dem der 'Jtaum nicht gespart ist. Es ist tausend gegen ift ein angesehenes Instrument der und int Ceninn. oder in e müssen, tenielben Text sei aunällig- kritisierte alsdann die Haltung der Regierung, ernhalte, und sprach die Hosfnung aus, daß die Peers, die jetzt gebotene Gelegenheit nicht verpassen und ehrlich, aui richtig und entschieden an einen wirklichen und annehni baren Reformplan herantreten würden. Wenn er auch gegen die nur aus Wahlen hervorgegangenc zweite Kammer ) i, so wünsche er, daß dem Grundsätze der Erblichkeit bei der zukünftigen Besetzung des Oberhauses Rechnung getragen werde. Er sei jedoch der Ansicht, daß die Einführung der Wahlen für einen Teil des Hauses der Lrw ägun e wert sei. Das Wesentliche der ganzen Aenderung sei, daß das Haus mehr auf dem Vertrauen, der Achtung und Unterstützung der Demokratie aufgebaut werden soll. dtunmehr ergriff Lord E r o ?.i c r das Wort und erklärte: Obgleich er dringend wünsche, das« nichts getan werde, unyf die Macht des Oberhauses zu schwächen, so sei er ebenfalls der Ansicht, daß die Reform nötig sei, um das Haus in nähere Berührung mit dem Volke zu bringen. Sodann erklärte der frühere Lordkanzler, Lord Halsbury, er glaube nicht, daß es möglich sei, eine Einrichtung zu schaffen, die den englischen Gewohnheiten sich besser an- passe und nützlicher sei als das jetzige Oberhaus. London, 16. März. In einer heute abend gehal- tenen Rede erklärte der frühere erste Lord der Admiralität Lord Cawdor in Bezug auf das Anwachsen der deutschen Flotte: Großbritannien dürfte in Zukunft niemals dahin kommen, mit dem Bau von Schiffen etwas nachholen zu müssen. Es müsse ein Programm haben, nach welchem die Schiffe wirklich gebaut würden, ein Programm auf dem Papier habe keinen Wert. Deutsches Reich. Ein englisches Blatt, der „Daily Chronicle", brachte angeblich aus zuverlässiger Quelle die Meldung, daß du letzte Nordseefahrl des Kaisers mit den Angriffen im Zusammenhang stehe, die im Reichstage gegen die Verwaltung der kaiserlichen Werften gerichtet worden seien, lind der Kaiser habe sich, wie sich das Blatt liebenswürdig ausdrückt, persönlich einen Einblick in die korrupten Verhältnisse auf den kaiserlichen Werften verschaffen wollen. Das Wolff'sche Bureau erfährt an maßgebender Stelle, daß an dieser Behauptung kein wahres Wort ist, und büp die zuverlässige Quelle die ganze Nachricht frei erfunden hat. Arn Vorabend der Eröffnung der amerikanischen Kunstausstellung sand am Mittwoch ein Festmahl statt, an deni der amerikanische Botschafter Hill, der Slaatsnlinister Dr. Delbrück, Kultusminister Trott zu Solz und andere teilnahmen. Der amerikanische Botschafter Dr. Hill dankte der Akademie und dem Kultus- minister für die den amerikanischen Künstlern erwiesene Gast reuudschail und schloß mit einem Hoch auf Kaiser Wilhelm. Staatsminister Dr. Delbrück drückte die Hoff- iiung ans, daß das Ereignis nicht ohne Einfluß auf die Entwickelung und Festigung der guten Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland sein werde. eines e i t u n g s in ser a te s, das in demselben Blau steht nie ei. ernsten polnischen Artikel, ist gar nicht wert genug n b ’ ii i c l; t n. Er hat tagelang sich nur mit diesem Problem l citfäjtigt und die Käufer danach gefragt. Stels hatte er den Cim.uck ter größten Wirksamkeit. Wenn auch der Kunde nicht bald am ersten Tage kommt, so merkt er sich doch bei Bedarf i„- fzftma, und das Inserat trägt noch lange nachher guten tis ist aber falsch, wenn man glaubt, nur c i n in a l iner Zeitung eines Ortes seine Waren anpreiien zu Ter Bewohner einer Stadt muß ständig immer wieder Der Kampf um die llmgeftaltung des englischen Gberhauser. London, 16. März. Bei der fortgesetzten Beratung de-, Vorschlages von Lord Roseberry im Obcrhausc erklärte Lord Curzon, der Augenblick sei für die Erwägung der Reformfrage außerordentlich günstig. Tas Ziel müs,e sein, zu einer allgemeinen Verständigung über die E ndlagen der beabsichtigten Aenderung zu kommen. Er dir sich von einer jeden Erörterung der Reformvorschläge Satz, bei------- . ... . - etnö -;u wetten, daß er dann im Beüarfsialle nd), an biciemge Stelle wenden wird, bei der er diesen oder jenen Gegenstand lausen zu tonnen glaubt. DBK Och senil ich leit ^'attes^was sie bringt, deckt sie S^üin'errnafeen mit dem Ernst ihrer Erscheinung. Di^ werbende Kraft Namen des .Geschäftes und der Waren lesen. Der charakteristisch, knapp, wesentlich und im guten Sinne Am besten wird dies erreicht durch einen schönen IunD inteeeiiaut, in die Werkstatt ciuce- Künstlers zu ichauen, und so sind auch die Eigenlasten, die der mm 80 jährige Heys: -n jeiner langen Diastermu,oatzii Lei der Riederschrfft seiner Werte Bezugspreis: monatlich 7öPf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post Alk. 2.— oiertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokallbPft auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton" und.Vermischtes" K. Neurath; für.Stadt u. Land" und „Gerichts- — Wieder ein literarischer Fund. Der Vorstand der k. k. Studieubibliothek in Linz (Oberöslerreich), Proi. Dr. Konrad Schiis mann, schreibt der Linzer Zeitung: Am lu. Ai ar; entdeckte ich in der Studienbibliolhet ein Blatt aus einer prachtvollen, dem 13. Jahrhundert ai.gehorenden Handschrift 0 cs Rolandsltedes. Herzog Heinrich der stolze halte, vermutlich auf einer Reise nach Frankreich, die er im Jabr 113. unternommen, das hervorragendste Erzeugnis der Karl d. Gr. und iclne Helden verherrltchetiden französischen Volkspoebc, Die Chanson öe Jrolaub, keimen gelernt und sie einem bayerischen, vielleicht Regensburger Priester Konrad mitgeleilt, der sie dann alsbald ms Lalemlsche und auf des Herzogs und seiner Gemahlin G. heiß ailch in deutsche Verse umsetzle. Von dtescm alldeutsche^ Epo-.> nl fClllc einzige vollständige Handschrift erhalten, und m Le|ierreicl) ivar cs bisher überhaupt noch nicht handjchrtstltcki vertreten, ^as Vlatl m der Studienbibliolhek um'aßt 140 Verse m z>vet Reihen aiii jeder Seite. Es Hane als Emband zu dem Buche „Censur oder Unheil der Lrientaliichen Kirchen unb ihres Patriarchen zu Conslantmopel über die Ailgspnrgische Cowessioist fJngolstadl iöv3) gedient, das ans der alten Winzer Fesuneiwiblioihei' uammt. — W ie Paul Heyse arbeitet. Es ist immer lehrreich Beecham erzählt, daß er alle Arten von Reklame versucht habe. Ties waren aber nur seine Lehrlingsjahre, die er ans dem Gebiet des Rellamewesens durchgemacht habe, ehe er es zum Meister in diesem Fache gebracht habe. Als Beecham leine g- schäjtliche Tätigkeit begann, war er als erster au, den Emiall gekommen, auf den Straßen Zettel verteilen zu lauen, ui denen fein Geschäft empfohlen wurde. Dieses Mittel Halle, wie er erzählt, gewiß manchen Erfolg, zumal es den Reizker ReuheU- hatte. Aber es war nicht würdig und ernst genug, -ta» fah er bald em. Er liesst, späterhin Luftballons auffteigen, in denen der '.’anie seiner Ware verzeichnet >var, er ließ elegant gekleidete ~cute auf den /Straßen spazieren gehen, die leine Reklame auf dem Rücken und saus der Brust trugen, andere hatten ^pieranzuge an, die I^uch das Lob seiner Waren verkündeten, er pellte Reger und Ele anten in den Dienst seines Estchäftes, ohne sedoch einen wirklich dauerhaften Erfolg damit zu erziehen. Er soll a ch aus Konzert- und Theaterprogrammetl m,er tert haben, liest oia bald davon ab, als er erfahren mußte, daß ii$jeinc Knnoen über die dadurch vollständig gestörte „otiom aeärgert hatten. Den ersten großen dauerhaften Erfolg, der amh durchaus der Würde eines gwh.en Geschäfts entipra^ hatte er bei den 'Ankündigungen feiner Waren ^^J^Uuugt-n. betrüblich ist, daß die bürgerlichen Parteien nicht einhelliger haben vorgehen können. Das liegt an der Schuld der Konservativen, die von vornherein nicht nur mit dem Zentrum hinter verschlossenen Wänden hätten verhandeln sollen, aber ausch an der Schuld der Regierung, die ohne Fühlung mit den Parteien ihren killen Weg gegangen ist und bei der nahenden Entscheidung keinerlei Einwirkmtg auf die endgültige Haltung der bürgerlichen Gruppen mehr gesucht hat. Die preußische Wahlreform hätte ganz besttmmt unter größerer Berücksichtigung der weiten Stimmungen im Lande abgeschlossen werden können. Berlin, 16. März. Tas Herrenhaus wird die allgemeine Besprechung der Wahlrechtsvorlage voraussichtlich am 13. April vornehmen und darauf einen Ausschuß einsetzen. Die Haushaltsberatung und die weitere Lesung der Wahlrechtsvorlage wird erst kurz vor Pfingsten, vielleicht auch erst nach Pfingsten, erfolgen. Berlin, 17. März. Sämtliche Blatter itimmen darin überein, daß auch nach der Annahme der Wahlrechtsvorlage ein Stillstand in der Wahlrechtsbewegung nicht ei n tr e tc n werde. Die „Tägliche Rundschau" hasst, daß es zu einer dauernden Entfremdung, die eine Radc- talijierung unserer politischen Verhältnise nach rechts und links bedeuten wurde, nickst kommt und noch in letzter Stunde der bittere Ernst der Beck vie Parteien zur ^uuiajr umigr. ^ic ent 1 ch e Tageszeitung" wlll es für nicht recht wahrscheinlich halten, daß die Vorlage die Erste Kammer ohne sachliche Aenderungen p ajjic rt. Die ücrunticuungen in Frankreich Die bekannten Unterschlagungen Duez mu) 1 einer Genossen haben eine lange Kette von parlamentarischen Verhandinng-.n jUI P°a^i s, 16. März. Der Untersuchungsrichter verhörte heute den Schwager des Liquidators Duez, Rouvray. Dem Verhör gemäß hat Duez nicht mehr als eine Million in Börfenspeiulationen verloren. Es muß doch festgestellt werden, üb che anderen vier Millionen nicht in ausländischen Banken deponiert worden sind. Es wird aller Voraussicht nach schwierig sein sestzustellen, wo diese vier Millionen geblieben find. der Senatssitzung am Mittwoch verlangte Monis, über die Verantwortlichkeit der Regierung in der Angelegenheit der Liquidatoren und über die Erklärungen des JnNizministers Barthon in der Kammer anzufragen. Barthou hätte in der Kammer erliärt, die Liquidatoren würden auf das formelle Ersuchen des Staatsanwaltes ernannt. Er, Monis der zurzeit der Ec- neniiung Justizminister gewesen sei, hätte in den Worten Bar- thou>» eine Kritik gesehen, die ihn für die gegenwärtige Lage verantwortlich mache. Barthou sagte, Monis habe mit der Ernennung der Liquidatoren nichts zu tun und verlangte V e r - t a g u ii g der Anfrage bis zur Beratung des Finanzgefetzes, in beffen Verlauf im Senat ein Antrag beraten werde, welcher die Ueberwachung der Liquidatoren durch Finanzinspettoreu ftcnett: Monis stimmte zu . .. m ; sruckst end und anseuernd auf den niemals ruhenden Geist des E.iinders zurück,'und unter den tausend Möglichkeiten des Ausdrucks steht ihm im Moment des Festhaltens fast immer das richtige und entscheidende Wort zur Disposition. Gröbere und zeitraubende Irrtümer im Text kommen kaum vor, die wenigen, meist sorg» ! altig verwischten Korrekturen beziehen sich auf stilistische U neben- beiten und werden nachträglich beim Wiederlesen des Geschriebenen rjrgtnonnnen. Bezeichneiw für den Dichter ist die Wählerisc!' ■ Sorgfalt, mit der er sein Arbeitsmaterial ausmustert. Tas gc io övfte, vollkommen holzfteie urw faserlose Hmidpapier, dessen etwas rauh:, feinlöntige Oberfläche seiner mit der Regelmäßigkeit eines ausgezogenen Uhrwerks darüber hinsegenden Kielfeder er wünschte Hemmungen in den Weg legt, gilt zienttich hoch im Preise. Es ist der einzige Luxus, den sich der sonst äußerst spar- lame Haushälter gestattet. „Knauserig im kleinen, bis zur Ver- ichwendung freigebig im großen!" lautet der uneingestandene < rundsatz seines durch die Praxis erhärteten ökonomischen Systems. Ohne daß sie es ahnen, befördert er seine Korrespondenten zu 'Jcutiisettcilie rauten; er reiht die leergebliebenen Blätter ihrer Briefe unerbatlick ab und tennt dabei fein Ansehen der Person. Als ob er sich selbst vor einer so nichtachtenden Behandlung schütze»' sagen. Die Arbeit des Abgeordnetenhauses m rasm und prompt erledigt worden, und die mühsame Vorarbeit der Regierung ist schonungslos in die Hust geblasen worben. Herr t._ Bett,-! mann-Holiweg wird die Re-orm aus der >?anv der icio.eu sicherlicy entgegeiinehmen, wir meinen abei, das; -H Erhöhung der Zölle beantragt. Der Zoll für Schaumwein wird auf 200 Fr., für andere Weine auf 80, für Liköre auf 500 Fr. pro Hektoliter und für Parfümerien auf 25 %, sowie für Seide auf 20 % des Fakturenwertes erhöht. In der russischen R ei ch s d u m a kam es am Mittwoch während der Aus spräche,üb er Len Haitshalt des Ministeriums für Voltsaufklärung zu einem stürmischen Auftritt ,P u r i s ch k e w i t s ch (Extreme Rechte) behauptete, währeud 'er über die Petersburger Universität redete, in deren studentischen! Aeltestenrar befinde sich eine Stundentin, „Juri st e n w e i b ch e n" genannt, die in intimen Beziehungen zu allen Mitgliedern des Ael- testenrates stehe. Darauf erhob sich int Saale ein ungeheurer Lärm. Die Sinie rief Purischkewitsch Schmähworte zu und verlangte dessen Ausweisuitg. Der Präsident erklärte, der Redner müsse, tvvs er gesagt habe, auf sein Gewissen nehmen. Der Kadettenführer Miljukow forderte die Ausweisung von Purischkewitsch und begann nun einen Wortstreit mit dem Präsidenten. Ununterbrochene Zurufe links und Beifallsklatschen rechts veranlaßte den Präsidenten, die Sitzung zu schließen. Nach deren Wiedereröffnung entzog der Präsident Purischkewitsch das Wort und erteilte Miljukow eine Rüge wegen seines Verhaltens. Aus Athen wird gemeldet: Der Legationssekretär Levidis ist zum griechischen Geschäftsträger in Berlin ernannt worden. Aus Belgrad berichtet man: Nach dem im Ministerrat festgesetzten Programm wird König Peter fünf Tage, vom 22. bis 27., in Petersburg verbleiben und sich sodann zum zweitägigen Aufenthalt nach Moskau begeben. Hierauf kehrt der König über Oderberg und Ofenpest nach Belgrad zurück, von wo er nach einer mehrtägigen Ruhe die Reise nach Konstantinopel über Sofia antritt. Von der Reiseroute über das Schwarze Meer wurde der Beschwerlichkeit der Ueberfahrt wegen Abstand genommen. Einem Blatte zufolge wird König Peter bei seiner Durchreise durch Sofia dem König Ferdinand einen offiziellen Besuch abstatten, der im April in Belgrad erwidert wird. Aus Madrid meldet man: Der neu ernannte deutsche Botschafter, Prinz von Ratibor und Corvey, ist hier eingetroffen und hat dem Minister des Auswärtigen am Nachmittag einen Besuch abgestattet. vor 60 Lahren. Ein Freund unseres Blattes schreibt uns: Ein Gedenktag ist in unserer schnellebigen Zeit spurlos borübergegangen. Am 11. März waren es 60 Jahre, daß die Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt und Friedberg dem Verkehr übergeben wurde; die Strecke Friedberg— Bad-Nauheim—Butzbach wurde am 1. Dez. 1850 eröffnet, während die Strecke Butzbach—Gießen—Kassel erst Mitte der 50er Jahre in Betrieb gesetzt werden konnte. Wie lange Zeit der Unterhandlungen es zwischen den beteiligten Negierungen bc- > durfte, geht aus einem schriftlichen Handbuche, datiert von 1845, 'hervor, um die „Konzessierung eines den Main und den Wesergrund zu verbindenden Schienenwegs" zu erlangen. Vier Regierungen kamen für die Genehmigung der Bahn in Betracht, da sie von Frankfurt (freie Reichsstadt) über Bockenheim (kur- chessisch), Heddernheim (Hesseu-Homburgisch), Vilbel bis Friedberg (Hessen-Darmstädtisch), Bad-Nauheim (kurhessisch), Butzbach bis Lollar (Heffen-Darrnstädtisch), Fronhausen—Kassel >kurhessisch) führen sollte. Schon 1842 waren Verhandlungen im Gange, wette, schreibt er bei seinen Briefen mindestens immer drei Seiten rell, am liebsten alle vier. Er und die Sonne „dulden kein Weißes". Offenbar tut es ihm leid um jedes leere Fleckchen und ischmerzt es ihn geradezu, Wenn ihm die dritte ganz oder halb ausgefüllte Seite eines empfangenen Briefes nicht erlaubt, sie mit der vierten zusammen abzutvennen. — T ie Königin von England und ihre unverheiratete Tochter, die Prinzessin Victoria, wohnten am Samstag abend der Aufführung der Oper „E l e k t r a" bei, die von dem Komponisten Dr. Richard Strauß selbst dirigiert wurde. Das Haus wgr bis aus den letzten Platz ausverkauft, ja es wird berichtet, daß so viel Ansragen an die Tirettion gerichtet wurden, daß das riesige Theater gut zweimal Hütte gefüllt werden können. Tie Zuschauer waren wieder außerordentlich begeistert, und sowohl während der Vorstellung als auch nach Schluß fanden wiederholt große Beifallsbezeugungen statt. Mr. Beschäm erklärte im Laufe des Abends einem .Journalisten, daß noch niemals eine Oper in London mit einer solchen Begeisterung aufgenommen ivvrden ■jci, er rügte hinzu, daß sie in Covent Garden wochenlang hintereinander an jedem Abend gegeben werden könnte, und daß die «Oper jedesmal au-.werkauft sein würde, Uebrigens waren alle 'Plätze für die vorgestrige Aufführung bereits verkauft, ehe es ibekannt wurde, daß Dr. Strauß sie dirigieren würde. Abends, nach der Vorstellung fand ein Essen zu Ehren des Tondichters, statt, das von Mr. Beecham gegeben wurde. Richard Strauß lehrt am nächsten Mittwoch nach Berlin zurück. — Der Zensor hat übrigens seinen Bann über die Straußsche Oper „Saloin e" aufgehoben, und sie wird nun von Mr. Beecham im Herbst in Covent Garden zur Aufführung gelangen. Es heißt, daß der K-imch uud^ganz besonders die Königin ihren Einfluß in dieser Beziehung geltend mackstem. DK. E l n Bild Mittels ge stöhlen! Einem Telegramm auS San Francisco zuwlge wurde bei einer borngen Gemäldeausstellung eut Gemälde von Jean Francois Ättllet, ,Schafherde und Hirt" am hellen Tage gestohlen. Die Ge- inäldeaussleUung fand in dem Golden Gale Park Museum slalt Zu der Zeit deS Diebstahls ivat die Ausstellung ziemlich stark besucht, und es ist merkivürdig, daß keiner der Besucher die Tur bemerkte. Ter Wert des geiiohlenen Bildes wird mit 40 000 Alk. angegeben, und die Polizei hat nicht die leiseste Spur des Diebes. * Zweierlei. Die Verlobung ihres Kindes Röschen mit dem k. k. Generaldirektionsasfistenten Beppo Müller erlauben sich rrgebenft anzuzeigen Jacques Mayr mit Frau Annita. — Vier Wochen später: Tie Verlobung unserer Tochter Rosa mit dem Kanzlisten Joseph Müller ist aufgelöst. Jakob Mayr und Frau. vüchertisch. — Tr. jur. Ed. Karle-neuer „Ohne Rechtsanwalt" Verlag von Emil Abigt, Wiesbaden. Jmolge der am 1. April 1910 zur Geltung kommenden neuen Beslinunlingen der Zivilprozest- ordnung wird sich für manchen Geschäftsmann die Notwendigkeit ergeben, einen Rechtsanwalt zu befragen. Für das Mahn- und Beilreibuilgsversahren will dieses Buch den Rechtsänwall entbehrlich machen; es ist m klarer Sprache abgeiayt, druca. die erforderlichen Schriitsätzc ab und verfolgt au Berbern noch bef" Zweck, dem Schwindel der Jnkassobureaus ernstlich zu begegnen. um eine Dahn von Frankfurt bis nach Friedberg zu bauen: sie scheiterten aber an dem Eigenwillen des Kurfürsten von Kassel, Friedrich Wilhelm I., der nicht wollte, „daß seines Vetters Lande, des Großherzogs Ludwigs 11. von Hessen, durchschnitten werden Teil der Landgrafschaft Hessen-Homburg mit dem Bade Homburg in Verbindung mit Kassel zu bringen. Nach langem Verhandeln kam dann endlich in Frankfurt am Main 1847 im BundeSpalais eine Vereinbarung der verschiedenen Rcgierungskominiffäre zustande, wonach zunächst die Strecke Frankfurt—Friedberg fertiggestellt werden solle. Mit dem Bau wurde schon im Frühjahr 1848 begonnen: die Arbeiten erlitten aber durch die Revolutionszeit mehrere Unterbrechungen, weil, wie es in dem Buche heißt, „die Beamten und Arbeiter nicht mehr mit denen ihnen gezahlten Löhnen zufrieden waren, die Lebensmittel hoch im Preis standen und auch Robert Blum in einer großen Versammlung auf feiner Durchreise nach Frankfurt die Leute aufgefordert hatte, sich dem Badener Aufstande anzuschließen". An der Stelle, wo der Freiheitskämpfer Stöbert Blum auf seiner letzten Steile nach Frankfurt diese Rede gehalten hat — nahe bei Okarben auf freiem Felde — ist heute noch ein Gedenkstein zu sehen. Stach dem ursprünglichen Plan sollte die Bahn von Nieder-Wöllstadt westlich von Friedberg,vorübergesührt, von dort über Bad-Stauheim, Nieder-Mörlen—Ostheim nach Butzbach gebaut werden, um das teure Viadukt bei Friedberg zu sparen. Aoer auch hier wieder stieß man auf den heftigsten Widerstand des Kurfürsten, der verhindern wollte, daß sein ehemaliger Hauptmann Torr, der am Johannisberg bei Bad-Stau heim die Villa Britannia erbaut hatte, so nahe an die Bahn hätte! (Historisch!) Auch die Grundbesitzer müssen entichiedenc Gegner der Bahn gewesen sein, denn es heißt in dem Buche, „day alle Grunbbesitzer rechts der Ufa, welche Land zu der neuen Eisenbahn abzugeben haben, sich in dem Gasthaus „zur Krone" einfinden sollen, um zu verhüten, daß das gute Land durch die Eisenvahn ge,chädigt würde". (Gemeint ist offenbar das Gelände an der Ockstädter Gemarkung zwischen Städteweg und Ockstädter Straße, Sichler- und Frauenwaldgelände.) Heute nun läuft die Main-W es er-Bah n 60 Jahre und keiner von denen, welche bei ihrer Erbauung mitwirklen, weilt noch unter den Lebenden. Welche Entwickelung hat in dieser Zeit unsere Gegend genommen! Wo einst armieUgc Ortschallen und Städtchen waren, sind blühende, industriereiche und ackerbautreibende Plätze entstanden uuO nichts erinnert mehr an die armselige Vertehrszeit, wo einige in Bad-Stauheim lebende, kur- henilche Soldaten den Urlaub in die Heimat auf mindestens 14 Tage erhielten, weil sie beinahe 5 Tage zum Heim- und Hinmarsch brauchten ! Zum Schlüsse sei noch bemerkt, daß auf der jetzigen Main- Weser-Bahn (heute eine der Hauptbahnen Deutschlands) täglich von Friedberg nach Frankfurt und umgekehrt nur vier Perfanen- züge verkehrten, von Friedberg nach Gießen sogar mir drei. Ans ^taOt Land. Gießen, 17. März 1910. * • Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat dem Pfarrer Will;. Röm Held zu Hahn (Pfungstadt) die evang. Pfarrstelle zu Pfungstadt und dem Pfarrer H. Nahrgang zu Torn-Dürkheim die evang. Pfarrstelle zu Kostheim übertragen. ** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurden den Lehrern Joh. Phil. Harth zu Unter-Mossau, und Phil. Sander zu Fräntisch-Crumbach, je eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wörrstadt, dem Schulumtsaspi- ranten Aloys Tanz aus Klein-Zimmern eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Obertshausen. B e st ä t i g t wurde der von dem Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf die vierte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Urberach präsentierte Schulamtsaspirant Jos. W e h r 1 e aus Ettenheim (Baden). Er l e di g t ist die mit einem kath. Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Obcr-Wöll- stad t. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem kath. Pfarrer und dem Ortsvorstand in Ober-Mörlen steht das Präsentationsrecht zu. * * Ernannt wurden: der Gefangcnaufseher an der Zellenstrafanftalt Butzbach Karl M ü l ch c r zum Oberaufseher an dieser Anstalt und der Gefangcnaufseher am Pro- vinzialcrrresthaus in Darmstadt Joh. Ludw. Schmitt zum Gefangenaufseher an der Zellenstrafanstalt Butzbach. * * E i n e a u ß e r o r d e n t l i ch e S i tz u n g d e r h e s s i- schen Anwaltskammer findet auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Eulau in Offenbach mit 19 Genossen Samstag, 19. März, in Darmstadt statt. Auf der Tagesordnung steht Vermehrung der Mitglieder des Vorstandes von 9 auf 12, um auch den nur an einem Amtsgerichte zugelassenen Anwälten die Möglichkeit zu geben, in dem Vorstand beratend mitzuwirken, weiter die Frage einer Gewerbesteuer für Rechtsanwälte, sowie die Frage des Rechtskonsulenten- unwesens. Zu dem 1. Punkt verhält sich der Vorstand ablehnend, steht aber dem Wunsche der Amtsgerichts-Anwälte, in den Vorstand gewühlt zu werden, nicht entgegen, vorausgesetzt, daß solche vorgeschlagcn und von der, Versammlung gewählt werden. Die Gewerbesteuer der Rechtsanwälte hält der Vorstand für ungerechtfertigt und hat daher schon vor fünf Jahren deren Ablehnung in der Kammer durchgesetzt. Die Frage der Rechtstonsutenten ist schwer zu lösen, man sieht - den Anregungen der Versammlung in dieser Hipsicht entgegen. * * Dus 23 e ft e den Kindern zu bieten, ist Wunsch und Wille aller recht denkenden Eltern. Besonders die Ernährung der Kinder in den ersten Lebensjahren sollte unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden; denn was hier verfehlt wird, kann oft im ganzen Leben nicht wieder gut gemacht werden. Deshalb ist es mit besonderem Danke zu begrüßen, daß hier in Gießen eine Milchküche für Säuglinge ins Leben gerufen werden konnte, die nun schon 3 Jahre besteht und den Kindern, die der besten Ernährung durch Muttermilch entbehren müssen, den trefflichsten Ersatz zu bieten imstande ist. Hier wird auf Grund genauester Vorschriften, wie sie s. Zt. der Spczialarzt für Kinderheilkunde, Professor Dr. Koppe, gegeben hat, einwandfreie, trinkfertige Kindermilch in Einzelportionen abgegeben, und es ist die allseitig gemachte Erfahrung, daß Kinder, die diese Milch erhielten, prächtig gediehen. Auch tuberkelfreie Vollmilch wird in der Milchküche abgegeben. Wenn es manchen Eltern zu schwer wird, diese Nahrung, deren Preis an und für sich sehr gering bemessen ist, ihren Kindern zu beschaffen, so eröffnet sich hier gerade die SNöglichkeit, ärmeren Familien seine wahre Wohltat zu erweisen, die nicht mißbraucht luerden kann, die Eltern und Kindern, Gegenwart und Zukunft zugut kommt. Es wäre deshalb zu wünschen, daß neben der städtischen und der Vereins-Armenpflege auch von privater Seite dieser Weg moderner Wohltätigkeit beschrittn würde, damit die Milchküche an ihrem Teil mehr und mehr zu dem werde. Weg moderner Wohltätigkeit re schritten würde, damit die | er e Kinder.welt. ** Im Kolosseum har man gestern wiederum mit einem neuen Programm begonnen, das aller Voraussicht nach eine große Anziehungskraft auf das Publikum ausüben dürfte, denn die Direktion hat diesmal bedeutende Anstrengungen gemacht, um einen unterhaltenden und abwechslungsreichen Abend zu gewährleisten. Ten bedeutendsten Teil nehmen natürlich die Ringer in Anspruch, unter denen wir manchen klangvollen und bekannten Namen finden, so daß sie mit einem starken Zuspruch zu rechnen haben dürsten. Zu diesen Ringkämpfen bildet das übrige Programm eine hübsche und unterhaltende Ueberleittmg. Lene Kaufmann, eine fesche Tirolerin, fand viel Beifall mit einigen Liedern, die sie sehr schön vortrug. Es 'folgte Walter Baron, ein guter Humorist, der ebenfalls sehr starken Anklang fand. Die hier schon bestens bekannten Elrados zeigten ihre bedeutende Kunst an hängenden Seilen, die sowohl die Kraft des jungen Paares als auch seine Ge- wandheit in bestem Licht erscheinen läßt und sehr beifällig ausgenommen wurde. Als Meisterschafts-Jongleuse stellte sich Tilly Kaiser vor, die durch einige sehr gute Darbietungen überraschte. Eine sehr anertenneswerte Leistmtg war das Erklimmen einer stehenden Leiter, wobei sie drei Flaschen und einen Teller mit Gläsern auf dem Kinn balancierte. Ten Schluß des ersten Teiles bildeten dann Wille und S t e o w a s, die sich noch weiter vervollkommnet haben und nun gar im Kopsstand ein Glas Wein austrinken. Ueber die außerordentliche Fähigkeit, mehrere Minuten lang frei auf dem Kopf zu stehen und dabei noch allerhand Kunststücke auszuführen, haben wir schon kürzlich gesprochen. Stach der Pause wurden ein paar hübsche tinematographische Bilder vorgesührt, nach denen die Ringkämpfer die Bühne betraten, von denen bis jetzt zehn ein- getroffen sind. Es sind: Heinrich Weber, Weltmeister; Eigemann, Meisterringer vom Rheinlands Ludwig Grammer, gen. der bayr. Herkules; Oster, Meisterringer von Luxemburg; Subanoff, Meisterringer von Polen; Macdonald, Champion von Schottland; Kar- z u r k y, Meisterringer von Ungarn; Huber, SNeisterringer vom Tirol; Pierre le Boucher, Champion von Frankreich ; Jes St i e l s e n, Champion von Finnland. Die größten Aussichten von diesen dürften Weber und Grammer haben. Gestern abend rangen Oster und Nielsen, wobei der Luxemburger nach 8y2 Mjn. als besiegt erklärt wurde, obwohl vom Zuschauerraum aus keine Stieb erläge zu beobachten war. Oster protestierte daher auch, so daß eine Wiederholung des Zweikampfes stattfinden wird. Sehr interessant gestalrete sich der Kampf zwischen Grammer und Subanoff, da der Bayer über eine riesige Kraft verfügt und dem gewandten Polen sehr viel zu schassen machte. Trotzdem gelang es ihm erst nach 13 Min., feinen Gegner zu legen. Den Schluß bildete das Ringen zwischen le Boucher und Karzurky, das 22 SJtin. dauerte. Der außerordentlich temperamentvolle Franzose drängt seinen Gegner manchmal von der Bühne, aber immer wieder entgeht ihm dieser durch feine hervorragende Gewandtheit, die aber schließlich doch der robusten Kraft des Franzosen erliegt. Heute ringen: Weber:Nielsen, Eigemann: Grammer, S u b a n o f f: M a c d o n a l d. * * Vortrag über den Al ko ho l rn i ßl> ra n ch. Ersuchen des Bezirksvereins Gießen gegen den SRchbrauch geistiger Getränke spracki im großen Hörsaal der Universität am Mittwoch den 16. d. SR. Pros. Tr. Vioit über die Wirkungen des Alkoholmißbrauchs auf lebenswich ti ge Organe des menschlichen Körpers. Von der Darstellung war ausgeschlossen die Wirkung des Alkohols auf das Gehirn und die geistigen Funktionen. Einer näheren Betrachtung würden unterzogen die Einflüsse der: gewohnheitsmäßigen Aufnatzine geistiger Getränte auf die Schleimhäute der Lufttoege, auf den Magen, auf die feinen und zarten Drüsenzellen der Leber, auf die Stieren und besonders auf das Herz. Hier wies der Redner daraus hin, wic namentlich durch allzu reichlichen Biergenuß auch von sogen, leichten Bieren ftüh-zeitig die Herzkraft untergraben w>ird. Eine besondere Gefahr liege darin, daß die langsam cintretendc Erck- artung des Herzens sich bei regelmäßigem und rüstigem Leben zunächst kaum fühlbar mache, bis eine plötzlich? Ueoeranstren- gung die mangelnde Wider stands fäh igkei t des Herzens bar tue. Oft fielen blühende und kräftig aussehende Menschen einer Lungenentzündung ober einer Infektionskrankheit zum Opfer, denen man eine ganz andere Lebenskraft zngetraut habe. Tie Ursache für diesen Ausgang liege dann in der mangelnden Widerstandsfählg- keit des durch Bier- oder Weingenuß geschlrächten Herzens. Bei der Finge, mo die Grenze zwiscl^n dein mäßigen und dem mißbräuchlichen Genuß geistiger Getränke liege, komme es sehr auf die individuellen Eigenschaften des menschlichen Körpers an. Eine allgemein gültige Grenze jci nicht sesizustellen. Um so vorsichtiger müsse die Frage von jedem einzelnen nach seinen persönlichen Anlagen beantwortet roerben. Wenn auch die großen Vorzüge der Abstinenzbewegung nicht verkannt werden dürsten, so seien besondere liebel von einem vorsichtigen und mäßigen Bier- ober Weingenuß nicht zu befürchten, während der Genuß von Brannt- tvein oder starkem Likör wegen des ionzentrierten Alkoholgehalts streng zu vermeiden sei. Kinder sollten bis zu ihrem 15. und 16. Lebensjahr den Geschmack des Alkohols überhaupt nicht kennen lernen. Der anregende und eindrucksvolle Vortrag sand den lebhaften Beifall der sehr gut besuchten Versammlung. ” Hundebesitzer werden auf das gesetzliche Verbot aufmerksam gemacht, Hunde außerhalb der Ortschaften unbeschränkt frei laufen zu lassen. Wer einen Hund in fremdem Jagdgebiete bei sich hat und denselben außerhalb der erlaubten Verbindungswege über 100 Schritte von diesen entfernt frei herumlaufen läßt, sowie der, deffen Hund, ohne von jemanden mitgenommen zu sein, allein in der angegebenen Weise frei herumläuft, wird mit einer Geldbuße von 1 Mark bis 5 Mark bestraft. Die Jagdpächter in der Umgebung von Gießen haben in letzterer Zeit durch AuSsetzen fremder Hasen und Fasanen viel getan, um die heruntergekon^menen Wildstände zu heben und sic wenden alle gesetzlich statthaften Mittel an, um wildernde Hunde von ihren Sieoieren fernzuhalten. Da auch das Kreisamt die Polizeibehörden neuerdings auf die Strafbestimmungen aufmerksam gemacht hat, liegt es im eigenen Interesse aller Hundebesitzcr, wenn sie ihre Hunde außerhalb der Ortschaften stets an der Leine führen. * * B e s i tz w e ch s e l. Professor Dr. Walther erwarb von Kommerzienrat Heyligenstädt in der Liebigstraße, etwa in der Mitte zwischen Ludwig- und Frankfurter Straße, einen größeren Bauplatz zum Preise von 33 Mk. für den m2, um darauf eine Villa zu errichten. — Frau Georg Biederns Witwe kaufte Ecke Ludwigstraße und Leihgefteruer Weg ebenfalls für einen Villenbau ein größeres Gelände zum Preise von 22 SRk. für den m2. Beide Bauten sollen noch in diesem Jahr begonnen werden. (:) Lauterbach, 16. März. Unser Vorschuß- u n d M t c b i t b c t c i n hat einen Jahresumsatz von fast vier Millionen Mark zu verzeichnen. Dieses größte Geldinstitut unseres Kreises zählt jetzt 535 Mitglieder. Von Lem Reingewinn in Höhe von 12000 Mk. kommen 6 Proz. Dividende zur Verteilung. Der Vogelsberger Höhenklub erhält 100 Mk. und der Turnverein 200 Mk. In der Haupt Versammlung wurden die Aufsichtsratsmitglieder Luft, Lang und Keutzer wiedergewählt. v. Deckenbach, 16. März. Nach 1^jähriger Tätigkeit verläßt uns unser beliebter Pfarrverwalter Traut- mann. An seine Stelle kommt Pfarrverwalter Stein er, z. Zt. Hilfsgeistlicher in Berlin und vorher längere Zeil Pfarrassistent in Gießen, hierher. v. Homberg, a. d. Ohm, 16. März. Zwei Un - glucks fälle ereigneten sich vorgestern in unserer Nachbarschaft. In Schadenbach fiel der Oekonom Heinrich Hornman III. beim Strohholen vom Scheuergerüst in die Tenne und brach das rechte Schlüsselbein und in Dannenrod verunglückte der Forstwart Trupp beim Einlernen eines Rindes, indem er unter den Wagen geriet und einen Knöchelbruch erlitt. x Bad-Nauheim, 16. März. Das Bad hatte den Plan, sich an der Brüsseler Weltausstellung zu beteiligen. Als diese Absicht bekannt ivucbe, fand sie in der Bevölkerung freundliche Aufnahme, denn für den Ruf unserer Badestadt und der künstlerischen Tätigkeit der Neubaubehörde wäre die Teilnahme an der Weltausslellimg von der größten Bedeutung gewesen. Wie jetzt aber feststeht, kann der Gedanke nicht verwirklicht werden. Ursprünglich hieß c5, aus ^parsauikeitsrüeksichten wolle der Staat davon absehen. Ganz a gesehen davon, daß die Sparsamkeit hier wohl am falschen Platz angewandt worden wäre, hat die Nichtbeteiligung an der Weltausstellung überhaupt einen anderen Grund. Es wird in der deutschen Ausstellungshalle aus Naummangel kein Platz mehr für die geplante Ausstellung einer Fürstenzelle und einer Normal-Badezelle zur Verfügung gestellt. Die m Betracht kommende Fürstenzelle wird deshalb gegenwärtig dem BadetzauS X-Süd augebant. — Jetzt ist man mit der Leitung des F er» he i z ka n a l s nach Badehaus VI beschäftigt. Bei den Erdarbeiten stieß man auf interessante Gebäudereste, die zur früheren Saline gehörten. L. Friedberg, 16. Febr. Man trägt sich mit dem Gedanken, hier ein e v. Vereinshaus zu bauen, wie solche in vielen Städten von der Bedeutung Friedbergs bestehen. — Wegen der Landessynode wird die Elttlassriig^ feier des Predigerseminars erst am Freitag abgehatleu. Kandidat theol. Strack wird die Abschiedsrede hacken. Rach der Feier findet ein Festessen im Hocel Trapp statt. X Friedberg, 15. März. Heute fand die öffentliche S ch l u ß f e i e v der Großh. Obstbau- und l a n d w. W i n te r- s chule statt. Der Lehrgang an der Winterschule hatte mit dem 3. November 190J nut der üblichen Feier begonnen. Es ivaren 76 Schüler aufgenommen, und zwar traten 44 in bte untere und 32 in die obere Abteilung ein. Davon aus dem Kreise Friedberg 49, Büdingen 11, Gießen 2, Alsfeld 1, Schotten 2, Erbach 1 und 10 aus Preußen. — Seit dem Bestehen der Anstalt hat He noch niemals einen solchen Besuch auszuweisen gehabt. — Bei der heutigen Schlußfeier waren anwesend als Vertreter der Regierung Landesökononiierat Müller, außerdem Kreisrat Schl.ephake als Vertreter des Kreises, der Bürgermeister Stahl mit verschiedenen Stadt- verordneten, Vertreter des Landwirtschaftskammer-Ausschuffes, der Präsident des Landw. Vereins für Oberhessen Oekouomie- rat Schlenke und ivvhl alle Väter der Schüler und Freunde der Anstalt. Diese scheint fast zu klein, um die wachsende Zahl der Schüler auszunehmen. Bei der Prüfung war es von besonderem Jnterresse zu hören, wie eingehend die Schüler unterrichtet waren über den schriftlichen Ge- schäslsverlehr mit Kaufleuten, Fabrikanten, Konsumenten 2C. lieber das Ausferligen von Verträgen, Quittungen, über den Geld-, Scheck-, Wechsel- und telegraphischen Verkehr. Die Schüler zeigten sich sehr lebhaft interessiert und hingen an den Lippen ihres Lehrers. Auch über Tierkrank- heiten, Währschaft tm Tierhandel waren die Schüler verhältnismäßig gut unterrichtet über das Notwendigste. Um die unentbehrlichsten Kenntnisse der Chemie und Physik einigermaßen zu festigen, damit die Schüler die Wirkung der Düngemittel richtig emffassen, bedarf wie Direktor bards)...........' „ Effekten-Konto M Konsortial-Konto j| „ Kommanditcn und Betciligungs-; Konto........... „ Debitoren in laufender Rechnung Mk. 103,^6,862.78 Vorschüsse auf Waren-u.Waren- Mk. 6.438.7431 17)24,542 25,348-155 3,065,920 27.650L00 6,539,682 9,755,239 2,467,430 Verschiffungen . „ 1,727,340.35 105,074,203 7,309,112 Pf. 23 52 01 52 32 26 68 13 05 5,905,199 10 39,161 18 201,118,189. - Per Zlktien-Knpital-Konto..... „ Reserve-Konto. Mk. 5,400,000.— n Auherordentl. Reserve-Konto „ 1,000,000.—1 „ Konto-Korrent- Reserve-Konto „ 1,236,945 // 7,636,945 Mk. 54,000,000 n w n » n n n Mreditorcn in laufenderRechnung 'Depositengelder....... Tratten-Konto(Trattenu.Schecks) Aral-Konto......... Dividcnden-Konto (Unerhobene Dividenden)......... Uebergangsposten unserer Niederlassungen untereinander . Gewinn- und Verlust-Konto Reingewinn des Jahres 1909 . Mk. 3,961,148.41 Vortrag aus dem Jahr 1908 . . „ 67,920.37, 65,291,989 19,669,485 43,144,806 7,309,112 10,120 26,659 4,029,068 1201,118,189. Pf. 77 97 71 45 05 50 77 78 Gewinn- und Verlust-Konto. Soll. An Unkosten-Konto Gehalte, Geschäftsspesen. Tantiemen derVorsteher der Filialen^ der Prokuristen und Vorsteher der Wechselstuben Mk. 2,540,900.38 Steuern. . . „ 358,947.70 „ Beiträge zur Pensionskasse unseres Instituts Mk. 67,778.83 -um Beamten-Ver- ncherungsverein des Deutschen Bank- u. Bankiergewerbes „ 3,779.33 - Abschreibung auf Immobilien. Mk. 31,084.93 eines durch Veruntreuung entstandenen Verlustes . . . „ 401,552.961 e Gewinn-Saldo Verteilung: außerordentliche Abschreibung aufMobiliar-Komo "Wit 39,160.18 Zuweisung an die außerordentliche Reserve . ... „ 250,000.- 6°/o Dividende auf Mk. 54,000,000 Aktielrkapital . „ 3,240,000.— Tantiemen an Aufsichtsrat u.Vorstand„ 433,940.62 Vortrag auf neue Rechnung. . . „65,967.98! Mk. L8S9M 71,558 432x637 4,029,068 I] 7,433,112 Frankfurt a. M., den 16. März 1910. Pf. 08 16 89 78 91 Haben. Per Gewinn-Vortrag aus 1908 . . „ Zinsen-Konto lUeberschuh im Konto-Korrent und auf Lombard-Konto) ....... „ Wechsel-Konto....... „ Provisions-Konto „ Effekten- und Konsortial-Konto „ Kommanditcn- u. Beteiligungs-! Konto.......... „ Konto vro Diverse «Kleine Gewinne und Mieten) . c . . Mk. Pf. 67,920 37 1,784,603 83 1,172,321 61 2,155,962j 40 1,996,0951 92 184,401! 95 71,806] 83 !l 7433,112191 • . r , , „ Der Vorstand der Mitteldeutschen Creditbank. . .. In der heute abgehaltenen 55. ordentlichen Generalversammlung unserer Aktionäre wurde die Dividende rur das Geichaftsiahr 1909 auf 6'7O festgesetzt. Der Dividendenschein für 1909 kommt mit M. 18.— für jede Aktie zu M. 300 .... . -. .. v „ 72— „ „ „ „ „ 1200 zur Auszahlung. Die Einlösung der Dividenden,cheine erfolgt von heute ab: in Frankfurt a. M., Berlin, Nürnberg, Fürth, (Yießeu, Effcn-Rubr, Hanau und Wiesbaden, sowie bei unseren Devomenkasseu und Wechselstuben in Höchst a. M., Marburg a. d. L., r^Ncubaa) a. M. und Wetzlar und unseren Agenturen m Büdingen und Butzbach an unseren Kassen vormittags zwischen 9 und 11 Uhr, D17/3 , . . in -Vaden Vaden bei der Bankcommanditc Baden-Baden Meyer & Ditz, in Hamburg EZirrma M. M. Warburg L Co., in Leipzig bei der Allgemeinen Deutschen Crcdit-AnstaU tAbterlung Becker L CoJ, in Mainz bei der Firma Weis, Herz & (io., in Meiningen und Gotha bet der Bank mr Thüringen vormals B. M. Strnpp, AkticngcfeUschast, in München bei der Firma Moritz Schulmann und bei der Kommanditgesellschaft Bcruard Weinmann, in Stuttgart bei der _______________Nicolaus. 1208] Wetzlarer Weg 41 part., neu hergertcht., schöne 5°Zim.-Wohn. mit Gartenanteil wegzugshalber sofort oder für 1. April zu verm. 4 Zimmer 02194] Eine schöne 4-Zim.-Woon. mit Zubehör und Gartenanteil versetzungshalber per 1. April zu vermieten. Roonstrahe 20 p. Cderstrahe 14 eine 4-Zimmerwohnung p.l. April zu vermieten. 1605 Näheres Schillerttraste 26. Vollständig neu hergerichtete Wohnung enthaltend 4 große Zimmer und große Küche, sowie Keller und Bodenraum in der 111. Et. meines Hauses an ruhige Leute ohne klein. Ämder per sofort oder später zu vermteien. |1547 Carl Nowack, Seltersweg 85. 02155] Mans.-Wobnung, 4 Zimmer u. Zubeh. alsbald zu vermieten. . Steinstraße 19. j 3 Zimmer 1627] Sch. 3-Ziiw-Wohn., 1. St., an ruh. Fam., sof. beziehb., zu verm. Näh. 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Biirgergeseiiscte^ Samstag den 19. März, abends 9 Uhr, {$ enera!v< r mlunsi im Vereinslokal „Postkeller" Tagesordnung: 1. Bericht. 2. Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Verschiedenes. v17/;,)___________Der Vorstand. O K Mittwoch den 23. März 1910 Hauptverfa-urmlttng. Tagesordnung lt. § 8 b. Satzung. v17/3)__________Der Vorstand. gern jjiiiillltate Giessen. Direktion: Hermann Stelngoetter. Freitag den 18. Marz 1919 Llnfang 8 Uhr 20. Freitag-Äbonnem.-YorstöIlUDg TßT Novität! „Das Koszert“ Lustspiel in 3 Auszügen von Hermann Bahr. Ansang 8Uhr. Ende geg. ICP/4 Uhr. Sonntag den 20. März 1910 Nachmittags 3l/2 Uhr Kleine Preise! Kleine Preise: „Narziss“ Drama in 5 Auszügen von A. E- Brachvogel. Anfang3'/<_.Uhr. Enbegeg.6'/,Uhr. Abenbs 7I/2 Uhr Gewöhnl. Preise! Gewöhnl. Preise! Gutscheine haben Olültigkeit. Gastspiel von Herrn Haus Banmeistcr vom Gr. Hoftheater Darmstadl „Tanins der Narr’ Drama in 5 Auszügen von Ernst Hardt. An f. 7 V, U h r. Ende geg. 10V- U o r. 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