Kreisblatt für den Kreis Glotzen ■.-er.*'' .0 •a e> KZ' »5- 5 2- L j5 A,3%'3>5 ,_.o • ", ?*<•** o-2o S Jahrgang Erstes Blatt General-Anzeiger für Oberhessen Nr. 42 Erstes Blatt 160. Jahrgang Samstag IN. Februar 1910 Ter Siefctwer Anzeiger .L r Bezugspreis: erscheint täglich, außer monatlich75M., viertel- Sonntags. - Beilagen: jT t*,/ ▲ ▲ ^BgQ g« *. ▲ ▲ ▲ AA jährlich Akk. 2.20durch fl tt AM* =sbs ^vivnviivi uiiuiuvi»« eriisprech ’ ?LJy M w Verantwortlich für den 'uv bte ^ebaftion 112, __ •• ><▲ W tT ** politischen Teil: August ML General-Anzeiger für Oberhessen LZM rlnnahme do« Anzeigen V V ft f l u. Land"und..Gerichts- bis vörn^E"s"ich^ Rotatl-stsbnlS und Verlag der Srühl'fchen Univ.-Such- und Steindruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. Anzeigenie?l?'H."Äck. Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. politifd?c Wochenschau. Gießen, 19. Febr. Noch immer liegt der Schwerpunkt so vieler heutiger politischer Betrachtungen aus der angeblich durch mancherlei Anzeichen und Vorkommnisse bedrohten Einheit des Reiches. Preußens Beanspruchung der Schiffahrtsabgaben und die Regelung seines Wahlrechtes ragen als befestigte Türme ins Land und richten manchen bösen Blick auf den führenden Bundesstaat. Da kam dessen Präsident des StaalSrniniste- riums und hielt für die preußischen Einrichtungen eine Verteidigungsrede, die in ihrem ganzen Geiste, ihrer ernsten Eindringlichkeit alle Reichsangehörigen von neuem aufhorchen ließ. Ein paar Wochen vorher war .verr von Bethmann-Hollweg gescholten worden, weil er den Reichstag mißachte und die Frager über die Kattowitzer Maßregelungen nicht hören wollte. Als er dann den preußischen Landbolen darüber Rede stand, bestand er auf der strengsten Disziplin der Beamtet!. War es ein Zufall, daß die ersten Amtshandlungen des neuen Kanzlers, seine ersten Reden, den preußischen Beamtenorganismus als ein Muster hinstellten? Er hat für den Reichstag noch keine freundlichen und einnehmenden Begrüßungsworte gefunden, ist aber jetzt in die Versammlung des Deutschen Landwirtschaftsrates gegangen und hat dort nach dem Beispiel Bülows die Gelegenheit zu einer Kundgebung gesucht, die im weiten Reiche seinen Absichten ein freundliches Verständnis schaffen sollte. Er sei kein preußischer Partikular ist: „Ich wüßte nicht, wie ich deutscher denken könnte, als wenn ich Preußens Beruf, wie ich es neulich aussprach, darin erblicke, sich selbst stark zu erhalten, dann aber seine Stärke in den Reichsdienst zu stellens Es ist immerhin schon ein Programm, das uns der neue Führer kundgetan hat. und nicht einmal das schlechteste. Welche Ankündigungen hätte er bei den bisherigen Verhandlungen im Reichstag machen können? Der ist noch von dem F inanzreform lärm halb blind und taub. Es ist durchaus gut und ersprießlich, daß vom Kanzlerstuhl aus zur Selbstbesinnung ermahnt, daß eine Fahne guter, alter deutscher Tradition gehisst wurde, hinter der wir freudig und sicher, neue Einheitsziele im Auge, vorwärts schreiten wollen. Die Bundesstaaten sollen ihre Eigenart behalten, Preußen auch die seinige. Ein Mischmasch aufgerührter Volksinstinkte im Reiche kann keine führende Macht ergeben. . wer bei schlechtem Wctrer gleich das Verbauen verliert, der taugt zum Staatsmann so wenig wie Lum Landwirt" — der Optimismus des Kanzlers soll auch das Volk ermutigen, es soll still und frei um stch blicken, die Nebelwolken unsteter Neuerungssucht verjagen und die Schürer von Unfrieden zwischen den bürgerlichen Schichten von sich weisen. Daß es auch im Reiche vorangehen soll, haben zum Beispiel die letzten Beratungen über das Arbeitskammergefetz im Reichstag bewiesen. Tie ost schwer auf uns lastenden wirtschaftlichen Kämpfe sollen in friedlichen Verhandlungen auslausen können. Wenn das Gesetz, das auch die Konservativen ausdrücklich wünschten, nach der Ausschußfassung zustande kommt, so haben wir wieder einen guten Schritt vorwärts getan, der die Krittelei der Hetzer von der Linken widerlegt. Aber auf den mannigfachsten Gebieten regen sich die Unzufriedenen, als lebten wir in einer Zeit schlimmster Geistesknechtung. Eine genaue Heerschau über diese Unzufriedenen ist interessant, eS kommen dabei meist die bekannten Sonderabsichten ans Tageslicht. Was sollen die Wahlrechtskundgebungen in den Versammlungen und auf der Straße? In verschiedenen Städten Preußens ist darum Blut geflossen. Ter sozialdemokratische Genosse Heine hat diese Veranstaltungen öffentlich als zwecklos bezeichnet, aber die bürgerliche „Frankfurter Zeitung" hat ihrem sonst angenehm berührenden vornehmen Stil zur Abwechslung wieder einmal entsagt und, in Nacheiferung ihrer Gesinnungsschwester, des „Berliner Tageblatts", ganz offen und harmlos eine Lanze iür den diesen Sonntag bevorstehenden Frankfurter Straßenradau eingelegt. Dieses Verhalten steht auf derselben Hohe wie die von dem Blatte vor ein paar Tagen gegen den preußischen Militärstaat veröffentlichte partikulari nsche Reminiszenz „aus bayerischen Offiziers kreisen". Es liegt jetzt an einer geschickten, maßvollen Arbeit im preußischen Landtag, ein besseres Wahlrecht zu schassen, aber das Volk aus der Straße kann und wird dazu wahrlich nicht mithelfen. Wer diese künstliche Verhetzung mitmacht und unterstützt, zeigt, wie die Sozialdemokratie, daß er ein Interesse an der Störung der Ordnung und der Erschütterung des Staates hat. Sogar in der bayerischen Hauptstadt haben sozialdemokratische Massenversammlungen gegen Kanzler und Wahl- rechtsvorlage gewütet. In der „Köln. Ztg." wurde danach denjenigen Liberalen, die auf den demokratischen Südosten Deutschlands so stolz sind, eine interessante Vorstellung gemacht: „Sa, wir haben in Bayern ein neues, ein fr genanntes demo- kvatifans Wahlrecht, dcnr nach endlosen Kümpfen und Erwägungen schließlich alle Parteien ihre Zustimmung gaben, weil keiner hinter dem andern in der Erkenntnis, daß. das einen ungeheuren Fortschritt bedeute, zurückstrlten wollte. Hub was war, als man sich die Bescherung bei Tageslicht besah, das Ergebnis? Vor allem, daß las Zentrum auf unabielibarc Zeit hinaus sein Sstüfteinl ms Trockene gebracht hatte, daß, was nie vorher in Bayern der gewesen war, eine Partei, hinter der nicht einmal annähernd die Hälfte der B e vö l k e r n n g st e h t, unter Majorisierung der Minoritäten, zur abs»luten Alleinherrschaft gelangte, daß mit einem Worte im heutigen Bayern -litcs, es mag wollen oder nicht, nach Herrn v. Orterers Pfeife tanzt." Das ist allerdings auch so eine Erscheinung, die bei den allgemeinen Wahlrechtsbetrachtungen festgehalten zu werden verdient. Soll inan die bayerischen den preußischen Verhältnissen vorziehen? Bei der Beratung des sog. Toleranzantrages, der am Donnerstag int Reichstag erörtert wurde, handelte es sich auch wieder einmal um den Wunsch einer Partei, das Reich möge in Angelegenheiten der Bundesstaaten ein greif en. Der Antrag des Zentrums wurde wieder abgelehnt, und mit Recht, denn bei seiner Annahme würde doch wohl in aller Form zugegeben worden sein, daß die Katholiken in Deutschland Anlaß zu besonderen Beschwerden hätten. Die bekannten Worte des Papstes, die Herr v. Loö seinerzeit übermittelre, sind eigentlich schon eine ausreichende Widerlegung der Antragsteller. Wenn man sich darüber einig ist, die christliche Duldsamkeit solle praktisch geübt werden, so ist damit mehr erreicht, als der in der Form höchst unbestimmte, schwer oder überhaupt nicht ausführbare Zentrumsantrag erzielen mag. Der ironische Hinweis, wie die bayerische Volksseele wohl kochen müßte, wenn der Reichskanzler, ein Preuße und Protestant, sich in kirchliche Angelegenheiten Bayerns mischen würde, war nicht unberechtigt. Die Vermögenssteuer in Hessen. Bei den gegenwärtigen lebhaften Erörterungen über die Regelung der hessischen Finanzen nimmt neben der beantragten Erhöhung der Staatseinkommensteuer die wichtigste Rolle die Frage einer verstärkten Vermögenssteuer ein, die nach dem Slaatsvoranschbag für 1910 von 75 auf 110 Pfg. für je 1000 Mark, d. i. um 462 3 Prozent erhöht werden soll. ES wird deshalb sowohl für Anhänger, wie für Gegner dieser Besteuerungsart von Interesse sein, etwas Näheres über das Wesen der Vermögenssteuer festgestellt zu sehen. Nach dem hessischen Steuersystem, das sich bekanntlich vollständig an das durch den Finanzminister Miquel in Preußen geschaffene System anlehnt, nimmt die Vermögenssteuer die Stelle einer Ergänzungssteuer ein. Es sollte, wie es in der Begründung zu seiner Mnsührung heißt, zu der Einkommensteuer eine besondere, aber „vollständig gleich bemessene Besteuerung", die derjenigen g e st e i g e r - ten Leistungsfähigkeit angepaßt sein müsse, „die durch das Vorhandensein einer unabhängig von der Person des Steuerträgers und nach dessen Ableben fortdauernden Vermögens bedingt wird." Diese gesteigerte Leistungsfähigkeit hatte man 'ursprünglich durch eine Einkommensteuer zu erfassen gesucht, die sich an die Art des Einkommen-Erwerbes anschloß und 5. ®. das durch Arbeit erworbene Einkommen vor dem ans Wertpapieren ufw. fließenden begünstigt wissen wollte. Die zur praktischen Ausgestaltung dieses Gedankens ein- geschlagenen Wege erwiesen sich als nicht gangbar, weil sich bei dem ans Grundbesitz und Gewerbe fließenden Einkommen gewisse «Schwierigkeiten zeigten, die fundierten Teile von den unsundierten zu sondern. Man war sich indessen darüber klar, daß man in dem Vermögen nur die erhöhte Leistungsfähigkeit, nicht das Vermögen selbst treffen wollte. Hieraus ergab sich mit Notwendigkeit einerseits der Schul- denabzug und andererseits eine solche Gestaltung der Steuersätze, daß auch bei schlecht rentierenden Vermögen die Steuer regelmäßig aus der Rente gezahlt werden könne. Ein niedriger Steuerfuß erwies sich dabei um sp notwendiger, als alle Vermögen ganz gleichmäßig nach ihrem Nennwert und nicht nach ihrer Ertragsfähigkeit eingeschätzt werden sollten. Dieses Verfahren hatte zur Folge, daß das crus dem Vermögen fließende Einkommen um so höher belastet wurde, je schlechter das Vermögen rentierte und daß für die gut rentierenden Vermögen die Steuer nichts bedeutete. Ein einfaches Beispiel mag dies erläutern: Es sollen sich 1000 Mark mit 5 Prozent verzinsen, also 50 Mark einbringen. 9hm beträgt die Vermögenssteuer in Hessen seither 75 Pfg., die aus den 50 Mark Einkommen bezahlt werden müssen. Die Belastung ist also 1,5 Prozent. Verzinsen sich dieselben 1000 Mark nur zu 3 Prozent, so erhöht sich die Belastung von 1,5 aus 2,5 Proz. Diese rechnerische Tatsache mußte unbedingt zu einem niedrigeren Zinsfuß hinführen, da nur dann diese Verschiedenheit in der Belastung noch erträglich war; überall aber, wo mit Rücksicht auf die Staatsfinanzen neben der Einkommensteuer sehr erhebliche Summen aus anderen Steuern aufgebracht werden müssen, ließ man die alten Ertragssteuern bestehen, so in Württemberg und Bayern, oder man differenzierte die Vermögen, so in Baden. Die hessische Vermögenssteuer hat mit einem Steuerfuß von 3 t %o die Grenze erreicht, bei der die mit einer rohen Gestaltung der Steuer unbedingt verbundenen Höherbesteuerungen der schlecht rentierenden Vermögen eben noch erträglich sind. Bei einer weiteren Verschiebung nach oben erweist sich eine andere Veranlagung als dringend notwendig, wie dies auch noch vor wenigen Jahren von der Regierung betont wurde. Will man in dessen wirklich die Leistungsfähigen'treffen, und nicht die schlecht rentierenden Vermögen, so bleibt nur die Erhöhung der Einkommensteuer übrig. Auch hierfür ein Beispiel: Ein Einkommen von 5000 Mart möge einem Vermögen von 83 000 Mark entsprechen, was einer 5 prozentigen Verzinsung gleichkommt. An Steuern sind zu zahlen: Einkommensteuer 126 Mark, Vermögenssteuer 65.25 Mk. Eine 10 prozentige Erhöhung der Einkommensteuer belastet den Steuerzahler sonach mit 12,6 Mk.; eine 10 prozentige Erhöhung der Vermögenssteuer mit 6,22 Mark, sonach nur die Hälfte! Ein zweites Beispiel: Tas Einkommen beträgt 5000 Mark, das Vermögen 166 500 Mark bei 3 Proz. Verzinsung. Die Steuer aus Einkommen = 126 Mark (wie oben), die Steuer aus Vermögen = 124,5 Mark. Eine 10 prozentige Erhöhung der Einkommensteuer beträgt sonach 12,6 Mark, eine 10 prozentige Erhöhung der Vermögenssteuer = 12,45 Mark, also fast ebensoviel! Die zehnprozentige Vermögens- steuererhöhung trifft sonach das gut rentierende Vermögen mit 6,22 Mark, das schlecht rentierende mit 12,45 Mark. Wir sehen also: Die Erhöhung derVerrnögens- fteit er trifft die schlecht rentierenden Vermögen doppelt so hart, wie die gut rentierenden. Es war deshalb einigermaßen begreiflich, wenn der Finanzausschuß der ersten Kammer eine Erhöhung der d er z e i t i - g e u Vermögenssteuer ab gelehnt und Zuschläge nur zur Einkommensteuer gebildet hat. K.-B. Tarmsladt, 18. Febr. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer hielt heute vormittag noch eine aemcinfame Sitzung mit der Negierung, dem Stamsminister Tr, Ewald, Finanzminister Dr. G n a u t h und Minister Tr. B r a un, iotvie Geh. Rat Tr. Becker und Ministerialrat Sü fiert ab, in welcher eine eingehende lebhafte Aussprache über die allgemeine Finanzlage, die Gewährung einer Teuerungszulage für die unteren und mittleren Beamten und nainentlictz über die von der Ersten Kammer gemachten Ersparnisvorschläge staitiand. Uebcr daS Ergebiiis dieser Aussprache wird zunächst slriktes Stillschweigen beobachtet, doch wird die Regierung ihre Stellungnahme zu den Vorschlägen der Ersten Kammer in einer längeren offiziellen Tar° legiutfl bekannt geben. (Siebe unseren heutigen Artikel „Die Antwort des Finauzministers Tr. Gnauth".) Im Finanzausschuß wurde auch bekannt gegeben, daß der preilßische Eisenbahnminisler dem Trängen der Ziveiten Kammer Folge leisten mit» gegen ein Aversum von jährlich 1400') Mk. den Landlagsabgeordneten zwischen ihrem Woynsitz und Tarmstadt freie E i s e n b a l) n f a tz r t gewahren will. — Ter Ausschuß begab sich mit dem Zug 11.52 zur Besichtigung des alten Amtsgerichts nach Friedberg und nahm am Nachmittag auch verschiedene Besichtigungen üi Bad Nauheim vor. — Die nächste Sitzung findet am Mittwoch dein 23. Februar statt. Mus dem vudgetausschuh des Reichstags. :: Berlin, 18. Febr. In der MittwvchSsitzimg hatte der sozialdemokratische Abg. Severing Anschuldigungen gegen Beamte der Danziger Werft erhoben, die durch den „Vorwärts" den Weg in die Oefsentlrch- keit gefunden hatten. Darauf war sofort auf telegraphische An- ordnung des Marineamtes in Tauzig eine. Untersuchung borge- nonuneu worden. In der Frcitagfttzuug des Bndgetausschaisses teilte Staatssekretär v. Tirpitz das Ergebnis mit. Tas Loch int Eise isst, fcprfjanbcit, aber es ist auf Befehl eines Kapitäns ge- scklagen worden, um Wasser zu holen. Es werden die Protokolle! verlesen. Hiernach ist ein Ausschuß von zahlreichen Beamten sofort au die Untersuchung herangetreten. Die Aufbewahrungs- räume wurden sofort unter Siegel genommen. Der vom Abg. Severing genannte Feldwebel Manulewsli hat tatsächlich S a che n Versens en und auch verbrennen lassen, aber das waren Sachen, die vom Ausschuß als wertlos zur Vernichtung! ausgeschieden wären. Die Beseitigung der Suchen geschah unter Vorwissen des Ressortdirektors. Zeugen dafür sind drei Arbeiter. Der erste ist seit 1901 auf der Werft und seit 1907 in dem betreffenden Betrieb. Er hat Sachen ins Wasser geworfen, alte Glasteile, alle Patronengurte ufw., Segeltuchlappen, die nicht mehr als Putzlappen bienen konnten. 2ftich der zweite und der dritte Arbeiter machen gleiche Angaben. B r a n ch b a r e S a che w seien nie darunter gewesen. Der Abg. Severing erklärt: Es iväre ihm nicht um eine Anzeige gegen den Feldwebel McmulcwsÜi zu tun gewesen, sondern um eine große Untersuchung der Unregelmäßigkeiten. Er werde nur noch dann weitere Angaben machen, wenn man die, die das Material dazu lieferten, an der Untersuchung beteiligte. Er habe ein Telegramm aus Danzig erhalten, wonach die (tegenftänbe gesunden feien, man die Sache aber unterdrücken wolle Staatssekretär von Tirpitz erwidert, der OberwerftdireÄor habe nichts versäumt. Ter Staatssekretär fordert den Abg. S«- vering auf, feine Angaben außerl>alb des Reichstags zu wiederholen, damit die ordentlichen Gerichte sich damit beschäftigen tonnten. Die beseitigten Sachen seien solche, die amtlich ausgeschieden waren. Ein nationalliberales Ausschußmitglied bemerkt, er traue ber Behörbe mehr als anonymen Angebern. Ter Abg. Severinz solle bic Namen der Angeber nennen. Das Reichsmarineamt hätte vielleicht eilten Bevollmächtigten zur Untersuchung entsenden sollen. Von freii'imtiger Seite wird ausgeführt, bic Namen der Angeber könnten natürlich nicht ohne Gefahr für diese genannt) werden. Dafür übernehme der sozialdemokratische Abgeordnete die Verantwortung. Natürlich würden jetzt ollerlei.Perdächtigungen durch die Presse gehen. Warum solle Denn Herr Severing nicht dabei.sein? Er würde ja eine unangenehme ))iolle spielen, wenn sich ferne Angaben als falsch erwiesen. Nachdem bann noch von natioitallibcraler Seite betont worden ist, bar alle Parteien einig Jeicn in ber Absicht, Orbnung in der Verwaltung zu erhalten, wird die Ausspraä>e beendet. Es wirb ein gedruckter Bericht ausgegeben werden. Sieben neue Magazinaufseherstellen werden gestrichen. Auch bei weiteren Titeln werben Abstriche gemacht. Weiterberatmrgl am Dienstag. ______________________ Die große deutsche randwirtschaftzwoche. S. u. H. B e r l i n , 18. Febr. Am heutigen vierten und letzten Verhaudlungstage der 38. 5)auptversammlung des Deutschen Landwirtschaftsrats waren die Tribünen in der Erwartung des Kaisers wieder dicht besetzt. Der Kaiser kant aber wegen einer Erkältung, die ihn mehrere Tage ans Zimmer gefesselt hielt, nicht, hatte jedoch mit seiner Vertretung den Kronprinzen beauftragt, der bei seinem Erscheinen und bann beim Verlassen des Saales stürmisch begrüßt wurde. Als erster Punkt der Tagesordnung stand zur Erörterung die Frage der „Bedeutung der Elektro-Kultur" Berichterstatter Dr. Höst ermann von der Gärtner-Lehranstalt in Dahlem gab einen Ueberblick über die Geschichte der Versuche, das Wachstum der Pflanz-eu durch Elektrizität zu beeinflussen. In letzter Zeit sind diese Versuche mit großen Influenzmaschinen ausgenommen worden. Diese Versuche ergaben, daß die Methode bisher nur bei der Gartenkultnr gute Ergebnisse gezeitigt hat, incht aber in der freien Landwirtschaft, beim Getreidebau, da hier die Kosten der elektrischen Bestrahlung zu hob? sind. Dagegen rechtfertigest es die bisherigen Ergebnisse, die Versuche fortzusetzen. An zweiter Stelle berichtete Geh. Bergrat Professor Dr. K e i 1 h a ck - Berlin über die „Bedeutung' des Grund-- wassers für die Landwirtschaft und Forstwirtschaft" an der Hand folgender Leitsätze: 1. Bei der in Vorbereitung befindlichen NeuregekunA der Wassergesetzgebmtg verdient das Grundwafser sorgfältige Berück,ichtigung und ist als natürlicl-ev Wasserlauf zu behandeln. U^Mne genaue liebettnac^uitg "des GrundwasferS in affen Gebieten, in denen es unmittelbare Wichtigkeit für die land wirrschastlichen Kulturgewächse besitzt, ist von hoher Bedeutung, und die Bereitstellung von Mitteln zunächst zu den Vorarbeiten einer solchen Uebenvachung ist dringend erwünscht. In der Besprechung wies Generalsekretär Raub old- iDresden auf das drohende Sinken des Grundwasjers in Leipzig hin. Der bekannte Quellensucher Landrat ü. Uslar brachte neue Beobachtungen vor, die er seit seiner großen Steife nach Südwestasrika, die bekanntlich aus Veranlassung des Kaisers erfolgte, gemacht haben toiII. In der Nähe von Hadamar, von »ennburg und Altona will er in der jüngsten Zeit ganz erhebliche C-rsolge mit seiner Wünschet- rute erzielt haben. Er l>abe Wasser gefttnden, wo vorher die Wissenschaft vergeblich nach solchem gebohrt hätte. Die Landwirte sollten Leute anstellen, die für das Suchen mit der Wünschelrute besonders begabt seien, solche Leute würden genügend Wasser finden. Die Versammlung spendete dem Redner lebhaften Beifall. In der weiteren Aussprache wurde der Ausbau der Stauweiher und Talsperren gewünscht. In seinem Schlußwort erklärte der Berichterstatter, daß er als Theo- "retifer und Geologe den praktischen Versuchen des Herrn v. Uslar nicht das nötige Verständnis entgegenbringe. Der Vorsitzende schloß die diessälirige Tagung mit einem Hoch aus den Kaiser, die deutschen Bundesfürsten und die freien Städte. Deutsches Reich. Der K a i s e r nahm am Donnerstag nachmittag im Schlosse den Vortrag des Reichskanzlers entgegen^ In der Sitzung des Bundesrats am Donnerstag wurden noch angenommen der Entwurf der Ergänzung des Besoldungsgesetzes und die Vorlagen betr. die Prägung von 40 Millionen Dreimar'» und Einmarkstücken und fünf Millionen Zehnpfennigstücken, ferner die Vorlage betreffend die Aenderung der Zuckersteuer- a u s f ü h r u n g s b e st i m m u n g en. Mit der Volkszählung am nächsten 1. Dezember soll nach Blättermeldungen eine allgemeine deutsche Wohnungszählung verbunden werden. Der von ben drei freisinnigen Parteien eingesetzte Viererausfchuß hat nach der „F. Z." die Beratungen über das Einigungsprogramm und das 'Statut endgültig abgeschlossen. In das Programm wurden noch zur Ergänzung folgende Punkte ausgenommen: die Er - hebuirg Elf aß-Lo t h'r i n g e n s zum selbständigen Bun- äesstaat; Schutz der staatsbürgerlichen Rechte der Beamten und Lehrer; Gleichberechtigung der Iran en für das aktive und passive Wahlrecht zu den Gewerbe- und Kaufmannsgerichten und den Einrichtungen der Reichsversicherungs- gesetzgebung. In dem ersten geschäftsführenden Ausschuß wird die freisinnige Vereinigung fünf Sitze erhalten, die Freisinnige Volkspartei zehn und die Deutsche Volkspartei drei. Ter Name ist fortschrittliche Volkspartei. Ausland. Wie aus London berichtet wird, sind die Unterhandlungen zwrichen den Liberalen und der A r b e i t e t p a r t ei ebenfalls! vorläufig eingestellt worden. i Wie ron amtlicher Seite aus Sofia verlautet, macht das Königspaar .von Bulgarien Ende nächster Woche in Petersburg einen offiziellen B c s u ch. Der Ministerpräsident Malinvw und der Minister des Aenßeren PTpricow begleiten den König. .Wie aus Allahabad vom 14. Februar gemeldet wird, waren 120 Mann Polizeitruvpen nach dem A u f st a n d s g c b i e t t nt Vasallenstaat Basta r und den Zentralprooinzen von Britisch-Indien aufgebrochen. Die beiden Befehlshaber dieser Mannschaften begaben sich am 16. Februar nach Iagdalpur, dem Zentrum des Aufstandes. Als die Eingebronen der Truppe beim Ueberschreitcn des Flusses Widerstand leisteten, wurden fünf von ihnen getötet. Heute lommt ans Iagdalpur die Nachricht, daß bpr Ort von Tausenden von Eingeborenen umzingelt ist, deren Zahl sich täglich mehrt. Eine Polizeitruppe wird nunmehr ebenfalls nach Iagdalpur einrücken: auch Militär ist requiriert. Aus Tanger wird über Paris gemeldet^ Falls die zustimmende Antivorl M u l a h Hasids dort bis Sonntag nicht eingegangen fein sollte, durfte der französische Konsul Baillard in Fe; dem Sultan die Pfändung der Z o l l e i n n a h m e n ankündigcn. Tic französische Militärkommission und die Mitglieder der französischen Kolonie werden dann Fez verlassen. Der Konsul wird dem Sultan eine zwei- bis dreitägige Frist zur endgültigen Entschließung gewähren. Von anderer Seite wird berichtet, daß gegebenen Falles auch die Beschlagnahme der Steuer im L-chauja- und Udschdagebiete erfolgen solle. Die französische Regierung wird alle für die Sicherheit der Europäer erforderlichen Maßnahmen treffen. Aus Stadt und Land. Gießen, 19. Februar 1910. ** Tageskalender. Stadttheater. Sonntag nachmittag 31 _■ Uhr: Moral: abends 7>/2 Uhr: Strandkinder. Kolosseum: Rollschuhbahn. ft' i n e in a 1 ograph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. F r a n z. .V o r t r a g von Lektor Thomas: Deup conceptions de la nie Huma ine: Victor Hugo rt Maurice Maeterlinck. Samstag abend 8i Uhr im großen Höriaal der Universität. M i l i t ä r k o n z e r t aus der Liebigshöhe, Soimtag nachmittag es sich um einen gestohlenen Ueberzieher, dessen Verlust noch nicht bemerkt wurde. Der Ueberzieher trügt die Firma Gebr. Stamm hier. Ter Kursus zur Heilung Stotternder, bei^ Fräulein Baum aus Darmstadt seit einiger Zeit hier mit Erfolg al-.hielt, ist nunmehr beendigt. Fräulein Baum gedenkt zunächst nach Alsfeld zu gehen, um dorr einen Kursus abzuhalten. = Birklar, 18. Febr. 'Anläßlich seines 25 jährigen Bestehens, feiert der hiesige Kriegerverein am 3. und 4. Juli sein Bezirks - Krieg erfest. Auch beabsichtigt man an diesem Tage eine Gedenksäule zum Andenken der in 1866, 1870/71 und gegen China beteiligten Krieger einzruveihen. Die Kosten hierzu wurden durch freiwillige Beiträge attfgebracht. — Lauterbach, 19. Febr. Der Männer-Gesangverein „Liederkranz" wird am 17. und 18. Juli dss. Js. seine Fahnenweihe abhalten. Die Festlichkeiten werden sich in der neuen Spieß-Turnhalle und auf den anliegenden Wiesen- grtmdstücken abspielen. Die Vorbereitung des Festes liegt einem fimbtgen Komitee ob, das für ein gutes Gelingen des Festes bürgt. Als Festwirt ist Herr Hermann Keutzer ge- wonnen worden. Anmeldungen auswärtiger Vereine sind schon in großer Anzahl eingetroffen. X Kohden b. Nidda, 17. Febr. Einen grausigen Fund machte ein Landwirt unseres Dorfes in seiner m- niitten des Dorfes gelegenen Hofreite. Beim Graben eines Loches zum Zwecke der Weiterführung einer Wasserleitung fließ er auf ein menschliches Skelett in der Tiefe von 1 Meter. Der Schädel hatte ein Loch; leider ist er durch Unvorsichtigkeit zertreten worden. Er gehörte einem Er- wachsenen an. Wie dte Leiche dahin gekommen, ist zurzeit nicht klar, wird vielleicht auch nie klar werden. te. Storndorf, 18. Febr. Ein dreijähriger Junge stürzte in der Scheuer so unglücklich, daß er eine große Wunde un Gesicht, davontrug. Ein Arzt vernähte die Wunde. — Der achtjährige Sohn des Arbeiters Röhrig befam plötzlich auf dem Eise einen starken Blutsturz aus Mund und vlase. Später wurde festgestellt, daß dem Jungen im Innern eine Ader gesprungen war. Die Ursache war wahrscheinlich übermäßiges Herumhetzen und Anstrengen beim Spielen. + Büßfelb, 17. Febr. Bei der heutigen Verpachtung ber Gemeindejagd war außer dem seitherigen Pachter Rentner Haag zu Frankfurt kein Iagd- liebhaber als Steigerer erschienen, ber seitherige Pächter erhielt deshalb für den seitherigen Preig von 520 Mark auf weitere sechs Jahre den Zuschlag. # Bad Nauheim, 18. Febr. In der letzten Sitzung ber Stadtverordneten erklärte gelegentlich einer Enteignungsfache der Stadtverordnete Breidenbach, baß von ihm kürzlich ein Brief in ben Bürgermeisterei-Brief- kasten geworfen worden fei, worauf ber Bürgermeister antwortete, daß er einen derartigen Brief niemals erhalten habe. Wie man stört, beabsichtigen die Beamten, denen der Briefkasten untersteht, eine Untersuchung zu veranlassen, um den Verdacht einer mangelhaften Kontrolle des städtischen Briefkastens eventuell aufzuklären. x B ad Nauheim, 18. fyebr. Im Sprudel-Hotel gab heute abend auf Veranlassung des Bildungs-Vereins das Rhein-Mainische Verbandstheater eine Doppelaufführung. Kleists „Der zerbrochene Krug" und Benedix's „Der Prozeß," fanden bei gut besetzten Rollen vorzügliche Aufnahme. Der zahlreich besuchten Vorstellung wohnten gegen 60 Schüler des Friedberger Lehrerseminars bei. Als letzte dieswinterliche Veranstaltung des Verbandstheaters kommen noch in diesem Monat eine Anzahl Hans Sachs'scher Schwänke zur Aufführung. Außerdem hat ber Bildungsverein noch einen Vortrag geplant. Redakteur Karl Neurath-Gießen wird über Hotzamer sprechen. L. Friedberg, 18. Febr. Heute nachmittag 3 Uhr fand in ber bis auf den letzten Platz besetzten Turnhalle des Lehrerseminars die Entlassung ber 55 Abiturienten statt. Die Spitzen der Behörden, Vertreter der Lehranstalten, sowie viele Lehrer aus der Provinz Oberhessen wohnten dem Festakte bei. Nach dem Gesang einer Motette hielt Direktor Dr. Schäfer die Mschiedsrede und übergab dem Seminaristen Schmalz das Stipendium der Rümp- tetftiftung für gute Leistungen und den Seminaristen Stoll und Weinert ine Prämie ber Rinl'stiftung für vorzügliche Leistungen im Orgelspiel. Hierauf fand eine Aufführung der „Braut von Messina" statt. Der Chor hielt sich auf der Höhe, ebenso vortrefflich waren die Sologesänge. In besonders guten Händen lagen die Damenrollen ber Frau Gatzert und Fräulein Süß. = Friedberg, 18. Febr. Am nächsten Sonntag finbet hier im Vereinslokal des Athleten-Club Germania ber B c zirkstag des 3. Bezirks vom Hessischen Athleten Verband statt. Dem Bezirk gehören zurzeit an ber 1. Gießener Stemm- und Ring-Club, ber Stemm- und Ring-Club Marburg, ber Steimm und Ring-Club Heuchelheim, der Kraftsportvercin Wetter und ber Athleten-Club Germania Friedberg. Zwei weitere Vereine haben sich angemeldet. Im Anschluß an den Bezirkstag findet die Jnstruktionsstunde, die durch die Verbandsübungswarte Köhler und Kalbvier aus Kassel geleitet wird, auf ber großen Seewiese statt. Es werden sich etiva 70 Berbandsmitglieder daran beteiligen. — Berstadt, 18. Febr. Die hiesige Gemeindejagd die bisher für 415 Mk. verpachtet war, erzielte bei der gestrigen Verpachtung ein Gebot von 1525 Mk. sm. Darmstadt, 17. Febr. Der Milchkrieg hat seinen Anfang genommen, nachdem durch Versammlungen, Plakate und Anzeigen die Milchproduzenten und Milchhändler ihren Standpunkt zu verteidigen gesucht haben. Tie Bevölkerung steht auf der Seite der Mtlchhändler, die sich gegen jede Preiserhöhung zu wehren suchen, da die Ver- teuerung in keiner Weise gerechtfertigt sei. Trotzdem hat ein Teil der Händler nachgegeben und zahlt den Produzenten den höheren Preis, den sie selbstverständlich auf die Verbraucher abwälzen. Der weitaus größte Teil verweigert den höheren Preis, sodaß einige keine Milch mehr erhalten, doch werden sie von ihren Kollegen mit Milch unterstützt, teilweise erhalten sie solche von der hiesigen Genossenschaft. Da in beiden Lagern keine Einigkeit herrscht, dürfte der Kampf nicht allzulange währen. sc. Bensheim a. b. Bergstraße, 18. Febr. Im Juli 1908 brannte die im Schönbergertal bei Bensheim gelegene Klein- sche Hvlzbearbeitungsfabrik nebst Wohngebäude bis auf die Fundamente nieder. Die Brandpersicherungskammer leitete alsbald das Verfahren zur Feststellung der Entschädigungssumnu ein: hierbei lehnte sie die Entschädigung der durch den Brand nicht zerstörten Fundamente ab, iirdem sie üjii ber Auffassung aus ging, daß die stehmgebliebenen Gebäudeteilc bei dem Wiederaufbau der abgebrannten Gebäude wieder verwendet werden könnten. Klein wollte seine Fabrik wieder auf bauen. Das Kreis- amt Bensheim und das Ministerium des Innern als 2. Instanz versagten jedoch die Bauerlaubnis mit Rücksicht auf den Villen- charatter des Schönberger Tales und die Feuergefährlichkeit der Fabrik .151 dieser Gegend. Klein hat infolgedessen an .der Braird- stelle Wohnhäuser errichtet, hierburch konnte er die stehengeblicbenci' und nicht entschädigten Fuitdamente des Fabrikanwesens nicht benutzen. Sie mußten zum Teil niedergerissen, und der Boden planiert werden. Da Klein mit der Brandversicherungskammer sich nicht zu einigen vermochte, beschritt er den ProzeWveg. Die Klage ist am Landgericht Darmstadt anhängig. Ter Kläger beansprucht 3500 Mk. Entschädigung für die ficbengeMicbenen und nicht entschädigten Fundamente. Eine Enffchädigung für bi? durch das Niederreißen einzelner derartiger Fundameitte erwecke fenen Kosten soll nach geltend gemacht werden. rm. Biblis, 17, Febr. Der am 24. Dezbr. v. I. auf eine Anzeige bei dem bischöflichen Ordinariat in Mainz vorläufig vom Amte suspendierte Kaplan Jos. Kriegsheimer aus Offenbach ist inzwischen vollslänkig aus dem Amte ausgeschieden. Die Kundgebungen gegen die Urheber bei Anzeige werden aber hier regelmäßig fortgesetzt. Jeden Montag finden in einer Wirtschaft Versammlungen statt, die sich dann in Demonstrationszügen mit Radau, Schimpfereien, Drohungen rc. fortsetzen. Der größte Teil der Bevölkerung scheint mit den Veranlaffern des Spektakels einverstanden z» sein. Am meisten haben der Pfarrer, der Apotheker und ber Bahnhofsvorsteher zu leiden. 9(uf Neujahr müße das kach. Pfarrhaus durch Gendarmerie geschützt werden, um die Eindringlinge zurückzuhalten, und auch der ^lpotheker mußte polizeilichen Schutz anrufen. Am Sonntag weilte Kriegs- Heimer wieder in Biblis und sehr bald ivar das ganze Ort auf den Beinen, um ihm zu huldigen. DaS Hochrufen nat)m kein Ende. Man eilte nach der Glöcknerwohnung, um den Glöckner zur Herausgabe der Schlüssel zur Kirche zu veranlassen, damit die Glocken geläutet werden konnten. Als der Glöckner sich weigerte, schlug man ihm die Scheiben ein. X Krofdorf, 18. Febr. Am Sonntag, 27. Februar, wird der Direktor des Gießener Elettrizitätswerkes, St ölte, hier einen Vortrag halten. .Unsere Gemeindevertretung hat du einiger Zeit beschlossen anstatt Gaslicht, elektrische Straßenbeleuchtung an^ulcgcn. Bei dem regen Interesse, welches man der Sache entgegenbringt, wird bald elektrische Kraft und elck irisches Licht in unserm Torfe zur Anwendung kommen. Es wäre zu begrüßen, wenn auch die Gemeinden Launsbach, Wißmar, :)iodheim u. a. dieser Frage näher treten würden. Auch die vielfach angeregte elektrische Bahnverbindung mit Gießen würde bier_ mit Freude begrüßt werden. In der neuen Straße nach Gießen ist die erste Vorbedingung der Bahnanlage erfüllt, bayi Hot Krofdorf schon vor längerer Zeit einen Jahreszuschuß von 5000 Mark in sichere Aussicht gestellt. w. Marburg, 19. Febr. (Tel., Gestern abend hat fuh hier m der Mhe des Schlosses auf offener Straße ein Student erf.ch 0 s f en. W Frankfurt a. 9)1., 18. Febr. Nach glaubwürdigen Versicherungen handelt es sich bei dem blutigen Zusammen stoße von Schutzleuten mit Demonstranten am 17. Februar um benmßt vorbereitete Angriffe solcher Kreise, die sich bet derartigen Gelegenheiten durch Angriffe aus die Polizei hervortun «Apachen der Großstadt^: in den Taschen einiger Verhafteten wurden Revolver, Messer, Schlagringe und Stetige gesunden. X Hanau, 18. Febr. Bor dem Schwurgericht stand heute die 23 Jahre alte Frau Amta B u ch h 0 t d aus Flörsbaäi unter der Anklage, ihren Mann, mit dem ftc erst 5 Monato verheiratet war, vorsätzlich getötet zu haben. Der Mmm arbeitete wochentags als Köhler im Odenwalde und kehne Sams tags nach Hause zurück. Als er nun am 19. Sept, nach Hause kam, entwickelte sich bald ein Streit zwischen den jungen Ehe- teilten, da der Mann angeblich, seiner Frau Untreue vorwarf. Doch bald kehrte Ruhe ein, die Eheleute begaben sich zu Bett und als der Mann eingeschlafen war, erhob sich die Frau, holte ein in der Schlafstube stehendes Beil und tötete ihren Mann durch Zertrümmerung der Schädeldecke. Um mut den Verdacht zu erwecken, ihr Mann sei einem Unfall erlegen, schleppte sie ben Leichnam zur Nachtstunde vor das Haus und ließ ibn dort liegen. Nachbarsleute fanden ihn am Morgen. Ter Frau ge stand nach anfänglichem Leugnen die Tat ein und gab zu, mit Vorsatz gehandelt zu haben. Ta ihre Mutter sich int Jrrenham'c befindet und auch ihre Großmutter geisteskrank war, hegte man Zweifel an ihrer Zurechnungsfähigkeit und schickte sie zur Bcob achtung in die Landesheilanstalt Marburg. Dü Sachverständigen bezeichnen sie als geistig minderwertig, doch für die^ Tat ner antwortlich. Die auf vorsätzliche Tötung lautende <5-clmldfrage wurde von den Geschworenen bejaht, ebenso die Frage nach mil dernden Umständen. Tas Urteil lautete auf 3 Jahre Gc fängnis. Drei Monate der Untersuchungshaft wurden in Au' rechitung gebracht. to. Dortmund, 18. Febr. Das Schöffengericht Hamm Derurtciltc am 7. Dezember 1909 den Redakteur des „Simplizissinms" in München Franz Caspar .Gut- J der $7 1, (L^n- >b 'GS mfDotS^ olvej hu./ ■ SÄ Ju{unflstoQU, nb5niit9litixr bei dec geil. hkrieg fehxaen Tie Br. 5' bic s,. da die Der. zdem hat cm wobujent» “>i die 3Jet. seigert ben erhalten, doch teilweiic l< Ta in r Kampf nicht M Zull 1908 egtne ftleiit. mT die tMbo- ; mmer (eitet | dlgungssummr | ® den BrM s « Auffaiinng „ 1 htm Aiedn- t iverden köns,- ■ Das Kreis | ais 2. Znstail, I uf den Men. I sahrlichkeit da | an.der Biand- 1 ‘kngeblicbcni'ü 1 anwesens nick mb der Boden | berungsliunma t -razeMg. Tn ■ der «lager k- 1 Mebcnen M )igung für fe mntnic cmack »bc. v. I. üüi n Mainz do:- iegsheimei m Amte aus- e Urheber bc. Zcdcn Moi statt, die snh SchiinpfereM. r $cüöl(em\ ioerftaubttt ■; hürr unb k rche da? Et , uni die fe polbefer E weilte KrG das ganze Ci: wchrufen nah' nung, um bin Kirche gii w fönnkn. 2ll- e Scheiben ein 1. Febniar, Mü Siolte, bin tictintg Hal ischc LtraM ie, welches m Kraft und c!ü 1 lEincn. K nsbach, W rben. ‘w* it Gießen ms IEI1 Straße it 5 erfüllt ahreszuichußr- n abend bat '• je ein Stube- t glaubwürdig luianiwk, jw S'S 9 3n6r;n- I P*** I »«Ä® ft unb kehrt, ; Sefl-n > den Ä rben i> sic A itetc «J1 MS ’w*« Tft i1.?# und «■SB w.. .yf ilgÄÄ ... die * Giessen (Ludwigstrasse 40), den 19. Februar 1910. Krepp ein Handlung [562 nefertint in dem 1231 triqlid) bisch bei 264 Hosbäcker 9!oll, Mänsburg 12. Kleiderstosft TUt Tapeten am Main. (01319 <81 Antwerpen Getrocknetes Obst, Tchnciderin cm^cunb’id) anker dem Haine. [01389 t)hib- i- d. Geschäftsst. d. Ma;. An;. 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Glaswarenbandlungen. iss9/)n erklärt der Schatzmeister des Säuglingsspikals von Chicago, Mr. Lymann W. Rogers seinen überraschten Landsleuten. Nach seinen Angaben werden jährlich in Chicago nicht weniger als 250 Kinder heimlich von Frauen adoptiert, denen es die Natur versagte, ihrem Gatten Söhne oder Töchter zu schenken. „Die meisten kinderlosen grauen gehören der höheren Gesellschaft an: säst nie erfahren die Gatten das Geheimnis. Während einer Reise des Mannes besucht uns die Frau, adoptiert ein Minb, und Kleine Taaeschronik. langjährige Inspektor der städtischen Kurverwal- Wiesbaden, Ferdinand Mäurer, ist am als: A pfelrlnce, A prikosen. Birnen, Prünellen. Feigen. Pflaumen, Gemischtes Obst Gestern ergofi. sich das Wasser aus ^einzelnen Sammelkanälen in einige der Seine benachbarten Straßen, doch verfloß es bald wieder, da die Seine seit nachmittags stetig, wenn auch überaus langsam fällt. Die Leiche des Kapitäns des Dampfers „Genarl Chanzv" Capol, ist nach einer Meldung des französischen Konsuls in Palma bei F 0 r n e l l 0 angeschwemmt worden. In Kanea, der Hauptstadt von Kreta, fand gestern ein heftiges Erdbeben statt. Die Spitze eines Mina- rets fiel um und zerstörte die Kuppel der Moschee. Viele Mauern stürzten ein, Gebäude wurden beschädigt. Meldungen von Schäden treffen aus der ganzen Umgegend ein. In Varipetro wurden sechs Einwohner unter den Trümmern eines Hauses verschüttet. ________________________ Heiserkeit, Verschleimung, Katarrh krampf- u. Keuchhusten am besten beseitigen. Paket 25 Psg., Dole 50 Psg. Dafür Angeborenes weise zurück. 3u baden in Gießen bei Georg Wallenfels, Marktplatz 21; Slug. Wallenfels, Marktplatz 17; E. Dort, Walltorstr. 45; L. Steinhäuser, Bahnhofstr. 26, Weiten 'Säue 17, Seltersw.27; J.Bepplcr, in Langgöns; Aitg. Seibert unb Hch. Kümmel in Wieseck; 2lpotheke in .Krofdorf. 1D: 1 Auskunft ertfjeilctt Red Star Linie in Antwerpen, W. 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Die Strafkammer hat den Dorträg4künstler T a n n i) Gürtler wegen Gotteslästerung und Veschunpiung der katholischen Kirche zu einem Monat Gefängnis vei urteilt. Ter Staatsanwalt beantragte 2'/. Monate. Breslau, 18. Febr. Der Domänenpächter Pohl in 51okt- witz der dem wegen einer Lohndifferenzsich lxichiverenden Futter- ina'nn Sckiwick eine Revol ver kug e l in den Nacken ge- sckvssen Halle, wurde zu sechs Monaten Gefängnis und Zahlung pon 500 Marl an den Bei letzten verurteilt. Ankauf Alteisen, Lumpen, Mnodicn Metallen zu den höchsten Günstige Gelegenheit! Einen Posten schwarze und farbige KanfWsnrljr (Drigtnai*Drat)tmelöunge8i« ^München, 19. Fcbr. Bei Kochel würden 6 junge Laute, die mit Holzfällen beschäftigt waren, nancUcr Lawine verschüttet. Drei davon, die sich aus dem Schnee herausarbeiten konnten, wollten ihre Kameraden befreien, vermochten ober nur noch deren Leichen zu bergen, Paris, 19. ftebr. Der Makler 3oucl in Havre hat Unterschlagungen in Höhe von 3 800 000 Franks begangen. Toulon, 19. Febr. Die kürzlich entbertten U n ter sch la- qu n g e n im hiesigen Arsenal liegen in ihren Anfängen fünf Jahre zurück. Tanger, 19. Febr. Der s Pani s die Kren zer N um an t i a verließ den Hafen, ohne ben eintonienben französischen Kreuzer du Chavlla mit dem vors^chriftsmäßigen Salut zu begrüßen. Der Dorfall wird hier viel beachtet. 1 EinTriumph erst. Ranges ist die Standard Feldmg Schreibmaschine Freie 275 Mark. Ueheral) begeisternd. Ereparnia geg. biabenge führende Welt- Systeme ca. 200 Mark. Wichtigste Probleme gelöst. Bahn brech. Schwerfälligkeit abgetan. VierfacheFeder-Schreibscnnellig- kett Beinahe geräuschlos. PC* Gratis-Proepekt von Carl E.Lehmann, Frankfurt a.M. Jagdhund entlaufen. Braimtiger, deutsch Knrzbaar mit braunen Platten. handel. Hamburg, 18. Febr. Ter Auisichtsrat und der Vorstand der S t r a ß e n - E i s e n b a h n ° G e s e l l s ch a k t zu Hamburg empfiehlt J. 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Gerichtsvoll,tteber wenn ber Mann heimkelirt, beugt er sich voll Baterstoli über die Wiege eines Babhs, das in Wirklichkeit nickt sein eigenes Minb ist." In Ehieago lebt ein Millionär, der ost längere Jett in Europa ist. Tie Verwaltung des SäuglinghauseS verschweigt natürlich seinen Namen, ober er würde sehr erstaunt sein, wenn er erführe, daß die beiden Xtinber, auf die er so stolz ist, nicht seine eigen, ir sind, sondern Iändelkinder, die seine Frau heimlich adoptiert den Wunsch ihres Gatten nach Batersreuden zu er- Fcldjagd einen Bogen ab. Jagd liegt zwischen Gießen Marburg, Eisend. Gießen-Mar- Televbon 235. Sonnenstraße 6. htng in , _ Donnerstag nachmittag gestorben. Der Erfolg eines Geschäfts zeigt am sichersten dessen Leistungsfähigkeit, Reellität und Beliebtheit. Trotz der schwierigen Zeitverhältnisse steigt der Umsatz meines Geschäftes von Jahr zu Jahr. 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Regen ist nur wenig gefallen. — Das über Lsleuropa lagernde Hochdrucl- gebiet scheint sich zu verstärken, sodaß südöstliche Winde und fort- dauernd mildes Wetter zn erwarten^sind. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag dem 20. Febr. 1910: Geringer Siegen, windig, sehr mild. S ch u e e b e r i ch t e. Feldberg i. T. 14 Grad, Nebel, noch 20 cm Schnee. Nirgends mehr in unseren -IUttelgebirgen Wintersport möglich. Uhren, Gold- iino optische Waren Massiv goldene -ugculofe (°l"( Trauringe. Billigste Preise. Uhren Geschäft AH- v lt-Aß Babnbosstr. 14 Jagd. Gebe von meiner Wald- Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau, unsere gute und treusorgende Mutter Frau Julia Eehl I -MnliiH == ist die Beste! = Probe-RasWe U Sun,s I. B. Häuser, Neustadt 56. Rodbeimer Str. 42. itppdcckcn von den einfachsten dis .-,u den feinsten, werd, prompt augesertigi. sowie alte aufgearveitci Ludwigstrafic 6 II. haben beschlofien, der am 14. März stattfindendcn Generalversammlung iur das Geschäftsjahr 1909 die Verteilung von zehn Prozent Dividende vorzusllstagen. BettnuKsen. Befreiung fof. durch uns. tausendfach bewährt, i'tvvaraie. Acrztlich einvsohl.,gläu^ende Dankschreiben. Aller u. Geschlecht augrben Aus kunft umion't; Institut „Sanitas", V<■ Iburg Xi . 222 iBauerni. Seltersweg, Plo^.aße 1061) Telephon 17Ä. Italer siebe« gern zn Diensten. verinrdcbtes. — Das Ko miete n j a hr 19 10. Die Beobachtung einer größeren Zahl tnrzperivdischer Kometen ist in diesem Jahre zu erwarten, das ein rechtes Kvinetenjalw zu werden lx;rspricht. Zwar dw Aufsuchung des Kometen 1895 II Swift, der int Januar ins kam, war wegen seines ungünstigen Laufes von vornherein Miss ick tslvs, und auch der zweite Tenrpelsckw Kvmet, der Ende Februar in seine Sonnennähe gelangt, befindet sich bei der jetzigen Wiederkehr in ungünstiger Stellung. Hingegen kann, we A. Acrkeriä m der „Naturwi''i'nsch-aftlichen Rundschau" aussührt, ziemlich sicher aus die Wicderauffindung des Kometen 1890 VII Svitaler gerechnet werden, der Anfang Oktober in sein Pcnhcl kommt Wohl ickon im September wird er sichtbar wbrden, ungefähr gleichzeitig mit dem d Arrcstschcn Kometen, dessen Pcrihel-- durckgang auf die Mitte des Lttvber fällt, und der zuletzt 1897 bevbackt-rt wurde. Ferner wird im September oder Oktober wahr- sclieinlick der Komet 1889 V Brooks aufgefuitden werden können, wenn auck fein Perihel erst aus den Jahrcs.vechfel 1910/11 fallen bürste. Uebrigens haben sich die ersten Bahnberechnuirgen des siymcfcn 1910 a als sehr unsicher erwiesen. Die Lage der fast geraden Linie, in der der Komet von der Sonne weglief, ist sclMerig tzu bestimmen. Neuere Rechnungen deuten sogar auf eine rückläufige Bahn hin. , * Kindesunterschtebungen i it Amerika. „Es gibt heute in Chicago genau 3000 Männer, die Kinder verhätscheln, die nickt ihre eigenen sind, ohne das zu wissen," so ^orstanefior Baader, Lollar. Sol. F-rl., 32 I., ev., mig. Aeuß., m. ettv. Bermög. wünscht Heirat mb ess. Handwerk, ober Beamten. Witwer m. 1 Kind nicht ansgeschl. Ost. um. 01.387 an den Gießener Anzeiger erbeten. Die Beerdigung findet Montag den 21. Februar, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 1066 bester Ersatz Hlr echten Goldschmuck, starke 14 karätige Goldauflagc. 10jährige urkundl. Garantie für gutes Tragen, sonst verbürgter Umtausch. Elegante Original-Etuis. Billige Preise. Erhältlich in Goldwarenhanohm'-.-n. la. Speise- und Salat- Kartoffeln liefert z. den billigst. Tagespreisen H. 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Februar, nachmittags S1/^ Uhr, ■„ ■■■.... im Neuen Stadt-Theater ■■ ■■ ---- Ausführende: Fräulein Hedwig Kaufmann aus Berlin (Sopran) Fräulein Alk» Aschaffenburg aus Frankfurt a. M. (Alt) Herr Leo Gollanin aus Berlin (Tenor) Herr Alfred Stephani, Hofopernsänger aus Darmstadt (Bass) Der akademische Gesangverein Das verstärkte Konzertorchester des Palmengartens zu Frankfurt a. M. Leitung: Herr Prof. G. Trautmann. PRO LI KAMM: L Zweite Symphonie in D-dur, op. 73 (comp. 1877) Jobs. Brahms i 2. Neunte Symphonie in D-moll L. van Beethoven mit Schlusschor über Schillers „Ode an die Freude“ Eintrittskarten : I. Platz Mk. 5.—, II Platz Mk. 4.—, in. Platz Mk. 3.—. IV. Platz Mk. 2.50, ----------------------— Studentenkarten Mk. 1.—. Kl. Partitur-Ausgaben sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier «Rudolphs Nachf.), Telephon Nr. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritt**r und abends an der Kasse zu haben. Zur Hauptprobe Mk. 1.50 (für Mitglieder Mk. 1.—), Schülerkarten Mk. 0,50. vl7/a - Oeffnung des Theaters nachmittags 23/4 Uhr bezw. 55/4 Uhr. ____________ z btzM te hkÄÄs ir ta Kreis Montag den 28. Februar, abends S1^ Uhr in Steins Garten Hoffetl. Versammlung Eintritt frei. d1 % Freie Aussprache. Referent: Herr Handelskammersyndikus Dr. Mollat-Siegen: „Der Itaatatl in seiner Bedeutung für Beiitschands Bewerbe und Industrie“. fort p. Karte Aus- kun ft üb. gewinnbringende Vertretung ^hv18/t von Willibald Pötters, Barmen, Fabrik in Aluminium- Schilder und -Waren. Kolnmsiw.-BrMlhe.NffL. i. Zentrum der Stadt Äiehen, unter günstigen Bedingung, zu vergeben. Schriftl. Angebote unter 01297 an den (Siebener Anzeiger erb. Lchreibmafchinenarbciten besorgt |013,131 Äiarburg. Str. 27 II b ante' . et s, --- Bieber Zither - Klub (Wohltütiskeitsverein) Montag, 28. Februar General Versammlung bei Nabncfeld. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Nechnungoablage. 3. Vorstandswahl. 4. Versctuedenes.vI9/z Sonntag den 20. Februar: Famlicnausflug verbunden mit Rosentaiizkränzchcn bei Gerlicher zum Qstend. Freunde sind hösl. eingetaden. 01326)Der Vorstand. Montag den 21. Februar, abends 9 Uhr: Zusammenkunft bei Kamerad Valentin. v19/,) Das Kommando. Jedermann ist freundlichst eingcladen. Auch Damen sind willkommen. Oer Vorstand. Giessen. Wohltätigkeits-Konzert am Sonntag dem 27. Februar 1910, abends 8 Uh?, im Saale der „Germania6* in Lollar. Thema: Kindheit und Heimat Mitwirkende: Frau Landgerichtsrat Schudt-Giessen (Alt), Fräulein EI(abeth Felchner-Giessen (Klavier), Fräulein Meline Müller-Wetzl ar (Rezitation), die Gesangvereine Germania-Lollar und Heiterkeit- Giessen, unter Leitung des Herrn Lehrer Ludwig Becker, Giessen. Zum Vortrag kommen Lieder von Brahms. Schubert, Cornelius, Schumann, Haym. Wolf usw. und Dichtungen von Handel- Marzetti, Löwenberg. Hebbel, Storm, Wildenbruch, Blüthgenj Eberhard. D10/, Eintrittskarten im Vorverkauf bei Gastwirt Sc herb (Germania) und Friseur Becker und abends an der Kasse. r ' ; ■ £ Plockstratze 12 01142 Plockstratze 12 Bom 19. bis 22. Februar das neue erstklassige Programm: Der Kinderarzt ’XS? Fm Lande der blauen Netze, herrliche Naturaufnahme. Coco unter den Soldaten, humoristisch. Toubild: „Matrosenlied" aus „Der fliegende Holländer". Die kleine Parfümverkäuferin großartiges Drama aus der Rotokozeit, unter Mitwirkung der berühmten Marquise von Pompadour. Prinz Lilipnt aus Freiersfüßen, reizendes Märchen. Liebeslift, Komödie. Tonbild: Ein galantes Abenteuer. 01355 Als Ertra-Cinlage authentische Aufnahmen der fc Mi fetal, Derlchiedencr Privat- Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit Karl Schmidt, Tanzlehrer, _______31 Wetzsteingasse 31. (342 ;pradnllntemifL''™"?.,iiä in (Äieken von bewährten natio- nalen Lehrkräften, ä Std. (allein) 2 Mk., in Kl. v. 80 Pfg. an. An- srag. a. d. Direkt, d. Bcrlitzschulc, Darmstadt. 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