Montag L8. April 1910 160. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 89 Erscheint ti-Uch mit Ausnahme deS Benntegl. mit einem Karren nach dem Haftlokal gestern ein Handwerks- die Erde legte gefahren. Die .,-tetzener Zaulilleudlätler" werden dem „‘jlnadger* viermal wöchentlich beigelegt, bad „Krcisblalt für öen Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. Die „landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotatwntzdrnck imö Verlag der Br üblichen Universilätö - Blich- und Stemdruckerei. R. Lange. Gießen. •• Verhaftet wurde Redaktion. Erpeduion und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion:12. Lel.-Adr.:2lnzeigerGießen. Sport. — Faustball. Am Samstag sand ein Faustball - Wettspiel zwischen den 1. Mannschaften des „Vereins für Be wegungsspiele" und des „Faustballvercins" am L. L. Gymnasium statt. Gymnasium siegte nach scharfem Kampfe mit 222:220 Punkten, nachdem das Spiel bei Halozeü mit 109:90 Punkten Tür V. f. B. gestanden hatte. bursche wegen Diebstahls und ein hiesiger Taglöhner wegen Trunkenheit und Nuhestörlmg. Letzterer zertrümmerte im Haftlokal das Fenster und die Geräte, er wird sich somit auch wegen Sachbeschädigung zu verantworten haben. ^Leihgestern. 17. April. Wiederholt hat unsere Wasserleitung versagt, die erst vor zwei Jahren mit einem Kostenaufwand von 90 000 Mk. erbaut worden war. Die Gemeinde beabsichtigt jetzt, neue Quellen am Neuhof zu erwerben und noch dieses Jahr eine Erweiterung vorzunehmen. /X Ehringshausen, 17. April. Ein Waldbrand vernichtete vier Morgen Waldfläche im Distrikt Brückerwald. Die Feuerwehren aus Elpenrod und Hainbach löschten das Feuer.— Hier starb dec Gemeinderechner Ruckelshausen, fast 80 Jahre alt. (.) Laubach, 16. April. Dio Gräfin Marianne., Witwe des Grafen Friedrich, die nahezu 10 Jahre ihren Wohnsitz in Schloß Arnsburg genommen hatte, ist vor kurzem mit Gefolge in das hiesige Schloß übergesiedelt. Am verflossenen Freitag nahm die Großherzogin Beraw- tassung, in ilsrem Automobil hier einen Besuch abzustatten. — Die Bereinigung zur Veranstaltung von Konzerten und Vortragsabenden schloß ihr 2. Vereinsjahr am gestrigen Mend im Hotel Solmser Hof mit einem gurbejuchten Liederabend des Hofopernsängers Alfred Stephani unter Mitwirtung der Pinanistin^Wiesi de Haan aus Darmstadt. Das Programm bestand aus 9 gut ausgewählreii Nummern, die sämtlich die Pianistin in diskreter, vorzüglicher Weise begleitete. Sämtliche Lieder brachte der Sänger in vollendeter Weise zu Gehör. ächLaunsbach, 17. April. Heute fand auf Einladung des Bürgermeisters Braun-Krofdorf in der Restauration von Rinn hier eine öffentliche Versammlung statt, in der Direktor Stolte vom Gießener Elektrizitätswerk über die Vorteile des elektrischen Stroms als Kraft- und Lichtquelle sprechen sollte. Die Versammlung war nur von 40 Personen besucht, weshalb man davon absah, den Vortrag halten zu lasten. Die Versammelten richteten verschiedene Fragen an Direktor Stolte, die sich in der Hauptsache mit den Jn- stallationskosten für elektrisches Licht beschäftigten. Besonders ivollte man wissen, wie hoch sich diese Kosten bei der Beleuchtung einer Hofreite mit Stallung, Scheuer, Keller und Boden belaufen könnten. Direktor Stolte erklärte sich bereit, einen vollständigen Kostenvoranschlag für die gedachte Anlage aufzustellen. Bürgermeister Braun war der Ansicht, wenn der Anschluß der Gemeinde Krofdorf an das städtische Werk in Gießen erst hergestellt sei, werde Launsbach und auch Wißmar sich wohl ebenfalls anschließen. △ Griedel, 17. April. Auf der neuen Wettertal- Bahn entstand gestern abend infolge eines Unfalles eine Zugverspätung. Die Maschine ivar au einem Wegübergang auS dem Gleis gesprungen. Es entstand kein nennenswerter Schaden. Abgeordneter Graf Waldemar von ©riola f. R. B. Darmstadt, 17. April. Der Telegraph hat uns am Samstag abend.die Trauerkunde überbracht, daß der Reichstagsabg. Graf Waldemar n. Oriola, der langjährige Vertreter des zweiten hessischen Rerck)Stagswahlkreises (Friedberg-Büdingen) an den Folgen zweier Schlaganfälle, die nach dem vor wenig Tagen in Berlin erlittenen Straßenunfall eintraten, verstorben ist. Das plötzliche Dahiuscheiden des so jäh aus dem Leben gerissenen oberhessrschen Reichstagsabgeordneten wird nicht nur weite Kreise unserer Provinz und des Hessenlandes, sondern auch darüber hinaus viele mit aufrichtiger Be- irübnis erfüllen. Denn in ihm verliert Oberhessen einen .Mann, der berufen war, viele Jahre hindurch in hervorragendem Maße an den Geschicken des engeren und weiteren Heimatlandes mitzuarbeiten und der seine volle Kraft für das Wohl des Landes eingesetzt hat. o'cboren am 27. Aug. 1854 in Bonn am Rhein als Sproß eines alten angesehenen Adelsgeschlechts aus Italien, hat er in Berlin seine Jugendzeit verlebt und nach Absol- merung des dortigen Friedrich-Wilhelms-Gymnasiums die Berliner Alma mater besucht, von der er nach bestandenem inristischen Examen zuerst beim (Bericht in Charlottenburg, dann in Berlin als Referendar beschäftigt wurde» Er war nicht in der Wetterau geboren, seine Wiege stand zu Bonn am Rhein, wo sein Vater damals die 7. Hn- lonunanbicrtc. Seine Mutter, eine Tochter Achim von Arnims und Bettinens, bestimmte ihn, ihren Weitesten, nicht zum Soldaten, sondern zum Beamten. Später ging er zum preußischen Staatsdienst über und wurde bei ncr Regierung in Wiesbaden angestellt, doch verließ er diesen nach wenigen Jahren, schon 1880, wieder, um seine ganze Tätigkeit der Landwirtschaft in Oberhessen zuzuwenden. Er heiratete die Tochter des verstorbenen Rentiers Ehrist aus Kesselslccht bei Hanau und Witwe des ehemaligen Frankfurter amerikanischen Generalkonsuls Bcrna, die er in Wiesbaden kennen gelernt hatte. In Büdesheim in der Wetterau, dem Vernaschen Landsitze, schlug er fortan sein Heim auf und beschäftigte sich hier vor allem mit landwirtschaftlichen und politischen Fragen. Durch das allgemeine Vertrauen, seiner Mitbürger wurde er zum Mitglied des Kreistages, des Kreisausschusses für Friedberg und Provinzialausschusses für Oberhessen berufen. Seine Vorliebe für die Landwirtschaft zeigte sich auch dadurch, daß er zum stellvertretenden Mitglied des '■ eutfck>en Landwirtschaftsrats gewählt wurde und eine besondere Vertrauensstelle inr Bund der Landwirte bekleidete. Am 24. November 1887 «wurde er auchiim ersten oberhessischen Wahlkreis Vilbel von der überwiegend landwirtschaftlichen Wählerschaft in die Zweite hessische Kammer gewählt, der von 1864—72 von dem Hofgerüb-tsrat Kempfs ui Gießen, dann drei Jähre vom Pfarrer Landmamt in Rendel, von 1875—81 vom KTeisrat Halkwachs in Dieburg und dann einige Fahre vom Mühlenbesitzer Ströbel .in Klein-Karben und Oekonom Schaum in Herrnhaag vertreten war. Graf v. Oriola verstand es, sich so sicher das volle Vertrauen seiner Wähler KU erringen, daß er regelmäßig anstandslos wiedergewählt wurde und als Vertreter des gleichen Wahlkreises von der 26. bis zur 32. Landtagsperiode ununterbrochen der Zweiten Kammer angehörte. " Inzwischen war er aber auch schon im Jahre 1893 als Vertreter des zweiten hessischen Wahlkreises Friedberg- Büdingen in den Reichstag gewählt worden, wo er der nationalliberalen Frattion als Mitglied beitrat und besonders in sozialpolitischen und landwirtschaftlichen Fragen in verschiedenen Reichstagsausschüssen eine ausgedehnte und erfolgreiche Tätigkeit entwickelte. Bei der Hauplwahl im Jahre 1907 waren in Friedberg-Büdingen 20 521 Stimmen abgegeben worden, davon erhielten die Nationalliberalen 8492, die Sozialdemotraten 7234, die Antisemiten 3299, die Freisinnigen 1472. In der Stichwahl siegte Graf £riola mit 11515 Stimmen über den Sozialdemokraten, der 8524 Stimmen erreichte. Der Wahlkreis war zweimal auch durch einen Freisinnigen Abgeordneten vertreten. Mit den Jahren wuchs die Arbeitslast, namentlich auf sozialpolitischem Gebiete in den Ausschüssen des Reichs- Parlaments so start an, daß er sich nach seinem eigenen Bekenntnis außerstande sah, daneben auch noch das Mandat als Landtagsabgeordneter pflichtgetreu zu erfüllen, das er denn auch zum aufrichtigen Bedauern seiner parlamentarischen Freunde wie seiner Wähler im Frühjahr 1904 niederlegte An seiner Stelle wurde bekanntlich am 28. April desselben Jahres Bürgermeister Ullmcmn in Nieder-Erlen- bach gewählt, der, obgleich schon viele Jähre Vertrauensmann des Bundes der Landwirte, sich ebenfalls der nationalliberalen Landtagsftaltion als Mitglied anschloß. Mit dem Tahingeschiedenen verliert Hessen einen Mann, wie es deren nur wenige besitzt. Er war schon infolge seiner ganzen Ausbildung und Entwickelung von sogen, modernen Geist erfüllt und jedem engherzigen Parkeistand- punlt abhold. Mit Recht galt er als ein Freund des sozialen und wirtschaftlichen Fortschritts, der sich aber auch einen klaren Blick für die Interessen der einzelnen Berufsstände bewahrte und sich redlich bemühte, die dabei mannigfach zutage getretenen Gegensätze auszugleichen. Er darf für sich das Verdienst in Anspruch mehmen, mit seinem ganzen Einfluß dafür gewirkt zu haben, daß sich die hessische Politik der beiden letzten Jahrzehnte auf einer gesunden, mittleren Linie belvegte und der liberale Gedanke keinen Sckmden erlitt. Im Sommer v. I. war bekanntlich beim Abschluß der Reichsfinanzreform eine starke Mißstimmung darüber ausgebrochen, daß sowohl Graf Oriola, wie sein Freund und Fraktionsgenosse Frhr. v. Hey! im Reichstag gegen die Erbanfallsteuer gestimmt hatten. Es kam darüber zu scharfen Auseinandersetzungen in der Presse wie in der Partei, und dann beschäftigte sich im September als oberste Instanz für Hessen auch der nationalliberale Landesausschuß sehr eingehend mit der Sache, wobei von verschiedenen Seiten -eine „reinliche Scheidung", ein vollständiger Ausschluß der Beiden aus der Partei verlangt wurde. ES darf jetzt, nachdem der Eine so frühzeitig und Llch nach Darmstadt zurückgekchrk. Die Heunrepe wurde um */83 Uhr nut einem Sonderzug angetreten. ** Folgende gewerbepolizeiliche Rcv i s i o ncn tourden in der Stabt Gießen im elften Vierteljahr 1910 vor- genommen. Es wurden revidiert: 1. 38 Bäcker in bezug auf Einhaltung der Bundcsratsverordnung vom 4. März 189b, und bezüglich iftnhaltung der Pol.-Verorüi'.. vom 20. Oktober 1907 bett. Reinhaliung der Bäckereien In 12 Betrieben ergaben sich Anstände auf Reinlichkeit und Anut der Räume.^2. Bant- gefdjäfte bett. Beschäftigung von Gehilfen an Sonntagen. 3. .Trödlergesä-äste, in bezug auf Führung der vvrgeschrrebenen Bücher. 4. 20 Ziaarrenfabriken, bezüglich Reinhaltung der' zur Anfertigung von Zigarren beftiinmtcn Räume (Pol.-Verordn. v. 17. Februar 1907). 5. 60 Milchrevisioncu wurden vorgenommen. 6. Tic Sitzgelegenheit für AngesUlUe ui öffentlichen Verkaufs stellen (Verordn, vom 28. Oktober 1900). 7. Die Gesiudever Mieterinnen und Stellenvermittler, bezüglich Führung von Ge schäftsbückicr: in einem Falle würd' Anzeige wegen vollständig mücrlassenem Eintrag in das Gstcl äftsbuch bei Vermietungen und Anttogen erstattet. 8. 21 Wäsche und Kleidersabrikations- .Werkstätten, in bezug auf Beschäftigung jugendlicher Arbeiter innen, Einhaltung der Arbeitszeit und Pausen, Führung der Verzeichnisse uni) Arbeitsbücher. 9. 37 Gast und Schankwirt- schäften, betr. Ruhezeiten der Gehilfen und Lehrlinge. Die Ruhezeit wurde gewährt, jedoch fehlte in einigen Büchern der Eintrag. 10. 38 Barbier- und Friseurgewerb.', in bezug auf Pol. Verordn, vom 14. Juni 1904. Anstände ergaben sich keine. 11. Assistenz leiftung bei der Revision der landwirtschaftlichen Maschinen durch den Vertrauensmann; es ergaben sich hierbei viele Anstände. 12. Tie Feuersicherheit der Warenhäuser, der Hausierhandel nach 9 Uhr abends, Sonntag nachmittags nach 3 Uhr und der Vcr kauf von Obst pp. Sonntag nachmittags nach gesetzlichem Ladenschlüsse aus Privatplätzen: Lagerung und Aufbewahrung von Mineralölen, insbesondere Petroleum und Benzin. 13. Bei 45 hiesigen und auswärtigen Bäckern und Brotverkäufern basJBrot ans Gewicht. 14. Tic Lagerung von Sprengstoffen in den Stein brüchen: Eß- und Ausenthaltsräume der Arbeiter in Fellhandlungen und Gerbereien; die Güterhändler in bezug auf Führung von Geschäftsbüchern. •• Ein w iderspen stiger Ga st. In einer Wirtschaft in der Bahnhofstraße hatte sich am SamStag ein fremder Hausierer einlogiert, der abends die anderen Gäste in einer Weise belästigte, daß der Wirt ihn au5roie§. DieS beachtete der Mann nicht, er wurde gegen den Wirt ausfällig und dieser nahm schließlich die Polizei in Anspruch. Aber auch der Polizei leistete er keine Folge und mußte mit Gewalt auS dem Hause entfernt werden. Aus der Straße setzte er den Lärm fort und wurde schließlich, da er sich auf Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Außerordentlicher deutscher Aerztetag. 4 Berlin, 17. April. Unter überaus zahlreicher Beteiligung trat heute hier im Kaisersaale des „Rheingold" ein außerordentlicher deutscher Aerzte- taa zusammen, um zu dem Entwürfe einer Reichsversicherungsordnung nochmals Stellung zu nehmen. Es waren 350 ärztliche Vereine durch 491 Delegierte mit 23 710 Stimmen vertreten. Dr. S t r e f s e r (Leipzig) berichtete über „den neuen Entwurf einer Reichsversicherungsordnung". — Hieraus lag folgender A n - trag des Geschäftsausschusses vor: „Der am 17. April in Berlin versammelte außerordentliche deutsche Aerztetab stellt fest, daß der dem Reichstag vorgelegte Entwurf einer Rerchsversicherungsordnung in je mit Best mmun- gen über die Ordnung des kaifenärztlichen Dienstes die seit langen Jahren immer wieder einmütig erhobenen Forderungen der im Deutschen Aerztevereinsbunde organinerten 24 000 Werkte unberücksichtigt läßt. Er erkennt in der geplanten Errichtung getrennter Vertragsausschüsse für jedes kaffenärztliche System die Gefahr, daß in die Einigkeit der Aerztefchaft Bresche gelegt, die ärztliche Organisation ausgeschaltet und vernichtet wird, und so die Aerzte wehrlos gemacht und der unbeschränkten Herrschaft der Kassenvorstände ausgeliefert werden. Eine Ordnung der Arztfrage, die selbstsüchtigen Sonderbündlern^ihre Fürsorge zu- wendet und sogar Wortbrüchige den vom Staate eingesetzten Ehrengerichten entzieht, dafür aber das jedem freien Berufe zustehende Koalitionsrecht beseitigt, lehnt der Aerztetag entschieden ab. Eine solche Ordnung ist nicht geeignet, den von allen Seiten und nicht zuletzt von der deutschen Aerzteschast im Interesse aller sozialen Fürsorgeeinrichtungen als unbedingt notwendig erkannten Frieden zwischen Aerzten und Kranleniassen herbeizuführen, sondern nur allzusehr dazu angetan, den Krieg wischen Kassen und Aerzten zu verschärfen und zu verewigen, und dazu noch Kampf und Streit der Aerzte untereinander zu entfachen. Immer und immer wieder hat der Deutsche Aerztetag seine maßvollen und gut durchführbaren Forderungen einmütig ausgestellt. Sie sind ein untrennbares Ganze und müssen es bleiben. Immer und immer wieder hat der Deutsche Aerztetag gezeigt, wie leicht man durch ihre Erfüllung im Nahmen des Gesetzes eine glückliche Lösung der Kassenarztfrage und dauernden Frieden zwischen Aerzten und Verficherungsträgern herbeiführen kann. Er will auch bis in bi_e letzte Stunde an dem Versuche einer friedlichen Regelung festhalten, und beauftragt deshalb seinen Geschäftsausschuß, dem Reichstage sofort die von ihm als unbedingt notwendig ertannten Abänderungen des Entwurfes mit Begründung zur Berücksichtigung zu unterbreiten; und er erwartet, daß die Gesetzgebung, nachdem sie den Aerzte- stand mit seinen Berufsnotwendigkeiten seit Beginn der sozialen Gesetzgebung als unbeachtlich beiseite gelassen hat, nunmehr endlich feinen Forderungen die gesetzliche Anerkennung verschafft. Der Deutsche Acrztevereinsbund erklärt nochmals feierlich, daß er jedem Versuche, die Einigkeit der Aerzte zu untergraben, ihre Koalitionsfreiheit anzutasten und Schutzmaßregeln für Schädlinge des Standes zu treffen, den äußeren Widerstand entgegenfetzen wird. Leiden dann Sozialversicherung und Ver- iid/ertc dlol, fällt allein der Gesetzgebung die Verantwortung dafür zu., So ruft heute in der Stunde der 9!ot und Gefahr der Teutschc Aerztetag von neuem die Aerzteschast auf, in festem Zusammenschluß die Waffen der Selbsthilfe bereit zu halten, und er beauftragt seine wirtschaftliche Abteilung, den Leipziger Verband, diejenigen Maßnahmen schleunigst zu ergreifen und durchzuführen, die dem ärztlichen Stande die Freiheit seiner Berufsübung auf jeden Fall zu gewährleisten und die ihm gebührende Stellung den Krankenkassen gegenüber zu sichern geeignet sind." In der folgenden Aussprache wurde den Ausführungen des Redners allgemein zugestimmt. Zwei Vertteler aus Wattenscheid und Bochum, Tr. Deckhaus und Dr. Sauberg, verttet n dagegen den Standpunkt, daß den Bestrebungen zur weiteren Einführung der freien Arztwahl zu widersprechen sei. Tie Ausführungen dieser beiden .Herren fanden lebhaften Widerspruch. Schließlich wurde die mitgeteilte Entschließung mit allen gegen drei Stimmen angenommen und hierauf der Aerztetag g ? f d’ losten._____________________________________________________________________ 21 ii$ Stadt und Land. Gießen, 18. April 1910. •• V om Großherzoglichen Hofe. Die Groß- herzogltche Familie ist gestern nachmittag wieder von unerwartet im noch nicht vollendeten 56. Leebnsjahre mitten aus seiner parlamentarischen Tätigkeit abberufen worden ist, ausdrücklich sestgeshellk werden, daß in erster Linie durch seine offenherzige Aussprache uni) die Schilderung der näheren Vorgänge im Schoße der Reichskagsfraktion die Stimmung im L-anbesausschuß umgewandelt und eine fried liche Verständigung erhielt wurde. Ein Bruch zwischen den stteitenden Gerftern häljke damals nichts weniger als eine Zerschneidung des Tischtuchs mit der ländlichen Bevölkerung bedeutet und bannt gerade die vornehmste Aufgabe des Grafen, das einmütige Zusammengehen der liberalen Elemente in Stadt und Land, zunichte gemacht. Der Ausgang des Konflikts war deshalb, auch wenn es weder Sieger noch Besiegte dabei gab, für ihn ein schöner Erfolg seiner auf Zusammenfassung aller liberalen und nationalen Elemente gericksteten Bestrebungen. Und wie vor dem Poli- ttker Oriola, so iverden Freund und Gegner auch vor der Persönlichkeit des Vevewigten ein hohes Maß von Wertschätzung und Hockzachtung besitzen, de,sen offenherziger, gerader Charatter, verbunden mit der ganzen Sch licht peil und Leutseligleit seines Wesens, seinem unermüdlichen Pflichteifer und seinem reichen Sck>atz von Wissen und Er- jafrmna ihm ein dauerndes, ehrenvolles Andenken in der politischen Geschichte Hessens und des Reiches sichern! (Ein Beschluß zur preußischen wahlrechtssrage. :: Berlin, 16. April. Der Wahlrechtsausschuß des preußischen Herrenhauses hat beschlossen, zwei Lesungen abzuhalten. Nach eingehender Hauptausfprache wurde der Artikel I und von dem Artikel II die §§ 1—4 unverändert in der Fassung des Abgeordnetenhauses angenommen. Es sind die Bestimmungen über die Wahlberechtigung, über das aktive und passive Wahlrecht und außerdem die im § 4 enthaltene Bestimmung, daß die Abgeordneten von Wahlmännern in Wahlbezirken, die Wahlmunner von den Wühlern in Stimmbezirken gewählt werden und die Wahl der Wahlmänner durch verdeckte Stimmzettel erfolgt. Ter Ausschuß Hai damit die oom Abgeordnetenhaus beschlossene Beibehaltung der indirekten Wahl und die geheime Wahl bei den Wahlmännerwahlen sanktioniert. Die weitere Beratung wurde auf Montag vormittag vertagt. fbose, tritfnlm le, herrl. Natur icrzenpolli Jessee •Üwitnt -3^. »SSJ* ‘Nit »4 aph Nockstratze zz 6 "orgeit: 1 Mafeking Moses f'nfationetleS $rami krautfchau 'grrmGüch 'auimMU,ÄJ.a.,verhkü M. der leit li Jahr. 2üh efv u. yhtte!beutf(6lanb nm it beiten Erfolgen bereit l, sucht r stoator und Neiie. Terselbc iii auch nicht ab neigt, sich dabei gletchzeil.mu a. Mil a. tnitnteljt Beicmiptetbenb •interefnerung des Savitale \ litt st dkikilM. 1 iutienbtr Uan»ial)üft.'ßrc ÄstiNüchMr, auch nut dn net yabritaüou vertrautet tchmann, vestekt. iRobtobal nncr unb (iinläu'ct. ’Bnmo cicren^mWr.iuüHemter. eil £n. von soliden, bereu; nqenihrien.Zinnen erb. urt ' 3670 cu Haaicntlm t logier, L-8„ Darinin m Main. In,, ~ _ —"Sv" L.amlrru!" .Mfr ZM, feine taiimar 'm >eend.!.bis1.()ull cr.Al.- i 'Zietzener^eMerb-, -flutger Matw mwLA 2teüung als Sm» i^burtbe ober sdjnüL Lugebote imier » hen_g'C5-:ueT naulag-^^au- äderes^u^D--^^ Hute Belob«®! -WZ ■-ot '.f ße$en ^-1 sie-, ' um des die Zur Erinnerung an Gustav Nachtigal. A Leit! der des jäh mit einem pilzförmigen Gebäude, das die Engländer für chre indischen Offiziere gegen den Sonnenstich erfunden haben." So irrte Edris-Effendi-el-Tcvib, wie er sich selbst arabisch nennt, — Gegen die Wiederher stellungsarbeiten am Wiener Stephan sturm veroffentlrchl Pros. Dr. Max Dvorak, der Ordinarius an der dortigen Universität, int Jahrbuch des von ihm geleiteten Hauptausschusses einen beachtenswerten Wider sprach. Tausendmal Aergeres, als man den Land- Ärae tte. - Präs. Graf Schwerin-Lowitz eröffnet die Gthung 11 Uhr 15 Min. Erste Lesung deS ReichöbesteuernngSgesetzeS. Abg. Dr. Dccker-Kstn (Sentr.y ' verlangt, daß die bestehenden Zuschüsse den .Gemeinden erhalten bleiben. Damit schließt die Debatte. Die Vorlage geht cm die Budgetkommission. • Der Gesetzentwurf regelt die Frage der Beitragspflscht Reiches zu den Staats- und Gerneindelasten und schafft einen zweifelsfreien Rechtszustand. y " Die AufstandSauSgaben für Düdwestafrika. ES folgt die erste Lesung des Gesetzentwurfs über AufstandSauSgaben für Südwestafrika. Der Entwurf bringt eine Teilaufstellung der Ausgaben für Abg. Stolle (Soz.) 5 ' Mein Verlangen nach genauer Abrechnung war gerecht fertigt. Pfarrern in ihren bescheidenen Kirchen mit der größten Energie und Machtentfaltung verwehrt, werde hier an dem wichtigsten kirchlichen Denkmale Wiens und des ganzen Landes ungehindert verbrochen. Nicht nur, das; an der Nordseite architektonische Teile vollkommen erneuert uni) ergänzt werden, es werden auch zu neuem vermeintlichen Schmnete der Kirche Statuen von jener Art und Qualität in den leer gebliebenen Nischen errichtet, dü an die ärgsten Zeiten des unheilvollen Restaurierens erinnern, und überall dort, wo man Halbwegs darüber unterrichtet ist, worauf es in der alten und in der neuen .Shntft ankommt, nicht mehr möglich sind. Und dies geschieht zum größten Teil aus öffentlidjcn Mitteln in einer Zeit, wo es am notwendigsten mangelt, das zu retten, was gerettet werden kann! — Festspiele in Bayern. Die Passionsspiele in Oberammergau, die diesjährige Ausstellung von Meisterwerken moham" medanischer Kunst, die Richard Wagner- und Mozartspiele, die Festspiele im Münchener Künstlertheater unter Leitung von Professor Max Reinhardt, die Musikfeste und die übrigen Darbietungen in München werden zweifellos Tausende in diesem Sommer zu einer Reise nach Bayern bewegen. Es dürfte interessieren, daß sich mit dieser Reise ein Besuch der historisch-yochinteresianten, farbenprächtigen Festspiele in Bayern sehr gut verbinden läßt. Es gelangen in diesem Sommer an Spielen dieser Art u. a. zur Aufführung: „D e r M e i ft e r t r u n f von Rothenbur g" am 16. Mai, „Die Kinderzeche" in Dinkelsbühl am 18. Juli, ,,D a s L o s b u r g - F e st s p i e l" auf der Luisenburg bei Wunsiedel am 19., 24., 27. und 31. Juli, „DieLandeshuterHoch- i e i t 14 7 5", am 26. Juni in Landshut, „Das Drachen st i ck- f e ft" in Furth im Wald am 14. August, das historische Ritter- Schauspiel „Knnegunde, bad Schlüsselfräulein des Schlosses zu Gemünden" am 5., 12. und 19. Juni sowie am 17. Juli in Gemünden. — Kurze Nachrichten ans Kunst u. Wissenschaft. Auch in Nürnberg macht sich, wie früher in Augsburg, eine Strömung dagegen geltend, daß Geheimrat T s ch u d i Bilder aus dem Germanischen Museum in die Münchener Pi na tötet überführen will. 'Der Magistrat von Nürnberg will Schrrtte gegen TschudiS Vorgehen unternehmen. Die für München beanspruchteir Bilder sollen, wie behauptet wird, S t i f t u n g c it früherer Bayernkönige für Nürnberg sein. Gerhart Haupt- m a n nS^„Hanncles Himmelfahrt" wird als Oper in der nächsten Spielzeit in Berlin zum erstenmal aufgesührt werden. Der Tondichter Camillo Erlanger Ijat das Werk selbst verarbeitet. Deutscher Reichstag. 65. Sitzung, Sonnabend, den 16. April. - Am Tische des Bundesrats: Wermuth. Dernburg. Staatssekretär Dernburg: Der Vorredner hat gegen die Neichsregierung eine Reihe Vorwürfe gerichtet, für die er nicht die Partikel eines Beweise? beigebracht hat. Ich muß diese groben Vorwürfe, -die- er in so leichtfertiger Weise ausgesprochen hat, als ungerechtfertigt auf das schärfste zurückweisen. (Beifall.) Jur übrigen hat der Abg. Stolle mit seiner Rede bewiesen, daß er von den ganzen Dingen nichts, aber auch gar nichts verstanden Hai. (Heiterkeit und Zustimmung.) Ein Krieg tut un? eben nicht Den' Gefallen, an einem bestimmten Tage zu einer bestimmten Stunde aufzuhören, von da ab dann die Rechnungslegung beginnen kann. (Heiterkeit.) Es wird da in einem fort geschossen. (Erneute Heiterkeit.) Wenn Herr Stolle auch nur eine Idee davon hätte, wie eine Intendantur aussieht, dann würde er eine solche Rede nicht gehalten haben. Ich muß mich gegen die Darstellung des Herrn Stolle wenden, damit es in der sozialdemokratischen Presse nicht wieder heißt, die Negierung hätte auf die Arülagen nichts antworten können, so daß sie richtig seien. (Beifall.), Mg. Gothein (93p.): Herr Stolle hat sich geirrt. Seine Angriffe gegen die Kolonialverwaltung sind unberechtigt. Es handelt sich um ein 9(u-5» nahmegesetz, aber ich freue mich, daß die Nachforderung nicht höher ist. Der Vater des Gedankens der .Heranziehung der Gesellschaften zu den Kosten ist der Herzog-Regent von Vrannscbwei g. Ich hoffe, daß bei diesem Protektorat die Idee zur Durchführung kommt. Mg. Srunftermann (RpJi' f erklärt die Zustimmung seiner Fraktion mit dem Anträge auf Ueberweisung an die Budgetkommission. Besonders wünschenswert ist dies Gesetz auch mit Rücksicht auf die Aufhebung der städtischen Oktrois und auf die finanzielle Bedräng- n i 5, in der sich manche Gemeinden durch Reichsbetriebe befinden. Mg. Gröber (Zentr.)) __ stimmt gleichfalls in der Hauptsache zu, hatte aber eine andere grundsätzliche Regelung gewünscht nämlich dahin, daß das Reich grundsätzlich in den Einzelstaaten und Gemeinden steuerpflichtig sein solle, während der Entwurf auf dem entgegengesetzten Standpunkt steht, daß jede Reichsbesteuerung der Zu- ftimmung des Reiches bedürfe. Ter Redner wendet sich gegen die Auffassung, daß ein Eingriff in die Souveränität des Reiches in Frage kommen könnte. Die föderative Grundlage des Deutschen Reiches bedingt die Selbständigkeit des Besteuerungsrechtes der Einzelstaaten. Diese müssen einen Rechtsanspruch haben. Sollten sich Schwierigkeiten ergeben und eine zu weitgehende Inanspruchnahme des Reiches, dann könnte ja immer noch ein Reichsgesetz eintreten. Der Redner bemängelt weiter insbesondere die Befreiung des Fiskus von Verbrauchsabgaben für die Unterhaltung von Militärkantinen, Offizierskasinos usw. Die armen Gemeinden in Elsaß- Lothringen würden dadurch schwer geschädigt. Schatzsekretär Wermuth: Wir haben bei dieser Vorlage ein völlig gutes Gewissen, denn wir verfolgen mit ihr nur praktische Zwecke. In der Hauptsache handelt es sich um die gesetzliche Regelung der Reichssteuerpflicht für Reichswerkstättenbetriebe. Da dieses Gesetz eigentlich erst am 1. April in Kraft treten sollte, so haben wir die in Betracht kommenden Unterstützungsbeträge schon in den Etat eingestellt. Sollten Sie aber heute nicht in der Gebe lau ne fein und das gutheitzen, so werden wir tiefbetrübt das Geld wieder in die eigene Tasche stecken müssen. (Heiterkeit.) Die gesetzlich geregelten Zuschüsse sollen auch für die elsaß-lothringischen Gemeinden gegeben werden. Ich stelle ausdrücklich fest, daß eine Steuerfreiheit von Offiziers-Kantinen und Kasinos nicht beabsichtigt ist. Der Entwurf will jedenfalls im wesentlichen nicht nehmen, fonbent geben. Aber von der st a a t s r ech tl ich e n Auffassung kann nicht abgegangen werden, daß dem Reich, welches die Gesamtheit der Bundesstaaten zur politischen Einheit zu- sammenfatzt, zur Folge dieser staatsrechtlichen Stellung durch die Gesetzgebung eines Einzelstaates ohne seine Einwilligung Verpflichtungen nicht auferlegt werden können. Gegen das Reich ist eine Exekution nicht möglich; halten wir daran nicht fest, daun kämen wir zu einer ganz uferlosen Entwicklung. Eß ist interessant, daß der Vorredner für diesen Fall den Reichsadler wieder aufflattern ließ, indem er dann die Reichsgesetzgebung eintreten lassen will. Am 20. April ist ein Vierteljahrhundert verstrichen, seit einer größten deutschen Afrikajorfcher, Gustav Nachtigal, an Bord Kreuzers „Möwe" verschied. Mitten im reichsten Wirken . , abgerissen, hatte dies Leben doch einen Aufschwung zu den Höhen des Daseins und zum Weltruhm genommen, nachdem es so schlicht am 23. Februar 1834 unter dem Strohdach des Pastor- hauseS im Dorf Eichstadt bei Stendal begonnen. Nachdem er sein medizinisches Staatsexamen gemacht hatte und einige Zeit als Militärarzt tätig gewesen, wurde er von einer schweren Lungeu- krankheit befallen, die ihn zwang, zur Heilung zunächst nach Algier und dann nach Tums zu geben. Aber dieser traurige Anlaß brachte ihn nun endlich auf das seit langer Zeit heißersehnte Feld seiner späteren Taten. Er studierte nun sieben Jahre lang Nord- afrila, lernte arabisch und machte sich in den Verhältnissen heimisch. Durch feine medizinische Tätigleit und seine tatkräftige Haltung während einer tunesischen Revolution erwarb er sich Einfluß und wurde schließlich Leibarzt des Beys von Tunis. 1868 kehrte er aus kurze Zeit nach Europa zurück; aber als eine Epidemie von Hungertyphus in Tunis ausbrach, lockte es ihn wieder zurück. Den Anlaß zu Nachtigals Reisen gab ein Auftrag König Wilhelms I., der in seiner Fürsorge angeordnet hatte, dem Scheich Dinar von Bornu sollten für fein menschenfreundliches Verhalten deutschen Reisenden gegenüber verschiedene Geschenke überbracht werden. Den Auftrag übernahm Nachtigal im Anfang 1869 und er war ihm der Ausgangspunkt für sechsjährige Reisen im innersten Afrika, die ihn durch ein zehnmal so großes Gebiet wie Deutschland, über 24 Breite- und durch 20 Längengrade hinführten. Die planvolle und bescheiden humoristische Art, mit der er alle unbeschreiblichen Mühen und Entbehrungen ertrug, kommt persönlicher und ergreifender in den prächtigen Briefen zum Ausdruck, die Dorothea Berlin in ihrem schönen Erinnerungsbuche ver- ösfenllicht hat, als in dem großen grundlegenden wissenschaftlichen Werke „Sahara und Sudans, dessen letzter Band erst aus Nachtigals Nachlaß hervortrat. Sein denkwürdiger Zug nach Tibesti, der ihn mehrere Male dem Verschmachten preisgab, dem wilden Fanatismus der grausamen Bewohner auslieferte und nur durch feine tollkühne Flucht noch glücklich endete, erscheint in seinen Schilderungen in komischer Verklärung, so wenn er z. B. feinen eigenen Auszug schildert: „Ich selbst, barfuß, die Beine mit einigen leinenen Fetzen umwickelt, doch die obere Körperhafte in einen Pariser Sommerpaletot gehüllt und das Haupt bedeckt LW S'-äcrj QnM?leS-nct' vor j ZK- S.’"1 jtieifsi’j S-ZS- Kfe£ Arbeite i*“' ’tie Sri« SL« Life -W Mite« wtrtent.il"' «” dcoinnder,ä.l° tiW"bcr NnuM cmpM r'tnäßigung ’-t Wy rMongcbulren Ii am Freitag jebet W wirtschaft M, 'm ?orfprMg vor Mr in unserem Krcyc o' ^cu-lllricdsicm den Aufstand und verlangt die Bewilligung von 23,7 Millionen Mk. zur Deckung der Mehrausgaben, die auf Anleihe genommen werden sollen. * . .. Abg. Erzberger (Zentr.): ES ist erfreulich, daß mit einer Aufstellung der Au?,zaben nun begonnen worden ist. Wir sind damit einverstanden, daß die Kontrolle weiter durch Stichproben vorgenommen werden soll. Wann wind man mit der vollständigen Abrechnung fertig werden? Gegen die Bestimmung, daß eine Kontrolle über die Materialverwendung während des Krieges nur in „besonderen Verhältnissen" zulässig sein soll, müssen wir uns wenden. Für das Aufstandsgebiet selbst mag eine solche Bestimmung angebracht sein. Aber über das, was man im Heimatland, in Kapstadt und anderswo angckauft hat und was dort noch lagert, müssen wir das Recht zur Prüfung haben. Was will der Staatssekretär denn z. B. mit den 500 000 Unterhosen und Socken anfangen? Es ist eben von der Behörde ins Blaue hinein angekauft worden, da es immer heißt: Behörden irren sich ja nie. Für die Zukunft verlangen wir eine Materialienkontrolle von hier aus bis zum Abnahmeort in unseren Kolonien. Die Begründung der Vorlage macht den Eindruck, daß etwas faul im Staate Dänemark ist. Rechtfertigt das Ergebnis der Prüfung der Ausgaben diese Ten- denz? Wegen 9 Millionen Mark hat man den Reichstag aufgelöst, jetzt aber werden ganz ungeniert 23,7 Millionen Mark Mehrausgaben gemacht. Wo ist die Deckung dafür? Davon ist merkwürdigerweise in der Vorlage kein Wort zu finden. Gerecht wäre es, diejenigen heranzuziehen, die den Vorteil vom Krieg hatten. Tas sind die großen Gesellschaften in S ü d w e st, die man ganz gut mit 20—40 Millionen zu den Kriegskosten heranziehen könnte. Die Deutsche Kolonialgesellschaft, die früher keine Dividende zahlte, hat im letzten Kriegsjahre bereits 20 Proz. Dividende gezahlt und wird jetzt wahrscheinlich 50 Proz. zahlen. (Hört, hört! im Zentr.) Diese bedeutenden Gewinne verdankt sie sicher den Ereignissen in Südweft. Deshalb wäre c5 nicht zuviel, wenn ein Teil dieser Einnahmen zur Tilgung der Kriegsausgaben verwendet würde. Ich beantrage Verweisung an die Budgetkommission. (Beifall i. Zentr.) Abg. Dr. Goercke (Natl.): ' Wir erkennen durchaus an, daß eine einheitliche Abrechnung ohne Trennung nach Rechnungsjahren genügt. Man kann nicht behaupten, daß ein Teil der Gelder in die Taschen der Gesellschaften geflossen sind. Vielfach hat man Gelder an Hinterbliebene von verstorbenen Soldaten zu Unrecht ausgezahlt, und es fragt sich, ob man diese zuruckfordern soll. Jedenfalls muß Aufklärung in der Kommission darüber gegeben werden. Wir nehmen an, daß der größte Teil der Abrechnung bereits erledigt ist, und daß daher der geforderte Betrag von 23,7 Millionen Mark nicht wesentlich überschritten werden wird. Ter Gedanke, die Gesellschaften zur Deckung der Kriegskosten teilweise heranzuziehen, ist nicht ohne weiteres von bcr Hand zu weisen, wenn es sich auch in der Praxis schwer wird durchführen lassen. Dem Antrag, die Vorlage der Budgetkommission zu überweisen, stimmen wir zu. (Beifall b. d. Natl.) Staatssekretär Dernburg: Bei der Abrechnung haben wir schon bisher die Grundsätze befolgt, die jetzt in der Vorlage enthalten sind Wenn der Entwurf nun verabschiedet wird, wird die gesamte Rechnungslegung über den Aufstand noch in diesem Jahre abgeschlossen werden können. Mit den 23,7 Millionen Mark hoffen wir auszukommen. Bemerken möchte ich, daß die Restbestände nicht 500 000 Unter- Hosen und Strümpfe betrag m, sondern einen Wert von 500 000 Mark repräsentieren. Diese Bestände werden allmählich von Marine- und Militärverwaltung aufgebraucht. Ich gebe zu, daß das Gesetz ein Ausnahmegesetz ist. Aber wenn man nicht radikal eingreist, läßt sich Ordnung nicht schaffen. Den Vorschlag, die : - Abg. Ahlhorn (Vp.) r , Auch wir wünschen das recht baldige Inkrafttreten der Vorlage. Tas Reich muß ja auch einmal Ruhe bekommen vor den Petitionen der Gemeinden. An Stelle der Almosen muß ein Rechtsanspruch treten. Ter Entwurf muß aber erweitert werden. Vor allem liegt keine Veranlassung vor zur Befreiung des Fiskus von den Grundstückssteuern, um so weniger, als in manchen Gemeinden der Fiskus der größte Grundbesitzer ist. Abg. Dr. Heinze (Natl.): ' Im wesentlichen sind meine Freunde mit dem Entwurf einverstanden. Das grundsätzliche Bedenken des Abg. Gröber teilen wir in keiner Weise, lieber einzelne Streitpunkte wird ja noch in der Kommission zu reden fein, unter anderem über die Frage, ob auch Militärpersonen wegen der von ihnen veranlaßten Volks- fchullasteu bei der Berechnung der Steuer zu berücksichtigen sind. Abg. Emmel sSoz.): MU einer gesetzlichen Regelung der Steuerpflicht de? Reichs sind wir einverstanden, halten den Weg der Vorlage aber nicht für gangbar. Ten stark partikularistischen Ausführungen des Abg. Gröber stimmen wir nicht zu. Abg. Frhr. v. Richthofen '(Kons.)k Ich halte es für richtig, die Vorlage der Subgelfonmarnon 3U überweisen, die sich ja mit der Materie schon öfters beschäftigt hat. Die Vorlage ist notwendig, damit die sogenannten Not- standsgemeinden künftig in billiger Weise und nicht, wie bisher, bloß nach dem Gutdünken des Reichstags unterstützt werden. In der Kommission wird uns das Material vorgelegt werden müssen, aus dem wir ersehen können, w i e das Gesetz eigentlich wirken wird. Das läßt sich bisher gar nicht absehen. Wir können deshalb einen Monat lang durch die nackteste Wüste, wobei ihm nichts als eine Handvoll Datteln zur Verlängerung seines gequälten Daseins diente. Im Juli 1870 erreicht er sein vorläufiges Ziel Kuba, die Hauptstadt Bornus, und wird vom Scheich empfangen. Von hier aus macht er dann seine gewaltigen Züge und den Tsad- see dis in das gefürchtete Land der Wadai, dessen Sultan er durch seine Kühnheit gefällt, als er ihm zuruft, während alle anderen vor ihm auf der Erde rutschen: „In meinem Lande kniet man nur vor Gott, nicht vor Menschen." Diese Freundschaft des entsetzlichen, blutdürstigen Sultan Ali macht für ihn dieses „Grab der Europäer" zum Garten seines Ruhmes und verhilft ihm zu den großartigsten Entdeckungen, lieber die unerträgliche Langweile weiterer Märsche hilft ihm seine rührende Liebe zu Tieren hinweg; seine Hunde, Affen und Papageien sind seine liebsten Gefährten, deren Tod er schmerzlich beklagt. Durch englische Zeitungen erführt er 1872 von dem deutsch-französischen Kriege und folgt mit ergriffener Spannung den Heldentaten feiner Landsleute. Wie klein erscheint ihm, was er geleistet, wenn er diese Großtaten der deutschen Waffen betrachtet. In Berlin hat er dann selbst die erste Mitteilung von seinen Reisen mit den Worten beschlossen: „Wenn ich hier sehe, was in meiner Abwesenheit von besseren Männern dem Vaterlande geleistet wurde, so blicke ich beschämt auf meine Reifen zurück. Wie wenig es aber auch immer sei, was ich der geographischen Forschung aeleiftet, so darf ich doch sagen, ich suchte auch in diesen fernen Ländern dem deutschen Namen, der deutschen Wissenschaft und deutschem Mute Ehre zu machen!" Als er 1875 nach Deutschland zur-ickkam, glich seine Heimkehr einem Triumphzug. So gewaltig war die Menge der weißgekleideten Jungfrauen, Ehrenpforten, Fackelzüge, Vollsansprachen, daß sie ihm den Seufzer entlockten: „Es ist bisweilen schwerer, aus Afrika zurückgekehrt zu sein, als daselbst zu reifen." Unter den Anstrengungen hatte sich sein Aussehen sehr verändert. In den 10 Jahren, die ihm noch zu leben vergönnt waren, hat er Deutschland Großes geleistet, besonders als Generalkonsul in Tunis und als Kaiserlicher Kommissar in Dberguinea: hier stellte er 1884 das Togogebiet unter deutschen Schutz und hißte die deutsche Flagge in Kamerun. Aber seine Gesundheii war schon untergraben, und so ward ihm ein früher Tod. In Kamerun wurde er auch nach einer vorläufigen Bestattung am Kap Palmas zu dauernder Ruhe gebettet Abg. Dr. Goerckc (Natl.): Der Vorredner handelt leichtfertig, denn er hat seine schwe- ren Vorwürfe nicht beweisen können. Ich mochte ausdrücklich fest- stellen, daß unsere Beamten bei der Abrechnung großen Pflichteifer bewiesen haben. Herr Stolle möge sich in die Rcchnung?- lommission wählen lassen und dort mit uns arbeiten. Damit schließt die Debatte. Die Vorlage geht an die Budgetkommission. ES folgt die erste Lesung der Fernsprcchgebührciiordnung. Staatssekretär Kractkc leitet die Beratung ein. Die Vorlage hat nicht überall Billigung gefunden. Sie entspricht aber den Wünschen der Mehrheit dieses Hauses. Auch in jüngster Zeit ist sie in Vcr- fommjungen und in der Presse abfällig kritisiert worden. Wir sind gegen Kritik abfnlut nicht empfindlich. Aber es ist ungerechtfertigt, lueru gesagt wird, wir wollten den Verkelir erschweren. Wir wünschen im Gegenteil, das; möglichst viel Briefe geschrieben und möglichst viel Gespräche geführt werden Wir wollen nur gewisse Auswüchse bekämpfen. Gewiß, oberflächlich betrachtet, sind die regelmäßigen Gebühren ut ankeren Ländern niedriger als bei uns. Dafür gibt es dort aber viel Extragebühren. Die Vorlage beseitigt nur Die reine Panschgebühr. Damit bringt sie eine Ermäßigung der Gebühren für alle Teilnehmer, die wenig sprechen. Das sind 65 Prozent, während für die restlichen 35 Prozent eine Erhöhung der Gebühren Platz greifen wird. TaS sind aber die Teilnehmer, die ihre Anschlüsse übermäßig benutzen. Gewiß, sympathisch ist mir der Gedanke auch nicht, jedes einzelne Gespräch zu zählen. Aber e5 geht jetzt, nachdem wir einen neuen Zählapparat haben. Die Vorlage bringt eine gerechtere Verteilung der Ausgaben für die Benutzung der Fernsprecher. (Beifall.) Das Haus vertagt sich auf Montag: R e i ch 2 v c r s i ch e. rungSordnung. Schluß 4yä Uhr. " Fördern bekamt ist, hat de Frühjahre 2 Sedajt mcinben Äöyen, jchäjereien gc Kreuzung mit den wurden zu einer £ in diesem Frühjahr ordentliche Vererbt Wuchs, bessere firn teilhait au^eidmei oejammt 133 6tm 30 Mämmtv h Viinbroirtldjflitifm cnibnrlen G'iiifälsi 'Jlnfanfl Juni bi? Fuugvlehweidc in tleibc und des erst ßude Augui! ist e lummer beabstchtigt Ärunde gelegt mit vrozentisch jtirüdw betrag vrozentisch e die Aöcte bei öqr Höhe von ,u Proz woimenen Ziichimc schwere, Form und große Nachtrag »g Marburg 'n Äurhessen noch gehalten wird, hat Gesellschaft an die gerichtet, qclegcntlii l'andwirtschask-Ges >cn abzuhalten. $r Itatf besuchten P, ftrei Vereins Jttäiten zu unters! Ebercitung für bi °urg eine aus bei öon Vogelsberger u S und kirnen Mchatkkanimer, i Prämiie im Schukgebiet befindlichen großen Gesellschaften zur Beitrag?- leistuna heranzuziehen, verstehe rch nicht ganz. Es sind doch so viele Elemente an dem Gewinne beteiligt, daß c-3 ungerecht wäre, nur die paar großen Gesellschaften heranzuziehen. (Abg. Erz- berger : TaS sind die reichsten!) Ja, nur die Reichsten zu besteuern, daS toire ja sehr schön '— rch. würde dann nichts zu zahlen haben (Groß: Heiterkeit.), das geht doch aber wohl kaum an. In der Praxis wird sich das wohl lanm 'durchfuhren lassen. Jedenfalls sehe ich aber den Vorschlägen, die wohl in der Kommission genauer gemacht werden dürften, mit Interesse entgegen. Abg. Stolle (Soz.): Natürlich können im Kriege auch Gegenstände weglommen. Hier aber fehlen Millionen. Ter Staatssekretär scheint der Materialverschwendung ziemlich gleichmütig gegenüberzustehen. Es ist unerhört, wie in Südwestafrika mit dem Gelde^ der deutschen Steuerzahler gewirtschaftet worden ist. Auch mit Stichproben dürfen wir uns nicht zufrieden geben. Man will mit dieser Vorlage einen Schleier decken über Tinge, die daS Licht deS Tages zu scheuen haben, man will d e m B e t r u g e , de r tut weiten Umfange am Reich bcr übt luorben i st, nicht nachgehen, sondern mit dem Mantel der Liebe zudecken. (Unruhe.). ^instwetlen mir erklären, daß wir fm Prtnztss mit der Vorlage einverstanden sind. Abg. Donderscheer '((Hf.): ' Nicht aus politischen, sondern lediglich au5 gesetzeste'chnischen Gründen muß Slsaß-Lothringen im Rahmen dieser Vorlage eine ganj besonders geartete Behandlung erfahren. Abg. Dr. Neumann-Hofer (Vp.): - Zunächst muß das Gesetz einen anderen Namen bekommen. Unter einem Reichsbesteuerungsgesetz stellt man sich doch ein Gesetz vor, das die Besteuerungsgrundsä^ des Reichs regelt, während hier das Reich Objekt der Besteuerung ist. Im übrigen wahrt die Vorlage die Interessen der Einzelstaaten durchaus. Was soll man dazu sagen, daß die preußische Eisenbahnverwaltung heute den Kleinstaaten direkt sagt: wir bauen eine Bahn nur dann durch dein Land, wenn wir steuerfrei bleiben. Das ist nicht gerade 1 besonders freundlich und muß geändert werden. (Zustimmung links.). Rechnung toar ger^t, Eft denn er Hai seine schive- i möchte ausdrücklich feit. 'Einung großen Pflicht- ■ sich in die RcchnungS- ms arbeiten. : Totlage geht an die ZHD 'S" «LiLL : 1 «'"gegen. ^eiiftänb, h, , jNefreiär K'NiNen. *'9 ßegenüA.Z der 'Ml bem Cn Mi. 'Vn* c!öc bet 'en. ®0>" Stich, iS«-?» MKiK ' iUbctfen. urgt 78.cIHo4en L? üÄ ?*•» w. ’Ä^r ,$®«k Ürb? ,/ « babm häth, roe er emo solche 9?fh, Dar'tMng ^ciie t- (N^C" ».): flogen die fiolo. Ä y um ein «(113, ölc Nachforderung nicht "Jiefiiinö dec Gesellscha>. Draunschtveig. ’ ybee zur TuttMhtllr.g bnnng. icttc |trt nicht überall PiTligiing Wünichen der Mehrheit jeit ist sic in Bcc- ’ällitt Miniert morden. inblid}. äbtr es lit un- iol! le ii ben üWriir er- asj möglichst viel Briese geiübrt werden DK >e!ämvien. GewK, isch ’lt •eine Geshräch zu zahlen, neuen «.ählavparat W Verteilung der Ausgaben ^Beifall.) ila8: R-s-lft'dcn'i-hr' chcn nut dtt ^ö^Mtigsle 2 an!cn OandeS ungelfinb." fjlicbrneu TulWJ * . »*s**5. '■ft?« -t'tverden Tann! 'K'tc~bJin bieiev^ tos Tauienoe 'n._ intcrt)i^ ^^'k>Misch^o^??en°8 t) Der ^2 vcrb-nden >-^ !N vt 01y r ru^^selsbübl a"1,18«- lNdshut, ''^ jiitonlfl« J J( yugult-, ^lirau^' v am b" ,, .ijj: ä Kunst u.-ÄgMgy' Äßnchcncr £ (1Prq Ivtll v 'lör>- J ya6,‘ cd, LtM^hal x lgcr LÜJlUj LUlHi Zell: MCacao^s Ein labe frank :::: '.SSIifiak Meteorologischeveodachtungen der Station Gießen. Wetter 4 W 752,1 Frankfurter Börse, ; . 112.80 3' 111.75 109.80 Berliner Börse, IG. April. A.ifa,ii?sxvn. . . 183.20 Cauada E. B. . •i 16. April, 1.11 Uhr. Elcktriz. LaLmeyer . 8otuienfd)cin Bew. Himmel Sonnenschein 12,8 9,7 8,5 April 1910 100.20 98.50 95.55 65.10 66.90 100.25 98.40 94.90 4° 4°, 3°< 4', 4' 4°Z . 133.70 . 250.10 . 93.20 . 159.10 Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C.**. Dresdner Bank . .^« Tendenz: fester Hurpeuer Bergwerk . Laurahütte .... Lombarden E. B. . Nordd. Lloyd .. . itzenhaufen usw., gemacht habe», waren überrascheiid, indem es durch die enge Berbiiidung der Landgemeinden mit dem .streiszentrum gelang, eine Reihe osf'ener Stellen nachzuweisen und diese mit Einheimischen zu besetzen. Bei weiterem Ausbau der Arbeitsnachweise auf dem Lande können diese somit ein wichtiges Zn- strument einer auf gesunder Basis beruhenden H e i m a t v o l l t i k werben, namentlich dorr, wo daneben noch die Dolksbildungs- bcstrebungen, die den Bedürfnissen des Landes Rechnung tragen und heimische Art und Sitte fortznbilden suchen, Förderung erfahren. Gleichzeitig kommen diese Bestrebungen auch dem Z It ter e s s c der Landwirtschaft entgegen, die mit Arbeitskräften verforgt werden soll und auch fteyt schon in n e n n e n s - Werlern Umfange von den ö f f c n t li ch e ii^ Arbeitsnachweisen tatsächlich v e r s o r g t w i r d. Fetzt bet dem Beginn der F i ü h i a h r S a r b e i t e n sei deshalb auf die Etn- ^chtungen der öfientlichen Arbeitsnachweise hingewiesen ^und deren Benutzung empfohlen. Kostenlose Vermittlung, ^ggel bachern mit einem Elmsteiner gewettet, daß i n n erb a l b dreier Tage vier Häuser abbrennen würden. Xie vier Häuser brannten zu einem großen Schutthaufen nieder und der Elmsteiner hatte die Wette verloren. Diese, Sehergabe kam der Staatsanwaltschaft verdächtig vor, zumal Asel in der Nacht vor dem Brande eine Reihe von Sachen aus dem Haute geicham hatte. Diese Sachen hat Asel bei einer Bersichcrungsgeselltchaft als verbrannt angegeben, um die darauf ruhende Verficherungstunune zu erhalten. Im Laufe der Untersuchung mürbe daher die An klage gegen Aiel wegen Brandstiftung auch auf Verucherungs betrug ausgedehnt. Fn der Verhandlung bestritt der AngeHagte jede Schuld. Die Zeugenvernehmung gestaltete sich überaus schwierig. Fast alle Zeugen bequemten sich erst nach einem sehr eindringlichen Hinweis auf den geleisteten Eid dazu, auszufagen, jedoch waren die Aussagen in den weiften Fällen belanglos. Einige Zeugen wurden wegen des Verdachts der Beihilfe nicht vereidigt. Tie Ehefrau des Angeklagten verweigerte ihre Aussage. Tie Geschworenen hielten die Anklagevunkte nicht in allen Fällen für hinreichend erwiesen und sprachen ihn daher nur des Versicherungsbetruges schuldig. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten darauf zu einem Jahre Ge - r ä 11 n n i ■>.___________ Lustschisfahrt. Zu dem Umbau des „Z. IIP' äußert sich, dem „Tag" zufolge Dr. Hugo Eckener, der Mitarbeiter des Grasen Zeppelin, in einem in Stuttgart gehaltenen Vortrage wie folgt: „Tic Geschwindigkeit des „M. HI", von dem neuerdings so viel Wesens gemacht wird, sei eine sehr zweischnei" dige Sache, solange man nicht wesentlich sparsamere Motoren hätte. Man soll h^ute eigentlich über 15 Sekunden metcr nicht hinausgehen; natürlich wisse man das in Berlin auch. Tie Gründe, weshalb in Berlin dennoch ein so starker Wert auf große. Geschwindigkeit gelegt werde, seien un; bekannt. Es dürfte doch als ausgeschlossen betrachtet werden, daß man mit dem „M. III" mir eine Art leistung beabsichtigt habe; bemerkenswert sei jedenfalls, daß man in Tegel und Friedrichshafen noch g an z v e r - schiedcne Wege gehe. Der Traht zwischen beiden Lus^ schjffzentrcn funktioniere augenscheinlich immer noch nicht so recht. Man lyättc es in Berlin in der Hand gehabt, das Luftschiff „Z. III" auf Grund seiner enormen Tragkraft in jedem gewünschten Sinne auszubauen. Man baute in Friedrichshafen natürlich auf.die Dauerfahrt und holte sich die Ablehnung wegen zu geringer Eigcngefchwin- digkeit. Tic Militärbehörden wissen ganz genau, ivas ftc wollen, nämlich den „Z. III" nicht a b nehmen/' LlngcsanSt. .Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik fteheuden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber tcinerlct Verantwortung.) Auch eine Erziehung z u m Patriotismus. Auf dem Trieb hielt der Kaiser mit Gefo.ge und nahm tue Parade über unser Gießener Regiment ob. Auf dem Wege :var er von dem Volke mit ivcuöiqem Zuruf begrüßt worden, und nun drängle sich die Aienge bis l.art an die Absperrungslime. Wir standen am Rande des Triebs, ctiva in der 'J itte zwischen Schützenhaus und der Straßengabelung. Leute vom -anb dabei; Läler deren Söhne vielleicht beim Regiment dienen, funge ~eute, denen' die Militärzeit noch beoorftebt: alle aber in ieillicher Erlegung und alle begierig, möqlicbft deutlich und flciian ihren Kerrscher zu sehen. Doch das Auge des Gesetzes ivacht mich darüber Hart -vor uns ritt ein Gendarm in lebensgefährlicher Rahe die Postenkette auf und nieder; mit finsterer Miene verlangte er, die Alenge solle zurückgehen. Wenn das nicht geschehe, w e r d e' e i n g e h a u e n werden. So wird m Gtetzen MS Volk begrüßt, das seinen Kaiser sehen ivill. Ist die Gievener Bevölkerung so roh, so impotriotifd), so ge'ährlich, daß inan ihr mit der Waffe drohen muß? Tas ist geradezu emo Beschunvwiig des kaisertreuen Volkes. Es sollte mich nicht wundern, wenn durch solches Vorgehen mancher m seiner loyalen Gesinnung wankend würde; auch die sozialdemokratische Agitation wird daraus Stutzen zu ziehen wissen. Inwieweit trifft <ür einen so schneidigen Herrn der Titel Sicherheitsbeamter zii, wenn durch ihn selbst die harmlose Aienge an L'cib und Leben bedroht wird? Hosientlim erfolgt llntersuchung, v' Spielplan der vereinigten Jranffurter Stadttheater. Opernhaus. Montag den 18. April, abends ’/.8 Uhr: „Die geschiedene Frau." Dienstag den 19. April'): „Tiestand" Mittwoch den 20. April geschlossen. Donnerstag den 21. April. „Garmen. Freitag den 22. April: .Gimtram.'' Samstag den 2«,. AprU. .Hoffmanns Erzähluiigen.' Sonntag den -4. April. „ Jiba. Montag den 25. April, abends 7*/3 Uhr: „,>encr5not." ÜMinrab^ Herr Femhals als 63oft.) Dienstag den 26. April: „ora ^iapolo. Mittwoch den 27. April, adeiids 7',, Uhr: tf©alomc, (Salome. Mine. 2lino Ackle als Gast.) Schauspielhaus. Montag den 18. April'): „Hans Lange." Ttenstag den 19. April: „Die schöne Mirjam." „Heiße Liebe." „Ter fchlechte Rui." Ter Arzt seiner Ehre." Mittwoch den 2l>. April: „Zohanms- feuer." "„Ter Älrzt seiner Ehre." Donnerstag den 21. April: ,,-^te Jungfrau von Orleans." Freitag den 22. April: „Kabale imd Liebe." Samstag Öen 23. April: „Ter dunkle Punkt Sonntag den 24. April, nachmittags 3'/., Uhr: „Ter dunkle Punkt. Jbeiibö 7 Uhr: „Tie schöne Mirjam." „Heiße Liebe." ,,-tcr flechte Ruf. „Ser Arzt seiner Ehre." Montag den 2o. April: „ ~e^ Piarrers Tochter von Streladoi'." Die.istag Öen 26. April: „Tte Rampe." Mitliooch den 27. April: „Herodes und Martamnc." (Alariamue: Irene TriefchZ *) Anfang, wenn nicht anders bcinerkt. abends um 7 Uhr. Canöwirticbaft ' Förderung der S eh a f z »ich t. Wie in Züchterkreisen bekannt ist, hat der Landivirtfchaitskammer-Ausschilß im vorigen Frühjahre 2 Schafböcke aus England eingeiührt und in den Ge> ineinöcn Göt> en, Schotte n und B 0 benhausen öteiiim* Schäfereien gegründet. Besonders ausgewählte und zur !sirei>zung mit de>i englischen Eotwoldsböcken geeignete Mutterschafe wurden zu einer Herde vereinigt, von den Böcken gedeckt, und, die w diesem Frühjahre geiallenen Nreuzungslammer zeigen eine a»ißer- ordeniliche Vererbungskra't der Böcke, indem sie sich durch größeren Wuchs, bessere Knochenstärke lind reichlicheren Wollbesatz sehr vorteilhaft auszelchneii. Von den nc»'nüencn Lämmern wurden ms- gesammt 133 Stück zur Weiterzuchl bestimmt und gekennzeichnet. -10 Bocklänimer hiervon werden nach der Schur durch den LandivirlschaitSkammer Ausschuß von den Züchtern zu den vereinbarten Einheitspreisen nnffletanit werden und sollen von ^lnfanq Funi bis Mitte 2lugiist mit ihren Muller» auf der mngviehweide in Lauterbach unter Verabreichung einer guten Weide nnb des erforderlichen Kraftiutters weitergehalten lverden. Ende Augilst ist eine öffentliche V ersteiqer u n g der Bock- lamm er beabsichtigt, bei ivelcher ein mäßiger Durchschnittspreis zu ttzrunde gelegt wird, bei dessen Ueberschreliung der Blehrerlos vrozenlisch zurückvergütet und bei dessen Umerbietunfl der Fehlbetrag vrozenlisch erhoben wird. Die Gemeinden und Scha'ereieu, die Bocke bei der Persteigerung erweichen, erhallen Zuschüsse m Höhe von 20 Proz. der Stcigpre:se. Du es mit Hilft des so gewonnenen Zuchlmaterials möglich ist, da? Landschai in ftörper- schwere, Form und Wollertrag ivesentlich zu verbchcrn, ist eine große Rachfrag nach den Schaiböcken zti crivnrten. a. Bi a rb ur q , 17. 91pril. In Anbetracht des Umstandes, datz in Muibch'en noch vielfach an der althergebrachten Tracht fest- qehaltcn wird, hat der Vorstand der Detttschen Landwirtschafts- Gesellschaft au die iandwirtschaftlichen ftrcisDerctnc das Erfiichen gerichtet, gelegentlich der nächstjährigen Ausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Kassel ein kurhesslschcS Trachtenfest ab,Inhalten. In einer gestern in Fr onhau) c it ab gehaltenen stark besuchten Versammluitg des L a n d w i r t f cha f t l i ch e n Kreisvereins Biarbnrg ivurdc beschlossen, diesen Plan nach rträitcn zu unterstützen. Die Versammlung beschloß ferner, als Vorbereitung für die Kasseler Ausstellung am 25. Mai m Marburg eine auf den Kreis Marburg beschränkte Ausstellung von Vogelsberger und Simmentaler Rindvieh, sowie von Schafen, Ziegen und Schweinen zu veranstalten. Aus Mitteln der Land- wirtschaftskammcr, der Vereine und des Kreises stehen rund 1740 Mark für Prämiicrungszwecte -.uv Versügnng. Höchste Temperatur am 16. bis 17. April Niedrigste , , 16. , 17. °/o Konsols v".. do. Hessen jn Oberhessen r-.- Stück 0,80-1,80'Dif., Gänse vr. B'd. 60-70 Pi., Önten vr. fetUtf L» Ms 2,20 TiL Ochfeufleisch pr. Pid. 76-«4 Ptg^ Kuhsielfck) pr. Pfd. HO Pta., Riudsieisch pr. Pfund 70-74 Pfg. Schweinefleisch vr. Piund 80-96 Psg., Schwenieflesich. gesalzen pr. Pfd. 96 Psg., Kalbfleisch vr. Pfd. 80-84 Plg., Hammelfleisch pr. Pfd. 60—84 Pig. Kartoffeln vr. 100 Kg. 5.oO—o.OO In, Ur. 9,00—10,00 TUL, Aiilckf per later 20 Pig., iürf 10-15 Pig., per Zentner L'ck. O.SO-O^ Aep cl perZk. 10—18 IHL, Birnen per Ztr. 10—lo Mt. ’Dhdic 100 etud 40—oO Big., ver Ztr. 0-00 Alk Aiarktieii von .—1 Uhr. 17. 2743,4 1 17. 9«' 747,8 Teil- Ehocolade tinköslI.Genuss Statt besonderer Anzeige Giessen, den 17. April 1910. 2302 (D18/« Der Rektor der Großberzoglichen LandeZuniversität. Kapelle des neuen Friedhofes aus. 2299 Knüll. sagen wir unseren aufrichtigsten Dank. 2313 bestimmt statt. (2297 Gießen, den 21. März 1910. B18/* Fritz Rosenbaum Löwengasse 20 Telephon 692. versteigert: 2274 ■ Lagerplatz oder Halle D18/t zu mieten gesucht. Schristl. Angebote unt. 2293 an den Gieß. Anzeig. erb. Eingetragene Schutzmarke Walltorstrasse 5 1138‘1 Telephon 322 fertigt bei (2068 (a7/< ä eföaarflecfifen II. Tichy, Seltersw. 43, Irrte der Goetheitrane. Auf Wunsch der Entschlafenen wird höflichst gebeten, von Blumenspenden und Kondolenzbesuchen abzusehen. Die Beerdigung findet Mittwoch den 20. April, nachmittags 4 Uhr, auf dem alten Friedhof in Giessen statt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Br. S. Fertig, Geh. Medizinalrat in Worms Dr. J. Haberkorn, Medizinalrat in Giessen E. Haberkorn, Forstmeister in Alsfeld. ein ver- 2284 be- Sk trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, Darmstadt, den 18. April 1910. In allen Grössen und Farben vorrätig. Alleinverkauf für Gießen und Umgegend bei Saatkartoifeln in verschiedenen Sorten empfiehlt i K. Sier, Tamslr. 18. Jubiläums-Stipendium der Gießener Kaufmannschaft. Aus der Jubiläumsstiftung der Gießener Kaufmannschaft Born, Gerichtsvollzieher in Gienen. Lttgelmg vvli KauaMmsarbeitk!!. Die zur Herstellung der Kanalisation in der Unteren Bahnhofstraße zu Leihgestern erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Angebotsunter-' lagen liegen auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten offen und können Angebotsvordrucke daselbst käuflich erworben werden. Die mit entsprechender Aufschrift versehenen Angebote sind postfrei bis Dienstag, den 3. Mai l. I., vormittags 10 Uhr, bei dem Unterzeichneten einzureichen, woselbst die Eröffnung stattftndet. Freie Auswahl bleibt vorbehalten. Zuschlags- frist 3 Wochen. Der Großherzogliche Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. I. V: Knoll. sagt der bekannte und angesehene Chemiker der Seifenindustrie, Herr Dr. C. DE1TE in Berlin, daß es sehr große Waschkraft besitzt, größer als Seife oder Seife und Soda, ohne dabei die Wäsche mehr anzugreifen. MInl0S’schss Waschpulver ist daher das Beste, was zum Waschen von Wäsche verwendet werden .kann; es schont das Leinen in denkbarster Weise, ist billig und gibt blendende Weiße und völlige Geruchlosigkeit. Das 1 Pfund-Paket kostet DUI* 25 Pfennig. Za haben in Drogen-, Kolonialwaren- und Seifengeschäften. Eiigros bei L.Minlos D Co., Köln-Ehrenfeld. derBcftattungsgenosfeuschaft i . der freien Schreiuervereiuigung Gießen A stimmt versteigert. 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Nachdem fic Zuckers Patent-Mcdizinal- Scise angewendet hat, fühlt sie üdi ivie neugeboren. Fn drei Wochen waren die Flechten beieitiyt. Zuckcr's Patent Medizinal-Seife ist Tausende wert. E. W. in L." ä Sick. 50 Pf. 11 ä' ,ig> u. 150 M. (35'Vuin, stärkste Form). Dazugeh. Zucko-d Ereme 75 Pfg. u. 2 Mk., ferner Zukk^h-Scifc(mild>50Pf. U.1.50M. In der Univerntäts-, Engel- n. Hirsch ülvotbckc, bei Ang. Noll, E. Seibel, W. §lilbingcr und Otto Schaaf.isF u Wagen und 1 Badewanne steigert werden. 1 Schreibmaschine wird Das Abladen und der Einbau von rund 12000 cbm Boden- massen sür die Erweiterung des Bahnhofs Wetzlar soll verdungen werden. Angebotsmuster liegen im Bureau der Bauabteilung zur Einsicht aus und können für 1,50 Mk. (porto- und bcstellgeldsreil bezogen werden. Die Angebote werden am 28. April, vormittags 12 Uhr, fleönnet. Zuschlagsfrist: 8 Tage. [D18/< Königliche Eisenbahn Banabtetlung Wetzlar. ■ zz garantiert nichtrutschende uA0B3 =Kinder-Söckchen= ” ö Gesetzlich geschützte Neuheit. Xistrltzer Schwarzbier der Fürstlichen Brauerei Köstritz empfiehlt H. Heyne, Biergrosshandlung Giessen VergkbMg non Wasserlkitilllgserbeitell. zur Berlängertlng d»r Wasserleitung in der Bahnhofstraße zu Ettingshausen erforderlichen Arbeiten unb Lieferungen sollen öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 24, zur Einsicht offen, woselbst die Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen und postfcei bis Dienstag den 3. Mai 1910, vormittags 10 Uhr, einzureichen sind. B'8/< Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 14. April 1910. Der Großherzogliche Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. |ilÄ«l,Üar U! Die heutige Erlist ® SI8W&1 litlergebtm”1 ,,r hörig-" «tagj stört, wobei Soldaten zu den fick diele >n erster ÄchangB W 93 Millionen Emu ijot Taß aber dre ervor,daß SmM schiffe nach W« dangen tjr, nicht t -t^ihloitsstationen Än Gegen lautet nur, baß der Soldaten abgesmd schm Beamten auß an ihrem Sehen jetzige Lage also ähnlich. Tie M die in China bui suchen sich zum MissionsMstallen nalen und teilwe sind. Mer über der jetzige Ausst, die fremden Ä lange im China' reichen Geheimgi Parole: China gleichzeitig und) die bieje fremden .--anbei unb &nfh Sine foldje lri (ine einzelne Pro, jährlich. Wer das Unruhen so bedenll uicht in der Lage i sondern, wie schon auswärtigm W wagte sie cö uich mal nicht wagen, Helfer zu stellen, noch weüer zu ei sichtlich eine zwe auswärtigen Mac! i^en zu landen, u Provlnzen werden Iffche Reich Don d und daß man sil öenlralregieruna: und Nationalität nust otten müsse. sind natu N>eW^M, Schirme werden repariert sowie neu überzogen, wvzu große Auswahl W Stoffe auch farbig u. m. bunten Kanten. (C18/4 — Fachkundigen Rat. — Casseler Schirmfabrik, Giessen, Seltersweg 9. Todes-Anzeige Sonntag morgen 11 Uhr verschied sanft nach kurzem Leiden unsere liebe Mutter, Grossmutter, Urgrossmutter und Tante Frau Marie Hreuter. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Medebach Familie Sfiartmann Familie Woeäke. Giessen (Schiffenberger Weg 67), Cöln, Danzig, Berlin, den 17. April 1910. Die Beerdigung findet statt: Dienstag nachmittag 4 Uhr von der Für die SCHULE Knaben-Anzüge, regulär gestrickt, das solideste und praktischste in all. Größen Knaben-Sweaters von 5.— M. bis 1.50 M. in reich. Auswahl Schulstrümpfe, reine Wolle, 1.50 M. bis 75 Pfg. Schulschürzen, alle Größen, 1.75 M. bis 75 Pfg. Tellermützen, solides Fabrikat, 3.25 M. bis 75 Pfg. Knaben-Mützen. neueste Formen, 3 — M. bis 1.— M. Turn-Hosen in allen Größen , üaruii ,a.m Wtag a Wriung des Leuts ,-Wn, um einen * '!!,n N ÄW -cnirf) i Älllen s? ^ne c ®art man b#i xJ nls ; :c,1^llen.eril •if.ic der tznso,'A°s. Tas 1-h ' erklär Gegeben KZZ braucht W «"Sä Versteigerung. Samstag den 23. ds. Mts., nachm. 3 Uhr, werden im Pfandlokal, Seltersweg 11, versteigert: 2 Kassenschränke, Schreibtische, Sofas, Kommode, Schränke, zwei Pianinos, Uhren, Tische u. a. m. Giegen, den 18. Avni 1910. (*w0 Johann. Gr. Viandmeister. Dienstag, den 19. d. Mts., nachm. 3 Uhr, werden Kaiser Allee 13 meistbietend gegen Bar Heute nachmittag entschlief sanft nach kurzer Krankheit im 89. Lebensjahre unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter Frau Caroline Haberkorn geb. Langermann Witwe des Grossh- Forstmeisters Dr. Karl Haberkorn. Eine große Partie Blatt- und blühende Pflanzen, niedere Rosen, Sträucher etc. Versteigerung ganz bestimmt. L. Altbofl, Konkursverwalter. Bersteigerung. Dienstag, den 19. Avril lsd. Js., nachm. 3 Ubr, sollen im iiädt. Psandlokalc Seltersweg 11 dahier die wegen rückständ. Gemeindesteuern gepfäild. Gegenstände, Möbel aller Art, Sofas, Schränke für Metzger, 2301 für Hotels, für Private zu bill. gestellten Preisen W.Bürbeck, Neuenweg 18. Prima Aexselwein 11. Hcidcl- ~ ärztlich enlpfohlen, vuUVuU I3fach prämiiert — offeriert bei billigem Preise, Un- bckanntculnur geg. Nachnahme, Fr*. Köhler, Küfermeister, Zell, Kr. Alsfeld (Oberheffen). (2310