Montag August 1910 100. Jahrgang ßtr. 195 Lrschemt IN»* m« ««nahm« de- 6-rnNagS. Mehrheit. David erhalt die Mehrheit. Die Sttrt!taAI8tter n*cb* dem „Anzeiger^ viermal wöchentlich bsgetegh das „KreUNefl fftr de» Kreis Kietzen" zweimal wöchentlich. Die ^Landwirtschaftlich« Seit- fragte44 erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen Universität^ - Dnch- und Sterndruckerei. R. Lange, Gießen. Dre- Entschließung, lvelche von Dr. David eingebracht ist und der von Krumm scharf widersprochen wurde, wurde mit 48 gegen 30 Stimmen von der Konferenz zum Beschluß erhoben: sie wird dem Parteitag unterbreitet werden^. Die Konferenz erhob sodann noch iit einer Entschließung Widerspruch gegen den Zaren besuch. Als Ort für die Landeskonferenz 1911. LMÜ OlferrtznÄ MunmL» Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expeditton und Verlag: es® 51. Redaktion: e-rS 112. Teü-Adru AnzeigerGießen. Feind unseres heiligen Glaubens so gewaltige Anstrengungen! gemacht, um den Felsen Petri zu stürmen und die Nichtigkeit allen Glaubens uno Hoffens darzutuu, wie Mr Jetztzeit. Eines nur ist anders geworden: der Feind hat seine ehemalige versteckte Kampfesweise geändert, er ist zum Angriff übergegangen. Offen wagt mau jetzt, die Existenz Christi als eine int* sinnige Fabel zu bezeichnen, dazu erfunden, den menschlichen Geist in Fesseln schlagen zu können. Der religiöse Glaubei wird als ein Hindernis bezeichnet für die wissenschaftliche Forschung, ohne zu bedenken, daß alle Wissenschaften sich über« Haupt nicht mit den Gebieten der religiösen Wahrheit berühren, weil diese übernatürliche Art und hem W.enfchengeiste ent- Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Marienbad (909 und 19p. 11 I 0 Uavisr 20. Dug. Mcrr Yak noch keine Pariser Zeitung diese Uebev- schrift für ihre Betrachtungen gewählt, aber He drängt sich aus den Erwägungen über die Besprechungen des Grafen von Aehrenthal mit Haki Bey geradezu aus. Wie sehr ist da der Ton geändert, der in den eben verflossenem Tagen der Ueberland-Kreisfahrt Triumphe der „Flieger" auch in politischen Artikeln so zuversichtlich, ja übermütig geworden war! Man schachtelt die Erörterungen hierüber in die Würdigungen des österreichischen Kaiser-Fubü- Berlin anwesend. , ,, Der Genosse Orb erstattete einen Bericht, besonders über die Tätigkeit des Landesvorstandes; er stellte eine große Rührigkeit in der Agitation fest. Es wurden allein im Wahlkreise Gießen- Nidda, in welchem die Partei über 22 Organisationen mit 960 Mitgliedern verfügt, im abgelaufeuen Jahre 43 öffentliche und 160 Mitgliederversammlungen abgehalten. Die Stärke der gewerk- chaftlich organisierten Arbeiter im ersten oberhessischen Wahlkreise wird auf 2200 angeyeben. Folgende Entschließung wurde angenommen: Für den Fall der Nichtbestätigung eines zum Beigeordneten oder Bürgermeister gewählten Genossen empfiehlt die Landeskonferenz den Genossen des Landes, von jeder Berufung gegenderartigeUrteileAbstandzunehmen, weil nach der derzeitigen Rechtsprechung der obersten Instanz jede Berufung aussichtslos ist und dazu benutzt werden kann, die GenossenmitAversionalstrafenzubelegen. Die Landeskonferenz protestiert gegen diese Rechtsbeugung und materielle Schädigung der Sozialdemokraten seitens der in den Berufungsinstanzen dominierenden polittschen Gegner, die sich dabei entgegen Gesetz und Recht ihren Besitzstand wahren und damit ihre Parteien gegen den Willen der Wähler die erwähnten Posten sichern. . , . , Genosse Berthold berichtet darauf über die Tätigkeit der Larrdtagsfraktion. Es sei wünschenswert, daß der Parteitag in Magdeburg beschließe, daß alle Instanzen der Partei verpflichtet seien, Mittel und Redner zur Agitation auf dem Land zur Ber- ügung zu stellen. Zur Budgetbewllligung der badischen Genossen erllartc Busold, man solle alles tun, was sich jetzt schon erreichen läßt, um prakttsch etwas für die Arbeiter zu erreichen. Es gehe nicht an, daß man in Baden gegen den Parteibeschluß von Nürnberg hmrdelt, welcher besagt, daß man gegen das Budget zu stimmen habe. Handle man anders, und dies sei in Baden geschehn, so versündige man sich an der Einheit der Partei. Busold erkennt an, daß es Fälle geben könne, wo die Vertreter der Sozialdemokratie zu einer anderen Stellungnahme, als die Parteibeschlüsse vorschreiben, gelangen könnten, aber ein solcher Fall habe in Baden nicht vorgelegen. Busold, beantragt, die Konferenz möge in einer Entschließung den von ihm vertretenen Standpunkt zu dem ihrigen machen. David als Revisionist Auf Antrag Adelung -Mainz wird als Gegenberichterftatter Reichstagsabgeordneter Dr. David-Mainz bestellt. David stihrte aus, was die Genossen getan haben, sei lediglich zu verstehen, wenn man die Verhältnisse in Baden genau kennt, und er müsse bestreiten, daß dies die norddeutschen Genossen wüßten. Er verwies darauf, daß keine einzige Norddeutsche Parteizeitung Berichte über die süddeutschen Parlaments- verhandlungen bringe. Und was wäre denn, so fragt David, geworden, wenn das Budget abgelehnt worden wäre? Dann hätte sich die Regierung nach einer neuen Mehrheit um- gesehn, ohne eine solche im Parlament könne heute auf die Dauer keine Regierung fertig werden. An die Niederringung des Junkertums und seiner Verbündeten müsse man alles setzen, und wenn man sich dazu selbst Mit dem Teufel seiner Großmutter verbinden sollte. Die Beurteilung der Taktik der Landespolitik solle man ruhig den Parteigenossen des betreffenden Landes überlassen. Die Entschließung Busolds sei widerspruchsvoll in sich. David empfiehlt nachstehende, von 3 7 Genossen e.tnge« brachte Entschließung zur Annahme: Die Frage der Budgetbewilligung kann nur eine Frage der Taktik fein. Da sich die Taktik aber nach den jeweilig gegebenen polittschen Verhältnissen der verschiedenen Bundesstaaten zu richten hat, so ist eine Regelung durch Parteitags- beschlüsse unzweckmäßig und muß immer wieder zu schweren Differenzen innerhalb der Gesamtpartei führen Die Hessische Landeskonferenz hält darum den Beschluß des Nürnberger Parteitags für verfehlt und erachtet es im Interesse der Einheit der Partei für erforderlich, daß der Nürnberger Beschluß aufgehoben werde und die Entscheidung den Landesorganisattonen überlassen bleibt. ‘ Frau Zietz tritt sehr energisch dafür ein, daß man überhaupt beide eingebrachte Entschließungen ablehnen soll, um es dem Magdeburger Parteitag zu überlassen, hie Angelegenheit zu ordnen. Krumm gegen David. Genosse Krumm stellt sich gleichfalls auf den Standpunkt des Berliner Parteivorstandes und erklärt betreffs der lluter- stützung von NattonaNiberalen, wie sie David für richttg hält, i daß man dann ja besser tue, lieber gleich National- liberal zu werden; er sei ebenfalls dafür zu haben, von Fall zu Fall bei Sttchwahlen, wo es sich nm wirklich liberale ; Minner handelt, für diese einzutreten. Die Entschließung Busold findet bei der .Abstimmung keine rückt sind. lämns ein, unr Ml "dem wehmütigen Schlüsse zu gelangen,! 'Zl2' ^kalkomitee . . ^ßsich. seinem ^hre^Achs e deren ropäis che n _ ^et, in dem auf die kirchliche Hergängen- t lcr Generalversammlung entgegensehen. österreichisch^ungarische Herrscher an der Grenze des den Auch an den katholischen Episkopal sind Einladungs- Menschen gesteckten Erdenwallens nach vielen traurigen schreiben ergangen, auf die zum Teil interessante Antwotten em- Prüsungen und Enttäuschungen im Strahlenkränze des ge- gelaufen sind. Neu ist, daß diesmal auch die walttasten Erfolges. Der Doppelmonarchie öffnen sich die katholischen Esperantisten qifrrhp Huer arv Ken Ankunft im fernen O st e n lagen vvuijujvr I .^c sprach Dr. Gottron (Macr^), der ausführttch Augsburg^ 21, AUS- die Notwendigkeit des Zusammenschlusses der katholischen Frei- Mit einem feierlichen Geläut sämtlicher Glocken der katho- studenten zu einer beförderen Organisation bebründett. — In lischen Kirchen Augsburgs begann gestern hier die 57. Haupt-- einer dritten Versammlung der „Freien Verelmgung katholischer Versammlrmg der Katholiken Deutschlands. Zunächst tagte cm Studenten soll em Vortrag von Abb:tz (strerburg) über „Dm Festsaale des historischen Hotels „Drei Mohren" eme nichtöffent- Organisation der katholischen Nlchttnkorpometten .gehalten und llche von Vertreten: der Zentrumspartei, der gewerkschaftlichen ebenfalls der Zusammenschluß der katholischen FreistudeMen ge- uM>'charikativen Organisationen der deutschen Katholiken besuchte fordett worden seim — Auch die akademischen Bomfaemvverei.ng Versammlung, an der u. a. teilnahmen die Reichs- und Landtags- haben für die nächsten Tage eme große ftui>entifd)e Verscnnmlllnc abgeordneten Domkapitular SchMer (Bamberg), Landgerichtsrat anberaumt, in der - Reichs- und Landtagsabgeordneter Graf Marx lDüsseldors), Verleger Bachem (Köln), Laiidgerichtsdirettor Praschma und^ Sennnattnrettor Klog (Wurzburg) sprechen Grocder (Heilbronn), Generalsekretär Dr. Pieper (M.-Gladbach), werden. - Die katholischen far^trage^en Verbindungen ver- Fabrikbesitzer Brands (M.-Gladbach) und Generalsekretär Dr. anftalten wieder ihre besonderen Aifffahtten und Kommerse, .trilr Dondorf als Vertreter des Volksvereins für das katholische Deutsch- die festliche Wagenauffahrt' am Montag vonmttag smd den 68 land ferner Dtonsignore Wertmann als Vertteter des Deutschem: Chargietten Wagen der „titl. Herrschaften Augsburgs , wie es Cbaritas-Verbandes, Graf Freysing, Amtsgerichtsdirektor Grßler in den offiziellen Mitteilungen Heißt, zur Verfügung gestellt wor- Mannheim), der in den Kämpfen um die Reichssinanzreform als den, banmter dem Vmorts Präsident en, einem cand. jur. aus Vettreter des Zentrums in Hofkreisen vielgenannte schlesische Mag- München, sogar der „Viererzug des erlauchten, hochgeborenen not Graf Oppersdorff und als Vettreter des Zenttalausschusses Herrn Grafen Fischler-Treuderg' der Deutschen Katholikenversammlungen Fürst Alois Lowenstern u1It 2 Uhr sammelten sich in den Straßen der Stadt die und Graf Drofte-Bischering. — Außerdem tagte rur „Katholischen Teilnehmer zu dem Kasino" zum erstenmal ein allgemeiner katholischer Wademilertag, großen Festzltgtz- der über studentifche Zeitftagen verhandelte.. bet alljährlich, aus Arbeiter-, Gesellen-, Jünglings- Männer- Rednerliste und anderen Vereinen gebildet, d:e eigentlichen Beratungen dev 7 • iv r • t.»r Katholikentage einzuleiten pflegt. Angemeldet waren 493 Vereine, für den Katholikentag brmgt diesmal eme beion^e lieberraschung ^t 417 Fahnen, 45 Musik- und Taumbourkorps und 18 000 Zum ersten Male wird ein leibb«ftlgeI.Minister - ' Teilnehmern. Die Beteiligung blieb hinter diesen Zahlen auch der Haupt-Versammlung sprechen, ^erdrngs kern teutfäcr' 1 nicht zurück, beim der Zug brauchte zum Vorbeimarsch gegen vier dem cm östemeichlscher, der . k Ackerbaummisttt Wittl. Geh^ Die meisten Teilnehmer l-atten das Ulttchskreuz au- Rat und Neichstagsabgeordneter Erzellen- ®geheftet, das dem Eisernen Kreuze nachgebildet ist, mit Schleifen das Thema: Katholische Weltanschauung ^s^n Vest^- in dm Fuggerschen Farben weiß-grün-rot. Zum erstenmal sah gebildeten Katholiken behaiidcln unrd^ — Graf von Pest I im Zuge auch Die n e u g e gründe t en katholischen l o z z a (Nürnberg) wird „Das moderne Fteidenkerttmiero ^.'^ ^^ndv er eine, das Gegensttlck zu den sozialdeniokratischen Dr. Karl Beck^F^idurg i B.) die Innere Miss on , Jug?ndorganisationem Etwa 1000 Knaben im Alter von 13 bis Pater Norbert Weber (St.^ (ÄeXra) 15 3^ten marschierten mit eigener Kapelle im Züge einher, samkett der äußeren Mission , Professor Meyer 0]hjor^bern Dome hatte der Bischof von Augsburg, umgeben von die „Aufgaben oer Kirche für bic äußere Misswn , M. B r oberen Bischöfen, Erzäbten, Aebten, Domherren und anhart (München) die ,,Biwungsausgaben der deutsche b beren hohen geistlichen Würdenttägern sowie den Mitgliedern des liken". — Professor Dr. M ausbach ^A^nster) wird sprech Zenttalkomitees Platz genommen und ließ den Zug an sich vorbeiüber „Frauenbildung und Frauenstudium ' ^eichstagsabge ^ marschieren. Hierbei kam es zu mehrfachen Kundgebungen. Gr o eber über „Soziale Entftemdung und Annäherung i Anschluß an den Festzug, der sich bei ungeheurer Hitze einzelnen Volkskreise', Lrofessor Wagner (JuBburg) r burd)5bie Stadt wälzte, traten im großen Saale der Festl-alle und „Schulfragen" und Lehrer B or nm ec stex (Köln) über „ zehn anderen Sälen der Stadt sowie in der Heilig-Kreu^-Kirche öurforge für bte schulentlassene Jugend m 80 Versammlungen In der soeben veröffentlichten I zusammen, und fttoar vier der katholischen Arbeitervereine, zwei „Feftzeitung" ber Männer- und eine der Gesellen- und Burschen-Vereine sowie für den diesjährigen Katholikentag heitzt es: eine der Kongregationen In den Arbeiterversammlnngen erschien, 5Ä. ftta Hat fcJibrtu SWern tu und M Mt durch -egn-rriche EM« nrungen irre machen zu lassen, den bischöflichen dkL diü Versammelten krtteend entgegennahmm. Die hiesigen ' Theater tragen dem Katholikentage ebenfalls Rechnung. 3m StaütBeater geht ein religiöses Schauspiel „Die heilige Afra" in Szene, im zweiten Theater der Stadt dagegen spielt man abwechsettid den „Herrgvttsschnitzer von Oberammergau" und „Die geschiedene sft:au . — Im „Kientopp" ist die Erweckung des Lazarus und das eilige Grab in vielen schönen Bildern zu sehen. Auffällig ist, daß sich ebenso wie auf den letzten Katholikentagen in Dusft^tt und Breslau eine starke Gegenbewegung bemerkbar macht. Man verteilt Flugblätter mit Darstellungen des Falles des PfarrmÄ von Kolbermoor und des katholischen Rektors Bock in Berlin. Die Freidenker kündigen eine Proteswerjammlurig an,, zu der bespziderA die Arbeiterschaft eingeladen wird, „ . ; l Um 8. Uhr abends fand im großen Festsaale die Begrüßungsversammlung latt, die mit Chor- und Orcheftervotträgen und dem JiwestiLur^ marsd- der Johanniter von Richard Sttauß eingeleitet wurde. — Es folgten Begrüßungsansprachen des Vorsitzenden des Augsburger Lokalkomitees Justizrats Reifert (Augsburg), des Oberbürgermeisters der Stadt Augsburg und einer großen Zahl in- und uus- ländischer Ehrengäste. < Canöesfonferenj öer Sozialdemokraten Hessens. Gießen, 21. AuMst. Gestern abend sand im Saale des Gewerffchaftshauses die Eröffnung ber diesjährigen Landeskonferenz der sozialdemokratischen Pratei für Hessen durch den Abgeordneten Ulrich statt. Ms Ver- treterin des Zentral - Vorstandes, der Pattei war Frau Zietz- JHuß* und rauchgeschwärzte Balken den jungen die Jungen Meteorologische Beobachtungen -er Station Sicken. .rr •o.E ß ä Wetter s» •c K 30. bis Höchste Temperatur am Aug. 1910 00.00-0000 68.00—71,00 71.00—73.00 73.OO-74.Oo 69.00—78.00 00.00—00.00 && gluck geschehen mar. per; ebenfi aus und |i Mastlämmev und jüngere Diasthammel Schwein e. Pollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht Vollfleischige Schtveine über 2 Zentner Lebendgewicht Pollfleischige Schweine über 2'/, Zentner Lebendgewicht........ Fettschweine über 8 Ztr.Lebendgew. . Fleischige Schweine ©aucn ........... 00.00-00.00 55.50-57.00 56.50-57.50 56.50-57.50 54.00—57.00 00.00-00.00 •• Bersch ollen? Seit Montag der vergangenen Woche befinden sich die Nealgymnasiasten Herdt, Lohr, Frank und Schott auf einer Ferienwanderung durch die Vogesen. Seit dieser Zeit fehlt jegliche Nachricht von Leuten. Die Angehörigen, die nicht wissen, wo 17jähriger Kellnerlehrling entfernte sich in verflossener Nacht heimlich aus seiner Lehrstelle und lieh einen Bries zurück, das; er sich im Bergwerkswalde erhängen werde, und zwar weil ein Mädchen sein Liebeswerben zurückgewiesen habe. b. Laubach, 20. Elug. Heute wurde mit großer Feierlichkeit Fräulein Thekla Kähler, die Schwester beß vor mehreren Jahren verstorbenen Medizinalrats K. in Dießen, zu Grabe gebracht. Der Veteranenverein gab ihr daß Geleite. Für ihre aufopfernde Krankenpflege in den Jahren 1870/71 wurde ihr das Verdienstkreuz verliehen. Sie erreichte ein Alter von 66 Jahren. flch zurzeit befinden, sind ob dieser Ungewißheit in begreif, licher Erregung. Ans Stabt itub ttanb* Gießen, 22. August 1910. " Zur SicherheitSwache des Zaren. Um unliebsame Vorkommnisse wie bei dem letzten Aufenthalt des Zaren in Wolsßgartcn git vermeiden, bei dem eß vorkam, daß der spazierengehende Zar mit dem Großherzog von Gendarmen, die beide Herren nicht kannten, angehalten wurden, weil sie auf abgesperrten Wegen gingen, wurde die ncneftc Photo- grap()ie des Zaren allen zum Sicherheitsdienst befohlenen Beamten in einer Vervielfältigung auSgehändigt. " Erledigte Lehrer stellen. Erledigt sind: Die 6. Lehrerstelle an der evang. Schule zu Erbach i. O. Dem Grasen zu Erbach-Erbach steht daß Präsentationsrecht zu. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ilsdorf, Kreis Alsfeld. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde- schule zu NebgeShain, Kreis Schotten. Mit der Stelle ist Organisten- und Borleserdieiist verbunden. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. ""Die vereinigten Hassia-Vereine Gießens begingen wie alljährlich auch gestern die Feier des 18. August, der ruhmreichen Kämpfe bei Gravelotte. In überaus I großer Zahl bewegten sich nach dem offiziellen Kirchgang die Teilnehmer nach dem alten Friedhof. Nach einer ausführlichen Schilderung der Kampftage durch den Regiments- fominanbcur Oberst v. Müller ivurbcn Kränze an dem Denkmal der verstorbenen Soldaten niedergelegt. An den Grabern der an dem Feldzuge beteiligten und verstorbenen Offiziere, wie Oberst Krauß, Hauptmann Heydacker, Generalmajor Hosfm ann, ßeutnant Gail und Oberleutnant Kißner wurden Choräle gespielt. Nach dem Rückmarsch nach dem Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz wurde ein Hoch auf Kaiser und Großherzog ausgebracht. Mit einem Konzert auf dem Lindenplatz schloß die Feier. Die Handhabung des neuen WeingcsetzeS. Der Abg. Wols-Stadecken hat folgende Anfrage an die Großh. Regierung gestellt: Zß die Grvßh. Regierung bereit, die mit der Untersuchung bon oft p toben betrauten amtlichen Sa ch»>er ständigen an- Aiilninfin, allen Proben riiifenbrnbrit Bürntmteifbercieit aus 58er- langen imtzuterlen, ob und wie die Moste ihrer Genrarkungest ah verbessern sind'? » Sollte die Großh. Regierung diese Frage bcrjtcütcn, so intta ul) uw Angabe der Abbaltnug^grüude. Verantwortlich für „Aus Stadt und Land" und „Gerichtäsaal" i. V.: Karl Neurat h. An» verschmähter Liebe. Ein . >? h* ,v'l,l,,,!b'iibung nahm ihren Fortgang, eß mürbe Bedauerlich "war'^1 V f ‘ p r c 1111 u " 0 vorgeiwmmen. Bedauerlick, mar il, daß eine hiesige Zeitung durch ihre Gebäude g e____ . .... _____ _____ v|v< ivwt Ingen mitunter mitten durch solche Rauchfänge, aber ev war feine 6pur uoii Einbrennen zu sehen; deshalb kann die Fenergesährlich- kett nicht schlimm sein. Zeig müssen beim Einbringen eines neuen (Schornsteins allo Holzteile der EVdiibc auf eine gewisse Weite entfernt werben ; dadurch werden die meisten Häuser in ihrer Stellung "icht gefestigt, denn nach dem Entfernen dieser Balken und Pfosten gehen die meisten tüten nicht mehr zu und da« beweist genug. Wenn ein alter Schornstein baufällig ist, so muß derselbe allerdings erneuert werden, eö wäre aber doch zu beachten, daß das Hau« nicht durch Elusschneiden von Holzwerk, wie eS jetzt geschieht, seinen Halt verliert, und auch, daß fein solcher viereckiger, fast bi« auf den Küchenboden zugemauerter Kasten gemacht werden müßte.! Der Ranch gehl wohl schon ab, wenn auch meist schlecht genug, | wo soll aber der Dampf (Dunst) hin. der sich beim Latwerg-, Wurst-, Wasche und Futlerl'ocheu entwickelt? ■ wäre die länd- lich« Bevölkerung zu Dank neroilichlel, wenn 111ci clriuv. und) sichtiger verfahren und etwas Praktischeres und Bessere« gemacht tniirbc. 21. August = 4- 35,8 “0. 31. „ - + 14,3 "0. *r. Ulrichstein, 21. Aug. Gin mit Fichtensbäm'meu belabeneö Fuhrwerk des HolzhändlerS Zörkler bau Äwben- I Hausen II kam am Oorgeftrigen Elbenb, als es von der Ohmstraße nach der .helpershainer Straße ciubiicgeii moITtc, mit den Vorderrädern in den Strastc-ugraben. Ein Rad brach und das Fuhrwerk, das quer über der Ohm- flraßc stand, konnte nicht, mehr weitergebracht werben. Die Dunkelheit war inzwischen hereingebrochen. Da Härte mau aus der Ferne ein Elu t o herankommen. Der Straßen- nmrter Katz imb der AktuariatSassistent U sing er liefen dem Auto entgegen und brachten es glücklicherweise durch Zurufe kurz- vor dem vernnglilcktcn Fuhrwerk zum Halten. R.B. Darmstadt, 21. Aug. Beim Staatsminist e r i u in ist gestern vom deutschen Konsnl in Lausanne die telegraphische Meldung eingetrofsen, daß die Leiche des seit Jmiit 18. Juli verschollenen OberrcchuungSrevisors Hel s mann auf gefunden worden ist. Man sand die Listche auf dem Abhang des (Sol de Ferret in der Nahe der Ortschaft Orsiäre auf dem Wege nach Martignh. Aus der ganzen Art der Elusfindung der Leichnams ist zu schließen, daß der einsame Bergsteiger vom Unwetter überrascht und dabei verunglückt ist. Zur Identifizierung der Leiche, die in Orsitzre stattfinden soll, hat sich bereits ein Bekannter des Verunglückten dorthin begeben. — AuS dem Ebsdorfer Grund, 20. Aug. Der teilweise kurlx-ssischeS und Darmstädter Gebiet bedeckende Oberin a t b bildet schon immer eine gute Zufluchtsstätte für Zigeuner Am Donnerstag wurde .der S ch o r n stei n f eg e r g e s e l l c Stein aus Marburg aus dem Walbwege zwischen Roßberg und V er m e r t s b a n s e u v o u e i u e m Z i g e n n e r a n g c - fallen. Der Angegrissene, ber über 100 Mk. Arbeitslohn bei sich trug, schlug jedoch den Räuber mit seinem Kratzeisen nieder, worauf sofort noch drei weitere Zigeuner auf ihn eindrangeu und ibn zu Boden warfen. In diffem Elugenblicke kam der Gen.- d a r nt erie wacht m e i st e rFiniö des Wegs, worauf die Au- gretfer in den Wald entflohen. Der verletzte Zigeuner wurde nach EXarburg gebracht, auf die anderen wird gefahndet. tufWabrt Die Ausbildung der französischen Militärflieger. sensalroneklen ESonberbTätter eine außervrdfent- lid)« Erregung in dcr Bevöllerung hervorrief; sie sprach von zwei verschütteten Kompagnien und vielen Toten. Die Folge aavon war, daß eine ungeheure Menschenmenge nach dem Fort eilte, das deshalb streng abgesperrt werden mußte Genauere Einzelheiten erfuhr man erst nach Rückkehr der Feuerwehr. Auch der große El I a r m, der am Fort IrtW geblasen wurde, hatte die Aufregung gesteigert. Nicht weniger als 20 Flieger, die ihre Maschine gut beherrschen, zählt gegenwärtig bereits die französische Arm«, und wio es tu Frankreich immer zu geben pflegt, wenn ein neucis Kampfmittel gesunden wird, die patriotische Begeistern u g bat sich der Flugntafchiue bemächtigt und weckt hochfliegendc Träume von den Möglichkeileu, die durch sie eröffnet werden Unmittelbar, nachdem Wilbur "Wright vor znxi Jahren in Uuvoms feine ersten Aussehen erregenden Flüge gemacht hatte, ging die französische Het'resleitung daran, Offiziere in der Fith- rung von Flugmaschinen ausbildeu zu lassem So besitzt Frauk- reich letzt eine Anzahl fliegender Kundschafter, von denen man ich große Leistungen verspricht. Nach beni großen Erfolge der llel^rlandflüge in di'it letzten D.agen sind die uniformierten Flieger zu immer größerem Bemülmitgen angespornt wordeu. Alltäglich machen die fiteg e n de u C^f fixiere, begleitet von „Spähern", iih'ite Fluge von ^tadt zu Stadt; lmihreud der Steuermann seine ganze Uttfmerkfamketl auf die Führung der Maschiue richtet macht der Späher feine Beobachtungen. Dieser ist mit harten und Kompass ausgerüstet und er ist ebenso wie der Lenker ein gefdnijter Flteger, ber im Falle, boft es notwendig werden füllte, bte .Raschtne fuhren und bet Elusbesserungen helfen kamt. Etach den Flügen iverben genaue Berichte ausgearbeitet, die dem. lom- manbieirnben Offizier cingerMt werden, Mc Regierung maclst För8tenZ Wert-Macht e: I > I UVy Ahn Sekklm O Bristol Fleur öe Klos O Pli. Türk. Tabak- & Ggaretten-Fabrlk „Klos" o E. Robert Böhme, Dresden. Xicjtrani der französischen CabaJrfegie. Niedrigste , , 20. Eltederschlag: — 2,4 nun. Die inzwischen herangerückte Feuerwehr drang mit R a n ch ni aske ii und Sanc r st o s s a p p a r a t e n in den Gang ein, und es gelang ihr, Michelmaim und noch einen anderen Pionier !zn bergen. Bei diesem' Rettungsversuch waren die Leutnants Hippe und Arens, einige Unter- Offiziere und der FenerwelrrwachtineisterLeichncr bewnßt- lvs geworden. Der erste Minengang, von dein ein zweiter ,,nrl> links abbog, ist 2.» 'Meter lang und in dem zwfiten, der etwas weiter hinten nach rechts abzwe.igte, lag der Verunglückte. Fenerwehrtnann Ries, mit einer Raitch- maske versehen und der Wachtmeister Leich n er, der nur eilten mit Essig getränkten Scknvamm zu seinem Schutze hatte, drangen in den 'Minengang ein. In Begleitung eines Offiziers kamen sie bis zn dem Gange, in dem das ttn- k . 3ii dem aifttgen Dunst mußte der schutzlose Offizier aber sie verlassen. Echch zehn Minnten stürzte Ries und als Leichner ihn in die Hslie riß, fühlte er nm Boden einen menschlichen Körper; ebenso Rie? Pie beiden rafften die zwei Leute > schleppten sich mit Mühe bis zu dem Haupt- 11 8 '■ > *1' u t > daß Nahen einer I >> u m a ch i fühlte, ries er um Hilfe, worauf Soldaten herbei- eilten nnd die vier Bewußtlosen heransholten. Nachdem Leichner wieder zn fid) gekvmnn'n war, half er beiden Wirderbelebnngsversuchen an Michelmann, die jedodi ohne gingen sollen I I L e II l e b e i n n l> l geivefeu fehl Wie ungeheuerlich die Ausbreitung der Gase 'n beu (Hangen geiueieii (ein iniiß, gebt bnruic? hervor, " n । nannschafi bei Luftpumpe, die am auiteiih ii Oubc des Ganges stand, Msammenbrach, obwolfl man fwi .-ist etwa eine Stunde nach der Er- Plosion dem Gange näherte. 1 Ochsen. Vollfletfchigc, au6geniäftete, höchsten Schlacht- wertes, höchstens 6 Jahre alt...... J"nge fletfchige, nicht attSgemästete und ältere ansgcmästete Mäßig genährte junge und gut genährte ältere Bullen. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. vollfleifchige, jüngere Mäßig genährte jüngere u. gut genährte ältere Färsen, K t "t h c. Vollfleifchige auSgem. Fällen höchst. Schlachttv. Vollfleifchige mtSgemästeteKühe höchstenSchlacht- tverteS biß zu 7 Jahren........ Aeltere auügcmäftetc Kühe und tvenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färfett .... Mäßig genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe und Färsen Kälber. Feinste Mast-(Vollmilchmast) u. beste Saugkälber Mittlere Viast- und gute Saugkälber .... Geringere Saugkälber Schafe. rt er. Reffen. , Bur Revision der Hess. Bauordnung. Abg. KNHler-Langsdorf schreibt unS: Daß ich'« wirklich nicht allein bin, der die durch die 'N o oern c n Bauord n tt n g c n hervorgernsenett Schädigttngen nrringt, geht auch attS einer Zuschrift aus Nassau au die zu Frankfurt n. Wt. erscheinende Zeitschrift »Bund der Lattdwirte^ her- rr und bestätigt meine Ansichten, daß die nne nhaste Elnweuduug der Bauordnung gleichermaßen aus Stadt und Land, als ein schwerer Fehler zu erachten sei: »In jedem Jahre müssen in den Bauerndörfern einige Schorn-! steine mit den großen Rauchfängen umgebaut, d. h. modernisiert In ff!»* 3P Einrm modernen Panse mag wohl ein solche! mmlicher Ranchsang feine Zierde fein, aber in b i e älteren rpielplan der vereinigten grantfurter Liadttheater. Gpernhane. Montag, 22. Ang., abends 7V. Uhr: „Ein Walzertraum.* Dienstag, Ls. Aug."): ^Der Barbier von Sevilla/ Mittwoch, 24. Ang.: „Tannhäuser." Donnerstag, 25. Aug.: „Die Hugenotten ■ fjrcitag, 26. Aug., abends 7»/ Uhr: „Der Graf von Luxemburg." Samstag, 27. Euig.: „Die luftigen Weiber von Windsor." Sonntag, 28. Elug.: „Die Zauberslöte." Montag, 29. August, abends 7*/, Uhr: „Die geschiedene Frau/ Dienstag, 30. Aug.: „Fidelio/ Atittwoch, 81. Elug., abends 61/, Uhr: „Lohengrin/ Zchauspielhaur. Montag, 22.Aug/): „Bürgerlich und romantisch/ Dienstag, 33. Elug.: „Don Carlos/ Mittwoch, 24. Aug.: „Der Hüttenbesitzer/ Donnerstag, 25. Aug., abends 77, Uhr: „Tantris der Narr/ Freitag, 26. Elug., abends 7'/, Uhr: „Der Raub der Sabinermnen." Samötag, 27. Aug.: „Die Rabensteinerin/ Sonntag, 28. Elug.: Zu Goethc'ü Geburtstag: „Egmont/ Montag, 39. Elug.: „Heimat." Dienstag, 30. Elug.: „Wenn der junge Wein blüht/ Mittwoch, 31. Elug.: „Im weißen Röhl/ Donnerstag, 1. Sept.: „Medea/ *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. ^ größten Anstrenguitg^n fa AnSbiMng btt Weit WaM und ste sucht alle die verschiedenen Typen von Flugmafchinen ftr die Zwecke des HeereS auszunutzen. Besondere Leistungen der- wncht man sich von einem neuen Fa r m a n-Fl i e g e r, in dem verschiedene Verbesserungen eingebaut worden sind, die bis- Ufr den mchtmilitärischen Fliegern noch nicht bekannt find. Auck fysteiuatische llntcrrichtskurfe in der Fliegertunst werden für die vsttzrere aller Regimenter abgehalteu, und es soll nicht lange dauern, bis jeder -Offizier des französischen Heeres die Elemente der neuen Kunst gründlich beherrscht. Eluch für die französisch^ -Wartnr soll, wie wir schon telegraphisch meldeten, ein Flieger^ m?0 r ncOtünbft werden, und ein Marineoffizier, Leutnant crfjaücii °n' I)at &crcitö das Patent eines Flugmaschinenführers Paris, 20 Aug. Wie der „Figaro" bellchtet, hat Henrh r ^ör?crun(I der Flugtechnik einen Pokal im Werte von 10000 Franks als Wanderpreis gestiftet, der alljahr- lich gn einen französischen Konstrukteur verliehen werden soll Rach dreimaligem Geivinn luirb der Besitz des Siegers ein dauernder. Zu diesem Jahre findet der Wettbewerb um den Preis oer Bnt von, l. September bis zum 3 1. Oktober itatt Di'r Preis wird dem Konsttukteur desjenigen Apparates zu-' gesprochen werden der als Erster die Strecke Paris-Or- leans ohne Zwischenlandung zurücklegt. Er muß dabei miiv- bfltcnö auf dem halben Wege eine ERindesthöhe von 300 Metern inm’balteii; außer dem Führer muß der Elpparat dabei einen , Paflagier tragen, und zwar wird das Gesamtgewicht des Führers und des Passagiers eventuell auf 150 Kilogramm ergänzt. Märkte. q, ko- Frankfurt a. M., 22. Aug. Mrig.-Telegr. des „Gieß. Notierungen der heutigen Fruchtinarktpreise' Weizen Alk. 20.50—00.' 0, Kurhefsischer Mk. 20.25—20.75, !?a hifint?mrHnirniR w Os?-OO-OO.OO, Eioggcn (hiesiger) Mk. 15.00 bjfc Mk. 15.15, Gerste (Wetterauer) Mk. 16.00—17.00 Gerste ^?"ken Pfälzer Nied Mk. 16.50-17.50, Kleie Mk. 00.00-00 00 16.00-17 OO, Mai- Mk. 15.00-00.00, Weizenmehl 0 Mk. 30.00 ' btC 30.25, 2. Qualität Mk. 23.75-00,00, 3. Qualität Alk. 22.25 noAA00«;00, 4* ^ualittit Mk. 00.00-00.00, Roggenmehl 0 Dlf. 23.00 23.25, 1. Qiialitat Mk. 19.OO—19.50, 2. Qual. Mk 00 00 00.00, Weizenkleie EJtf. 9.00 bis All. 9.60, Weizenfchale Mk- O0.O0-OO.OO, Noggenkleie Alk. 9.60 bis Wtk. 10.00, Malzkeime 1 9) L 00.00-00J0, Napv Mk. 23.00-00.00, Biertreber 12.25-12.60 - Alles ver 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 22. Elug. (Qrig.-Telegr. des „Gieß. Anzeigers J 51 nrtoffcl m arkt. Man notierte : Frühkartoffeln ut lOO^'g110 0-^0—0.00, tm Kleinhandel Mk. 6.50—0.00 für je /? ^^??furta.M. Viehhof. Marktbericht vom 22. Aug. Auf rieb: Rmder 1700, darunder 664 .Ochsen, 71 Bullen, 964 Kühe Kalber 280, Schale 318, Schweine 1577. Tendenz: Rinder schleppend, erheblicher Ueberftanb, Kälber und Schafe auLverkauft, Schweine lebhaft, nahezu geräumt. 4)eer utiö Flotte. PreiüauSs ch reiben für einen neuen Offiziers- torniftcr. Daü Kriegsministerium hat in der letzten Nummer des Armee Verordnung blatt, jn Tin-.hcmcrlmng für Herstellung emeö neuen Musters zum Ofsizieistoruister aufgeiordert. Der neue Tornister soll leinen rräger nicht weithin als Offizier kennzeichnen; andererleits soll „die EluSrüflirng den Offizier innerhalb einer gewissen Entfernung (etwa 200 Meter) deutlich vorn Manne unterscheiden lassen". Er soll ein gefälliges Aussehen haben. Die Trag- vorrichtung soll der von der Alaimschaft benutzten im wesentlichen entsprechen. Das Material soll unbedingt wasserdicht und dem! Mottenfraß nicht ausgesetzt sein. Daö möglichst gering zu haltende memirbt darf bafl des jetzigen OffizierStornisterS (1060 Gramm) kemesfall« überschreiten. Die Machart soll tunlichst einfach sein, ohne viele Riemen, Schnallen und Haken. Der Preis soll nicht ivesentlich höher sein, als der des jetzigen Tornisters (15 Mr.). Fn ober am neuen Tornister sollen die nötigste Wäsche, die Feldmütze, E Paar lederne Schuhe, Etzaschzeng, zwei eiserne Portionen, Frühstück, Feldflasche, Eßbesteck, Taschenapotheke, Raiichbedars, Feld- gesang- und ivoldblich, Meldesartenblock und Paletot oder Umhang untergebracht iveröen können, die ost gebrauchten Gegenstände in entsprechenden Firnen und Autzentafkhen. Erwünscht ist, dost der Lorniser ohne Paletot (Umhang) ganz ober geteilt als Packtasche nm Pferde angebracht werben kann. Als erster, ziveiter unb brittcr Preis sind 600, 300 und 100 Mark a»isgeworfen. Die Preis- beiverbung ist für jedermann offen. Die Muster muffen bis zum 16. November bei der BekleibungSabteilung des KriegSminifteriumS kivgehen.- die Zuerkennung der Preise crlolgt spätestens im Juni /e" Reg,mentsrommandeuren ift anheimgestellt, zu gestatten, daß Qss,ziere aiiläßlich deS Wettbewerbs liergestellte Tornister zwecks Borerprabung während der diesjährigen Atanöver — außer Kaiser-1 Manöver — tragen dürfen. Vas Minen»«glück auf dein Sort heiligkrenz. ? Mainz, 21. August. Die mit der glänzenden Kaiserparade und beit I ei st en großen deutschen ll e d e r 1 a n d s 1 ii g e u begonnene I Woche nahm ein schmerzvolles, trauriges Ende. Durch das wirkungslose Explodieren eines SprengkörperA wurde bei beut Festungstiieg auf dem Fort „Heiligkreuz" ein Minen- gnug mit giftigen Gasen nngefilHt, in denen, wie schon gemeldet, der ,zur Unterfuchnna abgeschickte Soldat (Gefreiter Michelin an n) erstickte. Man bemerkte das Unglück erst, als die an der Luftpumpe attsgestellten Mannschaften ohnmächtig wurden. Sofort drangen Offiziere und Mannschaften in den Gang ein, doch keinem gelang! es, den Soldaten heranszulningen, sondern alle brachen unter der Einwirkuttg der Gase zusammen. Hauptmann Gehre, der fiel) mit großer Entschlossenheit an die Spitze des RettniiaSmerke ■ stellte, wurde gleichfalls bewußtlos und Leutnant Ra nm er, der ihm zur Hilfe beisprang, stürzte ebenfalls zusammen. Als man einsah, baß ein Eindringen 'n den Gang unmöglich war, suchte man Michelmann an dem IM ii f t f el) (n u d> e h e raus zu zieh en. Der ' Schlauch riß sjedoch. J Preis pro lOOPsb. Lebend- Schlachtgewicht Mk. Mk. 48-53 87—90 44—47 80-85 37—42 70—77 43—46 72-76 37-41 62—68 35-86 58-30 43-46 77—82 41-45 75-80 35-40 67-75 26-35 52—66 22—25 52-56 58-62 96—104 53—57 90-95 50-52 84—88 37-39 78-82 31. 2" 747,5 25,3 15,2 64 SW 3 2 Sonnenschein 21. 9« 746,6 20,9 15,7 86 W 3 10 Beb. Himmel 22. 7“ 746,2 16,0 83 8 4 10 Regen