Ntit l9»l. Z ! Die heutige Nummer umsaht 16 Seiten. lf- b. 1914' Sa 1906 . - L I aufgeboten. Tie Abholung der Leiche. Psaiidbr. Traucrfamilic ins Schloß, 58 laetrie-Aktien. .iw utr •itrlutri11 »' % Y Ä. II m »• K- II t . 100 ■ . 102 Ult . .’S iii Sliksknbachd^ » L- »*ffS * . $ix.ioo ?: . 6.11.100 - . TU. 100 - . Ur. 100 - . Sir. 501 - , b.fl.100 H1 . Sir. 10 . Sir. M. - . Fr-Nj- . Fr. iOü " . Sir. 100] Im . ö. p. Mül Uv . Sir. W. t r. 102 »'bürg r. 103. . ' ' ta|...... »rant. v. Fnnisur'i ' 105 . . 102 . . ' ' ' ioi ii Serie I r. 105 . . Serif II r. 102 . . nslidie Lowe. Stru II . janbbr. I . n 166 . . m. v. 1871 16.. i Sb t i ii 8 a ■■ ■ *■ ' 1M1 1! L i Lrafc^ ir> 5a"l Ser. io_13 ß t i4-i5: öer.I-~v uni K°m. Obi. § 54 u. 7—8 Vu,} g, h, g, || l, r k " iL N- P- . irebitanji. imr _ ’ e Obligationen. es handle sich um Schritte von politischer Tragweite, lönnle man ja am Ende den bescheidensten wirtschaftlickien Wünschen Deutschlands entgegentreten? Hoffentlich wird Herr von Bethmann^Hollweg nicht loder lassen! Bleibt er stark und wachsam, so gelingt es ihm vielleicht, die briiisch-russische Freundschaftvumarmung zi^ lösen und die Russen allmählich nrieber /Lx\ die deutsche Seite zu ziehen. Tas Netz des verstorbenen Britentönigs darf nicht für die Ewigkeit geschaffen sein. Von der Fälle der Kongresse und Versammlungen in der Pfingstwochc hat der deutsche Lehrertag in Straßburg weitaus das größte Interesse beansprucht. Er hat einen im nationalen Sinn erfreulichen Verlauf genommen. Gewiß sind Strömungen in der deutschen Lebrerwelt vorhanden, die in Umwälzungen auf religiösem Gebiete und im VerwaltungS- gebiete zu weit gehen wollen, aber im ganzen hat sich ein reger GeisteSdrang gezeigt, der im Interesse der Schule nur zu begrüßen ist. Wenn man im Lehrerslande den berechtigten Drang nach größerer Freiheit und Befreiung von bureau- fratischem Druck mit weiser Mäßigung und Ablehnung radi. kaler Aufdringlichkeit verbindet, wird der deutsche Volksschul- lehrer fein Ansehen bei den Volksgenossen immer mehr heben. Die Tausende der geeinten Schulmänner bedeuten nicht nur im engen Schulzimmer eine Macht. Mächten sie die Größe ihrer Verantwortung darum ganz empfinden! Der heutige Schulbetrieb bedarf zweifellos in mancher Beziehung einer Reform. Wenn wir die Berechtigung der vom Lehrertag angenommenen Leitsätze im allgemeinen anerkennen, so möchten wir damit den Wunsch verbinden, daß die Jugenderziehung ganz besonders auch der Bildung des Gemütes mehr Aufmerksamkeit schenken sollte. Alles Wissen bleibt tot, wenn die großen Richtlinien im praktischen XScben verloren gehen. aM. •< lito 'dd..»v ■ ■ 'WM 6 25 S !' 1912 • KM it.l, _ n 11 Stt T ?Sfi.,;0n,-ii2| 136.15 149.- 1192.70 1141.5' 142.-n 121 50 1197.60 1109- 198.50 82- 1129 95 478.- 116.90 268.80 1484.30 128.- , 14< ,; 268.50 118.20 ’| 164.20 ’ j 246- i 489." i 186- 417.50 242.- 1143.5? Ü43.6J 1121.yü 148,60 Um 9 Uhr 10 Minuten verkündete Glockengeläute, daß die Fürstlichkeiten den Buckingham-Palast verlassen haben, um sich in die Westminster-Halle zu begeben. Tie Hitze war um dies- Zeit schon so stark, daß mehrere Fälle von Sonnenstiche zu verzeichnen waren. „ r „ _ . Als der Kaiser an der Westrnmster-hallc von seinem wundervollen grauen Pferde gestiegen war, drückte er dem Erzbischof von Canterbury und den Lords Earrington und Crewe, welche am Portal standen, die Hand. AIS die Eauipoge der Ä ö - nigin-M utter vorfuhr, eilte der Kaiser hinzu, half ihr aus dem Wagen und küßte sie mit großer Herzlichkeit Tie Königin-Mutter nahm den Arm deS Königs, welcher sic in die Halle geleitete. Ter Kaiser, König Georg und der Herzog von Connaught waren genau gleich gekleidet, nämlich in die Feldmarschallunisorm mit dem blauen Bande des Hosenbandordens Tie Königin-Mutter trug tiefstes Sclstvarz nut langem dünnen Schleier und den Stern deS Hosenbandordens auf der Brust Die Königin sah wohl aus und bewegte sich lebhaft. Bei der großen Zahl der fürstlichen Herrschaften war es falt unmöglich, die einzelnen Persönlichkeiten zu unterscheiden. Besonders traten, der König von Spanien hervor, ivclchcr die Scharlach-Uniform seines britischen Regiments trug, und Erzherzog Fran» Ferdinand tn österreichischer Husarenuniform. . . Nur der Kaiser, der König und die Kömgin-Mutter, bic Kaiserin-Muller von Rußland und der Herzog von Connaught betraten die Westminster-Halle. Die anderen fürstlichen tzcrrichatt.'N, blieben auf den Pferden bezw. in den .Eauivagen. Rach einem kurzen Gottesdienste wurde der Sarg hinausgetragen, wobei ifyin der Kaplan des Erzbischofs von Canterbury, mit bem großen goldenen Kreuz voranschritt. Der Trauerzug. Um 9 (Uhr 45 Minuten wurde der Sarg durch einen Offizier und zwölf Mann von der Garde, aus der Westminster-Halle getragen und auf eine Lafette gesetzt. Tie Krone, die Regalien und die Insignien des Hosenbandordens waren auf das Bahrtuch gelegt Der Trauerzug setzte sich hierauf in Bewegung. Tie Musikkapellen der Garde-Kavallerie eröffneten ihn. Es wlgten Abteilungen der Territorial- und Kolonialtruppen, der spczial- reserve, der indischen und der regulären Armee, sowie her Manne. Sodann kamen die ,Militärattaches der c. wärngen Botschafter, sowie die Abordnungen fremder Heere und Flotten. von d tu t- scher Seite waren die Flotte, das erste Gardedragoner-Rcgl- mcnt, das Husaren-Regiment Fürst Blücher von Wahlstatt und das Kürassier-Regiment Graf Geßler vertreten. Hinter ihnen folgten sechs kommandierende Generäle, die Felbmanchalü -ord Kitchener, Sir Henry Wood, Lord Robert, die zwei tonvmaxv dierenden Admirale, die Großadmirale u. die Mmiralitat, lÄießlich die 63 Flügeladjutanten des verstorbenen Königs, das Gefolge des Königs Georg und der königlichen Prinzen, Earl Marstyall Herzog von Norfolk und die obersten Hosbeamten. Tie von acht Pferden gezogene Lafette mit dem sarg wurde von königlichen Leibgardistcn und Stallmeistern des verstorbenen Königs geleitet. Hinter dem Sarge ritt Admiral 45rw3 toure von Battenberg, sodann der Träger der komgUchen Standarte hinter dem das Leibroß König Edwards gemhri wurde. /Swn folgten zu Pferde König Georg, zu seiner Rechten ritt der deutsche Kaiser, zu feiner Linken der Herzog von Connaught. Tann folgten zu Dreien, ebenfalls zu Pferde, die Könige von Norwegen, van Griechenland, von Spanien, von Bulgarien, von Dänemark ui'd von Portugal, der türkische Thronfvlger, der König der Belgier, Erzherzog Franz Ferdinand von .. citcrrctd), Prinz Fushimi von Japan, Großfürst Michael Alexa ndrvwilict, der Herzog von Aosta, Prinz Rupprecht von Bayern, bei Kronprinz von Griechenland, der Kronvnnz von Rumänien, Pnnz veinnai der Niederlande, Herzog Albrecht von Württemberg, Kronprinz von Serbien, Prinz Heinrich von Preußen, der Gr 0 Nh erzog von Hessen, der Großherzog von Mecklcnburg-Sticlitz, 4-rmz Johami Georg von Sachsen, der Herzog von Sacbscn-Koburg und Gotha, Fürst zu Waldeck und Pyrmont, Prinz Mohammed Mi von Aegypten, Prmz Tsai-TaS von China, Prinz Karl von Schweden, Prinz Albert von Schleswig-Holstein, Prinz Arthur von üon naught, Prinz Christian von Schleswig Holstein, Herzog von Fife, Prinz Georg Willwlm von Cumberland, Prinz Alexander von Battenberg, Prinz Alexander von Teck, Herzog von Teck, Prinz Fran.; von Teck, Prinz Maximilian von Boden, bruu Andreas von Griechenland, Erbgrvßherzvg von Mecklenburg Strelitz, Herzog v. Alencoii, Gras d'Eu, Prinz Peter von Orleans, der Herzog von Vendömc, Prinz Louis von Orleans, Prm; Bovooradet von Siam, Prinz Leopold von Stoburg, Prinz iuol 1 . . . alt. ft. SbLlOO - 6 . . . alt. 5?. Ml 100 - laab-Sraz . . M 1W ). ch A.Sch. . o.fl. Isö .. -echlschcine . . . • M • rzinslicbe Lose. ......fL’. . . Slr.20. politische Wochenschau. Gießen, 21. Mai. Während unser Kaiser mit seinen englischen Verwandten . an der Bahre des .Königs Eduard weilt, hat sich in den , Austausch sreundlichcr Presseäußcrungen zwischen Huben und , drüben ein schriller Ton gemischt. Um Persien, das den englisch-russischen Zumutungen widerstand, nachdem die Lobe her inneren Unruhen endlich so ziemlich hat gelacht werden können. Noch immer aber stehen russische Truppen auf persischem Boden, trotz mancher besorgter Anfragen im englische» Uni die von Herrn Asquith wiederholt bcruhigenb oder ausweichend beantwortet worden find. Beide Machte standen seit ihrem Vertrage von 1907, der Nordpersien unter russischen, Südpersien unter englischen Einfluß stellte, immer wachsam und argwöhnisch auf dem Sprunge Tie an Geldmangel krankende persische Regieruna schien den Klauen der beiden lauernden Rivalen, tne |ta) durch die Staatskunst des Königs Eduard in das astatische Schachbrett geteilt hatten, völlig ausgeliefert zu sein, xa aber tarnen vor einigen Wochen die ersten Meldungen, da» Parlament und Regierung in Persien die von England und Rußland angeb-uene finanzielle Hilfe ausschla^en wollten, da hie bannt verbundenen Bedingungen Persiensselbstandigtcit vollständig gebrochen haben wurden. Persren sollte sich nämlich verpflichten, Bahnen „von strategischer Bedeutung nur unter der Kontrolle Rußlands und Englands ausz>ufuhren. Auch bei seinen Anleihegeschaften sollte der schah grund- läßlich vor den englisch-russischen Wagen gespannt werden, "a geschah etwas, was man in London und Petersburg nicht erwarte! hatte: daS Vertragsobjett ruckle zwischen den beiden Spielern hinweg, das Land der auf gelernten sonne zog Konkurrenten der beiden heran. Man munrelte, die Deutsche Bank sei mit der persischen Regierung in Unterhandlungen wegen der Anleihe getreten und stehe auch fönst im Begriff, jich Einflüsse und Rechte zu sichern Tie fnqlische Presse ergeht sich seit Wochen darüber in hefttgen AuSeinauoersetzungen, offenbaren Uebertretbunaen, Die alten Ranke wurden gesponnen, um Deutschland vor der Welt ins Unrecht zu setzen und wieder einmal al« Weltstorensried hi »zu stelle». Und gegenwärtig Hai sich zum brüllenden Löwen auch der knurrende Bär gesellt, /o dgß vor einigen ''aqen bic Kölnische Zeitung in einer auch von uns mtt- geteuten halbamtlichen Notiz gegen die Behanp.un e,i »nb Schimpfereien des lufsifchen Hetzblattes „Nowoie W rem ja nachörücklick) Verwahrung ein fegte. Selber scheint bio)c Abmehr reinen besonderen Ersolg gehabt zu haben, denn es liegen wieder eine ganze Reche von Zeilungsaußerungen ans England und Rußland vor, die unsere deutsche Potttik mii größter Gehässigkeit verdächtigen. In entern amtlichen rssijw heißt es u. a.: Beide Staaten, besonders Rußland, das gegen hundert Mil- !tonen für Perjicn aufgewandt habe, batten einunbezweifcl- b a r e s R c cki k auf die p 0 l i t i s ch e V 0 r h e r r s ch a f t m Perncn und cbensv das Recht, zu sordcrn, baß ihre strategilchen In- tereh'en in ben ihren Grenzen benachbarten Rayons vollkommen aesichcU werden Diese Ansicht teile offenbar bie deutsche Re- ntrrung, wenigstens berechtige zu dieser Annahme dik vom Reichs- ianzlcr im Jahre 1909 im Reichstage abgegebene Erklärung, narb welcher bie brutschen Interessen in Persten ausschlietzltch wirtschafllichei Natur seien. Demzufolge habe Deutschland Ichwer- sich cinni Grund, in dem Umstande, daß die beiden Machte das Recht des Eisenbahnbaues und einige andere Konzelstonen von qleichsalls politischer und sttategischcr Bedeutung für sich de- anspruche», eine Verletzung her deutschen Rechte zu erblicken. Wenn Deutschland geneigt sei, Rußlands Vorrechte m Persien und feine volle Bereitwilligkeit anzuerkenncn, den deutsck>en Wun- scheu hiniichtlich der Handelsinterefsen cntgegcnzukommen, dann sei ein für beide Teile vollkommen befriedigende Verständigung über bie persischen Angelegenheiten zweifellos günstiger Boden vorhanden. Nach diesen Aeußerungen ist anzunehmen, daß irgend etwas hinter den Kulissen vorgegangen ist, daß die Mei- nungsoerschiedenheiten nm die Anleihe eine neue Wendung genommen haben. Ob Rußland und England dem ^hah mit Gewaltmaßregeln gedroht haben und ob Deutschland dagegen cingeschritten ist? „Daily News" nimmt Notiz von dem Gerücht, bei deutsche Botschafter in London habe Einspruch erhoben. Man vergegenwärtige sich nochmals, was bic „Köln. Ztg." halbamtlich erklärt hat: bic Deutsche <3anf habe keinerlei Anlciheverhandlungen geführt, ferner seien bic angeblichen deutschen Konzessionen zu einer Verbindung Persiens mit der Bagdadbahn und auf dem Urmia- fec nur Pbaniasiegebilbe. ^.PolitiMe Afpirattonen Deutsch- (anbei in Persien bestäuben nicht". So lange man nicht weiß, was von deutscher Seite eigentlich unternommen worben ist, kann man über die theoretischen Auseinandersetzungen und Feststellungen in Der auswärtigen Presse nur lächeln. Wo ist denn eigentlich die genaue Grenze zwischen politischen und wirtschaftlichen In- tcienen9 Wa« soll es mit der dummen englischen Behauptung, Deutschland habe sich durch frühere Erklärungen des Fürsten Bulow festgelegt und könne nur das wirtschaftliche Rech! der offenen Tür beanspruchen? Ist der russisch-englische Vertrag von 1907 jür Deutschland überhaupt in irgend einem Punkte bindend und maßgebend ? soll der deutsche Michel durch die oifenc Tür nur hineingucken dürfen? Wenn die oben angcsiihrten Sätze der „Ro^ija" unbestritten als amtliche russische Acußerung gelten dürfen, sollte bas Berliner Auswärtige Amt diese herausforbernde Naivität mit ein paar erfrischenden Wassergüssen bespritzen. Hinter all den diplomatischen Gespinsten handelt es sich schließlich doch nicht um Recht-, sondern um Machtsragen. Ist bie deutsche Regierung kräftig und entschieden genug, mit Persien über bestimmte Tinge ins Reine zu kommen mer wollte ihr das Recht beftretten ? Unter dem Vorwand, Das Leichenbegängnis König Eduards. London, 20. Mai. Das Menfchengedränge. Tie Geschäfte blieben heute in den Straßen, die der Trauerzug passiert, geschlossen. Tie Ladenbesitzer verkauften Zuschauerplätze zwar gestern abend zu viel niedrigeren Preisen als früher, wenngleich der billigste Platz immerhin noch etwa eine Guinee kostete. Schon während der Nacht versammelten sich in den Straßen, welche der Zug mit der Leiche deS Königs passieren sollte, g ro ß e Vo l kSw en g e n. Bei Tagesanbruch schwoll die Zahl gewaltig an. Infolge der Hitze tarnen fchon in ben Morgenstunden viele OhnmcMsanfälle vor. Zur Spalierbilbung lind 35 OOO Mann Truppen und die ganze verfügbare Polizei Londons limiinai. ^iniiiu.y 1' t .. ?'■’*‘.1913 . ^tr-d funbb. i9(u K K^et"4 lünbb iQfli s’5Miünbb 906 b,s mcl. 6« ö2 Nr. 116 Erstes Blatt 160. Jahrgang Samstag 21. Mai 1910 Der ®ie8ene.r 'SjT" ® monatlich75Vf,viertel- MZVkbnklkbk ^llnvlUvl =s= I-rnfprech-Anschlüße: UM MM Verannvortlich für den für d.e Redaktion 112, e 0 «r < ** polUlfchen Deil: Auguii MU General-Anzeiger für Gberhesfen MZ füT* bie Tagesnuminer RotütioiisöTBd UN- Verlag -er vrühl'schen llnkv.'vnch- und §tein-ruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulftratzo 7. A,^el'gen'teck? H."'Beck. biß vormittags 9 Uhr. rad von Waldeck. ,, Sodann folgten zwölf Eauipagen. In dem ersten Wagen äßen die Königin Alexandra, die Kaiserin lut u11 c r von Rußland, Prinzessin Royal, Prinzessin Viktor,a, im zweiten Wagen Königin Mary, die Königin von Norwegen, die Prinzeifin von Mary und der Herzog von Cornwall. In de» nächsten vier Wagen folgten die übrigen turlthdicn Damen, sowie die Prinzen Albert und Henry. In dem liebenten Wagen saßen die Vertreter Chinas, in dem achten Rom» velt, Picbo» und die Vertreter Persiens, in den übrigen Wagen olgtcn die Vertreter der Kolonien, sowie bic Herren und Damen des Hofes. Polizei, und Feuerivehrabteilungen ichloifen den Zug. Bei der Ankunft auf der Station Paddington wurde ocr Sarg durch Unteroffiziere von der Garde von der Lafette gehoben und in den Sonderzug gesetzt Auf der Terrafie der deutschen Botschaft. Auf Einladung des deutschen BolschasterS versammelten fick» eine große Zahl von Mitgliedern bet deutschen Kownic unb deutsche Journalisten auf der Terrasse der deutschen Botschaft, die bei ihrer Lage unmittelbar über der Hall eine unvergleichliche Aussicht aus den Zug darbot. Line dichte, durchweg m Trauer gekleidete Menschenmenge hatte sich zu beiden Seiten der Straße ausgestaut, die durch zwei Reihe» Gardegrenadiera in Scharlachuniformen mit hohen fchwarzen Barenmützen, sonne durch eine Reihe Polizisten eingetaDmt nmtbc. Die Prozession zog langfam vorüber, was in Englaiib fcLteii bemerkbar ist. Der militärische Charakter überwog'. eS entrollte „ch em kaleidoskopisches Bild der verfchiedensten Truppenteile: -scefolboien, Matrosen, indische Ghurko-Osfiziere, fremde Abordminaen, Ma- rrne- und Militärattaches. Der Himmel wat anfänglich ocroolti, bann brach die Sonne durch und beleuchtete das junge Laub des St. James-Patkes. kt Die Abfahrt nach Windsor. Lange Zeit, nachdem die Sbifce bc-5 Zuges den Padbui^ion. Bahnhof erreicht hatte, oerfünbigten die Klange auv ,/5auf das Herannahen des Saraes Tic Lasfettc hielt vor dem toa on> wagen, der ben Sarg aufnchmen sollte. Die anweseiweii Fürstlichkeiten bildeten zwischen der Caffctte und dem spalonnxigen Skalier Ter Toteiimarsch ertönte aufs neue: alle. Truppen am Bahnhöfe standen Salut. Die Bahnen serckten sich. T-er Sarg würbe aus den im Zuge bereititchenbm Katafalk gesetzt Die Fürstlichkeiten nahmen im Zuge Platz. Um 11 Uhr 58. verließ bet Zug die »alle. . Die Grablegung m Wmdfor. Windsor, 20. Mai. Bei der Ankunft in Wiiidsor wurde der Sarg von Garbeunterosfiziercn ans dem Wagen gehoben, auf die Lafette gesetzt, mit einem Bahrtuch von rotem samt, dann mit der königlichen Standarte bedeckt, worauf Die königlichen Insignien niedergelegt nnirben. Tic Traucrversammlung erhob sich, als die Geistlichkeit in doppelter Reihe, geführt von ben Erzbischöfen von Canterbury und Pork, erschien, unter den Klängen des Schubertschen Trauermarsches und ichtitt zu dem Westportal, um den Sarg mit der Leiche des 5iönlgs zu empfangen. 10 Minuten später begannen die vereinigten Muflkkorps vor bet Nircke den Deethoven'fchen Traucrmarsch zu ipiclen. An den Gottesdienst schloß sich eine Trau eil i tut g i c, nut welcher Der Erzbischos von Canterbury bie .Königliche Leiche der Erde übergab, während der Sarg langsam m der Gruft veriHvand. Unmittelbar vorher trat der König hervor und legte des Vaters Gatbegrenadierflagge auf den Sarg, damit brcie mit ihm begraben werde. Während bet Er-lmchol den Segen sprach, miete bie ganze Trauerverjammlung nieber. , Denn begab sich die fürstliche Ttauerfarnilic ins Schloß, wo ein Mahl eingenommen wurde. —W"veodachtung öes Kometen. Gieße n, 21. Mai. Ällmählich häufen sich die Meldunaen, daß ber Komet gesehen worden sei, und aus unserem Leserkreise sind uns eine Anzahl Dtm Mitteilungen zugegangen, die einen Ltcht- streifen wahrgenommen haben. Da die Erscheinung an mehreren verschiedenen Orten beobachtet wurde, ist es sehr wahrscheinlich, daß es sich habet tatsächlich um ben fcaUetp schen Kometen handelt. Tie Berliner Asttonomen haben allerdings ihre nächtlichen Beobachtungen ein st weilen eingestellt, da diese Versuche, zunächst wenigstens, aussichtslos erscheinen. 9htr her Leiter der Treptower Sternwarte^ Dr. A r ch e n h o l d, hat noch auf seinem Posten ausgeharrt, freilich nicht um ben Kometen zu suchen, sondern um etwaige Begleiterscheinungen zu erwarten. Herr Dr. Archenhold erklärte gestern abend: , _ „Der Kern des tzalleyschen Kvmeten besteht nicht aus festem Material, sondern aus feinen Staubteilchen, die bei her Projektion aus die Sonnenscheibe keinen Schatten ober dunkle Punkte verursachen. Ein Beweis hierfür ist, daß der Komet am 9. Dezember an einem Stern vorüber- zog, ohne eine Aenderung des Sternlichtes hervorzuruse». Sobald nun der Kem des Kometen in bie Nähe der Sonne gelangt, vergasen die feinen Staubteilchen und werden durch ben Lichtdruck in ben Schweif des Kometen hinabgebrückt, so baß also eine Projektion auf die Sonnenfcheibe nicht stattfinden kann Es ist daher nicht verwunderlich, daß man in der Zeit von 4 Uhr 22 Minuten bis 5 Uhr 22 Minuten^ des vorberechneten Borüberganaes des Kometen vor der Sonne, keinerlei verdächtige Beobachtungen an der Sonnen- ' ' , Stt.lv -Mi" , , girelöö - ' ' ' ' Link ' ' ' ' ' Litt 10 ' • • *:. i-m : • * ' . ML 100 - ' ' ' . i.fl.10»^' I.M ' ‘ , ML 10 - • • • ‘ Fr.lt» • • * Sr«0- W' - ' Äi» ' ' ' Lin« 1 scheine bemerken konnte Aus mehreren Zuschriften, die ich 'empfing, geht hervor, daß einige Sonncnflrckc, die längst 'bekannt sind, fälschlich für den Kometen gehalten mürben. !'Zu der Frage, ob die Erde bereits den Kometenschweis passiert habe, kann man behaupten, daß unser Planet siche r lrch schon durch den Hauptschweif hin- Lurch gegangen ist. Es ist allerdings möglich, daß ävir noch einige Nebenschweife -u passieren haben. Der Komet wird am 20. Mai am westlichen Abend- Himmel von Sonnenuntergang (81/. Uhr) bis O'/2 Uf^r, am 21. Mai bis 10l/2 Uhr, am 22. Mai bis 10-/. Uhr -und am 23. Mar bis 11 Uhr abends -u sehen fein, (hegen Ende des Monats ist der Komet bis ll1/, Uhr sichtbar. Während dieser Zeit dürften elektrische Erscheinungen und Pendelungen, wie bei dem Kometen von 1835, deutlich sichtbar sein." Eine Drahtnachricht teilt uns mit: Frankfurt a. M., 21. Mai. Vom Feldbe r g- Ob ser v a torium des hiesigen Physikalischen Vereins wurde der Kometenschweif gestern als ein roter Licht- I streifen, der sich von Westen nach Norden über 90 Grad erstreckte, gesichtet. Der Streifen war gestern von Westen nach Süden gerichtet sichtbar, wurde aber nicht als Kv- metenschweif erkannt. Nach dieser fachmännischen Feststellung dürfte es als erwiesen gelten, daß auch die übrigen in unserer Gegend von Laien gemachten Beobachtungen den lhalleyschen Kometen betreffen. Von der hiesigen „Schönen Aussicht" aus wurde gestern abend um l/39 Uhr ein Heller Lichtstreif lints vom Düns- berg lalso im'Westen- gesehen, der in den Wolken verschwand und nach einer Viertelstunde wieder austauchte. Aus dem Trieb sah man gestern abend etwa um 91/? Uhr m der Richtung nach dem Tünsberg zu einen Hellen glänzenden Streifen, der nach kurzer Zeit verschwand. Fn Ober-Bessingen wurde in der Nacht auf Donnerstag um 31/, Uhr in nördlicher Richtung ein hellgelber Streifen bemerkt, der kurz nach 3% Uhr in den Wolken verschwand. r. Lungen, 20. Mai. Zur Komctbeobachtung in der Durchgangsnacht, wie sic von Giessen aus beschrieben wird, sei bemerkt, das; die Beobachtung hier in der gleichen Weise wie in Gießen gemacht wurde. Um 31/- Uhr gewahrte man durch einen etwa halbhaushohen Schlitz in der Wolkenschicht eine Helle Lichterscheinung, oie sich rasch aber sehr unruhig, anscheinend vor- und rückwärts, bewegte. Bald daraus verschivand sic hinter der Wolken- schicht. Die Beobachtung wurde von einem mit einem Jagdglas ,ausgerüsteten Herrn gemacht, der jedoch die Erscheinung nicht be- stimmt als die des Kometen bestimmen kann. Möglich, das; cs ein iLustbatton mit starkem elektrischem Licht war anders hat man sich die Erscheinung hier nicht erklärt: wenn auch die Stärke des Lichts gegen diese Annahme spricht, so ist doch wiederum in der Morgendämmerung leicht eine Täuschung in der Entfernung möglich. s. Marburg, 20. Mai. Auch von der hiesigen Sternwarte aus ist bis jetzt trotz fortgesetzter Beobachtungen noch keine Spur von dem Hallehschen Kometen gesehen worden. Im Zu- sammcnhang mit den Nachforschungen steht wobl auch die Ballonfahrt, die heute abend nm 9 Uhr zwei hiesige Gelehrte vom Korbplatzc des Kurhessischen Lustschisser-Vereins aus unter Fül>- rung des Herrn Dr. Wegner unternahm. Berlin, 21. Mai. Von der Königlichen Sternwarte aus konnte gestern abend zwischen x/.9 und 9 Uhr der Komet durch das gros;e Fernrohr am westlichen Himmel ibcobachtct werden. Der Komet erschien lediglich als großes «Flechsen. Heute abend geht der Komet eine volle Stunde später ans als gestern. Alls dem dunkleren Himmelsgrnnd wird er bei klarer Witterung bester zu beobachten sein. In Breslau ist j,n der Nacht vom 19. aus den 20. Mai aus der Uuibersitäls ,Sternwarte der Vorübcrgaug der Erde am Schweife des Kometen beobachtet morden. Zwei Assistenten sahen von 12 Uhr 15 bis I Uhr 20 Minuten nach Mitternacht einen Teil des Kometenschweifes über bcii größten Teil des Himmels wandern. Er er» streikte sich angsangs vom Feuermann bis zum großen Bären, «später von, Perseus bis zur Jungfrau, unb zwar bis zu 140 ober 150 Grad Länge. Er war größer als die Milchstraße. - Der Direktor der Heidelberger Universitäls-Sternwarte. machte Beobachtungen, die zu der Annahme bercchtigen, daß die Erde spätestens am 19. Mai nachmittags ober abends einen Teil des >kom'9enfchwcifeS bezw. einen Test der ihn umgebenden gewaltigen 'Wolken dnrchlauseu hat. Au» Hessen. R.B. Darmstadt, 20. Mai Der Sonderausschuß if ü r b i c Revision der Verwaltungsgesetzc war heute vormittag unter dem Vorsitz des Abg. Dr. Glässing zu einer Beratung beisammen, um sich über die weitere Behandlung der 'bent Ausschuß überwiesenen Gcsetzeutwürse schlüssig zu machen. Es wurde namentlich die Frage erörtert, ob mit Rücksicht auf die Geschäftsführung des Landtag« und angcstchts der gleichzeitigen 'Beratung des Gcmciudcuinlagengcsctzcs, dessen Fertigstellung noch vor der Sommerpause vom Finanzausschuß erfolgen folh, auch noch die Tagung des Sonderausschusses durchsührbar sei, da ja bekanntlich zwölf Mitglieder, also der vierte Teil der ganzen finmmer, durch diese Auüschußberatung in Anspruch genommen werden. Weiter galt es auch, die Frage zu prüscn, ob nicht die bevorstehende Eröffnung der Arbeiten des Ausschusses für die Vereinfachung der Staatsverwaltung von Einfluß auf den Gesetz- enlwurs über die Städteordnuna fein könnte, dessen Fertigstellung firn Sonderausschuß wohl zunächst in Betracht käme. Der Ausschuß wird die Regierung um Auskunft darüber ersuchen, ob sie im Hinblick am diese Beratungen überhaupt noch Wert legt aus die Erledigung der Städtcordiumg in der jetzt vorliegenden Form, oder ob der Entwurf nicht zur Umarbeitung einstweilen zurück- gezogen werden dürfte. Die Entscheidung über diese heute im Sondcrauüsckmb angeregten Fragen soll in einer für nächsten Montag anberanmten weiteren Sitzung erfolgen. Deutsche» Reich. i Der „Dresdner Anzeiger" meldet: Nachdem es gelungen ist, die Bereitwilligkeit des Gefchästssührenden Ausschusses des 'Dcnb> schon ArbeitHeberbnndes für das Baugewerbe sowohl als auch die Zeickralvorstanoe aller beteiligten Gewerkschaften und de« Zentralvcrbaudes christlicher Bauarbeiter zum Eintritt in neue Verhandlungen über die Beendigung der Aus s ch l i e ß u n g i in B äuge werbe herbeizuführen, ließ, wie wir von znstäudiger Stelle erfahren, das Reichsamt des Innern den Bo» sitzenden des Arbeitgeberbundes wissen, das; das Reichs amt des Jnlnern L^rhandlungen einlciten will. (Darauf zog Oberbürgermeister Dr. Beutler, der die Prälimiualum bisher gefüllt Hal, die Einladung zu einer ersten gemeinschaftlichen Verhandlung der Parteien, du: am Samstag in Dresden statte finden sollte, zurück. Au»l^uv. Ans Kopenhagen meldet man: Bei den Fvlkething Wahlen wurden gewählt : M Mitglieder der Vereinigten Linken, J3 Mitglieder der Rechten, 20 Radikale und 24 «Sozialdemokraten. .'Die Vernuigte Linke verliert 5 und gewinnt 13 Sitz«', die Radikalen uerüerm 6 und gewinnen i» Sitze, die Svzial-- be-ntoträten wrlirmt und gewinnen je 5 Sitze und die Rechte tocrlicrt 9 Sitze, gewinnt ober nur einen Sitz. Ans M a r f e i 11 c wird gemeldet: Die e i n n e f d) r i e b e n c u Vielen t c. beschlossen, die Arbeit wieder a u f z u n e h - nic-it. In Saloniki wird trotz her fortschreitenden Beruhigung in einzelnen 'Bezirken A lbaniens die Lage noch als jMvuLtlmLhckf ti Lrvze. whn^i> Nack) p.cn. .Angaben der Arnauteu. stehen noch bei Djakowa 17 000, ün Gebiet von Drenitz 20000 und zwischen Prizrend und Tettow noch 8000 Aufständische. Alle mi« Samsun eingetroffenen adjt Bataillone, von welchen ein Teil für die ühessalische Grenze bestimmt ist, gehen nach Albanien ab. Die Botschafter der Kretaschutzmächte traten, wie aus Konstantinopel gemeldet wird, am 'Donnerstag zu einer Beratung zusammen, in der beschlossen wurde, der Pforte eine Note zu überreichen, in der erklärt wird, daß der Eid der kretischen To- putierten als nichtig betrachtet werbe. Die hochzeitsseierlichkeiten in Lich. (Von unserem Sonber-Berichterstcrtter.) I. y. Lich, 21. Mali. Einer bei interessantesten unb ältesten Orte der Wetterau, über beten gesegneten Gefilbc der Frühling sben Blütenschnee und laue Lust sendet, ist Lich, bas bereits um bie Wenbe bes 8. Jahrhunderts urlunblich erscheint, am 10. Mär^ 1300 Stabtrechte erhielt und im Jahre 1418 an bas Haus Solms gelangte, an jenes alte Dynastengeschlecht aus dem Lahngau, bas seinen Ursprung auf den Stamm bes salischen Königs Konrad L zurückführt. Nicht weit von dem Bahnhof, inmitten eines geschmackvoll angelegten Parkes, hinter mächtigen, blühenden Kastanienbänmen versteckt, liegt Schloß Lich, ein prächtiger Bau ber Spät-Renaissance, die Residenz bes Fürsten Karl zu Solms-hohensolms-Lich, ein Nachkomme jenes historisch bekannten Kaiserlichen Truppen- inspettors unb Ariegskommifsarius, Grafen Reinhard zu Solms (f 1562), der Ingolstadt befestigt, bie Festungswerke Gießens geschleift und in ber Marienkirche zu Lich bestattet liegt. Im Vestibül des Schlosses steht bas Stanb- bild bieses Solmsischen Ahnherrn, hoch zu Roß in voller Rüstung, eine Pergamentrolle in ber Hand. Das Schloß war zu Lebzeiten bes Großoheims des Fürsten Karl, des Fürsten Ludwig (f 1880), bes einstigen Präsibenten bes Vereinigten Landtags von 1847 in Berlin, Landmarschall bes Rheinischen Provinziallandtags unb Mitglieb bes Preußischen Staatsrats, ein Sammelpunkt von Gelehrten aus allen deutschen Gauen, besonders Theologen, wie Rietschel, Stabe, Harnack usw. unb vor dem ereignisreichen Jahre 1866 ein Ort, von dem aus die Ideen Kleindeutschlands (Preußen) in weite Kreise getragen wurden. Fürst Ludwig, ober wie er im Familienkreise hieß, Fürst Louis, sowie seine Verwandten Fürst Ferdinand zu Solms-Braunfels unb Graf Otto zu Solms-Laubach, trafen sich häufig im Schlosse zu Lrch, um über die Neugestaltung Deutschlanbs unter Preußens Führung zu sprechen, wobei ost der Wunsch laut wurde: „Wenn wir es doch nur erleben könnten, daß Nassau und die beiden Hessen ebenso mediatisiert würden, wie wir 1815." Großherzog Ludwig III. von Hessen, sprach infolgedessen, nach Lich deutend, von einem Rütli, wo gegen den deutschen Bund feindliche Pläne geschmiedet, und bezeichnete bie genannten Standesherren als „Mei Preiße im Vuggels- bergt". Lubwig III. ahnte gewiß nicht, daß nach zwei Menschenaltern eine Prinzessin aus Solmsischem Geblüt den hessischen Thron einnehmen und den Stamm Heinrich des Ersten, des „Kindes von Brabant", sortsetzen würde. Im Schlosse zu Lich finden am 23. unb 24. Mai die Vermählungsfeierlichkeiten der Prinzessin Dorothea — kurz Thea — zu Solms-Hohensotms-Lich (geb. 1883), jüngste Schwester des Fürsten Karl, und des Prinzen Hermann zu .Stolberg-Wernigerode, Herr auf Rade uz im Posenschen (geb. 1867), ältesten Bruders des Fürsten Christian-Ernst mit großem Gepränge statt. Schloß und Stadt rüsten sich bereits zur Feier. Die Schwester der Braut, die Großherzogin von Hessen, ist am 18. Mai abends 91/2 Uhr von Darmstadt zu den bevorstehenden Feierlichkeiten im Schlosse eingetrosfen, tags zuvor tarnen an Burggraf und Graf zu Dohna-Schlobitten mit Gemahlin, geb. Prinzessin zu Solms-Hohensolms-Lich aus Behlenhof bei Schlo- bitten. Am 23. Mai werden erwartet der Großherzog von Hessen (von London kommend), der Großherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg, Fürstin Elisabeth Reuß Köstritz, Landgraf Chlodwig von Hessen und Landgräfin Karoline, geb. Prinzessin zu Solms-hohensolms-Lich, von Schloß Augustenou bei Herleshausen, Fürst und Fürstin zu Stolberg-Wernigerode, der Erbprinz zu Stolberg-Wernigerode, Gräfin Konstantin zu Stolberg-Wernigerode, geb Prinzessin zn Stolberg Wernigerode aus Ilsenburg a. h., Prinz Wilhelm zu Stvlberg-Wernigerode und Gemahlin geb. Prinzessin zu Erbach-Schönberg aus Rom, Prinz Viktor zu Erbach- Schönberg unb Gemahlin, geb. Gräfin Szächsnyi aus München, Prinz Reinhard Ludwig zu Solms Hohensolms- Lich, Rittmeister und Eskadronschef .m Regiment der Gardes du Corps, unb Gemahlin, geb. Gräfin zn Solms Sonnen walde, aus Potsdam, Graf Wilhelm zu Solms-Laubach unb Gemahlin, geb. Prinzessin zu Stolberg-Wernigerode, au5 Schloß Arnsburg, die Gräfin-Mutter zu Solms-Laubach, gebt Prinzessin zu Vsenburg und Büdingen Bübingen, aus Lau- bäch, Prinzessin Klementine I. L. Reuß aus Ilsenburg, Prinz Heinrich XVIII. I. L. Neuß, General der Kavallerie ä la suite der Armee unb des 1. Mecklenb. Drag.-Regts. Nr. 17 aus Ludwigslust, die Prinzessinnen Regina und Sibylle I. L. Reuß aus Köstritz, die Gräfinnen Helene, Anna Elisabeth, Jutta, Auguste Eleonore zu Stolberg-Wernigerode aus Ilsenburg a. H., die Prinzessinnen Hertha unb Anna zu Nsenbnrg unb Bübingen aus Büdingen, die Gräfin Magna Maria zu Solms-Mldensels aus WUdenfels im Kbuigreich Sachsen. Am 22. Mai abends 8 Uhr findet im Schlosse ein Souper statt mit folgender Speisenfolge: Consomme Souveraine — Tartelettes ä la Purtie de Chovreuil — Roastbeef ä la Chipolata — Asperges — Pouding de Cabinet. Montag U/2 Uhr: Dejeuner dinatoire: Real turtle Soup — Brochet de Mer — Cuissot de Veau aux Con- combres — Selle de Chevreuil — Salade, Compote — Choux-fleurs — Savarin d’Ananas. Um 6 Uhr nachmit- tags sind Aufführungen im Schloßpark am Teich von Mitgliedern des fürstlichen Hause« auSgesührt, um 8 Uhr Souper: Potagc de pommes de terre — Piece de Boeuf ä la Venitienne — Epinard, Croutons — Glace Vanille aux Pöches. Hierzu haben Einladungen erhalten Provinzial- direktor UsrngerLießen, die beiden Regiernngsräte diw Pro- vinzialdircUion. Oberst v. Müller-Gießen und die übrigen Stabsoffiziere oes Kaiser-Wilhelm-Regiments. Am Abend gegen 9 Uhr bringen die Vereine Lichs dem Brautpaare einen Facketzug. Der 24. Mai, der Hochzeitstag tuird eingeleitet durch ein Stündchen der Kapelle des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 lObermusilmeiftew Löder) im Schloßpark. Von 0—10 Uhr findet im Sck)losse Frichstücl statt. Die standesamtliche Trauung wird um l'/y Uhr im Schlosse vollzogen, bie kirchliche um 2 Uhr in der M.o,rleuUrche. Um 3 Uhz ist Festtafel im Schlosse. , Aus Stadt und Lanv. Gießen, 21. Mai 1910. " Tageskalender. Stadttheater: Sonntag abend 8 Uhr: »Tie Tollarprinzefstn." K 0 l 0 f f e u m: Täglich Vorstellung. (Damen-Ringkämpse.) K i n e m a t 0 g r a p h : Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. F r ü h l i n g S s e st des Vereins E 0 n t e n t i a aus der Liebigs- hohe, Sonntag nachmittag 3 Uhr. Gartenkonzert im Restaurant Royal, Samstag abend 8 Uhr. Anlagemusik am Sonntag vormittag 11'/, Uhr in der Süd-Anlage. . ** Trauer feiern für den König von England. Gestern, am Tage der Beisetzung des Königs Eduard von Großbritannien und Irland, sand vormittags 10y2 Uhr in der Hostirche zu Darmstadt ein Gedächtnisgottesdienst statt, dem die Vertreter des diplomatischen Korps, die Spitzen der Zivilbehörden, der Generaladjutant, die Oberhof- und Hofchargen, Offiziere der Garnison und die Mitglieder der englischen Kolonie beiwohnten. In Bad- Nauheim wurde von der Kurverwaltunc^eine Trauer- feier veranstaltet. Tie staatlichen Gebäude wurden morgens 10 Uhr mit hessischen unb deutschen Fahnen auf Halbmast beflaggt; auf dem Hauptmast des Kurhauses wurde zwischen einer hessischen und einer deutschen die eng. li s ch e Fahne aufgezogen. Auf der Terrasse fiel das Nach, mittagstonzert der Kurtapelle aus; das Aoendkonzert fand wieder statt, denn um 6 Uhr war die Trauerfeier durch Ao- nehrnen der Fahnen beendet. In der englischen Kirche wurde nachmittags ein D r a u er Gottesdienst veranstaltet. An der Trauerkundgebung, die von den etialischen Kurgästen mit Befriedigung ausgenommen wurde, beteiligten sich die städtischen Behörden und viele Hotels durch Hissen' von Flaggen, sowie einige Geschäftsleute durch vornehme Trauer- dekorationen in ihren Schaufenstern. " Der Boranfchla'g der Kreiskasse desKreises Gießen für 1910 sieht eine Einnahme von 641599 01 Mk. und eine Ausgabe von 639177 01 Mk. vor. Der Zuschuß zu den Ausgaben, soweit deren sämtliche 80 Gemeinden des Kreises beteiligt sind, beträgt 291940 Mk. Im Vorjahre mußte die Stadt Gießen für diesen Zweck 151681 Mk auf» bringen. Außerdem haben die Gemeinden des Kreises mit Ausnahme der Städte Gießen und Lich noch 14 205 Mk. zu leisten. ** Stadttheater. Nochmals sei auf die morgige Ausführung der „geschiedenen Fra u" yingewiesen,' oic unbedingt die letzte des Werkes ist, da ein Teil der Ausstattung nach Ems verladen werden muß. Das Wert, in dem fast alle ersten Kräfte beschäftigt sind, hat jüngst einen außerordentlichen Erfolg davongetragen und dürfte für Sonntags besonders starte Zugkraft ausübcn. Operettengutscheine haben zu dieser Vorstellung Gültigkeit. — Am Dienstag wird als 2. Abolinementsvorftellung die melodiösc Operette von Hugo Felix „M a d a m e Sherry" gegeben. ** Männerturnverein. Die Vorbereitungen zu dem am 11. bis 13. Juni stattfindenden Jubilämnsfeste des Männer-Turnvereins find jetzt soweit beendet. Mit dem Aufbau des großen Festzeltes auf dem Trieb ist begonnen worden und die Arbeiten schreiten rüstig voran. Der Vor> verkauf der Karten wird in nächster Zett beginnen und in den auf den Plataien näher bezeichneten Stellen ftattfinhen. Das Zubiläuinssest, für das ein reichhaltiges Programm vorgesehen ist, dürste für jeden Besucher ,üjr jeden stellend werden. •* D a m e n - R i n gk a m p f im Kolossen m. Vom Kolosseum ivird uns geschrieben: Im ersten Kampfe des gestrigen Abends begegneten lich Emy K ar s 0 r k e-Berlin und Sascha Petro s-Rußtand. Trotz ihrer Geschmeidigkeit unterlag die kleine Berlinerin der sehnigen Russin nach 17 Minuten durch Eindrücken der Brücke. J>n zweiten Gange rang Adele B ru n u in g-Lsl- preußen mit Eenta Koch; da beide Gegneriilnen an Technik und Krasl sich geivachsen waren, blieb der Kampf nach 20Atinuten un- entschieden. Zuletzt rang Käthe Schubert, die Rheinische Eiche, mit der schlanken Holländerin v a n Hestern, die nach V Minuten unterlag. Im übrigen erfreute fid) der Wenlampf eines zahlreichen Bcsilches. — Heule abeub findet anläßlich des drei;ährigen Bestehens des Kolosseums eine große Festansführung, für die ein ausgeKeichnetes Programm zusammengestellt ist, mit anschließendem Ball statt. ** Die Schornsteinfeger-Innung für Hessen hielt in Mainz unter dem Voisttze des Obermeister Eolb, des Prüfungsmeister Wolf, des PrüfungsgescUen Wenzel- Darm ftabt die Gesellenprüfung ab. Die Prüfung haben bestanden: Jak. Ziegler aus Psifsligheim, Otto Staubach aus Lauterbach, Ernst ^.pies aus Darmstadt und Johaiin Runlel aus Posteuheim. Tie Lossprechung und Ucberrcichung der Gesellenbriefe findet Sonntan, 5. Juni, in Worms bei der Jnnungsversammlung statt. ** Gegen die M ticken plage! Wo die Berltlgung der Mückenbrut un Wasser durch Begießen mit Petroleum, Saprol unb ähnlichen Flüssigkeiten nach Lage ber örtlichen Verhältnisse nicht wohl ausführbar erscheint, kann eine andere Maßregel mit bester Aussicht auf Erfolg angewandt werden, das ist die Vermehrun g ber natürlichen Feinde der Mü ck e n b r u t. Es hat sich hermiSgestellt, daß Schwimmkäfer und Stichlinge die besten Vertilger der Mückenlarocn sind. Aber auch bie kleinen Wassersalamander und die Larven der Libellen fressen viele Mückenlarven. Es ist also zu empfehlen, diese Mückenfeinde zu schonen und sie in Tümpeln und Teichen, wo sie nicht Vorkommen, einzusetzen. Alle übrigen Wasserbehälter sind zu beseitigen oder zuzudecken. Eine weitere höchst wirksame Art, die Mücken zll bekämpfen, besteht darin, die überwinternden ÜlloskitoS zu vernichten. Mit Winteranfang flüchten die Diücken in die Keller, Gewächshäuser, Schuppen, Ställe, Nemisen u. s. w. und sitzen dock in einer Art Winterschlaf an Wanden unb Decken. Diese Mücken (meist Weibchen) können burch ben Rauch von guten reinen Insektenpulvern bei richtiger Anwenbung nicht nur betäubt, sonbern auch getötet werben. ES empfiehlt sich daher ferner, im Verlause deS Winters alle Keller u. s. m. mit Insektenpulver auszuräuchern. •* Unsere Klärbeckenanlage wurde am Donnerstag unter Führung des Stadtbaumeisters Braubach vom Stadtbaudiiektor Köhler und 5 Stadtverordneten der Stadt Eisenach besichtigt. Die Herren, die eine Reihe solcher Anlagen in anderen Städten gesehen haben, äußerten sich feist befriedigt über bie hiesige Anlage, ganz befonberß sprachen sie sich lobend über die Sauberkeit der hiesigen Klärbecken aus. Der gute Zustand der Anlage ist auf den Plättchen-' belag der Becken zurückzuführen, der zivar in ber Anlage teuer ist, aber eine grünbliche' Reinhaltung ber Bcckcn- 1 vanbungen erleichtert. S. Bob enhauscu, 20. Attri. An dem Nachlaß des' früheren hiesigen Geuicinoerechners Weitzel, dessen Hinter- 1 assen schuf l aus 160000 Mk. unb einem prächtigen W* Mt,c!)tz MbdM KtMt unb Gemöttlbc eine namhäl Motor Rüsselsheim Main Man verlange Preisliste. K. sie missen lyetixm LUDWIG ALTER Zeichnungen und Vorschläge Kostenlos Export En detail En gros in 1 von FranKo-Lieferung Dauernde Garantie Darmstadt 190!: Pia Kette Darmstadt 1904: Plakette Darmstadt 1908: Plakette Erstklassige Möbelfabrik von Weltruf Hervorragend leistungsfähig in bezug auf Qualität, Fonnenschönheit und Preise. Ständig wechselnde Abstellung von mehreren hundert Kompletten Wohnungs-Einrichtungen in allen Preislagen. Sämtliche Räume, auch die einfachsten, sind von ersten Künstlern entworfen. Eigenes Atelier für Innen-Architektur. Originai-Drahtineldtingen. R B. Darm [tobt, 21. Mai. Der Sohn bcB Möbel- tranSp orteur« Adam Müller stach nach einem Streite seiner Frau in bic Brust unb stürzte sich bann au« bcnt Fenster. Bcibe sinb schwer verletzt unb an ihrem Aufkommen wirb gezweifelt. Göttinnen, 21. Mai. Der hiesige Universit citS- Professor Planck ist gestern obcnb gesto rbcn. S trab bürg, 21. Mai. Der Statthalter Graf von Webel ist gestern obcnb zu einer Besprechung mit bcnt Reichskanzler nach Berlin abgercist. Mabrib, 21. Mai. Die Königin von Spanien würbe heute nacht 2l/t Uhr von einem toten Knabev ("ntbimbcn. nomnten hat. r. M'i n*enb Februar 1«38, hat ». tm 29. Infanterie- Regimen! zu Trier gedient, in dem er auch die Feldzüge gegen Oesterreich und Frankreich mitgemacht Izat. Bepler zählte -u den Grsindern unseres Krieger- und Oöefcrngvereins; letzterer trug an seinem Grabe ein Lied tror. W Frankfurt a M., 20. Mai. Heute obcnb kur- nach 10 Ufr brach in dem House T a u n u S st ra ß c 4 6 G r o ß s c n c r nu'3, bas mit rasender Schnelligkeit um sich griff unb den Dach flod m kur-er Zeit vernichtete Der Feuerwehr gelang es unter qrofirn Anstrcngungcli, bic bas viette Stockwerk bewohuenden Leute All reUcn. Mehrere Zivilpersonen, die sich an bem Rettungswerk beteiligten, erlitten erhebliche Brand- unb Schnittwunden unb muhten sich in ärztliche Behairblung begeben. Dte Brandstätte ist oiird) Militär abgesverrt. wandern und Reifen. 4 2 i d), 20. Mai. Eine beachtenswerte unb zeitgemäße Einrichtung von touristischem Interesse hat bic Leitung bev B r ä- v i ranbenanstall getrosseu. Außer den üblichen obligatorischen chnlausilügen werben scu diesem Frühjahr an Sonntagen und schulfreien Tagen al, u. zu größere ein- und mehrtägige Wander- uihrten mit der Oberklasse unternommen, die nach den Grund sähen bc>3 „Wandervogels" auSgeüchrt werben. Die Beteiligung nt freiwillig. I ic erste derartige Wanderung führte am .pimmel- iabriStaae in den Vogelsberg. — Ter schon lange Jahre bestehenbe hiesige Zwcigverciu des Vogelsberger H o h e n k l u b S, der (ich m der Hauptsache allerdings nur als Gesellschaft!)-- unb 93er- gnügungdverein betätigt hat, ist zu neuem 2cbcn erwacht. Der Verein wird seht in erster Linie touristisch tätig sein durch AuSjührung von Wanderungen, Anbringung von Marlienmgen u. s. io. unb bat deshalb den durch seine seitherigen Tendenzen ge- rechtsertigten Dlitgliedsbeitrag von 10 Mk. auf 2 Mk. herabgeselp, nm )ebem den Beitritt zu ciinöglickren. Ialsti^ichc Atilglieder ouB allen Gesellschaftskreisen der Stabt sind schon beigetreten. Vorsitzender ist Postverwalter N a u. 4- Ulri ch st c i n, 20. Mai. Die vom Vogelsberger Höhenk ub hier emg' richtete ch ü l e r h e r d c r g e ersreiU sich schon eines recht guten Besttchö. Für em germaes Entgeld werden den fahrenden Schülern Nachtquartier und Morgenimbiß gewährt. Dcieiinid>te>. ♦ Eine wohltätige Betrügerin, die Schwester Laubide, ist in Paris unter großem Aufsehen verhaftet worden. Sic Hot eine Sckmldcnlast von 8 Mill. Francs auf - gchäust, bic bic Kosten ber von ihr ins Leben flcntfcncnen 'Bohl lätigkcitsanstalten, bic verfügbaren Mittel weit überstieg. Sie erschwindelte sich deshalb Juwelen, die sie dann wieder ver- setzte, und aus Antrag der geschädigten Händler ist seht gerietst liche llntersuchung eingelcitet worden. Der Generalsekretär der von Sei,wester Eaudidc gegründeten Wohlläligkcitsgcscllsckwst, der prall. Arzt Dr. Louis Petit, hat fick) heute Freitag nacht erhängt. ' 23 c i b e n heiligen 21 f f c n. In den stillen, ilauschigen K älbern aus den Höhen des Iakkoberges, nahe bei Simla, haust in bei Einsamkeit ein alter indischer Fakir: in seiner weiten gelben Toga erfüllt er hier abseits von dem lärmenden (Treiben der Menschen ein. altehrwürdiges Amt: er ist der Wächter der heiligen Affen. Denn gleich den Acgvvtcru, bic das Krokodil und bic * Ehinesischer Ma u suiannssti l. Der deutsche Maui mannsstil erfreut sich nicht des besten Rufes, Schönheit ist nicht seine Stärke, aber man verteidigt die Mangel gern aber vergeblich nut der Nollvriüngkeii äußerster Mürze und größter Demi lichkeit (!) und opfert dafür Schönbeit unb Wohlklang.Im fernen Osten bal man die Mürze nicht zum Dogma erhoben und dem kaus ntännifdicn Briefstil die den Orientalen eigene poelifck)e Bilder freude nicht genommen. Der Brief au einen Geschäfts,reund mürb zu einem kleinen Sttmfluxrl geformt und über bic nilditcrnftctn Dinge des Alltags ein verklären der Srlsteicr von Farbe und, Schönheit gebreitet. Ginc frauzöfische Wockienschrist gibt bavon ein vcrgnüglickics Beispiel. Ein chinesischer Mausmann wirft seinen, Geschäftsfreund vor, er habe ihn übervorteilt, bic gesandte Seide sei von miiibercr Güte als die vorher gelieferten Proben; zudem brfd>n>crt jicki der Munde darüber, daß der Geschäftsfreund den Boten und Agenten mißhandelt habe. Der chinesische Fabrikant greift zu Tuidn’ unb Pinsel und schreibt seinem Munden wlgeuben reizenben Brief: ,,Seit dem Beginn unseres kaufmännisck)cn 'Briefwechsels haben wir stets nach den Vorschriften der himmlifchcu Güte gehandelt. Tie Herrlichkeiten, die Reichtümer und die Ehren fallen nicht vom Himmel, bic Mtaft des Menschen reicht nicht immer aus, sie zu erringen: ia selbst wenn es ihm gelingt, sich all bas zu eigen zu machen, wer könnte vorher sagen, ob sic nicht plötzlich wieder entschwinden gleich dem Sonnenlichte int dunklen Rebel? In Ihrem Schreiben nennen Sie nun den Menschen Shamer betrügertsch und ungerecht in seinem Seibenhandel, er habe bessere Proben geschickt, als bie spater gesandten Waren und er habe den Agenten verfolgt Da es mir schwer fallen würde, mich aus andere Weise verständlich zu machen, schreibe id) Ihnen heute dieses Brieschen, um zu sagen: wenn ich fähig wäre, so ^rhemru, roeflen Steuer61nltersieBunfi fallen Xct Verstorbne Hat nämlich utemalS bic toob.’ fernes Vermögen- nditw angegeben und ebcnfoivcnifl rrchttg verstauen '?ül fett« nxrr rrron auf die Eröffnung des Testaments gespannt Allein es hat sich übenraupt keinS vorgefunden Das Ge- -richt muß nun die erbbevechttgten Verwandten, bw aNe wett läufiger -Linie sind, feststelleu. g »rtebberg, 20 Mai. Ter vor einigen fahren uwrer Stadt einverleibte S t o d t t c i l F a u e r b a di entwickelt sich eben (ehr rasch Verschiedene Straßen nut modernen Hausern beseht, lmb neu entstanben, keine Stadtverordnetenstyung vergeht, ohne baß nickst Baugesnche vorliegen. Die Wetterauer Zuckerfabrik liegt an der Hauptstraße, ihre Beamten unb ihre meisten, Arbeiter mahnen in Fauerbach. Tas schöne ncuerbcrulc evang Pfarrhaus mirb demnächst bezogeu werden. Die Kirche selber wirb nocki in bieicm Sommer mwotert. Nun erhält Fauerbach mich hm n e u e n Güter bahn ho s, so baß fick bie Bautätigkeit immer mehr geigern dürste Eine mehrmals des Tages vertebrenbe Automobil- vost verbindet ben Stadtteil nut bem Bahnhof Friedberg -- Mainz, 20. Ma,. Am Sonntag, 22. Mm, findet hier der hef fische Gau tag des Bundes der technisch-in dustriellen Beamten statt. Aus ber Tagesordnung, die im wesentlichen der Werbearbeit für den Bund mit, erwähnen wir noch hesonbers einen Bericht über bie Frage der Mindestgehälter lur hie technischen Angestellten, gehalten von Jng Bur inest er Gießen Der Bund hat aus seinem letzten Bundestage diese «rage .....genommen und bic Forderung eines Mindestgehaltes .. k. monatlich aufgestellt, bem jedoch eine Mindestleistung der Angestellten gegenüberzustehen hat. Um den Gedanken der Mindestgehälter auch in ber Oeffentlichkeit bekannt zu machen, wird nii Anschluß an den Gautag am Montag, 23. Mai, in Frankfurt a M, eine öffentliche Versammlung abgehalten, füi bic >3crr War G r a w e i n - Berlin einen Vortrag über» Mjaflf als heilige Tiere wrcbroi. bähen die Hindus ihre heiligen . Tiere, unb unter ihnen nimmt der Aste eine hohe Stellung ein Denn Hoiruman nnxr ei, ber Afiengon, so wird in 'Hamanana verkündet, ber sich einst Visnu verbündete unb ihm hals, leine ' Feinde zu stürzen, unb Sita, sein verlorenes Weib, wieder zu fiiiben Nach bem Volksglauben bat stets ein Fakir auf dem Iakkoberge gelebt, solange bic Welt besteht und hier die heiligen Affen behütet, die nackt Hunderten, ia nach Tausenden zahlen Aul den Felsblöcken, auf den 'Lickten oder im 5(hatten bei Tannen, überall hinten, liegen oder laufen liier bic Assen umher, seit Iahrlanienbeii hat es kein Mensch gewagt, ihnen Unbill zuzufügen, unb dieser ewige Friede hat auch ihre Lebensgewohnheiten bcem fluBt; wenn ein Fremder kommt, so bcntcacn sie iickr kaum, denn , daß ihnen nichts geschieht Lmzclne Assen iolgcn einem auf dem Wege, gemuckst ich, rultin, ohne Lck'en. in der sicheren Erwartung einer besonderen Mahlzeit, inin bei Berg ber heiligen Affen, so mirb im Wibe World Magazine erzählt, sieht seit den letzten Jahrzehnten ost Fremde, die heiaulkommen, um den Hüter ber heiligen Assen zu sehen unb das Treiben seiner Pfleglinge zu beobachten Bor bem kleinen Tempel in ber Milte des Waldes wird man den alten Priester finbni, höflich empfangt er ben Fremden Dann ruft ei mit lauter Stimme „Ah Iao? Iao!" Mommt, loinmi, unb alsbald wird es ringS lebendig. Aus dem Walde, von ben Bäumen, von den Mauern unb dein Lack» des Tempels eilen bie vierfüßigen Heiligen hastig herbei und halb ist man völlig umringt von einem weiten Mreisc er war tungsvoller .Affen Während^der Alte ihnen aus seinem Säee Futter hinstrent, während die Tiere höchst unheilig um die -eifer- bissen sich balgen, erzählt er von ihnen Denn die Assen lind eine Welt geworden, unb wer sie so lange kennt wie der greife Hüter, bem erzählen sie viel. In zwei Lager find sie gespalten, bic stets im Mriege miteinanber liegen: sic haben ihren Neuem unb ihre Unterführer, sie haben eine Art regelrechten Asfenstaat. Der Fakir kennt sie alle, die sorglosen Gefährten seiner Einsam - Befi | i bic verfi »[ebenen Läut tlinge, ei ■ läutert ihre Rangordnung Er ruft einzelne, weist andere zurück. „die Assen sind zänkische Leute", erklärt er crnfthait und erzählt bann Geschichten aus ber Historie des Affenreiches Der Naiah, her Mönig, hat seine ocrrsckxwstcllung erst nach langen, harten v. .1111 vfeil errungen, er ist ein fetter, kräftiger Kerl unb manch« seiner Untertanen zeigen noch bic Spuren feiner Zähne Wie alle orientalischen Herrschet hat auch ei ungezählte Frauen, abei er ist wandelbar unb bie Königin seines Harems genießt ihre Vorrechte nicht lange Aber bic Schöne, bic gerade bevorzugt ist, besitzt alle Vorrechte einer Königin, er beschützt he, er lieb kost sie und niemand von bem Asscnvolk bars.sie berühren. Und bann erzählt der Fakir von dem großen Staatsstreich im Affen floate, den er mitcrlcbtc unb ber das grösste .Ereignis feines Lebens war. Alle Affen des IakkvbergeS haben rotes Fell, ^sn einem benachbarten Täte aber wohnt eine andere Affenart, ihr Haar ist grau, sie sind besviiderS kräftig, nub die roten Assen können gegen das Gebiß dieser „LangoorS" leinen Widerstand wagen. Nie war eS vordem eingetroffen, daß eine bei oeiben Rassen ba < I her anbeten betrat, al schönen Tages plötzlich ein Langoor auf dem Iakko erschien. Die „Roten" er griffen bic Flucht: nur ber Rafah blieb zurück, um fein Reich zu verteidigen. Rach einem kurzen furchtbaren Kampfe blieb er tot auf ber Walstatt: der Langoor übernahm bic Herrschaft des Staates. Jahrelang regierte er als ein Tnrann, niemand wagte ihn zu t"lästigen Ab«en leit ereilte and ibn sein Schicksal, er alterte, wurde schwächlich unb eines Tages überfiel ihn eine Sckzar junger, ehrgeiziger Roter, er wurde ermordet, und ber jetzige Rajab bestieg seinen Thron. Noch heute grübelt ber alte Fakir, iveldx Intrigen unb Mabalcn jenen Langoor veranlaßt haben mögen, seine Heimat zu verlassen und bie Roten zu unterjochen. „Warum er es tat," so meint er nachdenklich, „niemand foun das wissen oder sagen. Die Wahrheit ist ein seltsames unb geheimnisvolles Ding." Turin 1902: . . . Gold. Medaille St. Louis 1904: . Gold. Medaille Mannheim 1907: Gold. Medaille im S ol o |(t u m. S erften Stamme des tzesk. soile-Kchii und >meidi^eii unlttlag bic Re 17 3)linultn durch linier.:, uig Adele Ärünniiig-i hieguerittiieii an Technü t v Kampf nach 20'Dltiuito. lubcti, dieRheinWßi ) c ft c r n, die nach v ierWeitkamps eines zchntz nuläßlid) bei dreW ße Festausfühmig, ngefieUt ist, mit aii|d)li<’^ -Innung für Stfienk des Sbcrmciltcr Co>^. IgSgeMn Wenzel-^ riujung haben bestand«.. bad)au51'autctbQ*^ Dtunlel aus Posleuheim ■ Lllenbriefe/E Kungsucrl'animlung lau jaae: Wo die Leri, ch Legicsten mit Pe^ tei «ch 2=9« 6it * •JffliSg jsen u. 1- * S°"d°» ch „I werden. " WintcrS °ac i®11 Hof - Möbelfabrik DARMSTADT Telephon 35 Grossh. Hess. Hoflieferant Kaiserl. Dass. Hoflieferant * Ueberraschenber Erfolg. „Hat dem Diätar Möhler das M>'.:ei gegen Lchlaflofigkcit, bas ihm sein ^hef "'igeratew hat, gcholscn„X? ia. ausgezeichnet! Er ist heute schon um eine halbe Stunde zu spät ins Bureau gekommen * Einlach stes B er ja h r c n Vater „Ter Erektor bewirbt sick, nm deine Schwester: willst du nicht versiichen, etwas über feine Vermögen-Verhältnisse zu erfahren?" — ^ohn: türlidi; ick» werd' ihn 'mal anpumpen!" Kleine Tageschronik. Vor ber Mofelbrücke inKobIenz rannte ein Passagier, z U g auf einen leeren P ersonen,ii g. Tic Lokomotiven nnirbett iiieinaiibergeschoben unb die Wagen aiiscinaiibcrgeturnit. ~ er ~oro- inotivlührcr wurde tätlich verletzt. Ii, Tore s v o I äscherte eine F c u c S b r u n st ben voriiehmlten etabticil ein ; 6-> Häuser sind niebcrflcbrannt. Mehrere hundert Familien sind obdachlos. ... r , Aul bem linken Seiucuser von Paris lieferten stch zwei Apachenbanben mit Revolvern unb TlcHcm eine förmliche schlackst. Zwei Wann lagen tätlich verletzt auf bem Kampfplätze, al« die Polizei eiiilraf.___________________ ________ ___ Amtlicher Wetterbericht. D c f f c n 11 x d» c WetterbienststeUc Gießen. Allgemeine Wetterlage seil gestern früh: Das nördliche Hochdruckgebiet ist lehr beständig, so baß bas heitere heiße So,inner- weiter anbauert; gestern sind in einzelnen Gebieten Heß en« dis 80 Grab erreicht worden (Darmstadt). Da dci' hohe ®rucf nd) etwas norbivest wärts verschoben hat unb im üben Heim bruckgi icle sich entwickeln, nimmt jetzt ^lErneigung >u, besonberö im Süden des Großheizogtums. In ?lordfrankrcich gehen bereit# heute früh Gewitter nieder. Welteranssichlen in Hessen am Sonntag bem 22. Mai 1910: Vielfach heiter, doch Gewitter, fchr warm. eure# ui IwIct. moin id> btiim unt> MlMitrrr In-brn tonnte, bann würben xvmmrt >u,b fetbe mit uerbwia, ' * »„r>wrhin :ti leben und uh wäre Mm einem arauiunmn Äaubtici nickst versckueden Unb darf ich nx’itn auvfübicu ber «Sri« nlStl ob lwd> Ober nitbrin. Innk- tmiitNdxntluh ÄÄXÄ beider Adrien «em. ,d> in mji«m Herzen den Plan genabn hatte, zu betrügen ober ungi.reM M handeln, bann möge meine VH die über ^e\lv\bc gestreut werden, die Wogen mögen |ic hinabtra^ u bem h Meer und kein Bein und Muod.eu '"«N erdaltem blechen. Wenn meines Herzens Absichten nicht ieiu und cbcl Mia . bann H le mich alle Straicu bcs Himmels treffen, unb wenn ich bai «nenten veriolgte, bann möge es mir nie vergönnt icm, . roicberuiffbcn AU bics brate icki an» in ben ^ck kri s 3hm Verstandes: wie tollte idi bei ciiicin so aeriNgsi glgen. kleinak Geickrnstc auch noch >nMrugeri>ck'e..Ablick)tai gehabt halwu? De^ eigenartige Brief tragt die Anlsckirisl ..An d.-n steilster und Herrn b Hun-i mb Hing der Name des MaraihauseSI, am Fu^ der Terrasic zu überreichem damit er oben bic Mlarhcit lunctf Blickes über diesen Jetten laichten lassen möge. hcHtcr Ernstz Mir cchlell Uold' Ihiukk, rarku 14 karMtlRC Goldniilloec. <• lOJZIIirlgc urlrundl. O.irnnlle für gulcfl Trngrn, uon*< vrrbii nlcr Umtausch. ElcRnnte Original - Etui».. BlHIco Preise. Erhltltllch In nnlrlwsrsnhnn'H........ irnrraamEteBJncfcXMPK-i wiiiiti nrm— .y- 6ealtt:®?N *11 «»ow t * ' Sg*Ul. kngkä6« . «i. bet Bcml 01"*» '»i=rc f?’«-' ,b deutzcheri -L ’M •sSPwii'i >'= 2«tof6erTil:' ?otel "Ukasse desKrkji, btne Doti 64159901 1.. •öif. vor. Dxr 2,,,* ** 80 ®em«Ä 1840 M. Jln 1 >«I 151681 St mtuiben des Äteiiti i "ich noch 14205 J l"ci auf die morfc ^6 rau" l)ingenztejen, 1 W da ein Teil der -j, den Mß. Tos 'M? tl94 find, hat jüngst getrogen und dürste st :ait ausüben. Operclir i'tlung Mtigkcst. - j. ^Vorstellung die melobtc amc Sherry" gegck ■ Tic Vorbcreitungcii- icnbcn Jllbllaumssciie > jomeit beendet. Ru? if dem Trieb ist bcgoi- n rüstig voran. Tcr t» stcr Zeit beginnen un.“; ihneten Stellen stattsiü reitijl/altigeJ Progr: ^ejiuijcr yijncben^ Ausstellungshäuser: Elisabethen-Str. 34 und Zimmer-Strasse 2 u. 4. Fabrikgeb. Kirschenallee 12 Konzert t Besten *> Mnlonds fD*/5 Sonntag den 39. Mai 1910, nachmittags 5 Uhr in der TunrnhaBle (Os^aSdsgarten) zu Giessen. Ausführende: Schuler’scher Männerchor, Frankfurt a. M. Kronbauer’sches Quartett, Giessen Dirigent: Herr Univ.-Musikdirektor Prof. G. Traufmaan Unter gütiger Mitwirkung von Fräulein L. Hesryesi aus Köln a. Rh. (Violoncello) Herrn Adolf Slüller aus Frankrurt a. M. (Gesang); Programm: 1. Vom Rhein, chor a capella . . - M. Bruch 2. Adagio und Allegro für Cello . L. Bocherini 5. Chöre a capella in altem Stil: a) O hone Jesu .... G. P. Palestrina b) Frohsinn, c) Heimkehr . . . J. Spengel 4. Der Triumph des Lebens f. Bariton H. Kann 5. Die beiden Särge, chor a capella Fr. Hegar 6. Solostücke für Cello: a) Ständchen v. L. Hegyesi b) Adagio cantabile . . . . v. P. Nardini c) Gavotte........v. D. Popper । 7. Volkslieder a capella: a) Es flog ein kleines Waldvögelein, Altdeutsch b) Wiegenlied.......v. Fr. Silcher c) Jägers Abschied . . . . v. Mendelssohn 8. Lieder für Bariton: a) Salomo........v. H. Hermann b) Ganz leise........H. Sommer cl Das Stelldichein . . . v. R. Schumacher 9. Landerkennung, op. 31, für Männerchor mit Bariton-Solo, Klavier u. Harmonium, E. Grieg FintritRkartPin sind bei Ernst Challier (Rudolphs Nachf.l, Neuenweg 9 (Tel. 671) u. abends an liintTlUSKarlen r]cr p^asse zu haben. Sperrsitz M. 2.;i0, Eintritt.sk. M. 2.—, Studendenk. M. 1.—. Biograph-Theater Plockstrasse 12 Hochaktuelles und interessantes Hervorragend! Esther Programm Letzte Neuheit! wunderbar kolorierter dramatischer Kunstftlm, Länge 525 Mir., Spieldauer ca. 50 Minuten, Die,Grande Chartreuse1 uiti) das berühmte Kloster der Karthäuser Mönche, Eine Million gewonnen großartiger humoristischer Schlager, Die yebßiführung der Leiche König Eduards nach Westminster Wir haben keine Kosten gescheut, uns das Recht der Erstvorführung dieses hochaHuellen Films zu sichern, so daß es uns schon heute möglich sein wird, dem geehrten Gießener Publikum die hochinteressanten Londoner Vorgänge im Bild vorzuführen. 04208 Wär es meine Schuld? erschütterndes Drama, Piefke empfängt Gäste vorzüglich gelungener humoristischer Schlager, Notlügen großartiges dramatisches Lebensbild, Tonbild: Aufmunterung zur Seereise. Vorzüglich temperiertes Tbeater, daher angenehmster Aufenthalt während der beiße« Tage. verschiedenes 3 Morgen Wiese im Heegttrauch auf mehr. Jahre zu verpachten. (04203 Zu erir. i. d. Geschäfts, d. G- A. 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Boeger Israelitischer Pfingstfestbal! statt, wozu freundlichst einladet 2888 Das Komitee. Anfang nachmittags 4 Uhr. Munk: Friedberger Militär-Musikschule. ■ j ■ ■■ c—■ liefert billigst die BrUhl’sche Kuverts mit Hrma sssmä Sonntag den 22. d.M., nachm. ab 3 Uhr, veranstaltet vom Verein „Contentia“. v../ä ----- Konzert .l.:.:— ausgeführt v. Mitgliedern der hiesigen Regiments-Kapelle. Kinderspiele, verbunden mit Preisverteilung. Gross. Preis-Schiessen, Eselwettreiten, Aufsteigen von Luftballons und sonstige Veranstaltungen. —r - Ab 5 Uhr Tanz.--------- Bei ungünstiger Witterung Konzert u. Tanz in beiden Sälen. Eintritt für Nrchtmitglieder 20 Pf. [1366 „Cafe Amend“ Morgen KONZERT Anfang 8 Uhr. Entree frei. Bekanntmachung. Der Wey von Münchholzhausen nach Dutenhofen wird wegen Ausbaues bis aus weiteres für den Juhrwerksverkehr gesperrt. Groß-Rechtenbach, 19. Mai 1910. DM/5 Die Polizeiverwattuug. Koiosseam Giessen. : Telephon 644 ret abends erlaub -Military Band am- ne, Variete ard aus Frankfurt a. M. (Alt), de< G. Boehm. . J. 8. Bach . J. S. Bach. Der Eingang am Turm ist nur für Mitwirkende mit Karten versehene Mitglieder geöffnet. Kindern kann der Zutritt nur in Begleitung Evang. IMengesangverein. Geistliche Musikaufführung In der Stadtkirche am Dienstag, dem 31. Mai, abends 8 Uhi unter Leitung des Herrn Professor G. Trautmann und unter crinnen Erl. J. Mülle r aus Wetzlar Für die inaktiven Mitglieder sind Pätze am Altar, in? vorderen Schiff und auf den Emporen reserviert. und füi von An- gegen Kombiniert Fram dovvelkonzerte der 93n New-Castle-on-Tyne uni ai. Nachm. 4 Uhr Bre^schiesteu. Sreua: Wettspiel «Association) (Manne SvsrvLstck