Nr. 197 Erste- Blatt 160. Jahrgang Mittwoch 24. August 1910 Dee Wietzener Sozew« ä Bezugspreis: «scheint tägüch, eng« V monatlich7SV., viertel- /3Z * A«* A** A*$ Hl it 4At A AV—ä yMMknklikl LiliirlUkiUW Fimlprech-Anschluß«! NM Verantwortlich sür dm MU General-Anzeiger für Oberhessen MW s"£ RotaÜErn-vÄ Mld Verlag der SrShllchev Vvio.-Vuch. und «etudrockmi TL Lange. VtdaNisn, Lxpedttian und Druckerei: rchuistratz« 7. Die heuttge Nummer umfaßt 10 Seiten. Line Besserung der Reichrsinanzen Malt schreibt uns aus Berlin: Bekanntlich war für das Jahr 1909 die ©irntnte der ungedeckt bleibenden Matrikularb eickräge auf 288V2 Mill. Mark gestiegen. Um diese Schuld des Reiches zm tilgen, bestimmte das Reichsftnanzgesetz vom Sommer 1909, daß die Einzelstaaten davon 48i/3 Millionen zu zahlen hätten, während der Hauptteil der Schuld, also. 240 Millionen Mcnck, wenn er auch vorläufig durch Anleihe gedeckt werden müsse, während der Haushaltsjahre 1911, 1912 und 1913 aus den „bereitesten Mitteln des Reiches" abgebürdet werden sollte. Für die Bemessung der Matrikularbeiträge, oder besser der nach dem Reichsfinanzgesetz aus eigenen Einnahmen des Reichs zu deckenden Schuld, konnte natürlich nur der Ansatz für 1909 maßgebend sein, der als Grundlage insofern unsicher war, als man einmal nicht wußte, ob die verschiedenen Ressorts mit den ihnen zugewiesenen Mitteln auskommen würden, und als zweitens die wirklichen Erträgnisse der neuen Steuern, die in der zweiten Hälfte des Haushaltsjahrs 1909 bereits erhoben wurden, in tiefftem Dunkel schwebten. Ueber tatsächliche Einnahmen und Ausgaben konnte daher erst der Abschluß des Reichshaushalts für 1909 wirklich Auskunft geben. Dieser liegt jetzt vor und zeigt glücklicherweise, daß er statt mit 240 Millionen, wie angenommen wurde, nur mit 1261/2 Millionen Mark Defizit schließ t. Es können also schon jetzt 113i/2 Million zur Deckung der Reichsschuld für die Reichskasse verbucht werden, und es dürfte daher unter keinen Umständen schwer fallen, auch den Rest von 1261/2 Millionen Mark wenigstens bis zum Jähre 1913 zu tilgen. Die Gründe für dieses erfreuliche erste Ergebnis unseres Sparsamkeitsstrebens sind mannigfach, waren aber dein Kundigen von vornherein zum teil bekannt. Dann ganz ab- geschen davon, daß der Haushaltsansatz für 1909 in den Einnahmen außerordentlich knapp, in den Ausgaben dagegen noch immerhin reichlich ausgestattet war, sind in den obigen II31/2 Mllionen zunächst 211/2 Millionen Mark enthalten, die infolge der neuen Regelung der Branntweinsteuer jetzt in der .Hauptsache der Reichskasse selbst zufließen; fernerhin aber hat angesichts der Zollerhöhungen ganz naturgemäß eine starke Voreinfuhr und auch Nachverzollung stattgefunden, wenn selbstverständlich auch die neuen, bereits 1909 in Kraft getretenen Zölle, Steuern und Gebühren selbst ihre Wirkung auf den günstigen Abschluß des Reichshaushaltsetats für 1909 nicht verfehlt haben Wieviel an dem Mehr von rund 50 Mllionen hier auf das Konto der .Voreinfichr oder auch der Nachverzollung und wie viel auf die Wirkung der neuen Steuern selbst zu setzen ist, läßt sich nicht auseinander hallen Diese Ausführungen haben auch nur den Zweck, zu zeigen, daß die günstigen Einnahmeergebnisse des Jahres 1909 auf eine Reihe zufälliger oder bekannter Momente zurückzuführen sind, so daß der Haushalt für 1909 in seinen Mehreinnahmen von 72,67 Mll. Mark keineswegs ein Bild der Haushalte der kommenden Jahre ab geb en dürfte. - Aehnlich aber steht es auch bei den Mrndcrausgaven des Jahres 1909. Waren diese schon, wie oben angedeutet, im Haushaltsansatz einigermaßen reichlich angesetzt, so ist es kein Wunder, daß sie, namentlich wenn von oben her drei mal Sparsamkeit gepredigt wird, in einigen Ressorts hinter dem Haushaltsansatz zurückblieben, im ganzen um 40,6 Millionen Ein rechtes Schulbeispiel für das Verhältnis des HÜushallsanscches zu den tatsächlich ermittelten Eiw- pahmen und Ausgaben des Haushalts bietet das Ressort der Reichspostverwaltung. Sind doch in dieser Erwerbsanstall des Reiches die Ausgaben um rund 9 Mill, hinter dem Ansatz zurückgeblieben, gleichzeitig aber auch die Einnahmen um 4,8 Millionen, so daß sich trotz der reichlichen Bemessung der Ausgaben und der geringen der Einnahmen hier nur mit Hilfe des ersten Faktors ein Plus von 4,2 Mllionen für die Reichskasse ergibt. Immerhin ist es ja erfreulich, daß dieses überhaupt möglich war und so als Zeichen dafür gedeutet werden kann, daß sich Handel und Wandel wieder zu beleben ansangen. Nur soll man auf Grund des Zurückbleibens der tatsächlichen Ausgaben hinter dem Haushallsansatze nicht daraus schließen, daß uns diese 40,6 Mllionen ein für allemal geschenkt bleiben. Sie werden seiner Zeit mit unheimlicher Pünktlichkeit an- gesordert werden, wenn nicht für 1911, so doch jedenfalls für 1914. Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, verliert der Ueberschuß von 113i/2 Millionen Mark aus dem Haushaltsjahre 1909 so manches von dem günstigen Eindruck, den er im ersten Augenblick macht. Trotzdem aber läßt sich nicht leugnen, daß er der Finanzgebahrung der nächsten Jahre einige gute Dienste leisten wird. Namentlich dürfte das für das Jahr 1911 der Fall sein, wo jetzt für die Vb- bürdung der ungedeckten Matrikularbeiträge nur 42 Mll. Mark einzustellen wären, statt der programmäßigen 80. Und das ist immerhin wesentlich bei einem Haushalt, der, toie der für 1911, schon an sich große Schwierigkeiten macht, nicht nur deshalb, weil ein Tell der neuen Steuern (wie z. B. Tabaksteuer, Leuchtmittelsteuer, Zünd Warensteuer, Brausteuer, Wechselstempelsteuer, Schecksteuer) im ersten Drittel dieses Jahres um 12 Millionen Mark zurückgeblieben ist, so daß sich für das ganze Jahr ein Fehlbetrag von 36 Millionen erwarten läßt, sondern, weil auch int Jähre 1911 dem Reiche eine gartze Reihe neuer Ausgaben bevorsteheu Es sind dieses z. B. die Ausgaben für die verstärkte Schuldentilgung (schon am 30. September 1910) ---- 50 Millionen, der Zuschuß zu dem Bankrotten- Reichsinvalidenfonds = 25 Millionen, die Erhöhung der Reick)dschüsse zur Invalidenversicherung = 1 Million, die Steigerung der Beamtengehäller und Pensionen --- 5 Mill. und die an sich in ihrer Höhe noch unbekannten Mehrausgaben des Marine- und Heereshaushalts. Wohl stehen diesen Mehrausgaben auch gewisse Ersparnisse, z. B. durch Fortfall der einmaligen Beamtenbeihilfen = 27 Mill, und der Erbschaftssteuerrückzahlunaen an die Bundesstaaten = 133/4 Millionen Mark gegenüber, aber das will nicht viel bedeuten. Jedenfalls kommen die 113i/2 Millionen Ueberschuß aus dem Jahre 1909, mögen sie nun entstanden fein wie sie wollen, unserer Finanzwirtschaft sehr gelegen. Dar Uaiserpaar in Königsberg. Königsb erg i. Pr., 23. Aua. Der Kaiser, die Kai s er in, die Pmnzessin Viktoria Luise und Prinz Oskar sind mit Sonderzug um 5.30 Uhr auf dem Ostbahn- h 0 f e eingetroffen. Bei Ankunft der Majestäten sand auf dem Bahnhofe großer militärischer Empfang statt. Nach Begrüßung der Anwesenden und nachdem der Kaiser die Front der Ehren- kompagnie abgeschritten und einen Vorbeimarsch entgegen- genommen hatte, begaben sich die Majestäten durch das Fürstenzimmer auf den Bahnhofsplatz, wo sie von einem vieltausendköpfigen Publikum mit stürmischen Zurufen begrüßt wurden. Die Kaiserin, die Kronprinzessin, Prinzessin Eitel Friedrich und Prinzessin Viktoria Luise bestiegen hier einen ä la Daumont gefahrenen Wagen mit Spitzreitern, Der Kaiser und die Prinzen stiegen zu Pferde. Eine Schwadron des Kürassierregiments Nr. 3 gab den Majestäten das Geleit. Unter dem Geläute der Glocken setzte sich der Zug in Bewegung. Auf dem Bahnhofsplatz und den Einzugs- straßen bis zum Schlosse bildeten die Truppen Spalier. Nachdem es am Vormittag geregnet hatte, hatte sich das Wetter nachmittags aufgeklärt. Der Einzug der Majestäten erfolgte bei prächtigem Sonnenschein. Die Begrüßungsansprache des Oberbürgermeisters. Oberbürgermeister Dr. Körte begrüßte die Majestäten mit einer Ansprache, in der er sagte: „Euren Kaiserlichen und Königlichen Majestäten jubelt heute eine besonders froh bewegte und dankerfüllte Bürgerschaft em vieltausendstimmiges herzliches Willkommen entgegen. Höl-er schlagen heute die Herzen, weiter, freier und strahlender möchten heute die Blicke leuchten. Darf ich als Vertreter der Bürgerschaft doch heute Eurer Majestät am heutigen denkwürdigen Tage die ehrerbietige Meldung abstatten, daß der Vertrag über die Entfestigung Königsbergs am 20. August förmlich voll-- zogen und damit, so Gott will, die Möglichkeit zu neuer, glück< licher Entwicklung für Eure Majestät alte, ehrwürdige Krönungs- stadt eröffnet worden ist. Nicht leicht zwar sind hie Lasten, die das gewaltige Unternehmen der Stadtgemeinde anf- erlegt, aber wir wußten doch, mit wie lebhaften gnädigen Interesse Eure Majestät diese schwerste Lebensfrage unserer Verwaltung fortgesetzt begleiteten. Zur Erinnerung an die am 23. August 1910 Seiner Majestät dem Kaiser und König bei seinem Einzug in die alte Haupt- und Residenzstadt feierlich erstattete Meldung von der erfolgten förmlichen Vollziehung des Vertrages soll aus einem Sr. Majestät des Kaisers und Königs seinerzeit in Vorschlag zu bringenden Platz des zu erschließenden Enteignungsgeländes ein D e n k st e i n errichtet werden. Indem ick die Ausfertigung dieses Beschlusses Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät ehrerbietigst überreiche, rufe ich Ew. Majestät nochmals namens der Bürgerschaft aus Herzensgründe zu: Willkommen! Hoch! Willkommen in Königsberg!" Eine Antwortrede des Kaisers. Bei dem Empfang der Majestäten durch die städtischem Behörden erwiderte der Kaiser auf eine Ansprache des Oberbürgermeisters Dr. Körte mit folgenden Worten: „Ich spreche Ihnen in meinem Namen imb im Namen Ihrer Majestät der Kaiserin meinen herzlichsten Dank aus für die Worte, mit denen Sie soeben den Gesinnungen der Bürgerschaft von Königsberg Ausdruck verliehen haben. Ich beglückwünsche meine Haupt- und Residenzstadt Königsberg zu dem Vertrage, den sie nunmehr abgeschlossen hat. Es ist mir eine große Freude, dazu hilfreiche Hand haben leisten zu können gegen-, über hen Schwierigkeiten, die in einigen Stadien der Verhandlungen auftauchten, denn es ist nicht leicht, alles unter einen Hut zu vereinigen. Ich glaube aber, daß der Vertrag, wie er nun--' mehr abgeschlossen ist, für die Stadt von großem Nutzen fern wird. Eingeengt durch den Ring der Befestigungen, strebt sie nach Freiheit und Entwicklung. Gebe Gott, daß der Stadt Königsberg das Werk zum reichsten Segen gereichen möge, ich und die Kaiserin werden diesem Werk und seinem weiteren Fortschreiten stets mit Interesse folgen und es zu fördern befrtebt fein Ihnen allen, meine Herren, spreche ich meinen tiefempfundenen Dank aus für den schönen Empfang, den die Stadt un5 bereitet hat, und bitte Sie, der Dolmetsch dieser Gefiihle Ott die Bürgerschaft zu sein. Nochmals herzlichen Dank!"- Feier in der Universität. Fm Auditorium maximum der würdig geschmückten: Albertus-Universität erfolgte heute vormittag die feierliche Investitur und Proklamation des Kronprin- Der Mirienlrieg. Zum Mainzer Pionier-Unfall!. Don Major von S< Tas bedauerliche Unglück, das bei den Feflungsubmigen bei Mainz statt gefunden hat und dem ein Gefreiter zmn Opfer gefallen ist, hat die allgemeine Aufmerksamkeit darauf gelenkt, daß seit einigen Jahren dem Minenkrieg eine erhöhte Bedeutung zu- gemessen und er infolgedessen auch im (frühen m erweitertem, Umfange geübt wird. In früheren Jahren bildete er emen weserll> lieben Tell des Festunaskrieges, wurde später vernachlässigt und Tarn bald gänzlich in Verfall und Vergessenheit. TerAn greif er glaubte mit seiner schweren Artillerie, den großen Geschossen und den neuen brillanten Sprengmitteln die Werke der Festung guS weiter Entfernung in verhältiiismäßig geringer Zeit und Muhe zerstören zu können. Wozu bedurfte es dann noch eines planmäßigen, schrittweisen Vorgehens des langwierigen Mmen- kampfes? Aber die Erfahrungen der Japaner vor Port Arthur haben gezeigt, daß man die Wirkung der Artillerie überschätzt hatte. Sie ist nicht allein imstande, die feindlichen Werke, namentlich die Grabenstreichen, zu zerstören. Aber che diese nicht zerstört sind und ehe nicht die Grabenmauern niedergelegt mw eine gangbare Bresche hergestellt ist, hat 'der Sturm ferne Aussicht auf Erfolg. Gelang es also nicht, dies durch das ArttNeriefeuer' von oben zu erreichen, so mußte L auf urtteriüdischem, Wege versucht werden. Wie ein Maulwurf bringt der Mlneur m der Erde gegen die feirüüichen Werke vor, um m ihrer Nahe die Sprengladungen anzubringen und fre zu zerstören, zitier frei Verteidiger läßt sich das nicht so ruhig gesallen Er geht auf demselben Wege gegen den Angreifer vor und sucht dessen undm- irdische Arbeiten zu zerstören und so entwickell sich unter den Erde ein lebhafter Krieg. Die Mine ist ehre in der Erde angebrachte Sprengladung, die durch ihre Entzündung zertrümmernd auf ihre Umgebung wirken soll. Die Gase, die sich bei der Entzündung entwickeln, üben nach allen Seiten einen plötzlichen Druck ans, suck)en das Erdreich zu zerreißen, die in ihrem Bereich befindlichen hohlen Räume einzudrücken imb füllen, wenn letzteres geschehen,, diese, wie den gelockerten Boden mit Gasen. Die Wirkung außctt sich am ftärfften nach der Richtung hin, wo der geringste Widerstand vorhanden ist, also nach der Oberfläche der Erde hin oder nach einem von dem Mittelpunkt der Ladung weniger weit entfernten hohlen Raum unterhalb der Erdoberfläche. Aeußert sich die ^Haupt- tätigfeit der Mine nach der Erdoberfläche hin, so wird der über ihr lagernde Erdboden durch die Explosion als Garbe in die Hohe geschleudert, es entsteht eine Aushöhlung, der Minentrichter Die Mine, welche einen solchen Trichter erzeugt, heißt Tnchter- mine. Wirkt die Mine nicht über die Oberfläche, sondern äußert sich gegen nähere befindliche Hohlräume unter der Erde, so nennt man sie Quetschmine. Um die Mine an dem richtigen Punkte anzubringen itnd zu entzünden, bedarf es unterirdischer Verbindungen, die ähnlich wie im Bergbau ausgeführt werden. Diese imterirdischen Wege heißen Schacht oder Brunnen, wenn sie seiikrecht, Stollen oder Galerien, wenn sie wagerecht, endlich Schlappschacht oder fallender Stollen, wenn' sie mit Gefäll geführt sind. Diese Minen- gänge erhalten eine Verkleidung aus Holz, damit sie nicht ein- stürzen; bei den Festungsanlagen werden die Minengänge zum Teil auch in Mauerwerk angelegt. Die Ladung befindet sich gewöhnlich in einem hölzernen Kasten und wird, nachdem sie in die Minenkammer gebracht ist, damit ihre Wirkung nicht von der beabiich- tigten Richtung abgelenkt wird, mit einer Verdämmung versehen, d. h. der Minengang wird hinter der Ladung mit Lehmziegeln^ Rasen und dergleichen fest ausgefüllt. Die Entzündung wird m der Regel durch Elektrizität bemirft. Ist der Angreifer im Verlaufe seiner Arbeiten in die Nähe der feindlichen Werke gelangt und findet sie noch unzerstört, muß er sich zunächst einen besonderen, durch Infanterie zu besetzenden Laufgraben — Minengraben — berftcllen, von dem aus er seine Angriffsstollen vortreibt. Diese muffen baldigst die Tiefe der Verteidigungsminen erreichen, wozu man sich der fallenden Stollen bedient. Die Angriffsminen tverden Tag und Nacht mit angemessenen, zur Behorchung des Gegners nötigen Pausen vorgetrieben. Sobald er den feindlichen Minen nahe zu sein glaubt, werden an den Spitzen der Minengänge starke Ladungen angebracht, verdämmt, angezündet und so mehrere Trichter in einer Reihe hergestellt, welche die feindlichen Mumn zerstören und gleichzeitig verteidigungsfähige Deckungen für die Infanterie dar stell en, von denen aus erneut mit Minengängen vorgegangen werden kann. In dieser Weise nähert man sich schrittweise den feindlichen Werken, bis man an deren Mauerwerk gelangt und dieses selbst sprengen kann. Der Verteidiger hat, sobald die Laufgräben des Angreifers in die Nähe des Minensystems gelangt sind, die vordersten Stollen mit Horchposten besetzt und läßt den Angreifer nahe herankommcm Hat er am Geräusch dessen unterirdische Arbeiten erkannt, so treibt er ferne Minen vor, möglichst geräuschlos, um ihm'in die Flanke zu kommen. Er darf im Vorgelände keine Trichter erzeugen, um dem Gegner keine Deckung zu schaffen, arbeitet deshalb nur nut Quetschminen. Wenn ein Quetscher gezündet hat, pumpt man zunächst die Gase durch Luftreinigungsmaschinen (Venttlatoren) heraus und beginnt sobald als möglich wieder mit der Arbeit. Die Arbeit in den Mnen erfordert große Sachkenntnis und muß im Frieden gelernt und geübt werden. Es ist deshalb er* 0 forderlich, daß diejenigen Pionier-Bataillone, welche vorzugsweise, im Festungskriege verwendet werden sollen, eine besondere Ausübung in diesem Dienstzweige erhalten. Ehe nicht der unterirdische 'Minenkrieg entsckneden ist, kann der oberirdische Kampf nickst fortgesetzt werden. Es ist deshalb Rar, daß von seiner mehr oder minoer geschickten Führung der Fall oder die Erhaltung der Festung wefentlich beeinflußt wird. Mit Recht ist daher in letzter Zeit wiederholt die Forderung erhoben worden, von dem ietzigen Prinzip des Einheitspioniers abzugehen und besondere Festungs-" Pioniere zu schaffen., w. h— Bei archikektvnischien Wettbefverben er* hielten folgende Mitglieder der Architektur-Abteilung der Technischen Hochschule in Darmstadt Auszeichnunben: Profeffor P ü tz e r : Kirche der Sachsenhäuser Lukasgemeinde 2. Preis; Professor Varnes 1: Innenausbau der Michaeliskirche in Hamburg der 1. Preis und Ausführung des Hauptallurs; Professor Dr.-Jng. Vetterleinr Theaterneubau in Hagen i. W., 2. Preis 3000 Mk.; engerer; Wettbewerb als Preis die Ausführung; Katholische Kirche mit Pfarrhaus in Straßburg i. Els. 1. Preis und Bauausführung ; Professor Meißner: Heidelberger Ratbausneubau, Ankauf; Assistent Josef Bachem: Krankenhaus- Neubau für Caffel-Rothenditmold 1. Preis. Assistent H. Stumpf: Krankenhaus Frankfurt renden Bestrebungen, welche unsere gesunde Ein Wunsch des Kronprinzen. „Eurer Magnificcnz danke ich verbindlich für die gütigen Worte, die Sie namens der Albertus-Universität an mich gerichtet haben. Wie ich es als besondere Ehrung angesehen habe, Äs mir Rektor und Konzile vor zwei Jahren die Würde eine# immerwährenden Rectors Magnificentissimus an der ältesten von den Hohenzollern in preußischen Landen gegründeten Hochschule antrugen, so erfüllt es mich heute mit Stolz und Freude, nunmehr auch persönlich in Ihren Kreis eintreten und meine Zugehörigkeit zu dieser altehrwürdigen Pflegestätte deutscher Wissenschaft und Kultur in ihren Räumen bekunden zu dürfen. Tabei schweifen mente Gedanken mit Ihnen zurück zu meinen Vorfahren, die vor mir diese Würde bekleidet und die an ihrem Teil bemüht gewesen sind, der treuen Arbeit der Alberttna ein Förderer zu sein. Sie sollen auch mir als Rector Magnificen- ttssimus zum Vorbilde dienen. Diese festliche Stunde führt mir wieder die schönen beiden Jahre vor Augen, die ich als Stu- dsnt im lieben alten Bonn verleben durste, eine Zeit, an die ich mit Freuden denke und der ich. die Erkenntnis verdanke, welche Summe von Geist und Schaffens- freud igkcit an der deutschen Hochschule zum de ul s ch e Jugend geleistet wird. In diesen wahren glaube ich auch durchgeführt zu haben, was wir, dte äugend, aus gelehrtem Munde vor allem hören möchten. Mmne neue Würde gibt mir die willkömmene Gelegenheit, der — lu, uuu,„ UBglela) la) gnra)I|a)el Dolmetsch dieser Gedanken zu sein. Weisen Sie uns Wege, auf ?ur^S. ü' Teilnahme an den griechischen Wahlen enthalte denerr unser deutsches Volk wandeln soll, um eine Stellung unter nP "" ““ Irred6erq 23. August. Die Rohbcmarbeiten der neuen Großh. Blindenanstalt wurden zwei hiesiaen Firmen übertragen. Mit dem Bau mird sofort begonnen. _ 73 3)arln^labt' 23* A"g- Zurückgekehrt ist der Eins.-Fretw. Karl von Milser vom hiesigen Leib-Drag,. Regt. Nr. 24, der, wie gestern gemeldet, seit einigen Tagen flüchtig gegangen war. Seit Sonntag war er verschwunden. Am Montag sollen größere Forderungen beim Regi« önr?^e V^etlt Repubttgue" schreibt: Dte Sicherheit unserer ottOK ilometerlangenGrenzeinMarokko verpflichtet mr.s, dem Modernen Fortschritt in Marokko Eingang zu verschaffen Wir werden das tun mit möglich st wenigGeräusch, indem .soweit irgend zu umgehen, blutige Interventionen vermeiden und indem wir uns auf die unbedingt unvermeidlichen polizeilich^ Operationen beschränken. Man muß Pichon Dank wissen daü c£ ks nachdrücklich ausgesprochen hat, daß wir handeln werden oyne an Eroberungen zu denken, aber auch ohne Schwäche und ohne uns einschüchtern zu lassen, ' UnD ^ondon, 23. Aug. Wie das „Reutersche Bureau" aus Langer meldet, wird in diplomatischen Kreisen lebhaftes ^n' durch die Nachricht, daß ein Amerikanerden -vejitztitel an einem größeren TeildesAndjeradi strikte« erworben hat, der nicht nur von innerem Werte, sondern von unberechenbarer politischer und strategischer Bedeutung stl. Der Erwerb ist seit Jahren der bedeutungsvollste und yar da er völlig unerwartet kam, besonders in Spanien Un- ^ns^?^orgerufen — Die Folge des Erwerbes wird allem ttn chein nach eine Revision bestimmter wichtiger Verträge sein müssen, und eme andere Anerkennung des Rechtes der Ausländer in Marokko Land zu erwerben. tta?h^§<^CU„ ,! ‘eine Strafe überhaupt i im Kranze deutscher Universitäten, sie lebe Hoch,' hoch, weil die Pforte die Einha l tu^g^d er Ve7nch^?u ngen' I wÄen^wär'e^ Unt> fomit durchaus zwecklos Nachdem das Hoch, in das die Anwesenden begeistert I keinen Einfluß ^aiff die ^Kretafrage^ ausüben "und ^Venizelos^ede ** * ernstrmmten, verklungen war und Sänger das Hohenzollern- Berbrndung mit Kreta abbrechen werde. I . Klernpflaster haben folgende Straßen tn unserer lred von AAlner wirkungsvoll zum Vortrag gebracht hatten, ------------— ®‘ aib\S’aIte"L Hammstraße 3600 qm, Landgraf-Philipv- verließen der Kronprinz, der Senat und das Generalkonzil 3UM Untergang ÖCS britischen KrCUWS Beöfort“ Ia^ 2915 qm, Bruchstr. 727 qm, Goethe- in fewrlrchcm Zuge die Aula. Der ferner B-diord" h,r L Z, 4 ' ' streße, terlwer,e, 1700 qm, Arn S-lterstor zur Wcstanlaae Abends war die Stadt glänzend beleuchtet. Die S t u. Straße van fetca'Äte,' & unLlk^^/^^ Steinstr. 3500 qm, Reuenwkg I> ent en wachten eine. Fackelkabnfabrt auf dprn ! Klasse und wurde im 5>obi-p 19M h^n unterhalb 3oo gm, Bleichstraße 9075 qm, Grabenstraße 370 . °r war als° ein v er h^cil i n iH ä ß'. H e u7?S ch lf f, n°7L 380 qm, Sudanlage 4600 qm, OstLnlage hd) nicht annähernd so mächtig wie die modernen Schlachtschiff- f 00 -SEf ^rdanlage am Oswaldsgarten 1372 qm, Jo- Lb^ 'utmerhin ein sehr wertvolles Schiff der britischen ^Ersstraße 2000 qm, Plockstraße 600 qm, Liebiqstraße .Die Wanerverdrangung betrug 9800 Tonnen. Die meisten von der Oberh. Eisenbahn, 2100 qm, Alicestraße M0 Qm voneinander getrennt waren. Jeder einzelne der Räume Straßen über erne flache von rund 43 000 qm Klein- durch bewndere Vorkehrungen geschützt. Die Maschinerie bestand ff' m. °us der seinerzeit so viel umstrittenen B-llevillekcssel. Dann Der Mitteldeutsche Geflügel, und Ka. ^.besonders lwhe Fahrgeschwindigkeit erreichen nrnckenzüchterverb and entfaltet eine rege Tatia- hpfnnhp4a' m Schiff eine sehr geringe Breite gegeben, was ein kert. Nächsten Sonntag hält der hessische Bezirk zu Allen, besonderes Arrangement der Maschinen notwendig machte. borf eine Versammlung ab, es kommen dabei tee ffir Oktober hpa ^„^Mtroffenen amtt^ Meldungen des Kommandanten M Wieseck geplante Bezirksausstellung und ein in Gießen ass'tiTÄÄsa« to. Das Unglück ereignete sich auf dem sogenannten Samarang- ^^ellung 1911 m Klern-Linden verhandelt wird. hnn JnIlberÄ ber Fusel Quelpart am Eingang der Straße " Unser Regiment verließ heute vormittag in zwei düng, daß wenig d-s^ Schifff^retten LnMabe “n 7^ Fulda zu was auch wohl verständlich ist, wenn man hört, daß das Wasser « ..\n. , Mabe.zell und Umgegend bezieht das gleich mit solcher Gewalt eindrang, daß achtzehn Mann ihr Leben ^g'.ment für 14 Tage Standquartier. S*3ÄÄ ! Der Korrespondent der ,Daily Mail" in Tanger berichtet, daß die Karawane des maurischen Ministers des Auswärtigen El Mokri, der gestern dort von Fez kommend eintraf, in der Nähe von Alcazar die Leiche eines Mannes fand, dem der Kopf abgeschnitten worden war und der sonst noch einige Stichwunden am Körper hatte. Es wurde sesltzestellt, daß die Leiche, die man mit nach Alcazar nahm, die eines Mannes war, der zwei Tage vorher durchreiste „und nur Englisch sprechen konnte". Man nimmt an, daß der Ermordete em britischer Untertan war, und die Angelegenheit erregt infolgedessen hier großes Aufsehen. Dem „Standard" wird aus Tanger gemeldet, daß El Mokri auf Befehl des Sultans jetzt dauernd in Tanger bleiben wird, weil die französische Negierung sich darüber beschwerde | daß der Vertreter des Sultans in Tanger niemals die Vollmacht habe, dringende Fragen von Wichtigkeit zu erledigen wodurch immer unangenehme Verzögerungen -ntsiänd-m ff......„ u , e „ , E3 w e, „„aoets utt6 n Frankreich wünschte deshalb einen Vertreter in der MH- desk"?e» im schnellen Fahrffn beschäfNg" E oewen.m.»>«.- i m ------------ Hofes m Fez zu haben, was aber Mulai Hafid nicht wollte Minotaur und Monmonth von demselben Geschwader er- GeschastSiahr 475 Waggon Kohlen, darunter 50 Waggon Darum gab er El Mokri die nötigen Vollmachten. ’ des Kreiders zu bleiben, ber von Anthrazit und 90 Waggons EisormbrikettS, bezogen. Die Paris 23^Aug. Der^ Verlreter des „r-mhs" in TangerRÄ bi= Verein seinen M.tgliedern stellen kannte, sind E Unwrreln-ng rnü dem marokkanischen Minister desff-h-n. Tie japanischen Behörden^wurden um tzitteff'^" rc,e b,c- b,e bec hessische Staat für die etngelnen S8et= Äem Elndrucffmll WfrfSn $$ bringe aus Fez den ffebeten, trotzdem von vornherein wenig Aussicht vrnhandm Haltungen in Gießen durch die syndikatfreie Kohlcnvereiniaunq BeÄft«n3SrX o.e Wnen mit Wasser gef-.l". m Mannheim, Filiale Offenbach, erreicht hat? berechügte Sorge, sich gaum zu unterrichten, bevor eine Ent- -w... ________________ __I Mißglückt. Jm Wald an der Steinbacher Straße »etrvften wird, haben seitens des Sultans die Lösung ' s m r . c beobachtete gestern nachmittag ein Straßenwart, wie ein gewisser Fragen verzogeri. Wer ez ist der Wunsch des Sultans, ffna ff ,2?: Der Vorstand des Ver- Fremder mit einem Fahrrad hinter einem Milchsubr>verk h,r erne loyale und treundliche Polrtik gegen alle Mächte zu betreiben ber s o r t s ch r r t t l t ch e n Bo l k s v a r t e i hat in einer knbe und bob-i s.r »e."' ^"^suynvert her. Was zunächst Frankreich betrifft, so schätzt Mulav Haffd jetzt den ffner letzten Sitzungen beschlossen für die im Oktober statt- » k k" ^ttl^^aniIer auS emem auf dem Wagen Wert ferner Freundschaft und seiner Unterstützung. Er wird sich Endenden S t ad t v er o rd n e t en ivah l en sowohl der Brätchen entwendete. Der Fremde wurde SÄM“0 bleJe Kundschaft «nd Unterstützung zu erhalten, ffattonalltberalen als auch der soMldenwkr^i chen Bartei ff''S-halten, ging aber dann unter Zurücklassung de? Fahr. Ä-'-r - ** - - den Auftrag, in Tanger den Arbeiten des Schuldenausschusses Geschäfte rieers für diese Frage und wisse die großen ökonomischen Wahrung städtischer Vorteile derselben zu würdigen. Zur Lösung dieses Planes werde liberale Verein fei <2r»r nationales emer neuen Anleihe bedürfen. Mtrnvnnirr t ?uc^ mc6t lrt der Lage, zu der 231 ^g. Wie der „Matin" aus Fez meldet, „9 b fortschrittlichen .VolkspMei Stellung zu hat der Sultan Mulay Hafid einen neuen Orden ^--I^ymen. stlssett Als Erste erhalten das Großkreuz desselben der f n 9?>«9nau(t, der Großwesir El Glaui, Deutsches Heid) farntte M,mst-w El Mokri und Ben Ghabrit. Der Minister Aus Hamburg wird aomeld^• des Aeußern El Mokri erklärte einem Berichterstatter des „Matin", schinenfabrik legteii s ä m * tt gebenfe einige Wochen in Tanger zu bleiben, um zahlreiche Arbeit nieder, um inre toniihz trvgert, die wegen feiner langen Abwesenheit von Marokko in I Werftarbeitern an den Tag zn lagern 2luslan8. Kai ft r Franz Josef richtete an ben Mnistervräsidenten folgendes Handschreiben: „Lieber Freiherr von Bienerth? Anläßlich meines 80. Geburtstagsfestes sind mir aus allen Teilen meiner Lander unzählige Glückwünsche und Beweise treuer Anhänglichkeit zugekommen, die mein für alle meine Völker gleich warm schlagen- tes Herz tief gerührt, erfreut und mich zu fernerer Arbeit gestärkt haben. Mit den Gefühlen tief empfundenen Dankes Tur ben Schutz und die Hilfe, die mir während meines langen Zevens vom Himmel gewährt wurden, steigen zum Allmächtigen meine inbrünstigen Gebete auf. Er möge auch fürderhin meinem dem Wohle meiner geiamten Bevölkerung meiner Staaten ac- Achten Walten den Segen nicht versagen. Allen, die in die,en Lagen meiner in Liebe^edachten, sage ich von ganzem Herzen Dank, und beauftrage Sie, dies zur allgemeinen Kenntnis zv bringen. Aus dem Haag wird gemeldet: Ein aus drei Männern zusammengesetzter Ehrenrat, der sich auf Wunsch des früheren Ministers Dr. Kuh per gebildet hat, um die gegen ihn erhobene Beschuldigung zu untersuchen, daß Kuyper sich in der Angelegen- pS^p?™ Sl«, r le tjungen als bestechlicher Minister erwiesen habe, hat fetn Urteil gefällt. Der Ehrenrat erklärt, daß ft achen es nicht zulassen, von Be- st e ch l i ch k e 11 zu s p rechen und daß die Verwendung Kuypers fpim?snemftr'SnCft Ministerkollegen zugunsten eines Schützlings keine dienstliche Handlung darstellt. Im übrigen hat der Ehren- rafri rfinCTt 5afur gefunden, daß Kuyper für sich Geld Aus Petersburg meldet man: Die Untersuchung der w.te^Ia?2n9. bM der sibirischen Bahn ergab bisher, datz m ö" ®cr5!le ,m5t Berwaltungsbcamtcn den Staat um ubec v0 Millionen Mark betrogen haben. I aalaßt wurde. S. Offenbach, 22. Aug. Nach den in der heutigen Darmstadt einer Nachprüfung unterzogen werden, ehe sie auS- verlaufen sind. ^Kindermehl -Krankenkost Tausendfach bewährte Nahrung bei: Brechdurchfall, Diarrhöe, Darmkatarrh, etc. sport-Klubs, Lochuer. 3. Preis, 5000 Mk., Lindpaintner. „ Den Ehrenpreis des Grobherzogs von Baden für besonders hervorragende Leistungen unter schwierigen Witterungsverhältmssen erhielt Lindpaintner. Den Ehrenpreis des Großherzogs von Lessen erhielt T h e e l e n für die beste Leistung, Flug nach Mainz Der Ueberlandflug Zrantsurt-Mainz-Mannheim. Preisverteilung. Frankfurt a. M., 23. Aug. Heute vormittag fand die offizielle Preisverteilung für den Ueberlaiidflug Frankfurt a. M.— Mannheim statt. ™ 1. Preis, 25 000 Mk. und Ehrenpreis des Prinzen Albert von Schleswig-Holstein, Jeannin. ec 2 2. Preis, 10 000 Mk. und Ehrenpreis des Frankfurter Flug- Amtlicher Wetterbericht. Oesfentliche Wetterdienststelle Gießen. Verlauf der Witterung feit gestern früh: Die nordöstliche Zyklone ist nach Rußland abgezogen und hat nur noch vereinzelt geringen Regen gebracht. Heute früh herrscht vielerorts bei kühler Witterung Morgennebel. Ein neuer Randwirbel hat sich über Frankreich ausgebildet und bringt bei seinenr Zuge ostwärts vorübergehend Regen. Wetteraussichten in Hessen am Tomierstag dem 25. August 1910: Zunächst Regen, meist nur geringer, später trocken, kühl. ment eingereicht worden sein, wodurch die Ausschreibung ver-1 einer ReviswnSstation zur Untersuchung der Reisenden und Desinfizierung des Gepäckes. Rom, 23. Aug. In den letzten 24 Stunden sind Sitzung des Bauausschusses gemachten Mitteilungen über I in Margherita di Savoia fünf Erkrankungen und zwei die auf Grund des neuen Gutachtens von Professor Brix- Todesfälle an Cholera festgestellt worden, in Cerignola Berlin über das Offenbacher Kanalnetz aufgestellten Berech- zwei verdächtige Fälle, in San Ferdinando drei Erkrankungen nungen kostet der Umbau des Kanalnetzes etwa 635 000 Ml. und ein Todesfall, in Trinitapoli vier Erkrankungen und drei 135 000 Mk. sind erforderlich für den Umbau von Kanälen Todesfälle, in Barletta acht Erkrankungen und sieben Todesneuesten Datums, 271 000 Mk. für den Umbau älterer, eben- fälle, davon vier an den vorhergehenden Tagen, in Trani falls ungenügender Kanäle und 72 000 Mk. für den Bau 12 Todesfälle, davon acht von den vorangehenden Tagen, von Entlastungskauälen. Diese Ziffern stehen jedoch noch In Andria, Ruvo und in den anderen Gemeinden der Pro- nicht fest, die vom Kanalbauamt ausgearbeiteten Pläne und vinzen Pari und Reggia ereignete sich kein neuer Fall. Kostenvoranschläge müssen erst durch die beiden Kanal- Konstantinopel, 24. Aug. Im Vilajet Erzerum sachverständigen Prof. Brix-Berlin und Dr. in§. Heydt- kamen zehn Cholerasälle vor, von denen sechs tödlich in d. * R.B. $ arm ft ab' t, 24. Aug. Das Großherz ogspaair wird neuester Bestimmung zufolge, am S arns ta g Dormittag von Wolfsgarten nach Friedberg übersiedeln. Das Zarenpaar wird anfang nächster Woche erwartet. rm. Lorsch a. b. B., 24. Aug. Heute früh wurden in dem benachbarten Walde die Le ichen ein es j un g en Liebespaares aufgefnnden. Sie hatten sich durch je einen Schuß in den Kopf getötet. In einem Briefe machen frc von ihrem Vorhaben Mitteilung. Ter junge Mann, dessen Name noch nicht festgestellt ist, stammt aus Friedberg i. H. Das Mädchen ist die 18jährige Margarethe Schäfer aus Lorsch. „ _ ±,. _ Kidderminster, 24. August. Im hiesigen Rathause wurde heute der Beginn des Anbaus der Zuckerrübe durch ein Essen gefeiert, an dem zweihundert Landwirte teilnahmen. Ter Bürgermeister hielt hierbei erni Rede, in der er für das nächste Jahr der Errichtung eurer Zuckerfabrik mit einem Kapital von 90 000 Pfund anfihv- digte, für den Fall, daß 10000 Acres mit Zuckerrüben bepflanzt würden. Die Bauern würden für die Tonne ein Pfund bekommen und somit schöne Gewinne erliefen. Die augestellten Persuche seien sehr befriedigend ausgefallen. Von den Teilnehmern an dem Essen verpflichteten sich viele durch Unterschrift zum Anbau der Zuckerrübe. Konstantinopel, 24. August. Ter Rat des Oeku-. manischen Patriarchats beschloß, trotz des Verbots! der Regierung auf der Einberufung der Nationalversammlung zu verharren und setzt die Wahlen fort. H Der Untersuchungsausschuß des Kriegsgerichtes hat den Schlußbericht über das vor einiger Zeit entdeckte Geheim» komitee erstattet. Der Bericht bestätigt die Umsturzpläne des Komitees und beantragt ein kriegsgerichtliches^ Verfahren gegen den Deputierten Risomur und etwa sünszriiF andere Mitglieder des Komitees. Konstantinopel, 24. Aug. In Ezerum ist em neuer Cholerafall vorgekommen. . Managua, 23. Aug. Madriz flüchtete rn Begleitung seiner ersten Offiziere am Samstag nach Eoantol und ist von dort nach Honduras abgereist. Alle Gefangenen sind aus dem Gefängnis entwichen. B l u e s i e l d s, 28. Aug. E ft r a d a sandte an Staatssekretär Knox eine Depesche, in der er seiner warmen Sympathie für die Amerikaner Ausdruck gab und den Wunsch aussprach, für die Hinrichtung der Amerikaner Grose und Cannon sowie für andere Akte von Zelaya und Madnz Entschädigungen zu gewähren. — General Chamorro wurde bis zur Ankunft Estradas in Managua zum provisorischen Präsidenten ernannt. Griginal-Drahtrneldungen« Russische Geschutzbestellungen in Deutschland? P e t e r s b u r g , 24. Aug. Tie Nachricht aus Mos kau, daß die Artillerie-Verwaltung eine Geschützt bestellung von 25 Mill. Rubel an ausländische Industrie, namentlich an Deutschland vergeben habe, erregt in den Kreisen der Börse und Duma großes Aufsehen, zumal die Artillerie-Verwaltung bei Anweisung der Kredite das Versprechen abgegeben habe, alle notwendigen Bestellungen in Rußland zu machen. Grotzfeuer in Neu-Strelch Neu-Strelitz, 24. Aug. Ein gewaltiges Feuer hat einen Teil der Stadt Neu-Strelitz in Asche gelegt. 60 Gn bäude sind zerstört, 70 Familien sind obdachlos. Die Waldbr'ände in Zdaho. Spokane, 24. August. Auf Anregung des Präsidenten Taft entsandte der Gouverneur von Idaho dre gesamte verfügbare Staatsmiliz zur Unterstützung der Bundestruppen bei der Bekämpfung der Waldbrände im nördlichen Idaho. Nach einem an amtlicher Stelle von Wallace eingeganaenen Bericht wurden nördlich von Murray (Idaho) 06 Leichen gefunden. Dreihundert Leute, von denen man fürchtet, daß sie umaekommen sind, waren in den Weimutskiefernwäldern Nordidahos be* chäftiqt. Man hat keine Nachricht von ihnen. Bütta (Mintona), 23. Aug. 80 0 Mann, welche am 20. August zur Bekämpfung der Waldbrände ausgerückt sind, werden vermißt. Man befürchtet, daß alle umgekommen sind. Die Feuersacula rückt der mit Flüchtlingen über-, füllten Ortschaft Thomson immer näher. Spokane (Washington), 23. August. Fast der ganze Waldbestand im östlichen Idaho steht in Flammen. Man befürchtet, daß 300 Menschen umgekommen korben, im Wahn die Tochter' und darauf sich selbst mit beirt Rasiermesser. Aus Kat t o wi tz wird amtlich gemeldet: In der Nacht auf Dienstag entgleiste hinter der Ueberführung bei Kilometer - tein 28,3 der Strecke Pallowitz—Sohr au (Oberschlesien) die Lokomotive, der Packwagen und ein Personenwagen des Personenzuges 883 infolge Verschlemmung des Ueberweges nach 'starkem! Gewitterregen. Die Lokomotive stürzte einen 1 x!<> Meter hohen Bahndamm hinab. Der Lokomotivführer wurde unerheblich verletzt; das übrige Zugpersonal und die Reisenden blieben unverletzt. Der Verkehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten. Der Verkehr wurde um 10 Uhr vormittags wieder ausgenommen. In dem Etruskerstädtchen H i e s o l e wurden die D e u t s ch e n Richard P e h n k e und Victor Blank unter der Anschuldigung^ einer in Villa Bonei wohnenden Berlinerin, namens Anna Krause, durch spiritistische Schwindeleien einen großen Geldbetrag abgenommen zu haben, verhaftet. trag vorgelegt, der von der Regierung der Vereinigten Staaten gegenwärtig geprüft wird. Nach dem Vertrage müssen alle Ballons, lenkbare wie nicht lenkbare, die die Grenze überschreiten wollen, in beiden Ländern registriert fein; sie müssen an der Grenze Halt machen und sich allen Vorschriften über die Zollkontrolle, über die hygienischen Maßnahmen und die Einwanderung unterwerfen. Der Vertrag erschien notwendig, da der Plan besteht und zur Ausführung gelangen soll, einen Warentransportdienst mit lenkbaren Luftschiffen zwischen Arizona und Mexiko einzurichten. Es heißt auch, daß der Vertrag in den europäischen Staatskanzleien lebhaftes Interesse erregt und daß man von verschiedenen Seiten um eine Kopie desselben gebeten habe. * Die Auffindung der Gebeine von Richard Löwenherz. Eine wichtige Entdeckung ist dieser Tage, wie aus Paris gemeldet wird, in der alten Abtei von Fdntev- rault gemacht worden. Man wußte, daß hier zwei Herrscher aus dem Geschlechte der Plantagenet, König Heinrich II. und König Richard Löwenherz begraben lagen. Die Grabdenkmäler der beiden Fürsten, sowie der Gemahlin Heinrichs II., Königin Eleanor zierten mit den lebensgroßen Statuen der Verewigten die fcefien „h.°tt Wheelen tut oie De|ie «u-ung, .™u, Abtei, aber die Gräber selbst hatte mair bisher nrcht auflmbm mit einem Passagier Den Ehrenpreis des Vorsitzenden des Frank- können und nahm an, daß /^ wahrend der Revolution Zerstört kurier "illuaivoN-Klubs erhielt Wie n c z i e r für den besten Fiu« worden seien, als der Pöbel Hd) bann gefiel, die Gebeine ver-, --------------— . fff . . Krypta unter der Leitung von Magne Dorgenommen wurden, Minin?rnai)n« stieß man nach Niederlegung einer Wand auf ein Bogengewolbe, Baden-Baden, 23. Aug. Gelegentlich des gestern im das mit einem goldenen Kreuz und einem goldene Leopardm Kurhaus bei der Einweihung der neuen Luftschiffhalle abgehaltenen zeigenden Wappenschild geschmückt war. An den Mauern waren Festmahles teilte Tireftor Co lsmann von der Deutschen Luft- die Namen „Richard, Alienor, Henri" zu leien. Magne gab schiffahrts^esellschast mit, daß das Luftschiff „E r s a tz D e u t s ch - sofort Befehl, weiterzugraben, unb nun wurden Dier Graber land" bis zum kommenden Herbst bergest eilt sein gesunden, in denen die Gerippe, Don Ost nach West gerichtet, lagen, wird und große Verbesserungen anfweisc. Es sei un- Zweifellos waren also bie Gebeine Heinrich II., ferner Gemahlin qesähr 1000 Kilogramm leichter unb daher in der Lage, Eleanor unb Richard Löwenherz entdeckt, mit denen zusammen mehr Passagiere, ungefähr 30, aufnehmen zu in einem Dierten Grab die Tochter Heinrich II., Johanna, die können Das Lnstschiss 3. VI wirb von Baben-Bab-n a_u§ an König Wilhelm von Sizilien verheiratet gewesen, bcerbigt täglich vier Fahrten unternehmen, bie sich bis nach Str atz- worden war. Ti- alte Abtei war seit 1804 als Gefängnis bc- burg ausdelnen sollen, jedoch soll dies von den lew-iligen nutzt worden und immer mchr verfallen Bor einiger Zeit hatte Wünschen der Passagiere abhängig gemacht werden. Magne Dom französischen Ministerium der schonen ^uuste dm 1 ’ . i Auftrag erhalten, Neuerungsarbeiten Dorzunehmen und den schoneii Tii0 iThnbrn Bau möglichst wieder in seiner ursprünglichen Gestalt herzu- viv tLifvitiu. stellen. Die Leiber der englischen Herrscher werden nun, wie die Lemberg, 23. 9(ug. Da aus der russischen 23ieberljerftenung beenbet ift, ihren unter i>cn idionen 2^11^ stadt TomaSzow verdächtige Erkrankungs- und Todesfälle mälern erhalten, bie sich bisher über leeren Gräbern .erhobest gemeldet werden, erfolgte gestern in Belzec die Errichtung hatten geführt werben. — > ' """rET " ! Mainz, 23. August. Der Zigeuner Michels, 6lü CngIl|u)Cr dplON. der hier mit einer Frau und drei Kinoern unter dem Ver- Emden. 23. Aug. Es bestätigt sich, daß auf Borkum dacht, den Mord am Büchelberg verübt zu haben, ein j u n g er E ngl ä n d er unter dem Verdacht der S Pi o na g e verhaftet worben war, wurde aus freien Fuß ge- verhastet unb in bas Emdener Gerichtsgcsangnis -mgeliestr ‘ei ^e7N?'1^Nsfenburg'E: W nächttL' Ausna-?me7d?r°HLan1agen machte Uch eine °r Kirch- gelegene ® em einbeb ad bauS in Tas^S v - u s^u g^^uttÄtratz-^ ^n ^ul^ e^bem flammen auf. Nur dem tatkräftigen Emgreisen der Ma nn- I ges^nrückten Veranden äußerlich gar nicht an, daß es von — schäften des Gießener Regiments, das in der Nähe bösen G e i ftc rnjbeunrubigt wird. Doch in, den Menschendes Dorfes Scharfschießen abhielt, hatten wir es zu verdanken, ansarnrnlungen, die Samstag nachmittag zur Dollftändigen Po l i- baß bas Seuee auf fernen Herb beschränkt blieb Der ver- N^^n'Lmer m-L achchwoll2° Ä“meM storbene Hauptmann Giese hielt damals mit der 7. Stom- toeniger Ernst die gruseligsten Geschichten erzähltz die sich im pagnie die Brandstätte besetzt. Jetzt erhebt sich an der Stelle linken Seitenflügel dieses Hauses abspielen sollen. Dort wohnt des uralten Backhauses ein stattliches Gemeindehaus nach irn Parterre der Vizewirt des Hauses H e i s e mit seiner rxrau und Plänen b-S KreiSbaumeisterS Eichhoff-Wetzlar, bas feiner M«« Vollendung entgegengeht. religiösen Ideen förmlich aufzugehen. Diese Neigung hat sich Hanau, 24. Aug. Der Zeugfeldwebel Müller ist besonders auf ihre jetzt 11 j ä hr i g e T o ch t e r übertragen. Als qeftem der Leiche der von ihm erschossenen Verkäuferin Frl. das Mädchen noch klein war, soll es öfter von der Mutter mit Sfflanb gegenübergestellt worben, wobei «: burtjau« .ferne «nen, reuige Haltung zur Schau trug. Die gerichtlich vorgeschriebene )tart festgesetzt, daß es ihn von Zeit zu Zeit in roter Jacke aus dem Sektion der Leiche sand heute vormittag statt. Bei seiner Keller herauskommen sieht. Dann passieren die sonderbarsten ersten Vernehmung soll er ausgesagt haben, daß er die Brow- Tinge. Der Kobold sucht nämlich bei der Fannlie Geld, ^st ningpislolc sich zugelegt habe für ein Duell mit b°,n Kauf. -s,nrcht^sinb- unb^b^Mutt^ mann Schwarz, feinem 1'keoenduyler. allerlei Streiche. Kaffeetassen, Milchkannen, Flaschen, große Beten ' - ---- " I fliegen durch die Küchenfenster auf den Hof, Regale fallen von den Canöwirticbaft» Wänden, und Tische und Stühle heben sich in die Höhe. Die Scka°bockauktiou in Lauterbach. Die Abgabe der tollsten Erzählungen finden im Publikum, namentlich bei den in den Stämmschäsereien zu Götzen, Schotten und Bobenhausen Frauen,, vollen Glauben. So'wurde Kr rmr N a l- gezüchteten Schafböcke erfolgte verflossenen Mittwoch auf der Jung- t o mmlss r,der den Fallbearbeltete s^E^o^izeihu ch Viehweide Lanierbach durch den Landwirtfchaftskammer-Ausschuß m die ^pukwohnung nut Ge auf dem Wege der Versteigerung. Das Zuchtmaterial, das aus walt mcht. In Wirklichkeit liegtdie ^>ache 9ber .A, der Paarung' von gekörten Mutterschafen und englischen Eots- Kornmyfar dem Hund befahl, aus dMi^ros g v . woldsböcken hervorgdgangen ift, befriedigte fehr, weil es in Bezug Ferner ist da» Gerücht verbreitet, daß ^s 19 9 auf Wüchsigkeit, Knochenstärke und Wollbeschaffenheit den em- üo" beni Jir’i nit ^ftcnöfoteit Ä heimischen Tieren bei weitem überlegen ist. Sämtliche 28 zur ruruckgelaffenen Spuren hatten Aehnttchkett mit ■ Auktion gestellten Böcke fanden Kaufliebhaber und erzielten Steig- bierfur gibt es eine ,^Elarung. - -- J preise, die zwischen 50 und WO Mark schwankten. Da die gesamte den Annen Pusteln urw sobald diese rucken, kratzt da,Kind die um Beugen »er« Ä Ä bet Mehr-ttösvauMP-az' mmmten. Dwf- schem-n aber iv- Angaben n.ch -u mipber an den Steiavreisen in Abzug; außerdem gewährt der! Anschauung zu haben, sondern lediglich vorn Höremagei. ^andwirtschaftskammer-2lusschuß auf die Schafböcke, die in Ge° Kriminalkommissär ging mit rau Heise am Nachmittag in die meiude- und Genossenschaftsschä'ereien Verwendung finden, 20proz. Wohnung und forderte sie den Spuk vor seinen Augen spie n Zuschüsse, so daß öie durchschnittlichen Kaufpreise sich auf 50 Mark zu lassen. Sie antwortete, der Spuk ka m e h eut e^ nicht Gnfttö» hnrhffpn 9srei§ für einen Schafbock legte mit I,,Warum nicht? „Weil ich etwas dagegen getan habe. ,, iv^minrf "hie (ftentembe Dauern heim an der niedrigste Kauf- haben Sie dagegen getan?“ „Das darf ich nicht sagen, weil es preis betrug 27 Mark. Die versteigerten Schafböcke wurden an fönst später nicht wieder HM." Ms der.^^^^mmissar ewige !Cl '-r®lc Sanbmiitschastsk'ammer schreibt uns: Die Aufregung ber lei-ttMubig°n Bevölkerung em heiteres Gnbe diesjährige außerordentlich starke M änseplage sollte unseren v r. pirf tn prtrn a“ öferabe bie letzten Tage A-j* iw-wjksää der Durchführung gemeinsamer Bekämpfungsmaßregeln gegen die Mäuseplage an die Landwirtschaftskammer für das Großherzogtum Hessen, Darmstadt oder an deren Sammelftellen für Pflanzenschutz cm den landw. Winterschulen. Von dort wird jede nähere Auskunft über die Bekämpfungsmaßregel erteilt. Kleine TageSchronik. Aus Essen (Ruhr) wird gemeldet: Der Heizer JvhaLnl Z i e l i n ck sand am Dienstag morgen bei seiner Rückkehr von der Arbeit seine Frau und seine sechsjährige Tochter mit durchschnittener Kehle und außerdem den vier Monate alten Sohn tot Dor; dieser ift nach Ansicht der Aerzte an allgemeiner Schwäche gestorben. Die Ehefrau war demTrunke ergeben und tötete anfcheinend, nachdem ihr Söhnchen ge- Zu dem am > Donnerstag dem 25. August 1910, Deutscher Kellner-Bund Union Ganymed gegr, 1878 Bezirksverein Giessen. Meine Wohnung und Geschäfts! okali- täten befinden sich von jetzt ab Bahnhofstrasse 60 parterre Markus Bauer • • Herren- und Damen-Schneiderei . Telephon 269 4572 Palmengarten - Gesellschaft zu Frankfurt a. M. 4 io hypothekarisch sichergestellte, auf Namen lautende Teilschuldverschreibunqen Lit C Nr 1-1500 vom Jahre 1910. laufenden eNu^ee^nbl—'löoj0“ 1500000'~ lst «^geteilt in 1500 Teilschuldverschreibungen en je Mk. 1000.— nom Lit. C mit den und d6n Nam°n d6r FiHale der Bank rQr Hand” °°" Industrie hier als Treuhänderin ausgestellt Die Til^un/^r T?i/PrÜkUn-t Okt°ber>des Jahres, erstmals am 1. April 1911 fällig. 19.5 „d «W ,o. d. .5 Xblb 41 ,„h M^b. 4- ta, L f"««« ™ >■ Ok>.b.r » Auszahlung. N„h Ab taf aufgerufen werden, bis die Verjährung eingetreten ist den nächstfolgenden Bekanntmachungen ausgeloster Stücke solange iU-li=5« Auslosung p„ 1. Oktobs, -1». .„rkm desselben durch Auslosung mit mindestens halbjähriger Frist ^u tikgen^"^^^^^ Nennwert zuruokzuzahlen oder einen beliebige^W Bank für Land^un/ind^^e^die^Beutsch^^^bänk^nnd^di^lllitteld^^ t^h Erneuerungsscheine erfolgt durch die Filiale der wird von der Gesellschaft getragen. Mitteldeutsche Creditbank, sämtlich zu Frankfurt a. M. Die Talonsteuer Unsere Bank legt in Gemeinschaft mit der Deutschen Vereinsbank und der Mitteldeutschen Creditbank von obiger Anleihe _ _ . „ nom. WK. 927000.— - »äx ™ »z “z ™ Giessen, 24. August 1910. Bank für Handel und Niederlassung Giessen * "W (Darmstädter Bank) Kjoemalograph Bahnhofstr. 54 o6983 Bahnhofstr. 54 Nur «och 3 Tage Die ’W’A 4573 Der Vorstand. Mht Md Mcholj Bäckerei npfiehlt I. Wellhöfer, t4o41 verpachten. empfiehlt I. Well Marburger Str. 34. Tel. 743. Die noch vorhandenen Restbestände in Herren-, Knaben- u. Kinder-Konfektion verkaufe ich zn sehr billigen Preisen aus 4355) 1—2 Schüler höh. 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