160. Jahrgang politischen Teil: August Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Afrikanische Streitfragen. chaf :en5 fa nb ^ivl- /'ii darf politifcbe Cagcsfcbau» Weitere Entlassungen hesfischer Baubeamtea. Erstes Blatt 9 zu 'M unwandelbarer Treue i mir Ihr Präsident im ausgesprochen hat. 33 nichtetatsmäßige Beamte, die in der Zeit von 5896—1901 die Staatsprilfung abgelegt haben um) von deneir dm alreftat sich 13 Jahre im Staatsdienst befinden." Es wäre wünschenswert, daß die Regierung mit Scho- nuna vorginge, namentlich solchen verheirateten Beamten gegenüber, denen es nicht gelingt, alsbald anderweitig Bv. schajtigung zu erhalten. rden mitrnu* mucu uu Vv»v.. ___________________________ lchUngeprüfter chnifer verwendet ist. Der Austritt aus dem Staatsdienst S*=E% ”S.S« ÄS = u«™» .. m. »7».£« m"Ä Ä Deryas fanu ffdcrzeü erfolgen. Betroffen »on dieser Maßregel werde« r.!e der it Dank schlossen wird. m London, 12. Dez. „Daily News": ! Für die Engländer ist das Problem der Beziehungen zu Deutschland die Hauptfrage in der äußeren Politik und die Rede des deutschen Reichskanzler-; bringt sie der Lösung naher Das Wesen des Problems ist das wirkliche oder scheinbare Wettrüsten. Wir werden eine Vcrständioung erlangen ohne Beitrag, eine tatsächliche Beschränkung der Rüstungen ohne gesetzliche Verpsliästung. Unserer Ansicht nach ist von Bethmanns Vorschlag roete ^taats- kunst. Seine Erklärung übe' Rußland bedeutet, daß unsere Verständigungen mit Frankreich und Rußland im Vegriss sind, zu der ursprünglich, allein rt:chtsertigenden Form zuruckzukehren. r. 292 rr Oletzener Xnjdttf scheint täglich, außer onntags. — Beilagen: i er mal Tvc-cbentlicb letzenerZamiliendlättei. DfUitalrDÖcbev.tLKrciS: st! für den ttreis Gießen W Dienstag nndFreiiag)-, veimol rnonatl. Land- irlschastliche öeitsrage« ernivrech-Anschlüsse: dustrie und Technik im Laufe der Jahre gezeitigt haben. Durch diese ihre Bestrebungen bat die Deutsche Landwirtschastsgesell- schäft in hervorragendem Maße dazu beigetragen, die L e i st u n g s- fähigkeit der deutschen Landwirtschaft sowohl des bäuerlichen, wie des Großgrundbesitzes zu heben und in weiteren. General-Anzeiger für Gberheffen IO?» mbme^on Anzeigen Rofafionsfcrttd Ml üerlö« der BrflbHAtn Univ -Such- «nd Steiitbrnderd B. rangt. Bebaftio«, Lxpebitio» nnb vrnckerri: rchulsttafte 7. : K.Heßden s MrmÄ"” Lxvebit'.on für Bübingen: Bahnbsfstraßt 16a. - Telephon Nr. 5V. H. Beck. deren politischen J.'teressen Frankreichs in Marokko wurden zu einer sehr geringfüg'gen Sache zufammcns'chrumpsin, wenn sie, nicht einmal den Besuch eines französischen Offiziers beim Pascha von Agadir rechtfertigen sollten. Die „Lanierne" schreibt: _ Während unser Minister des Aeußern, Herr Pichon, sanft schlummert, hat D mtfchland daran gearbeitet, sich Rußland und England zu nähern. Die Sprache des Reichskanzlers zeigt, daß es hart am Ziele ist. Abcr^ wir könnten dafür auch noch andere Zeichen anführen. So wissen wir bestimmt, daß Rußland seine Wcstgrenze von Trupven entblößt hat, da es gegenwärtig an keinen Zwist mit Deutschland mehr glaubt --.das ist ziemlich ffar —, aber dann l>aben wir das Recht, Herrn Pichon zu fragen, wie es mit der französifäi-rusiischen Allianz steht und ob wir über 20 Milliarden nach Petersburg deshalb ex^rttert haben, damit auf unsere Kosten eine russisch-deutsche Entente abge- bis zu den Säulen des Herkules. Und so erweitert sich das marokkanische Problem au entern afrikanischen, das den europäischen Kolonial machten noch manche harte Nuß zu knacken aufgeben dürfte. Paris, 12. Dez. Die Blätter erörtern in eingehenden-Leitartikeln die Rede des deutschen Neichskanzlers. Der In seiner Rede über die auswärtige Politik des Deutzen Reiches hat der Reichskanzler am Samstag die cörterung der mit Marokko zusammenhängenden Fragen »hi Staatssekretär des Auswärtigen, Herrn v. Kiderlen- äcbter überlassen, der demgemäß wohl spätestens bei der eratung seines Haushalts dem Reichstage über diese ragen, also besonders über die noch immer nicht geklarte kigelegenbeit der Gebrüder Mannesmann und über den wischensall von Agadir Rede und Antwort stehen wird, as ist vom Reichskanzler, der ja Herrn v. Kiderlen-Wächter eaenüber nur ein Neuling in dem Labyrinth unserer aus- .ärtigen Politik sein kann, nicht ungeschickt. Denn wenn .an berücksichtigt, welches Echo ferne Rede vom Samstag, ie doch im großen und ganzen nur informatorischen Knalls war, in Frankreich gefunden hat, wie man dort über ie von Herrn v. Bethmann mir zaghaft angedeuteten Er- ebniffe der Potsdamer Begegnung und über Feststellung iner Besserung der deutsch-englischen Beziehungen in hoch- cm Maße verschnupft ist, so läßt sich mit Sicherheit an- ehmen, daß eine Erörterung der Marokkvsragen durch >errn v. Dethmann-Hollweg in Frankreich einen Sturm er Entrüstung zur Folge gehabt und die sich seit dem Rarokkoabkommen vom Februar 1909 anbahnende Besfe- una der deutsch-französischen Beziehungen wieder ernst- ich in Frage gestellt hatte. Denn die Marokkofrage ist und bleibt auch trotz dieses 'Abkommens eine sehr heilte. Man hat das Gefühl, daß >ie deutschen Interessen in Marokko trotz der ihnen ein- leräumten Gleichberechtigung gegenüber den franzofischen md spanischen benachteiligt sind, weil Frankreich und nfolqe ihrer Vereinbarungen mit Marokko dort eine be- lorzugte Stellung genießen, ja, im Begriff sind, Marok.o, venn es seinen pekuniären Verpslichtungen ihnen gegen» iber nicht nachkommen kann, ganz und gar einzustecken md dadurch die ihm auch unter deutscher Garantie zu- gesaate Integrität zu brechen. „ . „ w Für die Benachteiligung deutscher Interessen in Marokko spricht der ?tall der Gebrüder Mannesmann, denen Frank- reicki bisher die rechtliche Anerkennung ihrer von dem früheren Sultan erworbenen Bergwerkskonzcs Ionen verzagt hat für die Verletzung der Integrität Marokkos aber neben den weiteren Vorstößen der Franzosen in Mittelmarokko insbesondere die Landung des französischen Kriegsschiffes „du Ehayla" im Hafen von Agadir der nicht su den den Franzosen und Spaniern ;ur Kontrolle des Wafsenschmug- aels geöffneten Häfen gehört. Da dem Reichskatizler am Samstag über diesen Vorfall noch keine amtliche Meldung vorlaa, konnte er fick nicht darüber verbreiten. Wie man aber in Frankreich die Sache ansieht, ergibt sich anv den Darlegungen der Pariser Presse zur Genüge Man sucht hier, da man einsieht, daß man mit der Entsendung des Kriegsschiffes seine Karten zu früh aufgedeckt hat den Fall so tmrzustellen, als ob vom Hafen Agadrr aus tatsächlich Waffenschmuggel betrieben worden wäre, und entblodet sich nicht, die ihnen mißliebige, im Hinterland von Agadir ansässige Firma Mannesmann des Schmuggels zu beschuldigen. Das kennzeichnet lediglich das bofe gewissen der Fiauzosen. Denn was die 'Pariser Presse sonsten Rechtfertigungen für das Eindringen des „du Ehayla in einen geschlossenen Hafen vorbringt, durfte kaum h^tvar sein da die deutsche Regierung, als die französische am 4 5‘-&ryaT ds. Js. bei ihr anfragte, ob sie im Interesse der Unterdrückung des Wasfenschmuggels ihren Ueberwachuugsdienst auch auf geschlossene Häfen ausdehnen dürfe, zur Antwort gab „daß Deutschland nichts gegen die Erneuerung der Bestimmungen des Artikels 20 und 21 des Algeeirasver- trageS auf ein Jahr und unter den 9 eichen Bedingungen hätte". Deutschland wich also der Frage nach einer Oesfnung der geschlossenen Häfen für den französisch-spanischen K-ontrolldienst aus, so daß Z-rankrerch Ltn Recht hatte, die klaren Festsetzungen des Algecirasvertragev hinsichtlich des .Hafens von Agadir zu durchbrechen. Rach einem zwischen Frankreich und England am 21. März 1899 abgeschlossenen Vertrage über Nordafrika fort das Sultanat Wadai der französischen, das Sultanat Darfor dagegen der englischen Einflußsphäre zufallen. Das dazwischen gelegene Gebiet von Ma,falltJ™3* aber zwischen beiden Mächten strittig geblieben, so daß, als der von detl Franzosen aus Wadai vertriebene Sultan ^udmurra im Bunde mit dem Sultan von Mastalit ^^.27^ofen am 3 November bei Trigele tm Massautlande die bekannte Schlappe beigebracht hatte, es den Franzosen so lauge unmöglich war, das Wadaigebiet zu „beruhigen , wie sie nicht über den Schlupfwinkel der Räuber, das Massalitland, mit England zu einem Einvernehmen gelangt waren und von ihm überdies die Erlaubnis erhalten hatten, rhre Gegner auch über die Grenze des bisher selbständig gebliebenen Darfor hinaus zu verfolgen. , -. s Das ist nun überraschenderweise letzt geschehen, und Frankreich gewinnt damit eine sichere Basis nicht nur für die endgültige Eroberung des Wadailandes, sondern auch eines Teils des Massalitlandes. Im Wcken von Tripolis dehnt und streckt ein mächtiges französisches Kolonialreich seine Arme und droht, falls die Türkei nicht enbgirthg gesundet, auch Tripolis sich einzuverleiben, oder dou) wenigstens durch Ablenkung des Verkehrs nach Tunis wirtfchast- lich mattzusetzen. Das ist natürlich für ine 3taluner, bie auf die tripolitanische Erbschaft rechnen, eine Enttäuschung, wie sie größer nicht gedacht werden kann, droht aber gUiu)* zeitig, den Panmohamedanismus ganz Asrnas gegen die fratizosischen und sonstigen europäischen Eiudiingli.ige auf die Schanzen zu rufen — von den Pyramiden Aegyptens Schön wenige Wockfcn nach dem Antritt meiner Regierung habe ich im Jahre 1888 bei Bitte ihres derzeitigen PräsideMen, d-e- von Ratibor, roirtfalyren, das Protektorat über bie ^eutiche Land- wirtschastsgesellschaft zu übernehmen und in ben späte-e'.i . aiy.ee den Prinzen meines Hanfes gestattet, das Amt be: der Gesellsck-ast zu führen. Ter Besuch, der ,o glan'.enk, ."-d c; folgreich verlaufenen Ausstellungen m .Hannover und Berlin a mir Gelegenheit gegeben, mich persönlich von den hervorragend!'. Leistungen der Deutschen Landwirtsck)aflsgesellschaft rnd von Bedeutung für die Eiitwickelung der Deutschen überzeugen. Mein Erscheinen am faltigen Tc/v. an Jlne Gesellschaft ans ein Vierteljahrlnndert uen? 1 bewußter Arbeit mit bereckstigter Genuginung,yArh.Mi.. fort der bewährten Leiterin und Führerin au, dem (v-. landtvirtschastlichen Arbeit in Deittsclüand rncuu'.i vaurr'. und Meine volle Anerkennung ihres Wirkens nnb künden — In den 25 Jahren ihres Bestel-ens hat bie C e die wirtschaftlichen und geistigen Interessen der ' (W in glücklicher Weise wahrgenommen, den beut;ar:n _ tuirten in allen Fragen ihres schonen Bernscs w.l.- Rat und Tat zur Seite geftanden nnb ihnen mnna-es edle Samen tom zuge führt, das unter den eriudtmcna Dienstag, 13. Dezember W monatlich7bP1^ viertel < sährlich Mk. 2.20; durch f Abhole- u. Zweigstelle« monatlich 65 Pf.; durch biePostMt.2.—vierteb« iährl. ausfchl. Bestella. Zeilenpreis: lokal IbPf^ auStvärtS 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den Aus Darmstadt nnrd uns geschr-ieben: Die Entlassung von weiteren 38 Hessischeni Baubeamten, welche teilweise schon vor 18 Jahren ihr Staatsexamen gemacht und bisher beim Staate beschäftigt, aber nicht angestellt waren, steht bevor, nachdem erst im vorigen Jahre etwa 40 im gleichen Verhältnis stehenden Baubeamten gekündigt worden war. Der Schlag trifft dct uriiuunyiiu/cn., uumi w--— v—. v - -. einen großen Teil verheirateter Beamten besonders hart, daß sie ein Bollwerk des Frudens und ^uternationEn Wohl- aber mit Ersparnisgründen im hessischen Haushalt wollens ,ein sollen und feine Entschuldigung für das rti.fachen üonLrflärt Damit sind alle tm Staatsdienst befindlichen Bau- Argwohn und suchen nach Zank^m^ ^eutichanld. nunmehr in gekündigter Stellung, 24 davon ----------- VniUr- nnb KrtntlprmortP müssen im April nächsten Jahres ausscheiden, man toiti naner-unc nansierroone versuchen, sie bei den Kreisbauämtern nnterzubrrngen. in der deutschen LaUdVltfchas.5stef^Ufchast. „Jedenfalls, so heißt es nach dem „Tägl. An^" in dem Erlaß, X Berlin, 12. Dez. müßte aber die Entlassung von etwa 24 Beamten in der Zeit Der Kaiser besichtigte heute vormittag das Kinder- i>om 1. April bis 1. Oktober 1911 in Betracht getzEn werfan. seÄ. ä. «d--»- »k tz»» sxe aÄ’snÄÄtös.'s: Deutschen Land wirtschastsgesellschaft, bie t jt “n“ ^nrä>Cnfm-deutschen Kontincntalgrenze, welche durch dte atizn vucp- Landwirtschaftsgesellschaft am Jubiläumstage die wärmsten stabengemäße ungeschickte Anwendung des neuen ' arges hervor- Die Aufgaben, woran die Gesellschaft arbeitet, gerufen würden. Ebenso i st m a n i n B e r l i n arge r t i ck uver immer weitere Gebiete des landwirtschaftlichen Berufs- die Schwierigkeiten, welche die Bureaus b<5 sranzm ischen SroiDiuai* 1 [eßen^ Erfüllung ihrer Aufgaben trägt die Gesellschaft dazu Ministeriums dein zur Hintanhaltung von Zwistigkeiten an der Schätze des heimischen Bodens nicht nur erkannt Kongo-Kamerun-Grenze getroffenen Vereinbarungrm bereiten. werden, sondern auch durch innige Vereinigung und Wir glauben aber nicht, daß die kühle Stimmung wissenschaftlicher Forschung in praktischer Erfahrung erhalten und anhalten wird. Eine unzweideutige Ausklaruiig, und von vermehrt werden. Solche Arbeit dient im gleichen Maße der französischer Seite eine ernste Vtahnmig an einige uniugigc j l $Cgenroart und der Zukunft unsres Volkes uno unterstützt so bie Beamte werden genügen, um die Dinge in Ordnung zu bringen. I wirksamsten Bestrebungen des Reiches und der Bundesstaaten „Siecle" meint: ! zur Hebung und Förderung der deutschen Landwirtschaft. Ich Di7. von Deutschland im Februar 1909 anerkannten bcioiv fann her Deutschen Landwirtschastsgesellschaft nichts Besseres wicki- ‘ ‘ ‘“"-k...... icben, als daß sie allezeit dem Streben und der Sch 'fenssreubig- keit getreu bleiben möge, die sie bisher beseelt hat, bann wird ihrem Wirken der Erfolg und Segen auch künstinhin nicht fehlen» Es sprachen ferner der Land wir tschaftsminister, der Präsident des Landwirtschaftsrats Graf Schwerin-Loewitz u. a. Der Vorsitzende des Vorstandes des Landwirtsckafts- rats v. Freier-Hoppenrade hielt die Festrede. Zahlreiche Glückwunschtelegramme wurden verlesen, darunter die von den Großherzögen von Oldenburg, Mecklenbura-Schwerin und dem Prinzen Ludwig von Bayern. Zum Schluß brachte Herr v. Freier nochmals ein Kaiserhoch aus. Der Kriseu* verließ den Saal unter lebhaften Kundgebungen. Er verlieh an Mitg'ieder der deutschen Landwirtschastsgesertschast eine Reihe Ordensauszeichnungen. Aus Hessen. Deutsches Reich. Vie Wahlen m (England 2ond 3-n, 13. Dez. (11 Uhr 53 Mn.) Gewährt sind 191 Libera.e, 229 Unionisten, 35 Vertreter der Arbeiterpartei, 57 Redmond ist en und sechs Obrinisten. Die Liberalen gewinnen 18, die Unionisten 21 jiiib die Arbeiterpartei Dir- Mandate. Aus Stadt und Land. ließen, 13. Dezember 1910. ' Tageskalender für Dienstag, 13, Lez. Stadt- theater: .Hohe Politik'. Anfang 8 Uhr. ** Ortt Droßh. Hofe. Vom Hofmarschallamt wird der .Darmst. Ztg." mitgeteilt, daß für den 7. und 11. Januar 1911 je em HofbaU im Alten PalaiS zu Darmstadt vorgesehen ist. Der Rücktritt der Kabinetts vienerth. SBien, 12. Dez. Heute nachmittag unterbreitete der Miursterpräsident v. Bienerth dem Kaiser den Rücktriü des Gesamtkabrnetts. Der Kaiser nahm das Gesuch) an und betraute das Kabinett mit der einstweilige» Fort, sührung der Geschäfte. glieder, die Sozialdemokraten 52 Mitglieder. Die Rechte setzt sich zusammen aus ^Konservativen, 25 Mitgliedern der Reich spartei, 17 Mitgliedern der wirtschaftlichen Vereinigung und 3 Mitgliedern der deutschen Reform-Partei. Die Polen zählen 20 Mitglieder, das Zentrum nach der Aufnahme des 2tbg. Prof. Spahn 106 Mitglieder Leiner Srattion gehören 18 Mitglieder an. Vom Berliner Professoren streik. Zum Profefforenstceit an der Berliner Universität enthalten die Berliner Blätter die nachstehende Erklärung: Veranlaßt durch den als »Tatsachen im Berliner Professoren' Provinzial-Ausschuß Ver Provinz Lberhessen. w t 1^ Gießen, 10. Dez. Anwesend: Provinzialdirektor Dr. Usinger als Vorsitzender und sechs ordentliche Mitglieder. Beginn 9, Ende li/i Uhr. I.AufbringungderKostendesGeländeer- werbs für die Nebenbahn Grebenhain — Gedern. Gegen den von den beteiligten Kreisämtern auf- gestellten Verteilungsplan hatten verschiedene Gemeinden Einspruch erhoben. Es wurde heute zur Sache verhandelt ein Urteil aber nicht gefällt. Der Provinzial-Ausschuß beschloß, eine Entscheidung in der nächsten Sitzung zu verkünden. Die Meuterei in Brasilien. Rio de Janeiro, 12. Dez. Die Kammer hat heute Verhängung des Belagcrungs- <>^,.cmdes beschlossen. Dre parlamentarische Immunität bleibt s-rC ist zwar alles ruhig, doch laufen ine widersprechendsten Gerüchte um. Die von der Regie rnng getroffenen Maßregeln lassen befürchten, daß die Garung noch werter besteht. I ' ö Durch das gegen die Insel gerichtete Steuer hnrrSp» em.eindeu OberschmiUen r101 an die bereits besteherrde und reichlich Wasser liefernde Ramröder Leitung sich zerschlagen haben und eine Einigung nicht erziell werden konnte, wird nunmehr in umerer eigenen Gemarkung nach Qellwas ser gebohrt. Sollte !ich die Voffnung, in den hvchgelegcnen Reippertswicsen Waffe« I beilärigen, dann wird in dem tief er gelegen en Gründer Jfer g e|d)ürft, und dies unter Anwenduna eines Puinp» to £to-Ci111 dem benachbarten Stornfels dem Dorftz tuaestchrt. AuL leben Fall fft es mit Freuden yi dcgrüßer^j 2- Klage des OrtsarmenverbandeS Frankfurt a. M. gegen den La n d a r m e n v e r b a n d Greßen wegen Unterstützung des Eckhard Philipp. Der Landarme Philipp mußte wegen Beingeschwürs infolge von Krampfadern int Frankfurter Krankenhaus behandelt werden. . Wegen des gleichen Leidens war er in der Klinik in Gießen auch schon behandelt und hiernach I der ambulanten Behandlung überwiesen worden. Franl- 'surt forderte Kostenersatz von Gießen, zumal auch nur vier Tage zwischen der Entlassung hier und der Auftiahme in Frankfurt lagen. Gießen weigerte sich und bestritt das Bestehen einer fortgesetzten Hilfsbedürftigkeit. Der Pro- Vinzial-Ausschuß entichted aber heute im gegenteiligen Sinne und gab der Klage statt. Gießen hat 85.40 Mk. Verpflegungskosten zu ersetzen und die Kosten des Berfahceiis sowie eine Verhandlungsgebühr von 3 Mk. zu tragen. 3. Die beiden außerdem zur Verhandlung anberaumten Streitsachen waren auf Antrag von der Tagesordnung abgesetzt worden. Landkreis Gießen. Watzenborn.Steinberg, 12. Dezember. Dieser Tage starb hier dec über die Grenzen seiner Heimal gememde hinaus bekannte Rechner dec hiesigen Spac. und Tarlehenökaffe Jakob Maid. Er war ein Mann Don lauterem Charakter und seltener Gewiffenhastigkeit und Psticht. treue. Auch aus dem Gebiete der Gemetndeoerwaltung war er früher tätig. So gehörte er 27 Jahre dem Ortsvorstande und längere Jahre dem Schulvorstande an, sowie big >» seinem Tode dem Orts.Gericht. Ec erreichte ein Atter von nahezu 68 Jahren. Die Gemeinde wird ihm em auba Andenken bewahren. Kreis Büdingen. d-Büdingen, 12. Dez. Der Ev. Kirchen-Thvr (gemischter Chor) gab am Sonntag abend in der hieslaen Stadtkirche ein Konzert unter Mitwirkung der beiden hiesigen Damen Frau Erika Förster (Violine) sowie faL Edtth Pauprä (Sopran). — In Voraussicht der zu e> wartenden Darbietungen war der Besuch, besonders von den Musikverständigen, recht gut. Das sorgfältig zusammen, gestellte Programm bot reiche Abwechslung, tat aber de« guten etwas zu viel. In Frau Förster, die uns heu^ erstmals (und hoffenllich bald wieder) chr Können bot hat Misere Stadt einen hervorragenden musikalischen wachs erfahren. Vom zarten piano bis zur energische« Bogensuhrung rn forte, sowie der reine volle Ton, zeigen gute Schulmig und Veranlagung. Ganz besonders innia vorgetragen wurde der letzte Satz aus der Sonate von Handel. Das Mitglied Frl. Edich Paupis trug jum Xeil recht schwierige Solis prächtig vor; man merkte entschieden den Fortschritt in der Schulung, sowie der volleren Stimme. Frl. Paupis überwmid die Schivieria- leiten der Arie von. Bach mühelos. Im Schubertschnr „Friede sei mit euch" gelangte der reine, seelenvolle Ge- ang gleich einem inbrünstigen Gebet zum erhabenen Ausdruck. Der Dirigent, Lehrer Pebler, begleitete bewe Damen mit bekannter Meisterschaft auf der Orgel. Er hatte in einigen recht schwierigen Stücken keine Heine Aust gäbe. Nur bei dem Vortrag des Violinsolos von Bach (apf der G-Saite) erwies sich bei dieser tiefen Tonlos bie Orgel etwas zu stark. Herr Pebler zeigte sich auS als tüchtiger Dirigent. Die fünf Chöre wurden durch! aus gut vorgetragen; sie lieferten den Beweis fleißiger Proben bei hingehendem Eifer. Wünschenswert wäre eine Verstärkung des Basses; die übrigen Stimmen stehen in ziemlich ausgeglichenem Stärkeverhältnis. Auch die zwe» Solo-Quartette gelangten zu schönem Vortrag. Da» letzte, „Es ist ein Ros entsprungen", war ein Genuß, besonders am Schluß der Verse, wo die klare Sopraa. und sonore Ald-Stimme durch haarscharfes Einhallen de- Zeitmaßes, unterstützt durch die kräftige, volle Baß, stimme, wunderbar ausNangen. , _ Sftbingen, 12. Dez. Schöffengericht. ES kam« folgende Sachen zur Hauptverhandlung: Der Buchbinder E. LA Ä?^L?-iec 111 r^/chrchungshaft, wird weg«, Bettelns ^u einer $)aft|trafc von fünf Tagen verurteitt und urif den Kosten des Verfahrens belastet. — Dec Taglöhner F. H. ft und der Gastwirt und Kaufmann W. T., beide von DüdelsheuL wurden wegen Körperverletzung je zu einer Geldstrafe von 20 ALL verurteilt, die im Uneinbringlichkeitsfalle mit je fünf Tagen (5t* angnis zu verbüßen ist. Der Angellagte T. wurde weiter weg« a?rH?l^9eT Körperverletzung noch zu einer Geldsttafe von 10 ML fahrwisiger Körperverletzung noch zu einer Geldsttafe von 10 ML gegebenenfalls drei Tagen Gefängnis, verurteilt, weil er seines ound aus einen Menschen gehetzt hatte. Die Kosten des Be» fahrens tragen die Angeklagten, einschließlich der des Neben« kwgers. Der Taglöhner K. D. von Düdelsheim wird weg« Bedrohung zu einer Geldstrafe von 20 Mk. verurteilt, die im Uneinbringlichkeitsfalle mit fünf Tagen Gefängnis zu verbüßen ist autzerdem wird er mit den Kosten des Veftahrens belastet — Der Taglöhner H. H. aus Dortmund, zurzeit hier in Untere 33 to'^> wegen Bettelns zu einer Haftsttafe von euifl ^oche unb in die Kosten des Verfahrens verurteitt. Die Strafe güt bureb die Untersuchunghsast als verbüßt. — Der Korbmacher W K. von Gelnhaar, wegen Bettellns angeklagt, ist trotz orbiuing^ madiger Ladung im heutigen Termin nicht erschienen. Aul ^^^er Staatsamvaltschast wurde Hastbefchl gegen ihn erlassen. , , MUchlMwier H. G. von Wolf hatte gegen euien Strass desehl des Amtsgerichtes pcgen Ucbertretimg § 369 Abs. 2 Stt> i?’0 ^^Ibruch angelegt Vor Beginn der Verhandlung nahm! ver llngalagte feinen Einspruch z^u rück und wurde mit bcn roeaeren SbJiten des Verfahrens belastet. — Der Lienstknecht £). von Budmgen wird wegerr Körperverletzung zu einer Geldjttafe non 4U JJtt. verurteilt, die im Uneinbrüiglichkeitsfalle mit fünf ulagen Gefängnis zu verbüßen ist, uiid mit den Kosten des Ber- ährens belaftet. — Der^ Fuhrmann H. T. von Düdelsheim ist wegen Bedrohung und Cack)beschädigung ongeklagt. .Wegen Be-, dcohung wird er als nicht schuldig freigesprochen. Das Ver^ Wen wegen Sachbeschädigung wurde nach erfolgter Zurücknahme tos Sttasantragä, umer Belastung des Antragstellers mü den Kosten des Verfahrens, eingestellt. — Das nächste Schössenaerichl findet am 9. Januar 1911 statt ** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Otto Sauecwein zu Frankenhausen eineLehrerslklle an dec Gemeindeschule zu Seligenstadt und dem Schulamts- aspicanten Konc. Bill aus Siieder-Weisel eine Lehrecstelle an der höheren Bürgerschule zu Nidda. — Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Löwenstein-Wertheim'.Nosen. berg und dem Fürsten und Grafen zu Erbach-Schönberg auf bie Lehrerstelle an bcc kath. Schule zu Seckmauern präsentierte Schulamssaspirant Friedr. Müller aus Gernsheim - - und der von dem Grafen zu Alt-Leiningen-Westerburg in Dre Christlich-soziale und die Deutsch-soziale Ilbenstadt auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule in üut^te ÄÄÄ einige'L LKm '^ler aus tanbragSahgeorbnete berwohnten. Es würbe gcmeinfamcsl n rle btgt ist eine mit einem evang. Lehrer gehen beiber Pattaen bei allen in Frage kommenden Zahlen beschlossen und als Kandibaten aus gestellt: Abg. B i n b c - wald für Alsfelb-Lauterbach, Abg. Köhler für Gießen, Stadt-- üerorbneter Rippel-Hagen für Bensheim-Erbach als Nach- solger von Kammerpräsibent Haas. Wegen anderer Kreise wurde mit Rücksicht auf bie Personenftage bestimmte Beschlüsse, noch nicht gefaßt. Beide Parteien werben im Großherzogtum S.c 11 e ln H essen-Nassau gemeinsam vorgehen. l?ne. Unterstützung der Sozialdemo kralle und des Freisinns qill sur vaupt- und Stichwahl als ausgeschlossen. Der uattonalliberalen Partei ist nur bann Wahlhilfe zu leisten, wenn 'ie zu entsprechenden Gegenleistungen bereit ist.. ~ Diaul- und Klauenseuche. Neue AuSdrück. der Seuche sind gemeldet aus Hinzing (Gemeinde AppcciL. ham), Negierungsbezick Oberbayern. Izu besetzende Lehcerstelle zu Biebesheim. | . " DerndurgS Orde-n. Der Großherzog hat dem Kaiserlichen Staatssekretär a. D. Wirklichen Geheimen Rat Decn bürg die Genehmigung zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem Kaiser von Japan verliehenen Großkreuzes des Verdienstordens der Ausgehenden Sonne, sowie der ihm von dem Kaiser von China verliehenen dritten Stufe der ersten Klasse de§ Ordens vom doppelten Drachen erteilt. ** Ab gelehnte Orden. Wie seinerzeit gemeldet ^aben öwer Mainzer Lefter die ihnen anläßlich des G^urtstages des Großherzogs zugedachten Ordens- Ausznchmlngen abgelehnt Der Dezirksverein Mainz des In den Verhandlungen des Reichstags vom 9 Stevern-1 SQ,; nun ür dieser Angelegen- ist unter Bezugnahme auf die vom herzoglich br^- -/Der Mainzer Lehrer- chnwigrschen Staatsminister v. O t to am letzten Gebunstaae ? et die Grvßt). Krersschuldommtfjion Mainz, so- )es Kaisers gehaltene Rede die 6 a 11 u ™ I / e t ne it g fi e t) e r des Mainzer Lehrer- v e r e r n s zur Ordensdekorleru'.rg mehr vorschlaaenzu wollen, als man sich höheren L)rts nicht dazu entschließen kann, allen Lchrpersonen aus der Kategorie der Volksschullehrer den gleichen Orden zu gewähren."- Bei Uebermitdmrg völlig in der »en gab in eingehen im Alter von 64 Jahren sanft Gießen (Mfierroeg 26), L»rsch (Bergstr.), 12. 1908 1858 tetofi Bilder, gerahmt und un^erahmt. 6775 anerkannt grösste Auswahl. 6774 s Giessen, 12. Dezember 1910. 8 0083'. ■ ';.'O Kunsthandlung Spezialgeschäft für Einrahmungen. Aparte Photographieständer in jeder Grösse. nach langem, mit Geduld ertragenem Selben entschlafen ist. Giessen, den 13. Dezember 1910. Die Beerdigung findet in Zeitz statt. — Von Kondolenzbesuchen bitten wir abzusehen. »Mg 22 patt. u. LSt Tel. 460 Marie Majewski Louise Majewski Albert Majewski Dezember 1910. Erschöpfung zur Unterstützung dec Ernährung eines Stärkungsmittels bedarf, greife zu Scotts Emulsion, denn diese enthält in vollkommen leicht verdaulicher und bekömmlicher Form wertvolle, kräftigende Bestandteile. Verlange» Sir aber ausdrücklich Scotts Emulsion und lassen Sie sich keine der vielen Nachahmungen aufdrängen, die dem Originalpräparat auch nicht entfernt gleichkommen. infolge von beruflichen Anstrengungen nehme man ScoüS Emulsion, die sich zur Wiederauffrischung der gesunkenen daß die Betrcstenoen mn vcn beiden Ausbrechern aus dem Zuchthaus Marienschloß identisch sind. Heute wurde von den Sicherheitsbehörden die ganze Umgebung abgesucht. Es ist anzunehmen, daß sich die beiden Verbrecher in der Nähe m einem unbewohnten Gebäude aufhatten. Die Beerdigung findet Donnerstag den 15. Dez. 1910, nachm. 3 Ühr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 6765 Von Kondolenzbesuchen wolle man absehen. Äroßher-ogltche Bürgermeisteret Ludu-g-u. Fendt. Saasen, den 12. Dezember 1910. Großh. Bürgermeisterei Saasen. S ch e p p. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. WeiteranSsichten in vesfen am Mutwoch dem 14. Dez. 1910: Wechseluve Bewüllung, zeitweise geringe Regen, mild. Todes-Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unsere liebe, unvergeßliche, treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin, Tante, Schwiegermutter und Großmutter Märkte. re. Frankfurt a. M., 12. Tez. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Wetzen Dif. 20.00—20.2 Kurhess. 'Ulf. 00.00—00.00, nordd. 00 Mk^ La Plata Kansas Alk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger! Mk. 15.15 bt5 hik.15.30,Gerste (Wetterauer) Mk.16.50—17.00, Gerste Franken Pfälzer Ried Rik. 17.00—18.00, Kleie Mk. 00.00- 00.00, Haier Mk. 15.09 bis Mk. 16.00, Mais Pik. 13.75-14.00, Weizenmehl 0 Mk. 29.50 bis 00.00, 2. Qualität Mk. 23.76-00.00, 3. Qualität Mk. 22.25 bis Mk. 00.< 0, 4. Qualität Mk. 00.00-00.00, Roggemnehl 0 Mk. 22.50—23.00, 1. Qualität Mk. 00.00-00.00, 2. Qual. Mk. 00 00 bis 00.00, Weizenkleie Mk. 8.75 bis Alk. 9.00, Weizenschale Mk. 9.25—9.50, Roqgenkleie Mk. 9.00 bis Mk. 9.50, Malzkeime Mk. 00.00—00. ,0, Raps 'Mk. 23.00-00.00, Biertreber 12.00—12.60. Alles per 100 Kg. ab hier. Nur echt mU Meter Marte-demFischer — beta Laraane» z-icheu be? 6cotte 14en verfahr«» 1 Die Beerdigung findet Donnerstag den 15. Dezember, nachmittags 3'/, Uh von der Kapelle deS neuen Friedhofs auS statt. b/ '„7 Uhr wurde ein Arbeiter aus Wisselsheim, der ach Bad-Nauheim auf seine Arbeitsstelle wollte, am Wäldchen , räuberischer Absicht von zwei Wegelagerern überallen. Nur durch schleunige Flucht entging er der Be. aubung, wenn nicht gar schlunmerem. Der Umstand, daß wei Personen den Ueberfall ausführten und daß der Vor- iQ in nächster Nähe deS Bad-Nauheimer Bahnhofes statt- inb, läßt darauf schließen, daß die ausführenden Per- >nen zwei verwegene Verbrecher waren. Man nimmt an, Wir erfüllen hiermit die schmerzliche Pflicht, unseren Alterskollegen mitzuieilen, dag unser Peter Becker, Eiienbabn-VerkebrSkontrolleur gestorben ist. Die Beerdigung findet am 15. Dezember, nachmittags 3 Uhr, auf dem neuen Friedhöfe statt. Um zahlreiche BetctUgung wird gebeten. 87721 Der Vorstand. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Saasen für 1911 liegt vom 14. ds. Mts. an 8 Tage lang zur Einsicht offen. KI Aal** in jeder beliebigen Schriftart und Karton- 1; IniTTfll flPll sorte. sowie mit Zirkeln aller studentischen V Vereinigungen, liefert zu mäßigen preisen Srühl'sche Univerfitats-Druckerei, Schulstrahe l Statt besonderer Anzeige. Nach dem unerferschlichen Ratschlüsse Gottes ist mein geliebter Gatte, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel, der Königl. Eisenbahn-Verkehrs-Kontrolleur Peter Becker nach einem kurzen, aber schmerzensreichen Krankenlager, wohlgestärkt durch die Gnadenmittel unserer heiligen kath. Kirche heute gottergeben eines sanften Todes entschlafen* Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen : Mathilde Becker geb. May und Kinder. Sehr willkommene und geeignete :: Weihnachfs • Geschenke finden Sie In grosser Auswahl im Haus= und Küdienürfikel=SpeziaIgeschdft von Ludwig Kröll, Plocftsfrasse e diesjährige Hauptversammlung des national* beraten Vereins unter dem Vorsitz des San.-Rat Dr. aur statt. San.-Rat Dr. Baur erstattete den Geschäftsbericht Iprach die Vorgänge bei der letzten Reichstagsnachwahl und tonte hauptsächlich, warum ein Zusammengehen mit dem Bund t Landwirte nicht möglich gewesen sei. Auch für nächstes ahr seien diese Aussrchten keine guten. Die national* tzerale Partei werde versuchen, mit allen bürgerlichen Parteien, i denen er auch den Bund der Landwirte rechne, zusammcn- igehen, natürlich nur dann, wenn diese von seinen extremen orderungen Mstand nehme. Unter allen Umständen müsse aber t einer nationalliberalen Kandidatur im Kreise sestgehalten wer- m. Der Rechenschaftsbericht wies in Einnahmen 1073,56, in usgabe 1073,81 Atk. auf (Wahlausgabe). Der Vorstand wurde in 15 auf 24 ergänzt (Mitgliederzahl 210). Ein Wahlsonds soll -n Reuiahr an gegründet werden, und es zirtulierte zu diesem tvecke eine Liste, in welche von den 25 Anwesenden sofort "" :er Vortrag des Bekanntmachung. Freitag den 16. Dezember 1910, vormittags 11 Ubr, werden in Uiejiger Bürgermetsterci die zur Chauinerung des Eichhornslochweges nötigen Arbeiten und Lieferungen wenigst- nehmend versteigert. , L (Lbausfier- und Pionierarbeit 2. Aullefern und Anfahren der Basallstücksteine 3. Anliegern von Sand . v 4, Aufsehen der Steine und Mefien des Sande«. Der Voramcvlag liegt bis zum Termin aur hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht für Interessenten offen. Büdingen, 12. Dezember 1910. 24 Mk. gezeichnet wurden. I echtsanwalts Kausma r Weise die Stellungnahme der Partei zu den hauptsüchllchstcn ragen der Mittelstandspolitik wieder. „Welche Parteien treiben tittelstandspolitik und rvelche leine, nur die bürgerlichen, aber irfjt bie sozialistischen", waren Leitsätze des Vortrags. -m. Bad-Nauheim, 12. Dez. Heule vormittag Statt besonderer Meldung! Heute verschied nach langem Leiden unsere Mutter, die verwitwete Frau Kreisgerichtsrat Anna Rohland geb. Casiraghi im fast vollendeten 74. Lebensjahre. Prof. Dr. Leutert und Frau. Kirche nirv Schule. Fulda, 12. Dez. Morgen und übermorgen findet hier eine außerordentliche B i s ch o s s k o n f e r e n z statt, woran die Kardinale Fürstbischof von Kavp-Breolau, Fischer-Koln, der Erzbischof Rürber-Freidurg, die Bischöfe Korum-Trier, KoppeS-Luxem- bürg, Tingelstad-Münster, Fritzen»Lraßburg i. E., W lli-Limburg, von Leppler-Rottenburg, Boß-^slfabrück, Bencker-Dletz, Kirsteiu- Mainz, Bertram-Hildesheim, Bludau-Ermland, Schtllde-Paderborn, Welhbischof istkowski-Posen. kathollscher Feldpropst Vollmar-Berlin und apostolischer Vikar Schäfer-Dresden tellnehmen. humoristisches. * Ach so! „Warum läßt denn der Herr Rat in seinem Bureau so wenig einheizen?" — „Der schläft gern kühl." * Immer praktisch. „Was, du l>ast dich mit Zweien verlobt?" — „Jas, eine Partie geht ja doch immer zurück!" * Boshaft. „Der Müller tut wirkt ick) sehr viel Gutes!" — „Ja, der muß ein recht schlechtes Gewissen l-aben!" Ceottl Emulsion wird vou un8 ouSschlieblich im groben verfällst, «ab pear nte tose nach Sewich« ober Mab, sondern nur in versiegelten Origmalfloschen dr Rarton mit unterer Schutzmarke tFischer mit dem Dorsch). Scott & Lowne, ©. e. b. £>., Rrantfurt a. M- Bestandteile: Feinster Medizinat'Vebertran 160A tzrima Glyzerin MA unterpbosvt,origsaurer Kalk 4,8. untervtzoSphorigtaure« Natron IX), vulv. rragaar 5X>. feinftev arab. Gummi pul». IX), Wasser 189,0, Alkohol 11,0. Hierzu aromansche Emulsion mit Zimt-, Mandel- uno GaulttzeriaSl je 8 Tropfen. Kn» Christine Majewski Wwe geb. Zoll K der leidigen Wasserkalamität unseres DrtcS, endlich einmal ^gisch zu Leibe gegangen wird. Kreis Friedberg. L Butzbach, 12. Dez. Nachdem die Prüfung des iT)lmaterial^ der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 endet ist, wurde folgendes Ergebnis festgestellt: 487 be- )l>nte Häuser, 19 unbewohnte und 12 hauptsächlich nicht Wohnzwecken dienende Gebäude, zusammen 518 Gebäude. Haushaltungen einzeln lebender Personen mit eigener iilswirtschast. 804 gewöhnliche Haushaltungen von zwei iö mehr Personen. 8 Anstalten, zusammen 871 Hans^ liungeu. 2789 männliche, 1790 weiblick>e, zusammen 4579 iwesende Personen, davon 3683 Evangelische, 779 Katho- che, 103 Israeliten, 12 Freircliaiöse, 1 griechisch-katho- ch, 1 Konfessionsloser (einschließlich Militär und Sträf- irge). Dem Deutschen Reiche gehören an: 4550 Persien, Nordamerika 5, Holland 3, Oesterreich 12, Ungarn 6, cankreich 2, Rumänien 1. Abwesend waren 21 männliche, ; weibliche, zusammen 39 Personen, davon 36 Evangelische, Katholische und 1 Person mosaischer Religion. Im Jahre >05 wurden in den Zellenstrafanstaltswohngebäuden 39 aushaltungen mit 105 männlichen und 99 weiblichen, zu- inmen 204 Personen gezählt und 1910 47 Haushaltungen tt 107 männlichen und 107 weiblichen, zusammen 214 ersonen, mithin 1910 10 Personen mehr. Milltärversonen utben 564 gezählt und im Jahre 1905 552, mithin 1910 > Personen mehr. Sträflinge wurden 478 gezählt und im al)re 1905 491 Personen, mithin 13 Sträflinge weniger, iernach ergibt sich, daß die Zwilbevölkerung nach der ahl der Anwesenden seit 1905 um 321 Personen zugenoinen hat. Vorübergehend anwesend waren 53 Personen, irunter 46 Herbergsgäste. m. Bad-Nauheim, 13. Dez. Gestern abend fand hier Versammlungen stattfinden, in denen über den Fortgang der Bewegung gesprochen werden soll. Aachert^ 13. Dez. Bei einem Brand, der heute nacht 12V» Uhr im Quirinusbade ausbrach, sind 2 Personen verbrannt und einige weitere Leute schwer verletzt worden. R. B. Darmstadt, 13. Dez. Der hier im Ituhestand lebende Geh. Hofrat Dr. Siegmund G u n d e l f i n g e r hat sich gestern abend erschossen. Prof. Dr. Gundel finger, der au-. Augsburg stammte, war als Professor der höheren Mathematik lange Jahre an her hiesigen technischen Hochschule tätig unb auch schriftstellerisch hervorgetreten. Er hat mehrere wertvolle Preise für Lösung mathematischer Probleme erhalten. Schwere Nervosität veranlaßte rhn, vor einigen Jahren in den Ruhc> stand zu gehen und hat ihn jetzt auch zu dem Selbstmord geführt. Paris, 13. De-. Der Kolonialminister Morel hat nach einer Konferenz mit dem Gouverneur von Aequatorialafrika sich entschlossen, von der Kammer den erforderlichen Kredit zu verlangen, um ein Kolonial-Jnfanterie-Regiment und ein Regiment schwarzer Kolo mal trupp en in das W ad ai-Gebiet axM senden zu können. Paris, 13. Dez. Die Schüler von Auriol zogen vor einigen Tagen mit einer roten Fahne vor das Haus des Bürgermeisters und erklärten, daß sie streiken würden, wenn der Schulleiter nicht entfernt werde. Gestern erfolgte die Versetzung des Schulleiters, worauf die Schüler den Streik aushoben. W i n n i v e y, 12. Dez. Nach den endgültigen Feststellungen wurden durch bie Explosion in den westkanadischen Bergwerken 31 Bergleute getötet Letzte Nachrrehten. Die Nrbelterbeweguug :m Ruhlkohlengcbiete. :/: Köln, 13. Dez. (Privattelegramm.) Meldungen aus dem Ruhrkohlenrevier zufolge setzen die extremen Elemente ihre Versuche fort, cnts einzelnen Zechen einen teilweisen A u s st a n d hervorzurufen. Der Gewerk- vereür christlicher Bergarbeiter nimmt dem gegenüber eine entschieden ablehnende Haltung ein und ertlärt, daß. die Sozialdemokratie mit Rücksicht auf die nächstjährigen Reichs tags wähl en Zeinen Ausstand wünschte, um eine Stärkung ihrer Stimmenzahl herbeizuft'chren. Das Manöver sei zu durchsichtig. Man sei der Bevormundung durch die Sozialdemokratie überdrüssig und werde allen aus einen Ausstand gerichteten Bestrebttngen entgegen wirken. In mehreren Versammlungen kam diese Meinung ofsen zum Ausdruck und man nahm eine Entschließung an, in der man es als eine Erniedrigung der christlichen Bergarbeiter empfinde, wenn sie fernerhin mit den Sozialdemokraten gemeinsame Sache machen wollten.^ Wie verlautet, werden am nächsten Sonntag über 100 Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert die Brühi’scbe Univ.-Druckerei. Körperkräfte in vorzüglicher Weise eignet Dresden, Mathildenstr. 29HI, 30. Dez. 1909. .Die mir übersandte Flasche Scotts Emulsion habe ich für mid selbst verbraucht, und schon nach einer halben Flasche wurde ich wieder frisch, die Müdigkeit liefe nach, ich bekam ein beffcreS Aussehen. Nach Verbrauch von 4 Flaschen Scotts Emulsion war ich wieder Reihe, so dafe ich meinem schweren Berufe wieder nachgehen konnte. Ihr Präparat habe ich vielfach empfohlen und überall wurde mir gern ber Erfolg bestätigt." (gez.) Schwester Ellse. Wer bei Entkräftung, Abgespanntheit ober Wenn ich huste ab Friedrich Roll, MäuSburq. 'Zn haben in allen Apotheken nn<3 Drogerien. Rotzungen Bratfische ik'L"?-. empfiehlt [6727 emzureichen. 6768 neben im Edgar Bormann I! 5 Zimmer 3 Zimmer -hi Ecke Goetbestr., Seltersweg 43. »Ä an Butzbach, Ober* beffkp antenn 5. November 1910 erlaßene Steckbrief ist erledigt. Hanau, den 9. Dezember 1510. Der Amtsanwalt. __________________ (D °la Heute: Rindfleisch 50 Psg. Giessen Direktion: Hermann Stelngoetten Dienstag den 13.Dezbr. 1910, abends 8 Uhr 10. Dienstag-Abonnem.Vorstells. Novität! Novität! Hohe Politik. von Skowronnek Ende 10»/, Uhr. Mittwoch den 14. Dezember, abends 7 Uhr 9. Mittwoch - Abonn. - Vorstellung Zum Einsiedler Lustspiel in 1 Akt von Jacobsen. Hierauf: Erster Klasse Bauernschwank in 1 Akt von Ludwig Thoma. Ende 9 Uhr. (au/a b Büdingen. Neu bergerid)tete Wohnung, 4 bis 5 Stmnier, mit GaS und Waffen lettung, Keller, Holzstall und etwas Garten zum 1. Januar zu vermieten. 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