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Buenos-Aires, 18. Mai. Die deutschen Kreuzer Em den und Bremen und der österreichische Kreuzer Kaiser Karl, sowie der holländische Kreuzer Utrecht trafen zur Zentenarfeier hier ein. Ter japanische Kreuzer Jkorna bleibt wegen seines Tiefganges im Hafen von Bahia Bianca. Er lvird zu der internationalen Truppenschau am 25. Mai zweihundert Mann der Besatzung entsenden. Buenos-Aires, 18. Mai. Der Minister des Aeußern eröffnete heute hier den 17. internationalen amerikanischen Kongreß. Aus Hessen. D a r m st a d t, 18. Mai. Der Sonderausschuß für die Revision der hessischen Verwaltungsgesctzgcbung wird am Freitag den 20. Mai seine Beratungen wieder aufnehincn. R.B. Darmstadt, 18. Mai. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer hat heute seine kurz vor Weihnachten der .Haushaltsberatung wegen unterbrochenen Verhandlungen über den Gesetzentwurf bett. dicGcmcindeumlagen-- itjornt wieder ausgenommen. Es fand zunächst in gemein-- schaftlicher Sitzung mit der Regierung, die durch die Herren Finanzminister Braun, Minister des Innern v. H om berg fr und Geheimrat Dr. Becker vertreten war, eine allgemeine Besprechung statt. Der Aussclmßbericbterstattcr, Abg. Molthan, erörterte die bisher vom Ausschuß gefaßten Beschlüsse intb stellte fest, daß im allgemeinen über die verschiedenen im Entwurf sestgclegtcn Gemeindesteuern Einverständnis l-crrsche und nur über die Gewerbesteuerveranlagung noch nähere Bestimmung getroffen, werden müsse. Seitens der Handelskammern zeigte sich ein starker Widerstand gegen die int Art. 10 der Vorlage enthaltenen Bestimmungen über den Gewerbestcuertarif resp. den darin sestgesetzten Zuschlägen, sobald sich der Ertrag des Gewerbebetriebs auf mehr als 5 Proz. des rauhen Wertes des dem (bewerbe dienenden gesamten Vermögens beläuft. Tie Handelskammern erblickten in den festgesetzten Steuerstufcn eine au hohe Belastung der Großindustrie und machten Gegenvorschläge, die einen anderen Aufbau der Gewerbesteuer oorsab Dem Ausschuß gingen aber diese letzten Vorschläge zu weit: er lehnte deshalb die Zustimmung dazu ab, beschloß aber, nach entern Bermittlungsvorschlag der Regierung den Entwurf so zu gestalten, daß au,ch den Wünschen der Handels-, fanintern entgegengckommcn lvird. In dem Regierungsvorschlag sind insbesondere noch einige Zwischenstufen geschaffen, und die Steuersätze geändert ivorden, und man hofft auf diese Weise, ohne die Tendenz der ganzen Vorlage, die oahin geht, die ivirt« schäft lick, Stärkeren mehr heranzuzichen und die schwächeren Schultern zu entlasten, zu verändern, den größeren Gewerbebetrieben mehr entgegenzutommen; vor ollem soll verhütet werdens daß sich Qiibuftrueanlagen nach' dem Ausland zurückziehen, truc beisprelsweye nach dem Frankfurter OsLhafen, wo deut Gewerbs» politische Cagcsfcbatu Deutschland und die persische Frage. Tie „Kölnische Zeitung" wendet sich tn einem längeren Artikel gegen die Aeußerungen der russischen und englischen Presse über die persische Frage, insbesondere gegen die „Nowoje Wremja", die ersichtlich wiederum Deutschland als einen internationalen Störenfried hiuzustellen " f^e Dazu bediene sich das Blatt durchweg falscher Behauptungen. Falsch sei, daß die Deutsche Bank Persien eine Anleihe zu sehr schweren Be^ Dingungen an geboten habe. Die Deutsche Bank habe überhaupt in Persien feine Auleiheverhandlungen geführt. Falsch sei ferner, daß deutsche Finanziers um eine Konzession zu einer Verbindung Persiens mit der Bagdadbahn nachgesucht hätten, ebenso sei die Behauptung von einer deutschen Konzession auf dem Urmiasee nur cin'Phantasiegebilde. Deutschland stehe bei der Wahrung der wirtschaftlichen Interessen Persiens auf einem sehr Haren und einfachen Vertragsstandpunkt und könne sich auf das russisch-englische Abkommen vom Jahre 1907 und die damals von Petersburg und London gegebenen Zusicherungen berufen Ter deutsche Standpunkt sei seit den Er- Uärungcn des Fürsten Bülow im Reichstage unverändert Politische Aspirationen Deutschlands in Persien beständen nicht. Auch die „No- ivoje Wremja" anerkenne anscheinend das Prinzip her Gleichberechtigung, lasse aber nicht erkennen, wie sie sich die Wahrung dieses Prinzips vorstelle. Die „Kölnische Zeitung" erinnert daran, daß seit Jahren eine deutsche Gesellschaft eine freilich nicht ausgenutzte Bankkonzession in I-ersten besitze Wenn die „Nowoje Wremja" bezüglich der offenen Tür die Grundlagen des Dölkerverkehrs in Frage stellen zu dürfen glaube, so sei es unzulässig, der rutschen Politik vorzuwerfen, daß sie diese Grundlagen erschüttere. Die deutsche Politik entferne sich niemals auch nur einen Schritt von dem Boden des Vertragsrechts. Die ..Kölnische Zeitung" erblickt in dem hier charakterisierten Artikel der „Nowoje Wremja" keine amtliche.Aeußerung, da der russischen Regierung die Tatsachen amtlich bekannt sind, glaubt aber, es sei nützlich, die Haltlosigkeit dieses Artikels zu erweisen. "ReichStagsersatzwahlen im letzten Tagungsabschnitt des Reichstags. Bier Ersatzwahlen fielen in den letzten Tagungsab- Ichuitt des Reichstags, in Mülheim-Gummersbach-Wipper- tiirth behauptete das Zentrum sein durch den Tod des Abg. de Witt gefährdetes Mandat in der Stichwahl, Marx wurde gewählt, in Eisenach konnte die wirtschaftliche Vereinigung die Schlacht nach der <5d)arfaffäre nicht gewinnen, der Sozialdemokrat Leber siegte glatt in der Hauptwahl, der durch das Ableben des Reichstagspräsidenten Grafen Stolberg verwaiste Kreis Oletzko-Lyk-Johannisburg, eine alte konservative Burg, ging in die Hände des national- liberalen Stürmers Kochan beim ersten Angriff über, in Posen wurde der mandatsmüde polnische Abgeordnete n Ehrzanowski durch den Radikalen Nowicki abgelöst. Bier Ersatzwahlen stehen noch aus, deren Ergebnisse auch sehr interessant werden werden. In Friedberg- Büdingen für den verstorbenen Grafen Oriola, in JaucrBolkcn ha in-Landeshut für den Frei- finnigen Dr. Hermes, in Uckermünde-Usedom- Wollin für den Freistnnigen Dr. Delbrück und in K anu- Die deutsche Wollindustrie im Jahre 1907. Als erste Veröffentlichung der in den letzten Jahren vom Rcichßamt des Innern von neuem vorgenommenen Pro du ktion «erheb urigen liegen jetzt die Ergebnisse der für daS Jahr 1907 erfolgten Ausnahmen der deutschen Wollindustrie vor. Die Erhebungen haben sich nur am die Betriebe erstreckt, die einer BerusSgenossenschast angehören, eine Beschränkung, die von vornherein wegen der verhättms- mäßig nichtigen Zahl der infolgedessen nicht berücksichtigten Kleinbetriebe ohne jedes Bedenken für das Gesamtergebnis oorgenonimen werden konnte. Die befragten Firmen haben falt alle die Fragebogen beantwortet; es haben von 34 Wollwäschereien 31, von 40 Wollkämmereien sämtliche, von 107 Kammgarnspinnereien und -Zwirnereien 102 Betriebe Angaben gemacht. Die Hauptergebnisse der Erhebungen sind folgende: Bei den 31 Wollwäschereien stellt sich die im Jahre 1907 verarbeitete Rohstoffmenge auf 25 Millionen Kilogramm Rohwolle und 3,3 Millionen Kilogramm Kämmlinge und sonstige Abgänge der Kämmerei und Spinnerei. Die bergeftellien Memicw betrugen 10,8 Millionen Kilogramm gewaschene Wolle und 3,2 Wil- honen Kilogramm karbonisierte Wolle. Bei den 4" Woll- k ä m mereie n wurden im ganzen 141,05 Millionen Kilogramm Rohwolle oerorbeitet, wovon nahezu zwei Drittel, nämlich 92,43 Millionen Kilogramm, Merinowolle, und der Rest, nämlich 48,62 Millionen Kilogramm, Kreuzzuchtwolle war. Öergestelll wurden 62 Millionen Kilogramm Kammzug, und zwar 34 Millionen Kilogramm Merinokammzug unb 27 Millionen Kilogramm Kreuzzuchlkammzug sowie 7,3 Millionen Kilogramm Kämmlinge und 5,8 'JJhllionen Kilogramm verwertbare Abgänge. Die 104 Kammgarnspinnereien zählten insgesamt 2 263 364 Spinn- spindeln, so daß im Durchschnitt auf eine Spinnerei 21 763 Spindeln entfallen. Von ihnen wurde verarbeitet 70,9 Millionen Kilogramm Kammzug, wovon 37,0 Millionen Kilogramm Merino- und 34,0 'JJhUionen Kilogramm Kreuzzuchtkammzug war. Hergestellt wurden 66,5 Millionen Kilogramm emdräl>ligeS Kammgarn, und zwar 36,3 Millionen Kilogramm Merino- und 30,2 Millionen Kilogramm Kreuzzuchtkamingarn; hierzu kamen noch 3,8 Millionen Kilogramm verwertbare Spinnereiabiälle. Die 99 K a m m - g ii r n z w irn e r e i e n, von denen 98 mit Kammgarnspinnereien betrieben, verbunden sind, besaßen im ganzen 555 705 Zwiin- ivurdeln, so daß im Turchschmtt auf eine Zwirnerei 5613 Zwirn- jpmdeln kommen. Die Menge der von ihnen nerzwirnteu Warne betrug 38,2 Millionen Kilogramm, die Wenge der bergeslellten g,mrue 37,8 Millionen Kilogramm, wovon 19,0 Millionen Kilogramm zweidrälUiger, 2,0 Millionen Kilogramm dreidrahtiger, 12,7 Millionen Kilogramm vier- und mehrdrähtiger und 4,1 Millionen Kilogramm nicht näher bezeichneter Zivirn war. Im ganzen ergibt sich für Kammgarnspinnereien und Zwirnereien für das Jahr 1907 eine Erzeugung an Garn unb Zwirn im Werte von 410 816 942 Mk. • Die Roosevelt-Tournee bei den englischen Fürstlichkeiten. Damit die Leser sich nunmehr ihre eigene Meinung über den Demokraten Roosevelt bilden können, mag auch noch sein Londoner Impresario zum Worte kommen: £ London, 17. Mai. Mr. Roosevelt, der, wie bereits gemeldet, gestern n. Wiederherstellung dcr Stephan skirchc in Mainz. Nachdem nun nach längeren Verhandlungen endlich die Qknehmigung zur Wiederherstellung dieser ältesten Mainzer Kirche im gotischen Stil erteilt morden ist — die zugleich eine der ältesten gotischen Kirchen Deutschlands ist —, beginnt man ui nächster Zeit damit. Sie noch erhaltenen Grabsteine int Kreuz- gange auszustellen, diesem selbst einen neuen Bodenbelag zu geben und den etwas höher liegenhen Gatten aus gleiche Höhe mit dem Kreuzgangboden zu bringen. Außerdem soll das Aeußere der Kirche , Wcstchor), ohne daß ihr bisheriger ^haraktcr geändert wird, ausgebessett werden, das heißt, alles Schadhafte beseitigt lucrbcn. S'JHt der Bauleitung ist Herr Professor Becker, mit der Bauaussicht Herr Architekt Moser betraut. Tie entstehenden Kosten von ungefähr 66 000 Mark werden durch ein Vermächtnis gedeckt. Um den Turm der Stephanskirche dreht sich Übrigens ein ähnlicher Streit, wie um den der Gießener Stadtkirche. Die Verhandlungen sind schon drei Jahre in der Schwebe und werden gutem Vernehmen nach auch sobald nicht erledigt sein. — D ie neuen Austauschprofessoren, die im nächsten Wintersemester an der Berliner Universität wirken werden, habeii bereits ihre Vorlesungeti angekündigt. Der Rvose- veltprosessor Dr. E. Alphonso Smith von der Virginia-Universität in Eharlottesville wird dem B. T. zufolge über amerikanische Literatur des 19. Jahrhunderts lesen unb in seinen Seminarübungen Ebgar Allan Poe behandeln. Der Aus- tausckprofessor Dr. .Hugo Münster berg von der Harvard- Universität wird einen Vortrag über P f h cho logie halten. — Den Fortschritt des F r a u en stu d i u m s in Frankreich kennzeichnet eine Statistik der Revue Universitaire. Am 15. Januar betrug die Zahl der studierenden Frauen an französischen Universitäten 3830 bei einer Gesamtzahl von 40 131 Studierenden. Die Zahl zeigt gegenüber dem Vorjahr eine bemerkenswette Zunahme, lieber die Hälfte, 2042, studieren Litera- tur, 1074 sind Studentinnen der Medizin, 56 wollen Apothekerinnen werden, 506 haben sich den Naturwissenschaften und 152 der Jurisprudenz gewidmtt. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Der Allgemeine Fürsorge-Erziehungs-Tag fiirdet vom 27. bis 30. Juni in Rostock statt. — Geheimer Rat Dr. Phil, et jur. Iwan Ritter v. Müller, Ordinarius der klassischen Philologie unb Pädagogik an der Univeriität München begeht am 20. Mai seinen 80. Geburtstag. — In Brüssel findet in dem Palast der Weltausstellung vom 4.—8. Oktober d. I. die 2. In - ternationale Versammlung für Nahrunas- hvgiene unb rationelle Ernährung des Menschen statt. — Dem Tondichter Karl Goldmark in Wien wurde aus Anlaß seines 80. Geburtstages das österr.-ung. Ehrenzeichen „für Kunst und Wissenschaft" verliehen. Professor 8ranz Sfarbtna f. Berlin, 19. Mai. Gestern früh gegen 7 Uhr starb in fernem Heim in her Königin Augusta^Stra ße der Maler Professor Franz S k a r b i n a. Schon längere Zeit litt Skarbina, der Jung geselle war, an einem Nierenleiden, ohne ihm doch allzuviel Bedeutung beizumcssen; nun hat es doch dem rüftigen Schaffen des 61 jährigen Künstlers ein allzufrühes Ziel Das plötzliche Hinicheiden Franz Skarbinas hat einer Entwick [ung seiner seinen Kunst ein jäl)es Ende bereitet, die ihm gerade in den letzten Jahren den ungeteilten JBcifaU eingetragen hat. Den „Lcickenmaler" hatte man ihn ernst genannt, als er im Jahre 1878 ba5 grauenhafte Motiv eines Menschen darsteltte, der crnen mißglückten Selbsrmordversuch gemacht hat unh^nun unter den Leichen der Anatomie vom Scheintode erwacht. elWimpern, unb diese „klassischen" Nasen und Ohren aus Gips' Ich satz lange davor, ohne etwas tun zu können und bohrte mit dem Bleistift Kodier in das Radiergummi . . Aber ich erholte mich dann bei dem. was ich draußen sah, unb bei ber ^.Armee Friedrichs des Großen", unb bei bem Kuglerschen Friedrichs wett, der Freude stiller Stunden..." deuten stattfinden. _ Die Trauer um König Eduard. London, 18. Mai. Königin Marl), Prinz Heinrich von Preußen und dcr Groß!) erzog von Hessen begaben sich heute abend bald nach 10 Uhr nach dcr Weft- minsterhall und verweilten in stillem Gebet vor dem Sarg. Später erschien auch der König von Portugal in der Westtninsterhall. . Berlin, 18. Mai. Aus Befehl des Kaisers wird bie deutsche Marine bei den Bcisetzungsfeicrlich- Feiten für den verewigten König Eduard VII. von Großbritannien durch eine Abordnung, bestehend aus dem Großadmiral Prinz Heinrich von Preußen, Königliche Hoheit, Kapitän z. S. Hopman, Kommandant S. M. S. „Rheinland", und Fregattenkapitän v. Egidß von der Marine- starion der Ostsee vertreten sein. W i e n, 18. Mai Erzherzog Franz Ferdinand ist nach London abgereist, um den Kaiser bei der Leichenfeier zu vertreten. P a r i s, 18. Mai. Die französischeAbordnunA zu den Leichenfeierlichkeiten in London ist unter der Fül)- rung von Vrinister Picho n heute vormittag nach London abgereist. stadt-Ludwiasburq für den Nationalliberalcn Dr. I in London eintraf, hat heute wieder einen s c h rbcj ch äf- — "■ In allen Fällen be-Itigten Tag hinter fick). Kaum hatte er mit feiner (ja« - - -• ' milie das Frühstück eingenommen, als bereits die totufl« lichen Equipagen vor der Tür lficlten, nm den Ex Präsidenten abzuholcn Um 11 Uhr fuhr Mr. Roosevelt nach dem Marlborough House, wo er von König Geo-rg V in Audienz empfangen wurde. Dies ist das erste Mal, daß, der Altpräsideut dem König von England von Angesicht zu Angesicht sah. (!) Herr Roosevelt wurde der Kö n t g i n Marn und den anderen Mitgliedern dcr königlichen Familie vorgcftcllt. Nach der Audienz stattete Herr Roosevelt dem Herzog und der Herzogin von Eounaught, dem Prinzen Arthur von E o n n a n g h t, der Herzogin von F i s c , der Prinzessin L o u i s e , P r i n - z e n und Pr i n z c s s in E h ri st i a u , Prinzessin von Battenberg seinen formellen Besuch ab und schrieb seinen Namen in das Frcmdcubuch ein. Kaum war Mr. Roosevelt nach Dorchester House, der amerikanischen Bot schäft, zurückgekehrt, als bereits der König von Norwegen, den er vor kurzer Zeit in seiner eigenen Hauptstadt besucht hatte, ihm den Gegenbesuch abstattete und sich längere Zeit bei dem Ex-Präsideuten aufhielt. Das Gabelfrühstück nahm Mr. Roosevelt mit Familie bei dem amcrikauischeu Botschafter cin und später nahm cr die Gegenbesuche des Herzogs von Eonnaught und des Prinzen Arthur von Eonnaught entgegen. Um 4 Uhr fuhr der Ex-Präsident mit seiner Gemahlin nach dem Buckingham- Palast, um der Königin Maud von Norwegen ihren Besud) abzustatten. Abends folgte cin Diner iin Dorchester Dousc, an dem die Mitglieder der Botschaft und ber Generaltonsul der Bereinigten Staaten teilnahmen. Mr. Roosevelt wird am kommenden Freitag in der Prozession in einem Wagen fahren. Die Vorträge in Oxford werden am 7. Juni ftattsindcn. Außen dem Empfang in der Guildhall werden voraussichtlich keine der in Aussicht genommenen Festlichkeiten zu Ehren des Ex-Pcäsi- Nr. 114 Erstes Blatt 1VV. Jahrgang Donnerstag 19. Mai lKlG Wiener Anzeiger wirtschaftliche Seist ragen ■ B H ” Ehefredakteur: Goetz. Nernfprech - Anfchlüste: Ä M ff ^«antmortüd) für den j„r die Redaktion 112, ___ VsjF V politischen Teil: August MU General-Anzeiger für Gberheffen MM für bie Tagesnilmmer Rotationrdnlck und Verlag der vrühl'fchen Ulllv.-Vuch- und Zteindruckerri R. Lange. Nedattion, Expedition und Druckerei: zchulftrahe 7. A,^e^nie^?H."Eck. bis vormittags 9 Uhr. ’ _________ trcibcnbcii günstigere Bedingungen geboten werden. Geheimrat Dr. Becker erläuterte die VermiNluiigsvorschläge der Negierung, durch die sich allerdings die Ü)midelskammern nicht für befn digt erklären. Äucb der 3tont habe cm finanzielles Interesse daran, das; sich die großen Betriebe nicht nach aufwärts zurück- ziehen. Minister v. Homberg k wies ebenfalls auf d'e Notwendigkeit der Erhaltung der großen Betriebe im Lande hin: gegen das int Au schun geäußerte Bedenken, daß nach dein Negierungsvorschlaa die Progression bei einem Ertrage von 10 000 Mark aufhören solle, wurde von der Negierung betont, daß eine sprungweise Steigerung der Stenerbelasrung nicht ratsam sei.und zudem ja der volle Mehrertrag zur 3teuer herangezogen werde. Würden die Vorsd läge der Handelskammern angenommen und träte eine jo starke Entlastung der Gewerbe ein, mic ji ■ es wünscht eil, so würde ein ungewöhnliche Erhöhung der Grundsteuer die imtiirlid.r Folge sein müssen. Tein Verlangen nicä Ausschußmitgliedes, die Progression zu erhöhen und sie der Autonomie der Gemeinden zu überlassen, wurde von der Negierung widersprochen. In Betreff der Warenhaus- und Filialsteuer fand zirnächst eine allgemeine Aussprache statt. Ter Ausschuß wird sich voraussichtlich dahin entscheiden, daß den Gemeinden das Recht zuerlannt wird, entweder eine Umsatzsteuer oder einen Zuschlag -in Gewerbesteuer zu erheben Zic heutigen Ausschuß- Verhandlungen rechtfertigen übrigens die Annahme, daß die Arbeiten über die Umlageuresorm bald zum Abschluß kommen uni die Kammer dann in der Lage sein wird, die Vorlage in eine» im Herbst abzuhaltenden Kainrnertagung fertigzustellen. Tie Beratung wird morgen ohne Regierung fortgesetzt. Deuttzches Ueicb. Ter B n n d der deutschen Verkehrsvereine hielt kn B r a n n s ch w e i g seine neunte Bundesversammlung ab, auf der 45 größere deutsche Städte vertreten sind. Zn der Sitzung, zu der u. a. auch Staats Minister Hartwich erschienen war, mur- den mehrere Entschließungen angenommen betr. die Abschaffung der Fahrkartensteuer, Hebung des Fremdenverkehres und Einheitlichkeit des Vertehrsgebietes des Deutschen Reiches. Der Deutsche Techniker-Verband bat eine neue Salzung angenommen, bei der besonders interessant war, ob Innftig Arbeitgeber als ordentliche Mitglieder aufgenommen werden können. 1. 000 Stimmen erklärten sich dagegen, ohne damit die notwendige Zweidriltel-Mchrheit für diese Satzungsänderung zu erreichen. vom Stbohcner prämiierungsmarft. r. Schotten, 18. Mai. Seit der Schattener Prämiierungsmarkt gehalten wird, ist dieser Tag, der Pfingstdienstag, zu einem richtigen Vogelsberger V o l l s f e st t a g geworden, an dem sich vormittags das faufenbe und verkaufende Publikum, mittags aber die Jugend der umliegenden Dörfer zur Belustigung einfindet. Die stark entwickelte Viehzucht des Vogelsberges und der Nachbarschaft bringt ihre Tiere zur Schau und Verkauf. Namentlich die Vogelsberger Rafie ifi an diesem Tage vorherrschend, das heißt reinrassige erst- llasiige Herdbuchtiere, ebenso ist in Simmentaler Vieh das beste Material an diesem Markt, während Mischlinge oder geringe Qualitäten kaum zum Verkauf geb eilt werden. Bei der vorjährigen Bezirkstierschau hier war zur Erzielung größerer Massen bei den Vogelsbergern ihre Kreuzung mit gelben Franken beschlossen worden und damit sollen bereits gute Ergebnisse erzielt worden fein. Aber bei richtiger Fütterung und Pflege, die man nnerklär- licherwcise int Vogelsberg seither nur hauptsächlich den eingeführten Simmetttalern zuleit werden ließ, ist and) bei der Vogelsberger Rasse gutes Fle.ifdwieh zu errcidjcn; z. B. wird im letzten Schottener .Kreisblatt berichtet, daß ein Landwirt in Eschenrod ein rein Vogelsberger Kalb, 5 Wochen alt, im Gewicht von 182 Pfund hat. Das Ergebnis der Prämiier u n g ist folgendes: Vogelsberger Vieh. A. Bullen. 1. Preis: Appel, Zoh. IX., Sichenhausen, 20 Ml., 2. Preis: Rahn, Karl III., Altenhain, 15 Mk., Fischer, Theodor, Hof Zwiefalten, 15 Mk, 3. Preis: Bechtold, Heinrich, Eschenrod, 10 Mk., 3. Preis: Bechtold, Heinrich, Eschenrod, 10 Mk., Appel, .Heinrich VII., 10 Mk., Wolf Zohs. IV., Eschenrod, 10 Mk., 4. Preis: Weber, Hch. VIII., Eschenred, 8 Mk., I. Preis bezw. Anerkeniumg Fischer, Theodor, Hof Zwiefalten, 5 Mk., Anerkennung: Petermann, Jobs. I., Eschenrod, 5 Bit., Anerkennung: Strand), Hch. I., Eschenrod, 5 Mk., zus. 103 Mk. 11. Kühe. 1. Preis: Deubel, Lpdwig, Götzen, 15 Mk., 2. Preis: Dambmann, Hch. IV., Rudingshain, 10 Mk., Müller, Theodor, Rudingshain, 10 Mk., 3. Preis: Rahn, Karl III., Altenhain, 8 Alk., Lenz, Karl, Betzenrod 8 Mk., Schmidt, Will). II., Altenhain, 8 M! , Anerkennung: Appel, Ludwig. Beuenrod, 5 Mk., Anerkennung: Zinnei, Zohs. 1., Betzenrod, .> Mk. Anerkennung: Henkel, Hch. II., Eschenrod, 5 Mk., zus. 71 .1.1(1. l N i n b c r. 1. Preis: Weber, Zohs. VII., Eschenrod, I ■> Mk., 2. Preis: Deubel, Hch. Theod., Rudingshain, 10 Mk.. 3. Preis: Hofmann, Hch., Rudingshain, 8 Mk., Spanier, Hch. I., Schotten, 8 Mk., Anerkennungen: Hofmann, Karl, Betzenrod, 5 Pik., Müller, Karl III., Betzenrod, 5 Mk., Schütz, Bürgermeister, Betzenrod, -> Mk., Merz, Karl II., Betzen - rod, 5 Mk., Enders, Andreas, Betzei^rod, 5 Mk., zus. 66 Mk., insgesamt für Vogelsberger Vieh 243 Mk. Simm ental er Vieh. A. Bullen. 1. Preis: Wilhelm Hör rack II., Reichelsheim, 20 Mk., 2. Preis: Wilhelm Bausch, Reichelsheim, 15 Mk, Otto Spengler, Grund-Schmil heim, 15 Ml., 3. Preis: W. Holler, Oher-Hörgen, 10 Mk., Oeerg Stroh, Eichenrod, 10 Ml , Hch. Fleischhauer, Mehlbad), 10 Mk., 4. Preu.': Zoh. Alter, Berstadt, 8 Mk., Gilbert Müller, Ober-Hörgen, 8 Ml., Meyer Meyer, Ober-Mockstadt, 8 Mk., Wilhelm Fenchel, Ober Hörgen, 8 Mk., Anerkennungen von je 5Mk.: Kl. Möser, lUfa, Will). Reiclwrt, Rabertshausen, Hch. Geis II., Windhausen, Frd. Bindewald, Stumpertenrod, Hck). Scharch, 5tum- pertenrod, Ml. Schneider, Berstadt, Kl. Schaub, Wenings, Eg. Marloff, Melbach, Konrad Blöser II., Burkhards, zus. 157 Mk B. K ü I) c u ii d Rinder. 1. Preis: Friede. Köhler, (Götzen, 15 Mk., 2. Preis: Wustav Knoth, Eid)elsdorf, 10 Mk., 3. Preis' Simon Reis, Ulrichstein, 8 Mk., zus. 33 Mk., insgesamt ,ür i^iinmentGlcr Vieh 190 Mk. Zm ganzen kamen an Prämien zur Verteilung 433 Mk. , dem vom Landwirtschaftskammer Ausschuß unterstützten Zuditviehmarlt von Vogelsberger Herdbuchticren seien u. a fil- genbe Verkaussabschlüsse hervorgehoben: der mit dem 1 Preis prämiierte Bulle wurde zu 528 Mk. an die Gemeinde WingeW Hausen verkauft idas Vatertier dieses Bullen erhielt voriges Fahr ebenfalls den 1. Preis — Eschenröder Zucht, zum je gleichen Preis wurden zwei wertere Bullen verkaufe zwei Bullen au-5 Eschenrod zu a 500 Mk., die Gemeinde Eschenrod kaufte von Fischer Hey-Zwiefalten einen Bullen zu 493 Mk, ferner setzte Fischer ein Tier zu 483 Mi an die Gemeinde Offenthal iah' cm 8 Monate altes Bullenkalb wurde von H. Dambmann in Rudingshain zu 251 Mk. uad) Heskem, Kreis Marburg vei'- kauft. Ein doch wohl sehr hoher Preis von 650 Mk wurde für eine Vogelsberger Kuh gefordert, während für Rinder 420 bis 450 Wf. geboten wurden, indessen fanden bemerkliche Verkäufe in Multertierfn nid)f statt, da die Tiere jetzt in der Arbeit stehen bezw. die Futtcraussichten zum Verkauf nicht drängen — ‘Tic Gemeinde Kaulstoß kaufte zu 530 Mk. einen Simmentaler Bullen aus Reichelsheim, bi'- mit dem 1. Preis belegte Simmentaler Kuh kam nach Laubach. - Auf dem Ferkelmarkt wurden kaum dagewefene Preise erzielt: 5—6 Wochen alle kamen ans 70 Mk und höher, 10—11 Wochen alte 90—100 Mk Es mürbe alles abgesetzt. Was von der Gemütlichkeit zu berichten ist, so soll vorerst festgeste'lt werben, daß der Marktplatz ein wesentlich verschöntes Aussehen zeigte. Die Stadt hatte ferner einen guten Griff getan, daß sie diesmal eine Miliiar'.'pelle hatte kommen lassen. Nod) standen die letzten Vormittagsbesucher bei dem Verlosungspavillon, um ihren Gewinn oder Niete ziehen zu sehen, al-., schon wieder aus allen Richtungen das Hinge Volk herbeiströmte: und die Stadt Schotten stellt aus allen Schichieti eine große Zahl feit- lidtcr Gäfle, ;o daß hier ein Volksfest des Vogelsbergs zuftande kommt, wie cs schöner und einlrächtlicher nirgends zu sehen ist. Der Bierbrauer lieh Ueberschick)! mad)cn, feine Leute vermochten i. 0? ngc des Stoffs nicht im gewöhnlichen Arbeitsgang herbei- zuschaffen. Viele Leute sind um ihr Marktwurstckfen gcfnmincn, diese Ware mar zu begehrt und bald ausgezchrt. Zn 3 überfüllten Festzelten und auf beut großen Platz amüsierte sick) das Vol k. 2hts Stadt und Land. Gteßc u, 19. Mai 1910. ** Ordensauszeichu ung. Der König von Preußen hat dem Generalmajor v. Francois, Kommandeur der 49. Zufanteriebrigade (1. Ofroßh. Hess.) die Krone zum Roten Aolcrorden 2. Klasse mit Eichenlaub verliehen. *'Pfarr Personalien. S. K. H. der Groß Herzog hat am 14. Mai d. I. dem Pfarrverwalter Gustav Lenz zu Rohrbach, Dekanat Büdingen, die evangelische Pfarrstelle daselbst übertragen. * • Ernennung. S. K. H. der Groß Herzog Hal am 14. Mai d. I. den Oberlehrer an der Oberrealschule zu Worms Fritz Textor zum Oberlehrer an der Realschule zu Wimpfen, mit Wirkung vom 23. Mai 1910, ernannt. • • Der Komm andeur der 21. Division, Exz. v. Schot tz, ist mit seinem Adjutanten Frhrn. v. Schäffer zur Besichtigung bc§ Manöoergeländes hier eingetroffen und tut Hotel Großherzog von Hessen abgestiegen. * • Steuerveranlagung für 1910. Rach den Bestimmungen des Einkommen- und Vermögenssteuergesetzes sind Einwendungen gegen die Steuerveranlagung innerhalb der ersten zwei Monate des SteuerjahreS zu erheben. Die Frist zum Vorbringen der Einsprüche und Berufungen läuft also nicht, wie vielfach irrigerweise angenommen tvird, zwei Monate lang vom Tage der Zustellung der Steuerzettel an, sondern sie geht mit Ablauf des Monats Mai zu Ende. ■ * D ie neuen hessischen 3 Markstücke, deren Zcrtigstellung von bett Münzsammlern schon im vergangenen Fahre erwartet wurde, werdeti nun Anfang Juni von der Berliner Münze verausgabt werden. Tie Herstellung der Münze hat sich verzögert, weil zu ihrer Prägung ein neues Münzbild des Großherzogs hergestellt werden sollte, das von einem Darmstädter Künstler modelliert worden ist. ** Sä uglingsfürsorge. Finauzminister Braun begab sich heute zur Teilnahme an dem dortigen Kongreß für Säuglingspflege usw. nach München. * ' Stadttheater. Nachdem ber außerordentliche Erfolg der beiden ersten Operetten-Borstellungen beiviesen hat, daß die gegenwärtig hier gastierende Operette des Emser Kurtheaters ersten Ranges ist, sowohl an Kräften, wie Zu- sainmenfpiel als Ausstattung, dürfte für die weiteren Auf- führungen auch stärkerer Besuch zu erwarten sein. Es sei daher auch an dieser Stelle auf die Vorstellungen von „Dollarprinzessin" am Freitag und „Geschiedene Frau" am Sonntag hingewiesen. * • Kirchenkonzert. Am Dienstag, dem 31. Mai, ivird der Evang. Kirchengesangverein in unserer Stadtkirche eine Geistliche Musikaufführung veranstalten, die u. a. eine Kantate von S. Böhm: „Kein Freund ist mein", für Chor, Soli, Streichqumtett, Orgel und Klavier, erstmalig dahier zu Gehör bringen wird. Diese Aufführung darf auf besonderes Interesse rechnen, denn die Gesangswerke dieses Vorgängers von I. S. Bach — er wurde 1661 in Thüringen geboren und starb 1733 in Lüneburg — galten bis vor kurzem für verloren, und sind erst durch einen glücklichen Fund von Richard Buchmayer auf der Berliner Kgl. Bibliothek wieder zutage gefördert morden. Seit ihrer ersten Aufführung beim vierten Bachfest zu Ehemnitz gilt unsere Kantate als eine Perle geistlicher Musik. Herr Prof. Traut manu hat sich ein wirkliches Verdienst erworben, indem er dieses schöne innige Tonstück auf das Programm setzte. • * Goldenes Iubiläu m. Heute-feiert Geh. Hofrat Prof. Dr. Laspeyrcs den Tag, an dem er vor 50 Jahren in Heidelberg den philosophischen Doktorgrad erwarb, und zugleich den Tag, an dem er seine akademische Laufbahn begann. Die philosophische Fakultät der Universität Heidelberg erneuerte ihm das Doktordiplom. ♦* Von der Eisenbah n. Die Betriebs ein - n a h m e n der P r e u ß i s ch - h e s s i s ch c n S t a a t s e i s e n- b ahn en betrugen int April im Personenverkehr, 2,6 Millionen Mark gleich 5,35 Prozent weniger, im Güterverkehr 10,9 Millionen Mark gleich 10,77 Proz. mehr, insgesamt einschließl'.ch der sonstigen Einnahmen 8,5 Millionen Mk. gleich 5,37 Proz. mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zu berücksichtigen ist hierbei, daß das Osterfest im Jahre 1910 in den März fiel und der April 1910 daher zwei Festtage weniger und zwei Werktage mehr hatte als int Vorjahre, was naturgemäß den Güterverkehr günstig, den Passagterverkehr aber ungünstig beeinflußte. ** Erweiterung des Fernsprechberelchs. Zum unbeschränkten Spreehverkehr mit Gießen sind neuerdings folgende Orte zugelassen worben: Eelle, Bad Oeynhausen, Gerstungen, Ringleben (Kreis Erfurt), Roßla (Harz), Rudolstadt, Ruhla, Saargemünd, Schlotheim, Steinhude, Stotternheim, Wilhelmshaven und Zella St. Blasii. ** Flüchtig geworden ist gestern der Hatisbursche eines hiesigen Bäckers, nachdeni er Kundengelder unterschlagen und sich das Fahrrad seines Dienstherrn an- gecignet hatte. " Z i m merbra n d. In einem Hause der Löberstraße (am gestern abend ein Dienstmädchen mit Licht den Fe n st er- vorhängen zu nahe und augenblicklich standen sie in hellen Flammen. Wenn auch sofort abgelöseht ivurde, so entstand doch ein nicht unbedeutender Mobiliarschaden; auch die Fensterscheiben zersprangen und die Tapeten mürben beschädigt. ** Die B a u a r b e i t e r a u s s p e r r u n g ist hier nur von geringem Umfang. Es sind im ganzen nur 70 Leute ausg»sperrt. Gleichzeitig sei im Anschluß an die gestrige Notiz mitgeteilt, baß bis jetzt fein Fall bekannt geworden, in dem sick) organisiert: Arbeiter geweigert hätten, mit unorganisierten zusammenzu- ar bei te». Muschenheim, 18 Mai. Heute mittag wurde von einem Jungen in der Nähe her Berger Mühle die Leiche des 63 Jahre alten Schweinehirten Wilhelm M ü 11 c r von hier in der Wetter entdeckt. M., der heute früh seine Wohnung verlassen hatte, war ein geachteter Mann und lebte in geordneteu Verhältnissen. Ob ein lln glückssall oder Selbstmord vorliegt, ist nod) nicht a ifgcklärt. I) B o benh a u s e n II., 18. Mai. Gelegentlich der Tanzmusik in der Kellcrschen Wirtschaft dahier wurde am 2. Pfingstseiertag ein auf der Heutzmühle bediensteter Knecht aus Ostpreußen, der sich anderen lMstcn gegenüber herausforhernh benommen batte, derart verhauen, daß er in ärztliche Behandlung mußte, -r. Ulrichstein, 18. Mai. An einen hiesigen Fahr- radhändler verlauste ein Mann, dessen Name und Wohnort zur.-'eit noch unbekännt sind und von dem man nur weiß, daß seine Frau aus einem benachbarten Orte stammt, ein Fal)rrad. Mit deni Erlös begab sich der Mann nach Reb- g c s h a i n , zechte dort in einer Wirtschaft fest drauf los und bezahlte auch den übrigen Gästeii. Zuletzt entlieh er sich von dem Wirt dessen Fahrrad - auf einige Stunden um noch einen Verwandten in Lauterbach zu besuchen. Er kam aber nicht totcbci* Aus Lauterbach wird nun ge^ meldet,^ das; ein Mann, dessen Beschreibung auf den Gauner paßt, sich dortselbst von einem Händler ein neues Fahrrad mit kleiner Anzahlung kaufte und vorgab, ein Bauernsohn aus R. zu sein, welch letztere Angaoe sich als falsch herausstellte. Rad und Käufer sind spurlos verschwunden. Es ist anzunehmen, daß das Rad, das er in Ulrichstein verkaufte, auch gestohlen war und daß er das in R. entliehene Rad auf dem Weg nach Lauterbach ebenfalls veräußert hat. Als bcfondcres Erkennungszeichen ist anzu. zugeben, daß dem Verdächtigen an einer Hand zwei Finger fehlen. 8 Michelbach b. Schotten, 18. Mai. Hier hat sich ein welterschütterndes Ereignis abgespielt. Während eines Gewitters wurde am zweiten Feiertag eine K u h auf ber Weibe vom Blitze getötet. ,F E. Bad-Nauheim, 18. Mai Die Zahl der hiesigen W ahlberechtigten zur Reich stagscrs a^- wahl ist, wie nunmehr feststeht, von 950 (Wahlliste vom Jahre 1907) ans 1540 angewachscn. Die starke Vermehrung ist auf den Badcbetrieb zurückzuführcn. F. C. Friedberg, 18. Mai. Zwei Radfahrer aus Frankfurt a. M. waren am zweiten Pfingstseiertag iu£bcr- Wö11stadt auf kurze Zeit in einer Wirtschaft eingekehrt. Als sic die Wcitcrfahrt antrcten wollten, machten sie die Wahrnehmung, daß ihre Räder verschwunden waren. Die Diebe waren jedoch bemerkt worden und konnten an der Gc- mariungsgrenze gestellt werden. Sie ließen die Räder in Stich und suchten das Weite. Einer wurde eingeholt und in das Ortsgefängnis Ober-Wöllstadt eingesperrt. Seins Inhaftierung war jedoch von kurzer Dauer. Noch in der nämlichen Nacht drückte der Häftling die Tür seiner Zelle durch und verschwand durch ein Fenster spurlos. Friedberg, 18. Mai. Der Verein der Hundefreunde Wettcrau, Sitz Friedberg, wird am 24. ds. Mts. eine Kreis- Hundeschau abhalten. Wertvolle Ehrenpreise sind bereits gestiftet worden. △ Rieder-Florstadt, 18. Mai. Erhängt hat sich im Gefängnis zu Altenstadt der Landwirt Roth, der mit seinem Sohne bei Stammheim von Gendarmen beim Wildern ertappt wurde und bet der Verfolgung auf einen Gedärmen schoß. Der Sohn befindet sich im Gefängnis zu Friedberg. OEOsscnhcim, b. Fricdb., 18. Mai Das Volksfest im Offenheimer Wäldchen, wo sich schon seit Jahr^ zehnten die Bevölkerung ber ganzen Wetterau einfinbct, erfreute sich auch gestern wieoer eines starken Besuchs. Der Wäldchestag, auf dem früher manche Verlobung reicher Bauernpaare ausgemacht wurde, und der deshalb im Volksmmid kurzweg der „Welterauer Heiratsmarkt" heißt, hat jetzt viel von seinem früheren Glanz verloren. Darmstadt, 18. Mai. Die englische Kirchen- gemein de veranstaltet am Freitag, 20. Mai, in der hiesigen Hofkirche einen Dr au er g o t t es d i c n st. Dec englische Pfarrer zn Homburg v. b. H. wird den Gottesdienst leiten und Miß Howard vom Großh. Hoftheater wird die Solopartie der .Hymne von Sullivan, „God fhall wipe away all tears", vortragen. — Aus Anlaß des Geburtsfestes des Kaisers von Rußland findet heute in der hiesigen russischen Kapelle auf der Mathildenhöhe Gottes b ten ft statt, dem sich ein feierliches Te d enm an- chließen ivird. R. B. Darmstadt, 18. Mai. Dem früheren Stadtrechner Grebe von Offenbach, der am 2. Oktober 1908 vom Schwurgericht wegen Verbrechens im Amt zu 2 Jahren 9 Monaten Gefängnis verurteilt worden war, wurde der R e st der Strafe vom 16. Mai bis zum 16. Dezember 1910 erlassen Er wurde gestern auf freien Fuß ge- etzt. — Der Sch uh war enfabrikaut Catta von Offenbach, gegen den seit längerer Zeit eine Untersuchung wegen Kontur s v c r g e h en s anhängig ist und der" sich' vor dem nächsten Schwurgericht im Juni unter dieser Anklage zu verantworten Haden wird, ist in Untersuchungshaft genommen worden. N. Mainz, 18. Mai. Die Mainzer Zentriunspartei veranstaltet am nächsten SamStag eine Versammlimg int großen Saale des „Frankfurter Hofes", in der ReichstagSabg. Erzberger, der bei den Verhandlungen über die Kolonien durch sein Auftreten gegen Dernburg viel von sich reden gemacht hat, über „Die politische Situation im Reiche" sprechen wird. — Am 29. und 30. Juni findet hier der VerbandL- ag der Raiffeisen schon Vereine in der Rheinpscilz, Nheinprovinz, in Baden, Hessen-Siassau und dem Großherzogtum Hesien statt. — Im Laufe des Monats treffen in Mainz 186 Amerikaner ein, darunter 25 deutsche Kriegsveteranen. Größere Festlichkeiten werden geplant. w. Mainz, 19. Mai. (Tel.) Der Gemeindoeinnehmer Junker von Kostheim wurde heute nacht wegen bedeutender Unterschlagungen verhaftet. N. Mainz, 18. Mai. Die Meldefrist für den Posten des ersten städtischen Kapellmeisters, der durch die erbetene Ruhestaudsversetzung Hofrats Steinbach frei geworden ist, lief kürzlich ab. Im ganzen haben sich ungefähr 60 Bewerber gemeldet, von denen jedoch nur wenige in die engere Wahl kommen werden Die endgültige Besetzung der Stelle wird noch im Laufe des nächsten Monats erfolgen. F. C. Aus dem Kreise Wetzlar, 18. Mai. Nack) den Feststellungen ber Gerncinbeoborförsterci Wetzlar I. sind durch beit Gemittorsturm am 11. Mai b. I. in den Gnneinbsmalbungcn der Dörfer Ebersgöns, Oberkleen, Niederkleen und in den Ge- mcinbcmalbungen Nieder- und Obormctz (Gemeinbeoberförsterei Braunfelsl runb 1300 Festmetcr Eichen- und Nadelholz zu, Fall gebracht morden. i M a r b u r g, 18. Mai. Im nahen Bad Marbach wird sich auch int Lause dieses Sommers wieder unter der Leitung des Direktors Steger aus Aschaffenburg ein Sommer- t h e a 1 e r auftun. 4- Frankfurt a. M., 18. Mai. D i e Versammlung m i t t e l r h e i n i s ch e r A e r z t e, die im vorigen Jahre unter sehr zahlreicher Beteiligung in Darmstadt getagt hat, wird dieses Jahr am Sonntag, 22. Mai, in Frankfurt a. M. abgehalten werden. Die wissenschaftliche Sitzung sindet im Sitzungssaale des Frankfurter ärztlichen Vereins, Viktoria Allee 9, mittag von 1 bis 4 Uhr, statt. Für den Vormittag sind Bejichtigungen dcr Kranken- Si #' M es D q Hohmann mittag tobte mit starkem gn Singüs wurde auch schlag vom KOI Derbei nicht .W.' wimmel mU von ihrer Ab wenigstens d- men, denn ee i> i?ruch von -- °» nation i»®** ** bd biet bet SetH reine in bet W* . dUnfiau »nb »«« oQ„ e beb fflomi»11; bnn.nl.. 2 * eiten inerten geb* an« Sememiieeinn'b^ e na» megen brbeute bcrbiir» 6''V,, •in« fr» & l» » sich- Ke.,» folgen- 8lar,^e ,mdburu . g* <5 •*-. K'» netbe"- ‘m% -ii> des öl i hi5j |fl von 1 ,ttc» der ii.' Unninit! ' Suiffi ?«i i. ’J'ibun?5».; /«Moe (üfi „i «n-, iNlog S,"1'3 i«e- d-s ex A*. «bas i“ ‘>- utcfbndj ec..„? J etit. '"ungsi ilr.6iI; ^iner tz^nd."h l!1 °ni, - nb 3inc-; spielt'* ^!Cr :inn«wS MM- -äs?;* S-Ndm Waren f -iesä""'?°«da«. entgesperrt. er Tauer. Noch ln L jV,e Tür seiner Zell' Uster spurlos. ' Verein der hundesreW. d:b;W. eineM ^renpreiie sind bereif. Ma>. Erhängt k er Landwirt Roth, t, 1 von Gendarmen bt er Verfolgung ans cinr . )ef sich im GesängniS; enftälten und fonfttfler Sehenswürdigkeiten vorgesehen Nach der Sttzung ist gemeinsames Mittagessen tm „Frank furter Host". v, _ r. . . X 5? an au, 18. Mm Im ^anbfrn|c »anau sind tm Haushaltsjahre 1910 die drei Gemeinden Eichen, Marköbel und Wachen buchen in der angenehmen Lage, aus die Erhebung von Gemeindesteuern Verzicht leisten zu können — Im Gemeindewald zu Herolz bei Schlüchtern kam cs zwischen dem $gl. Förster und 6 Holzdieben zu einem Zusammenstoß, in dessen Verlause sich der Förster gezwungen sah, zu feuern. Einer der Holzfrcvler cr> hielt einen Schuß in die Lunge. Aus Lbcrhesscn, IS. Mai Ein schweres Ge Witter mit .Hagel und Wolkenbrüchen ging an Pfingsten über viele Teile LberhessenS nieder. Im Usaval ging ein Wolkenbruch nieder, das Wasser drang in Keller und Ställe, das Kleinvieh mußte aus dem Wasser geholt werden. Tic Ufa glich im Nu einem reißenden Strom InSbcr - Wöll - stadt und an den Abhängen des Taunus wurde an den Saaten und den Obstbaumen erheblicher Schaden verur sacht. In Ilbeshausen wurde durch Blitzschlag die Hosreite des Landwirts H. Gans entzündet, sic brannte nieder In Ulrichstein wurde das gesamte Anwesen des K. Hohmann eingeäschert Außer den Gebäuden hat Hoff Mann nichts versichert. ( ) A u s dem Schwalmtal, IS. Mai Gestern nach mittag lobten in der Schwalmgegend heftige Gewitter mit starkem Hagelschlag und ivolkenbruchartigem Regen. In Singlis brannten mehrere Gebäude nieder, ebenso wurde auch in Neustadt ein Haus teilweise durch Blitz- schlag zerstört. vom Kometen UNS seinen vegleiterscheinungen. ' Gießen, 19. Mai. Derbes ürchteteWcltuntergang ist heute nacht -nicht cingctrcten: cs wäre ja auch gerade in dieser schönen Jahreszeit sehr schade gewesen. Als sich gegen Abend der Himmel mit einer grauen Hülle umgab, haben wohl viele non ihrer 9lbsicht, in der Nacht die Berge zu besteigen oder wenigstens oas Schlafgeinach zu verlassen, Abstand genommen, denn es sah doch alles gar so friedlich aus und kein v.enid) von Blausäure hat darauf hingedcutet, daß wir dem Homeien so nahe gekommen seien. Indessen, es gab doch .ilgsttiche Gemüter, die das böse Gewissen gepackt haben mag und ihre Sünden bereut haben werdet,. Jedenfalls nit cs in Gießen im Gegensätze zu anderen größeren Städten lehr still zugcgangcn. Es waren einige nächtliche Exkur- .innen aus den Scknfscnberg, Dünsbcrg und Gleiberg geplant । > wesen, die aber zum Teil unterblieben. So haben die t icsigen Fachgelehrten den in Aussicht genommenen Ausflug auf den Dünsbcrg unterlassen, als auf der Beob- »tchtungsstation der hiesigen Universität b.r Himmel fsich als zu sehr bewölkt erwies. Der Frank- fsurtcr physikalische Verein hat seinen Ausflug auf i'cn Fcldberg zwar unternommen, aber, wie uns mitgetcilt vnird, nichts gesehen. Auf unserem Schisfenbcrge waren drei Männer aus Gießen in der kritischen Stunde anwesend, das Ergebnis war auch hier negativ, wenn man von einer hchönen Maiglöckchen Ausbeute absieht, und auf dem Glei- B'crfl war, wie der Wirr Nicbergall uns auf unsere ilelephonische Anfrage miticilt, ein Automobil aus Gießen ungefähren, dessen Insassen einen Stern wahrgenommen haben wollen, der sich von Ost nach Nord bewegt haben -oll. Vielleicht haben aber die schwankenden Beobachter ihre eigene Bewegung mit her eines Sternes verwechselt, wahrscheinlich war ihnen nicht nur der Himmel benebelt Von auswärts sind uns folgende Nachrichten zugegangcn: Berlin, 19 Mai. Die aus allen Teilen des Reiches unt) aus dem Ausland hier vorliegenden Nachrichten über den Durchgang der Erde durch den Schweif des ttometen bestätigen die Voraussage der Sachverständigen, daß das astronomische Ereignis zu keinen nennenswerten Erschei nungen Anlaß gab. Tic Beobachtungen hatten allenthalben nur ein negatives Ergebnis. Wie amtlich initgeteill lvtrd, gab cs auch keine telegraphischen Störungen. Berlin, 19.Mai. Eine gcivaltigc Menschenmenge drängle sich gestern albens zu der Trcplowcr Sternwarte. um die etwaigen nächt lichcn Vorgänge zu beobachten, lieber dcr S ernwartc schweete seit Oem Nachmill.ig in einer Höhe von etwa dOO Metern ein .kleiner Fcssclballml, der die Lusleieklrizitot auinahm. Von der Ballon balle des „Berliner Vereins für Luftschiifahrt" stieg eine halbe Stunde vor Muiernacht Professor Ber son und Dr. W e i dert mit dem Ballon „Groß" und Professor Sührig und Professor Lüdening mit dem Ballon „Hildebrandt" auf. Die Fahrt tollte nicht in größere Höhen als etwa 5000 Meter gehen. Zum Schluß geben wir noch folgendes, uns von unserem -Mitarbeiter zugegangeue Gedicht wieder: Komctenlied. In den letzten Tagen und Wochen War die Menschheit wie von der Tarantel gestochen. Denn alles fürchtete den Kometen Und vcrjuckte die letzten Moneten. Man genoß das Leben in vollen Zügen Aus Ängst und — Vergnügen. Die Menschheit erbebte in Furcht und Zittern Und meinte, die Erde müßte zersplittern. Aber es kam — o du blaues Wunder — Nicht einmal ein Meteorit herunter — Denn der Komet war nicht, so pressiert Und hat die Venus ein bißchen poussiert. Bewaffnet mit Fernglas und Himmelskarte Zog man zum Schisfcnberg oder zur Warte — Aber der Haarstcru war nirgends zu sehen — Und die Erde wollte nicht uniergehen. Von Schweis und von Blausäure nirgends die Spur — Alkohol machte bemerkbar sich nur. Und heute ist alles, wie's gestern gewesen. In Ruhe könnt ihr die Zeitung lesen. Selbst der berühmte Mann an der Ecke Steht immer noch auf demselben Flecke Und weicht und wendet nicht vom Platze Und sonnt sich voller Vergnügen die Glatze. Die Kometengefahr ist glücklich vorbei. Umsonst war die Angst und das viele Geschrei — Die Sonne scheint, wie sic immer geschienen. Und allerorts sieht man fröhliche Mienen. Man lacht über all die falschen Propheten Und fürchtet sich — vor dem nächsten Kometen. (0crid)fsiaaL w. Kiel, 18. Mai. Vor der Slraskammer wurde heute gegen mehrere Teilnehmer an bei: Wahlrechtskrawallen in Neumünster verhandelt. Von den wegen Auflaufs bezw, tätlichen Angriffs und Beleidigung angeklagten fünf Arbeitern mürben zwei zu einem Jahre brei Monaten, einer zu einem Jahre vier Monaten unb zwei zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. w. Petersburg, 18. Mai. Das Bezirksgericht verhandelte heute die Duell-Affäre des gegenwärtigen Dumapräsidenten Gutschkow mit dem Grafen Uwarow. Es verurteilte Gutschkow zu vierivöchentlicher Festungshaft und Uwarow zu dreiwöchentlichem Arrest in der Hauptwache. Lllftschifiahn. Paris, 18. Mai Ter Minister der S?etfcnlTttbcn Ar* beiten, Miller and, crös'nete beute die Erste Lustschi sfahrts^ K'vnserenz. Mtllerand wies aut die iVolivendigLit Inn, für die Lustichistahrt ein Reglement aufzustellen. Die Teilnehmer an der >tonserrnz würden zahlreiche einander emgegenstehendc Forderungen auszualeich-en haben und bei der gegenwärtigen 9be-* gelung auä der Zukunst, die noch manche Ueberraschung aus dem Gebiete der Lustschiffahrt bringen wcrde.^Rechnung tragen miinau Auf der üonfcren; sind insgesamt 18 Staaten vertreten. Sport- Frankfurt a. M, IS. Mai. Priv Tel.^ Im inten nationalen Rugby-Fußballwctt spiel siegte der^Futz^ ballflub i? a r 1 c q u i r London über den Fußballklub ,rnutf» tuit a. M. 1880 nut 15:3. Bei Halbzeit stand das Spiet 0:0. Ä leine Taacothronit. Bei einem Brand in Adams Hotel in Vhönix wurdet nach einem Drahtbericiu aus ücewyork 30 Gäste vermißt: wah» scheinlich sstid sie v e r b r a n n t. In Pmardel Rio Wei'tindien^ erplodterte in der Ka^ ferne der Landpolizei Dimamit. Hundert Mcnsckien sollen ge< tötet und 50 verletzt worden sein In der Kohlengrube von Szaszvar ereignete sich beute eine Explosion schlagender Wetter. Vier Arbeiter tour« den getötet. 17 Arbeiter und Aufseher bcstndcn sich noch in der Grube. Das Dorf Koetsch in Südsteiermark ist abgebrannt Mehrere Personen wurden schwer verletzt. Wegen Unterschlagung von mehr als 10 000 Mark ist der Königliche Bauselretär L a u von der Kasseler Wasserbau^ Inspektion verhaftet worden. Aus dem Dnepr geriet ein von 9 4 Arbeitern besetztes Fahrzeug gegen ein Riff. 4 7 Personen sind ertrunken. üircbfitdhe Nachrichten. Dsraeiimdte HcligionsgcicUtd)aft Gottesdienst. Sabbat'eicr ani 21. M a i 1910: Freitag abend 7.55 Uhr. Samstag Dormttaq 8.00 Uhr. ^iachniillags 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 9.10 Uhr. Wochengottesbicnit: Alorgens 6.00 Uhr, abends 9.10 Uhr. Amtücher Wetterbericht. Oeff entliehe Wetterdien st stelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit gestern früh: lieber Nordosteuropa herrscht fortgesetzt hoher Truck, so baß bas heitere und trockene Wetter anbauert. Die heutigen Morgentemperaturen liegen bereits bei 20 Grab. Von bem westlichen Tiefbruckgebiet bringen jetzt kleine Ranbwirbel nach Deutschland vor und bringen stärkere Gewitterneigung. Wetteraussichten in Hessen am Freitag bem 20. Mai 1910: Zeitweise wolkig unb vielerorts Gewitter, anhaltenb warm. Märkte. 4- Lich, 18. Mai. Ter gestrige Viehmarkt war mit Schweinen gut befahren, ivenii auch nicht so stark wie am brüten Dftertagc. Tie Käufer, meistens kleinere Landivirte, mären zahlreich erschienen. Die Preise erreichten eine beträchtliche Höhe: 5 dis 6 Wochen alte Ferkel kamen bis zu 50—60 Alk. bas Paar, 3 bis 4 Monate alte Läufer 90—110 Mk. unb größere Einleger sogar 120—150 Alk. bas Paar, je nach Größe und Güte. Es wurde fast alle Ware adgesetzt. au§ statt. 2842 Todes Anzeige. Verwandten, Freunden und-gekannten hiermit die schmerzliche Mitteilimg, daß mein lieber Gattc, unser guter Vater, Sohn, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herr Karl Kreiling Bahnarbeiter nach schwerem, mit Geduld getragenem Leiden im 28. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Tit treucrnöcn Hintnbliebtncn. Wiescck, den 18. Mai 1910. Die Beerdigung findet Freitag den 20. Mai, nachm. 4 Uhr, vom Sterbehansc, Kornblumenstraße, Gießen, den 19. Mai 1910. 2835 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns betroffenen schmerzlichen Verluste und für die zahlreichen Blumenspendcn sagen hiermit ihren tiefgefühltesten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Margarete Seeger. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme von nah und fern bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters Herrn Thomas Schneider sagen wir innigsten Dank. Äroßh. Aktliarjats-Aff. Kcitzcr unb Frau Johanna geb. Schneider. M i ch e l st a b t i. Cbeniö., den 17. Mai 1910. 2841 Holzversteigerung. Im Gemeindewalb von Wißmar find etwa 100 Fm. Fichten Bau unb Schneibestäuime infolge Windiall abzugeben. Tie Stamme werden nut Motten der Gemeinde aufgearbeiict, sobald ein genügendes Angebot für sämtliche Stämme oder für einen Teil derselben abgegeben wird unb nehme ich Angebote bis 25. Mai einschl. entgegen. .Qroibori, den 1& Mai 191». Ter Bürgermeister. B r a u n. B‘’/5 Alice-Schule, Kirchstr. Die Schule beginnt nach den Pfingstferien wieder am 23. Mai und können Schülerinnen an dem Kursus für Bügeln und Kunstwäscherei sotvie für Sticken und sonstige Kunstarbcitcn teilnehmen. Der Schneiderkursus, der wegen Lchrerinnenwechsel verschoben werden mußte, beginnt auch an diesem Tage und werden Anmeldungen entgegengenommen. yi°/5)___________________L. Mocscr, Oberlchrerin. Grüserei-Verpachtung. Tamötag den 21. Mai l. Fö., vormittags lOV? übt, soll die Grasnutzmng an der Lahn in den Gemarkungen Gießen und Heuchelheim für daS lausende Jahr an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. Busamtnenkunst am rechten Lahnuser unterhalb der Wieseckmündung. Atainz, den 17. Mai 1910. Großh. Wasscrbauamt Mainz. I.V.: Becker. D18/s Mainzer Aktien Mer Vi Flasche 20 Pfg., Vs Flasche 10 Pfg. 2354 Gotthilf Röhrlc, kigvit-sts»« - JlflssHoMee. Von 30 Ztr. an frei vors Haus geliefert pro Ztr. 70 Pfg. Einzelne Zentner „ „ , u , , 90 , Einz. Ztr. 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