(Ui ti®le 7ä &. emng nJJ- ’MS? 40 Nächte Ppen. _ 0136 kuar 19i6 ^°vazilaie„. lUr io^ n Walltor. 11 Trasse« , «onntao« ' f-iUbtJn '. Iser. m itrt pclle unter W.Löbtr. üm h raße 12 ie (013(6 fei i Tiin-Su. läge; lener. itetialioam iou. 9A W. Nr.§ in. Fragen. ■, lisken dorn iag.s’ abend Speek ikeb____U Mqi rmStas.den ids9Uhr,M sen. ,s Stelnooett*1 Acbniar l010 Sw* mlmig , «andsmann^ n vaberkasic^ Platz, tadel ei«' cr Vorstand. j^ane von Len. inie LuizugDon I Silbe- auf- gtflof VA- K«"" '•%/ lU>r iß 9-. „prfifl' 3 Klein?prf 3 ?lkien/" Tbo^v/M 7'1.6 pr* urK 8Ä Nr. 41 Zweites Blatt 160. Jahrgang Freitag 18. Februar 1910 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener Familienblälter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeil- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Vberheffen Rotationsdruck und Verlag der Brühlfchen Unwersiläts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion: ^^112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. Line neue AN Schienen. Die zahlreichen Eifenbahnunfälle der letzten Zeit lenken den Blick auf jeden Fortschritt, der zu ihrer Vermeidung beitragen kann. In den meisten europäischen Staaten sind es allerdings größtenteils die Sicherheitsvvrkehrungen ober die Aufmerksamkeit der Beamten, seltener die Zuverlässigkeit des Materials, die gelegentlich versagen und Katastrophen nach sich ziehen. Ganz anders auf den Bahnen der Vereinigten Staaten und den amerikanischen überhaupt. Tort zählen Schienenbrüche _»u den Alltäglichkeiten, und die Frage, wie man ohne erhebliche Kostensteigerung zu wesentlich besseren Schienen gelangen kann, bildet auf den amerikanischen Eisenbahn lang ressen ein viel erörtertes Thema. Deshalb hat eine merkwürdige Erfindrmg der neuesten Zeit, die Schienen aus Mang an stahl, in den Vereinigten Staaten ungleich mehr Anfmerkiainkeit erregt, als in Europa. Der Manganstahl verbindet in gegossenem Zustande, wie er aus bem Ofen lammt, also ohne Schmieden, Walzen und bergt, eine außerordentliche Harte mit cbernv großer Festigkeit gegen Bruch. Durch Versuche ist erwiesen, daß Schienen aus Manganstahl vier- bis seclsmat so lange halten, als solche aus dem besten Martinstahl. Das ist für stark beanspruchte Geleise, also in allen Industriegebieten, auf Stadtbahnen, besonders aber wieder in den Verengten Staaten mit ihrem riesigen Güterverkehr, ihren schweren Lokomotiven und Wagen, von größtem Wert. Man spart ja nicht bloß, an Material, sondern auch an Verlegungskosten und gewinnt nod) an Betriebssicherheit. Leider stieß die sofortige Verwendtrng der Manganschienen auf eine eigentümliche Schwierigkeit. Sie ließen sich nach dem Gießen nur sehr wenig in rvtwarmem und fast gar nicht mehr in kaltem Zustande bearbeiten. Ein Walzen, Tiegen, Lob ein, Bohrn: usw. war ausgeschlossen. Das gegossene Schienenstück, das naturgenräß nur kurz ist, kann nur durch mühsames Schleifen unwesentlich bearbeitet und gleich nach denr Gicß.cn in warmem Zu stand gelocht lverden, damit später die Schrauben durchgesteckt werden können. Trotzdem ist von solchen gossencn Manganscbicnen, besonders für Krümmungen in Stadtbahnen, wo sich Geleise sonst in wenigen Monaten abnutzcn, ferner für Weichen und Kreuzstücke, schön mit Nutzen Gebrauch gemacht worden. Nun aber hat vor kurzer Zeit ein vollständiger Umschlag in der Wertung des Manganstahls stattgefunden u nb 'war durch die Möglichkeit, die sich jetzt herausgestellt hat, solche Schienen zu w al zen und bis zu einem gtzvissen Grade auch kalt Strbeiten. Die Pennsylvania Stahl-Gesellschaft hat dies zuerst gebracht und andere Stahlwerke sind ihr gefolgt. Es sind ings besondere Kunstgriffe und wesentlich veränderte WalzenI Dazir nötig. Aus einem Block von 3 Tonnen Gewicht, der zehn «der noch mehr Prozent Mangan erhält, werden in den Stahl- *fcrfen zu Paterson vier Schienen von neun bis zehn Meter Länge Uvwlzt. Die Hauptarbeit muß sofort nach dem Erstarren des Älocks, bevor er abkühlt, geschehen, berat nachträglich darf der Stahl Frieden mit Kanada. Eine hocherfrculiche Kunde ist aus Ottawa gekommen. Danach hat der Finanzminister im kanadischen Parlament angekündigt, daß eine provisorische Regelung des Handels- vertragsverhältnisses zum Deutschen Reiche 'bevorstehe, der ein allgemeiner Handelsvertrag wahrscheinlich folgen werde. Die Wichtigkeit dieser Aeußerung der kanadischen Regierung wird klar, wenn man bedenkt, daß Deutschland seit dem Jahre 1898 mit Kanada in Zollkrieg lebt. Der Grund dafür liegt darin, daß Kanada damals seinem Mutterlande England 'Vorzugszölle gewährte, die Deutschland auf Grund des zwischen beiden Ländern bestehenden Meistbegünsti- aunasverhältnisses auch für sich verlangte. Diese an sich durchaus berechtigte Forderung lehnte Kanada ab und konnte es ohne Gefahr tun, da die übrigen Staaten die Vorzugsbehandlung britischer Waren anerkannten, ohne sie für ihre eigenen ' Erzeugnisse in Anspruch zu nehmen. Deutschland hob demzufolge den bisherigen Vertragstarif Kanada gegenüber auf und brachte gegen die kanadische Wareneinsuhr seinen bei manchen Erzeugnissen um 100 bis 200 Prozent Höheren autonomen Tarif zur Anwendung, worauf Kanada die deutsche Wareneinfuhr mit einem im Vergleich zu seinem Generaltarif um 33l/3 Prozent höheren Zollaufschlag (Surtaxe) belegte. Die Spannung der Zollbehandlung zwischen der englischen und deutschen Wareneinfuhr betrug danach ungefähr 100 Prozent, wodurch, ganz abgesehen von der Meistbegünstigung, die Frankreich, Oesterreich-Ungarn, die Schweiz, die Vereinigten Staaten usw. in Kanada genossen — wenn sie auch feine Vorzugszölle erhielten, wie England —, der deutsche Handel nach Kanada um mehr als die Hälfte zurückging. Sank doch der deutsche Export, der noch im Jahre 1903 fünf Prozent der Gesamteinfuhr ausmachte, ständig bis auf 2,4 Prozent im Jahre 1906, und konnte doch selbst seine Zunahme im Jähre 1907 von 6,9 auf 7,4 Millionen Doll, es nicht verhindern, daß er int Verhältnis zu der sich immer mehr ftei^ernben Gesamteinfuhr noch weiter auf 2,1 Prozent zuruckging, während der prozentuale Anteil Großbritanniens und Frankreichs an der Gesamteinfuhr konstant geblieben ist, {ber Anteil der Vereinigten ©tauten jedoch sich von '57,2 auf 59,3 Prozent hob. Was nun die deutsche Einfuhr an sich anbetrifft, so hat Deutschland während des Zollkrieges 58 Prozent davon verloren, während sich die (Änfuhr der Vereinigten Staaten, Englands und Frankreichs um 60 Prozent hob, und Oesterreich-Ungarn und die Schweiz sogar eine Handelszunahme nach Kanada von über 100 Prozent zu verzeichnen hatten. Den Haupt- schaden bei dem Rückgang des deutschen Handels nach Kanada trugen: Eisen- und Stahlwaren (mehr als 50 Prozent), Seidenwaren (50 Prozent), Wollwaren (36 Proz.), Farben aller Art (46 Prozent) und Glaswaren (49 Proz.). Völlig vernichtet aber wurde der blühende Handel in Zucker und Zement, bei dem Deutschland bis zum Jahre 1903 an erster Stelle stand. Diesen Wunden, die Kanada Deutschland schlug, gegenüber haben die deutschen Repressalien größtenteils versagt. Denn einmal geht ein Teil der kanadischen Einfuhr auch nach dem autonomen Zolltarif in Deutschland zollfrei ein, und ein anderer nimmt seinen Weg über englische und amerikanische Häfen und ist deshalb) zollpolitisch schwer tzu fassen, so daß es nicht verwunderlich ist, daß der Handel Kanadas nach Deutschland sich trotz des Zollkriegs um einige Millionen hob und nur insofern einen Schaden erlitten hat, als die Einfuhr der landwirtschaftlichen Erzeugnisse Kanadas, die teils überhaupt auf gehört hat, teils eine verschwindend kleine geworden ist, ohne Zollkrieg zweifellos ganz bedeutend gestiegen wäre. Was veranlaßt nun Kanada, jetzt seinen Frieden mit Deutschland zu schließen, nachdem alle bisher zu diesem Zwecke angeknüpften Verhandlungen sich zerschlagen hatten? Ganz einfach die Tatsache, daß die Vereinigten Staaten Kanada nicht die MinirnalzMe des Payne Aldrichtarifs zugebilligt haben, weil sie sich von Kanada ungebührlich disferenzrert fühlen. So ist man in Ottawa daraus angewiesen, für die Verminderung der Ausfuhr nach der Union Ersatz zu suchen, unbi denkt natürlich hier zunächst an das große, aufnahmefähige Deutschland. Kanada schließt also keineswegs aus reiner Menschenliebe mit uns den Zollfrieden, sondern in eigenstem, sehr begreiflichem Interesse, das hier glücklicherweise mit dem deutschen zusammentrifft. Doch mag Kanada, das sich ja auch sonst Deutschland gegenüber nicht besonders freundlich erwiesen, die eiserne Notwendigkeit treiben, — auch Deutschland hat ein Interesse daran, daß wenigstens das Handelsprovisorium mit Kanada so bald wie möglich zustande kommt. Ist doch der neue kanadisch-französische Handelsvertrag schon am 1. Februar in Kraft getreten, durch den Frankreich eine Reihe von Zollermäßigungen bewilligt erhielt, die den deutschen Handel nach ftanaba weiter schädigen müssen, und soll doch, wie es 'heißt, dieser Vertrag noch einer ganzen Reihe anderer Länder zugestanden werden. Darum tut Eile not. Deutschland muß Kanada seinen Vertragstarif zugestehen, um von ihm das Recht der Meistbegünstigung zu erhalten. Kanada ist ein Land, das fraglos eine große Zukunft hat und auch schon jetzt im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl überaus aufnahmefähig und kapitalkräftig jst. Diesen Markt unserm Handel und unserer Industrie wieder zu erobern, wird daher Ziel und Aufgabe der jetzigen Handelsvertragsverhandlungen mit Kanada sein müssen. L. London, 17. Febr. Der Abschluß des neuen Handelsvertrages zwischen dem Deutschen Reich und Kanada hat bei einem gewissen Teil der englischen Presse außer-» ordentlichen Merger erregt Gleichzeitig wird die Meldung benutzt, um die Nachteile der Beibehaltung des Freihandels zu beweisen und den Leuten vorzurechnen, daß der englische Handel so unter der deutschen Konkurrenz sehr leiden müsse, was sich hätte vermeiden lassen, wenn man auf die Konservativen gehört und Tarifreform eingeführt hätte. Der „Standard" ermahnt in einem Leitartikel die kanadische Regierung, sich zu vergegenwärtigen, daß Tarifreform bald in England ihren Einzug halten werde, man möge daher der deutschen Höflichkeit nicht zu sehr entgegenkommen, die doch nur diplomatischer Natur sei. Es würde in finanziellen Kreisen in London einen schlechten Eindruck machen, wenn Kanada sich jetzt zu nachgiebig zeigen würde. Aus dem preußischen wahlrechisaurschuh. Berlin, 17. Febr. Der Ausschuß tritt in fcie Besprechung des § 6 ein Ter Unterstaals, ekretär im Ministerium des Innern wendet sich gegen die vorgesckchagene Drittelung innerhalb des ganzen Wahlkreises, die ted.mrfd; schwer ausführbar sei. Gegen die Drittelung in der Gemeinde habe die Staatsregierung keine erheblichen Bedenken. Der Redner der Konservativen befürwortet, das geltende System beizubehalten, das antiplutokratisch gewirkt habe und dessen Einführung im Jahre 1891 auf einem Kompromiß der Parteien beruht habe. Du Vertreter der Freikonservativen tritt für die DrittÄtung innerhalb der Gemeinden ein, während der Zentrumsredner sich gegen den nationalliberalen Antrag erklärt, der die antiplutAtratisöhe Wirkung der Bezirksdrittelung wieder aufheben wolle. Demgegenüber hebt ein nationalliberaler Redner hervor, daß die in der Begründung angeführten statistischen Zahlen falsch seien. Setze man die richtigen ein, und berücksichtige man die scharfe steuerliche Erfassung der Arbeiter und Privatangestellten infolge des § 13 des Einlolnmensteuergesetzes, so vermindere sich die antiplutokratischc Verschiebung infolge der Bezirksdrittelung auf all-erhöchstens 1 Prozent. Im übrigen ziehe er den ersten Teck des Antrages, .ber die Trittelung innerhalb des Wahlkreises verlangt, zurück. Ein freisinniger Redner verkennt nicht, daß der Mittelstand durch dre Bezirksdrittelung geschädigt )ci. WM aber hätten die Arbeiter in einer Reil>e von Wahlbezirken 'Vorteil davon gehabt. BcispielÄveisc verdanke die Sozialdemokratie ihre Berliner Mandate der Trcktelung innerhalb der UrwahlbezirL. Er müsse sich deshalb gegen den nationalliberalen Antrag erklären. Tas,elbe tun die Vertreter des Zentrunrs und der Polen. Iw der Abstimmung wird der nationalliberale Antrag abp gelehnt. Ter Ausschuß wendet sich hierauf zu der Besprechung des Prinzips der Maximierung. Hierzu stellen die Nationalliberalen! den Antrag: „Tie erste Abteilung muß mindestens Vio, die zweite mindestens 2/io der Wähler enthalten. Wo diese Zahlen nach Maßgabe der Steuer betrüge nicht erreicht sind, werden zur Ergänzung der Wähler aus der nächstfolgenden Abteilung nach der Reihenfolge der zur Anrechnung gelangenden Stcuerleistungeu: berufen". Die Freisinnigen stellen sich auf den Boden des Antrags und schlagen vor, an Stelle der Zahlen Vio und Vio zu setzen Vio und 3/io- Die Frei konservativen beantragen, die über 2000 Mark hinausgehende Einkommensteuer und deren Zuschlags nicht anzurechnen. Tie Regierung erklärt sich gegen den Antrag, der nach ihrer Ansicht schematisch wirke. Aehnlich sprachen sich die Konservativen aus. Tas Zentrum erklärt, einstweilen gegen die national liberalen und frei konservativen Anträge stimmen W wo'llen, behalte sich aber seine endgültige Stellung vor. In der Abstimmung wird der nationalliberaleAntra g_a bgelehnt gegen die Stimmen der Nativnalliberalen, Freisinnigen und Sozialdemokraten, nachdem vorher den freisinnigen, für den nur die Antragsteller, Sozialdemokraten und Polen stimmten, ein gleiches Geschick getroffen hatte. Schließlich wird auch der frei- konservative Antrag abgelchnt und die Regierungsvorlage gegen die Stimmen der Nativnolliberalen angenommen. Tie übrigen Absätze der §§ 6 und 7 werden schnell erledigt und der Ausschuß, geht nun zu den §§ 8—10 über, welche die Vorschläge der Zuweisungen in eine höhere Abteilung enthalten. Tie Nationalliberalen Men dazu den Antrag: Ter Ausschuß wolle beschließen: 1. im § 8 Abs. 1 Nr. 1 die Worte „vor wenigstens zehn Jahren" zu streichen; 2. im § 8, Abs. 1 die Nr. 2, 3, 4 durch folgende Bestimmungen zu ersetzen; 2. einem staatlichen ober kommunalen ober einem öffentlich-rechtlichen beruflichen Vertretungskörper als gewählte Mitglieder angehören ober angehört haben, ober 3. mehr als 12 Jahre einen und benfetbert Beruf selbständig ausgeübt haben, oder 4. mehr als 12 Jahre in einem und demselben privaten Dienstverhältnis oder im öffentlichen T enst gestanden haben. Von der Regierung wird die Vorlage verteidigt aber auch erklärt, daß sie jeden annehmbaren Abänderungsvorschlag begrübe. Ten Konservativen und Freikonservativen erscheint der national^ liberale Antrag in einzelnen, Teilen zu weitgehend, währendZentrum und Freisinnige sich auf ein Herausheben von Wählern nach andern als steuerlichen Mummten überhaupt nicht ein las sen wollen, da es in gerechter Weise sich nicht durchführen lasse und in das Trei- klassenwahlrecht nicht hineinpasse. Konservative und Freikonservative beantragen eine Privilegierung des selbständigen Landwirts und Gewerbetreibenden. In der Abstimmung wird abgelehnt Nr. 1 des national- liberalen Antrags und cbenfa die Np. 2, 3 4 desselben öttttrags. Tic §§ 8 und 9 der Regierungsvorlage werden einstimmig ab- gelehnt, ebenso erst die zu dem 8 10 gestellten konservativen und freilonservativen Anträge, dann die §§ 10 und 11 der Vorlage. Tie nächste Sitzung findet am Dienstag den 22, Februar, 11 Uhr vormittags statt. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 17. Febr. Anwesend: Oberbürgermeister Mecum; Beigeordneter Keller; die Stadtverordneten Dr. Biermcr, Brück, Dv. Ebel, Eichenauer, Emmelius, Faber, Gabriel, Grünewald, Habenicht, Haubach, Helfrich, Helm, Huhn, Jann, Jughardt, Leib, Löbcr, Loos, Petrr, Plank, Simon, Troß, Wallenfels, Dr. Wimmenauer, Winn. Baugesuche. Franz Senner Erben wollen auf ihrem Grundstück am Settersiveg einen Neubau errichten, für den verschiedene Dispense nötig sind. Befürwortet werden die Dispense wegen des nicht genügenden Hofrannves, der Frontlänge des Hauies (7,83 statt 8 Meter), des Balkons, der nur entlang des Eckzimmers in einer Ausladung von 40 Zentimeter angebracht werden soll, und der frachwerkausstihrung des obersten Stockwerkes, seicht beftijL- höchslens noch einmal glühend gemacht werden, wenn er nicht verderben soll. Die Schienen müssen -also in wenigen Durchgängen und unter ungeheurem Druck ausgewalzt werden. Günstig ist dabei, daß der Manganstahl unter den Walzen seine Temperatur lange bcibehält, ungünstig dagegen, daß er beim Abkühlen große Vorsicht erheischt, um nicht spröde zu werden. Die fertigen Schienen werden mit einer Art Schleifscheibe abgeschnitten, die Schrauben- löcher kalt eingestanzt. Eine solche Sckstcne tostet rund dreieinbalb- mal so viel wie eine gewöhnliche Stahlschiene, hält aber viereinhalb- bis sechsmal so lange aus. Natürlich sind,noch längere Beobachtungen erforderlich, bevor sich ein abschließendes Urteil über die neue Erfindung fällen läßt. R. W. — Das Neueste Von Shaw. Im Londoner Duke of Port-Theater wird ein neues Werk von Shaw vorbereitet, das den Titel „Mesalliance" führt; der irische Spötter hat nicht versäumt, einen wißbegierigen Interviewer mit allerlei paradoxen Andeutungen über diese neueste Frucht seines Witzes zu verwirren, „Als mein Stück „Getting marrieb" oor_ einigen Jahren zuerst gegeben wurde," so plauderte „G. B. S.", „da lachten die Kritiker es in Grund und Boden, und das Publikum ging erst ins Theater, als es selbst herausgefunden hatte, bafr dies Werk wirklich ein gutes Stück war. Gut ist natürlich ein relativer Begriff. Manche lieben ftischen Käse, andere absolut fauligen. Alles ist Sack)c des Geschmackes, ob man nun Käse ißt, Literatur liest ober über die Moral nachgrübelt. In meine „Mesalliance" habe ich all das hineingearbeitet, was den Kritikern von „(Setting merriet)" am meisten mißfiel. Ich war selbst einmal Zeitungsmann. Ich werde zufrieden fein, ich werde glücklich sein, ich werde vor Vergnügen Hüpfen, wenn meine ehemaligen Kollegen' nach der ersten Aufführung aus dem Theater wanken, schmerz- gebeugt, niedergeschmettert, mit gebrvckLnem Herzen, weil sic werden sagen müssen, daß ich der geschickteste Schriftsteller und der famoseste Mensch der Welt bin. Mein neues Stück ist absolut klassisch; die Einheiten von Ort und Zeit sind gewahrt, Handlung gibt es nickst, nur Shaw und gute Schauspielkunst: was wollen Sie mehr'? Sicher wird es ein Mißerfolg. Deutschland schätzt mich, Amerika bezahlt mich, England verlacht mich; ich bleibe London treu, es amüsiert mich großartig, ausgetacht zu werden .." — Funkentelegraphie und Wetterdienst. Im Laufe des verflossenen Jahres wurden mehrfach Versuche angestellt, die auf dem Atlantischen Ozean von Schiffen gemachten Äitto- rungstsobachtungen durch drahtlose Telegraphie nach Europa zu illermitteln und für die Witterungskunde nutzbar zu machen. Von deutscher Seite hat der Direktor des Meteorvlvgischcn Observatoriums zu Aachen nach Versuchen im Jahre 1907 eine längere Verjuchsreise auf bent Ozean im Jahre 1908 borgenommen. Diese Versuche im Jahre 1908 sind von den im Jahre 1909 angestellten grundsätzlich verschieden, da bei ihnen die Frage zu prüfen war, wie lange die Telegramme vom Lande zum! Schiff brauchen, und ob es möglich ist, sich über die Wetterlage selbst an Bord eines Dampfers zu unterrichten. Die im Jahve 1909 an gestellten Versuche verfolgten ganz andere Zwecke. Eüt- mäl wurde mit fämtlichen Schiffen gearbeitet, und ztoar wurden die Beobachtungen von der See zum Lande gegeben. Sodann sollte auf Grund dieser Nachrichten erprobt werden, ob hiervon die ausübende Witterungskunde in Europa Vorteil ev- zielen würde. Diese Versuche wurden gemeinschaftlich von der! englischen und der deutsche n Regierung angestellt, und! zwar vom 1. Februar bis 30. April und vom 1. August bis 30. September. Von sämtlichen Ozeanschiffen wurden die Beobachtungen an das Meteorologische Institut zu Londo n , die Deutsch Seewarte zu Hamburg und an die Wetterdienststelle nach Aachen übermittelt. Tie Versuche haben nun folgendes ergeben: Für den Wetterdienst zeigten sie, daß in vielen Fällen eine Ev- weitcrimg der Wetterkarte auf dem Ozean vorteilhaft sei; fo liegt nach dem Berichte: der Deutschen See warte schon! heute die Möglichkeit vor, aus der durch Wettev-Funkcntelegramme zu erreichenden Erweiterung der Lustdruckkarte vom vorhergehenden Abend Vorteile für die WMterVorhersage zu gewinnen. Ta jedoch bic Llbendwettcrkarte nur in der Winterzeit, nicht jedoch in der Sommerzeit entworfen werden kann, weil ein Abenddienst nur in der lütteren Jahreszeit besteht, so konnten die Beobachtungen vom Abend während einer größeren Zeit der Versuche nicht benutzt werden. Von den Morgenbeobackstungen kamen verhältnismäßig wenige noch bis zur Wwicklung des Wetterdienstes an demselben! Tage an, wohl jedoch logen morgens eine größere Anzahl Beobachtungen vom vorhergehenden Abend vor. Mit der regelt mäßigen Einrichtung der UebermittluTrg von Witterungsbeobach- nmgcif durch, drahtlose Telegraphie vom Ozean her müßte daher unbedingt eine regelmäßige Bearbeitung der Beobachtungen dep europäischen Stationen vom Abend vorher verbunden werden. Die auf dcm| Ozean 1908 angefteilten Versuch stehen daher in keinem Widerspruch zu denen des Jahres 1909. Die Seewarte kommt .daher zu folgendem Schluß: „Wenngleich die beendeten, gemeinschastlichen Versuche Deutschlands und Eitglands mit dem Bezüge von Wettev-Funkentelegrammen von: Ozeait zu dem Ergebnis geführt haben, daß wtt uns mit der erfolgreichen Ausdehnung unserer Wetterkarten über den Osten des Atlantisches Ozeans noch etwas gedulden müssen, so kommt jenen Versuchen doch, ein sehr schätzenswerter Gewinn zu, indem sie uns volle Klarheit über das zurzeit auf diesem Wege Erreichbare gebracht und damit zugleich den frort) ebritt an gebahnt haben. Der größte Tank gebührt daher allen bemenigen, denen wir die Turchsülwung der Versuche zu verdanken haben _unb dabei in erster Linie den beteiligten großen Schiffahrtsgesellschaften." , Wvrtct wird bic vorgesehene Gebäudehöhe, 13,50 statt der erlaubten 13 Meter. Städtische Straßen- und Grundstucksangelegeuheiten. Anläßlich der Errichtung des Sennerschen Neubaues kaust die Stadt Straßengelände an, den Quadratmeter zu 100 Mark. Gärtner Wittman n will an der Marburger Straße einen 'Jteufcmi errichten, der später an drei Straßen zu liegen kommt. Herr Wittmann tritt an die Stadt 1649 Quadratmeter Straßen-- gelande ab, das die Stadt 8245 Mark kostet. Da bis zur Er- ösftrung der Straßen Herr W. das Gelände noch benutzt, wird das Kausgcld erst später ausbezahlt. In der letzten Sitzung war der Verkauf des Hauses Bahnhofstraße 20 an Gcrbermeister? Becke r unter der Bedingung beschloisen ivorden, daß B. für sich und seine Rechtsnachfolger die Bedingung eingehe, keine Gerberei auf,dem Grundstück zu errichten. Herr B. will aber nur die Verpflichtung übernehmen, daß er keine Kalk- oder Wasseprerkstatte für Gerbereibetrieb auf dem Grundstück anlegt. Die Deputation beantragt, den Verkauf unter dieser Bedingung gntzr^eifstm. ■ Ltadtv. Blank meint, man werde mit dieser Bedingung den Käufer nicht hindern können, seinen Gerbereibetrieb zu vergrößern. Ihm sei die Sache ja einerlei, aber es werde in der Stadt einen sonderbaren Eindruck machen, daß man früher das Grundstück angekaust habe, um eine Gerberei aus der Stadt zu bringen und jetzt es wieder an einer Gerber verkaufe. Der Oberbürgermeister bemerkt dazu, man habe das GrundstM damals angekaust, um bei dem in Aussicht stehenden Prozeß mit den (ZKrbern wegen des Stadtbaches einen Prozeßgegner weniger zu haben. Bei dem jetzigen Kaufvertrag handele es sich um eine private Verpflichtung, nicht aber um eine öffentliche rechtliche, auf Grund des § 16 der Gewerbeordnung. Stadtv. Grünewald hätte lieber gesehen, wenn der Verkauf ohne jede Bedingung erfolgt und nichts darin enthalten wäre, was vertvaltungsrechtlick zu entscheiden sei. Die jetzige Sachlage stelle die Stadt ungünstiger, da der Verkauf in einem gewissen Widersdruck) mit der Tendenz stände, die Gerbereien aus der Stadt M entfernen. Stadtv. Troß hält den 16 der Gewerbeordnung nur bei .Kalk- und Wasserb-etrieb anwendbar, was Stadtv. Grünewald für einen Irrtum erklärt. Der Deputationsantrag findet Annahme. Von einer Anzahl Anlieger ist ein Gesuch wegen Anlage einer Straße längs der Süd-Anlage von der Rudolphschen Besitzung bis^znr Johannis kirck>e eingcgangen. 'Die Gesuchsteller wollen! das Straßenland unentgeltlich abtreten und die Siraßen- bosten übernehmen, wogegen die Stadt die Kanalisation usw. übernehmen soll. Für die Straße erforderlichen Teile der Anlage unb des Schoorgrabens wollen die .Petenten durch gleichgroße Geländestücke ersetzen. Nach dem Antrag der Deputation erfolgt Ablehnung des Projektes. Stadtv. Grünewald führt ans, gegen das Projekt spreche, daß man grundsätzlich keinen Teil einer öffentlichen Anlage verbauen solle. Es sei aber nicht zu verkennen, daß. ästhetische Gründe für die Beseitigung des jetzigen Zustandes sprächen. Ein anderes Projekt sei daher wohl erwägenswert, doch dürfe es nickst so kleine Häuser und so geringe Zwischenräume zwischen ihnen vorsehen, wie das jetzt abgclehnte. Der Vorsitzende gibt zu. daß jetzt der Zustand Nicht sehr schön sei, aber im Sommer sei der Einblick in die Gärten recht schön. Die heutige Entscheidung bedeute keine prinzipielle Ablehnung und über ein abgeändertes Projekt werde man wohl reden können. Für die L o n Y st r a ß e soll eine Ortsbausatzung ähnlich der für die Gutcnbcrgstraße — offene Bauweise, zweistöckige Häuser usw. — errichtet werden, um eine Verunstaltung dieses St raßen zugcs längs der Wieseck zu verhindern. Die Versammlung stimmt dem vorliegenden Entwurf zu. Beaufsichtigung der Hunde in den Anlagen. Auf einen Antrag des Stadtv. Grünewald soll eine Abänderung der Polizeiverordnung über die Beaufsichtigung der Hunde erfolgen. Zurzeit müssen Hunde in den öffentlichen Anlagen so beaufsichtigt werden, daß sie nicht auf den Beelen her umlaufen. Der neue Entwurf siel l vor, daß Hunde üt den öffentlichen Anlagen usw. an der Leine geführt werden müssen und frei laufende Hunde vom Hunde jünger eingefangen werden kömten. Stadtv. Löb er will der Abänderung im allgemeinen zu- stimmen, möchte die Verordnung aber nicht auf die -in dem Ent- wurs besonders genannten; Anlagen an den Bahnhöfen ausgedehnt wissen, da gerade hier fein besonderer' Hundcunfng zu bemerken sei. Stadtv. Wallenjcls spricht sich entschieden für die Ver- orbmmg aus, da damit nicht nur die Anlagen, sondern auch, das Publikum geschützt würde. Auch Stadtv. Eichenauer ist für bic Verordnung und bringt einen Wunsch des Tetaillistenvereins zur Kenntnis, baß bas Mitbrinaen von Hunden in Läden verboten werben möge. Für Wirtschaften bestehe ein solches Verbot schon, es werde aber nicht genügend gehandhabt. Stadtv Grünewald bemerkt, die Anlagen nächst dem Bahnhof stelen auch jetzt schon unter die bestehende Verordnung. Auf seinen Antrag hin wurden sie jetzt besonders erwähnt, weil hier ein Verbot besonders nötig fei. Tas Wirtschaftvcrbot werde nicht strenge genug gehandhabt, hier sollte die Polizei mehr tun. Auch er habe schon Klagen über das Mitbringen von Hunden in Läden gehört. Eine gegen seinen Antrag gerichtete Eingabe des Hundesportvereins fei in einer Weise persönlich gegen ihn zugespitzt, daß er eine Antwort darauf für unter feiner Würde halte. Stadtv. Dr. B i c r in e r erkennt an, daß Mißstande vorhanden find, aber bic jetzigen Bestimmungen würden genügen, wenn sie durchführbar feien. Auch die neuen Bestimmungen seien nicht durchführbar, da eine Ueberwachung nicht möglich fei. Er sei ein Gegner von Polizeibestimmungen, die nur auf dem Panier ständen. Gewissenhafte Leute würden die Bestimmungen befolgen, aber die andern nicht, und der jetzige Zustand bleibe unverändert. Stadtv. Troß billigt beit persönlichen Ton der Eingabe des Hundcsportvereins nicht, kann aber die darin zum Ausdruck gekommene Erregung begreiflich finden. 9bud) er sei der Ansicht, daß man nur wirklich durchführbare Bestimmungen erlassen solle. Ein Verbot, Hunde in Läden mitzubringen, in denen Lebensmittel verkauft werden, halte er für angebracht. Gegen die neuen Bestimmungen habe er an sich nichts, wenn sie nicht aut. die Chausseen, längs der Anlagen ausgedehnt würden, werde ■ aber dagegen stimmen. Stadtv. Dr. Wim men au er fragt, ob auch die Anlagen . vor der Aula unter die Verordnung fallen, was bejaht wird. Stadtv. Em melius ist mit der Freilassung der Chausseen längs der Anlagen einverstanden, möchte aber den Bürgersteig vor dem Justizpaiasl einbczogen haben, da hier bic Verunreinigung durch Hunde besonders arg fei. Jedenfalls solle aber bic Polizei besser dahinter her sein. Stadtv. Grünewald betont nochmals, daß die jetzige Verordnung unzureichend sei, da sie die stromernden Hunde nicht treffe. Tie heute vorgeschlagcne Ergänzung enthalte an sich nichts neues. Stadtv. H a b e n i ch t führt aus, namentlich gegen die stromernden Hunde müsse durch bessere Aufsicht vorgegangen werden, wie dieS auch früher geschehen fei. Stadtv. Tros; meint, cs müße möglich sein, mit den jetzigen Bestimmungen die vorhandenen Mißstände zu beseitigen unb will bcu Maulkorbzwong auch auf freilaufende Jagdhunde ausgedehnt haben. Der Vorsitzende betont, daß es teilte Schwierigkeiten biete, bic Hunbe in ben Anlagen anzuleinen unb spricht sich für bas Hunbeverbot in Lebensmiltelgcschäften aus. Stabtu. Dr. Biermer spricht nochmals gegen beit Erlaß unburdifübrbarcr Polizcibestimmungcn. Him.be an ber Leim zu füllten, sei nicht angenehm, und in vielen Fällen werde nicht der Hund, sondern bet Führer an der Leine sein. " stubtü. Grünewald bemerkt nochmals, bau Icbiglid) bic vorhandenen. Bestimmungen wirksam ausgebaut werden fällten Für Personal um .............. 2700 Alk. , Burcaubedürünffe um ...........150 , „ Heizung unb Licht um...........1^00 „ „ Wasserverbrauch um ...........909 , ° „ Gebäubeunterhaltung um (1 Proz. der reinen Baukosten) ............... 2000 „ „ Für Unterhaltung ber inneren Einrichtung um . 900 zusammen um 8 450 Mk. jo baß bann für den Schuldeubicust nur noch rund 11 000 Ml. ver fügbar sind. Bis dahin (Herbst 1911) wird von der alten Schlachtdos- schuld voraussichtlich noch zu verzinsen und zu tilgen fein ein Bc trag von 60 000 — 2'/, . 16 000 —...... 20 000 Ml. t ' Hiuzugckommcn siiib 120 800 -j- 261 400 = rund 382 Qir> „ Vermutlicher Schuldenstaud Herbst 1911: 4u2 UJ0 Vit. Bis Herbst 1912 kommen ferner hinzu . . . . 149 00 » „ Vermutlicher Schuldeustanb Herbst 1912: ööl ouu All- . Einschließlich der oben ermittelten 6000 Mark werden für Verzinsung und Tilgung des Anlagekapitals rnnd 56000 Mar! j verfügbar sein. Die Schuld nimmt nach 1912 durch bic fernerhin nötigen Erweiterungen immer mezr zu: dasselbe gilt für bü ■ Betriebskosten. Die Schlacht zahl en wachsen nur langsam, wesend lich weniger als die Einwohnerzahl. Nimmt man aber an, daß. bic Steigerung der Betriebststen durch bie Zunahme der Einnolimen ausgeglichen wird, so bleiben jährlich rund 56 000 Mark für den Sckmldendienst. Tie jetzt geplante Vergrößerung des Schlackst.. Hofes ist für 50 000 Einwohner berechnet, kann aber iväler' dem Bedürfnis von 100 000 Einwohnern entsprechend vergrößert inerten. Die Zahl von 50 000 Einwohnern wird nach der Zunahme in den letzten Jahrzehnten voraussichtlich in den Jahren 19$8 ibs 1930 erreicht werden. Dann werden also wiederum erhebliche Kosten aufzuwenden fein, und bis bahin müßte eigentlich die ganze Anlage schuldenfrei sein. Da es aber nicht ausgeschlossen ist, baß bie künftigen Ueberschüsse sich günstiger gestalten unb bic Vergrößerung bes Schlachthofes sich noch einige Iahte hinausschieben läßt, soll zurzeit von einer Erhöhung ber Schlachtgebühren über bie hier vorgeschlagenen Sätze Abstand genommen werden, um einen Ausschlag der Fleischor eise zu vermeiden. In einigen Jahren wird sich zeigen, ob die jetzt vorge- schlagcnen Gebühren ausreichen, und man kann dann — wenn cs nicht zu umgehen ist — immer noch zu einer Erhöhung schreiten. Jedenfalls zeigt die Uebersicht, daß eine Ermäßigung der Gebühren unter die vorgeschlagenen Sätze nicht angängig ist. Der nach den bisherigen Einnahmen und nach Abzug der vermehrten Ausgaben verbleibende Ueberschnß von 11000 Niark reicht noch' nicht einmal für die Zinsen der im Herbst 1911 vorhandenen Schuld. Rechnet man für die Großviehhalle mit einer weiteren Vermehrung der Betriebskosten von nur 5000 Mark, so bleiben von den bisherigen Einnahmen für Zinsen und Tilgung 6000 Mark übrig. Tie Schilachtgebühren müssen also spätestens 1911 erhöht werden. Es empfiehlt sich aber das schon zum 1. April 1910 zu tun, weil bann bie Verbrauchssteuer für Schlachtvieh- wegsällt unb vermieden wird, daß bic schwankende Belastung des Fleisches schwankende Preise bedingt. Der Entwurf einer Ge- bührenordmlng sieht SMachtgebühren in solcher Höhe vor, daß bei gleichzeitigem Wegfall des Oltwi eine Erhöhung der Fleisch- preise mit der Erhöhung der Schlachtgebühren nickst begründet werden kann. Tie beigefügte Zusammenstellung gibt für das im Jahre 1908 geschlachtete Vieh einen Vergleich der chwzeitigen Abgaben (Oktroi und Schlachtgebühr) mit den vorgeschlagenen Gebühren- sätzen, sowie mit den in Offenbach vom 1. Nkärz d. I. an gültigen und den in Mainz von der Stadtoerordueten-Verfaminlung beschlossenen Gebühren. Im ganzen sind die hier vorgeschlagenen Gebühren nichtiger als bic bisherige Abgabe und niedriger ak- die Säpe in Offenbach und Mainz. Im einzelnen sind ^geringe Unterschiede vorhanden, bedingt durch die Absicht, nicht einzeln Ueischsorten sehr hoch hcrauzuziehen (wie Kalbfleisch in Offenbach und bic Gebühr für minderwertiges Fleisch nichtiger zu halten als für besseres. Nach dem Enlivurs bieser Gebührnwrdnung würden für die im Jahve 1908 vvrgeirommenen Schlachtungen zu zahlen gewesen sein 81 665,45 Mk. Die Schlachtgebühren betrugen 1908 31 502,80 „ Mithin wurden mehr eingegangen sein 50162,65 Vorgeschlagen werden folgende «chlachthauSgebuhrcn. für einen Ochsen ober für einen Stier von mehr als 450 Lebendgewicht.........12,— Mk, für einen Faselochsen von mehr als 450 kg Lebdgw. 10,— „ für einen Stier ober Fachselochjcn von nicht mehr als 450 kg Lebcnbgcwicht oder, für ein Stück weibliches Rindvieh........ . 7,— „ für ein Kalb (Rindvieh im Alter bis zu 6 Wochen) 1,10 „ für ein Stuck Einhufer........... 6,— „ für ein Schwein ........... 3,25 „ für ein Ferkel (Schweine im Aller bis zu 13 Wochen) 0,25 „ für ein Schaf........ 1,10 „ für eilte Ziege....... 0,50 „ für ein L'ainm (Schaf oder Ziege, noch von der Mutter genährt) ........... 0,25 „ Die Wieg-Gebühren usw. werden nicht erhöht, aber auf 5 bezw. 10 Pfg. abgerundet. Die Anträge des Stadtv. Blank, ob nicht durch den Fortfall bes Oktrois für cingefnhrtes Fleisch bei ber gleichzeitigen Erhöhung der Schlachtgebühren bic einheimischen Metzger durch vermehrte Fleischeinfuhr gesckstibigt würben, beantwortet der V ersitzende bahin, baß eine Erhöhung her Fleisckischaugebühr für . eingestihrtes Fleisch von 2 auf 10 Pfg. für das Kilo Borge- , schlagen werbe. Auch eingeführte Eingeweide sollten 60 bezw. 50 Pjg. statt seither 20 und 30 Pfg. bezahlen. Die Metzger feien1 in der gestrigen Deputationssitzung vertreten gewesen. Ter Obermeister ber Metzger-Innung habe sich zwar ber Wstimmung enthalten, aber erklärt, baß er persönlich mit der neuen Regelung kaßebefi Sarenbi Emka Mobilia: Absch' Aussläni Zahl Zugar Slbgat Stand Höhe Zugai Abgai Stand liW L. e- iii6 H»1 5 0(1. ’ btelle ' --.'den (fahr) c ,1300 5 W M- lind l0 wabrenl ben Bel ber stad Ae B. Hi Di fähigen bittet n L, — ■ Aus I folgendes 1 2 9 1 17 25 26 71 3 Sie । anzugeben Die mittags 3 wo alsdai Dau! 9kl einverstanden fei. (Schluß folgt.) Fre ab, in bet ht einer Weise, wie dies auch in den andern hessischen Stabten ber Fall sei. Stadtv. Jann spricht für die Abänderung der bestehenden Verorbnung, möchte aber die Sttaße an ben Anlagen freigelassen wissen. Nach kurzer weiterer Aussprache findet die neue Polizci- verordnung Annahme. Die Straßen längs den Anlagen sollen ihr nicht unterliegen. Auch der Antrag, daß freilaufenbe große Jagbhunbe Maulkörbe tragen sollen, findet Annahme. Verbrauchssteuern. Nach § 13 des Zolltarifgesetzes vom 25. Dezember 1902 dürfen für Rechnung ber Gemeinheit vom 1. April 1910 ab Abgaben auf (betreibe, HülsFrüchte, Mehl unb attberc Mühlenfabrikate, desgleichen auf Backwaren, Vieh, Fleisch, Fleischworen unb Fett nicht erhoben werben. Auf bie Erhebung von Abgaben von bem zur Bierbereitung bestimmten Malze seitens ber Kommunen finbet biese Bestimmung keine Anwendung. In § 58 bes Brausteuergesetzes vom 15. Juli 1909 wirb bic Grenze, bis zu her bas Bier für Rechnung von Gemeinheit besteuert werben barf, auf 65 Pfg. für 1 Hektoliter Bier festgesetzt. Für Bier mit einem Alkoholgehalte von höchstens IVi vom Hundert ber Menge barf bie Abgabe nicht mehr als 30 Pfg. für 1 Hektoliter betragen. Soweit bie Bierabgabe von bem zur Bieterzeugung verwenbeten Malze erhoben wirb, ist sie auf ben Doppelzentner ungeschrotenen Malzes in einem solchen Verhältnisse zu bestimmen, baß bic Höhe des Malzabgabesatzes ber Höhe ber Abgabe entspricht, bie von dem in die Gemeinbe eingeführten Biere erhoben wirb. Abgaben von Bier für Rechnung von Gemeinben sind bei dem UcbcrgaitgC bes versteuerten Bieres nach anderen Orten von den Gemeinden in bem nachweislich gezahlten Betrage *u erstatten. In Gießen besteht bie Absicht, bie Erhebung der Verbrauchsabgaben möglichst zu vereinfachen und sie zu diesem Zweck — soweit angängig — auf die Buchführung der Kaufleute, ber Bierbrauer, Branntweinbrenner unb ber Händler zu gen nden. Das läßt sich aber nur dann durchführen, wenn die Gegenstände, bie im wesentlichen unmittelbar bem Wochenmarkt ober bem Verbraucher zugeführt werben, abgabefrei sinb, im wesentlichen Wilb- brot und Brennholz. Eine Uebersicht zeigt, baß bie Abgabe von biesen Gegenstänben wesentlich geringer ist, als die Ausgaben für bie Oktroierheber, von beiten bei Wegfall bieser Abgaben mindestens bret entbehrlich werben. Anderseits fragt sich, ob nicht durch Erhöhung anderer Abgaben bis zu der gesetz- licy zulässigen Höhe der Ausfall wenigstens zum Teil wieher eingebracht werden soll. Der Branntwein barf nicht höher besteuert werben, als jetzt schon geschieht. Eine Erhöhung der Abgabe vom Wein oder von den Brennstoffen wird aufs die Verbraucher abgewälzt und zudem durch Erhöhung der Brennstoffpteise unsere Industrie schädigen. Anders dagegen verhält es sich mit dem Bier. Die Bierbrauer haben die Erhöhung der Reichsbraustcner im Jahre 1906 selbst getragen und sich zum Teil auf andere Weise hierfür schadlos gehalten. Dagegen haben sie gelegentlich der weiteren Erhöhung der Bransteuer im Jahre 1909 ben Preis des Bieres um 3 Mk. für bas Hektoliter in die Höhe gesetzt. Die für Gießen hauptsächlich in Bettacht kommenden Brauer — Unionbrauerei (Bichttr), Dcnnighoff und Jhring (Lich) — haben erklärt, sie hätten bei dieser Preiserhöhung für Gießen mit einer Verbrauchsabgabe von 65 Pfg./dl gerechnet unb eine Erhöhung )er städtischen Abgabe auf die)en Betrag werde eine Erhöhung >es Bicrpreises im Kleinverkauf nicht nach sich ziehen. Nachdem die Erhöhung des Bierpreises im Groß- unb Kleinverkauf nunmehr seit einigen Monaten burckgeführt ist) wirb cs sich empfehlen, bic Abgabe vom Bier zu erhöhen unb zwar für eingeführtes Bier ans 65 bezw. 30 Pfg. für 1 hl, für hier gebrautes Bier auf 3,30 Mk. für 1 Doppelzentner Malz, entsprechend einem Verbrauch von 19,7 kg Malz für 1 hl Bier. Nach einer Ucbcisichl betrug bic Oktroi-Einnahme nach Abzug bet Rückvergütungen im Durch,chnttt der letzten 5 Jahre 111118,02 Mk., davon fallen nach dem Zolltarifgesetz weg . . . 43 412,01 , bleiben 67 7Uu,01 Mk. Es wird beaittragt, teriiev ivcgiallen zu lassen bic Abgabe von Wildbret und Brennholz mit I 312,94 Ml., blcibüit 66 893,97 Mk., Dazu der Mehrertrag der Bierstcucr . . . . 24 986,46 „ 91 -»80,43 Mk. Infolge des starken Rückgangs int Bierverbraust) wird der wirkliche Ertrag der Bierstcucr voraussichtlich nur etwa 20000 Mk. mehr betragen, so daß beim Oktroi auch bei der erhöhten Bierstcucr immerhin mit einem Ausfall von rund 25 000 Mk. zu redeten sein wird, gegen 45 000 Mk. bei uriöeräuberten Okttoi- satzen. Wenn die Abgabe von Wildbret und Bremiholz abgeschabt wird, kann man schon nach wenig Monaten die Wirkung auf die Geschäftsführung ausreicheitd bcurteUen, so daß im Herbst 1910 die ganze Erhebungsart sich aitders und einfacher regeln last'en wird. Hiernach wird beantragt, einen entsprechenden Nachttag zum Okttoi-Reglcment zu genehmigen. Der Entwurf finbet ohne Debatte Genehmigung. Schlachthosgebuhreu Aber 0 Ausgabe Einnahme Jahr 1916 1917,18 1919 anlagcn — tuenden int Jahre 1909 1908 11 1911/12 1913 1914/15 Verzinsung it, Tilgung der Schulden. Alk. 19 012,63 19 157,21 20 167,81 18 959,19 der ber Ein- Mk. •38 597,59 40 229,06 44 466,23 44 456,88 .... ____ö-anö «ooener Pauiuen in ote ^anuc zu lanacn — sie roüroen damit sich selbst, den Kindern und der Schule eine Wohltat erweisen. Kinder, die regelmäßig Fays Lodener venützen, sind nach meiner Erfahrung immer rrnd, und munter auch durch Den schwerften Winter gekommen. Fays ächte Sodener AUneral-Vastillen taust man in eni fchlägigen Geschäften für 85 Psg. die Schachtel, laße lich aber keine Nachahmung aust'chwatzen. einschließlich Grunch'twerb und zugehörigen Neben,- jcdock) ol)iK KühlanlagL und Eisfabrik — anfzu- Mk. 19 584,96 21 071,85 24 298,42 25 497,69 Ein täglicher Begleiter. Nicht nur bei Husten und Katarrh als Foltre der schlimmen Herbst- und Winterwitterung schätzen Tausende in den berühmten Wybert-Tabletten ein vorzügliches Linderungsmittel. das wie kein anderes geeignet ist, als wahres Hausmittel zu dienen. Beinahe noch größer ist die Zahl derjenigen Personen, bei welchen Wybert-Tabletten im täglichen Gebrauch stehen als außerordentlich angenehmes Bonbon, das bei anhaltendem Sprechen den Mund feucht erhält, das beim Singen der Stimme Wohlklang und Kraft verleiht, kurz das Unzähligen von Menschen zum unentbehrlichen täglichen Begleiter und Beschützer geworden ist. Sie finden Wybert-Tabletten in Schachteln ä Mk. 1.— in allen Apotheken. Depot in Gießen: Pelikan-Apotheke. K> ruz2- Der derzeitige Schlachthof wurde vor etwa 22 Juhren in Verrieb genommen. Die Wirlschaslsrechnnng desselben^ wurde bisher grundiätzlich so geführt, daß alle Ueverschüfw ,;n Abschreibungen verwendet wurden. Danach ergab sich ber Buchwert Ende 1907 du 76 350,44 Mark und im Jahre 1908 wurden weitere 16 286 92 Mark abgeschrieben, so daß ber BuckMert her alten Anlage Ende 1908 noch 60 063,52 Marr betrug. ben bisherigen Erg;w- niifen würden auch in den folgenden Jahren je 16 000 Mark für A Schreibungen verfügbar sein. Die vorhandenen (Äebäude reim teil für das gesteigerte Bedürfnis nicht mehr aus, fo daß umfangreiche Neu- und Umbauten nötig sind. In Verbindung mit der neuen Anlage wird ein Kühlhaus jnit Eisfabrik erbaut; für diesert Teil der neuen Anlage wird eine besondere Wirtschastsrechiuingj zu führen sein, so daß er bei der Frage, ivie in Zukunst bie Schlachtgebübren zu bemetsen sind, nicht weiter in rächt kommt. Die Ausiührung des neuen Schlacht Hof es soll dem Bedürfnis entsprechend im Laus von mehreren Jahren geschehen. 9Lach den vorliegenden Kostenüberschlögen sind in bat einzelnen Bauzeiten für die Gebäude «*'■♦**‘■^'1 ,irXortrtork itiib Neberr- ntäi’Ite. X Marburg, 17. Jevr. Ter heule hier abgehaltene S ch w ci n e in a r k t war mit 442 Sluck Ferkeln und Lausern befahren. Tie Preise gingen bei lebhafter Nachfrage sehr tu bic Höhe. So wurden für Saugievkel 50—60 Mk^ für kleine Läufer 70—90 und für größere Ware 120—130 Mk. bezahlt. Ter Alavtt i wurde fast Ouevcrkauit. ■-----—« ■■ n ■■ — so kann das doch unmöglich weiter gehn! n Die halbe Klasse fehlt, bic andere Hälfte ist erkältet. Ich A tann das 5elassenziel unmöglich erreichen. Wenn doch tue MM Eltern sich endlich angewöbnen wollten, die Kinder nicht oijnc v v ein paar Fays Sodener Pastillen in die Schule zu schulen 1905 1906 1907 1908 , Danach hält die Zunahme ber Ausgaben mit .. nahmen annaljcmb gkidxit Schr.tt und stehen für Verzinsung Neben der Vcrziiisung und Tilgung des erhöhten Anlage- kapita.s sind mit Inbetriebnahme ber neuen Gebäude auch btt vermehrten Kosten für deren Unterhaltung, für Personal, .Heizwig, Beleuchtung, Wasserverbrauch usw. zu decken. Dafür reidjen die bisherigen Einnahmen des Schlachthvfes nicht aus; e5 muß asto auf Vermehrung derselben Bedacht genommen werden. , Xä£ finanzielle Ergebnis der letzten Jahre war — ohne Fleischbeschau, aber einschließlich Trichinenschau — für Mk. (Srmtberroerb ....... 120800 Schiveineschlachthalle. ....... 261400 Großviehichlachthalle........149 000 Tüngerhaus unb Kuttelei...... 41500 Kranlvieh- und Pierdeschlachthalle, Ver- malluiigsgebäude ....... 128 250 Stallungen........... 87 700 Schlackuhalle lürKleiiwieh und Stallungen 140 850 Wagcuschuppen, Freibank usw. . . . - 80 500 9oü ouu M ....................... Knöcrts mit Hirnm X unb Tilgung der Somld jährlich 19 bis 20 Oüü Mark zur ibci I W W €• V IHU 1 9’ Qlcr'tic kau, enden Ausgaben wachsen^'^'ln-sctzachtha.i NU. ! yrMjche Umversltäts-Druaerel. n. Lange, Sichelt . ia 10 bis ch Eick = 10,31 1. Und 2. 1,Slauini ^elhol :315 stai langen ge 1 bis etwk f>S 3. q >n>ttcigtz 3' 8 « H 7 "• An r1^ %tl, j! St, [D‘% Bilanz am 3L Dezember 19Ü9. 3000,— «Dir. 1031 B. Äu mann. 1032 Klasse — Fftm. n n) n) ff Die Gebote finh getrennt nach Sortimenten und Klassen [1034 3. und 4. Kl. 1290 5. und 6. Kl. (zu Bohnen Erchen: 12 Stämme 2. Kl. 12,- M. 10- . 0,38 0,71 1,70 0,83 ii ti ff km cm V 382()o/'! Nadelholz: 56 Stämme 1315 Stangen 1.—4. Kl., Buchen: = 0,73 Fui. 12,42 Fm., 1,10 , e- , 3,25 , 0,25 , 1,10 , 0,50 , Gesamthaftsumme Ende 1908 Zugang in 1909 Abgang in 1909 Stand Ende 1909 । 1. und 2. Kl. und 20 Rm. Nutzholz (2 Mtr. lang) 1 Stamm 2. Kl. — 1,75 Fm. und 1 3. Kl. - v. )r id IV. V. VI. II. III. IV. V. I. Daubringen, den 17. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. Steinberg, am 17. Februar 1910. Äonsuni-Bcreiir c. G. m. b. H. <»•*1 ["langen geeignet) und 25 Rm. Nutzholz. 2. Aus dem Gemeindewald Oberkleen von nachmittags 1 bis etwa 3' Uhr: 20,67 Fm. und = 10,98 = 12,55 == 9,82 = 17,85 = 0,94 NntzhoSz-Berfteigerung Freitag den 2ä. d. Mts., vormittags von 10 Uhr ab, in der Wirtschaft Wilhelm zu Ebersgöns. 1. AuS dem Gemeindewald Ebersgöns von vormittags 10 bis etwa 12 Uhr: Eichen: 1 Stamm 1. Kl. — 2,81 Fm., 6 2. Kl. = 10,34 Fm., 62 3. u. 4. Kl. — 26,37 Fm., 40 Stangen Eichen-Starnm Eichen-Stämme u ff Kiefern-Stamm Kiefern-Stämmc - u ff anzugeben da eine Zusammenrcchnung nicht stattfindet. Die Offerten sind bis zum 28. Februar l. Js., nachmittags 3 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei cinzureichen, wo alsdann die Eröffnung erfolgt. Bensheim, den 8. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Bensheim. Dr. Fren ar>. leise zu ver- e letzt Borgt» nn ~ meng er ^rhöhugg Häßigung öa Ingig ist. b Abzug ba 11000 2M 1911 BOT» ■llt nut einer 5000 Karl Bekanntmachung. In unserer Stadt ist die Stelle eines Schutzmanns neu zu besetzen. Bewerber, welche den in der Bekanntmachung vom 25. April 1903, die Ausführung des Gesetzes über die Besoldung der Gendarmen und die Polizcikosten betv., enthaltenen Bestimmungen entsprechen, werden ersucht, sich unter Vorlage der erforderlichen Nachweise bis spätestens 20. März 1910 bei unterfertigter Stelle zu melden. Die Stelle ist den Militäranwärtern Vorbehalten. An Gehalt werden gewährt: während der Probezeit (zirka ein halbes Fahr) ein Tagegeld von 3,50 Ml., nach erfolgter Anstellung 1300 Mk. Anfangsgehalt mit jährlichen Steigungen on 30 Mk. bis 1800 Mk.; außerdem 90 Mk. Teuerungszulage und 100 Ml. Kleidergeld pro Jahr., letzteres wird auch während der Probezeit gewährt. Anstellung erfolgt gemäß den Bestimmungen der Satzung über die Dienstoerhältmffe der städt. Beamten. j*0.1“allen -’l _ ID a a 149 (IQ i" ' | ( '6000 ti die iern^bie | Sill fut" Ü Hain, rotiJ ■toi Hir bin Schlag .aber s^I ftad) bi: m den als, °bchin .Aa es aber M günihgtt 9 noch cutig: 9 1 17 25 26 71 3 Bullen-Ankauf. Die Gemeinde Londorf beabsichtigt einen jungen, sprung- fähigen Simmentaler Zuchtbullen anzukaufen. Offerten bittet man an unterzeichnete Stelle. Londorf, den 17. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Londorf. leitet ffl »\ KZ tzachteb > « 300’ Königliche Oberförsterei Gladenbach verkauft: Dienstag den 2. Mär; in dem Staatswalddistrikt Wolisgartcu u. 6>ahnSkopft Schutzbez. orgeschlagMt nieiniger oE t jiitb^erin« nicht mzelR in Cffcnbaö get zu hall« luhrcnorbnW 81665,45 R 31502,80 , 50"V W- s S Zahl der Mitglieder und Geschäftsanteile Ende 1908 97 Zugang in 1909 4 Abgang in 1909 1 Stand Ende 1909 lob Höhe der Geschäftsguthaben Ende 1908 2151,19 Mk. Zugang in 1909 138,34 „ Abgang in 1909 30,— „ Stand Ende 1909 2259,53 Mk. Aktiva. JC Passiva. Jtt kassebeftand 248,22 Gefchäftsguthaben Warenbestand unb der Mttglleder 2259,53 Einkauf 6522,63 Eintrittsgeld 1,- Mobiliar und 10% Reservefonds 1872,77 Abschreibung 275,— Warenvorschußfonds 1518,78 Ausstände 4137,08 Kreditoren 2666.24 Reingewinn 2864,61 Summa 11182,93 Summa 11 182,93 Holzversteigerung Dienstag, 22. Februar 1910, vormitt, von 10 lltyr ab bei Wirt Sons, Dorlar, aus dem Gemcindcwald Dorlar, Distr. Hombergstopf 12 a u. c. Erbstrauch 10, Spitze berg 3 c, Hellbach la, Dreisteege 18b, sowie Totalität: Eiche: 4 Stämme 3. Kl. — 1,47 Fstm., 10 Stämme 4. Kl. = 2,4 Fftm., 6 Stangen 1. u. 3. ftl. — 0,66 Fftm., 4 Rm. Nutzholz, 7,5 Rm. Knüppel, 32 Rm. Reiser. Buche: 53 Nm. Scheit, 65,5 Rm. Knüppel, 2 Nm. Scheit u. Knüppel, 532 Nm. Reiser. Fichte: 10 Stämme 4. Kl. — 1,52 Fstm., 36 Stangen 1. Kl. = 3,24 Fstm., 207 2./3. Kl. = 7,44 Film., 40 Stangen 4. Kl. — 0,60 Fstm., 1 Rm. Knüppel, 30 Rin. Reiser. Kiefer: 2 Stämme 4. Kl. — 0,24 Fstm., Birte: 10 Stämme 4. Kl. — 1,11 Fstm., 20 Stangen 1. u. 30 2. Kl., zusammen 3,60 Fstm., 2 Rm. Knüppel. Laub und Nadelholzrcifer: 198 Rm. Hart- it. Weichholz- Reifer: 1518 Nm. b1b/. Krofdorf, den 17. Februar 1910. Der Bürgermeister: Brau n. Königs. Oberförsterei Brandoberndorf» 3m Wege des schriftlichen Angebots sollen aus den Distr. 2 und 3 Esvarerwäldchen, 7 und 8 Tnebachsheck, 10 und 11 Streit - roaliL 42 Herrn schäl berg, 47 Sankbardt, 53 Gönsrod und Totalität der Schutzbe^irke Weiperfelden, Cleeberg und Hasselborn vertäust werden: Eiche: Los 1 (B Kl. 31 9 Stämme — 6,97 ,3-m., Los 2 (B Kl. 4i 40 Stämme — 21.11 Frn., Los 3 (B Kl. 5) 183 Stämme - 46L9 Fm., Los 4 55 Rm. Rubscheit, Los 5 127 Rm. Nupknüvvel. Erlen: Los 6 iB Kl. 5) 18 Stämme — 3,18 Fm. Fichten: Los 7 (c Kl. 3) 5 Stämme = 3,24 Fm., Los 8 (c Kl. 41 621 Stämme — 99,43 Fm., Los 9 2 Rm. Kiesern-Nupscheit, Los 10 1 Nm. Kiesern- Nutzlnüvvei, Los 11 420 St. Derbstangen 1. Kl., Los 12 191 St, Derbstanaen 2. Kl. ibaruntcr 7 LÜ ), Los 13 355 St. Derbstangen 2. Kl., Los 14 245 St. Derbstangen 2. Kl. (darunter 10 Vä.l, Los 15 546 St. Derbstangen 3. Kl. (darunter 20 Lä.i, Los 16 320 St. Derbstangen 3. Kl., Los 17 13,88 hdi. Reiserstangen 4. Kl., Los 18 30,36 böL Reiserstangen 5. Kl., Los 19 52,47 hdt. Reiserstangen 6. Kl. Kiefern: Los 20 Ic Kl. 3) 10 Stämme — 5,95 Fm., Los 21 (c Kl. 4) 737 Stämme — 151,47 Fm. (darunter 23 Lä. = 4,86 Fm.1. Das Holä ist eingeschlagen und müssen die für jedes Berkauss- los, bei Stämmen vro Fm., bei Derbstangen pro Stück, bei Reifer holzstangcn vro hundert und bei Scheit und Knüppel pro Rin. abgegebenen Gebote die ausdrückliche Erklärung enthalten, daß Käufer sich den allgemeinen und besonderen Berkaussbedingungen unterwirst. Die Gebote sind bis Aum 2. Marz b. FS. portofrei, geschlossen und mit der Aufschrift „Gebote aus Holz" versehen an die hiesige Oberförsterei einzureichen und wird die Eröffnung der eingegangenen Offerten am 3. Marz d. Js., norm. 10 Uhr, eben- daselbst erfolgen.__________________________________________________________D1*.1., (Siebener Lcsthallt-Bercin. Montag den 21. Februar 1910, abends S1/» Uhr, Ordentliche Mitglieder - Versammlung im Hotel Schütz. Tages-Ordnung: 1. Geschäftsberrcht über das abgclaufenc Vereinsjahr. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. v"/. Um zahlreiches Erschcuicn bittet Der Borstand. ■ *»■ v >' ■» vr J» ■ , M. (Illi |>g HauShaUungsschule des Aliee Schul Vereins ließen Steinstratzc 10 Beginn des nächsten KochtursnS 4. April. Anmeldtlngen bis spätestens 1. März erbeten, da sie sonst keine Berücksichtigung mehr finden können. VUA _______________________Die Vorsteherin: A. Deutsch. Samtas-Broi .116^ von zahlreichen Aerzten und Gelehrten als das Beste und Be kömmlichste täglich empfohlen, gegen Darmträgheit, Blutarmut, Blinddarmentzündung, Zuckerkrankheit usw. 0324 vertrieb für Giessen: M. Buphom, Reformhaus, Marburg. FiUaSe Giessen, Nenenwey, Ecke Kreuzplatz. W Dortmunder J r Löwenbräu der MexH «licsieit ßrofi - Sroucrei Sorfmanhs. ifiieSS® Helles Bier edelster Art, bestvoll- H kommenster Ersatz für echtes Pilsner. Flaschenbiere. Ortgmal-Füllung unserer Niederlage. Hygienisch rein. Sehr wohlbekömmlich. Niederlage: H. Heyne • Giessen i Watttorstratze 5. Telephon 322. | 653 B Das Gemüse schmeckt köstlich bei Verwendung der beliebten Delikatess • Margarine - Marken Siegerin oder Oohra die in Geschmack, Rroma und Verdaulichkeit feinster Molkereibutter gleichkommea. (Jeberall erhältlich! Alleinige Fabrikanten. A. L. MOHR <5. m. b. H. RLTONR-BRHRErtPELD. Unserer werten Kundschaft die höfliche Mitteilung, daß Herr Gustav Schutt aus Bad Soden unsere liliclt in Ätooen vom 1. Februar an übernommen hat und in seitheriger Weise weiterführt. Indem wir hiermit für das uns entgegengebrachte Vertrauen bestens danken, bitten wir freundlichst, oasselbe auf Herrn Schutt übertragen zu wollen. Pfungstadt, 10. Februar 1910. Exportbrauerei Justus Hildebrand G. m. b. H. Unter Bezugnahme auf obige Mitteilung werde ich mich bemühen, meine geschätzten Abnehmer in ieder Hinsicht zufrieden zu stellen, so daß dieselben prompter und reeller Bc bienung auch fernerhin versichert sein dürfen. Hochachtungsvoll Gustav Schutt. Büdingen, 10. Februar 1910. D18/., Amtliche BekMtMchiilW öer AM Gießen. Die Abführ von StrauCntcbridn nacti verschiedenen städtischen Wiesen soll Mittwoch den 23. ds. Mts., vorm. 11 Uhr, vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf unserem Tiefbau amt offen und find Angebote auf Vordruck dahin einmrcichen. IB'*/-, Holzvcrstcigcrung Montag den *il. Februar 1910, vormittags -0' Uhr, in den Distrikten Neuhccge, Hegbolz, Philoiovbcu wald, Urfttlum und Stol^cnmorgen. (Forftwartci Gieffeu 1, Foritwart Brück). 858 Fichtcnderbftangcn mit 54,97 Fm., 169 Wcisftanucndcrb' 'itaimcn mit 12,13 Fm., 28 Eschenderbstangcn mit 0,82 Fm., 251 Fichten rcisstangen mit 2,52 Fm., 100 Fichtenbohnenstangen mit 0,13 Fm., 2 Rm. Etchenschcit, 4 Rin. Kiefernscheit, 8 Rm. Buchcnknüvvel, 7,4 Rm. Eichenknüppcl, 6 Nm. Birkenknüvvel, 59,8 Rm. Kiesernknüvpcl, 14,5 Rm. Fichtenknüpvel, 6 Rm. Fichtenknüppelreisig, 33,9 Rm.Kiefern stockholz, 42,6 Rin. Fichlenstockholz. 1450 Wellen Buchenreisig, 2000 Wellen Eichenreisig, 4280 Wellen Kiesernreifig, 110 Wellen Fichtenreisig, 370 Wellen Wetßtannenrcifig, 240 Wellen Erlenrcistg. Zusammenkunft ist aus der Äreisstraße nach Rödgen am Wald eingang.______________________________________________________ (B16/. Holzvcrsteigcruny Donnerstag den 24. Februar 1910, vorm. 9‘/, Ubr, in den Ttstriktcu Annabcra, Oberförsterswiesc, Nacht' weide u. GraSscld IForstwartci Gicffcu II, Forstwart Arft). 70 Fichtenderbstangcn mit 5,92 Fstm., 55 Eichenderbstangen mit 3,12 Fstm., 2 Rin. Eickennukknüppel (4 Mtr. langi, 5:3 Rm. Buchcnscheit, 1 Rm. Kiefernscheit, 2 Rm. Ficktenscheil, 249,8 Rm. Buchenknüppcl, 63 Rm. Eichenknüppel, 1 Rm. Lindenknüppcl, 3 Rvu Kiefernknüpvel, 20,5 Rm. Fichtenknüppel, 1 Rm. Birtenknüpvel, 18,1 Rm. Buchenstockholz, 2,2 Rm. Fichteustockholz, 6260 Wellen Buchen reisig, 5200 Wellen Eichenreisig, 300 Wellen Erlcnretsig, 440 Wellen Fichtenreisig. (BI8A, ;3ufammenfunft ist auf der Licher Straße am Forsthaus Hochwarl.__________________________________________ Städt. Wohnungsnachweis blichen, Asterweg 9. Es sind äu vermieten: 5 Wohnungen von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 6—7 .ghnntern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 1 Wohnung von 5—6 Zimmern, 5 Wohnungen von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 5 Zimmern mit Laden, 2 Wohimngen von 4—5 Zimmern, 4 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3—4 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Rimmern, 2 Wohnungen von 2 Zimmern, 1 Wohnung von 1 Zimmer u. Kabinett. 5 möblierte .'.immer, 1 unmöbl. Zimmer, 1 Werkstatt, 1 Scheuer mit Stallung, 1 dreistöck. Lagerhaus mit Pferdestall und Heuboden. Zu mieten gesucht: 24 Wohnungen von 1-7 Zimmern. B1*.. Ltädt. Arbeitsnachweis Gießen, Astcrweg 9. Es können eingestellt werden: B18/3 a. bei hiesigen 'Arbeitgebern 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 2 Hausburschen, 2 Dienstmädchen, 1 Laufmädchen, 1 landw. Dienstmädchen. 1 Frau zum Stricken. Lehrlinge u. Lehrmädchen: 2 Schlosser, 2 Buchbinder, zwei Bäcker, 1 Glaser, 2 Schretner, 1 Kaufmann, 1 Lehrmädchen, ein Stukkateur. .h. bei auswärtigen Arbeitgebern 1 iiinfl. Glaser, 1 Buchhalter, 1 jüngerer Sckmtied, 2 Schneider, 1 jüng. landw. Kitecht, 3 landiv. Diettstinädcheil. Lehrlinge: 2 Schmiede, 1 Sattler und Polsterer. Es tuchen Arbeit: 1 Gutsi ns vektor, 1 Kaufmann, 1 Schreiber, 1 Elektromonteur, 1 Metallschleiser, 1 Metalldreher, 3 Soengler, 1 Dackidecker, ein Korb' und Stuhlmacher, 1 Sattlet. 1 .iimmermann, 2 Schnüede, 6 Bauschloffer, 2 Tave-nerer und Polsterer, 1 Wagner, 1 Heizer und Maschinist, 1 Lackierer und Anstreicher, 5 Hausburschen, 9 Arbeiter, 3 Schreiner, 1 landiv. Knecht, 3 Fabrburtcheu, zwei Dienstmädchen, 5 Lauffrauen, 2 Waschfrauen, 2 Laufmädchen. Lehrlinge: 2 Kaufmannslehrlinge, 1 Mechaniker. TlestaurantKaiserhof Frankfurt a. M Goetheplatz 5 ans Giessen, Frankfurt a. M., im Februar 1910. 1027 W 16 ss10/, o (in I (649 bet in grösster Auswahl. (a12/. bei Alex. SalomonS Cie. B17 /, E Kuder & Sonneborn 6 Pf