Ebenen: Noll "gsrat kb. Aose ' alten 505 mein lieber I ?ern Ubenen. »SSLUhr, in 501 110. ilnahme, bei uferet guten bliebenen: Kinder. cnbach a. M. rnzratzvis. Gült äulatbeütn. Pew butdjbie Sirettion. tttN- i'W anui, age 51 Ul ie nute klangvolle Mn. Gmviobltn tc Zchulbedürde, da ‘ bet Schulen m iD Ile Pfg. i'arben. aarken- Nr. 17 Ter Siebener : erscheint täglich SonnlagS. - viermal wöchentlich [v_y Erstes Blatt 160. Jahrgang Freitag 21. Jannw. 1910 te jur a A ® «ssöftlt AttiMtiM* )] (Dienstag nndFreitag)-, WK B B W M M; Wk W W W. H vC W B ML W M M Zeilenpreis: lokal 15M., zweimal monatl. Land» Wr ■ DM, W ■ WW H HL, KW wL< HL ™LE1. Äw ausioärts 20 Pienniq. wirtschaftliche Seitfragen ■ B B ▼ ü V H V V Chefredakteur: A Goetz. FeriNprech - Anichti'isse: jfßSZfyJr Berantwortlich für den für die Redaktion 119, I v jkW e a m zWa < <■ aa politischen Tetl: August =™ General-Amemer für Oberheffen Z-WZ Unncbnit oon Änjct^cw - .,, (->!>&• für s Jur tue Tagesnununer Rstattonrdruck vnd Verlag der vrühl'schen Univ.-Such- und Steiadruckerri «.Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. etaenteck''s Beck. bis vormittags 9 llnt. " H Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Der hessische Iuftizhaushatt. R. B. Darmstadt, 20. Jan. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer setzte heute gemeinsam mit der Regierung, die durch die Herren Staatsminister Dr. Ewald, Finanzminister Dr. G n a u t h. Geh. Rat Best, Ministerialrat Süffert und Oberbaurat K l i n a e l h ö f e r vertreten war, die Beratung des - Haushalts für das Ministerium der Justiz fort. Bei Kap. 89, worin für Land- und Amtsgerichte 2 721 738 M., d. i. gegen das Vorjahr 91 468 M. mehr, verlangt werden, bemängelte Abg. Brauer, daß namentlich an kleineren Amtsgerichten die Richter außerordentlich viel freie Zeit hätten, während einzelne Gerichte in den Städten mit Arbeit überhäuft seien. Er frage deshalb an, ob nicht einige der am wenigsten be- scl)äftigten Amtsgerichte wieder aufgehoben werden tonnten, resp. ob sich nicht die Zahl der Richterstellen verhältnismäßig verringern lieste. Staats- und Justizminister Dr. Ewald erklärte, daß von der Kammer fortgesetzt die Errichtung neuer Amtsgerichte gefordert werde und daß die Regierung sicherlich nicht die Anregung zur Vermehrung derselben gegeben habe. Die Regierung habe sich dem wiederholten Andrängen der Herren Abgeordneten manchmal nicht entziehen können; sie werde aber für die Folge genau prüfen, ob neue Amtsgerichte zu errichten seien. Ueber die Frage der Abänderung der Gerrchtsbezirke sande zur Zeit eine Prüfung statt. Abg. Dr. Weber meint, daß manche kleine Amtsgerichte nur mit einem Richter besetzt zu werden brauchten. Dem widersprach Abg. Dr. G u t f l e i s ch, der int Interesse der Weiterbildung der Richter es für gut hält, wenn an einem Gericht mehrere Richter beschäftigt seien. Der Redner regte dann die Frage an, ob es sich nicht empfehle, angesichts des starken Andranges an Assessoren und Referendaren statt der zwei Examina jährlich nur eins ab- zuhalten. Staatsminister Dr. Ewald teilte mit, daß zurzeit 175 Gerichtsassessoren und etwa 160 Referendare in Hessen vorhanden seien, die auf Anstellung warten. Von den Gerichtsassessoren seien etwa 77 in Verwendung, die übrigen warteten noch auf Anstellung. Es würden im Jahre etwa 3, höchstens 5 etatsmäßige Stellen für Juristen besetzt. Geh! Rat Best meint, baß, eine nur einnral'ge juristische Staats^ Prüfung im Jahre wegen der Nachteile in der Anciennit-ät und im sonstigen Fortkommen, namentlich der nicht in den Justizdienst tretenden Kandidaten, aber auch wegen der prüfungs-technischen Schwierigkeiten nicht möglich sei; etwa 60 Examinanden gleichzeitig zu überwachen, sei unter den gegebenen Verhältnissen nicht durchzuführen. Abg. Dr. O s a u n fragt bei der Regierung an, ob nicht bei dem vorhandenen Ueberfluß von Assessoren und Referendaren in der Anstellung eine Auswahl zu treffen das Richtige sei. Maßgebend müsse hierbei die Güte des Examens sein. Der Redner verweist daraus, daß in Bayern nur Juristen mit der Note II oder besser im Staatsdienst angestellt würden und daß auch in Sachsen und in Baden die größte Strenge in der Prüfung der anzustellenden Anwärter obwalte. Allerdings sei in Bayern den Kandidaten möglich gemacht, ihre Note noch durch ein Nachexamen zu verbessern. Wenn man in Hessen zu der Auswahl der Inhaber der besseren Noten übergehe, so müsse jedenfalls auch ein Nachexamen ein geführt werden. Dieser Auswahl rückwirkende Kraft zu verleihen, fei aber doch bedenklich mit Rücksicht auf diejenigen, die unter den seitherigen Bestimmungen das Examen bereits bestanden hätten; auf alle Fälle müßte diese Rückwirkung davon abhängig gemacht werden, daß ein Nacheramen zugelassen werde. Abg. Molthan meint, daß die Bevorzugung Der besseren Noten in Bayern selbst Kleines Feuilleton. — Die erste Spur des Halleyschen Kometen ist, tote jetzt aus Aegypten gemeldet wird, dort schon vor der Entdeckung in Heidelberg aufgefunden worden. Sie wurde nachträglich auf einer photographischen Aufnahme, die in Helwan am 24. August 1909, also 18 Tage vor der Entdeckung in Heidelberg gemacht wurde, festgestellt. — Der Halleysche Komet soll schon in einem größeren Feldstecher sichtbar sein. Am 15. Januar stand er gegen Mitternacht 2Vs Vollmonddurchmesser (1 Grad 10 Minuten) südlich vom Mars, dem er überhaupt an jenem Tage im Raume am nächsten kommt. Am 28. Januar geht er an Saturn 3 Grad 8 Min. nördlich vorbei. Er bewegt sich dann IV3 Grad bis 1 Grad nördlich an den Sternen Zeta, Epsilon und Delta der Fische entlang. In der ersten Woche des März kommt er dann der Sonne allmählich so nahe, daß er wdhl kaum noch wird verfolgt werden können. Erst Ende April, nachdem er am 20. April morgens gegen 5 Uhr feine Sonnennähe erreicht hat, wird er bann am Morgenhimmel wieder sichtbar werden. — ©in neuer Komet ist in Johannesburg entdeckt worden. Ter Komet war nur 4 Grad von der Sonne entfernt, mußte also eine ungeheure Helligkeit haben, wenn er in dieser Stellung beobachtet werden konnte. Der Komet soll sich nördlich sorlbewegen und in diesen Tagen am Abendhimmel in unseren Gegenden sichtbar werden. — Die kaum glaubliche Zerstörung eines Naturdenkmals wird aus Schaumburg-Lippe gemeldet. Es handelt sich um den mächtigen Findling, der im Volksmunde als der S ch ä f er ft e in von Hagenburg bekannt war. Tie Zerstörung ist, wie der B. B. C. mitteilt, auf Veranlassung der fürstlichen F 0 r st v e r w a l tu n g in Bückeburg erfolgt. Tee Trümmer des Blockes wurden zum Eindecken einet Waldstraße benutzt, die durch einen fürstlichen Forst bei Hagen- 1 bürg führt. Der Stein ragte teilweise aus der Erde und war A"ch einen vernarbten Strich in zwei Teile geteilt. Einige Vertiefungen wurden als die Abdrücke eines Menschenfußes and eines Hundes gedeutet. Einst soll, so erzählt in „Niedersachsen" mc Sage, eim Schäfer seine Herde am Waldessaum gehütet haben. Tabei ließ er es gern gesck>ehcn, daß die Tiare ein nahes Roggen- ftütf abweideten. Als später der Bauer den Feldfrevel sah, folgt» er h*n. Spuren nach in den Wald. Dort fand er den Schäfer einen lebhaften Widerspruch gefunden hätte und daß Die Maßregel dort als geradezu rigoros bezeichnet worden fei Finanzminister Dr. Gnauth teilt mit, daß er in den ihm unterstellten Ressorts, wie der Forst- und der Bauverwaltung, nur solche Herren zulasse, die bessere Examensnoten aufzuweisen hätten. Zur VereinfachungderSchreibarbeitenbei den Gerichten wiesen die Abgg. Molthan und Dr. Osann auf die Notwendigkeit hin, von den Gerichtsschreiber- Aspiranten und auch den Schreibyehilfen unbedingt die Kenntnis der Stenographie zu verlangen und nicht, wie dies jetzt der Fall sei, fakultativ diese Kenntnis zu belassen. Beim Kapitel: Sachliche Ausgaben, werden 269 470 M. verlangt, darunter für Hausaufsicht, Unterhaltung, Reinigung, Heizung und Beleuchtung der Justizgebäude in Darmstadt, Mainz und Gießen 59 000 M. (g e g e n das Vorjahr mehr 19000 M), für Bureaubedürfnisse der Landgerichte 12 000 M, der Staatsanwaltschaften 7500 Mark und der Amtsgerichte und Amtsanwalte 132 000 M.; endlich für Miete der Amtsräume usw. der Gerichte 56 000 Mark. Die HöhedieserSummen wurde von mehreren Ausschußmitgliedern eingehend kritisiert. Abg Molthan meinte, daß die zurzeit bestehende unbedingte Verpflichtung zur Sparsamkeit noch nicht in alle Beamtenkreije über- gegangen sei, sondern daß noch vielfach in dem bisherigen Tempo weiter gewirtschaftet werde. Er verhängt, daß sich die Beamten ihrer Verantwortung bei der mißlichen Lage bewußt werden und mithelfen sollten zur Erzielung von Ersparnissen. Diesem Verlangen stimmten sämtliche Ausschußmitglieder bei. Staatsnuuister Dr. Ewald bemerkte hierzu, daß er bereits allen Beamten seines Ressorts die Beobachtung der größten Sparsamkeit eingeschärft habe. Er werde aber diese Maßregel nochmals allen Beamten ausdrücklich eiuschärfen. Damit wird die Sitzung abgebrochen. Nächste Sitzung Freitag vormittag. ~Dte^Lüvmtzbuchler Beschwerden. ** Berlin, 20. Jan. Der Budgetausschuß verhandelte am Donnerstag über die LÜderitzbuchter Depesche. Sie behauptet, in bet Rcgis- rungsdenkscklrist seien absichtliche Umvrchrlxcken enthalten, vti» langt wiederum eine Untersuckmng gegen Staatssekretär Dern- burg, sagt, daß die deutsche Diein Benelpnen der Ansiedler. Des Eindrucks im Publikum toegen müsse erklärt werden, daß die Kbinmifsion ja gerade über die Gegenstände, diq die Depesche behandle, mehrere Tage verhandelt habe. Ein sozialdemokratisches Mitglied führte! aus, er würde begreifen, wenn der Staatssekretär gegen den Bürgermeister die Rechtsmittel ergreife, um seine Behauptungen, auf ihre Wahrheit zu prüfen imb eventuell Strafe eintreten zu lasten. Die Depesche sei als Ausfluß des Größenwahnsinns anzusehen. Die Diamanten seien den Leuten zu Kops gediegen. Ter Berichterstatter solle im Plenum erklären, der Budgetausschuß habe keinen Anlaß gehabt auf die Depesche einzugehen: er könne Dabei die Form mißbilligen. Er als prinzipieller (Gegner _ bet! Kvlonialpolitik erkenne die Erklärungen der Regierung als völlig erschöpfend an. Ein uationalliberales Mitglied zog aus den Vorgängen die Lehre, daß man die Selbstverwaltung nickst aufschieben solle. Bestände sie schon längere Zeit, dann wäre das nicht vorgekommen. Nach weiterer Aussprache wurde dann einstimmig der sozialdemokratische Antrag, die Depesche durch die Beschlüsse des Aus- sckmsses für erledigt zu erklären, .angenommen. Hieraus werden die Gehaltsfragen in den Kolonien beraten. Die Besoldung^ ordnung geht an einen Unterausschuß. Am Freitag: Südwestafrika. politische Tagesschau. Die Bemühungen um die Universität Frankfurt. Die demokratische „Franks. Ztg." läßt in ihren Bemühungen um die Schaffung einer Universität in Frankfurt nicht locker. Außerhalb Frankfurts hat an dem „hohen Ziele" wohl fein Mensch Interesse, aber auch in der Goethestadt selbst scheinen keineswegs alle Gemüter schon überzeugt zu fein, denn der neueste Artikel des genannten Blattes erschöpft sich hauptsächlich in einer Aufzählung der Vorteile, die Frankfurt von der Gründung haben würde. Andere Leute denken mehr an das allgemeine Staatsinteresse und besorgen nicht nur die Schädigung anderer Universitäten und das Anwachsen des Gelehrtenproletariats, sondern auch tendenzpolitische a^adem. Bestrebungen. Die „Fr. Z." protzt mit dem großen Geldsack der Frankfurter und läßt sich wie folgt in die Karten blicken: „Grundsätzlich ist die Frage der Gründung von Universitäten, die nicht vom Staat unterhalten werden, zu bejahen, grundsätzlich muß aber gleich von vornherein die Forderung erhoben, werden, daß den Geschenkgebern der nichtstaatlichen Universitäten ober) der durch sie repräsentierten Körperschaften bei der Verwaltung gewisse Rechte, unbeschadet der staatlichen Mitwirkung zu- gestanden werden. Es wäre verfrüht, diese Rechte heute schon! im Einzelnen festzusetzen. Zwar hat sich auch für unsere Universitäten aus der m ittelalterlichen Berfas sungeintge Selbstverwaltung erhalten, sie dürfen z. D. ihren Rektor, ihren Senat und ihre Dekane selbst wählen. Aber man weiß aus der Univ-ersitätsge;ckstchtc der letzten Jahrzehnte, daß die r^iha Hand der Regierrmg mitunter störend in die Speichen des afa- bemifdjeu Getriebes eingegriffen hat. Glücklicherweise hat dick Freiheit der wissensckwftlichen Forschung dadurch noch keine Not gelitten, dank dem inneren Wesen unserer Universitäten, und, wenn aicch das stolze Wort, daß die Universitäten ehemals schützend« Burgen freiheitlicher Gesinnung gegenüber kirchlicher und poli- tifcher Reaktion waren, heute nicht mehr un ganzen Umfang gilt, so empfindet man bod) Genugtuung über ihr Zusammenwirken und Ineinander fließen von wissensckwftlicher Forschung und wissen- sckmftlichem Unterrickst. Man soll sich aber nicht darauf verlassen, das; bis heute im Wesentlichen die wissenschafttiche Freiheit noch nickst ernstlich ramvvniert ist. Wir dürfen die Möglichkeit einer fotogen Gefahr nicht aus dem Auge verlieren und müssen chv vvrzubeugen suchen." Hoffentlich wird der preußische Staat sich dagegen wehren, daß eine „kommunale Universität (in dem wohl die Stadtväter über die Qualität der Dozenten entscheiden sollen?) sich anmaßen möchte, der Förderung von Kultur und Wissensckstlft besser dienen zu können, als es durch die bewährte Verfassung unserer Universitäten gewährleistet wird. Im andern Fall würde es freilich am besten sein, gleich das Frankfurter Stadtparlament die Geschäfte des Reichs- und Landtags besorgen zu lassen. auf jenem Felsblock, umlagert von der übersatten Herde. In heftigen Worten fährt der Bauer den gewissenlosen Mann an. Ter aber leugnet frech und verflucht sich obendrein, er wolle auf der Stelle untergehen, wenn er der Uebeltater wäre. Ta klafft der Stein auseinander, Schäfer und Hund versinken. Riß und Spuren aber blieben sichtbar und verkündeten die Geschichte vom Schäferstein zu Hagenburg. Die Zerstörung eines solchm Denkmals ist zurzeit der immer mehr erstarkenden Heimatsckwtz- beroegung und besonders, weil auf Befehl einer Behörde erfolgt, für uns einfach unverständlich. — Lessing in England. (Zum 21. Januar.) Lessings „Minna von Barnhelm" ist, was wenig bekannt sein dürfte, im Jahre 1786 in einer Ueberfefcung des Engländers Johnson unter dem Titel „Baroneß Bruchsal" über die Bühne des Londoner Haymarket-Theaters gegangen. Heber die Aufnahme, die das Werk beim englischen Publikum fand, berichtet der Korrespondent eines in jenen Tagen viel gelesenen deutschen Journals: „Der Stoff dieses Stückes, meinen die dramatischen Aristarchen, sei für das englische Theater zu dürr und zu mager, ob es schon eine Ader voll Gefühl und eine Wärme der Großmut umfasse, welche alle Szenen beseele und die Ermüdung verhindere. Doch sähe ich bei der Ausführung mehrere Zuschauer, besonders Männer, bei den herrlichen Zügen, durch die Lessing seinen Just und den Major so interessaM zu machen weiß, helle Tränen vergießen, und der Uebersetzer Johnson selbst gestand ein, daß er keine vollkommene Uebersetzung geben könnte, indem Lessing's Witz, Feinheit und schöne Diktion bei jeder llcbcrtragung unendlich verlieren müsse." Diese abschwächende Wirkung der Uebersetzung zeigte sich besonders auch bei der Aufführung von Lessings „Emilia Galotti" in der erbärmlichen llcbcrtragung von Tr. Barringt»n. Obwohl bei der Ausführung des Dramas im Oktober 1794 auf der. Bühne des Drurh-Lane-Theaters hervorragende Kräfte mit- wirkten, war der Erfolg nur sehr mäßig. Trotzdem die berühmte Schauspielerin Siddvns, die Joshua Reynolds so meisterlich porträtiert hat, die Gräfin Orsina gab und Cumberland den Prolog zu dem Stück gedichtet hatte, verhielten sich die englischen Kunst- richter kühl. Wenngleich sie den drei ersten Akten eine große Wirkung zuerkannteu, rügten sie doch außer der Mangelhastigteit der Uebersetzung einen gänzlichen Mangel an Wahrheit und an Wahrscheinlichkett in der Charakterzeickmung. „Ter Engländer," so glossiert der Korrespondent, „verlangt auch in feinen besten Trauerspielen gewisse substantielle Derbheiten, die freilich mit dem Geschmacke Lessings unvereinbar sein mußten." — Christine Hebbel feiert am 9. Februar ihren 93. Geburtstag. Sie erfreut sich noch geistiger Frische und ist auch körperlich int Verhältnis zu ihrem Älter noch rüstig. Ihre Woh-- nug hat sie, wie aus Wien berichtet wird, schon seit geraumer Zeit nicht verlassen. Ihre Tochter und Enkel statten ihr fleißig Besuche ab, sonstige Gäste aber empfängt sie nicht mehr. Sie lebt nur in Erinnerung an „ihren Hebbel". — Ter Afrikaforscher „Slavi k". Dem kühnen Polarforscher Shackleton ist, wie wir jüngst mitgeteilt haben, von der Geographischen Gesellschaft in Berlin die nach dem berühmten bcutfdjen Afrikaforscher Nachtigal genannte Medaille verliehen worden. Tschechische Blätter haben, so wird den „Münch. N. N." aus Prag geschrieben, die Nachricht auch gebracht, merkwürdigerweise war aber in den Meldungen von einer Sla 0 ik- Medaille die Rede. Des Rätsels Lösung ist leicht. Tie guten] Tschechen haben einfach den Namen des Vogels Nachtigall in ihre Muttersprache übersetzt und so aus dem Nachtigalpreis einen Slavikpreis gemacht. — Ein Nationalgeschenk PaderewskiS. Der bekannte Pianfft I. Padereivski macht der Stadt Krakau ein großartiges Ges tzenk, das die pohufebe Nationalfeier der 500. Wiederkehr des Schlacyttages von Tannenberg am 15. Jult 1410, ivo das polnische Heer unter Jagiello den Deutschordeu besiegte, verherrlichen soll. Es ist ein Denkmal des Königs Wladyslaiv Jagiello, ein Reiterbildnis aus Marmorsockel mit vier symbolischen 6kupuen, das 300 <>00 Frks. kosten wird. Das Denkmal wird, wie im ,,6icerone' mitgeteilt wird, in Pares von dem polnischen Bildhauer Wtivulski geschaffen und am 15. Juli bereite fertig- gestellt seiit. — Kleine Ehr on iJLa u§ Kunst und Wissenschaft. Die Stadtverordneteit von Prosen bciDilligtcn 100 000 Mk. für dte im Jahre 1911 zu veranstaltende ostdeutsche A u s st e l l u n g. — Int Rathaus-Wettbewerb in Wilmersdorf wurde Batirat K ö g e r-Wilmersdorf einftimmig den erste n Preis zuerkanut. — Int Besitze eines alten weunarischen Offiziers mürbe eine bisher unbekannte B n st e v 0 n Karl A u g u ft aufgeiunben, die sehr wahrscheinlich ein Werk Martin Klauers ist. — Ter 3 9. K oit- g r e ß der Deuts chenGesellschaft fürChirurgie findet 00m 30. März bis 2. Aprtl 1910 in Berltn im Langenbeck- hause statt. Die Wahren in England. London, 20. Jan Bis li ? Uhr nachmittags waren. Bekannt als gewählt: 155 .konservative, 130 Liberale, 25 Mitglieder der Arbeiterpartei und 47 Nationalisten. Die Kvniervatiben gewannen bis v'Rt 69 Sitze, während bei den mrderen Parteien die Gewinnziffer unverändert ist. London, 20. Jan. (3 Uhr nadint,;. Gewählt sind: 158 Unionisten, 131 Liberale, 26 Mitglieder der Arbeiterpartei und 51 Nationalisten. Deutsches Reich. Der Kaiser nahm Donnerstag vormittag im königlichen Schlosse die Vorträge des Kriegsministers und des Ghefs des Militärkabinetts entgegen. Nach dem Ministerrat in Konstantinopel am Donnerstag richtete die Pforte an alle Großmächte durch Vermittelung der türkischen Botschaften eine Note, in der sie gegen den Gebrauch der n e u ü e st eilten kretischen Briefmarken mit dem Aufdruck Hellas sowie dagegen Widerspruch erhebt, daß fortgesetzt Gerichtsentscheidungen „im Namen des Königs der Hellenen" gefällt werden. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Dem Vernehmen nach ist für den durch das Ausscheiden des Legationsrats Prinzen v. Schönburg-Waldenburg erledigten Posten eines Generalkonsuls in Ofenpcst der bisherige Botschaftsrat in Wien, Graf v. Brockdorff-Bantzlau und für den durch die Ernennung des Dr. Michahelles zum Gesandten von Rio de Janeiro frei gewordenen Posten eines Mini sterr esid en ten in Lima der bisherige erste Sekretär Lei der Gesandtschaft im Haag, Legatwnsrat Graf p. Hacke bestinrmt. Ausland. Der französische Senat verwies den Antrag Humbert, wonach die gegenwärtig der Armee des Atutterlandes rinverleibten, besonders gefährlichen Apachen im Versetzungswegc den afrikanischen Tis.ttpltnarbotoillo- nen zugeteilt werden sollen, an den Heeresauoschuß. In der Begründung des Antrags heißt es, daß der gegenwärtige Zustand geradezu eine öffentliche Gefahr bilde und deshalb nicht bis zur Abänderung des Relrutengesetzes gewartet werden dürfe. Ter (Senat nahm ferner mehrere Artikel !des Gesetzentwurfs über die Altersversicherung an und setzte insbesondere fest, daß die in Frankreich wohnenden ausländischen Arbeiter bezüglich des Mersversichc- rungsgesetzes denselben Bestimmungen unterworfen roer-> den sollen wie Franzosen. Die ausländischen Arbeiter- Werden außerordentliche Zuwendungen genießen, welche aus den Beiträgen ihrer Arbeitgeber und den Budgetubcrschüs.en herrühren, wenn Verträge mit ihren Geburtsländern französischen Staatsangehörigen dieselbe Behandlung garantieren. Aus Stadt und Land. Gießen, 21. Januar 1910. Aus der Sitzung der Stadtverordnete». Die erftc Sitzung des neuen Jahres brachte, wie es ttad) der langen WeihnachtsPause nicht anders zu erwarten war, eine außerordentlich reichhaltige Tagesordnung, so daß sich die öffentliche Sitzung bis um 7 Uhr hinzog. Die behandelten Gegenstände gehörten gerade nicht, zu den wichtigsten städtischen Ausgaben, brachten aber doch eine ziemliche Redeflut und manche beachtenswerte Beschlüsse und Anregungen. Dahin gehört in erster Linie die auf eine Erweiterung und Vertiefung unserer höheren Mädchenschule abzielenden Beschlüsse, die einen besseren mathema-- tischen Unterricht und die probeweise Einrichtung eines Forlbildungskursus (als event. Vorläufer für die Selekta) ermöglichen. Daß unsere staatliche Bureaukratie außer den Finanzsorgen auch noch andere Sorgen hat, geht aus der Prüfung des Ortsbau st a tuts für die Bergstraße usw. durch das Minisuwium herbor. Es änderte zwar nichts xm dem materiellen Inhalt, forderte aber in fast allen Paragraphen tmwesenttiche redaktionelle Aenderungen. Die Versammlung stimmte inner Heiterkeit den gewünschten Abänderungen zu, um die Sack)e nicht aufzuyalten. Aber mit Recht meinte Stadtv. Grünewald, ob der Staat mit seinen Sparsamkritsbesbrebungen nicht an den Leuten anfanaen solle, die in ihrem Amt Zeit zu derartigen Dingen haben. Sehr zu begrüßen sind die Anregungen, für die bei der Faidberrinigung erfolgte radikale Beseitigung der Zecken andere Nistgelegenheiten für unsere Vögel — auch an Interesse der Landwirtschaft — zu schaffen. Eine zeit- gernäße Fortbildung unserer Feuerlöscheinrichtun- ßcit wurde anläßlich der bei dem iürztichen Kellerbrand in der Liebigstraße gemachten Erfahrungen, die Stadtv. Grünewald ziemlich drastisch schilderte, ge,ordert und vom ObtTrbürgermeister wurde auch eine entsprechende Vorlage in Aufsicht gestellt. Erwähnenswert ist noch der Beschluß, die Haftpflichtversicherung und die Mobilien- v^r jicherung für die Stadt selbst in Selbstverwaltung nehmen, also die sonst für Prämien zu verausgabenden Prämien einem besonderen Fonds -zuzufuhren und etwaige Hastpflichtschäden und Brandschäden am städtischen Jn- uenrer hieraus zu bezahlen. M TageSkale «der für Freitag, 2 L Jan. Stad t- rheater: »Die Hosen des Herrn von Bredow^. Anfang 8 Uhr. I w e i t e D a n c e - B o r l e s u n g von Frl. Basjermatm aus Heidewerg. Abends ö1/, Uljv im großen Hörjaal der Universität. L. ü. Landes Universität Dr. Anton Thies aus Friedeburg, Assistent an der chirurgischen Klinik, der sich für das Jach der Chirurgie an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält am Montag, 24. Jan., abends 0 Uhr, in der kleinen Aula eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: lieber Radiotherapie. — Sic. theol. Dr. Phil. August Freiherr ü. Ga l l, der sich bei der theologischen Fakultät zu habilitieren wünscht, hält am Dienstag, 25. Jan., um 12 Uhr, in der kleinen Aula eine öffent- liein Probevorlesung über „Ergebnisse und Aufgaben der heutigen a l l t e st a m e n l l i ch e n W i s s e n s ch a s t". *■* Ruhestandsversetzung. Der Groß Herzog hat den Bureauvorsleher bei dem Kreisamte Alsfeld Kanzleirat Larl Wurslius auf sein Nachsuchen unter Anerkenmmg seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm die Krone zu dem Nüterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Dien ft n a di richten. Ernannt wurden Pfam- amtstandidat Weiß zu Selzen zum Pfarrverwalier in Reinheim, Pfarramts:andidat Sic. Vollrath zu Darnr statt zum P,arrverwa.lter in Lechei.n, P.arrämls.ano.dat Steiner zu Schwanheim zum P fähig wird. ^Bürger-Vcreinsversamnrlung. Die gestern abend im „Einhorn" abgehaltcne Veri'anunlung des Bürger- Vereins war außerordentlich stark besucht, besonders von Lehrern, Beamten und Universitätsprofessoren, wahrend das gewerbetreibende Bürgertum im Verhältnis nur sehr schwach vertreten war. Lehrer Valentin 'Müller begrüßte die Erschienenen, besonders die Damen, von denen etwa 20—25 anweseird waren. Professor Urstadt sprach kurz über die Verbesserung der Ferienordnung. Daß die gegenwärtige Fericnordnung verbesserungsdürftig in, werde woht niemand bestreiten. Es käme nun darauf an, welch'. Abänderung int Interesse der Schüler, und nur daraus komme l5 ait, zu erstreben seien. Nach seiner 'Ansicht sei eS nicht wünschenswert, die Ferien überall auf dieselbe Zeit zu verlegen. Erstens müßten die örtlichen Verhältnisse berücksichtigt werden und außerdem müsse man eine Uebersüllung der Sommer- frischen zu vermeiden suchen, was bei gleichzeitigen Ferien der Fall wäre. Es sei daher feüt Unglück, daß in Gießen die Ferien etwa artders fallen, als in den andern hessischen Städten. Notwendig sei es aber, daß die Tauer und die Zeit der Ferien in Gießen für alle Schulen gleich seien. Es sei ein Unrecht, daß die Volksschule gegenwärtig 1 Woche weniger frei habe, als die höheren Schulen. Tie Kinder der Volksschulen empfänden dies mit Recht als eine Ungerechtigkeit, aber auch den Volks-" schullehrern gegenüber sei das eine ungerechtfertigte Maßnahme. Es liege im Interesse der geistigen und körperlichen Entwicklung der Kinder, daß kürzere Ferien die Schulzeit häufig uttterbrächen. Ter Redner begrünoet sehr eingehend diese Forderungen und bemerkt, daß man auch die klimatischen Verhältnisse unserer Stadt berücksichtigen müsse. Er ist der Ansickst, daß der August für die hiesigen Sommerferien geeigneter sei als der Juli. Tie Festlegung des Osterfestes sei auch im Hinblick auf die Ferien dringend zu wünschen, aber diese Betrachtung solle hier ausscheiden, wie auch die der Universitätsserien, die mehr in lieber- einftimmung mit den Schulferien zu bringen seien. Die Ferien unserer voch''chule sei eine wirtschaftliche Frage: auch das Manöver- und seine Vorbereitung gehöre hierher und müsse bei Rc- geßüng der Ferien beachtet werden. Eine Verlängerung der Ferien am Ende des Schuljahres sei unbedingt zu fordern. Professor Urstadt bemerkt, daß er seine Forderungen ausgestellt habe, .um für die Aussprache eine gewisse Züchtung anzugeben. 2er Redner streift dann noch den neu begründeten Bund hessischer Schulreformer, dessen Forderung nach einem Elternrat unbedingt zu '.intkn-siützen sei. An der längeren Aus'prache beteiligten »ich u. a. die Profestoren Behaghel, Biermann, Körte, die Landg. richts rdi.’ Wiener und Sckudt, die L-ehrer Dr. Krnnßmüllcr, Valentin t ;.b ldermann Schmidt, Stadtveeordn. cer Lobrr mtö '..ichauraLur Iastoros.v, sowie Fabrikant Emil Horst. Schließlich wu.rdeij, cu'.ilimmtg Mgenomnten: la Es ist yiyt w.ünsck^enZ- toerf, daß ine Feriert int ganzen Land gleich liegen. 2. E. ist novvendig, daß die Gesteurtdau-n- inT ''.erieu und deren Verteilung auf da- Schulwbr in derielö-nt Stad für alle Sst cn gleich nnd. 3. Ti' bisherigen jiDti Wochen F-eri.'n am des Schuljahres genügen nicht, deshalb werden drei Wochen s? itcr-- ferien vorgeschlagen. 4. Tic einzelnen Ärbeits peri öden dürfen nicht so lang werden: aus di-"'em'Grunde muß zioifchctt eüinmi'r- und Äeihnachtsferien eine Ruhepause non zwei Wochen stattsinden. 5. Es werden daher vier Wochen August- und zwei Wochen Oktoberferien vorgeschlagc-n. 6. Wünschenswert ist eine Vermehrung der Ferien für alle Schulen auf 12 Wochen im Jahr .'jetzt höhere Schulen 11, Volksschulen 10 Wochern. Tie Oster ferien^wären hiernach von 2 auf 3 Wochen zu verlängern (Schluß des Schuljahrs^ 7. Als neue Fcrienordnung wird in Vorschlag gebracht: a> Pfingsten 1 Woche; b) August 4 Wochen «Beginn an demjenigen Samstag, der dem 5. August am nächsten liegt : c) Oktober 2 Wochen (Beginn an dem dem 15. Oktober vorausgehenden Samstag : d) Weihnachtsferien 2 Wochen, wie bisher; e) Ostern 2 resp. 3 Wochen (wenn Ostern früh fällt, 1/3 vor und % der Ferien nach dem Feste, fällt der Feiertag später im Jahre, dann sollen die Ferien 14 Tage vor und 1 Woche nach Ostern eingerichtet werden. Gel' Rat Prof. Dr. Schmidt ist der Ansicht, daß die Schulbehörde gar kein Interesse daran hat, den einmütigen Wünschen nicht zu entsprechen. Wenn die Wünsche zur Kenntnis des,Ministeriums gebracht und von den Vertretern unserer Stadt kräftig unterstützt würden, so sei viel Aus'icht, daß die vorgeschlagene Ferienordnung noch bei Beginn des neuen Schullahres in Kraft treten werde. Ter Vorstand des Bürgervereins wird von der Versammlung beauftragt, die Wünsche und Anträge an die Regierung und an die Schulbehörden unserer Stadt gelangen zu lassen. Ebenso soll die städtische Verwaltung gebeten werden, int gleichen Sinne zu wirken. Wegen der vorgerüalen Zeit wurden die übrigen Punkte vertagt. ** „Es ist ndQ) tcin Winter verfault." Diese ländliche Trosiregel trifft für den diesjährigen Winter bis jetzt nicht zu. Ter ver,ault — und zwar tüchtig. Regen, Nebel, Duft und Schneematsch, das ist der Wechsel, den die Wintertage bringen. Schlimm ist dieser faulende Winter für unsere Schuljugend. Sie kommt um jedes Wintervergnügen. Keine Schlittenfahrt, kein Eisgleiten, keinen Schneemann, kein Schneeballwerfen, lauter 10 gesunde Bc lvegungen, die die Wangen röten, die Brust weiten, den Appetit fördern! Dafür tagtägliches Srubenbocken hinter trüben, feuchten Fensterschetben. Feuchte Strümpfe und kälte Fuße bei nicht handfestem Schuhwerk, wenn nur die notwendigen Gänge im Freien gemacht werden müssen. Ta leidet die Gesundheit, und die Kcanlyeiten finden einen fruchtbaren Boden. Unb was müssen die Eltern in biefept Winter für eine Geduldsprobe durchmachen! Tie Wohnstube tvird zum Spiet- und Tummelplatz der Kleinen, die sonst das Wintervergnügen ins Freie lockt. Und Kinder tonnen doch nicht den ganzen Tag still sitzen: sie müssen Bewegung haben. Da gibt nur der Gedanke Trost: es muß doch Frühling werden. ** Thicrleben, beobachtet und dargcstelll von alten uitd modernen Meistern, zeigt die neue Ausstellungsscric der Lesehalle; zumeist sind es farbige Wiedergaben von Gemälden aus den Galerien von Dresden, Karlsruhe, Kassel, Hamburg, Berlin, -Petersburg, London, Paris, Amstcrdant usw. — Eine Gruppe moderner Künstler bringt Tarstellungen der verschiedensten Tier-^ und Tiergruppen, die sich durch Form, Farbe und Stimmung auszeichnert. — Andere Meister geben mehr die charakteristische Eigenart der Ticrc wieder. Wir finden sodann Tiere bei Spiel unb Arbeit, sowie im Dienst des Menschen. Manche dieser Tar stellungen sprühen von Leben, eine weitere Gruppe von Tier malern zeigt den Zusammenhang des Tierlcbens mit der Natur und der heimischen Landschaft. — Sodann solgm Tieranekdoten und Fabeln. — Auch das deutsche Märchen und -ein menschlich intimes Verhältnis zur Tierwelt ist vertreten durch Luowig jüd;. . 2 Waldidplle „Schneewittchen bte Rehe und Vögel fütternd". J't letztgenannten beiden Gruppen sinden sich u. a. »wch Schwinv „Rosse tränkender Etnsiedleri', Spitzweg „Klapperstorch", Böcklin „Schweigen im Wald", Thoma „Wandervögel", Savetp „Tie Fabel vom Hirsch unter den Kühen", Oberländer „Siesta". — In den crstgenanMen Gruppen sind die namhaftesten deutschen und ausländischen Tiermaler vertreten, 5. B. Meyerhrim, Brendel, Kröner, SeibelS, Zügel, Hegenbarth, Weißhanpt, Braüh, Bergmann. Fikentscher, Potter, d'Hondecöter, Kemv-Welch, Landircr, Ronner, Lilieförs, Drohn, Rosa Bonheur, Pirie usw. Auch finden wir Uhde „Wäü;ter des Hauses", Lübermamt „Pferde werden in das Meer geritten", Mittet „Tie Kuh". — Dieses Büd oes befamu^it französischen Malers ruft die Erinnerung an ein Erlebni - wach, das ein Berliner Fabrikant, geborener Hesse, gehalr har. — Aur Wunsch der Kaiserüt Augusta geleitete er während des deutsch-französischen Krieges einen Transport Liebesgaben zum Äugusta-Regimem. In einem ftanzösischen Torfe Irogenetejt ihm einige baperische Soldaten mit eurer requirierten Kuh, da- Himer stürzte aus einem Häuschen eine alte Frau und jammerte händeringend „ma vachc, nta fortune". Unser Landsmann konnte den Soldaten sagen, daß ein für ihren Truppentell bestimmte VervtlegungSzug am nächsten Tage eintresfen müsse und bat. wenn nrögttch, die Kuh der armen Frau zu schonen. Tie Bayern gingen daraus -u einem Gebüsch, schlugen Zweige ab, bekränzttm die Kuh und brachten sie in den Stall zurück — T-as Bild von Meister Mittet zeigt im Hin ergründe ein kleines Häuschen, vorne eine Kuh, aus dem Teich trinkend. Daneben eine alte 5rau, sie stützt sich aus einen Stock, mit der anderen Hand streichelt sie ihr liebes Tier: „nta vachc, ma fortune". Ein heller, freundlicher Himmel beleuchtet die friedliche sSzene aus dem französischen Dorfleben. ** Städtische Bekanntmachungen. Die Bürger- meifterei ersucht uns, darauf hinzuweisen, daß die Veröffentlichungen der Stadt Gießen im Gießener Anzeiger künftig in der Regel n u r D i e n L t a g 8 und Freitags unter der Aufschrift .Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen' erscheinen. ** Alte Erinnerungen. Aus Groß,eu-Buseck wird uns gesebrieben: Alle, bte meinen, daß wir in früheren Jahren eine.solche warme Witterung wie heuer int Januar nicht zu verzeichnen gehabt l-ätten, sei gesagt, daß in den 20er Jahren dcs vorigen Jahrhunderts int Jamtar die Vögel Nester gebaut hatten, daß im selbigen Jahr während der Koinblitte Schnee fiel, lutb daß die keine Kvrn- ernte bekamen, die mit gespannten Seilen den Schnee von der Blüte (oder besser gesagt mit der Blüte) abgestreift hatten. Wer den Schnee liegen ließ, hatte keinen Schaden erlitten. — Im Jahre 1834 brannten hier zwei Tage lang einige Straßeit ab. Die Feuersbrunst war so arg, daß man die Frankfurter Spritzen zu £>itfe rief, die jedoch unterwegs wieder umkehren tonnten. An die Abgebrannten wurde Geld und anderes verteilt. Tie Verteitttug nahm der Pachter Güngerich vor unb die Berteilungsalten befinden sich noch im Besitz eines Gießener Bürgers. ? Garbcnteich, 20. Jan. Der Gesangverein .Viktoria" hielt dieser Tage seine Jahresversammlung ab, die einen sehr befriedigenden Jahresabschluß ergab. Es wurde beschlossen, demnächst einen VeremSball adzuhalten und im Laufe des Jahres wieder an einem Gcsangsmcttilreit teilzunehmen. -- Lollar, 20. Jan. D-^r Geflügel- u. Vogel- zuchtvereir: hält am Sonntag, -3. d. M., seine vierte Loka lau: - \ c 11 u it g im Saale der „Germania" ob. Die ännieibiutgcn hierzu sind sehr zahlreich eingciiutjen. Als Preislich/.e.r iß, wieder Herr. M., Södler aus. ^leder-Gc.-i n am /terL s02 ‘-'"ft fiarH:,."»1 E Diese n Dinier bis tzig. Regen, Hel, den die lende Dinier edes Winier- leiten, keinen ' gesunde weiten, den lkocken hinter Rümpfe mid Tenn nur die uben müssen. 1 smden einen ern in diesem ! Tie Wohn- Steinen, die Und Linder n: sic müssen Liojt: es muß ; ® die J'u- \ langen ;>< ^üen rnllden, Zeit wurden EL unters ?n?etn (Sdüuj. Lem i,5 bt£ von rmternd". -d'1 rund Sckw'N'ö Storch", AoÄin rvery „AeFabel fta". - 3n den u'cken und aus- Snndrl.Lröm. M linden wn - .vrrdcn in das ID oes befcmo ein Erlebnis litte er W" ett Seteg*" riesten Srt. i» jnMtnann lony enteil bck«^ müllt wK J«ie L-ycrn _ Das 2 uo HeimS 7^4 5A--. t«* ‘Ji>® f®’ Die Bürger- 1,5 di- S«* * «** 0$ut>9‘”blt Von allen und ric der Lese- Gemälden aus mbmg, Berlin, - Eine Gruppe hitteniten Tiere und Stimmung charakteristische Tiere bei Spiel chc diesll Tar- rv»e von Tier- mit der Kiur i Tieraneldoten. fern mcniifM 1 Ä * s* ftst-rj L iS «“Äv* ugl' d^b hjc OrigrnaL-DrahtmeLdnngen. Die Wahlen in England. London, 21. 3an. Bis 1 Uhr nachts waren 163 Unionisten, 137 Liberale, 29 Mitglieder der partei nnd 53 Nationalisten. (9cr8d)t»iaaL W. Frankfurt a. M., 20. Jan. Das Schwurgericht verurteilte beute Pen 26jährigen Ausläufer Georg Birk von hier. tzandel. — Die Reichsbank erm'ähigte den Aeichsbankdiskonl ans 41/2, den Lombardzinsfuß auf 5 V» %• Märkte. Gielleu, 20. Ian. Biehmarkt. Bei dem am 18. und 19. Januar abgchaltencn Markte waren aufgetrieben 1499 Stück Nmdviel', 117 'Schweine. — Der nächste Markt findet am 1. und 2. Februar statt. _ tc. Frankfurt a. M., 21. Jarr. den- und Strohmarkt. Anaefahren waren 17 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Bezahlt tourbc für Heu Ml. 4.00—5.00, Stroh, Koru-Langstroh, Mk. 0.00 bis 0.00. Alles je 50 Kg. Geschäft sehr flau. der am 22. 7wvember v I. ferne Geliebte, eine Frau Kaiser, e r- schossen und sich dann fetbü zu töten versucht batte, wegen Köroerverletzung ohne Zubilligung mildernder Umstände zu öter Jahren Gefäugnrs. Amtlicher wettervericht. Allgemeine Wetterlage seit Donnerstag früh: Unter dcmEin-- flUB des weusichen Hochdruckgebiets ist in der Nacht weitere nennne Abkühlung eingetreten, so daß auch tu Öen Ebenen leichter Frost' cmgetrelen i|t. Dabei ist urichweise, besonders in Ober- Hessen, leichter Schnee gefallen. Da immer noch kleine Rand-- wirbel vorhanden finö, ist auch morgen noch strichweise Schnee zu erwarten. _ 1A1/X Wetteraussichten in Hessen am Samstag dem 22. Januar 1910: Frost langsam zunehmend, strichweise lmcwcr Schnee. L. Friedberg , 2V. Jan. In der Sitzung der ^t-adt^ j verordneten wurde dem AtTmenfonds ein Neubau ge^ ' nehmigt, in dem eine Dsörtnerwohnnng für das städtische : Kranlenl)vns und Räume zur Einstellung eines Gasmotors zur Erzeugung von elektrischer Energie untergebracht wer^ den sollen. Den von dem Bürgermeister abgeschlossenen Muten von Gelände zur Herstellung von Straßen und »ur Ergänzung von vorhandenem städtischen Gelände wird zu> gestimmt. — Ein Werkchen, das die Schundliteratur be- lämpft, wird dem Schulvorstand zur Begutachiung übergeben und soll, wenn cs ^ür gut befunden wird, für die städtischen Lehrer beschafft^weroen. Den Schutzleuten, die die Schutzmannsschule in Darmstadt besuchen, soll neben dem Fortbestand ihres Gehalts für den Tag 2.50 Mk. vergütet werden. — Am Standesamt wurden im Jahre 1909 angemeldet in Friedberg: 158 Geburten, 51 Eheschließungen, 146 Sterbesälle, im Stadtteil Fauerbach: 43 Geburten, 6 Eheschließungen, 9 Sterbefälle, Mammen 201 Geburten, 57 Ehen, 153 Sterbesallc, darunter 41 int Hospital, die von auswärts hierhergebracht wurden. — Auf Veranlassung der Handelskammer, des Burger-, des Verkehrs-, des Orts-- gcwerbe- und des 'Detaillistenvereins fand gestern abend eine gut besuclfte Versammlung statt, in der Notar Tr. Stahl einen Vortrag über die Gemeindesteuer-Reform hielt. Die Versammlung nahm am Schluß des mit Beifall aufgenommenen Vortrags folgenden Antrag an: „Die heutige zahlreich besuchte öffentliche Versammlung begrüßt es, daß die Großh. Regierung es von neuem unternommen hat, die Gemeindesteuern, besonders die gänzlich veralteten Realsteuern, einer zeitgemäßen Regelung zu unterziehen, und erklärt sich mit den Grnndzügen des Gesetzentwurfs betr. die Gemeindeumlagen einverstanden, ohne im einzelnen alte Bestimmungen zu billigen. Insbesondere stimmt die Versammlung dem Versuch, Warenhäuser, Filialgeschäfte urtb Konsumvereine entsprechend ihrer Leistungssähtgkeit steuerlicl) zu erfassen, grundsätzlich zu und hofft, daß ine gesetzgebertschen Faktoren die Vorlage der Regierung unbeschadet etwaiger Verbesserungen, insbesondere einer Aew derung der Skala des Artikel 10 und Einführung einer Berufssteuer für die freien Berufe und Heranziehung des Staates zur Einkommensteuer, im Interesse der gerechten Verteilung der Gemeindesteuern baldigst annehmen." W. Mainz, 21. Jan. (Tel.). Der Kirchendiener von St. Stefan namens Bicking wurde wegen zahlreicher K i r ch e n d i e b st ä h l e verhaftet. -i- Reichelsheim l. d. W., 20. Jan. Für unsere vormals nassauische Gemarkung tritt am 26. Februar d. I. die hessische Pfa ndrcchtL gefetzgebung in Kraft. Königsberg, 19. Jan. Kürzlich liefen zwei Reh - b öde, wie der „Hinter!. Anz." berichtet, anscheinend im ftamufe, auf die alte Burgruine, 'sprangen sodann eine ca. 15 Meter hohe Mauer herunter und fielen direkt vor die Haustüre eines hiesigen Einwohners. Beide Böcke blieben auf dem Platze tot liegen. ----.Fellingshausen, 19. Jan. Arn Sonntag dem 30. Jan. finbet die Generalversammlung des Konsum- vereinS statt. Wie schon bekannt ist, soll' trotz des hohen EmkaufspreiseL eine hohe Dividende zur Verteilung kommen, während vor zwei Jahren nur 5 Proz. zur Verteilung gelangten. — Der Kriegerverein hält seine Katser- Geburtstagsfeier am Samstag, 29. Januar [] Marburg, 20. Jan. Im vergangenen Jahre wurden beim hiesigen Standesamt 776 Geburten (gegen 769 im Vorjahre) angemeldet, 375 (367) männlichen und 362 (350) weiblichen Geschlechts. Davon entfallen auf die hiesigen Anstalten 505 (437). Zmillmgsqeburtcn kamen wie nn Vorjahre 11 vor. In den Ehestand traten 157 (141) Paare. Gestorben sind insgesamt 434 (464) Personen und zwar 231 männlichen und 203 weiblichen Geschlechts. Davon in Anstalten 199 (245). Totgeboren sind 38 (29> Kinder. Unter 1 Jahr alt starben 64 (54) Kinder. — Bei dem in der chirurgischen Klinik abgehaltenen Ausbildungskursus der Ge- nossenschast freiwilliger Krankenpfleger im Kriege bestanden 52 Studenten mit Erfolg die Prüfung. Oerrnidchtes. • Schnee und Ho ch wa ssc r. Aus ganz Tirol roerbeit sehr ftarte Schneefälle gemeldet. Die Drahtverbindungen sind zum großen Test mitcrbrochen; auch der Zugverkehr erleidet große Störungen, da viele Büge im Schnee Itedcn blieben oder ine Bahnlinien durch Lawinen verlegt sind. Neue Nachrichten über große Ueberschwemmungen kommen aus Frankreich. Der Boowvertehr auf der Seine ist eingestellt. Bee Belfort steht das Gelände weithin unter Wasser. Die Eisenbahnverbindung mit Basel i|t unterbrochen. Zn Besan <^o n sind- alle Kellerräume überschwemmt. Soldaten sind den Ein- wohnern von Montbeliard zu Hilfe geeilt, wo die Post und ihre Beamten vom Verkehr abgeschnitten sind. Der Doubs führte zahlreiche Tierleichen mit sich. In Decault (Dep. Sarthe) stürzte ein Zug infolge Senkung des Erdreichs, die durch den Regen herbeigefichrt wurde, ür eine Schlucht; zwei Personen büßten dabei ihr Leben ein, sieben $ ertönen wurden verletzt. Bei Gex 'Departement Ain) ist die ganze Ebene in einen großen See verwandelt. Alle Bahnverbindungen sind unterbrochen. Sehr starre Ueberfchroemmungen werden auch von St. Claude, 'Korec Vallee und Brenne gemeldet. Die Zufahrtsitraßen zu dim genannten Städten sind unterbrochen. * Gr n neuer Zeppelin. Direktor Colsmann von der ZePpelürEselischaft hatte kürzlich mit dem Kölner Ober bürget' melfter eine längere Unterredung über eilten geeigneten Platz zur Erbauung einer Landestelle für Zeppelütballons in Köln, lieber den geplanten Ausbau des Heppelinluf tschiff <- Verkehrs verlautet, daß man gegenroärtig mit dem Bau eunS Zevvelinballons beschäftigt ist, der 300 Meter lang sein |olL Dieser: gewaltige Ballon eoirb mit acht Motoren ausgerüstet. Bei zehn Sekundenmeter genügen vier Motore, die übrigen vier dienen nur dazu, bei Sturm und Unroetter einzugreifen. Die Verkehrslinie, die zuerst eröffnet werden soll, wird von Hamburg über Köln nach Baden-Baden gehen, die zweite von Hamburg nach London. Gegenwärtig wird bei der Herstellung neuer Lenkballons der Schwerpunkt auf die Bereitstellung großer Verkehrsballonä gelegt. ■ Kleine Tageschronik. In Bukarest wurden Plakate angeschlagen, auf beitttf die Absetzung des 1 duversitätspr3»essors Dr. Ianeseo verlangt wird. Dieser entdeckte ein Verfahren, Operationen ohne Narkose durchzuführeii. Ein Bruder des Ministers wird als Zharldan bezeichnet. Jancsco befindet sich zurzeit im Auslande. Er vei> langte telegraphisch die Einleitung einer Untersuchung gegen srchs ' Prinzessin Elisabeth von Rumänien hat sich ilt Sina ia Leim Bobsleigh-Fahren den Fuß verstcmcht. Der Unfall ist ohne ernstere Bedeutung. m Die Untersuchungen über die Ursache des Brand e s des P a r l a m e n t s g c b ä u d e S in K o n sl a n t i n o p e l verstarten die Ansicht, daß es sich um einen verbrecherischen A n - s ch l a g handelt. _________—_______ Httben gewonnen. Mit der AnssteUnng tft am Sonntage rin Prersschießen verbunden. Im Saufe des Jadres Koll aiLdi iroch eine. B e zi r k saus st ellu n g mit UrUer> fc^unq der Landwirtschaftskcnnmer abgehalten werden. Reiskirchen, 20. Jan. Am Dienstag erfolgte foie landespolizeilich e Abnahme über sämtlicho ibtsher vorgenonnnenen Erweiterungen des hiesigen B a h n - sh o f s. _ ' -X.. Burkhardsfelden, 20. Jan. Die am 3. Jnlr ü. I. 'bei Gelsentirchen aufgeftlndene Leiche ohne Kopf wurde als die eures dort vermißten Bergmanns wieder erkannt. Damit ist man trotzdem noch nicht allen Zweifeln über einen gewaltsamen Tod des von hier stammenden Häuser entfpobeit. Zuletzt ist er Ende Juli als in Düsseldorf wyhnend gemeldet worden. Seit dieser Zeit ist nicht das geringste Über ihn betannt geworden. Nach dem, was man üb erben jungen Mann erfährt, steht man wegen des innfteriöfen Verschwindens vor einem Rätsel. Von den Eltern sind nunmehr zu «seiner Wiederauffindung Schritte getan worden. /^Hattenrod, 20. Jan. Unser Dors ist der Geburtsort des langjährigen Leiters des hessischen Landes- lehreroereinS Rektor Karl Backes-Darmstadt. ES ist nun von Lehrern angeregt worden, am alten Schulhause, in dem sein Vater al6 Lehrer wohnte, eine BackeS°Gedenktafel anzubrinqen. ? Harbach, 20. Jan. Gestern wurde hier der Maurer und Totengräber Georg Keil, zur letzte n Ruhe getragen. Er war sehr beliebt in der Gemeinde und ist noch vor acht Tagen feiner Arbeit nachgegangen. K. war der Mett älteste Mann der Gemeinde und hat ein Alter von 82 Jahren erreicht. Pfarrer Sieb eck hielt chm eine ergreifende Grabrede. lz. Alsfeld, 20. Jan. Am 2. Februar d. taa, 22. u. ronntag, :r3.^an. 1910, im Laale dc-MDernmni-i. tüd 13 6 Eisenach, Annata! etc. 18St.35M- Ltreuiano.Tziedin, Jeden Tag u. 3—10 Uhr geöftnel. Schlesien 139. (bv16/. Wiigel- uni PogelznWmiu Lollar. II Eilial-Cdligd-Aesstritoaf «L Hühner w" • uMI flirr. leb. Ank.. 11 Mon. alt, jetzt fleißig legend, Kirchenplutz 9. <0370 ÄtÄß e.MmÄ E” Besucuh 2er Wytburs, Statt jeder besonderen Anzeige. Todesanzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, nach langen, schweren, mit grosser Geduld ertragenen Leiden meinen geliebten Gatten, unseren lieben Bruder, Schwager und Onkel Herrn Ahiefelder Kgl. Zugführer im Alter von 46 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der Hinterbliebenen: Julie Ahlefelder. Giessen, Wilhelmstrasse 49, den 20. Januar 1910. Die Beerdigung findet Sonntag den 23 d. Mts., nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhufs aus statt. 613 Ballschuhe in denkbar grösster Auswahl . . zu den billigsten Preisen .. empfiehlt Wilh. Herbert Inh.: Carl Herbert Telephon 741 Marktplatz 2 Mitglied der Rabatt - Sparvereinigung a21/t & \ Kopf-, Kleider-, Zahn- u. Nagel - Bürsten :: Frisier- klkiiime :: Staabkümme :: Toilette - Seifen :: Parfümerien in grosser Auswahl, billigst bei H. Tichy, (>** Seltersw. 43, Ecke d. Goethestr. Grosse Gelegenheit MiÄsllra Wert Mk. 1.50. jetzt 95 Pfg. fn schwarz, creme, blau, braun und den modernsten Farben, nur solange Vorrat reicht, empfiehlt S. Sammet, Bahnhofstr. 8. (521 °sif-) Gutcrb.John scheVolldampf- Waschmaschine Nr. 3 biilin zu verkamen. Goetbcstr. 42 p. !52Pfg.sparenSie an jedem Pfand beim Gebrauch I meiner Reform - Pflanzen- I butter „Sannas". 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Januar 1910 Anfang 8 Uhr 13. Freitag-AboDDem.-Yorstellung Novität! Bieten des Herrn von Bredow Schau spiel in 5 Auszügen nach Willibald Alexis von Kory Towska. Anfang 8 Uhr. Ende geg. 11 Uhr. Sonntag den 23. Januar 1910 nachmittags 3'/a Uhr Kleine Preise! Kleine Preise! Unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Infam.-Regiments „Natter Wilhelm" (Nr. 116) „Preciosa“ Schauspiel in 4 Aufzügen von Pius Alex. Wolfs. Musik v. Carl Maria von Weber. Anfangll'/iUhr. Ende geg. 6 Uhr. AbendS 7*/. Uhr Kleine Preise! Kleine Preise! nr Novität! -m „Moral“ Komödie in 3 Akten von Ludwig Thoma. Anfang 7*/i Uhr. Ende O8.’« Uhr. Theater - Verein Letzte Opern-Vorstellung Mittwoch den 26. Januar teWtzjz! des GroUHiß 0. derflefmosik ioBatid;. Mignon Oper in 3 Akten nach Goethes Roman r,Wilh/Meisters v11/, Lehrjahre“ von Ambr. Thomas. Anfang 7 Uhr pünktl. Ende nach 10 Ehr. Eintrittskarten und Textbuch ün Vorverkauf nur bei Ernst Challier. Neuen weg (Tel. b7U An der Abendkassa halbe Preise für die Herren Studierenden auf allen Platzen. Ein Salzer-Abend ist das Herzerfrischendste. Ergötzlichste, Wundervollste, was man sich denken kann. Wiirtt. Ztg., 19. 5. 09. Marcell SM = Vollständig neues Programm. = Heitere Dichtungen in Vera und Prosa von: Hans Brenucrt. Wilhelm Bosch, Liliencron, Alexander Muszkowsky, Börries von Münehhausen, Rideamus, Peter Rosegger, Freiherr von Schlicht, Ludwig Thoma, Ernst von Wolzogeu u. a. Karten im Vorverkauf a 2.—, 1,50 und I.— Mark (Studenten Ermässigung) in der Musikalienhandlung von Ernst Challier. An der Abendkasse 25 Pfg. Aufschlag. 447 Montag den 24. Januar 1910, abends 8V4 Uhr .......... .... eCluto-Saal ~1 ' einziger lustiger AbendS Kolosseum Giessen. Walltorstr. 36—38 Dir.: Albert Raovmann - r Telephon (H4 ££ ßäitiüicl Don'Isfll8’5^rM!inrttr3rttin!C!i enter 3g Heute Freitag, 21. Januar 1910, abends 8'/, Uhr: gelaugt zu letzten Male zur Aufführung Der Geldbriefträger 0522) e Französischer Schwank. Biedermeier und Frau Operette von Ziehrer, aus der Biedermeierzeit, sowie die anderen Künstler und Künstlerinnen, u. A.: Hans Fredh von Wolzogens buntem Theater. Samstag vollständig neues Repertoire. Zum ersten Male: Nach dem Maskenbälle. Dialog nach dem berühmten Bilde des Nczuiczek. Vorverkaussbilletts und in sämtlichen bekannten Zigarrengeschäften zu haben. Paffepartouts feine Gültigkeit. In den vorderen RestaurationSräumen täglich ab 7ff, Uhr Konzert des Damen Orchesters „Sturm". Eintritt frei. Es ladet emebenft ein Direktion Albert Rappnuv n ==== KOLOSSEUM === Walltorstr. 36—38 Dir.: Albert Ravvmann 2 Telephon M Sonntag, 23. Januar, 11 Ubr, nach der Vorstellung. Großer öfftufficher Aolojseunis-MskelllM. Kein Demaskiecungszwang. Kein MaSkenzwang. Prämiierung der schönsten Herren nud Damen Masken. ______Es ladet ergebenft ein_________0523_________Das Komitee. 15iog[ra|»ii Plockstraße 12 0516 Plockstraße 12 Xanfmännisdier Verein Der Vorstand. Eine gefahrvolle Reise oder Anarchisten an Bord, großartiger Detektivfil'm. Teustische Phantasien, herrliche Koloration. Herkules als Soldat, humoristisch. Degradiert, herrliches Drama. Tonbild: Eine Fahrt ins Heu. Mm«« hat ’nen Klap?. Seemann s Heimkehr, Drama. Die entflohene Tigerin, humoristisch. Tonbild: Orientalischer Haremstanz. «al Samstag den 22. Januar, abends 81/, Uhr, g M in Steins Saalbau | Grosser Maskenball j E mit prächtigen Aufführungen. i Zutritt haben nur unsere Mitglieder nebst w. Angehörigen A und geladene Gäste. Nichrmaskierte Herren haben ohne Ä Ausnahme am Eingänge Abzeichen für 1 ML zu lösen. H Geheimkarten und bei den Herren Carl Franz, Selters- M weg 34 und Heinrich Erle, West-Anlage 5 in Empfang zu nehmen. M $it ,äd)tnlH $1 Aon de Knw tu» gängig - J fren et|i neu E>i 1* iin linde „h Länge mllttl 4252 Kln>. o iit waren 1 und 16 34038 Sim. eher 40? t fomit nur in uiacnommcn. ‘ Bei eine «ftn Ä pflm 9712t Duabrathlon tzjjenbadnm. Zahr 54,31 mirb?n, tarn lchml. Zur kutfdKn E>!' lim, 53 58C 685909 Gtt i« Lrrsügur nähme von 4 bhd bei den Miden. D Mit 2182,16 nhöht. Tav, »M Tenden Aark auf und Gütemc Tie bei Persynm ne da Hunde, iü von 339: um 53,7 v. An der schonen-1 im Jahre derung t von 253,86 ton Qcpäd. con 60,4 v. Juircdrt von T« An sahmc aus t Ms 3,16 v. S <1,67 v. £>. j 1 bei d« Sn ?Don ' war 51 *• .Gegen k p-berechnil ® von 307k u Anja bahnkA: .so sollen gegen ™ duranchn um 13,4 W bis 190! Annahme im ist sie ir 11446 , vtiamtiun eBten 'SiL*1 tzL die de; yNi|| "Nd K" t WS M i