dSüd. II- 1 in ’n end ! Men | । ===-= ; ^*0 Bf tata i ' Wa i? \ Loos, c * s Carl, / 5 •r Schulhof | ■*Ji h welch. ArU ^Svoch.sucha u ß.B.501 einer ein M tenlos. - Donnerstag 17. Februar 1910 Zweites Blatt 160. Jahrgang Nr. 40 Gießener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag«. General-Anzeiger für Gberhejfen Die „Siebener Lamilienbliitter" werden dein ^Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „LreiLblatt för den Kreis Gietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftliches Seil fragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Berlag der Brühl'sche« Universiläts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Aledaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^5L RedaktioruS^IIL. Lel.-ALr.: AnzeigerGieße». $mdi llltelll f ruhigen, daß das Budget durch Entschließungen und-ohne Aussprache angenommen werden soll, was man in drei Sitzungen zu erledigen hofft. Vorher dürften acht Tage durch die Ansprache über die Adresse in Anspruch genommen werden. Nach dem Budget würde dann gleich die Vetobill an die Reihe kommen Was weiter geschehen wird, läßt sich absolut nicht absehen, und jedenfalls wird dann beinahe alles von der Haltung des Königs beit Parteien gegenüber abhängen. Die Krone ist dieses Mal in einer Weise in den Kamps, der Parteien gezogen worden, datz die Lage unter allen Umständen sehr bedenklich werden muß. Tie liberalen Blätter haben unzweideutig erklärt, daß der Monarch sich eines Verfassungsbruches schuldig machen würde, wenn er dem Rat seiner verantwortlichen Minister entgegen sich toetgern würde, eine genügend große Anzahl neuer Peers zu ernennen, und die Konservativen wieder werden nicht müde, ebenso offen zu erklären, daß der König einem großen Teil der Nation gegenüber ein großes Unrecht begehen würde, wenn er einer so geringen Majorität zuliebe einen so entscheidenden Schritt unternehmen sollte. Es ist das erste Mal seit langer Zett, daß Die Krone so offen in den Kampf der Parteien gezogen wurde. r II ). li. Söttit* ebruar. UL-MA Antrag auf Ausdehnung des Gesetzes omt die Beamten der Ein»L- staaten mjft 9 gegen 8 Stimmen ab, nahm dagegen eine Enftcmre- fcimg an, die den Reichskanzler ersucht, die Aufmerksamkeit der^ jenigen Cinzelstaaten, in denen Noch kein Haftungsgefetz besteht, auf die Dlaterie zu lenken. _ '. J Ter Wahlprüfungs-Ausschuß des Reichstags erklärte heute die Wahl des Abgeordneten v. Ka pH eng st (Kvns-. Ost- und West-Sternberg) für ungültig. Auch die Wahl des Abg. Arnstadt (Kvns., Mühlhansen-Langensalza) wird für ungültig erklärt. Die Zählung der Stimmen, die inzwischen stattgefunden hat, hat ergeben, daß ihn: nach Abzug der nach den! Beschlüssen des Ausschusses für ungültig zu erklärenden Stimmen 30 Stimmen an der Mehrheit fehlen. Ter Ausschuß wird den Kassierungsbeschluß morgen fassen. Beiden ist es gelungen, ein Zehntel Milligramm dieses Stoffes zu erhalten, der fünftausendmal seltener ist als Radium. Tie Gewinnung des Poloniums erfolgt durch heiße Chlorwassersäure aus Pechblende. Tas Polonium hat eine viel stärkere Selbst! ewchtzkaft! als das Radium und entwickelt besonders viele Alphastrählen. Tas Polonium entwickelt sehr viel Ozon und Helium: oder während sülz cm Atom Radium erst in 1000 Jahren verzehrt, waren etnhundertvftrzig Tage ausreichend, nm die Hälfte des von Frau Curie gewonnenen Poloniums zu verflüchtigen. Tie neuen Fou- schungen Frau Curies werden der Wissenschaft zweifellos üonj großem Nutzen sein. ■ —'Der Kaiser von Javan als Dichter. Der Kaiser von Japan ist eifrig literarisch tätig, aber bisher- mir wenig in die Oeffentlichkeit getreten. Vor kurzem ist er als Mitarbeiter einer neuen Zeitschrift aufgetreten, die unter dem Namen „damato- damachii" (der Geist des Nippon) seit Januar in Tokio erscheint und auf dem Titelblatt den kaiserlichen Namen neben dem von Berühmtheiten, wie dem Grafen Ito, dem Admiral Togo u. a. führt. Tie Zeitschrift will ihr: Leser und im weiteren die gesamte Menschheit durch Befolgung des „B u sh i do" zur Menschlichkeit und zum Glück führen. Tas Bushido ist der Kodex japanischer Mvralbegriffe, und der Beitrag des Kaisers besteht in einer Ode, die einen Kommentar zu dem Zweck des Blattes gibt und zugleich eine schwungvolle Verherrlichung des „Mtshido^ darstellt. — DasEnde derMänncr kir che. Aus Newhork rotrti berichtet: Die Männerkirche von Atlantic City liegt im Sterben: das Gotteshaus, das am Anfang so „großen Erfolg hatte", soll geschlossen werden. Um die kirchenschenen Männer zu bekehren und zur Predigt anzulocken, hatte der Geistliche mit amerikanischer Findigkeit ein merkwürdiges Exveriment gewagt, er erklärte eines Tages das Gotteshaus für eine „Männerkirche" und Frauen wurden nicht zugelassen. Man durfte im Gotteshause rauchen, alkoholfreie Getränke wurden verabreicht, und wenn die Sommer- sonne gar zu heiß brannte, dann durften die frommen Männer auch ihre Röcke ausziehen und in Hemdsärmeln den erbauenden Worten des Pastors lauschen. Der Versuch sand ansangs großen Beifall, aber alle neuen Ideen werden mit der Zeit alte Ideen und dies war auch das Schicksal der Männerkirche: mit der Neuheit verlor die frauenlose und ungenierte Frömmigkeit für die Männer, von Atlantic City ihren Reiz, die Schar i>cr Kirchgänger wurde kleiner und Heiner und schrumpfte schließlich auf so wenige Gläubige zusammen, daß der Geistliche resignierte. Dazu kam, daß Konkurrenzkirchen mit lebenden Bildern und kinematogravhischcn Vorführungen ungeahnte Erfolge, erzielten und die Männertirche überflügelten; darum wird sie nun geschlossen... Vie arohe deutsche Landwirtschafiswoche. •4 Berlin, 16. Febr. Der heutigen zweiten Plenarsitzung des deutschen Landwirtschaftsrates wohnten wiederum zahlreiche Negierungsvertreter bet. Zur Verhandlung stand zunächst ein Bericht des Direktors des Gesundheitsamts der pommerschen Landwirtschaftskammer, Dr. Schmitt (Züllchow), über die Ergebnisse der Schutzimpfungen gegen die Hämoglobinurie der R t n b e r. Der Redner führte aus: Die Impfung gegen diese Krankheit, die man auch als Blutharnen, Rotnässen, Rotwasser oder Werderot der Rinder anspricht, ist eine Schutzimpfung genau nach Art der Pockenimpfung bei den Menschen, lind es wird den Rindern drei Kubikzentimeter Blut von Kälbern, welche die Seuche überstanden haben, unter die Haut gespritzt. Das Gesundheitsamt der Pommerschen Landwirtschaftskammer hat mit Unterstützung des Preußischen Landwirtschaftsministeriums den Impfstoff für das Jahr 1909 hergestellt und davon kostenfrei an die Tierärzte die nötigen Mengen abgegeben. Es sind über 2600 junge Rinder und 1600 erwachsene Rinder geimpft worden. Die Impfungen ergaben nur in 1,67 Prozent Fehler geb niste und hoffentlich wird dftser Prozentsatz noch herabgedrückt, werden können. Es ist also die Schutzimpfung für alle Rmderbestände zu empfehlen, tn benot im Durchschnitt mehr als zwei Prozent der Stere erfraidt ftnd. Eine planmäßige Schutzimpfung wird es ermöglichen, daß große Flächen von Moor, Wald und Busch für die Rinderzucht tn höherem Maoe nutzbar gemacht werden können, als das bisher möglich war. . Der Redner legte eine Entschließung vor, tn der verlangt wird, daß die Staatsregierungen die Bekämpfung der Hamo- globinurie fördern möchten durch Gewährung namhafter Bethttfe zur Erforschung der nur erst lückenhaft bekannten Urlachenlehre dieser Seuche. Die Entschließung wurde angenommen. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung: „Gewinnung von Grundlagen für eine Betriebslehre des bäuerlichen Besitzes in Deutschland" liegen vor: a) cm Antrag des Berichterstatters Prof. v. Strebel (Hohenheim): „1. Der Deutsckze Landwirtschaftsrat möge sich dahin besorgt sein, daß für die weitere Entwicklung einer einfachen landwirtschaftlichen Buchführung in Bauernwirtschaften da, wo es nicht schon geschehen, sowohl durch Landwirt sch afts- ins Vektoren als auch durch Einrichtung und Betrieb voN Buchstellen gesorgt werde. , t 2. Zu diesem Zweck ift eine Verständigung mit den einzelnen landwirtschaftlichen Zentralstellen, Landwirt; chaftskarch- mern und dergleichen einzuleiten. 3. Da, wo eine gewisse Art der Buchführung Ichon em- gesührt ist und eine Buchstelle bereits besteht, sollten Aenderungen nicht getroffen werden. Für die Neueinrichtung ist die Verständigung über ein einheitliches System geboten. 4. Die Ergebnisse der einzelnen Buchführungen werden nadj Kenntnisnahme durch die betreffenden Landwirtschaftskammern nsw. an die Geschäftsstelle des Deutschen Lanowirtschaftsrats zur wissenschaftlichen Verarbeitung emgesandt. Zn andern, besonders Steuerzwecken, darf das gesammelte Material unter gar keinen Umständen benutzt werden. 5. Der Deutsche Landwirtschaftsrat hält es für brtngenb notwendig, daß auf der Grundlage der Ergebnisse einer möglichst großen Zahl von bäuerlichen Buchführungen reiches Material für den weiteren Ausbau einer Betriebslehre für den bäuerlichen Besitz gewonnen werde." b) ein Antrag des Ausschusses: „Ter Deutsche Landwirtschaftsrat erkennt die Notwendigkeit an, eine entsprechende Anzahl von Buchführungen aus bäuerlichen Betriebe aus dem ganzen Deutschen Reiche an einer Zentralstelle im Deutsck-en .Landwirtschaftsrat zu vereinigen, um sie zu verarbeiten und Unterlagen für die bis jetzt vernachlässigte: Lederstiefel 'und Schuhe, Knochen, Dachschindeln, Gewebe, Korbgeflecht, Wagenräder und Teile davon, geflickte Lederkoller, H§lz- sandalen, Gefäßhenkel, Schlosser, Ketten und Kettenglieder, Han st und Bastseile, Fruchtkern? von Haselnuß, Walnuß, Pflaumen, Kirschen, Apriliosen, Pfirsichen, Mirabellen usw. Alle diese Funde sind natürlich für den Kulturhistoriker sehr wichtig, aber auch davon abgesehen, wirkt es wundersam auf das Gemüt, wenn alte, vergessene und verschüttete Quellen wieder frifcL.v Wasser zu spenden beginnen, wenn tausende kleine Tinge ans Lickst kommen, die unfern fernen Vorfahren zu eigen geroejen sind, an denen vielleicht das Herz eines Mädchens ober eines spielenden Kindes gehangen hat und die sie in dem schwarzen' Schlund des alten Römerbrunnens ftir immer (wie sie glaubten) versinken sahen. — Rvsegger-Sammlung. Tag für Tag verzeichnen die österreichischen Blatter einen erfreulichen Fortgang der Sammlung, so bafr das Ziel von 1000 Bausteinen zu^je 2000 Kronen in erreichbare Nähe tritt. Vier Fünftel der Summe find ;eM gezeichnet, großenteils in Oesterreich. Unter den letzten Zeichnern lesen wir den Schauspieler Girardi, die deutscher Handlungsgehilfen in Bozen, die Beamten verschiedener städtischer Vlemter und die Gymnafialprvfefsoren Wiens, letztere mit ftchs Bausteinen. Sind auch Banken und Großkapitalisten zurückhaltend, so fehlt doch kaum eine größere Fabrik oder Brauerei Deutsch lähmens in der Liste, manche mit fünf, ja zehn Bausteinen. Auch in den Alpenländern beteiligt sich die Industrie, zum Beiftnel m dem selbst gefährdeten Cilli eine Emailfabrik mit drei Baw- fteinen. Unter den Zeichnern des deutschgesinnten Hockstrdels steht jene des Fürsten von Fürstenberg mit sechs Bausteinen an der Spitze. Im Reiche ist die Beteiligung bis jetzt leider viel geringer, verhältnismäßig gut ist sie in Württemberg, wo bis jetzt neun Bausteine gesickZert sind. Von den Städten machte den Anfang Reutlingen mit zwei und Stuttgart jiüt drei Bausteinen, in Heilbronn, Hall, Ulm und anderen Städten ist die Sammlung noch nicht abgeschlossen. Ter letzte der neun bis letzt veröffentlichten Bausteine ist der der Tübinger Verbindungen^, welch: mit ihrer Sammlung sich würdig anschlossen an dnt Vvr- nang der Stuttgarter Hochschule, die im Juli 1909 den Brunner Studenten die Räuber-Aufführung im Ho ft Heater ermöglichte und ixnnit den Gedanken der Rosegger-Stiftung zuerst in weiters Kreise hinaustrug. — „Polonium". Aus Paris wird uns geschrieben: Am Montag machte Professor Lipmann in der Akademie der Wissenschaften einige Mitteilungen über die Erforschungen der FrauCurie u. ihres Mutaicheiters Derbierne des Poloniums. 2lus den ReichLtagrausschüssen. :: Berlin, 16. Febr. Im BudgetausschuH. wurde am Mittwoch die Werftfrage behandelt. Ter Berichterstatter bemängelte an der Organisation der Werften die hohe Zahl der Direktoren. Bei Privatwersten gebe es nur drei Direktoren, und wenn auch bei den Reichswerften die Ausrüstung der Schiffe hinzukomme, so dürsten zehn Direktoren doch zu reichlich sein. Staatssekretär v. Tirpitz hält auch ein kaumianmicher.es Verfahren für wünschenswert. Aber die Verhältnisse liegen im Reichsbetriebe schwieriger als im Privatbetrieb. Tort könne eine ungeeignete Persönlichkeit entlassen und eine tüchtige Knast schnell in die hohen Stellen gehoben werden. Sch.fteßftch sei ein wirklich guter Kaufmann gar nicht so leicht ru finden; auch die Privatbetriebe selber litten darunter. Vielleicht, solle matt das Untere personal erst nach vierjähriger kaufmännischer Lehre annehmen. Tas höhere Personal müsse aber juristisch durchgebildet sein: ihm dazu auch die kaufmännische Ausbildung zu geben, sei schwierig. Gute Kräfte würden die Privatfirmen, wenn man sie ihnen zur Ausbildung überweise, einfach festhalten. /' Später erklärt der Staatssekretär: £er Kieler Prozeß habe nickt bew.esen, daß die Verwaltung im allgemeinen versagt habe; nur daß. Unterschlagungen vrrgekommen seien. Das habe an der Persönlichkeit gelegen. In Wilhelmsyaven und Danzig set des Verkauf unantastbar geführt. Ein Zahlmeister sei für die schwierigen Reck^sftagen, die an der Stelle des Oberwerstdirektors auf- rreten, gänzlich ohne Vorbildung. Als Magazindirettor würde er weniger Gehalt haben. Ferner se'en dies die Beförderungs- stellen für die Sekretäre, die man ihnen nicht nehmen könne. Vom Freisinn und der Sozialdemokratie sind zwei Entschließungen emgegangm, die Sachverständige aus Handels- und Jitdustrietteisen und Installierung eines Untersuchungsausschusses verlangen. Die Nativnalliberalen lehnen beide Entschttetzungeft ab. Tie Werftorganisation sei, wie ihr Redner ausftihrt, kaum veränderbar, .aber die Unzahl der L-.am.ten müsse eingeschränkt werben. Kommandierung in kaufmännische Betriebe sei zwecklos. Derr Begriff des kaufmännischen Geistes solle man nicht übertreiben. Tas sichere Brot des Beamten lasse den ganzen kaufmännischen Geist sich! verflüchtigen. Iw freien Berufe müsse man arbeiten, um nicht die Stäle zu verlieren. Tie Kontrolle werde wachsen, wenn die höheren Beamten andere Arbeitszeit hätten: einige müßten stets auf der Werst sein. M- lage sehr eingehend. Es kamen zunächst nur Gegner zum Wort, die namentlich auf die Schwierigkeit hinwiesen, den Begriff des öffentlichen Interesses zu bestimmen. Die Beratung wird morgen fortgesetzt. Der Ausschuß, für den Gesetzentwurf über die Haftung des Reichs für die Beamten lehnte einen nativnalliberalen Plätze Item »fchlutz in g. oevM Co.,H>nd | it.bM.erLa f Wer-M A! f harten Billigst Uiztifwiert i Lin Trödeimarit im Brunnenschacht. Ein großer Teil unserer west- und süddeutschen Städtt wie tf. B. KöM und Augsburg ist bekanntlich auf dem Grunde alter römischer MilitärlvIonien emporgeblüht : in der diähe des Kastells liebelten sich Wirte und Krämer an, später, als ihnen dre Ehe erlaubt wurde, auch die verheirateten Soldaten, und gern blieben auch die ergrauten .Veteranen in dem ihnen zur Heimat gewordenen Barbarenlande. . Das deutlichste Bild von denr Leben in einer wichen -Stadt geben uns die Ausgrabungen auf der Saalburg, denen Dr. Köster int Marzheft von „Westermanns Monatsheften" einen reich illustrierten Aufsatz widmet. .Die einzelnen Häuser in der Lagerstadt lägen getrennt in geschlossenen Gehöften. _ Jedes dieser Anwesen hatte seinen eigenen Ziehbrunnen. Die meisten Brunnens schachte waren mit starken Eichenbohlen verkleidet, einige aber besaßen auch anstatt der Holzverschalung eine auf gemauerte Wandung, die noch heute den Zusainmensturz hemmt, so daß einige Brunnen, itacAem sie.crusgeränrnt worden,^ wieder benutzt werden Sonnten. Wie die mittelalterlichen Gefäße, die bei der Ausräumung ans Tageslicht gekommen sind, beweisen, sind mehrere von den gemauerten Brunnen sehr lange Zeit in Gebrauch gewesen, dagegen sind die Holzbrunnen wohl sämtlich bereits im Altertum aufgegeben worden. In der Hohe des .Wasserspiegels, wo die Verschalung wegen der wecktselndew Höhe des Wasserstandes bald feucht, bald trocken war, mußte das Holz im Laufe der Zeit verfaulen, wodurch dann das Wasser verdorben und die Grabung eines neuen Brunnens nottmatdig wurde. Ter alte ist bann zu- geschüttet worden mit allem, was gerade zur .Hand war, und daraus erklären sich die mannigfaltigen und verschiedenartigen! Funde, die bei der. Slusräumung der Brunnen ans Tageslickst fönten. . .. Am Grunde befanden sich meist Gegenstände, die beim Waiier- bofat den Händen entglitten sind, wie Kannen, Krüge, Eimern Schalen usw., oder auch Schmucksachen und Nadeln, die einem sich vorbeugenden Mädchen beim Schöpfen aus den Haaren gefallen' Jein mögen. Daneben tommen Tinge vor, die durch Unachtsamkeit ober Zufall in den Brunnen gelangten, wie Nägel, ^chlüstel, harten gerate, Sck-rifttäselchen, Messerklingen, Hämmer, Aexte und Beile usw., ja sogar ein Kinderspielzeug, ein sogenanntes exbuurrab, 'hat sich gefunden. Alle diese Gegenstände sind hinetugekommen, üls die Brunnen noch in Gebrauch wären. Anderes findet sich in der höheren Schicht, in dem Material, mit dem der Brunnen eusgefüllt wurde. Man warf natürlich alles hinein, was sich tut GeHsft und auf der Straße umhertrieb, und die wunderlich!tpn Dinge sind bei den Ausgrabungen daraus emporgezogen worden: gewöhnliche grobe Topftcherben nt großer Menge, verbogene Nägel, poltiifd>e Tagesschau. Deutschland und der französische Zolltarif. Die Zölle, die Deutschland und Frankreich gegenseitig anwenden, sind, so schreibt die „Deutsche Bolksw. Korr". im Durchschnitt ungefähr gleich hock. Die Einfuhr französi- fcher Waren nach Deutschland wird durch den deutschen Zolltarif einem Wertzoll von durchschnittlich 7 bis 8 Prozent unterworfen. Dabei sind die Zollerhöhungen auf Champagner und Kognak mitgerechnet, die die letzte Reichsjinanz- reform gebrad)t hat. Die deutsche Einfuhr nasch Frankreich wird durch den bisherigen französischen Zolltarif im Durchschnitt mit einem Zoll von annähernd 8 Prozent des Wertes Lclaftet Der weitaus größte Teil des Zolles, den Deutschland von französischen Waren erhebt, lastet auf Wein, Weinbeeren und Kognak; die meisten übrigen Artikel unserer Einfuhr aus Frankreich sind teils zollfrei, teils nur mit niedrigem Zoll belegt. 2Äis den Zoll betrifft, den Frankreich von deutschen Waren erhebt, so fällt ein großer Teil davon auf Maschinen, ferner auf Steinkohlen und Koks, die in Frankreich einem verhältnismäßig hohen Zollsätze untcrlLg.n. während s e in fast allen anderen Staaten zollfrei sind. Tritt der neue französische Zolltarif in der Gestalt, in der er die Deputi.r- tenbammer verlassen hat, in Kraft, bann wird die Zoll- belckstung deutscher Waren zweifellos erheblich größer werden; denn die darin vorgesehenen Zollerhöhungen sind vor- s-ugsweife gegen Deutschland gerichtet. Zunächst wird man abtoarten müssen, ob der Senat den neuen Tarif, so wie er ist, annehmen, oder ob er für eine Herabminderung der erhöhten Sätze eintreten wird. Viel Zeit zur Beratung ist freilich nicht mehr vorhanden, denn am 31. nächsten Monats soll der neue Tarif in Kraft treten. Soviel ist sicher, daß, falls der Senat den von der Deputiertenkammer beschlossenen, gegen die deutsche Einfuhr gerichteten Zotterhöhungen ohne Rücksicht auf die deutschen Beschwerden und Wünsche .rustimmen sollte, die deutsche Regierung unverzüglich zu Gegenmaßregeln schreiten würde. Die Gegenmaßregeln würden in einer entsprechenden Erhöhung der deutschen Zollsätze aus verschiedene franzö ische Spezialartikel zu bestehen haben. Die Regierung kann hierbei unbedingt auf hie Zustimmung des Reichstags rechnen. Sie wird, sob.tld der französische Senat sein Votum in einem für den deutschen Handel ungünstigen Sinne abgegeben haben wird, dem Reichstag einen Gesetzentwurf zngehen lassen, der eine recht fühlbare Erhöhung oer betreffenden Positionen des deutschen Zolltarifs vorsieht. Die Lage in England. Aus London, vom 14. Februar, wird uns geschrieben: Die gänzlich unerwartete Audienz, die der Premierminister Ä s a u i t h am Sonnabend noch in Brighton bei dem König hatte, bat natürlich zu einer ganzen Anzahl von Gerüchten - Anlaß gegeben, was auch nur verständlich ist, wenn man die Umstände bedenkt. Es hatte ausdrücklich geheißen, daß der Mi- Mer den Monarchen nicht vor dessen Rückkehr nach London sehen werde, die am heutigen Montag erfolgen wird, und es liegt daher nahe, daß etwas sehr Dringendes vorgelegen haben muß. Dann war bekannt geworden, daß der Führer der irischen Nationalisten, Redmond, am Freitag ganz plötzlich von Dublin nach London kam. Was in Brighton verhandelt worden ist, wird vorläufig nickst bekannt gegeben werden, und es müssen not- roendiger Weise noch einige Tage vergehen, ehe man in der Lage fein wird, fick ein Bild davon zu machen. Der Besuch in Brighton ist erst am Freitag abend ganz spät beschlossen worden und wurde in London erst bekannt, nachdem er statt- gesunden hatte, die Audienz dauerte beinahe eine Stunde, was bet König Eduard außerordentlich lange ist. Nach der Audienz ging der Premierminister allein am Strande spazieren und kehrte dann noch einmal zu dem König zurück, mit welchem er dann noch etwa zehn Minuten sprach. Dann kehrte er sofort nach London zurück. ,, . . In gut informierten politischen Kreisen ist man letzt der festen Ueberzeugung, daß trotz des allgemeinen Geschreis der liberalen Presse das Budget zuerst an die Reihe kommen wird, aber man hofft, die irischen Nationalisten, die bekanntlich von einem solchen Arrangement nichts wissen wollten, dadurch zu be- ; Sitten s<- j>en^ I W denk iroetsl. grofeea lerroetl Unter >u DCtpadittr Ä 10125 atze 7.______ gehe w. MM öil,'ouftr.r«. teilt sich in s. r dem.Hack der Gcschck- tteifl. M Wasch, u. Nic , golfcng. 1211. »en. m StelU*® Z-ebruar 8Uhr e-YorsW spiel ,[ jgane oon öen- ime Autzug von Hilde- ItSof scherz von M seg-u Klel"LPr Betriebslehre ju geio-unum. - Z-er Deutsche Landwirrschaslstat beschkießt, Vas.ReichKamt des Jlmern zu bitten, die für diesen Zweck erforderlichen Mittel zu bewilligen/' Die Versammlung nahm nach langer Aussprache den Antrag des Ausschusses an, ferner einen weiteren von Gelxnmerat Funk im Namen des Ausschusses eingcbrachten Antrag, der besagt: Der Landwirtschastsrat Nlt es für dringend wünschenswert, daß schon auf dem zu Ostern in Eisenach» stattsintonton Lehrgänge der Deutschen Landwirtschafts-<^< sellschoft für Wanderlehrer in einem Vortrag auf Viesen Man fliehe ersten Antrag des Ausschusses) hingcwiescn wird und beauftragt den Vorstand bei der Deutschen Lauvwirtschastsgesellschasl vorstellig zu werden, daß hierzu iw einer geeigneten Form (Gelegenheit gegeben werde. Zum letzten Punkte der heuttgen Tagesordnung, dem Entwurf eines S t e I l e n v e r m i t t l e r g e j e tz e s sprachen Freiherr von W an ge n he i nt und Justizrat Sch ne i de r (Stettin/ Tie Versammlung nahm folgende von beiden. Berichterstattern befürwortete Entschließung an: „Der Entwurf eines Stellcnvermittlergesetzes für das Reich entspricht it ad; Ziel und Fachung der einzelnen Vorschriften den vom Landn irtschaftsrat lwreils in früheren Verhandlungen aus- gesp-wchenen Wünschen." Hierauf wurden die Weiterberatungen auf morgen vertagt. Heute abend sand im Hotel Adlon ein Festmahl statt, bei dem tor= schieden? Minister und Staatssekretäre erschienen waren. Ans Stadt und Land. Gießen, 17. Februar 1910. L. U. LandeS.universität. Dem außerordentlichen Profeffor bei der philosophischen Fakultät der Landes- Universität Dr. Walter Kinkel wurde ein Lehrauftrag für Philosophie, insbesondere für Ethik und Acsthetik, mit Wirkung vom 1. April d. I an erteilt. •* Schwurgericht. Behufs Bildung der Spruchlifte für die am 7. März beginnende Sitzungsperiode des Schwurgerichts für das 1. Quartal 1910 wurden die Namen nachstehender Hauptgeschworenen ausgeloft: 1. Kaufmann Hch. Adam Köhler in Hungen; 2. Kaufmann Hch. Glatthaar in Appenrod; 3. Ingenieur Gg. Koch iu Gießen; 4. Kaufmann Jos. Sauer in Gießen; 5. Drogist Wilh. Kilbinger in Gießen; 6. Bankdirektor Alb. Heichelheim in Gießen; 7. Landwirt Karl Schmidt I. in Leihgestern; 8. Landwirt Jak. Krämer II. in Steinbach; 9. Fabrikant Wilh. Schäfer I. in Daubringen; 10. Fabrikant Ludw. Rinn XIX. in Heuchelheim ; 11. Landwirt Wilh. Lenz II. in Klein-Linden; 12. Landwirt Hch. Geißler V. in Ruttershausen; 13. Branereibefitzer Hch. Konr. Christian Jhring in Lich; 14. Bergverwalter i. P. Ant. Klein in Grünberg; 15. Müller Hch. Nahrgang in Ruppertenrod; 16. Landwirt Hch. Alt II. in Michelbach; 17. Beigeordneter Karl Konr. Fuldat in Grünberg; 18. Landwirt Hch. Hornung I. in Grebenhain; 19. Landwirt Phil. Karl Brückmann in Dortelweil; 20. Landwirt Hch. Karl Schneider in Groß-Felda; 21. Landwirt und Beigeordneter Kasp. Ritz in Pfordt; 22. Fabrikant Aug. Haag in Schlitz; 23. Gemeinderechner Karl Langlitz in Volkartshain; 24. Konditor und Beigeordneter Hch. Franz Jungblut in Schlitz; 25. Gemeinderechncr Aug. Claum in Ortenberg; 26. Schmied Start Leidich 1. in Grüningen; 27. Gntspächter Jak. Schuch auf Hof Schleifeld; 28. Gerbereibesitzer Karl Beruh. Küchel I. in Butzbach; 29. Kaufmann Ebcrh. Metzger in Gießen; 30. Fabrikant Hch. Birkenholz in Vilbel. ** Der Alldeutsche Verband schreibt uns: Mit der Absetzung de§ S>ilta>is Abdul Hamid ist der Vorsprung, den Deutschland eine Zeitlang in der Türkei vor anderen Völkern hatte, verloren gegangen. Die wünschenswerte mir!» schaftliche Zurückeroberung des für unseren Handel sehr wichtigen Gebietes setzt eine genaue Bekanntschaft mit den neuen, auch sonst politisch sehr interessanten Verhältnissen voraus. Professor Sch wallt), der Vertreter der orientalischen Sprachwissenschaft an unserer Universität, ivird in seinem morgen in Steins Garten stattfindenden Vortrag nach einem kurzen historischen Rückblick auf die äußere Geschichte der Türkei die auS dem Stillstand in allen inneren Verwaltungszweigen entsprungene Zerrüttung des alten Türkeu- tums besprechen, die der Entstehung der jungtürkischen Bestrebungen den Anlaß gab; und Entwicklung und Wesen der jungtürkischen Bewegung bis zur Gegenwart verfolgen. " liebenöerbteuft durch Adressenschreiben. Von einetn Gerichtsbeamten wird uns geschrieben: Ein internationales Adressenbureau, Abteilung Nebenerwerb, in Köln inseriert in den Zeitungen und sichert hohen Nebenverdienst im Adressenschreiben zu. Man verdient an 1000 Adressen Mk, io.—, evtl. mehr. Durch beigefügte Anerteicknings- schreiben wird dies bewiesen. Nachdem man 2,10 Mk. eingeschickt hat, soll man Adreßtafel, Schema und genaue Erläuterung erhalten und kann sofort anfangen. In dem einen Falle bekam man das emgesaudte Geld zurück mit der Bemerkung: „Wegen Geschäftsaufgabe Geld retour." Ich füge an, daß ich damals mit meinem Beruf unterzeichnet hatte. — Ebenso war e8 mit einem „Internationalen Adressen-Bureau in Böhlitz-Ehrenberg bei Leipzig". Hier verdient man bei tausend Adressen Mk. 8.—. Einzusenden hatte man 1,70 Alk. Auch hier bekam man das Geld retour mit der Bemerkung; „Wegen zu großem Angebot zurück. Hochachtungsvoll p. p.e Wie oben, so hatte ich auch hier mit meinem Beruf unterzeichnet. Ob es anderen so ging, glaube ich kaum. Anscheinend hausen diese „hochklingenden" Firmen im 4. oder 5. Stockwerk. = Lollar, 17. Febr. Herr 2. Seipp hat das Amt eines Gemeindee inne Hiners, das er ununterbrochen 37 Jahre bekleidete, mit Rücksicht auf fein Alter niedergelegt. Herr Seipp galt weit und breit, und nicht am wenigsten auch bei seiner vorgesetzten Behörde, als ein sehr umsichtiger und gewissenhafter Beamter, er lebte nur in treuer Pflichterfüllung seines Berufes. Möge e§ ihm vergönnt fein, noch viele Jahre hindurch die wohlverdiente Ruhe genießen zu können. $ M ücke, 15. Febr. Am Sonntag hielt der Ztveigverein des Ö b c r I) c f f Bienenzüchtervereins in der Gastwirtschaft bei 91111], Bai st unter zahlreicher Beteiligung der Mitglieder «eine G e n c r n l v e r f a in m l u n g ab. Herr Earl Bus; von Wetzlar führte einen von ihm erfundenen WachsschmeUapparat in Tätigkeit vor Der Apparat sand Allgemein großen Beifall und wurde vom Verein angekanft. Am Schlüße der Versammlung fand eine Freiverlvsimg von imkerwirtschaftlichen Gegenständen statt. Q Ruppertenrod, 10. Febr. Mein gutes Ge - loiff eu verriet ein H and we r ksbu r sche, tor einem hie figen Gendarmen auf seinem Patrouillengang begegnete. Als der wandernde Geselle, von Feilbacl) kommend, auf der Hauptstraße den Gendarmen erblickte, gab er Fersengeld zum nahen Wald hinein, der Gendarm ihm nach. Aus der Flucht warf der Bursche ein Paar Strümpfe von sich, bann ein Paar Hosen, ein Paar Socken und zuletzt eine leere Schachtel. Der Flüchtende vermochte aber u dem Walde seinem Verfolger zu enttommeiu. x Aus dem Vogelsberg, 16. Febr. Als erste Frühlingsboten haben sich die Stare eingestellt. Das rst verhältnismäßig spät, da nicht selten der Star schon im Januar sich zeigt. Wenn kürzlich schon der Rückstrich von Kranichen gemeldet wurde, so ist anzunehmen, daß eine Verwechselung zwischen .Kranichen und Schneegänsen stattgefunton, da im Volksmund beide Bezeichnungen vertauscht werden. Ueberhaupt stehen die Avantgarden des Lenzes noch zurück, da wir doch schon dem Ende des Februars entgegengeheu. Roch ertönt kein „Spitz die Schar" der Meise. Die Holzversteigermrgen, auch ein Fruhlings- zeickren, haben begonnen. Die Preise des Brennholzes sind allgemein billiger geworden. Man kann die Differenz der Verbilli- gerung auf 1—2 Mark für den Raummeter anschlagen. Der milde Winter hat weniger Brennmaterial beansprucht. fc. '-öab Nauheim, 1b. Febr. Hier soll em j üdisches Männer heim errichtet und in der kommenden Saison bereits eröffnet werden. Zu diesem Zwecke ist von einer Gesellschaft die Villa Römer an der Frankfurter Straße für 50 000 Mk. angekanft worden. Das Heim soll armen hilfsbedürftigen Juden freie Verpflegung und freie Badekur gewähren ; es ist reich dotiert. — Friedber g, 15. Febr. In der letzten Sitzung der Handelskammer wurde mitgeteilt, daß auf der Eisenbahnlinie Stockheim-Vilbel für den Sommer einige Fahrplanverbesserungen zu erwarten sind. Eine Deputation der Handelskammer hatte eine Besprechung mit der Königl. Eifenbahndirektion Frankfurt wegen der Bahnhöfe in Vilbel, Friedberg und Bad Nauheim. In der Besprechung wurden die Schwierigkeiten dargelegt, die der Gestaltung des Fahrplans und dem Wunsche, mehr Züge wie seither in Vilbel-Süd halten zu lassen, entgegenstehen. Trotzdem gab der Eisenbahndirektions-Prästdtnt die Zusage, daß versucht werden soll, noch einige.Züge in Vilbel-Süd halten zu lassen, lieber den Zustand >r Anfahrtswege zum neuen Bahnhof Vilbel-Nord und über einige Mißstände in dem Bahnhof selbst wurde von der Direktion Verbesierung zugesagt, besonders durch Anbringung von Schutzhäuschen auf den Bahnsteigen, Abrufen der Züge, ausreichende Beleuchtung des Zufahrtswegs usw. Hinsichtlich der Bahnhöfe Bad Nauheim und Friedberg legte der Eisenbahn- Präsident dar, daß die Direktion das Bestreben hat, die von dem prenß. Landtag bewilligten Beträge sobald wie möglich in Bad Nauheim und Friedberg durch Inangriffnahme der Um- bezw. Neubauten zu verwenden, daß aber seither die Verwirklichung des Projektes durch unbegründete und unnötige Schwierigkeiten von den zu enteignenden Beteiligten aufgehalten worden sei. — Die Eisenbahnverwaltung hat den Wunsch, daß baldigst mit den Interessenten eine Einigung zustande kommt. Das mangelnde Interesse sei ja kem Schaden für die Eisenbahn, sondern für den Platz selbst, der um so länger auf den Neu- und Umbau der Bahnhöfe warten müsse. Die Deputation hatte den Eindruck, daß die Verwaltung für die vorgebrachten Wünsche und Anregungen em offenes Ohr hat und bestrebt ist, soweit c§ in ihren Kräften steht, den Wünschen entgegen zu kommen. Der Sprecher der Deputation für die Bahnhöfe Lad Nauheim und Friedberg wies noch darauf hin, daß bei den Neu- bezw. Umbauten Rücksicht auf die eventuelle Einmündung der geplanten Linien Bad Nauheim—Ufingen, bezw. Friedberg— Ranstadt gewonnen werden müsse. — Von Jntsresse ist auch, daß nach Errichtung einer elektrischen Zentrale in Hungen die Inbetriebsetzung von elektrischen Triebwagen auf einigen Strecken des Kammerbfznls erfolgen wird. a. Södel, 16. Febr. Am Sonntag hielt her vor eurem Vierteljahr hier gegründete Ev nu g. K i r ch e n g c s a n g v e r e i n iu dem für derartige Zwecke Leiber nickt ganz ansreickxndcir Schneiderscken ^aate unter Mitwirkung des Pvfannenckwrs V<>n Bad Nauheim einen Fami l i c na b c nd ab. Wie der verdienst- rijlfc Gründer und Leiter des Vereins, unser neuer Qrtsgeistlicher, Pfarrer Beckel, in seiner Beg rü so mgs ans p rack e hervor hob, Marder .Hauptzweck des Abends, beit zahlreichen passiven Mitgliedern -- der Verein ist nunmehr in 80 Familien des Ortes öertTrten — den Tank der aktiven Sänger imb Sängerinnen abzuslutten. Das überaus reichhaltige Programm umfaßte 25 Nummern, darunter 9 Chore und Quartette, die, durchweg vortrcftlich ausgeführt, bs- wiesen, daß der 62 aktive Mitglieder zählende Chor in der kurzen Zeit seines Bestehens fleißig gearbeitet hat und neben dem geistlichen Lied auch das weltliche Volkslied zu pflegen mit .gutem Erfolg bestrebt ist, wobei ein vortreffliches Stim material und die iu Södel heimische musikalische Begabung und Sang.-ssreude (der hiesige Männergesangverein „Cinttacht" besteht nnmuehr fast 70 Jahre) bestens zur Geltung kommen. Ter übrige Teil des Programms tot einige lebende Bilder und eine Reihe theatralischer Aufführungen, teils ernsteren, teils heiteren Inhalts, die, ausnahmslos vortrefflich gespielt, der schauspielerischen Begabung der Mitnirlcndcn das beste Zeugnis ausstellten. Ganz besonders! trugen zur Verschönerung des Abends die Vorträge des Bad Nauheimer Posauuenchors bei, der sich in uneigennützigstier Weise zur Verfügung gestellt hatte. — Rod heim a. b. B., 15.Febr. Das Vcrba ndSf cst des KrciS-Kriege rvcr!bande8Biebenkopf wird am 9., 10. und 11. Juli hier abgehaltcn, Der hiesige Kriegerverein hat einen Ausschuß bestimmt, der mit den Vorarbeiten zu dem Feste bereits begonnen hat. Der Festplatz und die Musik sind schon bestimmt. Letztere stellt die Kapelle des 2. Großh. Hess. Infanterie-Regiments Nr. 116. b. Biedenkopf, 16. Febr. Das für ton Kreis Bredeir- kopf errichtete Heimatmuseum hat jetzt ein sicheres Heim gefunden. Für die Unterbringung der schon ziemlich reichhattrgen^Samnr- Iuregen find sämtliche Räume im unteren und ersten Stockwerk des Schlosses freigegeben, auch ist tont Museunrsvvrstand die Er- 'Hebung von Eintrittsgeld gestattet. Sport. — Tas Inaend - Preisroüe 1 n in Marienberg (Wester- tu alb am 15. d. M. Bereinigte 138 Personen am Start. Die 1000 Meter lange Bahn mar in gutem Zustand und es wurden durchgehend gute Ergebnifle erzielt. 1. Preis: Ernst Schürg, 1 Mrnule- 51 Sekunden; 2. Preis: Emil Groß: 3. Preis: Trudi Schaus. Ein .zweites Preisrodeln für Erwachsene findet anr Sonntag den 20. d. M. statt. vermischtes. * Eiiter langlebigen Familie entftanunte die vorgestern im Alter von 104 Jahren in London erstorbene Miß Marianne Hensleh. Miß Henslep hat über 75 Jahre in demselben Hause gewohnt. Alle ihre Geschwister erreichten hohe Lebensalter und einer ihrer Brüder starb im 97. Lebensjahr. DieS war das niedrigste Alter, das ein Mitglied der Familie erreichte. * T as He inc - Den km al a ls^Ehe st i s t er. Zu einem Liebesidtzll eigener Art gab, wie dem Tag geschrieben mirb. dies er Tage das Heine-Denkmal auf dem Montma' ttesriedbof in Paris Anjas. Ein jimgcr ungaiifdxrr Maler pilgerte, um dem toten Dichter seine Huldigung darznbringen, nach der Denkmalsäule> mit der Büste des Poeten, vor die stets Blumen geftreut sind. Weniger prnttsch ist der kleine bkdieme itaften, in tont pietätvolle Pilger ihre Visitenkarten mit mehr ober minder geschmack- und- geistvollen Widmungen niederlegen. Unter diesen Zeugnissen menschlscher Eitelkeit, die ton klcilwn Kasten über ton Rand yitlid Schweme mittelmäßig. Ochsen. 73—76 40 74 34-37 —7270 35 71 76 39-45 72—80 42 66—73 35—3ö 36 69 88-98 52-58 Mittlere Al ast- und gute Saugkälber . 42—49 70—83 . . 37—41 39 78 65 . . 25—26 64-66 25 72—74 57 73 y Meteorologische Beobachtungen der Station Siehrn. Wetter Höchste Temperatur am 1,3 mm. Ilandt-I . 107.00 Reichsanleihe I 3 VI. . ' 178.60 Türkeulose . . 113.70 Aktien: 245.20 ... 113.00 Berliner Börse, 16. Februar. liit’aa9fnl b °ecs ^9,25 •)a Ul 22.80 16231) 134.50 Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk ------- Laurahütte . - Nordd. Lloyd . . Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Haudelsges. . . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch - Asiat. Bank . Diskonto - Kommaudit ., . Dresdner Bank . . Kreditaktieu . . . . . Baltimore- und Ohio- r* Eisenbahn . .. Gotthardbahn . - .».v . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . .v. Prince - Henri - Eisenbahn *. bis 16. Februar = -s- 4,6 °C. „ 16. „ = — 0,3 "0, t » w Febr. 1910 oO uw 9]dUlO.XU(6 L> D v c 6!hu In Rehn tcl b stchtb. Himmel 16. 2’5 738,8 4,5 4,7 74 w o 5 16. 744,0 1.4 4,2 83 8 2 0 17. 7^ 745,2 1,8 4,6 88 SSW 4 8 1 — Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! —- 0«/,. G. Henneberg, Zürich. Den Neid der Götter erregt ein hübsches Frauenantlitz, dem durch reaelmäßigcn Gebrauch ber Mvrrholinseifc Erhaltung der Jugendfrische beschieben ist. id'L Suji I3’; b 74 1. 35 !0 42 76 '3 36 69 32 )9 80 39 78 56 65 74 57 73 73 [Bl% 910: 74 74 63 56 38 88 58 55 4ö 39 93 76 65 illage). 10: 57 56 das Reinigen des Küchenherdes und der Oefen; das Leerfahrcn der Senkgruben und das Fortschaffen des 2. 3. Die Lieferung von: Backwaren Fleischwaren Spezerciwaren und Vcr brauchsgcgenständen Milch, Bier, EiS Butter und Eiern Emaitlcwaren Bürstenwaren und Toilettengegenständen «Mchi 40 auf dem oben genannten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt innerhalb 14 Tagen. Gießen, den 10. Februar 1910. Großh. Direktion der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten. Sommer. arkt, er) 18,50 ^orn 12,oo 'M, , Porzellan- und GlaSwaren Schreibmaterialien Kleidern und Schuhen für Kranke und Personal Formularierf (für 3 Jahre) zirka 7 000 Ztr. Hütten- brechkokS und zirka 800 Ztr. Nußkohlen iqt )ie ll93l unk ‘ unb au,-. Kehrichts; 4. die Abgabe von Knochen, Lumpen, leeren Flaschen und des Gespüls. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen nachmittags von 3—5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau zurEinsichtnahme offen. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin: Samstag den 12. März, vormittags 1130 Uhr, önentl'chcn Kcuntms. Gießen, ben 16. Februar 1910. Eroßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. M ecu in. belief u, der -fhahk be., att- Äwibii “>Hionen5p.^ Vergebung von Bauarbeiten. Die für den Schulhaus-Anbau zu ReinhardShain erforderlichen Arbeiten und Lieferungen wie Erd- u. Maurer-, Steinmetz-, Zimmer-, Dachdecker-, Spengler-, Schlosser-, Glaser-, Schreiner-, Weißbinder- und Tapezierer-Arbeiten, sowie die Trägerliefcrung sollen im Wege öffentlichen An- Vergebung. Für die Großh. Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Gießen sollen für das Rechnungsjahr 1910 auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden: vom 16. hie 351. »'g'Tchaie i$ , Turch» ichnillspW m° 100^U;i\ Bekanntmachung. Betritt: Fcldbcrciniauua Gießen links der Lab«: hier: Zu teilnna der Banvläirc in der stcvbansmark. Die imd)itc(ici!be Bekanntmachung bringen wir hiermit r>ur Bekanutniachung. Betrifft: Wie oben. In der Zeit vviii 1S. Februar 1910 bis einschließlich 3. Acarz 1310 liegen ans dem iiädliichey Bermessungsanu Gießen die Akten imd Karten über die . .ureNung der Bauplätze in der Ltephansmark, nämlich: 1i das Giüergeschvß: *2) das Beümtaudsverzeichnls; 3) das Verzeichnis der Zuteilung; 4) die Zuteilungskarte, zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen und bei Meldung des Ausschlusses «»ährend der Ostenlegungc -.eit bei Grobherzoglicher Bürgermeisterei Gießen schriftlick einznreichen. Die Vorzeigung der hier zugeteilten Grundstücke findet an Ort und Stelle; Mittwoch den 23. Februar d. Fs., vormittags S1 Ubr, statt. Friedberg, den 15. Februar 1910. Der Grobherzogliche Feldbereinlguugskommissär: gez. Schnltl'pabn. Grobb. Kreisamtmann. enb§ 7.30 Ufa tion Bettet Zonnenschem KlarcchimM | Bew. Hi'«'"« gebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagcn liegen auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote, mit < entsprechender Aufschrift versehen, sind verschlossen und postfrei bis spätestens Freitag den 25. Febr. 1910, nachm. I1/, Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Reinhardshain emzurcichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Gießen, den 12. Februar 1910. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. ________________________I. V.: K nöll. B16/, Arbeitsvergebung. Für die Feldbercinigung Oppenrod sind nachstehende Arbeiten auf dem Submissionswcg zu vergeben: veranschlagt Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Bl7A Stock, Buchen Stock, 2 Rm. Eichen Stock, 45 Rm. Fichten 4 Rm. Kiefern Stock. 95Pf> [966 668.— 42.— 735.— 800.— Bureau 15 Uhr. yer. • :ert • ■ zu 0 u n Mk. u H der 107.CÖ 136.45 2O6.0J 1) Drainagearbeiten 2) Anfahren von Röhren Gießen, den 14. Februar 1910. Großh. .Kulturinspektion Gießen. H: St eiyba ch._________ 3) Grabenarbeiten v 4) Regulierung desKompwiesengrabens „ unterzeichneten Behörde, Zimmer Nr. 3, zur Einsicht offen. Angebote haben in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen, sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen an Großh. Bürgermeisterei Oppenrod einzureichen. Die Eröffnung findet daselbst Mittwoch den 23. dS. Mts., vorn». 9 Uhr, in Gegenwart erschienener Bieter statt. Freie Auswahl Vorbehalten. Zuschlagsfrist 14 Tage. Holzversteigerung im (Hemeinde-Ltzald zu Bersrod. Dienstag den 22. Febr. 1910, vormittags 91/; Uhr anfangend, soll im Gemeindewald zu Bersrod nachverzeichnetes Holz versteigert werden: aus den Distrikten Brand, Mittelschlag, Waldwiese, Landwehrschlag und Rosenberg: 111 Rm. Buchen Scheit, 172 Rm. Buchen Knüppel, 20 Rm. Eichen Knüppel, 12 Nm. Fichten Knüppel, 30 Rm. Kiefern Knüppel, 190 Rm. Buchen Reiser, 66 Rm. Eichen Reiser, 96 Rm. Fichten Reiser, 21 Rm. Kiefern Reiser, 92 Rm. Zusammenkunft im Ort. Bersrod, den 15. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei BerSrod. R uschling. Isg.es- ok - Bank jndi*- ' 137.0 ‘ 'M ■' 1:6751 ‘'m 1 212^1 ■ OhiQ- ''' • A jahn-K-^' ebn ■ -T M jsenbal® ■ n-Indostrie 1^! " -,h 6»* ich^e 1Dk für Dandd rerk18^1 werk ■ - 216u) ÄetL 136,q ik-ra6 20o.?J -erk*11-1 latui.Ol 1 * ‘10421 4 Buchen-Stämme mit 4,68 Fstm. 13 Eichen-Stämme ii 4,41 0 4 Kiefern-Stämme H 6,20 u 1 Eichen-Derbstangc u 0,09 9 131 Fichten-Derbstangen u 8,22 V 707 Fichten-Reisstangen II 4,52 n Fleisch-Verdingung. Am 2. März 1910, vormittags 10 Uhr, wird im Geschäftszimmer der Verwaltung — Kaserne I — wo auch die Bedingungen auSliegcn, der Bedarf an Fleisch- und Wstrst- ivaren für die hiesigen Truppen vom 1. April bis Ende Juni 1910 verdungen. Tic nach Ziffer 17 der Bedingungen oufzustellenden Angebote sind spätestens zu dem obengenannten Zeitpunkte mit der Aufschrift „Angebot auf Lieferung von Fleisch- und Wurstwaren" versehen, im Geschäftszimmer versiegelt abzngeben. D,7/._. Die Unternehmer werden darauf aufmerksam gemacht, daß gemäß § 13 des Zolltarifgesetzes vom 25. 12. 1902 vom 1. April 1910 ab Abgaben auf Vieh, Fleisch, Fleischwaren und Fett für Rechnung der Gemeinden und Korporationen nicht mehr erhoben werden. Garnison-Verwaltung Gießen. Am Montag dem 21. Februar d. I., Dornt. 11 Uhr, soll bei der unterzeichneten Verwaltung die Lieferung von etwa 100 Kbm. Holz, 200 kg Soda, 30 kg weiße Seife, 200 kg Schmierseife, 30 kg Mandelseife und die Anfuhr von Steinkohlen für das Rechnungsjahr 1910 vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen aus. Dw/3 __________(Harriisou-Verwaltunq Gieften. Oeffentliche Vergebung. Die Lieferung der für Gr. Landgericht und Gr. Staats anmaltfchaft Gießen im Etatsiahr 1910 erforderlichen Schreib Materialien und Buchbinder-Arbeiten sollen auf dem Wege der Submission vergeben werden und können Angebote, sowie Muster der Materialien, verschlossen bis zum Eröffnungütermin Montag den 14. März 1910, norm. 10 Uhr, auf der Gerichtsschreibcrci Gr. Landgerichts. Zimmer Nr. 33, kostenlos niedergelcgt werden. Bezüglich der Beschaffenheit der Schrelb- und Kon.ievtpaviere ivird auf die Bekanntmachung Gr. Staats- Ministeriums vom * 17. Januar 1907 betreffend Erlaß von Bestimmungen über Verwendung von Panier bei den Gr. Staatsbehörden veriviesen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A des Erlasses sämtlicher Ministerien vom 16. Juni 1893 enthaltenen Bedingungen, die. wie auch der Buchbindertarif, dahier einzusehen und kostenlos erhältlich sind. Die Zuschlagsfrist beträgt 10 Tage. Gießen. 15. Februar 1910. GerichtSichreiberei Großh. Landgerichts. I)i-. Sch will lerniaier. ____________P‘7? Die auf den Wegebau in Garbcnhcim abgegebenen Offerten sind nicht genehmigt worden. Ich gebe nochmals zur Einreichung von Offerten Frist bis cinschl. 26. Februar er. und bemerke, daß Plan und Kostenanschläge auf meinem Bureau zur Einsicht offen liegen. Krofdorf, 16. Februar 1910. Der Bürgermeister: B1’/, Brau n.__________ Holzverfteigerung. Es werden versteigert: Montag, *11. Februar, vorm. von 10 . Nbr an, aus den Distrikten „Auf dein Busch", Zipfenwald, Himberg 2, Scheid pp.: Stämme Fichte: 2 St. > b. Kl. •-= ll82 Fstni., 4 St. Va. ML - 0,96 Fstiu-: Derbitangeu Fichte: 145 St. 1. SIL — 13.32 J-slm , 2 St. II. ML - 0,08 Fstiu.; Nunrcheitrr Nm.: 20 Eiche Nutzknüvpcl Rm.: 11 Eicke: ferner Sckcitcr Rm.: 41 Bucke, 113 Eiche, 14 Kiefer: Knüppel R>n.: s8 Buche, 98 E'cke. 117 Kiefer: Reifer Nm.: 250 Bucke lStamm', 405 Bucke (Zopst, 705 Elche, 490 Kiefer, 35 Fichte: Stöckc Rm.: 12 Buche, 99 Eiche, 13 .Kiefer. Zusammenkunft. Distrikt „Auf dem Busch". Dao zerstreut sitzende Dürr und Windsnllholz wird nickt voraczeigt. Dieuotag den 22. Februar, vornlittags von 10 Ubr ab aus dem Distrikt Rieder Seilbach: Stämme. 2 Ahorn VI. .Kl. — 0.26 Fstm., 9 Hainbuch VI. ML - 0,73 Fstm., 3 Elsbeere VI. .Kl. = 0,14 Fstm., ferner Scheiter Nm.: 3 Bucke, 18 Hainbucke, 15 Kiefer; Knüppel Nm.: 35 Hainbuche, 182 Eiche, 2 Asve. 44 .Kiefer; Reisig Rm: 30 Bucke, 220 Hainbucke. 1 545 Eicke, 150 Kiefer, 35 Fichte; Stöcke Rm.: 6 Hainbuche, 61 Eiche, 13 Kiefer. Zusammenkunft am EulcrSmeg. Die Großh. Forstwarte Miaubcr und Büttner zeigen aus Wunsch das Hol» vor und erteilen weitere Auskunft. Treis a. d. Lda., den 16. Februar 1910. lDl7/a Großh. Obcriörsterei Treis. 2 d) ii c i 6 e r. 9iutzholzverkauf. Am Mittwoch den 23. Februar 1910, vorw.ittags UV? Uhr, kommt im Gemcindewald von Mudersbach an der Siraße in der Kraus, Distr. 1, Birkenheck beginnend, folgendes Nutzholz LUM öfseittlicken Berkans. 49L0 Fm. Eichen-Stamncholz — 55 cm Durchmesser lSckrcincr, Bau, Wagner- und Grubenholz! 10,9-1 Fin. Fichten-Staminholz — 37 cm Durchnr. imeiit Schnitth.i 32,44 Fm. Kieiern-StammholL — 41 cm „ tScknili, Bau u- Grubenholz.) 15,51 Fm. Fichtcn-Stangen 1 —3. ML 4 Rm. 4 m lauge Eichen Deichselstangen, C17/a 4 Rm. 2 in langes Eicken Grubenholz. Mudersbach, den 15. Februar 1910. ________________________________Der Gcmciudcvorstebcr. Holzverfteigerung im Nuttershanseuer Gemcindewald. Montag den 21. Februar, vormittags 10 Uhr an, kommen in den Distrikten Hellenberg, Wchrholz und Mausbcrg zur Versteigerung: 26 9 Eichen-Stämme Buchen- „ 6,62 8,74 Fstm. r» haltend V 15 Kiefern- „ 5,43 0 H 59 Fichten- „ 14,25 u II 300 u -Derbstangen 11,96 V V 5 Eichen- „ 0,24 V ff 193 Fichten-Reisstangen 2,64 If II 5,5 Rm. Eichen-Nntzknüppel, 2 Meter lang, ferner das nachstehende in dem Distrikt Mausbcrg belegens Brennholz: (1017 190 Rm. Buchen-Scheit 126 , „ -Knüppel 4250 Buchen-Wellen 49 Rm. Buchen-Stockholz. Dienstag den 22. Februar, nachmittags von 1 Uhr an, in den Distrikten Hellenberg und Wehrholz: 10 Rm. Buchen-Scheit 6 „ Eichen- 220 „ Buchen-, Eichen- und Nadeln-Knüppel 800 Buchen-Wellen 2480 Eichen- „ Der jedesmalige Anfang ist in dem Distrikt Hellenberg und kommt das Stamm- und Stangenholz am ersten Tage üoc dem Brennholz zum Ausgebot, weßhalb mit dem Verkaufe des Brennholzes auf dem Mausbcrg erst nachmittags, etwa um iys Uhr, begonnen werden wird. Ruttershausen, den 15. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Ruttershausen. Klinkel. Holzverfteigerung in den Waldungen der Gemeinde WiefeL. Freitaa den 18. Februar d. IS., vor mittags 10 Uhr beginnend, sollen in dein Distrikt Heide uachver.;cicknetc Holzsortimente 6 inner 3,8 Ftcklen- Fichten Reisig 360 Wellen Eichen-Reisig Durckm. mit 2.82 Fm. urchm. mit 1.58 Fm. 50 1350 70 650 versteigert werden: 5 Flchtcnstämmc von 25—29 cm 389 Fichten-Derbstangen lSvarren n. 539ii Fichten Reisslängen i Dienstag den 22. d. Mts. Zusammenllmst vormsttogs 10 Uhr auf der Rhcinfelscr-Straße am Wald. ßl Eichen: 3 Stämme 2. Kl. — 4,59 Fstm., 25 3. u. 4. Kl. — 14,41 Fstm. und 35 Rm. Nutzholz (1 bis 3 Mir. laug). Nadelholz: 142 Stämme 3. u. 4. Kl. — 30,22 Fsüu., ,177 Stangen 1.—4. Kl. und 40 Rm. Nutzholz (2 Mir. lg.). Groß-Rechtenbach, den 15. Februar 1910. Der Bürgermeister. Holzversteigerung Dienstag den 22. Februar 1. I. werden ans den Douuruiol- walddislrikten Steinswicsenkopf und Mangel oh der Forstwartci ttlfa verstelgcrt: Stamme: Eiche 4. u. 5. ML 2 St. — 1.08 Fm., Larckc 4. u. ». Kl. 41 Sn - 112)8 Fm., Fickte 3., 4. u. 5. ML 21 St. — 9,9« Fm. Tcrb stangcu: Fichte 19 St. = 1,25 Fm. Nvftknüppcl: Fichte Rm. 203 (3 Mtr. lang'. Nutzreisig: Nm. Fichte 232 (in ganzer Länge!. Brennholz: Scheiter, Rm.: Buche 1. Ml. 379 (15 Rm. FetgenL 2, ML 35L Knüppel, Rm : Bucke 81. Eicke 6, Erle 13, Lärche 39, Mieter 3, Fichte 11 Mrüppclrcisia, Rm.: Eiche 5. Gew. Reisig, Rm.: Bume 400, Kiefer 6. Stöcke, Rm : Bucke <4. Zusammenkunft vormittags 10'/> Uhr im Distrikt Stciuswicseu köpf am Eselsweg bei Stammholz Nr. 1. Die blauunlerstrichenen Brennholzuummern kommen nicht zum Ausgebot, das zerstreut sitzende Holz wird nicht vorgezcigt. Nähere Auskunft durch den Gr. Forum art Zimmer in Ulfa. Eickclsdorf, den 15. »Februar 1910. Bl7/3 Großhcrzogliche Obersörsterci Eichelsdorf. _______________________________________I. B.: M r a tz. Nutztzolz-Verkaus. Die Stadt Grünberg beabsichtigt folgendes Fichtenstamni- holz auf dein SubmissionSwcge zu verlaufen unb zwar: 1. 2 Stück II. Kl. 40—42 cm Durchmesser 8 u. 18 m lang = 3,82 Fstm. Inhalt, 2. 1 Stück III. Kl. 39 cm Durchmesser 20 m lang — 2,39 Fstm. Inhalt, 3. 11 Stück IV. Kl. v. 25—29 cm Durchmesser 8—20 m lang — 8,22 Fstm. Inhalt, 4. 170 Stück Va. Kl. v. 18—24 cm Durchm. 12—25 m lang ----- 102,90 Fstm. Inhalt, 5. 334 Stück Vb. Kl. v. 12—17 cm Durchm. 12—25 m lang --- 78,54 Fstm. Inhalt. Sämtliches Holz ist entrindet und ohne Rinde gemessen, dasselbe liegt unmittelbar an der Chaussee Grünberg—Alsfeld und Grünberg—Weickhartshain, ca. 3 km von den Bahnstationen Grünberg und Mücke entfernt und ist sehr gut. Nähere Auskunft erteilt Forst wart Büttel hi Grünberg. Reflektanten wollen ihre Gebote int Ganzen, verschlossen mit der Aufschrift „Nutzholz-Verkauf" bis zum 28. Februar 1910, vormittags 11 Uhr einreichcn, woselbst die Gebote int Beisein erschienener Bieter eröffnet werden. Der Zuschlag erfolgt innerhalb 8 Tagen und unterwirft sich Käufer mit seinem Gebot den allgemeinen Verkaufsbedingungen. Bei genügender Sicherheit wird Zahlungsfrist bis Martini 1910 gewährt. Grüuberg, am 15. Februar 1910. [l023 Großh. Bürgermeisterei Grüuberg. Z i in m c v. E§ i ilii MM Nachdruck verboten. Springmanns Schuhwarenhaus Bahnhofstrasse 58 GIESSEN Bahnhofstrasse 58 Telegramm tsea lgen 1943] würden. Per Vorstand. 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Ueberall erhältlich! Alletaige Fabrikanten: A. L Mohr, g. m.». Bahrenfeld Tagesordnung: Punkt 1 Jahresbericht, 2 Kassebericht, 3 Borstandswahl, 4 Beschwerde eines Mitglieds über unser Versicherungswesen, 5 Verschiedenes. Gleichzeitig findet großer Vortrag, gehalten von der Laudwirtichaftskammer, über Ziegenzucht usw. statt. Indem der Vortrag, sowie Punkt 4, für jedes Mitglied gewife großes Interesse har, wird um vollzähliges Erscheinen dringend gebeten, auch wäre zu wünschen, wenn sich auch die Frauen beteiligen muß der Kuchen sein,wenn ergutbekommen soll. Man versuche Dr. OetKer’s fwesnndheifs-Kachen. Zutaten: 100 g Butter. 100 g Zucker. 4 Eier, das Weiße zu"Schnee geschlagen, 250 g Weizenmehl. 1 Päckchen I>r. Oetker’s Backpulver, das abgeriebene Gelbe einer halben Zitrone, 4 Eßlöffel voll Milch. Zubereitung: Die. Butter rühre zu Sahne, gib Zucker. Eigelb, Milch, Mehl, letzteres mit dem Backpulver gemischt, hinzu und zuletzt das Zitronengelb und den Eierschnee. Fülle die Masse in die gefettete Form und backe den Kuchen in ca. 3h Stunden. !>r. Oetker’s GesnndheitH-Kachen ist sehr leicht verdaulich für Kinder und Kranke. Alle für den Körper notwendigen Nährstoffe sind in ihm enthalten. Läßt man solch ein Stück Kuchen in warmer Milch zergehen, so gibt dies eine vorzügliche Speise für kleine Kinder. Hühner! 1909er Frübbrut, gute Eierleger, liefere franko unt.Garantie leb. Ank. 12 St. Hübner u. 1 Hahn für 27 Mk. Farbe nach Wunsch. Probepostkorb 3 St. M. 7.50 frko. D. Pi streich. b%)Breslau II, 33. Hohe ^fromersparnJs. Überall erhältlich ( G Abteilung A. "Aufnahme der Fabrikation von Auto- —1 7, Bereifungen in vollem Umtange und empfehlen ;