9Zr. 143 Erstes Blatt 160. Jahrgang Mittwoch SS. Juni IS 10 ^ä-m:V1VLiiVIlVL 441L iVlUV4 »s wittschastlich« Seitfragen EM Hg O |jf ▼ >jA ” Lhesredakteur: A. Goetz, ro»» _ KJ „ A< , ... ääö TLS General-Anzeiger für Oberheffen DW Annahme von »«zeigen v ** . .. IB . , «aal-. E. Heß; iür den sür bte Tagesnummer iiotafionsbrtKf und verlaq der vrübl'schen Univ.'vuch- nnt Steinöruderei R. Lange. Redaktion. (Erpeottion UNS vruderet: stpuiftrage r. ^„zeiqemell: H- deck. bi§ vormittags 9 Uhr. ____ Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. vH. (Großstädte vH.) Großstadtbevölkerung 10 Hauptberuf . . . 3 196 301 c Bevölkerung Angehörige . . 16 239 846 den Großstädten: von der Erwerbstätige . Dienende . . . BerukSlvseSelbst- ständige . . 14 738 310 638 189 467 44 872 56 949 i im Reich 14 16 1 7 unbekannt 38 1 7 33,82 27,21 30,93 8,03 0,01 unter 14 12101 2318 72 417 unbek. 2748 40 1480 680 2 876 138 907 52 027 8 536 5163 14 bis 30 2 400 161 326 777 24 863 969 516 30 btS 60 2 356 737 68114 240 501 1 369 124 60 u. darunter 213 526 5152 293 796 170 559 der Zahl nach . 16 885 499 . 13 584 623 . 15 445 089 . 4 008 351 4 948 30—60 10 210 535 107 923 762 086 4 364 595 60u. dar. 1 695 665 17 406 1319 911 975 369 2 248 353 3 887 155 597 1853 094 14-30 9 651 166 710 069 285 959 2 937 429 klebrig unter 14 284 685 26 955 334 013 27,84 32,15 34,22 5,70 0,00 Während bei den Erwerbstätigen der Anteil der Verheirateten in den Großstädten geringer ist als im Reich im ganzen, sind unter den Angehörigen m den Großstädten 32,5 vH. verheiratet, tm Reiche dagegen ein geringerer Verhältnissatz, nämlich 26,1. Inoden 42 Großstädten des Reichs sind 8,39 Millionen evam gelisch, 3,04 Millionen der Gesamtbevölkerung katholisch und 269 827 jüdisch. Im Reich insgesamt sind 38,37 Millionen Evangelische gezählt worden, die Katholiken sind mit 22,54 Millionen in der Gesamtbevölkerung vertreten und insgesamt und 066 999 Israeliten ermittelt, so daß also nahezu die Hälfte aller Juden in den Großstädten lebt. Erwerbstätige (A—E) Dienende bei der Herrschaft Berufslose Selbständige Angehörige ohne Hauptberuf 272 984 9 966 300 025 573 075 in 26 892 1 281 109 559 054 68 471 269 227 ErwerbStätigesA—E) Dienende (bei der Herrschaft- . . . Berufslose Selbstständige . . . . Angehörige ohne Aus Heften. Eine Anfrage der Abgg. Reh, Damm, Dr. Gut°- fleisch und Dr Mols ist der Zweiten Kammer wegen der Maßregelung des Oberlehrers Dr. Strecker gn. Bad-Rauheun zugegangen. Sie lautet: Ist es wahr, daß 1) Land- und Forstwirtschaft, 2) Industrie und Bergbau, 8) Handel nitb Verkehr, <) Mitarbeit wechselnder Art ober persönliche Dienstleistung nicht bei der Herrschaft lebender JSerionen, 3) Oefteutlicher Dienst und freie Berufe. 1593 16 757 11115 2 886 3 898 Berufsftatiftif. 93tnt den 61,7 Millionen der Reichsbcvölkerung lebten nach der Zählung am 12. Juni 1907 11792 019 Personen ober 19,11 vH. in den 42 Großstädten bcs Reichs. Bon der Großstabt- bevölkerung sind 3 283137 oder 27,84 vH. Kinder unter 14 Jahren, int Alter von 14 bis 30 standen 32,15 vH. (3 791 317) ; 31,22 vH. (4 034 476) waren 30 bis 60 und 5,79 vH. C683 033) 60 Jahre und darüber alt. (56 Personen imbekannten Alters sind aufgeführt, das sind 0,00 vH.) Die Altersklassen, welche die Jahre der eigentlichen Erwerbsfähigkeit umfassen, sind bei der Großstadtbevölkerung stärker besetzt als bei der übrigen nicht- großstäbtischeit Bevölkerung, eine Folge der Zuwanderung. Zum Vergleich sei hier die Verteilung der Gesamtbevölkerung der übrigen nichtgroßstädtischcn Gemeinden auf die entsprechenden 4 abteilung A1) BT) 1 C') D4) E‘) A1) - 8') i O D‘) E *) Wie Die Stichwahl in $rieöberg = Bübingen. Das Präsidium her KriegerkameradschafL „ö assi a" veröffentlicht in der am 23. Juni, dem Vorabend der Stichwahl, erscheinenden Nummer des „Hess. Kam." einen Aufruf an die Kriegervereinsmitglieder, in denp zu einmütigem Eintreten für den bürgerlichen Stichwahl- kandidaten 'Dr. v. H e l m o l t aufgefordert wird. Auch der Deutsche Bauernbund fordert hierztz mit folgenden Worten auf: „Wir möchten es unseren Freunben ans Herzlegen, in der Stichwahl nick)t nur M au n für Mann den Kandidaten des Bundes der Landwirte zu wählen, sondern auch auf andere Wähler in diesem Sinne einzuwirken." Der Wahlausschuß der fortschrittlichen Volks« partet dagegen fordert die linksliberaten Wähler auf, in. der Stichwahl aus tattifchen Gründen für den fozialdemo- kratifcheu Kandidaten Bus old einzutreten, um den in, der tzauptwahl begonnenen Kampf gegen rechts fortzusetzen:.. 49 928 510 100,uu 10o,u) Der Kflifer unö England. £ London, 20. Juni. Tie „Daily Mail" kommt in einem ausnahmsweise sehr sympathisch geschriebenen Leitartikel auf die Erkrankung des deutschen Kaisers zu sprechen und drückt zunächst den deutschen Vettern ihr Beileid aus. Das Blatt inbet es vollständig natürlich, daß bei dem regen Anteil, )en der Kaiser immer an allen wichtigen Angelegenheiten zu nehmen pflege, auch eine vorübergehende Unterbrechung einer Aktivität mit einer gewissen Sorge betrachtet werde, auch wenn man, wie es hier, Gott sei Dank, der Fall sei, genau wisse, daß es sich um nichts Ernstes und BedeuNiches anbele. , Der deutsche Kaiser, so fährt die „Marl" dann fort, hielt eine so hervorragende und wichtige Rolle auf dem Welttheater, daß sogar eine vorübergehende Indisposition einerseits allerwegen zu Sorgen Anlaß 'gibt. Wir in diesem Lande haben einen besonderen Grund, ihm alle unsere -Lyrn- pathien zuzuwenden, denn wir erinnern uns nicht nur, daß er em Mitglied unserer eigenen königlichen Familie ist, sondern daß er auch kürzlich an unserer Nationaltrauer einen so großen Anteil genommen hat. Was immer für Streitigkeiten zwischen den beiden Döaiionen entstehen mögen, wir werden niemals unsere Bewunderung für Kaiser Wilhelm vergessen. Jedes Nachlassen seiner Attivität würde cm großer Verlust sein und zwar nicht mir für Deutschland allein, sondern für die ganze Welt, denn wenn er auch gelegentlich Anlaß zur Beunruhigung gibt, so besitzt er doch auch gleichzeitig wreder einen ganz außerordentlich wirkenden Einfluß, der es seinen Kritikern und seinen Gegnern unmöglich macht, sich allzulange in dem Gefühl der Sicherheit in imegen und sich der Ruhe hinzugeben, die daraus erwächst. Unsere Nation verdankt dem Kaiser Wilhelm außerordentlich viel. Mebr denn irgend ein anderer Mann oder irgend ein Ereignis hat er uns aus dem Schlaf geweckt, der aus dem allzulangen Wohlergehen entstanden war. Er hat dadurch, daß er uns einen energischen Konkurrenten schaffte, uns wieder zur Handlung und zu ernstem Nachdenken gezwungen. Ebenso wie Deutschland brauchen wir einen Kaiser Wilhelm, und wir können nur hoffen,-daß er uns recht lange erhalten werde, unt uns daran zu erinnern, daß die Welt nicht für die Trägen und die Furchtsamen geschaffen ist. Die neuerliche Erkrankung Kaiser Wilhelms hat Anlaß zu verschiedenen, natürlich sehr übertriebenen Gerüchten üb erben Ernst des Leidens Anlaß gegeben. Die Londoner Presse bat sich, von einigen Ausnahmen abgesehen, aber diesmä etwas mehr zurückgehalten als gewöhnlich und von der Veröffentlichung solcher unkontrollierbarer Gerüchte abgesehen. Gestern behauptete jedoch „Reynokia Newspaper" zu wissen, daß ein Herr aus der Umgebung des Kaisers, Der gegenwärtig in England weile, bestätigt habe, daß das Leiden, welches den Kaiser jetzt an sein Zimmer fessele, schon seit Längerer Zeit zu Sorgen Anlaß gegeben habe. Während seiner letzten Anwesenheit in England habe der Kaiser bereits einen Anfall davon gehabt, aber es fei der ärztlichen Kunst damals noch gelungen, die Krankheit so schnell zu beheben, daß der Kaiser nach Deutschland zurück- tehren konnte. Tas Blatt fügt hinzu, daß nur em Mann mit einem eisernen Willen, wie ihn der Kaiser besitze, es hätte fertig bringen können, so an allen den Beisetzungs- feierlichkeiten tei^zunehmen. Altersklassen gegeben: unter 14 Jahren . 14 bis 39 „ 30 biß 60 „ 60 und darüber . unbekannt . . . insgesamt " ' 7 Zinnlandr Geschick. Im ruft. Reichsrat führte Ministerpräsident Skoly- ?in in einer Rede über die Gestaltung der Verhältnisse Finn- lands aus: Ter Geseyentivurf über Finnland sei bereits von allen Seiten beleuchtet worden. Gegenwärtig halte er ür notwendig, die Aufmerksamkeit auf die prinzipielle Seite der Frage zu richten, weil russische Opponenten, wie auch ausländische, den Negierungsentwurf als eine grobe Rechtsverletzung betrachteten. Die Negierung müsse vor allem das Interesse Rußlands im Auge haben und nur die Hintansetzung der russischen Interessen ür schmählich halten. Der Beweisgrund der Gegner be- tehe außer den Hinweisen auf die unerschütterlichen schwedischen Gesetze und auf die Unmöglichkeit, die finnische Konstitution ohne Zustimmung der Finnländer zu verletzen, noch darin, daß Artikel 2 des russischen Grundgesetzes auf be- ondere Bestimmungen Finnlands verweise. Diese Bestimm nungen könnten ohne den finnischen Landtag nicht aufgehoben oder abgeändert werden. Ich kann — erklärte Stolypin ।— nicht zugeben, daß eine allgemein staatliche Frage Sache einer autonomen Provinz sei. Den Vorschlag, eine solche Frage zuerst durch den Landtag und sodann durch unsere gesetzgebenden Institutionen zur Entscheidung zu. bringen, wurde ich für fruchtlos halten, erstens, weil c# fetten gelingt, auf solche Weise eine Entscheidung herbeizu- ühren, und weil zweitens nach Ansicht der Finnländer selbstz auch dieser Weg kaum weniger gegen die Konstitution verstößt als der von der Regierung vorgeschlagene. Der juridische Standpunkt in der finnischen Frage ist äußerst frage, und fick) darauf zu stützen ohne Rücksicht aus die politischen, ökonomischen und historischen Elemente würde sehr gewagt fein. Im Wege paralleler Gesetzgebung würde es unmöglich sein, die russischen Reichsinteressen zu wahren. Eine solche Eesetzgebung konnte nur damals erfolgreich fein, als einerseits die Landtage nicht berufen wurden und wir anderseits keine repräsentativen gesetzgebenden.Institutionen besaßen. Ms diese patriarchalischen Zustände vorüber waren, als man begann, die Landtage zu berufen, und als diese ansingen, sich mit Fragen zu beschäftigen, welche die nllfischen Jnlcressen emvfindlich berührten, da begann sich sofort die gebieterische Notwendigkeit einer allgemeinen Reichsgesetzgebung fühlbar zu machen. Die Landtagsordnung, die irrt Fahre 1906 ausgearbeitet wurde, hatte mit der allgemeinen Reichsgesetzgebung unbedingt nichts gemein. Die gesetzgebenden Institutionen des Reiches können den provinziellen Jn-- ftiiutionen nicht gleichgestellt werden, sondern müssen eine Kompetenz über jebe andere Kompetenz besitzen. Rußland, ist lein Vernichter der Kultur. Rußland schreitet selber auf dem Wege seiner Bervolllommnnng kühn vorwärts. Ruß^ land ist nicht bestimmt, nur ein Nährboden für fremde Kultur und für fremde F-ortfchritte zu werden. Jetzt müssen die Gesetzgeber entscheiden, ob die allgemeine ReichsgesetzgebunL zugunsten des finnländischen Provmziallandtags aufzugeben ist oder ob sie es für ihre Pflicht halten, das zu bewahren» was dem ganzen Staate gehört. 25 063 1 059 795 572 450 79 225 180 817 : Gemeinden geberzettel-Held hat einen neuen Fußtritt erhaltens „«ht >en Füßen nach vorn hinausgeworfen" usw. -so ubt jeder seinen „Geist" in Rocheforlscher Form, um eine gehässige Gemeinheit vorzubringen. Die Schlüsse stimmen darin überein, daß der alte-Eombismus und das „Bloctum eine schallende Ohrfeige erhalten hätten. Und der Mißerfolg hätte darum eine besonders attueUe Bedeutung, wer! der General Andre von dem Exelutivkomitee der radikaler und sozialistisch-radikalen Partei energisch gegen seinen links- republilanischen Widersacher unterstützt wurde, tatsächlich ist der neue Senator Dr. Ehauveau ein recht guter Republikaner, der mit vielen Radikalen in der Vertverfung des Unterrichtsmonopols und in dem Verlangen nach der Pro- wrzvertretung übereinflimmt, also deshalb noch keineswegs u der Opposition gerechnet werden darf. Peinlich bleibt die neue Mederlage des ehemaligen Kriegsministers für )ie Sozialistifch-Radilalen allerdings und so wird ihnen auch von befreundeter Seite der Rat gegeben, nicht unmöglich Gewordene — ob mit Recht ober Unrecht, bleibe bahrn- gestellt — dem allgemeinen ober dem beschränkten Stimmrechte gewaltsam aufhalsen zu wollen. Sieht man aber bre Lache unbefangen an, so steht ber General Andre unter dein Bann eines bedauerlichen Irrtums der Massen, die daran festhalten, in ihm den Urheber der Angeberei in der Armee zu sehen, die ohne sein Mittun fron seiner Umgebung gefördert wurde. Sowohl unter den Erwerbstätigen als auch den Angehörigen ohne eignen Hauptberuf zeigt sich bas gleiche Verhältnis emes geringeren Anteils der Kinber und ber Alten und enter höheren Besetzung der mittleren Altersstufen in den Großstädten gegenüber dem Reichsburchschnitt. Unter ben Erwerbstätigen der Großstädte sind 0,24 vH. Kinder unter 14 Jahren unb 4,29 vH. 60 Jahre und darüber, in den übrigen Gemeinden ist ber Verhältms- anteil bet Kinder 1,31 unb der Alten 7,76 vvn ber Gesamtzahl der Erwerbstätigen. Das gleiche Büd geben die Verhältniswahlen für die Angehörigen. Von 100 Angehörigen in den Grotzstadteu ’inb 56,02 Kinder, 16,99: 14 bis 30 Jahre alt, 24,00: 30 btt, 60 Jahre alt unb 2,99 älter, während von den Angehörigen tm Übrigen Reichsgebiete 66,24 auf Kinder, 11,98 auf 14- bis 30- fährige, 17,80 auf 30 bis 60 Jahre alte und 3,98 vH. auf über 60 iährige entfallen Die frier Bevölkerungsgruppen, die sich nach ihrer Beziehung zum .Hauptberufe bilden, verteilen sich nämlich nach dem Alter in folgender Weise: Die Betrachtung ber Anteile der Altersstufen an der Zahl der Erwerbstätigen der einzelnen Berufsabteilungen in den Grotz- städten gegenüber denen in den übrigen Gemeinden gestaltet sich ebenso wie die Verteilung für die Erwerbstätigen ^7" (eine Ausnahme macht allein die Altersstufe 16 btö 30bei ber Berufsabteilung D . Der Zahl nach verteilen ,ul) bic Erwerbstätigen der Altersklassen auf die Berussabte.iluugen wie folgt: Berufs- unter 16 16-30 30-50 50-70 70u.dar. unbek. Gesamtzahl ber int Reiche gezählten Erlverbö- tätigen ber beiden BeruiSabieiluiigen C unb D die tn ber Großstadt lebenben, im Handel und Verkehr erwerbend Tätigen etwa^ über ein Tritte! und die mit Lohnarbeit wechfelnber Art ,ich Ernährenden sogar nahezu die Hälfte aller im Reiche betragen, so ist auch der Anteil jeder der einzelnen Altersklanen ber grotz- städtifchen Erwerbstätigen dieser beiden Be^ifsabteckungen am größten, den Durchschnitt des Anteils der Großstädter an per ReichSbevöllerung am wertesten überftetgenb. Den Hochstgmeil fron 47,85 vH. aller Erwerbstätigen der gleichen Berufsabteüung und der gleichen Altersstufe erreichen die 30- bis oOiabngen Lohnarbeiter wechselnder Art rDt m der Großstadt und untet den Erwerbstätigen des Handels die grotzstäbttichen E-Perionen der Altersklasse 16 bis 30 (mit 43,7/ . Unter beu 50- bis 70- jäbrigen Personen ber Abteilung D entfallen 42 80 derun Reiche gezählten auf bic Großstadt. Die entlfrrechende Zahl Tur bic 16 bis 30 Jahre alten großstädtischen.Lohnarbeiter (wechiel^r Art und persönlicher Dienstleistung । stellt sich mit 41,98 vH. unb für die in der Großstadt gewählten jugendlichem , lnc im .Handel beschäftigt sind, auf 40,46. Die 30- bis i>0 mbrigen und die 50 bis 70 Jahre alten S^stadtuchen nnHanbelBrrm^ tätigen überragen auch noch den Durch,chnitt weitaus, die Großstädter umer ihnen machen 38,75 bezw. 34,39 vH. der im Reiche ermittelten gleichaltrigen Berufsgenosstn aus. Von der Gesamtbevölkerung der Großstädte ,md 6,875 Millionen ledig, 4,261 Millionen verheiratet (oder getrennt lebend) und 656 050 verwitwet oder gerichtlich gegeben. Diele Zahlen verteilen sich auf Otc Bevölkerungsgruppen in folgender JBeiie: ledig verheiratet verwitwet 2 461 226 388 509 245 962 3 779 341 Sine Schwester der Kaiferm gestorben. Karlsruhe, 21. Juni. Prinzessin Feodora zu Schleswig-Holstein, die jüngste Schwester der Kaiserin, ist heute vormittag in Ober-Saßbach bei Ach em, wo sie zum Besuche der Freifrau fron Roeder wellte, an Herzschwäche gestorb en. ♦ Prinzessin Feodora ist am 3. Juli 1874 geboren, sie war unvermahlt. . Heber die Todesursache meldet uns uoch ein Telegramm : Lber-Saßbach, 21. Juni. Die Prinzessin weilte seit drei Wochen bei Freifrau von Roeder in der Billa Hoch selb. Sie war gestern zur gewohnten Stunbe aus. gestanben unb hatte sich noch mit ihrer Umgebung unter- hallen: gegen 10 Uhr wurde sie fron einem plötzlichen Unwohlsein' befallen unb bewußtlos. Man telegraphierte sofort an ben Bezirksarzt Tr. Schneider in Achern, ber al-bald hier ein traf, aber nur ben inzwischen eingetretenen Tod feststellen konnte, ber anscheineub infolge von Embolie eingetreteu ist. ... Die Kaiserin hat sich mit ber Prinzessin ^riebrrch Leopold nach Dber-Saßbach begeben, wo bic Ankunft heute früh erfolgte. Auch ber Kronprinz und Prinz Ab albert von Preußen sinb hierher abgereist._________ ver Rückgang de; Lombismus in Zranireich. O Paris, 21. Juni. Tie neue Wahl nieder läge des Generals Andre, ber in der Lote b'£r für ben bnrch den Tob des Radikalen Ricard erledigten Senatorensitz erfolglos kandidierte, wird, wie man nicht anders erwarten konnte, von der nationalistischen unb klerikalen sowie auch ber gemäßigten Preße reichlich ausgebeutet, um alle eureitfrarjen wieber heroorzuzerren. Tas merkt man schon an ben Tttellt, wie „Der alte An- 882 058 3 251 536 3 299 994 2 121 496 256 261 750 561 374 3 630 337 3 142 203 1 039 353 74 956 811 76 575 718 216 904 808 361 404 31 614 879 19 970 94 632 86 337 59 969 6 756 40 18 282 682 871 364 369 143 002 13 677 268 jbÄ Kroscherzogl. DbcrTefircr T*r. Streifer zu Bad-Nrürherm toegen eines in einer hessischen politischen Zeitung veröffentlichten Artikels gemaßregelt worden ist? Welche ISrimbe haben die Großherzogl. Regierung zu dieser Maß- regelnnig veranlaßt? Die Handelskammer Mainz richtete in ihrer ^Eigenschaft als Dorort des hessischen Handelskammertages eine Eingabe an das Ministerium der Z-inanzen, von dem beabsichtigten direkten Mhlenbezug für die staatlichen Anstalten absehen zu wollen, da die durch den direkten Bezug zu erwartenden Vorteile nicht so groß seien, um die für den Kohlenhandel damit eintretenden Nachteile aufzuwiegen. Deutsches Reich. Der Kaiser nahm am Dienstag im Neuen Palais die Vorträge des Chefs des Militär'kabinetts und des Chefs des Marinekabinetts entgegen. Nachmittags 5 Uhr stattete der Kaiser dem Reichskanzler einen Besuch ab. — Der Kaiser ist heute früh 8 Uhr nach Altona-Hamburg abgereist. Der Reichskanzler begibt sich heute nach Schloß Bebenhausen, um dem Königvon Württemberg seine Aufwartung zu machen. < Tie schwedischen Tarifverhandlungen, die sowohl in Stockholm wie in Berlin geführt werden sollen, dürften kaum vor dem 1. Oktober beginnen. Bom 1. Sevt. ün sollen wiederum vertrauliche Berhandlunaen zwischen der deutschen Regierung und den deutschen Interessenten stattfinden. In dem durch die Mandatsniederlegung des Abgeordneten Mueller-Sagan freigewordenen 4. Berliner Landtagswahlkreis will die Fortschr. Volkspartei den Hirsch-Dunkerschen Verbandsanwalt Stadtverordneten Goldschmidt als Kandidaten aufstellen, der schon früher dem Abgeordnetenhause augehört hat. Ausland. Der vierte internationale Kongreß^r Handelskammern und sonstigen Handels- und Industrievereinigungen wurde in London mit einer Ansprache des Handelsministers Buxton eröffnet. Die Zahl der Teilnehmer beträgt 450; unter ihnen befinden sich vierzehn Vertreter aus Deutschland. . Der englische P r em i e r m in i st er A s g ui t h empfing zwei D b o r d n u n g c n v o n I r a u e n , die eine gehörte dem Verbände des Vereins für Frauenstimmrecht an, während die andere aus Vertreterinnen brr Frauenliga gegen das Frauenstimmrecht bestand. Bekamitlich hat die bisherige Weigerung Asquiths, die Anhängerinnen des Frauenstimmrechts zu empfangen, im vergangenen Jahre Anlaß zu Unruhen in der Nachbarschaft des Parlaments gegeben. — Asquith hob beim Empfang der An- höttgertnnen des Frauenstimmrechts hervor, da bei den maßgebenden Persönlichkeiten beider Parteien die Meinungen über das Frauenstimmrecht weit auseinander gingen, erscheine cs ihm nicht als wahrscheinlich, daß irgend eine Regierung dem Parlament einen Gesetzentwurf über das Frauenstimmrecht vorlegen könnte. Die Aussichten für die Annahme eines solchen Gesetzentwurfes würden außerordentlich schwach sein. Er sei indessen der Ansicht, daß dem Unterhaus Gelegenheit geboten' werden müßte, feine Meinung darüber zu äußern. Er werde dem Kabinett die Wünsche der- Deputation unterbreiten und im Unterhause eine Erklärung darüber abgeben. Die französische D e pu t i e r t c n ka m m e r setzte heute die Beratung der Interpellationen über die allgemein e P o l i t i k fort. Turmal (Svz.-Rad.l sprach den Wunsch aus, daß die Arbeiterfürsorgegesctze auf die ländlichen Arbeiter ausgedehnt würden. Augagneur lunabh. Svz.) crLärte, er stelle fest, daß trotz des wirtschaftlichen Gedeihens des Landes die sFinanzlage Fraickreicl)s nicht befriedigend sei. Deschanel lLinks- rcpublikaner) trat für das Proportionalwahlsystem ein, bekämpfte aber die Erneuerung eines Teiles der Mandate und die Verlängerung der Legislaturperiode. Der Redner forderte die Regierung auf, Reformen im Verwaltungs- und Gerichtswesen einzuführen Und Achtung vor der persönlichen Freiheit, für die Freiheit bei) Arbeiter und für Gleichheit vor dem Gesetze zu sorgen. (Lebhafter Beifall.) Nach der „Vossischen Zeitung" haben die diplomatischen Vertreter Chinas im Auslande den Auftrag erhalten, den in Europa imb in Amerika studierenden chinesischen Studenten mitzuteilen, daß das Ministerium für Erziehungswesen ein Verbot erließ, das den Studenten untersagt, eine Ehe mit einer Ausländerin einzugehen. Ein Telegramm aus Cananea tMexiko' meldet eine revolutionäre Bewegung und die Verkündigung des Kriegs- gesehcs in Cananea und in anderen Grenzstädten. Die Bewegung ist im nördlichen Teile von Mexiko unter iuugen Leuten entstanden, die politische Freiheiten verlangten. Der Ausbruch war für den Wahltag am 26. Juni beabsichtigt. In der Provinz Snora wurden Hunderte von Verhaftungen vorgenommen. Die Anführer sind deportiert worden. . Der Friede im Saugewerbe. Dresden, 21. Juni. Die Maurer nahmen heute die Arbeit wieder auf. Stuttgart, 21. Juni. Tie Maurer und die Bauhilfsarbeiter haben beschlossen, die Arbeit noch nicht wieder aufzunehmen. Eine heute im Gewerkschaftshaus stattgehabte Versammlung beschäftigte sich mit dem Dresdener Schiedsspruch. Die Aufnahme der Arbeit in Gr.-Stuttgarl hänge von dem Beschluß des gegenwärtig in Charlottenburg tagenden Verbandstages der "Maurer ab. Kaiserslautern, 21. Juni. Die hiesigen Bauhandwerker haben in einer gestern abgehaltenen Versammlung beschlossen, den Spruch des Dresdener Schiedsgerichtes anzunehmen und die Arbeit wieder a u s z u n e h nt c n. Straßburg i. E., 21. Juni. Eine heute nachmittag stattgehabte Versammlung der an der Tarifbewegung im Baugewerbe beteiligten Arbeiter beschloß, die Arbeit morgen noch nicht wieder aufzunehmen, sondern morgen abend in einer neuen Versammlung endgültig darüber Beschluß zu fassen. Der Vorsitzende der Versammlung erklärte, daß er die Verantwortung eines bestimmten Beschlusses heute nicht übernehmen könne, weil die Vertreter des Lokalverbandes in Berlin abwesend seien. Hauptversammlung der Ernst-Ludwig- vereint R.B. Darmstadt, 21. Juni. . Der Ernst-Ludwiq-Verein, Hessischer Zentral-Verein für Errichtung billiger Wohnungen, hielt heute seine Hauptver-, sammlung ab, die sehr zahlreich aus allen Lanbesteilen besucht war. An Stelle der verhinderten beiden Vorsitzenden leitete Oberbürgermeister Köhler- Worms die Versammlung. Er begrüßt dann die Ehrengäste, darunter den Fürst zu Solms-Brann- fels und den Vertreter der Regierung Oberregiernngsrat Dr. Hölzinger, sowie eine Anzahl Kreisräte und Bürgermeister. Der Generalsekretär, Landeswohnuugsinspektor G r e tz s ch e l erstattete daraus den Geschäftsbericht, dem folgendes entnommen sei Das W o hnungsan gebot hat sich im Berichtsjahre nicht günstig entwickelt, nachdem schon im Jahre vorher das gleich^ festgestellt werden mußte. Es ist dies in erster Linie die Folge der geringeren Bautätigkeit. In einer nicht geringen Zahl von Gemeinden hat die Wohirungsproduktion noch nicht die Hälfte des Umfanges normaler Zeiten erreicht. Der Wvhnungsm'aiigel bezieht sich in manchen Gemeinden hauptsächlich ans eigentliche Kleinwohnungen, in manch anderen wiederum auf größere Wohnungen. Nicht feiten fommt es vor, daß nicht eine einzige Woh- nung Icc< steht. Auch die gemeinnützige Bautätigkeit war geringer als in normalen Zeiten. Es wurden von Bauvereincu im Jahre 1909 erstellt 62 Häuser für 78 Familien im HerftelkungSwerte von rund 12 Million Mark. Das sind an sich ganz ansehnliche Zahlen. Auch die Bauvereine, die auf durchaus wirtschaftlicher Grundlage arbeiten, müssen in ihren Maßnahmen vorsichtig sein. Die bei ihnen angelegten Kapitalien sind immerhin erheblich. Haben sie doch bisher schon Werte von mehr als 7 Millionen Mark geschaffen, wie sie verfügen über ein Geschäftskapital von rund b/i Millionen Mark. Ihre Reserven betragen nahezu <300 000 Mark, 27 Proz. des eingezahlten Geschäftskapitals. Ihre praktische Tätigkeit gewinnt übrigens erheblich an Bedeutung. Ganz zweifellos zeigt sich ihr günstiger Einfluß auf das Wohnungswesen und die von einer Anzahl Bauvereine errichteten Wohnviertel haben sich als eine Wohltat für die minderbemittelten Familien erwiesen. Bautätigkeit in größerem Umfange haben im Berichtsjahre aus- geübt: der Bauverein „Daheim" in Darmstadt, Bauverein „Eigenheim" in Offenbach und die gemeinnützige Baugenossenschaft in Vilbel. Bei den Bauten sind nicht nur Gesichtspunkte der praktischen Einteilung, sondern auch ästhetische Rücksichten zur Geltung gekommen, lieber die Baukosten der neuen Häuser des Darmstädter Vereins liegen nähere Angaben vor. Es handelt sich um Zwillingshäuser. Jede Hälfte hat einschl. Wohnküche 6 sehr schöne Räume. Es ist bestes Material verwendet worden. Die Baukosten betragen rund je 6500 Mark, gewiß ein Beweis dafür, daß mit größter Sparsamkeit gebaut worden ist und trotzdem wurde etwas Mustergültiges geschaffen. Neu entstanden sind tm Berichtsjahre drei Bauvereine, in Neckar-Steinach, Gründer g und Roßdorf. Von Gemeinden haben nur Worms und König Häuser mit kleinen Wohnungen in eigner Regie gebaut. Ferner ist von mehreren Arbeitgebern wieder Wohnungsfürsorge im Interesse ihrer Arbeiter betrieben worden. Was die Unterstützung der Bauvereine durch die Gemeinden anbelangt, so ist hier noch nicht alles so, wie es sein müßte und wie es vom Wohnungsfürs'vrge- gesetz beabsichtigt ist. Es herrschen noch mancherlei Vorurteile und unrichtige Anschauungen, auch wird das Risiko der Gemeinden bei der Bürgschaftsübernahme für Darlehen der Bauvereine oft weit überschätzt. Die Geldmittel für die gemeinnützige Bautätigkeit sind im Berichtsjahre fast allein von der Landesversicherungsanstalt bereitgestellt worden. Die Bauvereine wären ohne die Anstalt manchmal in Verlegenheit geraten, nachdem eine neuerliche Auslegung des Wohnungsfürsorgegesetzes durch das Justizministerium dahin geht, daß Darlehen für Wohnungszwecke ans der Landeskreditkasse nur so weit gegeben werden können, als die Bauvereine Mietshäuser bauen. Solche werden aber von diesen nur in geringer Zahl errichtet, das Streben geht auf Herstellung Don kleinen Häusern zum Verkauf an Minder bemittelte. Die normale Wohnform ist daö eigene Haus und es hieße die Volksseele schlecht verstehen, wenn man den in jedem Menschen schlummernden Wunsch nach Erwerb eines eigenen Heims nicht nach Möglichkeit gerecht werden wollte. Darüber kann kein Zweifel herrschen, daß einem großen Teil der Bevölkerung dieses Ideal verschlossen bleibt. In unserem Lande ist die Möglichkeit, kleine Eigenhäuser zu errichten, noch in großem Umfange vorhanden, man bedenke, daß im Berichtsjahre selbst in Darmstadt und Offenbach kleine Häuser zum Verkauf gebaut wurden. Ich halte das aller Theorie zum Trotz für eine sehr erfreuliche Tatsache. Man hält dem das Gespenst der Spekulation entgegen. Gewiß, die Gefahr besteht. Aber durch den Normal-Kaufvertrag wird der Spekulation für lange Zeit tiorgebeugt. Die Wohnungsreform umschließt auch ein Stück Erziehungsarbeit. Als ein schweres Hindernis hängt an allen ihren Bestrebungen die Verständnislosigkeit für die Bedeutung einer guten luib gesunden Wohnung oder der Mangel an gutem Willen, eine olche zu bezahlen. In ben Fallen letzterer Art wird freilich m der Regel auch ein Aufklären oder Belehren wenig nützen, während da, wo nur Mängel in der ordnungsgemäßen Benutzung der Wohnung herrschen, iwch eher auf Besserung gerechnet werden kann. Das von dem Verein für diese Fälle ausgearbeitete Merkblatt „Regeln für gutes und gesundes Wohnen^ hat große Verbreitung gefunden. In der letzten Borstandssitzung ist u. a. beschlossen worden, an die Sparkassen, Berufsgenossenschaften und Krankenkassen heranzutreten, damit diese für den Kleinwohnmigsbau Mittel zu gün- Itigcn Bedingungen bereitstellen. Namentlich von den Sparkassen wird erhofft, daß sie dem Nachkommen. Sckwn bisher haben sich mehrere Sparkassen in dieser Richtung betätigt. Weiter wurde beschlossen, an die Regierung eine Eingabe zu richten, irm eine andere Aus l e gung des Wohnungsfürsorge- ge setz es hinsichtlich der von mir schon vorhin erwähnten Darlehenshergabe aus der Landeskreditkasse zu erreichen. Endlich beschäftigte sich der Vorstand mit der in der vorjährigen Hauptversammlung angeschnittenen Frage der staatlick>eu Bodenpreis- polittk. Auch in dieser Richtung soll mit der Regierung Fühlung genommen werden. Uebrigens sei hervorgehoben, daß vor kurzem die Forstverwaltung einer Baugenossenschaft bei Erwerb siskali- chen Geländes sehr entgegengekommen ist. Der im vorigen Jahre von Professor Dr. Bier wer gehaltene Vortrag über die Geldbeschaffung hat in Fachkreisen große Beachtung gefunden. Die Vorschläge des Herrn Dr. Biermer ind — soweit ich übersehen kann — als durchaus brauchbar bezeichnet worden. Ich bin überzeugt, daß sie noch weitere Kreise ziehen und auch noch praktische Folgen haben werden. Der Verein hat jetzt eine beinahe achtjährige Tätigkeit hinter si.ch. Fragt man, wie letztere auf das Wohnungswesen eingewirkt hat,, so darf inan von guten Erfolgen sprechen. Es steht außer Zweifel, daß sich in den letzten Jahren die Wohirungs- verhältnisse erheblich gebessert haben. Mißstände sind beseitigt worden, von Gemeinden und Bauvereinen wurde eine ansehnliche Zahl guter Kleinwohnungen erstellt, die Privatbautätigkeit ist häufig mit Erfolg zur Errichtung von kleinen Häusern angeregt worden. Die kommunale Bodenpolitik hat erheblich an Ausdehnung gewonnen. Eine solche wird nicht nur von den fünf großen Städten in wesentlichem Umfange betrieben, sondern auch mehrere kleinere Städte und Gemeinden sind hier sehr erfolgreich tätig. Wohl in keinem anderen deutschen Bundesstaate ist die Organisation der Wohnungsreform so umfassend und bis in die kleinsten Gemeinden dringend, wie in Hessen. Recht wünschenswert wäre es, wenn man in anderen deutschen Staaten baldigst mit ähnlichen Maßnahmen nachfolgen nröchte. Es könnte sonst der Eindruck entstehen, als ob bei uns wohl die Wohnungsverhältnisse besonders schlecht seien, was keinesfalls zutrifft. Man kann behaupten, daß es viele deutsche Landesteile gibt, die einer Reform des Wohnungswesens viel mehr bedürfen als wir. Nach dem Tank des Vorsitzenden an den Generalsekretär erstattete Direktor Doering- Gießen den K a s s e n b e r i ch t Der Vermögensstand belief sich Ende 1908 auf 3251 Mk Tie Einnahmen 1909 betrugen für Mitgliederbeiträge 4571 Mark, für verkaufte Drucksachen 6119 Mark, in Summa 10 691 Mark Die Ausgaben stellten sich auf 10 479 Mark. Zu dein Mehr von 211 Mark kommen norfr die kapitalisierten Zinsen für 1908/09 mit 253 9^01-?, so daß sich für Ende 1909 ein Vermögensstand von 3716 Mark ergibt. Bei der darauf vorgenommenen Neuwahl von Vorstandsmitgliedern wurden die drei Ausscheidenden Geh. Rat Dr. Dietz, Darmstadt, Oberbürgermeister Dr. G ö 11 e l m a n n , Mainz und Pfarrer Loos, Butzbach wiedergewählt. Dann begannen die V o r t r ä g c. Zuerst sprach Professor Dr. Rudolf Eberstadt - Berlin über „Die Ausgestalliing der Bebauungspläne in großen und Heinen (Vernein' d e n", wobei er eine Reihe interessanter Streiflichter auf das Wohnungswesen in Hessen warf. In Hessen verlangt die Hauptmasse der Bevölkerung (92%) die kleinen und die kleinen Mittetwoh- nungen. Unser Wohnungsbau müsse daher im Wesentlichen Klein-Wohnungsbau sein. Ter Kleinbau müsse dein Städtebau das Efepräge geben. Die Vermehrmig der Bevölkerung in Hessen sei stark und stetig, und von den verschiedenen Crimrbs- sormen hätte die Landwirtsck>aft in Starkenburg und Rheinhessen einen starken Mckgang erfahren, auch Oberhessen habe einen Rückgang um 7I/2% zu verzeichnen, während Industrie und Handel eine starke Zunahme aufweist, bis zu 30%. Es fei vor allem mit dem Gedankenkreis zu brechen, ans dem das Baufluchtliniengesetz herv'orging. Wan verlange Ordnung im Straßenbau, aber keine Schablone. Die drei Zicke, die man dafür aufstellte: Verkehr, Feuersicherheit und öffentliche Gesundheitspflege, seien gänzlich ungeeignet, um eine richtige Grundlage für das Wohnungswesen zu schaffen. Die Kun'st der Geländeaufteilung sei der vornehmste Zweck des Bebauungsplanes, und diese Kunst sei leider fast ganz abhanden ge- ?ommen. Das neuzeitliche Bauwesen müsse auf dem bewußten Zweck der Straße beruhen, die .sich scheide in Verkehrs unb Wohnstraße. Die letzten solle lediglich Wohngelände ausschließen, es für die Bebauung bereitstellen guf die billigste und vorteil- Hasteste Weise unter Berücksichtigung des Wohnbedürfnisses und der Häuslichkeit der Anwohner. Tie Wohnsttaße brauche kein schnurgerades Pflaster, die Sackgasse, diese heimlich traute Anlage, müsse im modernsten Städtebau nrieber ausleben. Der Redner wies in seinen l1 ^stündigen Ausführungen besonders auf die vielfach günstigeren Verhältnisse in England hin und erläuterte dann an der Hand von Illustrationen die prattische Art des Klein- wohnungsbaus. Den zweiten Vortrag hielt Regierungsrat P i ft o r - Darmstadt über das Thema: „W ohnungsfrage und Säugling s s ü r s o r g c". Er wurde ebenfalls sehr beifällig ausgenommen. Ans Stadt uttfc Lasrd. Gießen, 22. Juni 1910. • * Lande? Universität. Der ordentliche Profeffor der Forstwissenschaft, Geheimerat Dr. Richard Heß, der zum 1. Oktober in den wohlverdienten Ruhestand tritt, begeht morgen in vollständiger körperlicher und geistiger Frische seinen 7 5. Geburtstag. • • OrdenSauSzeichnung. Der König von Preußen hat den nachbenannten Offizieren ?c. die Erlaubnis zur Anlegung der ihnen verliehenen nichtpreußischen Orden erteilt, und zwar: des GroßkreuzeS des Hessischen LudewigsordenS: dem Generaladjutanten General der Kavallerie v. Scholl, Generalkapitän der Schloß- und Leibgarde und Kommandeur der Leibgendarmerie; des Komturkreuzes zweiter Klasse des Hessischen Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Generalmajor v. Hutier, Kommandeur dec 74. Infanterie- Brigade; des Russischen St. AnnenordenS dritter Klaffe: dem Hauptmann Schwierz im Leibgarde-Jnfanterie-Regiment (1. Hess.) Rc. 115. * * Erledigte Lehrerstellen. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Eberstadt (Kr. Darmstadt); die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Betzenrod. Mit der Stelle ist Organisten- und Vorleferdienst verbunden. * * Land Mirts ch afts ka. m m e r. Die auf gestern anberaumt gcmcsene Vorstandssitzung mußte wegen dringender landwirtschaftlicher Arbeiten a u s f a l l en. Ein neuer Termin für die Sitzung ist noch nicht bestimmt. ""Obsternte-Aussichten. Johanni ist vor der Tür und damit die Zeit, in der der Obst- und Gartenfreund die ersten Früchte seiner Mühe erntet. Die Gartenerdbeere lohnt reichlich mit herrlichen vollkommenen Früchten und entschädigt im voraus sür den in Aussicht stehenden geringen Ertrag der Stachel- und Johannisbeeren. Diese sind in der Blütezeit den kalten Nächten zum Opfer gefallen. Auch Kirschen und Zwetschen sind aus demselben Grunde nur dürftig behangen. Zwetschenkuchen wird ivohl im Herbst nur als Delikatesse austreten. Birnen gibt cS mäßig viele. Die frühblühenden Sorten haben unter kalten Regengüssen gelitten. Wer denkt nicht noch mit Entzücken an den herrlichen Anblick, den die diesjährige Apfelblüte bot?! Wenn auch der Blütenstecher manchen Keim vernichtet hat, so verspricht doch der Apfelbaum im allgemeinen den reichsten Erntefegen. ""Die Vergebung von Weißbinderarbeiten an den Marktlauben zeitigte folgende Angebote: Weißbinder- meister Eduard Kohlermann 201,77 Mk.; Rau 209,40; Eise 212,20; Weller 214,80; Pfaff 229,95 ; Herzberger 231,55; Schwall 241,25; Neuling 241,90; Wagner III. 252,85 und Wagner II. 269,45 Mk. * * Die gestrige O p c r e t t e u v o r st e l l u ug, die uns den alten, lieben Vogelhändler brachte, der ein mal die l)albe Welt begeistert hat, war etwas besser besucht, als die vorhergehenden Borstellungeli, aber doch nicht so, wie man cs eigentlich erwarten sollte. Tic Tarstetlung, die sich unter Herm. Nordens Leitung inanchmal gar zu sehr ins Possenhafte verlor und durch ein paar recht ftnattc Improvisationen gewürzt" war, gelang im all« gemeinen recht gut. Fritz Sehb old sang den Vooelhändler mit frischem Temperament und anmutendem Geschick, unb wenn auch die Stimme nicht besonders groß ist, so erfreut sie doch durch eine sorgfältige, klare Behandlung. s3c- sonders gut gelangen ihm: Schenkt man sich :Ho)cit, unb- Wie mein Aehndl. Grete Brill erntete mit ihrer kecken, lustigen Briefchristei wieder ungewöhnlichen Beifall und mußte sich mit Hans Wernert als Gras Stanislaus zu einer Wiederholung dcS herzigen: Mir scheint, ich kenn dich spröde Fee! entschließen. Viel Beisall sand auch Else Ro- sarita, namentlich mit: Fröhlich Psalz und: Schenkt man sich Rosen. Große Heiterkeit riefen die beiden Professoren (Kürt Gühne und Friedr. Tim i an) in ihren burlesken Rollen hervor. Lore Scholz fand sich mit Humor in ihre Altjung fernrolle. Von den übrigen sind noch Otto Con r a d i als Schulze, Hilda T h c d e als Wirtin zu erwähnen. Der Chor und das Orchester unter Alfons Mourots Leitung unterzogen sich mit Geschick ihrer Aufgabe. Bedauerlich waren die starken Kürzungen im 3. Aufzug. -I. ** Stadttheater. Am Dienstag, 28. Juni, findet als 6. Operettenabonncmcntsvorstellung eine Aufiülirung von Strauß „Z i g e u n c r b a r o n" statt. — Es sei darauf hingewiesen, daß für die zweite Hälfte der Opercttengast- spiele noch T ei lab o n n e m e n t s ausgegeben werden, die eine wesentliche Ernräßigung gegen die' Einzclvreisc bedeuten. Bestellungen wolle man im Brieftasteu des Sta^l- iheatcrs niederlegen; Ausgabe der Karten ersotgt von Sonntag ab. ** Neue Fernsprechanschlüsse. Im Interesse möglichst ftühzeitiger Inangriffnahme der Arbeiteit zum weiteren Ausbau der Fernsprechanlagen ist cs erforderlich, daß die Anmclbungen neuer Fernsprechanschlüsfc spätestens bis znm 25. Juli den Kais. Telegrirpheiianstalten vorliegen. Verspätet an gemeldete Anschlüsse, die infolgedessen außerhalb des Bauplans nur mit Mehraufwendungen (z. B. durch besondere Entsendung einer Bau- lo tonne nfiu.i herzu stellen sind, werden in dem laufenden Bauabschnitt nur dann ausgefiihrt, wenn die Antragsteller zu den entstehenden Mehrkosten einen Zuschuß von 15 Mk. leisten oder, wenn diese Mehrkosten den Betrag von 50 Mk. übersteigen, den wirklich ausgcwcndctcn Kostenbetrag erstatten. ""Die Stenographen-Gesellschast „Gabels» berg er" feierte am Samstag ihr 13. Stiftungsfest im Bezirks--Kriegcrfcstes zu I Butzbach Stbhf. ab 1145 mittags, Muschen- heim an 1227. Sonderzug an an an an fahren: Sonderzug II Muschenhcim ab 100 mittags, Butzbach Stbhf. an 202. Butzbach-Licher Eisenbahn. Am Sonntag den 26. Juni er. werden aus Anlaß des Sonderzug III Bad-Nauheim ab 1120 mittags, Griedel 1152 (Anschluß an Sonderzug I). Sonderzug IV Griedel ab 1215 mittags, Bad-Nauheim 1243 mittags. Sonderzug V Butzbach-Ost ab abends, Pohlgöns 838 abends. Sonderzug VI Pohlgöns ab 845 abends, Butzbach-Ost 853 abends. Die Sonderzüge halten an allen Zwischenstationen. Näheres ist auf den Stationen 511 erfahren. Die Bahnverwaltnng. GrLginal-Drahtmelduirgen. Tagung der 2. hessischen Kammer. R.B. Darin stad t, 22. Juni. Die Zweite Kammer trat heute zu einer Sitzung zusammen, in der Vizepräsident Korcll den Vorsitz führte, da Präsident 5)aas immer noch nicht vollständig wicderhergcstellt ist. Bor Eintritt in die Tagesordnung wurde der ncugewähltc Abgeordnete Tr. Wolf-Gonsenheim (fortschr. Vvlksp.) vereidigt. Abg. Köhl er teilt mit, daß er seinen Antrag betr. Schiss- fahrtsabgaben zurückziehe, da Staatsministcr Ewald erklärt habe, das; der abgeändertcn prcuß. Vorlage int Bundesrat zugestimmt worden sei und er die Gründe dafür später näher darleaen würde. Nach längerer Auseinandersetzung über die Geschäftsordnung wurde der Antrag des 9Ibgcorbnetcn M 0 lthan, zuerst in die Beratung der Gemeinde st cucrvorlagc cinzutreten, angenommen. Abg. Eibach bat, daß, wenn die übrigen Beratungsgegenstände abgesetzt würden, wenigstens die Nebenbahn Sprendlingen —Kreuznach erledigt würde. Abg. Tr. O s a n n ersucht, die Anfrage betr. die Borromäus- Enzyklika zur Beratung zu bringen. Es wird dann in die Beratung der G e m c i n d e st e u e r - Vorlage cingctrcten, die Fiuanzminister Braun in längerer Rede begründet. Gambach folgende Sondcrzüge ge- O--/, Märkte. th. Gießen, 21. Juni. Ter heutige Rindvieh markt hatte einen Austrieb von cliva 1400 Stück Großvieh, 100 ^Jungtieren und 350 Kälbern. Der Vorhandel in Milchtieren war bei hohen Preisen sehr statt. Tas Jungvieh für ZucMäweckc ivurdc schon am Samstag und Wontag von Einkäufern aus Würltenwer- und dem Allgäu in größeren Transvorlen ausgckauil lind gut bezahlt. Erfahrene HaiidelSlente erklären, c* sei ]cnt eine umgekehne Welt, früher habe'man Jungtiere un Allgäu für Oberhesjen an- qelauit und jetzt kämen die Handelsleute von dort 511 uns imb lanien ein. — Am Markt war eine förmliche fllut von Einkäufern versammelt, die von reger Kauflust beherrscht war. Be» flottem Handel wickelte sich daS Gc'chäst sehr schnell ab, trotz höherer Preise gegenüber dein letzleir Alarkt. Aiilchliere giiigcn nach dem Alain, der "Nahe, der Mosel und den, Rhein hin ad und wurden >o Iwcb bezahlt, daß die Einkäufer auS Lberhessen, Kurhesien und tciliveise aus Nassau nicht mittun koniiten. Tav vorhandene Jimg- vteh ging meistens in die Gegend von Aschaffenburg. Felle Rinder ivnrdcn zu ciiorinen Prciseii in erstklassiger Ware für Wiesbaden und Frankfurt a. Al. gekauft. Tanut wiirbc eine Vrcisstcigerung ocs ganzen Fetlviehvorrates hervorgeriilen. Aui den: Kälberntarkr inachtcn sich hauptsächlich die Einkäufer für Wiesbaden und Frank- nnt a. M. wütende Konkurrenz, wodurch die Preise auf die alte Hohe getrieben ivurdcn, so daß die Staufer aus der Provinz sich dem Pandel fern hielten. Es wurden bezahlt: Kühe, frischmelkend und tragend, 1. Qual. 650 bs h00 Alk. (vereinzelt auch 30 Mk. höher), 2. Qual. 450—525 Alk., 3. Qual. 360 bis 425 Mk., Jungtiere zur Zucht und 'Dlalt je nach Alter, Form »lnd Qualität 130—230 Mk. Gehaudelt wurde der Zcntiier Schlachtgewicht: Fette Rinder 1. Qual. 79 bis 81 Mk. (einzelne extra sckuvere Stücke bis 84 Mk.), 2. Qual. 76 bis 78 Mk., icltc Kühe 1. Qual. 73 bis 75 Alk., 2. Qual. 70—72 Mk., 3. Qual. 65 bis 69 Alk., Kälber 1. Qual. 80-85 Mk., 2. Qual. 72 bis 78 Alk., 3. Qual. 65 bis 71 Alk. Felle Ochsen iverdcii in der Gegend der Zentner Schlachtgewicht bezahlt in 1. Ware 84—86 Alk., in 2. Qualität 81 bis 83 'Dir. le. Frankfurt a. M. Schiveinemarktbcricht vom 22. Juni. Ausgetriebeii ivareii 978 Schweine. Voll fleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebcndgew. 00.09-00 Mk., Schlachtgewicht 00—00 Mk. Vollstcischige Schwemc über 2 Zentner Lebendgewicht 00—00 Mk., Schlachtgewicht 00-00 Alk. Vollstcischige Schiveine über 2'1» Zentner Lebendgewicht 53.50—55 Mk., Schlachtgeivicht 66.00—69 'Dlf. flett- fchiveiiic über 3 Ztr. Lebendgewicht 53.50—55.u0 Alk., Schlachtgew. 68—70 Mk. Fleischige Schiveine Lebendgewicht 52.50—54.00 Mk., Schlachtgewicht 67.50—69 Mk. Sauen Lebendgewicht 00—00 Mk., Schlachtgewieük 0 «—00 'Pik. Geschäft langsa»i, uiibedeutend. Neuwied, 22. Juni. Tie Fürstin-Mutter zu Wied ist auf ihrem Landhaus Monrepos heute früh 5.45 gestorben. Paris', 22. Juni. In der Akademie der Medizin erklärte Tr. Vincent, daß es ihm gelungen sei, durch Auslaugung von T Y p h us b azil l c n ein Serum her- zustellcn, das bei seinen Versuchen an Tieren und Menschen gute Erfolge hatte. Santiago de EHile, 22.Juni. Der oberste Gerichtshof bestätigte das Urteil über den Kanzlisten der deutschen Gesandtschaft Becker, der wegen Brandstiftung und Mord zum Tode verurteilt morden war. Verlauf der Witleruug feit gestern früh: Tas Hochdruckgebiet ist weiter ostwärts gewandert, ivährc>id daS westliche Tiefdruckgebiet sich auSgebreUet und -an feinem Ostrande Teilwirbcl entwickelt hat, so über Hesseir und Frankreich. Ersterer hat imd) einem heileren Tage über Nacht Trübung und strichiveise in unserem Bc^ zirt geringen Regen gebracht. Der Luitwirbcl überFraiikreich zieht nordostwärls und rüst bald Geivitlerregen hervor. Welleraussichten in Hessen am Donnerstag Dem 23. Juni 1910': 91 ad) Regensällcu und strichweisen Gewittern morgen etwas kühler, südwestliche Winde. WlWr kisüÄMMZ will, verl. kosten fr. Offerte. Besichtig, une. grosastädt. eingericht. Fabrik- lagers nut über 80 compL ZünmerEinrichL sehenswert u. lohnend. Bei gröse. Kauf: Fahrtvergüt. Lief, frei Wohnung unt. Garantie. Fast überall viele Referenzen Cour. Sauer Söhne, frnldn. Möbelfabrik mit Tie Fr au eines die die anberaumt. (B;7c I Der Gerichtsschreiber des | Großherzoglichen Amtsgerichts. Damenverein, die Nealgymnasiums von Heuchelheim, berget Stenographenverein von 1861, der akademische Bereinigung, der Verein des und der Oberrealschule, ferner die Vereine Wetzlar, Lich und Hanau. Der Vergleichsvorschlag ist auf der Gerichtsschceiberei des Konkursgerichts zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Gießen, den 21. Juni 1910. Hotel Einhorn durch einen Kommers. Der Vorsitzende -knüpfte an seine Begrüßungsansprache einen kurzen Rückblick auf die Geschichte der Gesellschaft, auS dem z»i entnehmen ist, daß die Gesellschaft die Mitgliederzahl von 150 überschritten und im abgelaufenen Vereinsjahr auf stenographischem ©c» biete recht gute Erfolge erzielt hat. Es wurden von ihren Mitgliedern 29 1., 14 2. und 6 3. Preise, darunter 4 Ehrenpreise bei Wettschreiben errungen. Bei Gesangs-, Klaoier- und humoristischen Vortrügen verlief die Feier in recht angenehmer Stimmung. Am Sonntag schloß sich ein Ausflug nach dem Jagdschlößchen in Dutenhofen an, der d»e Teilnehmer bei einem Tänzchen bis 10 Uhr zusammenhielt. Beide Veranslaltimgen ivaren recht gut besucht. Von den hiesigen Stenographenveremen waren vertreten der GabelS- <5crid>t»faaL X Hanau, 21. Juni. Vor Dem Schwurgericht batte sich heute der 24jährige Buchbinder Friedr. Wilh. V a p k e aus Mockcr im Kreise Thorn wegen versuchten Totschlags zu verantworten. Ter aus der Strafanstalt Wehlheiden vorgeführte Angeklagte erhielt mit dein 18. Lebensjahre die erste Gefängnisstrafe, dann ging cs in schnellem Lause bergab; er verüble an verschiedenen Orten Straftaten, die ihm 15 Jahre Zuchlhaus einbrachten. Davon bat er erst 15 Monate verbüßt. Als er am 31. Juli v. I. nach München transportiert werden sollte, um dort ebenfalls ab- geurteilt zu werden, kam er in Hanau im Polizeiqefängnis in Zwischenbast und übersiel hier den Polizeigeiänqnis-Ausieher Köhler, um sich die Freiheit zu vcrschafien. Zwischen beiden Personen ent- spann sich ein Kampf auf Leben und Tod. Ter Beamte konnte erst befreit werden, als seine Frau und em airderer Strafgefangener zur Hilke herbeieilten. Die Folge des UeberfaUcS war, daß der Beamte monatelang dem Dienste sernbleiben mußte. Tas Schwurgericht erkannte auf 3 Jahre Gefängnis als Zusatzstrase. Stadt, unt 10.45 Königs Winter. Köln, 22. Juni. L. Z. VII überflog um 11.15 Stadt. zunächst nach der Dohnung des Rektors, Geh. Hofrat Prof Dr. Schenk am Nikolaiweg, und dann gings nach dem Bismarckturm auf dem Tonncrsberg. Dort sand auf der Plattform vor dem Turm eine Feier statt, bei der der Vorsitzende des Ausschusses das Ekdachtnis des eisernen Kanters feierte. Hierauf begab sich der Festzug in die Stadt zurück nach dem Marienplatz, ivo die Fackeln zusammengeworfen wurden. th. W e tz l a r, 21. Juni. 2dachdem für das zu errichtende Kreis Haus, in dem außer den Amtsräumen des Lano ratsamts auch eine Untertunft für die Kreissparkasse geschaffen werden soll, im engeren Wettbewerb der Entwurf des Archiietten Hans Meyer- Gießen siegreich hervor gegangen ist, hat der Kreisausschutz dessen Projett zur Aus- sührung angenommen und ihm die Bearbeitung der Pläne übertrageii. Tie Ausführung des Baues erfolgt durch das Kreis-Hochbauamt Wetzlar. ( ) Marburg, 21. Juni Am nächsten Samstag und Sonntag hält der Deutsche Realschulmänner- Verein hier seine Hauptversammlung ab. w. Fr an k f u r t a. M., 21. Juni. Bei dem Internationalen Concours Hippiquc auf der Internationalen Ausstellung für Sport und Spiel Iain bei der Hoch- und Weitspriug- Konturrenz Leutnant Graf Schars berg vom 5. Ulanen- Regiment über eine 1.80 Meter-Hürde zu Fall und blieb längere Zeit bewußtlos auf dem Platze liegen. Er mußte mittels Automobils in seine Wohnung verbracht werden. Er hat anscheinend schwere innere Verletzungen erlitten. Alzey, 22. Juni. Um 8.45 fuhr L. Z. VII in der Richtung auf Bingen über die Stadt. Bingen, 22. Juni. L. Z. VII wurde um 8.52 Uhr gesichtet. Koblenz, 22. Juni. L. Z. VII kam um 9.45 Über ber etabt an und flog um 10.0.5 über Neuwied. B o u n, 22. Juni.. L. Z. VII überflog um 10.35 Zeppelins 8ahrt nach DWldors. Tie seit längerer Zeit geplante Fernfahrt Zeppelins nach Düsseldorf ist heute begonnen worden. Damit ist gleichzeitig ein neuer Schritt in der Geschichte der Luftschiffahrt getan, denn der L. Z. VII ist lediglich für Verkehrst führten gebaut worden. Unter dem Laufsteg findet sich eine geräumige Kabine, die 20 bis 25 Fahrgäste aufnehmen kann unb über alle Bequemlichkeiten verfügt. Tas Luftschiff, das seine Vorgänger sowohl an Größe als auch an Inhalt .übertrifft, wird vorläufig in Düsseldorf bleiben und von dort aus größere uitd kleinere Passagierfahrteit unternehmen, deren Kosten sich auf etwa 200 bis 300 Mk. belaufen werden. lieber den Verlauf der heutigen Fernfahrt erhielten wir folgende Drahtnachrichten: Friedrichshafen, 22. Juni. Gestern abend gegen s/<8 Uhr unternahm das Luftschiff L. Z. VII feinen letzten Probeaufstieg vor der Düsseldorfer Fahrt, der sich hauptsächlich die Ufer des Bodensees entlang erstreckte und gegen 1 >9 Uhr sein Ende erreichte. Um 3/49 Uhr war das Luftschiff bereits wieder in der Halle. Tie Probefahrt hat zufriedenstellende Ergebnisse gehabt. Tie Vorbereitungen zur Fahrt nach Düsseldorf wurden getroffen. Friedrichshafen, 22. Juni. Heute früh 2 Uhr 45 Min. wurde das Luftschiff aus der Halle gebracht und an die Abfahrtsstelle gezogen. Graf Zeppelin erteilte laut und durchdringenD seine Befehle und punkt 3 Uhr erhob sich das Luftschiff in die Lüfte und schlug, der Bahnlinie folgend, die Richtung nach Ulm ein. Außer deut Grafen Zeppelin, der das Schiff fül)rt, nahmen an der Fahrt Direktor Colsmann, Tr. Eckener, Mapitäu Lau, Kommerzienrat Voegll-Mann- heim und Geheimrat Loewe-Berlin teil. — Tas Luftschiff vafsierte um y24 Uhr Aulendorf, unt 4 Uhr 11 Min. Laupheim. Friedrichshafen, 22. Juni. L. Z. VII ist heute früh 3 Uhr unter Führung des Grafen Zeppelin zu feiner Fernfahrt nach Düsseldorf aufgefliegen. Das Luftschiff erregte um 41(2 Uhr Ulm unb schwenkte in das Neckartal eim" Um 6 Uhr wurde Kann st a 11 in der Richtung auf Ludwigsburg überflogen. Mannheim, 22. Juni. L. Z. VII ging um 7.50 Uhr über die Stadt und flog, dem Laufe des Rhein folgend, stromabwärts weiter. W 0 r m s, 22 .Juni. L. Z. VII überflog um 8.15 Uhr die Stadt. g. Bur kha r ds f eld en, 21. Juni. Landwirts ft ii rzte gestern beim lieber fahr en eines Gra Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Bäckermeisters Ludwig Braun zu Alten-Buseck ist in Folge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags zu einem ZwangSvergleiche Vergleichstermin auf Samstag den 2. Juli 1910, vormittags 9 Uhr, vor dem Großherzogi. Amtsgericht in Gießen — Zimmer Nr. 6 — ZrM * $ •• Tu auf gelter ung mußte ivegn ausfallen. (ft nicht bestimmt Mni ist vor dec ü. ind Sürtenfreiinb bit Gartenerdbeeil en Fruchten und enb t stehenden geringen -beeren. Dieses Opfer gefallen. Aue cinsclben Grunde nr wohl iin Herbst ne cß tnfäift aide. $' Regengiificn ge/äfn. den herrlichen An- Wenn auch de it, \o veäpücht doä eichsten Erntesegen, ißbindcrarbeitkn igebotc: Weitzbin^^ M.; Ran 209,40; Herzberger 231,Ä; gner HL. 252,85 uni Vorstellung, ü- e r brachte, der et ar etwas besser * itqen, aber :e9 Tie Tatste lm hing manchmal c mrch ein paar tf iar, gelang un J nigbtnSogcQa* tendem z groB ist. I» tan si» etc mit *** Ötaf Stantslali. ^ tag.'Ljjii*! e crierhcr ft*’5^ 1 22> Juni 19i0 tritt, b« nb Seistiger ^aubnis zur Jk Orden erteilt, en Ludewigsorden? °°llme v. Scholl lc und Äonmionbtu’ zweiter Klasse btt Großmütigen: her kr. 74. flnfanten». ’ witter blasse: der 3nfanterie=9iegiiner: ^ine mit einem kat? ■r Gemeindeschule,. einem evang. Lehn, reschnlc zu Betzen, und Borleserdieni bens so unglücklich von einem beladenen. ,Heu wagen, daß sie außer einigen Rippenbrück>en auch schwere Verletzungen am Halse davontrug. X. Grünberg, 20. Juni. Für die Obsttzüchter unseres Kreises dürste es wohl von Interesse sein, datz am kommenden Sonntag, 26. d. M., im Gasthaus „Zum Hirschen" hier die Bezirksversammlung des Oberh. Obstbander eins für den Kreis Gießen stattfindet. Die Versammlung bringt unter anderen wichtigen Punkten der Tagesordnung zwei Vorträge, Dr. Hoffmann- Friedberg: Das Zusammenarbeiten des Oberhess. Obstbauvereins mit dem Landwirtschaf tslammer-Ausschuß, Obstbautechniker Wenck: Die Bekämpfung des Schorfpilzes durch Spritzmittel. Gerade letzterer Vortrag wird für manchen Obstzüchter neue Winke bringen. Alle Obstzüchter, wie be- Isonders die Mitglieder des Vereins, die Bürgermeister und Lehrer, finb eingeladen. Ein reger Besirch der Versammlung wäre im Interesse des immer weiter fortschreitenden Obstbaues sehr erwünscht. R. Vadenrod, Kreis Alsfeld, 21. JUni. In diesen Tagen wurde mit der Quellfassung der neuen Masser- I e 11 u n g begonnen. Die im verflossenen Winter an gekauften Quellen " liegen im nördlichen Teile der Gemarkung: der Hochbehälter kommt an den Ostansgang des Ortes. Die Baukosten werden etwa 25 000 Mk. betragen. Menn auch in unserem an beiden Ufern der Schwalm gelegenen Dorfe von einem Wassermangel nicht geredet werden kann, so freut man sich doch aus Äründen der Bequemlichkeit über daS Zustandekommen des Unternehmens. — Lauterbach, 21. Juni. In unserem Kreise bc- stehen drei israelitische Religionsgemeinden, die zur Bestreitung ihrer Bedürfnisse zusammen 4713 Mk. Umlagen erheben. Dem Umlagesatz und dem wirklichen Ertrag nach steht die Gemeinde Lauterbach obenan. Sie erhebt 2633 Mk. — 117,048 Proz., während Crainfeld 1470 — 115,231 Proz. und Schlitz 610 Mk. — 42,046 Proz. erhebt. O Bad-Na uheim, 21. Juni. Die heutige Stadt- verordnetensitzung hatte eine aus 11 Punkten bestehende Tagesordnung zu erledigen, die jedoch allgemeines Interesse nicht in Anspruch nahm. Hervorzuheben ist, daß anläßlich des im September in unserer Stadt stattfinden- den Allgemeinen Deutschen Genossenschaftstages an den Vorstand der deutschen Genossenschasten am Vorabend des Eröffnungstages vonseiten der Stadtverwaltung eine Einladung zu einem Zusammensein ergehen soll. Von der Genehmigung eines Gesuchs des Turnvereins wegen Errichtung eines' Tanzvodens gelegentlich seines 50 jährigen Jubiläums wurde Abstand genommen, da die Stadt die Scl>asfuiig eines großen dauernden städtischen Festp 1 atzes plant Für die F eu cr w c h r wurde die Anschaffuim eines SchlauchwaschgesteNs und einer Fahne für den «Steiger- turnt genehmigt. — Frtedbcrg, 21. Ium. 9ln der Großh. Obstbau- schule zu Friedberg findet vom 18. biß 20. Jtlli ein Beeren- 0 bst - Verwertüngskurst, s statt. Eß werden theoretische und praktische Untermcifungcn in der vollkommenen Verwertung sämtlicher Beerenobstarten zu Wein, Säften, Likören, Gelee usw. erteilt. Der Unterricht beginnt vormittags 9 Uhr, nachmittags 2 Uhr. Das Honorar beträgt für Teilnehmer und Teilnehmerinnen au§ Heften 3 Mk., sonst 5 Mk. Weitere Auskunft erteilt die Direktion der Obstbauschule. L Friedberg, 21. Juni. Der Bürgermeister unserer Stadt, Baurat Stahl, hat zur WiederhersteUung seiner Gesundheit einen dreimonatlichen Urlaub ange- l.rctcn. Tie Bürgermeistereigeschäfte werden 'Jombcit beiden Beigeordneten, Landtagsabgeordneten Tannn und <Äeh. Justizrat Windecker besorgt. Heute hat das Ministerium gcnchmir, daß auf Antrag der Stadtverordnetenversammlung ein dritter unbesoldeter Beigeordneter-ernannt werden soll, dessen Wahl die nächste Stadtverordnetenversammlung tiornchincn wird. Tie Geschäfte des Ortsgerichts besorgt der dienstälteste Ortsgerichtmann Falk. R.B. T a r.mst a d r, 21. Juni. Die Studenten- schäft der Techni|chen Hochschule veranstaltete heute einen Fackelzug zum Gedäckitnis an Bismarck. Bet Beginn der Tunkelheit versammelten sich viele hunderte an der Bismarck- und flranlfurtcr Straße und unter den Klängen mehrerer Militärlapcllen bewegte sich der Zug Enorme Auswahl in Patent-Rohrplatten- u. Pappelplatten - Koffer. 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Abends S3/< Uhr aus der Schaubühne: Wallensteins Lager von Friedr. v. Schiller unter Mitwirkung geehrter hiesiger Damen und Herren. Künstlerischer Beirat: Herr Kunstmaler Forell. Regie: Herr Direktor Hauser vom Rheiu-Mainischen Berbandstbealer. Im Anschluß an diese Aufführung das sensationelle BarietS-Programm. Freitag den 24. Juni. Preisschicstcn von 10—12 Uhr vorm. und 3—8 Uhr nachm. Arena: 4 Uhr nachm. Schüler- Wettspiele. Vorletztes Gastkonzert Johann Strauß und Musik- korps Ins.-Regt. Nr. 81 Frankfurt a. M. Samstag den 25. Juni. Preisschiesten von 10—12 Uhr vorm. und 3—8 Uhr nachm. Arena: 'Jtadjm. 4 Uhr Hockey- Wettspiele (Lessing-Gymnasium gegen Wähler-Realgymnasium). Nachm. 5*/i Uhr Fußball-Wettspiele lAssociation). Drag.-Regt. Nr. 24 Darmstadt gegen Jnf.-Regt. Nr. 81 Frankfurt a. M. Ab 4 Uhr nachm. sensationelles Doppel-Gastspiel: Abschiedskonzert Johann Strauß und erstes Gastkonzert der Nordamerikanischen Indianer-Kapelle. An allen Tagen aus der Schaubühne abends 9 Uhr daö glänzende BarictH-Programm. Vergnügungspark : Rodelbahn, Tanzboden, Glasbläserei, Schießhalle, Hippodrom, Kasperletheater. ss81/6 Verlag von Emil Roth In Glessen. Illustrierter :: Wegweiser durch die :: Universität;-Aadt Sietzen Gießener Verkehrshandbuch Mit Plan der Stadt, Karte der Umgebung, Eisenbahn- verkehrSkarte, Theaterplan, 12 Vollbildern, gegen 200 Text- Illustrationen und 4 Dreifarbendruckbildern. Preis Mk. 1—, gebunden Mk. 1.50. (au/a Akademische Blätter. XXII. Jahrg. Nr. 22. 16. Februar 1908: Das vorliegende Werk, das zur Dreihundertfahrfeier der Ludoviciana erschienen ist, unterscheidet stch aufs vorteilhafteste von den landläufigen „Führern". Diese pflegen die Bier- und Weinkneiven vollständig wiederzugeben, strotzen aber in ihren geschichtlichen und kunstwissenschaftlichen Teilen von Irrtümern und Fehlern. Das vorliegende Merkchen ist in allen seinen Teilen von hervorragenden Fachleuten bearbeitet- Wir finden da u. a. Geschichte der Stadt Gießen von dem tüchtigen Gießener Lokalforscher Dr. Ebel: die Universität von dem bekannten Nationalökonomen Magnus Biermer, früheren V. D. St.cr; die Geschichte der Garnison von Major Mohr. Nach einem Rund- gang durch die Stadt werden rotr in besonderen Abhandlungen unterrichtet über Bibliotheken und Sammlungen, Lage und Klima, Bevölkerungs- und Gesundheitöverbältnisse, Naturge schichtliches, Geologisches, Kunstleben u. Kunstpflege, Charakter, Sitten, Gebräuche u. Sprache der Hessen im weiteren Umkreise, das kirchliche Leben, das Schulwesen, Industrie, Gewerbe, Han del und Verkehr, Städtische Einrichtungen, Universitätskliniken, Veterinärwesen, Akademisches «dabei auch die Bestimuumgen für die Studierenden, Promotionsbedingungen usw., ein höchst vergnüglicher Aufsatz „Aus dem Gießener Studentenleben der Per- Snheit" von Roese), Pflege des Sports. Den Schluß bilden erringen durch die nähere und weitere Umgebung. 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