Dienstag IS. April 1810 160. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 90 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Wenn feilt ijcn Bevölke, I ff ii bet das der des der vor. Tie „(Siebener ZamMenblätter" werden dem .Slngeifler* viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kretsblott für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Dcc Staatssekretär des Reichsamts deS Innern bat mir soeben mitteilen lassen, daß er leider durch Krankheit verhindert ist, die EinfübrunpSrede zu halten. ... Gesundheitszustand eö gestatte, hofft er noch während der Beratung der Vorlage hier im Hause erscheinen und etwa gewünschte Auskünfte erteilen zu können. <3ÄSo£\\ WnKop&dttippQ? I 5egen Haarausfall | Jaroliaiere dein Baar *' \Javol das Beste V ; tuale Mehrbelastung viel größer. der französischen Berechnung auf die Einfuhr deutscher Rotationsdruck und Verlag der Brühuschen Unioersitäts - Buch- und Gtcinbrudereu R. Lange, Gießen. ganzen Vaterlandes. (Beifall.) Mg. Tr. Dlugdan (Vp.): Lustschiffahrt und Witterungswnöe. A. Peppler, Wetlerdienstleiter, Gießen. In Ergänzung seiner gestrigen auf unsere Anfrage verfaßten kurzen Aufklärung schreibt uns unser meteorologischer Mitarbeiter über die kürzlichen Unfälle der Frc> ballons folgende ausführliche Darlegung, die ein klares Licht über den Stand der Luftfchiffahrt verbreiten. Lange Jahre hindurch sanden fast ausschließlich Luftschiff- führten zu rein wissenschaftlichen Zwecken statt, die von Meteorologen als Ballonführern unternommen wurden. Am bekanntesten geworden sind die mir Unterstützung des Kaisers ausgeführreir Fahrten des Berliner Vereins für Luftschiffahrt, deren Jorjchungs - ergebnisse in dem dreibändigen Werl „Wifscnschaftliche Luftfahrten" von Aßmann und übertön nieber gefegt find, und die von grundfegcnder BedeuMng für untere Kenntnisse dcr Atmosphäregeworden sind. Ebenso dürften die von sämtlichen Kulturländern per Erde allmonatlich ausgeführten internationalen Ballonfahrten, auf die vorher regelmäßig in Tageszeitungen aufmerksam gemacht wird, auch in weiteren Kreisen bekannt geworden sein. Zn diesen wissensästi'tlichen Luftfahrten kommen nun in neuerer Zeit häufig zu stark bemannte Sport- und Vergnügungsfahrten hinzu, eine Folge der Entwickelung der gesamten Lustfchittahrt. Als Folge dieses regeren Luftverkehrs treten uns nun entsetzliche Unglücks- sälfe entgegen, die letzten Endes durch die in der Atmosphäre vor handenen Feinde der Luftschiffahrt hervorgerufen werden und die eindringlich zeigen, in wie hvbem Maße das gesamte Luft- schiffahrtswefen von den Witterungsveryältnissen der freien Atmo- müsscn. DaS Gesetz enthält eine ganze Reihe von Ausnahme, bestimm ungen zugunsten der obersten Behörden. Man hat Gefühl, daß diese am besten wegsalleu. Wir sind bereit, in Kommission mitzuarbeiten zugunsten der Arbeiterschaft und Abg. Dr. Spahn (Zentr.)k Ter Gedanke dcr Zusammenfassung der VersichcrungSzwcige geht zurück in die Zeit des Reichstags noch im alten Hause. Ter wesentlichste Teil dieser Vorlage ist aber die uns durch das Zoll, tarifgeseh zur Pflicht gemachte Einführung einer W i t In e n » u n d W a i s c nv e r f i ch c r u n g , und ihre Tragweite auf sitt- lichem, sozialem und wirtschaftlichem Gebiete legt unS die zwingende Verpflichtung auf, diese Vorlage noch vor dem {. Januar 1911 z u verabschieden. Ter lokale Unterbau der gesamten Versicherung soll in Zukunft bestehen in den Vcrsicherungsämtcrn. Ich habe im Namen meiner volitischen Freunde zu erklären, daß wir vorbehaltlich der Einzelheiten dieser Einrichtung sympathisch gegenüberstehen. Bester 'gefällt unS freilich der erste Entwurf, nach welchem den Versiche- rungsamtern nicht nur die Ermittelung deS Schadens und Vor. Bereitung der Entschädigung, sondern auch ihre Festsetzung ob. liegen sollte. Gerade auch die Spruch, und Beschlußfähigkeit wäre wertvoll wegen der Mitwirkung der Laien. Bei den Kosten der Versicherungc-ämter, die auf 6% Millionen berechnet sind, ist die Entlastung staatlicher und Rcichsbehörden zu berücksichtigen. WaS 'ne Aenderung in der Beitragspflicht und der Verwaltung der Krankenkassen anlangt, so liegt eine Härte darin, den Arbeitnehmern die Stellung, die sie in der Verwaltung der Kasten so lange hatten, zu verkürzen. Im großen ganzen sind Mißstände nicht aufgetreten und man sollte ernstlich erwägen, ob man diesen Weg gehen soll; ich möchte das alte Verhältnis aufrecht erhalten. Vielleicht sollte man auch das Verhältnis der K a f f e n a n g e st e I l t c n im Entwurf regeln und zwar für alle Versicherungszweige, einheitlich. Je weiter die Krankenverstcherung sich ausdchnt, desto nottoenbiger ist eine Regelung des Verhältnisses zu den Aerzten; ob aber gerade der Weg, den der Entwurf geht, der richtige ist, weiß ich nicht; das ist in der Kommission zu erwägen. Auch ob das V er- hältniS der Aerzte zu den Krankenkassen nicht im allgemeinen Teil de» Entwurfs geregelt werden soll zusammen mit dem Verhältnis der Aerzte zur Unfall- und zur Invaliden- Versicherung. M Ter Hinterbliebenen Versicherung wümche ich rückwirkende Kraft zu geben bis zu dem im Zolltarif- gesetz genannren Termin, den 1. Januar 1910.^ Zu erwägen ist, ob nicht bei den PensionSsätzen über die Beträge deS Entwurfs etwas hinausgegangcn werden müsse angesichts der eingetretenen Verteuerung des Unterhalts. Redner beantragt schließlich Verweisung an eine Kommission. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition imb Verlag: e^5L *Rebaftion:€^112. Tel.-Abr.: AnzeigerGießen. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen onsuiite liessen und Umgegend [nieten Mitgliedern zur A mmis, bat? unsere WamM leitcllen: Äitcrweg. 6 ■äabuborttrafic 31 Vleichiirane 16a ÄÄ«*” t rounülg den 1; «W « . /Anzüge werden forgialtii eig. langjähr. emobt. $ci 'n gereinigt u. gebug. zu btl icn. Reparaturen ebenjali Wunsch. Leidcngaffe 7II. Abg. Schickcrt (Kons.)'7 * -Obwohl zu vermuten ist, daß auch die Leistungen, ber Reliktenversicherung von manchen Leuten al§ ebenso unzulänglich bezeichnet werden wird, wie dies hinsichtlich der bisherigen sozialen Versicherungen geschehen ist, stimmen wir dieser Versicherung zu. Und ebenso dem Vorschlag kommissarischer Beratung. Wir bc- grüßen eS, daß der ursprüngliche Plan einer Verschmelzung aller Versicherungsträger aufgegeben worden ist. Tie Schwierigkeiten, die sich bei Durchführung diese» Planes ergeben haben würden, sind angesichts der Verschiedenheit der Versicherungsträger zu groß. Ter Entwurf zieht 7 Millionen Arbeiter mehr aI5 bisher in die Versicherung ein. Es fragt sich da, ob die Kreise, denen die neuen Kosfen zugemutct werden, sie auch werden traaen können. Falls bic (Sigena: _ . ' " **T ra "T XU n g ausreichende Berück ichtigung findet, w :s ja im Entwurf - Ml. auch -U °j° ,ausw.i DM •u °b. fpfllnr Graf Posadowsky erklärte einmal, zur Bearbeitung ReichsversicherungZordnung gehöre ein Diktator. An dem liegenden Entwurf hat Wohl nur ein Kunktator mitgeholfen. Wohlerworbene Rechte werden vernichtet. Man ordentlich, wie zwei verschiedene Richtungen mit einander kämpfen. Ein Schritt wird vorwärts getan und zwei rückwärts. Eine allgemeine Freude über das Gesetz kann also nicht vorbanden sein. Gewiß zeigt es manche Vorteile. Wir begrüßen die Einbeziehung der Tienstboten und der landwirtschaftlichen Arbeiter. Aber warum richtete man sich nicht nach dem Beispiele Sachsens, Bayerns und Württembergs. Warum schuf man nicht gemeinsame Kasten für städtische und ländliche Arbeiter? Die L a nd kr a n k e n ka s s en sind zum Teil geschieht, werden wir einer Ausdehnung der Kranken. Versicherung auf die Landwirtschaft nicht wlder'prechen; die -.anb- krankenkasten dürfen aber nicht in die Schablone der anderen eingezwängt werden. Zu einer Verminderung der Betrieb», und JnnungSkrankenkasten haben wir keine Veranlassung. Acndc- rung m der Beitragspflicht und Vorstandsbesetzung der Krankenkassen wird mit Rücksicht auf die Mehrbelastung, zum Beispiel der Handwerker, eingehender Erwägung bedürfen. Daß unerfreuliche Kapital des Verbättniffcs von Aerzten zu Krankenkassen wird nach beiden Richtungen zu unter, suchen sein, namentlich auch mit Rücksicht auf d,e Vcrhal.n,'-e des platten Landes, wo die Entscheidung yber bic Wo bl Der ärztlichen Versorgung durch die Erreichbarkeit deS Arzte» rocicnf icn beeinflußt ist. Bedenken hat die geringe Rücksichtnahme auf die Zahntechniker und Apotheker. Die Frage dcr Aufbringung der Mittel für Invalidenversicherung, die jetzt ohne Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit erfolgt, sondern nach dem zufälligen Umstande der Zahl der beschäftigten Hilfskräfte, wird auch noch.zu prüfen sein. Ob die Einrichtung der VersicheriinaSamter richtig ist. darüber sind mc ne Freunde sehr zweifelhaft. Die Lunts-'eckigkeit des JnstanzenzugS muß beseitigt werden. Tas einer wichen Regelung der Instanzen an gleichmäßiger Gliederung fehlt, muy wett gemacht werden durch die Vermeidung nickt unerheblicher Kosten und die Beseitigung der Beunruhigung, die bisher über die große Selbständigkeit der unteren Instanzen entstanden war. Wenn, wir auch gegen den Entwurf n i ck t u n w e f c n 111 ck e Bedenken haben, so hoffen wir dock, daß eS gelingen wird, ihn so zu gestalten, daß wir ihm zustimmen können zum Wohle der minder bemittelten Bevölkerungsklasten. (Beifall rechts.) Abg. Horn-Reuß (Ratl.): Ein Gesetzentwurf von solcher Vielseitigkeit und Bedeutung kanii auf allgemeinen Beifall nicht gleich rechnen. Dazu ist die Zahl der Jnterestenten zu groß Immerhin ist es einigermaßen verwunderlich, daß diese Vorlage, die so dringend gefordert wurde, eine so scharfe Kritik erfahren hat. Mit der Ausdehnung der Versicherung auf die landwirtsck)aftlichen Arbeiter sind, wir einverstanden. Zu erwägen wird fein, ob es richtig ist, daß die Krankenrenten beim Bezug anderer kleinen Renten Wegfällen sollen. Auch die Einbeziehung der Hausgewerbetreibenden ist erfreulich. Die Form der Beitragserhöhung könnte vielleicht vereinfacht werden. Die vielfach von den Aerzten erhobene Forderung, daß 2000 Mk. die Höchstgrenze sein soll für die Versicherungsmöglichkeit, erscheint uns nicht sozial zu sein. Die Aerzte können fick wohl auf andere Weise gegen den Ausfall decken. Würden wir dieser Forderung nachgeben, so wäre es hauptsächlich zum Schaden der vielen Kleingewerbetreibenden, die früher weniger als 2000 Mk. hatten und fick dann weiterversichern wollten. Mit Rücksicht auf de zuweilen ungenügenden Leistungen kleiner Kasten sind wir einer Zentralisation nicht ab. geneigt. Der Redner nimmt die Betriebskrankenkasten tn Schutz gegen Vorwürfe der sozialdemokratisch dirigierten OrtSkranken- kasten. Aus diesen Beschuldigungen spricht nur der Aerger darüber, daß die Betriebskrankenkassen sich von der sozialdemokratischen Herrschaft frei gehalten haben. Die Sozialdemokraten sträuben ficä gegen die Halbierung der Beiträge. Aber bte)e Halbierung bringt den Arbeitern eine Ersparnis von 56 Millionen Mark, die nunmehr die Arbeitgeber -,u tragen haben. Das sollte doch ausschlaggebend fein. In der Acrztefrage stehen sich bis fetzt unvereinbare Forderungen gegenüber. Daß für die Aerzte bei dem Kastenarztsystem tatsächlich ein unwürdiges Abhängigkeits- Verhältnis vorlicgt, ift wohl nicht zu leugnen. Vorläufig stehen sich Aerzte und Krankenkasten feindlich gegenüber. Hoffentlich kommt es zu einem Kompromiß, Wir bitten die deutsche Aerzte. schäft dringend, unS die Lösung unferer Aufgabe nicht zu erschweren. Mit den Bestimmungen hinsich'lich der Hinterbliebenen, für sorge sind wir im allgemeinen einverstanden. Wir bedauern, daß eß nicht möglich ist. zurzeit die Bezüge der Hinterbliebenen zu erhöhen.' Aber wir sind genötigt, auf die Leistungsfähigkeit der beteiligten Kreise und auch auf die schleckte Finanzlage des Reiches Rücksicht zu nehmen. Dio rückwirkende Kraft halten auch wir für erwägenswert. Run nehmen die Apotheker für Waren, die auf Rezept verkauft werden, den dreifachen Preis wie für solche, die im Handverkauf abgegeben werden. Nach dem Entwurf sollen auch bic Krankenkassenrezepte Handverkaufspreise haben. Dagegen laufen die Apotheker Sturm. Wir werden hier einen Mittelweg suchen U neuer sgfes auch ’u* ö‘inen ftrebiauicn stzSU kommen von Mw ohae dab?.^^ordcrl>ä> tennt»meda^-^„ inner- -LtzS z-WZ' für uns ganz unannehmbar. Ick hoffe, daß daS HauS diese Forderung mit Entrüstung zurückweist, eic icwetc nut der Landwirtschaft. Ter Kreisausschuß macht das Statut, so oatz die ländlichen Arbeiter keine Svur von Selbständigkeit baden w-.'rden. Wir bedauern tief, daß die Verfasser und die Ver. freier der Regierung die Zeicken der Zeit so wenig verstehen. 2,1c ländlichen Arbeiter müssen erbittert werden, wenn sie ichen, wie. man sie zu Arbeitern 2. Klasse macht. TaS muß die Landsu'.ckt vergrößern. Den vielen Ärankenkäßcken muß ein En ? gemacht werden. Eine Meiige von Arbeitslrn'.- kann da erspart werden. Fnnungs-, Orts- und Landkrankenkassen, da? ist zu viel. D i c Halbierung der Beiträge und die andere Zusammen- setzung der Vorstände lehnen wir ab. Einverstanden kann man sein mit der Einführung des Proportionalwahlsystems. Leider sind alle Bestimmungen sehr kompliziert und unübersichtlich. Wie kann man der Verwaltung die diskretionäre Gewalt geben, mit einem Federstrich die staatlichen Arbeiter diesem Gesetze zu entstehen? Wenn der Entwurf Gesetz wird, werden die unleidlichsten Verhältniste zwischen Krankenkastenärzten und Kasten entstehen. Heber den Preis der Arzneiwaren kann nur emc Freie Vereinbarung zwischen Kasten und Avotheker entscheiden, -t-ic Einmischung der Regierung ist da voin liebel. Wie kann die Regierung die Rabattsätze bestimmen? Ter ganze Entwurf wird durchwebt von dem Gedanken der außerordentlichen Vorzüglichkeit der Behörden. Auf dieser Ucber- schätznng der Arbeit der Behörden beruht die ganze Ordming. Warum berücksichtigt man die Frauen fo wenig? Sie wären vorzüglich geeignet, bei _ den rtest- stellungcn der Invaliden- und Hintcrbliebenenentsckädigung mtt- zuwirk-'n. Wozu sind eigentlich die V e r s i ch e r u n g s ä m t e r da? Wir sollten endlich cinbaltcn mit der Vermehrung der ehrenamtlichen Stellen. Man sollte die Arbeiter bei der Feststellung der Entschädigung beteiligen. Denn unter den Krankenkastenren>anten, Vorsitzenden usw. gibt e» reckt schlimme Bureaukraten. Tie Kontrolle geht zn weit. Durch diese nutzlosen Bestimmungen macken wir uns geradezu lächerlich. Es fragt sick wirklich, ob es sich lohnt, wegen dieser u n z u r e i ch e n d e n Witwen- u n d W a i s e n v e r s i ck e r u n g, die „Pfennig- rentieren" schafft, einen solchen Beamtenapparat aufzubieten. Es war ein großes Unternehmen, ein einziges Gesetz an Stelle der einzelnen ArbeiterbersickerungSgcsetze zu schaffen. Aber leider befricdi.it dieses Gesetz nickt. Die Vereinheitlichung der Arbciter- gesetze läßt sich eben nickt auf einmal macken. S'.c kann nur sprungweise erfolgen. Theoretisck hat das Werk zweifellos einen bleibenden Wert. Aber praktisck können nur wenige Teile des Werkes Gesetz werden. Wir wollen retten, wa 8 z u retten i st. Wir wollen etwas schaffen, was die Zukunft unserer Arbeiterve^ fiefjerung auf Jahre hinaus sichert, (Beifall links.) Abg. Molkenbuhr (©05.): TaS Gesetz ist ein neuer Beweis dcr g 0 t t g e w 0 l l t c n Abhängigkeit der Regierung von den Konservativen. Auch vom Zentrum ist nichts zu erwarten. Denn das Zentrum ist ja keine Arbeiterpartei, sondern eine agrarische Partei. Die ganze Vergangenheit des Zentrums beweist, daß es in erster Suite dm Taschen der Agrarier füllt. Für die Arbeiter bringt die Vorlage nickt viel. Für diejenigen. die bisher schon der Versicherung in allen ihren Zweigen unterliegen, sind eS nur Verschlechterungen. Die Höchstgrenze von 2000 Mark Einkommen schädigt Werkmeister und Techniker. Man hätte einheitlicher vorochen sollen. Aber krampfhaft hältman an der übermäßigen Zersplitterung des KrankenkasscnwesenS fest. Daß die Dienstboten unb ländlichen Arbeiter einbezogen werden, ist schön. Scklimm aber ist, daß man auck solche Arbeiterklaffen in Ne Landkaffen einbezieben will, die ieht für die Ortskrankenkaffen pflichtig sind, lediglich nm die Landkaffen leistungsfähiger zst machen. Neben den Betriebskaffen läßt man sogar die InnungS- lassen Fortbestehen. Aber die ganze R ü ck st ä n b i g 1 c i t des gegenwärtigen Shst 0 m § kommt da zum Ausdruck, wo man entschuldigen will, daß die Selbständis feit der Ortskranken, 'assen beschränkt werden soll, wie man sagt, um „Mißbräuchen" bei den Ortskassen zu begegnen. Politisch mißbraucht werden nicht die Ortskassen, sondern die Berufsgenossensckaften. Sie werben keine Ortskasse finden, deren Vorstand politisch organisiert ist. Zahlreiche Be- rufsgenossenschastcn aber gehören dem Zentralveroand der In- dustriellen an. Mit der Halbierung der Beiträge wurde den Arbeitern nickts geschenkt. Die Arbeitgeber geben wie die alten Sklavenhalter und Feudalherren keinen Pfennig umsonst. Soweit wie mancke Aerzte Fordern, können mir nickt gehen. Wir wünsckcn aber, daß möglichst gute ärztliche Hilfe schnell gewährt wird, und daß auch der Arzt eine standesgemäße Einnahme aus der Kasse erhalt. In dem ganzen Gesetz liegt etwas UnwahrhaftigeS. Die Re- liktenbezüge sind ganz unzureichend. Das ist die schlimmste Ren- tenauetscherei; ein Hohn auf ci.ie wirkliche Witwen- und Waisen- versickerung, eine Karikatur. Schaffen Sie endlich einmal, statt des Brennholzes für den Krieg, Bauholz für den Frieden. (Beifall bei den Soz.) Weiterberatung Dient-tag 12 Uhr. Schluß 634 Uhr. Deutscher Reichstag. 63 Sitzung, Montag, den 18 April 1910. Am Tische deS BundekratS: Caspar. Präsident Graf Schwerin-Löwitz eröffnet die Sitzung um 12 Uhr 15 Min. mit folgendem Nachruf auf b c n" (9 1 o f - n Ori 0 la: Bevor wir in die Tages- nrbnung eintreten, muß ich Ihnen wiederum eine sehr schmerzliche Mitteilung machen. (TaS HauS erhebt sick.) Der b:m Hause seit 1893 angehörende Abg. Gras Orwla ift, nachdem er vor wenigen Tagen hier vor den Türen des RiichStagsgcbändes cinen UnFall erlitten hatte, gestern in aller Frühe an einem Schlaganfall verstorben. Graf Oriola hat h'er im Hanfe sich namentlich immer die Fürsorge für alle Bedürftigen und in ganz besonderem Maße die Fürsorge für unsere Kriegs- Veteranen angelegen sein lassen, («ehr richtig!) Dadurch bat er sich in hohem Maße die Liebe und Dankbarkeit unserer Kriegsteilnehmer erworben. Er hat sich weiter Nicht nur durch seine persönliche Liebenswürdigkeit, sondern auch durch fein üb.raH bervortrctendeS Harfe? Nationalgefühl und Lurch seine Liebe zum Vaterlande die Verehrung und Liebe aller Kollegen hier im .Hanse erworben. Sie hab-n sick zu seinem Gedenken von den Plätzen erhoben, ich stelle dick fest. Ich habe mir bereits gestattet, den Angehörigen bic Teilnahme des Reichs- tagetz auszusprechcn. Die erste Lesung der RrichSversicherungSorbnung. Präsident Graf Schwerin-Löwitz: Die Wiriung der neuen französischen Solltarifs. # Berlin, 18. April. 9!ach ben Berechnungen der franzöiiscben Zollbehörde erfährt durch den neuen französischen Zolltarif die Einfuhr Frankreichs aus Deutschland eine Mehrbelastung von rund 4 Millionen Fronten, die Einfuhr- Frankreichs aus Belgien eine solche von knapp 11,2 Mill. Franken. Natürlich sind das nur annähernde Zahlen; eine genaue Berechnung wird erst möglich fein, wenn der neue Tarif längere Zeit in Kraft gewesen ist. Vielleicht lirirb sich alsbann, namentlich wenn die Berechnung von deutscher Seite erfolgt, die Mehrbelastung der deutschen Einfuhr wesentlich höher darstellen. Jedenfalls geht aber aus der Berecknung der französischen Zollvertvaltung hervor, daß der deutsche .Handel viel schärfer durch den neuen Tarif getroffen wird als der belgische. Anscheinend liegen der Berechnung die Einfuhrzahlen des Jahres 1908 zugrunde, in welcl-em nach der französischen Statistik die Einfuhr Frankreichs aus Deutschland 607/> Mill. Franken unb bie Einfuhr Frankreichs aus Belgien 409,5 Mill. Franken Wert betragen hat. Die oben berechnete Mehrbelastung macht also für Deutschlanb einen Wertzoll von burchschnittlich 0,66 Proz., für Belgien aber nur von 0,36 Proz. aus. Dabei ist in Belgien bas Verlangen nach Eegenmaßregeln zweifellos viel stärker als bei uns. Ein Wertzvllzuschlag von 0,66 Proz. wäre ja nun nicht allzu schlimm, wenn sich diese Belastung gleichmäßig auf unsere »Gesamteinfuhr nach Frankreich verteilen würde; in Wirklichkeit werden aber nur bestimmte Gruppen von Waren Lokomotiven ein Mehrzoll von 504 000 Franken, auf Präzisionsinstrumente ein solcher von 338 000 Fr., auf Werkzeugmaschinen 291000 Fr., auf Glaswaren 190 000 Fr., auf Werkzeuge aus Eisen ober Stahl 161000 Fr., auf Tapeten 152000 Fr., auf künstliche Blumen 143 000 Fr., auf Möbel 119 000 Fr., auf gewirrte Baumwallwaren 114 000 Franken. Eine verhältnismäßig Heine Gruppe von Waren- artiteln hat bemnach bereits eine Mehrbelastung van über 2 Millionen Franken zu tragen. Unter biejen Uinftänben wirb — unb bamit rechnet auch die französische Zollpolitik — die deutsche Einfuhr nach Frankreich zweifellos zurückgehen. Wenn übrigens die sranzösifchc Zollverwaltung ihrer Berechnung hinzusügt, daß Die Reform des deutschen Zolltarifs Frankreich 3 840 000 Fr an len im Jahre gekostet habe, jo könnte man daraus schließen, der französische Zolltarif sei gerade mit Rücksicht aus die deutsche Zolltarifreform erhöht worden. Tie Mehrbelastung, welche die französische Einfuhr nach Deutschland durch den neuen deutschen Zolltarif erfahren hat, ist aber auch, wie seinerzeit von deutscher Seite amtlich festgestellt wurde, viel geringer, weil Frcuureich auf Grund seines Meistbegünstigungsrechtes an allen Zoll-- ermäßigungen ieünimmr, bie aas Deutsche Reich durch seine zahlreichen Tarifverträge dritten Staaten gewährt. Ein Vergleich zwischen dem bisherigen Zokktaris Arankreichs und dein geltenden deutschen Taris ergibt, daß die sran- ^"tönnen M Mk *■ "Kramin -3^ ibc,, .') Slörbc u. Stühle werben !11 und bittta geflochten. f. Glöckle, Selteröweg 81. Sipischaft ettal u. &artcn in nächst Giehens, 6eliebtet- 31 ni- >rt mit viel,)nmdenverlck>i> : ioiort an Mliae, touuous 1 MUslem unter gunsügev ngungen zu verpachten. hviftl. Angebote unter W icn Gteß. Anz. erbeten. Schreibmalchincuarbeita irgt. Marburg. Ltt. 27II. getroffen, und bei diesen ist bann natürlich bie prozen- zösische Einfuhr nach Deutschland im Durchschnitt stets gc»s - — * * * " ’ z . So fällt z. B. nach ringer mit Zoll belastet war als bic brutsche Einfuhr nach Frankreich. ____ fphäve abhängt. 'Damit tritt zugleich die Forderung nach befserer meteorologischer Durchbildung der Ballonführer und^ drc Einrichtung besonderer Kurse für die Führer hervor, ^re^sctther von dem Deutschen Luftschisserverband »nr Erwerbung des Führer vatentS geforderten vraktischen und theoretischen dtcnnrniffe und keinesfalls ausreichend und müssen bedeutend, bcionber», ivt? bie ?)iedaklion gestern richtig bemerkte, auch nach ber mctcorolognchen Seite hin erweitert werden. Es ilt vor allem eine eingehende Kenntnis der Wetterkarten erforderlich, die nicht nur drc Kenntnis der Luftbcwegung an der Erdoberfläche, sondern für den Kundigen auch wichtige Hinweise auf die in der Höhe^crr- s ch c n d c n Ström iingsvcrhältniife vermittelt, öo hat seinerzeit der Meteorologe Wegner- Frankfurt a. M. eine bestimmte Wetterlage geschickt dazu benutzt, um nut feinem Freiballon von Frankfurt nach London zu fliegen, was dem Nicht- meteorologcn kaum möglich geivesen wäre. Denn die Strömungs- Verhältnisse ändern sich mit zunehmender Höhe bei verschiedenen Wetterlagen versäu>'dcn. Steigt ein Ballon auf der Rückseite eines Tiefdruckgebietes bei Westwind auf, so wird er in fast allen Fällen in Höhe von 2000—3000 Metern bereits in Sturm geraten und zugleich in eine Rechtsdrchung des Windes nach Nord- west und starke Temperaturabnahme «bis 1 Grad auf 100 Meter). Andererseits nimmt im Durchschnitt bei noch weiterer Entfernung der Zyklone auf ihrer Ostseite die Windgeschwindigkeit ab und cs wird häung wärmer. Unsere acrologischen Stationen, die täglich Drachen und Registrierballons aufstcigcn lassen, vermitteln eine genaue Kenntnis der atmosphärischen Strömungsverhältnisse, die von A ß m a n n neuerdings im Interesse der Lenkluftschiffahrt und der Aussichten einzelner Luftverkehrslinien verarbeitet wurden. Dabei wurden in Deutschland Windstärke und windschwache Gebiete festgestcllt. Windschwache Gebiete kommen besonders als zukünftige Verkehrslinien in Frage. Interessieren wird u. a. die Feststellung, das; von außereuropäischen Ländern Java eines der windschwächsten ist, wo die Einrichtung eines Luftverkehrs die größte Möglichkeit und Betriebssicherheit hat. 1 Ganz besondere Feinde der Luftschiffahrt sind Böen und Gewitter, die häufig innerhalb der Atmosphäre von senkrechten Wirbelwinden «turbulenten, vertikalen Luftströmen) begleitet sind, die das Luftschiff, ob lenkbar oder nicht, in große Gefahr bringen. Die allermeisten Störungen dieser Art lassen sich rechtzeitig auf gründ der Wetterkarten voraus erkennen und sollten zu größter Vorsicht Anlaß geben. Auch das letzte Unglück kennzeichnet wieder deutlich die bei Nichtbeachtung der meteorologischen Verhältnisse entstehenden Gefahren. Mag die eigentliche .Katastrophe durch elektrische Entladung oder sonstwie hervorgcrusen worden sein, jedenfalls ließen die am Samstag vormittag hcrausgcgebeuen Wetterkarten leinen Zweifel, daß höchste Vorsicht geboten sei, die eine Verschiebung der Fahrt forderte. Eine Zyklone war, am Morgen über England lagernd, in raschem Vorrücken nach Osten: auf ihrer Vorder>eite wehten warme Südwinde, in ihrem Rücken unvermittelt kalte und starke Nordwestwindc. Heber Nordwesteuropa fiel Schnee bei Temperaturen unter und nahe 0 Grad. Am Abend des 16. konnte längt"! diese Tatsache den Lustschiffern bekannt sein (aus den Wetterkarten, Tageszettungen oder telephonischen Anfrage bei der nächsten Wetterdienststelle). Tie Erwägung, daß nahe an Mitteldeutschland eine Zyklone lagere, die rasch ostwärts vorrücke, hätte den v o r s i ch t i g e n L u f t s ch i f f e r zu einem .Hinausschieben des Aufstiegs auf den folgenden Morgen bewegen müssen, wo nach Vorüberzug der Zyklone jede Gefahr gefehlt hätte; zum mindesten aber durfte mit so hoher Besatzung (4 Personen) nicht gefahren werden, die dem Ballon jede Bewegungsfähigkeit nimmt. Während der Nacht geriet der Ballon in die Böenrinne, wo der Süd in Nord umschlägt und heftige Luftströmungen, verbunden mit Abkühlung, Niederschlägen und Gewittererscheinungen eintreten. Es ist nebensächlich, ob der Ballon vomBlitz getroffen wurde ob. auf der Rückseite derBöe von den kalten, mit großer .Heftigkeit abwärts wehenden Winden auf die Erde geschleudert wurde. Eine Katastrophe war unvermeidlich, weil bei so starker Bemannung Ballastausgabe den Fall nicht genügend gebremst haben würde. Um die Sicherheit einer Gewitteruoraus- sage im Interesse der praktischen Luftschisfahrt noch wesentlich zu erhöhen, wurde im letzten Sommer während der Lustschisfahrt- ,Ausstellung durch beit Wetterdienst in Frankfurt ein Gewitter- mclbebicnft eingerichtet, der später allgemein im Anschluß an die öffentlichen Wetterdienststellen organisiert werden soll. Im Umkreis von 150 Kilometer*) von Frankfurt wurden zahlreiche Beobachter angewiesen, sofort bei Jnsichtkommen eines Gewitters oder einer Böe ein dringendes Telegramm an die Wetterdienststelle zu senden. .Hierdurch war es in allen Fällen möglich, das Heran- nahen der Störungen rechtzeitig zu erkennen und Warnungen ergehen zu lassen. Leider aber wurden diese Warnungen in Luftschifferkreisen nicht genügend berücksichtigt. Am 30. August beispielsweise hielt man es in dem Sportausschuß gar nicht für notwendig, den Aufstiegplatz zu benachrichtigen. Gelegentlich des internationalen Wettfliegens an diesem Tage waren bereits zwölf Ballons aufgeflogen, als das Gewitter heranrückte. Trotz rafcyester Entleerung der noch zurückgebliebenen Luftschiffe riß die Böe einen Ballon aus seinem Netzwerk und entführte ihn ohne Bemannung. Leicht hätte viel schlimmeres eintreten können. Und ebenso ist seinerzeit am 2. August 1909 Zeppelin das Warnungstelegramm des Wetterdienstes von dem Sportausschuß — infolge eines Versehens! — ebenfalls nicht zugcstcllt worben, so baß er seine denkwürdige Fahrt nach Köln antrat, um mit viel Glück abends 9 Uhr wieder nach Frankfurt zurückzukehren, ba er das entrückende Gewitter nicht durchbrechen konnte. Ein Luftschifführer, der Meteorologe gewesen wäre, hätte auf gründ der Wetterkarte diese Fahrt nie angetreten. Eine weitere Zunahme, des Luftverkehrs, die vor allem nur durch bas Vertrauen bes Publikums in bie Betriebssicherheit bes Lustschiffes bedingt sein wird, fordert von selbst die weitere Ausbildung des modernen Wetterdienstes und der theoretischen Kenntnisse der Führer. Auch der Gießener Wetterdienststelle wirb cs in Kürze möglich sein, sich durch Pilotballonaufstiege an der Erforschung der Atmosphäre zu beteiligen. *| Ta eine Gewitterböe mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometer in der Stunde vorrückt, so war man 5 Stunden vorher auf das Herannahen vorbereitet. Koiiferttt) der hessischen Bergroerfsbetriebskitcr. Man berichtet uns: Auf Einladung der Fürstlich Solms-Brannselsfchen Bcrg- verwaltung besichtigte die Betriebsleiterversammlung am 16. ds. Mts. die Naßvreßsteinfabrik der Fürstlichen Braunkohlen- grübe Weck es heim. Fürst!. Bergrat Fölling gab dazu die nötigen Erläuterungen. Die Anlage ist die neueste in der Wetterau und unterscheidet sich von den älteren durch die außerordentliche Einfachheit des maschinellen Teils und besonders dadurch, daß auch bie holzigen Teile ber Rohbraunkohle mit verarbeitet werben. Hierzu ist allerbings eine vorherige Zerkleinerung in einem schweren Kolbengang nötig. Dafür erhöht der Holzgehalt aber bie Heizkraft und verringert ben Aschengehalt des Produktes. — Auch bie übrigen oberirbischen Anlagen ber Grube würben besichtigt, wobei besonberes Interesse bie Dampfkesselfeuerung mit Rohbraunkohlen fanb, bie mittels geeigneter Rostanlage ohne Schwierigkeit einen Dampfdruck von 10 Atmosphären liefert. Die Teilnehmer überzeugten sich davon, baß bas weit verbreitete Vorurteil, die Braunkohle sei für in- bustrielle Feuerungen nicht vorteilhaft, unbegrünbet ist. — Die anschließende Konferenz in Friedberg brachte als ersten Punkt ber Tagesordnung einen Bericht der Bergwerksdirektion über die auf der Grube Ludwig-Hoffnung oorgcitommcnen Versuche mit einem neuen Abbauverfahren in geringmächtigen Braunkohlenflözen. Das Verfahren ergab zwar eine sehr erhebliche Steigerung der Leistung (von 270 Hl. auf 400 Hl. für Häue und Schicht!), aber die Gebirgsbeschafsenheit war bem so gesteigerten Abbau nicht günstig, so baß aus Sicherheitsgründen von ber Fortsetzung abgesehen werben mußte. — Hieraus berichtete Direktor S ch i f f m a n n - Hungen über zwei bemerkenswerte Unfälle: ber eine ereignete sich beim ordnungs- toibrigen Nachfüllen einer .Carbiblampe mW brachte bem beteiligten Arbeiter erhebliche Brandwunden infolge Explosion der Lampe; der andere erfolgte bei Zimmermannsarbeiten, indem ein Laufgerüst an der Außenseite eines Holzbaues, der verschalt werden sollte, brach, und die beiden darauf befindlichen Leute 8 Meter hoch abstürzten, so daß einer zu Tode kam. Beide Unfälle waren Gegenstand einer längeren Besprechung. — Aus dem kürzlich erschienenen Jahresbericht ber Bergbehörden gab sodann Bergassessor Kobbe einen Auszug wieder. Besonderes Interesse fand die Produktions- und Betriebsübersicht, sowie der Abschnitt über Unfälle und Unfallverhütung und endlich die Angaben über Löhne und Unkosten. Die Löhne allein beliefen sich 1909 mit rund 2 Millionen Mark auf rund 50 v. H. des Verkaufswertes der gewonnenen Produkte. Von der anderen Hälfte hat der Unternehmer noch bie Materialkosten, Versicherungsbeiträge und öffentliche Lasten zu tragen. Hieraus ergibt sich, daß der größte Teil des durch den Betrieb geschaffenen Wertes den dabei beschäftigten Personen, also ber hessischen Bevölkerung direkt und in barem Gelbe zufließt. — Endlich gab Bergrat Köbrich eine Uebersicht über bie Vorschriften ber neuen Verordnung betr. die Anlegung von Dampfkesseln, besonders über die damit eingeführten Neuerungen. Ebenso verwies er auf bie Neuerungen bes Urkuitben- stempelgcsetzes. — Schließlich würben noch eine Reihe kleinerer Fragen an Land ber Literatur behandelt, wobei /ich eine rege Aussprache entspann. — Tie nächste Konferenz soll auf Einladung der Buderusschen Eisenwerke in Wetzlar am 8. Juni ftüttl'inbcn.__________________________________________ __________ Ans Stadt nnd Land. Gießen, 19. April 1910. •• Bei ber LanbesoersicherungSanstalt Groß- Herzogtum Hessen finb im März 340 Rentengesuche (320 Invaliden- und Krankenrentenanträge, sowie 20 Alteis- rcntenanträije) eingegangen. Unerledigt würben in den Monat übernommen 349 Rentengesuche, so baß 689 Gesuche in Bearbeitung standen. Es fanden Erledigung: 267 durch Renten - bewilligung (243 Invaliden-, 9 Kranken- und 15 Altersrentengesuche); 37 durch Ablehnung, weil unbegründet (34 Invalidenrenten- und 3 Altersrentengesuche), 13 durch andere Weise — Zurücknahme usw. — (12 Invaliden- und 1 Altersrentengesuch), zusammen 317, so daß 372 Gesuche als unerledigt auf April übernommen werden mußten. Ferner wurden 231 Anträge auf Beitragserstattung gestellt, imb zwar 181 infolge Heirat weiblicher Versicherter (H.), 49 infolge Todes versicherter Personen (T.) und 1 wegen Bezuges von Unfallrente (U.). Unerledigt wurden in den genannten Monat übernommen 93 Erstattungsanträge, so daß zu bearbeiten waren 324 Gesuche. Bewilligt wurden 227 Anträge (191 H. und 36 T.), abgelehnt wurden 18 Anträge (7 H., 9 T. und 2 U.). Unerledigt blieben 79 Erstattungsanträge (53 H., 24 T. und 2 U.), die auf Slpril übernommen wurden. — Ende März 1910 waren in Anstalten 270 versicherte Personen untergebracht. " Mit dem Straßenausbau hat in diesem Jahre das Tiefbauamt früher als sonst den Anfang' gemacht. Tie Fahrbahn der neuen Straße, bie von ber Ha m m straße bis zur Lahn st raße burchgesührt wird, ist beinahe fertiggestellt und an der Gutenbergstraße ivird ebenfalls gearbeitet. Es wäre zu wünschen, daß mit dem Um- und Neupslastern in ber Jnnenstabt auch frühzeitig begonnen wirb. ** Gauvorturner st und e. Am Sonntag fand in der Turnhalle des Turnvereins unter Leitung der beiden Gauturnwarte Will- Gießen und Günther - Marburg die Gauvorturnerstunde statt. Fast sämtliche Vereine des weitverzweigten Gaues hatten dazu ihre Turnwarte entsandt und es mären mit den Turnausschußmitgliedern über 100 Turner, die in regstem Eifer von 8 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags an den Hebungen teilnahmen. Geturnt wurden der Aufmarsch und die Freiübungen für Gau- und Kreisturnfest, volkstümliche Hebungen, Keulenschwingen und Geräteübungen. Der Turnverein Gießen führte unter Leitung des Turnwarts Häuser eine Muste r- riege am Barren vor, die sorgfältig eingeübt war und die durch den folgerichtigen Ausbau und die sichere Ausführung der Hebungen allgemeine Anerkennung sand. Nachdem noch die für die Gauturnfahrt und das Gaufest bestimmte Pslichtfreiübung erläutert war, konnte Gauturnwart Will um 2 Uhr den turnerischen Teil schließen, der alle Teilnehmer reich befriedigt hat. Welch yol/en Wert der Gau Hessen auf diese zur Ausbildung der Vcreinsturn- warte hauptsächlich bestimmte Uebungstsstunde legt, geht daraus hervor, daß den Turnwarten aus der Gautasse die Eisenbahnsahrt 3. Klasse vergütet wird. Kleinere, entfernt von Gießen liegende Vereine erhalten hierbei oft Beträge, die der von ihnen gezahlten Gausteuer fast gleichkommen und diese sogar übersteigen. (Um auch alle Gauvereine über die Vorgänge in Gau, Kreis und deutscher Turnerschaft stets auf dem Laufenden zu erhalten, wird jedem Verein ein Exemplar der Kreiszeitung kostenfrei geliefert.) Im „Frankfurter Hof" fand später ein gemeinschaftliches Mittagessen statt, dem sich eine Besprechung über turnerische Fragen anschloß. Als volkstümliche Hebungen für die turnen,chen Wettkämpfe in diesem Jahre (Q)auturn- fahrt nach Münzenberg und Gau turnfest in Grünberg) wurden Weithochsprung, Gewichtheben, Stein- stoßen und Hindernislauf bestimmt. Beim Gau- turufest kommt das Gewichtheben in Wegfall. ” Sozusagen lcbenSgefährlich ist der lieber» gang über den Schoorgraben hinter der Johanneskirche. Der dort befindliche Steg liegt noch aus der Zeit des seligen Ehr. Busch, und es wäre doch Zeit, daß die zuständige Behörde darauf bringen wurde, daß die in Aussicht genommene feste Brücke von dem dazu Verpflichteten nun bald errichtet wird. ? Lang-Göns, 18. April. Bei ben Arbeiten zur Wasserleitung und Kanalisation wurden 2 Italiener fast vollständig von Er d m a s fe n überschüttet und konnten nur mit Mühe ausgegvaben werden. Einer der Verschütteten mußte in die Klinik gebracht werden, er soll nicht lebensgefährlich verletzt sein. An demselben Tage stürzte das Pferd des Gemeinderats Johs. Wagner in der Nieder- ßofstraße in den Graben der Wasserleitung, und es kostete viele Mühe, das Tier Ku retten. n. Schlitz, 18. April. Am Samstag abend zwischen 9 und 10 Uhr -og das erste Fr ü h j a h r S g c wi>t t c v von Südwesten nach Nordosten unter starten elektrischen Entladungen über unsere Gegend hin. Es bescherte aber nicht nur den Fluren endlich den langersehnten Regen, sondern brachte auch etwas sehr Unwillkommenes mit sich, indem nach einem heftigen Donner sch lag in zahlreichem Häusern unseres Städtchens zum Schrecken der Insassen mit einemmal sämtliche elektrische Lampen erloschen. Notgedrungen mußte man die in irgend einem Winkel des Hau,es ein beschauliches Dasein führenden Oel- lampcit hervorholen,, die man hier und da erst nach längerem Suchen aufstöberte. Erst nach Anbringung neuer Sicherungen nahmen die elektrischen Lampen wieder ihre Tätigkeit auf. rm. Traisa bei Darmstadt, 18. April. Der fünfzig« jährige Landwirt Karl Daub machte gestern einen Moro- versuch auf feinen eigenen Sohn. Der junge Taub hatte wegen Familienzwistigteiten das Elternhaus verlassen und wollte gestern abend seine Kleider holen. Das Hoflor war verschlossen und als D. übersteigen wollte, gab sein Vater fünf Schüsse aus dem Revolver ab, die sämtlich den Kops traten. Der junge D. liegt bewußtlos im Darmstädter Krankenhaus. Der Vater 'wurde verhaftet. Gerichtssaal. ** Gin gutes Geschäft mit einem Jagdgewehr machte vor vier Jahren ein jetzt im Ruhestand befindlicher Polizei beamtet. Der Handel kam zufälligerweise hurdj eine Betrug S - an klage gegen einen Beamten der Eisenbahn zur Kenntnis des Schöffengerichts. Im Jalwe 1905 wurde non. einejn un bekannt gebliebenen Reifenden hier in der Bahnhofstraß.' ein Jagd geweht gefunden und an das Fundbureau der Eisenbahn ab geliefert. Ter Beamte des Fundamtes lieferte die Waffe, weil sie auf städtischem Grund und Boden gefimbcn sein sollte, an das Polizeiamt als die dafür zuständige Stelle ab, das damit nach Vorschrift verfuhr, ohne daß sich innerhalb eines, JahreS ein Verlierer für das Fundstück meldete. Nach Ablauf dieser Zeit lud das Polizeiamt den Eisenbahnbeamten, der das Jagdgewehr abgeliefert hatte, vor und gab es an diesen zurück. Ein Polizei - bcamter wußte den Mann zu überreden, ihm den Fund für den Preis von 15 Mark zu verkaufen. Nach einem Jahr verhandele ber Käufer die Waffe für 80 Mark an den Gerichtsvollzieher S., der sie an den Arzt Dr. Wagner in Loydorf für ben Preis von 120 Mark weiter veräußerte. Dieser, der offenbar die Güte des Gewehrs erkannte, sandte es an die Fabrik, die es _ hergestellt hatte, damit sie die Waffe gründlich in Stand setzen sollte. Bei dieser war aber schon 1905 das betreffende Gewehr von einem Dr. jur. Backhansen als ihm geswhlen angemeldet worden, der nun in Kenntnis gesetzt wurde, wer im Besitz seiner Waffe sei. Es entspann sich darauf ein Zivilprozeß zwischen Dr. Backhausen und Dr. Wagner über das Eigentum an dem Gewehr, der heute noch nicht beendigt ist. Die Betrugsanklage vor den Schöffen kam schnell zu Ende. Der angeklagte Eifenbatznbeamte wurde frei- gesprochen, weil er nach ber Behanblnng dieser Fundsache durch bas Polizeiamt habe annehmen können, er habe ein Recht, über das Fundobjekt, für das sich der Verlierer nicht gemeldet hatte, als Eigentümer zu verfügen. Ter Amtsanwalt war der Ansicht, daß die Polizei, da weder der tatsächliche Finder noch der Verlierer nach Ablauf eines Jahres sich geniclbet hatte, die Waffe nach den gesetzlichen Bestimmungen der Stadt Gießen hätte aus- geliefert werden müssen, auf deren Grund und Boden sic gesunden worden war. Sport. — Rudersport. Am Boothaus der „Gießener Ruder- Gese lisch ast 1 87 7" herrscht setzt allabendlich wieder reges 'portliches Leben. In diesein Jahre hat die Vereinsleitung zum ersten Riale die Ausbildung ber Ruderer einem Berufs- Trainer, dem bekannten englischen Rnderlehrer 'Mr. A r l e t t ans Henley übertragen. Arlett hat seine Tätigkeit bereits ausgenommen und bis jetzt haben sich 18 Herren zum Training gemeldet, so daß mehrere Mannschaften zusammengesetzt werden können. Durch die Anwesenheit eines RuderlehrerS ist es auch möglich, das Schüler-Rudern mehr als wie seither zu pflegen, und es iuäre mit Freuden zu begrüßen, wenn sich recht viele junge Leute diesem gesunden Sport widmen würden. — Die „Gießener Ruder-Gesellschast 1877" veranstaltet am 17. Juli wieder eine Regatta. Ter Regatta-Ausschuß tritt erster Tage zusammen. £uftfd)iffa6rt Paris, 18. April. Henry Far m a n unternahm gestern mit seinem Zweiflächer nut einem Passagier an Bord einen Flug vo» Etampes nach Orleans; er legte die etwa 50 Kilometer lange Strecke in ungefähr 40 'Minuten zurück. Farman hat banui einen neuen Weltsieg für den Flug zu Zweien geschaffen. Technische Nachrichten. — Geheizte Fußböden. Fabriken werben im allgemeinen nicht auf dieselbe Temperatur gebeizt wie Wohnzimmer ober Bureauräume, weil die Arbeiter sich in körperlicher Bewegung befinben. Das Unangenehmste für sie ist es, kalte Füße zu bekommen, benn häufig stehen sic, während sie mit den Armen und Händen arbeiten, längere Zeit auf einer Stelle. Um nun eine zweckmäßige Erwärmung des Fußbodens zu erreichen, ohne die Raumtemperatur überflüssig hoch zu bemessen, hat eine amerikanische Fabrik in Ithaka das bereits ben allen Römern zugeschriebene System ber Fußbodenheizung wieder ausgenommen, allerdings unter Anwendung moderner Hilfsmittel. Man hat dort die Heizungsröhren dirett in den Fußboden und zwar in Betonkanäle verlegt. Teilweise rvrrden diese Röhren von den Abdämpfen der Betriebsmaschinen durchströmt, teilweise von heißer Luft. In der Schmiede benutzt man die heißen Gase der Schrniedescuer und leitet sic mit Steinzeugröhren durch den Fußboden. — Der längste Tunnel der Welt soll jetzt in Amerika erstehen. Es handelt sich um einen 35 englische Meilen, also etwa 53,5 km langen Tunnel, der durch die Kaskadenberge im Staate Washington gebohrt werden soll, um den östlichen Teil des Staates mit der Küste KU verbinden. Die Pläne, die von dem General H. M. Ohittenden vom ameriiäuischen Jngenieurkorps ausgearbeitet sind, veranschlagen die Bautvsten auf rund 4 Mill. Mark für die englische Meile. Um den Tunnel mit den bestehenden Bahnlinien zu verbinden, wird der Ban eines neuen Schicnenstranges von 327 englischen Meilen Länge erforderlich. Bei der Einführung clectrischen Betriebes erfordert der Plan einen Kostenausivand von rund 300 Mill. Mark. Besondere Wagen sind vorgesehen, die dazu dienen sollen, auch Straßengesährte durch den Tunnel zu bc- förbern. Ein verloren geglaubter Gedicht Zriedrich Schiller;? Ottvmar K e i n d l, ein Prager Literaturfreund, der speziell auch als Freund Friedrich Theodor Vischers weiteren Kreisen bekannt ist, hat nach seiner Ueberzeugung ein verloren geglaubtes Gedicht Schillers gefunden und veröffentlicht es in der Sonntags- nummcr des ,,Prager Tagblatt" mit ber Bemerkung: „Richard Wcltrich schreibt in. seiner großangelegten Schillerbiographie auf Seite 798 bes ersten Banbes: „Das Gedicht (Carmen auf Wiltmeister) ist aller Nachforschungen ungeachtet bis heute verloren geblieben." Unb Ebuarb Boas in „Schillers Jugenbjahre" sagt im zweiten Teil, Seite 242: „Tas Gebicht scheint rettungslos verschwunben. — - — Wir müssen abwarten, ob nicht etwa ein glücklicher Zufall bas verlorene Carmen ans Licht bringt." — Durch einen glücklichen Zufall gelangte ich nun in ben Besitz eines alten Manuskriptbatidcs „Sammlung witziger Einfälle in Gedichten unb Prosa". Auf dem Vorsatzblatt steht u. a. geschrieben: „Wer ohne mein Erlaub lhttt einen Blick hierein, Wirb ohne Zweifel ein 'Nascnweißer sein. Von Franz Anton von Herrschenfchwanb b. jüng. bei seiner Abreise zum Gesckfenk bekommen. Scholl, 1781, b. 6. April." ^G. G. Scholl.) In bem zweiten Teil: „Philosophische unb andere Gediäw'", K. 20—22 findet sich bie folgende, etwas schwer leserliche Ein- Mittwoch »0. April 1910 grüßen, WaS wir liebten, ivas wir Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen April Welter in 1910 91 & 56 1 SW 2 ( llanile" Frankfurter Börse, (+ 8'/,% Reichsanleibe (~2V;) (- 2) München 4°/< Italien. Rente . 3°/. 111.50 21.50 Berliner Börse, 18. April. AiiUi i.n. mit hohllagernden, federnden Spreizen Iss'1 i Ohne Ohrensuhntz M. 1.50. Jlit Ohrenachutz H. 1 HABY-BINDE (glatt, ohne Stäbe) von-biS von-biS 80—85 00 44-49 00 73—78 00 40—43 00 Ohne Ohrenschutz M. 1.00. Ohrenschutz M. 1.25. Äit höchsten 40-45 71-78 00 00 68—75 00 37-42 00 Ohne Ohrenschulz JI. 1.25. Mit Obrenschutz M. 1.50. 31-36 20—22 Kälber. 57—60 48—50 78—82 00 00 74-00 00 00 33-00 67.50-69 Lebendgewicht. 54.-56.00 (- (- 00 00 s s 40—43 36—39 00 00 00 00 (- (- 235 236 (- (4- (— ( (■ 00 00 00 oo 00 00 00 00 00 (— (- (- 00 00 00 0) 00 00 00 00 (Sieh 1 0 10 Sonnenschein I KlarerHimincl 1 Bed. Himinel 14,1 9,4 7,7 ander die 6ur 1) 1) 3) 3) 00 00 00 des (- ) (- ) (- 3) (- ) 76 76 | L— ) (+ 2) Eisenbahu Gotthardbahn' 1) 2) 18. 18. 19.j 237.75 109.80 Berliner Handelsges. Darmstädter Bank *. Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto - Kommandit Dresdner Bank . . Juli 218.5 ) (- 4.75) April 205.25 (— 0.45). Mm 166.45 (— 7.70). Juli 162.25 (- 4.25). 161.25 (— 1.75) Ml. Mastlämmer und jüngere Masthammel 39—41 meliere Masthammel und gut genährte 58—68 55—57 48-50 3®fn 3'V, 3'",. ) ) 3) ) 95-100 90-85 81—85 70-73 61—62 Haier 153 (- 2) 162 (+ 1) 157 (- ) 151 (- ) 6,7 6,7 6,0 68—71 64—67 s z t» 752,5 752,8 ( 751,9 214 212 228 232'/. 2321 ' 2* 9“ Höchste Temperatur am Niedrigste , , Mäßig genährte junge und nährte ältere...... Gering genährte jeden ’JUtcrS Bullen. Lolifleischige, ausgewachsene, Lchlachtwertes .... 4- 14,5 "C. — 7,0 eC. Meine patentaratlich eingetragenen Spezial-Binden sind in besseren einschlägigen Geschäften des In- u. Auslandes erhältlich. General- Depot für Oesterreich-Ungarn: M. Wallace, k. k. Hoflieferant. Wien 1. Kärtnerstr. 30. Meine neuen illustrierten Kataloge über Haar-, Nagel- und Schönheitspflege werden auf Wunsch grat:-, u. franko zugesandt. Francois llaby. König!. Hoflieferant und H otfriseur Sr. Majestät des Kaisers und Königs. Berlin NW. 7. Mittelstr. 7/8. für Engros u. Export Unt. d. Linden 60 wenigen Ausnahmen gut behaupte». Für die Gestaltung der Situation am Berliner Markte war indes dec Umstand von Wichtig» er „(Siebener Ruder- allabendlich wieder rege; U die Äereiilsleilung zum "derer einem Aeruls- Ruderlehrer Mr. Ar leit litte Tätigkeit bereits aus- Herren zum Training gr i zusaninieugeseht werden Ruderlehrers ist eS auch wie seither zu pflegen, und lenn sich recht viele junge vürdcn. - Die „(SieBcne un 17. Juli wieder eine ll erster Tage zusammen. Königsberg Tanzrg Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Leipzig Dresden Braunschweig Rostock Hamburg Hairnover Düsseldorf Jraiitiurt a.M. Mannheim Straßburg Stuttgart C 180.40 . 49.40 . 91.20 . 69.80 . 99.95 Getreide-Wochenbericht der Preisbcrichfuelie des Teursa-en Landwirtschaftsrats vom 12. bis 18. April 1910. Durch erneute Preisrückgänge der amerikanischen Börsen geregt, haben die übrigen Exportgebiete ihre. Forderungen tn Berlchtswoche wieder merklich herabgesetzt, und namentlich Geringere Saugkälber . Schate. rt an iinfernafyn gestern nii an Äord einen ftug von e die etwa 50 ÄilDineici miet Jarman hat bamii Men geschaffen. (- (+ - (- (- (- (— (— k- 93 40 84-95 93.25 i:4.75 B-e 153 172 165 171 166 166 156 172 163 165 170 165 175 165 158 Kreditaktien . . . v . - Baltimore- und Ohio-gby- 3) 3) 21/-) ) Ochse n. Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 6^Zahre alt Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete...... Telefonische KuFsbefichie des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von derxBank fllr und Indnstrie^Giesseis gut ge- . . . 37-39 . . . 31—00 ) ) ) ) 3.75), 224 230 221 228 226 237 221 221 226 216 (- ) (- 1) Beim Rauchen. Es ist merkwürdig und gewiß den meisten Frauen unver ständlich, daß so viele Männer am Bauchen gefallen finden können. Und doch muß ein eigener Genuß darin liegen, den sogar manche Frau nicht gerne mehr missen möchte. Sei die Zigarre gut oder schlecht, so bleibt nach dem größeren oder kleineren Genüsse derselben im Munde und Rachen des Rauchers jedesmal ein unangenehmes kratzendes Gefühl, da> nur zu leicht sich festsetzen und in hartnäckigen Rachenkatarrb ausarten kann. Diesen zu verhüten, gibt es kein besseres und zugleich angenehmeres Mittel als gleich nach beendeter Zigarre, Zigarette oder Pfeife einige Wybert-Tabletten im Munde langsam zergehen zu lassen. Sofort verschwindet die unangenehme Beigabe des Rauchens, der Mund und Atem werden wieder frisch und angenehm- Jeder Raucher sollte daher M ybert-1 abletten beständig bei sich führen. Wybert-Tabletten können in allen Apotheken in Originalschachteln Mk. 1.— bezogen werden. Depot in Gießen: Pelikan-Apotheke, Kreuzplatz 2. 3',',vln Oberhessen ■■ .- 4% Oesterr. Goldrente vollfleischige, jüngere....... tz ä r | c n , Kü h e. Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes . . . . . . . Bollfletschige ausgemästete Rühe höchst. LchlachtivertLs bis zu 7 Jahren . . 'Heitere ausgemästete Rühe und wenig 100.20 98.60 95.65 105.00 65.10 66.50 100.50 98.40 95.00 154 158 153 151 151 155 155 157 158 154 151 158 154 168 163 167'/, 175 175 158 Lombard. Eisenbahn .*? . z« Oesterr. Staatsbabu 159.90 Princc - Henri - Eisenbahn 136.00 1) 2) ) ) 1) 1) 1) 2) 2) 1) ) ) 2) 2) 1) feinste Mast- (Vollmilchmast) und beste Saugkälber . . . . . ... . 57—60 'Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 53—56 3°'o Portugiesen Serie I •.' Portugiesen , III . 4'/?/0 russ. Staatsanl. 1905 (- (- (- (- Dringlichkeit des russischen Angebots trug zeitweise ivesenllich „ Verstauung des Weltmarktes bei. Gefördert wurde die Abwärts- ft* 1-3 gut entwickelte jüngereRühetindFärsen 'Mastig genährte Ruhe und Färsen. . 25—28 Gering genährte Rühe und Färsen. . 2'2. 22 iiebcno« Lchiache. pro 100 Psd. geivichl Redend-Schlacht, gcwicht i'j HABY^s^BINDE ohne Stäbe Tßfieder allen Do raus! Das Allerneueste auf dem Gebiet der Bartbinden -Konstruktion: Hoffriseur Habys Bartbinden mit halbmondförmigem Ohrenschutz. O. R.-Patent-KAISER-BINDE Tiirkenlose . .. . . ' 4% G riech. Monopol-Ani.-. 4% äussere Argentinier .. 3° „ Mexikaner . .. . - . 4’,;% Chinesen . - . ■ , _ Aktien : l Bochum Guss ... Buderus E. W.. r - -- Tendenz: ruhig. 17. bis 18. April — 17. , 18. , = Schale........... Schweine. Vollfleischige Schweine über 21/, Zentner 4*/t% Oesterr. Silberrente Vngar. Goldrente . Achten. Jübrih luerbcu im all- ratur gebeizt rote Sotm- ie Arbeiter sich in forcer lnangenehmste für sie ist t häufig stehen sic, ivät- ;Qnöen arbeiten, längere .Mckmässige Erwärmung >nc die Ranmtemperaiur eine amerikanische WM t Römern zugeichriebem hei- aufgenommen, allerer vilfsmitiel. Man Iw. hen Fußboden und zwar «e werden diese Mm bsmaichinen durchlttom, r Amiede benutzt ma euer und leitet ste mit Welt soll W in xSSW L-Ss tuwsten aus ru Um den eine- uden. >nrd ^ei(elt Lange Betriebes er sr-sr — 5k ar t o s ic lmark t - B e richt vom 18. April 1910. Friedberg (Hessen): Note Sorte Mk. 1.80—1.99, Magnum bonum 2.2Ö—2.30, meiste runde 1.90—2.00, Äelbfleischlge, blaue, 2.00—2.10, rote 0.00—0.00, tueifee 0.00—0.00. Dortmund: Rote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Magnum bpnnm 2.20—0.00, weiße runde 1.90—0.00, Äelbfleischige blaue 0.00—0.00, rote 2.20-0.00, meiste 0.00-0.00. Hagen i. W.: Rote Taber 1) f. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00—0.00, Maguuni bonum 2.60—0.00, meiste runde 2.20—0 00, Gelbfleischigc blaue 0.00-0.00, rote 2,85— 0.00, meiste 3.70—0.00. Remp en: Rote Taber 0.00 - 0.00, andere rote Sorten 0.00—0.00, 'Magnum bonum 2.20 bi» 0.00, meiste runde 3.00—0.00, Gelbfleischige blaue 0.00.—0.00, rote 0.00—0.00, meiste 0.00—0.00. Krefeld: Rote Sorten 0.00—0.00, Magnum bonum Alk. 2.30—2.50, meiste runde Mk. 0.00—0.00, Gelbsteischige rote Alk. 2.30—2.50, meiste 2.30—2.50. Köln: Role Sorten 2.20—0.00, Magnum bonum 2.30—2.40, meiste runde 1.95—0.00, Gelbsteischige blaue 0.00—0.00, rote 2.00 bis 0.00, weiße 8.00 — 0,00. Plaidt: Rote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 1.80—0.00, Magnum bonum 2.90—0.00, meiste runde 2.10 — 0.00, Gelbsteischige, blaue o.OO—0.00, rote 0.00 bis 00, meiste 0.00—0.00. Saarlouis: Rote Taber 0.00— 0.00, andere rote Sorten 2.20—0 00, Magnum bonum 1.80—0.00, meiste runde 2.20 bis 0.00. Gclbsleischigc, blaue 1.90—0.00, rote 0.00 bis 0.00, meiste 0.00— 0.00. M annhei m: Magnum bonum Mk. £.70—2.80, meiste runde 0.00—0.00, Gelbfleischue blaue 3.50 bis u.00, rote 0.00 — 0.00, meiste O.Uü—0.00. Frankenthal: Rote Lorten 1.75—0.00, Magnum bonum 2.20—0.00, meiste runde 2.00 bis 0.00, Gelbsteischige blaue 2.75—0.00, rote 2.75-0.00, meiste 2.75—0.00. 2)1 ü n d) e it: Magnum bonum 2.70, weiße runde 0.00 Gelbsteischige meiste Alk. 2.70. Regensburg: Rote Sorten O.uO bis 0.09, 'Magnum bonum 2.10 — 2.20, meiste runde 0.00—0.00, Gelbsteischige blaue O.Oo— 0.00, Gelbsteischige rote 1.50-1.60. (Alles zu 50 Rilo.) (In einem Teil der Auslage wiederholt.) fc. graut!urt a. B t e h h oM a r t t b e r i ch t vorn 18. April. Austrieb: Rinder 1650, darunter £d)fen 542, Bullen 40, Rühe 1068, Rälbcr 326, Ldtaie 245, Schmeine 1866. Tendenz: Rinder lebhast, lleberftanb unbedeutend, Kälber und Schasc gut, ausverkauft, Schmeine gedrückt, viel unverkaust. Preis Tiirch- pro 100 Psd. schnittspreis Bezugspreis: monatlich 75Pf., viertel« jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlidi 65 'Bi.; durch diePoslMk.2.-viertel- jährl. ausschll Bestellg. Zeilenvreis: lokal IbPs^ auswärts 20 Mennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz, sur .Feuille^ ton' und .Vermischtes K. Neurath; für vStabt Q.hX« iuA beroegmtg durch die allgemein günstige Gestaltung der Witterung und die dadurch bewirkte Besserung der Ernteaussichten sowohl in Amerika als auch in den europäischen Produktionsgebieten. Teutjd)land hatte in der Berichtswoche schönes und für diese Jahreszeit ungewöhnlich warmes fetter, doch wären für die späten Roggensaaten sowie iiir ein gutes und gleichmäßiges Auflaufen der Frühiahrssaat Riederschläge fd)on dringend erioröerlid). Vielfach wird berichtet, daß der Roggen nameiitlid) aus letdjten Sandböden infolge mangelnder Bodenfeuchtigkeit sein gesundes Aussehen verloren habe. Tas Angebot auf den inländiichen A.ärklen hielt fid) weiter m mastigen' Greitzen, und daraus ist es wohl aud) jurud- zusülwen, daß die Preise an den Provmzmärkten durch die Flaue des Weltinarttes faiun sonderltd) in 'Mitleidenschaft gezogen wurden. Ls gilt dies namentlid) für Tsteizen, dessen knappes Angebot bei den inländischen Mühlen meist zu unueränderlen Preisen Aufnahme sand, aber auch Roggen und Hafer konnten chren Preisstand mit do. I Konsols -V- 'ä* • do. Hessen . s • 4'/?/,) Japan. SLiatsauIeihc 4° L Conv.Türken von 1903 Canada E. B......183.70 Darmstädter Bank . - . • 133.10 Deutsche Bank . . - . - • 250.20 Dortmunder-Union C. 158.70 Tendenz: ruhig „ALTE KAISER-BINDE“ mit flach anliegenden, perforierten Stäben 11300 156.10 200.15 2u7 1) 141.90 197.70 173.40 104.25 95.50 175.20 133.40 250.60 155.60 188.20 159 50 209.00 — Knrzc Rachrichten aus K u n st u. W i s s e n s ch a s t. Ter Temsche pauptausjd)ust ’ür ärztliche Studienreisen veranstaltet vom 16. bis 23. Mai eine Studienreise, die in R a [ f e l beginnen und die Kurorte des V n b n- und Mosel tales, der Eitel und des Rheintals von Rodlenz bis Bonn bejudjen wird. — 'Ter Professor der Aeghptologie Erman-Berlin, der Professor der Phm'it Voigt- Göttingen, Professor des Sanskrits de Sans- su re Gens sind "zu Mitgliedern der dänischen Gesellschaft der Wissenschaften ernannt worden. — In Wiesbaden wurde gestern in Gegenwart von etwa 600 Aerzten des In- und Aus- iandes die 2<. Versammlung für innere Medizin eröffnet. — Eine Privatgesellschaft beabsichtigt, auf dem der Commerz- und Tiskoittobant gehörigen Grundstüdc am Theaterplatz in Frankfurt a. M. ein neues großes Bolkstheater mit 1300 Sitzplätzen zu errichten. Tie "Bläue sind von Architekt Paul Par- ravieini-Franksurt a. M. entworfen. Ter Neubau soll außer dem Theater now Geschäftsräume, Cafes usw. enthalten. Tic Kosten betragen 2 750 0<40 Mark. tiagung, deren Prüfung auf Echtheit ich berufenen Literaturhistorikern überlassen muß." Trauer -Ldc auf den Tobt des »aufttm. Wildmaister. Grimmig roirgt der Todt durch untre Glieder! — Tumpfig heult die.....drum es wieder Sdion ein neuer ist bituveggerafft: Mit gesenktem Sdstcßgewehrc wanken Grane Äriegcr nach des Äirckhoss Schranlcn, Do der tapfre, brave Miles schlaft. Brüder, kommt! — crbüiffet! — schauert'. zittert! Bebe jetzt, den niemahls nichts crfchittert, <>)rabgesühle schauern durch sein Mark! Sehet! alles, was wir Leben hießen. ■ ■ , - , p“ • liefert billigst die Brühl’sche Kuverts mit Firma t 11 (J *v beÄli^^chr 'M Xfew wurde Do! ennh*ü ^Q^ot|trüf1ultem "n Alb ti“s St «d, ”js'SF sLZ» emSein übkr , " Hl gemeldet hatt,- K"V >var der Ansichr' ch- istnder »och der WM die Z: Ltdbt Ijattc qu>- & und Boden sic gefunden Ilarpener Bergwerk ..... 198.00 Laurahütte . . . Z. 4. ». 173.L1 Lombarden E.B. .^.ff.T- 21.60 Nordd. Lloyd... 104.10 Tiirkeulvse ,t. ,x.i,^.^..180<9u iZettschweme über 3Ztur. Lebendgew. 54.00-56.00 68—70 (jlcijdjige Schweine..... 52.50-54.00 5i.00-59 ic. Frankfurt a. M., 18. April. iLrig.-Telegr. Anz/) Amtliche9tolierungen der heutigen Fruchlmarkivreise: 'Letzen A!k. 23.00-23.25, Kurhessischer Alk. 23.00-23.30, Üa Plata KansaS Alk. 00.00—00.00, 'Jtoggen (hiesiger) Alk. 16.00 bis Alk. 16.30 'Herste (Metterauer) Alk. 16.50—17.00, Ger>te .tranken Pfälzer Ried Mk. 16.50—17.00, Rleie Alk. OO.OU-OO.OO, ^afer 16.50—17.00, Mais Alk. 16.25—16.60, W eizenmehl 0 Alk. 31.00 bis 00.00, 2. Qualität Alk. 23.75—00.00, 3. Qualität Alk. 22.25 bis Alk. OO.'.O, 4. Qualität Alk. 00.00 - 00.00, Roggenmehl 0 Mk. 23.75—00.00, 1. QualitätMk. 22.75—00.00, 2. Qual. Alk. 20.75 dis 00.00, Tßeizenkleie Alk. 10.00 biS Alk. 00.00, Weizenschale Alk. 00.00-00.00, Roggenkleie Alk. iO.uO bis Alk. '0.50, '.'Mtjteime Alk. 00.00—00.^0, Biertreber 13.00—13.60 Alles per 100 Äg. au ütcu --- (- 4) Weltmarktpreise: Weizen : Berlin Mai 222.50 Budapest April 211.25 (— 17.35). Paris Liverpool Alai 173.20 (— 5.30). Chicago Roggen: Berlin Alai 156.50 (— 4.00), Hafer: Berlin Alai 156.00 (— 2.00), Juli 18. April, 1.15 Uhr. ElcLtriz. Lahmerer . . . Elektriz. schuckcrt . . <_. EbChweiier Bergwerk . " . Gehcnkirchen Bergwerk . Hamburg • Awerik. Paketf. Harnencr Berg werk . *. . Laurahütte . ■ Nordd- Lloyd .?. • • • Obersehles. Eisen-Industrie 2igt ncrcitclt in dem schmalen Sarg. Bon dem Antlitz alles Roth gesunken Aus den Augen alle Lebcnsfunkcn Veggelöfchct in Chaotfche Nacht — Seine Mienen, fein holdfcelig Lääteln Veygeblaien mit dem.....Röcheln Ewig, ewig nimmer angefacht. Nie voni Sturnt der Leidenschaft durchwühlet Wie ein Bach durch Blumenbette sttehlet fein Leben hin in Melodie — tza! was ist nun, was am schönsten Schmeichelt Nichts als Larve, die der Todt uns Heuchelt, . Und dann auf dem Sarg zerreißt er sic. Auf des Menschen kaltem starrem Rum-fc Sterben seine wirbelnden Triumphe Röcheln all’ in ein Gewimmer aus — Glück und :Kuhm zerflattern auf dem Sarge Könige und Bettler, feige, starke, Ziehn hinunber in des Tobten tzauß. Aber frei erhoben über Grüfte fliegt ber Geist in des Olympus Lüfte Triumphircnd wie ein Adler steigt^ Wenn sein Wohnsitz, die.....Tamte, Niebcrkracht im tobenden Orkane lind ber Nordsturin Wälder nicbcrbcugt Zieh auch dn geliebter theurer Streiter Auf beit A-ltcgcln unsres Donners roeitcr, .steine Tränen schicken wir bir mit. — Mit Geheulen und mit Weiber Klagen Mag man andre zu deut OJrabc tragen, Pulverbonner ist ber Krieger Wiegenlied. Weinend geht man deinen Sarg vorüber Selbst des Mannes Auge wird jetzt trüber Und die .\Dtibeit Carls betrauten dich — Geh dahin mit dieser stolzen Ehre Strahle dort in bet Verklärten Heere Sie, die Helden Carls betrauten mich! Sie, die Helden eilen bir entgegen Unter Donner und ber Kugeln Regen, Krieger zittern vor dem Tobte nicht — ^ MM nu s*9a() ? t0r4 jltT 9/en ,to j ErNtet Qrmft3bk; empfiehlt billigst (2230 '•hVtfprM [89 Butzbach erbeten. Wegen Anfertigungsrecht für Wiederverkäufer erteile MtkU-LersMhlills Mass Baer nähere Auskunft. (C “/< G3 MN»e, Sdfeti, Parfüms ES a A. Welz, LckesM (i (1406 B Ludwigstrafie 26. (2174 Strümpfe Socken empfiehlt in Flaschen, Syphons und Gebinden • Sommer-Untesek8eideF,i J. Kaan jr., Kreuzplatz 10 meibung von Ansteckung. Volt. Elegant Telephon 87 Frankfurter Str. 151 1929 Bequem Dauerhaft Preiswert Schuh-Haus L. SÜSS sehen bei 12322 Marktstr. 9 Teleph. 434 Wettergasse K r^MWLÄÄ M Uer Kaufe. 90 75 G, m, d. H, meine neuen Modelle 1910 sind ohne Gleichen Laufen Sie am besten bei der Firma Pötor li rrtiiAnhAro* Arbeiterkleider, blnul. Schlosser-Anzüge in dauerhaften Qualitäten Saatkartoffeln, die besten frühe u. späte Sorten, empf. zu billigsten Tagespreisen H. Trec&t&Ser, (Snteinstr. 48. (1739) Teleph. 581. machen das schmutzigste Metall spiegelblank. In Flaschen von 10—50 Pfg. überall zu haben. Fabrik Labsiynski L Co., Berlin 10. Gnauffeurschule Bingen a. Bh. [hv’/s Staatsaufsicht Prosp. frei. illlant Qischeid. ri b( J1.1 - Badeöfen. Ver- uCtaloqe kostenlos. Die nicht rutschenden Kinder-Söckchen „Agea*4, gesetzlich geschützte Neuheit, sind in allen Grössen in vielen Mustern nur zu haben bei A. Salomon & Cie., u u :: :: Schulstrasse 4 u u :i 2 Dortmunder Union-Bier vollständ. Ersatz für sogen, echtes Pilsener Segen Feldmäuse hat sich meine StrycSnmnfirucM als bestes Mtiusegift bewährt. Bei stärkstem Gehalt billige Preise. 2324 Otto äctoaaf Seltersweg 39, Goethesir. Möbel- und Betten-Fabrik Th. Brück Grossh. Hess. Hoflieferant Ecke Schlossgasse-Brandplatz-Kanzleiberg Gefundheitsvier, ärztlich empfohlen, Mafizkraftbier, empfiehlt die Flasche zu ä5 Pfg- Bierhandluug Albert Merlau, Süd-Anlage 7. Giessen, Telephon 680. Robert Stuhl, Neustadt 23. |la. Aepfelwein garantiert naturrein, liefert in Flaschen, Syphon und Gebinden, jedes Quantum frei Haus (1738 H. Drechsler, Steinstr. 48. Tel.581 Wirte u. Wiederoerk. Extra-Preise Alleinverkauf der berühmten „Herz“ - Schuhe. Rotwein Vi Flasche 60 Pfg. ohne Glas. Gebrüder Adami, MäuSbura 14. (1654 Hd 6 Fischer PärhPTAi Größter Betrieb tarötiTBl dies Branche im ■HkWRB* Grossh. Hessen. Geer. chem. Wasch - Anstalt. SadeBfen ,Geyser‘ 'serapparategn^I ligßit-flamm-XkssKoM«. Von 30 Ztr. an frei vors Haus geliefert pro Ztr. 70 Pfg. Emil Schmal!, Giessen Frankfurter Str. 7 1986 Telephon 83 Ferner emvfehlen zu billigsten Tagespreisen: Ruhranthrazitkohlen, Nutzkohlen, Bestmelierte (gemischte Rolfen), Anthrazit-Eiformbriketts und Braunkohlenbriketts, sowie alle Sorten GaSkokS und Zechen (Hütten)-Koks, Brennholz. Gebrüder Kahl t'.| Ztanarienweibcheu weg. Aufgabe der Zucht, sowie 1 chin. Nachtigall billig abäugcben. _________________illeunadt 14 III. 032781 2sitzig. Sportwagen, saft neu, bill. zu oert. Weserstr. 10. 032851 Guterhall. Kinderwagen lSitz- u. Liegewagen» bill. zu verk. ________Schlörb, Marktplatz 23. In Schlitz ist ein größeres Anwesen (Wohnh., mehr. Aeben- gebäudc und Garten) in allerbester Lage sofort zu verkauf. Dasselbe dürste sich sowohl für jed. geschäftliche Unternehmen, alö auch für landwirtschaftlichen Betrieb vorzüglich eignen. Reflektanten können die näher. Bedingungen erfahren, sowie das Anwesen jederzeit ein- 8g. Lozhemrich, schlitz Mechanische Leinenweberei. ^llMNrnil ,»?• verkauf, vUWLIUwv PH. «iicr, Frrieur. 130 cm breit 160 cm breit Einschläfrig Zweischläfrig 20.50 »5.00 Füllung lOPfd. Füllung 13Pfd. Bettiedcrn Betlsedern 28.50 33.00 Füllung lOPfd. Füllung 13Psd. Halbdaunen Halbdaunen 40.00 45.00 Füllung lOPfd. Füllung 13Pfd. Landrupf Landrupf mildem Herz aufderSohlt