"cfeinen Srfte, rohlis Rotationsdruck und Verlag der Brühllfchoi UniversuätS - Buch- und Stembruderel 9L Lange, Dießen. D.e „etcgroet $«etitenblätttf werden dem „Anzeiger^ viermal wöchentlich bcigelegt, das '.Kreis* *tott für fei Kreis Lietzen" jroeimal wöchemltch. Die „Landwirtichastlichen Seit» frage«" erscheinen monatlich irocimaL Redaktion, Expedition und 2ruderet: Schul- ftraße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaklion:«^v112. rel,-Adr_-An-eigerGießen. vie RuMzierung in den westlichen öezirienRutzianöz. Wte man in Petersburg bic sinnlänbischc Selbständig- : eit vernichtete, so rückt man jetzt auch mit neuen Vernxrl- rnngSgesetzen den Polen im Westen #u Selbe. Die russische Legierung fand für dieses Vorgehen bei der Kammerrnehr- neit stürmischen Beifall. Die AuSsich-rungen des Herrn Stolypin sind auch für uns Deutsche von großem Interesse, metf er dargelegi hat, daß Nachgiebigkeit den Polen gegen- aber zu nichts sichre: ,... - m . Petersburg. 20. Mai Die rus, ische Ne ichsduma begann die Beratung über die Gesetzesvorlage ans Ei n f ü b tun g von Semstwos für die Gouvernements Witebsk. Kiew, Wo! ivnien. Minsk, Mobilem und Podolien. Ministerpräsident Sto : t) ö i n befürwortete die Regierungsvorlage, indem er am die mstorischc Entwickelung des westlichen Gebietes binwies. Xie Rcoicrmig sei nickt berechtigt, die Dcrfttarten ichwachen «4,utz- Dunftc nissischen Staatsbewußtseins im Kampfe gegen die fc,t- icfügtc Zitadelle der Polcnkultur sich selbst zu Überfällen, und bie Regierung könne nicht in der Rolle eines richigen Zuschauers verharren und den Wettkampf zweier wirtschaftlicher polttiicher Faktoren zulassen. -Beifall rechts und in einem Teil des Zen rums Nickt von abftrafter Doktrin, iandern von Tatsachen qcfeitet, sei die Regierung zu dem Schluß gelangt, daß in den ocstlichen Olouverncmcnts felbe Maßnahmen nu^ gefährlich letcn Tic Regierung habe von der Einführung der -semstwos in den -rei i^nivcrnements des Wilnaer Generalgouvernements nur des- ".alb Äbttand genommen, weil dort kein Raum für bte trete land- iftfiaftlidr Sclbfttätigfeit unter der Wahrung der 3 n ter en en der truffifefen Staatsidee fei. Die Bevölkerung werde, wenn auch nicht rrrit einem Male, so doch schnell, gewahr werden, dak das Gebiet im SBeftcn anfange, einem Königreiche P o l e n i, u ; u n c t q e n , wenn es die russische Regierung nicht verstehe, ns materieller Schwäche oder wegen Fehlens des Staatsgü)ankens -5 in seine fränfe zu nehmen (Anhaltender Beifall rechts und bei einem Teile des Zentrums.) Der Ministerpräsident wies dann an der Hand von Bei- 'vielen auS der Geschichte nach, daß das Bestreben der russischen Herrscher, den Einfluß der Polen der Staatsidee nutzbar zu machen, zum (fegenteü geführt hätte Die Regierung sei genötigt gewesen, den im Jahre 1906 ausgearbeiteten Plan falten »u lassen und eine auf einer proportionalen Vertretung basierende ,ud cur den Schutz der russischen Staatsinteressen gerichtete Vorlage auszuarbeiten. Der Zweck der Regierungsvorlage fei, nirfit die Reckte der Polen in den westlichen Gebieten emzu- ckränken, sondern den Schutz der Rechte der fertigen Russen • u wahren. Die Vorlage gebe allen Schichten der fertigen Bevölkerung eine gesetzmäßige Vertretung und setze Jahrhunderte eilten politischen Standeskämvfen ein Ziel, indem sie dabei macht- oll die Grundlagen des russischen Staates schütze^ Dte Betätigung dieses Grundsatzes durch die Duma werde vielleicht -nc Illusionen und Hoffnungen zerstören, andererseits aber werde ie einem nicht geringen Unglück und Mißverständnis vorbeugen, .ufern sie öffentlich und ohne Heuchelei sesttege. daß das west- .che Gebiet heute und immer russisches Gebiet fei. "Anhaltenfei stürmischer Beifall und Bravorufe rechts und fei einem Teil des Zentrums Bei Unterbreckmng der Sitzung er- ■ enter stürmischer Beifall. Ein Teil der Mitglieder der Rechten -und der Nationalisten nähert sich der Ministerloge und drückt dem Ministerpräsidenten die Hand.i Die Unruhen in Thina. O Paris, 20. Mai Ernste Ereignisse in Chrna kündet im .^radikal" ein Brüsseler Korrespondent des Blattes an, der von einem chinesischen Revolutionär, einem einen angesehenen Posten ch einer Gesandtschaft des Himmlischen Reiches bekl^>enden Manne, folgende Aufklänutgen erhielt. „Sie dürfen darüber nicht erstaunt Jan, daß die chinesische Regierung in einem fremden Lande von einem Revolutwnär vertreten wird, da »ch natürlich meine Meinungen nicht alter Welt an die Rase gehängt habe. Ucbrigeitd sind alle tn Guropa am -chsigen Chinesen Revolutionäre oder wenigstens Refor- nnften; das Personal der Bosichaften und Gesandtschaften und betrieb als reicher Bauernsohn neben der Landwirtschaft in seinen Mußestunden eifrig Sternkunde und Botanik. Die Instrumente, deren Zahl und Feinheit die Bewunderung der Besucher erregten, fertigte sich Palitzsch selber. In seinem Garten zog er viele ausländische Gewächse und lieferte deren Erzeugnisse: einer Apotheke in Dresden. Als er in der Nacht des 25. Dezember 1758 den Kometen gefunden, den Pariser Astronomen: erst einen ganzen Monat später sichteten, wurde et von den, Akademien zu London und Petersburg zum torrctoonbicrcnfeti Mitglied ernannt. Trotz vieler Ehrungen blieb Palitzsch immer ein „frugaler teutfefer Biedermann", mochten ihn Fürsten unk Barone besuchen, mochte selbst der Herzog von Braunschweig sich den merkwürdigen Bauer in nächster Nähe besehen, mochte er unangemeldet jederzeit Zutritt fei feinem Landesherrn, dem Kurfürsten, Hafen, Palitzsch verlor darüber nicht das seelische Gleichgewicht. — Einen Vorgänger hatte er aber in^bem sächsischen Landsmann Christian Arnold, der, in Sommerfeld fei’ Leipzig geboren, bereits im siebzehnten Jahrhundert mehrer- Kometen entdeckt und sogar zuerst einen Vorbeigang des Merkur vor der Sonnenscheibe beobachtet hatte Dieser Arnold lebte ooit 1650—95, entdeckte 1683 und 1686 Kometen und veröffentlichte Abhandlungen in den Leipziger „Acta erubitorirm''. besonders erscheinen ließ er die Schrift „Göttliche Gnadenzeichen in einem Sonnenwunder vor Augen gestellt", — dies bezog sich auf die Beobachtung einer Haloerfcheinung an der Sonne. Arnold ftanfr mit den berühmtesten Gelehrten seiner Zeit im Briefwechsel. Di« von ihm ausgezeichneten, vieljährigen Beobachtungen vermachte er, teils einem Fachastronomen, teils der Leipziger RatsbibliotfeL. Ter Rat der Stadt Leipzig, stolz auf solch einen Mitbürger ber nächsten Umgebung, ehrte ihn durch ein Geldgeschenk und befreite ihn lebenslang von allen Abgaben. Ter Astronom Schröter benannte nach Arnold drei Täler des Mondes. Es verdient noch besonders fervorgehoben zu werfen, daß der eine bäuerische Korn etencntdecker nach fern Dreißigjährigen Kriege lebte, also in einer der verkommensten Epochen der deutschen Geschähe, der andere während des Siebenjährigen Krieges und obendreintz im Bereich ber kriegerischen Vorgänge Auch heute gibt e-5 Bauern, die Astronomie treiben. Frenssev berichtet von einem, solchen im „Jörn Uhl", ber Dichter hatte bie Liebenswürdigkeit^ der Kosmos-Redaktion seinen wahren Namen, Reimer Mollhiefen. in Wesselburenkoog im bithmarfischen Holstein, mitzuteilen. Der englische Biograph S m i l e s berichtet von einer langen Reife astronomisch beflissener Leute tn den untersten Ständen: dieser Smilesfche Aussatz ist wohl ber interessanteste Beleg, wieviel Geist und Willenskraft in bet breiten Schickt fes Volkes zu finden ist. — Kurze Nachrichten aus Kunst u W i s s e n s ch ast. Der 1 Deutsche Dogelfchutztag wird am 27. und 28. Mai im Festsaale des Charlottenburger Rathauses abgehalten werben. — Der 15. internationale Kongreß für 6ntene und Demographie findet nach einer neuerlichen Meldung der Leitung vorn 23. bis 28. September in Washirrg to-n statt. rasche Aufstieg, der fen B T A. letzt m die allererste Reife der nationalen Verbände gestellt bat, kemi.teuhnct nck besten tn folgenden drei Ziffern Zuwachs 190, runb 1000, 1908 runb 1900, 1909 rund 4200 neue Mitglieder. Ter Zcrcin ickwtz bad &nd)tiia1>r mit etn« Z-Hl ron 42 660 Mugkkd-rtt 4X- Zahl der Crtägruppcn routfe von 289 aut 312, ferne cinnabmen betrugen bei fen Ortsgruppen 205 929, beim oauptvormuife unmittelbar 39 869 Ml.: sein Vereinsoermögen wuchs von 2nt>(- Mk auf 264 308 Mk Tic Zahl der Städte, die fern Verein regelmäßige Beiträge zahlen, stieg auf 251 Bon fernen zur Unterstützung aufgewandtcn Mitteln tut das Auslandfeut chtum gingen runb 58 Proz. in bas wichtigste deutsche Unter-« stützungsqcbiet. nad> Dcftcrrcidt. Ta«, JBmtn banebat bic anbenm Gebiete nickt vernachlässigt, zeigt bic Tatfachi, fetz allein seine Hamburger Ortsgru v pe 60 deutfchc schulen in Südamerika und 3 in Britilck^-Sübairika unterstützte i^lie große Anzahl bedrohter deutscher Gemeinden tenntc mit feilenfen Volksbüchereien versorgt werden, und 20 feutiefe, xcfe- frähe wurden durch die Ledrervermiltlungsstcllc fes Berems im Der neue Reichriaal. Aus Regensburg wirb uns geschrieben: Die ehemalige •freie Reichsstadt imb derzeitige Hauptstadt desba drisch en Re- merungsfezrrks Oberpfalz wirb von fen Fremfenftromen, bte Üdi mit Anfang fer schönen Jahreszeit über bic alten fub- ideutschcn, besonders die bayrischen Kunst- und Kulturstätten, über Nürnberg, Rothenburg, Augsburg und anfere ergießen, ziemlich oernaclüaiiigt - iic ist aber an alten Denkmälern ebenso reich rov eine non ihnen, mir gerade fer eigenartige, mirocrer ocr itänbHefe (Sharatter ihrer Kunst ist.es, der fes weitere -ii? anaelockl fet: Aus fer romanischen Epoche stammen Regens- mrgs .v>auptbciihnäler, und diese schwere melanchfeische und meist finstere Kunst 1 prüfe nur zu ganz nötigen. Arn, bieser Zeil beit Ren wir wahre Prachtstücke, wie bic Kirche fes tschotteiv llosters St. Jakob unb fes St. Emmerankirchlein, ober auch manche Dauien mis ifetcrer Zeit sind, wenn auck kunstgeickickt- iich keine Musterbeispiele, boch nicht zu verachten. Da ist^vor allem der fe»d) über bas Donauuser ragende ipatgotifcfe zom und das Rathaus. In seinem Hauptsaal, fern berühmten Reickssaal, tagte von 1645 fes zur Auslösung fes heiligen römischen Reiches oeuticher Nation fer „immerwährende Reichstag". m verflossenen Jahre, sobann ausführliche Rechenschaft über bie Unterstützungsarbeit fes Vereins zu gunften bicses TeutsÄtums unb enblich eine Darlegung seiner eigenen inneren Entwicklimg. .Düse ist eine hock-ersrculiche. Der Nr. Zweites Blatt 160. Jahrgang * Samstag 31. Mai 1910 General-Anzeiger für Oberhefjen !r M Andtt gefpielt, len. Itn . —iclbori fe m. unb abenbs: Elite-»L imberlanb^lilitärn Lw! Ms bes Jnsanterie-Rcze: flOÄni Mittwoch ■ÜJtttfDiel iftombitiiertt r SaaSbl880L^nit lationiBlackbiim Rovern ne« ' nsiastllngcn: Logenviw. Äne 150'M, rat' ~ N. a 2e -ub^nb. frei, Intimi m: .Qinber unt.ligabr.l* .itarboppelloniene ber$r- New-Castle-on-rync ur Diemmnen. 4 Uhr Preis,', lliociatiom. i v- St, tos» =n: E n.4Uhr Preisichies,ril.. creber British Nonbumb- Inne und des MuMow inen. 4 Uf)t 'fcteiMicÄen. ■ ’ociationl iManne LvÄ. Li. Badjin, unb abenb? - aidnlkw.d-Mlilifty Bant ■. bet IV. Manoier! Uhr ab . Tchauböbne, Sc- aus allen Gebieten be? IÜ, 5Ö'M A M rchievbaue, scuperltr: le, Glasbläserei- yesangverein. ikaufführuet itkirche 1. Mai, abends SU irG. Trautminn enFrl.J. ^'lerK aas Frankfurt a. MIA1- ।. sowie anderer geschlt Iräfte. imm: CPerelt giiltifl^ t tc< linier »w , , J.&BK u ...... i« .... . x&M ,einu f' Obor, Soli. Klavier..... ÄdPäteeamAlW. •SS®*** Weil« » BetfE, cm dem Mrch Mrrta Werten aks Döllar- prrWeffin stark Beteiligt ttrar. ZN Spiel und Gestrng von gleicher Beseelung und Jmreckkichkert gelang ihr die Wieder- 'gäbe des stolzen Weibes lrusnehmend gut. Mit dem Lied tron der Dollurprin-zessin errang sie sich einen großen Er- iolg. Nett und niedlich war Anna Walle als Drrysi und Len Ringelreihen mußte sie in Gemeinschaft mit dem leb- haften Joses Fery, der häufig flott und witzig improvisierte, noch einmal wiederholen. Wie im vergangenen Jahre stellte Richard H e l s i n g den Conder recht lustig dar, dagegen ließ Hertha S ch r o t h als Olga die doch so notwendige Lebhaftigkeit und Grazie zum größten Teile vermissen. Recht gefällig waren die „Klapperschlänglein" in ihren schmucken .Anzügen, und auch die übrigen Chöre ließen kaum etwas zu wünschen übrig. Das Orchester spielte unter Hermann Wei- nacks Leitung flott und sicher, schien mir aber einigemale ein paar Takte voraus. Zu erwähnen wären noch Karl Tarlow (Dick, und Erich Schönfelder iTont). N. ** Evangelischer B u n d. Die 21. Landesversammlung des Hessischen .Hauptvereins wird Sonntag, 10. und Montag, 11. Juli in Mainz stattsinden. In mehreren Sitzungen haben die Vertreter des Hauptvereins, des Zweigvereins Mainz, der evangelischen Vereine, sowie der Kirchenvorstände der Stadt sowie der Vororte die nötigen Vorarbeiten erledigt. In einer Sitzung, der auch der Hauptvorsitzende, Pfarrer D. Waitz aus Darmstadt, anwohnte, wurde die Jestordnung festgesetzt. Die Kirchengesangvereine der Stadt und der Vororte haben sich zu einem Gesamtchor vereinigt Namhafte hessische und auswärtige Redner sind Ku-^ Teil schon gewonnen. " K r u p v e l f ü r s o r g e. Von beteiligter Seite wird uns mitgetejü, daß die Gründungsversammlung auf den ;H e r b st d. I. verschoben werden mußte. Obgleich es in dem Entwurf des zu erlassenden Aufrufs ausdrücklich heißt, daß nicht mit neuen großen Anforderungen an das Publikum herangetreten werden soll, ist das Vorgehen des vorbereitenden Ausschusses doch vielfach so aufgesaßt worden. Es sei deshalb daraus hingewiesen, daß es sich in erster Linie darum handelt, in welcher Weise bie, zunächst beteiligten Faktoren, wie die Landesversicherungsanstalt, die Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Armen- verbändc in nähere Beziehungen gebracht und zu einem Zusammenwirken auf diesem Gebiete vereinigt werden können. Wie diese Organisationen seither schon im Nahmen ihrer Zuständigkeit für Krüppel gesorgt haben, ist auch die Krüppelheimpflegc in Hessen 'bereits vorhanden. Die Innere Mission hat in Nicder-Ramstadt bereits einen sehr bemerkenswerten Anfang gemacht und das Ministerium des Innern hat durch Genehmigung einer Kollekte die dortige ?lnstalt unterstützt. Wenn aber mit dem vorhandenen großen Elend ein wirklich erfolgversprechender Kampf ausgmommen werden soll, so muß die Krüppelfürsorge auf eine möglichst breite, umfassende Grundlage gestellt werden. Und das ist eben die Absicht der zu gründenden Landesvereinigung. In Anknüpfung an das bereits Vorhandene und in Zusammenfassung der jetzt getrennt arbeitenden Organisation >vill die neue Bewegung eine zielbewußte kraftvolle Tätigkeit entfalten. Wer diese Notwendigkeit einsieht, und ein Einblick in die bestehenden Zustände muß jeden überzeugen, der darf auch vor dem einzig möglichen Wege einer neuen Bereinsgründung nicht zurückschrecken. Der vorgesehene geringe Jahresbeitrag von 2 Mark wird es vielen ermöglichen, Mitglied zu werden. Die Hauptsache ist aber die Erweckung des Interesses aller Kreise des Volkes für den Gedanken, den Stiefkindern des Menschengeschlechts wirklich nachhaltig zu helfen, die Heilbaren zu heilen, den anderen ihr hartes Los zu erleichtern, möglichst allen aber eine geeignete Erziehung und Ausbildung zu vermitteln und sie damit aus Almosenempfängern zu Steuerzahlern zu machen. Es ist zu hoffen, daß der anläßlich des Deutschen Turn lehrertags gehaltene Vortrag über das orthopädische Schulturnen her Bewegung vorgearbeitet und weitere Kreise über die Große des vorhandenen Elends aufgeklärt hat. — Bad-Nauheim, 20. Mai. Bis zum 19. Mai sind 56 5 8 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 3790 anwesend waren. Bäder rourben bis zum 19. Mai 48 874 abgegeben. Darmstadt, 20. Mai. Bei dem russischen Minister- Residenten Wirklichen Staatsrat' Baron von Knorrin^ sanid it. b. D. Ltg. KUv Feier des Geburtstages des Kaisers von Rußland gestern mittag 1 Uhr nach Vorau^gegangenem Festgottesdienst mit Tedeum in der Russischen Kapelle ein Frühstück statt, an dem der preußische Gesandte, Freiherr von Iranisch, die Minister, bie Generalität, der GeneraflaLjutant, die Oberhof- und Hofchargen, der Vorstand des Großherzoglichen Kabinetts, der .Kommandeur des c?'.rb-Dragoner-Regiments Nr. 24, der Oberbürgermeister und die beiden griechisch-katholischen Geistlichen ans Wiesbaden teilnahmen. An den Trinkspruch auf den Kaiser von Rußland, ' den Staatsminister Dr. Ewald ausbrachte, schloß sich ein Toast des Barons von Knorring auf den Großherzog. fc. Offenbach a. M. 20. Mai. Das Opfer eines Unfalls wurde heute morgen gegen 10 Uhr der 60jährige verwitwete Bauunternehmer Jakob Vetter aus Hausen, Kreis Offenbach. Beim Passieren des Bahnüberganges mit seinem Rade wurde er von dein D-Zug aus Hanau erfaßt und aus der Stelle getötet. Dem Unglücklichen der Vater von fünf Kinder ist, wurde der Kopf und beide Beine vorn Körper getrennt. N. Mainz, 20. Mai. Die Leiche des Schlossers Ioh. Thiclmann aus Worms, der am 3. Mai bei einer Kahnfahrt gegen ein Schleppschiff stieß und ertrank, ist hier gelandet worden. — In letzter Zeit hat ein durchtriebenes Gaunerehepaar an mehreren Plätzen Deutschlands auf folgende Weise Diebstähle begangen: sie sagen, sie seien auf der Reise durch Deutschland und der Mann, angeblich Leder- reisender, habe in den einzelnen Städten längere Zeit geschäftlich zu tun. Sie logieren sich unter diesem Vorwande bet Privatleuten ein, bezahlen, um sich tn ein gutes, Licht zu setzen, die Miete voraus. Rach der Abreise muffen nun die Vermieter bemerken, daß sämtliche Bettwäsche nsw. verschwunden ist. In der nächsten Stadt wird zuerst die Diebesbeute versilbert und sodann der Trick aufs neue in Anwendung gebracht. In Frankfurt, Worms, Freiburg und Straßburg und nunmehr auch hier haben sie schon Diebstähle mit Erfolg ausgeführt, und da anzunehmen ist, daß sie nicht von selbst ihr einträgliches Geschäft aufgeben, scheint es ratsam, auf das Gannerpaar aufmerksam zu machen. -- Wißmar, 20. Mai. Vom 18. auf 19. d. M. wurde bei einem hiesigen GeschästSmanne ein Ei n b r u ch s d i eb- st a h I verüb, und dem Einbrecher siel ein erheblicher Geldbetrag in die Hände. Da man sah, daß der Einbrecher -mit den Verhältnissen vertrant gewesen sein mußte, so lenkte sich der Verdacht auf einen bei dem tzseschäftsmanne bedienstet gewesenen Burschen. Zahntechniker Stroh aus Wißmar nahm sofort mit seiner deutschen Schäfer!)ünörn vom Tatort aus die Spur auf, und der Bestohlene konnte haft) sehen, daß er mit seiner Vermutung recht behielt, denn der Hund verfolgte vom Tatort aus sofort die Spur bis Lu dem Hause, in dem der Bursche wohnte. Letzterer gestand denn tuid) die Tat ein. w. Wi e sb aden , 20. Mai. Heute nachmittag 6 Uhr wurde der Inhaber der Wiesbadener Marmorwerke Betz von einem Hitzschla^ befallen, dem er wenige Minuten später erlag. Gericht-scral. . 4- Mü nchen, 20. Mai. Fnrforgezöglinge als Giftmörder. Die verbrecherische Tat zweier Fürsorgezöglinge kam vor der Jugendstrafkamnrer des Landgerichts II zur Verhandlung, vor der sich der 14 jährige Josef Berchthold und der 15- jährige .Yaüer Herrmann wegen versuchten Giftmordes zu verantwotten batten. Berckü^ld, der viel sich selbst überlassen war, trieb sich in seiner frühesten Jugend viel herum und wurde deshalb in einer Anstalt untergebracht. Um ans der strengen Zuckst zu kommen, legte er in der Anstalt Feuer an. Er wurde zu einem Jahre Gefängnis verurteilt, erhielt aber Strafaufschub zugebilligt. Im März 1909 wurde er in der Zwangserziehung s a u st a l t Andechs untergebracht, ^)ie unter geistlicher Leitung steht. In dieser Anstalt schloß er mit Herrmann Freund- schaft. Als die Zwangszöglinge einmal wegen unbotmäßiger Haltung von Pater Maurus mit Kostentziehung bestraft wurden, besprachen sie sich untereinander, ihn zu vergiften. Herrmann soll seinen Mitangeklagten aufgefordert haben, dem Pater Gist in den Meßwein zu schütten, das würde eine rechte Freude geben. Als die Angeklagten eines Tages mit dem Putzen von Eimern beschäftigt wurden, hielten sie ein Quantum von der dabei verwendeten Salzsäure zurück. Mit der Säure füllten sie dann eine Flasche Meßwein. Vom Orgelchore aus beobachteten sie, wie der Pater den Kelch an die Lippen setzte, und äußerten dabei die Hoffnung, daß es jetzt bald „eine rechte Gaudi" geben würde. Der Pater merkte aber das Gift unb nahm nur einen kleinen Schluck, der ihm nicht schadete. Der Gerichtshof verurteilte Berchthold zu sieben Jahren Gefängnis und Herrmann wegen Beihilfe zu drei Jahren Gefängnis. * Venedig, 20. Mai. Im Prozeß wegen der Ermordung des GrafenKomarowski wurde heute spät abends das Urteil gesprochen. Der Angeklagte Baumow wurde zu drei Jahren einen Monat, die Gräfin Tariwwsla zu acht Jahren vier Monaten und der ehemalige Rechtsanwalt Prilukow zu zehn Jahren Zuchthaus unter Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft verurteilt. 'Die Zofe Perrier wnrde freigesprochen. Sport. — Süddeutscher R u d e r v e r b a n d. Zu der am 12. Juni zu Offenbach auf dem Alain stattfindenden 13. Regatta des Süddeutschen Rnderverbandes hat der Ruderklub lz$ermania“= Offenbach folgende Rennen ausgeschrieben: l) Junior-Einer, 2) Anfänger-Vierer, 3) I. Senior-Vierer, 4) Gast-Vierer, 5) Junior- Vierer, 6) Senior-Einer, 7) IIL Senior-Vierer, 8) II. Senior- Vierer, 9) Senior-Achter. Ter diesige Nuderklnb „Hasiia" wird mit einer Anfänger- und Senior-Mannschaft an dem Rennen teil- nebmen; außerbem wird der Skuller L. Schmalz das Junior- Einer-Rennen bestreiten. " Lustschiffahrt. ~ Metz, 20. Mai. Der Frankfurter Freiballon „Tillie 11", ,Whrer Kaufmann Julius Hahn-Frankfurt, ist gestern früh in Souillh bei Verdun gelandet. Die Jn- sasien marcit außer dem Führer Lederfabrikant Map und Architekt Grumbach. Der Ballon war wider den Willen der Intasien durch Ziehen am Schleppseil von einem Forster zur Lcmd- dung gezwungen worden. Die französisck)e Polizei, sowie der Souspräfekt von Verdun und Luftschifferoffiziere waren sofort zur Stelle. Nach 20 stündigem schonungsvollen Festhalten und einer Zollhinterlegung von 500 Francs nmrde der Ballon frei- gegeben, nachdem die Apparate gründlich untersuch! und and) Wert darauf gelegt worden war, sestzustellen, ob die Insassen Offiziere seien. Auf Grund der Rangliste ergab sich dann, daß es sich um zwei Reserveoffiziere handle. Das Verhalten der Behörde gegenüber den Luftschiffcrn war höflich. vermischtes. * Meerestemperatur und Fischreichtum. Mit den jüngsten hpdrvbiologischen Forschungen beschäftigt sich James Johnstone in einer fesselnden Studie im Science Progreß und weist dabei auf die merkwürdige Wechselwirkung hin, die nad) den neuesten Untersuchungen die Temperatur des Meeres mit dem Reichtum an Fischen hat. Die Temperaturmessungen und die genaue Prüfung der Fischereiergebnisse, die bei den Fischbanken von Lofoten in den letzten fünf Jahren.svstematisch durchgeführt wurden, haben gezeigt, daß mit der Stärke des Golf- stromes die Meereswärme steigt nnh anscheinend die Fische in kühlere Meeresgegenden zurücktreibt. Eine verhältnismäßig geringere Kraft des Golfstroms entspricht einer kühleren Meeres- temperatur und gewährleistet eine bessere und größere Fiscixwnte als unter anderen Verhältnissen. Was also auf dem Lande eine gute Ernte verheißt, bedeutet int Meere gerade das ©egcnfeil; Wettere Untersuchungen haben sich mit den Gründen beschäftigt, aus denen in einem kälteren Meere ein größerer Fischreichtum erwachst. Dabet zeigte es sich, daß bei dem stärkeren Golsstrom die Fische nicht nur in der Zahl geringer sind, sondern and) nickt so gut auswachsen; sie sind schlechter genährt und ihre Fortpslanzungsorgane weniger entwickelt. Anscheinend ernähren lick die Fsiche am besten von den Nahrungsftosfen, die durch die russischen Flüsse dem Polarmeer zugefübrt werden und dann,burd> die Meeresströmungen zu den Fsichbänken getrieben werden. Bei großer Stärke des Golfstromes können diese nahrungshaltigen Gewässer nickst bis zu den Fischgründen Vordringen, der Golfstrom hält sie zurück und die Fische entbehren die ihnen zusagende Nahrung. Wenn die Strömung des Golfstromes dagegen schwacher ist, so drtngen die Wasser aus den Polarmeeren weiter vor, die Temperatur sinkt und die Fische empfangen ihre gewohnte, reichliche Nahrung. Englische tl n d d e u t s ch e T i e r g ä r t e u. Tie Zoolo- gischen Gärten Teutschlands, insbesondere der Berliner, stehen auf der Höhe der Zeit und können den Anlagen dieser 'Art in England zum Vorbild dienen — zu dieser Schlußfolgerung fommt ein englischer Zoologe in einer vergleichenden Studie. Er sagt: „Heute gibt es m Deutschland mehr Zoologische Gärten als im qanzeit übrigen Europa, und viele neue Gärten sind int Entstehen be- griffen. Als Jovan zivei seiner hervorragendsten Naturforscher nach Europa entlaubte, um dort Studien für die Anlage eines össenllichen Tierparks in Tokio zu treiben, erhielten sie Weisung nack) Dentschlanb zu gehen. Das Geheintnis des Erfolges, bat die Tiergärten in Dentschland erlangt haben, scheint zunächst darin zu liegen, daß sie sehr anziehend ausgestaltet sind. J>t ihnen betvegen fid) die Tiere viel wehr in der ihnen entsprechenden Natur aut Jetsen, zwischen Bäumen unb in Sümpfen, als dies in Groß- britaunien der Fall ist. Ter zweile Punkt ist die Vorsorge für das leibliche Wohl der Besucher. Die Beivirtung in den' beutjeben Gärten ist benen in englischen weit überlegen. Dazu fommen Schaustellungen wie Eingeboreneiibörser, Tierbresiuren, Asilitär- kapellen nsw. Die Gesomtzalil ber Icbetibcn Tiere sin Berliner Zoologischen Garten beträgt 3150, roäbrenb ber Hamburger 2390 ber Kölner 2000, ber Breslauer 1850 unb ber Frankfurter 1800 Tiere zählt. Auch die Zahl ber Beslicher in ben bentschen Ziergärten ist groß, lieber eine Million Menschen besuchten int letzten Jahre Karl Hagenbecks Ttervark in Stellingen bet Hamburg. Der Loitboiter int Regents Park zählte nur 797 000 Be- ucher. Hier könnte eingewenbet werben, baß bie bentschen Zoologischen Gärten, am Sonntag offen gehalten werben, währenb bie englischen geschlossen sinb. Das mag stimmen, aber auch weitii wir ben Besuch, ben bie bentschen Tiergärten an Wochentagen auszuweisen haben, nut betten ber englischen Gärten vergleichen, stellt ich heraus, baß bie beulschen weitaus an ber Spitze stehen." Die Gesointtopszahl bes Tierbestanbes in einem Tiergarten ist übrigens allem nicht maßgebend; es kommt in erster Reihe aus die Zabl der Arten an. So zählt der Berliner letzt 1400 Arten Don Säugetieren unb Vögeln — die größte Zahl, die ent Zoologischer Garten oufzuweisen hat. * Fünfunddrei ßig Menschen berbr annt. Guten furchtbaren Tod in den Flammen haben 35 Neger in Bibbs County, Alabama, gefunden, weil die Wächter der Sträflings Kolonie, der die Neger angehörten, die Unglücklichen verbiü- berten, das brennende Gebäude zu verlassen, in dem man sie gefangen hielt. Die Sträflinge mären nach amerikanischem Brauche einer Bergwerksgesellschaft zur Strafarbeit überlassen, worden, der Red Feather-Kohlengeselsichaft. In den letzten Monaten hatten sich die Fluchtversuche einzelner Sträflinge gehäuft und man verdoppelte die Wächterzahl. Patrouillen mit scharf geladenen Gewehren umkreisten unausgesetzt die Pallisadcnwände. Die Sträflinge mußten erkennen, daß es umnöglid: war, den Wägern zu entfonunen. Einer der Gefangenen griff schließlich zu dem VerMeistungsmittel, den hölzernen Bau in Brand zu setzen, offenbar in der Hoffnung, daß in der Verwirrung und Aufregung eine Gelegenheit zur Flucht sich bieten könne. Mit furchtbarer Schnelle breiteten fid) die Flammen aus und bald stand der ganze Holzbau in Feuer. Der Gefangenen bemächtigte sich cur wilde Angst. Alle drängten zum Ausgange. Aber die Wächter hatten draußen eine Kette geschlossen und ließen niemand heraus: wer versuchte, das Gebiet der Umzäunung zu überschreiten, wurd: mit Kugeln empfangen und mehrere der verzweifelten Flüchtlinge fielen schwer verwundet unter den Schüssen. Tie Versuche, der Wut der Elemente zu entgehen, wiederholten sich einige Male' doch immer wieder gelang es, die schwarzen Sträflinge zurückzuscheuchen. Einer der Neger, dem cs glückte, ins Freie zu kommen, wurde vor den Augen seiner Kameraden sofort nieder- gefdpoffeit. Als die Flammen weiter vordrangen, versuchten bie ratlosen Menschen wieder auszubrechcn, aber auch diesmal empfing sie erbarmungslos eine Salve, bei der viele verwundet liegen blieben. Völlig kopflos rannten die Neger in die Flammen zurück und suchten unter den zusammenstürzenden glühenden Balken durchzukommen. Die meisten starben in der Glut oder wurden von herabsallenden Gebäudeteilen zerschmettert, dsiu wenigen gelang es, ihr Leben zu retten: eine einzige niedrige Steinmauer war stcheit geblieben und hinter der konnten sich einige der Neger verkriechen, ohne von den Wächtern gesehen zu werden. Als dann die Flammen ihr Zerstörungswerk vollettdet hatten, krochen die Ueberlebenden zu dem Asd^cnplatz zurück. Die amerikanischen Blätter veröffentlichen grausige Schilderungen der Einzelheiten. । * D i e E i s c n st a d t. Vor Zeiten war es üblich, Städte nach Helden ober Herrschern zu benennen. Die Helden der 9ku zeit sind die Geschäftsleute, meinen die Amerikaner, und so haben sie nach einem Trustmagnaten eine Stadt benannt, die selbst für Amerika einzigartig ist. Seit 1907 ist, wie die „Welt der Technik" berichtet, eine gewaltige Schar von Arbeitskräften am Bau der neuen Eisenmetropole Gary am Gestade des Michigan fees beschäftigt. Die 11. S. Steel Co., der amerikanische Stahltrust, wendet 75 000 000 Dollar auf diesen großen Plan und nach dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats John Gary, dem Vater der Idee, soll die Stadt benannt werden. Noch im Jahre 1910 soll sie „eröffnet" werden: sie wird ausschließlich) den Zwecken der Stahcherstellung dienen. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß die Eisenstadt trotzdem keiireswegs ein Jndustriemittelpunkt wer den soll, wie es beispielsweise Pittsburg ist, wo jn engen Gassen Fabrik an Fabrik steht und ein immer über der Stadt liegender, undurchdringlicher Rauch ben Aufenthalt zu einem lebenverkürzen ben macht. Man schafft vielmehr eine hygienisch wie äfthetisck vorbildliche Anlage. Zu diesem Zweck wird die ganze Stadt in zwei Teile getrennt, die vier Kilometer auseinander liegen. Der eine Teil, die Fabrikstadt, umschließt in breiten Straßen, die freien Rauchabzug gewähren, die verschiedenen der Äahl- bereitung dienenden Fabrikwerke. Sic liegen direkt am Ufer be* Michigansees, dessen geräumiger Hafen die Zufuhr des Roh Materials und den Weitertransport leicht macht. Der andere Teil, die Wohnstadt, ist ansschliesstich für die Häuser beztv. Billen der in der Eisenstadt tätigen Bevölkerung bestimmt. Er wirb durchzogen von zwei riesigen, sich schneidenden Hauptstraßen. Am KreuzungSpuukt beider stellt aus einem weiten Platz da* Rc«M*. Jede Straße, ob groß oder klein, ist mit Bäumen aut beiden Seiten bepflmrzt. Kein Haus gleicht dem in der Nachbarschost, aber immer das 50. Haus wird wieder nach dem Modell des ersten gebaut. Das freiliegende Land zwischen beiden Städten darf niemals der Bebauung er)d)loffen werden, sondern erhält Parkanlagen. *WiederTaö , Prozent. TTTWÖrmo u e r 11 o Jls { künetL Möbel 31 * zu wohlfeil. tme Fiele, kaufen Kälber. Feinste Plast' (Lollmilchmast) unb beste Saugkälber...... Tlittlcre 'Dlaft- unb gute Saugkälber . Geringere Saugkälber . . . Schafe. Mastlämmer unb jüngere Masthammel Schiveine. Darlehen unb Hnvotbeken prompt u. schnell. Schriftl. Anfragen unter 04187 an ben Gies;. Anz. erb.__________ Es hat Gott gefallen, unsere liebe Schwester Fräuiem Bertha Lotz heute morgen ^9 Uhr zu sich in die Ewigkeit abzurufen. !! Maschinenstrickerei!! ftnt Stritten sowie Auttrickcn von Strümpfen empfehle ich mich angelegentlichst. (*:i Strickgarne (besteQualitäten) Vc' stets vorrätig. Fichten Stammholz-Vcrkauf. Im Gcmeindewald Laun-Svach find etwa 15-20 Fm. 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Ere teibenben Haupchrose weiten ^lap bat t mit Bäumen auf bet dem in der 'Mibarffr cher nach dem Modell»», nb Wschen beiden 3m- ssen Mtden, sondern dc T©dös-A?aseigre. * Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen um 8 Uhr unsern lieben Schwiegervater, Grossvater, Urgrossvater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Ludiflnig Schon IIb Danksagung. sfn- die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Bliunenfpenben unb für die liebe Psteae der evg. Krankenschwester bet dem Heimgänge meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Sohnes, Schiviegerfohnes, Schwagers unb Onkel Karl Kreiling sagen wir hiermit allen herzlichen Tank. 12878 Die trauernden Hinterbliebenen. Wieseck, den 21. Mai 1910. Ochsen. Vollfleischige, culSaemästete, Schlachtwxrte:, höchlteiis 6 Jahre alt 43—47 Junge, fleischige, nicht ausgemästete unb ältere aiisgemäslele......38—42 Aläfeig genährte junge unb gut genährte ältere 34—37 Färsen, Kühe. Vollfleischige.ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes . . . . . . ... • 40-44 Vollsieischige ausgemäslete Kühe höchst. Schlachfveries bis zi> 7 Jahren . . 35—38 Weitere anogemästete Kühe unb wenig gut entiuidelte strngereKühe n. Färsen 29—34 Atatzig genährte Kühe und Färsen . . 24—29 F.C. Lüiesbadeu. Viehhof-Ma'-ktbericht vom 20. Mai. Auftrieb: Rinder 66, Kälber 134, Schafe 31, Schweine 222. Tenbenz: Rinder mittelmäßig, Kälber mittelmäßig, ^chaw gut, Schweme mittelmäßig Preis Durck)- AnzO^e « 041431 H. JaSvcr, Diezstr. 6II. iltkam. $9iibemUniK ldc Legende Kunde, bi? «d iö für die teusliskben mnen sein mag._ „Tin W wunderlicke, übernimm ier zu dem Sfltan beien r Krautes. Satan blickc > Augen, als winibm n : sagte er mit einem höM ’nätlt, bann soll dies g 6.30—6.89 J)lt. F r uch t markt. Hafer 16.40-16.80 Bit. "Alles für 100 Kilo. Einfache, doppelte u. amerikan Bnclifüh rnng Slenographie. 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Pfd. 1.20—1.30 Mt., Hühnereier 1 St. 6—7 Psg., (Giteucicr 1 Stück 8 Psg., Käse pr. St. 6—8 Pf., yrbseu p. Aid. 00—00 Pfg., Linsen v. Mb. 00—00 Psg., rauben pi- Pr 0,80-1,00 Pik., Hühner vr. St. 1,00—1,60 Rik., Hähne vr. Stück 0,80—1,80Tif., vlänse pr. Pfd. 60—70 Pf., Enten vr. Stück 1.80 bis 2,20 Pik., Schscnfle'sch pr. Pfd. 80—88 Pfg., stnhfleisch pr. Pfb. 60 Pfg., Rindfleisch pr. Pfnnb 70—74 Pfg^ Schweinefleisch pr Bsiinb 80—96 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 96 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfb. 80-84 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfb. 60-84 Psg. startosseln pr. 100 Kg. 6.00-0.00 'Dir., Zwiebeln per -jlr. 9 00—10,00 Wik., Milch per Liter 20 Pfg., Weißkraut per Stück 10-15 P-g., per Zentner Mk. 0.00-0.00., Aevfel per Ztr. 10—18 Pik., Bi i nen per Ztr. 00-00 Dik. Nüsse 100 Stuck 50—00 ‘i'f l per Ztr. 0—00 Mk Marktzeil von 7—1 Uhr. fr. Fra-lifurt a. M., 20. Mai. Heu- unb Strohmarkt. 9lngcfahren waren 12 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Ma» notierte: Hcii 4,50—4,HO Mk., Stroh iKornlangstroh) 0,00 bis 0,00 Mk. Wirrstroh 0.00— 0,00 Mk. Alles per 50 Kilo. Geschäft langsam.' — Tie Zufuhren waren aus Oberhessen und dem Kreis ~’rL u§fl'fl0bcahain«i, 20. Mai. Unser gestriger Pfingsten a r k t zeigte ungewöhnlich hohe Preise bei beu Jungschwcincn, mit denen der Markt recht gut befahren war. 4.rotz bieser hohen Preise ging der Handel anfangs flott, dann ober war es, als ob die Käufer sirli bciuuftt wurden, daß die Preise zu hoch gingen, lind der Handel geriet in Stockung. Händler durften den Markt mit ihren Waren nicht beziehen, ivodurch allerdings die Hohe der Prene inilvernrsacht ivurden. Man bezahlte für das geringste Paar oerfel 65—68 Mk., bessere 70—75 Mk., erster Sorte 80 Mk. und darüber. Wie die Schwemepreise, so sind auch gegemvärtig die Preise für Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Hermann Lotz. Karl Lotz, Justizrat. Giessen (Lonystr. 20), Ems, Wiesbaden, 20. Mai 1910. 2874 Die Beerdigung findet hier am Sonntag, dem 22. Mai, nach- mittag 5 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. »Ml—!—WH InHII1 1IIHMI 3>«£t ' Ml. 26090 MS flC‘ Schri'tl- Slngebote unter 04080 an den (Eichener Anzeiger erb. 088961 Wäichc ivird sauber ge- wafrf,en und auf neu gebügelt. Wäscherei, Wolkengasse 19. Fran^aise maitresöc brevetee donne leyons. Hautes refcrences. ((B018 Mm de N.-Renaud, Wilsonstr. 8. 0411*41 O5ui. bill. '.'.llittagstisch im _______„Pfau", Reu,cadt »5. (4226i Büglerin empf. sich außer bem Hause. Walltorstr. 7111. Kanzlisten Johannes Ge.fi ein Sohn, Hans Heinrich Beter Gottlieb. - Lein Hausierer Peter rimullcr eine Tochter, i^'edercke. — 11. Dem Betriebsiverkmeister Bruno Lnhr eine rochier, ^uue (Jlfc Meta Adele. — Dem Erbarbeiter August Elm em ^ohn, Adolf Zoham. — Dem Telcgrophenleitimgs-Aufseher «Seorg Ta inner ein Sohu, Georg Stark - 13. Dem Sergeanten Lorenz Eifert eine Tochter, Ernestine Barbara. -14. im »ijgbrudec Richard Glagow cm Sohn. - 15. Den. ^-chlosier Dskar Dechbach ein Cohn, Oskar August Georg. — Dem Buchbinder Georg Hauser ein Cohn, Hans. - 17. Dem Vor.,er Georg E.sendrandt em Sohn, Wilhelm Ernst. - Deni Mal.rer Hemnch Nuhn em «ohn, Wilhelm. Scstordcne. Mai 13. Lina Im»q, 18 Jahre alt, Teufelslustgartchen 3 - Friedrich Thon, 13 Jahre alt, Wetzstemgasse 4. - Zohann^ Seeger, Gastwirt, 76 Jahre all, Renen Baue o. - Luise Vcyfufe, geb. Goldmann, 92 Jahre alt, Asterweg 44. — Marie «o*, geb. Lchlosfer, 80 Jahre alt, Nord-Anlage 12. - 17. Hermann ufcildjcr, 2 Mlc. alt, Fraiikfurter Straße 23. Spielplan des Uurhaus-Cl>ealers Lad Nauheim. Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag, 22. Mai: .Gebildete Menschen." Montag, 23. Mai: Gastspiel von Frl. Klinkhammer, Hartmann, sowie der Herren Hellmer, Schivarz unb Groß vom Schauspielhaus Fra^furt a. an. - ^Sittliche Forderung' unb .Verspekuliert." Mittwoch, -5. Mm. .yusarenfieber." Freitag, 27. Aiai: „Aioral." Mllller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der L a h u 1 7aR. 'M 14Ü0&, len berk WW m atifi^.ben tzÄW igelten s,S7" ^°rzeii < « Oüirfl i’T9; t die Nxg„ ber^v. "mensckrM.^ starben Ä nb hinter A?' !n ®6d)t:mtoÄ c 3n>törungswe/^ 9 U1,9e Schilderungen!. am 19. bis 20. Mai = + 28,3 0 0. , 10. „ 20. „ = + 15,8 eC. Weirfwit verringert bleibt, ist erklärlich und man erwartet auch I die Kälber sehr hoch. nm Beendigung ber Trauerfeierlichtetten keine Belebung. Die 52—55 Pig., ,o daß — ... ..... . . hnh» übrfgen Auslandsmärkte zeigen seit e.niger Zeit nichts,, .was | Psimd bezahlt werden mußte, fi.r das Land unoerhattniSmav»« hohe Die nach- Ä ariyfn sind am Sonnt«*; dem 22. Hai stehenden ß.vl ZilV nur von 12 Uhr miitH^s bis 12 I hr nachts liir dringende Fälle sicher anzntreffen: |D ?75 Dr. Meyerlioff, Stid-Anl. 7. — Dr. Wanlo, Alicestrasse 11. Auszug a. ö. Stanöesamtsregiftcm der Stadt Sieben. Aufgebote. Mai 17. Ernst Kehl, Fuhrknecht in Kleiu-Linden, mit Katharina Riefe in Gontershausen. — 18. Hermann Maltes, Buchhändler in Gießen, mit Friederike Mattes iu Güglingen. Eheschließungen. Mai 14 Jakob Mayer, Bahnarbciter in Öanan, mit Elisabethe Schmidt in Giefeen. - Dr. Andreas Machens Tierarzt m Schöningen, mit Marie Bieker m Giesen. - Karl Pattberg Kan- mann, mit Sophie Jentzen, beide in Giefeen. — Heinrich Rlmke , Arifcur, mit Johanna Welnhardt, beide m Gietzen. — Kar Jodt, Steinmetz, mit Mar.e Schüfeler, beide iu Giefeen. - Peter Wagner, Eiienbahn-Sbersekretär, mit Anna Ruckstnhl, beide m Gießen. - Ferdinand Noll, fllrchitekt, mit Hedwig Gnmeberg, beide in Gießen. — 20. Ludwig Emmclins, Fabrikant, nut Grethe Naumann, beide in Giefeen. Geborene. Mai 8. Dem Kaufmann Siegmund Katz in Smgapore em Sohn. - 10. Dem Schlosser Karl Diehl eine Tochter. - ^em 3n uennicten 2278] Die seither von Herrn Prof. König bewohnte Billa, ^öbcrftr.23. t2 Zimmer mit Dampfheizung, ist von jetzt ab ganz oder getrennt ui vermiet. Näh. zu erfragen bei H. Schaumberger, West-Änl. 501. Gartenstraße 30. Zum 1. Juli große 9-Zimmer- Wohnung mit Badez., Veranda, Mansarden u. sonst. Zubeh. Gas und elektr. Licht (1. Etage». Näh. Parterre daselbst. [1366 1791] Geräum. 9 Zim. Wob«. u. s. Zub., Gas <1. Et.I, plJultz.v. ________Volk, Bismarckstr. 16. Frankfurter Straste L4 Parterre - Wohnung, 9 Zimmer nebstMädchenzimmer, Badeztmm. allem Zubehör und Gartenanteil -u vermieten.1318 2166) Herrschaftliche 9 - Zimmer Wohnung mit Bad und all. Zub. sofort zu vermieten. Auch kann dieselbe geteilt in 2 Wohnungen von je 5 Zim. abgegeben werden. Cafö Ernst Ludwig, vis-ä-vis dem Theater. | 7 Zimmer | 1548] Eine Wohnung von 7 Zim., HI. Etage, Bad, Gas, elektr. Licht, Mansardenzimmer, Bleichplatz u. Trockenboden, oer 1. 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Die Stabt Meßen lätzt Mittwoch, den 25. Mai 1910 solgenbe Grasnutzungen öffentlich meistbietend versteigern: 1. vormittags 9 !!hr an Ort und Stelle die Grasnutzmtg von den städtischen Grundstücken bei der Kläranlage in der Nähe der Margarctenbüttc: 2. vormittags 9V2 llbr an Ort und Stelle die Klceuutzung von 4 Morgen Gelände bei der Eifenbabnbrücke an der Klinikstraste für das ganze Jahr: 3. vormittags 10 Uhr an Ort nnd Stelle die einmalige Ab- erntung der Wicfcckböichungcn. Zusammenkunft in der Hammstraße am Elsenbahnübergang: 4. vormittags 11 Ubr an Ort und Stelle die Grasnutzung vom Fricdbof am Nahrungsberg, wovon der obere Teil für das ganze Jahr, der untere Teil zur einmaligen Ab- erntunfl vergeben wird: 5. nachmittags 2 Ubr in der Restauration von Melchior Schäfer Wwe., Kaiser-Allee 4, die Grasnutzung von sämtlichen Feldwegen für das ganze Jahr: 6. nachmittags 5 Ubr an Ort und Stelle die Grasnutzung vom Fricdbof am Nodtberg für das ganze Jahr. Gießen, den 20. Mai 1910. Bürgermeisterei Gießen. _________I. B: Keller.___________ 8-^ Die Grasnutzung von den Schneisen und Wegen cm Giehener Stadtwald werden Mittwoch, 25. Mai, nachmittags 2 Ubr in der Restauration der Melchior Schäfer Wwe. dahier Kaiser-Allee 4 öffentlich meistbietend versteigert. (B4l\ Heu und Grummetgrasversteigerung. Mittwoch den 25. Mai nachmittags von 21/» Uhr ab soll das diesjährige Hcu- (meist Klec) uud Grummctgras von den siskalischen Güterstücken in der Gemarkung Staufenberg versteigert werden. Zugleich kommen 2 Rm. Fichtenknüppel und 30 Düngersäcke zum Ausgebot. Zusammenkunft am Friedhof. Treis a. d. Lda., den 20. Mai 1910. Grohherzogliche Obersörsterei Treis. Schneider.D”/& Nehme _____Frau Simon, Edingen. Ein Rädchen Stell., am liebsten in einem Geschäftshaus, bis l.Juni. Zu erfrag. Lindengaffe 18. 04205 04243) Zwei 16jähr. brave Mädchen suchen Stellung durch Frau Hüttenberger, Seltersweg 67. 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