Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. des Adresse für Depeschen Anzeiger Gieße». ^ohrheit sprach sich gegen diese Einträge aus. In der to-IL‘be ?rcult f 410 d>e Frage besprochen, ob and) Schiebung w-r feie Grenze das förmliche Ueber.'daS B«kahmt'g?gm"^NW am 20. Dezember jebeö Jahres das Inland zu verlassen und dürfen hier nicht vor dem 1. Februar wieder in Arbeit treten. Zuwiderhandelnde sind durch die Orts- Polizeibehörden auszuweisen und in der Regel ans für-3 zestcm Wege nach ihrer Heimat abzuschieben. Im vorliegenden Falle* ist ans bisher noch nicht aufgeklärten Gründen an Stelle der formlosen AL- Vt._____ V'.r.___ x:,. jUvah>« 11 n fi A r I pol5tifd)C Tagesschcrrs. Eine amtliche Darstellung über die ansgewiesene polnische Arbeiterin. Die amtliche Berliner Korresp. schreibt: Vor einiger Zeit ist durch die Presse die Mitteilung gegangen, daß im Kreise Oldenburg eine ausländische Polnische Arbeiterin, welche bei Beginn der sogenannten Karrenzzeit (vorn 20. Dezember b" 1. Februar) entgegen den bestehenden Vorschriften im Jntande verblieben, in Polizei haft genommen und trotz ihrer bei dem zuständigen Landrat und dem Regierungspräsidenten dagegen erhobenen Beschwerden mehrere Monate lang fest- gehalten worden sei. Hierbei ist die Frage erörtert worden, ob das von den örtlichen Behörden eingeschlagene Verfahren den bestehenden Vorschriften entspricht "und wie die schon aus allgemein humanitären Rücksichten nicht zu rechtfertigende Maßnahme zu vermeiden gewesen wäre. Hierüber ist folgendes zu bemerken. Ausländische polnische Arbeiter und Arbeiterinnen haben spätestens Kaffer Wilhelm in Wien. Bahnk o f HetzendorfbeiWi.cn, 20. Sept. Kaiser Wilhelm ist heute vormittag 9.32 Uhr hier eingetroffen md wurde von Kaiser Franz Josef auf das herzlichste begrüßt. Als der kaiserliche Sonderzug in den Bahnhof ungefähren war, trat Kaiser Franz Joseph an die Tür des Salonwagens, dem Kaiser Wilhelm in der Uniform eines osterrerchrsch-uu g a risch en Feldmarschalls entstieg. Die Majestäten reichten sich herzlichst die Hand, küßten sich zweimal und sprachen mehrere Minuten angelegentlich miteinander. Gegen y4io Uhr begaben sich die Majestäten ;n dem Wagen. Kaiser Wilhelm nahm rechts von Kaiser ^rcmz Joseph Platz, worauf unter dem brausenden Jubel des Publikums und bem Heil dir im Siegerkranz einer Knabenkapelle die Abfahrt nach Schönbrunn erfolgte. Karser bezogen und eine bleibende Erinnerung an dieses historische Moment bezweckten, darunter auch^ einen Antrag auf Benennung eines hervorragenden StraLenzuges nach dem deutschen Kaiser. Heute wurde nun der ein- Stadtrat gefaßt, den Parkring mit „Kaiser-Wrlhelm-Rrng" zu bezeichnen. -20. S-vt Die Ein igungzwischendendeut- Ichen und den tschechischen Parteien des Land- tase? wurde ach folgender GrnMagc erzielt: Di- Tagesord- MiNg der ersten Sitzung des Landtages soll die Wahl des Ans- ,?UJ Beratung der Steuervorlagen, sodann die Wahl des Ausschusses zur Beratung der naiional-politischen Musgleläis- folgende, Sitzniig als ersten Punkt den Msgleichsauslchusses und als zweiten Punkt den Bericht des Steuerausschusses enthalten. Dadurch erhalten die de?,bcLihnen ungünstigen Erledigung oes Berichts des llusglcichsausschusses bie Obstruktion gegen die Steuervorlagen fortzusetzen. n ahmeverfahren eingeleitet und auf Grund W beutsch-osten:eichlschen Uebernahme-Abkommens vmm r1 ^^75 bie k. k. Statthalterei in Lemberg um die Uebernahme her ausgewiesenen Dienstmagd JosephL Ciaston aus Gluchum in Galizien ersucht worden. Eine Uebernahmeerklärung ist aber nicht zu erlangen gewesen. Nach den geltenden Vorschriften soll eine polizei- lrch «.Festnahme zur Durchführung des Ausweisungs-, verfahrens angemein nur dann statt finden, wenn bie Durchführung der Ausweisung dadurch, daß der Aus-« zutreffende sich auf freiem Fuße befindet, gefährdet erscheint, oder wenn die polizeiliche Verwahrung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit, Ruhe und Ord-, uung für notwendig erachtet werden muß. Darüber^ ob im vorliegenden Fall die Bestimmungen Beachtung gefunden haben, sowie über die Gründe der Einleitung' des formellen Uebernahmeverfahrens hat der Minister des Innern eine Untersuchung eingeleitet, die bisher noch nicht hat abgeschlossen werden können. Hierdurch wird also bestätigt, daß Unbegreiflichkeiten, vorgetommen sind. Die Hauptfrage aber, ob es nötig war, die Arbeiterin, die mit gutem Zeugnis schon so lange bei demselben Dienstherrn in Arbeit war, überhaupt wegzuweisen, hätte die Regierung schon jetzt mit einem entschiedenen Nein beantworten können. Will man sich darum herumdrücken'? Aa die obige Regierungserklärung anscheinend nur die polizeiliche Festhaltung für rätselhaft hält, bllebe leider wieder einmal festzustellen, daß die hochmögende Bureaukratie sich auf die Heiligkeit ihrer unfehlbaren Paragraphen stützt. * Heber den Zusammentritt des Reichstags wird uns von Parlamentarischer Seite geschrieben: In der Presse werden Fühler ausgestreckt, vermutlich bon 'einer der Regierung nahestehenden Seite, ob ein späterer Zusammen-^ tritt des Reichstages auf Widerstand stoßen würde. Es wird empfohlen, den Reichstag erst nach der Mitte des Monats November zusammentreten zu lassen, weil sonst der Reichsversicherungsausschuß seine Arbeiten nicht zum Abschlüsse bringen könne. Die Arbeiten dieses Aus-i schufses werden auch nicht zum Abschlüsse kommen, wenn die Vollversammlung ihre Ferien bis Weihnachten ausdehnt. Es liegt nicht im Interesse des Reichstags, bie Zeit im November untätig verstreichen zu lassen. Tas! Wertzuwachssteuergesetz bebarf einer dritten Ausschußlesun'g, bie Gewerbeorbnungsnovelle mit ihren verwanbten Gesetzen bebarf bringenb der Förderung im Ausschuß, das Arbetts-- lammergesetz ist für die Plenarberatung reif, zahlreiche Anfragen sind vorbereitet, um zur Besprechung gestellt zu werden. Die Zeit im November wird dringend gebraucht, um den Dezember für die Haushaltsberatungen frei zu halten. Fast hat es den Anschein, als sei der 9. November der Reichsregierung jetzt ein zu früher Reichstagsbeginn. Die Reichsversicherungsordnung steht schon heute auf dem toten Strang, die übrigen Gegenstände, die der Ausschuß^ beratung bedürfen, können erst in Angriff genommen mert den, nachdem die Fraktionen gesprochen haben. Dies gilt namentlich von der entgültigen Fassung des Zuwachs^ steuergesetzes. Vie Einweihung der neuen kheinbrücke bei Köln. Köln, 20. Sept. Heute mittag 12 Uhr fand die Ein- Weihung der neuen, von Geheimrat Schmechten erbauten und >chon ,nt längerer Zeit dem Verkehr übergebenen Straßenbrücke u b e rd e nR h e i n m Gegenwart der Zivil- und Militär- behorben, an rhrer Spitze M i n i st e r v on B r e it enb a ch, statt. Es er hielt bie Weiherede, in welcher er u. a. ausführte' Em neuer Ruhm wird der Stadt erwachsen aus diesem ?*?en schönsten, mächtigsten deutschen Strom, die belebteste Schifsahrtsstraße, an einer Stelle überschreitet, die zu der bevorzugtesten der Welt gehört, ein profanes Bauwerk, bestimmt, dem nationalen und internationalen er kehr den Durchgang freizuhalten. Diese Auffassung beherrscht alle, bie mitgcwirkt haben an diesem größten Brücken- bau des Staates mit Kopf und Hand, mit Lust und Liebe, in Hetzer Arbeit. Allen denen aufrichtiger Dank für ihre Mitarbeit aber keinem mehr als -unserem geliebten Landesherren. Kaiser Wilhelm II. ergriff, als die Notwendigkeit eines ^eu- und Erweiterungsbaues der alten Rheinbrücke hervortrat, den Gedanken einer solchen Herstellung, die nicht allein dan Forderungen des Verkehrs, sondern auch der Ueberlieferung und der Umgebung künstlerisch entsprach, und darum gebühret unser -i>ank an bieientgen, die mitgearbeitet und mitgewirkt haben, Stelle unserem königlichen Herrn. Heute gilt es Kaiser Wilhelm II. Die Enthüllung seines Standbildes bedeutet den Schlußstein des wesentlichsten Teiles des Baues. Vier Standbilder preußischer Herrscher zieren nach der völligen Vollendung dieses Baudenkmal, welches darstellt ein neues Symbol bet Kraft und der Blüte preußischer Lande unter dem Hohen zoll ernar. Zur Weihe dieses Werkes stimmen Sie ein in den Ruf: Kaiser Wilhelm lebe hoch! Der Minister taufte hierauf das neue Drückenwerk „Hohen- zollern-Brucke" und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Doch aus den Kaiser. — Am Nachmittag findet ein Festessen statt. Aus dem Ltrasprozetzausschutz. :: Berlin, 20. Sept Ter Strafprozeßausschuß des Reichstags nahm heute nachmittag seine Tätigkeit nach den Ferien wieder auf. Zur Beratung standen die Bestimmungen deS Entwurfs über das -s § le u n i g e V erfahre n". Es sand zunächst eine allgemeine Aussprack)e darüber statt, ob überhaupt ein schleunige^ Verfahren in dem vorgeselsenen Umfange zlnckmäßig sei. Von ztvei Seiten lagen Anttäge vor, bie 410—420 über das schien, mge Verfahren ganz zu streichen. Für den Fall der Ablehnung LZ\ wurde beantragt, bie geltenden Bestimmungen | 211 der Strafprozeßordnung in den neuen Entwurf auf- Wien, 20. Sept. Um 3 Uhr fuhr Kaiser Wilhelm in der Uniform seines Husaren-Regiments Nr. 7 mit dem Gardekapitän Grafen v. Uxkull bei der Kapuzinergruft vor; er wurde von bem zahlreich versammelten Publikum sehr sympathisch begrüßt. Der Kaiser schmückte bie (5ärge der Kaiserin Elisabeth und des Kronprinzen Rudolph mit prachtvollen Kränzen und verrichtete kurze Gebete an den Särgen. Nach einem Aufenthalt von 10 Minuten fuhr der Kaiser, bem das Publikum abermals lebhafte Ovationen bereitete, zum äußeren Burgtor und stattete zunächst dem Erzherzog Peter Ferdinand und der Erzherzogin Marie Christine Besuche ab; iobann besuchte der Kaiser auch bie anderen Mitglieder des laiserlichen Hauses. Nach bem Besuche der Kapuzinergruft stattete Kaiser Wilhelm den Erzherzogen und ber in Hetzenborf wohnenben ^hdrzogin Maria Josefa Besuche ab. Beim Erzherzog Franz Ferdinand und der Herzogin Hohenberg verweilte der Kaiser längere Zeit. Den Tee nahm der Kaiser beim 'Esten Fürstenberg. Um V27 Uhr fand Familiendiner in der kleinen Galerie zu Schönbrunn und Marschalltafel ')rt Antoinettezimmer statt. Hierauf hielten die beiden Kaiser im blauen Salon Cercle. Um i/210 Uhr findet beim ^Herzog Franz Ferdinand Soiree statt. Kaiser Wilhelm verlieh den Schwarzen Adler- vrden dem Erzhertog Joseph Ferdinand, das Großkreuz des Roten Adlerordens dem Obeistallmeister Grafen Kinsklr Ferner verlieh der Kaiser sein Medaillon in Bronze auf Narmorsockel den Generaladjutauten Freiherrn von Bolsras and dem Grafen Paar, sowie dem Grafen Aehrenthal. ferner erhielten die Büsten ^Seiner Majestät bie beiden Ministerpräsibenten Freiherr v. Bienerth unb Graf Khuen- vedervary. Das Bildnis des Kaisers erhielt Oberst-Mcheu- meister Graf von Bellegarbe. Kaiser Franz Joseph verehrte den Herren des Gefolges Kaiser Wilhelms seine Llakette in Bronze, bem Ches bes Militärkabinetts, Frei- derrn von Lyncker, unb bem Gras bes Zivilkabinetts, von Mentin, das Grvßkreuz des Leopoldordens. Die Ueberreichunq eines Ehrensäbels. Bei Ueberreichung des Ehrensäbels an Kaiser Wilhelm nird) eine Deputation des 7. Husaren-^Regiments hielt Oberst Frhr. v. S ch o e n b e r g e r an den Kaiser eine Ansprache, in welcher er sagte: Der Tradition des Regiments gemäß, rhalte jede Offizier, der .25 Jahre aktiv bem Regiment mgehöre, einen Ehrensäbel nicht bloß als Erinnerung, sondern auch als eine Art Dank und Anerkennung dafür, daß 'r dem Regiment unter allen Verhältnissen treu geblieben ei Kaiser Wilhelm nahm den Ehrensäbel entgegen and dankte dafür. sagte, das Geschenk freue ihn nicht iur als Regimentsinhaber, sondern auch als Kameraden, als 3en er sich betrachte. Eine Ehrung deü 5?aifer3 durch den Wiener Stadtrat. Schon int vorigen Jahre brachte der Wiener Stadtrat schwer eine Reihe von Anträgen int Stadtrat ein, welche "ch auf die Bundestreue des Deutschen Reick^es und seinen Die §eierlichkeiten in Karlsruhe. Karlsruhe. 20. Sept. Der heutige eigeutliche Festtag wurde nngeleitet durch Glockengeläute unb Fe st g o t t e s die nst e 'N den Kirchen aller Konsefsionen. Nm 9 Uhr nahm das Groß^ herzogliche Paar im Großherzoglichen Palais die Beglückwünsckmnn! der Hofstaaten und ber unmittelbaren Beamten entgegen. Daraus begaben sich der Großherzog und die Großherzogin nach dem Re- fider^schlone, wo gegen MO Uhr die wahrend des gesttigen^ Tages angekommenen fürstlichen Gäste dem Großherzogspoar ihre Glückwünsche darbrachten. Um 10 Uhr begann in der ^chloß- krrche der feierliche Dankgottesdienst. Der Präsident des evangelischen Oberkirchenrates Exz. D. Helbing hielt eine entsprechende Ansprache. Um 6 Uhr fand im Residenzschloß eine Galatafel statt, zu der über 200 Einladungen ergangen waren. Während der Taftl erhob sich Prinz Adalbert von Preußen, zu einem kurzen T r i n k i p r u ch , worauf der Großherzog kurz erwiderte. Nach der Familientafel unternahm das Großherzogspaar heute nachmittag trotz des regnerischen Wetters eine Rundfahrt durch einen Teil der Stadt, von der Bevölkerung allenthalben leb- haft begrüßt. _________ (Eine Reichstagrkandidatlir Hornburgs? Die Blätter melden aus Berlin: Der von Nordhausen, wo er in einer Wählerversammlung die Bereitwilligkeit des früheren.Staatssekretärs Dernbürg zur Annahme einer freisinnigen Kandidatur bekannt gegeben haben soll, zurückaekehrte Reichstagsabgeordnete W i e m e r schränkte die vorstehende Mitteilung ein. Er stellte fest, er habe nur davon gesprochen, daß Dernburg sich bereit erklärt habe, für später in Verhandlungen wegen Uebernahme einer Kandidatur einzutreten. Die Reichsversicherungsordnung. Bcrlin, 20. Sept. Der Reichsversichernngs-Ausschuß nahm heute nachmittag seine Beratungen wieder auf und zwar beim 3. Buch der Reichsversicherungsordnung, die Unfallv er sich er ung bc- rreffenb. Von sozialdemokratischer Seite wurde die Erweiterung der Unfallversicherung auf alle Lohnarbeiter empfohlen, dagegen bittet der Vertreter der Verbündeten Regierungen» über den vorgeschlagenen Rahmen nicht hinauszugehen. Von nationalliberaler Seite wurde angeregt, sämtliche Angestellten der offenen Ladengeschäste zu versichern, cd. eine eigene Berufsgenossenschaft zu gründen. Ebenso werden die vom Verbände der Berufsgenossenschaften zur Unfallversicherung gefaßten Beschlüsse als Anttäge seüens eines Mitgliedes der nationale liberalen Partei eingebracht, ohne daß fick dieses Mitglied int einzelnen auf diese Anttäge festlegt. Bon fortschrittlicher Seite wird die Unfallversicherung der Lchrer beim Turn-, Schwimm-, Spielbettieb, sowie beim experimentellen naturwisseiD- 'chaftlichen Unterricht angeregt. Ein konservativer Abge-^ ordn et er tritt den angeregten Erweiterungen des Kreises ber Unfallversicherung entschieden entgegen. Bon fortschrittlicher Seite wird für ein besonderes Krankenpflegegesetz plädiert. Der Versicherung der Feuerwehrleute steht der Ausschuß allseitig sympathisch gegenüber, jedoch erscheint die Losung dieser Frage im Rahmen dieses Gesetzes nicht angängiges bedarf vielmehr eines besonderen Gesetzes. 8 560 der Regierungsvorlage wird schließlich mit folgenden zwei Aenderungen angenommen: in Ziffer 6 wird auch die Küsten- chifferei der Versick>erungspflichit unterstellt und in § 8 der Spe- ditions-, der Speicher-, der Lagerei- und der Kellereibetrieb auch dann versicherungspflichtig gemacht, wenn sie nicht getverbsmäßig betrieben werden. Weiterberatung: Mittwoch vormittag. Die Ankunft im Schönbrunner Schloß. Schönbrunn, 20. Sepi. Um 9.45 Uhr verkündeten laute Hochrufe des Publikums das Herannahen der Leib- wagen. Das Publikum brach in brausende Hochrufe aus und winkte den Monarchen mit Taschentüchern zu. Kaiser Wilhelm begrüßte den Statthalter, den Polizeipräsidenten ' nd den Bürgermeister, inbenr er ihnen die Hand reichte, und..nabm bie Vorstellung ber zur Aufwartung erschienenen Generale entgegen. Die Monarchen nahmen Aufstellung auf der Freitreppe und ließen die Truppen mit klingendem Spiel vorübermarschieren. Nunmehr begaben sich die Monarchen in das Schönbrunner Schloß. So-dann begab sich der Kaiser nnt dem Kaiser Franz Joseph, den Erzherzogen rnb den Erzherzoginnen in die Säle und die Fremdenzimmer. Im Maria Theresia-Zimmer empfing Kaiser Wilhelm u. a. den Minister des Aeußern Grafen v. 2lehren-- thal. Kaiser Wilhelm verlieh u. a. den Schwarzen Wer- erben bem General der Kavallerie Grafen Uexkuell-Gyl- imbanb, das Großtreuz des Roten Adlerordens dem Korps- •onrmanbanten in Budapest, Feldzeugmeister Schreiber, den Roten Adlerorden erster Klasse dem Honvedminister Generalmajor Hazai. Um 1/9I Uhr mittags sand im Maria Theresia-Zimmer Dejeuner statt, dem die beiden Majestäten und die Mitglieder des Kaiserhauses mit den Suiten beiwohnten. Kaiser Franz Joseph verlieh Kaiser Wilhelm bie von ihm zu seinem 80. Geburtstage gestiftete Plakette, welche er bisher nur an Mitglieder des österreichischen Kaiserhauses vergeben hat, in Gold. Vor der Frühstückstafel empfing Kaiser Wilhelm den Minister ' Aeußern Frhrn. v. Aehrenthal allein in befand er er längerer Audienz. Besuche des Kaisers. 16°' 3n Mittwoch 21. September 18«, .rnnswgnn^ieüag); MM M ■ Br > ßS ■ ■< ■ / H O IsLr WM W M oiel.w!i .-i- zweimal mötuiil. Land- M- \ . *1 H WL, W M WM. Jgj ■ H EK WWW Bf ® Mrl. ansschl. Besteüq. U U V W G | l HW* B U- U Z°ilenpr°.s: lokal I5P^ Fernsprech-Anschlüße: M M auswärts 20 Pfennig. ’ür die Redaktion 113, MM Chefredakteur:A.Goetz. Verlag ».Expedition 51 fp f w N Verantwortlich für den .....General-Anzeiger sm Sbechchen ESS! >" 9 «* IW**wNN-"**• -***.M4 Sid«to«.rd B. t*w. B,»,«!,,. ,» On,jml: H—m—— am iw।um— ______ * a Anzeigenteil: H. Beck. Nächsten Samstag Mitglieder aus und vier sind zu wählen. Es scheiden drei Außer den drei = Großen-Buseck, 19. Sept, findet hier Gemeinderatswahl statt. Xteftrnnrningen Amvenbimg finden solle». Dieße Frage wurde allseitig bejcchr. Ein Antrag, das schleunige Verführer auf'Nichts Jugendliche zu beschränken, wurde adgeteh-nt und § 410 nach bei Regierungsvorlage angenommen. Bei 411 wurde ein Antrag angenonrrnen, wonach in dem Anträge ans schleuniges Verfahren nicht nur Ort und Zeit der Tat unb das anznwendende Strafgesetz, sondern auch die Beweis- knrittel an^ugeben sind. § 411 wurde nicht geändert. Die Abstimmung über die zu § 412 vorliegenden Anträge betr. die Zuziehung von Schöffen beim schleunigen Verfahren wurde ou) Mittwoch vormittag vertagt. Ausland. Der spanische ft errat beschloß, die Wiedereröffnung des Parlamentes auf den 6. Oktober festzusetzen. Der Finanzminister erörterte den außerordentlichen Hans- Halt und erklärte, daß eine Anleihe von anderthalb Milliarden erforderlich sein werde, von denen 100 Mill, auf die Marine, 180 Millionen auf öffentliche Arbeiten, 750 Millionen auf das Heer, 340 Millionen auf das Innere und 22 Millionen auf Justiz und Unterricht entfallen Würden. In London wurden die Vernehmungen in der Anklagesache gegen den Leutnant Helm am Dienstag auf dem Polizei gericht in Farcham fortgesetzt. Der Gerichtshof entschied, daß hinreichende Verdachts gründe gegen Helm vorgebracht worden seien, um die Fortsetzung des Verfahrens zu rechtfertigen. Der Fall wurde bis zum 28. September vertagt. Das Gesuch auf Haftentlas- s u n g wurde abgelehnt. Der französische Kriegsmini st er hat beschlossen, alle Offiziere und Soldaten, welche sich bei den letzten Manövern um die Flugtechnik und die Luftschiffahrt besondere Verdienste erworben haben, zu befördern oder durch Ordensverleihungen auszu- tz-eichnen. daß die Bilder fast gar nicht flimmern, was früher manchen von dem Besuche kinematogravhischer Vorführungen abgehalten hat. ** Zur Untersuchungsfache Werner erfahren wir, daß der Verbrecher, wenn nicht ganz außergewöhnliche Umstande während der Voruntersuchung sich ergeben, nicht rtad} Friedberg geführt wird. Die Heberführungsstücke des Verbrechers wurden bisher in Frankfurt a. M., Bad-Nauheim und Friedberg verwahrt und sind jetzt eingefordert. Für die Untersuchung und für die Verhandlung vor den Geschworenen genügt ein richterlicher Augenschein. Früher schon wurde ermittelt, daß das zu den Bomben verwendete Dynamit aus der Pulverfabrik St. Ingbert herrührt. Werner hat zugegeben, daß der zur Tat verwendete Sprengstoff von ihm und Wingeß in St. Ingbert gestohlen ist. Die Untersuchung hat sich auch auf diesen Diebstahl zu erstrecken. ** Die Maul- und Klauenseuche ist aus. gebrochen in Groß-Schren, Kreis Rosenberg, Regierungsbezirk Marienwerder, am 15. September. 82. Deutscher Naturforscher- und Aerztetag. (Telegraphischer Bericht.) Königsberg, 19. Sept. Die heutige^Versammlung der 24. Abteilung für Dermatologie und Syphilibolvgie in der Aula der Universität gestaltete sich zu einer großartigen Huldigung für den Entdecker des neuen ^>y p b il i s h e i 1 m i t t e 1 s , deZ Professors Ehrlich (Frankfurt a. M.). Der große Festsaal war überfüllt. Dem Gelehrten wurde bei seinem Erscheinen eine stürmische Huldigung bereiteten, für die er in schlichten Worten dankte. Er nahm sofort das Wort zu den Ausführungen .Aber sein Mittel Ehrlich-Hata-60 6. Aus der Rechtspflege. Die allgemeinen Berichte über den Stand der Rechtspflege und Justizverwalung, wie sie seither alljährlich nach preußischem Muster von den hessischen Gerichten an das Ministerium der Justiz erstattet wurden, fallen für die Zukunft weg, da die Berichte ihren Hauptzweck, dem Uebergang zum neuen Recht die Wege zu ebnen und der Justizverwaltung einen Einblick in die Ent- wickeliing des neuen Rechtes zu qeben, erfüllt haben. Pfänd barkeit von Allmendansprüchen. Das hessische Oberlandesgericht hat sich mit dec viel um- stcittenen Frage befaßt, ob Allmenbansprüche pfändbar sind und die Frage bejaht. In der Rechtssprechung ist anerkannt, daß die Ausübung der Allmendnutzung ein Objekt der Zwangsvollstreckung sein kann; denn nach der Zuweisung des Allmendloses an die Berechtigten handelt es sich um die Pfändung der dem Ortsbürger aus Grund seiner Berechtigung zukommenden Nutzungen. *• Verhaftet. Der Kaufmann Paul Hübner aus Nordhausen wurde gestern abend an dec Bahnstrecke bei Lang- Göns betroffen, als er Signalmaste beschädigte und Eisenbahnschwellen auf die Schienen legte. Von Bahnbediensteten wurde er festgenommen, hierher gebracht und der Polizei übergeben. Hübner wurde in das Provinzialarresthaus cin- geliesert. .Kostenlose" Photographien. In der hiesigen Gegend treibt in letzter Zeit eine Photographen-Gesell- schäft ihr Unwesen. Zwei Reisende — Richter und Knöffel — lassen sich von den Leuten, namentlich Frauen, Photographien geben, die sie zu Reklamezwecken kostenlos zu vergrößern versprechen. Unter Vorlegung einer Offerte lassen sie einen daran befindlichen vorgedruckten Zettel unterschreiben. Nach einiger Zeit kommt da ein Reisender — Paul ober Knöffel — und zeigt ein unfertiges Bild in einem schlechten Rahmen vor. Für diesen letzteren werden dann unter Vorlage der unterschriebenen Zettel recht erhebliche Beträge verlangt. Da es sich um Betrügereien zu handeln scheint, wäre es angebracht, wenn die geschädigten Personen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erheben wollten. ** Kleinhandel mit vollständig vergälltem Branntwein. Vom 1. Oktober an darf int Kleinhandel voll- randrg vergällter Branntwein nur noch in Behältnissen von 1, o,10, 20 und 50 Litern feilgehalten werden. Die Behältnisse musseit mit einem Verschluß versehen sein, der das von der Steuerbehörde bestimmte Erkennungszeichen trägt. — Wer solchen Branntwein zum Kleinhandel selbst absüllen 'will, hat dies sowohl bet dem zuständigen Hauptsteueramt als auch bei der Orts- poltzeibehorde unter Angabe des Abfüllraums anzumelden. Von dem Hauptsteueramt wird alsdann dem Nachsuchenden das Kennzeichen für fernen Verschluß mitgcteilt. Zuwiderhandlungen werden geahndet. — Das Hauptsteueramt erteilt in den A'mtsstunden über die neuen Vorschriften bereitwilligst Auskunft. " Im Gießener Festsaal bringt die Budapester Orpheum»Gesellschaft nebst der Posse „Brautschau" eine jieue Sensationskomödie „Dec Mann mit den 2* 1/» Frauen!" und vollkommen neue Solovorträae sämtlicher Mitglieder. X Treis a. Lda., 20. Sept. Bei dec dieser Tage dahier vorgenommenen Gemeinderatswahl wurde Land- wirt Heinrich Klein II. wieder-, Landwirt Philipp Michel und Heinrich Will III. neugewählt. Die Beteiligung an dec Wahl war sehr stark. Auch die Sozialdemokraten hatten diesmal einen Kandidaten ausgestellt, dessen Kandidatur aber von vornherein aussichtslos war. ^ Ober-Ohmen, 19. Sept. Im oberen Ohmtal scheint es nicht so viel Obst zu geben wie anderwärts, kam doch bei dec heutigen Obstversteigerung dec Korb voll gewöhnlicher Tafeläpfel auf etwa 3,50 Mk. am Baum. )( Büdingen, 20. Sept. Die Einweihung unseres neuen Schulhauses gestaltete sich trotz des Regenwetters zu einem hübschen Fest. Um 1 Uhr wurde ein Festzug sämtlicher Schulklassen am alten Schulhaus aufgestellt und dann hier eine Abschiedsfeier gehalten. Ihn i/22 Uhr bewegte sich der Zug zu dem neuen Schulhaus, hier fand durch dre Bauleitung die Ueberreichung des Schlüsselsstatt. Den Festakt in der Turnballe eröffnete der Gesang der Schüler; die Festrede hielt Pfarrer Göbel, der Vor- itzende der Kreisschulkommission unB Lehrer Mmmerer hielten Ansprachen. Nach dem Vortrag des Gesangvereins Liederkranz wurde der Weiheakt mit dem Liede „Nun danket alle Gott" geschlossen. Unter Führung der Bauleitung und des Bürgermeisters Fendt erfolgte die Besichtigung des Gebäudes, abends war Festkommers im Festsaal 'des' Rat- hauses. Das Aeußere des stattlichen Neubaues ist sehr wirkungsvoll, die Inneneinrichtung in jeder Hinsicht praktisch und zeitgemäß. Im ganzen enthält das Schulgebäude 12 Lehrsäle, 1 Zeichensaal, 1 Handarbeitssaal, 1 Reserveklasse, Konferenz-, Lehrer-, Bibliotheks- und Lehrmittelzimmer und eine Schuldienerwohnung. An das Hauptgebäude schließt sich die Turnhalle, in der auch die Turnvereine turnen dürfen. Baumeister ist Professor Dr. Vetterlein-Darmstadt. □ Selters bei Ortenberg, 20. Sept. Die hiesige Bürgerschaft betraute ihren langjährigen Bürgerin eister Heinrich Rupp VI. zum vierten Male mit dem Vorst e h e c a m t, ein Beweis, wie sehr es dec Gewählte ver- Aus Stabt tinfc Land. Gießen, 21. Sept. 1910. •• Höherer Forstdienst. Die schriftliche Staatsprüfung für den höheren Focstbienst findet am 3. Nov. und an ben folgenden Tagen zu Darmstadt statt. Gesuche um Zulaffung zu dieser Prüfung sind unter Verwendung des Eingabestempels von 1,50 Mk. bei der Ministecialabteilung für Forst- und Kameralverwaltung spätestens bis zum 15. Oft. einzureichen. Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lkhrec Phil. Thomas zu Offstein eine Lehrerstelle an der eoang. Schule zu Nierstein, dem Lehrer Pet. Jak. Pörtner zu Kirschhausen eine Lehrerstelle an dec Gemeindeschule zu Eberstadt, dem Schulvecwalter Joh. Dietz zu Schornsheim eine Lehrerstelle an dec Gemeinbeschule zu Gabsheim. Eclebigt ist die Stelle des Forstwarts dec Focst- ivartei Bessungen, Oberförsterei Beffungen. ** Sandwirtschaftskammec für Hessen. Der Vorstand hielt am 19. ds. Mts. unter Leitung des 1. Vorsitzenden, Geh. Regierungsrats Haas, seine 56. Sitzung ab. ©c regelte hierin Verwaitungsangelegenheiten und entschied über Umlageeinsprüche. Mit der Anlage einer Obst- must e r p f 1 a n z u n g in der Nähe von Bensheim erflärte sich der Vorstand im Prinzip einverstanden. Wegen Stellung des nötigen Geländes in der Größe von ungefähr 24 Morgen wird mit der Regierung verhandelt werden. Der Vereinigung zur Hebung des Znckerverbrauchs wurde ein Beitrag gewährt; auch erhielten einige Beschicker der Ausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, denen ihre Ziegen eingegangen waren, eine Entschädigung. Die Themata des nächsten Vortragskursus wurden festgesetzt. Der Kursus wird Anfang Januar in Darmstadt stattfinden. Der Vorstand wird weiter dahin zu wirken suchen, daß den hessi- chen Brennern mit Rücksicht auf den geringen Ausfall der diesjährigen Kartoffelernte gestattet werde, ausnahmsweise während der Brennereikampagne 1910/11 zur Halste Mais anstatt Kartoffeln als Einmaischmaterial zu benutzen, ohne einer Kürzung des Kontigents ausgesetzt zu sein. Den Brennern, die in früheren Jahren schon teilweise Mais verarbeitet hatten und deshalb am Kontigent schon gekürzt wurden, soll hierbei gestattet werden, noch die Hälfte Mais anstatt Kartoffeln Perarbeiten zu dürfen, ohne nochmals einer Kürzung am Kontigent ausgesetzt zu sein. Ferner wird die Regierung ersucht werden, die Ehern. Untersuchungsämter anzuweisen, den Winzern auf Anfrage Auskunft über die nach dem neuen Weingesetz zulässige Verbesserung des Weines zu erteilen. _ . 7e E R i n e m a t o g r a p b begann gestern mit einem neuen epielplan, der sich des lebhaften Beiialles der Zuschauer erfreute Beionbere vetlerkeit erregte bas brollige Stück von dem H u n b unb Liebhaber, der Orbonnanz in Generals- u n tJ o r m, G r eg o r l es R e g e n s ch t r m. Sehr schöne Bilder )ot da s m a l en s ch e Venedig; die Aufnahmen sind teilweise o ausgemhrt, dav man ben Eindruck hat, als fahre man selbst in ber Gondel an all diesen Herrlichkeiten vorüber. Eine gefühlvolle Geschtchte aus dem Zirkusleben erzählt Das Erwachender nebe, unb Kasperle zeigt die Liebe einer Mutter, die für ihr krankes Kmd zur Diebin wird. Ein Tonbild bringt den Schluß aus bem 1. -.lkt der geschiebenen Frau in einer Darstelluna des Berliner Theaters bes Westens. Tas bebeutendste Stück bürftc aber bie Tochter bes Türmers sein, bas uns in die italienischen Berge führt unb uns den Kampf eines Ma'bchens zwischen Pflicht unb Liebe schilbert. - Daß sich Wasser bei finemato- graphischen Vorführungen am besten unb schönsten ausnimmt, ist eine bekannte Tatsache, unb so wirkten benn auch gerade die Ansichten aus Venedig und dem geschäftigen Leben und Treiben auf den Kanälen am malerischsten, aber auch die anderen Bilder erwiesen sich alB tadellose Ausnahmen. Dazu ist noch zu bemerken Der Redner erklärte, er wolle gleich in medias ces cintretcn Ed über die spezifische Wirkung des Mittels sprechen, die an Tlerverfuchen erprobt ist. Seine erste Eigenschaft ist die schnelle Reaktion, die zweite der Nachweis spezifischer Antikörper durch Eyrlich-Hata 606, die geeignet sind, die Heilung einzuleiten. Die Serumbehandlung genüge bei Kindern nicht immer, denn selbst menit nur wenige Spirochaeten vorhanden sind, treten immer Wiebcr Rückfälle ein. Hier kann 606 mit großem Erfolge ein- -r11’ ^crner handelt es sich um die spezifische Serum-Reaktion (Wasiermann), hier kann die negattvc Reattion durch Injektion von Ehrlich-Hata 606 positiv werden. Es kann sicher gesagt werden daß ein Fall, der trotz der Behandlung mit 606 die Reaktion behält, ungeheilt ist. Das ist sehr wichtig. Die Be- yandlung mit 606 ist aber nicht so einfach, man darf die Patienten Nicht einfach injizieren und dann aus der Hand lassen, sondern! es ist eine Beobachtung von Monaten und Jahren nötig. Eine andere, fchwer erllärliche Wirkung sei folgende: Es wird von der wunderbar schnellen Wirkung der Injektion berichtet. Z. B. konnte eine Frau, der dec Daumen zwei Monate lang mit Queck- 'llbec vergeblich behandelt worden war, in fünf Wochen schon ein Butterbrot mit Wurst essen. (Heiterkeit.) Anatomische .Veränderungen können natürlich nicht in we- 111!e rz t n n d e n verschwinden. Wohl aber muß eine graste schmerzlindernde Wirkung von 606 vorliegen, das nach Art eines Antitoxins wirkt. Aus der anderen Seite ist aber auch eme schmerz - u n d r e i zu u g s er h ö h e n d e W i r k u n g beobachtet worden. Nach der Meinung des Referenten hat das 4? ^ringen Dosen der Einspristungen gelegen. Ich habe dav Mittel immer als lehr gefährlich angesehen, aber dieser Begriff ist ja em relativer. Ebenso ist es beim Chloroform, le-nS?em Gesundheitszustände des Patienten. Daher ist auch eme Nachprüfung des Mittels notwendig. Professor Alt und Professor Uetersen haben hier mit dem Referenten zufammen gearbeitet. Es mußten nun erst an 10—20 000 Patienten Prüfungen der Gefahrchancen vorgenommen werden, .ehe man das Mittel in die Praxis geben konnte. Ich habe sehr viele Herren damit beauftragt, z. B. Neisser, Wechsel- inann, ^sser nsw. Diese haben sich unter Mitwirkung einer ♦großen Reche von Fachmännern mit großer Bereitschaft dem unterzogen, ^ch habe jetzt 4000 Berichte erhalten. Daraus ersehe ich, daß die Gefahren geringer geworden sind. Nur wenige Personen sind an der Behandlung ftäne sehr schwerer Störungen des Nervenspstems (tabes). Ich bin nickt dagegen, im Interesse ber Heilung auch verlorene Falle mit 606 zu behandeln, aber ich bin der Ansicht, daß man schlimme Folgen dann nicht dem Mittel fc^lc^n Freilich können solche Fälle auch glücklich ausgehen. Z. B. ist em ganz verblödeter Syphilitischer der zwei ab re m_ einer Irrenanstalt war, in fünf Tagen ganz hervorragend gebessert worden. Aber bei schwerer Para- W 5 ä u Vrn- Ebenso ist bei Herzerkrankungen das Mittel Nicht zu empfehlen, man muß hier aus schwere Vor- platzt fein- Das w ich ti g st e ist die Technik des Mittels. Bei Neuralgien ist die neutrale Emulsion, bei weniger d^nen die alkalische Jniektion vorzuzieh^n, hoffentlich findet sich m Zukunft eine Kombination. Was die Dosis anbetrifst, so darf man Schwerkranken nicht mehr geben als 0 4 gesuiiden Personen 0,8—1,0. Das Mittel kann außerdem eine Reihe anderer Krankheiten, darunter Malaria, beeinflussen Dem Vorträge folgte stürmischer Beifall der Zuhörer rt:^TfC K^ftCrnr ?? Abteilungen für die verschiedenen Fachdisziplinen fefcteu heute ihre Beratungen fort. Dr T b i e n e - ? derVogelwatte Rosfitten referiert Über Untersuchungen bezüglich der Schnelligkeit des Vogelfluges U m In der Abteilung für mathematischen Unterricht'behandelt Vrof. Landsberg (Königsberg) die b i o l o g i s ch e n S ch ü l e r- ubungen. _ ' U^r riaentümticSe Sinnesorgan- der W-l- berichtet m der Abteilung ,ur Zoologie 'Dr. med. et Phil. Arnold Iavba (Halle a. S.). 1 Zn der Abteilung für Kinderhellkünde behandelt Privatdozent Dr. Carl Hachsl nger (Wien) die Ernährungsneurosen im frühen Kindes al ter und die nervöse Kauunfähigkeit der Kinder. In der Abeiltung für mathematischen und physikalischen Unterricht referiert Oberlehrer Dr. Zühlke (Grünewald) über den „Unterricht in ber barstellenben Geometrie" unter De- 1 monstration einer Reihe von Schülerzeichnungen. In der Gesamtfitzung dec medizinischen Hauptgruppe sprickt 1 ®iot. Dr. E Friedberger (Berlin), der Leiter der Abteilung Tür Jmmunitätsforschung und experimentelle Therapie am Vhacmarologischen Institut der Universität Berlin, über „Wesen 1 unb Bebeutung ber Ueberempfinblichkei t". ' Ausscheibenben sinb bis jetzt noch sieben Kandidaten aufgcstellt. Donnerstag abend wird eine Wählerversammlung abgehalten, bei dec versucht werden soll, die Gemeinde auf vier Kandidaten zu einigen. Sollte dies nicht gelingen, so wäre doch sehr zu wünschen, daß wenigstens feine gehässige Agitation itattsindet, und jeder Wähler dem seine Stimme gibt, dec ihm am geeignetsten erscheint, dasAllgemeininteresfeSondermteressen voranzustellen. = Leihgestern, 20. Sept. Der geschäftssührcnde Ausschuß des Gesangvereins „Eintracht" hat mit den Vorarbeiten zu der am 4., 5. und 6. Juni 1911 stctttfindenden 50jährigen Jubelfeier, mit der ein Gesangs- w e 11 st r e i t verbunden wird, begonnen. Zahlreiche Ehren- und namhafte Geldpreise, von denen dem Verein von hie- sigen und auswärtigen Gönnern heute schon eine ganze Anzahl zugesichert ist, werden ben wettstreilenden Vereinen zuteil werden. Provinzialdirektor Dr. Usinger hat das Protektorat übernommen. -1-. Langsdorf, 20. Sept. Heute abend fand auf dem Rathause unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Schiel eine Gemeinbeversammtung statt, betreffend' das Vorgehen der Feldgendarmerie Bei ben nrllitärischen Hebungen vom 17. September bei Langsdorf, wie es int Gießener Anzeiger Nr. 220 vom 20. September 1910 geschildert wurde. Zunächst wurden die Personen, die von den Gendarmen gestellt und nach ihren Personalien be-, fragt worden waren, protokollarüsch vernommen. Schließe llch gelangte folgende Entschließung zur einstimmigen Annahme: „Die heute, am 20. September auf dem Rathaus zu Langsdorf versammelte Gemeinde stellt folgendes fest. Am Samstag den 17. September, mordens, wurde bei den militärifchen Hebungen an ber Licher-Langsdorser Chaussee, dicht am Standort des 63er Artillerieregiments, seitens der anwesenden Feldgendarmen, deren Namen und Nummern unbekannt blieben, ein hiesiger Ortsbürger in einer Weise behandelt, so daß es den heftigsten Hnwillen aller Anwesenden erregte. Der erwähnte Ortsbürger wurde, ohne daß er den geringsten Anlaß dazu gegeben hätte, von dem Feldgendarmen, der Beritten war, unter heftigen Worten und Drohungen vor seinem Pferde hergetrieben und bem1 anwesenden Bürgermeister Schiel zugerufen: Das geht Sie gar nichts an, was tun Sie hier, gehen Sie aus Ihr Bureau usw. Außerdem wurde eine Anzahl Zuschauer, die sich außerhalB bes eigentlichen Manovergelandes befand, heftig angegangen, um ihre Personalien befragt, und sogar Leute, die auf ihrem eigenen Grund unb Boden sich befanden, zur Anzeige gebracht. Die Gemeinde Lanas-, dors, deren Einwohnerschaft von jeher eine besondere Ehre darin gesucht hat, dem Mllitär gegenüber allezeit die größte Gastfreundschaft entgegenzubringen, wie dies für diesmal die 6. und 8. Kompagnie des Jnf-Regts. Nr. 87 und das ganze 3. Bataillon des 81er Jnf.--Regiments gerne bezeugen werden, protestiert gegen das erwähnte Voi> gehen der Feldgendarmerie und stellt fest, daß die gesamt« Zuschauerschaft die Anordnungeu der Polizei genau be-i folgte, wie dies auch ein anwesender Oberstleutnant d«S' 81er Ins.-^Regiments mit den Worten bekundete, daß ihm das Publikum gar nicht im Wege sei, daß ferner der anwesende Langsdorfer Feldschütz das Betreten der abgeernteten Klee- und Maisäcker als nicht den Gesetzen und dem örtlichen Gebrauch zuwider erachtete, und fordert den Reichs- unb Landtaasabgeordneten bes Bezirks, Köhler- Langsdorf, auf, biefe Angelegenheit zur Kenntnis des Groß^i herzoglichen Ministeriums und im Reichs- und Landtag zur Sprache zu Bringen." (Die Bürgermeisterei Langsdo^ hat heute im Auftrage des Kreisrats bem’ Ministerium, Bericht erstattet.) -Kinderfflm |0 S ö B E B B ffl B B B I y E (D»/8 Fluß- und Seefische B ES 0 0 ö H Bestbewährte gesunde und magendarmkranke /javoiA gegen Kopfischuppen gegen Haarausfall JsanDlisiere dein Haar \JsvoldasBeflto Z J. M. Schnifioff 1201 Telephon 119. Prompter Versand nach auswärts Batte»! Mäuse! tötet unfehlb. ,Ackerlou^, ä50 u. 100 Pfg. Bet: Carl Seibel, Troger. Nahrung für: sowie schwächliche, in der Entwicklung zurückgebliebene Kinder. Versteigerung. Donnerstag den 28. dS. Mts., nachm. 3 Ubr, wird am neuen Schlachthaus die Ernte aus einem Garten, bestehend in: Weißkraut, Wirsing, Blumenkohl, Bohnen, Salat, Sellerie und Zwiebel, gegen Barzahlung an Ort und Stelle versteigert. (5180 Born, Gerichtsvollzieher in Gießen. • Unwetter 'in Spanien. Telegramme aus den Provinzen berichten über Unwetter in mehreren Teilen der Provinz Mure ia. Die Ernten sind zerstört. In den Städten Lorca und Ciesa hat das Wasser eine Höhe von mehr als zwei Metern erreicht. Die Eisenbahnverbindungen sind vielfach unterbrochen. In der Ortschaft Torre de Estebon (Toledo) hat Hagel die Wein- und Olivenernte vern ichtet. Ein heftiges Unwetter hat in der vergangenen Nacht den niedrig gelegenen Stadtteil von Barcelona unter Wasser gesetzt und den Straßenbahnverkehr unterbrochen. Das Wasser drang in der St. Paul-Kirche bis zu den Altären. Feuerwehrleute und Pioniere sind zur Hilfeleistung herbeigeeilt. Kleine TageHchronik. Am Dienstag abend gingen in der Rheinprovinz außerordentlich schwere Gewitter nieder, die in den Niederung Qi großelleberschwemm ungen verursachten. An verschiedenen Orten zündete der Blitz. In den Weinbergen wurde großer Schaden angerichtet. In der Nähe von OPorto ist ein P e r s o n enzu g entgleist. An 100 Personen wurden verwundet. Konsum«™« Giessen und Umgegend Donnerstag eintrcffcnd: Frische vchMche Nur Asterweg [3U7] Nur Asterweg Ich beehre mich der werten Einwohnerschaft von Gießen un Oiensetzen und «putzen zu empfehlen und sichere Ihnen eine prompte und reelle Bedienung zu. Psilist MMcr Sonnen str. V, 2 Trp. (07694 Kopfläuse, Wanzen, Flöße nebst Brut beseitigt sicher„Diamantenwastcr. Universitäts-Apotheke, Marktplatz. (3117) Inhoffens Bären-Kaffee unübertroffen in Aroma und W ohlgeschmack. 85SÄÄ S Fronhausen, 20. Sept. Bei rourbe gestern bet Landwirt Kapp von bort UOI? feinem eigenen Fuhrwerk überfahren und getötet. s Marburg, 20. Sept. Mit allen akademischen Ehren s” b£‘.f?wWfw rb,5. Geh. Reg .Na, wt. Theobald Fischer zur letzten Ruhe gebracht. Nach dck Euerandacht m der Friedhofskapelle, die Pfarrer Metz hielt U««rrT-,®C6\3tC0^att $r- K-'s°r namens her öurfÄ Landgenchtsrat Heer namens beS Verbanbs aller «urschen,chafter unb Oberreal^chulbirektor Dr. Knabe namens bes fioIontaiocreinS bcin Verblichenen warme Nachrufe unb ?0t°n Vertreter beB Vereins für Geographie unb sowie ber aller Burschenschaster aus Frankfurt a M ferner ber ehemaligen Schüler unb ber Burschenschaft Arminia Kranze nieder. ' BILLIGE EIER! Gesunde kräftige Küken erzielt man mit: Fleischlaser-Trockenfutter (Mnskator). mnn fach bewährt, viel- 1VVU fach mit ersten Preisen, goldenen und silbernen Medaillen prämiiert. Kükenfutter 50 kg M. 17 —, Postsack M. 2.—, Geflügelfutter 50 kg M. 14 —, Postsack 3973J M. 1.70 empfiehlt die Niederlage; Äug. Wallenfels, Marktpl.l? Kolonialwaren. Tel. 26*2. J ber Gemeinde Orlow wurde! ^IlJ^n?A^*erftört Gräber wurden auf gerissen iSe Spur^O Grabsteine umgeworfen. Von den Tätern fehtt schwerer Lisendahnunfall in der Sreiermark. Ein bedauerlicher Zusammenstoß zweier Eilzüge, dessen genaue Urwche noch nrcht bekannt ist, ereignete sich in Nottenmann in per Steiermark. Dieben Personen wurden getötet, zehn ichwer und neunzehn leicht verletzt. Seither sind uns folgende Drahtnachrichten zugegangen: Rottenmann (Steiermark), 20. Sept. Heute nacht 2Vt Uhr streß der aus Rom kommende Schnellzug mit dem Gegen- ruge zusammen. Sieben Personen find tot, zehn wurden schwer verletzt. Nach einer anderen Meldung sind rchn Personen tot und vierzig verletzt. Die Schuld soll den Lokomotivführer des von Italien kommenden Schnellzuges treffen. Rottenmann, 20. Sept. (Amtlich.) Um i/23 Uhr früh tteßen in der Station Rottenmann-Sladt die Eilzüge 101 und 102 zusammen. Hierbei wurden sieben Personen getötet und zwölf Personen schwer verletzt. Beide Lokomotiven Unb entgleist und stark beschädigt. Beide Dienst - und P o st- wagen sind zertrümmert. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten. Nähere Einzelheiten über die Ur- ache des Unfalls sind bisher nicht bekamst. Im Auftrage des Eisenbahnministcrs begaben sich von Wien mehrere höhere Funktionäre des Ministeriums und die Gcneralinspektion der Staatsbahn an die Unfallstelle. Wien, 20. Sept. Zu dem Eisenbahnunglück in Rottenmann wird gemeldet, daß der O b er ko ndu kt eu r des römischen Schnellzuges wahnsinnig geworden sei. Die Schuld an dem Unglück trifft vermutlich einen diensttuenden Beamten, der auf der dort eingleisigen Strecke den Wiener Schnellzug nicht wie Vorschrift, angehalten hatte. Auf diese Weise fuhren beide Züge mit voller Geschwindigkeit aufeinander. Rottenmann, 20. Sept. Nach den genauen Feststellungen wurden bei dem Zusammenstoß der beiden Eilzüge auf der Station Nottenmann-Stadt sieben Personen getötet und zehn schwer verletzt, während neunzehn leicht verletzt worden sind. Grigknar-Vrahtmeldungen. Tie türkisch-französischen Auseinandersetzungen. Paris, 20. Sept. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, sind bte französisch-türkischen Anleihe, Verhandlungen endgültig abgebrochen worden Der „Temps" will wissen, daß das Anlehen bereits mit der Gruppe des englischen Finanzmannes Sir Ernest Cassel abgeschlossen worden ist, welche die Anleihe in London und auf dem Kontinent unterbringen wird. Sir Ernest Cassel habe die Anleihe zu dem von der französischen Regierung als unannehmbar bezeichneten Bedingungen übernommen, aber dafür für die von seiner Gruppe geleitete Konstantinopler Nationalbank den gesamten diesbezüglichen Geld- gebarungsdtenst erlangt, eine Forderung, deren Erfüllung der französischen Negierung von der Pforte verweigert worden war. Nus Paris wird amtlich gemeldet, da st die Pforte in ber Angelegenheit des Zwischenfalles von Djanet an, bas französische Ministerium des Aeußern eine Note gerichtet habe, in welcher erklärt wird, daß sie von einer Besetzung der Oise Djanet bisher feine Kenntnis erhalten habe, falls aber eine wlche Besetzung tatsächlich erfolgt sein sollte, würde sie unver- Süglich den Räumungsbefehl erteilen, da Djanet als ein reserviertes Gebiet anerkannt worden sei. Zum Tode vou Josef Kainz. Wien, 20. Sepu I. Kainz litt an einer krebsartigen Neubildung des obersten Abschnittes des Mastbarms. Der Künstler lag die ganze Nacht über völlig apathisch unb im somnolenken Zustande da, wenn, er erwachte, war er Bei vollem Bewußtsein. Gegen i/23 Uhr trat ein rapider Versal! des Pulses ein. Sein Freund Wirsinski, ber im Nebenzimmer ruhte, würbe gerufen. Inzwischen war auch die Gattin des Künstlers wieder im Sanatorium erschienen. Man bat sie jedoch, nicht mehr zu dem Sterbenden hinein» zugehen. Knapp vor i/26 Uhr hatte er noch die Kraft, neuerlich die Bitte, ihn umzudrehen, zu.äußern und hierbei deutlich nachzuhelfen. Es wurde ihm ein Löffel Tee emgeflößt, den er noch mühsam schluckte. Fünf Minuten nach y26 Uhr machte er drei kurze stoßweise Atemzüge. Herr Wirsinski rief erschreckt die Aerzte. Sie konnten nur noch den Eintritt des Todes feststellen. — Kainz hat ein Testament, hinterlassen, daß seine Frau zur Universalerbin ein setzt. Dies Leiche wird in dem Hause des ihm befreundeten Kommer-, zienrats I. Mauthner in der Löwenstraße beim Lu^- theater ausgebahrt und von, dort aus bestattet. Augsburg, 21. Sept. Gestern abend brannte )ie große Konzerthalle im Stadtgarten nie-t ber, nachdem kurz vorher ein Konzert darin stattgefun-« den hatte. Haag, 21. Sept. Der den Kammern vorgelegte Budgetentwurf schließt bei 206 Millionen Gulden Ausgabe mit 12,6 Millionen Defizit ab. Saliniki, 21. Sept. Bei den Haussuchungen in Monastir und Umgegend wurden 2000 Gewehre, 1500 Revolver und zahlreiche Dynamitbomben gefunden. Vier 23a- aillone sind zur Entwaffnung der Bevölkerung in Monastir eingetroffen. Petersburg, 20. September. Bei dem Anstiege eines Militär brache ns riß ein heftiger Win dstoß den Korb los, der mit dem Insassen, Leutnant Tichonramo w", echzig Nieter tief abstürz 1 e. Der Offizier erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Beinverlehung. wr ns sicherer Tod, Fl. 50 Pfg. 4882 Adler-Drogerie, SclterswegSS < mftabi, 19. Sept. Die Hauptversammlung des Verbandes der Krankenkassen und der Gemeinden als Träger der Krankenversicherung im Großherzogtum Hessen sand gestern unter Beteiligung von 43 Kassen mit 70 Vertretern in & au-Ob er n I) etnr statt Dem Verband gehören an: 45 Ortskrankenkassen, 35 Betriebskrankenkassen, 1 Jnnungskrankenkasse, 64 Gemeinde- krankenversicherungen und 12 Kitappschaftskassen mit über 60000 Mitgliedern. Die Landesversicherungsanstalt war durch Amtmann von Bechtold, die Stadt Darmstadt durch Regierungsassessor Kröll, die Stadt Mainz durch Obersekretär Schel und die Stadt Offenbach durch Ober- sekretar Reitz vertreten. Aus dem Rechenschaftsbericht und dem vom Geschäftsführer gegebenen Bericht über bie wirtschaftlichen Maßnahmen des Verbandes ist zu entnehmen, oaß der Verband eifrig tätig war. Der Vorsitzende der Ortskrankenkasse „Merkur"^Darmstadt, Schnellbächer, sprach über den Reservefonds ber Krankenkassen. Nachdem noch Wahlen für die Schiedsgerichte vorgenommen worden waren, wurde der seitherige Vorstand, bestehend aus: Krieghoff-Worms (als Vorsitzender), Schnellbächer-Darm- stadt (stellv. Vorsitzender), Harth^Darmstadt (Geschäftsführer), Bauspach-Lorsch, Forstrat Eulefeld-Lauterbach, Grümm-Grube Messel, Kell-Lindenfels, Knorr-Ueberau, Neufeld-Pfeddersheim, Stern-Nierstein und Wichmann- Darmstadt einstimmig wieder gewählt und Schotten als Ort der nächsten Tagung bestimmt. Mainz, 20. Sept. Der 18 Jahve alte Schlossergeselle Schenk aus Kastel erstattete gestern abend die Anzeige, daß er nach 9 Uhr auf der Straße nach Amöneburg in der Nähe der Blockhauswache von zwei Männern überfallen, mit einem Bengel zu Boden geschlagen unb seines Portemonnaies beraubt worden sei. Außerdem habe ihm einer der Räuber einen Schuß in das linke Handgelenk gegeben. Tatsächlich steckt die Kugä noch in dem Handknochen, unb ber Verletzte mußte zu ihrer Entfernung das Rochus Hospital aufsuchen. Das Portemonnaie wurde in der Nähe des Tatortes später gefunden. Es war ihm ein Markstück entnommen, ^während das Kleingeld noch vorhanden war. Die Umgebung wurde mii Hunden ab gesucht, ohne jedoch eine Spur der Täter zu finden. Sie sollen 38 bis 40 Jahre alt sein, Manchesterhosen, dunkle Trikots und der eine nur graue Mütze, der andere einen schwarzen weichen Filzhut getragen haben. — Rodheim a. d. H., 20. Sept. Bei der Gemeinderatswahl machten von 88 Stimmberechtigten 52 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Es wurden wieder gewählt Landwirt Wilh. Hirzinger mit 51 und Landwirt Ferd. Kröll mit 40 Stimmen. Gastwirt Wilh. Reichardt wurde mit 32 Stimmen neu gewählt. ----- Fellingshausen, 20. Sept. Den Reigen der Kirchweihfeste hiesiger Gegend beschließt diesmal unsere Gemeinde am nächsten Sonntag. Wetzlar, 19. Sept. Unsere landwirtschaftliche Winterschule beginnt Freitag, 4. Nov., ihr 19. Semester. Im letzten Winterhalbjahr wurde die Anstalt von 23 Schülern (14 im ersten und 9 im zweiten Kursus) besucht. Mit der Anstalt ist neben einer Beobachtungsstelle für Wetterprognosen eine Sammelstelle zur Bekämpfung der Krankhellen von Kulturpflanzen für den Kreis verbunden. 1v. Frankfurt a. M., 20. Sept. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte heute ber vom Magistrat vorgeschlagenen Vermehrung ber Wahlbezirke für die Stadtverordneten- wahlen zu und beauftragte den Organisationsausschuß, die Auslosung der Stadtverordneten auf die neuen Bezirke vorzunehmen. standen hat, die Gemeinde gut zu verwalten. Man setzte dem 78jährigen Mann einen mächtigen Ehrenbaum unter Musik, Gesang und Ansprachen. In großer Einmütigkei beging man die Nachfeier, die ohne Störung verlief. = Bad-Nauheim, 20. Sept. Der Zar nebst den herben ältesten Großfürstinnen, ber Großherzoa und dre Großherzogin, Prinzessin Viktoria von Schleswig-Holstein, Prinz unb Prinzessin Andreas von Griechenland, Prinz Walde marvon Preußen und der Leibarzt Dr. Botkin besuchten heute das Zander-Institut unb nahmen unter Führuna ber Bescherrn Frau Gabriel und des Dr. Hänel eingehenb Kenntnis von allen Apparaten. Hierauf versuchten die Herrschaften selbst eine große Anzahl derselben unb verließen nach IVistundrgem Aufenthalt das Institut. — Die Sommersaison geht ihrem Ende entgegen. Man kann mit ihrem Gesamt- Ergeonrs zufrieden sein, wenn auch nicht alle Erwartunaen stch erfüllten. Dre DLonate Mai und Juni brachten ein fernes, internationales Babepublikum; die Wohnunaen waren gesucht und die Vermieter erzielten hohe Preise ^uli und August, die Monate der Hochsaison, litten unter der Ungunst der Witterung, und der wirtschaftlichen Laqe da jetzt mehr die Mttelklasse erschien, die zu rechnen hat Dre Kurdrrektwn war bemüht, den Besuchern anreoenbe Unterhaltungen zu bieten. Der Fremben- unb Touristenver- kehr hat srch in dieser Saison außerordentlich gesteigert nne tn keinem der vorhergehenden Jahre. Besonders war Nauherm dreses Jahr Tagungsort zahlreicher Vereinigungen, dre von sausenden von Teilnehmern besucht waren. Der September, der die Zarenfamilie zur Kur gebracht bat immer noch 3000 Kurfreunde aufzuweisen. ' £ = Friedberg, 20. Sept. Das Tuberkulose. Museum wird im Kreise Friedberg wie folgt ausgestellt werden: in Gambach vom 23. bis einschließlich 25. Sep. tembec in der Schul-Turnhalle, Eröffnung am 23. Septbr nachmittags 2 Uhr; in Bad.Nauheim vom 28 Sep^ tembec bis einschließlich 2. Oktober in dec Turnhalle, Eröffnung am 28. September, vormittags 11 Uhr, und in Vilbel vom 7. bis einschließlich 10. Oktober bei Gastwirt Gg. Breiter (,Zum Taunus-), Eröffnung am 7. Oktober, vocmittaas 11 Uhr. a Handel. fihuna ber Nachdem in der heutigen AufftchtsratS. innrffm*uc Hondel und Industrie seitens des Berick erfind die ,^°,^g°bnisfe des ersten Halbjahres erstatteten erfreulicher rocl*et gcflicfleu. Die Kefchafte sind in Erträgms Gnlroictelun9 begrchen und bein entspricht ein günstiges , „ Märkte. ^.chweinenlarktbericht vom 21. Sept 2lufgetucben mären 134o Schweine. Vollsleischiqe Schweine bis 00.00-00.00 All., Schlachtqeiuicht 00-00 Mf. ^f!feine über z Ztr. Lebendgewicht 56.00-57.00 Mk Sebcnbaero 65 06)8 K75N Schweine über2'/-Zentner o5.0.)—57 50.Mk., Echlachtoewlcht 59.00—73 All. Fett- 72-74'°^°^ ^^'dgenncht 5x00-57.50 Ulf., Schlachtgew. Äe Lebendgewicht 55.50—57.50 Mf., O.blachtgewicht <2.00 76 Aif. Saliei^ Lebendnewichf 50_00 Schlachtgewicht 62-00 Mr. Eeschast Mitteln^ bl °bt LL Fuhrleisinngen jeder Art, Auszüge, Möbeltrai^' Porte, Wäscheholen übernimmt Christian Beiz, (06937 Löwengasse 11. Telephon 829. MürstiMell.U'AsLL Fahrräder, gebrauchte, aber gut n ach- gesehen, fompL schon ä M. 20.—. Glocken, Lalernen, Pnenniaiiks etc. wie bekannt, bestens und billigst. Joh. Fr. Schaaf, 5165) Wetzsteinstrave 44. Bringe Samötag die beliebten schönen roten u. weißen Pfirsiche Aunt Einnrachen, sowie Tomaten, frische Walnüsse usw. aus dem Markt billig zum Verkauf. , (5167 Der Rh- Obsth. Ant. Schneider. Wvhliiliiiis-Vcräiiiittifiig. Wohne von heute ab Neustadt 55* Zu Umzügen jeder Art halte mich nach wie vor bestens empfahl Frau H. WeideubauS Wwe. Ptöbeltransport - Geschäft. Mr 20-,®eilL dou der neuerbauten Kaserne K“,3- Ersenbahnregrinent ist jetzt die eigent- Udje Kaserne und ein Ä.erl der Raume für die teämi' tien UebungWvecke des Regiments der Militärbehörde übergeben 9«”" luid noch einige Nebengebäude, die am 28. ds Mts übergeben werden sollen. Die Kaserne tft von der Stadt Hanau erbaut worden, die die gesamten Gebäude gegen entsprechende Verzinsung des Dau. MalS au tue Miltiarverwaltung vermietet. Nahezu vier Mrllionen Mark haben die Baukosten erfordert. Die Kaserne umfaßt vier Mannschastsgebäude, zivei Wirtschaftsgebäude ein Kammergebäube, ein Stabsgebäube, ein Ererzierlurus eine Osiiziersspeiseanstall, einen Osfizier-Pferdestall, eine Duckstenmacheret, einen WagensckMppen, 4 Farnilien-Wohn- gebanbe. Die Depvtbauten zerfallen in Baulichkeiten für Dnegsdepots und in solche für Uebungszwecke. Sie um« fassen rund 30 Hochbauten. Entwurfsverschser und Erbauer ber Kaserne ist Architekt v. Priesdorff. — Das fiskalische Wirtschastsetablissenient „Wilhelmsbad", Hanaus beliebtester Ausflugsort, tarn heute auf weitere 10 Jahre 5,uL9ZeuU.e‘:,,a^tun9' Der bisherige Pachtpreis betrug olOO Mark. Heute tagen drei Angebote vor. Der seitherige Pächter I. D. Meyer bot 7590 Mk., Gastwirt Fischer in Hanau 7600 Mk. und Gastwirt Emke-Darmstadt 7620 Mk Der Zuschlag wird später erteilt. moaerne Mleile künsflerisdie Mel! künstL Möbel zu wohlfeilen -----------------------Preisen kaufen will, verl. kostenfr. Offerte. Besichtig, uns. grossstädt. eingerichL Fabrik- lagers mit über 80 compl. Zimmer-Einricht, sehenswert u. lohnend. Bei gröss.Kauf: FahrtvergUt. Lief.froi Wohnung unter Garantie. Fastüborall viele Roferenv-en. Conr. Sauer Söhne, Fulda, Möbelfabrik mit Dampfbetrieb. Gegr. 1888. -Krankenkost Giessener Festsaal Man verlange: Telephon 645. 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Das unterzeichnete Komitee gestattet sich, die zahlreichen Freunde und Bekannten des Verstorbenen um Spenden für einen Denkstein-Fonds zu ersuchen. Man bittet solche an den Rechner der Provinzialkasse in Darmstadt, Neckarstrasse, sehr gefälligst einzusenden. Darmstadt, den 11. September 1910. Das Komitee. Ms Wn, Lumm, Knochen, Papier, Flaschen und Metalle kauft stets zu den höchsten Preisen An krästizer Pserdedursche sofort gesucht. 15183 Süd-Aulageltz. läaus in schöner Lage, geeignet zu jedem Geschäftsbetrieb — besonders zur Bäckerei — iit sofort zu vermieten, evtl, zu günstigen Bedingungen zu verkaufen. Reflektanten wollen Kutscher Verein Sonntag den 25. Sept, im Saale des Herrn Sauer, Neustadt Familienahend verbunden mit Konzert, komischen Vorträgen ufro. Anfang 8 Uhr. Freunde u. Gönner herzt, willkommen. [vzl/»l Der Vorstand. (früher Koloeeem*) Di».: Tb. RNdu Papier, Flaschen. LoniS Rothenberger, Neuenweg 22. Telephon 176. 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Direktor Dr. Osswald, Alzey. Generalstaatsanwalt Dr. Preetorius, Darmstadt. Oberarzt Dr. Römheld, Heppenheim. Professor Dr. Strahl, Rektor der Landesuniversität, Giessen. Direktor Professor Dr. Sommer, Giessen. __Provinzialdirektor Dr. Uslnger^Giessen. QrtSpit sofort oder 1. Oktober -u vermieten. 15182 Kreuzplatz 12. 4227] 4 Zimmer m. Zub. zu ver- mieten. Frankfurter Str. 43 p. 3659] Wilhelmür. 8 sch. Parterre Wohnung, besieh, aus 4 Zimmern, 2 Entreesolzimmern, Bad u. allem Zubehör p. 1. Okt. zu vermieten. Näh. Frankfurter Strafe 29. 1663] Wohn. Alicestr. 11III., vier Sim., 2 Kam. u. Zub. per sofort zu vermieten. Näh. Bureau Horst, Riegelvfad. Neuzeitl. eingerichtete 4-Zimm.- Wohnung, Ecke Asterweg u. Stein- stratze, zu vermieten. [4764 Näheres bei Carl Stückrath, Seltersweg 38. (Offene Slrllw ' ■■ ■■ . ...v^ 5 > Zigarettenfabrik mit epochemachender Neuheit sucht für gr. Rayon, der Kommissionslager übernimmt und kl. Sicherheit stellt. [sl20A> Dagobert Nuud, Berlin X. 24. 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