Mittwoch 16.Mürz 1910 160. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 63 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersuäts - Buch- und Stemdruckerei. R. Lange. Gießen. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion: 112. TeU-AdruAnzeigerGießen. Die „Eiehener Familienblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Mreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Zum hessischen Zustizhauzhalr. Man schreibt uns aus Richterkreisen: IN der Landtagsverhandlung vvm 11. Marz l. I. ist der Eintrag. 15 Amtsrichter auf den Inhaber zu bewilligen, angenommen worden. Ter Justizminister und Abgeordnete. namhafte Juristen, haben den Antrag entschieden bekämpft: ihre ernsten Mahnungen sind aber iinbeachtet geblieben. Es unterliegt teinem Zweifel, daß durch die Annahme eines solchen Antrags eine schwere Schädigung der Rechtspftege her- beigefuhrt wird. Die richterliche Gewalt soll durch unabhängige, nur dem Gesetz unterntorfenc Richter ausgeübt werden. Wird nun eine erledigte Amtsrichterstelle nicht melyr bewilligt, liegt aber gleichwohl ein Bedürfnis vor, so ist die Regierung genötigt, sie mit einem Assessor zu besetzen. Die Besetzung v-on solchen dauernden Stellen mit einem jungen abhängigen Assessor ist einmal direkt ungesetzlich, bann wird die Bevölkerung ein Amtsgericht, das nur mit einem Assessor besetzt ist, für minderwertig, für ein Gericht 2. Klasse halten. Das Vertrauen der Bevölkerung zu einem solchen Gericht muß mit Notwendigkeit schwinden. Ein Assessor, der abhängig ist und gewärtig sein muß, einfach versetzt oder entlassen zu werden, kann nie die Interessen der Nechls- pflege so wahren wie ein Amtsrichter; insbesondere ist ein Assessor nicht in der Lage, der Dien stauff ichtsbehörde gegenüber unentwegt seine Ueberzengung zu vertreten. Auch muß die Besetzung mit Assessoren den Unwillen der Bevölkerung des Amtsgerichtsbezirks erregen, sie wird eine solche als eine Herabsetzung ihres Bezirks ansehen. Der Antragsteller hat selbst erklärt, es sei Sache der Regierung, herauszufinden, welcher Richter nicht voll beschäftigt sei, er könne dies nicht beurteilen. Mit Recht hat hier ein Abgeordneter darauf hingewiesen, daß bann der Antrag widersinnig sei. Wenn die Regierung am besten die Verhältnisse kennen soll, bann muß auch auf ihren Arrtrag die erledigte Stelle wieder bewilligt werden. Welcher: praktischen Wert hat dann überhaupt der Antrag? Es werden auf der ehren Seite 15 Stellen auf den Inhaber bewilligt, auf der anderen soll aber die Stelle auf Antrags der Regierung kurzerhand wieder besetzt werden. Obwohl der Antragsteller selbst zugibt, daß er die Verhältnisse nicht kennt, also gar nicht weiß, ob sein Antrag begründet ist oder nicht, und er gar nicht seine Tragweite zu überblicken vermag, stellt er den Antrag. Das verstehe, wer kann! Wenn weiter der Antragsteller auch nur einigermaßen die gegenwärtigen Verhältnisse gekannt hätte, hätte er sich sagen nrüssen, daft der Zeitpuirkt für derartige Anträge ein völlig ungeeigneter ist. An eine Neuorganisation der Amtsgerichte kann zurzeit überhaupt nicht gedacht toerben. Ein richtiges Bild läßt sich erst dann gewinnen, wenn die Grundbuchanlegun sein für die Wunde, die ihr die auf Anordnung ber bayrischen Staatsregierung vor wenigen Monaten erfolgte Ueberfühmng eines Hauptbildes des Tintoretto nach der Münchener Pinakothek geschlagen hat. Als einer der hervorragendsten Bahnbrecher der Renaissance, der fick vom befangenen Realismus des 15. Jahrhunderts zum freien und geläuterten Stil des IG. Jahrhunderts emporgeschwungen hat, verbindet ber ältere Holbein in seinen Werken tiefe Charakteristik und dramatisches Leben mit hoher koloristischer Schönheit und feinem Formensinn. Das gilt besonders von den Arbeiten feiner besten Schafsensperiode, die um 1508 mit dem Votivbilde des Bürgermeisters Schwarz anhebt Er hat zum ersten Male in der deutschen Kunst die volle, reise Frauenschönheit in entzückender Gestalt zur Darstellung gebracht und hiermit jenen mittelalterlichen Schönheitskanon verlassen, ber das Ideal in übertriebener Zartheit, Süße und Verschämtheit des Weibes sah. Trotzdem München viele Hauptwerke Hol deins des Aelteren besitzt, wird doch jeder, der einen tieferen Einblick in Hans Holbeins des Aelteren Schaffen gewinnen will, gen Augsburg ziehen müssen: denn Dom und Königliche Gemäldegalerie der Stadt weisen Bilder auf, die für bte verschiedenen Phasen der künstlerischen Tätigkeit des Meisters tm höchsten Grade bezeichnend sind. Es ist für die Stadt Augsburg als ein Glück zu betrachten, daß ihr das Votivbild der Familie des Bürgermeisters Schwarz dauernd erhalten bleibt. — Internationaler Kongreß für Kriminal- anthropologie. Tie „Münch. Med. Wochenfchr." mc;but: Bei dem 6. Internationalen Kongreß für Kriminalanthropologie in Turin 1906 rouebe Prof. Sommer in Gießen beauftragt, die Vorarbeiten des nächsten Kongresses in Deutschland zu übernehmen. Nach mehrfachen Verhandlungen wurde Köln gewählt, wo Prof. Aschaffenburg,vbie Vorbereitungen treffen wird. Der Arbeitsausschuß besteht aus Aschaffenburg - Köln, Sommer- Gießen und K u r e l l a - Bonn. Als Zeit ist unverbindlich Oktober 1911 in Aussicht genommen. — Mainzer Stadtthea ter. Richard Skowronnek, ber Dichterarchitekt mehrfach, verschiedenfarbiger Häuser, hat sick) wieder einmal einen Schwank geleistet. „Hohe Politik" nennt er ihn. Ein Duodez-Fürstentum, Ordenssucht, Preußenhaß und dann noch viele Unwahrscheinlichkeiten sind zur „Handlung" zusammengemodelt, die trotzdem an manchen Stellen recht gefällig ist. Ter junge Herzog von Laxenburg ist ber letzte der unverheiratete Sprosse seines Hauses. Laut Erbvertrag muß das Herzogtum beim Aussterben der Linie an Preußen fallen. Der Herr Minister ist höchlichst beunruhigt und sucht biefent Schreckens falle zuvorzukvmmen, indem er den Herzog zu verheiraten trachtet, standesgemäß selbstverständlich. Anderweitig wärs ja nicht so schwer, da sich der Herzog gern mit Unebenbürtigen einläßt. Man versuchst, den Herzog, der nach Berlin reisen will, zurück- -uhalten, um ihm eine Prinzessin vvrzustellen, die inkognito am Hofe weilt. Durch die Redseligkeit eines Herrn Jonas — der den Herzog nicht kennt — erfährt dieser das Vorhaben und ist nun erst recht entschlossen, nach Berlin abzureisen. Doch da er- schieint die Gattin seines früheren Korpsbruders, den er als Direktor seiner Sammlungen berufen hat, und er erkennt in ihr eine Malerin, mit der er kürzlich in Berlin einige recht vergnügte Stunden verlebt hat. Beide lebten dort unter anderen dkamen Ter Herzog gibt den Plan nach Berlin zu reifen auf und beschließt, sich non ihr porträtieren' zu lassen. Die Künstlerin sucht ihrem etwas bedrückten Freund nach Möglichkeit zu „trösten" und laß! sich sogar dazu herbei, ihn in seinem Schlosse, das nur durch eine Tapetentür von ber Wohnung des Direktors getrennt ist, su besuchen. Jonas erfährt den Plan, und beschließt, die Heiratsprinzessin nach dem Hause zu bringen — sie soll porträtiert werden — und so ihr Bekanntwerden mit dem Herzog herbeizuführen Bei Ankunft ber Prinzessin, setzt er eine Schelle in Bewegung, die ben Herzog herbeiruft — laut Verabredung mit der Frau Direktor. Tie Künstlerin und er müssen rasch was besorgen, und die Prinzessin bleibt allein zurück. Te. der Näherung des Herzogs rriegt sie aber Angst und rückt aus. Ter Herzog ist anfänglich, auf Jonas erbost, der nichtsdestoweniger schon wieder ein neues „Arrangement" veranstaltet und es gelingt ihm, Herzog und Prinzessin zusammenzubringen. Ionas bekommt noch, einen Orden für ganz persönliche Verdienste und die Komödie ist aus. Bei ber Aufführung klappte alles ganz hübsch. Tie Hauptrollen hatten gute Vertreter. Besonders boten die Herren Dr. Groß (Herzog) und Hüner (Ionas) unjd Frl. Dorsch (Prinzessin) treffliche! Leistungen. — Sand auf dem Mars. Am Samstag abend hielt der Nobelpreisträger Professor Svante Arrhenius in der physikalischen Gesellschaft zu Stockholm einen Vortrag, worin er, wie dem B. T. geschrieben wird, eine ganz neue Theorie über die Marskanäle aufstellte. Er erklärte die in dep letzten Zeit so eifrig besprochene Erscheinung in folgender Weise: ,r3n der Oberfläche des Planeten sind nach und nach viele parallel laufende Risse und Klüfte dadurch entstanden, daß in der festen Oberfläche Veränderungen verschiedener Art ingetreten sind; auch die wachsende Stärke ber festen Kruste des Mars hat zur Bildung jener Risse heigetragen. Ta nun auf dem Märs häufig sehr heftige und lang andauernde Stürme und Orkane herrschen, so ist es sehr wahrscheinlich, daß im Laust der 'Zeit in diese Risse eine große Menge Sand hineingeweht ist. Ter Sand nun beließt hauptsächlich aus Salzen und wechselt seine Farben, menner feucht wird. Das ist bei ber fa genannten „S chnee- , chmelze" der Fall. Allerdings handelt es sich nach ber Ansicht des schwedischen Gelehrten nicht um eine wirkliche „Sch-n erschmelze", lonbern um eine Art Verdunstung. Wenn dies Mdu^sten statt- iinbet, werden die großen Sandmassen in den Rissen und Klüften feucht, und sie nehmen dann eine dunklere Färbung an. E>eim Austrocknen erhalten die Sandmengen in den „Kanälen" 'hre ursprüngliche hellere Färbung wieder. Die M a r s s e e n sind nach ber Ansicht von Arrhenius sehr salzhaltig, aber nicht sonderlich tief. Arrhenius schloß sich der Ansicht derjenigen Forscher an, sie zu dem Ergebnis gekommen sind, daß das regelmäßige iA u s- I e he n der „Ma rsk a nä {e" nichts als eine Täuschung fei. Arrbenius stellt es in Abrede, daß sich auf dem Planeten Mars ugendwelche lebenden oder denkenden Wesen befinben. Er fort genaue Berechnungen über die vermutlich auf dem Mars herrschende: Wärme ßorgenommen. Sie ist hiernach so niedrig, daß nicht einmal von irgendwelchem .Pflanzenwuchs die Rede sein kann." — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft Prof. Henrp T h o d e in H e i d e l b e r g soll für das kommende ibmterjemefter Urlaub genommen haben und nach dessen Beendigung nicht wieder auf seinen Posten zurückzukehren geb~‘ (Eine Anzahl Personen wurden verletzt und einige Schutzleute h*rrben durch St einwürfe verwundet. Wie der „Vorwärts" noch aus Kiel meldet, ruhte vom Montag nachmittag mt in den meisten Betrieben der Privatindustrie und des Gewerbes die Arbeit. Auf der Kruppschen Werft feierten 80 Prozent, auf der Howalbtschen 75 Prozent. Nach Abhaltung vvn Versammlungen zogen die Massen in Stärke von 10 bis 15 000 Mann unter .Hochrufen auf das freie Mahlrecht durch die Stadt. Als der größte Teil der Demonstranten auf dem Wilhelms- Platze angelangt war, ging nach dem „Berliner Lokalanzeiger''' die Polizei mit blanker Waffe vor und drängte die Menge in die Nebenstraßen. An der der Werststraße fielen mehrere Rcvolvcr- fchüsse, die Menge warf mit Steinen auf die Schutzleute. Eine Anzahl Beamte mußte sich in einen Schlächterladnr retten, die Scheiben desselben wurden durch Steinwürse zertrümmert, dann kamen aus dem Inneren der Stadt Verstärkungen der Polizei. Mehrere abgegebene Schüsse gingen fehl. Eine Frau soll von Schutzleuten über den Kops geschlagnt, ein Knabe verletzt worden sein. Tie Aussperrung wegen des Feierns erstreckt sich nicht nur auf die Kruppschen Werste, sondern auf alle Betriebe in der Metallindustrie, sie wird bis inklussive Freitag dauern. 2hts Stadt r.88d Land. Gießen, 16. März 1910. ' Tageskalender für Mittwoch, 16. März. Stadt- t n e o t e v: Gastspiel von Hans B a u m e i st e r ° Tarmsladi: „Tantris der Narr". Aiüang 7 Ubr. Kolosseum: Progranunwechsel tRingkampfkonkurrenzi. Oesi. Vortrag von Pro(. Dr. Bort über die Wirklingen des A l k o ho l >n i s; b r a u ch s aut lebeusiuichtige Organe des menschlichen ttörpers, veranilallet vom Bezirksverein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke. Abends 81/, Uhr im großen Hör- saal der Universität. * ** Kammer jun ter. Der Großherzog hat den Hof- junker und Kais. Regierungsrat Karl v. W e r n e r in Berlin gum Kämmerjunker ernannt. ** Lehrerpersonälien. Uebertragen wurde dem Lehrer Gottfr. Box heim er zu Frei-Weinheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bodenheim. ** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung deS Großherzogs Hch. Riegelhuth zu Vilbel. ** Stadltheater. Am nächsten Freitag findet die (5 r ft» aufführung von .Hermann Bahrs neuem Lustspiel „Tas Konzert" statt. Tas Werk geht zurzeit über sämtliche größere Bühnen Teutschlands und wird vvn sämtlichen Besprechungen für eines der geistvollsten Werke der zeitgemäßen Literatur bezeichnet. Unseres Wissens dürfte Hermann Bahr mit diesem neuen Lustspiel zum ersten Male in Gießen zu Wort kommen. Am Palmsonntag werden dem Charakter des Tages entsprechend zwei ernste Stücke gegeben. Nachmittags „Narziß" und abends „Tantris der Narr" mit Herrn Hans Baumeister vom Großh. .Hoftheater Tarmstadt als Gast. Zu letzterem Stück haben Gutscheine Gültigkeit. ** Die Hessische Vereinigung für Volkskunde hielt am Sanlstag in Frankfurt a. M. eine zweite Besprechung über die Sammlung der Flur - und Forst orts na in en Hessens ab. Der Versammlungsleiter und Vorsitzende, Pfarrer Schulte-Großen-Linden, teilte mit, das; viele Anmeldungen zur Mitarbeit bei der Sammlung eingegangen sind. Ein Werbeheft ist gedruckt worden, das über Ortsbenennungen, den Wert ihrer Sammlung für die Wissenschaft und die Heimatkunde und die dabei einzuschlagenden Wege unterrichtet, sowie eine Probesammlung iSchlitzerland> enthält. Exemplare werden an Interessenten kostenlos abgegeben. Für die Schreibung der mundartlichen Formen der Namen hat ein besonderer Ausschuß Grundsätze ausgestellt, die ebenfalls in dem Heft niedergelegt sind. Haus- und Staatsarchivar Tr. Dieterich-Darmstadt sprach sodann über die Organisation des Unternehmens. Es ist gut, Toenn möglichst in jedem Dorf sich ein Sammler findet. Für größere oder kleinere Bezirke sind besondere Vertrauensmänner nötig, die daraus stammen oder darin wohnen, die die Tätigkeit der Sammler ergänzen, die vor -cklem die historischen (urkundlichen) Nameusformen aufzrrsuchen haben. Die Leitung des Unternehmens, die möglichst einfach sein soll, setzt sich zusammen aus Vertretern der Geschichtswissenschaft, (Germanistik unb Volkskunde, die den drei Provinzen angehören sollen. Als Leiter wurden gewählt Dr. Dieterich-Darmstadt, Geh. Hosrat Professor Tr. Behaghel-Gießen, Professor Dr. A l l e s - Friedberg, Professor Reis-Mainz und Pfarrer Schulte mit dem Rechte der Kooptation. Wer Mitarbeiten will als Sammler ober Vertrauensmann, hat sich an biefe Herren zu roenben. Jedes Jahr hat die Leitung der Generalversammlung einen Jahresbericht über ihre Tätigkeit zu erstatten. Elf hessische Geschichtsvereine haben ihre Unterstützung des Werks bereits zugesagt. ** Den Mitgliedern des Alpen Vereins, Sektion Gießen, steht morgen abend ein besonders genußreicher Vortrag in Aussicht. Oberamtsrichter Wünzer aus Waldmichelbach, einer der besten Schilderer der heimischen Gebirgs- und der Alpen- iüteft, wird über Mittel- und HockMbirgÄvanderungen sprechen. — Lich, 14. März. Nach dein Jahresbericht der lau dm. Winterschule zu Lich war der Winterkurs der Anstalt 1909/10, der am 3. Nov. begann, von 31 Schülern, 7 in der Ober- und 24 in der Unterklasse, besucht. Dem Kreise Gießen gehören 28, Schotten zwei und Biedenkopf ein Schüler an. Zwei können täglich nach Hause gehen unb 19 fahren, einer ist von Lich und neun haben dort Kost unb Wohnung genommen. Zwei der Besucher waren Bürgermeister. Der Verlauf des Kursus war in jeder Beziehung zufriedenstellend. Der Lehrkörper der Schule bestand aus zehii Herren. Das der Schule zur Verfügung stehende Versuchsfeld ist 10 Morgen groß. Es werden Kartoffel-, Sommer- unb Winterweizen-, Pferdebohnen- und Runkel- rüben-Anbaur ersuche gemacht, die teiliveise sehr interessante unb -bc-fricbigcnbe Ergebnisse hatten. Die öffentliche Schluß- feier der Anstalt findet am 18. März statt. Von 3 bis 41/2 Uhr sind Uuterrichlsproben, hierauf ist die eigentliche Schlußfeier mit Ansprachen, Verteilung von Andenkeiibüchern und Entlassimg der Schüler. r. Nordeck, 14. März. Bei der Gemeinderatswahl wurden die drei auSscheibenben Mitglieder, Gastwirt Stelzenbach in der ersten Klasse, Johannes Wißner in der zweiten Klasse und Philipv Diel in der dritten Klasse wiedergewählt. In letzterer Klasse ivar ein Gegenkandidat, Johannes Reinhard, aufgestellt. Darmstadt, 14. März. Auf Weisung des Ministeriums hat daS Polizeiamt das Verbot der Abhaltung der Prozess io n vom Pfarrhause nach der St. E l i sab e t h ki r ch e am Weißen Sonntag zurückgenommen. w. Frankfurt a. Nh, 15. März. In ber heutigen Stadtverordnetensitzung erhob der Vorsitzende Geh. Justizrat Dr. Friedleben unter Zustimmung ber ganzen Versammlung nachdrücklichen Einspruch gegen die Art unb Weise, wie der Abg, v. Kardorfs in der Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses vom 7. März die Elngemeiu- bung der Frankfurter Landgemeinden bekämpft habe. Insbesondere wies er den gegen die Stadtverordnetenversammlung erhobenen Vorwurf partlkularistlscher und antipreußischer Tendenzen mit Entschiedenheit zurück. Elternabende. Aus Lehrerkreisen wird uns geschrieben: In Otto Ernsts „Flachsmann als Erzieher" drückt der Skatbruder Riemann seinen Abscheu vor Flemmings Elternabenden recht drastisch aus: „Was soll all so'n verrückter Kram ? Elternabende! Elternabende! Er will „die natürliche Verbindung zwischen Eltern und Lehrern Herstellen. Tas ganze Volk soll an der Arbeit der Schule teilnehmen." Was soll so'n Quatsch! Was verstehen denn die Eltern von den Kindern! Ich bin froh, wenn die Eltern mir vom Hälse bleiben! Und was .tomlmit dabei 'raus? Bloß mehr Arbeit für uns." Ja, lieber Meister Riemann, wenn Sie so an diese Frage herantreten, so bleiben Sie lieoer weit weg von „so'n verrücktem Kram". Eben weil die natürliche Verbindung zwischen Elterhaus und Schule in den Städten vielfach sehll, weil fie auch nicht so leicht hergestellt werden kamr als auf dem Lande, ist eine öftere Aussprache Mischen Eltern und Lehrern nicht bloß wünschenswert, sondern notwendig. Tie .Einrichtung von Elternabenden ist deshalb auch als ein Hauptpunkt in das Programm „Hess. Schulrefvrmer" ausgenommen worden. Nur nach einer Richtung hin, Meister Riemann, hat Ihr Gedanke: „Was verstehen denn die Eltern vvn den Kindern?" Berechtigung: wenn man nämlich ftagt: „Was verstehen leider auch heute immer noch viele Eltern von der Schularbeit ihrer Kinder, von dem Nutzen dieser Arbeit für das spätere Leben?" Tenn gar manck>e Eltern sehen in dem Lehrer nur den Beauftragten des Staates oder der Gemeinde, der fck-ablvnenhaft sein Tagewerk l-eruntergemacht, seine Stundenzahl zwar „fahrplanmäßig" hält, int übrigen aber den Teufel so viel nach hem Schicksal der ihm in den Schulstunden anvertrauten Kinder fragt, als eben solche Eltern nach dem des Lehrers. Aber eben deshalb wollen wir Elternabende, damit wir aufklärend wirken können, damit auch diese Eltern lernen die Arbeit der Schule verstehen, und Elternhaus und Schule Hand in Hand arbeiten lernen. Eben deshalb, Herr Riemann, kommen wir zu.der Ansicht Ihres Herrn Amtsbruders Flemming: „Wir wollen die natürlich.« Verbindung zwischen Elternhaus und Schule Herstellen: das Volk soll an der Arbeit der Schule teilnehmen!" Kein Quatsch, Herr Riemann, sondern ehrliche Ueberzeugung! Dettn: Tas Erzieh nngs werk muß einheitlich sein. Elternhaus und Schule müssen sich ergänzen, sie dürfen fich nicht hemmen in ihrem Tun. Gewiß fällt der wichtigste Teil der Erziehung naturgemäß der Familie zu. Wie aber nun, wenn 'das Elternhaus dieses Erzieheramt nicht so crusübt, vielleicht nicht so ausüben l'ann, als es soll! Dann muß die Schule mit helfen. Tann kann der Elternabend der Vermittler werden. Das .„Wissen" der Eltern (von bei, Eigenschaften ihrer Kinder) soll zum „Wissen" des Lehrers werden unb die Beobachttingen des Lehrers können den Eltern Fingerzeige geben bezüglich der ferneren Behandlung der Kinder. Die Erziehung fällt naturgemäß in erster Linie der Familie zu. Wenn aber Vater und Mutter ihr Amt nicht ausuben können, nickst aus Mangel an Verständnis für ihrer Kinder Wesen, ihr Wollen und ihr Tun, sondern einfach aus Mangel an Zeit! Der Vater von 7 Uhr früh bis 6 Uhr abends am Amboß, an der Hobelbank, auf dem Baugerüst usw., die Mutter während derselben Zeit an der Wasch- büfte ipbcr in der Fabrik! Das Wollen ist da, das Können fehlt, weil die vielen kleinen, .hungrigen Schnäbelchen nach Brot schreien und zwei Hände nicht ausreichen, um soviel zu verdienen, daß die Mäulchen ausreichend gestopft werden tonnen. Darum muß die Schule in der Erziehung aushelfen (wir haben hier die Volksschule besonders .im Auge). Die Erziehung der Kleinen würde sonst überhaupt gleich Mill sein. Tie Beaufsichl- tigimg durch ältere, womöglich selbst itod> schulpflichtige Geschwister kann doch nicht als vollwertige Erziehung angesehen werden. Hilfe leistet ja die Stadt Gießen in Schoner Weise durch die Einrichtung von Mädchen- und Knabenhorten. Aber auch hier kann ber kleine Weltbürger nur dann auch in seinen Eigenheiten volle Würdigung finden, wenn diese Horte: 1. nickt zu groß sind, 2. auch in den Ferien den Kindern Aufnahme gewähren, 3. zwischen Hortleitern und Eltern Besprechungen zu ermöglichen fudjien. Solche Aussprache kann am besten allgemein stattfindcn auf einem Elternabend. Diesem Gedanken huldigt die hiesige Knabenhortleitung: sie hat deshalb die Eltern ihrer Zöglinge im Laufe der letzten Jahre schon mehrmals zu solchem Elternabenden zu vereinigen gesucht und zwar, wie die Veranstalter zu wissen glauben, jedesmal mit recht gutem Erfolg. Die letzte dieser Veranstaltungen fand am 30. Jan. d. I. in der Turnhalle der Stadtknabenschule statt. Die Elternabende bringen Annäherung und Klärung zwischen Eltern unb Lehrern, und den größten Gewinn aus dem Verkehr zwischen den beiden ErziehungsVorständen zieht das Kind. Soviel Kinder in einer Klasse sitzen, soviel Erziehungspral- tiken werden täal »ch im Elternhause geübt. Wie nun, wenn diese Methoden sittlich nicht immer einwandfrei sind! Für viele Eltern ift die Erziehung ein Nachahmen dessen, was sie an sich selbst erlebt haben. Gar oft folgen manche nicht der Ueberlegung, sondern der Eingebung des Augenblick) 3 Hier nur einige wenige Beispiele: Ein Kind zerbricht einen Teller. Wie wird das Vorgehen gerügt? Nach der Ursache wird nicht gefragt. Die Mutter folgt bei der Strafe dem Beispiel, das ihr int Elternhause gegeben wurde. Sie ist bei Ähnlichem Anlaß geprügelt worden, also prügelt sie ihr Kind wieder. Ein Kind wird hart gestraft, weil eS' den Vater belogen hat. Eine Stunde später wird es zur Flurtüre geschickt, um die Mutter zu verleugnen, da der anklingelnde Betuch nicht erwünscht ist, nsw. usw. Hier wird der Elternabend vielleicht die Erziehung zu veredeln vermögen durch geeignete Belehrung solcher Erzieher. Einzelne Hauptsätze einer gesunden, sittlich einwandfreien Erziehung können und müssen solchen Eltern von Zeit zu Zeit gegeben werden. Damit kämen wir zu der Frage: In welcher Form sollen solche Belehrungen an die Eltern herangebracht Werden? Wir meinen, ein Vortrag eigne sich hierzu am besten, aber beileibe barf ber Vortrag keine gelehrte Abliandlung mit nackten theoretischen Erörterungen sein, wie man sie etwa in pädagogischen Fachschriften zu lesen findet. Nein, „Aus dem Leben, für das Leben," muß das Motto sein, welchem sich der Vortrag des Elternabends imterorbnen muß,. Je gemeinverständlicher, je fesselnder, desto sicherer und nachhaltiger der Erfolg. Der Vortrag darf wohl den Hauptteil des Abends darstellen, er darf aber nicht sein Anfang und auch sein Ende zugleich sein. Wenn irgend möglich, muß ihm eine freie Besprechung folgen. Die Elten: sollen ihre persönlichen Erfahrungen Vorbringen, auch etwaige Bedenken einzelnen Erz i chungsmaßnahmen gegenüber äußern. Sie sollen vor allem Anfragen und immer wieder Anfragen stellen. Durch die dann folgende Besprechung einzelner [fragen wird Klarheit, soweit solche möglich ist, zwischen Eltern und Lehrern geidjaffen, und den Vorteil von gegärten und gemeinsam ansgeübten Erziehungsgrundsätzen hat das Kind. Erneute Anteilnahme an der Schule wird geweckt. Vielleicht fühlt sich der Vater mehr als früher veranlaßt, (eine Sprößlinga nach dem ober jenem aus beut Unterrichte zn fragen, ein lebhafterer Gedankenaustausch erfolgt (die Erfahrungen „verflossener Elternabende" haben dies gezeigt) und neben dem Kinde und seinen Eltern erfährt der Lehrer- erfolgreichere Zeiten nach einem Elternabende (Erfahrungstatsache). Sodann aber haben hie Elternabende auch eine soziale Bedeutung. Sie tonnen in dem Volk der Arbeit den Sinn für ideale Aufgaben wieder wecken und pflegen. Sie können zeigen, daß die Gesamtheit verantwortlich ist für die Erziehung des Heranwachsenden Geschlechtes. Sie fordern darum die tatkräftig« Mitarbeit aller, die Erziehungspflichten haben. Nicht minder aber nutzen solche Abende auch dem Lehrer. Wird er unb .seine Arbeit üach der WHaltung eines solchen Abends von den Eltern jetzt richtig eingeschützt, so ilstl das sclM, ein Gewinn für ihn und seine Tätigkeit. Wird er aber auch nur erreidten, daß in Zukunft lieblose Bemerkungen der Eltern über Sck.ule und Lehrer mehr und mehr in Wegfall kommen, so ist die Arbeit der Einrichtung.eines Elternabends nicht vergeblich gewesen. Wird er es aber dahin bringen, daß die Familie mehr als bisher mithilft am Werk ides Unterrichts unb einer gesunden Erziehung, dann hat er bas Feld gewonnen, unb der Elternabend hat seine Schuldigkeit getan. -p. vermischte». * Artillerie gegen Luftschi ffe. Vor einigen Wochen wurden auf dem Schießplätze von SandH Hook zwei ncu- fonftruierte Geschütze in ihrer Wirkung gegen Luftschiffe erprobt. Als Ziel diente ein Fesselballon in Kugelform von 150 Meter Höhe und in etwa 2000 Meter Entfernung. Das eine Geschütz hat 5,07 Zentimeter Kaliber bei 1,524 Meter Rohrlänge, kann bis 90 Grad erhöht werden unb feuert, auf Räderlafette stehend, Geschosse mit Zeitzündern Pow 1 oder 2 Pfund Gewicht. Das Geschütz wurde von Major Jay E. Hoffer konstruiert unb nach seinen Angaben beim Drbnance Departement gebaut. Tas zweite erprobte Geschütz hat 7,62 Zentimeter-Kaliber, kann bis 70 Grad erhöht werden und soll Geschosse mit Rauchentwickelung feuern. Es kann auf einer Räderlafette um 360 Grad geschwenkt werden, würde älfo ähnlich lafettiert sein wie die in Deutschland für gleiche Zwecke konstruierten Krupp-Geschütze, denen dieses Exemplar «ehr ähnlli'ul {U sein scheint. Was das Ergebnis ber Schieß- teiftimgen anbelangt, so schreiben darüber die „Artilleristischen Monatshefte, daß das 5,07 Geschütz mit 20 Schütz den Ballon überhaupt nicht traf und daß, etwa 50—60 Schuß aus dem 7,62 Zentimeter-Rohr gefeuert waren, ehe ein Treffer den Ballon herabholte. * Rus fische Hausindustrie. Bezeichnend für den russischen Charakter und russische Verhältnisse sind manche Hausindustrien Rußlands. Im Bezirk von Kvasnoe Selo und anderen, wo große Truppenmassen angehäuft sind und Manöver abgehalten werden, bildet, wie einst in Tegel bei Berlin, das Sammeln per verschossenen Kugeln ein regelmäßiges Gewerbe. In denselben Bezirken säen die Bauern mit Vorliebe Rüben, und zwar sehr undicht. Sie tun es, weil für Rübenfelder die höchsten Flurschadengelder bezahlt werden. Sie säen also nicht der Ernte, sondern der Entschädigung wegen. Im Gouvernement Wyatka sabrizieren die Landleute Taschenuhren aus Holz und Garn. In Ssamlow und Schimbirsk lverden Katzen gezüchtet unb in un geheurer Menge an Händler abgegeben. Die Tiere werden dann sofort getötet und die Felle kommen in das Torf Schadowka, werden hier sortiert und in den Handel gebracht. * Neues von Serenissimus. Serenessimus: „Ach ja — erinnere mich — sehr gute Familie — haben noch Brüder, lieber Leutnant?" — Leutnant: „Nur einen, Durchlaucht!" — Serinissimus: „Kurios ,sprach neulich mit Ihrer Schwester, sagte mir doch, daß sie zwei Brüder hätte!" * Jedes in seiner Art. „Tas scheinen ein paar treue Seelen zu sein, Ihre beiden Dienstmädchen?" — „O ja, jedes in seiner Art: das eine hat noch immer die erste Stelle, aber den fünfundzwanzigsten Liebhaber, und das andere den ersten Liebhaber, aber die fünfundzwanzigste Stelle!" Markte. fc. Frankfurt a. M., 15. Niärz. Heu- und S t r 0 l) n: a r k t. Allgewhreu waren 11 Wagen Heu und 0 Wagen Strotz. Bezahlt ivurbc für Heu Mk. 4.50—5.00, Strotz (Korn-"angstroh) Ml. 0.00 vis 0.00, Wirrstrotz Mk. 0.00.. Alles je 50 Kg. Die Zufuhren waren aus Oberhessen und dein Kreise Hanau. |] Kirchhain, 15. März. Auf dem heutigen R i n d v i e h m ark t standen rund 200 Kühe, Rinder und Kälber zum Verkauf. Das Geschäft ging bei hohen Preisen recht flott. — Dein Schweine- markt waren über 800 Ferkel und Läufer zugefahren. 4 bis 7 Wochen alte Ferkel kostete 45—60 Mk., 3—4 Monate alte Läufer >0—100 Mk. und größere Ware 100—130 Mk. das Paar. Ter Handel war rege. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. März Weller 1910 a 2 c "5. S 0 s« Höchste Temperatur am 14. Niedrigste 14. hvVa Backe mit ReeSES Backwunder bis 15. , 15. März = + 10,1 °0. ff = - 0,4 ‘C. 15. 211 747,3 9,1 5,5 63 N 4 8 Sonnenschein 15. 9’6 748,0 5,2 5,4 81 N 2 0 KlarerHimmel 16. 7'" 750,1 0,9 4,4 89 N 2 8 Reis TeSefomsche Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Hande! und Tndnstrk-^'Ginqseii. Frankfurter Börse, 3’/,% Reichsanleihe . . 9345 3°/0 do. ... 84.15 3'/,°/0 Konsols ^3.30 3°/n do. 84.25 3'/,°/n Hessen . 92 25 3'/,"l„ Oberhessen 92 00 4°/„ Oesterr. Goldrente.-». 99.75 47s°/o Oesterr. Silberrente. 98.60 4°/0 Ungar. Goldrente .s... 95.15 4° 0 Italien. Rente . —.— 3°/0 Portugiesen Serie I . 65.30 3°/0 Portugiesen „ III . 66.35 4’/,% russ. Staatsaul. 1905 100.25 4",°/o japan. Staatsanleihe 98.30 4°/e Couv.Türken von 1903 94.60 Tilrkenlose ..... r. 182.00 4'7O Griech. Monopol-Anl... 48.85 4°/0 äussere Argentinier ./: 91.25 3°/0 Mexikaner . . ...... 69.40 4'/,% Chinesen . ■.•*,.(< 99.85 Aktien: Bochum Guss «.k.. Oesterr. Staatsbahn . '. .. 159.40 Prince-Henri-Eisenbahn 134.50 Tendenz : ruhig. Berliner Mörse* 15. März. .Weux fs cvn. i .iuada E. B Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . .a. . 182.90 I Harpener Bergwerk .; . 136.00 Laurahütte .... . —Lombarden E. B. . . . 95.20 Nordd. Lloyd . . . , 165.10 Tilrkeulvoe ... , . 199.20 . 175.20 ' -r 22.70 ' - ' 106.20 V . 181.70 Tendenz: träge. Hugo Stroh* h ♦ Giessen Schanzenstrasse 1 Schanzenstrasse 1 Die tieftrauernöen ßintnblickncn. 1583 Dixi“-Automobile für alle Zwecke Handmilchseparatoren „Ajax". 11 Neuester illustrierter Katalog auf Wunsch. 1512 KflrKedSl, Pr.Mi>see-Ani!tWe«sischePL24 P, Brut-Lchellsisi-e Pfund im Schnitt Psd. LOPfg. KaVNaN im ganzen Fisch Psd. 4 Liter-Dose Mk. Bismarckheringe Uebera11 erhältlich! w tt Nsr^eilWe ZervelatVilch prima Qualität per Pfd. Mk. 1.20 d W Maronen Pflllld 10 Psg. zHJESSi Rheinisches Knnfhnns ngen für Deuticklond, Bclgrcn, Frankreich, Luxemburg, KUüLvLLLRM VÜL v v bezogen werden. Die Angebote werden am Mittwoch, 30. März 1910, vormittags 11 Uhr, im Bureau der unterzeichneten Bauabteilung geöffnet. Zuichlagssrnt 30 Tage. . , m . ,,rD /» Brannsels «Kreis Wetzlar». Kömgl. Eisenbahn Bauabteilnng. Neubau der Irrenanstalt bei Gießen. Auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 werden die nachstehenden Bauarbciten nach Losen getrennt zur Vergebung ausgeschrieben: Los 1. Drabte»nfr,cdlgungcn. Herstellen von 623 lsd. Mir. Elnsrtedigung aus Eisenvsosten nut Drahtgeflecht bespannt und Liefern und Befestigen von 175 lsd. Mtr. Drahtgeflecht. Los II. Schrcinerardcitcn. Liefern und Verlegeil von en. 338 qm Fuhböden aus Pltch-Plne- und Tannenriemen. Die Zeichnungen und Verdingungsunterlagen können ans unserem Banbureau, Licher Strohe, eingesehen, woselbst auch die Angebots-Formulare, ohne Zeichnungen, solange der Vorrat reicht, gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben werden. Die Angebote müssen verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, porto und bestellgeldsrci bis spätestens am 30. März 1910, vor mittags H Ubr, an uns gelangen. Zuschlagsfrlst 4 Wochen. Gießen, am 14. März 1910. B”/3 Grohli. Hochbanamt Gieken Rcubaubureau Frrcnanstalt. I. V.: Schön. NenherteZr 1910 Herren-Anzüge 1459 Herren-Paletots Anaben-Anzüge Anaben-Paletots Baby-Anzüge Aonfirinanden Anzüge UZ Ulavlus Vcruev Airchenxlatz N Fernsprecher 269 Elegante Anfertigung nach Maß Geschäfts-UebernaSime. Dem geehrten Publikum von Kietzen und Umgegend zur gefl. Kenntnisnahme, daß wir das Baugcfchäft des Herrn Joh. Georg Pfaff in Gießen übernommen haben und es unter der Firma Schäfer «L Lindenstruth, Gießen—Reiskirchen in der seitherigen Weise weitersühren. Unser Bureau befindet sich bis auf weiteres in der Wohnung deS Herrn Joh. Georg Pfaff, Stephanstraße 25. 02172 Hochachtend Schäffer & Lmdenstraath, ModeHhiit-Ansstellung A. Fangmann Macht. 29 Bahnhofstrasse 29 1590 Sehenswerte Schaufensterdekoration. Neuheiten in Kindergarderobe (für Knaben und Mädchen) = Putz- und Mode-Waren --- * Fröhliche Ostern! Eine Partie Glückwunsch- Karten l. Ostern sowie Konfirmation verkaufe noch fcbr billig. [1591 ______C. Steinhäuser, Neuen Baue im Hinterhaus. Erfinder Die fachmännische, strikte genaue Verwertungs'Strategik im Ann- und Auslanoe, welche Herr Direktor Oskar Kesselring. Landau. Pfalz, bei meinen Erfindungen zeigte, veranlassen mich, einem jeden Erfinder bei Anmeldung, wie besonders beim Berkaus seiner Erfindung denselben zu empseblen. 1586 Frankweiler, 28. Februar 1910. August Stich. in und außer dem Haufe. (761 © v (6 3 Helene Reitz, Schiffcnberger Weg 10 III. des JD. TL Teleph. 634 terii$l$lräiigio.lloltii aus la. ruff. Hanf hat stets auf Lager, empfiehlt zu billigsten Preisen (1493 Ludwig Lazarus, Asterweg 53._______Telephon 505. Acpfclwcm eigener Kelterei in l'Liter-Flaschen direkt v. Lager- fatz, frei HauS, empfiehlt Hotel-Restaur. Kobel, 1436) Liebigstratze 9.