er: IX 'MK? roitbl[ ÄÄ. hcei(lerknr,to Jlnmclbungen cntg«, ^bcrlehreriu. [bett [tcn neuen Federn 0 IKLg 22.-jc äern gefüllt ) 4-40 6L0 L ( an v-M.lt.-an bis M. 220. feil Fernspr. 506 a 4 fi ****^*"4^*A**M igenheit! 3 J J uit vrMtdtne Äorb: ieu. 1'2774'1 Nähere-. h, Seltemt: sehe? S 30 Pfund trodtt i lewafchen, gebleicht ?c:- io fertig bis zum itete Pfuud 7 Pts. ! oerzinktenDrähMbti-e 118'tilg.) 2lb umeterj. ohnung durch lmieren d-, lt Mm i für Herren-W Telephon 4E ZsS-' ?#-** to an** ,||f. «»5*, »«$*** t und vE -jokeit' r. gclmtzmarto Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Die Trauerfeier in London. London, 17. Mai. Die Uebersührung der Leiche des Königs Eduard aus dem Buckingharnvalast nach der Deftrninsterhalle ift mittags tu der angelündigten Weise erfolgt. Zwischen 6 unb 8 Uhr morgen^ war die Umgebung des Palastes und die Mall dicht von Menschenmengen gefüllt. Inzwischen belebten die Garden "irt umflorten Fahnen und gedämpften Trommeln die Straßen, welche für die Prozession bestimmt nxircn. Ihre Scharlachuniformen standen im lebhaften Gegensatz zu dem Schwarz der in Lratnrkleidung gehüllten Menge. Um 12 Uhr 30 Min. begann das Trauergelaute. Unmittelbar hinter der Lafette mit dem Sarge wurde die Königliche Standarte getragen; dann folgte König io c o r g ganz allein, hinter ihm der Herzog von Cornwall und Prinz Albert, des weiteren zu je dreien die anderen «Fürstlichkeiten, io die Könige von Dänemark und N o r w e g e n , der -Verzog, von Sachsen Koburg und Gotlw, Großfürst Michael Ulerandro- witsch und andere. Ten Schluß des Leichenzuges bildeten Wagen mit den fürstlichen Damen. Zn dem ersten Wagen saßen die Königin Alexandra, die Kaiserin-Mutter von Russland und die Prinzeß-Ropal, Prinzessin Victoria; ini zweiten Wagen Kvmgin Mary, die Königin von Norwegen, die Prinzessin Mary und Prinzessin Menry. In wetteren sieben Wagen folgten die an-, deren fürstlichen Damen. , . Bei der Ankunft vor der Westminsterhalle wurde der Sarg von dem Erzbischof von Canterburn und dem Lord-Großkäni vierer, Earl Marshal Mr. Harcourt, empfangen. Nachdem der' Sorg auf denKatasall gestellt worden war, begann derGedacktnisgott^dicnst. Zn der ersten Reihe gegenüber dem Sarge standen Asquith und Balfour nebeneinander. Inzwischen wurde die große Treppe, welche vor dem Parlamcntsgcbäudc ui die .Halle hinabsührt, von den Sängern der königlichen Kapelle und dem Chor der West- minsterabtei besetzt. Dann zogen die LordS, an ihrer Spitze der Lordkanzler Erzbischof von York, in feierlichem Zuge in die Valle cm und nahmen ihre Plätze gegenüber den Mitgliedern des Unterhauses ein. Als der Sarg, dem der Erzbischof von Canter- burh voranschritt, in die Halle getragen worden war, kam bic Königin Alexandra, gestützt auf den Arm des Königs Georg. Zur Linken der Königin Alexandra schritt die cm enn-Mutter von Rußland: unmittelbar hinter ihnen die Königin Martz mit dem jungen Herzog von Cornvall und der Prinzessin Viktoria. Hierauf folgten die anderen fürstlichen Damen, die Könige von Norwegen und Dänemark mit dem Herzog von Conuaught und den übrigen hohen Leidtragenden. Die Prozession stockt einen Augenblick, während dessen der Sarg auf den Katafalk gesetzt und die Kroninsianien auf ihn niedergetegt werden. ä.ann nahm der König, die Königin Martz und die Kaiserin-Mutter gegenüber dem Sarge Platz, die Königin Alexandra zur <2Cite des Sarges, die anderen Fürstlichkeiten gruppierten sich hinter dem Katafalk. , , . , . Der Erzbischof von Canterburtz hob in ferncc Trauerrede hervor, was König Edward für das britische Rech getan hat. Nach Schluß des Gottesdienstes kniete die Königin Alexandra in stillem Gebete vor dem Sarg nieder, daun hob der König seine Mutter auf und führte sie und die Kaiserin-Mutter hinaus. Alle fürstlichen Leidtragenden fuhren in den Palast Von 3 bis 4 Uhr nachmittags herrschte in der Westminster- Halle feierliches Schweigen. Der Sarg ruht auf dem Katafalk unter einer reich verbrämten Atlasdecke. An seinen vier Ecken stehen königliche Leibgardisten, die Hellebarde in de, Hand. Am Kopfende des Sarges brennen in vier Kandelabern 16 grotze Kerzen. Nur ein einziger Lorbeerkranz schmückt den Sarg. Lonst ist von Blumen nur der prächtige Kranz des deutsche it Kaisers zurückgeblieben, der an einem der vielen Denkmäler in der Halle niedergelegt ist. Von vier Uhr au begann der V o r - Übergang des Publikums, das in Reihen von je vier und vier zugelassen wird. Gegen drei Uhr standen wenigstens 30 000 Wartende vor der Halle und noch viel mehr standen bet de'- Westminsterabtei und der Wcstminsterbrücke und am Themsekai. Neuorganisation des hessischen Finanzwesens. Wir erhallen folgende Zuschrift, die sich mit der aud) bon uns kurz mitflcteilten Frage der Einbeziehung der Steuervcrwoltung in bic Kreisverwaltung befaßt: Die verschiedenen Blättern zu entnehmen fvar, sollen vor einigen Tagen die Vorstände der hessischen Finanzämter in Frcutkniri a. M. zusammengesommen sein und sich hierbet gegen die Einbeziehung der Sieuerverwaltung in dte Krets- verwaltung ausgesprochen haben. Nach einer in der „Darmstädter Zeitung" erschieiienen Notiz hat der Finanzminister die Absicht nicht geäußert, die Finanzämter mit den Kreis- ämtern zu vereinigen. Immerhin läßt sich nicht von der Hand weisen, daß eine solche Vereinigung manche Vorteile hätte, die Verwaltung vereinfachen und zur Kostenminderung beitragen würde. In Preußen besteht eine solche Vereinigung und hat sich) dort gut beivährt. Für die Einwohner eines Kreises ist es von größtem Mert, daß ihre steuerliche Leistungsfähigleit von einem Beamten, der mit allen Selbstverwaltungsorganen des Kreises durch bin Vorsitz in den Selbstverwaltungseinrichtungen in engster Fühlung steht, beurteilt wird, weil.ein solcher Beamter durch seine Sicklung und Tätigleit Kenntnisse und Voraussetzungen für eine solche Beurteilung erhält und mit sich bringt, die ein anderer Beamter int Kreise gar nicht haben sann Andererseits hat aber auch der Staat selbst das größte Interesse, daß bte Kenntnisse des Kreisrats über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreises und der gesamten Krcisbevölkerung, sowie der Gemeinden richtig vcr- maltct und nicht, wie dermalen der Fall, in finanztechnischer Hinsicht nicht auFgenicht werden. Eichicht eine solche Ausnutzung, so liegt auf der .Hand, daß, aogesehen von Geschästs- veceinfachungelt unb Kosten er sparnis s en, auch eine wesentliche Verbesserung der Art unb Weise ber steuerlichen Verwaltung, an ber gerade die Gemeinden, deren Ausfichts- organ ber Kreisrat ist, ebenfalls ein sehr große sJn- t e r e s f e haben, l-eröcigeführt werden tonnte. Die Kreis- verivattung wäre sicher auch vorzüglich in der Lage, die oberste Finanzvcrwaltung stets darüber zu informieren, welche Str Hingen Steuerveranlagungen, SteuererHöhung en nfir. in der einen und anderen Richtung auf die Bevölkerung und das Wohl der Gemeinden haben. Wenn aber wirtlich, wie in öffentlichen Blättern &u lesen war, bei der oben erwähnten Versammlung geäußert worden sein sollte, bic Vermaltnngsbeamten der Kreisämter seien „juristisch lralbgebildere und steuerlich nicht gebildete" Beamte, so ist das ebenso verwunderlich wie unrichtig. Wer eine solche Aeußerung getan haben würde, beweist, daß er dem öffentlichen Leben fern steift und die Tätigkeit unserer Kreisämter vom bureaulratischcn Gesichtspunkt aus beurteilt. Jeder, der sich einmal mit der Rechtsprerlfung auf dem Gebiete der Vcrwaltungsgcsehgebung beschäftigt hat, weiß, welche Anforderungen an die juristischen Kenntnisse unserer Ver- waltnngsbeamten gestellt werden, bic la auch das gleiche Staatsexamen wie die Richter ablegen müssen. Genügend' ist auch bekannt, daß sich unter unseren Kreis-Berwaltungöbeamten ganz vorzügliche Juristen befinden, bic ihre juristische Befähigung doch auch foritvährcnd vor den Augen der Bevöllerung in ber Ocffentlichkeit bartun müssen. Au tz erb cm haben bic Kreisämter bekanntlich die ganze zbommunalfinanzverwaltung zu beausfichtigen, wobei sie doch auch bic steuerlichen Verhältnisse kennen unb beurteilen sollen, was ihnen aber durch die jetzige Gesetz- gebung recht erschwert wird. Gerade das sollte geändert werden. Geschieh! das aber, bann werben auch bic Krcis- vcrwaltungsbcLmlen rücksichtlich ihrer steuerlichen Kenntnisse sich bald auf der Höhe befinden tonnen, zu ber zu gelangen sie zurzeit lediglich die Sragnisation der Steuerbehörden ab hielt. Der Verwaltungsgerichtshoj ist überdies ja jetzt schon das oberste Gericht in Steuersachen, also ein Beweis, daß die Steuerfache eine Verwaltungssache ift. Auch an ber Spitze des Finanzministeriums und damit des Hess. Steuerwescns steht ein früherer Kceisverwaltungs- beamter. Mit solchen Gründen, wie die oben erwähnten der Finanzbeamten, bic lebiglich aus einem hier nicht in Betracht kommenden, sonst ganz löblichen Stanbesbewußt sein hervorgehen, läßt sich das Zweckmäßige der bewegten Neuorganisation nicht abweisen, unb man sollte wenigstens mit ihnen nicht vor die Oefsentlichkeit treten. Die Zweckmäßigkeit, daß die Finanzämter in Hessen ihrer seitherigen mehr bureaukratischen Organisation entkleidet und in organische Verbindung mit der Kreisverwaltung gebracht worden, bleibt nach wie vor bestehen und liegt im Interesse des Staates und des Publikums. Nicht einmal bic Bezirke der Finanzämter stimmen in Hessen zurzeit mit den Kreis- bezirken überein, ein Mißstand, ber einen UebcrMuf über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Kreise außerordentlich erschwert und der recht bald beseitigt werden sollte. (Ein Handschreiben de; Naher; an die venedittiner. Das große Interesse des Kaisers für bas religiöse Orbenswesen geht wieder aus folgendem .Handschreiben hervor: Köln, 17. Mai. Bei ber heute nachmittag statt - gehabten lieb ergäbe des vom Kaiser der Erzabtei Beuron geschenkten Bronzekreuzes überreichte der Fürst zu Fürsten- berg dem Erzabte Schober ein Handschreiben des Kaisers, bas nach der „Kölnischen Volkszeitung" folgendermaßen lautet: „Hochwürdiger Herr Erzabt! Um Ihnen und der Benedik tinergenossenschaft einen neuen Beweis meiner Anerkennung und Wertschätzung au geben, habe ich mich in Gnade bewogen gefunden, ber Erzabtei Beuron ein Kunstwerk, ,,Christus am Kreuz", in Bronze zu stiften und meinen Oberstmarschall, den Fürsten zu Fürftenberg, mit der Uebcrgabe desselben zu betrauen. Mit der Wahl meines Geschenks hoffe ich Ihnen eine besondere Freude zu machen, ist es doch dasjenige Sinnbild, zu dem beide Konfessionen mit gleicher Verehrung aufblicken und, von dem für die ganze Menschheit ein unermeßlicher Segensstrom ausgegaugen ist. Möge das Kreuz auch in Ihrer Erzabtei reichen Segen stiften und allen Gläubigen, die vor ihm in Demut die Knie beugen, Kraft und Trost aus der Höhe spenden. Ich verbleibe Ihr wohlgeneigter Wilhelm." Beuron, 18. Mai Bei der gestrigen Ueberreichung des vom Deutschen Kaiser den Benebittinern geschenkten Monumentalkreuzes füllte Fürst Max Egon von Fürstenberg u. a. aus: Der Kaiser wünsche, daß der Orden sowie das ganze katholische B o t k in der Ueberreichung des Geschenkes ein Zeichen seiner besonderen Huld sähen. Der Kaiser habe den gekreuzigten Heiland deswegen gewählt, weil zu ihm alle Christen, ohne Unterschied ber .Konfession, betenb ausblicken; der Kaiser wünsche, baß alle sich im Kreuze fänden. Är. 113 Erstes Matt 160. Jahrgang Mittwoch 1^. Mai 191« ___ ,_ yezngSprets: Der «eö»er Injdftr M M monatlich75Visiertet- »Gießener AineigerW KL». 772”WM? •sssg General-Anzeiger für Oberhessen für bte Tagesnummer Hotationsbrud imd DerlM der vriihl'schen Umv.-Vuch- Bub Strmdruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition and vrnckerei: Schnlstrahe 7. A°zei'genteü? H. Beck. bis vormittags 9 Uhr. _______________ .. Gicszerier Stadttheater. Die geschiedene Frau. Bon Viktor Leon. Musik timt Leo Falk. Die erste Abonnements-Vorstellung brachte uns eine gute Aufführung von Leo Falls prickelnder Operette: D'.c geschiedene Frau, die seit ihrem Erscheinen über alle Bühnen golft und das Publikum offensichtlich in hellste Freude versetzt. Auch hier ward dem leickften Werkchen ein voller Erfolg bcschiedcn, und bic Zuschauer gaben ihrem Vergnügen so lebhaften Ausdruck, daß mehrere Lieder, lvie das sattsam bekannte: Kind, du kannst tanzen, wie meine Frau! — das graziöse: Man steigt/nach! u. a. wiederholt werden mußten. — Das Stück beginnt mit einer Gerichtsverhandlung, in ber die Ehescheidung des Hofsekretärs van Lysseweghe verhandelt wird. Er ist auf der Reife von Nizza nach Amsterdam mit einer Tante, einer Anhängerin ber freien Liebe, zusammen „im Schlaf koupe" gefahren — weil das Türschloß in Unordnung geraten mar; aber den unglücklichen Zufall glaubt ihm nicmanb, und die Ehe wird geschieden. Nach entern Vierteljahr kündet der Vater der geschiedenen Frau seinen Besuch an, und um ihn über die Lage zu täuschen, vereinigt sich das geschiebene Paar vorübcrgehcnb wieder. Nach allerlei' scherzhaften Abenteuern findet es sich aber wieder endgültig zusammen und ber Gerichtspräsident heiratet die Anhängerin der freien Liebe, die sich rasch bekehrt hat und nun gleich den anderen jungen Pärchen das höchste Liebesglück in der Ehe sieht und findet. Nebenher geht noch eine Reihewon vergnüglichem Beiwerk, das zur.Heiterkeit ber Zuhörer nicht das wenigste beiträgt und bic Lachlust an regt. Die Aufführung, die sich durchweg unter einem recht glücklichen Stern bewegte, hatte, wie schon erwähnt, einen vollen Erfolg und hielt die Zuschauer in bester Laune. Marta Werten fang und spielte die geschiebene Frau mit Temperament unb Hingabe unb wurde im Verein mit Karl Melzer, der ilyrcn Gatten mit angenehmer Würde aus- stattete, mehrfach hervorgerufen. Nicht geringeren Beifall fand Alma Walls mit ihrer graziösen, lebendigen Dar fteflung Gondas, der Anhängerin der freien Liebe, und im Verein mit Josef Feri), der den akademisch gebildeten Schlafwagenschaffner mit gutem Humor roieDergao, errang sic mit dem neckischen Lieh: „Man steigt nach" einen sehr starken Erfolg. Eine sehr schöne, gm überlegte Figur bot Kurt Schön selber, ber auch die Leitung ber Vor- ftellung in toänbcn hatte, als Gerichtspräsident. Richard Hel sing spielte den Schwiegervater etwas überhöht, aber recht ansprechend unb sand ebenso wie der übereifrige Beisitzer Ruiterssplat von Walter Panitz einen dankbaren Zuhörer kreis. Recht gefällig war ber Holzschuhtanz tut 3. Aufzug, den die Ballettmeisterin Anny von ber Veer eingerichtet hatte. Auch die äußere Einrichtung ber sieghaften Operette ließ nichts zu wünschen übrig, und das Orchester tat unter Herrn. Weinacks Leitung sein bestes, um der stellenweise sehr ansprechenden und melodiösen Musik, die ja schon allgemein bekannt ist, gerecht zu werden, so daß die geschiedene Frau auf der ganzen Linie auch für Gießen einen vollen Erfolg bedeutete. N. — Tas Multatuli-Iubiläum in Holland. Aus Amsterdam wird uns geschrieben: Von der Außenwelt wenig beachtet. bat man hier vor wenigen Tagen feierlich die Wiederkehr des Tages begangen, an dem vor 50 Jahren Domves Dekkcr unter dem Namen Multatuli sein berühmtes Buch „Max Havelaar" der Oefsentlichkeit übergeben hat, in dem mit bitterer Ironie das Ncgimc in den holländischen Kolonien gegeißelt wurde. Die Erinnerung an jenen Tag wurde durch eine Multatuli-Aus- steUung und durch Theaterausführungen ; feiert. Bekannt iü, daß Touwes Detter stets in sehr bedrängten Verhältnissen gelebt hat, weniger bekannt dürfte aber sein, daß, wie das „Handelsblad" mitteih, auch der ^,Max Havclaar" weniger aus lieber- zcugung als aus einer Ueberrcizung, die ber beständige Geldmangel des Verfassers zur Folge hatte, geschaffen worden ist. Tas Blatt sagt: „Bei seiner Rückkehr ivon Indien^ hatte Douwes Tetier keine Lckmlden. Er hatte 2700 Gulden UrIaubsgehalt und außerdem 5000 Gulden gespart. Aber als die Famüie, die inzwischen uni ein Kind vermehrt war, sich 1855 nach Indien ein schifste, machte sie Gebrauch, und Mißbrauch von allen Gelegenheiten, um Vorschuß zu bekommen aus das Urlaubsgchalt und selbst aus das in Indien zu erwartende Gehalt. Tie Rückkehr geschah aus Not. Touwes De'ker wollte in Leiden Philologie und Jus studieren und bekam das dazu nötige Geld nicht. Nun suchte Detter Geld an der Spielbank z» gewinnen, wodurch sich seine Lage noch mehr verschlechterte. ?lls er nach Indien zurückkehrte, hatte rr seine Illusionen, seine Ruhe und seinen Kredtt verloren. Alle diese, durch Tr. Joost van Bollcnhoven gesammelten und erläuterten Tatsachen sind erst in der letzten Zeit bekannt geworden. Ter unfteiwillige Urlaub etHärt Detters Ueberrcizung und die Ueberrcizung erfiärt den „Max Havelaar". Als wir „Max Have- laar" gelesen hatten, glaubten Dir, es seren die Leiden der Javaner und das „zum Himmel schreiende Unrecht", wie T. von Hall sagte, die das edle Emvftnden eines furchtlosen und selbstlosen Poeten zur Wallung brachten. Wir sehen jetzt, daß im Grunde genommen Geldmangel den „Max .Havelaar" erklärt. Natürlich war Touwes Teller nach „Max .Havelaar" ein verlorener Mann. „Aber seine scharfe Vernunft, seine hämischen Bisse nach der Regierung Indiens, sein unbändiger Stil, ließen ihn den Helden der Jugend, ohne Achtung vor Traditton, sein." — Amundsens geplante Nordpolarexpeditiom Dem „Globus" zufolge haben Amundsen und das Teparttnent of Terreftrial Magnettsm des Earnegie-Jnstituts ein llcbcrein« kommen bezüglich eines Zusammenarbeitens auf magnetischem Gebiete getroffen. Tie Expedition soll in diesem Sommer mit dem. „ffram" Norwegen verlassen und ihren Weg um Kap Horn nehmen. Unterwegs sollen ozeanographische Untersuchungen im Südatlantischcn und im südlichen Großen Ozean ausgesülxrt werden, so daß sie im Sommer 1911 in Fan Francisco anlangt- wo die Ausrüstung des Schiffes für feine Nordpolsahrt, eine auf vier Jahre veramchlagte Trift durch das- Polarbecken, vollendet werden soll. Die Kosten der Instandsetzung der „Fram" waren von der norwegischen Volksvertretung bewilligt worden, die Uebernahme der Löhnung für die Besatzung für die Tauer der Expedition hat sie aber abgelehnt. >— Preisausschreiben. Seit langem schoti hat die Frau sich Arbeitsgebiete erobert, die ehedem fast ausschließlich Männern Vorbehalten waren. Ties bedingte naturgemäß vielsackie Aendemngen in den bisherigen Ansck)ouunge>i und der Lebensweise der berufstätigen Frauen: aber gerade da, wo sie am ehesten nötig warm, in der Arbeitskleidung, war ein Wandel am wenigsten zu verspüren. Wer da weiß, welchen Schädigungen der weibliche Körper durch unzweckmäßige Kleidung ausgesetzt ist, wird deshalb jede Bestrebung sreudig begrüßen, die auf eine Besserung dieser Verhältnisse hinzielt. In anerkennenswerter Weise hat nun zu diesem Zweck' die Redaktion ber bekannten Frauenzeitschriften „Tic Modenwclt" und deren im farbigen Gewände erscheinendes Schwesternblatt, die „Jll. Frauen- Zeitung" IF. Bruckmaiin A.-G., Berlin W. 35) ein Preisausschreiben erlassen, in dem für einwandfreie Frauen-Arbeitskleidungen mehrere hohe Geldpreise ausgesetzt find. Ein? Anzahl herrorragennder Hygieniker, Künstler, Beamter, berufstätiger Frauen usw. bilden das Preisgericht, so daß in Verbindung mit ber großen Verbreitung bieser besten unserer Mode- und Frauenblätter ein gutes Ergebnis zu erhoffen steht. Tie preisgekrönten! Mobelle und solche, die allgemeiner VeachMng wert sind, sollen in der nächstes Jahr in Tresdcn stattfindenden Hygieneausstellung' ausgestellt werden. — Die näheren Bedingungen für das Preisausschreiben sind in den neuesten Nummern der „Modenwelt" und „Illustrierten Frauen-Zeittmg" veröftentlicht. Die Abordnungen d - deutschen Heeres und »er Flotte, die zu den Rejseftungsseierlichkelten hier ein« letroflen sind, wurden von ?Irmeo und Marineoffi-ieren, die hnen während ihres Auscnthaltes -ucrteilt sind, am Bahnhose »mpsangen. Politische Tagesschau. Untcrstühunq der Tabakarbeiter. Wie die „Suddenlschc Tabakzeitung" meldet, wird sich c£t der Bundesrat mit der kuusUgen 6-cstaltung der Unter- Nützung der durch das Tabaksteuergesetz arbeitslos gewor icncn Tabakarbeiter und der durch das neue (Gesetz 'tivas stark geschädigten kleineren 'jigarrenfobri anteu befassen. Vorher wird im Reichsschatzamt am J9. und 20. yjlai eine u 0 nfercuz mit den Vertretern der Tabakindustrie und der Tabakarbeiter-Or- ^aniftitioneii stattsinden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der iy< Millionen Fonds noch weiter erhöht werden müssen, umsomehr, als man sich in Rcyierungs 'ireisen jetzt doch dazu entschlossen hat, auch diejenigen Tabakarbeiter zu unterstützen. Die vom Militär entlassen wurden und keine Stellung finden konnten. In diesem Sinne ist soeben folgender Erlaß ergangen: „ES tfl angcoronet worden, daß den im verbst 1908 und 1909 vom Militär entlassenen Tabakorbeitcrn, denen zurzeit die Unterstützung verweigert worden ist, diese Unterstützung aus Ansuchen aus Billigkeitsgründen nachträglich gewährt wird. Dabei wird angenommen, daß diese Arbeiter bet der Wiederaufnahme ihrer alten BerusStotlgkeit nach der Entlassung vom Militär ■Au der Erwartung berechtigt waren, dass die Beschäftigung eine dauernde sein merbe, und datz sie bereite wieder einige Zeit be- schäsligt waren, bevor die ArbeüSlosigkeit cinectrctcn ist" • Zur Lage der Zündholzindustrie führt der Bericht des Vorsteheramtes der Kaufmannschaft zu Danzig folgendes auS: „Die 2ogc der Zündhoizinduftrie hat sich gegen das Vorjahr wiederum verschlechtert, wozu die Annahme des Zündholz st e u e r g e s e tz e s in erster Linie beigetragen hat. Seit Bnbli- katrmi des Gesetzes am 12. Zuli bis zum Znkrafttreten am J. Oktober sind alle Betriebe bis zum äußersten angespannt gewesen. Meine Fabrik konnte die Anforderungen, die wegen der lausenden Schlüsse gestellt wurden, ersüllen. Tie Rachfrage war eine ungeheure, und infolgedessen erreichten die Preise eine noch nie gehabte Höhe. Unsere inländische Industrie chatte leider keinen Nutzen davon, da wohl die meisten Fabriken chre Produktion zu billigeren Preisen verlauft haben. Infolge des zu wenig erhöhten Einfuhrzolles ist ganz Deutschland mit ungeheuren Mengen f rem der Fabrikate überschwemmt worden. Die Monsumenten haben ihren Bedars ans Jahre hinaus gedeckt Ein Rückschlag nach dem I. Oktober war daher zu erwarten und ist bereite eingetreten. Das hiesige Unternehmen hat den Betrieb bis zur Halste der Leistungsfähigkeit eingeschränkt: ein großer Teil alter Arbeiter ist entlassen worden. In beteiligten Mreisen wird angenommen, daß die Industrie einer noch viel traurigeren Zeit entgegengeht." ' Es tv-ird wohl nicht au5Meiben, das; sich die Zündholz industrie in festen Formen organisieren wird. .Wein Produkt eignet sich tvegen seiner Gleichmäßigkeit mehr zu solchen Zwecken. Deutsche» Aeich. Tür Kaiser besuchte am Dienstag nachmittag den Reichskanzler und nahm den Tee bei ihm ein. Abends i[t der Kaiser nach Vlissmgen abgereist. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Der Minister -der öffentlichen Arbeiten setzte einen aus Ijblycren Beamten bestehenden Ausschuß ein, der sich bei neu zeitlicheingerichtetenprivaten industriellen An- 'lagen und bei Staats- oder Reichsbetrieben darüber unterrichten soll, iinuiclvcil die dort getroffenen wirtschaftlichen Einrichtungen, insbesondere die Behandlung der Kontrolle über die Materialien, das Lohn und Rechnungswesen, die Wohlsahrtseinrichtnngen und die Korrcspondenz- Erledignng ,;ur Einführung bei der preußisch hessischen rtaatseisenbahn geeignet sind. 2luslatib. Aus Paris wird gemeldet: Präsident Falliöres hatte am Dienstag mit dem König von Spanien auf dem großen Ringbahnhose von Reish-Leroi eine halb -st ü n d i g e Unterredung. Aus Saloniki lvird gemeldet: Zlvischen den von der Geistlichkeit beeinflußten Arnauten und Torgul Pascha wurde mit Zustimmung des Krtegsministcriums Vereinbart, daß die Bevölkerung nicht durch die Truppen entwasfnet werden soll. Die albanefischen Ra- talx'ln haben die Verpflichtung übernommen, sich die Waffen durch die Lrtsvorsteher abnehmen und Torgnt Schcfket Pafcha anslicfern zu lassen. Die Regierung hat versprochen, die Wassen dem Volke wieder ansznliefern, sobald ein dringender Anlaß dazu vorläge. 33 Rebellen führ er wurden bisher festgenommen und in Verisovitz vor das ttricgö* gericht gestellt. Aus Peking wird gemeldet: Unter den Einwohnern der Provinzen Kiangs», Tschekiang und Hunmi sind erneut Unruhen ausgebrvchen, die sich gegen die Behörden richten und auf Mangel an Nahrungsmitteln zurückzusühren sind. Die Bewegungen stehen untereinander offenbar in keinem Zusammenhänge. Sie sind nicht sehr heftig, haben jedoch die Zentralregierung in große Unruhe versetzt. Aus Li in a wird gemeldet: Man befürchtet den Ausbruch eines Krieges zwischen Peru und Ecuador. Man nimmt an, daß Ecuador ans die Unterstützung von Chile und Coloinbien rechnet und die Feindseligen eröffnet, doch hofft inan noch, daß sich die Mächte vereinigen, um einen Zusammenstoß zu verlyinbern. —---------- Heer und Flotte. Die Bereinigung zur Schmückung und fort- dauernden Erhaltung der Kriegergräber und Denkmäler bet Mctz erläßt au die Kriegsteilnehmer von 1870/71 einen Aufruf, dem wir folgende Stellen entnehmen: Zum vierzigstenmal wird der Augustmond an unsere Herzen pochen mit feinen hehren Erinnerungen an die stolzen Heidentage von Weißenburg, Spichern und Wörth und an die Ruhineükeite jener schweren, opferoollen Kämpse um den Besitz der Feste Metz al« Vorspiel unb Unterpfand des endlichen Sieges. Diese niivergeß- lichen Ruhnieülage dev Augusl, die hier ja alliährlich, im Anschluv an die allgemeine SchmtictUng der Kriegergräber und Denkmäler de« weiten Schlachtengefildes um Metz, auf den blutgeträulien Feldern von (Äravekotte schlicht und pietätvoll begangen iverben, sollen diesmal in dem größeren Rahmen eines allgemeinen Deutschen Beteranen-Eedenkfesleö gefeiert werden, zu dessen Vorbereitung und Dtirchsührung die /Vereinigung zur Schmückung und fortdauernden Erhaltung der Stricgcrgräbcr und Tenkinäler bei 'Metz- und der .Elsaß-Lothringische Üriegerlaudesverband- sich gleichftrebend ver winden haben, tso rüsten wir denn zu einer großen, allgemeinen Veteramm-Feier für diese« Jahr. Das Programm, das rechtzeilig bekannt gegeben werden wird, soll die Tage vom 14. August cholombey) bi« zum 18. August (Äraoelvltc und St. Privat) um* lassen und jeden von euch zu den liebsten Stätten seiner Erinnerung führen, einem jeden Gelegenheit geben, sich davon zu überzeugen, daß die Denkmäler der deutschen Ruhmestaten und die Graber seiner Kameraden, wie derer, die ihnen einst feindlich gegenüber» standen, in treuer Hut sind für jetzt und alle Zeit. Eisenbahn- und SchissLUnsälle. Zwickau, 17. Mai. Boi der Station Adorf im Vogtland fuhr gestern nachmittag 3 Uhr 45 yjeinuten der 11-Zug 188 Leipzig Eger infolge falscher Weichen stellung aus eine aus dem Rebengleis stehende Wagengruppe. NeunWagen wurden zertrümmert. Personen sind nicht verletzt. Der I)-Zng konnte nach 57 Minuten Verspätung die Fahrt sortsetzen. Eislebcn, 17. Mai. (Amtlich.) Kurz nach 9 Uhr 30 Minuten abends entgleiste gestern dcrDurchgangsgüter- z u g 6 7 9 1 mit Lokomotive und 25 Wagen zwischen Eisleben uno Voelpke infolge Unterspülung durch einen wolkenbruchartigen Regen. Beide OHcifc sind bis aus Weiteres gesperrt. Reisende nach Voelvkc, Osfleben und Schöningen werden Über Helmstedt befördert. Zwei Schaffner wurden verletzt. Spandau, 17. Mai. (Gestern abend VrIO Uhr kam der vollbesetzte Dampfer „Leopold von Ranke" von Potsdam die Havel heraus und versuchte die geschlossene 'Drehbrücke der Lehrter Eisenbahn zu passieren. Dabei rannte er sich fest, wodurch der Schornstein mit dem Dampfrohr eingedrückt wurde. Infolge des (Geräusches, das der ausströrnende Dampf verursachte, entstand eine furchtbare Panik. Männer und Frauen schrieen um Hilfe, so daß von allen Seiten die Polizei und andere Leute hinzukamen und die verzweifelten Menschen herausholten Einzelne Personen, namentlich Männer sprangen über Bord und wurden von den in der Rühe liegenden Dampfern ausgelesen. Anscheinend sind weder schwere Verletzungen noch Todesfälle vorgekommen. Einzelne Frauen erlitten Nerven- choes. Nach ungefähr zweistündiger Arbeit wurden sämtliche Personen durch Boote oder über die Eisenbahnbrücke herausgeholt. Der Dampfer mußte bann mit Wasser gefüllt werden, um unter der Brücke fortzukommen. Gegeni 1 Uhr nachts war die Passage frei. Die Dampfergesellschast teilt hierzu mit, daß infolge des Unwetters jedenfalls die Signallampen der Brücke nicht in Ordnung gewesen seien. Menschen sind nicht verletzt worden. Aus Stadt und Land. Gießen, 18. Mai 1910. ** Neuer Konsul. S. K. H. der Großherzog ha dem Herrn Karl Sichel in Mainz das Erequatur als Konsu der Republik Guatemala in Nlainz erteilt. ** Der ftomet und das Wetter. Die hiesige Wetterdienststelle schreibt uns: In einer größeren Tageszeitung wird in Zusammenhang mit dem bekannten Astronomen Geheimrat Förster die Behauptung ausgestellt, daß die (Gewitter der letzten Tage auf eine Einwirkung des Kometen zurückzuführen seien. Es ist notwendig, dieser Behauptung, die jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt, und in weiten Kreisen der Bevölkerung nur ganz falsche Vorstellungen erweckt, scharf cntgegcuzutreten. Die (He- wittcr waren eine Folge der in Europa herrschenden Druck- vertcilung. Gleichzeitig hatten weite Gebiete Europas das herrlichste Wetter. Die Bewohner Schwedens, Norwegens und Rußlands werden jedenfalls anders über den Kometen denken. Sie werden ihn mit besonders ruhiger und heiterer Witterung in Zusammenhang bringen. Anderseits wird England die schon seit Wochen über dein westlichsten Teil von Europa herrschende kühle Witterung auf den ftometen ^u rückführen. Das Wetter der Erde tritt uns an einem bestimmten Tage in allen Formen entgegen und wird von ganz anderen Ursachen bestimmt, als einem .Kometen. Geheiinrat Förster behauptet das auch gar nicht, er jagt nur, daß in der Nacht, in der voraussichtlich der Durchgang der Erde durch den Schweif erfolgt, also in der Nacht vom 18. zum 19. d. Mts., vielleicht Gewittcrerschei- nuuflcu, wahrscheinlich aber nur Störungen des Telc- graphcndienstcs cintrclcn können. Dabei ist aber immer uoch vorausgesetzt, daß die Theorie, die die Bildung des Kometenschweifes auf elektrische Kräfte zurückführt, tatsächlich richtig ist, was aber »och lange nicht feststeht. Die allgemeine Druckverteilung über Mitlcldcntfchland zeigt noch kleine Randwirbel, die hier und da in den nächsten Stunden noch einzelne Geivitler bringen können, aber das würde auch ohne den Kometen cintrclcn. ** Die Sichtbarkeit d e s Kometen wird sich jedenfalls nur auf ein geringes beschränken.und höchstens in der kommenden Ncrchc zwischen 3 und i/24 Uhr möglich feilt, da vorher der Mond noch am Himmel steht unb nachher die Wirkling des ausgehenden Soiiuculichlcs schon zu park ist. In der heutigen Nummer der Familwnblätter veröffentlichen wir einen ausführlichen Aussatz über das, was uns der Komet bringen >vird. Der Kornel steht am nördlichen Sternhimmel, ziemlich dicht am Horizont und wird deshalb quch wegen des Dunstes nur schwer bemerkbar sein. -Bon der Bauarbeiter-Aussperrung. Der Arbeitgeberverband hat unferen Schlachthofs-Neubau freigegeben, so daß die daran beschäftigten Maurer und Bauhilfsarbeiter von ihrem seitherigen Meister loeiter beschäftigt werden. Wie wir »veiler feststellen konnten, arbeiten die Maurer an zwei Bauten der Ederstraße und au einem Bau der Walltorstraße ebenfalls loeiter. Die organisierten Maurer sollen sich jedoch weigern, an Bauten zu arbeiten, wo auch unorganisierte Kollegen beschäftigt werden. " Im Kolosseum wird das neue Mai-Programm von durchweg guten Kräften bestritten. Besonders interessieren im ersten Teil Herr Gustav Fuhrmann, ein ausgezeichneter Humorist, der mit seiner Darstellung eines Betrunkenen viel Beifall fand; dann die beiden Darlingtons mit ihren ge- chickteii Niusikalischen Darbietungen, sowie die Phantasie- Tänzerin Mlle. d'Altide, die mit viel Temperament ihre effektvoll und hübsch ersonnenen Tänze bietet. Ebenfalls großen Erfolg erzielte Herr Alfred Richter vom Berliner Bunten Theater mit seiner Rezitation deö eindrucksvollen Ge- dichtes „Jrauenehre^. Beifällig oufgenüinmen wurden auch die amüsanten Couplets der beiden Soubretten Frl. Helene Schenker und Helma Helmonde. Der ziveite Teil deö Abends wird durch die Damen-Ringkampfe ausgefüllt. Bei den gestrigen Kämpfen, die alle drei einen interessanten Verlauf nahmen, siegte Sascha Petrof-Rußland über 6'im) Kars ort'e-Berlin nach 16 Minuten. Erna Koch- Ptüuchen hatte mit van Heikcrn -Holland nicht viel Arbeit; nach 5 Minuten mußte sich die Holländerin besiegt geben. Zu lauten Szenen und großer Heiterkeit gab der letzte Kämpf deö Abends Beranlaffung, in dem sich die ungemein kräftige Minne Sander-Hannover unb die etwas weit über das normale Maß hinaus beleibte Käthe Schubert, gen. die w6id)c aus Rheinland", gegenüberstanden. Rach einem 20 Minuten dauernden heftigen Ringen, bei dem cö die rheinische Eiche nicht an verbotenen Griffen fehlen ließ, wodurch sie sich den allgemeinen Unwillen des Publikums, be- sonders der Galerie, zuzoa, mußte der Kampf als unentschieden ■ abgebrochen werben. Die Konkurrenz nimmt heute ihrer». Fortgang. •• Leichenländung. Die Leiche des seit 9. L Mts. vermißten Arbeiters $L B. wurde gestern mittag am sog. Woog auS der Lahn gelandet. "Schlägerei. In einem Hause am Kanzleiberg ge-, rieten gestern nachmittag zwei dort wohnende Arbeiter in Streit. Hierbei erlitt der eine eine Verletzung am Auge unb mußte nach der Klinik gebracht werden. — ßur Hundeausstellung, die am 29. Mai eröffnet wirb, werben Anmelbungen noch bis zum 19. b. M. nachmittags 12 Uhr in der Geschäftsstelle SelterSweg 52 angenommen. 4 Lich, 17. Maä. Der mit dem Schweine markt verbundene fträmermailt am Rathausplatz war im Ber< gleich zuni dritten Osterfeiertag heute sehr schwach belebt. Klo st er Arnsburg, 17. Mai. Am dritten, Pfingsttag wird hier alljährlich das Jahresfest des evangelischen Rettungshauses für verwahrloste Mädchen ge. feiert. Für bie weite Umgebung ist das immer ein Volksfest, das gern besucht wird. Hunderte von Menschen waren auch heute wieder erschienen und wohnten der gottesdienstlichen Veranstaltung bei, die un Freien — mitten im. Klosterwalde, unter der alten Klostermaner — abgehalten wurde. Ansprachen hielten: Hofprediger Blau-Wernige-^ rode und Pfarrer Jul. Werner von der Pauluskirche in Frankfurt a. M. Stiftsdechant Klingelhöfer- Lich gab im Anschluß daran den Jahresbericht der Anstalt. Im. letzten Jahr sind 40 Mädchen in das Haus ausgenommen worden. Der Feier im Walde wohnten auch die Solmsischen- Herrschaften aus Lich und Laubach bei. Anschließend an den Gottesdienst war noch eine Nachfeier in der Anstalt. m. Tr eis a. d. Lumda, 17. Mar. Der Turnverein: hielt am 2. Pfiugftfeiertag sein 5. Stiftungsfest mit Fahnenweihe ab. Das Fest wurde in einfacher Weise gefeiert und nur die benachbarten, dem Gau Hessen mrgehorcnden Turnvereine waren eingeladcn, die den» auch stattlich treten waren. Nach einem schönen Festzuge begrüßte den 2. Vorsitzende Kehr die Anwesenden und dankte den Gebern bei .Anschaffung der Fahne für ihre OpfcrwilligkeE herzlichst. Das Ehrenmitglied, Kommerzienrat L. Hey- tigenstaedt, der durch Trauer verhindert war, dem. Feste beizuwohnen, hat bei Uebersendung feiner Glückwünsche den Verein wieder mit einem namhaften Betrag bedacht. Dann folgte ein hübsch vorgetragcnes Begrüßungslied des Gesangvereins Liederkranz unter Leitung seines Dirigenten Eberle. In seiner Festrede wies der 1. Vorsitzende Lehrer Walter auf btc vaterländischen Bestre- hungert der Deutschen Turncrschaft hin. Großer Beifall erntete ein von 32 Turnerinnen und Turnern aufgeführter Reigen, ferner die Geräteübungen, das Keulcnfchwingen und die Stabübungcn nach Mufik. Den Scljluß der turnerischen Aufführungen bildeten Leiterpyramiden, die allgemein gefielen. K,. Bobenhausen b. Mücke, 17. Mai. Seit dem 1, Januar d. IS. hat uns die Postverwaltung, wie' bereits schon einmal im Gießener Anzeiger erwähnt wurde, dadurch stiefmütterlich behandelt, daß die Landpostfahrl Bobenhausen—Mücke an Sonntagen weggcnommen wurde. Gegen diese Aenderung wurde nun Einspruch erhoben und gleichzeitig ein Antrag zur Errichtung einer Privatpost gestellt. Diesen Antrag hat bic Postverwaltung srcunblich angenommen. Das Privatsuhrwerk ist bem hiesigen Fuhr- Unternehmer Pabst übertragen worben. In Zukunft soll ein geschlossener Wagen Vcrwenbung finben, was seither nicht bet Fall gewesen ist. -r. Lanbenhausen, 17. Mai. An ben Pfingst- sciertagen rief zum ersten Atale bas feierliche Geläute der neuen Glocken unsere Gemeinbe zum GotteSbienste. Die Glocken finb zur Zufriedenheit ausgefallen, nachdem sich die Erneuerung beS alten Geläutes als bringeub notwenbig erwiesen hatte. Bemerkensloert ist, baß bie größte unter ben, neuen Glocken eine Stiftung seitens der Familie eines vor etwa hunbert Jahren nach Rußland auSgewanbertcn Landen- hausener Einwohners ist, welcher dort ein Unternehmen gründete unb zu Wohlstanb unb Ansehen gelangte. 0 Friedberg, 17. Mai. Recht zufrieden sind die Jagdpächter mit dem H i r s ch bcsta.id int Taunus. Dieser Tage sah dcr Jagdaufseher auf der Kaisergcubc im Fried- berget- Burgwald am Winterstetn ein Rudel von nicht weniger als 4 5 Hirschen. Es ist das für den Taunus eine große Seltenheit. R- V. Darmstadt, 18. Mai. N a ch der Wasser- kante! Als erste der diesjährigen Fahrten aus Südwcst- deutschland nach der Wasserkante hat heute (Mittwoch) früh eme zum ersten Mal vom Deutschen Flottcnverein, Landesverband für das Großherzoglum Hessen veranstaltete Schulfahrt unter sehr zahlreicher Beteiligung von Schülern aus den oberen Klassen der höheren Lehranstalten ihren Anfang genommen. Die Fahrt gcl)t unter dcr Leitung- des Schatzmeisters des Landesverbandes, Herrn S?aupimann Voll m a r, nach Hamburg, Kiel ufw. uno wird neben der Besichrigung eines >Ozeaudampfcrs unb eines deutschen Kriegsschiffes and) eine Fahrt durch den Kriegshafcn irt den Kaiser-Wilhelm-Kaual, sowie Besichtigung des Torpedo^ bootljafcite, der Levenaucr Hochbrücke unb der hauptsächlichsten ^hcnswürdigkciten in Hamburg und Kiel bieten.: Die diesjährige, vom Landesverband veranstaltete Gcselte s ch a f t s s a hrt it a)ch Hamburg, 'Helgoland, K i c H mit Anschluß nach Kopenhagen usw. findet, wie schon früher erwähnt, vom 16.- 23. Juli ö. I. unter derselbenr Führung statt. Die Anmeldungen Istcrzu sind lediglich baucr'schcnO.uartctt -Vereins und des Sch ulet*- Ctto Schaaf. (sl! Garantiert Dr. Fromme. V Verschiedenes 17. Mai. Seit 'oslverwaltung, - Anzeiger cnvahnt idie daß die Landpch'.- n weggenommm mo. 1 Einspruch erhoben mg einer Privatpofi ’tmaltimg freunblify t beni l)ie[igcn n. In Zukunst soll c en, toüS seither nicht.‘c Schirme Reparaturen u. Reberziehen werden prompt und billig in eigener Werkstatt aus geführt. Auf Wunsch in 1 stunde. <2814 Schirmfabrik H. Sack Inst. II. Biervert, WicRCU, Marktstranc 19. Filiale: Bad-Nauheim. das beste Waschmittel. l/2 K Paket 15 Pfg. ©®®®©e®eee „Teit Jahren litt ich an lästigem Gestchtsausschlag und Bartflechte Nach Anwendung von Zuckers Patent Medizinal seife bin ich seit311.3obren geheilt. 7s- M.in D." a 2t.50Pf. I15v/oifl) u. 1.50M. (35"/oia, stärkste norm). Taaugeh. Zuck°^d Ereme 75 Pfg. u. 2 Mk., ferner Zucko»d-seifc(mitd>50Pf.u.1.50M. an her UniversitätS, Engel u. Hirsch Apotheke, bei Ang. Roll, (5. Seibel, W. Äilbinger und Der XX Derbanöstag des Deutschen Techniker-Verbandes in Stuttgart xx Stuttgart, 16. Mai. Der Deutsche Tednitker-Verband befiehl bereits über 25 Jahre und näbl! 28000 Mitglieder. Nametts der Stadt Stuttgart mürbe der Verbands tag durch Herrn Wemcinberat Dr. Mattes begrünt Vertreten waren ferner die Handelskammer, der Hansa- btutd und viele teckmifchen Vereine. Tie Ziele des Verbände, legte Herr Schubert. Redakteur der Deunchen Techniker Zei- tung, oar. Di rauf ergriff Herr Proscstor 2B 11 b r a n b t »Tübingen da Jßort >\i hinein Vortrag „Technik unb Organifation". Er 'itbrtc au<- Auch heute noch tritt man ja aus fojiabfonfeu- ns für Erhaltung des Handwerks und Einschränkung von Fabriken ein. Tiefe Widersprüche müssen da »urch aufgelöst werden, hast wir Verständnis für das heutige Wirt schon-leben au verbreiten versuchen. Unter der Hinderung .1 echmk und durch den technischen tfortjdyritt selbst hat auch ix hnikers gelitten. Tarum bat sich auch der Zcdintlcrfianb organisiert, um im gerechten Tausch feine Arbeit cn den Tiarft zu bringen. Turd) Verträge wird dieser Tausch r ,’rlehr geregelt, Vertrage allerdings, die bie 'Sd)iuärf)c des arbeit 1 chiuenDfit Teilet* belegen, denn die Verträge enthalten Be irimmungen, in beiten der Angestelll Erfindungen ohne Gegenleistung an den anderen Teil ausliefert. Sie enthalten euch Äonkurrenzklouseln, die bie Freizügigteik des Angestellten . ,j|heben Ter Ruf nach dem Gesetzgeber, bie Forderung nadi z arifuerträgen und damit zusammenhängend die Beeinflussung de-., Arbeitsmarltes dokumentieren das Erwachen der technischen Angestellten. Ter Redner schloß mit einer lebhaften Aufforderung nir Vertretung des Organisationsgedankens durch den Deutschen Techniker Verband Am zweiten Tage traten die 250 Abgeordneten aus allen teilen des Landes zusammen, um den "Geschäftsbericht entgegen ..tunehmeu Aus dem Bericht geht eine Steigerung des Umsatzes r. 1 allen Abteilungen hervor. Tic Mitgltederzahl ist auf 28 000 .■ r flieg en Tas Organ des Verbandes, die Deutsche . echniker Zeitung, erscheint in einer Auslage von 31 000 J£rem Paaren, lieber das Verbandsprogramm bcridüetc Redakteur Schn tert Berlin 3n dem Programm, das einstimmig Annahme „Wir fordern gesetzliche Regelung der Arbeitszeit 'unb recht- lidii’n Ausprud) der tcdmifdhm Angestellten auf Erholungsurlaub. Alle techniichen Angestellten sind rechtlich gleichzustellen. Alle am Vrivatbienstvertrag in Staats und (Memcrnbcbetricbcn bc> schästigten Terlmiler sind der ö. 0. zu unterstellen. Tic rtonfurrcntUaufcl ist zu beseitigen. Tic Abnahme des Ehrenwortes im Ticuftocrtrag nab' bie Vereinbarung sog. heimlicher Konkurrenzklauseln sind zu beftrafen. Der Deutsche Techniker- Verband unterstützt alle Bestrebungen zur Erzielung von Mindest gchältcrn und spricht sid) für den Abschluß von Tarifverträgen nu--. Dos Eigentumsrecht der Angestellten au ihren Erfindungen unb das Urheberrecht der künstlerisch tätigen Angestellten an ihren Werken ist gesetzlich anzuerlenncii und ein Anteil an der Verwertung sestzusetzen. Bei militärischen Pflichtübungen bis zur Dauer von 8 Wochen ist das (behalt fortzuzahlen. Wir fordern Arlicitcrkommein aus territorialer Grundlage mit be- imtberen Abteilungen für Angestellte. Eine ausreichende Vertretung in diese, ferner in den Zentralstellen für Handel unb Industrie der einzelnen Bundesstaaten und im Reichsarbeitsamte ist dringend notwendig." lieber die R c i ch s v e r s i ch e r u n g s Ordnung berichtete Ärchitekt Kaufmann-Berlin. Man nahm eine Entschließung en, in der es heißt: ,,Tcr VerlwnvStag richtet an den Hohen Reichstag die dringende Bitte, die Reidisvcrsichei-ungs-Ordnung nicht zu verabschieden. ohne die berechtigten Wünsche bei1 technischen Privat- aiigeHcllten berüdlichtigt zu haben. Ter Berbandstag macht Vorschläge für Organisation und Verfahren, für die Kranken Versicherung, für die Unfall Versidterung, für die Invaliden- Versicherung nno für die Hinterbliebenen Versicherung." Am dritten Verhau diu ngstag« beschäftigten sich die Abgeordneten mit der Reorganisation der Verbandssatznng. Tic Minderheit (rat für die paritätische Verfassung des Verbandes ein, während fast - . aller vertretenen Stimmen stich dafür aussprachen, Arbeitgeber künftig nicht mehr aufjnnehmen. Es wurde be- s blossen, Stellenvermittlung unb Steslenlofenunterstützung noch belfer aus zubauen. In einer Entschließung erklärte der Ber- Todes 2ln,zeige» Verwandten. Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, das; mein lieber (Hatte, unser lieber Baker, Schwiegervater, Grossvater unb Onkel Herr Konrad Bollmann unerwartet oerfchieden ift. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. 91.: Elisc Bollmann. (Netzen (Wolkengasse 11), 17. Mai 1910. Die Beerdigung finbet Tonnerstag den 19. ds. Mts., nachm. 5 Uhr. von der Saneüc des neuen Friedhofs anS statt. <2827 Gwllsdsafb-Verein Giess« Sämtliche Schuldscheine der 1836er Anleihe werden bvierdurch auf den 1. Juli 1910 gekündigt; mit diesem Tage hcört die Verzinsung auf. Tic Rückzahlung erfolgt durch die Mitteldeutsche Ereditbank Filiale Gießen mit je Mk. 171.43. Gtcßen, den 17. Mat 1910. Ter Vorstand des GcsclischaftsoereinS Gießen (E. V.) üstne vo" DtjM ibc c£tnö^ (eben Mannerchors aus Franffurt a Main könnte ^u' der irrigen Anschauung verleiten, ul« franste es ftcb tyer um crire Sammlung größeren Stiks zur Stärkung ve^ Saal bau fü'nds. Tcm ift offenbar nicht fo Wenn wir Die hochherzige Entschließung des Herrn llniverfrlats Musikdirektors Trautmann, seine und der von chrn H? leiteten Vereine wertvollen Kräfte wieder einmal in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, richtig deuten, so fall jic lediglich eine Anregung in der Richtung Her Beeilt wortun'g der Saald.ttt frage sein Freilich wird und must diese in absehbarer Zett gelöst werden. Aber jeder Kenner der Verhältnisse weis', dast das nicht mit den kleinen Mitteln von gonzert-Eintrittsgeldern oder auf ähnliche Weise er jolqen kann Vielmehr wird das Gelingen der Sache von oer Spendung eines grosten Kapitals durch einen ober meh lctc Kun stmäcen e aohängen. Tic Bürgerschaft Gießens i^nn die Opfer, die sie für das Theater gebracht hat, nicht zum zweiten Male bringen. Aber sic soll und wird bei sich bietender Gelegenheit zeigen, daß sie die einmütigen musi- kalischei! Bestrebungen, wie fie in erster Linie durch Herrn Ilnir. Musttdiretrvr Trautmann unb durch bie von ihm geleiteten Vereine repräsentiert werden, jederzeit zu unier- stützen bereit ist. Unb in diesem Sinne wirb jedermann zum Konzert am 29 Mai gern fein Scherslcin beitragen. 'Ne C 5^53.* te 4 Meten * erntaner __D5t£n ir 'biger A.d-r I «‘Wdt *et rlT6* ■ der “ Wat atjehS mich hS,* ™ und dankte den 6 i“2-ferwilligtz. "umerztenrat L. A? ' verhindert war' CE- -tfenbvng seiner «cm namhaften 9^ getragenes Begrüß i unter Leitung trede wies bet 1. vaterländischen 1 Ku- Großer Seit: 0 Turnern ausgefiihr> l- das KeulenschwiD '^cii Schluß der tc kilerpyramtden, die t Maurerarbeiten werden prompt unb billig aus- geführt. (04101 Heinrich Dörr, Walltorstrahe 67 H. ^^^^^2jschWUchen ltl Bestandteilen Rai. An btn Psuip )q§ feierliche Geläaü fc zum Äoitesdiensle. & jefallen, nachdem ft:( 8 dringend notroenbu tu daß die größte unln i: § der Zamitie eines k: > ausgewanderten irt ein Unternehinen !ii gelangte. Aechi zuirieden sind x anb int Taunus, w- er Msergrube im jntf kein ein W von ml ist das für den W Nach der Losi^ 'n Fahrten aus W' pt heute (»ttwjrg u\ Flottenverein, M m Hessen verani^ ier Beteiligung vo"^' -r höheren iehmmu iäss« s-K M- Md der p . ambutg unb »A ,nd veraBal et u „ v, r 1 a 01 n111 .■ „ ä dstl°b- t » Oitg.ll«- Ei' 916 w« ' lun9‘” «M» alcrlfl ie T uE z gtifhJ^ ■*3&....... f* er. beebe^cg uur ®«itarbeiteras»iocrrunfl: .Das Reads amt des I imrm mäge m aee Vermittln« gsalbiov zwi'chen den Arbettgcber unb. Arbertrudmer-Organrsatwveit int Bau genierbc bald cintretnC'___________________________________ Internationale Sport- unö 5;ijcl Ausstellung. Frankfurt a. M., 17. Mai. Radrennen Dritter Tag. Trostfahren für Amateure 1500 Meter. Erster Rote Mainz 2 Minuten 25- . Sriuirden ; zweiter M veil e v Frankfurt a. M. Enrirtieidunossahrcn für Berufssaprcn 1000 Meter Ersbw U 11 r n t b n l Mvpen hegen 1 Minute 43\ s Sekunden: zweiter Tschirpc Berlin, dritter R t tze n t h a l c r - Eolmar Vramiensahren : Erster Schür mann-Münster in WcMalcn 14 Minuten I-' Sx'tuubm; zweiter Trinks Berlin; dritter R o h m e r - Strastburg. (Droster Pringstpreis, 100 Milomtder 2000, 1200, 800 unb 500 Mark: Erster J heile- Berl.it 1 Stunde 14 Minuten 51- \ Sekunden: zweiter (Huignart- Varis 2240 Meter zurüd; dritter Stel lbr t nk-Berlm 2740 Meter zurück: vierter Ryser- Zürich weit zurück. Ter Besuch am dritten Tage war noch stärker als an den beiden norangiginigcncn Tagen Lustschiffahtt. Berlmer Flugwoche. Johannisthal, 17. Mai. Tie Hauptergebnisse der Flugwoche sind die folgenden: Vasfagierpreis: Erster Engelhardt mit 24 Minuten 39 Sekunden: Zweiter Frey mit 23 Minuten 28 Sekunden. Dauerpreis: Erster I e a n n i n 2 Stunden 11 Minuten 293 & Sekunden; Zweiter Engelhardt 1 Stunde 37 Minuten 18 s Sekunden: Dritter Frey 50 Minuten 23 Sekunden. Totalitatspreis: Erster I e a n n i n 5 Stunden 13 Minuten 34*/, Sekunden. Kleinster KleinoreiS: Erster Joanniu mit einem Kreis von 115 Metern Durchmesser: Zweiter Frey mit einem Kreis von 166 Metern Turchmesser. (Mett- flugpreiS: Erster Baron de E a t e r s mit einer Entfernung von 196 Bietern 27 Zentimeter; Zweiter Jeannin mit einem Glertslug von 174 Metern 45 Zentimetern. Dennifcbtc». * Zur Abftin enzbewegung. Als Vertreter von über 1000 süddeutschen „Internarionalen Guttempler" waren am 1. und 2. Psingstsriertag im Hotel Tannhäuser über 100 Abgeordnete der Ortsgruppen aus Baden, Bayern, 5) ess en, Pfalz, Elsaß-Lothringen, Württemberg und aus dem Saargebiete zu einer „I. Süddeutschen Arbeits sitzung" zusammengekommen, um im Anschluß an eine Sitzung des Distrikts Baden über die Ordensarbeit im Süden zu beraten. Geleitet wurden die Beratungen vom ersten Vorsitzenden des jetzt in Süddeutschland etwa 50 000 Mitglieder umfassenden „Internationalen Guttemplerordens", H. Blume, Hamburg. Ter Erfolg war die Schaffung eines besonderen Arbeitsausschusses für Süddeutsch- la u b, zu dessen Vorsitzenden Dr. meb. Earl Brteg leb, Worms, einstunmig gewählt würbe, unb ber Beschluß, nunmehr jährlich eine solche südbeutsche Arbeitssitzung abzuhalten. * Ein Wettsieg b er Ehescheidung. Ten Re- l-irb der Ehescheidungen Ijat allem Anschein nach eine junge Ameritanerin errungen, die jetzt von Rewpork aus eine neue Hochzeitsreise angetreten hat. Miß Ethel Brah hei ratete als 18jähriges Mädchen William Brummitt. Mer das Eheglück dauerte nicht lange; wer daran die Schuld trug, mürbe nicht verraten, aber eines schönen Morgens hatte William Brummitt bic Flucht ergriffen und war verschwunden. Tic junge Fran suchte Trost beim Gerichte und errang ein Scheidungsurteil. Vier Wochen später trat sie mit Earl Jones, den sie inzwischen kennen und lieben gelernt hatte, vor den Altar. Aber auch über dieser Ehe waltete lein Glück, noch kein Jahr war verstrichen, als Mrs. Jones von feuern vor dem Richter erschien und bie Scheidung ihrer zweiten Ehe auch glücklich durchsetzte. Ter Zufall fügte es, daß sie einige Wochen später ihren ersten Gatten miet)er traf, die alte Liebe rostete nicht, man fackelte nicht lange und kurz darauf ließen die Beiden sich zum zweiten Ä?ale trauen. Tiefer Ehe entsproß ein gesunder Knabe, doch auch dies schien nicht zu genügen, um das eheliche Zusammenleben aufrecht zu erhalten. In der Tat stellte kurz darauf, so wik7> dem Araldo italiano aus New- \')ort berichtet, William Brummitt von Neuem den Antrag auf Ehescheidung, dein das Gericht auch entsprach. Kaum mar ein Monat verstrichen, so trat Ethel Bray-Brummitt Jones-Brummitt mit George Mc. Donald vor den Standesbeamten. Doch nad) einiger Zeit mar auch dieses Eheabenteuer lästig, die Fran ließ sich micber scheiben, tra ihren ersten (unb britten) Mann m-ieber und hat ihn jetzt zum dritten Mal geheiratet. Ihr Kind aus ihrer dritten Ehe und aus ihrer zweiten mit William Brummitt trug sie auf den Armen, als sie nun bie fünfte Hochzeitsreise antrat, die immerhin die dritte mit demselben Manne mar. * Opfermut. „Was wollen beim die Beamten alle, die dort in das brennende Amtsgebäude eilen, noch retten?" — „Ach, bic werfen nur schnell ihre unerledigten Akten ins Feuer!" * Dunkle Geschichte. „Wenn id) nur wüßte, wieviel Schulden id) deinem Papa gestern gebeichtet habe! Ich hatte mir nämlich Mut angetrunken . . . Nun, dein /tzapa wird es ja wissen!" - „Ach nein, Geliebter! . . . Ter hatte sich auch Mut angetrunken . . ." __________________________ flleinc Tane«chronir. Tie Blätter mriden ans Weimar: Hier ist die alte Spielgefährtin d on Goethes Enkelkindern. Frau Hardtmuiv, 89 Ja Ine all, einem SdNagansall erlegen. In mehreren Handschrilstabrikcn zu vobonn^H?geiu‘taM wurden umfangreiche Handschuh tzederdied stähle auf • gedeckt. Es find 1 3 0 Handschu barbeiter daran beteiligt. Ter Schaden wird auf mehrere hunderttausend llJhirl geschätzt. Aus Neumünster wird amtlich gemeldet: Am Dienstag früh ."> Uhr 20 Mm wurde bet der Begegnung der Züge 5 7 1 unb 65 4 zwischen Neumünster und Einfeld in einem Wagen I Slasse des Zuges 571 der Dachdecker August Stuft >riel getütet, der Via la finaler August Äriecheldorf Hamburg wurde sd'wer verletzt letzterer ist im Incsigen städtischen .>trankenl>aus untcr- gcbradit. 1*» ist anzunehmen, daß die S d) 1 a d c n i ih a u f c I mit ihrer langen Eisenstange von der Lvkomotwe des ZngeS 654 gegen beu im anderen Gleise fahrenden Zug 571 geschlagen hat. Ter Berliner „Lokal-Anzeiger" meldet aus W ü n S d o r f: Ter Ardener Votz mürbe von seiner Ehefrau und ihr cm Vater durch Beilhiebe c r m p r br t. _Tn 'IKaim fdxlief gerade seinen Rausch au-s und wurde im Schlafe umgebracht, wobei sein iünfj ädriges Söhnchen ber Untat zusa h Dieses zeigte bic Tat ber Frau an, bic inzwischen ein Geständnis abgelegt hat. In Gewitsch (Mähren'l wurde in Anwesenheit des deutschen unb des französischen Militärattaches von den Botschaften in Wien bic Einweihung eines rtr icg erben E- mals für die in den Jahren 1813 und 1814 im Gcwitfchcr Iclbspital verstorbenen unb begrabenen preußischen, französischen unb österreichischen Soldaten vollzogen. Ter berühmte Schauspieler Josef U a i n z unterzog sich im Sanatorium Low ber Operation eines hochsitzeitden Tarmpolypen. Die Operation war recht schwierig. Es besteht bie beste Hoffnung auf vollständige Wiederher* ftcltung. In der Ortschaft Z c m p 1 i n - V e s a r h e l y int Zemp- lincr Momitat in Ungarn sind 67 Wohnhäuser samt den Nebengebäuden niedergebrannt. Aus Aad)en betiditet man: Aus dem Geldschrank der München Aadn'ner Feuerversid)crungsgcscllschaft sind in den Pfingstfeiertagen 4 3 8,000 Mark, wahrscheinlich von internationalen Einbrechern gestohlen worden. Aus Graz (Stcirrmarf। wird geineldet: Am Montag abend ist beim Abstieg vom Hochschwab cm Wiener Tourift 120 Meter abgesturzt. Tic ihn begleitenden drei Männer blieben die ganze Nacht bei dem Sdiwerverletzten Erst am nächsten Morgen erreichte eine Reffungsexpcdilion die Unglücksstelle, wo der Abgestürzte unter gräflichen Schmerzen bereits verstorben war. Ans Beirut wird gemeldet: Eine Feuersbrunst hat mehrere S t a b t ö i|e r t e l eingeäf chert. Einige Bewohner sind verbrannt. Märtte. fc. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 18. Mai. Aufgetrieben waren 919 Schweine. Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgew. 00.00-00 Alk., Sd)lachtgcimd)t 00- 00 Mk. Vollfleischige Sdyveine über 2 Zentner Lebendgewicht 00 — 00 Mk., Schlachtgewicht 00—00 21k. Vollfleisd)ige Schweine über 2^2 Zentner Lebendgeivid)t 53.50—55 Alk., Schlachtgewicht 68.00—70 Alk. Fett- schweiue über 3 Ztr. Lebendgewid;t 53.50—55.00 Alk., Schlachtaew. 68 — 70 Mk. Fleischige Schweine Lebendgewid)t 50.00—54.00 Mk., Schlachtgewid)t 67—69 Mk. Sauen Lebendgewicht 00—00 Mk., Schlachtgewicht 00—00 Mk. Geschäft ruhig. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgenwine Wetterlage seit gestern früh: Aud) gestern hielt unter der Herrschaft des hohen Drucks das heitere und warme Wetter an; die Nachmittagstemperafuren haben sich in unserem Gebiet zum erstenmale über 25 Grad erhoben (Darmstadt und Worms 26 Grad). Unter dem Einfluß schwadwr Randivirbel können heute nod) Gewitter eintreten, doch dürfte sonst das heitere und warme Wetter weiterhin besteheic bleiben. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag dem 19. Mai 1910: Meist heiter und warm, strid;wekse schivache (Veivitter. (DrigittaUDrabhnel&iingem Chemnitz, 17. Mai. AuS Anlaß der morgen und die folgenden Tage hier stattfindenden 21. Tagung des evangelisch-sozialen Kongresses fand heute abend ein zahlreich besuchter öffentlicher Begrüßungsabend statt. fürKinder undKranke r)rucksachen aller Art liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert dla Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Der Verein junger Mädchen ladet nur Stützen, Laden- und Kinderfräulein zu einem Tee-Abend. auf Sonntag den 22. Mai freundlichst ein. Anfang 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Bereiuszimmer: Kalferhof, Sonnenstraße, 1. Stock, Eingang durch den Hof. 2815 Hermes Lehr-Institut für Tarnen und Herren. Giewnen, Bahnhofstr. 27 II. Gute u. gewissenhafte Ausbildung in Schön und Lchncllichreibeu, Buchführung n. emi., dvvv. und amerik. System, kaufm. Rechnen, Zrorreivondeuz, Wechiellehre, Stenographie, Mafchiuen ichreiben, Rund u.^ackfchrift ic. — Tages und Slbcnb Murfe. — 'Hou) Anmeldungen täglich. Das studentifche Arbeitsamt vermittelt toitenl. Unterricht i all. Fächern. Ueberfetz. :c. Sdjriftl. u. münd!. Anfragen an das Dtud. Arbeitsamt, Äolleg.-Geb.. Zim. 2. (Gefchästsst. tägl v. 212—3‘/_- Uhr'. f wes« rrtz '-°n2Z' Qnwiet^