Nr. 205 Zweites Blatt Freitag 2. September IS 1V Giehener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Oberheffen 160. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersitäts - Bich- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: ^^112. Tel.-Adru AnzeigerGießen. Die „Sietzener Familienblätter" werden dem »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt fflr den Kreis Eichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. 3$wol$ti$ Balkanreise. Mit lebhaftester Spannung sieht man in Petersburg Der Balkanrerse des Ministers des Auswärtigen, Herrn von JswolM, entgegen. Läßt sich doch der in .Konstantinopel erscheinende deutsche „Osmanische Lloyd" von dort schreiben daß diese Reise den ausgesprochenen Zweck verfolge, die bulgarisch-türTrschen Gegensätze durch die Verwirklichung eines Balkanbundes mit der Türkei an der Spitze zu beseitigen. Dre führendeiLPolitiker Rußlands, so heißt es in dem Petersburger Briefe weiter, „halten die jetzige Reise des Herrn von Iswolski nach dem Balkan für den wichtigsten politischen Schachzug in diesem Jahre, der den russischen Einfluß rm naher: Osten wieder befestigen und für die nächste Zukunft maßgebend machen soll. Der Panflawis- mus erwartet atemlos die Nachrichten von dem Ergebnis der neuesten Reise Iswolskis nach dem Balkan und über die Stimmung in Konstantinopel." Sft tiefe Information des „Osmanischen Lloyd" richtig, so hätte alfo^ Herr v. Iswolski von der Gründung eines' Bulgarien, Serbien und Montenegro umfassenden, unter russischer Führung stehenden und gegen die Türkei qe- richteten Balkanbundes wieder einmal Abstand genommen und Ware zu seinen Plänen vom Frühjahr dieses Jahres ^rrückgekehrt, die damals trotz der Besuche der Könige von Bulgarien und Serbien in Konstantinopel daran scheiterten, daß man dort, ganz abgesehen von den auch heute noch bestehenden Schwierigkeiten, über den Empfang, den Zar "Ferdinand von Bulgarien und König Peter von Serbien kurz vorher in Petersburg gefunden hatten, mit gutem Recht einigermaßen verschnupft war. Wenn aber Iswolski trotzdem heute wieder ä ses Premiers amLwrs zurückkehrt, so zeigt das einmal die Hartnäckigkeit, mit der bemüht ist, die Schlappe, die ihm der österreichisch-ungarische Minister des Auswärtigen, Graf Aehrenthal, durch die Einver^^ung Bosniens und der Herzegowina beigebracht hatte, .mrch eine große diplomatische Tat wettzumachen, und es zeigt ferner, wie sehr Rußland bestrebt ist, die Niederlage, die es rn ferner ostasiatischen Politik erlitten, durch eine inter- srvere Balkanpolitik wieder auszugleichen. Die Aus si chten, daß ein solcher Balkanbund unter turtiicher Führung wirklich zustande kommt, sind aber auch h e u t e n u r g e r i n ge . Ein politischer Staatenbund läßt sich eben nicht aus dem Stegreif schäften. Es ist dazu nötig, daß die betreffenden Staaten sich zunächst an eine wirt-4 schaftliche Gemeinschaft gewöhnen, wie es z. B. vor Bei gründung des Deutschen Reiches der deutsche Zollverein war, ehe sie zu der Meinung kommen, daß sie zu einem gemeinschaftlichen Leben in einem engeren politischen Verbände von der historischen Entwicklung bestimmt sind. Aber schon daran fehlt es auf dem Balkan, wie das durch die abweichende^ Zollpolitik der einzelnen Balkanstaaten und durch den Streit um die Eisenbahnlinien zur Genüge bewiesen wird. Und nun erst die religiösen und nationalen, Gegensätze, nicht nur zwischen der Türkei und den Balkan-f tönigreichen, sondern auch zwischen diesen selbst. Für sie auch nur theoretisch eine ausgleichende Formel zu finden, dürfte umso schwerer sein, als ein integrierender Bestandteil der Türkei, nämlich Mazedonien, das Kampffeld abgibt für diese Gegensätze zwischen Mohamedanern und Christen, zwischen bulgarischen und serbischen Nationalitäten. Ein Ausgleich könnte hier nur stattsinden, wenn die Türkei zu Zugeständnissen an die in Mazedonien lebenden National^ täten bereit märe und es gelänge, die vielumstrittene Provinz völlig von den Einflüssen aus Sofia und Belgrad zu isolieren. Das aber ist unmöglich, weil die Türkei durchaus auf ungeschmälerte Auftechterhaltung ihrer Hoheitsrechte r^er Mazedonien bestehen muß, wenn sie überhaupt .in Europa noch eine Existenzberechtigung haben will. Zeigt doch gerade jetzt die energische Haltung der Pforte bei der Wahl von Kretern rn dre griechische Nationalversammlung, daß sie nicht gesonnen ist, weiter auch nur ein Jota von rhren Souveränitätsrechten den Ansprüchen der kleineren Balkanstaaten zu opfern. So würde die Türkei, wollte sie dem Jswolskischen Pro- iekt eines Balkanbundes zustimmen und die Führung darin durch Zugeständnisse in Mazedonien erkaufen, ihr kaum wredererrungenes Ansehen als Großmacht aufs Spiel setzen, ja, fie würde sogar, wenn man bedenkt, wie sehr das SeLst- gefuhl der Ottomanen seit der Revolution gestiegen ist, schwerlich von inneren Wirren verschont bleiben und damit ihre bisher so vielversprechende innere Entwickelung wieder rn Frage stellen. Aber weiter! Selbst wenn Iswolski auf alle nationalen Zugeständnisse seitens der Türkei in Mazedonien verzichtete, wie wäre es eigentlich mit der der Türkei ja zugesagten Führung in dem Balkanbunde bestellt? Werden Serbien, Bulgarien und Montenegro diese Führung ohne werteres und in jedem Falle anerkennen und die Direktiven aus Konstantinopel entgegennehmen, oder wird nicht vielmehr, da es sich doch wahrscheinlich um einen Bund inter pares handelt, die Pforte in alten Fragen von den Drei kleineren Balkanstaaten überstimmt werden, selbst wenn noch Rumänien dem Bunde beiträte und sich auf die Seite der Türker stellte? Wird deshalb von einer Führung der Türkei praktisch wirklich die Rede sein können, oder wird nicht vielmehr das Petersburger Kabinett fortab der eigentliche Drahtzieher auf dem Balkan sein, der die Puppen Ferdinand, Peter und Nikita gegen die Türkei agieren läßt? Gelänge Herr;: v. Iswolski tatsächlich die Begründung eines derartigen Balkanbundes, dann wäre Rußland allerdings für absehbare Zeit die maßgebende Macht auf dem Balkan geworden und die Reise des russischen Staatsmannes selbstverständlich das wichtigste Ereignis des Jahres 1910. Aber wie sehr man auch, nicht nur in Petersburg, Belgrad, Sofia, Cetinje, sondern auch in London und Paris den Abschluß des Balkanbundes herbeisehnen mag, um den deutschen und österreichisch-ungarischen Einfluß auf dem Balkan zu brechen und das Wert der Einkreisung der beiden Kaisermächte zu vollenden: in Konstantinopel hat man sich die Gefcchr, die ein solcher Bund der Türkei brächte, schon lange klar gemacht, und in Berlin und Wien wird man die Pläne Iswolskis in jeder Weise zu durchkreuzen wissen. Ist es doch jedem nur einigermaßen mit den Balkanfragen Vertrauten klar, daß ein Balkanbund unter nominell türki- cher, taftächlich aber russischer Jichrung nur weitere Balkanwirren im Gefolge haben und so den europäischen Bölker- rieden aufs ernstlichste bedrohen würde. Es wird mit dem Balkanbunde wieder nichts sein, Herr v. Iswolski! Wie aus Konstantinopel verlautet, herrscht in den diplomatischen Kreisen der Kreta-Mächte die Ansicht vor, daß Venizelos vielleicht auch Pologeorgis, wenn ihre griechische Staatsangehörigkeit erwiesen wird, zur Nationalversammlung zugelassen werden, die Kreter jedoch ausgeschlossen werden würden. Bei der Unterredung mit den Ministern des Aeußern behauptete Gry- paris, daß Venizelos und Pologeorgis hellenische Staatsangehörige seren. Die meisten der Kreta-Mächte haben bereits auf dem Wege durch die türkischen Botschaften den letzten Schritt der Pforte beanwiortet. Nach einem CommUnique des Prcßbureaus wurden die Behörden angewiesen, die Bestimmungen des Strafgesetzes sowie die Verordnung über* den Belagerungszustand gegen die gewählten Delegierten und Veranstalter der Nationalversammlung des oekumenischen Patriarchats anzuwenden. München, 1. Sept. Iswolski, der gestern von Egern am Tegernsee hier angekommen war, ist heute abend i/2ll Uhr nach Frankfurt a. M. abgereist. verband deutscher Gewerbevereine und tzandwerkeroereinigungen. Am 29. und 30. August hielt der Verband deutscher Ge- werbevereine unb Handwerkervereinigungen in Regensburg serne 16. Hauptversammlung unter Leitung seines Vorsitzenden, Geh. Regierungsrat Noack-Darmstadt, ab Der erste Tag brachte einen eingehenden Bericht des Geh. Regierungsrats Dr Dietz-Darmstadt über „die R eich s v er si che r u n g s o rd- nung und der Handwerkerstand, insbesondere die Pensions-undHintcrbliebenenvLrsicherungder selbständigen Handwerker und Gewerbetreibenden". Nach eingehender Aussprache, in der besonders die Bestimmung über die Hälftelung der Krankenkassenbeiträge erörtert wurde, fand folgende Entschließung Annahme: I. Die Hauptversammlung ersucht die Vorstandschäft, sofort än geeigneter Stelle dahin zu wirken, daß in der Reichs-Versicherungsordnung die Kranken- und Jnvalidenversicherungs- pflicht der selbständigen Gewerbetreibenden mit einem Jahreseinkommen bis zu 3000 Mk. gesetzlich ausgesprochen wird. Zur Reichs-Versicherungsordnung werden alsdann noch folgende einzelne Anträge gestellt: 1. Durch die Schaffung von Versicherungsämtern darf die Selbstverwaltung der Versicherungstpäger nicht beeinträchtigt, das Verfahren nicht verlangsamt, und es dürfen die Versicherungsträger nicht mit weiteren Kosten belastet werden. 2. An der Hälftelung der Beiträge für die Krankenversicherung ist festzuhalten. 3. Die Errichtung von Jnnungs- und Betriebskrankenkassen, wie ihr Bestehen überhaupt, ist nicht zu erschweren. 4. Die Jnvatidenversicherungspflicht ist gesetzlich für sämtliche Hausgewerbetreibende auszusprechen. 5. Durch Schaffung höherer Lohnklassen oder durch Schaffung überhaupt einer anderen Grundlage für die Renten-Fest- fetzung muß es ermöglicht werden, daß Versicherte mit höherem Lohn höhere Rente erhalten, daß insbesondere auch Versicherte rn jüngeren Jahren bereits in den Genuß einer höheren Rente gelangen können. 6. Die Zusatzversicherung ist nicht auf den Fall des Eintritts der Erwerbsunfähigkeit zu beschränken. 7. Für die Hinterbliebenenversicherurrg müssen freiwillig geleistete Beiträge in gleicher Weise bewertet werden, wie Zwangsbeiträge. 8. Die Vorschriften über das Erlöschen der Anwartschaft sind zu mildern, insbesondere nach der Richtung, daß das Wiederaufleben der Anwartschaft auch bei freiwilliger VÄche- rung eintritt. 9. Der Begriff der Erwerbsunfähigkeit der selbständigen Gewerbetreibenden gegenüber den Lohnarbeitern ist zu regeln. II. Für den Fall, daß der Anschluß der selbständigen Gewerbetreibenden an die Reichs-Verficherungsordnung nicht ermöglicht werden sollte, sind gleichzeitig Schritte zu tun, um ihre zwangsweise Einbeziehung in die in Aussicht stehende Pensionsversicherung der Privatbeamten zu erreichen. Am zweiten Verhandlungstag wurde das Thema: „Die Mitarbeit der Gewerbe- und Handwerkerver- eine an der Lehrlingsfürsorge" von Geh. Regierungsrat N o a ck - D a r m st a d t und Marinepfarrer Weicker, Dezernent bei der Zentralstelle für Volkswohlfahrt Berlin, eingeh^id behandelt. Einstimmig wurde nach einer Aussprache folgende Entschließung angenommen: „Der Verband hält die Fürsorge für die gewerbliche Jugend, sowie deren Zusammenschluß in Organisationen und Ver- finen neben der Werkstattlehre als eine der wichtigsten und schwierigsten Aufgaben seiner Mitglieder und Vereine. Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Veranstaltungen zur Sammlung der Jugendlichen ,in Lehrlingsheimen oder -vereinen auf Grund bewährter Arbeitsprogramme. Vereine, welche über eigene Gebäude und ausreichende Geldmittel verfügen und eigene' Handwerkerschulen besitzen, sind in erster Linie berufen, von sich aus Fürsorgeeinrichtungen selbstäirdig zu treffen. Anderen Vereinen wftd das Zusammengehen mit den am Orte etwa vor- harrdenen Lehrlingshorten, Jünglingsvereinen oder konfessio- !nellen Jugend Vereinigung en zur gemeinsamen Arbeit an der ~1-----------------— == Klaus Groths Brautbriefe. In den letzten Jahren sind mancherlei 'Briefveröffentlichungen! aus dem Nachlaß der großen Männer unseres Volkes hervorgetreten, und viele intime Herzensbeziehungen aus denr Leben rhrer Schreiber sind dadurch ans helle Tageslicht gezogen worden. Man hat das hier und da als unzart gescholten, aber man sollte doch bedenken, welch eine Fülle von Poesie und Gefühl uns dadurch erschlossen wurde, und vor allem, welch eine Reihe edler Frauengeftalten uns dadurch geschenkt worden ist. Es sei nur erinnert an Karoline von Humboldt, Mathilde Wesendonckl und Clara Wieck. Zu diesen Frauen, die man sich aus unsrer! Geistesgeschichte nicht mehr wegdcnken kann, wird in kurzer Zeit auch die Braut Klaus Groths, Doris Finke, gehören. Tie Briefe, die Groth an dieses Mädchen, die Tochter eines Bremer Kaufherrn geschrieben hat, beginnt soeben Professor Hermann Krumm im neuen Jahrgang von „Westernranns Monatsheften" herauszugeben. Sie sind als Beitrag zur Charakterisierung des Dichters und seiner Braut, sowie ols Zeitbild von hervorragendem Wert und bieten eine reiche psychologische und literarische Ausbeute. Groth lernte seine Braut im Sontmer 1858 auf der alten Kieler Seebadeanstalt, in dem damals noch unberührten Idyll Düsternbrook, kennen und lieben. Er war damals mit seinen 39 Jahren längst über die erste Jugend hinweg, und ein schweres und entsagungsvolles Leben lag hinter ihm. Fast glaubte er, Uon abgeschlossen zu haben. Desto flammeirder schlug jetzt die Leidenschaft über ihm zusamünen. Die Briefe atmen eine oft beinah ungestüme Jugendlichkeit, eine weiche Schwärmerei des Gefühls, verbunden mit gradsinnigem Mannesmut, gleich charakteristisch für Groths Art wie für das Wesen seines Volksstammes. Er kann sein Glück kaum fassen, aber die Liebe schenkt ihm nicht nur einen reizenden Taumel, sondern sie hebt ihn empor und erfüllt sein HeiH mit neuer Schaffenslust; Laura und Beatrico soll ihm die Geliebte sein. Freilich kam dieser in den Briefen knospende Dichtungsftühling nicht zur vollen Blüte, und so werfen sie auf die Tragödie des Dichters Groth ein Helles Licht: die zunehmende Teilnahmlosigkeit derer, die ihn einst so stürmisch bcwillkommt hatten, lälMte ihn. Ja, es klingt manche Bitterkeit und mancher Zweifel burd) das Jubilieren der Hochzeitsgeigen hindurch, und auch die Schwierigkeiten, in die der Autodidakt als Professor in Kiel geriet, melden sich hier an, wo es gilt, für die junge Ehe ein sicheres Heim zu bauen. Von den auch rein künstlerisch betrachtet wertvollen Briefes seien hier einige mitgetcilt. Zunächst einer der ersten, die Groth an die nach Bremen zurückgekehrte Braut in vollem Jubel über ihren Besitz geschrieben hat. i Freitag, 3. Sept. 1858. Wie ist cs möglich, dieses Glück, das jnir zufällt, wie der Sonnenscheln^uf die Erde, dieses Glück, das Du mir bereiteste, Gelicbteste! Ich kann es nicht fassen, nicht glauben, und doch, es berückt mich kein Traum. Ter Jubel ist noch immer im Wachsen, wie wenn erst die Fibern der Prust müssen lose geschüttelt werden von der Freude, daß Jie alle mitklingen können^ in die liebliche Harmonie. Wie im Hafen der erftischende Hauch nur die Wogen kräuselt, aber draußen, chinaus über Bülk und den leitenden Feuerturm, da schlagen sie empor, schaumgekrönt, daß das Schifslein auftanzt: so gchen die Wellen durch meine 33ru’t^.imin.eT höher, oft jauchzt mir das Herz, daß es weh tut. Tief in der Nacht ruf' ich tausendmal Deinen Namen und kann nicht enden, Geliebteste. Siehe, Du Vöglein von Bremen, nicht demütig hättest Du sagen sollen, sondern wie eine Königin: komm her. Du Vielgeprüfter, hier «hast Du die Krone des Glücks, falle auf die Knie, ich reiche sie Dir! — Mein Lorbeerkranz liegt und vertrocknet in Bonn,, man setzte ihn mir auf, als man mich zum Ehrendoktor machte: Du sollst ihn haben. — Ich hab' es nicht für möglich gehalten: eine Jungfrau mein! soviel Geist, Herz, Bildung, Ordnung, .Frömmigkeit, Heiterkeit! und will es nur für mich haben! so schön, daß meine Augen sich erguicken an jedem Zuge, nur mein! Abor ich werde auch dankbar sein! Wissen (Sie, Dörchen, eine Stellung habe ich mir in der Nacht ausgefunden, in der ich mir Sie einigermaßen vorstellen kann: mit dem blauen Mützchen auf dem Profil im Mondschein. Junge! «Junge! ich werde noch ein Maler und male Dich! Mle andern Gesichter kommen mir immer nicht recht weiblich vor — ach, entschuldige mein Geplauder? Mir ist sonst jeder Abschied immer trübe gewesen durch das dilmpfe Nachgefühl. Als ich von.Ihnen ging, schlug mein Herz so voll, daß ich ftöhlich und sicher blieb. Freilich fürchtete ich unterwegs tn der Droschke, daß ich einen Blutsturz bekommen möchte, aber das war mir so gleichgültig, daß ich den Kops zum Fenster würde hinausgehalten und gedacht haben: laß strömen! Ich habe die Liebe gar nicht gekannt. Was ich ge- gesungen, war Sehnsucht nach Liebe. Das Mädchen in meinen Hundert Blättern habe ich nur gesehen, nur Gleichgültiges mit ihr gesprochen, ich dachte mir schon, daß sie verlobt sei, ich wußte auch, daß ich noch Jahre arbeiten müßte für mein Dichterideal. So zog ich mich mit den Schmerzen zurück, welche die Resignation immer bereitet. Dann vermied ich mit eiserner Konsequenz jede Bekanntschaft mit jungen Mädchen, ich lebte wirklich wie ein Anachoret. Aber dabei verdirbt der Mensch, es ist zu unnatürlich Ich habe nachdem zweimal eine flüchtige Neigung gefaßt, wovon ich den Unsinn gleich ernsah und dafür litt, was sich gehört' ich wußte, daß kein Glück dabei zu finden war, ich glaubte aber auch nicht mehr ans Glück. Nun hat Deine Liebe mich beschlichen wie der Frühling die Erde. Nun fürchte ich nicht einmal den November und Dezember, wovor ich sonst solche trübe Angst habe. Ich kenne noch die schöne Zeit, wo ich, in Begeisteruntg für meine Arbeiten, aus Gedanken oder Träumen oft mit lebhaftem Stoß aufwachte, fteudig, wie wenn ein Fest mich erwarte: dies ist jetzt mein Zustand. Habe Dank, Geliebteste! . . , Ewig Ihr Klaus Groths Groth hoffte, die Geliebte recht bald in Bremen wiederzuseh^ Doch dieser Wunsch erfüllte sich nicht so bald. Um ihr näher zu sein, reifte er zu Weihnachten zu Freunden des Finkeschen Hauses nach Hamburg und schrieb an Doris von dort aus seinen Silvester- brief (1858): Liebe Doris! Ich wünsche Ihnen ein frohes Neujahr, vor allen Dingen Gesundheit, und dann wünsche ich noch etwas, was uns beide langeht. Sie mögen es sich selbst in Worte fassen. Heut' abend wird mein letzter Gedanke an Sie sein, morgen früh mein erster. Tas ist freilich immer, aber es fällt einem wohl zum Schluß des Jahres ein, wie es in dem alten Jahre anders geworden. Ich kann nicht anders, als dem Himmel von Herzen dankbar sein für die Gaben des letzten Jahres, und bin es auch . . Ich habe seitdem oft mit Freude über all die Punkte much- gedacht, in denen wir uns ähnlich sind, und es beglückt mich, deren so viele zu finden, ja oft ganz scherzhafte, z. B. unsre Hände, mehr doch hie, die ein geistiges .Band abgeben, das die Seelew bindet. Oft war's mir.ein Wink, der von mir oder Ihnen kam, und wir wußten sogleich beide, woher und wohin. Es ist doch wahrhaft geheimnisvoll, warum wir zwei auf dem einen Fleck am grünen Ostseestrande zusammentreffen mußten. Dafür sei das alte Jahr bedankt! Es spielt hier eben entfernt imd nur kaum faßbar ehre Drehorgel den Choral „Nun danket alle Gott". Das Geräusch auf den Straßen betäubt mich sonst, aber jene Töne haften schon von der Kindheit her mir im Ohr, wo ich jedesmal sehr ernst, ja oft traurig war, wenn ich zu Weihnacht ober zu Neujahr diesen Choral hörte. Ich begreife noch jetzt nicht, warum so wenig Heiterkeit gerade zu jenen Festen in mir lag. Noch weht mit diesen Tönen jene Wehmut zu mir herüber. Ich denke namem- lich meiner lieben geschiedenen Mutter und Tartte Christine, Wenn sie doch noch gelebt hätten, daß ich ihnen hätte fragen können, was letzt meine Seele füllt! Auch das aus dem allgemeinen Menschenlose stimmt mich wehmütig, daß wir zwei, die sich so liebhaben, jeder in seinem Kreise getrennt fein müssen. Jawohl, da? ist Menschenlos! Durch welch eine Reihe von Jahren voll Mühsal und Entsagung habe ich mich nun schon hindurch^earbeitet l und nun ich gefunden, was mein Herz beseligt, trennt wieder unerbittlich Raum und Zeit. Doch denke ich, Mut unb Kraft sollen beide vernichten. ... f Endlich drucken wir noch den neckischen Brief im Auszug ab, in dem Groth der Brant die fteudige und wichtige Botschaft von der ihm gewährten Pension übermittelt (6. Januar 1859): „Heute, Hebe Doris, hatte ich mir vorgenommen, einmal recht den lieben langen Tag mit Ihnen allein znzubringen, und denken Sie, da verhinderte mich heute morgen ein gemeine^ veritabler erbärmlicher Katzenjammer! Erstaunen Sie nicht, ich will Ihnen erzählen. So muß es einem Menschen ergeben 'M so lch komme aus meiner Vorlesung gestern abend um sechs Uhr wie gekocht, so daß ich mich ganz umziehen mußte. Ich hatte Ihren schönen weißen Schal umgebunben (er sieht dock) aus agte Petersen, als ich ihn mit Jubel zeigte und gegen das Gesicht prebte wie eine saubere Mädchenseele selbst). Sie können schon daraus wkssen, daß ich an Sic dachte, und unsre Gedanken sind ich.also um fünf und sechs noch besonders begegnet. Das merkte id) auch, denn mir war so köstlich wohl zu mute, daß ich mich ganz letle in meinen Lehnstuhl hockte, Ihr liebes. Wp pesal) ^$ugenbfurfz?rge dringend em--bhlen. UeberoII ist daraus Bedacht zu nehmen, mit den Fortbildungsschulen Fühlung zu Halteir Der Vorstand bes V rbandes nrirb sich mit der Zentrolltelle für Volkswohlfahrt in Verbindung s^en, damit durch deren weitverzweigte Orgcmsakion das Interesse der gewerb- . lichen Landesverbände weckgerufen wird. Es wird dem Verbände empfohlen, von dem Material der Zentralstelle, Literatur usw. Gebrauch zu machen und die Zentralstelle im Interesse der gemeinsamen großen Sache über alle Einrichtungen au' dem Lausenden zu erhalten/' Als Tagungsort für die nächste Versammlung wurde Schwerin bestimmt. Die Beisetzung der Generalleutnants Hof. -X Gießen, 1. September. Zu einer großen Tranerfeier gestaltete sich heute nachmittag 1/26 Uhr die Beisetzung des Generalleutnants z. D. Hof. Schon vor Eintreffen der Kriegeroereine und des Präsidiums der Hassia hatte sich auf dein alten Friedhof eine zahlreiche Menschenmenge eingefunden. Um 5 Uhr sammelten sich die Mitglieder der Hassia vor dem Friedhof, darunter die Vereine von Gießen, Klein-Linden, Lollar, Daubriugen, Wieseck, Großen-Buseck, Leihgestern, Allendorf u. a. Ferner erschienen fast vollzählig die Mitglieder des Präsidiums und die Vorsteher der Hassiabezirke. Der Großherzog hatte als Vertreter den General von Hahn gesandt. Mehrere Vertreter vom hiesigen Regiment, BezirkSkommando, Polizeiamt und von auswärts, sowie die Vertreter des Kyffhäuserbundes, der Kriegerverbände von Preußen, Sachsen, Württemberg und Baden waren anwesend. Der Sarg mit dem Entschlafenen war in der Friedhofskapelle alifgebahrt. Links und rechts nahmen die Verwandten und die Mitglieder des Präsidiums Platz, vor dem Sarg standen die Fahnen der Kriegervereine. Die Trauerfeier wurde eröffnet durch den Choral „Jesus meine Zuversicht", den die Kapelle des Kaiser Wilhelm- Regiments spielte. Pfarrer Schwabe hielt die Trauerrede über die Bibelworte „Tenn wer zu seiner Riihe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken, gleich wie Gott von den seinen". Die Rede würdigte die Verdienste des Verstorbenen um das deutsche Vaterland und das Kriegervereinswesen in Hessen. Die Geschichte seiner Familie ist ein Teil deutscher Geschichte. Sein Großvater hat als hessischer Offizier unter Napoleon in Rußland und Oesterreich gefänipft, sein Vater nahm am Feldzug 1848/49 teil und Vater und Sohn standen 1866 bei Laufach im Feuer. Er hat im großen Krieg 1870/71 an fünf Schlachten teilgenommen und ist unversehrt zurückgekehrt. Er war von schlichter, einfacher Art, gerat) und offen, klar und wahr in seinem Charakter, begabt als Führer. Die Soldaten hatten in ihm einen väterlichen Vorgesetzten. Lange hat er dem 116er Regiment angehört. An Ostern waren 45 Jahre verflossen, seit er in das Heer eintrat. Heute trauert der hessische Kriegerbund um feinen Führer. Nach der Predigt stellte sich der Leichenzug in folgender Ordnung auf: Militärkapelle, Fahnen, Schießabteilung, Vertreter mit Kränzen, Ordenskissen, Geistlicher, Sarg, Familienangehörige und General v. Hahn als Vertreter des Großherzogs, Präsidium und außer- hessische Vertreter, Mitglieder der Kriegerkameradschaft Hassia. Zwölf Unteroffiziere vom hiesigen Regiment trugen den Sarg. Pfarrer Schwabe nahm die Einsegnung vor und sprach das Gebet. Nachdem die Kränze des Großherzogs und des Grafen Stolberg-Roßla niedergelegt waren, sprach der stellv.Präsident der Hassia, Major Beck, namens des Verbandes, Medizinalrat Dr. Vogt-Butzbach für das Präsidium. Ferner legten Kränze nieder Vertreter des Kyffhäuser-Bundes und des preußischen, sächsischen, württembergischen und badischen Bundes, Bruch Häuser legte Kränze nieder für den Bezirk Darmstadt und die vereinigten Darmstädter Kriegervereine, Daab-Lollar für den Bezirk Gießen, Dönges für Friedberg, Pfifferling für Offenbach, Frieß für Lauterbach, Feth für WormS, Breitwieser für Herbstein, Jung für Nidda. Auch der Bezirk Mainz und die Veteranen von Darmstadt legten Kränze nieder. Den Kranz des Kaiser- Wilhelm-Negiments legte Oberstleutnant Heuer nieder. Die drei Ehrensalven gaben Mitglieder der Vereine Lollar und Daubringen ab. Bor dem Friedhof ordnete sich dann unter Vorantritt der Militärkapelle ein Zug durch die Stadt. DaS Präsidium hielt im Hotel Viktoria eine Sitzung ab, wobei Major Beck dem Verstorbenen einen Nachruf widmete. Dir Vereine sammelten sich im Felsenkeller. - Der Bezirksvorsteher gedachte des schweren Verlustes, der den 60 000 Mitglieder zählenden Hassta-Verband getroffen habe durch den Tod des verdienstvollen Präsidenten. Dann wies er auf die 40. Wiederkehr des Schlachttages von Sedan hin und toastete auf das geeinte Vaterland und die Veteranen. Die Fleischteuerung vor den Darmstädter Stadtverordneten. R.B. Darmstadt, 1. Sept. Eine außerordentlich interessante Aussprache entspann sich in der heutigen Sitzung der Stadtverordneten über die gegenwärtigen hohen Flestchpreise. Beigeordneter Müller, der den Vorsitz führte, gab zunächst eine längere Erklärung ab. Er führte aus, inan verstehe cs im Publikum nicht, daß die ohnehin schon un- erschwingltchen Fleischpreise immer wieder aufs neue eine Steigerung erfahren. Diese Steigerung habe in die Bevölkerung eine Beunruhtgung hineingetragen, der die Stadtverwaltung nicht mit verschränkten Armen zusehen dürfe. Nach den Ermittelungen sei ?" r Darmstadt in Betracht kommenden Einkaufsmärkten, für Ochsen-, Kuh- und Rindfleisch eine Steigerung eingetreten, und zwar seien vom 27. Juni bis 13. August in Frankfurt die I^lfe für Ochsen um 3—6 Pfg., bei Kühen und Rindern nm 7—9 Pfg., in Mannheim um 4 bezw. 1 Pfg. und in Mainz um 1 bezw. 2 Pfg. in die Höhe gegangen, während in der gleichen Zett der Auftrieb von Ochsen und Kühen in Frankfurt und Mannheim nach erheblichem Sinken zuletzt wieder gediegen ist, und in Mainz eine langsam steigende Tendenz aufwies. Tie Preissteigerung für Ochsen- und Rindfleisch könne also im großen ganzen durch die Steigerung der Schlachtaewichtpreise, und diese wieder durch den kaum überwundenen Tiefstand des Auftriebes auf beiden Hauptmärkten erklärt werden. Auf dem Kälber- und Schweine- markt hätten dagegen die Schlachtgewichtpreise noch stärker anangezogen, und zwar bei Kälbern in Frankfurt um 3—6, in Mannheim um 4—5, in Mainz um 2 Pfg. und bei Schweinen in Frankfurt um 2—3, in Mannheim um 4—5 und in Mainz um 2 Pfg. Dabei sei der Auftrieb von Kälbern in allen drei Städten gestiegen, während der Auftrieb von Schweinen in Frank- urt erheblich und stetig stieg, in Mannheim im ganzen steigend war und nur m Mainz um eine Kleinigkeit sank. Die starken Steigungen der Schlachtviehpreise stunden also für diese beiden großen Viehgattungen in einem gewissen Mißverhältnis zu den A u f t r i e b s z a h l e n. Auf den Frankfurter Viehmärkten vom 22 und 29. August seien die Preise für Ochsen- und Kuh fleisch wieder wesentlich gefallen, ohne daß die hiesigen Metzger im Interesse des Publikums davon Notiz genommen hätten: der Mannheimer Markt sei allerdings an dem Rückgang der Schlacht- viehprelse mcht beteiligt gewesen. Man müsse allerdings auch die erhöhten Geschäftsunkosten der Metzger, die Konkurrenz von eingeführtem Fleisch nach Fortfall des Oktrois usw. in Betracht ziehen, aber die Tatsache der unerträglichen Höhe der F l e i s ch p r e i s e lege der städtischen Verwaltung die ernste Pflicht auf, alles zu tun, was in ihren Kräften steht, um der Aufwärtsbewegung der Preise Einhalt zu tun und sie zurückzudämmen, denn es handle sich hier um die Erhaltung der Volksgesundheit; die Unterernährung treffe nicht allein die Minderbemittelten, sondern auch weite Kreise des Mittelstandes Eine gründliche Abhilfe dieser in ganz Deutschland hervorgetretenen Preissteigerung könne nur von der Reichsregierung erwartet werden, und deshalb habe sich die Bürgermeisterei mit der Anfrage an das Ministerium des Innern gewandt, ob dieses schon entsprechende Schritte getan habe oder tun werde und in welcher Richtung sich gegebenenfalls diese Schritte bewegen. Der Metzgerstand aber möge aus der gegen- warttgen Lage die Lehre ziehen, daß die hohen Fleischpreise notgedrungen einen Wenigerverbrauch herbeiführten und damit auch pir die Metzger die Verdienstmöglichkeit verringerten. Sie möchten sich daher wohl überlegen, ob sie für die Dauer klug daran tun, jedes Anziehen der Viehpreise mit einem Fleischaufschlag zu beantworten, bei einem Rückgang aber nicht in gleichem Maße mit der gleichen Promptheit zu handeln (Zustimmung^ und ob sie nicht besser daran tun, sich vorübergehend mit einem kleineren Gewinn zu begnügen, bei dem sie doch wohl auch noch bestehen könnten. Es gibt aber eine Grenze — so schloß der Redner —, bis zu der man gutwillig, wenn auch vielleicht schweren Herzens mitgeht. Ist diese Grenze einmal überschritten, dann versagt eben die Kraft sind die Geduld und an den Folgen wird der Metzgerstand vielleicht noch weniger Freude haben als das Publikum (lebh. Zustimmung). Diesen Ausführungen trat Stadtv. Lautz, der Obermeister der Metzger-Innung, entgegen. Die Metzger seien die ärmsten der Gewerbetreibenden (Oho!), ihre glänzenden Zeiten seien längst vorbei und er müsse sie gegen das „Elaborat" des Vorredners in Schutz nehmen. und dann zwei Sttinden verträumte, mir Minuten, fast nur denkend: wie glücklich bist du! Dann aber mußte ich in eine Gesellschaft, eine große, zu Dr. Steindorff, Arzt . . . Ich durfte nicht nein sagen, mochte nicht. Als ich am Abend vorher mit der Eisenbahn in Kiel ankam, hatte ich die Empfindung, wie wenig das Vaterland für seinen Dichter tut. Im Kupee mit mir saß ein Deutscher!chus Pernambuko in Brasilien, der, als er meinen Namen hörte, sogleich seinen Hut zog und mit einem lang- gezogenen Ah! seinen Respekt äußerte. Im Gegensatz dazu dachte ich an die Häuslichkeiten Kiels herum und fand im Herzen so wenig, wo ich warm dabei wurde. Nun aber empfing El. mich am Bahnhofe. Petersen, der erkältet zu Hause saß, erzählte mir, daß Kinder mit einem Weihnachtsbaum für mich am 24. Dezember dagewesen seien, ich sand Briefe vor, deren einen ich Ihnen gleich bezeichnen werde, und so tarn eine sehr freundliche Einladung der Frau Doktorin auf ein wärmeres Gefühl. Also ich gehe, lege meinen Schal ab, binde einen anderen um, bin ganz nobel schwarz, bin ganz geistreich und artig — und bekomme er ft um lwlb zwölf kalte Küche zu essen, halb tot, Wein, den ich so hineintrinke, vielleicht ein halbem Fläschchen, Zeugs hieß Ungarwein, und habe heut morgen grimmigen Kopfschmerz. Trotzdem habe ich mit wahrhafter Glückseligkeit auf dem Sofa gelegen, Ihr Bild vor mir, 'Ihr Brief bei mir, und gedacht: es gibt doch keinen glücklicheren Menschen als du, nichts kann dir widerfahren, was diesen hellen Punkt tief innen verdunkelt. . . . Störung eine über die andere. Nun endlich sitze ich wieder vor meiner Mappe, Ihr Tintenfaß ist hübsch gefüllt, ich schreibe mit einer von den Federn mit Jochband, wovon mir Ohm zarter- weise einige mitgegeben, gab er mir doch sogar in Hamburg eine solche zu meinem Schreibgeschirr. Und als Ihre Sachen von Bremen kamen, sagte er: Sehen Sie nun, Klaus, das rührt mich, das kann nur Toris! Sie kennt meine Liebhaberei für Stahlfedern, das vergißt sie nicht in dem lauten Paris. Tüoch der eine von den Briefen, die ich vorgestern vorfand, schließt nun, wie folgt: „Ich kann mir bei dieser Gelegenheit das Vergnügen nicht versagen. Ihnen privatim mitzuteilen, daß Se. Majestät der König Ihnen vorläufig auf drei Jahre ein Fährgeld von 400 d. N. M. f300 pr.) zu erteilen geruht haben. Tie erste Jahresrate wird Ihnen schon in diesen Tagen angewiesen werden. E. Müllenhoff." Ter Kopenhagener. Ich wollte Ihnen dies schon sogleich in der Nacht schreiben, fürchtete aber vor Aufregung, Ihnen vielleicht eine Sacfye zu wichtig zu machen, die allerdings wichtig ist, denn dies gibt man mir ohne Gesuch, Bitte, Schritte von meiner Seite, ohne Verpflichtung, ohne Arbeit, ich könnte es sogar in Bremen verzehren. Das vorläufig ist eine bloße Formel, ich werde es stets bekommen. Mir gibt es neuen Mut, ich 'chaute gerührt in Ihre Augen auf dem Taguerreothp und sagte zu Petersen: Nun noch 300 Taler, und . . . zugleich mit dir, Freund! Doch ich will Sie nicht aufregen, die aiibent drei sind ja noch nicht da. Aber möglich? Lieber Gott, es ist recht von dir, daß du einen Menschen etwas hinhältst, er würde ja schwindlig in der Ueberfülle des Glücks! Kein Wort mehr davon, mein Liebling, mein Dorinchen! . . . Also wieder eine Stufe.' Und geduldig arbeite ich weiter. O Liebste, wie wärs zu ertragen das Glück! — Kein Wort mehr davon. — Immer Ihr Groth." * — D i e erste Sedanfeier. Dichter sind bisweilen Propheten, und es sollte daher auch ein Dichter sein, der den Sieg von Sedan bereits am Tage des Sieges selbst feiern durfte.' Der uns selbst davon in seinen Tagebüchern erzählt, war der deutsch-österreichische Dichter Adolf Pichler. „Zum Schluß," berichtet er, „will ich noch von der leidenschaftlichen Teilnahme erzählen, mit der ich den Ereignissen des deutschen Krieges folgte; wie bei all den Heldentaten mein Herz zwischen Jubel und Sorge hin- und hergeworfen wurde, daß ich gar manche Nacht schlaflos lag. Nur ungern ging ich in die Sommerfrische, und ich weiß es meinem Freunde Dank, daß er mir die Berichte, welche er telegraphisch erhielt, sogleich durch einen Boten zumittelte. Ich werde mich der Angst stets erinnern, in welcher ich nach einer Lügennachricht vom Siege der Franzosen, die ein Beamter der Südbahn verbreitete, am Ufer des Sees Malvolle Stunden verbrachte, bis der Bauer, den wir nod) spät abends nach Jenbach gesandt, uns aus zuverlässiger Quelle Beruhigung brachte. Mit verzehren- der Sehnsucht erwartete ich Tag für Tag am Ufer den Kahn, der die Zeitungen brachte; gegen Wiener, welche Napoleon den Sieg wünschten, fuhr ich schroff los, und ich erinnere mich noch lachend des zerkritzelten Gesichtes eines Hofrates, dem ich voll Erregung die Depesche von Wörth vorlas. Ich war nicht der Einzige; Unter» inntal auf und ab wogte die Begeisterung selbst unter den Bauern, und deswegen gelang es, beträchtliche Beiträge für die deutschen Verwundeten zu sammeln. Zu Ehren des Sieges von Weißenburg zündeten wir Feuer an, der alte Jäger Karl lud die Böller, daß sie krachend im Widerhall der Berge unsere Freude verkündeten. Der 1. September war ein schöner Tag. Ich stieg mit meinen Kindern auf den Unuz, diese Hochwarte, von der man weit hinaus auf die bayerische Ebene sieht. Nach zwölf Uhr erreichten wir den Grat. Als wir uns gelabt, füllte ich ein Glas mit rotem Tiroler 4öein unb brachte in Gesellschaft etlicher Fremden, welche von der Scholastika emporgeklettert waren, ein Hoch auf den Sieg der Deut,chen aus. Dann schleuderte ich das leere Glas an den »esicn, daß die Splitter weithin flogen, und rief: „So mbg' eg allen Feinden des deutschen Volkes ergehen im Osten wie im Aesien/ Ich dachte dabei an die Russen. Es war gerade ein Uhr, die stunde, wo Napoleon zu Sedan die Waffen streckte. Das erfuhr ich schon am nächsten Mittag, und ich werde stets des interessanten Zufalls, auf dem Uiruz gedenken." Stadtv. Höfner sprach dem Beigeordneten für feine ob* lektive Darstellung der Verhältnisse seinen Tank aus und bemerkte, es fei unmöglich, zu bestreiten, daß die Metzger den Verdienst, den sie durch die Aufhebung des Oktrois er* zielten, einfach in die eigene Tasche gesteckt hätten. Viele lleine Landwirte würden ihre Schweine gern verkaufen,- wenn |te fte nur los werden könnten. — Diese letztere Behauptung stellte Stadtv. Lautz in Abrede und betonte im übrigen, daß er aur Die heutige Erklärung des Bürgermeisters antworten werde, fobald er den Wortlaut in Händen habe. (ßcrid)Ufaal. - y* W i esbaden, 1. Sept. Ter stellen- und obdachlose L-tukkateur Hermann Meyer aus Gießen, der kurz zuvor eine Gefängnisstrafe verbüßt hatte, war im Juli ds. Is. in ein unbewohntes Haus in der Parkslraße eingestiegen. Er nahm zunächst em Bad, da er durch den Einstieg sich beschmutzt batte, legte sich bann zu Bett und stellte ein aus dem Waffenschrank des abwesenden Hausbesitzers entnommenes Gewehr sicherheitshalber neben sich. Vlnt anderen Morgen nahm er in der Küche den Tee ein, nachdem er vorher alle Zugänge zum Hause von innen verriegelt hatte. Ein mit der Bewachung der Villa beauftragter Chauffeur erschien kurz darnach, fand olle Türen und Tore verschlossen, stieg deshalb durch em Abortfenster in das Haus und überraschte den Frühstückenden. Meyer nahm Reißaus und hieß einige Kleidungsstücke und eine 'Mtolc mitgehen. Die Strafkammer verurteilte den Stukkateur wegen dieses und eines im nahen Rambach vollzogeiien Einbruchs zu 6 Monaten G e f ä n g n i s unb 14 Tagen Haft. . .. * Kaiser gegen den Schacher mit anslän- 0/fck) en Orb en. Die Erlaubnis zur Anlegung nichtpreußischer Orden muß bekanntlich bei jeder Verleihung bei dem König von Preußen nachgefucht werden. Wiederholt ist es vorgekommen, dMern A^ntrage nicht entsprochen werden konnte, weil die perfonlichkett des zwar gutsituierten Ausgezeichneten nicht ganz einwandfrei war. > Aber in vielen Fällen war an sich nichts gegen bie Betreffenden einzuwenben, wesbalb die Genehmigung erteilt wurde. In den letzten Jahren sind nun ausfallend viele Teko- rativnen an Personen verliehen worden, bei denen von irgend welchen Verdiensten um den Staat, der die Auszeichnung verlieh, mcht die Rede sein konnte. Ta fernerhin festgestellt wurde, daß es namentlich in Berlin eine ganze Anzahl von Agenten gibt, ore die Verschaffung von ausländischen Orden gegen Zahlung ver- haltnismäfzig ganz geringer Summen gewerbsmäßig betreiben, m ?-ailcr angeordnet, daß, abgesehen von der Makellosigkeit des Nachsuchenden, dieser eine Urkunde des in Berlin Bevollmächtigten jenes Staates beizubringen hat, in der die besonderen Grunde angegeben sein müssen, die für Die Verleihung der Dekoration bestimmend waren. Auf diese Weise soll dem Ordensschacher entgegengetreten werden. m n vierjähriger Knabe als Pfandobjekt Die Berliner Polizei ist augenblicklich damit beschäftigt, die Herkunft eines Dterjäbngen Knaben zu ermitteln, der von seiner Mutter m einem Hotel in der Friedrichstraße als Pfand zurück- gelassen wurde. Dort erschien am Mittwoch eine Frau mit einem sfrnb, ine fidj als die Ehefrau des Eisenbahnschaffners Ortmann aus Königsberg ausgab. Sie erzählte, sie sei mit ihrem Mann m Jamburg zum Besuch gewesen und ihr Mann würde am nächsten Tage in Berlin eintreffen, um sie abzuholen Sie bezahlte weder Zimmer noch Kost, und ging am Donnerstag abend fort unter dem Vorwand, daß sie ihren Mann am Bahnhof abholen wolle. Sie kam aber nicht wieder. Den Knaben hatte sie zurückgelassen. Aus dem Jungen ist weiter nichts heraus- zubringen, als daß er Emil heiße. Er wurde gestern von der Polizei nach dem Waisenhause gebracht. Ob die Frau wirklich Ortmann heißt und ob der Knabe ihr Kind ist, konnte noch nicht ermittelt werden. — Kriegs-Witze von 1 870 — 7 1. So blutig auch die Schlachten waren, so tief auch die Trauer, in die Hunderttausende durch die Opfer des Krieges versetzt wurden, der Humor und der Witz gingen deshalb doch nicht den Deutschen aus. Einige dieser Scherze, die vor vierzig Jahren die Runde machten, mögen hier mitgeteilt werden. Rätfelfragen: „Welcher Unterschied ist zwischen dem ersten und dritten Napoleon?" Der erste wurde von dem berühmten Bildhauer Canova, der dritte nur von einem ganz gewöhnlichen Steinmetz ausgehauen. — „Weshalb trägt Moltke feinen Bart?" Weil ihm keiner gewachsen ist. — „Welche Depesche vom Kriegsschauplatz wird durch ein brennendes Streichholz dargestellt?" Von der Tann im Feuer — „Warum kann Napoleon nicht mehr beißen?" Weil er Sedan (868 dents) verloren hat. — Der Name Sedan wurde bann noch in folgender Weise ausgedeutet. Vorwärts gelesen: 8o endete der Abenteurer Napoleon." Rückwärts gelesen: Napoleons An- ang Dezember, Lude September. — Die Armee des Gloire (wie ich bekanntlich die französische Armee zu nennen beliebte) hat nur ihr G. verloren, weiter nichts. Sie war wirklich eine Armee des Loire. — Die Namen der drei Pariser Forts Nogent, Jssy und Valerien, die bei der langen Belagerung von Paris in den Kriegsdepeschen oft genannt wurden, wurden vom Witz zu den Worten umgebildet: „Nos gens ici valent rien.“ — Ebenfalls während der Belagerung von Paris tauchte die scherzhafte Kinderfrage auf„Je suis le premier de vingt-cinq et sans moi est Paris pris!“ Dieser höchst geheimnisvoll klingende Führer von Fünfundzwanzig ist natürlich das A, ohne das Paris pris ist. — Da der Witz auch keine Scheu trägt, vor Bedauernswertem Halt zu machen, so gehörte auch Sulu, der arme Kaisersohn, zu den Verspotteten. Suhl mußte sich vom Witz folgender Prüfung im Deutschen unterziehen: Sehrer: „Was ist der fran*- zösische Thron?" Sulu: „Ein unregelmäßiges Zeitwort." Sehrer: „Was wissen Sie von ben Präpositionen an, auf, hinter, in "fw. ?" Sulu: „Papa beneidet sie, weil sie wenigstens etwas regieren." — Endlich noch ein Scherz, der sich wirklich ereignet haben soll. Als ;nad) einer der ersten Schlachten, in ber die Bayern unter „unferm Fritz" in das Feuer kamen und sich sehr tapfer hielten, her Kronprinz fid) gegenüber ben tapferen Soldaten im Raupenhelm in anerkennender Weise aussprach, ent- uhr es einem biederen Bayern: „Ja, Königliche Hoheit, hätten wir nur auch anno 66 solchen Führer gehabt, dann hätten wir die verfluchten Preußen schon verhauen!" Kirchliche Nachrichteir. Evangeüjche (bemeinoe. 15. Sonntag nach Trinitatis, ben 4. September: Kollekte zum Besten der Kaiser-Wilhelm-Stiftung für deutsche Invaliden Gottesdienst. 3n der §tadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde. Vormtttags 91/, Uhr: Pfarrer D. Schlosser. 3n der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr Pfarrer A u s f e l d. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrafsistent Hanstein. katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 3. September: Nachmittags um o Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit 99.60 93.75 94- 90.30 91.30 99.80 99.80 91.— 91.- 91.— 99.50 99.50 99.50 99.60 91.— 91.— 100.40 92.50 Lstr. M. Lstr. Nk. 91.80 100*80 91.70 (Lomb.) stf. d°. do. 37, ■1 37, 100.- 91.- 82.90 91.- 80— 80.- 101.30 S. 27 S. 23 S. 26 E. 17 Borz. Akt. 221.50 Gelieukirch. Brgiv. 215.75 do. i. P 0.1898 küudb. ab 1908 Jnvest-Anl 233.— 133.66 132.40 210.— 105.25 164.- 121.50 139.15 197.60 145.— 177.50 1887 stf. gar. . . t. S. 200/1000 Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. 60% Südd. Eisenbahn-Ges. Darmstadt . . . 37, Alzey v. 1899 unk. b. 1912 . . , 3% Aschaffenburg v. 1888 . ... 4 Augsburg v. 1901 unk. b. 1908 . . 4 Babenhausen (Heffen) 37, Baden-Baden v. 1898 Iünb6. ab 1903 37, Bamberg v. 1888 37, Berlin v. 1886/92 4 37» 37, 37, 37, abgest. 1878 u. 83 . abgest. Lit. J v. 1884 0. 1886 u. 88 . . . v. 1894 b. 1905 unk. b. 1915 Nürnberg. DereiuSbk. M. Oest.-Ung. Bank . . Oest.-Länberbank . . Oest.-Kredit-Anstalt. . Pfälzische Bank . . . Preuß. Bobenkreditbouk fianhfnrttr §örfe Aschaff.Masch.Pap Neue Boden A. G. Brauerei Binding. „ Henninger. „ do. Pr. Akt. „ Kempff . . „ Mainzer Akt. „ Ncttenmeyer „ Stern(Oberr.) „ Werger . . Zements. Karlstadt Chem. Bad. Anilin „ Bleiu.Silb.Br. „ Griesh. Elektr. „ Albert . . . Dt. All. Telegraph Elektr. Böse Borz. „ Allgem. Berlin „ Lahmeyer . . „ Schuckcrl .! | ^ertluer yorft. BlicseubachBergw. » Borz.Akt. Bochumer Guß . Buderus Eisen Coitevrdia Bergb. Dl. Liixemb. Bgw. Elektr.Lichtu.Kraft Eschweilcr Bcrgw. Fa^ou Mannstadl 1. amort. do. do. amort. amort. 294.— 134.10 180.75 118.75 196.- 159.25 105.- 238.90 311.50 178.— 199.50 411.75 212.50 226.— 103.— v. 1875—80 abgest. v. 1900 .... v. 1903 .... v. 1896 .... 4 37, 37, 37, 4 37, 4 4 4 4 37, 37, 37, 37, 4 37, 37, 4 37, 37, 37, 4 37, Staats-Anleihen a. Deutsche. Deutsche Reichs-Anleihe . . . . i. B. v. 1900 lünbb. ab 1905 v. 1881 u. 1884 abgest. v. 1888 v. 1898 lünbb. ab 1902 v. 1903 fünbb. ab 1908 43 nnf. b. 1913 46 tünbb. ab 1908 ! do. do. do. do. do. do. do. 96.50 83.80 97.20 256 — 107.90 127.30 190.45 159.25 47, 37, 4 4 4 4 37, 37, 37, 37, Eisenbahn-Prioritäten Inländische. Braunschweig. LandeS-E.-B. II E do. do. r. 101 do. do. do. do. do. Anl. abgest. do. . . do. . . Rente Rente do. Rente Rente 100.30 93.— 91.80 5 5 4 3 3 3 3 3 3 3 3 3 4 4 5 4 27, do. Lit. B M. 1000 Prag-Dux v. 1896 stf. Raab-Oed.-Ebenf. e 100.10 9160 90.- 37, 37, 37, 37, Provinzial- und CommunaL Obligationen« Rheiuprovinz AuSg. 20 11. 21 unf. b. 1902 101.20 97.50 91.30 91.— 91.— 96.50 100.80 93.50 94.50 93.60 93-60 <7 Chile Gold-Anl. v. 1889 . . " ’■ -rti: StaatS-Anl. 0. 1895 518.— 118.- 443.80 243.- 11 67, 10' 5 8 Gold-Anl. v. 1889 .... „ Cons. E. B. Ser. I u. II 89 „ Gold-Anl. Em. HI v. 1890 . „ StaatS-Rente v. 1894 . alt. Kr. Rbl. do. v. 91 do. v. 97 4 87, 2% 3 37, 37, I—VIII Em. „ IX Em. „ v. 1885 , (Ergänzg§.«N.) „ v. 1895 stf. 1. G. 87.90 94.60 86.80 94.40 92.— 81.50 76.70 101.— 101.— 90.70 90.70 79.90 83.— 101.65 92.20 91.60 91.50 83.60 159.25 209.— 167.40 101.60 119.70 124.95 102 — 99.60 BreSl. DiStontobank Mk. 600/1200 Commerz, u. Diskonto-Banf . . Darmstädter Bank . . M. 1000 (Bank f. Handel n. Industrie) Deutsche Bk. S.I-X M. 600/1200 | 102.20 100.30 98.80 91.10 r* 4 & 3 4 37, 87, 3 37, 3% Würzburg do. Augsburger . . . Braunschweig . , Finnländische . . Freiburger . . . Genua Mailander . . . Mailänder . . . Merniuger . . . Oestr. v. 1864 . . Oestr. Kredit v. 1858 '.Zapenh. Gräfl. . . RudolfS-Stiftung Türkische .... do. .... Ungar. Staats . » Benctianer . . . v. v. v. v. v. 103.50 97.45 82.— v. 1901 v. 1894 v. 1905 v. 1902 tünbb. ob 1907 v. 1903 lünbb. ab 1908 v. 1897 do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. de. do. 237.50 114.75 294.50 208.20 138 — 205.25 221.50 4 do. Dresdner Bank . . M. 600/1200 Dresdner Bankverein . Kursblatt des Gießener Anzeigers vom s. September 1910. 47, Grf. Henckel Hg.v.Donn. r.älO5o.84 4 Fürstl. SolmS-BrannfelS v. 1880 . 37, do. nnf. b. 1914 Kommunal . . Hyp. (Köln) S. 1 u. 2 .' |138.— | 143.- 178.- 132.- 132.— 122.50 207 50 110.— 190.50 76.70 127.50 482.— 123.— 257.50 481.- 126.— 16.90 287.- 4 8 37, 37, 37, 37, 37, 37, 37, do. do. do. do. Aktien ausländischer Transport- Anstalten. do. do. do. do. do. do. do. Worms do. do. do. 97.70 90.60 100.— 100.20 100.— 100.60 92.— 92— 92.— 92.50 do. do. do. do. do. do. do. „ Fab.LSchleich. 143.20 Hamb.-Am.-Pcktft. 144 20 Norod. Lloyd . . । 110.20 Steaua Rom.Petr. 1145.50 4 Stuttgart v. 1895 tünbb. ab 1905 ©taat(. oder proviuzi al.garaut Hess. Landes-Hyp. Bank Ser. 12—13 Bank für handel und Niederlassung Gies do. do. do. do. Diverse Obligationen. 4 Buderus r. 103 472 Dtsch. Luxemb. cono. 47, do. r. 102 47, Eiscnb. Rentenbauk v. 1902 87' do. v. 1905 37, Offenburg v. 1898 rA Hessische St.-Anl. v. 1899 v. 1906 . . . Harpener „ Hafpcr Eiseuiv. . Hemmoor Zement Hidernia Bergiv. Hösch. Eisenw. Humbold Masch. . Laurahütte. . . Klassen Bergbau. Mülheimer Bergw. xJiorbb. Wollläuim. Oberjchles.E.-Ind'. Phönix Bergiv. . Rhein^Nass.-Bgw. Rhein. Stahlwerke Riebeck Montan . Schief. Berg-Zink 1 Wegelin & Hübner I Westeregeln Alkali I v Borz.AktZ Argent. do. do. do. do. do. Rumän. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. Württembg. do. do. do. do. do. do. do. do. do. Heidelberg do. do. 4 5 5 4 4 37, 6 47, 5°'n 5°/° 5% do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. 99.60 99.60 99.80 99.60 100.30 94.60 92.50 92.50 92.50 83.- 83.- 83.- 99.50 99.50 99.75 90.50 90.50 äuß. E.-B. i. G. innere v. 1888. äußere Gold-Anl. do. do. do. do. do. do. Metz v. v. v. v. v. 3 3 4 37, 37, 37, 3 12 47- 6 9 77- 37, Kassel abgest 37, Kissingen v. 1886, 1888 u. 1903 . . 4 Köln v. 1900 4 „ v. 1908 * 37, Kreuznach v. 1888 u. 1898 . . . 37, Lahr v. 1889 37, do. v. 1902 37, Simburg abgest * 37, Ludwigshafen v. 1896 .....* 37, do. v. 1903 lünbb. ab 190l 4 Mainz v. 1900 unk. b. 1910 . . 4 4 4 37, 4°/o 4/o v. 1903 fünbb. ob 1903 v. 1899-1901 .... v. 1902 unk. b. 1913 .' ' 0. 1903 tünbb. ab 1908* v. 1879 v. 1900 fünbb. ab* 1906 * ö. 1891/92 (abgest) . . . v. 1898 ...... 40 ! 100 100 150 Oest.-Ung. StSb. 1873/74 i.G. do. Brünn-Rs. 72 stf. i. G. do. StaatSb. v. 83 Sächsische Rente ' v. 1907 Bayr. B. s. Hand. 11. Jnb. M. 1000 Bayr. Hyp.- u. Wechselbk. s. fl. 500 Berliner Hanbelsg. . M. 500/1000 do. Hyp.-Bk. Lit. A M. 1000 S. 15-19,21-27,31,34,35-39, 42 do. S. 40 u. 41 unk. b. 1910 do S. " ' bo. v. 1902 steuerfr. Gold-Anl. v. 1894 steuerfr. . Mecklb. Hyp. u. do. bo. Ser do. do. Ser. Ausländische» Elisabeth steuerfr. l. G. . . 2000 K. 3 erb. Nrbb. 1887 stf. i. S. D. Atlant Telegraf . ' Franken-Allee, garant. v. Frankfurt .* drranff. Hof r. 105 . , Neue Boden r. 102 do. v. 18'.'6 unk. 1912 do. v. 19u2 unk. b. 191 11. 14—15 . Ser.I —V Hilf. 1909 Kom. Obl. S. 5—6 . u. 7—8 . do. Kommunal Ser In.H mit 1909 Nassauische Landesb. Lit. F. G H K 11 L rvo b0* " N. P. ' ' Kasseler Landes-Creditanst. unk. bo bo. Franz-Iosef Kaschau-Odrb. Ser. 10 . Hypotheken-Akl.^Bt) ' t do. Hhp.B.Zf. lünbb. ab 1905 do. do. Bk. do. Hyp.-Kred.-B. M. 600/1200 Mittelb. Bdkr. (Greiz) Au.L.M. 1000 Mitteldsche. Kreditb. . M. 300/1200 Natlb. f.Dtschl. S.I-VIM. 300/1200 do. 1901 uncv. b. 1915 stf. g. bo. Südwest stfr. gar. 408/2040 Ryäsan-Koslow steuerfr. gar. . . do. UralSk steuerfr. gar. 404/2020 do. do. 97 steuerfr. gar. Warsch.-Wieu. stfr. gar. 2020/4040 Wladlkaivk. 85 stfr. gar. 408/2040 Anatolische ,. G 2040r 1881/88, 92, 93 „ 1. G. v. 1903 „ i. G. v. 1891 „ v. 1894 . . M. v. 1898 . 3%Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 1—190 u. 301-310 37, do. do. 6cr.311.350 nut b. 1913 Effekt.- u. Wechselt,. Tlr. 100 Vereinsbank , . . M. 600 DiSkonto-Gesellschaft M. 600/1200 Dresdner Bank . . . Tlr. alt. K. Rbl. alt. K. Rbl do. do. Badische Anleihe v. 1901 unk. 1909 do. von 1892 u. 94 Rudolf .... j do. (Salzkgtb.) stf. i*G. . . Ungar.-Galizische . stf. 1. S Vorarlberg ... „ i. (§, Jtal.stl.gar. E.B.Ser. A-E. i.G. 4 Ital. Mittelmeer steuerfr. i. G. 27,g Lwornes. Ltt. C. D. u. D/2 1 Sard. Set. stfr. gar. 111. II 4 Sicilianische steuerfr. 1. G. i do. i. G. 27,oSüditaI.(Merid.)Sr.A-2. . 4 ToScauifche Central . . . 5 Westsicilian v. 1879 Oest.-Ung.Staasb. [ 160.50 Gotthardbahn . . I Ä " 24.05 Ital. Mittelmeer . । 28-30, 32 (ttfgb.) . bo. S. 45 (tilgb.) . . Lanbw. Kreditbank Pfandbr. T-V 27, Gotthardbahn 37, Jura-Simplon v. 1894 . 4 ~ 5 do. 47, do. 4 Egyptische 37, do. 3 do. do. do. do. bo. Kommunal Ser. l'un'k. 1910* iyrf. Hyp.-Kred^Ber. 3V, Karlsruhe 37, do. 3 do. Ung. Lokalbahn Serie I r*. 105* 00. do. Serie II r. 102 * S. 24 Nhkm. Hyp. Mannheim i München v. 1900/01 unf. b. 1910/1 do. v. 1903 fünbbb. ab 1908 27,, 2 •/„ d» do. i. G. (S. II Ergnz.) 2040 Portg. E. B. v. 86 (Baira Baixa) do. v. 1889 1. Rg. . . do. v. 1889 JI. Rg . . . Salonique-Constant. Jonctiou . . do. Nionastir . . 2020/4040 do. bo. Lil. N-P . .... Landw. Kreditbank Pfdbr. Lit. tz-8 Hambg. Hyp.-Bk. S. 141 -340 künbb.abl905* do. S. 341-400 unf. b.1910 do. S. 401-470 unf. 6. 1913 Bayr. E.-B.-Anl. unk. b. 1906 . . do. E.-B. u. Allg. Anl do. LandeSkulmr-Rente . . . . do E.-B.-Ant Bremer St.-Anl. v. 1888, 92, 99 47, Eisenwerke Lollar r. 102* * 47, Elektr. Werk Homburg r. 10*3 .* 4 D. Atlant Telearni do. v. 1904 untilgb. b. 1912 Trier v. 1901 lünbb. ab 1906 . 37, do. v. 1899 37, Ulm v. 1905 Nuss. Staatsanl. v. 1905 . Consolid.-Anl. v. 1880 do. v. 1886 . do. v. 1895 . Lissabon v. 1886 . - Russische v. 1866 . . . 27,Sluhlmeißenb..Naab-Graz 27, do. do. ex. A. Sch. do. Anrechtscheine . 37, Türk.-Egypt. Tribut . . 4 Türken v. 1890 . . . v. 1903 steuerfr. ronv. v. 1903 . . 4 Freiburg 37, JLose. . Tlr. 100 . ö. st. 100 . Tlr. 100 . Tlr. 100 . Tlr. 50 . h.fl.100 . Tlr. 100 . Tlr. 50 . Fr. 80 . Fr. 100 i 37, Schwedische v. 1880 abgest. 31/ do. v. 1890 . . 3 do. 3»/. Schweiz. Eidg. (A.-G.) unf. b 4 ©erb. amort. . 1895 (405) 4 Span. au5L Rente v. 1882 Derl. HyP.-Bf. (vr. Pommr.) abgest. 80% - - bo. bo. abgest. 80% bo. bo. bo. do. bo. do. v. 1886,97,190 37, 4 37, 4 4 4 4 4 3% 3% 37, Psdbr. do. do. do. bo. do. do. Ser. 4 fünbb. Boden Kr.S.53n.54 fünbb. do. bis incl. Ser. 52 do. Bagdad-Bahn . . Ungarische Gold-Rente 2025r do. do. do. 37, do. „ 10, 12-16, 24-26, 29 37, Hess. Provinz Oberhcssen .... 37, do. do. Starkenburg .... a. M. Lit. N 11. Q abgest. v. 1906 .... „ R abgest. . . (Straßenbahn- v. 1899 . v. 1901 Abt. L . . . v. 1901 Abt. II. u. HI. Unionbank (Wien) . . Wiener Bankverein. . Württbg. Bankanstalt. do. BereinSbank Meininger Hyp.-B do. 47, Japaner Ser. II v. 1905 do. v. 1905 1884 conv..... 1888 conv 1895 . . . 4050c 1898 v. 1901 lünbb. ab 1906 . abgest D. 1887 v. 1891 abgest v. 1896 v. 1898 v. 1902 Ser. II kündb. ab 1907 1901 kündb. ab 1907 . . 1887/89 1896 kündb. ab 1901 . . 1903 unk. b. 1914 . . . v. 1899 unf. b. 1910 . . v. 1903 unk. b. 1910 . . 4 Badische Prämien Serie II . ö Donau-Regulierung 37,Gothaer Pram. Pfandbr. I 37, do. do. u 3 Hamburger v. 1866 . 3 Holländische Komm. v. 1871 3^/,Köln-Mindener ... 37, Lübecker v. 1863 . 27,Lütticher v. 1853 . Madrider abgest. n Meininger Präm. Pfandbr. Oesterr. v. 1860 Oldenburger. . Russische v. 1864 do. StaatS-Rente Oest. E.-B. St. Sch.-Versch. (conv Elisab. Obl.) i. G. steuerfr. . 57 Oest. E.-B. St. Sch.-Versch. lconv Franz-Iosef) i. Silb. steuerfr. 3 Oesterr. Lokalb. (verstaatl.) 5»/ do. E.-B. St. Sch.-Versch. (abgest. Elisab.-A.) u steuerfr. Pp. . Portug. nnifiz. v. 1902 Ser. I . do. umsiz. v. 1902 Ser. III . Hamburger St.-Anl. amrl. 1900 u. 1909 do. bo. 0.1887,91,r do. do. Hyp.-Akt.-Bk. M. 600/1200 Rhein. Kreditbk. M. 600/1000/1200 Rhein. Hyp.-Bank M. 600/1200 Schaffhauf. Bankver. . M. 1000 Südd. Bodenkredit-Bank . M. 600 Ungar. Kreditbank . . „ Siem. L Halske 256.75 „ Untern. Zürich I — Farbwerke Höchst. KunstfeibeFft.a.M. Solms-Rödelheim .... Nsenb.u. Büd.-Birstein v. 1887 do. -Wächtersbach v. 1884 47, Bosnien u. Hercegov.v. 1902 unf. 1913 4 do. do. 5 Dulgar. Tab. Anl. v. 1902 i. G. . 17 Ä Griech. E.-B. v. 1890 steuerfr. 1’/ do. Rionopol-Anl. v. 1887 . . 4 * Italienische diente 27 do. do 47 Oest. Silber-Rente 41/5 do. Papier-Rente do. Gold-Rente . do. I E abgest. do. IIIE unf. b. 1905 Bingen v. 1901 lünbb. ab 1906 . . do. v. 1895 .... do. v. 1898 Darmst. abg. v. 79 Lit. U u. 81 Lit. A u. bo. v. 1904 117.40 102.25 95.— Amtliche BekMtMchLMn Her Stadt (Biegen 15. September. 4688 Abschnitts (Bildung der Ersatzgrundstücke) nämlich: Ministerium. (01270 (b*/2j 8. 1 Heft Geldausgleichungsverzeichnis. C. Die trauernden Hinterbliebenen, Ruttershausen, i. September 1910. ausgesührt. (4478 3. 1 1 1 1 4662 Lina Petri, geprüfte Lehrerin. (B% zur per Pfund M. 1.24 1.64 Zu verkaufen 1 1 1 n n 7. 8. L 2. 3. 4. 3. 4. 5. 6. 7. G. m. b. H. 1. 2. 3. 4. 5. 6. Blatt BesitzstandsverzeichuiS Blatt Gütergeschosse Holländische Mischung Wiener Mischung Karlsbader Mischung 6. 1 7. 1 8. 1 1 Heft Besitzstandsverzeichnis 1 Heft Gütergeschosse 1 Heft Zusammenstellung der Gütergeschosse 2 Zuteilungskarten Stadt. Wohnungsnachweis Gienen, Afterweg 9« Es sind zu vermieten: 2 Zeltdecken 10,10x5,10 Meter, einmal gebr., sehr peisw. abzugeb Ludwig Lazarus, Asterw. 53. Fernspr. 505. Weu erbautes Haus mit 4-Zim.- Wohnungen und Laden in guter Lage preiswert zu verkaufen. Schriftliche Anfragen unt. 4711 an den Gietzener Anzeiger erb. Dis übrigen Nummern Freitag den 16. September, jedesmal von 2 bis 5 Uhr nachm. im Asterweg. rar ZucKerKranKe und A Nierenleidende M DL J. Schäfer’« G. Grenzregulierung Gietzen—Oppenrod. Gemarkung Gietzen. 1 Bonitierungskarte 1 Blatt Besitzstandsverzeichnis 1 Blatt Gütergeschotz Bonitierungskarte Heft BesitzstandsverzeichnlS Heft Gütergeschosfe Die Beerdigung findet Sonntag den 4. September, nachmittags iV, Uhr statt. 4724 Qröeete und bedeutendste Spezialfabrik für Gas - Badeöfen. Verkauf nur durch die Inetallationsgeschäfte. — Kataloge kostenlos.. Vaillant’s Wand-Gas-Badeöfen ,Geyser‘ u. automat. Heisswasserapparate em Leiden im 98. Lebensjahre zu sich zu nehmen. Im Namen der Hinterbliebenen: W. Kammer und irrau Julie geb. Kremer. _>den (Kaiser-Allee 22),. 2. September 1910. Die Beerdigung findet Sonntag, 4. September, nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 4729 1. , 2. 3. 4. E. Grenzregulierung Albach—Oppenrod. Gemarkung Albach. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jakob Schupp n. Frau Margarethe geb. Wagenbach. Giessen (Walltorstr. 63), den 2. September 1910. Die Beerdigung findet Sonntag den 4. September, nachm. 31j2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 4734 physiol. Nährsalze ohne Diätzwang, ärztlich empfehl.,Preis M.3. — u.4.50. Zu hab. in Apotheken, wenn nicht erhältlich, bei Dr. J. Schäfer, Barmen 27 Wertherstrasse 91 Belehr. Broschüre gratis. _ 1 Heft Zusammenstellung der Gütergeschosfe 5. 1 Zuteilungskarte B. Grenzregulierung Grohen-Buseck—Oppenrod. Gemarkung Grotzen-Buseck. 1. 2 Bonitterungskarten F. Grenzregulierung Steinbach—Oppenrod. Gemarkung Steinbach. 1. 1 Bonitierungskarte Grenzregulierung Reiskirchen—Oppenrod. Gemarkung Reiskirchen. 1 Bonitierungskarte 1 Heft Besitzstandsverzeichnis 1 Heft Gütergeschosfe Vergessen Sie nicht bei eintretendem Bedarf in Bindfaden, Packstricke« meine Spezial - Preisliste zu verlangen. (4535 Ludwig Lazarus, Asterweg 53. Fernspr. 505. immer immer - - ------------ - .. _ _____________________— _ .iimuW 1 Wohnung von 4—5 Zimmern, 5 Wohnungen von 4 Zimmer 1 Wohnung von 3—4 Simmern, 3 Wohnungen von 3 Zimme 2 Wohnungen von 2 Zimmern, 10 möbl. Zimmer, 1 möbl. Zim mit Pension, 1 unmÖbl. Zimmer, 1 dreistöckig. LagerhatlS m Pierdestall und Heuboden, 1 Lader; mit 2 Schaufenstern, zw Zimmern und Lagerraum. Zu mieten gesucht: 08 Wohnungen von 2—10 Zimmern. B Schirme!!! Alle Reparaturen u.Neu beziehen werden gut und billig in eigener Werkstatt Heft Zuteilungsverzeichnis Heft Gütergeschosfe mit Zuteilungsplan Heft Geldausgleichungsverzeichms. 1 Zuteilungskarte 1 Blatt Zuteilungsverzeichnis 1 Blatt Gütergeschotz mit Zuteilungsplan Blatt Geldausgletchungsverzeichnis. Stets d. neuest. Stoffmuster (einfarbig) Ueber 100 verschiedene Farbentöne Sack’s Schirmfabrik Inh. Heinrich Biervert. Gießen, Marktstratze 19. Filiale: Bad - Nauheim. 1 Wohnung von 10—11 Zimmern, 1 Wohnung v. 9—10 Zimmer 1 Wobnung von 7—8 Zimmern, 1 Wohnung von 6—8 — 3 Wohnungen von 7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 1 Wohnung von 5—6 Zimmern, 6 Wohnungen von 5 Job. Vaillant Remscheid. 2. 3. 4. 5. 6. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 1 Heft Zuteilungsverzeichnis 7. 1 Heft Gütergeschosfe mit Zuteilungsplan Zuschneide-Lehranstalt Kaiser-Allee 14 a. Gründliche Ausbildung im Massnehmen, Musterzeichnen, Zuschneiden und Anfertigung von Kostümen aller Art, Kinderkleidern, Hauskleidern usw. Der Kursus beginnt am 12. September 1910. Anmeldungen nehme jederzeit entgegen. Fussboden-Ansfrich. Berusteiulacksarbe, lose gewogen Pfund 90 Pfg., Oelsarben, Lacke, Pinsel, Parkcttwachs usw. 3901 Mällsburii 13 Gustav Walter Telephon 388 1 Heft Zusammenstellung der Gütergeschosfe 5. 1 Zuteilungskarte Heute nachmittag 2V2 Uhr verschied nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden Heinrich Schlapp Beigeordneter, Ortsgerichtsmann, Feldgeschworener, Fleischbeschauer im 72. Lebensjahre. T odes-Anzeiege. tt gefallen, heute morgen unsere liebe Gross- smutter und Ururgrossmutter li Eva Kremer Witwe EmmericherW aaren-Expedition Giessen, Kreuzplatz 9 C17/« Darmstadt — Frankfurt a. M. — Wiesbaden — Marburg. ■ Prima Kuhfleisch SS Metzger Schmidt, Bahnhofstr.,43. T) n n n Bei der Stadt Gietzen ist die Stelle deö Polizei-Sekretärs alsbald anderweit zu besetzen. Bewerber müssen die Prüfung für Polizeikommissäre bestanden haben und bei einer Polizeibehörde mit Erfolg praktisch tätig gewesen sein. Mit der Stelle ist ein Ansangsgehalt von 2340 Mk., steigend alle drei Jahre um 200 Mk. bis zum Höchstgehalt von 3900 Mk., sowie Ruhegehaltsberechtigung und Hinterbliebenen - Versorgung verbunden. Bewerber wollen ihre Meldungen unter Anschlutz von Lebenslauf und Zeugnissen bis zum 1. Oktober 1910 an uns gelangen lassen. Die Stelle ist zur Hälfte den MNitäranwä^tern Vorbehalten und jetzt mit einem solchen zu besetzen. Umzugskosten werden nicht gewährt. Frühere Dienstjahre können nur dann angerechnet werden, wenn das schon in der Meldung gewünscht wird.(Bx/9 A. Gemarkung Oppenrod. 11 Blatt Zuteilungskarten 2 Bände Gütergeschosse 1 Heft Zusammenstellung der Gütergeschosfe 1 Band Gütergeschosse mit Zuteilungsplan 1 Band Zuteilungsverzeichnis 1 Heft Zuteilungsverzeichnis der Waldzuschnitte 1 Heft Geldausgleichungsverzeichnis 1 Band Abschätzungsverzeichnis der Obstbäume 1 Heft Obstbaumgeschosse Das Protokoll über die infolge Zuteilung geänderte Weg- und Graben-Anlage. 6. 1 Heft Zuteilungsverzeichnis 7. 1 Heft Gütergeschosse mit Zuteilungsplan 8. 1 Heft Geldausgleichungsverzeichnis. D. Grenzregulierung Burkhardsfelden—Oppenrod. Gemarkung Burkhardsfelden. 1. 2 Bonitierungskarten 2. 1 Heft Besitzstandsverzeichnis 3. 1 Heft Gütergeschosfe Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass gestern unser innigst geliebtes Kind Ludwig im Alter von 3 Jahren nach langem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Konsumieren Giessen und Umgegend, e. G. m. beschr. H. Der Bericht für das abgelaufene Geschäftsjahr 1909/10 ist fertiggestellt und in unseren Vertellungssiellen zu haben. Die Mitglieder sind gebeten, ihn einer genauen Durchsicht zu unterziehen. Die Auszahlung der Rückvergütung findet in unserer Geschäftsstelle, Asterweg 6, 1 Tr., wie folgt statt: Anteilschein Nr. 1 bis 150 Montag den 5, September, Anteilschein Nr. 151 bis 300 Diens- tofl den 6. September, Anteilschein Nr. 301 bis 450 Mittwoch den 7. September, Anteilschein Nr. 451 bis 600 Donnerstag den 8. Sept., jedesmal von 2 bis 5 Uhr nachm. Freitag den 9. Sept., nachm. von 5—8 Uhr für die Mitglieder in Heuchelheim und Kinzenbach in der Verteilungsstelle Heuchelheim. Ferner in Gietzen: Anteilschein Nr. 601 bis 750 Montag, 12. September, Anteilschein Nr. 751 bis 900 Dienstag, 13. September, Anteilschein Nr. 901 bis 1050 Mittwoch den 14. September, Anteilschein Nr. 1051 bis 1200 Donnerstag den In der Zeit vom 3. bis einschlietzlich 16. September ds. Js. liegen in dem alten Schulhaussaal zu Ovvenrod die Arbeiten des III. Abschnitts (Bildung der Ersatzgrundstücke) nämlich: Unterzeichnetes Regiment bedarf leihweise vom 29. Sept, bis 2. Okt. 1910 und vom 18. Okt. bis 22. Okt. 1910 einen grotzen Transport-Möbelwagen. Auch die An- und Abfuhr desselben von der neuen Kaserne nach dem Bahnhof Gietzen und vom Bahnhof Darmstadt nach dem Uebungsplatz Darmstadt und zurück wird vergeben. (D2/6 Näheres ist auf dem Zahlmeister- Geschäftszimmer in der Zeughauskaserne zu erfragen. Dortselbst sind auch schriftliche Angebote bis zum 8. Sept. 1910 abzugeben. Infanterie-Regiment 'Nr. HK „Ich war am ganzen Leibe mit Flechten behaftet, welche mich durch das ewige Jucken Tag u. Nacht nicht in Ruhe liehen. Nach einer Einreibung von kaum 14 Tagen mit Zucker s Patent - Medizinal- Seife waren meine Flechten vollständig verschwunden. Ihre Seife ist nicht 1.50 Mk., sondern 100 Mk. wert. Sergeant M. in G." ä St. 50 Pf. (15°/oia) u. 1.50 M. (35"/«ig, stärkste Form). Dazugeh. Zuck^h- Creme 75 Pfg. u. 2 Mk., ferner Zuck^-Seise(mild>50Pf.u.l.50M. In der Universitäts-, Engel- u. Hirsch-Apotheke, bei Ang. Noll, E. Seibel, W. Kilbinger und Otto Schaas.(sl”ln 1 Zuteilungskarte 1 Blatt Zuteilungsverzeichnis . 1 Blatt GeldausgleichungsverzeichniS Einsicht der Beteiligten offen. \ZT. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen findet daselbst Samstag den 17. September 1910, vorm. von 9—10 Ubr, statt, wozu ich die Beteiligten unter der Androhung einlade, oatz die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich einzureichen. Stottern, Lispeln, schwere Zunge, heilt y Dir. F. Baum, Darmstadt, Bismarckstr. 48. Empfohlen durch das hessische Liebigshöhe Täglich frischen Z*tatota (*78O Die Vorzeigung der neuen Grundstücke findet: Donnerstag den 8. September 1910 an Ort und Stelle statt. Zusammenkunft hierzu vormittags 9 Uhr vor Grotzh. Bürgermeisterei Oppenrod. Stadt. Arbeitsnachweis Gießen, Afterweg 9. Es können eingestellt werden: B1/» a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Schlosser, 1 Schreiner, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 1 Kutscher, 4 Fuhrknechte und Fahrburschen, 3 Diensttnädchen. Lehrlinge: 1 Glaser, 1 Kaufmann. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 3 Schneider, 1 Wagner, 3 Anstreicher und Weitzbinder, sechs Schreiner, 1 Schuhmacher, Maurer, Zimmerleute, 1 landw.Knecht, 1 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, 2Hausburschen, 2 Dienstmädch-, 1 Handlungsgehilfe. Es suchen Arbeit: 1 Steinhauer, 1 Sattler und Tapezier, 1 Buchbinder, 1 Svengler, 1 Holzschneider, 2 Schreiner, 1 Eisendreher, 2 Weitzbinder und Anstreicher, 3 Schlosser, 1 Schmied, 4 Hausburschen, 2 Krankenpfleger ob. Erziehungsgehilsen, 1 Fahrbursche, 6 Arbeiter, ein Fuhrknecht, 5 Putz- und Laufsrauen, 1 Wafchsrau, 1 Schreiber. 4 1 Heft Zusammenstellung der Gütergeschosse 5. 2 Zuteilungskarten 6. 1 Heft Zuteilungsverzeichnis 1 Heft Gütergeschosse mit Zuteilungsplan 1 Heft Geldausgleichungsverzeichnis. OOOGOOSSSSOOOOOOOGGOOOOGOOOOGOO i Ganz besonderer Beachtung ® ® empfehlen wir unsere bewährten © d Spezial - Mischungen gerösteter Kaffees : injDrogenvnd Vorzügliche Fabrikate.