flr. S46 Der Lietzener Anzeiger edd)etni täglich. außer konntags. - Beilagen: viermal wöchentlich -ietzcnerFamllienblStter; zweimal roöcbenlLKietS: blatlsürdentlreisSirtzen (Dienstag und Freilaq)-, .wennal inonntl. Land- Wirtschaftliche äritfragen Ferniprech - Anschlüsse: für die Redaktion 113, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen Anzeiger Gieße«. Annahme van Anzeige, für die TageSnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt 160. Jahrgang DonnerStag »«.Oktober 1910 Gießener Anzeig General-Anzeiger für Gberhesfen V ’ u. Land" und ^Gerichts- Rofaflonsörnif und Verlag der SrLhl'schen Univ.-Vuch- und Steinöratferei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. ^“‘“■fle„iefl‘6;$)lüVetf ; für »Stadt K. monatlich75Ps., vierteljährlich Mk. 2.20 ; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 3.—viertel^ jährck cmsschl. Beslellg. Zeilenpreis: lokal IbPs^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für »Feuilleton* und »Vermischtes* Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. vetokonserenz und föderalistische Bestrebungen Englands. Die Vetofonferenz, die man vor etwa einem halben Jahre in Englmid eingesetzt hatte, um die zwischen Unterhaus und Oberhaus und so gleichzeitig auch zwischen Liberalen und Konservativen schwebenden Differenzen hinsichtlich der Oberhaussraae und namentlich hinsichtlich des Betos der Lords zu schlichten, hat am Dienstag ihre Arbeiten plötzlich abgebrochen und sich aus unbestimmte Zeit vertagt. Das könnte nun als ein schlechtes Zeichen für die ganze Versöhnungsaktion gedeutet werden, wenn nicht gerade in den letzten Tagen die Vetokonserenz mit besonderer Hingabe gearbeitet und Überdies den Premierminister Asquith beauftragt hätte, während der Arbeitspause einen Gericht Über den Stand der Verhandlungen auszuarbeiten, so daß man ganz von selbst zu der Anschauung kommt, die Konferenz hat sich nur vertagt, um Asquith Zeit für diesen Bericht zu lassen. Daraus wird man erst ersehen können, in welchen Punkten schon jetzt eine Verständigung erzielt wurde, und über welche noch weitere Differenzen bestehen. Lassen sich diese im ferneren Verlauf der Verhandlungen und vor dem Zusammentritt des Parlaments am 15. November nicht schlichten, so dürsten, da das Oberhaus dann ebenso das Budget wie die Homerule für Irland ablehnen würde, im Januar Neuwahlen stattfinden müssen. Damit wäre das jetzige liberale Ministerium Asquith, das schon bei den letzten Neuwahlen zum Unterhaus im Januar d. I eine nur geringe Majorität erhielt und sich überhaupt bis jetzt nur durch die Unterstützung der Iren und Arbciterparteiler hielt, also aufs äußerste gefährdet und wurde nur zu leicht einem konservativen Ministerium Platz machen müssen. Aus Furcht vor diesen Neuwahlen liegt natürlich der liberalen Negierung alles daran, daß in der Vetokonserenz eine Einigung zustande kommt. Das ist aber, mögen auch die Liberalen in der eigentlichen Oberhausfrage den Konservativen noch so sehr entgegenkommen und auch diese zu einigen Opfern bereit sein, deshalb gar nicht so leicht, weil das Kabinett Asquith mit zwei Faktoren, mit den Arbeiterparteilern und mit den Iren, zu rechnen hat. Eine -inigung müßte auch die Forderungen dieser Parteigruppe vollauf befriedigen. Die Arbeiterparteiler aber sind mit einer kleinen Oberhausreform nicht zufrieden, und die Iren verlangen vor allem, daß das Oberhaus, wenn sein Vetorecht nicht völlig beseitigt werden soll, sich verpflichtet, für die irische Homerule einzutreten, die bisher immer an dem Widerstand der Lords scheiterte. Gelingt es Asquith nicht, die Forderungen dieser beiden Parteigruppen bei dem liberal-konservativen Oberhauskompromiß voll und ganz zu befriedigen, so drohen sie ihm mit der Verweigerung Des Budgets, und es ist gar keine Frage, daß bann, wo Asquith mattgesetzt ist, auch die Konservativen ihm das Budget verweigern würden, um wieder zur Macht zu gelangen. Trotz der Einiaung der Vetokonserenz würden also Neuwahlen stattzusinoen haben. Es ist wohl kein Zufall, daß gerade in dem Augenblick, wo der Stand der bisherigen Verhandlungen der Vetokonserenz festgestellt werden soll, um eine neue Basis für weitere Verhandlungen zu gewinnen, in London Gerüchte auftauchen, die im Zusammenhang mit der durch die Oberhausfrage angeschnittenen Homerulefrage für Irland die prinzipielle Frage der föderativen Umgestaltung des britischen Reiches in die Aussprache des Tages werfen. Es sollen danach — natürlich neben England — nicht nur Irland, sondern auch Schottland und Wales eine Homerule erhalten, und zwar dergestalt, daß sie eigene Regierungen und Landtage für ihre speziellen Angelegenheiten bekommen, während die Angelegenheiten des gesamten Großbritannien durch eine Reichsregierung und em Reichs Parlament in London geordnet werden, in dem England, Schottland, Irland, Wales durch Abgeordnete vertreten wären, ja, $u7)em auch die selbständigen Kolonien Vertreter zu entsenden hätten. Dieser Plan hat natürlich für die konservativen Unionisten und Tarifreformer etwas ungemein bestechendes. Denn »dann wäre für die Zukunft wirklich der Ring gefunden, der das Land der vereinigten Königreiche mit seinen Kolonien untrennbar verbände und die Möglichkeit böte, Rüftungs- und Wirtschaftsfragen nach einem einheitlichen Gesichtspunkt von ganz gewaltigen Dimensionen zu ordnen. Zwar haben Rerchskoloniaskonferenz und Reichsverteidigungskonferenz hier sä)ion vorgearbeitet, aber solange man nicht weiß, von wem diese Gerüchte ausgehen, wird man eine Umgestaltung Englands auf föderativen Grundlage schwerlich glauben können. Denn wenn auch die Bedeutung der Oberhausfrage und irischen Homerule- srage durch die Föderation eine Abschwächung findet, weil das Schwergewicht des ganzen politischen Lebens bann beim Neichsparlament ruhen würde — so groß ist diese Abschwächung doch nicht, daß die Konservativen daraufhin klein beigäben. Wohl könnte sie die Ausgestaltung der britischen Wehrmacht und die Tarifreform locken, aber diese Ziele vermögen sie, wenn erst die Neuwahlen gegen die Liberalen entschieden haben, genau so gut, wenn auch nur für England, zu erreichen. Der Straßenbatymsftanö in vremen. Bremen, 19. Okt. Heber die Ausschreitungen am gestrigen Aberrd wird «noch berichtet: Am Dienstag um 5 Uhr nachmittags begannen größere Ansammlungen in der Näye des Depots Haserkamp. Gegen 6 Uhr wurde dieses durch die Polizei gesäubert. Bis gegen 7i/4 Uhr trat Ruhe ein. Um diese Zeit wurde auf dem Spielplatz in der Nordstraße mit Steinen und Flaschen geworfen und einem Schutzmann Pfeffer ynb einem Polizeiwachtmeister ein Kranz in bie Augen geworfen; da bie Menge eine drohenbe Haltung annahm, mußte der Platz gesäubert werden, dabei fielen aus der Menge einige Revolverschüsse. Unter Hinweis darauf, daß die Beteiligten sich des Landfriedensbruches schuldig machten, wurde die Menge nochmals aufgeforbert, auseinanberzugehen. Als dieser Aufforderung keine Folge geleistet wurde, wurde eingeschritten. Es mußten zehn Wirtschaften am Haferkamp, in der Nord-, in der Schultze- Delitzsch- und in anderen Straßen geschlossen werden. Die Menschenmenge mußte wiederholt zurückgedrängt werden. Beim dritten Zurückdrängen über bie Nordstraße hinaus bis zur Jutespinnerei fielen wieder Revolverschüsse. Die Straßenlaternen von der Hansastraße bis zur Jutespinnerei und in den Nebenstraßen wurden durch Steinwürfe zertrümmert; in verschiedenen Geschäftshäusern wurden die Fensterscheiben zerschlagen. Beim Zurückdrängen mußte von der Waffe Gebrauch gemacht werben. Daburch, daß die Nordstraße von der Hansastraße aufwärts vollständig in Dunkel eingehüllt war, wurde das Einschreiten der Beamten besonders erschwert^ Viermal wurde die Feuerwehr von Unbefugten alar- miert. An mehreren Stellen wurden die Feuermelde-, Internen durch Steinwürfe zertrümmert. Elf Verhaftungen wurden vorgenommen. Vier verletzte Zivilpersonen wurden mit Krankenwagen dem Krankenhause zugeführt. Ein Schutzmann wurde an der Wartburgstraße durch einen Steinwurf am Kopfe schwer verletzt und im Diakonissenhause verbunden. Nachdem bie Nordstraße vson der Menschenmenge gesäubert worben war, war die ganze dtorbftraße, von der Hansastraße an, mit faustgroßen Steinen besät. Ein Einwohner der Norbstraße will gesehen haben, daß Frauen unb Kinder Steina von einem nahegelegenen Umbau den Lärm- machern zu getragenhaben. Gegen Mitternacht war die Ruhe toieber hergestellt. Auf der Polizeiwache 4 meldeten sich mehrere Personen, bie burch Sä b elhiebeVer- letz un gen erhalten hatten. Gegen eine größere Anzahl- von Personen würbe Anzeige erstattet, weil sie ben wiederholten Äufforberungen ber Beamten, weiterzugehen, keine Folge geleistet hatten. Die Arbeitswilligen würben heute morgen 5 Uhr ohne Zwischenfall zum Straßenbahnhof ge* geleitet. Bremen, 19. Okt. Die auf heute vormittag vertagten Einigungsverhandlungen im_ Straßenbahnerausstand verliefen ergebnislos > da die Straßenbahner an dem heute morgen einstimmig gefaßten Beschluß festhielten, nur in Verhandlungen einzutreten, wenn auch Vertreter ihres Verbandes daran teilnehmen können. Da die Direktion jede Verhandlung unter Hinzuziehung von Verbandsvertreiern ablehnt, so sind die 6ini- gungsverfuche zunächst als gescheitert anzusehen._________________ Die türkische Anleihe. Paris, 19. Okt. Die Blätter erörtern eingehend die heutigen Zeitungsmeldungen über bie türkische Anleihe. Das! Journal des Däbats" weist auf bie Spannung zwischen ber Türkei und Griechenland hin unb meint: Man sieht, daß der Augenblick schlecht gewählt worden wäre, um bedingungslos den Nervus rerum den Händen von Reaie- rungen anzuvertrauen, welche bereit sind, auf einander ws- zustürzen. Der „Temps" schreibt: Der französische Erfolg, als welcher das Ergebnis der An> leihe-Verhandlungen hingestellt wird, schrumpft bei näherer Betrachtung so stark zusammen, daß wir ein auf dieser Grundlage erzieltes Abkommen gar nicht als endgültig anfehen können. Dieser Erfolg wäre ein reiner Scheinerfolg, unb nur die Türken könnten sich schmeicheln, einen Triumph daoongetragen zu haben. Da wäre es besser gewesen, schon im Juli die Zulassung zur Kotierung zu bewilligen, als dies je^t zu tun, wo die Ursachen bet finanziellen Mißwirtschaft ernster denn je sind. Wie die „Agenee Havas" meldet, dauern die Verhandlungen über die türkische Anleihe mit Frankreich gleichzeitig in Paris und Konstantinopel fort Sie scheinen ;etzt auf bestem Wege zu sein. Doch nimmt man in politischen Kreisen Frankreichs nicht an, daß die definitive Entscheidung nahe bevorstehe. Es gilt indessen als ausgemacht, daß Frankreich bei Bestellungen der Türkei das Meistbegünstigungsrecht:' zugestanden wird.____________ Die englische vrohnot^an Persiens Paris, 19. Okt. Der „Steckte" schreibt zu der von England cm Versien gerichteten Note: Tie russische Besetzung und das englische Protektorat werden die persische Nationalität nicht schwächen, dagegen könnte bia Lärmschutz. In unserer Nr. 245 vom gestrigen Mittwoch veröffentlichten wir an dieser Stelle einen kleinen Aussatz über den Lärmschutz in früheren Jahrhunderten, der sich in der Hauptsache mit den spöttischen Ausführungen des Thornasius beschäftigte. Hierzu erhalten wir aus unserem Leserkreis eine Zuschrift, der wir um so lieber Raum aeben, als wir uns selbst schon mehrfach energisch gegen das rücksichtslose Lärmen gewendet haben, das meistens überflüssig ist und nur von bösem Willen 'ober "Gedankenlosigkeit herrührt. Der Einsenber führt aus: Tie Mittwochnummer Ihres Blattes enthält einen Artikel über „Lärmschutz in früheren Jahrhunberten". Sie erwähnen bie Privilegien ber Gelehrten jener Zeit und ihre Verspottung durch Thomasius als ein Kuriosum der Vergangenheit und sind vielleicht gar mit ihm der Meinung, daß, wer in einer volkreichen Stadt wohnen Wille, aiuf) deren Lärm ertragen lernen müsse. Gewiß ist bas bis zu einem gewissen Grabe richtig. Trotzdem ist es aber in unserer Zeit sehr angezeigt, die Frage des Lärmschutzes toieber aufzunehmen und es wird Ihnen vielleicht bekannt sein, daß dies unter der Ae g ide des Tr. Lessing in Hannover in ben Utzten Jahren bereits lzum Teil in Anlehnung an amerikanische Ideen) in zahlreichen Orten geschehen ist. Es ist burchaus berechtigt, wenn in unserer Zeit bie gebildeten, sensitiven und »u rbrer Arbeit der Ruhe bedürfenden Menschen, die zur größten Anzahl auf Mietwohnungen angewiesen sind, sich zusammen- fchließen und Schutz gegen ben Lärm rücksichtsloser Hausgenossen anstreben. Unb es sollte insbesonbere Pflicht jedes Hausbesitzers sein, durch entsprechende Bestimnrungen int Mieiftmtrakr auch ruhe- bedürftigen Bewohnern seines Hauses Garantien gegen Rücksichtslosigkeiten zu verschaffen, zumal in einer Stadt, in welcher sich viele geistige Arbeiter befinden! Eines der übelsten Lärm- iustrumente ist gegenwärtig jedenfalls das Klavier, und wenn man die Flüche sammeln wollte, die räglich ausgestoßen werden, wenn plötzlich über oder unter jemandem, ber auf Erwerb burch geistige Arbeit angewiesen ist, talentloses Geklimper ertönt, wenn zum so unb so vielten Male bas gleich Repertoir zu irgend einer beliebigen Zeit heruntergettappert wird, man würbe erschrecken über bie Unsumme von Segenswünschen. Wie mancher hat es schon versucht, Hausgenossen bitteub zu bestimmen, bie für nötig erachteten Fingerübungen auf gewisse Tagesstunben zu legen. Und wie mancher hat vielleicht bie 2lnt- toort empfangen, daß jeher in seiner Wohnung tun unb lassen könne, was er wolle, und hat schweigend weiter butben müssen, obwohl mit gutem Willen recht wohl Rücksicht hätte genommen toerben können. Schreiber bieses leidet selbst seit Jahren unter lolcheu Rücksichtslosigkeiten und nucß zeitweilig sogar an der Mischung von Klavier- unb Näbmasch'nenkünsten sich erfreuen. Mit der Zeit gelingt es wohl manchem, sich seufzend zu einer gewissen Resignation burchyudringen unb stch bannt zu begnügen, denQuälern bie Pest an ben Hals zu wünschen, benn ausziehen kann nicht leber, zumal wenn bie Zahl komfortabler größerer Etagenwohnungen in einer Stabt so rar ist wie in Gießen. Aber man fühlt sich hoch versucht, sich immer toieber die Frage vorzulegen: sollte es nicht möglich sein, überall in Mietshäusern auf gutwillige Hausgenossen erzieherisch einzuwirken, daß sie ihre musikalischen Uebungen auf bestimmte Tagesstunden, die in fiied- lichem Konzern auszumachen wären, verlegen, und solche, die sich dahinter verschanzen, daß sie tun und lassen können, was sie wollen, zu zwingen, daß sie ihre Mitmenschen schonen? Zweck dieser Zeilen ist, einmal eine Diskussion über Notwendigkeit und Durchführbarkeit eines Lärmschutzes in Gießen anzuregen. Vielleicht nimmt sich der hier bestehende Mieterverein auch der Sache einmal an, damit der Brauch inauguriert wird, daß bei Eingehung eines Mietverhältnisses auch Stunden festgesetzt werden, in denen es gestattet ist, auf dem Klavier Geräusch zu machen. Es wird Zeit, daß einmal denen, welche da meinen, zu jeder Zeit ihr talentloses Geklimper ertönen lassen zu dürfen, klar gemacht wird, was Rückficht bedeutet. Prof. Dr. D. ♦ — Freie Vereinigung Darmstadter Künstler. Die von der Ausstellung des Künstlerbundes ausgehenden Anregungen haben nicht nut in den Kreisen der Kunstfreunde segensreich gewirkt, sie haben auch in den Kreisen der Künstler selbst neues Leben und Lust zu neuer reger Tätigkeit geweckt. Die Freie Vereinigung Darmstädter Künstler, die die in Hessen leben- den oder aus Hessen stammenden bildenden Künstler zu einer Art Landesorganisation zusammenfassen möchte, hat sich durch Zuwahl hervorragender, meist jüngerer Maler vergrößert und besteht nunmehr aus 37 Mitgliedern, bie mit ganz wenigen Ausnahmen bereits auf ber Lanbesausstellung 1908 mit allgemein anerkannten Werken vertreten waren. Infolge ber großen Zahl der Neuaufgenommenen, unter denen Meister von Weltruf, wie auch weniger bekannte, aber hochbegabte junge Landsleute sind, wurde eine Neuorganisation oorgenommen. Der neu gewählte und erweiterte Vorstand besteht jetzt aus den Herren Maler Adolf Beyer, 1. Vorsitzender; Prof. Rich. Hoelscher, 2. Vorsitzender; Maler G.wrg A l t h e i m , Schatzmeister: Prof. Dr. Karl B a n tz er-Dresden, Geh. Hofrat Prof. Eugen B r a ch t-Dresden, Prot. Otto Heinrich Engel- Berlin, Prof. Ludwig v. Hofmann-Weimar, Maler Karl Küstner- Guntersblum (Rheinhessen), Maler Otto U b b elo h d e-Goßfelden bei Marburg als Beisitzer. — Studienreise. Im Auftrage des internationalen Ausschusses für wissenschaftliche LuftMfahrten be- gibt sich der Assistent der Arachenstation am Bodmsee, Dr. ! I o n a s, in nächster Zeit nach Westindren, um dort Untersuchungen der freien Atmosphäre, insbesondere des Passatwindes vorzunehmen. Tie Versuche haben von Borb S. M. frreujer! „Freya" aus statt, ber in ben dortigen Gewässern stationiert.ift^ and bauern ungefähr vier Wochen. — Wilbf anggräben aus der Eiszeit. Dep Schweizer Archäologe O. Hauser, dem bekanntlich weitere Grabungen von bei französisck)en Regierung verboten wurden, hat in seinem Ausgrabungsgebiet bei Laugerie haute nicht toenigaj als 21 Wilbsanggräben entdeckt, bie uns mit der Jagbweise bei vorgeschichtlichen Jäger im westlichen Europa bekannt machen^ Es hanbelt sich, wie Dr .L. Reinhardt in der Zeitschrift „Neu- lanb bes Wissens" berichtet, um ein Jagdgebiet, das m der zweiten Hälfte der letzten Zwischeneiszeit außerordentlich wildreich gewesen sein muß; aus den Unmengen von Wilbpferd- unirf Büfselknochen ließ sich dieser Schluß ziehen. An einer Durchgangsstelle, bie. das zum Flusse ziehende Wild, bas seinen Durst stillen wollte, passieren mußte, halten bie vorgeschichtlichen Jäger zwei Reihen von Fanggräben in der Weise geschaffen, daß diejenigen Tiere, die glücklich über die erste Reihe gekommen waren, mit Sicherheit in die zwecke fallen mußten. Diese für jene unkultivierten Jäger ganz ingeniöse Idee wurde mit vielem Raffinement durchgeführt, obschon sie sich nicht allzuleicht verwirklichen ließ; beim bie Unterlage bestand aus hartem Kreidekalfftein, in ben bie Gruben höchst mühsam durch Klopfen mit Feuerstein- Hauern eingegraben werden mußten. Man kann sich denken, welche Arbeit bas für jene nur mit Werkzeugen unb Waffen aus Stein unb Horn Ausgerüsteten Menschen war bei Tiefen von durchschnittlich 1,6 Meter und einem obersten Durchmesser von! 0,6 Meter. Die Gräben, die bei ihrer Entdeckung gänzlich mck Erbe ausgefüllt waren, enthielten auf ihrem Grunde eine Menge von ben Jägern verlorener ober weggeworsener Feuersteine, heran Technik ihre Enstehung in bie Solutreenzeit verweist, bie durch 100 000 Jahre hinter unserer Zeit liegt. Nicht weniger interessant ist ein ebenfalls von Hauser gemachter Funb, her einer späterem Zeck- hem vor 18 000 Jahren zu Ende gegangenen Magbalenien angehört unb uns einen Arbeitsplatz ber Mammut- unb Aenntier- läger vorsührt. Eine Büchsenschußw-eite von ben Wild sang grubem von Laugerie haute entfernt, fand sich bei her Untersuchung her Kulttrrschichten ganz oben ein größerer Stein, der den Leuten als gemeinsamer Ambos bei der Arbeit biente. Um ihn herunü lagen, wie sie einst Mr Seite gelegt würben, Pie Klopfsteine und! andern Werkzeuge aus Faierstein mit den mannigfaltigsten Arbeit s spur en, Msarnmen mit den damit erzeugten feinsten Knochen- artefaften. Diese Station bewohnten offenbar Spezialisten für die Herstellung von Knochenartefakten, bie denn auch eine verblüffende Geschicklichkeit bann erlangt hatten und Erzeugnisse für den Tauschhandel mit den Nachbarn erzeugten, die heute noch unfere Bewunderung erregen. Hi ge Man lese den Gießener Anzeiger freigelassen, da er französischer Schutz befohlen er ist. Ausflug gc-» dies 2hisland rauen- in Al il i t tto eine geti feit, ban :rir Treu in I ma: M. rrü übt in alle ba 42 tz olt ri we eir tri 6n 2n Öd: fi & ein Dc ein re ble zu bei Di 9i Go bie politische Tagesschau. Die finanziellen Staatsbedurfniffe Frankreichs. tie la mö ein ble roii Eii bot len bot ein fit fffi Da „A m i ba „A un! lull uni slü 6rf mir Es Mc uni scheu Fakultät für Geologie erteilt. Seine Habilitationsschrift behandelt den ,Frankenberger Zechstein und grob- klastische Bildungen an der Grenze Perm-TriaS-. *' Vom Staat sschuld buch. In dem abgelaufenen Vierteljahr beträgt der Zugang an Schuldbuchforderungen auf 119 Konten ----- 1 746 900 Mk. Hiervon sind durch bare Geldeinzahlungen begründet worden 1038 300 Mk. Ende September 1910 ist der Stand der Buchschuld auf 16M Konten = 60313900 Mk. gewachsen. (?) Grundbuchanlage für die Stadt Gießen. Mit den Arbeiten für die Anlage dcZ Grundbuches für die Gemarkung Gießen ist nun der Anfang gemacht. Im Orts- g e richt ist der Anlegungsausschuß, der aus drei Beamten besteht, bereits in Tätigkeit. Die Gemarkung wird für die Grundbuchanlagc in vier Bezirke geteilt, deren jeder ein besonderes Grundbuch erhält. Der erste Bezirk, für den das Grundbuch innerhalb eines IahreS fertiggestallt werden soll, umfaßt die Altstadt, mit ganz unwesentlichen Abweichungen etwa das Gelände innerhalb deS Schoorgrabens. Der groeite; Bezirk umfaßt das meist schon bebaute Terrain, den Kreis! um die Altstadt, Schwarzlach, Nahrungsberg, Schiffenberger Tal, ehemalige Aktien-Brauerei, einen Teil dec Kliniken (Chirurgische und Augenklinik) und den Bahnhof. Der Bezirk III und IV umschließt das Gelände links der Lahn und der äußeren Peripherie, den sogenannten Bereinigungsbezirk, ür den das Grundbuch zuletzt eingerichtet werden wird. ier persische Frage Tür England und Rußland gefährlich werden, denn sie bürdeten ihnen neue schwere Verantwortlichkeiten auf. Die Russen wögen an Finnland, Polen, Klein-Rußland, den Kaukasus und an den ihnen verbleibenden Rest der Mandschurei denken^ wir Franzosen aber erinnern mis daran, daß die englische offiziöse Presse uns erst vor einigen Monaten den Rat erteilt hat, uns nicht allzusehr in Marokko einz-ulassen. Ist der Weg von .Buschir najcht Schtiras elfviar iridjl* länger jalH der von Casablanca mach Marakesch? Inzwischen fetzt England seine Drohimgen gegen Persien fort: London^ 19. Okt. Nach einer Zoitnngsmeldung gns Teheran setzte die englische Regierung die persische davon m ^Keimtnis, daß England für den Fall, daß Persien die Bedingungen der Note über den Zustand der Haindelswege nicht erfülle, bie Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Ordnung auf der Straße Buschirschiras bis Ispahan in der russischen Zone selbst übernehmen werde. **VerhafteterAgent. In unserer Nr. 240 teilten wir ohne Namensnennung die Verhaftung eines Agenten aus Großen-Linden mit, der in einer Wirtschaft in der Kaiser-Allee gn der Wirtschaftskasfe ertappt worden war. Hierzu bittet uns Herr A. Ohly aus Großen-Linden zu bemerken, daß er mit dem Verhafteten nicht identisch ist. Wir geben diesem Wunsche um so lieber Raum, als der alte Herr, der sich eines großen Bekanntenkreises erfreut, nach seinen Ausführungen schon öfter das Opfer von «Madrid, ü9. Okt. „La Correspondeneia d'Espana" erfährt aus Ceuta, daß ein spanischer Schoner, der Waren nach Tetnan brachte, von Kabylen beschossen wurde; von der Besatzung sei ein Mann getötet worden., ÄÄÄUSÄwiÄ» ?,? Sl K* “"»i --ich.... a. « 6, worden. Ein Mann wurde verhaftet, aber bald wieder ®C|a)aftSftelle tlt ElttzeN, ZchUlftrahe 7, NehMN wähl wurden gewählt: Brauercibesitzer Hch. Jhring jun. sreigelassen, da er französischer Schutzbefohlener ist. BcftcDunaen auf Öen Äieftener Mn^iüer entwerten mit 206' Landwirt Herm. Heller mit 168 und Orgelbau- -■———------L-J—___—-------UU| veil WIKÖV1IVI ^bister Karl Nicolaus mit 138 Stimmen. (Wiederholt, = weil der Ort unleserlich war. D. R.) |mal durch eine Aufnahme aus Brussa, der Stadt mit den 1100 Moscheen, vertreten. Zwei tragische Bilder, Stoffe, von denen sich die Kinematographie eigentlich fernhalten sollte, haben Ich richte nicht und Jugendfreunde zum Vorwurf. Bei dem letzten treten die Grenzen der ftineinato- graphie deutlich zu tage. Als Tonbild kommt das hübsche Lied Es war einmal aus Paul Linkes Reich des Indra. (!) Lau des-Geflügel-Ausstellung in Gießen. Die gestern abend naxby dem Einhorn-Hotel einberufene Generalversammlung des Geflüg el- und Vogelzuchtvereins Gießen und Umgegend genehmigte die vom Vorstand zugesagte Uebernahme der L a n d e s - G e f l ü a e l - A u s st e l l u n g, wozu bereits die Räume der Liebigshöhe gewonnen sind. Die Veranstaltung, die in größerem Umfange geplant ist, findet Anfang März k. I. statt. Gleichzeitig soll in Gießen die Lan d e s-Züch, t e r - V e r s a m m l u n g stattfinden. Die Rundfahrt des Ballons „Prinz Aöols".^ L 20. Okt Zu der von uns bereits mitgctciM des Ballons ..Prinz Adol,", der bei Bclsort beschossen wurde, wird uns von einem Teilnehmer folgende Tarstellmi, gegeben. „Außer dem Fülner, dem Fabrikanten Andernack befanden sich nocli zwei Zivilversonen an Bord. Auüer btut Scteu^iptmprf fubttc das Luftschiff die deutsche Flagge. Es flog über Mcv, passierte die Grenze in einer Löhe von etwa 260 Tie Gegend war vom Vollmond beschienen. Gegen k '2r k r m ^am wan an einen bewaldeten Hang imb dadurch dem Bodm näher. Er batte sich der Erde auf 100 Meter genähert, alb man den Ruf: Voila un ballon! vernahm Dann wurde m freundlicher Weise mitgeteilt, daß der Ballon die Richtung auf C h a l o n s habe. Plötzlich ertönte der französische ^lnrus: Qui vrve? Leider war den Luftschiffem dieser Ansdirick nicht mehr geläufig, so daß keine Antwort erfolgte. Außerdem hatten He Jetne Ahnung, daß sie sich in militärisch wichtigewl Gelände befanden. Noch zweimal erfolgte der Anruf, dann Helen mehrere SMffe, die aber nid)t trafen. Man sah, daß auf der Der Hauptbericht über das Budget Frankreichs für 1911, den Mg. Klotz verfaßt hat, stellt, so schreibt uns unser Pariser Mitarbeiter, die Ausgaben auf 4 304 810 879 Franken fest, um 119i/2 Millionen mehr als 1910. Weitere 163 Millionen sind für das Budget von 1912 zu gewärtigen. She Mehrausgaben sotten für 1914 nicht w e-!,des Zewens der Zlnm find völlig aus der Lust ge-I i. Grün berg, 19. Okt. Heute vormittag aeaen i/,ll Uhr mger als 200 Millionen erreichen. Trotzdem bc- gnfje.rt • >Wrr freuen un?, da,z der Friedberger Aufent- passierten der -lac und der Gronberroa mit Gemablin tomic wahrt der Hwuptberichterstatter seine optimistische Ansichtst"^ ?er Grotzh. Familre und dem Zarenpaar Freude und 5. nnn mr,,,„„ 5 n7 * 9.hff •' ; hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage Frankreichs, da der E"°lnng gebracht hat. Tie Mitteilung in Nr. 243 war nach Pr-ub en nebst Gefolge m funj Wohlstand unausgesetzt an wächst. Abq. Klotz kommt bann reifIl(i)er Ueberlegung von uns nur darum aufgenommen von ^ich kommend, auf dem Weg nach Romrod auf die Einkommensteuer zu sprechen und erklärt, --------" ----- axi -..c ”” daß deren bevorstehende Durchführung, für die sich die Regierung einsetzt, in den ersten Fahren wenigstens, nicht zur Herltellung des Gleichgewichts im Budget herangezogen werden kann. Erst wenn sich die neue Steuer eingelebt, könnte daran gedacht werden, .an sie höhere Anforderung. v ------- ......,,.........----.....—----------, v------------------ gen zai stetten. Bis dahin dürfe die Einkommensteuer nur f m 1 u n g am Montag abend in der Gastwirtschaft Kauß mit 133 St. Bon den seitherigen Mitgliedern des als eine Ersatz st euer angesehen und gehandhabt wer- Rössinger war sehr gut besucht. Aus den Verhandlungen Gemeinderats erhielt also der von verschiedenen Seiten stark den, die eine gerechtere Verteilung der Steuerlasten er- 6^vg hervor, daß durch das Verbot der Gießener Viehmärkte bekämpfte Hch. Sehrt die meisten Stimmen. Dies ist wohl möglickien sott. Hinsichtlich der Einführung der Mo-nur bie Viehhandel in unserer Provinz, erheblich ge- eine Anerkennung seines charakterfesten unparteiischen i2hif- nopole, mit der sich die Regierung eingehend befaßt f^igt wird, sondern besonders auch die Interessen tretens. zeigt sich der Berichterstatter sehr zurückhaltend und er-^^/.^^^^^"ßenerGeschästsleute. Man war I ,iu. Bad-Nauheim, 19. Okt. Der Stadtvertretung klärt, daß man auf sie für die Durchführung gewisser ?cr Ansicht, daß auf den Gießener Märkten, da Hessen und tst ein Gesuch der 1866er und 1870er Veteranen zugegangen, sozialer Reformen vorerst noch nicht zählen dürfe. *?£e angrenzenden Gebiete seucheufrei seien, worin sie um iSteuersreiheit ersuchen. Es kommen noch Die größten Mehrausgaben des nächsten Labres ent- überhaupt feine Gefahr des Seuchenausbruches bestehe, ettoa 50 Veteranen in Betracht, von denen aber höchstens fallen auf die Durchführung der Alter sv ersich eruna man entsprechende Maßregeln getroffen hätte. Ge- 15 bis 20 die Steuerfreiheit in Anspruch nehmen werdew der Arbeiter, die am 1. Juli 1911 in Kraft tritt unb m e,^a^ man überhaupt gestatte, aus Ost- unb P— Als Kunsttvärler für die Gradierwerke wurde an Stelle die für das zweite Halbjahr 45 334 938 Franken nach den Breh nach Gießen zu bringen, mit dem die des sMnstwärters Becker, der sich vor einiger Zeit ent- Berechnungen der Reqienmq erheischen sott. Für 1912 ^oßb^udler am Bahnhof ungeniert Handel treiben. Im leibte, Badewärter Konrad Stamln ernannt. 1913 und 1914 werden für den gleichen -^weck 123M» 131 des Reiches herrsche die Seuche ünd durch das Hierher- * Fri ed b er g, 17. Oft. DeroberhessischeObst- be^ro. 138 Millionen notwendig sein. Zur Deckuna schwarzbunten Tiere aus jener Gegend schwebe b auv er ei n hat am [Sonntag den 16. d. Mts. zum cmJV’’r------- r-,<" - ‘ - - Gießen in Gefahr, verfeuck)st zu werden. Hiergegen müsse erstenmal einen großen gemeinschaftlichen **- man entschieden sich wehren. Tatsache sei übrigens, daß macht, ßu dem sich 178 Teilnehmer eingefunden Ratten ^oem Wochenmarkt aus dem angeblich verseuchten, daher Vormittags fand die Besichtigung der Jubiläumsobstaus- für Hessen gesperrten Regierungsbezirk Wiesbaden Kühe, die stellung in Frankfurt statt. Die Führung in der Ausstellung vor den Wagen gtfpaiint Jeien, in unsere Stadt kommen hatten die Herren John-Friedberg, Koch-Alsfeld und und nach beendetem Markt wieder heimwärts marschieren, W e nck-Friedberg übernommen. Während des folgenden ohne hier vorher, wie es doch Vorschkcift ist, 7 Tage in! Essens hielt der Führer des Ausfluges, Dr. Hoffrnann- Quawntäne gehalten zu werden. Wenn man wegen der Friedberg, im Namen des verhinderten Präsidenten, Keeis- Seuchengefahr in Hessen schon einmal so überängstlich sei, rat Schliephake-Friedberg, eine Heine Ansprache. Am Nächst) musie man verlangen, daß gleiches Recht für alle herrsche mittag wurde der Palmengarten besichtigt. We aufebenso verboten werde rjr Friedberg, 19. Okt. An dem Ausstand sind un- üne auf dem Vlehrnarkt. Es wurde darauf von der Ver- ge ähr 5—600 Maurer beteiligt, jarnrnlung folgende Entichließung angenommen: a Ans dem Biebertal 19 .nft zun | Tie versammelten Interessenten des Gießener Niebmarktt'^ 21117 0 CT. x J D e r t a 1, >jrt. Die Gastwitt- M-hhändler, Stallbesitzer, Gasvvirte, Mebger sonsttge üuitserer Gegend wurden in längster Zeit vielfach schaftsleute, protestieren gegen das erlassene Verbot betreffewI b e s g e s e l l s ch a f t heimgesucht. Während die Gießener Viehmärite als eine Maßnahme, die durch nichts 171 ber vorigen Woche bet Gastwirt Geller in Crumbach 3U rechtmtigen ist, da das Gr o ß h e r z o g t um Hessen s eu - einftiegen, statteten sie in der Nacht von Montag auf Diens- ch e nfr et ist. Durch bie Nichtabhaltung dieser Märkte sind nicht tag den Gastwirtschaften Stork-Rodheim und> Scherer-Bieber I ntereffen des Viehhandels in ganz Oberhessen, fon> einen Besuch ab, wobei sie Zigaretten, Zigarren, eine ber”©tobt Jon Bürgern Taschenuhr und kleinere Geldbettäge mitaehen hießen. Man MttbemfcfberttiÄ K J W Verdacht gegen eine Schmierengesellschaft, Mein diesen von Vieh, wie ihn der Niarktverkeln: nun eck^al mck sich bring? j-nf ^W^enen Gemeinden auftrat Zwei junge doch nicht unterdrücken, da die Märkte in dem Hessen benachbarten ^tefcr Gesellschaft .wurden gestern abend verhaftet Hanau Fulda und Kirchhain doch abgehalten werden, auf denen ""d heute morgen in das Gerichtsgechnguis nach Gladenbach Handelsleute aus Hessen ein- und verkaufen. eingeliefert. ^tr bitten ein hohes Ministerium, das erlassene Verbot der ? Rod heim a. d. Bieber 19 Okt Der fiiefiae *• »’m Diese Entschließung soll an das Ministeäum,' an das sb e r n e M ed at lle und einen Bar- Kreisamt und an die Bürgermeisterei übersandt merden' I ^^trag von Mk. „ .^ie NErage nach der morgigen - P Marburg, 1«. Okt. Die in das Gebäude der nach m lr^rstcllung laßt leider noch »u wünschen übrig, was seinen Harleshausen bei Kassel übergesiedelten Landwirt- hier »» roenia bek^nt^iü^' hch°ftlichen Versuchsstation verlegte Landwirtschastlich- g^eMl das Stück neben" C°sL ""°dak°vovLrst Winterschule hat gestern ihren Unterr.cht mit der bis jetzt un- bühnenwirksamste Werk Paul .h c p s c S >ft. ES^wmde denn crceld,ten von 58 Schülern begonnen, in letzter Zeit bei Gelegenheit des 70. Geburtstages des Dichters deutschen Bühnen, so z. B. am Frankfntter Sch^- lM lScrus m den Spielplan wieder aufgenommen und zwar überall ! mit lucht gewöhnlichem Erfolge. rau 7 3arnJT,ncmatoflrni)^ sindet der neue Spielplan lebhaften Anklang, den lebhaftesten natürlich die humoristischen ?r?ec' fich der Natur der Sache nach nun einmal am besten für kmematographische Vorführungen eignen. Stürmische! Heiterkeit erregen die lustigen Stücke von Heidevriem, der die Hebamme holt, von dem verzauberten Hut und vom Lehm ann un L öwenkä fig, das die verblüffende Technik der Kinematographie in bestem Lichte zeigt. Viel Beifall findet das bedeutendste der diesmaligen Bilder- Das traurige Ende Roberts des Schweigsamen- ^^c^O^er Langer Film, der hübsch koloriert ist und sehr schöne Bilder bietet. Tie Naturaufnahmen, die sich glücklicherweise einer besonderen Gunst erfreuen, sind dies-« Erde Trupps von Menschen standen. Man warf sofort Ballast aus, um einen starken Auftrieb zu erhalten. Mckwätts in der tz-ahrrrichlung gewahrte man aufragende Mauern, wie Festungs- mnucrn, und die Lichter einer Stadt, die nach Fahrtdauer unb Richtung Verdun sein mußte. Nun änderte sich die Flugrichtung immer mehr, bis der Ballon schließlich wieder über die Grenze getrieben wurde. Tie ganze Fahrt war eine rein sportliche,, nicht einmal photographische Apparate hatte man mitgenommen und es wäre bei dem Mondlicht keine Aufnahme zu Wachen gewesen. Die Landung erfolgte dann, wie bereits mitgeteilt, sehr glatt zwischen Eltville und Rauental " Der Zchlutz von wellmans Oezeansfahrt. Zu dem mißglückten Ozeanflug Wellmans erhalten wir noch folgende Drahtnachrichten: London, 19. Okt. Der „Daily Telegraph" empfing gestern kurz vor Mitternacht aus Newyork ein drahtloses Telegramm Wellmans vom Dampfer „Trent" mit folgendem Inhalt: Nachdem wir Sonntag vormittag Nantucket passiert hatten, lief;en wir uns unserer Berechnung nach 1-10 Meilen ostnard- öftlicher Richtung mit a b g e st e l l.t e m Motor von einer frischen Brise treiben. Unter 42 Gr. nördl. Breite und 57 Gr. weltlicher Länge drehte der Wind nach Nordwesten und hatte eine Stundengeschwindigkeit von dreißig Meilen. Das Luftschiff trieb mit einer Geschwindigkeit von 25 Meile n. Der Equili- brator, der auf den Wellen lag, zog heftig und erschütterte das Luftschiff, das dadurch in rollende Bewegung kam, die das Luftschiff vollständig zu zertrümmern drohte. Es war eine schreckliche Nackt, aber die ganze Besamung blieb ruhig Wir waren sehr erschöpft, wir schliefen einer nach dem andern em und waren darauf gefaßt, im Ozean wieder zu erwachen. Da der Eguilibrator das Luftschiff hinabzog, drohte er auch unser einziges Rettungsmittel, das Rettungsboot, fortzu- reißen. Wir waren alle darüber einig, daß wir im Schiffe bleiben wollten. Wir warfen Gasolin aus, um das Luftschiff zu erleichtern. Um 3 Uhr morgens wurde der Befehl gegeben, den Motor anzulassen, um Europa oder die Azoren zu erreichen Die Winde blieben zunächst günstig, schlugen aber bald nach Nordost um. Es war unmöglich, mit der verringerten Menge Gasolin die Azoren zu erreichen. Man beschloß also, zu versuchen, die B er m uda inseln zu erreichen. Mit einer Stundengeschwindigkeit von 15 Meilen ließen wir uns nach Südwest treiben, bewahrten den Motor und das Gasolin für den End- kam p s auf und waren entschlossen, das Schiff so lange wie möglich zu halten. Am Montag warfen wir wieder Gasolin und einen Teil der beschädigten Maschinen über Bord, um in der Luft bleiben zu können. Während der kalten Nacht sahen wir ein, daß wir 'uns unmöglich noch eine Nacht in der Luft halten könnten Eine große Gefahr lag darin, daß der Eguilibrator das Rettungsboot, das zu früher Morgenstunde unter Schwierigkeiten bei starkem Winde ausgesetzt worden war, zerbrechen oder m den Grund bohren könnte. An jenem Morgen hatten wir die „TreM" in einer Entfernung von zwei Stunden erblickt. Es war der einzige Weg unserer Rettung, das Boot am Morgen auszusetzen und nickst erst die Nacht zu erwarten, wo kein Retter nahe sein würde. Tas Manöver war geschickt ausgeführt. Vaniman ließ die „Amerika" bis dicht über den Meeresspiegel nieder st ei gen. S i - nion setzte das Boot aus. Ter Eguilibrator schlug schräg dagegen und brachte es beinahe zum Scheitern. Sobald die „Amerika" von der Last des Bootes befreit war, erhob sie sich und verschwand bald in der Ferne. Man sah dem Verluste des Schiffes mit wenig Bedauern zu, da es doch unbrauchbar war. Wahrscheinlich wird ein größeres und stärkeres Schiff gebaut werden. Ter Eguilibrator, der das Schiff aufhielt, in die Tiefe zog und seine Lenkbarkeit verhindette, war einverhäng nisvollerJrrtum dieses Unternehmers. Es war ein Versuch, der der Mühe wert war. Wir haben tausend Meilen über dem offenen Meere durchflogen. Newyork, 19. Okt. Der Dampfer „Tent" mit Wellrnan Und seinen Begleitern an Bord, ist heute abend hier eingetroffen. Wellman „erklärt". Newyork, 19. Okt. Gestern abend 10 Uhr traf von Wellman ein Telegramm ein folgenden Inhalts: Heroische Rettung. Fannymann und alle meine braven Begleiter sind seit diesem Moment gerettet an Bord des Dampfers Trent. Um Mitternacht traf ein weiteres Telegramm Wellmans mit folgendem Bericht über die Ozeanfahrt ein: Nachdem wir Sonntagmorgen in der Nähe von Nantucket.passiert hatten, legten wir 'ungefähr 140 Meilen in ostnördlicher Richtung zurück, ohne den Motor zu gebrauchen, allein getragen von einer leichten Brise. Am Nachmittag kam der Wind stärker aus West. Um 9 Uhr befanden wir ims in 42 Grad nördlicher Länge und 67 Grad westlicher Preite. Um diese Zeit wehte der Wind aus Nordwest mit einer Stärke von etwa 30 Meilen in der Stunde. Tie „Amerika" wurde mit einer Geschwindigkeit von etwa 25 Meilen in der Stunde davon- getragen. Ter Eguilibrator bewies eine große Widerstandsfähigkeit. Er sprang von Welle und beruhigte den Ballon, um ihn bann wieder zu erschüttern. Es war eine furchtbare Nacht, die wir durckmachten. Tie ganze Besatzung war ruhig, ja sogar freudig. Wir hatten uns eng aneinander gekauert und schliefen in dem Glauben ein, am Morgen im Wasser zu erwachen. Cuftfthiffabrt Berlin, 19. Okt. Ter Militärluftkreuzer „M III“, der nach dem Kaisermanöver auf der Werft des Luftschifferbataillons einer gründlichen Revision unterworfen wurde, ist heute wieder in Dienst gestellt worden. Es ist eine Fernfahrt nach Gotha gelpant. H a 11 e a. b. Saale, 19. Okt. Die Flug maschine ber Gebrüder Becker wurde bei ihrem Llnfftieg in einer Höhe von zehn Metern vom Sturme erfaßt und zertrümmert. Ter eine Bruder wurde erheblich verletzt. Der Sturm auf Kuba. Havana, 19. Okt. Allein in der Provinz Pinar del Rio wird der durch den Orkan angerichtete Schaden auf Millionen geschätzt. Nicht nur die Tabakernte ist vernichtet, sondern auch die Tabakscheunen sind überall zerstört. Alle Ortschaften haben schwer gelitten. Savannah (Georgia), 19. Okt. Das Sturmzentrum schreitet längs der Küste fort. Die Windgeschwindigkeit erreichte bereits 100 Kilometer in ber Stunde. Die Stadt weist erhebliche Beschädigungen auf. Unter den Einwohnern brach eine Panik aus. Man befürchtet eine Wiederholung des Schreckens von 1893. Dermifd?tes, * Eine sardinische G e f ä ngnisidylle. Von den Mißständen in den Strafanstalten Sardiniens erzählt die Ragione einige Beispiele, die trotz der furchtbaren Zustände, die dabei enthüllt werden, eines komischen Beigeschmacks nicht entbehren. Vor einiger Zeit wurden zwei Hirten aus Nule von Karabinierie verhaftet: sie hatten sich einen Kuhdiebstahl zu Schulden kommen lassen und wurden in Ossi eingekerkert. Die Zellck, in der die beiden Sünder über ihre Schuld nachdenken sollten, war ein dunkles, feuchtes, schmutziges Loch: nur ein Bett stand in dem „Gemache" und in diesem Bette mußten 6 oder 8 Sträflinge, so gut es ging, die Nacht über Platz suchen. Kein Wunder, daß die Verhafteten den Plan faßten, auszubrechen. Der Vorsatz war fast schneller ausgeführt als gedacht, als Werkzeug diente dabei — ein Eßlöffel aus Blech. Denn die Mauern dieser merkwürdigen Sttafanstalt bestehen aus dünnen Lehmwänden, die ein kräftiger Mann mit einem Fußtritt durchbrechen kann. Ter Wächter schlief, die Sttäslinge kratzten die Wand durch, ein paar Minuten später standen sie auf der stillen Straße und traten gemächlich den Heimweg an. Ein paar Tage später wurden die Ausbrecher wieder verhaftet und wegen des Diebstahls auch endgültig verurteilt». Aber der Antrag, sie auch wegen ihrer Flucht zu bestrafen, wurde vom Gerichtshof mit ber Begründung ab gelehnt, „es sei kein Verbrechen, aus einem offenen Raum hinauszusteiaen." Die Behörden von Ossi empfingen nicht umsonst diese Lektion, und schleunigst wurde das zerstörte Gefängnis wieder hergestellt — mit einer neuen Lehmwand. • Der letzte Zigeunerfürst. Im Alter von 100 Jahren ist zu Cleveland in Ohio Nikolaus Mihajlo, der „Kleine"' zubenannt, gestorben, ber ber letzte von einer Regierung anerkannte Zigeunerfürst war. Allerdings war es nur die ungarische provisorische Regierung des Jahres 1848, die ihn, den Anführer der Zigeuner im Banate, zum Zigeunerwojwoben ernannte, weil er ihr vorzügliche Spionendienste gegen die Oesterreicher geleistet hatte. Von da ab hieß er nur der Zigeunerkönig, nach dessen Befehl nicht nur die ungarischen und serbischen, sondern zum Teil auch die rumänischen Zigeuner sich richteten, und der ihnen, nach Zigeunerart wandernd, bald hier, bald da Recht sprach. Mihajlo war, wie der „Globus" mitteilt, als der Sohn eines Wander- zigeuners 1810 im Banate geboren. Als geordnete Verhältnisse eintraten, litt es ihn nicht mehr in Europa; 1880 wanderte er nach Amerika aus, wo die dortigen Zigeuner fein Königtum anerkannten. „Mit ihm", sagt fein Biograph, „sank ber letzte Zigeunerkönig ins Grab, bessen Würde jemals von der Regierung eines Kulturstaats bestätigt wurde. Mit ihm sinkt auch ein letztes Stück alter Zigeunerherrlichkeit und -Privilegien dahin. Seine Getreuen beweinen in ihm nicht nur den großen Toten, sondern auch den letzten Zeugen einstiger Zigeunerfreiheit und Zigeuner- rechte." Kleine Tageschronik. Prinz Heinrich von Preußen traf am Mittwoch nachmittag in Mannheim ein und nahm im Parkhotel Wohnung. Gleich nach seiner Ankunft stattete Prinz Heinrich der Rheinische,t Gasmotorenfabrik Benz und Cornp. einen Besuch ab. Ter Prinz gedenkt Donnerstag wieder abzureisen. In einem Hotel in der Jnvalidenstrcrße in Berlin verübte ein 17jährigerGymnasiast namens R a h m - mer Selbstmordversuch, indem er sich eine schwere Schußverletzung «beibrachte. In einem Briefe gab er als Grund unglückliche Liebe an. In hofftiungslosem Zustande wurde er in die Charits gebracht. Ueber das Vermögen des Berliner Hotelunternehmers Louis Schaurte wurde der Konkurs eröffnet. Die Blätter melden aus Oldenburg: Der Eltern- und Brudermörder Denker von hier wurde am Mittwoch moraen im Zuchthaus Vechta hingerichtet. Aus Köln wird berichtet: Nachdem der Bau einer telbahn um daslinksrheinischeKöln beschlossen worden ist, wird der Straßenbahnverkehr derart erweitert, daß das rechtsrheinische Köln ebenfalls eine Vorortbahn erhält. Es handelt sich um eine Vorort-Ringbahn nach dem Muster Berlins. In Pirmasens kam es aus Anlaß des Kirchwechseste- Oergangenen Montag nacht in mehreren Wirtschaften zu schweren Schlägereien und groben Ausschreitungen, bei denen jiurf? beteiligte Personen verletzt wurden. Im Verlaufe eintr Schlägerei wurden von Streitenden mehrere Revolverschüsse abgefeuert und einer ber Beteiligten an ber Brust schwer verletzt. Als bie Polizei einschritt, würbe sie von ben Rabaubrüdern mit Stühlen unb eisernen Gegenständen beworfen. Die Polizei zog blank unb einem der Streitenden wurden zwei Finger durch einen Säbelhieb abgeschlagen. Ein Schutzmann wurde durch Stuhlhiebe am Kopse erheblich verletzt, es gelang der Polizei schließlich, die Haupträdelsführer zu verhaften. Aus Genf wird gemeldet: Der Mörder ber Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, Lucheni, wurde in feiner Zelle erhängt aufgefunden. Amtlicher Wetterbericht. Oefsentliche Wetterdienststelle Gießen. Verlaus ber Witterung seit gestern früh: Der weslliche Luftwirbel hat sich noch verstärkt, ist aber nur wenig nach Osten vorgerückt. Auf seiner Südoslseite halten wir während der letzten 24 Stunden bei südlichem Winde überall Regenfälle. Die Zyklone löst sich jetzt langsam auf, doch werben immer noch geringe Regeilfälle ulebergehen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag dem 21. Oktober 1910 : Wolkig, geringe Regen, kühl. Griginar-DrahNrieldungen. Darmstadt, 20. Okt. Der Sond eraus schuß der Ersten Kammer tritt am Freitag, 28. Okt., zur Borbe- ratung der Wahlrechtsvorlage zusammen. Geh., Justizrat Prof. Dr. Schmidt in Gießen erstattet den Bericht darüber. Frankfurt a. M., 20. Okt. Heute vormittag stürzte ein zehn j ähriges Mädchen, als es das Treppengeländer hinunterglitt, aus dem fünften Stockwerk in ben Hausflur. Es erlitt einen Bruch der Wirb el säule, sowie einen Schädelbruch, und war sofort tot. Paris, 20. Okt. Der Streikausschuß der Eisen- bahnbeamten in Toulouse teilt in Bezug auf die vom Pariser StreikauSschuß verfügte Wiederaufnahme der Arbeit mit, daß er dieses Vorgehen entschieden mißbillige. Lissabon, 20. Okt. Ter Direktor der staatlichen Münze erschoß sich, als er die Aufforderung erhielt, vor dem Untersuchungsrichter Rechenschaft über seine Amtsführung abzulegen. w. London, 20. Okt. König Manuel, die Königin-Mutter und der Herzog von Oporto kamen in Begleitung des Herzogs von Orleans in England an. Sie werden in dem Schloß Evesham Wohnung nehmen. Der König sah sehr müde und abgespannt aus. London, 20. Okt. Nach einer Mitteilung des Chemikers Sir William Ramsey wird jetzt in Limehouse aus Pechblende von Cornwall nach einem neuen Verfahren monatlich ein halbes Gramm Radium hergestellt. Es fei möglich gewesen, in zwei Monaten eine Quantität Radium zu gewinnen, für dessen Herstellung im Auslande zwei Jahre erforderlich gewesen seien. Newyork, 20. Okt. Wel lman äußerte bei einer Landung einem Berichterstatter gegenüber, er hoffe nach einiger Zeit der Ruhe nochmals einen Flug über den Ozean zu versuchen; einen Eguilibrator werde er aber nicht wieder benutzen. ,Newyork, 20. Okt. Sir Edward Holden, der die Verhandlungen bezüglich der Baumwoll-Konnossemente leitet, ist heute nach England abgereist. Er überbringt die Vorschläge der fünf leitenden Garantiegesellschaften, die die Garantierung dieser Konnossemente §um Satz von sechs Cents pro Baumwollenballen übernehmen wollen. !W a s h i n g t o n, 20. Okt. Der Ausschuß für den zwischenstaatlichen Handel bestimmte, daß nach dem zwischenstaatlichen Handelsgesetz die übliche sogenannte große und kleine Schlepp Provision am 17. Febr. in Kraft trete. Sie hält daran fest, daß, wenn der Durchaangstraif zwischen zwei Punkten die Summe der Zwischenraten überschreitet, dies unbillig sei. Winterkur fü Nerven Dr. M. Schulxe-Kahleys*. Nervenarzt. Sanatorium Hofheim im Taunus. Anst. Spezialheilanstalt. u. Beleuchtung, neue Gesellst?haftsr&ume ■ warme und kalte Liegehalle. So rasa Behandl. u. Verpflegung. Diatk (Dependance für Minderbemittelte. Prospekte franko \A/inlorLiir für Kranke. Warme geschützte VYinierKUFTUr Südabh. d. Taunus. Behagl. emg 5843 Danksagung Hausen, den 20. Oktober 19 08851 mbe Gattin: ha Atzbach. Giessen, den 20. Oktober 1910. West-Anlage 62. Die El Für die überaus herzliche Teilnahme bei meinem schweren Verluste sage ich innigsten Dank, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Hepding, sowie für den warmen, ergreifenden Nachruf des Geheimen Regierungsrats Biegmann aus Darmstadt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der langen Krankheit und bei dem Hinscheiden meines lieben Gatten, unseres guten Vaters sagen wir allen, insbesondere den Herren Telegraphen- und Postbeamten und dem Postunterbeamten-Verein, auf diesem Wege unsern tiefgefühlten Dank. » Marie Dahmer geb. Hahn und Kinder. Ausführung u. Projektierung aller Arten Fernspr. 397 --^********Walltorstr. 35 Rud.Rödiger 6839 Marie Altenpohl sowie für die reichen Kranzspenden hiermit innigen, empfundenen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen Giessen, 20. Oktober 1910. Danksagung. Für die vielen Beweise sehr herzlicher Teilnahme an dem tiefschmerzlichen Verluste unserer geliebten treuen Schwester, Schwägerin und Tante I Rechtskonsulenten ! Sippcl A Stoppel, Sonncnitraßc 31, Tel. 634, erteilen Rat in Rechtssachen, emv fehlen sich in Anfertigung von Gesuchen, Steuerdeklarationen, Ein ziehung von Außenständen, Vertr. m Erbschaftssachen vor Gericht. Ausstellung von Vermög.-Verz. re. Lampen! SäMlanim ”onÄrTBis etfliluniBcn b,# .WknlllMN °b°s }.Ärtn Glühstrümpfe in allen Preisen, Zylinder in allen Größen in großer Auswahl. Max Marum, 5837______Bahnhofstr. 4._________ Krautsässer, Slraimtänber, Jauchefässer, leyt. aus Lärchen bolA, in allen Großen billigst. Pb. Sommerkorn, Käserei. Bleichstraße 12.* (5830 Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde bezüglich der Firma Albin Klein, Gießener Verlandruckerei (vorm. Will). Koller), Verlag der „Gießener Neueste Nachrichten" (Gießener Zeitung, Gießener Tageblatt), der „Grünberger Zeitung", des „Boten aus dem Ohm- und Feldatal" und des „Stadtanzeiger für Gießen" eingetragen. Die Firma ist in „Gießener Verlagsdruckerei Klein und Fischer (vorm. Wilh. Keller)" geändert. Der Buchdruckereibesitzer Otto Fischer von Gießen ist in das Geschäft als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Oktober 1910 begonnen Gießen, den 14. Oktober 1910. B30/10 Größter, og.üyes Amtsgericht. ™ . Wer die Holzfallungöarbeiten für 1911 im Lützellinder Markmald (in Hessen» ausfübren will, wolle seine Forderung schriftlich und verschlüsselt bis spätestens den 28. Oktober ds. M, vormittags 10 Uhr, hier einreichen. Bedingungen können hier eingefeben werden. Groß-Rechtenbach, den 18. Oktober 191(1 Der Bürgermeister. (B*0/«, V/S/TRARTEN in jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte, ■■ ------— ... sowie mit Zirkeln aller studentischen Vereinigungen liefert zu mäßigen Preisen die BrühCsehe Univ.-Druckerei. Biograph Flockst*. 12 08832 Plockstr. 12 5ohlffenber$er Weg 10 III Nähe Kaiser-Allee Lanbaoh, 20. Oktober 1910. mieten. Vöberftrafic 9 p. 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Schrift meinerseits erörtert wurde, ein „Teufels"-Evangelium fei. - Indern ein Besucher, der an jenem Abend nicht zur Diskussion pelanßen konnte, mich nachträglich um eine Gelegenheit anhielt, eine Erörterung halten zu dürfen, gab 10) mit .Kuifliebt auf das allgemeine Interesse und die besondere Bedeutung dieses GegenitandeS den Freitag abend hierzu frei. — tje nach dem Charakter dieser Erörterung ist den Besuchern der brei letzten Vortrage, und zwar beider Parteien, Gelegenheit zur Fragestellung bezw. Diskussion gegeben. — 08830 Jedermann hat freien Eintritt! Andcraumer: H. Erzderger, Basel (Schweiz). frzhÜttsäc l O bewährt bei 1 Pusten-Jnf/uenzau. J ^34) Reparaturen an Gas - und Benzinmotor.,Dampfmasch.,Autos fdm. u. bill. J.Marneth ir., Frank furt a. M., Schleiermacherstr. 11. Krisch gesljojsMHllsel! sowie Hirsch im Anschnitt empfiehlt (08836 A845) Lotterie-Spieler. Zweck- Gründung einer größeren Spiel- gefellschall (Kgl. Pr. 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