verhandlungen günstig aufnehmen werde. DerwichtigftePunkt der Antwortnote ist das Ansuchen an die britische Regierung um Zustimmung zu einer Erhöhung der Zölle um zehn Prozent. Werde diese Zustimmung gegeben, so werde die persische Regierung die Verpflichtung übernehmen, den Ueber- fchuß zur Wiederherstellung der Ordnung zu verwenden. Tie englische Note ist noch nicht allgemein bekannt. De^ Blättern zufolge ist das Kabinett gestern abend und heute abend zu einer Beratung über die Antwott auf die englische Note zusammengetreten. Es wird erklätt, die Schwierigkeit der persischen Regierung, die Ordnung auftecht zu erhalten, sei rein pekuniärer Att. Wenn die augenblicklich im Gange befindlichen Lerhandlungen, in London eine Anleihe aufzunehmen, erfolgreich« sind, werde die persische Regierung Sckiritte tun formen, die jene in der britischen Note erwähnten, energischen Maßregeln unnötig machen würden. Es wird weiter erklätt, der Fortschritt der Anleiheverhandlungen sei abhängig von der Haltung Englands und Rußlands. Tie türkische Regierung sandte nach Kermanschah und Sujoulak Konsularwachen ab, obwohl es bisher als Vorrecht Englands und Rußlands bettachtet wurde, solche Wachen zu halten. (Ein neues spanisches Abenteuer in Marotta. Die Staatsmänner in Madrid führen eben mit den marokkanischen Bevollmächtigten einen heißen Kampf um die Entschädigungen für das letzte kriegerische Vorgehen und die damit verknüpften Kosten. Da die Marokkaner anscheinend nicht schnell und tief genug in den Beutel greifen wollen, will man es in Madrid offenbar nach dem Muster der letzten englischen Drohnote an Persien mit einer gewaltsamen Einschüchterung versuchen. Das beschäftigt jetzt vorwiegend die öffentliche Meinung Frankreichs: Paris, 20. Okt. lieber die spanisch-marokkanischen Verhandlungen hatte der Madrider Korrespondtt des „Matin" eine mehr wogen, weil eine regere Agitation als bei den Hauptwahlen entfaltet worden wäre. Der Wahlausfall zeige, daß die Mitläufer von 1909 die Sozialdemokratie zum Teil wieder verlassen hätten. Wenn wir dieser Selbsterkenntnis der Sozialdemokratie hinzu- fügen, daß der größte Stimmenrückgang für die Sozialdemokratie sich gerade bei den „Ein st i m m en", d. h. bei den Arbeitern und Leuten mit geringem Einkommen gezeigt hat, wo die Sozialdemokratie 325 Stimmen verlor, so ist dieses die beste Illustration dazu, daß die Fluten der Sozialdemokratie sich zu verlaufen beginnen. Sollte etwa versucht werden, den Ausgang lediglich auf das plurale Wahlrecht zu schieben, so mag darauf hingewiesen werden, daß bei Abzug der Pluralstimm en unb ausschließlichen Berechnung der Grundstimmen sich für den nationcklliberalen Kandidaten 325 Wähler mehr erklärten, während die Konservativen 665 Wähler und die Sozialdemokratie 625 Wähler verloren. Der Ausstand in Bremen. Bremen, 20. Okt. In einer heute morgen ab-- gehaltenen Versammlung der Straßenbahn-Angestellten wurde einstimmig beschlossen, jede wettere Verhandlung mit der Aufsichtsbehörde abzulehnen. Damit sind die Einigungsverhandlungen ent* gültiggescheitert. Ans Liefen. Parlamentarisches aus Hessen. Der Sonderausschuß zur Prüfung der Wahlrechtsvorlage der Ersten Kammer wird am Freitag und Samstag, dem 28. und 29. Oktober, zusammentreten, um über das Wahlgesetz und die verschiedenen Vorschläge zur Wahlkreiseinteilung sein Votum abzugeben. Geh. Justizrat Dr. Schmitt wird über die beiden Vorlagen berichten, r— Das Plenum der Zweiten Kammer wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des November zusammentreten. Wie Kammerpräsident Haas weiter den Abgeordneten initteilt, wird der Sonderausschuß zur Beratung der Städte- und Landgemeinde-Ordnung zusammentreten und die Vorlage enb» gültig abschliehen, damit sie dem Plenum vorgelegt werden kann. Deutsches Ncich. In der letzten Sitzung des Bundesrats wurde bet Entwurf eines Gesetzes betreffend die durch die neue Sttaft Prozeßordnung veranlaßten Aenderungen des @>e< richtskostengefetzes angenommen. Die Freisinnigen des Wahlkreises Siegen- Wittgenstein-Biedenkops haben für die nächst* jährige Reichstagswahl Prof. Schloßmacher aus Düsseldorf aufgestellt. Der Kandidat bei der vorigen Reichstagswahl Redakteur Musch ke lehnte die ihm abermals angetragene Kandidatur ab, da er, wie es heißt, im Wahlkreise Waldeck-Pyrmont ausgestellt werden soll. . Die Werkstättenarbeiter der Hamburg-Amerika- Linie beschlossen, nachdem eine Einigung erzielt wurde, am Montag die Arbeit wieder aufzunehmen. Ausland. Seitdem der schweizerische Nation al rat auf Grund eines Initiativantrags am 14. April d. I. mit 100 gegen 45 Stimmen beschlossen hatte, dem schweizettschen Volk die Frage der Einführung der Verhältniswahl für den Nationalrat als Referendum zu unterbreiten, gleichzeitig aber ihre Verwerfung zu empfehlen, herrscht man sieht, was die edlen Führer des Chttstanismus in der Literatur empfehlen, kann man sich allerdings über diese Verhöhnungen der wahren Kunst nicht Wetter wundern." ♦ — Wie Daudet in den Ruhm hineinkanzte. Vor kurzem berichtete man, daß die Stadt Tarasaon Alphonse Daudet dem Begründer ihres Ruhmes, aus Daukbattett ein Denkmal setzen rvolle. Man darf aber darum nicht glauben, daß Daudet seinen eigenen Ruhm der drolligen Schilderung Iber Abenteuer des großen Tattarin zu verdanken hatte. Als die tointbcrfame Ge- schichte im Jahre 1872 im Feuilleton einer gelesenen Zeitung erschien, erregte sie bei den Romairlesern mehr Aerger als Bewunderung. Die Leser wußten nicht, was sie mit dieser neuartigen Literatur anfangen sollten, und glaubten, daß «der Dichter sich über fte lustig mache. Im Jahre 1880 erst wurde „Tartarin" verschlungen, besprochen, bewundett. Das Buch, das Daudets Glück machte und ihm einen Scheffel Gold ins Haus brachte, war nicht der Held von Trascon, sondern der Sitteirrrmurn „Fromont jeune et Risler ain6", der später von den ,Unsterblichen" mit einem Preise bedacht wurde. Dieses Buch war schon seit einem Monat im Buchhandel zu haben, als eines Tages der Verleger Charpentier den Dichter zum Essen einlud Nach dem Mahle nahette sich der Gastgeber seinem Gaste und flüstette ihm ms Ohr: „Vergessen Sie nicht zur 'Kasse zu gehen und sich Ihr Geld auszahlen zu lassen . . ." Und Daudet bekam an diesem Tage bte ersten Rollen Gold Ifür seine Arbeit. Soviel Geld hatte er noch nie beisammen gesehen; wie ein Wahnsiw- niger stürzte er aus dem Hause, sprang in einen Wagen, nahm, vor seinem Hause angekommen, vier Treppenstufen auf einmal, war mit einem Satze in dem Zimmer, in dem ihn seine Gattin erwattete, warf das Geld auf den Tisch, daß die Goldstücke auf den Fußboden rollten, und begann einen seltsamen Tanz zu tanzen, den ferne Freunde später den „Fromont-Risler-Pas" nannten. Alphonse Daudet ist also mit Tanzschritten in die Domäne bä Ruhmes und des Reichtums eingedrungen. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Am 22. und 23. Oktober 1910 findet in Dresden die XVI. Versammlung mitteldeutscher Psychiater und Neurologen statt. ui II s q kir ß ö i Fi k L j ie i! )t ’U [QU nii et L3 1 o m Dl Si e eine Wirtshausschlägerei, bei der er u. a. fein Seitengewehr U nutzte und einem Gegner eine Verletzung am Ohr beibrachte. ie h c rt 2 n eine L l v,ulvccI • roiro cyon runter f nm men Er firfi I F)a6e ^n St er nicket eine 9Jinr! erhalten, die aber nicht von .In der Beweisaufnahme ---------~------‘ifar Wehn (Ser(in) als icuac vernommen, der etne ausfühlick)e Darstellung der Ermittelimge» Geldstrafe zu unterlassen, in Zeitungen Forderungen gegen den Klager unter Nennung des Namens anzubieten oder anbieten zu lassen. „Merkur" legte Berufung beim Oberlandesgericht Darmstadt ein. Das Oberlandesgericht entschied, daß das öffentliche Feil bi et en einer eingeklagten Schuld un^ statthaft sei und wies die Sache kostenpflichtig ab oc .Darmstadt, 20. Okt. Das Kriegsgericht der Trviswn verhandelte heilte gegen zwei Reservisten und ver- urteute m dem einen Falle den 27jährigen Maurer Adam M ur r-- 51 cm1 n 0011 Eppertshausen wegen unerlaubter Entfernung zu ö -vc o n at en Gefängnis. Er war zu einer ReserveübunL out den 7. Oktober einüerufen, verbummelte die Gestellung und leitete auch einer telegraphischen Erinnerung keine Folge und trieb sich bis zum 17. Oktober herum. — Weiter wurde der Metzger Georg Kilian aus Fürth i. O. wegen Mißbrauchs der Dienst- wasse und Körperverletzung zu 2 MonatenGefängnis Den • I urteilt. Zu einer Hebung eingezogen, war er am 28. August aus „Forst er ch ristl", die am Sonntag abend gespielt wird und dies diene zugleich auf zahlreiche Anfragen als Ant^ wort, für absehbare Zeit nur bei gew ö h n lich en Preisen gegeben werden. in der Schweiz dieselbe Erregung, wie vor 10 Jahren, «As lsatz scharf erfassenden Ausarbeitung wohl mänchern wieder dieselbe Angelegenheit zur Verhandlung stand. Namentlich einmal zu Bewußtsein gebracht, was uns Schiller eigentlich in den letzten Tagen haben überall stark besuchte Per- ist. Der zweite Teil des Abends brachte dann zunächst ein fammlungen stattgefunden, die sich mit dem „Für" und Stück aus Lilienero ns prachtvollen Adjutantenritten „Wider" dieses Antrags beschäftigen, ader nach der Stirn- „In der Mittagsstunde", die Dr. Milan mit plastischer mung zu urteilen, wird die Verhältniswahl für den Natio- Kraft vor uns hinstellte und die gerade jetzt, vierzig Jahre nalrat auch diesmal, wenn das Jnitiativbegehren am Sonn- nach dem großen Krieg, eine schwingende Saite aufs neue tag zur Abstimmung gelangt, ebenso sicher, obgleich wahr- tönen ließ. Den Schluß bildete die gefällig schalkhafte scheinlich nicht mit so großer Mehrheit, abgelehnt werden, Erzählung Tie Alten von Alphonse Daudet, die durch wie tm Jahre 1900. die schon erwähnte Art Dr. Milans, scharf zu gliedern, Im französischen M r n i st e r r a t berichtete ebenfalls zu denkbar günstigster Wirkung kam. Als Zugabe Bmand, daß die Vorkommnisse, die auf Sabotage zurück- folgte dann noch Fontanes reizvolles Gedicht: Herr Rivbeck zuführen seren, immer weniger Vorkommen, und daß der auf Ribbeck im Havelland Der starke Beifall bezeugte die Dren st wiedernormal verläuft. Dankbarkeit der Zuhörer. 1 tz r--.--- ------- ** Lichtspiel-Vorträge über die Entwickelung und! -KOlOlttcm Erhaltung der weiblichen Schönheit läßt die Gesellschaft für Neueinsuhrung eines meteorologischen rationelle Körperpflege in den verschiedensten Städten halten, mirh nnn*h,£"t?n "JV?' wird, Tas Int-r-ss- der Damenwelt für diese eigenartigen Ver- , . Der Gesellschaftsverein veranstaltete gestern abend in fernem Festsaal zum erstenmal einen literarischen Unterhaltungsabend, der sehr gut besucht war. Der Versuch den der Verein mit dieser Veranstaltung unternahm, ist aufs lebhafteste zu begrüßen, da es hier an einer Vereinigung, die derartige Abende regelmäßig veranstaltete, seither gebrach und ein planmäßiger Ausbau deshalb unmöglich war. Dr. Milan, der Lektor für Vortragskunst an der Berliner Universität, der sich ein sehr ansprechendes Programm ausgestellt hatte, war zu diesem ersten literarischen Abend gewonnen worden. Dr. Milan ber vollständig frei sprach, trug zuerst die Volcserzahmng von Leo Tolstoi: Wieviel Erde braucht der Mensch?, eine schlichte Parabel, mit wohlerwogener dramatischer Gliederung not. Es folgen dann zwei Balladen von Theodor Fontane, Die Brücke am Tah und bre bekanntere Archibald Douglas. Nach Wahl der Zuhörer trug er dann zuerst den Taucher von S ch i l l e r vor und dann Goethes Erlkönig. Enttäuschte mich die Aus. ha Ballade, so hatte ich bei der meister- hm«™ des Taucher einen hohen Genuß. Die senttmentale Färbung des Verses: „Da beugt sichs hinunter ?-Fe ich -ll'erdings lE vermißt l a n hat mit dieser großzügigen, den kleinsten Neben- F.C. Herborn, 20. Okt. Die Bezirks-Tierschau für Rindvieh der (Simmentaler Nasse für die Kreise Dill ass •* än.-** m.------------- sprechend gegenwärttg Prüfungen von Vorschlägen und Er- _ ** N eu e Fe r n sp r e ch v er b in dun g e n. Folgende S"r Vergebung. Der Welierwalder Züchterverem hält an Wägungen im Gange, die sich mit der Errichtung eines Orts-Fernsprechnetze in Bayern und Württemberg nebst den demselben Tage in Mademühlen eine Jungoiehschau ab. solchen Beobachtungsdienstes und der Anstellung von meteo- ™i Ortsbereiche liegenden öffentlichen Fernsprechstellen sind 1 ' 1 ----1 - 1 " rologischen Fachmännern für Deutschsüdwestafrika, neuerdings zum unbeschränkten Sprechvertehr mit Gießen Stz-Skt. Kamerun, Togo und Neu-Guinea befassen. In Zugelassen worden: Amberg (Oberpfalz), Böblingen, Schön- — Rund um Rheinhessen, die Zuverlässigkeitsfahrt Samoa sowohl wie in Deutschostafrika ist ein derartiger Gunzenhausen, Sindelfingen, Höfen (Enz, Württ.), welche die Ortsgruppe Mainz der Bereinigung Deutscher Straßen- Dienst bereits eingerichtet, so daß für diese Kolonien die Leonberg (Württ.), Mergentheim, Mühlacker, Neuenbürg 'ahrer ausgeschrieben hat, mußte vom 2d. auf den öv. Oktober ver- Neuerrichtung eines solchen Dienstes nicht in Frage kommen (Württ.), Ingelfingen, Künzelsau, Hall (Schwäbisch), Oeh- M werden. Im übrigen bleibt das von Mainz über Nierstem, würde. Im letzten Haushalt für Deutschostafrika findet gen, Schorndorf, Tübingern ^^E"heun, Ouhofen, Worms Alzey, Fürfeld, Bingen, (Sau- sich eine Forderung von 3500 Mark für die Ausübung des ** Die Postpaketbeförderung nach Frank- 0-8-1? 9liei,ec‘')uäcll)e,ln- Wackernheim führende Rennen UN. meteorologischen Beobachtungsdienstes. reich ist wieder in vollem Umfang aufgenommen mm-fren. "■■■ —> I ^bgen Verdachts des Kindesmords UniversitäLs-Nachrichten. rzu» Staot Uno Lano. wurde dre Drenstmagd Margarete Dörrng.von Stockhausen hl. Marburg. Der Professor der speziellen Pathologie Gießen, 21. Oktober 1910. Ibet ^^^^ach in das hiesige Provinzialgefängnis gebracht, und Therapie an der Universität Groningen (HollanL) Dr Aus der Sitzung der Stadtverordneten I Kindesleiche sand man in einem Steinhaufen bei K. F. W enckeb ach hat einen Ruf nach Marburg als Ordi- Friedlich und ohne Aüfrequnq schien aestern die Be- . "arius und Direktor der medizinischen Klinik erhalten; er soll ratung in unserm Stadthause verlaufen zu sollen Die (l)Eine interessante Gerichtsentscheidung. Eine a?n nach /Oanwurg gehenden Pros. O. Brauer ersetzen — Zum Versammtung war stark beM)t. Der Oberbürgermeister bl£ kausmännische Welt mt-r-sfant- Strastache wurde ,n P^soZhl- der° uLsitü?' Gr -7f7w ald machte Dtttteilltng, daß Stadwerordneter Biermer, der erst der vergangenen Woche vor der (Siebener Strafkammer ver- Schuppeist der bisherige a. o. Professor Dr. HermamrS chwar - - ,^3rc, Versammlung angehört, mit dem 1. Januar, handelt. Der Kaufmann W., der Teilhaber einer hiesigen I ^n a r b u r g berufeir worden. sem Lllnt niederlegt. Mit zu starker Inanspruchnahme durch Firma gewesen war und die Kundschaft besucht hatte, soll die 1 ~ ?CrUJ> UJ^ ^erweite starke ehrenamtliche Tätigkeit von ihm unterwegs benutzten Notizbücher und die neben den <0Ctid?tSjaal» L 2^ ^^^ie sch^u begrtmdet. Orderzetteln seiner Firma erstatteten Nclseberichte später wieder D ar mstadt, 20. Okt. Eine Entscheidung von erkrankte Stadtarme, worauf Stadtverordneter Biermer noch vernichtet haben. ^er Angeklagte bestritt, sich von eurem feiner Mitglieder eine Forderung gegen einen Kauf einmal auf die Sonderfriedhofsangelegenheit der Israeli- -'iotizbucher angeeignct zu haben, er gab aber zu, mit ben ür Vermögensverfall geraten und früher in Darmstadt, tischen Religions-Gesellschaft zurückkam. Er erklärte daß Neiseberichtcn so verfahren zu sein, wie die Anklage behaupte. M -in Sandhosen bei Mamrheim, ein Geschäft betreibt. In dem die Bezeichnung dieser Gemeinde als Sekte eine gewisse Ec hab- sich für berechtigt gehalten, dies zu tun, weil er öaä VÄ "nsetzte, teilte °uf denen d.° Bertchte non ih'm n.edergeschr.eben sL-söte L Left' dreser waren, aus seinen privaten Mitteln gekauft hat. Es habe bieten werde. „Ein Schritt, der Ihre wittfchaftliche und gesell- der Fried- ihm fcrngelegen, sich durch die Aneianuna der Neiseberickte beeinträchtigen könnte," ,o hieß es weiter. hossangÄegenhett ,n Bezug auf dte Relrgronsgesellfchaft einen Vorteil zu verschaffen ebenso wen ababe er S beschritt den Rechtsweg u:rd klagte gefallen sei, daß es ihm sowohl wre dem Oberbürgermeister tiot bip er beab^ch- am Laildgertcht Darmstadt auf Unterlassung der an- aber femgelegan hat, damit irgend wen zu tränken ober 6 V c 1 chadlgen. Dte Strafkammer er- gedrohten Bloßstellung. Tas Gericht emschied: Der in seinen religiösen Gefühlen zu verletzen. Mit dem Aus-l ln bcr Handlungsweise deö Angeklagten eine Unter- Beklagte (Merkur) wird verurteilt, es bei Meidung von öOO Mark druck Sekte bezeichne man im allgemeinen eine Minderhett, ^a 9ung aus § 246 des Str.-G., billigte aber mildernde *' ........- n-x — welche sich von einer größeren Gemeinde absondere nnb Wm|lönbc gu und erkannte auf eine Geldstrafe von 150 Mk. ofyne besonders staatlich anerkannt zu sein, mtt dem Rechte oder 15 Tage Gefängnis. Der Gerichtshof war der 'Ansicht S. witi? SS*!- »-=»- i-».- folgten dann Baugesuche, bei denen es kaum zu einer Aussprache kam. Erregt wurden erst die Gemüter bei dem Punkte Straßenbahn und zwar samt und sonders als vorgeschlagen wurde, den leidigen Haltestellenstreit der „Walltvrsträßer" dadurch zu enden, daß neben der Braugasse wieder am Lindenplatz und am Afterweg, also für die Folge 3 Haltestellen dort eingerichtet werden. Mtt einem Drmvo wurde der Antrag angenommen. Um so! (t-p I cYvri ° ' '------- ------uns |uu(ii eigenen Mitteln beschafft hatte. Die Straskammer erklärte aber, daß sie aus der Beweisaufnahme in der Verhandlung nicht habe feststellen können, daß die Unterschlagung des Vorteils wegen oder tun der Firma einen Nachteil zuzufügen begangen sei. Wäre dieser Nachweis erbracht, dann sei gegen den Angeklagten, da die Reiseberichte als Urktinden anzusehen seien, aus § 274 des Str.-G. auf Gefängnis zu erkennen geivefen. , _ -------v —ö— —_____ ,vi * Der Aus druck her Mails. i,n h l-urLCl- **cvunu cuujeiogen, war er am dö. Äuguft auf aber platzten die Gemüter auseinander, als der ist qcmeldet aus- 1 Kuns d o r k^i U^crubru Haufe und lei stete sich gemeinschaftlich mit zwei Zivilisten Antrag Biermer-Grünewald wegen der Durchfübruna r. au ' borrLbct ^Iteroerg, Amtshaupt»' — r... ----- - - - - des 7 Vs-Minutenverkehrs bis zum Schützenhaus d^'en, Königreich Lachsen,- 2. Roggenau, wiederholt zur Beratung kam. Ueber 1V2 Stunden moate k ? ^nm, Reglerungi-bezirk Bromberg, bet Händlervieh, i ------------ - — der Redekampf hin und her. Zwei Schlußcmträge fonnten 0,11 18‘ Oktober 1910. — Als verseucht gelten: die bayeri- IHOtO SiCVliludS V0k ÖC1H ZchwUkgeNcht. i»ie Schlacht nicht beenden und nur mit ein er Stimme P^n ^^g.-Bez. Oberbayern und Oberfranken, der Hirschberg, 20. Oll. Mehrheit wurde der Antrag zu Graibe getragen, um Neg.-Bez. Danzig und das Herzogtum Sachsen-Altenbura L .Unter großem Andrange des Publikums fand heute vor dem gleich wieder vom Oberbürgermeister zu neuem Leben er- -e- Hausen bei Gießen, 20. Okt. Unser lanojähriaer dte^^^ Ntordprozesses statt, sifUäffiÄÄ -*L ??£'•»»«..»■ ----- kmm >*» .. 9 } r DO) einmal reden könne. abend haben hier zwtfchen den ausständigen Maurern und Öfn-r ?ne brei werden befchuldigt, am 9. 3um 1905 dm ** qM» «x , . ,9 . r den Arbeitgebern Einigungsverhandlungen statt- ^Eenbeptzer Knappe, den Besitzer der historischen Mühle m . ... Dre Betriebseinnahmen der Preußisch- Stunden, die aber zu keinem Ergebnis führten. P Löwenberg in Schlesien, ermordet, beraubt u hessrschenStaatseiscnbahnen betrugen im Sep. + SriebBern 21 r.n M'Xhp/X' ? & dann die B-slbung in Brand gesteckt zu haben, um"' tember 1910 gegenüber dem gleichen Monat des Vor- nack^9 Ubr kam hf/ ^pupen des Verbrechens zu verimschen. Die drei Verbrecher jahres im Personenverkehr 44 Wiffinnpn .< , I s ... * , Oroßfurstin Sergius in Begleitung! hatten sich ut einer Herberge in Liegnitz kennen gelernt, wo sie 8F5 v.im Gü"erv e^r"kehr 86 Mlllionen Mark I k' ^»rich von 'Preußen, die ihr bis Berlin sten Plan faßtm, den gr-L Mühlmbeßtzer zu Ä 7,63 v H mehr insaclamt^nack Abriin ü^teh! enkgegencsesahren war, hier an. Am Bahnhof hatten M Zu berauben Dre beiden Angcltagtcn Reinhold und Wilhelm nähme Ms^onsttaen ^netten 12 u w nnt* die Zarin zur Begrüßung ein9efuiiben. rj>l-est|cf>1l!nb. »r-lfach vorbestraft. Wilhelm Pietsch wird 7 20 v Q Mark gleich Dre Großer,ttn wie auch ihre Begleiterinnen trugen das °u" der Unter uchungshast, fern Bruder Reinhold aus dem Zuchd in Werktage war Gewand einer Aebtissin ^-S Klosters der 9K g “ cme Iänsert *■*«>“ ««' .. ** Stabttheater. Es sei darauf hingewiesen, daß Pavillon sondern an'der^Nrla^am^aus'" ,ntatet gegen Reinhold Pietsch ans versuchten und an Ausstattung hier noch nicht Gesehenes bietet — mL- w st adt, 20. Okt. In der heutigen Stadt- darauf den Vorgang des Verbrechens. Er gibt seine Mitwirkung kleinen Prch'en stattfindet. Dagegen kann die Overette ^^^^^otensitzung haben drei hiesige Schweine- S6cr ^nrcn jüngeren Bruder Wilhelm nach Mög- ^nrftorrfiriffiT/' x;» — _x_--e. .'s^rette handler gegen den Verlauf von Schlachtschweinen durch s * entlasten; dieser habe gar nichts getan. Während der - WB.’WBSKTraÄ’iO fcemeitt $l Ha ^n^äu^dcr «Wk-W Ä'riite Vorfttzende^daß die Schlachthosverwaltung nicht sts-nn weggcgangen. Er Beiß nichts davon, daß Stcrnickcl das in dem beanstandeten sinne als Verläufer auftritt. Sie nadrter angezündet habe. — Der Lorsitzcnde hält dem übermittelt vielmehr nur die ihr von den Metzgern freiae- ??r'rer bisher vier verschiedene, von einander gebenen Bestellungen an die Zentrale für Schlachtviehver- Sache gegeben habe unh Wertung in Frankfurt a. M. Die Zentrale liefert auf Geständnis das richtige sei. — Angellagter Rein- ihre Kosten die bestellten Schweine hierher wo sie 9du 5V? la^b2?-be^e Heraustlauben. - FM UM »«SÄ,«h:s Saas» bstati: s Gefamtheit jedensallv dann zuruckzutreten, wenn dieses an verdächtigt. Heute gibt er zu dost diese wie im vorliegenden Falle ein Einschreiten gebieterisch er- qr"^?/^ung falsch sei. — Ter zweite Angeklagte Wilhelm Ordert. Dte angestrebte Entwicklung läßt sich überhaupt er sei mit seinem Bruder und mü Sternickel ”*^t aufhalten. Mit der Eröffnung der Schweincmarkt- ?lnt<-rweaa^se?"^ ö'c 3ia6e von Lüiocnbcrg gclommc». Halle werden ,ich die Verhältnisse ganz von selbst andcm chen^er beabsichtigte Ranbansall bespr^ auch der Produzent wird in einem aanz anderen llmfntnd 6 aber baran nicht aktiv beteiligt. Sem als Verläufer "Ä ÄW SfÄ «Äin einiger Entsernunü wachsen, dann ist eine einwandfreie Grundlage für eine habe erwidert: Der wird schon runter kommen Er Herabsetzung der Ladenpreise gegeben der sich von Sternickel eine runtCLvommtn. M die Metzger nicht entziehen können undnicht 'entziehen ltammte.- werden. } t-nizieyen wurde auch der Kriminalkommiss. F. C. Griesheim a. M., 20. Okt. Ein Fabrikarbeiter wurde hier verhaftet, weil er von einem Landwirt in Petterweil bei Friedberg brieflich 300 Mk. verlangte und mit der Anzeige eines Verbrechens drohte, mene ihm der Betrag bis zu einem bestimmten Tage nicht geschickt würde. Frankfurt a. M., 20. Okt. Heute abend gegen ! 8 Uhr sprang in der hiesigen Kaserne des 81. Infanterie, i Regiments Der 22jährige Musketier Heinrich Reichel. .' Hardt vom ersten Stock in den Kasernenhof und erlitt ' außer einem schweren Schädelbruch und Oberarmbruch J schwere innere Verletzungen. L F.C. Ba ttenberg, 20. Okt. Die Mitglieder-Versammlung der Herdbuch-Gesellschaft für das Vogels- < beeger Niiid wird am 31. Oktober abgehalten. 1 I -1 I 1 i J :i l < J a h ! T J X X i i a i i Et e -t a 1 J ii J | I der S«che gab. Reinhold' Pietsch hak beut Zeugen ein Geständnis abgelegt dahin, daß Sternükel den Knappe erschlaaen habe,^nachdem dieser vorher zu seiner Verteidigung einen Schuß ■nut Sternickel abgegeben hatte. Sternickel habe dann die Dkühle Lngezündet. — Gegenüber dieser Aussage des Zeugen bleibt Reinhild Pietsch dabei, daß weder er noch Sternicrel den Knappe ermordet und das Haus angezündet hätten. Die den Geschworenen vorgelegten Fragen lauten aus versuchten und vollendeten. Raub und Bechilfe dazu. — Tas Urteil lautet gegen Reinhold Pietsch wegen schweren Raubes zu einer Zusatzstrafe von zehn Jahren Zuchthaus, vier Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht; der Bruder Wilhelm Pietsch wurde f r e i g e s p r o ch e n. vom Gordon-Vennett-Rennen. Unglücksfall des Ballons „Harburg". St. Louis, 20. Olt. Der an der Gordon-Ben- nettfahrt beteiligte deutsche Ballon „Harburg" ist am Dienstag um 11 Uhr nachts aus einer Höhe von 18000 Fuß mit furchtbarer Geschwindigkeit in den Nipissingsee gefallen. Aßrnann brach den linken Arm und erlitt eine Zerreißung der Arterie am Handgelenk. Vogt und Aßrnann schwammen an Land und verbrachten die Nacht im Walde, von wo sie am anderen Morgen von Indianern ins Hospital von Powasan geleitet wurden. Vogt erzählte, sie hatten, nachdem sie den Huronsee gekreuzt, dre Entdeckung gemacht, daß sie zu wenig Ballast besäßen und darum dre Ventile geöffnet. Der Ballon siel dann mit großer Geschwindigkeit glücklicherweise ins Wasser. „Germania gelandet. St. Louis, 20. Okt. Ein Ballon, vermutlich „German i a", ist in P o g a m a s i n g (Kanada) gelandet. — Ferner wird gcmetbet, daß ein anderer Ballon in der Nähe von Kiskisink bei Quebeck, 1200 Meilen von hier, gesichtet worden sei. Kleine TageSchronik. In Bensberg (Rheinland) ist eine Diphtherie-Epidemi e ausgebrvchen, jedoch ist bisher glücklicherweise noch kein Todesfall vorgekommen. Anstelle des m den Ruhestand tretenden Senatspräsidenten Dr. O ls hausen in Leipzig ist Reichsgerichtsrat von Pe- largus zum Senatspräsidenten des Reichsgerichts ernannt worden. Der in Leipzig verhaftete junge Mann, der an den Inhaber des Weberschen Verlags Erpresserbriefe nach dem Muster der Gebrüder Koppius schrieb, hatte sich zunächst der Polizei als Friseur ausgegeben, nmunehr ist sestgestellt, daß es sich um den 18jährigen Sohn eines hochgeachtetenLeipzigerPro- s e s s o r s handelt. Der wegen Unterschlagung von 95 000 Mark 6et einer Berliner Jndustriegesellschast verfolgte Kaufmann Joh. Gottwald wurde in Hamburg verhaftet. Auf der Werst von Harland u. Wolss ist heute der für die White Star Line erbaute Dampfer Olympia", der mit 45 000 Register-Tonnen das größte Schiss der Welt darstellt, glücklich von Stapel gelaufen. Auf seinem Grundstück zu K l e i n - C z e t t e r i tz bei Drechsel hat ein Dachdecker vorgeschichtlicheKostbarkeiten aus Gold gesunden. Sieben goldene Schlangenringe waren in einer im Erdboden versenkten schlangensörmigen Urne enthalten. Ter Fund aus dem Warthebruch ist dem Museum für Völkerkunde in Berlin angeboten worden. Das Hamburger Schiff „Persiman" ist von Südamerika im Hamburg angekommen. Wahrend seiner Reise verlor das Schiff neun Mann seiner Besatzung infolge des schweren Wetters und hei den Rettungsarbeiten. Der deutsche Dampfer „Erlangen" wurde von dem brasilianischen Dampfer „Sao Paulo" bei San Sebastian angerannt_ Der „Sao Paulo" wurde schwer beschädigt. Tie „Erlangen" lief mit eingeschlagenem Bug im Hafen von Sa ntos, ein. Die Landung der „Erlangen" wurde nicht beschädigt. Der Unfall ereignete sich bei Nebel. In Jekaterinodor hatte das Kriegsgericht den Polizeimeister G o l o k o , der drei Arrestanten, darunter den preußischen Staatsangehörigen Karl Trun, auf offener Straße ohne jede Veranlassung erschießen ließ, zum Tode durch den Strang verurteilt, das Urteil aber jetzt in zwei Jahre F.estungs - haft umgewandelt. In einer großen Fabrik in Brooklyn ereignete sich eine Kesselexplosion. Unter den 3000 Arbeitern entstand eine Panik. Sechs Feuerwehrleute wurden getötet und zwei Personen erlitten schwere Verletzungen. Handel. . — Die BankvonEngland hat den Diskont von vier aus fünf Prozent erhöht. — Die Nationalbank von Belgien hat den Wechseldiskont von 4i/2 Prozent auf fünf Prozent erhöht. Darinstädler Wei weltberühmt durch ihre Formen- schönheit, Solidität und ihren billigen Preis liefert Ihnen vollständigfrei ins Haus unter Garantie D34/e] von 10 Jahren das Darmstädter Möbel-Einrichtungshaus Endwig Ztritringer Kunstgewerbliches Etablissement für Innenausstattungen Telephon 1141 DARMSTADT Heinricbstr. 67 Portofreie Zusendung meines Prachtkataloges. Zu vermieten Haus zum Alleinbewobnen pro 1. Avril 1911, 10 Wohn- räuine, 3 Veranden, Badezimm., Küche m. Zubehör und Garten zu vermiet. Marburger Straße 14. Zu erfrag. Verlagsbuchhändler Roth, Marvurger Straße 20. |ww 57011 6-Zirn.-Wohn. wart. o. l.St.) m. Badez. u. all. Zub., cd. Stall re. u. Garten, sofort. Bergstraße 1. 5 Zimmer | »yröL neu herger. 5-Zirnrn.- Wohnung im 1. St. n. Zub. u. Garlenant. fof. ob. spater z. ucrin. H. 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Der Präsident der Zweiten Kammer erließ an die Mitglieder ein Rundschreiben, in dem er mitteilt, daß die Kammer in der zweiten Hälfte des November wieder zusammentrete. Es gefangen zunächst die beiden Vorlagen über die Städte- ordnung und über die Landgemeindeordnung zur Verhandlung, doch soll auch die dritte Vorlage, die Ver- waltungSrechtSpflege noch vor Weihnachten erledigt werden. * rb. Darmstadt, 21. Okt. (Zu dem Totschlag in S e l i g e n st a d t.) Der Oberstaatsanwalt Hessert und das Amtsgericht Seligenstadt haben gestern an dem Tatort genaue Untersuchungen vorgenommen. Der 70jähriae Vater hatte, nach seiner Aussage, mit seinem wegen Körperverletzung mehrfach vorbestraften Sohne, sehr häufig scharfe Auseinandersetzungen. Da der Sohn, der mit Frau und Kind im zweiten Stocke des Hauses wohnte, in den nächsten Tagen mehrere hundert Mark Gerichtskosten zu zahlen hatte, befürchtete der Vater neue Tätlichkeiten. Er nahm deshalb ein Holzbeil mit in die Wohnung, um stets gewappnet zu sein. Ms ihm der Sohn Vorhaltungen machte, schlug er ihm mehrmals mit dem Beil auf den Kopf und den Hals, obwohl die Frau des Sohnes ihn zu hindern und die beiden Kämpfenden durch Ueberaießen mit heißem Wasser auseinander zu bringen suchte. Die Anklage wird, da die Notwehr jedenfalls weit überschritten wurde — der Sohn hatte keinerlei Waffe — wegen Totschlag oder Körperverletzung mit tötlichem Erfolg erhoben werden. Paris, 21. Oki Der Kriegsminister unterzeichnete einen Erlaß, nach dem für die Stabsoffiziere künftig Studienkurse abgehalten werden, die unter Aufsicht des Generalstabschefs und des Direktors der Kriegsschule stehen. Paris, 21. Ott. Auf dem Eiffelturm wurden aestern Proben mit der von Genie Hauptmann T a r o u k erfundenen Angriffswafse auf Lenkballone und Flugmaschinen abgehalten, die sehr günstige Ergebnisse hatten. Die Wafte besteht im wesentlichen aus einer Lanze, an der eine Petarde befestigt ist, die das Gas zur Explosion bringt. ^kirchliche Nachrichten« LvangeUiche mmeuioe. 2 2. Sonntag nach Trinitatis, den 23. Oktober: Gottesdienst. 3n der Ztadtkirche. Ordentliche Kirchenvisitanon durch den Superintendenten Herrn Geh. Oberkonüstorlalrat D. Petersen. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kmderkirche für die Matthäus- und Markusgemeinde. ____________ Pfarrer D. Schlosser. Pfarrer Schwabe. 08808] Gut möbl. Zimmer zu ver- mieten._________Löberstraße 9 v. 08734] Freundl. möbl. Zimmer zu vermieten. Bergstraße 22 p. 5732s Zwei ineinandergeh. Wohn- u. Schlafzimmer, gut u. bequem emger.. in ruh. Hause zu vermiet. Ecke Landgrafenstratze, Eingang Braugasfe 11 v._________ 5768 Gut möbl. Zimmer zu vermieten.______Wilhelmstrage 3 p. 570212—3 f. g. möbl. Zimmer, a. W. m. Pianino, anrub.^errn z. verm. _________________Bergstraße 11. 08817] Sch. möbl. Wohn- m. Seb lab zimmer z. verm. 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Samstag den 22. Oktober: Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag den 23. Okt., 23. Sonntag nach Pfingsten: Vormittags von 61/, lll)r an: Gelegenheit zur Herl. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. r um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. , um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Heil. 'Messe mit Predigt. Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre: daraus Rosenkranz-Andacht mit Segen. Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag abend um 67, Uhr ist Rosenkranz-Andacht mit Segen. Israelitische ßeligionsgemeinöe. (5ottesouii|t in Oer Synagoge (Süd-Anlages Samstag den 22. Oktober 1910: Vor a bend: 5.00 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr. Sabbalausgang: 6.10 Uhr. Israelitische tteligionsgesellschast. Sotterdienst. Sabbatfeier am 22. Okto der 1910; Freitag abend 4.55 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmütags 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 6.10 Uhr. Montag den 24. Oktober 1910: Morgens 6.15 Uhr. Dienstag den 25. Oktober 1910: Schlußfest. Mittwoch den 26. Oktober 1910: Gefetzesfreude. 1. Tag: Vorabend 5.00 Uhr. Morgens 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. 2 Tag: Vorabend 6.00 Uhr. Jugeudgottesdieust. Atorgens 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Festesausgang 6.00 Uhr. Wochengottesdienst: Rlorgens 6.30 Uhr, abends 4.30 Uhr. S8M/Ao) Deutschland kann sich nicht mehr selbst ernähren! Das ist eine bekannte Tatsache. Wir sind weder in der Lage, genügend Getreide anzubauen, um unser Brot selbst zu erzeugen, noch können wir ohne die Einfuhr anderer Nahrunasmittel wie Obst, Fleisch, Butter ic. bestehen, und wenn unsere Bevölkerungszunahme und die industrielle Entwicklung in dem seitherigen Tempo forlschreiten, so werden wir immer mehr und mehr auf die Einfuhr nicht nur von Lebensmitteln, sondern auch anderer Bedarfsgegenstände angewiesen sein. — Z. B. kanri unser Bedarf an Butter und anderen Fetten nicht im entferntesten von der einheimischen Produktton gedeckt werden. Wir sind vielmehr gezwungen, diese Fette von außerdeutschen Länderii einzusühren. Zum Glück kommen uns unsere Kolonien einerseits und deutsche Wissenschaft und Industrie andererseits dadurch zu Hilfe, daß sie unS Produkte liefern, die fähig sind, die Butter vollwertig zu ersetzen und andere Fette wie amerikanisches Schmalz, Rindertalg zc. zu verdrängen. Die bekannten Alarken Palmin (Pflanzenfett) und P a l m o n a (Pflanzen- Butter-Aiargarine), die sich in den letzten Jahren eines so ausgezeichneten Rufes erfreuen, sind ein Beweis dafür, was in dieser Hinsicht heute schon erreicht worden ist. Welche Rolle diese Fette in der Zukunft noch spielen werden, davon können diejenigen sich eine klare Vorstellung machen, die einerseits diese Produkte aus Er- fahrung kennen und die andererseits die Zeichen der Zeit verstehen. Harnleiden und Gicht günstige Erfolge. — Bestätige ich Ihnen gerne, dan ich bei meinem Harnleiden und meiner Gicht von keinem bisher getrunkenen Waffer so • Erfolg erzielt habe, wie durch die St. Georgsauelle gleiche B. h v»/ in Biskirchen a. d. Labn. Ich bitte mir wieder eine Sendung zugehen zu laffen. _ Dr. A. in Preis für 25 Flaschen Mk. 9.— n n 50 „ n 17. inkl. Verpackung ab Station Stockhausen a. d. Lahn. Hausbursche, welcher nicht mehr fortbildungsschulpflichtig ist, für sofort gesucht. Earl Frensdorf, 15844 Neustadl 1, Ecke Bahnhofstraße. Mehrere Twtöiiifrinncn für Monat Dezember gesucht. ****1 Mar Marum, Bahnhofstr. 4. Ein tMtizes Wnlein X Familie fürs Bufett meiner Gastwirtschaft sofort gesucht. (5825 Heinrich Rullmano, „Gasthaus zur Krone" Nidda. Ein nrdtitssmes Mädchen für Hausarbeit gesucht. 5854]________Ludwigstraße 1. 08858] Brav, sleiß. Mädchen per sofort oder 1. November gefacht. Näh. Frankfurter Straße 41. 08867] Stundenfrau fof. gesucht. Frankfurter Straße 9 II. 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Eintritt für Nlchtmitgliedcr 30 Pfg. Programm 10 Pfg. mit dem Silb. Kreuze d. Verdienstordens Philipps des Grossmütigen). den 23. Okt., nachmittag» 5 Uhr, KONZERT= Saale des Steins Garten. Franz Bauer. Frau Käte Lerch, Sopran. Eolosseum. Gießen, Dir. Th. Rösch, Walltorstr. Familien-Variete I. Ranges. 82 Attraktionen 12 Nur Künstler aus ersten Theatern deS In- und Auslandes. Bester Beweis: Täglich ausverkauftes Haus. Weitere Reklame überflüssig. Man beachte die Plakatsäulen. Im Restaurant: DaS Oestr. Damen-Orchester Riemann 7 Damen, 2 Herren, mit dem kleinsten Dirigenten der Welt, brillanter Biolin-Solist. | AA $11) t bezahle demjenigen, der schon ein L W ♦vil* besseres Damen-Orchester hörte. NB. Man sichere sich durch frühzeitiges Erscheinen einen Platz. Mitwirkende: Herr Franz Bauer, Violine Herr Musikdir. Krausse, Viola Herr B. Herrmann, Cello Herr H. Fischer, Klavier Programm: Männerchöre von Grieg, Schubert, Dürrner, Breu, Volkslieder, Lieder f. Sopran v. Eulenburg (Rosenlieder), Brahms etc., Lieder für Bariton, Duette, Trio von Mendelssohn, Gade, Quartett von Mozart. Wir machen unsere verehr lieh en Mitglieder aufmerksam, dass der Anfang auf pünktlich 5 Uhr gesetzt ist. vn/ie Guter vegetarischer Zu dem am 25. Oktober dS. IS. stattfindenden Laubhüttenfestballe im Gasthaus zur Germania, Lollar ladet ergebenst ein Das Komitee. Programm. SamStag den 22. Oktober: Vormittags 8 Uhr: Beginn der Prämiierung. Nachmittags 2 Uhr: Eröffnung der Ausstellung. Auf dem Saatgutmarkte sind Proben von Saatgut aus Saatbaustellen der Landwirtschaftskammer ausgestellt. Sonntag den 23. Oktober: Eintrittskarten: I. Platz Mk. 5.-, II Platz Mk. 4.-. rn. Platz Mk. 3.-. IV. Platz Mk 2.50 h^^H^rn|Ä11iÄ derKaSSe ” haben' 1 Oeffnnng des Theaters 4'/s Uhr. - Die Abonnementskarten ;r“®‘Rha 111 e.r gefl. abzuholen, eine Zusendung I -------------------------------------an die hiesigen Abonnenten findet ausnahmslos nicht statt. Programm Symphonie Jfr. 12 In B-dnr...................... J Haydn Szene und Arie aus „Der Freischütz“......C. M. von Weber Ouvertüre zu der Oper „Don Juan“ ...............W. A. Mozart , J>er Hirt auf dem Felsen“ für eine Singstimme, Solo-Klarinette und Orchester Fr Schubert Symphonie Nr. 4 In B dar................L. van Beethoven KsWttr Giessen Direktion: Hermann Steingoettet. Freitag den 21. Oktober, abends 8 Uhr: VolkS-Vorstellg. Volks-Preise Hans Lange Schauspiel in 4 Akten von Paul Heyse. »a^M Ende gegen 10'/, Uhr. Äbr vormittags bis 6 Uhr abends: Oeffnung der Ausstellung. Nachmittags 4 Uor: Oeffentlrche Versammlung mit Berichter,tattung über die Ausitellung, Auszahlung der zuerkannten Preise und em Vortrag des Herrn Dr. Hamann Darmstadt über „Sortenzüchtung und die Ergebniffe von Sorten- versuchen, angewandt auf die Verhältnisse des AusstellungS- beztrkes." Montag den 24. Oktober: SormtitpsB 8 6i8 12 U6r: Abholen der Ausslellunnsgegenstünde. Nachmittags 2 bis 4 Uhr: Unterweisung tm Sortieren und Verpacken des Obstes. ff. Die Landwirte und Interessenten werden zur zahlreichen Beschickung und regem Besuche der Veranstaltung höflichst eingeladen. Landwirtschaftskammer - Ausschutz für Oberhcssen. ___________________________Korell. Bw/X0 ___________Seltersweg 701. 98826) Neues Bücherregal und Melderschrank z. o. Asterwcg5. 08823» Prima Amerikaner-Ofen bill. zu verk. Kaiser-Allee 15 I. 08870) Gut erhaltene Ueberziebcr zu verkaufen. Dammüraffe 5. fast neu, zu verk. (°*7M Kreuzplatz 15 UL n T Frivat-Kittags- u. Äbendtiscli Pension Bellevue, 08775]______Neuen Baue 22. vn/io) Aeltcr. Gesangverein sucht tamllicte Vereinslokal. Schriftliche Meldungen sind bis spätestens zum 23. Oktober unt. 5861 an die Geschäftsstelle deS Giebeuer Anzeigers einzureichen. 08855) Aus Cöln zugezogen such noch Kunden in uni öainnucnn auber dem Hause. _____________Hcnselstraffe 3 II. Empfehle mich den geehrten Damen im Garnieren und Um- arbeiten von Hüten. Durch langjährige Tätigkeit in Cöln hoffe ich allen Anforderungen der geeyrten Damen gerecht werden zu können. Frau Josephine Rebl,S 08856) Henselstrafre 3II. AuSgekämmte Abgeschnittene ^)Utlre werden gekauft bei H. Tichy Seltersweg 43, Ecke Goethestr. 5239 Aeltcste Schwemmstein - Fabrik autz. Syndik. fertigt auch gute Zementdielen.PH.Gies,Neuwied lhv*/d i RkfsmhiillSFttiizplstzz. Allgemcktl NM-Eisenbahn-Verein. Die verehr!. Damen unserer Mitglieder, welche gesonnen find, auf uns. Winterfest am 3. Dezbr. d. I. einen Reigen mitzutanzen, werd, gebet., Montag den 24. Okt. d. I., abends 8'/, Uhr im Hotel- Restaurant Kobel, Liebigstr. 9, (Eingang durch den Garten) zu einer Besprech, zu erscheinen. Giehen, 2L Oktober 1910. Spezial-Angebot in Winter-Schuh war en Ich offeriere solange Vorrat: Kinder-Stiefel BoxlederSchnürstiefel 22/24 50 starker Schnlstiefel Mk. 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