Bezugspreis. ionatlich75Pft viertel- Erstes Blatt 160* Jahrgang Donnerstag SS. September 1910 erjcheinl täglich, außer © WT* © viermal wöchentlich A JkA A A. A AA iBI A A „A JA >* A A jährlich Mk. 2.20; durch sss»ll*#Al>A*tAy 11 iiiAtAAl?-« gssssstlylr hr Ur I zl II41^1 IIPI ar««: SS8ÄSÄ iLZ IV IlVItVv V> IIIV »UV H WSMLL Ferusprech-Anschlüsse: N M V v Chefredakteur:A.Goetz, für die Redaktion 112, Verantwortlich für den MU General-Anzeiger für Gberheffen WZ bil v°°rmM°A"s'uh" Uotattonrdrvck und Verlag der vrühl'schen Aniv.-Vuch- und Steindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulftrahe 7. Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Ium Vierteljahreswechsel machen wir darauf aufmerksam, daß im kommenden Winter eine gute und gewissenhafte Führung durch die Hochflut politischer Ereignisse doppelt nötig ist. Den Reichstag werden eine ganze Reihe sozialpolitischer Gesetze beschäftigen, und die Wandlungen in den politischen Parteien vor den t nächsten Neuwahlen werden klar ins Rüge gefaßt werden müssen. Der „Gießener Anzeiger" wird, unabhängig und unbeeinflußt von einer besonderen Parteirichtung, an nichts vorübergehen, was den Leser 1 interessiert, und wird über die parlamentarischen Verhandlungen wiederum sehr eingehend berichten. Daneben soll der unterhaltende Teil immer mehr ausgebaut werden durch sorgsame Ruslefe der interessantesten Romane in den 4mal wöchentlich erscheinenden „Gießener Familienblättern" und durch treue Spiegelbilder der Vorkommnisse aus aller Welt. Vor allem aber gilt das Interesse des Gießener Anzeigers der hessischen Heimat und demgemäß einer treuen pflege des provinziellen und lokalen Teiles, so daß unser Blatt allen außerhalb Hessens erscheinenden Zeitungen für hessische Leser unbedingt voranstehen muß. Der heimischen Landwirtschaft bietet die monatlich zweimal erscheinende, fachmännisch geleitete Beilage „Landwirtschaftliche Zeitfragen" eine Fülle zweckmäßigen Stoffes. Da der „Gießener Anzeiger" auf allen Gebieten sachlich auf der höhe der Zeit ist und mit freimütiger Kritik nicht hinter dem Berge hält, erfreut er sich immer steigender Beliebtheit bei den Lesern wie bei den Inserenten, wir bitten unsere Freunde, beim Vierteljahreswechsel in Bekanntenkreisen unser Blatt zu empfehlen und uns damit in der Werbung neuer Leser behilflich zu sein. Alle Briefträger, sämtliche Zweigstelleninhaber und 'die Geschäftsstelle in Gießen, Schulstraße 7, nehmen Be= ' Stellungen auf den Gießener Anzeiger entgegen. Heu hinzutretende Leser erhalten die Zeitung bis zum Vierteljahresanfang kostenlos zugestellt. Die Hummern der Gießener Familienblätter feit Beginn des neuen Romans werden gern nachgeliefert. Verlag u. Redaktion der „Gießener Anzeiger". Die Binnenwanderungen im Deutschen Reiche. ' Zum ersten Male vermittelt die neue Berufsstatistik einen Einblick in die ausgedehnten Bevölkerungsverschie-, bungen, infolge der Binnenwanderungen. Bisher gab allein die . Volkszählung darüber Auskunft, ohne den Beruf zu berücksichtigen. Nun liegen mit dem ersten Teil des Bandes 210 der Statistik oes Deutschen Reichs die Ergebnisse der Berufszählung vom 12. Juni 1907 für die Be- f oölkerung nach Hauptberuf und Gebürtigkeit in den ein* H zelnen Gebietsteilen des Reichs vor, und diese umfangreiche Tabelle bietet weitgehende Einblicke in die Setz?» Hastigkeit, die Fern- und Nahwanderung der Bevölkerung >0 und der Angehörigen der einzelnen Berufsgruppen und Berufsstellungen; sie zeigt den Austausch der Bevölkerung zwischen Stadt und Land wie zwischen oen einzelnen Gebietsteilen des Reichs, ermöglicht die Feststellung des gesamten Zu- und Wegzugs, des Wanderungsgewrnns und $ -Verlustes usw. n Von der Gesamtbevölkerung im Jahr 1907 von 61,7 c# Millionen Seelen sind 60 378 235 im Deutschen Reiche, 1342 294 Personen außerhalb der Reichsgrenzen geboren. Wie die Reichsbürtigen sind auch die im Auslande Geborenen nach dem Beruf gegliedert: es sind nahezu eine Million von diesen hauptberuflich erwerbstätig, und zwar ein wenig über eine halbe Million in der Industrie und " 295 000 in der Landwirtschaft. Von den im Reich Geborenen sind am Zählungstage 31395 429 Personen in derselben Gemeinde, in der fte geboren sind, auch als anwesend ermittelt worden. Die größte Zahl dieser Seßhaften, nämlich 19 Millionen, sind Angehörige ohne eigenen Hauptberuf, also vielfach Kinder. Unter den 12 Millionen int Berufsleben stehenden oder als berufslose Selbständige gekennzeichneten Seßhaften gehören 5,2 Millionen der Land - und Forstwirtschaft an, 4,4 Millionen der Industrie, 1,01 Millionen dem Handel und Verkehr; ein wenig mehr, 1,03 Millionen, sind berufslose Selbständige. Die Zahl der aus ihrer Geburtsgemeinde abgewanderten reichsbürtigen Bevölkerung, insgesamt 28 982 §06 Köpfe, ist etwas geringer als die Zahl der Seßhaften (31 Millionen), aber hierin sind nur 10,8 Millionen Angehörige ohne Hauptberuf enthalten. Entfielen auf Die Seßhaften 12 Millionen Erwerbstätige, Berufslose und Dienende, so stellt sich die Zahl dieser Line Rede Raiser Wilhelms in Wien. Der begeisterte Empfang in Wien, der Beschluß des dortigen Stadtrates, haben Kaiser Wilhelm bei seinem Besuche im Wiener Rathaus zu einer schwungvollen Rede veränlaßt. Wien, 21. Sept. Die Ankunft Kaiser Wilhelms in der Uniform seines österreichisch-mngarischen Husarenregiments vor dem Rathause erfolgte kurz vor 12 Uhr. Der Kaiser wurde am Fuße der Festtreppe vom Bürgermeister empfangen und in den Festsaal zur Estrade geleitet. Bürgermeister Dr. Neumayer sprach Begrüßungsworte, wobei er daran erinnerte, daß die Nibelungentreue des deutschen Reiches und seines Herrschers erst vor kürzer Zeit wieder bewiesen worden sei. Der Kaiser antwortete: Mein verehrter Herr Bürgermeister! Meine Herren von der Stadtverwaltung in Wien! Empfangen Sie meinen herzlichsten Tank für den großartigen Empfang, den Sie mir soeben bereitet haben, und für die fteundlichen Willkommensgesinnungen, die aus den Worten des Herrn Bürgermeisters sprachen. Der Herr Bürgermeister hat soeben mir mitgeteilt, daß die Stadtvertretung der Residenzstadt Seiner Majestät einstimmig den Beschluß gefaßt habe, einen Teil des Ringes, den Parkring, nach mir z u benennen. (Heilrufe.) Es ist dies eine ganz außergewöhnliche Ehrung für einen fremden Monarchen, und ich bin auf das Tiefste ergriffen, daß die Vertretung der Stadt Wien mich für würdig gehalten hat, in den Mauern ihrer schönen Stadt auch meinen Namen zu verewigen. Wenn i'dj den Sinn dieser außergewöhnlichen Huldigung richtig zu deuten verstehe, so lese ich einerseits daraus, daß sie ein Ausdruck sein soll her Freundschaft und der innigen Gefühle der Sympathie, die zwischen der Bürgerschaft der Stadt Wien und mir nun seit langem b e ft eben (neuerliche Heilrufe), die sich überall kund gibt in dem fteundlichen Gruße, wenn ich durch die Straßen fahre, und in dm blitzenden und freundlichen drei Bevölkerungsgruppen bei den Gewanderten höher, näm-, lich auf 18 Millionen. Von diesen sind 6 327 978 in der Industrie tätig, an zweiter Stelle folgt die Landwirtschaft mit 4 324 048, sodann der Handel mit 2 383 225, die berufslosen Selbständigen mit 2,29 Millionen, die freien Berufe und der öffentliche Dienst (mit Einrechnung des Militärs) mit 1 477 719 Personen, und weiter leben 1032 828 bei der Herrschaft wohnende Dienende nicht am Geburtsorte. Darnach hat nur die Land- und Forstwirtschaft ein Uebergewicht an Seßhaften über die aus anderen Gemeinden Zugewanderten (5 264 316 Seßhafte gegenüber 4,3 Millionen Zugewanderten), in allen anderen Berufsabteilungen ist die Seßhaftigkeit geringer als die Zuwanderung. Verhältnismäßig hoch ist dabei die Zuwanderung bei den öffentlichen und freien Berufen: hier stehen 227 300 Seßhafte 1,5 Millionen nicht als seßhaft zu bezeichnenden Personen gegenüber, und bei den Dienenden, von denen nur 207 129 in ihrer Geburtsgemeinde gezählt wurden. Die Tabelle zeigt die Gestaltung dieser Verhältnisse nicht allein für die einzelnen Berufe mit Unterscheidung der Berufsstellungen darin, sondern gestattet auch, zu erkennen, wie sich diese Ergebnisse in den einzelnen Gebieten des Reichs stellen. Der Austausch zwischen Stadtund Land weist unter der gesamten Reichst) evölkerung 24,6 Millionen auf, die stadttreu geblieben sind, d. h. Stadtbürtige, die auch in einer Stadtgemeinde (Gemeinde mit 2000 und mehr Einwohnern) am Zählungstage lebten. Nicht ganz so viel, 23,5 Millionen, waren dem platten Lande treu (Gemeinden mit unter 2000 Einwohnern). In diesen Zahlen sind sowohl die Personen, die keine Ortsveränderung vollzogen haben, die Seßhaften, wie auch die enthalten, welche von ihrer ländlichen Geburtsgemeinde in eine andere Landgemeinde oder aus ihrer Geburtsstadt in ein anderes städtisches Gemeinwesen aezogen sind. Durch Abrechnung der Seßhaften ergibt, sich Die Zahl derjenigen, die ihre Geburtsgemeinde verlassen haben, aber dem platten Lande oder der Stadt treu geblieben sind: es sind 16 684 010 Seelen. Dazu treten 10 292 448 Landbürtige, die in die Stadt abgewandert find, und 2 006 348 geborene Städter, die aufs Land hinausgezogen sind. Das Hauptinteresse bieten hier wieder die haupt- beruflich Erwerbstätigen; diese zählen 25,9 Millionen, von denen, 11 Millionen seßhaft und 14,8 Millionen nicht seß- baft sind. Von ihnen folgten 5 256 982 dem Zuge vom Lande in die Stadt (also die Hälfte des gesamten Zuges in die Stadt), 893 318 fino von der Stadt aufs Land gezogen und die Zahl derer unter den Erwerbstätigen, die den Ort gewechselt haben, ohne der ^Ortsklasse (Stadt oder Land) untreu zu werden, stellt sich auf 8683 009, also auf über die Hälfte der entsprechenden Ziffer für die Gesamtbevölkerung. Bei Einschluß der Seßhaften erweisen sich 8,7 Millionen Erwerbstätige der Stadt und 11,1 Millionen dem offenen Lande treu. Mehr als die Hälfte aller vom Lande in die Stadt übergesiedelten Erwerbenden sind in der Industrie tätig, nämlich 2 809 809, dann folgt der Handel und Verkehr mit 1104 481, der öffentliche Dienst und die freien Berufe mit 696 852. Den 2,8 Millionen in Städten gezählten Land- bürtigen in der Industrie stehen 5,17 stadtbürtige Städter gegenüber, den im Handel und Verkehr beschäftigten vom Lande in die Stadt gezogenen 1,1 Millionen aber nur 1,7 Millionen in der Stadt geborene und auch anwesende. Diese Beziehungen wie auch der Austausch der Bevölkerung der einzelnen Landesteile untereinander sind für die einzelnen Berufsgruppen unter eingehendster Berücksichtigung der sozialen Stellung im Berufe dargestellt. Außerdem bedeutet die Gebürtigteitstabelle auch eine Erweiterung der Ergebnisse für die Erwerbstätigen gegenüber den Bänden 204, 205 und 208. Dort sind die Erwerbstätigen in den Berufsgruppen nur üach der abgekürzten Gliederung der Bern sstellungen berücksichtigt; aus der 'Gebürtigkeitstabelle sind die eingehenderen sozialen Stellungen im Berufe für Stadt und Land und für Gebietsteile zu ergänzen. Augen der schönen Wienerinnen. Es sind das Dinge, die ein Menschenherz bewegen und fesseln. Zum andern glaube ich aus Ihrem Beschluß herauszulesen, daß er das Einverständnis der Stadt LLien damit war, daß in ernster Zeit der Bundesgenosse in schimmernder Wehr an hie Seite Ihres aller- gnädigsten Herrn sich gestellt hat. (Anhaltende brausende Heilrufe.) Es war dies ein Gebot der Pflicht und der Freundschaft zugleich; denn das Bündnis ist zum Heil der Welt in die Ueberzeugung und in das Leben der beiden Völker als ein Im-» ponderabile übergegangen (Stürmische Heilrufe). Ich bitte Sie also, die Vermittler meines herzlichsten Dankes zu sein für diese außergewöhnliche Ehre an alle Mitbürger und Mitbürgerinnen^ Aber die höchste Weihe wird diesem Beschluß dadurch erteilt, daß er gefaßt werden konnte in dem 80. Geburtsjahre Jh«s Erlauchten Landesherrn — dadurch wird für mich die Erurnerung noch inniger und schöner (Heilrufe) — des Landesherrn, den Sie in Treue und Liebe verehren, zu dem mein Volk in inniger und warmer Verehrung herüberschaut und zu dem ich als zu meinem väterlichen Freund emporblicke in Ehrfurcht (Stürmische Heilrufe) als zu dem Symbol der personifizierten Selbstverleugnung und Pflichterfüllung. Darum reiht sich meinem Dank an die Stadt Wien zu gleicher Zeit auch der Wunsch an, daß es dem Herrn gefallen möge, daß er Ihren heißgeliebten und hochverehrten Landesherrn noch lange erhalte, (Begeisterte Zustimmung), damit unter seiner gesegneten Hand die Stadt sich weiter im Frieden entwickeln möge und daß es Ihnen noch länger vergönnt sei, Ihre Huldigung in Treue und Liebe ihm darbringen zu können. Allen Gefühlen, die mein Herz bewegen und die auch die Ihren durchfluten, bitte ich Sie Ausdruck zu geben, indümj Sie mit mir einstimmen in den Rus, daß der edle Landesvater, der vielgeliebte Kaiser und König, der Herr dieser schönen Kaiserstadt, Gottes Segen noch lange auf sein Haupt herabfließen sehen möge, daß er und fein Haus und sein Laäd in Gottes Hand, in Gottes Schutz gestellt bleiben: Seine Majestät der Kaiser und König: Hurra! Hurra! Hurra! Die Versammlung stimmte begeistert ein und brachte brausende, minutenlang andauernde Hochs und Hurrarufe auf den deutschen Karser aus. Der Kaiser reichte dem Bürgermeister die Hand, der dem Kaiser die Vizebürgermeister und das Präsidium des Gemeinderats vorstellte. Bürgermeister Neumayer lud den Kaiser ein, den Ehrentrunk zu nehmen; gegenüber der Estrade war eine Laube errichtet, in der ein Kellermeister mit zwei Küfern in altdeutscher Tracht Aufstellung genommen hatten. In einem goldenen Prunkbecher reichte der Kellermeister dem Kaiser oen Ehrentrunk. Dieser nahm den Pokal entgegen mit einigen Worten des Dankes und lehrte ihn bis zur Neige. Dann begab sich Kaiser Wilhelm, begleitet von den vorgestellten Herren, an der Seite des Bürgermeisters durch )ie Sitzungssäle des Stadtrats und das Magistrats und durch )as Bureau des Magistratsdirektors in den Gemeinde- itzungssaal unb durch diesen in die Waffenabteilung den "tädtischen Sammlungen, wo das von Professor Franz Matsch gemalte Bild besichtigt wurde. Der Kaiser trug auf die Bitte des Bürgermeisters seinen Namen in ba§ Gedenkbuch ein. Kurz nach i/2l llhr fuhr Kaiser Wilhelm im Automobil zur deutschen Botschaft, wo Botschafter v. Tschirchky ein Frühstück gab. Nach dem Frühstück begaben sich beide Majestäten int Automobil nach der Jagdausstellung. Im Kinemato- graphentheater wohnten die Majestäten der Vorsteb lung bei. wurde die Fuchsjagd Kaiser Wllhelms in Donaueschingen, dann eine Gemsjagd Kaiser Franz Jvsess bei Ischl uns schließlich die gestern erfolgte Ankunft Kaiser Wilhelms in Hetzendorf vor geführt. Nach Schluß der Vorstellung fuhr Kaiser Franz Josef nach herzlicher Verabschiedung von Kaiser Wilhelm nach Sch-loß Schönbrunn, während Kaiser Wilhelm einen Rundgang durch die AusstelluAg' antrat. Die Abreise. Wien, *21. Sept. Vor der Abfahrt Kaiser Wilhelms hatte sich auf dem Bahnhofe auch Kaiser Franz Josef eingefunden. Er begleitete den deutschen Kaiser an den Salonwagen. Die Majestäten schüttellen sich die Hände und küßten sich dreimal. Um 9.20 Uhr fuhr Kaiser Wilhelm nach Sig- maringen ab. Die gescheiterten sranzösich-türkischen Anteihe- verhandtungen. ^Daß eine englische Fin a nzgruppe mit den Türken das von Frankreich abgelehnte ober erschwerte Geschäft gemacht hat, erregt natürlich in der französischen Presse nicht geringen Aerger. lieber die neue türkische Anleihe schreibt jd-ie „Action": „Obgleich die englische Regierung gegen ausländische Anleihen nicht solche Waffen besitzt, wie die ftanzösische, glauben wir zu wissen, daß der Quai d'Orsey die Auf-^ merksamkeit Englands auf die politischen U n zu.-* kömmlichkeiten den geplanten Anleihe gelenkt habe." In sichtlich amtlichen Zeitungsnoten wirb über bis türkische Anleihe erllärt: Die französische Regierung werde angesichts der Meldung, daß die Türkei im Begriffe sei, mit der Gruppe des Londoner Finanziers Sir Ewrest (Soffet eine Anleihe abzuschließen, ihren Standpunkt nicht ändern. Die französische Regierung halte die von ihr gestellten Be-, bingungen insgesamt aufrecht, und der Minister Pichon habe feinen vorübergehenden Aufenthalt in Paris sogar dazu benutzt, um dem Botschafter Bornpard die Weisung zu erteilen, entschieden darauf zu bestehen, daß die Stellung der in der Türkei lebenden Mgerier und Tunesier den französischen Forderungen gemäß geregelt werde. Man hoffe auch in Regierungskrisen, daß bte französischen Banken und^das ftanzösische Publikum genug Patriotismus besitzen werden, sich von der durch die englische Fina nzgrupv e üb ernomm enen türkis chen Anleihe fernzuhalten. Der „Petit Parrften" hebt auch die Haltung der amtlich beeinflußten türkischen Presse hervor, welche eine heiße Sympathie für den Dreibunds bekunde, und meint, es sei bedauerlich, daß diese Presse sich bemühe, einen Streft zu verschärfen, welcher ohnehin sehr verwickelt te kV* j anstalten unserer Stadt bis auf die Blindenanstalt schließen Uhr ^Samstag den 24. September und beginnen Montag, den Armeekorps. 1 8. rat D. Petersen. Die 5 scheidenden Theologen werden gegen Weihnachten Verwendung finden. Das neue Semester des Prediger-Seminars beginnt am 17. Oktober. — Unser Lehrer-Seminar, in dem zurzeit größere bauliche Veränderungen vorgenommen werden, mußte seine Herbstserien etwas verlängern, es schloß am 16. September und wird sein Wintersemester am 9. Oktober beginnen. Schon gegen Mitte Januar nahmen die schriftlichenöntlassungsprüfungen ihren Anfang. Alle übrigen höheren und niederen Lehr- poliftfcbc Tagesschau. Französelei auf dem deutschen Weinbau-Kongretz. Aus Bingen erhalten wir von einem Teilnehmer am etzten deutschen Weinbau-Kongreß folgende Zuschrift: Der deutsche Weinbau-Kongreß, der dieser Tage it Colmar im Elsaß abgehalten wurde, bot Wichtiges und Wissenswertes in Menge. Was er aber noch bot, und zwar ganz inerwartet, das war die Tatsache, daß die reichsdeutschen Teilnehmer wähnen mußten, in eine stockfranzösische Stadt versetzt zu sein. Da war aber auch von Deutschtum .eine Spur zu entdecken, und wenn das Stubenmädchen und )er Hausknecht nicht rein französisch sprach, dann war es ganz be- timnit Patois, das einem entgegenklang, totsicher aber kein Zeutsch. Die Kongreßleitung hat keinen Widerspruch gegen das eltsame Gebaren erhoben. Man glaubt in einer „französischen" Stadt zu sein, in der selbst die Inhaber der Gasthäuser nur gebrochen oeutsch reden konnten, Man hat sich im Elsaß, und besonders in Lolmar, der alten deutschen Stadt, einer Französelei ergeben, die ich sogar soweit erstreckt, daß sich bei der Schmückung der Straßen ind Häuser nur die öffentlichen Gebäude mit schwarz-weiß-roten gähnen zeigten. Und nun noch ein Wort zum Kongreß selbst. Ich glaube mich einigermaßen auf deutschen Weinbau-Kon- gressen auszukennen, und habe mich tatsächlich über die Virtuosität gewundert, mit der man es verstand, aus dem deutschen Weinbau- Kongreß einen „französischen" zu machen. Besonders „fein" waren die abendlichen Gesangsvorträge in der Musikhalle der Ausstellung, die eine hübsche Musterkarte von französischen Liedern boten, noch mehr aber die Speisekarten beim Festessen, die vollständig französisch waren. Warum hat man denn vor 70 die deutsche Sprache noch besser gekannt als heutzutage? Denn daß dies der Fall war, hat uns der Friedhof zu St. Pilt bewiesen. Nach 1870 sind die Grabschriften durchweg französisch, und hat inan bei den Inschriften vor 70 Gelegenheit, das reine unverfälschte Deutsch zu bewundern und das deutsche Empfinden jener Stifter von Grabdenkmälern anzuerkennen, so muß man sich noch viel mehr wundern, wenn die gleichen Leute nach ihrer endlich er--- reichten Wiedervereinigung mit dem Mutterland aus einmal nur noch französisch ihren Gesühlen Ausdruck zu geben vermögen. Vielleicht darf man diese Französelei als Spielerei betrachten, vielleicht auch nicht. Bezeichnend für den deutschen Charakter ist sie jedenfalls. Bis 1870 hat man seinem Widerstand gegen die । Fremdherrschaft durch deutsche Gesinnung, deutsche Sprache, deutsche I Inschriften Ausdruck gegeben. Erst nach 1871 entdeckte man sein französisches Herz. Die Entwicklung der christlich-nationalen Gewerkschaften rj rm. Friedberg, 21. Sept. Ter Besuch des Zaren- v a a r e s auf Schloß Friedberg, der anfänglich bis Anfang Oktober vorgesehen war, dürfte sich voraussichtlich über den ganzen Oktober ausdehnen, wenn die Bäder der Zarin, wie bisher gut bekommen. Im Ganzen sind 21 Bäder vorgesehen, von denen bis jetzt kaum ein Drittel genommen ist. Da zwischen den Bädern nn Zwischenraum von einem Tag liegen soll, dürften bis zur Beendigung der Kur noch 30 Tage vergehen. Sehr fraglich scheint es, ob dmn noch die beabsichtigte Verlegung des Hos- lagers von Friedberg nach Jagdschloß Wolfgarten erfolgt. Wahrscheinlicher ist, daß das Zarenpaar den für Deutschland noch vorgesehenen Aufenthalt in Darmstadt zubrrngt. — Vilbel, 21. Sept. Bei den gestrigen Gemeinde- r atswa hlen wurden die sämtlichen Kandidaten der S ozial- demokratie gewählt. Sie erhielten gegenüberden bürgerlichen Parteien über 40 Stimmen Mehrheit. Damit hat die sozialdemokratische Partei wieder die Mehrheit im Vilbeler Gemeinderat. = Heppenheim a. d. B-, 21. Sept. Gestern starb zu Köln unerwartet nach kurzem schweren Leiden unser Bürgermeister Wilhelm Höhn im Alter von 64 Jahren. Der Verstorbene war 22 Jahre Bürgermeister, nachdem er vorher 11 Jahre Gemeinderatsmitglied gewesen war, und hat sich um die Entwickelung der Stadt große Verdienste erworben. Politisch gehörte er der freisinnigen Parier an, für die er im Jahre 1905 zum Landtag kandidierte z. Launsbach, 21. Sept. Gegenwärtig beginnen in den Gemeinden der Bürgermeisterei Atzbach-Launsbach bie Obstversteigerungen. Meist finden sich dazu nur dre Emwohner der betreffenden Gemarkung ein, weil der Obstsegen in diesem Herbste allgemein ist. Trotzdem waren die Preise bei der hiesigen Versteigerung ziemlich hoch; vor allem waren die besseren Aepfelsorten sehr begehrt. In- folgedessen hat die Gemeinoe fast die doppelte Einnahme erzielt als im Vorjahr. 10. Oktober. Mitte Oktober beginnen die Einschreibungen für die Studierenden der Gewerbe-Akademie. Gerrchtsßaal. M f . Strafkammer-Bericht über die Wohnbacher Beleidigungssache vom 20. September 1910 ist dahm zu ergänzen, daß der Beleidiger nicht bedingt falls er die Aeußerung getan .x adenbach, 21. Sept. In Hartenrod wurden zwei Manner verhaftet, die während der Eisenbahnsahrt emem Wrldbrethandler, der aus kurze Zeit den Wagen ver^ blnen Rehbock dadurch entwendeten, daß sie das Trer durchs Fenster aufs Feld warfen. Man faßte bic beiden Diebe nachts ab, als sie den Rehbock abholen wollten, m ,.^^e^ne Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Nr. 219 im Bericht über die Schuld hausemwechung in ^aa,en muß es statt: „Pst. Siebeck sprach über dre Bedeutung des Kalenders als Lehrer der Jugend" ^^)betßen: ,,d es Kal end er m auns". — Anstelle des zum m November 1910 in den Ruhestand versetzten Forstmeisters Lesern Zeitpunkte ab die Oberförsterstcllc dem Oberförster Obertreis, seither in St. VitV (Eifel), übertragen worden. r. Rodheim, 21. Sept. Eines der ältesten Gebäude Rodheims, die bisherige Schule, ist nunmehr von der Bildfläche verschwunden, ihre Stätte kennzeichne! nur noch ein mächtiger Trümmerhaufen. Vor etwa 500 Zähren wurde dieses Bauwerk aus mächrigem Eichengebäll aufgeführt und es hätte wohl nochmals 500 Jahre Sturm nnb Wetter Trotz bieten tonnen. Die Gemeinde verkauft sämtliche Alkmaterialien toic Türen, Fenster und Holzwerk und kommt dabei gut auf ihre Rechnung. Seit 1848 war das Gebäude zur Schule eingerichtet. .)( Marburg, 21. Sept. Ein Ko n f likt ist zwischen der O r t s k r a n k e n t a s s e und der Regierung zu Kassel als Aufsichtsbehörde ausgebrochen. Die letztere Hal nämlich die für Vertretung bei den Krantenkassen-Tagungen in Berlin, Höchst und Wiesbaden gezahlten Gelder, sowie die Entschädigung für einen Bericht über das 25jährige Bk stehen der Kasse und Revisions-Gebühren, insgesamt 495 M., als zu Unrecht ausbezahlt bezeichnet und den Magistrai als nächste Aufsichtsbehörde ersucht, sich das Geld von den Empfängern zurückbezahlen zu lassen. Als nun der Magi- ftrat diese Weisung ausführen wollte, hat der Vorstand der Ortskrankenkasse diesen beim Bezirksausschuß zu Kassel, dessen Vorsitzender, der Regierungspräsident, zugleich die oberste Aufsichtsbehörde der Ortskrankenkasse vertritt, verklagt. Gestern abend beschäftigte sich eine Generalversammlung der Ortskrankenkasse mit der Angelegenheit. Während der Vertreter des Magistrats dafür eintrat, daß man die Klage zurück;,ehen und dir oberste Aufsichtsbehörde bitten mochte, dre Summe urederzuschtagen, da zweifellos Fehler begangen worden seien, war die Mehrzahl der übrigen Redner anderer Meinung. Es wurde darauf hinaewiesen, daß nichts Ungesetzliches vorliege, denn bis jetzt sei Marburg die einzige Stadt in Deutschland, in der die Aufsichtsbehörde in dieser Weise vorgehe. Es wurde betont, daß Entscheidungen des» Kammergerichts zu gunsten einiger wegen der- selben Sache verklagten Krankenkassen zur Hand feien. Man naljrrt en Antrag an, das Ansinnen der Aufsichtsbehörde, die Vorstandsmitglieder regreßpflichtig zu machen, abzu- lehnen und nochmals die Genehmigung zu den beanstandeten Ausgaben zu geben. ch. Eberstadt (Kr. Gießen), 21. Sept. Bei der Wahl dreier Gemeinderatsmitglieder wurden die 1 eiterigen Mitglieder Landwirt Konrad Holler mit 54 Stimmen unf- Landwirt Adam Müller mit 37 Stimmen gewählt. An Selb des verstorbenen Landwirts Joh. H. Weisel wurde Landwir! Wilhelm Holler mit 51 Stimmen neu gewählt. Die Wahlbeteiligung war sehr rege. )( Hungen, 21. Sept. Bei der heute hier vorgenommenen Gemeinderatswahl, die sehr lebhaft war, wurden die seitherigen Mitglieder wiedergewählt. Es erhielten von 235 abgegebenen Stimmen Metzgermeister und Gastwirt Karl Schmidt V. 145, Rentner Ph. Karl Bender 137 und Metzgermeister Wilh. Aug. Hofmann 119 Stimmen. Auf die vier anderen Kandidaten vereinigten sich 290 Stirn- men. Wahlberechtigt waren 313 Personen. L. Friedberg, 21. Sept. Die Entlassungsfeier am Prediger-Seminar, die in sonstigen Jahren im Herbste in der Burgtirche abgehalten wird, fand diesmal heute im Festsaale des Seminargebäudes statt. Der Lehrkörper der Anstalt, die Kandidaten und viele andere Theologen hatten sich dazu eingefunden. Für die abgehenden Theologen sprach cand. Stork, für das Seminar Direktor v. E g e r und für die oberste Kirchenbchörde Oberkonsistorial- — hessische Division — wurde von Generalleutnant von Strantz geführt. Den hessischen Truppen — Blau — (15 Bataillone, 10 Schwadronen, 12 Batterien), zu denen l zwei Batterien schwerer Feldhaubitzen der Fußartillerie Nr. 3, eine Telegraphenabteilung und eine reitende Batte-- ■ kamen, stehen 12i/2 Bataillone, 12 Batterien und vier ' Schwadronen 6er Dragoner, das Pionierbataillon Nr. 21, 1 Zwei Batterien schwerer Fetdhaubitzen Regiment Nr. 3, und eine Korpstelegraphenabteilung gegenüber. Bei Tagesgrauen waren die Gegner aus ihren Notquartieren abgerückt. Die blaue Armee hatte um Engelrod, Ulrichstein, Rebges- hain, Eichelhain, Hörgenau, Helpershain gelegen, Rot hatte seine Notquartiere um Schotten, Götzen, Eichsdorf, Rain-r rod, Rudingshain und Michelbach. Der Mittwoch brachte nach einem leichten Sprühregen zum Glück schönes, sonniges Wetter, aber auch große Märsche und anstrengende Sturmangriffe. Die Hessen marschierten über Ulrichstein, Boben- hausen, Ober- und Niederseibertenrod und besetzten die Höhen um Ober-Ohmen. Die preußischen Truppen kamen von Schotten über Altenhain, Wohnfeld, Bobenhausen. Zwischen Seibertenrod und Bobenhausen kam es aus Höhe 488 zum ersten Zusammenstoß. Auf den Höhen noroöstlich des Ohmtals vom Geiseberg bis Gänsberg und Röderberg tanden die Hessen. Um 1 Uhr begann der Jnfanterieangriff. Am linken Flügel von Rot gab es Leben, sie stiegen von der Höhe bei.Höckersdorf herunter, besetzten Ober-Ohmen und schwärmten an der Ohmsttaße aus gegen den Heine- berg und Gänseberg. Der Heineberg wurde schließlich von den 87ern und 88ern im Sturm genommen, die 168er und 115er wichen zurück, eine Abteilung von den Telegraphen- ttuppen wurde abgeschnitten und das Artillerie-Regiment Nr. 61 außer Gefecht gesetzt. Das ähnliche Schicksal er-, reichte am Gänsberg das 3. Bataillon 116er. Um 2i/2 war der Heineberg von Rot besetzt, hier hielt auch Korps-» kommandeur von Eichhorn. Blau hatte sich am Röderberg zwischen Zeilbach^ und Unterseibertenrod festgesetzt. Aber auch hier wurden sie verdrängt. Hinter Windhausen uhr die 25er Arttllerie auf, um den Rückzug zu decken. Gegen 4 Uhr war der Kampf zu Ende. Tie blaue Armee kochte bei Breidenbach-Romrod ab. Blau besetzte den Höhenzug zwischen Ohm- und Feldatal, am Eisenmannskopf und bei Zeilbach lag die Vorhut; sämtliche Orte zwischen Wettsaafen und Stumpertenrod touren stark be- »ngat^tScber-fplC9egab sich zu mehrtägigeuk Mann von der TelegrLph"nb^au-«teilung^(3^at ^Kobleuz^ Aufmrthalt nach Gorlsdorf rn der Uckermark. von Göttingen auf unserem Bahnhof an"nm einige Stunden ., Friedber g wird uns gemeldet: In gutunter- hier zu bleiben. Die Leute hatten beim Manöver des sichteten Kreisen wird behauptet, daß die Zusammen- 16. Armeekorps den Telephonbau und den Televbondienst en mit b e m 5 entfd) en Kaiser be-!zu besorgen. Heute von Mittag an passiert eine nröPerc fonnnt am 7. Oktober rn Frredberg stattfindet. \ Anzahl Militärzüge, besonders aus Oberhessen kommend unsere Station, um die Manövertruppen wieder in ilire 4U$laitO. I Garnisonen zurückzubesördern. Aus hem Haag wird gemeldet: Das vom Finanz- ** In der nächsten Sch wur o e ri rh t ? h x * 8MMASDMMMMZ SMMZMZKMMM- reich sind, als geschichtliche Baudenkmäler erklären zu ?^xJ LTI ausgegeben wird, enthält mannigfache Verlassen. Dem „Matin" zusolge richtet sich diese Maßregel ^n denen besonders die neuengagierten Kräfte gegen den Schweizer Hauser, welcher in der E^rA^ren werden. Es sind dies: Oskar Romard, Gegend von Eyzeis seit langer Zett, angeblich für und, Liebhaber, Friedrich Limian, jugendlicher deutsch e Museen, Nachgrabungen in großem Umfange ^x^^ und Nattlrburschen, Hilde Engel, 1. muntere veranstaltet und zu diesem Zweck zahlrnche Grundstücke uud^pe Rollen, Olga Nretz schm ann, Liebhaberinnen, angekaust habe. Hauser beabsichttge, auch in anderen Ge- i^ ermann 1. Gesangssoubretten, Charlotte Hill, aendeu solche Nachgrabungen vvrzunehmen, da er mehrere Lx$?cICU* Unb^U^pIctfoubrcttcn# Tilde Hede, Mütter Leute nach Solustre entsendet habe. 9 U-!b9115 Kapellmeister ist Fritz Hollfeld ver- Aus Saloniki wird gemeldet: Die Erklärung des worden. 1. Theatermeister ist Florian Prasch. Ausnahmezustandes sowie die Anwendung des Das städtische Museum für Völkerkunde s^^bsetzes rn Monastir und Umgebung unter ^m Freiherrn v. L e o n h a r d i-G r o ß-K a r b e n Persönlicher Aussicht Torghut Schefkets ergibt Ueberrasch-I wertvolle und auch für den Laien interessante ungeu. Bei den Haussuchungen in Monastir, Perlepe, bereichert worden, nämlich um eine Anzahl Ge- ^nna unb Kruschevow wurden über 2000 Gewehre brauchsgegenstände des Arandastammes in Zentral-Austra- 1500 Revolver, große Munitionsvorräte unb I -eiL Die Gießener werden von dieser Schenkung vreleDynamitb omben gefunden. Vier Bataillone unser neues städtisches Institut umso freudiger Kennt- igehen nach Vodena und Karojeria, um die Bevölkerung zu nehmen, als sie von einem Bewohner in der Provinz entwaffnen. 800 erkrankte Soldaten wurden nach Klein- h^hrt. 6 oj-vn znrnckbesördrrt. __________________________ " Ditz.Geschäftsränm-des El-ktrizr täts° ri. ----------- werk es und der Sttaßenbahn werden morgen nach dem NNd Flotte« E^n ^Lerw altu ng sgebäude, Lahnstraße 28, part. verlegt. / a ü,e n ' ^bpt. Die Linienschiffe ^u dem Gebäude ist auch für den Stadtmonteur eine Dienst- n ÜhriNge n" wurden au ß e r I woyuung vorhanden, womit die Möglichkeit besteht, auch i en ft gefteüt. Dre Linienschiffe „Rheinland" und „Posen" ^^rhalb der geschäftlichen 3ait und während der Nacht- ^ind zum Nordleegeichwader getreten. Damit ist die erste Storungen zu beseitigen unb Aufträge von Konsumenten deutsche Dreadnoug h t-Divisio n formiert. erledigen. w .... < Haftentlassung. Der vorgestern wegen Ge- ^tN^t Ultö fahrdutl^ eures Eisenbahntransports sestgenommene Kanf- Gießen, 22. Sept. 1910. ^talIU Hübner wurde wieder aus der Haft entlassen, Das 18. Armeekorps im Korpsmanöver s kr an k fst. Er wurde rn der Klinik für . Die allgemeine Kriegslage für das Korpsmanöver fieifit- ,U,Ub<^er°?fe fca"tett umergebrachl. „Erne roke Armee ilt lahnaufmärts im Vornlarsch und bat ® ’ unb Klauenseuche ist auSge. «rt ixm rechten Flügel Weilburg erreicht. Blaue Rrastem Naleudacha, Kreis Kalmar, Regierungsbezirk bei ^anlenberg, Gemünden und Treysa, schwächere Bromberg, be, Händlervieh; Paplowo und Stawiann "lür aie"^ Unb Eha in der Sammlung begriffen" Kreis Wongrowckg, Regierungsbezirk Bromberg; Z srrehne "Trauere »maah™ ?Clbe2. Iiyiil01ten waren noch ge- Kreis Bublitz, Regierungsbezirk Kocslin, bei Händlervich; ;KTV 2ö‘' ÄCelä G°rl,tz,° Regierungsbezirk Legn.tz, b i i., ^ai,eumanr schwitz, dteNMenTrup^üItz^^ am 49. September. J™erS ble chm zur Last gelegte Beleidigung des -öürgermelster-Kandrdaten kratz unter dem Ausdruck des Be- dauerns zuruckgenommen hat. rm. D a r m st a d t, 22. Sept. Wegen Entführung ihres ene n K in d es wurde heute die 39 Jahre alte Ehefrau Ki^"^rt ÄUr8 0^/ 'U UN st e r in Neu°Jsenburg zu 2 Atonalen Npefangius verurleilt. Sie ist mit dem Friseurgehilfen O. Pessel der bet lhrem Atanne beschäftigt war, durchgeganqen und hat außer Kleingeld auch das jüngste ihrer fünf Kinder widerrechtlich mitgenominen. Pessel, bei dem sie Haushälterin ist, erhielt wegen Beihilfe zur Entführung die gleiche Strafe. 82. Deutscher Naturforscher- und Aerztetag. Königsberg, 21. September. Die Diskussion über Ehrlich-Hata 606. Nach dem Bortrage von Prof. Ehrlich über sein neues Syphilis Heilmittel setzte eine umfangreiche Diskussion -ein. Prof. Conrad Alt von der Landes-Pfleganstalt Uechtspringe teilt mit, daß er schon lange Untersuchungen mit Mrsenophenyglycin vorgenommen und große Erfolge damit erzielt half. Vor einem Jahre etwa hat er Mitteilung von Ehrlich über das neue Mittel erhalten. Es war keine unbedenkliche Sache denn damals war man in Aerztekreisen noch sehr gegen die Ärsenotherapie eingenommen. Zuerst wurden die Versuche über- chaupt nur an Tieren vorgenommen. Eines Tages sagten dem Redner zwei seiner Mitarbeiter, die Oberärzte Hoppe und Schreiber die hatten sich das Präparat Ehrlich-Hata 606 eingeimpft, ohne eine andere als eine mäßige schmerzhafte Reaktion zu spüren. Fünf Monate lang wurde dann das Mittel erprobt und dabei gefunden daß selbst hartnäckige Fälle in verblüffender Weise zurückgingen Dr. Schreiber macht Mitteilungen über die technische Aus- Mrung der Injektionen und zeigt die neuerfundene Spritze vor Professor Joes en (Petersburg) zeigt den Apparat, den er seinerseits zur Einspritzung konstruiert hat und geht dann auf die Be- !^?.^^^^^^^^dNalariafälle in Petersburg in l.Ehrlich-Hctta 606 ein. Die Wirkung war ausgezeichnet. Später ^.wurden rm Kaukasus, in Batum 60 Fälle behandelt. Die Ergebnisse waren ebenfalls gut. Tertiäre Fälle wurden zu 70 Proz mit einer Einspritzung geheilt. Die Versuche mit tropischer Ma- staria sind noch Nicht abgeschlossen. Dr. Grünfeld (Odessa) macht Mitteilungen über die Syphilis in Rußland, wo in manchen Dörfern 80 Proz. der Bewohner erkrankt sind. Prof. Do hi .(Tokio), ein ehemaliger Schüler vonNeißer, behandelt in deutscher Sprache unter Vorführung von Photographien Fälle aus Japan. Grooven (Halle) betont, daß Jahrzehnte nötig seien, um die Frage der dauernden Heilung endgültig zu beantworten Sonst sei das Mittel jeder anderen Therapie überlegen. Auch Glück (Serajewo) und Wechselmann (Berlin), der einen geheilten Patienten vorführt, äußern sich sehr günstig. Die Beratungen in den einzelnen Fachabteilungen werden fortgesetzt. In der Abteilung für Kinderheilkunde svrach Prof. L a n g st e i n (Berlin) über die „Rolle der Kohlehydrate" bei der Ernährung des Säuglings. Wir kommen bei der Ernährung des gesunden Säuglings mit den natürlichen Mehlen ckus und haben nickt nötig, die präparierten Kindermehle zu verwenden. Langdauernde ausschließliche Ernährung mit Mehl ist imstande, eine schwere Ernährungsstörung herbeizuführen. Für das ernährungsgestörte Kind ist der Milc^ucker das am wenigsten geeignete Kohlehydrat. Die beste Kombination scheint die von Mehl und malzhaltigen Präparaten zu sein. In der zweiten Gesamtsitzung der medizinischen Hauptgruppe sprach Prof. Dir. Georg Meyer vom Königl. Institut für Infektionskrankheiten (Berlin) über den heutigen Stand der Lepraforschung. In der Abteilung für Augenheilkunde behandelt Professor B i l s ch o w s k y (Leipzig) die „Ursachen der Mißerfolge in der Behandlung des Schielens", die erfreulicherweise immer seltener werden, je genauer die verschiedenen Ursachen des Schielens, die auch verschiedene Behandlung bedingen, erforscht werden. In der Abteilung für allgemeine Pathologie behandelt Prof. Dr. R a u b i t s ch e k, Prosektor am Landesspital rn Czernowitz, pie Ursachen einer bisher unaufgeklärten Krankheit, der Pellagra. In vielen Gegenden Mitteleuropas, wo infolge der Armut der Bevölkerung nur Mais gepflanzt wird, der als fast ausschließliche Speise dient, kennt man seit langem eine rätselhafte Erkrankung, die Pellagra, die neben eigentümlichen Hauterschei- nungen aulcht schwere Geistesstörungen verursacht und nach kürzerer oder längerer Zeit zum Tode führt. In der Regel wird diese Erkrankung mit dem Genuß von schlechtem, verdorbenem Mais in Zusammenhang gebracht, ohne daß man hierfür sichere Anhalts- punkte oder einwandssreie wissenschaftliche Experimente hätte. Jahrelang eingehende Studien des Redners haben nun gezeigt. Ä £en'Wa °ura» öen verdorbenen Mais als solchen ver- b° 6Versuchungen an $ran» ten ein völlig negatives Ergebnis hatten. Dagegen batten auss gedehnte Tierversuche (Füttmingsversuche), besonders an weißen nn sehr interessantes Ergebnis. Läßt mau dkse Tier- Mais fressen und zwar in Hellem Licht, so stechen alle T n nach kürzerer oder längerer Zeit unter taumelnden Bewegungen S3en" di-Tiere dagegen int dunklen Malten werden, so vertragen sie diese Kost ohne Schaden enthalt, di?licht- flnb uud unter dem Emiluh des Sonnenlichtes im S?L9tfTOS-?Ittak sa6 d-e Pellagra erzeugen. Demnach riniutoiänfen 9mU6 “ ^kheitsgegenden nach Möglichkeit ^"teilungen über die gesund- ■4rx«’l,la?V IN Bolivia machte der Privat- bX ££ Tropenhygiene an der Universität Würz- b - n kth61 cme Zeitlang „Gcneral- utrettor des bolivianischen Gcsundheitswe ens" gewesen ist Nach An^nft in La Paz f_au±> « feft siechte Ver- m ®^^kheuen überwogen Magenkrankheiten, w;r^n6rt.unbi$‘,t’t?x S' Unter,uchungcn des Wassers und der Ä.'l?“5'" bereit hochgradige Gesundbeitsschädlichkeit. Er ver- ° entlichte darüber ein Gutachten, das von dem Ministerium auch in der Presse veröffentlicht wurde, zur Belehrung der Be- otkerung. a.ie Berbesierungsvorschläge gelangten jedoch nie iur.Anssuhrung, die Regierung hatte nie Geld. Die Milch- Verhältnisse wollte man nicht bessern, weil bei strengeren Vor- Ichrifteit die umwohnenden Indianer überhauptkeine Milch mehr Kur Stadt gebracht hätten oder ein Aufstand zu befürchten >-i. Die,elben Grunde wurden geltend gemacht, als der Vortragende bet Markllnspektionen das seilgebotene Fleisch sehr "rrunr einigt sand und den Antrag stellte, daß die indianischen Schlachter nicht mehr in ihren schmierigen Kütten schlachten lollten, sondern tn einer sauber gehaltenen Zentrale. Aehnlich war es, als er die zahlreichen F r i s - u r g e > ch ä s t e der Stadt einer Jmpektlon unterzog und polizeiliche Abstellung der größten Mißstände beantragte. Da di- Friseurgeschäfte der T r e s s p u n k t aller Politiker des Landes sind, glaubte man die Friseure bei der bevorstehenden Präsidenten-Reuwahl durch keine unangenehmen Neuerungen belästigen zu dürfen und ließ lieber die Leute weiter mit den scheußlichsten Hautkrankheiten infiziert werden. Der Beftick des ^taatsgefängnisses, einer höheren Schule, der Krankenhäuser und anderer öffentlicher Anstalten zeigten eine Reche, von Mißständen, die ebenfalls nicht abgestellt wurden. Mehrfach hatten die Indianer unter dem Boden ihrer Wohn- und Schlafhütten an Pocken verstorbene Kinder eingescharrt. Der einzige Nutzen, den das Land von der Tättgkeit des Vortragenden -einer Ansicht nach hatte, war der, daß durch die Veröffentlichung der Vorbeugungs- und Bekämpfungsmaßnahmen in der Tages- presjc der intelligentere Teil der Bevölkerung Grundbegriffe vom Wesen dieser Krankheiten bekam. Der Nachfolger des Vortragen- den, ein bolivianischer Arzt, hat übrigens auch bald sein Amt freiwillig niedergelegt, da seine Bemühungen zwecklos waren. Schweres Eisenbahnunglück in Amerika. Fort Wahne (Indiana), 21. Sept. Bei einem Straßenbahn-Zu) arnrnenftoß wurden 30 Personen getötet. Das Bahnunglück ereignete sich einer späteren Meldung zufolge bei R i n g o l a n d auf der Wabash-Valley-Linie durch den Zusammenstoß eines Expreßzuges mit einem Straßenbahnzuge. Die Zahl der getöteten Personen wird aus 40 angegeben; außerdem wurden viele verletzt. Fort Wayne, 22. Sept. Nach den neuesten Meldungen sind bei dem Eisenbahn-Unglück der Wabasch-Valley-Linie 47 Personen getötet worden. Vermischtes. * Schneefälle. Die kühle Witterung hat sich in manchen Teilen des Reiches in Kälte verwandelt. Wie aus Hirschberg unterm 21. September gemeldet wird, trat heute nacht im ganzen Rieseng evirge starker Schneefall ein ; auf der Koppe liegt der Schnee 15 Zentimeter hoch. Bei 2 Grad unter Null schneit es auch in den Tälern vormittags noch heftig weiter. — Auch aus München wird Schneefall gemeldet: Hier war gesterntem langanhaltendes Gewitter von so heftigem Schneefall begleitet, daß die Straßen vorübergehend vereist mären und der Fährverkehr stockte. * Ein Juwel endieb wurde in Kassel ertappt und verhaftet. Es wird uns darüber gemeldet: Bei der Ankunft des Leipziger V-Zuges wurde am Mittwoch auf dem hiesigen Hauptbahnhof ein Passagier aus dem Speisewagen heraus verhaftet, der sich Kaufmann Katz aus Leizig nannte und angab. ^rüveleichandler zu sein. Er hatte sich dadurch verdächtig gemacht, daß rm Speisewagen mehrere wertvolle Brillant- naoelnund Ringe zu Schleuderpreisen an die Ober- Fellner Kaufte u. den Erlös sofort in Sekt nrnsetztL Er hatte keinen B, Bargeld, wohl aber für 50 000 Mark Juwelen und zwei Fahrkarten erster Klasse, "" Kleine Tageschronik. ,. _ Bei G l a d b eck riß auf der Zeche Zweckel beim Wtäufen das Seck des hierzu benutzten Förderkorbes, der in die Tiefe stürzte. Ein Schachthauer wurde getötet und fünf andere schwer verletzt. scUAilch^nüsischen Grenze wurde der berüchtigte ru Witz aus BeNdziN verhaftet, in dessen Gesellschaft sich drei Mädchen befanden. Während eines Stierkarnpfes in Mejorado del on ^a? r Madrid stürzte die Tribüne des Platzes ein. -.0 Personen wurden verletzt, davon eine sehr schwer. Bei der Ankunft des Schnelldampfers „Lusitania" in New- y o r t wurden die drei Verbrecher verhaftet, die in der Luxem- ^Eeler Weltausstellung Uhren im Werte von 35 000 Mark gestohlen hatten. „ . DV iS tr e ck e n a r b e i t e r, welche in der Nacht auf dem Bahnhofe Faloise bei Amiens beschäftigt waren, wurden ton dem Schnellzuge Pans—Calais ersaßt und getötet. Ter türkische Ministerrat beschloß, 20 000 Pfund für .Aatznahmen gegen die Ausbreitung der Cholera aufzuwenden. Handel. ** Gewerkschaft Vogelsberg in Gießen. Die Gewerkschaft wurde mit den folgenden Eisenerzwerken be- liehen: 1. Rehberg in den Gemarkungen Sichenhausen und Herchenhain, 2. Renn feuer in den Gemarkungen Herchenhain, Sichenhausen, Kaulstoß und Ha.rtmannsha.in, 3. Alte-Bur g in den Gemarkungen Hartmannshain und Herchenhain, 4. Anneliese in den Gemarkungen Sichenhausen und Herchenhain, sämtlich im .Kreise Ähotten gelegen, sowie 5. Ulrich in den Gemarkungen Feldkrücken Rebgeshain, Ulrichstein und Rudingshain (Kr. Schotten) und Engelrod (Kr. Lauterbach), 6. Grüner Berg in den Gemarkungen Rebgeshain, Feldkrücken, Ulrichstein und Rudingshain (Kr. Schotten) und Engelrod (Kr. Lauterbach), 7. H o ch l a n d in den Gemarkungen Herchenhain (Kreis Schotten) und Grubenhain (Kr. Lauterbach), 8. H a r tmann in den Gemarkungen Hartmannshain und Herchenhain (Kr. Schotten), sowie Bermuthshain und Grebenhain (Kreis Lauterbach). * Reichsgenossenschaftsbank A.-G., Darmstadt. Die Hauptversammlung genehmigte den Geschäftsbericht und setzte die Dividende wie im Vorjahr auf 31/2% fest. Neben kleinen Aenderungen der Satzungen wurde beschlossen, den Sitz der Gesellschaft zwar in Darmstadt zu lassen und die Geschäfte der Zentrale Darmstadt mit denen der Filiale Frankfurt, die als solche verschwindet, zu vereinigen. GriginaL-Vrahtmeldungen. München, 22. Sept. Der deutsche Kaiser ist um 7.20 Uhr von Wien hier eingetroffen und um 7.34 Uhr nach Sigmaringen weiter gefahren. Straßburg, 22. Sept. Wie die „Straßb. Post" mitteilt, wird der reichsländische Verfassungs-, e n t w u r f in den nächsten Tagen dem preußischen Staats-» Ministerium Mehen. Voraussichtlich wird der Entwurf keinen erheblichen Schwierigkeiten begegnen. Paris, 22. Sept. Mehrere Blätter berichten, die englische Regierung habe in einer offiziösen Note den von Sir Ernest Cassel mit Hakki Pascha abgeschlossenen; Anleihevertrag unaünstig ausgenommen und ihm ihr Befremden ausgedrückt, daß er ohne Verständigung mit ihr den Vertrag abgeschlossen habe. Paris, 22. Sept. Die Direktion der West bahn hat den Syndikatsfiihrer Regnault entlassen. Tie Arbeiterschaft befindet sich in großer Erregung darüber, so daß es voraussichtlich zum Ausstand kommen wird. besseres Hausgetränk, als den echten Kardinal-JVIalz Kaffee! Itofind ntaiz-Kfiffeb. I I W W M Vaillanfs Wand-Gas-Badeöfen ,Geyser‘ u. automat. Heisswasserapparate Job. Vaillant Remscheid. D Grösste und bedeutendste Spezialfabrik für Gas-Badeöfen, kauf nur durch die Installationsgeschäfte. — Kataloge kostenlos. ■■■— «wgMfefe Apfelmost 07821 Louis Lüter, MkenMk 26. 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