■fe s- Erster Blatt Mittwoch, U. vezemder 1910 160. Jahrgang Anzeiger für Gberyessen monatlich 7ö'v^ viertel- iabrhct) Ltt. 2.20, durch ttbbole- u. Zweigstellen monatlich 65 'UL; durch dieBost 'Btt.2.— viertel- jäbrL ausschl. Beilella. ZeüenpreiS: lokal 15 UL, aueivnrte 20 U'enniq. Chefredakteur: A (Äoetz. Berautivoillich für den polilychen Zeil: August Vtoeg; für „Fenille- ton', .Vermischtes" und „Wenchlsjaal": H. 9ieu- fünrn^cRezm,Ln"limn'c NotaNonsdru» tfflb Verlag der vrühl'schen Univ.-Such- unö Steinbruderd R. rangt. Reöaftion, Lrpebition nnb Druckerei: Schulstratze 7. d"n bis vonniltags o Uhr. Expedition für vüdingen: vahnhofftratze 16a. - Telephon Nr. 50. Anzeigenteil: 'v. Beck. irr. 293 Tet »icheaer grifft frid)ftni täglich, autzer Sonntags. - Bei lagen: viermal wocbentlicb SlthenelLamilienblätler iiucmuu »MÖrtieml.Ki eis lletUiirlcn Kreislichen sDlenstug und Freiing); zweimal monatl. Landwirtschaftliche SeUfragen jlermplech - Anschlüsse: für die Redaktion 113, Verlag u. Expedition 51 Adiesse für Depeschen: Anzeiger Gietzea. Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. (Es regt sicht Der Einsender der ersten 2k tracfi hingen , Was nun?" möchte zu der Difnahine seines Vorschlag s in der Oeffent Tid)feit nochmals das Wort ergreifen und [eine früheren Ausführungen vervollständigen. In dem von uns dargelegten Smne geben wir ihm hier gerne wiederum das Wort. Er schreibt: Der am Samstag ergangene Mahnruf „Was nun" scheint eine zunächst befriedigende Wirkung ausgeübl zu haben. Würger aus allen Greifen rühren sich iin Sinne einer iVerständigung und auch der Hansabund wird das Seine dazu tun. Wie sehr dec Appell gewirkt hat, zeigt am besten ine «Aufregung im feindlichen Lager, das mit dem Zusammengehen der lib Parteien bereits eines seiner schönsten Felle wegschwimmen steht „Teile und Herrscl-c", so hatte man sich dort gesagt; hoffentlich verfrüht und zu Unrecht, föie von deutsch-sozialer Seite gemachten Ausführungen sind in einein Ton gehalten, der eine Erwiderung von selbst erübrigt. Entweder hat der Einsender den vor- hergehendekl Mahnruf nicht richtig gelesen, oder er hat ihn nicht verstanden. Die politische Stellung, die Herr Köbler entnimmt, ist zu bekannt, um des Näheren hier erörtert werden zu müssen. Daß er aber nicht einseitiger Agrarier ist, ist mindestens ebenso interessant wie die Andeutung der „Gegenleistung". Eine Kennzeichnung der Deutsck-- und Chrrstltch-Sozialen als einseit ge Klassenpartei ist mit feiner Silbe geschehen, und daß man bei Aufstellung von Kohler nichts anderes von jenen Parteien erwartet hat und erwarten konnte, ist ausdrücklich hervorgehoben worden. Lus die nndere lguschrist sei erwidert: Herr Kohler ist selbstverständlich ein bürgerlicher Vertreter, ebenso Vertreter bürgerlicher Paneien Aber er kann doch als am weitesten rechts stehender Kandidat, als rückhaltloser Verfechter der Interessen des Bundes der Landwirte, bei der Verständigung der bürgerlichen Parteien aus einer Mittellinie ebensowenig in Frage kommen, wie ein Vertreter oer äußersten Linken Die gewiß auch bestehenden Verdienste Kohlers auszuzählen, ist müßig; sie werden über ausgewogen durch (eine grundsätzlich bünd- lerische Haltung in wirtschastspoli.ischer Hin.icht Daß der Hansabund in seinem Kampfe gegen die Anmaßungen des Wundes der Landwirte, zu deren Zurück- werfung er doch gegründet wurde, unter Umständen extrem werden muß, mag sein. Jedenfalls ist aber gar nicht die Rede davon gewesen, daß ein extremer oder überhaupt Hansabund-Kandidat als iolcher crufgo stellt wird, sondern der Hansabund soll nur, da Mitglieder beider liberalen Parteien umspannend, die V e r st ä n d i - gung aus einer Mittellinie versuchen Der Ausschluß derLandbevölkerung von einem Zusammen gehen wäre in der Tat Verblendung. Aber wer will die Landwirtschaft ausschließen? Die Landbevölkerung kurzerhand mit der Kandidatur Aähler zu identifizieren, geht — das beweisen bie Wahlresultate — doch auch nicht an War es nicht ein großes Entgegenkommen den Wählern Köhlers gegenüber, dag man ihnen den Vertreter der landwirtschast.ichen Wissenschaft als Kandidaten offerierte? Und wenn Herrn K'^h.er b efer als Mensch, als Fieunb der Landwirtschajt, als Versechiei eines mittleren Programms paßte, hatte er kein Recht, zu bestimmen, welcher Fraktion sich P o e sor Gstevius anschließen solle ober nicht Tie Landwirtschaft ist der nationalliberalen «Partei Tank, viel Tank schuldig, und einer solchen Partei sich anzngliedern, konnte und kann niemand Gisevius wehren Tie Vereinigung aller bürgerlichen Wähler aus eine Person wäre möglich gewesen, hätte man sich ernstlich aus der vorgeschlagenen Mittellinie zusammen finben wollen. Gisevius .ist kein Parteimann im engen Ziahmen; er mußte aber zur Durchführung bestimmter Wünsche und Forberungen Anschluß an eine Partei haben, und diesen glaubte er in einer Mittelpartei, wie die national liberale, zu finden. Im übrigen ist Professor Gisevius vermutlich auch nicht derjenige, der die ihm angetragene Kandidatur ausrecht erhalten wird, wenn er sieht, daß sie einer Verständigung der bürgerlichen Parteien im Wegc steht. Seine vornehme Haltung und Gesinnung bürgen dafür, daß er für seine Person jede Minute die Konsequenzen aus gemeinsamer Operation zu ziehen bereit sein wird Zu dem Vorschlag der Kandidatur Troß Stellung zu nehmen, ist hier nicht der Ort. Das ist Sache des von den bürgerlichen liberalen Parteien zu schassenden Wahl- re)p Verständigungs-Ausschusses. Daß aber nur eine den WertderLandwirtschastnichtunterschäßende gerade Persönlichkeit, die in allen Sclächten bei Bevölkerung weitgehendes Vertrauen genießt, in Frage kom men kann, braucht nicht besonders betont zu werden, ebensowenig, daß es eine solche sein muß, die auch die Interessen der anderen Stände kennt und nachdrücklich iualjr- zu ne hm en geeignet ist. Die jetzige Stimmung im nationalliberalen Lager wird durch folgende Zuschrift gekennzeichnet: Die Ausführungen in den beiden gröberen Zuschriiten unter dem Stichwort „Was nun?" haben zwei ellos in weiten Schichten der Bevölkerung unseres Wahlkreises Aussehen erregt. Sie haben das gemeinsam, eine (Einigung in unserem Bürgertum gegenüber ber anftürmenben Sozialdemokratie zu wünschen und zu erstreben. Freilich aus etwas verschiedenen Wegen: denn sie kommen sicher ?u5 verschiedenen Lagern Die erste,dürste aus den Kreisen dcs- inngen Teiles unserer Bürgerschaft stammen, der nichts mit der Sozialdemokratie zu tun haben will; bie zweite stammt aus antisemitischem Lager. Die erste sieht in der Kandidatur des Derrn Pros. Gist'vius eine glückliche Wahl, die geeignet ist ober geeignet sein könnte, bei ruhiger, von Parteifanattsmus nicht getrübter Ueberleguna, eine Verbindung von Stadt unb Lanb herbeizusühren, wie sie eigentlich idealer kaum gedacht werben fann. Herr Prof Gisevius lebt in der Stabt, ist durch seinen langjährigen Aufenthalt in Städten mit den städtischen Verhältnissen vertraut und hat, wie sein in Grünberg entwickeltes Programm klar und deutlich zeigt, gründliches Verständnis für die Verhältnisse und Bedürsnisse des getverblicheu und kaufutännischen Mittelstandes. Als ber Beriet über jene Grünberger Versammlung im „Gießener Anzeiger" ersckstenen war, konnte man in hiesigen mittelstandisck)en Krcisen^Aussprück>e Horen: der Mann hat doch Verständnis für untere Sache! u. dergl. Herr Gisevius ist Beamter. Er ist ja auch nicht immer Hochschulprofessor gewesen. Er kemck auch die Lage und die Freuden und Leiden des Beamtenstandes aus eigener Anschauung. Sein Beruf, ber im wesentlichen im Dienste ber Landwirtschaft steht, hat ihm aber auch durch das Studium des nationalen und weltwirtschaftlichen Verkehrs einen guten Einblick in bie Weltwirtschaft und damit auch in die Bedürfnisse des Handels unb der _ Industrie verschafft. Sein soziales Programm zeigt, baß er den sozialen Verhältnissen Verständnis nnb Interesse entgegenbringt, daß er gewillt ist, die soziale und wirtschaftliche Lage des Arbeiterstandes zu beben. Allerdings berück;ichtigt er in seinen sozialpolitisck>cn Grundsätzen nicht cm’eitig die radikalen Forderungen der soziLldeniokratischen Arbeiter, sondern fragt auch: Können bie anderen Berufsstände dabei bestehen oder werden sie dadurch zu Grunde gerichtet? Man hat ihn von gewisser Seite als einseitigen Agrarier verschicken. Genügte doch, wie man hören konnte, schon sein Berus als Professor der Landwirtschaft, ihn als „Agrarier" „verdächtig" erscheinen zu lassen. Wie falsch dies ist, zeigt die erwähnte Rede. Gewiß ist bie Hauptarbeit seines Lebens dem Wohle der Landwirtschaft gewidmet, deren Lage er ja als praktischer Landwirt aus eigener Anschauung kennt. Gewiß hat seine schon längere Jahre andaueriide Tätigkeit im Interesse der Land- wirtscl>aft ihm die Achtung und das Vertrauen unser hessischen, namentlich der oberhessischen Landwirte erworben. Hat doch der Verfasser dieser Zeilen von einem Teilnehmer landwirtschaft- lidKT Versammlungen gehört: „Wenn Pros. Gisevius spricht, so bangen ihm die Bauern am Munde." Da ist es doch eine sonderbare Sache, wenn nun von gewisser Seite gesagt wird: Ja, Prof. Gisevius ist uns schon recht Wir haben gar nichts gegen ihn einzutvenden; aber nur, da er von den Nationalliberalen ausgestellt ivorden ist, Rinnen wir nicht für ihn sein Hat sich Herr Prof. Gisevius dadurch geändert? Tas anzunehmen, wäre ja geradezu Unsinn. Wählt man denn bie Partei ober den Mann, die Persönlichkeit? Herr Prof. Giseviils hat ja felbst gesagt, daß er nicht Mitglied der nationalliberalen Partei ist, wie er nicht Mitglied irgend eines wirtschaftlichen Verbandes ist. Er fühlt sich zur national- liberalen Partei hiitgezogen, weil sie überall die goldene Mittellinie einzuhalten strebt, in politischen wie in wirtschaftlichen Fragen. Dars man einem solchen Man:, zurnuten, er soll parteilos bleiben? Das hieße ihn kalt stellen, hieße seine Wirksamkeit lähmen. Denn was ist ein einzelner im Parlament? Man sollte eigentlich der hiesigen nationalliberalen Leitung dankbar dafür sein, daß sie davon abgesel)en hat, einen ausge- prochenen Parteimann auszusteilen und daß sie dem Wahlkrcift einen Mann vorgeschlagen hat, t>er__ wie wenige geeignet ist, das national denkende Bürgertum in Stadt und Land so iuteresse- ausgleichend im Reichstage zu vertreten. politifcbc Tnncsscbnn. Zum Profrsforenftreit in der Berliner Universität. Man fdjreibt uns aus Be rlin : Wie wir hören, Hut die Unterrichtsverwaltung bisher noch keine Veranlassung genommen, sich in den Professoren- ftreit an der Berliner Universität amtlich einzumischen. Ein Gerücht, das in akademischen Kreisen umgeht, der K u 11 u s m i n i st e r beabsichtige ein Disziplinarverfahren gegen bie vier Dozenten einznleiten, entbehrt jeder Begründung. Obgleich man im Kultusmini- fterium von dem bisherigen Verlaufe der Affäre durchaus nicht befriedigt ist, betrachtet man vorläufig den Augenblick noch nicht als gegeben, amtlich einzugreifen. In. Kultusministerümt herrscht aber die Meiimng vor, das die Angelegenheit jetzt keine innerakademische mehr wäre, nachdem es bie vier Dozenten für notrocnbig erachtet haben die Angelegenheit, bie bei einigem Takte sehr gut als eine nneratabemische hätte behandelt werden können, der breiter Oessentlichkeit zu unterbreiten Es ist nicht ausgeschlossen, daß später ein amtliches Eingreifen notwendig werden wird Wie verlautet, soll übrigens bie Angelegenheit im Laub- l a g e bei ber Haustzaltsbesprechung zur Erörterung kommen. D:e deutsch-russischen vezichuiMn. Zu ber Rebe des Reichskanzlers über bie Aeußere Politik bemerkt bie „N o w o j e W remj a": Deutschlanb entsage beziig ich bes nahen Ostens feiner dhifelanb schäbl'cken Polfti., R i land sagte dafür die Verbindung zwischen Persien und ber Bagdab bahn zu Wir erkennen bie vollzogene Tatsache von Deutschlanbs Entgegenkommen an Es haben nicht nur Deutschlanb unb Rußlanb, sonbern auch die Türkei und Persien davon Vorteil Tie Rede habe sich durch eine in der Diplomatie seltene A u s r i ch t i g l e i t ausqeze chnet Entgegen der Allssassung ber französischen Peefte be merkt bas Blatt, bie Kanzlerrede und em Interview Ssasoll ows mit dem Vertreter der ,.9tolvoie Wremju" ließen in genügender Deutlichi'eit erkennen, was ber Sinn ber Potsdamer Uiitencbimi'.en gewesen )ei „Virshewija Wjedomoßi" er.cnnen an, baß bi Kanzlerrebe von dem Geist aufrichtiger Friedensliebe durchweht ist und von dem Wunsche diktiert, die Beziehungen zu Rußland und England noch vol.kommener zu gestalten Es sei die P.licht der Presse, diese Beziehungen in jeder Weise zu unterstützen.________________ D e Franzosen im VaSa'gebiele. Paris, 13. Dez. Oberst Largeau von der Kolonialinfanterie wurde zum Kommandeur der Streitkräfte im Tschadseegebi.Lt aiä Ra^fo.ger von Ober,.leui- uant MvU ernannt. 1 Amtlich verlautet, Kvlonialminister Morel habe uactz einer Unterredung mit dem Gouverneur von Aequatorial-^ Asrika, Merlin, beschlossen, von der Kainmer die erforderlichen Kredite zu verlangen, um ein Kolonial- Jnfanterie-Regiment unb ein Regiment schwarzer Senegal-Truppen als Verstärkung in bas Wada:-Gebiet seinden zu können. * Der Berliner Korresponbent bes „Petit Parisietck^ meldet: Staatssekretär von Kiberlen-Waech- t e r habe ihm nach Schluß ber Reichstagssitzung aus bie Frage, ob er berichteu lönue, baß der Zwischenfall von Agadir beendet sei, geantwortet: Ich ermächtige Sie sehr gerne dazu, aber um die Sache ganz richtig darzustellen, erklären Sie lieber, daß es überhaupt keinen Zwischenfall gegeben habe. Von beiden Seiten kann man sich dazu nur beglückwünschen. Zum Rücktritt des Kabinetts vienerth. Wien, 13. Dez. Bei Beginn ber Sitzung bes Abgeordnetenhauses teilte der Ministerprchident den Rücktritt des Kabinetts mit. Der Kaiser habe ben Rücktritt angenommen und das Kabinett mit ber For s h- cung ber Geschäste betraut, sowie gewünscht, bis zur Bildung des neuen Bubgetprovisoriums ben Hanbelftverlrag mit Serbien, bi? Verlängerung ber prov syrischen Geschästs- orbnung unb bie Wahlen zu den Delegationen schnellstens zu erledigen. Die Regierung werde die Arbeiten des Hauses in loyalster Weise fördern. (Lebhafter Beifall bei ben Ehristlich-Sozialen.) Das Abgeordnetenhaus beendete die erste Lesung bet Bankvorlage, welche dem Ausschüsse zugewiesen wurde und erledigte hierauf den Dringlicykeitsanlrag betreffend die Lage der Postosfiziantim. Hierauf wurde bie Sitzung geschlossen Mchste Sitzung morgen vormittag Der Polenklub Hai einstimmig beschlo s n, für daS dreimonatige Bubgetprovisorium unb bie Verlängerung der provisorischen Gesck-äitsordnungs-Resorm gejchlos>en zu stimmen. Das Ersetz gegen die Mitzsiände im hcilgewetde im Ausjchuh. :: Berlin, 13. Dez. Ter Reichstagsansschuß zur Beratung bes Gesetzes gegen bie Kurpfuscherei trat heute zum ersten Mal ziisam- men. Der Zweck ber heutigen Sitzung war lebiglrch bie Feststellung des Materials, um bas bie Regierung ersucht werben soll. Es liegen hierzu eine Reihe Anträge vor von ben Vertretern ber Volkspartei, Tr. Müller- Meiningen, Oeser unb Dr. Struve unb vom Zentrumsad- georbueten Faßbenber. Dr-r Ausschuß nahm diese Anträge, soweit sie nicht zurückgezogen wurden, an. Der Reichskanzler wirb hiernach ersucht, bem Ausschuß bis zur nächsten, nach Neujahr stattsiiibenben Sitzung soweit möglich bis zum Wie-berzusammentritt bes Reichs- iaaes, folgenbe Auskünfte zu erteilen Erstens eine lieber* ficht über bie in ben letzten 10 Jahren rechtskräftig er* otgten Verurteilungen gegen approbierte Personen (Aerzte) uuf ber einen und gegen nichtapprobierte Personen auf der unberen Seite. Zweitens soll eine Uebersicht gegeben werben über die Ausbreitung ber Geschlechtskrankheiten in Deutsch- ianb resp. in Preußen und ben übrigen Bunbesstaaterr. Drittens, welche mystischen Verfahren in Deutschlanb zur Anwendung gelangen, ob Einzelheiten über bie Verbreitung dieser Verfahren festgestellt sind unb welche, mb ferner auf welche Volksschichten sich die Verbreitung erstrecke. Ans (Klien. Der Provinzialvarteitag des Zentrums für Rhein- Hessen wird am Sonntag dem 18. Dezember in Worms tattfinben. Reichstagsabg. Gras P r a s ch m a unb Lanb- agsabg. Justizral Dr. Schmitt werben Ansprachen hallen. Aus bem Wahlkreis Mainz-Oppenheim. Am Dienstag tagte ber Wahlkreisvorstanb ber national l i b e r a l e n Partei bes Wahlkreises Mainz-Oppen- jcim. Er beschloß, prinzipiell in ben Reichstagsivahlkampf des fommenbcii Jahres emzutrelen und zu diesem Zrv^ck Fühlung mit dem Freisinn zu suchen, lieber die Person bes aufzujtellenden Kandidaten soll lwch verhandelt werben. fk'utjdhcs Ueicb, Im Reick) stag brachte bie fortschrittliche Bolkspartei folgeiibe Anfrage ein: Ist ber Reichskanzler bereit, angesichts ber schweren Mißstände, bie sich aus ber Besteuerung von Zünb waren für bie beteiligte Jnbustrie unb ^Arbeiterschaft wie für bie Verbraucher ergeben haben, bie Aushebung bes Zünbwaren- st e u e r g e j e tz c s vom 15. Juli 1909 in bie Wege zu leiten? Nachrichten ans bem Rheinlaub zufolge finb bort bie Konfektionsfchneiber in eine Lohnbewegung eingetreten. Sie verlangen einen Lohn- unb Arbeits- taris in ben Mußaeschäften. Wie bie „Pfälzische Presse" melbet, haben etwa 6000 pfälzische Veteranen an ben Reichstag eine Bittschrift um Beteranen-Fürsorge eingerercht. 2tii5lmiö. In einer an bie Kamniern gerichteten Nvte über bie Küstenverteibigung betont die n i e b e r 1 ä n b i j ch e Regierung die 'Jümuenbigfeit, bie Einfahrten zu den Häfen schließen, um bie Neutralität aufrecht zu erhalten und Einträge berichtete Bi Kreis Büdingen. Bei der heutigen Wahl eines m den Leistungen schon zur Genüge zum Ausdruck nebcodit t|L Nur bei der Ausstellung des Berechtigungsscheines zum Einjährig-FrerwrUigen-Drenst wird die besondere Fleiß- note beibehalten. Befriedigt über das Dargebotene trennten sich die Teil« Nehmer ntul) Schluß des Familienabends. Allgemein nmrbr der Wunsch laut, mehrere solcher Famitienabende im Winter zu veranstalten, welchem Wunsche der Vorsitzende nachnu kommen versprach. 1. Geschäftsbericht des Vorsitzenden. Aus dem Tenkmalrat ilt inzwischen ausgesck)icdeu Pros. Dr. Sauer (infolge Berufung an die Universität Kiel), der an den Beratungen stets eifrig teilgenommcn hat. Ferner fat der Tenkinalrat in bcni Grafen Oriota ein hervorragendes Mitglied unc> einen eitrigen Förderer seiner Bestrebungen verloren. Er war mit emem feilten Verständnis für uunstfragen ausgestattet urrd bc»! kündete ein überaus warmes Interesse sur alle Fragen, mit denen der Denkmalrat besaßt rvar, an dessen Verhaltdiungen er sich auch m anregendster Weise beteiligte. Hierdurch hat sich der Ver- ftorbene ein ehrenvolles Andenken im T-entmalsrat gesichert, dem die Aruvesenden durch Erheben von den Sitzen ^tusdruck gaben. Es folgten Mitteilungen über dm Stand der kirchlichen Urkundenpflege, sowie über den Erfolg der bei der vorhergehenden Tagung ergangenen Anregungen so besonders über die Regelung des Geschäftsgangs in Denkmalpflege- lachen innerhalb des evang. Kirct-enbamvesens, über die Erfahrung m, die nut den von dem Oberkonsistorium eingerichteten«! Tenkmalpflegekursen am Predigerseminar in ö-nebberg gemacht worden find, über die Abhaltung archäo- l o g i > ch e r K u r s e in Hessen und Bayenih sowie über die weiteren etntragc m die Denkmalliste. Zu letzterem PmUt berichtete Baurat W a g n e r, daß bis letzt im ganzen 1920 Ein- bcu Besitzern zugestellt worden und. Zn 279 fällen ist Beschwerde erhoben wordm, 43 Bc- • m ; I . cm r' 7. UH V r r 21 a * 9 w \ ® P f e n' ,bl? _,lf,rem Ende nügegcngefcn. C.tihlJ gleichmäßig aufgenomm FüVbfcfl^nPma!Vfei^d,ld,tli,6C ^^chung Gärten gilt e3 noch manche Arbeiten auszuführen, die fid) nicht gut bis zum Frühjahre verschieben lassen. Cbfibäume unb Beerensträucher pflanzt man am besten im Spätherbst, was bei der gelinden Witterung jetzt noch überall ge« schehen kann. •• Der Verteidiger Werners, Rechtsanwalt Dr. Tuteur in Kaiserslautern, hat gegen das Urteil der Schwurgerichts, das Werner zu lebenslänglichem und zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilte, Revision eingelegt und bep Angeklagten telegraphisch ersucht, das Urteil nicht anzu. erkennen. ** Maul- und Klauenseuche. Reue Ausbrüche bei Seuche sind gemeldet aus: 1. Posen, Verwaltungsbezirk Neustadt a. O., Großherzogtlim Sachsen-Weimar; 2. Fahlenbach, Bezirksamt Pfaffenhofen, Neg.-Bez. Oberbayern; 3. Westerfeld, Amtsbezirk Delmenhorst, Großherzogtum Oldenburg. Kreis Friedberg. -m. F r i e d b c r g , 13. Dez. Bei der heutigen Stadt-- verordn etenwahlsiegtedie Liste der for 1 jchriit- ------ ...enger u «,'^parkasienrechner Ringshauser 105, Landwirt W. Uhl U. ob Stimmen. Die Stichwahl zwischer. Menget unb Rrngshouser wirb am 22. b. iVt statt linden. — du der Beerbignngsjeier unseres früheren Beigeordneten W. Braun ist nvd) nachzntragen, daß Kaufmann Lortz emen Kranz für die Sparkasse uno Hotelier Mengel für dev Gewerdeocruin uieberlegte. — Gestern ijr abermals ein AU> Niddaer, mehrjähriges Mitglied des Gemeinoerats, Wilhelm Rlngsyaus er, zur letzten Ruhe bestattet nw den. Bürgermeister Crr widmete ihm namens des Ge- meinderatS Worte der Anerkennung. Er erreichte ein Wei von 64 Jahren. -l. Büdingen, 13. Dez. Innerhalb des Ort8* aewerbevereins Büdingen Ijat für Mittwoch den II. Januar Kammerbirektor Müller einen öffentlichen Vortrag zugesagt über das Thema: „Aus den DLauern und dem Burgfrieden Büdingens vor 300 Jahren". OJiäbere Bekanntmachung und Giiilabung erfolgt im Inseratenteil.) A Büdingen, 12. Dez. Der Verband ober- hessischer Kaninchenzuchtoereine hielt gestern hier seine Hauptversammlung ab. Den Jahresbericht erstattete der Vorsitzende M. Sch mall-Gießen. Stach dem Kaffenbcricht des Rechners Martin-Alsfeld betrugen die Einnahmen 149,21 Mk., die Ausgaben 143 Mk. Tie diesjährige Verbandsausstellung in Alsfeld war sehr gut be- ichickt. Die ProviuzialauSstellung für 1911 erhielt der genngite Abschnitt i)t rünitig ein Achtellos zuj Geflügel- und Kanmchenzuchlverein Klein-Linden. Hiel einen Angriff vcm der Seesette lm Falle eines Krieges gegen die Niederlande abwehren zu können. Die Negierung hält an der Neutralität der Schelde fest, ebenso an der Verteidigung des Hafens von Vlissingen, so daß auch die Befestigung Vlissingens unvermeidlich ist. Die Regierung teilt fest, daß es sich bei der Befestigung um keine Neuerung handle, sondern nur um den Ersatz der vorhandenen un- zenügenden Befestigungsanlagen von ter Neuzen und Elle- uoutsdijk, die man nach der Befestigung Vlissingens schleifen lassen werde. Deutsche Kolonien« Berlin, 13. Dez. In bezug auf die gestrige Rede des Reichstagsabgeordneten Erzberger sendet der Staatssekretär a. D. Dernburg an verschiedenen Zeitungen eine Er- llärung worin er sagt: Die Liamamenverlräge waren monatelang der Gegenstand bet Erörterung der Budgetkommission und des Plenum des Neichtages und sind vor ihrem Llöschluß dem Parlament zur Kenntnis mitgeteilt worden. Sie wurden von mir im Kampfe mit meinen Geanern in endlosen Debatten verteidigt unb hiermit war die Wgeleaenheit für die Reichsverwaltung erledigt und mem Bleiben ober Geben für die Maßregel gleichgültig Die Verteidigung gegen sachlicl)c Angriffe gegen die Verträge im Parlament kann ich mit Beruhigung meinem Nachfolger überlassen, der icde Phase kennt und dabei milwirttc. Die Kolonie Südwestasrika hatte auch in diesem Jahre wieder eine Reineinnahme aus Diamaitten von über sieben Millionen Marl während für die angeblich bevorzugten Gesetlsapsten die goldenen Berge durchaus ausgeblieben sind. Es be)tel)t nach meiner Erfahrung keine Aus licht, daß sich das deut,che Kapital den Kolonien wie bisher zuwendet, so lange die feindlick)e aud) neuer J dingS wieder verlangte Gesetzgebung gegen bi egrößeren Kapüal- assoziationen drohend über den Kolonien hängt. einen Enlfcheid darüber zu fallen. 7)StadNh.aler. >jmn Gaufviel Rita Saechettos am Alomag 19. Dezember binnen zwei Beniner Rezensionen aus. . - K-oibietungen bödjiicr, unnachabililtchster umversaliter Kimstlei. slcha't. Ler ^Tag- schreibt: ,:Hüa Lacchclto tft der Rame, den man nennen nmu, wenn von genialen Danzerinnen die Rede ui Keme Tanzerm temie ich, die so vollkomme.i ui der Munk autaebt ^'ta «accheuo. bet der «ich Muiikoewegmig so selbstoeritäno- lich tu Koroerbewegnng iun|eyi wie uet iijv*, *f Feldarbeit iin Dezember. ' Wohl selten dürfte es vorkommen, baß der Bauer noch in solcher Zahl wie Heuer feine Feldarbeiten besorgen kann. Ueberall sieht man Leute beschÜfugt, die ihre Aeclrr düngen, umpflngen, stürzen oder eggen. Schon im November schien der W.nler nut Flucht hereinzubrechen, aber letzt scheint der Dezember nach, zuholen, was fein Vorgänger versäumt hat. Auch in den ihn« könne der Forsche, auf einen Aick Vrse^ wie eL Staht entstanden fei, welche Schicksale sie durchgemacl-t habe. Ties ??c^Sutc5t unb ^nbei auf die mustergültigen unb bM ainn^.uW Uglands, bann auch Bcherns, "^7 01 Deutschland an der Spitze stehe, hingewiesen. Neben a6* 231 jei Hessen noch im Rückstand; feNe vollständigem Material, namentlich aber fehle die Einheitlichkeit in der Durchführung. Daher ist der jSiU^^,tAifl?ed,,frr^k,bo6 S-NM nunnfebr auch aus Um d c\xrcx>d)ei i en Gebiete vorbckdlich Dorn eße. Braie» ^\r wnuiti -f- ai^d UuC Eulilkbenkmäler-Jnventarisation des! Landes, bei deren weiterer Durchführung man genauer Orts- aujnabmen, besonders der alten Teile, nicht entbehren ^nne Nach.einer ktuoeheiiden Aussprache kam man zu dem Ergebnis iestgestellt werden, was an bi3Ä Nen Material im Lande vorhanden sei und in welchem stu- k ^^iHscilig sollten in einer Denkschrift bie Bnxxfe bargelegt unh bahei außer dem Sonderinteresse das bie WiFmalptlege an ber Sack)e habe, die Bern-endbarleit erschopse.l- kUlheitlichen Geiichtspunkten ausgestellter Stadl- und, getane namentlich für Kommunen und Nwat" Ki auch Tur die weiteren Ausgaben des Staates erörtert werden Tteiel Ekschrift ift an das Ministerium des Innern mit der Bitie weiter iu reidzen, zu Beratungen über b/n Äge and em u- und hierzu auch Mitglieder des Denkmulrats Ä ^an«e Person!ichkeueti anzuziehen, bannt Mittel und Ürtäbeiü» 9/7i\L vorlägen, wohl tri Bälde Folge gegeben unb di- neuhinzugetretEn 1 1870/71 ben Kriegs- Wün,chc cbcntalls crnftlid) in Erwägung gezogen werden würden. ,V , 2 1 ,18.9G und 18,0/71 eme besondere Ehrung Tamil war b.c Bormitlagsjihung beendigt. J juteil werden zu la||en und geinemsam mit dem Oenieinbo Gegenstand der Nachmütagsverhandluiigen war u. a. Ver- Norstaud eine Veteranengebenktafel in ber Kirche schleppung von Plastiken in Mainz. Auf öortrag ansubringcn. Zu biesem Zwecke witt sich ber Kriegerverein des Geh. Baurat Pro)e,s. Walbe sprach sick) ber Denkmalrm. wit bem Gemeinbevvrstanb unb bem Kirchenvorstanb in ätatSÄMSXTÄ; «>» --»»•« .w «SÄ WS maLpflege unb vcimatschuK anzuschcn und ihre ideitcrßetircituig, Feoachte der Bocsitzenbe bet besoiiberS auch in den Schulen, zu empfehlen feien Helbentaten ber Hessen an ber Loire, besonbers ber Er- Als Thema für eine künftige Tagung wirb von Geh. Baurat >lurmung bes Stt)losses Ehamborb. Dann schloß er bie Prof. Wache bie Entwickelung bes Landkirchenbaues inHd)On verlaufene Versammlung mit einem Hoch auf Kaiser S c U c 11 vorgeschlagen, wäl/renb Musenmsdirkior Prof. Dr. und Großherzog. Back die ürrage „Gründung unb Aufgabe kleinerer Dorf- unb X. Große n-Buse ck, 13. Dez. In ber Nackt auf i. —,„i— „ Gerlachschen Wirtschaft zu einer Lr chl a ge re l, tn bereu Ver- 21II» Staöt IHlO ttanO, bcc 22-jährige Christoph Haibach dem 19 Jahie alten Gießen, 14. Dezember 1910. veinrrch Schneider mehrere lebensgefährliche Suche bei- - Tageskalender für Mittivoch, 14. Tez. Stadt- ^^chte, sodaß er in die Klimt nach Güßen überführt werden theater: »Zum Einsiedler" und „Erster SUafie*. Anfang 7 Uhr. 'nutzte, ivo ec heute seinen Verletzungen erlag. Harbach r . wurde veihastet und in das UnterjuchunaSgefängniS nach Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde Gießen abgeführt. \ I LCm^fiCt)l^mm^n?n7ch ^ran^^^ rL Ä?^^n^^ordentliche Hauptver- Lchmall-Gleßen, 2. Vorsitzender Schüßler-Büdingen, Rechner Aagung übcrbic E r h a l t u n g s a r b Titenanb rrKai er S rte “ - XÄneüte^ ‘i "n8 ^'"rtm.Alsfrtd, Schriftführer W-inand-.!ileem.Lindm als -Etat; tn Nom entlaifung von n°icht 7'a fsm7stlg cn^^ u.' des AgitauonLausschusses Kreutz.Gicßrn und t» o 1 a n c ,ur t>te a e f m i At t i -J.Vr V m m e ne J rv«.?1!-!n cinet 8eü- in der bei vielen anderen Staatsbetrieben Panneckc.Ülein.Lindcn. dkr Denkm^alpfIeg2d,ld,tl14e O-ocfcfeung unbl Wlfsträfte anaeiwinmen nietben unb fefbft nteuanitellungen er- --- Wolf bei Büdingen, 13. Dez. Beiqeordnef-l hob $ro7^oret$ün« ^tl,äto9tenkrei*6artigm Planmaterials b-greislichl Au"egung ” bt£w"cncn ÖEalnteu 6crttot S-oße Heinrich Maser wurde einstimmig wiedergewühlt. vüeaeb^ Stadtpläne für die Denkmal- ** "Wirb bie Ausstelluna ber Deutscher, Gelnhaar, 12. Dez. Zu bem in unserer 0e> 11 iä ihnm fntin«* h>r cv.rwt<4»^. Chronik der SM«tlLanbrnirtschasts-Gesellschasi i n K a f f el‘ 19 1 ’i I marhin5 ooc. Jahren'eröffneten Bas altwerk ge]clite sich abgehalten- In den Beratungen der zurz.it in Berlin ""I'- e^11. &irnta F. Aouselle, bie bereits ein tagenden Ausschüße unb Sonber^usschüsfe bet Deutlchen sidüberes Wert in Brettruborn b. Gelnhausen be|tjt, taufte Landwirtschaits-Ge,rlischaft wirb bie Finge eifrig beirro-' I'?! ^erb|‘ in<„bler-'^1,c dec Kreisstratze G.ltibaar-H.rzrnhain chen, ob die Tierschau der Deutschen Laubivirtf5ofls-Gescl. Jtor9e,t st und ltetz aisbalo den Betrieb erufjiiett; schatt, die In Staijel 1911 geplant ift, statt,ittden tonn SBencn OI?aJlte durchschnittlich für ben Morgen etwa 803 Mark^ beb Umsichgreifens der Maul- und ÄUuetneudie im vob^ ^5",sesit,erlgen Be^ttzern bte Vergünstigung gewahrt Gebiete bes Deutschen Reiches sinb schwere Bedenken auf- u,ucüc- baf3 jte ihre Grundstücke — soweit sie Dom Betrieb getreten. Im Schote der Deutschen Lanbwirtschaits^Äcs.l!. S“1)« lang bewirtschaften >cha,t tst man der Ansicht, endgal.ig erst Mi.te Januar 1911 Tonnen. Gegenwarttg beschäftigt die Firma 32 «Kann. Der l glasige blaue «Basalt eignet sich vorzügach zu Pflastersteinen, dte hauplfächlich nach Franksurt und Llmgegcnb verfrachtet werden.^ Schade nur, daß bas Bleichtal keine Bahn hat. ■ 1 ■ .7 Wärm- Flafdien Reibwärmer billigst (a’4?> Carl Schunck Sn nfct “*■**»,' Frau Emma Fuhr sagen herzlichen Dank 6798 Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Giessen, 14. Dezember 1910. Seifen Parfümerien M) Iq Preis 5Pfg Bekanntmachung, Die Ziehungsliste der pr. 1. Januar 1911 gezogenen S'lifataradiileiliev.ni Filiale Giessen liegt zur Einsicht an unserem Effektenschalter ftlr Interessenten offen. »w.. Mitteldeutsche Creditb^.A Für die uns in so reichem Masse erwiesene Teilnahme beim Heimgange unserer lieben unvergesslicher = Toiletteartikel ==£ A. Welz, Seltersweg 6 Wege gesucht werden, daß derartige Vorgänge nicht mehr vor-* kommen. Wäre die Polizer am Platze gewesen, wo schon eine halbe stunde vorher Krawall aut der Straße war, so märe vielleicht das schreckliche Unglück vereitelt worden. Gemeindeverwaltung wie Polizei sollten ganz energisch vorgehen und dem verderblick^n! treiben der Jugend Einhalt gebieten. Aus dem Berkaus wegen Sterbesalles Unb außer der antiken iiominobe, 2 Spiegeln und Ofenschirm noch 1 Sofa und 2 Sessel (in Moq etteplüsch), 1 Kamel- kaschen-Dwan, 1 Schreibtisch mit Rolljalousie (abschließbar), J zweitüriger, echt nnfeb. Schrank, 1 Kommode, Gaslüster, ^>npe, Vorbange und vieles andere vorhanden. Aufmerksam wird gemacht auf 1 Chaiselongue, umklappbar zu Lovvelbett, 1 Sessel, zu einschläs. Bett umzuklappen, l nußb. Trumeau, Blumentisch, 2 Bmnbusblumemtander, 1 Pfellerspiegel, sowie zwei Nachtll,che unter Taxattonsprcio. (C14/r Anzuseben 11—3 Uhr Liebigftraße 91 nach zuvortget Meldung Liebigstraße 55 II. — Kurze Nachrichten aus Kun st u. Wissenschaft Ter Internist, Geh. Sanitätsrat Professor Dr. med. Leopold Rieß, Privatdozent an der Berliner Universität, feiert am 15. ds. Mts. seinen 70. Geburtstag. — In Heidelberg ist am 9. ds. Mts. der a. o. Professor für deutsche Volkskunde, germanische Mythologie und nordische Philologie, an der dortigen Universität Tr. Phil. Bernhard Kahle im 50. Lebensjahre gestorben. — In B e r l i n ist der Kgl. Musikdirektor Professor Thedvr Krause im 78. Lebensjahre gestorben. — Der Professor der Geschichte an der Universität Kiel Tr. Schirren ist g e st o r b e n. — In London ist der Historiker Tr. Emil Rerch gestorben. — In B e r l i n ist Professor Franz König gestorben. — Der bekannte interne Kliniker H u ch a r b ist im Alter von 66 Jahren in Paris gestorben. — Tie Träger d e s Nobelpreises für Medizin, Physik und Chemie, die Professoren Kossel, van der Waals und Wallach hüllen am Montag im Saale der Akademie der Wissenschaften zu Stockholm ihre Vorträge vor zahlreichen Zuhörern. — In Kiel ist am 11. d. M. her Professor der Geschichte an der bovtiqen Universität, Geb Regierungsrat Dr. Karl Schirren im 85. Lebensjahre gestorben — Tie Internationale Vereinigung für K r e b s s o r s ch u n g beschloß unter dem Vorsitz von Exzellenz Professor Tr. Czerny- Heidelberg, gelegentlich der Internationalen Hygiene- Ausstellung in Dresden 1911 eine Mitgliederversammlung und eine Vorstandssitzung abzuhalten. — In Paris starb am Montag abend der Mitdirektor der Großen Oper Pierre L c g a r d e in seiner Kanzlei infolge eines Gehirnschlages. Ter Verstorbene, der ein Alter von 58 Jahren erreicht hat, war ein talentvoller Maler. Jauchefasser Weinfässer Krauttässer Fleischbütten IVaschbütten empfiehlt billigst (5942 PL Heb. Sommerkorti, Bieichstr. 12. Fl ich- un d-Sktfischt Heiserkeit, Katarrh und Ber- fchlcimuna, -krampf- n. Keuchhusten, als die feinfchmeckenden Kaisers Brust-Kmiicllcn mit den „Drei Tannen". not- begl. Zeugn. v. Aerzten OuUV u. Privaten verbürgen den sicheren Erfolg. 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Nach polizeilichen Ermittlungen ist die Frau das Opfer eines Mörders geworden, der in seiner vermutlichen Absicht, sie zu berauben, jedenfalls gestört wurde. Das Polizeipräsidium schrieb für die Aufklärung des Verbrechens eine Belohnung von 1000 Mk. aus. Tammany Hall, das Heim des unter dem Namen Tammanyhall bekannten demokratischen Vereins in New York ist zum Teil niedergebrannt. Die Archive wurden gerettet. In Villa Banale (Südtirol) st ü r £ t e infolge der Durchweichung des Bodens durch den unaufhörlichen Regen ein neues unbewohntes Wohnhaus ein. Auf der Valsuagana- Bahn entgleise ein Personenzug, weil eine Erdlawine die Gleise verschüttet hatte. In S ü d t i r o l herrscht gegenwärtig die M a u l - u n d Klauenseuche in erschreckender Weise. In den Gemeinden im Pustertal wurden auch zwei Kinder von der Leuche ergriffen, die schwer erkrankt darniederliegen. Die Ueberlragung erfolgte wahrscheinlich durch den Genuß ungekochter Milch. 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Aus Innsbruck wird gemeldet: DaA Militärobergericht bestätigte das gegen den Zugführer L a n -- laler von den Kaiserjägern wegen Raubmordes an deut Kaufmann Feuerstein aus Odessa ergangene Todesurteils Die Hinrichtung findet am Donnerstag statt. Urberach, 14. Dez. Der Taglöhner Knapp, der an* geblich den Agenten Diener auf dem Griesheimer Exerzieplatz ermordet und beraubt hat, wurde hier verhaftet. C'orunna, 14. Dez. Der der Hamburger Reederfirmü Slomann jun. gehörige Dampfer „Salome" ist geschei tert und gilt als verloren. Madrid, 14. Dez. Die Kammer nahm gestern das Budget an. Washington, 14. Dez. Nach einer gestern aus Mexiko eingegangenen Nachricht stießen mexikanische Truppen bei Cail- mahua auf Revolutionäre. Von den Revolutionären wurden 7 0 getötet und zahlreiche andere verwundet. Die Verluste der Regierungstruppen beliefern sich auf 150 Mann. QSF Der Stadtauflage dieser Nummer liegt ein Prospekt über die preisgekrönte Jugendschrift „Kleinschmidt, Im Forfthause Faltenhorst" bei. Wer Knaben und Mädchen im Alter von 10—16 Jahren zu beschenken hat, greife zu diesem erstklassigen Gescheukwerk für fcic Jugend. Man wird Ehre damit einlegen und viel Freude bereiten! (Emil Noth, Verlag, Gießen). Dk/ Kleine Tngcsctu auik. Die Erdbebenwarte in T a r m st a d t-Ju a en- heim verzeichnete gestern nachmittag 12 Uhr 47i/2 Min ein starkes Fern beben, das um 1 Uhr 19 Min. seinen Höhepunkt erreichte und bis gegen 3 Uhr dauerte. Der Herd liegt 6100 Kilometer entfernt. In Gerbstedt bei Halle ist die gesamte Familie des Bahnarbeiters Thiele nach dem Genuß von Margarine erkrankt. Beim Einlaufen eines Schnitterzuges in den Personenbahnhof von Stettin entgleisten gegen 3 Uhr nachmittags drei Wagen und legten sich auf bte Seite. Dabei ist ein junges M a d ch e n tödlich verunglückt. Ein junger Mann erlitt einen einfachen, ein zweiter einen mehrfachen Beinbruch. Die Aufräumungsarbeiten sind beendet. In Reich en st ein (Schlesien) ereignete sich in der Pulverfabrik von Güttler eine Explosion, durch die zwei Menschen getötet wurden. Im Aller von 31 Jahren ist in N i e n ft e d t e n bei Hamburg her Tierbändiger Wilhelm Hagenbeck, Sohn des Begründers bei Tierparkes in Stellingen gestorben. in g nz he> vorrag^nder Auswahl Krawatten 95«. 1“,1 50 A. Sa'omon & Cie. a14/0 Schulstrasse 4. Besuch Der Vorstand V10/11 BHHHH MtiMC Weihnachtsbescherung ui Orig. P. Prangs Kölner Komödien 5 Zimmer Eintritt frei 1—LL la. Spiritus-Bügeleisen Emil fischbach, Giessen empfiehlt (3as-Bügeleisen 6186 Sch okoladc in deutschen u. Schweizer-Fabrikaten Grosse ßuswahl : Beste Fabrikate : Billigste Preise ! 4 Zimmer Seltersweg 52 Seifersweg 52 für Weihnachten. 6763 n ei w vermieten. 15074 hi gesucht. 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