Ein neues Gedicht von Goethe. Gedicht und Jeew heißt: Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, Im grünen Laub die Goldorangen glühn. Ein sanfter Wind vom blauen Simmet weht« Tie MyNhe still unD froh der Lorbeer steht. Kennst du cs wohl? Tahin! dahin! Mögt ich mit dir, o mein Geliebter, ziehlü Dcut?ches Reich. Wie die „Nvrdd. Allg. Ztg." mitteilt, fand beim Reichskanzler und Frau v. Bethmann-Hollweg am Dienstag abend ein Diner statt, zu dem auch der Kaiser erscheinen sollte. Zu diesem Tiner haben u. a. Einladungen erhalten: Generalfeld-^ marsch-all Graf v. Häseler, die königlichen Staatsmiuister Graf zu Eulenburg und Telbrück, Fürst v. Tonnersmacck, Staatssekretär, Krhr. v. Schoen, der Präsident des Reichstags, Graf v. Schwerin-- Löwitz, der Unter staats, ekrekär im Ministerium fürElsaß^Lothrmgen, Mandel, Unterstaats, ettetär in der Reichskanzlei Wahnschaffe, Professor Tr. tzarnack, Oberbürgermeister Adickes, der Direktor der Deutschen Bank v. Gminner, der Kommandeur des 1. Garden Tragoner-Regiments Königin Viktoria von GroßbritMinien und Irland, Oberstleutnant v. Bärensprung, die diensttuenden Flügel- ad jutanten, Oberstleutnant v. Friedeburg, Hauptmann v. Caprivi, Polizeipräsident v. Hertzberg und Oberleutnant Graf v. Hohenthal. Ter Großherzig und die Großherzogin von Baden trafen am Dienstag von Schloß Hohenburg kommend um 2 Uhr in M ünche n ein und stiegen im „Bayerischen Hof" ab. Tas Großherzogspaar war beim Prinzregenten zur Tafel geladen. Später erfolgte die Abreise nach Karlsruhe. Ter Landesausschuß für Elsaß-LvthringeK- sprach sich am Dienstag einstimmig für Bereitstellung eines Kredits von 120 000 Mart aus, um im Jahre 1913 ine Deutsche Landwirtschaftsausstellung in die Reichslaude zu bo- kommen. Ter Bürgermeister von Straßburg, Dr. Schwander, dat dabei die Entscheidung zwischen Straßburg und Metz als Ausstellungsort, weiche beide Städte sich darum beworben, der- S-eut|d)en Landwirtschafts-Gesellschaft zu überlassen. Zosephi-Wallsahrt. U. M ünchen, im März. Tie frischen jungen Palmkätzchen, die unter der leuchtenden Februarsonne erwacht sind, scljaudern ängstlich zusammen unter Sdineewehen und schneidendem Wind. Und ein düsterer Himmel predigt Einkehr zur Buße. Tas Gefühl der Vergänglichkeit regt sich mit ernsthafter Bkahnung und fordert einen besonderen sriout. Vorbei sind die eitlen Spiele des Karnevals, vorbei auch des Salvators köstliche Feiertage, und hilsejlehend sucht das Herz nod) einer neuen Labung, die zu hem frommen Zwecke gleichzeitig des Leibes Äkotdurft und Nahrung beschaulich dnreue. sie Wallfahrt nach Wtötting, wo in der reliquienersullten Kmxlle die Herzen der bayerisäxn S^nidjee in silberner Kapsel bewahrt werden, scheint zu weit, und eine letzte Zu lucht muß, doch dem, s» quälten Menschen bleiben für etwaige Anwandlung^ zukünftiger Sündhaftigkeit. Aber die irdischen Gebresten des Nachwinters heilt zuverlässiger Andechs, das weltberühmte Klost^^auf der lneiten Höhe zivilchen dem Ammer- und Starnberger,«, wo am 19. Marz, dem Josephustag, em besonders wertvoller Ablatz gewahrt und im stillen Braustübel ein ebenso besonders heilkräftiger Drunk ver- der klare, fvrellenreiche Kienbad, mit leichten Sätzen über moosbedeckte, mächtige Steine herabhüpft. Nwch grünt kein frisches Laub an den Zweigen. Nackt und kahl strecken sie sich ins Weite. Zwischen verkümmertem Unterholz scheinen wie eine gleichfarbige hellbraune Tecke die gefallenen Blätter vom vergangenen Herbst hervor, als ob auch Blutter Erde das Pilgerkleio dec Kapuziner ,ick) anlegen wollte, teilnehmen an der schwermütigen Wallfahrt. Aber das Leben siegt. Wie m den Bäumen schon die frühlings- ahnenden "Vögel lustig ihr Lied pfeifen, und die Amsel dem heim- gekehrten Star beridftet von ihren Geschicken wachend des Winters, wie die Rehe schon ihren Winterpelz abwerfen, den wir an ihren gewohnten Ruheplätzen finden, folgt dem Zug der Brüder ein Wagen lustiger Musikanten mit Brummbaß und Fiedel, mit Trommel und Horn. Nicht im heiligen Frieden des Klosters dürfen sie ihre loeltlichen Weisen erklingen lassen, aber in den Wirtshäusern des unten am Berge liegenden Dörfchens. Schon üoer ein Jachtausend liegt das Kloster dort droben auf seiner Höhe, die eine freie Aussicht bietet über die Hochebene, hinter der in einer schmalen blauen Zackenkette die Berge den Himmel streifen. Vom Wendelstein zum Algäu, von der Benedikten- w and zur Zugspitze konnten schon die alten Grasen von ^Andechs schauen, die außer den Grafen von Bogen zu den ältesten Tynasten Bayerns gehörten, lange vor den Witle^oachern, und sogar lange iwd) vor den Einfällen der Hunnen, deren Macht auf dem nahen Lechselde in blutiger Schlacht gebrochen ward. Nack) dem Aussterben des Grajengeschlea-tS kam Andechs an den Orden der Bene- oittrner. Tas jetzige Kloster ist eine Zusammensetzung mehrerer groter Bauten aus späteren Zeiten, auch die prunkvolle Kirche mit ihrem Schmuck nur die üblidje Wiederholung einer überladenen Barocklirche front Ende des 17. Jahrhundecks. Was fron alten Zeiten gerettet wurde, auch prähistpri,che Altertümer, wahrt ein kleines Museum, in welches ein freundlicher Bruder geleitet. Öier möge die „Wallfahrt" solcher enden, die ohne Buß- uiid Bierzweck einen fr-ohm Tag iern von der Großnadt verbringen wollen. Aber den Trunk im Brirnjtübt und den cujlcn „Klosterkaas" mögen sie trotzdem nicht cergeiien. Was im Baedeker steht, hiermit jeis ordnungsgemäß bestätigt: „Gutes Bier!" In der Urform von „Wilhelm Meister" findet sich ein neues von Goethe, ein Monolog aus einem Schäferdrama: Mischer Bei,all auf allen Seiten mit Ausnahme eines Teiles der Rechten.) „ ., , , ., r , Im weiteren Verlaufe bemängelte Purschkewitsch (äußerste Rechte) die Auslandsbesuche von Dumavertretern und die Besuche von ausländischen Parlamentariern ftn Petersburg und erklärte sie für unzulässig, denn sie hätten den Zweck, in Rußland die konstitutionelle Idee zu festigen. Die monarchistischen Organisationen würden dergleichen Kundgebungen nicht zulassen und im Falle der Wiederholung in Telegrammen an die ausländischen Regierungen Widerspruch erheben. (Lauter Beifall bei der Rechten und Gelächter auf der Linken.) Darauf wurde der Antrag auf Schluß und em vom Berichterstatter betreffend Finnland eingebrachter Antrag angenommen und zwar mit den Stimmen der Rechten und Nationalisten gegen die Opposition und die Linke. Desgleichen wurde der Haushalt des Ministerium des Aeußeren genehmigt Ausland. Aus Wien wird gemeldet: Sie Konferenz bet christlich-, sozialen Reichsräte und Landtagsabgeordneten erklärte einstimmig den Prinzen Alois Listen nein zum Parteicyes Der Eyri,t- licy-Soziacen. Handelsminiftet Dr. Weitzkirchner erhärte: Die Christlich-Sozialen wollten in sester Treue und Freundschaft zujammenljalien und würden sich hüten, eine spezielle Berufspartei zu werden. Die Treue zum deutschen Volke solle nicht hindern, gegen andere Nationen Gerechtigleft zu üben. Die Partei sei und bleibe eine Voltspartei im besten Sinne des Wortes, fußend auf den Grundsätzen der christlichen Weltanschauung, in welcher alle ehrlich aroeitenden Berufe und Stände ihre sicherste Stütze fänden. Die nächste Aufgabe sei der Ausbau der Organiiation der Partei in Wien und in den Kronländern. — Die Versammlung beschloß, die Rede Dr. Weißkirchners als Proklamation an Die Wäistericyaft zu veröffentlichen. Das österreichische Abgeordnetenhaus setzte die Verhandlungen über die Errichtung einer italienischen Fakultät fort. Der Unterrichtsminister trat für die Errichtung A^d-chj« Sta ist schon zu. bet Seit, als b.e Amme-1«- b-chn noch incht ging, ein nach hinget W-nüenmg gern begehrter Trunk geUen, den der echte SUltocventr mmd-Mns eumml all. jährlich an der Quelle P®burt Haden much und die Zahl i« (Sian?, bie durch das romantudst Kiental nach dem Beige zieht, hat an schonen Soinmertagen sck>on an zehntau,end betragau Sa tobt dann wilder Kampf um den Bentz eines Karges, dev ganze Berg ist nach allen Richtungen mit Men,chen bedeckt, und fürchterliche Reste sprechen noch monatelang e^e idjawi^mn geruchvolle Sprach iwer jene Emfalle A^r LEtag von Andechs, das ist der Jo.ephstag, der 19. 2a Men die BruderiaMjLen nut Pilgertieio, Muiaelftav, die gwtze ^paii fahrtsfahne zu Sixien mühielig daher, ch.eppend, bmi Eiligen Berge entgegen, fron dessen Spitze tie.tr U^enuang wen herab- tönt m die sündigen Taler. Uno deimftvolie ^oimnigleit ruht auf den schmalen, viasieil Wangen zemen stack unablässig den Rosenrranz aboeten. ^lt, - d dem Auge, das von einem der Keinen den wuwverovgenen Testen der Tannen und Dem Gewirre Der I In tiefen Schatten heißet mich willkommen, Hier fühlt die Brust sich weniger beklommen, Du stiller Teich, du Baum, den ich erkor. Gewähret mir Die Ruh', Die ich verlor. O Stamm, Der Du, was Menschen auch empfunden. So lange hier in fester Ruh' gestanden, Rings um dich her der Kinder Schar gezeugt. Der Du, wie wir, Dem Sturm Dich jung gebeugt, Befestigt nun mit männlich starken Seiten, Dem Wetter stehst unD Der Gewalt Der Zeiten, O sprich mir Mut, Du Dauerhafter, zu. Lehr meine Brust Dem Unglück stehn wie Du. O Lüftchen, Das die jiilie A>eile träufelt, Das mir um Stirn unD Locke freundlich säuselt, - Von Ast zu Ast mutwillig wechselnd, fliegt. Mit einem Hauch viel tausend Zweige biegt; O kannst Du mir auf Deinen stillen Schwingen Nicht auch den Tro,t ui meinen Busen bringen! Doch auch vergebens such ich mir mein Glück, Ick) floh Den Hof, es blieb Der Schwarm zurück, Doch ließ ich sie, in wohlverwahrten Mauern, Mit Freundesblick einanoer aufzulauern. Ließ das Gefolg' des Reichtums unD der Macht, Die Schmeichelei, die unbequeme Pracht, Und dachte, Der Natur hier übergeben. Mit mir allein, mir selber auszuleben; Doch lewer fühlt mein Herz, nun völlig frei, Tie alte Qual hier, doppelt wieder neu. Tie Handschrift enthält auch, wie die „Köln. Ztg." hervor- hebt, eine bisher unbekannte frühere Fassung des Mignonlftdo Ter Herausgeber Billeter führt sie am Schluß Der mitgeteilteii1 Proben an. Sie stammt aus Dem ersten Kapitel des viertes Bud-cs frage schreiten können. Zu den Darlegungen über die laufenden Angelegenheiten der äußeren Politik erklärte Iswolski, er habe verschiedener Umstände wegen die Genehmigung des Kaisers nicht erbitten können. Miljukow verbreitete sich hieraus ausführlich über die äußere Politik Ziußiands, die nicht ein folgerichtiges System, sondern eine Reihe individueller Handlungen darftelle. Iswolski habe Dein Grafen Aehrenthai oollstän- oig vertraut, dieser aber habe sich als ein tückischer Freund erwiesen. Tie Kreta,rage sei ungelöst geblieben. Ter Barometer Mazedoniens zeige Sturm. In der Frage Der Neutralisierung oer Mandschureibahnen nabe Rügland es nicht zustande gebracht, sein Verhältnis zu China zu befestigen. Im Gegenteil, piutzland tue alles, um China zu reizen. Der Berichterstatter Krupensky bemerkt hierzu, daß er keine Genehmigung des Kaisers zu seinen Crilärungen über Die auswärtige Politik besitze. Tas Au,treten '.viiliukows sei tackws. Der Präsident Chonftalow wies diesen Einwurf zurück, da Mil- iulow den Gepsiogenheiien des Hau,es gemätz keinerlei Anträge über die auswärtige Politic vorgeoracht habe. (Sturtz aselnußskauden neugierig sich hinüberwendet zur Straße, die gerade dort in steiler Kurve sich rn die Büume verliert, und wo Nr. 63 Erstes Blatt 160. Jahrgang Mittwoch 16. März 1010 WZMeMim AllMger ZM General-Anzeiger für Gberhessen nir" ote Tagesnilminer Bofatiottsbrut! und Verlag ber Vrühl'schen Unlv.-Vuch- unb Steinbruderei H. Lange. Hebattion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe I. Anzeigenteil?'H. Beck, bis vormittags 9 Uhr. 3 __ ——- Präsident Brisson brachte darauf den ersten Satz Der vom Ministerpräsidenten Briand angenommenen Tagesordnung ur Abstimmung, nämlich: Die Kammer brandmarkt die kandalöse Hetze, zu welcher gewisse gerichtliche Liquidatoren Anaß gegeben haben. Dieser Satz wurde euinimmig mit 5o7 Stimmen angenommen. Es gelangte Der zweite Satz zur Abstimmung, nämlich: Sic Kammer spricht das Vertrauen aus, Daß Die Regierung Die Verantwortlichen feststellen und Die Bestrafung der Schuldigen sicherstellen werde. Sodann nahm die Kammer den zweiten Teil Der TagesorDmmg mit 348 Summen gegen 79 Stimmen an. Schließlid) lourDe Die geiamte TagesorDnung Durch HanDaufheben oijnc A-ioerfprucy angenommen unD Die Sitzung alsdann aufgehoben. Die auswärtige Politik in der russischen Duma. Ein eigentümliches Ver.ayren sa)lug<. D.e rus,i,che Regierung in der Duma ein. Der Haushalt des Auswärtigen wurde angenommen, ohne daß Herr Jswolsft fdne Poiftii zu erklären brauchte. Er vermeigerce Die Auskunft mit der Begründung, er habe „verfchieoener Umstände wegen" die Genehmigung des Kaisers nicht erbitten rönnen, ^ie vorliegenden Berichte lauen nicht recht erkennen, ob bie .Abgeordneten sich Damit zufrieden gaben: Petersburg, 15. März. Bei der heutigen Beratung des Haustzacks des Ministeriums des Aeußern in der Reichsduma, die vor übet» jüiltem Saaie stack.anD, begründete Krupensky (Nationalist) die Notwendigceit, Finnland zum Unterhalt des Niinisteriums Des Aeutzern mit einem jährlichen Beitrag von 120 GOU Rubeln heranzuziehen, denn Zinnland bilde einen untrennbaren Teil des ru,fischen Reiches, Dessen Ge- iamLinieret)en das ^Ninisterium des Aeutzern Diene. Der Minister des Auswärtigen Jswolsii erklärte zunächst, das Niinisterium weroe alle ^caßnaymen ergreifen zur Ausarbeitung eines einheitlichen Projekts für die Re- organisa.ion seiner Organe im Aus.and uno zur Her,iellung eines lebendigen Verieyrs der Zentralber.oaituligen mit diesen Organen. Zur Zrage der Heranziehung Finnlands üdergeheno, betonte der wcinister sodann, die Frage gehöre in das Gebiet der Gesetzgebung über das itaatliuje Verhältnis Finnlands zu Rutzkano.. Ein Gesetzentwurf hierüber werde der Duma binnen kurzem vorgelegt. Die Frage der Heranziehung Finnlands zu den allgemeinen Ausgaben des Reiches etiaijre darin aliseiftge Beleuchtung, und erst nach der Enlscheioung dieser allgemeinen Frage werde man zur Regelung der ui Rede steyenden Speziai- Die heutige Nummer umfatzt 14 Seiten. Line Verteidigungsrede des franz. Ministerpräsidenten. Tie französische Regierung hat wegen Der Unterschlagungs- ■ geschickten wieder einmal Gelegenheit gehabt, sich regelrecht m der Kammer zu verteidigen. Wie schon berichtet wurde, ist der Minister Millerand in die Sache soweit verwickelt, daß er Dor seiner Ministertätigkeit von Liquidatoren Honorare bezogen hat. Die Kammer gab der Regierung schließlich ein Vertrauensvotum ab: Paris, 15. März. In der Kammer verlas Jaurcs einen Protest, welchen bie Jachtgesellschaft von Grande Ehartrcuie gegen die am Freitag aufgestellten Behauptungen an ihn gerichtet baue. Jaures sagte: Aus alle Fälle bleibt die Verantwortlichkeit des Liquidators Lisouturier eine große. Wenigstens müßte man ihn wegen Unfähigkeit abberufen. Jaures roarr Der Regierung vor. Daß sie nickst Den Mut gehabt habe, ihrer Verantwortlichkeit ent- sprechenDe entjcheidenDe Schritte zu tun. Ministerpräsident Briand erinnerte daran, daß er gleich beim Eintritt in das Justizministerium diejenige Kontrolle organisiert habe, Die Die jetzige Verhaftung Sues' 5 er mögest Es ist leicht erklärte Der MinisterprchiDent, zu lagen, nicht alle’ Liebe sinD im Gefängnis, aber wenn man Minister ist, muß man, ehe man Leute ins Gefängnis schickt, |einer Sacye sicher jein. Ich habe nicht Die Gewohnheit, Verhaftungen einzig unD allein aus Dem Grunde anzuordnen, weil Die Menge sie forDert. Wenn Die republikamiche Partei meine Lemusion sur Die Wahlen braucht, möge |ie ihren Willen haben; aber ich habe wohl Das Reckst, zu sagen, unter welchen BeDingungen es geicksteht. Wenn ich vorschnell hatte handeln wollen, roürDe ick) heute groß Dastehen; ich habe aber eine ernsthafte Kontrolle gewünscht. Wenn Suez in Gefangenschaft sich befindet, so ist es dem UmstanDe zuzuschreiben, Daß er durch Dieje Kontrolle in die Enge getrieben ist. Ser Ministerpräsident spielte Darauf auf Die WenDung an, welckst Barthou gestern in Der Kammer gebraucht habe. lUiuuiterpraiiDcnt BriaiiD behauptete, Barthou habe erklärt, es sei etwas vergisletes in Der Organi,atwn Der gerichtlichen LiquiDatoren; aber Barthou habe nicht erklärt, wie gciüiije Gegner ihm vorgeworfen, daß Der geiamte Rid)terstanD vergiftet sei. Barthou bestätigte die,es Dementi trotz Des Protestes mehrerer Deputierter (Lärm). chtinisterpräfiDent Briand wiederholt: Wenn neue Vergehungen als Tatsachen festgestellt sind, werden sie versvlgt werden, und schloß: Wenn die Mawrftät das Bedursms hat, die Regierung lelbit auf itouen einer ueine.i Uitgeeeaji.ig.eu »u stützen, bevor man zu Den Wahlen schreitet, so möge sie nicht zögern. Die Regierung hat das BeoünniS nach einem vollkommenen unD abioluten Vertrauen Des LanDes, sie bewahrt ihre Kaltolutigtei. unb wünscht. Daß sich Die 1/Jtajorität Durch ihre Kaltblütigkeit bes Vertrauens Des LanDes würDig zeigen möge. (Lebhafter Beifall Der Linken.) , /r . ..... Im roeiieren Berlaufe Der Sitzung machte B t n et (sozialistisch- RaDitalerj Dem Minister Der öffenilichen Arveiten, Miller and, bcn Vorwurf, Daß er Minister geworDen sei, nachdem er m Der Angelegenheit Der Kongregationen fe st eHonorarebe zogen habe. Man müsse mit Den Parlaineutariern, Die sich mit etwas anderem als Den Angelegenheiten Des LanDes beschäftigten, ein Gnbt-Jncald^‘a y c übte an dem Verhalten Briands und MUlerands Kritik. Wenn Sie, so führte er aus, sich nut einem Vertrauensvotum begnügen, ,o wird Dies heißen, Daß oie für Die Siebe Partei ergreifen. Teiahahe wurde zur luDnung gerufen. Als Jaures nunmehr fein Erstaunen äußerte, Daß Acuilster- präsiDent Briand gegen Die Angriffe aui Die Ehre feines ü>cft- arbeiters nicht protestiert habe, eilte Der M i n i.’t erprafibent auf Die Trioune, um zu erklären: Mickerand ist mein yjiuarbeiter unD mein Freund. Ich lasse meine Freunde niemals im Stick). Ich haue Dem Seputieacn oinei uiast auf Der otelie geau.wor^t, weil ich kaltes Blut besitze. Es ist eine Beschimpfung, meine Handlungen in so beleioigenber Weise zu inieipreueren. Sic Regierung wird nur eine Tagesordnung anneymen, in Der ihr das volle und solidarische Vertrauen Der Kammer ausgesprochen wird. (Beifall links.) ehter Fakultät ein, die ja in gewissem Sinne schon Jahre lang bestanden habe. Darauf äußerten sich die Deutsch-Radikalen gegen und die Italiener und Slawen für die Vortage. Die Slawen waren aber gegen Triest als Standort und traten für die Errichtung einer zweiten tschechischen Universität in Brünn und ferner für die Errichtung einer ruthenischen Universität in Lemberg und einer slovenischen in Laibach ein. Morgen findet die nächste Sitzung statt. Wie das Ungarische Korrespondenzbureau ans Wien meldet, unterbreitete Ministerpräsident Graf Khuen-Hedervary am Dienstag dem König einen Vorschlag betreffend die Auflösung des Parlaments. Der König genehmigte den Vorschlag. Die Auflösung erfolgt am 22. März. Erzherzog Josef wird in Vertretung des Königs in der Ofener Königsburg die Thronrede verlesen. Die Morgenblätter melden aus Rom: Der erst in acht Tagen erwartete Streik der Straßenbahnange st eilten ist bereits am Dienstag ausgebrochen. Der Präfelt hat es abgelehnt, die Wagen wie am Sonntag unter dem Schutze der Polizei laufen zu lassen. Der Betrieb ruht daher auf allen Strecken. Im englischen Unterhaus sagte Mac Kenna in Beantwortung des Vorschlags, ein festes Bauprogrammein- zuführen: Wir wollen die Zahl der Schiffe, welche auf Kiel gelegt werden sollen, nicht im voraus für einen längeren Zeitpunkt skizzieren. Selbst wenn irgend eine fremde Macht mehr Schiffe bauen sollte, so würde England ebenfalls .mehr Schiffe bauen müssen. Er hoffe, man werde das Bauprogramm stets in Gemäßheck eines kommenden Jahres bemessen. In Beantwortung der Forderungen der Arbeiterpartei nach einem rationellen Flvttenbauprvgramm erklärte Mac Kenna: Der einzige Standard, den er als rationell anerkennen könne, sei derjenige, welcher die Sicherheit des Landes yegen eine wahrscheinliche Kombination von Kräften sichern würde und das sei her Standard, den die Regierung allein bei der Vorlage des Budgets im Auge habe. Die weitere Frage, ob er auch gegen eine unwahrscheinliche Kombination Vorsorge treffen werde, verneinte Mac Kenna mit den Worten: Alle Nationen müssen ein gewisses Risiko übernehmen, .und sollte die ganze Welt gegen uns sein, so müssen wir uns auch mit dieser Adöglichleit ab- fhtben. Tas Budget sei mit der äußersten Rücksichtnahme auf Sparsamkeit entworfen worden. Tie Regierung würde niemals Schiffe bauen lassen über chre Ansorderung hinaus. Aus Stadt uuS LanS. Gießen, 16. März 1910. ** Gegen diestädtischeBillettsteuer, die vom hessischen Landtag beschlossen worden ist, wendet sich eine Eingabe hiesiger Interessenten und Vereinigungen, die im Anschluß an eine gleiche Vorstellung des Rhein-Main-Gast- wirte-Verbandes die Steuer als vertehrsfeindlich, antisozial, bildungsfeindlich und ungerecht bezeichnet und um chre Ablehnung bittet. ** Direkte Zugverbindung vom Mittel- rhein via Wiesbaden nach Homburg v. d. H.—Friedberg- Gießen. Wie wir vor einigen Monaten mitteilten, haben sich verschiedene Interessenten an die Eifenbahnverwaltung gewendet, durchgehende Züge von den Städten des Mittelrheins über Homburg v. d. H.—Bad-Nauheim nach Gießen zu leiten. Der Eisenbahnminister hat biefe Zug Verbindung nicht genehmigt, wie er jede neue Verbindung ablehnen wird, soweit sie nicht lediglich dem Verkehr zwischen Großstädten oder dem internationalen Verkehr dient. Jedoch ist von der Eisenbahnverwaltung vom L Mai ab dafür gesorgt, daß an die bestehenden Eilzüge eine möglichst gute Anschluß^ Verbindung in Bad-Nauheim nach Gießen und t>en Städten nördlich davon geschaffen wird. Die direkten holländischen Wagen, die die englischen Reisenden bringen, werden auch in diesem Jahre in die Eilzüge wieder eingestellt. Auch werden die Eilzüge in den Monaten, wo sie seither teilweise ausfielen, verkehren, so daß dadurch und infolge des günstigen Anschlusses in Wiesbaden und Bad-Nauheim eine direkte Zug Verbindung der Städte am Mittelrhein nach Gießen und Kassel geschaffen ist. ** Gießener Stadttheater: Narziß. Als Ehrenvorstellung für Kurt Gühne gab man gestern Brachvogels altbekanntes Drama Narziß, dessen Titelheld zu den Glanzrollen der Charakterdarsteller gehört, und zwar in dem Maße etwa, wie es Kean für die „ersten Helden" ist. Die Darstellung, die von Kurt Gühne wirksam und eingehend vorbereitet war, war von einem schönen Erfolg begleitet und brachte dem beliebten Künstler einen Beifall, wie man ihn hier nur selten erlebt. Der Gedanke an die vielen schönen Gestalten, die Gühne int Laufe des Winters geschaffen hat, verhalf dem Künstler am Schlüsse der gestrigen Ausführung zu einer lauten, herzlichen Huldigung. Als Narziß hielt sich Kurt Gühne wohlweislich im Rahmen der lieber lief erung, und erhielte einen sicheren Erfolg trotz mancher Ueberhöhung. Im Zusammentreffen mit seiner Frau, der Pompadour, fand er Töne, die tief erschütternd wirkten. Auch die übrigen Darsteller sanden sich mit lobenswertem Geschick in thre Aufgaben. Frau Gühne entfaltete als Pompadour einen regen Eifer, Erna Güldener spielte mit melodischer Stimme die Königin, Fränzi Koch war eine warmherzige Doris. Ferry D a u b a l iHerzog), Karl Volck (Tübarry), Karl Marx (Eugene) boten recht hübsche Leistungen. Von den übrigen sind noch Lore Scholz (Epinay), Hermann Norden (tzol- bach), Hermann Bakof (Grimm), Edgar Pauly (Diderot) zu nennen. Kurt Gühne wurde mit Blumen und anderen Andenken geehrt. —h. ob. Bersrod, 14. März. Am Sonntag abend hielt Lehrer Wolf im überfüllten Saale des Wirts Ludw. Becker hier einen sehr interessanten Vortrag über das Thema: ,9luS Bersröder alten Kriegsrechnungen vor hundert Jahren". Redner schilderte sehr eingehend an Hand der Gemeindeurkundtn und einiger Prioatbriefe die Erlebnisse unserer Vorahnen mährend der Krlegswirren der Jahre von 1793 bis 1815 in so fesselnder Weise, daß manch einem altem Bersröder, dem auch einer der Seinen auf dem Schlachtfelde sein Leben aushauchte, Tränen in die Augen traten. Besonders stellte der Redner der Jugend die damalige Armut und Entbehrung, verursacht durch den Krieg, und die jetzige Lebens- weise, im Ueberflust und Genußsucht, gegenüber, und ermahnte sie zur Liebe und Ehrung ihrer Heunat, wo ihre Urgroßväter den heimatlichen Grund und Boden nach den Kriegsjahren wieder durch weise Sparsamkeit schuldenfrei gemacht hätten. Hatte doch unser Ort, der damals ans etwa 45 Familien bestand, in den genannten Jahren zur Deckung der Kriegskosten nicht weniger als 26 000 Gulden Schulden machen niüssen. Weiter folgten Vorträge von vaterländischen Liedern und Gedichten durch den Schülerchor und den Männer- Gesangverein. Nach einem kernigen Schliißwort unseres Pfarrers Hofnlann ging die Versammlung gegen 12 Uhr sehr (.befriedigt auseinander mit dem Beivusttsem, daß unsere K lten Dorfurkunden, die für die damalige Zelt sehr gut ab» uni gefaßt und aufbewahrt worden sind, in unserem Lehrer Wolf einen eifrigen Pfleger gefunden haben und somit der Nachwelt erhalten bleiben. Offenbach, 15. Mäi^. Das finanzielle Ergebnis des Kostümfestes der Technischen Lehranstalten ist: einer Ausgabe von 19 000 Mark stehen 47 000 Mark an Einnahmen gegenüber, so daß ein Ueberschuß von 28 000 Mark verbleibt, der dem Zwecke der Veranstaltung, der Schaffung des Grundstocks zu einem Stipendienfonds für befähigte, aber minderbemittelte Schüler der Technischen Lehranstalten, zugeführt werden kann. N. Mainz, 14. März. Die Kommissionen zur Wahl der Baustelle für das neue Realgymnasium haben sich nuniiiehr mit Stimmenmehrheit (10: 5) für das Gelände an der Gre is s en kla u st raste entschieden. Die Ecke dieser Straße soll dann die neue Stadtbibliothek einnehmen, an die sich das Realgymnasium anschliesten wird. Die Wahl dieses Platzes ist sehr zu begrüßen, da er sich im Mittelpunkte von Mainz befindet, und außerdem der Stadt keine Ausgaben für Geländeankauf aufgebürdet werden. Worms, 15. Diärz. Im Krankenhaus« ist gestern die Frau des Bahnhofsvorstehers Kröber von Offstein gestorben. Bekamtklich hat Kröber sich, seine Frau und drei Kinder zu vergiften versucht. Tie Frau ist nun nach langem Todeslampf als erste dem Gift erlegen, und heute früh ist ihr im Krankenhause der Ehemann Kröber im Tode nachgefvlgt. * Frankfurt a. M., 15. März. Wiederum hat der Zoologische Garten den Verlust eines seiner ältesten Großtiere zu beklagen. Die seit Jahren altersschwache weibliche Giraffe „Gerry," die besonders in den letzten Monaten derart rückgängig geworden war, daß ihr Abgang täglich erwartet wurde, ist verstorben. Das Tier hat ein für seine Art ausnehmend hohes Gefanyenschaftsalter von etwa 14 Jahren erreicht. Tie wenigsten aller importierten Giraffen ertragen die Gefangenschaft länger als einige Wochen und von den Tieren, die überhaupt ausdauern, ist ausnahmsweise nur einmal ein Exemplar in Paris nahezu 20 Jahre alt geworden. Gerry gehörte zu den ältesten in Gefangenschaft bekannten Tieren ihrer Art. Die Geschichte des verstorbenen Tieres entbehrt nicht eines geroiifen hyw.iiä-en Interesses. Gerry war die erste Giraffe, die nach Beendigung der Mahdi-Kriege, die den Sudan für den Tierhandel viele Jahre lang gesperrt hatten, wieder importiert wurde. Sie stammte aus dem sog. Basa-Lande im nördlichen Abessinien, wurde als junges Tier von den farbigen Jägern des kürzlich in Buchschlag verstorbenen Afrikareisenden Joseph Menses gefangen, durch diesen im Sommer 1899 eingeführt und im Zoologisck/en Garten eingestellt. Ter Kaufpreis betrug 16 000 Mark, eine Summe, für die man ein Paar Giraffen kaufen kann. Gerrv war immer ein Sorgenkind des Gartens, hatte viel mit Krankheiten zu kämpfen und nur der sorgsamen Pflege ist es zu danken, daß sie ein so hohes Alter erreichte. Die Haut des Tieres und das Roh- skelett bleiben vorläufig im Besitz des Gartens, bis sich eine Gelegenheit zum Verkauf bietet. vermischter. * Oesterreichs Tabakverbrauch. Was in Oester- veich alljährlich alles in Rauch ausgeht, lassen die Zahlenangaben er feinten, die das k. k. Finanzministerium über den Tabakkonsum des Jahres 1908 soeben verössentticht. Danach hatte von allen Kwwländern Böhmen den stärksten Verbrauch aufzuweifen mit 422 Millionen Zigarren, 1600 Millionen Zigaretten, 67 000 Meterzentner Rauchtabak,'während Galizien den weitaus stärksten Konsum an Schnupftabak mit 4000 Meterzentnern zu verzeichnen hatte. Von den einzelnen Zigarrensorten erfreuen sich die „Porto- rico" und „Virginia" einer immer noch zunehmenden Beliebtheit. Ganz enorm ist der Bedarf an Zigaretten, worin wohl Oesterreich überhaupt den relativ größten Verbrauch aller Länder aufweist: er belief sich auf rund 4400 Millionen Stück, wovon well über die Hälfte auf die beliebte „Dport"-Zigarette entfiel. Im ganzen hat der Staat im Jahre 1908 aus seinem Tabakmonopol 239 Millionen Kronen — 13 Millionen mehr als im Vorjahre — eingenommen. *EinLawinenunglückaufJsland. Das kleine Fischdorf Huisdat auf Island i ft Dom Erdboden verschwunden, eine riesige Lawine hat das ganze Dorf begraben und zum Teil ins Meer hinabgerissen. Die kleinen Häuser lagen unmittelbar am Fuße eines steilen Bergabhanges dicht an der Küste. Am Montag bröckelte an der Spitze des Berges der Schnee los und wenige Augenblicke später war das Schicksal von Huisdal besiegelt. 25 Unglückliche fanden in dem Schnee und den Wellen ein tragisches Ende, 15 Menschen sind so schwer verwundet, daß sie kaum genesen werden. Viele wurden in ihren Häusern lebendig begraben, die unter der Wucht der gewaltigen Schneemassen wie Kartenhäuser zusammengequetscht wurden. Zwei Fischer retteten sich dadurch, daß sie ins Meer sprangen und hinaus schwammen. Fast alle Getöteten sind arme Leute, manche haben unversorgte Witwen und Kinder zurückgelassen, die zufällig nicht im Dorfe waren. * Ein reizendes Geschichtchen erzählt die „Ludwigsburger Zeitung". In einer schwäbischen Garnisonstadt führten zwei Metzger einen Ochsen ins Sckstachtyaus. In der Nähe der Kaserne riß sich der Ochse los und sprang in den Kasernenhos, wo gerade eine Kompagnie ausgestellt war. Der amvesende Major befahl den Soldaten, den Ochsen wieder aus dem Kajernenhof zu führen, was sofort geschah. Der Major wandte sich dann an einen Soldaten Namens Huber, welcher alle Vorgänge, ob ernster oder nichternster Natur, mit Vorliebe durch Bibelsprüche belegte, und fragte ihn: „Nun, Huber, wißen Sie über diesen Vorfall auch etwas zu sagen?" „Jawohl, Herr Major, aber ich dari's nicht sagen!" „Nur los," befahl der Major. Nachdem sich Huber einige Male geräuspert hatte, sagte er: „Und er kam zu den ©einigen — aber die ©einigen nahmen ihn nicht auf." Der Akajor tonnte nicht anders, als in das homerische Gelächter der ganzen Kompagnie herzlich einzustimmen. * Russisches Familienleben. „Liebe deine Frack wie deine Sc-Äe, und schüttele sie wie einen Birnbaum . . . ." Dieses russische Sprichwort, daS bisher allgemein bei Hoch und Niedrig in Brauch war, wird, wie der „Inf." aus Petersburg geschrieben wird, von nun an seine Berechtigung verlören haben. Etwas Unerhörtes ist geschehen. Der Senat hat in einem Urteil sich dahin entschieden, daß die Ehefrauen nicht mehr geprügelt werden dürfen; beziehungsweise, daß eine geprügelte Ehesrau das Recht hat, ihren Gatten augenblicklich zu verlassen, — was sie bisher nicht durfte. Veranlassung zu dieser Gerichtsentscheidung' waren Familienzerwürftüsse in dem Hause des Universitäts- prosessvrs Wladimir Saleßki zu Kasan, der gegen seine Frau und seine Tochter Tatjana einen Prozeß anftrengte, mit der Forderung, daß sie zu ihm zurückkehren müßten. Die Frau weigerte sich, da sie von ihm täglich mißhandelt werde. Daraufhin fühtte Professor Saleßki aus, daß die Feststellung der Unmöglichkeit eines weiteren Zusammenlebens mit ihnen doch nur eine Folge unangemessener Handlungen sein könne. Er habe aber weiter nichts getan, als feine Frau geprügelt, wenn sie nicht gehorchen wollte. Dies fei keine unangemeffene Handlung, da diese Sitte in Rußland allgemein verdrecket sei. Das Gericht wies ihn aber mit seiner Klage ab. Professor Saleßki wandte sich nun an den Appelthvf mit dem gleichen Erfolge. sJhm ging er an den Senat, um ein höchstgerichtliches Urteil zu erzielen. Der Senat fällte nun eine Entscheidung, die tatsächlich in Rußland das größte Dufschen erregt hat. Der Senat erklärte nämlich, daß Schläge, die ein Mann feiner Frau erteile, ein Verfahren nicht nach sich zogen. In der ganzen Külturwelt wird aber ein derartig rvbes Betragen des Mannes gegen seine Frau als nicht vereinbar mit den Sitten unserer Zeit betrachtet werden können. Saleßki hat erklärt, daß er „nur" in sieben Fällen durch Zeugen überführt ivvrden sei, seine Frau derartig geprügelt zu haben, daß blaue ©triemen und Flecken festgestellt wurden. Demgegenüber stellt der Senat fest, daß eine derartige Handlung als Zeichen eines überaus rohen und barbarischen Bettagens anzusehen sei, daß eine eheliche Gemeinschaft unmöglich mache. Andere Bräuche such ungesetzlich. * Zwei Anekdoten aus der frühen. Jugend der Eisenbahnen in Aegypten erzählte Lord Cromer bei einem Festessen. Zu der Zeit, als er nach Aegypten kam, gab es dort nur eingleisige Strecken, und Signale waren nicht vorhanden. Ein Zug wurde von der einen Station abgelassen, auf die Gefahr hin, daß ein anderer Zug von entgegengesetzter Richtung kam. Er habe stets diese Eisenbahn vermieden. Zu derselben Zeit mußten die Eisenbahnbehörden unverhältnismäßig hohe Summen für Schmierfett ausgeben, und schließlich kamen sie dahinter, daß die eingeborenen Wagenreiniger und Schmierer das Fett — aßen. Ein Beamter kam aber auf den Gedanken, das Schmierfett mit Rizinusöl zu mischen, und damck verringerte sich der Bedarf an .Schmierfett ganz erheblich. * Stoßseufzer. Sie: „Ist es auch wahr, Männchen, daß ich dein einziger Gedanke bin?" — Er: „Ja, und den Gedanken kann ich nicht mehr los werden." , * Veranlagt. „Sie haben ja Ihren Neffen bei sich wohnen, der Mujik studiert: hat der junge Mann Anlagen?" — „O ja . ... zum Schmerbauch." - dei m Heiratsvermittler. „Ich möchte einen recht >oliden Mann!" — „Ja, was verstehen Sie darunter?" — „Na einen Mann, der nicht raucht, nicht spielt, nicht trinkt, keinem Verein angehört ..." — „Ja, liebes Fräulein, was Sie suchen, das ist ja überhaupt kein Mann!" K1e»»c Tageschronik. Die portugiesische Schaluppe, die den Hosen von Jlha do Pico (Azoren) bei hohem Seegang verlassen hatte, ist gesunken, dreiundvierzig Personen sind ertrunken. Wie ans Batavia gemeldet wird, breitet sich die Cholera auf Java immer weiter aus; täglich kommen durchschnittlich vierzig Erkrankungen vor. vom dösen Blick. , Ter Glaube an die Schaden zusügende Zauberkraft des Auges ist auch heute noch auf der ganzen Eroe unter allen Völkern verbreitet und spielt in den abergläubischen Vorstellungen eine große Rolle. Tos umfangreiche Material, das sich für die Erforschung b^rs Pl-änomens in der ganzen Geschichte und in allen Teilen der Welt darbietet, hat ein Arzt, Tr. S. Selig mann, in eurem von uns schon mehrfach erwähnten zweibändigen Werk „•i.er böse Blick und Verwandtes" bearbeitet, das nach einem Bericht im Globus die erste wissenschaftliche Behandlung dieses roia>tigen Abschnitts aus der Geschichte des Aberglaubens enthält. Unter dem bösen Blick oder dem bösen Auge versteht man den Glauben, daß gewisse Menschen, Tiere oder Geister die Kraft besitzen, durst) bloßes Ansehen anderen Personen, so besonders Kindern, Haustieren, Pflanzen und sogar leblosen Gegenständen schaden zusügen. Diese Anschauung findet sich in den ältesten chaldäischen, indischen, persischen und ägyptischen Beschwörungen; erckehrt tn den arabischen. Märchstn und den hebräischen lieber» tteferungen wieder; man begegnet ihm in den altnordischen Sagen und in gleicher Weise bei Griechen und Römern; der Lappländer fürchtet ihn wie der Tartare, Chinese und Tibetaner; Azteken unterlagen seinem Zauber wie Indianer, 9teger und Südseo- insulaner, kurz der Glaube an den bösen Blick kehrt überall in derselben Form und Gestalt bei allen Völkern und zu allen Zecken wieder, selbst bei Nationen, die Jahrtausende und der falbe Erdball trennen. Tie Wirkung des bösen Blicks erfolgt bei Menschen entweder bewußt, wenn er als Zauberer und Medizin, mann mit Hckse der Suggestionswirkung des Auges die Gläubigen fasziniert, oder unbewußt, wenn der Mensch mit dieser schrecklichen Fähigkeit geboren ist oder sie auf irgend sine Weise erworben hat. Der mit dem bösen Blick Behaftete Eann selbst mit geschlossenen Augen im Schlaf die verderblichen Sttahlen aussenden; selbst Minde haben die furchtbare Fähigkeit, und es kommt vor, daß jemand ein böses, schadenbringendes Auge besitzt, während das andere ganz ungefährlich ist. 3)len)d)en, die mit körperlichen Fehlern behaftet sind, vor allem Schielenden, wird der böse Blick nachgesoHt. Seltener schreibt man ihn Tieren zu; audi vermag das tierische Auge im Gegensatz zu dem menschlick-en Blick leine schädliche Wirkung nur auf lebende Wesen und höchstens auf einige Nahrungsmittel auszuüben. Im übrigen können alle Tiere mit dem bösen Auge behaftet fein, nicht nur der märck-enhafte Basilisk, sondern Säugetiere, Amphibien, Infekten und Mol- lusken. Selbst leblosen Gegenständen wohnt der böse Blick inne; Götterstatuen waren deswegen »errufen, die Augen der Pfauenfedern wurden gefürchtet. Tie Zauberwirkungen, die von dem bösen Auge ausgehen, sind unendlich zahlreich; alles liebel ist wohl sckwn einmal auf diese Zauberkraft zuruckgeführt morben; nichts entgeht ihr, weder Lebendiges, noch Lebloses. Vor allem gilt das böse Auge als eine wichtige Ursache für die Entstehung von Krankheiten; ein Leiden, das auf diesen Grund zurückgeführt wird, ist nur sehr schauer zu heilen, da die Krankheit magischer Natur ist, müssen natürlich auch Heilmittel magischer Art äuge- wendet werden. Zu solchen Arzneien gegen den bösen Blick hat man alles Mögliche benutzt, Pflanzen, Teile von Tieren, menschliche Kleider; Wasser wie Feuer spielt dabei eine große Rolle, Gebet mit Zauberformeln und allerhand Zeremonien werden in Anwendung gebracht. Den Haustieren nimmt der böse Blick ihre nützlichen Kräfte; so verlieren die Milchkühe chre Mllch, Fischern wird das durch das böse Auge verzaubert, Pflanzen welken imter seinem Einfluß hin oder liefern nur noch ungenießbare Früchte. Tie gesamte Natur ist dieser Zaubermacht des Auges untertan; er macht die Erde erbeben, zersprengt die ©teilte und läßt die Quellen^ versiegen. Für den Ursprung dieses Aberglaubens sind neben der Suggestionswirkung, die von jedeni starr sixierendenl Mick ausgeht, eine Reihe von mißverstandenen anatomischen, physiologischen und physikalischen Beobachtungen am Menschen- und Sieraugejron Wichtigkeit, die zu der Annal)me führten, das Auge sei der »sitz der Seele, dann eine Anzahl von Vorgängen, die der primitive Mensch sich nicht erklären kann und die er daher in einem fälschlichen Zusammenhang mit der im Auge wohnenden Körperseele bringt. Die erste hessische Kammer. R. B. Darmstadt, 16. März. Di e Er fte Kammer trat heute vormittag Au einer Sitzung zusammen, in der nur kleinere Geschästsentwürfe erledigt wurden. Bei der Frage über die Erhebung einer Gebühr für die Prüfung nicht staatlicher Rechnungen durch die Ober Rechnungslammer wiesen Domkapitular Bend ix und F-rei- herr v. Heyl auf die Mehrbelastung der Kirchen hin. Der Entwurf über das Notariats- und Ko st en wesen wurde angenommen. Ein Antrag Ulrichs über Ent schädigung für unschuldig erlittene Untersuch ungshaft sowie AufrechterhaltungderOrd- nunginden Gerichtsfitz ungen wurde nach den Ausschußanträgen angenommen. Das Haus tritt dann in die Beratung über die Aenderung des neuen Urkundenstempcl gesetzes ein. Handel. * * Konkurse in Heffcn. Ueber den Nachlaß der Karl August Ni e n z Ehefrau, Katharina Elisabeth, geb. Schmidt, in bei dem Amtsgericht Offenbach anzmnelden. lieber das Ver- löstiaeatsl l\\ ypphiilfln **ür SislYl LU lulFÄbli skksäs Hauptversammluug Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht des Vorsitzenden. Keiner Hausfrau Hl ich- und Seefische! (1581 saat abzugeben. [136 bei Beliebtheit dieser Marke spricht die dass täglich mehr als verkaufe billigst. (1425 Joh. Lenz ^eslfitz. Glucke abzugeben. 02162 Goethestraße 29. Frische Landeier, (02169 Kocheier Afterweg 53. Televhon 505. K. Sier, Dammstratzc 46.f werden. (1595 Gemmecker, Pfandmeister. Zn verkaufen KaWGefnche Verl'chiedoneü . -u-v- ■ ■ ■ . , ■Radfahrer! die grosse Tatsache, des ein Tische, Stühle Küchenscbrärke Kleiderschräoke Waschschränke Kommoden, Lolas Betten und getragene Kleider Gontinental-Caoutchouc- und Gutta-Percha-Co , Hannover und die Temperatur stieg wieder bis 10 Grad an. Auch bie 'Jladit blieb ctiuns milder, wenn es auch vielerorts zur Neichilduug kam. Während jetzt das östliche Hochdruckgebiet jiiriicfiueicbl, zieht von Weiieu ein neues heran, so das; das trockene Weller anbäll. Em Tie'druckgebiet vor dem norwegischen Rlecre hat zunächst feinen Einfluß. Wetteraussichten in Hessen ain Donnerstag den» 17. März 1910: Meist heiter, trocken, wärmer. Empfehle: Meßlatten, Visierstäbe, Visierkreuze, Nivellierlatten und -Instrumente. Größere Partie zurückgesetzter Niesslatten Offenbach, wurde an» 8. März das Konkursversahren eröffnet. Ge- richtslarator Jobs. Niederhoi zu Offenbach wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen sind bis zum 7. April Versteigerung. Donnerstag den 17. März lsd. Is. nackm. 3 Uhr sollen im städt. Pfandlokale Seltcrsiveg 11 datier versch. Atobillnrgegenstande loie Sofas, Kleiderichränte, j'ertitos, 1 Lllavier, 1 Büfett, Schreibtische, 1 Schreibmasch., 2Pferde, Wagen, 1 Äassenschrank u. v. a. versteigert Peru-Guano, Thomasmehl, Kainit, Supcrpbosphat, empfiehlt Gelegenheitskanf. Eine gebrauchte wasserdichte Wagendccke nut Oesen, 10,80x5 Meter, offeriert zu Mk. 62.—. 1 do., 6,10x4,20 Meter, zu Mark 35.-. (1427 Ludwig Lazarus, Für den Spar- u. Vorschutzvercin, Aktien-Gesellfchaft zu Grotzen-Liudcu Ohly, Kontrolleur. Die Firma Dr. A. Oetker garantiert, dass Kuchen und Backwerk aller Art stets gelingen, wenn man mit Dr. Oetker’s Backpulver und nach Dr. Oetker’s Rezepten arbeitet. Ueberall zu haben! 1 Päckchen 10 Pf?. 3 Stück 25 Pfg. Centrum Trotz des billigen Preises als wirklich zuverlässiger Reifen jedem Radfahrer zu empfehlen. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit Dienstag früh: Im Laufe gestrigen Tages trat im ganzen Land langiam Aliiheueriing i. Jahresbericht des Vorsitzenden. 2. Nechnungsablage und Entlastung des Rechners. Prima Seit zwei Jahrzehnten die führende Marke. Allerbeste Qualität. Längste Haltbarkeit. stand und Beamte Mk. 8ö 443.62 (Mk. 88 844.38), Belohnung an Beamte und für gemeinnützige Zwecke Mk. 20 000.— (Mk. 3u<)00.—), Belohnungen an Arbeiter Mk. 40 000.— (Mk. 40 000.—), Dortrag aus neue Rechnung Mk. 220 591.43 (Mk. 173 939.78). X Öancu, 15. Mürz. Tic hiesige alte und angesehene Vijvnterio- und Ketteirfabrik Steinheuer u. Co. befindet sich in ZaAung^schw>ierig^eitcn. Tu Verbindlichkeiten werden auf über eine halbe Million 9Jtarf geschätzt. Ter Inhaber der Firma, Julius Steinl^uer, hat bereits feine Ehrenämter in der Handelskammer, der StadtvevordnetenversaNtmlung und im Krcditoren- verein der Edelmetal 1 intmstric niedergelegt. Es wird ein Vergleich mit 60 Prozent angestrebt. wögen des Lchnhmachers Georg Brüske III. und dessen Ehefrau Elise, geb. Kimpel, in Schlitz wurde am 9. März das Konkurs» ve»labren eröffnet. Orlsgerichtsvorsteher Habicht in Schlitz wurde zi„n Loitkursverwalter ernannt. ftonfursforberungeit sind bis zum 1. Ap>il bei dem Amtsgericht Schlitz anzumelden. — lieber das Vermögen der sxirma I. A. Galette u. Co. z»l O i i e n b a ch wurde am 12. März das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Tr. Katz zu Offenbach wiirde zum Konkursoerwalte» ernannt, sloiikursforderungen sind bis zum 18. April bei dem Amtsgericht Cfienbod) anzumetden. — Heber das Vermögen des Aligiist Deubel I. und dessen Ebeirau Christiane, geb. Hornung, in Rudingshain wiirde das Konkursverfahren eröffnet, da die Zahlungsunfähigkeit der Gememschuldner durch die erfolgte Zahlungseinstellung dargetan ist. Rechtsanwalt Menqel in Schollen wurde zum Lonkursverivaller ernannt. Konkiirswrder- lmgen sind bis zluu 20. April bei dem Amtsgericht Scholten an- zmueldeil. — Wetzlar, 15. März. In der heutigen Alissichtsratssitzung öer B u d e r u s ' s ch e n Eisenwerke wiirde der Rechmmgs- abschliiß für das Jahr 1909 vorgelegt. Der Rohgewiiin stellt sich aui Aik. 2 522 461.28 (im Vorjahre Mk. 2 443 991.75). Nach Abschreibung in Höhe oon Mk. 1312 301.— (Tlf. 1 3« 9 848.95). Zu- iveislmg zur Erneuerungsrücklage Alk. 350 000.— (Mk. 300 000. -), juianunen Alk. 1662 361.— (Mk. 1 609 848.95), verbleibt ein 9lein- gewinn von Mk. 860 100.28 ('Rif. 834 148.80), z»l welchen» der Vortrag aiis den» Vorjahre mit 'Rif. 173939.78 (Rif. 1703i2.f0) tritt. Es wurde beschlossen, der am 16. April l IS. in Frankfurt a. RI. statlsindeiiden vauptoersammlung folgende Gewimiverivendima uor- zuschlagen: Zilivelsung zur gesetzlichen Rücklage Rif. 43 0 5 01 (Rif. 41 707.44), 5 v. £). Dividende >6 v. H.> aui Rif. 12 500 000.— (Rif. 10 500'-00.—) Af.ienkavital Rif. 625 000.— (Rif. 630 000.-), vertragliche und satzungsmätzige Vergütung an Amsichtsrat, Vor- Ur Mtimn*1607 Koch- u. Effgefchirre, Kroppen, Pfannen, Teller usw. zu oerf. j. tig. Pfaff, Stephanstr. 25. griiiiroitn und Hfliiettronej in schöner Ware zur Frühjahrö- erhalrener Irischer Ofen, Anschaffungswert 125 Mk., ist für 40 Mk. wegen Warmwasser Heizanlage zu verkaufen. (1540 Carl Nowact. Bekanntmachung. Wegen Ucbergabe der Kasse des Spar- und Borschuß- vercins, A.-G-, zu Großen-Linden wird die Kasse vom Ankauf von [13? Alteisen Lumpen, Metallen Papier, Flaschen. 2oniS Rothenbergs — Neuemieg 22. x Telephon 176. ratytmelfcuuQen, Genf, 16. März. Der 24jährige russische Fürst Depis de Scibor au§ Kiew trieb in dem Speisesaal des Hotels Richmond mit zwei Revolvern Unfug, mdem er auf d»e Gäste und den Hoteldirektor zielte. Plötzlich krachte ein Schuß los und der Fürst sank tot zu Boden. Ec hatte sich aus Unvorsichtigkeit erschoßen. Sofia, 16. März. Die Bestattung der Opfer des! Z u s a m m e n st o ß e s i n R u st s ch u k erfolgte in feierlicher Weise unter Beteiligung der ganzen Bevölkerung aus der Stadt und den umliegenden Ortschaften, ohne das; sich ein ZwisclumfaU ereignete. Tic große Erregung unter der Bevölkerung dauert fort. Es fanden bereits mehrere Widerspruchsversammlungen statt. Tie Oppositionsparteien beriefen in mehreren Provinz- städten weitere Versammlungen ein. Am Donnerstag findet in Sofia eine Widerspruchsversammlung statt. Die oppositionelle Presse greift die Regierung heftig an und schreibt ihr die Schuld an den Vorfällen zu. Konstantinopel, 16. März. Ter bulgarische Gesandte Sarotof hatte heute eine Besprechung beim Ministerium, in der die Einzelheiten des Besuchs des bulgarischen Königs- Paares beim Sultan festgestellt wurden. Der Besuch ist auf sieben Tage berechnet. Saathafer Beseler II Strube Ligowo empfiehlt in la. Qualitäten ü. C. Pfeitfer 15021 Walltorftraße 71 empfiehlt billigst 893 Lsorg Wallenfels, gegenüber der Engel-Apotheke. Biirgervsrein Giessen. Dienstag den 22. März 1910, abends 8’/2 Uhr, im Saale des Hotel Einhorn ßidtfnt ßiirtcniioiicu 2V" m lang, ä Stück 60 Psg. <1599 j." Wellhöfer, Telephon 743. Märkte. fc. Frankfurt a. M. Schwelnemarktbericht vom 16. März. Aufqelriebeii waren 1300 Schiveine. Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgew. 00 00 —00 Rif., Schlachtgewicht 00- 00 Rif. Vollfleftchige Sclnveine über 2 Zentner Lebendgewicht 00 - 00 Mk., Schlachtgewicht 00-00Rif. Vollfleisclnge Schweine über 2' «Zentner Lebendgewicht 54.00—56.00 Rif., Schlachtgewicht 68—70 Rif. Hel« schiveine über 3 Ztr. Lebendgewicht 53-56 00 Rif., Schlachtgewicht 68- 71 Mk. fleischige Schiveine Lebendgewicht 54.00—5'1.00 Rif., Schlachtgewicht 66—70 Rif. Sauen Lebendgewicht 00—00 Rif., Schlachtgewicht 00—00 Mk Tendenz: loiigiam, bleibt Ueberstand. htrfrptt äu kamen gemcht. xStlilUVIl Auch werden junge Legehühner in Tausch gegeben. Kaninchen- und Geflügclztrcht- 02165) verein Wicicck. Päckchen davon versandt werden. zum Alleinbewohnen, Frankfurter Str. 46, mit Warmwasser-Heizung, elektrischem Lickt und Garten, zu verkaufen oder zu vermieten. Näheres daselbst oder Atice- straße 121.11212 Möbeltransport v. Kessler SMerkel befindet sich jetzt [1281 Krenzplatz Gl. ist es unbekannt, dass als beste Marke für Backpulver Puddingpulver Vanillin-Zucker die Fabrikate Dr. Oetker’s angesehen werden. Für Franyaise maitresse hrevet6e donne lecons. Hautes röferences. [01645 Mg. de N.-Renaud, Wilsonstr. 8. 016071 Eurpsehle mich im An fertigen v. Herr.' u. Dam.-Garder., Äonsir' manden-Anzüg. i. u. auß. d. Ha ■ll,e ft. Hübner, Schneid., Goethestr. 34. Donnerstag den 17. bis emschlteßlich Samstag den 19. d. Mts. geschlossen. 1612. ZurMjahrMugULg Ebilisalpetcr, Kranke. Warme geschützte Lage am » n VVinierKUr IUP Südabh. d.Taunus. Behagl. eingericht. kl. ir —r. mir» An st. SpczialhellimMalt. Centn Heiz. “ jra u. Beleuchtung, neue GcseUschaftsräume, °g Hx warme und kalte Liegehalle. Sormme Mm B W Behänd». u. Verpriecnng. Diätkur. i (5 sä vy*. BR V SfiaJaiSi (Dependance für Minderbemittelte.) Prospekte franko Dr. M. Schnlze-KRlileyss. Nervenarzt. Sanatorium Hofheim im Taunus. 3. Wahl des Vorstandes. 4. Rechtzeitig eingebrachte Anträge: Vergebung städtischer Arbeiten und Lieferungen; die elektrische Straßenbahn. 5. Die Stadtverordnetenwahlen 1910. 6. Verschiedenes. v16/a Der Vorstand. Ankauf. Mt-Eisen, Lumpen, Knochen, Metalle, Flaschen, u. Papier kaust zu den höchst. Preisen 11215 Jakob Nutzbaum, West-Anlage 35 II. Großer gebr. Eisschrank zu kaufen ges. Angeb. m. Angabe d. Preises u. Größe unt. 02161 a. d. Gieß. Anz. erbeten. J. M. Schulhof t^O] Televhon 119. Prompter Versand nach auswärts 1909er Legehühner gute Eierleger, beliebige Farbe, 6 St. 12 Mk., 12 Sl 22 Mk., 18 St. 34 Mk., alles mit Hahn. (ss14/s M. Müller, Neubcrun iOberschlenen». louis Mtaterger Neuenweg 22. Benzinmotor ca. 1 PS., leicht in jedes stärkere Fahrrad einzubauen, billig zu verkaufen. (02183) Hofmannstr. 7 v. Junge Foxterriers schöne Zeichnung, billig abzugeb. 02175 v. Nerdort, Marktplatz 2. 21 fertig gtjolfltrtt Tiwns in rot, kupser, grün. Plüsch sehr preiswert abzugeben, auch auf Teilzahlung a16/s Anzahlung Mk. 6.— jede Woche „ 1.— J. Jttmann Möbel-Warenversandhaus Gießen Plockstr. 14/lß. ________Gebr. Rosenbaum. °2152) Kinderwagen m. Gummir., w. geb» , z. verk. Franks. Str. 95p. Gelegen hell «kauf. Wegen Aenderung in der Wohnungseinrichtung 1 Büfett, eichen, hübscher Stil, 1,46 : 63; Höhe 2,45 Meter, saft noch neu, preiswert zu verkaufen. Schriftl. Anfragen unt. 1602 an den Gießener Anzeiger erb. Eine eleganie weiße Tuchjarkc und ein fchwarzcr halblanger Mantel billig zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschästs- stelle des Gieß. Anz.(1601 Gelegenheitrnkanf. Sosa, 6 Stühle, gep., Vertikow, schw. pol., 2 Sessel, .Somode, zivei Nachttische, 2 Waschtische, sowie mehrere Betten, alles sehr gut erhalten, billig zu verkaufen. 02085] Näheres Walltorstr. 58. Vorschlag, 20 Mir. feinstes starkes „Silk - Cast - Gut" in Stücken zu 5 Rleter, beste Seidenschnur, ca. 100 Angelhaken mit u. ohne Vorschlag, Bleigesenke, Schwimmer, Dovpelhaken, Hechtklammern aus Zink 2C., wegzugshalber sehr billig abzugeben. Die Sachen sind noch ungebraucht. 1573, Marburger Str. 58 L Zuchtbulle erstkl. iZrankenthaler, 19 Monate alt, preiswert zu verk. 11374 (Ä. Bepler, ftinzenbach 102. Ein sehr gut erhaltenes Billard, 1 großer Gasherd, 1 Windsana mit Pendeltüre billig zu verkauf. 1505!Bahnhosst' aße 66. W fehlen Wern ing’sche sMttMUOM Etablissement Steins Saalbau vom 12. bis 20. März. Zum Besten hilfsbedürftiger Kameraden. lieber 100 Mitwirkende. Glänzende Ausstattung. Nächste Aufrührungen : abends 8 Uhr: am 16.. 17., 19. und 20. März; nachmittags 3*/« Uhr: am 20. März. Preise der Plätze: I. Platz 1,50 Mk.. II. Platz 1,— Mk., III. Platz 0,50 Mk. im Vorverkauf: I. Platz 1,20 Mk., II. Platz 0,80 Mk., III. Platz 0,50 Mk. j Schüler zahlen 25 Pfff., höhere Schulen 50 Pfg. ■ ----- Näheres siehe Plakate und ProgrammzetteL [a”/3 Der "EhrenausschuO. Der Festausschuß. Biograph Vom 16. bis 18. März das NM erstklassige Programm: Der Paradiesvogel, großes farbenprächtiges Ausstattungsstück. Stromer möchte ins Gefängnis, humoristisch. Pflicht über alles, großartiges Sensationsdrama. Ostereier, originelles Zettbild. Der eiserne BAsiflig*. Ein Liebesabenteuer de§ Kapitän Morgan. Um dem Photographen zu entschlüpfen, sehr Humorist. Eiue Partie Schach äußerst spannendes Drama. Voby und Familie, höchst originell, 02164 Toni bilder: An der schönen blauen Donau, 1. und 2. Teil. Balle tfzenen, ausgesühct von Mitgl. der Berl. Kgl. Hofoper. Beamten - Verein. Samstag den 19. 3Iärz im Stein’schen Saale istiisclier Hdes Ghten Diriffent: Hen Franz Bauer. Programm: Klavierquartett v. Mozart, Trio v. Beethoven, Gemischte Chorlieder v. Mendelssohn, Schubert und Jüngst, Frauenchöre von Sitt. Fache und Fischer, Solls für Sopran und Duette für Sopran und Alt v. Hildach, Brahms, Wagner, Mozart, Lion, H. v. Koss. v16/s Anfang pünktlich 8 Uhr. ZU vermieten Villa mit Garten zum Allein bewohnen. Marburger Str. 14. welche Herr Proomzialdirektor Geheimem: Dr. Breidert seit acht gahren inne hat. ist wegen dessen erufnnfl nach Mainz zum 1. Juli ob. früher zu vermieten. 10 Wohn- räume. Küche. Badezimmer, drei Veranden. Zubehör. [1570 Verlagsbuchhändler Roth, Marburger Str. 20. 15171 8-Zim.-Wohn., Alicestr. 121., per sof. od. später zu vermieten. Näh. Bureau .front Riegelpsad. j 7 Zimmer | laböi Hernchaut. 7-Zim.-Wohnung sogleich od. später zu vermieten. Näh. Liebigstraße 83 p.________ 5271 Eleg. geraum. 7-Zim. Wohn, mit Zubehör v. 1. Juli zu verm. Näheres Nord Anlage 13 p. | 6 Zimmer | 1594] frerrschastl. 6-Zim.-Wohnung foßleid) od. später zu vermieten. —Näh. Liebigstrahe 83 p. Wilbclmstr. 8 ist herrschaftliche 6-Zimmer-Wohnung mit Bad und Loggia per sofort zu vermieten. Näh. Frankfurt. Str. 29. [532 Ludwigstraßc 52. Schöne 6-Ztmmerwohnung tm 2. Stock mit Zubeh. per 1. April zu vermieten. Näheres im Hinterhaus. [163 1 & Zimmer | 12011 Goethestr?34 im 1. St., eleg. Wohnung von 5 Zim. m. Badez. u. all. Zub. auf L^Avril z. verm. Näheres daselbst Parterre. 5-Zim.-Wohn., neu hergerichtet, mit Gartenanteil zu vermieten. 228] Wilh. Stumps, Bergstr. 22. 12221 In mein. Neubau, Bleich- stratze, gleich Ecke Ludwigftmßc, sind z. 1. Juni oder Juli schöne, modern ausgestattete 5'Zimmer- Wohnung. m. Bad, Loggia, Bleich- platz 2C. zu vermieten. H. LaiinSpach, Alicestr. 22 p. 8361 ®nv s über von Herrn Tapezierer Linier bewohnte LogiS von 5 Zimmern u. Zubehör, mit ober ohne Werkstätte p.l. Avril z.verm. 6k Nauheimer, Bleichstr. 15. |___4 Zimmer | 1582] Franks. Straße 62. 4-Zim- Wohnuna im 1. Stock per 1. Juli zu vermieten. Zu ersragen daselbst im Laben. 14911 Schöne 4-Zim.'Wobn., Gas, » Gart.-Ant. u. all. Zubeh., iür r ‘ rt ob. später zu vermieten zunl Bahnhofstraße 29 I. 02155) Mans -Wohnung, 4 Zimmer u. Zubeh. alsbald zu vermieten. ________________Steinstraße 19. O2l85j Sch. 4-Z.-W., 2. St., m. Gas u. Bab z. verm. Marburger Str. 56. °-W3j 1. St., 4 Zim. m. Back., M.- Z., Gas u. sonst. Zub., p. 1. Avril zu verm. Näh. Liebigstratze 87. Ach 4-Zimcr-Wohnung, elegant eingerichtet, m. all. Zubeh. per 1. Juli zu vermieten. 1526] Martin Schmoll, _______Marburger Straße 60. 02053! 4-Zim. Wohn. m. Zubeh. p. 1. Avril zu verm. Steinstr. 66. 1209, 4 - Zimmer - Wohnung per sofort ober später zu vermieten. _________________Asterweg 50. 1125] Geräum 4-Zim.-Wohnung mit Garten l Zuoeh. p. 1. April event. später zu vermieten. ______Großer Stetnweg 1611. 802) Schöne 4-Zimmerwobn. zu verm. Näh. Bahnhofstr 26 H. Schöne Wohnung, 4 Zimmer u. Küche, groß. Storrib., Keller u. Bodenraum im obersten Stock meines Hauses an ruhige Familie per 1. Avril 1. I. preiswert zu vermieten. (267 W. Kilbingcr, Löwen-Drogerie, _______SelterSweg 79 a._______ Wilhelmstraße 611. ist elegante 4-Zimmerwobnung mit Bad und Balkon per Avril zu verm. 1194 Näh. Frankfurter Str. 29. 139(i| Freundl. 4-Zimmerwohng. mit Küche und Keller, im Hinter- Haus, an ruhige Leute z. 1. Avril zu vermieten. Süd-Anlage 23. 472] Plockttr. 10 ist die 2. Stock- Wohnung, 4 Zimmer mit allem Zubehör, per 1. Avril zu verm. Näheres im Laden.__________ Vollständig neu hergerichtete Wohnung enthaltend 4 große Zimmer und große Küche, sowie Keller und Bodenraum in der III. Et. meines Hauses an ruhige Leute ohne klein. Kinder per sofort oder später zu vermieten. 11547 Earl Nowack, Seltersweg 85. | 3 Zimmer | 1605] Neubau Friedrichstraße 13 4 Zim.-Wohn, mit Bad, Balkon und Loggia per Mai ober Juni zu vermieten. Näh. Frankfurter Straße 29. Mansardenwohnung. 3 Zim., Küche, Keller rc., per 15. April ev. früher zu vermieten. [1597 Näh, bet H. W. Rinn.________ 16061 Lanbgras - Philipp - Platz 10 Mansarden-3-Zim-Wvhnung per sofort zu vermieten. Näh. Frankfurter Straße 29. 02178] Sch. 3.Zim.-Wohn. m. Balk. u. all. Zubeh. v. 15. Avril zu verm. Näh. Asterweg 48 II. I 3 Zimmer | 1428) Schöne 3-Zimmerwohnung per 1. Mai zu vertmeten. _____________Weserstraße 291. Mansardenwohnung, 3 Zimmer u. Kabmett, Friedrichstr. 7, Nahe des Bahnhoss, sofort ober spater zu vermieten. [870 Näheres 1. Stock baselbst._____ 610] (Sme schöne 3-Zim. Wohn, mit Gaseinrichtung wegzugshalb, per 1. April ev. früher zu verm. ______________Walltorstraße 15. 885] 3-Zimmerwohn. zu vermieten. Schisfenberger Weg 671. dkähereS Löberstraße 3.________ | Verschiedene__) Ludmgstrch 30 0 Universität 2. Etage, bestehenb aus 6 bis 7 Zimmern. 2 Kammern u. Zubeh., für sofort zu vermieten. 1209 2111 4 gerabe u. 4 schräge Zimmer zu verm. Franks. Straße 31. Kaiser-Allee 19. Die 1. Etage m.Veranda, Leucht- und Heizgas, vollständig neu her- gerichtet, sofort zu vermieten. Näheres Parterre.________[214 LndwigSplatz 11 |131 mittlerer Stock zu vermieten. 1443] Löberstraße 3, I. Stock, zum 1. Juli ev. früher zu vermieten. Wiescnstr. 4. Zum 1. Juli od. früher zu vermieten: Parterre- Wohnung (4 Zimmer, Badezim., Küche u. Zubehör), Mansarden Wohnung (4 Zim., Küche u.Zub.), große Werkstätte, im Hinterbause, sämtlich neu hergerichtct. 11614 Zu erfragen Marburger Str. 20. 1608] Henselstraße 3 per 1. Juli eine 5—6 - Zimmer - Wohnung zu vermieten._____________________ 02150] Eine 2-Zim.-Wohn., eine Mans.-Wohn. sof. od. spät. z. verm. Th. Bäulke, Ludwigstr. 55. Die seither von Herrn Lehrer Zimmermann innegehabte Wohnung, Diezstraße 14, tit durch dessen Versetzung alsbald zu vermieten. Ehr. Jnderthal, 1579]_________Neuen Bäue 27 I. 02163] Kleines Logis per 1. Avril zu vermiet. Saiillerftrahe 23. 1610) Kleine Wohnung zu ver- mieten. Rittergasse 23. 021571 Ein Zimmer mit Küche zu vermieten. Kanzleiberg 5. 02100] Groß. Zimmer an alleinst. Pers, z. verm. Asterweg 20. I Ibföbl Zimmer 1489] Schön möbl. Zimmer zu ver mieten. Stephanstrahe 13 I. 1442] Möbl. Wohn- u. Schlaszirn. ev. mit Küche u. Kab. zu vermiet. INäbereS Kirchenvlatz 21.______ 1197] Schön möbl. Zimmer sofort zu verm. Wallwrstratze 15. Einfach schön möbl. Zimmer m. Kost per sofort zu vermieten. 021061________Löwengasse 20III. 01948] Möbl. Zimmer m. sep. Ein- gang zu verm. Plockftr. 121. 1488) Ein schön möbl. Zimmer m. sev. Eingang per sofort ob. später zu vermieten. Näheres Asterweg 531._______ 02086] Mehr. Schlasstell. m. u. ohne Kost zu verm. Dammstr. 29. L&den etc. Schöner Laden in Mitte der Stadt gelegen, zum Herbst zu vermieten. Schriftliche Meldungen unter 1426 an den Gieß. Anz. erb. Mietgeluche In der Süd-Anlage oder deren Nahe wird z. 1. 4. ober 1. 7. eine große Wohnung werke zu mieten gesucht. Schristl. Angebote unter 02181 an den Gießener Anzeiger erb. Junger Kaufmann sucht zum 1. Avril schön möbl. Zimmer in guter Lage u. in besserem Hause. Bolle Pension erwünscht. Schrift!. Angebote mit Preis u. 1604 an den Gieß. Anz. erb. Student sucht unmödl. Zimmer zum 1. April. Schristl. Angebote m. Preisung. unt. 02186 an den Gieß. Anz. erb. Geräumiger Keller m. Lagerräumen per alsbald gesucht. Schristl. Angebote m. PreiSang. u. 1498 an den Gieß. Anz. erb. WW Strllni Bon einer erstklassigen Fabrik der Nahrungsrnittelbranche ist die Vertretung an einen bei der einschlägigen Kundschaft gut eingeführten Herrn zu vergeben. Off. erbeten an Rudolf Mosse, Hamburg u. H. E. 1678. |ssl5/3 Wir such, für unsere Radiatoren- Gieherei z. sof. Eintritt mehrere Maschinenformer bezw. Hilfsarbeiter, welche schon auf Formma chinen gearbeitet haben, bei gut. Lohn, de Fries & Cie., Akt. Ges., 1613] Düsseldorf-Heerdt. Ein zuverlässiger Mann, der das Bauholzsahren versteht, als Fuhrmann gesucht. Georg Schubecker, Sägewerk u. Zimmergeschäft, 1447]__________Gienen.___________ 02177] Junger Hausbursche gesucht. Kreuzplatz 11. Junger Hauöbnrsche gesucht. 02171]__________Cbelstrake 8. Lehrling mit guten Schulkenntnissen gegen Vergütung sucht per Ostern 0,170 S. Joseph, Leder engros. Für m. Kolonialwaren-, Drogen- und Weinhandlun» suche ich einen befähigten jungen Mann als Lehrhng. Kost und Logis im Hause wird gegen kleine Vergütung gewährt. Näheres erfahren Sie durch Abgabe schriftlichen Angebotes unt. 1611 an den Gießener Anzeiger. Lehrling S«"«ütun8 W. Böhling ir., Tapeziermeister, 02158]_______Alieestraße 22.______ LlhmieSk-Lkhrliill] § sucht K. Walther, Westanlage 56 1235] Schrcinerlebrling gesucht von Karl Köhler, ____________Dammstraße 32. Gute Köchin ges. Fr. Bänninger, Franks. Str. 34. Vermittlung erbeten. [02156 02154, Jg. Mädchen lagsüb. ges. IScltcrSwcg 68 im Laden. 02149] Ein Dienstmädchen sofort gesucht.________Ludwigstr. 55. WrthrflfHt welch, bereits gedient MllllMn, hat und etwas nähen kann, ges. I01151] West-Anlage 49. Junges will. Madihen Vai*1 arbeiten von kl. Familie gesucht. Näh. Diezstraße 7 I. 102179 Gesucht zu baldigem Eintritt tiirfitiflcö SiGÖdicn, bürgerlich kochen kann. HanSmädchen vorhanden. Frau Marie Schwan, 02184]_______Seltersweg 64 p. Mchenmädchm zum 1. April gesucht. ]B10/3 Klinik für psychische und _____nervöse Krankheiten. £«A* und vermittle Mädchen öllfilt jeder Art. [02168 Frau Stoll, Schloßgasse 17. Lehrmädchen gegen steigende Vergütung gesucht. 1197]_______A. Docter Nächst Gesucht wird ein braves, sanb. Mgdchpn von kinderlosem Ehe- paar in kl. Villa a. d. L. auf möglichst bald langen. Stellg.). Frau Otto Kramer, Rentner, Dorlar b. Wetzlar. Näh. zu erfahren bei [02138 F. Reinstätler, West-Anlage 56. Junges Mädchen von 14—16 Jahren tagsüber gesucht. 11546 Marktplatz 21, Laden. UWWefilcht Jg. Saufmann, nialw., Buchführ. u. Korresp. gut oertr., s. p. 1. April pass. Stellung. Schristl. Angeb. m. Gebaltsang. unt. 1589 an den Gieß. Anz. erb. Sielt. Kaufmann, i.a.Bureau- u. Magazinarb. d. Farben-, Eisen- u. Baumaterialbr. selbst., f. Besch, b. mäh. Vergüt., ev. Teilhab. jetzt od. später. Schristl. Angeb. u. 02032 an den Gießener Anzeiger erb. Gediegene lehre gesucht für 18 jährigen brauen, robusten jungen Mann, der bisher durch Verh. keine Lehre antrat. Nicht über 3 Jahre gegen Kost, Logis, Wäsche. Schlosserei evtl, bevorzugt. bn/a Angeb. erbet, sub D. F. 59 an Daube & Co., Frankfurt a. M. Gniitnyiftin lucht Stellung auf SMillUlM Kontor oder dergl. Schristl. Angebote unter 02153 an den Gießener Anzeiger erb. 02176] Mädchen sucht bald. Stell, in kleinem, ruhig. Haushalt. Näh. Frau Oertel, Dammstr. 43. 02180] Mädchen, das alle Haus- arb. verst., sucht Stelle in einer Restauration. Neustadt 50. kaufm. ausgebil- betz m. fl. Zeugnissen sucht bald. Stellung auf kaufm. Kontor od. sonst. Bureau. Schristl. Angebote unter 02050 an den Gießener Anzeiger erb. Mädchen, das waschen, bügeln, nähen kann, sucht Stelle bei Kindern zum 1. April. [02055 9Zäh. i.d. Gefchästsst. d. G. Anz. Verschiedene; !!!Nur 5 Sage!!! Zum ersten Male in Gießen! I>er berühmte Phrcnologe and Astrologe kommt! (1587 Die Auskünfte auch über Kinder sind nach astrologisch. Berechnung. Große Ausstellung selbst gezeichneter Charakterköpfe! Interessant! Welche Charaktere pass, zusammen! Besichtigung der Ausstellung frei! Für Damen u. Herren von 2 bis 10 Uhr zu sprechen! Hotel „Zur Neuen Welt", Wetzfteingasse I. Etage. Eingang separat durch den Torweg über den Hof I. Etage. Zurzeit Cassel, Heinrichstr. 4. s,tinf"li8t Zeichnungen nach vorhandenen Maschinen. L-christl. Angebote unter 1588 an den Gießener Anzeiger erb. »Iran Ä 9eWua“ Neustadt 21. Kolosseum Giessen. Walltorstr. 36—38 Dir.: Albert Rappmann - :: Telephon 644 Heute Mittwoch, 16. März 1910: Erster Tag ierlolBmlioMl.ti-6(|tapi-tatoeK um den Großen Preis von 3500 Mark. Bis jetzt haben sich gemeldet: Heinrich Weber, Weltmeister, Eichemann, Meisterringer vom Rheinland, Ludwig Grammer, gen. der bäuerische Herkules, Oster, Meisterringer von Luxemburg, Subanoff, Meisterringer von Polen, Macdouald, Champion von Schottland, Karzurkh, Meisterringer von Ungarn, Huber, Meisterringer von Tirol, Pitzrrc le Boucher, Champion von Frankreich, Jes Nielsen. Champion von Finnland. Vorher das neuengagierte brillante Spezialitäten Programm u. a. Will 6 und Stoewas, die eleganten Kavaliere, Tillv Kaiser, Meisterschafts-Jongleuse, Walter Baron, Humorist, 2c. 2c. Anfang der Vorstellung wochentags präzis 8 Uhr, der Ring- kämpfe 9*/2 Uhr. 02182 Kinematograph in höchster Vollendung, stets neues wechselndes Programm. Sonn- und Feiertags 2 große Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr ermäßigte Preise. In beiden Vorstellungen große Ring kämpfe. Im kleinen Saal des Kolosseums Original Riccardo Sacco Hunqerkünstler hungert 40 Tage und 40 Nächte, freute 23. Tag. Niemand versäume hinzugehen. Kleine Eintrittspreise. In dem vorderen Restaurant täglich großes- Künstler-Konzert des vestrenomm. Damen-Orckiesters „l'nion“. Kapellmeister Fr. Rasv vom Konservatorium in Leipzig. Anfang 7'/, Uhr. Eintritt frei. ES ladet ergebenft ein Direktion Albert Ravvmann. Kinematograph Bahnhofstratze 54. 02160 Bahnhofstraße 54. ProguiNR 0011116. ßis 18. März 1910. 2. Sommerprogramm. Der Vorstand. vl6/3) Glyzerin- und Honig-Gelee. GegenWundwerden d. Nasenflügel und Oberlippe bei Schnupfen. Ueberall zu haben. mit klein. Kapital zw. Gründung eines Kurzwaren-Geschäftes ges. Schristl. Angebote unter 1598 an den Gieß. Anz. erbeten. 3. Verschiedenes. Wir bitten dringend um Erscheinen sämtlicher Mitglieder. Sehr wichtige Besprechungen Sektion Giessen D. & Oe. A.-V. Donnerstag den 17. März, abends 8*/$ Uhr, im Restaurant Metrovol, II. St., Vortrag des Herrn Oberamtsrichter Wünzer über: „Jlittel- und Hochgebirgswanderungen“. „ Damen und eingeführte Gäste willkommen. lv"/s Dr. Dralie’s ss25/. Mala tti ne Mäkcha wird sauber gewaschen u. Ä'U|U|C auf neu gebügelt. (01810 Wäscherei Wolkengasse 19. Wilde Pferde, hochintereffante Naturaufnahme. Serum gegen Schüchternheit, komische Szene von Max Linder, stürmische Heiterkeit. Die Erstürmung des Hügels San Suan, Episode aus den Kämpfen auf Cuba zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten Nordamerikas. Traum einer Frauenrechtlerin, humoristisch. Der Detektiv als Akrobat, spannendes Drama. Der Hund des Polizeibeamten, humoristisch. Heloisens Bewerber, größte Heiterkeit. Tonbild: Madame Inkognito ans „HaNo, die große Revue". Fuhrleistungen jed. Art, sowie Auszüge, Möbeltransporte, Waschfubrcn über« (02166? 66t» 'M}, Löwengasse 11 G. R. V. 1885 Ausserord. GeneralversamiDliiDg Donnerstag den 17. März, abends 9 Uhr, „Hotel Einhorn". Tagesordnung: 1. Feier des 25. Jnbiläums- StiftungsfesteS. 020MJ I. Flicken u. Weißnähen empf. sich Kätch. Bender, Walltorstr. 14. ttrtithnatttt Ansang der 30er, ge- MllMIUI reift, wünscht sich mit ca. 15 Mille an solidem Geschäft aktiv z. beteilig. Diskretion zages. Schristl. Angebote unter 02142 an den Gießener Anzeiger erb. 02159) Schüler o. Schülerinn. find, gute Pension. Goethcstr. 67. 15000 Mk. auf erste Hypothek pr. 1. Mai 1910 zu leihen gejucht. Schristl. Angebote unter 02027 an den Gießener Anzeiger erb. Elßaschinenbauer - Gesangverein Samstag den 19. März 1910, abends S'/n Uhr Gtilergl-PersMmllllll] im Haderkasteu. Der Voratend. Allseitiges Erscheinen d. aktiven u. passiven Mitglieder dringend erwünscht.y Kluvictstiiuuicu• A') Afterm. 39. Sprach - Unterricht in Engi. u. Franz, hier i.Gießen von bewährt, national. Lehrkräft., ä Std. (allein) 2 Mk., in Kl. von 80 Pfg. an. Ansrag. Bcrlitzschule, Darmstadt. Prospekt frei, t0898 O2OTS] Alle Weißzeng-Näh-Arbeiten für Private n. Geschäfte w. promot u. gut angesert. Seltersweg 1211. Vereinslokal von besserem Verein gesucht. Sofort, schristl. Angebote unter 1580 an den Gieß. Anz. erb. Konsums Giessen und Umgegend. Um unseren HeuchelheimerMit- gliedern Gelegenheit zur Anschaffung einer gediegenen und dabei billigen Literatur zu geben, haben wir die Wiesbadener Volksbücher in unserer dortigen Abgabestelle, Braubausstraßc 37, ausgelegt; dieselben enthalten die Werke namhafter Autoren und sind die einzelnen Bändchen zum Preise von 10—40 Pfg. zu haben. In Gießen sind dieselben nur Bleichstraste 16 a erhältlich. 1438J Der Borstand. Heues pitaltir Giessen. Dlrektlei: Hermann Stelngoetter. Mittwoch den 16. Marz 1910 Anfang 7 Uhr 19. Mittwoch - AboDD.-Vorstelliing Gastspiel von Herrn Hans Baumeister v. Großh. Hoftheater Darmstadt. „Tantris der Narr Drama in 5 Aufzügen von Ernst Hardt. Anfang 7 Uhr. Ende geg. 10 Uhr. Freitag den 18. März 1910 Anfang 8 Uhr 20. Freitag-Abonnem.-VorstelW Novität! -«! „Das Konzert* Lustspiel in 3 Aufzügen von Hermann Bahr. Anfang 8 Uhr. Ende geg. 108/« U6r- 360SOC03Q0>0o5)O00Ö5 Ur. £i$ . fi % 9J!< Zu trag, } i itntnnei I Weisend | A, j Jrmitta laiiet I :Merg lilretär S alle wette r. < itin den Meiste «tjige ü Wiäui Net bi Miche ^tge, ] 'S ™*ni Iür Nl§te 'W ftiiia ’Uiibertd Mvrge Men A-htt l-n bp A« ?Mt Alens NZ wi ^rbnet Limin1: 9 und 1 >cid?cn leigtD Ai ben1 tint trl ne mit < rrnben < M u nur Eerich «einen Mor, '