0) c c Z Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. > Ö U Q Hebungen beschlossen. * KL beschäftigt hat. <15 -ou-*" <0:5 V t € 8 S ö ; -- MÖ 1025 8 u <5 C U 9 e v D C 0 s « v £ g§ .o.- «JgB; » . :c- u u o - c c" als die gestrige und mußte darum auch andere Stimmen- ergebnissc zeitigen: Graf Stolberg Hütte keinen ernstlichen Gegenkandidaten. Dazu kommt, daß der heiße Wahlkam : diesmal 2000 Stimmen mehr au die Urne gebracht hat. Und der Wahlkreis war nicht immer konservativ vertreten: 1875 und 1877 hatten die Freisinnigen das Mandat inne. tragen. Köln. Tie Zahl der hier und in -den Vororten ausgesperrten Bcmhandwerker beträgt 3500. Magdeburg. Von der Aussperrung sind etwa 2000 Personen betroffen Nach einer Mitteilung des Arbeitgeb er bun des sur bay Baugewerbe im rheinisch-westfälischen Industriegebiet beträgt die Zahl der heute abend ausgesperrten Bauhandwerker in Essen 5000, in Dortmund -L ■) c--- -t: ^4-- o;i Zf> , -° ^^Zs- Roosevelt in Wien. Wien, 15. April. Der Kaiser empfing heute nachmittag Roosevelt in Privat-Audienz. Roosevelt stattete dem Grafen Aehrenthal einen Besuch ab, der lh'^ Stunde währte. Bon dem Kaiser; \p ÜO y S,an -L z e&X Cages zugeslininlt, desgleichen von den Sozialdemokraten. Auch die Natioualliberaleu erklärten, daß man tu ledern Halle etwas zustande bringen müsse. Es ivutbc dann ein von einem 'leiilriimsabgeordneten eiitivorlener und dou allen Parteien, mit Ausnabnte der Fortschrittlichen Volkspartei, unterzeichneter Antrag eingebracht, der, unter Zurückziehung des alten Zentrumsantrages, bestimmt: „Kalisalze dürfen von Kalibergwerksbentzern nur nach Maßgabe der Bestimmungen dieses Gesetzes abgesem werden/' Dieser 'Antrag, der lediglich das Feld ebnen soll und zum Ausdruck bringt, daß der Ausschuß eine gesetzliche Regelung tür notwendig erklärt, ohne sich einstweilen schon auf die Einzelheiten bei dieser Regelung festzulegen, wurde, nachdem zu § 1 der Regierungsvorlage allseitig aui das Wort verzichtet würbe, gegen die 3 Stimmen der Fortschrittlichen Volkspartei angenommen. Um Dienstag findet eine vertrauliche interfraktionelle Besprechung der Parteien über die Kalisrage statt. Die nächste Sitzung i|t Mittwoch« Ter W ahlprükungsauss chuß beschloß die U n g ü l t i fl- fett der Wahl des Ar g. Benning (Kons., Kalau-Luckau). Zur Wahl des Abg. Boltz (Natl., Saarbrücken) wurden wettere Er- Der Ausstand im Baugewerbe. Berlin, 16. April. Die Zahl der gestern int Reich ausge sperrten Bauarbeiter wird auf 150000 berechnet. Der Vorstand des Berliner Verbandes der Baugeschäfte trat gestern vormittag zusammen. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Tie Mehrzahl der Redner gaben der Hoffnung Ausdruck, daß eine Einigung zustande komme. Nach dem „Berl. Lokalanz." findet tn den nächsten Tagen eine Sitzung industrieller Unternehmerverbände in Berlin statt. Es soll über umfangreiche Unterstützungen des Bauarbeitgeb er tums verhandelt werden. Im Verlaufe des gestrigen Abends sind über die Aussperrung int Baugewerbe noch die folgenden Meldungen eingetroffen: . Posen. Von der Aussperrung werden tn der Stadt etwa 1200 Arbeiter betroffen, in der Provinz etwa 5000. Tie nicht ausgesperrten Bauhandwerker zahlen täglich 50 Pfg. an die Unterftützungskasse. Chemnitz. «Hier wurden 1700 Maurer, 500 Zimmerer und 1300 Bauhilfsarbeiter ausgesperrt. Breslau. Bon der Aussperrung werden hier und in der Umgegend etwa 6000 Arbeiter betroffen: die Zahl der Ausgesperrten in der Provinz ist noch nicht bekannt. Leipzig. Nach den bisherigen Feststellungen sind hier etwa 8000 Arbeiter ausgesperrt. Kiel. Im hiesigen Baugewerbe wurden heute etwa 2400 Arbeiter ausgesperrt. In der Provinz Schleswig- 5wlstem wird die Zahl der Ausgesperrten etwa 8000 be- 5 jca 3 s 5 ' - - -. ä «- politische Wochenschau. Gießen, 16. April. Die preußische Wahlrechtspolitik ist erst gestern, in der Sitzung des Herrenhauses, wieder interessant geworden. Tenn was sich am Dienstag im Abgeordnetenhaus abgespielt hat, waren Wiederholungen, die außerdem durchaus nicht überraschend wirkten. Dort hat sich dieselbe arbeitsmüde Stimmung, der gleiche Mangel an bestimmten Zielen gelteitd gemacht wie bei- der Finanzkrisis in der Zweiten hessischen Kammer. Tie politischen Parteien hatten vor ihren Mahlern das letzte Pulver verschossen, sie bedurften der Waffenruhe und der Hilfe einer Körperschaft, die nicht an den Wünschen bestimmter Wählerschichten ihren Rückhalt hat. Im preußischen Mgeordnetenhaus sind zwar am Dienstag bestimmte Beschlüsse gefaßt worden, aber trotzdem hoffen die Konservativen offensichtlich, von der Re- gterung oder dem Herren Hause möge ihnen eine Erlösung nahen. Erst gestern hat die „Kreuzzeitung" die Hoffnung ausgesprochen, die Reform möge überhaupt nicht zustande kommen, da ihr keineswegs etwa die Bedeutung innewohne wie den Reichsfinanzgesetzen, die unter allen Umständen hätten zustande gebracht werden müssen. Gestern hat nun der Kanzler wieder das Wort ergriffen, kühl und leidenschaftslos, mit unausgesprochenen Vorbehalten und dchlo- matischer Zurückhaltung. Auch die Regierung ist des Treibens müde, auch ihr bangt es, die.volle und alleinige Verantwortung an dem Schicksal des Reformwerkes zu tragen, und sie mochte sich einstweilen eher von Abhängigkeiten tragen lassen als selbst das letzte Wort auszusprechen. In kluger Rede stellte der leitende Staatsmann das Herrenhaus vor die Entscheidung: die Regierung will, daß etwas zustande kommt, aber sie fordert, daß die Lücken in den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses ausgefüllt werden, und zwar in der Richtung einer Zweiterung der Bezirke, in denen die Trittelung erfolgt, und der Schaffung eines besseren Schemas der sogenannten „Kulturträger". Herr v. Bethmann-Hollweg berührte dabei die Parteitendenzen — die sich doch auch vorwiegend um diese Aenderungen gestritten haben — mit keinem Wort, sondern >er gab sich den ernsten Anschein, als wolle er an der eigenen früheren Vorlage retten, was noch -zu retten sei. Ein Vorgehen, daL vielleicht belächelt werden darf, aber, wie die Dinge nun einmal liegen, eine wicht unsympathische Beharrlichkeit berrat. Ein Höhepunkt in der Rede war die Vorstellung der Schwierigkeiten, die in den allgemeinen politischen Verhältnissen eintreten müßten, MNn der Kessel wieder ein Loch behält und ausläuft. Wenn aber die „Krenzztg.. gestern schrieb, es stehe für sie noch nicht fest, „ob nicht dem Reichskanzler ein Scheitern der ganzen Vorlage weniger unerwünscht sein würde, als die Entgegennahme der doch tvesentlich abgeänberten Vorlage (!) aus den Händen einer lediglich von Konservativen und Zentrum gebildeten Mehrheit", so hat sie darüber auch durch die neuesten Erklärungen des Kanzlers noch keine Aufklärung bekommen. Der will offenbar beute sich noch nicht in die Karten blicken lassen und zunächst 'auch den Willen des andern Hauses wissen. Es scheint, als werde das Herrenhaus seiner wichttgen Aufgabe sich bewußt sein und an der Vorlage Aenderungen treffen, die der Auffassung der Regierung entgegenkommen. Dem Ausschuß, der sich jetzt an die Arbeit begeben soll, ist Gelegenheit geboten, dem deutschen Volke zu zeigen, daß es noch ausschlaggebende Kräfte gibt, die ohne Partei- voreingenommenhcit und ohne selbstsüchtige Absichten national^ Notwendigkeiten erkennen. Werden jetzt die angebeuteten Aenderungen im Herrenhause durchgeführt, so werden die Mittelparteien im andern Hause die ihnen gebotene Hand nicht zurückweisen können. Wenn heute die parteiamtliche „Nationalliberale Korrespondenz" meint, aus den gestrigen Verhandlungen sei „der Gesamteindruck gewonnen worden, daß die Aussichten auf eine auch für die nationalen Mittelparteien diskutable Fassung sich, wenn auch nicht wesentlich verstärkt, so doch einigermaßen vermehrt haben", so darf man daraus wohl schließen, daß Neigung vorhanden ist, die bisherige Kampfstimmung nicht das letzte Wort sprechen zu lassen. Möchten wir einer Schlichtung der Gegensätze entgegengehen'! Daß oie letzten parlamentarischen Kämpfe an dem konservativen Körper nicht spurlos vorübergehen, das hat Herr v. Heydebrand an dem Ausgang der Reichstagsersatzwahl in Oletzto-Lvck-Iohannisburg erfahren müssen. 10000 Wähler sind ins gegnerische Lager übergegangen und der alte konservative Sitz wurde den Händen der Nationalliberalen überliefert. Eine Ersatzwahl von außergewöhnlichem Interesse. Tenn sie liefert nicht das betannte Bild von der Steuerverdrossenheit, die bisher vorwiegend der Sozialdemokratte zugute gekommen ist, sondern sie spiegelt eine Abrechnung wieder, die der konservativen Parteileitung von ihren eignen Anhängern widerfahren ist. Aus der Rechten wie aus der Linken sind, wie wir mehrfach bargetan haben, Fehler gemacht .worden; im Wahlkreis des verschiedenen Grafen Stolberg klingt es bieSmaL den Konservativen wie eine Art Kundgebung in die Ohren. Ter nationalliberale Gutsbesitzer Kochan hat zugleich dem neuen Bauernbund einen Sieg erfochten. Man darf die Betrachtung nicht einseitig übertreiben. Tie Wahl im Jahre 1907 erfolgte unter anderen Verhältnissen und Bedingungen LOen Anlagen jugendlicher Leser mehr oder minder mit Vorsicht auszunehmen sind. Mit künstlerischen Zielen haben Karl Mays Romane jedenfalls nichts zu chaffen. Bedenklich darin erscheinen aber die etwas auf- dringlichen Bekenntnisse für katholischen Kult, in Staffen, )ie eben mit konfessionellen Tendenzen nichts zu tun haben dürften. Hier hat May sich das größte Mißtrauen zugezogen, zumal er die Auffassung nährte, als seien seine Zrodnkte einer ausschweifenden Phantasie wirkliche persönliche Erlebnisse, als sei er selbst der Heid gewagtester Abenteuer. Der Schleier zog sich immer dichter zusammen, als vor einigen Jahren festgestellt wurde, Karl May habe die Reisen, deren er sich rühmt, nie gemacht, und gleichzeitig mit seinen Reiseerlebnissen auch Bücher sittlich nicht einwandfreien Inhalts hera-usgegeben. In diesen Tagen hat ein politischer Schriftsteller, dem Mat) anscheinend entgegengetreten ist, die „Karl May"-Frage von neuem aufgeworfen, indem er dem fruchtbaren Schriftsteller nicpt mir die alten Vorwürfe wieder vorhielt, sondern auch em Bild seiner Vergangenheit entrollte, das beinahe etwas noch nicht Tagewesenes bedeuten wurde. Wir haben über die Schöffengerichtsverhandlung in Charlottenburg aus- mhrlich berichtet. Herr Lebius trat für seine starken Ausdrücke: geborener Verbrecher und Dieb den Beweis der Wahrheit an, der in der Tat alle Welt interessieren müßt-'. Umso unverständlicher aber war das Verhalten des Verhandlungsleiters. Und das ist ein Hauptgrund, der uns zu einer Besprechung der Sache veranlaßt. Das Gericht hat eine Freisprechung des Angeklagten Lebius eintreten lassen, ohne überhaupt in eine Beweisaufnahme eingetreten zu fein. Die vom Angeklagten vorgebrachten schweren Beschuldigungen Mays wurden vom Gericht als wahr angenommen, obgleich dieser erklärte, zwar vorbestraft zu sein, aber niemals eine derartige Vergangenheit gehabt zu haben. Trotz des höchst seltsamen und verdächtigen Benehmens Mays hätte unbedingt au weitere Aufklärung gedrängt werden müssen. So aber ist dem Angeklagten Lebius die Wahrung berechtigter Interessen zugebilligt worden mit der einfachen Annahme, als seien all die Berichte über Mays Vergangenheit als wahr erwiesen. Tie angeführten Vergehungen in Mays Lebenslauf sollen Jahrzehnte zurückliegen: Heute ist May 68 Jahre alt. Wie sich auch die ltterarische Krittk zu ihm stellen mag: jedenfalls würde er auch als literarischer Schädling Anspruch auf Schutz der Gerichte haben. Niemand dar heute ungestraft einen wegen Diebstahls Vorbesttaften als Verbrecher bezeichnen, und es konnte für Lebius höchstens strafschärfend wirken, wenn die angeführten Straffalle so weit zurückliegen. Die Charlottenburger Freisprechung aber hat nicht nur die im Interesse der weiten Oesfentlichkeit gelegene völlige Klarstellung versäumt, sondern auch rem juristisch Anlaß zu den trübften Bettachtungen gegeben. Wir glauben, daß das unhaltbare Urteil noch vielfach der Kritik begegnen wird, wenn sich auch die Presse bisher nur vorwiegend mit der literarischen Seite des Falles Aenderungen in der ruisichcn Wehrordnung. Petersburg, 15. April. Heute abend wurde in geschlossener Sitzung der Reichsduma das Rekrutenkontingent entsprechend dem vorjährigen in Höhe von 456 635 Mann angenommen. Der Gehilfe des Kriegsministers erklärte, die Regierung beabsichtige .auf dem Wege der Gesetzgebung Veränderungen in der Wehr ordnung durchzuführen. Ins Auge gefaßt sei unter anderem die Abschaffung der zweiten Klasse der Frev- willigen nach Absolvierung des Offiziersexamens die übrige erster Klasse auf zwei Jahre, und zwar so, daß die Freiwilligen nach Absolvierung des Offizierexaniens die übrige Zeit als Offiziere abdienen können. Ferner ist bereits eure Gesetzesvorlage über eine neue L a n d sturm o r d n u n g eingebracht. Das Ministerium beabsichtigt, wie der Gehilfe des Ministers mitteilte, die Zahl der in der Armee verbleibenden ausgedienten Unteroffiziere zu erhöhen und zwar bereits vom nächsten Jahre ab. Eine von der exttemen Rechten eingebro hte Entschließung, wonach die Juden zum Militärdienst nicht zugelassen werden, wurde gegen die Nationalisten und die extreme Rechte abgelehnt. Dagegen wurde ein Antrag des Landesverteidigungsausschusses angenommen, demzufolge Ausländer im Ämourgebiet und in Transbaikalien zu Lieferungen für die Krone und zu Kriegsarbeiten nur in Ausnahmefällen nach dorn Ministerrat erteilter Zustimmung zu- gelassen werden sollen. 5 v*£ —. . 5000 geschätzt. Düsseldorf. Die Zahl der ausgesperrten Bau Handwerker beträgt rund 2000. (Erfurt Abends 6 Uhr wurden hier sämtliche orgam- 'ierte Maurer, Zimmerer und Hilfsarbeiter ausgesperrt; von der Aussperrung sind 1800 bis 2000 Mann betroffen. Hannover. Abends hat der Lokalverband Hannover des nordwestdeutschen Arbeitgeberverbandes sämtliche orga» nisierten Maurer, Zimmerer und Bauarbeiter, etwa 4000 Mann, ausgesperrt — Auch die übrigen 39 Lokalverbände )ieses Arbeitgeberverbandes haben die gleichen Maßnahmen getroffen; es kommen etwa 12 000 Arbeiter in Betracht. Tie jetzt nicht organisierten Arbeiter werden gleichfalls ausgesperrt, sollen aber nach acht Tagen wieder ein- - CoR - - ® d X''s&r&zl c s L - p ^"9 y * 5* 2 5 : - ~ — A" £ ■3 « - r Z ~'-c = Z = jätete ’2a'~ «Ü-f2=s A Ö « - Nr. 88 Erstes Blatt 160. Jahrgang Samstag 16. April 1010 Ve;ng»vretS: Der Sietzener Anzeiger flgeree rnonallich75M.,viertel- erscheinl täglich, außer Bi . - ▲ jährlich Alk. 2.20. durch Sonntags. - BcUagen: * a A ▲▲ UI Abhole- u. Zweigstellen ^Wlviivllvl 4111 ivlüvl SB ^egeht der Sängerbund „Chattia" am 10. und 11. Juli in unserem Dors. cf). Oppershofen, 15. April. Im Herbst finden hier verschiedene Gemeindewahlen statt. Es ist die Wahl eines Bürgermeisters und dreier Gemeinderatsmit- glieder vorzunehnien, sämtlich wegen ,Ablaut der Wahlperiode. Unser jetziger Bürgernleister Schmidt wird voraussichtlich wegen hohen Alters eine Wiederwahl nicht mehr annehmen. Er 'hat das Amt 27 Jahre lang betleibet; ein Beweis dafür, daß er sich allseitiger Beliebtheit erfreut. Ein Bürgermerster t'andidat ist bis jetzt noch nicht laufgestellt. Auch der Beigeordnete unserer Gemeinde, Weil, hat sein Amt schon etwa 16 Jahre inne. (.) Nied er-Mörlen, 15. April. Unser neues Schulhaus, ein prächtiger zweistöckiger Bau, geht seiner Vollendung entgegen. Tie Bautosten »belaufen sich auf 60 000 Mk. Mit der Fertigstellung des Baues erfolgt die Errichtung der vierten Schulstelle. Seither mußten die drei Lehrer zusammen ri;ub 200 Schüler unterrichten. sc. Bisses, 15. April. Heute früh brannten hier die Scheuern der Landwirte Wilhelm Müller und Johannes Wolff II. nieder. Tie Entstehung des Feuers ist unbekannt.; Echte Decorii Ersatz. Katie 51 n Rh Gießener Strafkammer. Gießen, 15. April. Wegen intellektueller Urkundenfälschung stand der 26 jährige Bauführer P N. aus M.-Gladbach unter Anklage. Tie Ebe des hier wohnhaften Angeklagten wurde wegen Ehebruchs mit seiner Haushälterin geschieden. Als letztere am 16. November v. I. ein totes Kind zur Welt brachte, meldete es der Angeklagte als von seiner geschiedenen Frau geboren, aus dem Standesamt an. Während er irüher angab, er habe sich an seiner geschiedenen Frau, die ihn noch ständig mit beleidigenden Briefen belästige, durch sein Verhalten rächen wollen, gab er bei der Verhandlung an, er habe verhüten wollen, daß seiner Haushälterin, die im Ehescheidungsprozeß den Ehebruch mit ihm unter Eid bestritt, und ihm selbst Unannehmlichkeiten entstehen. Der Angeklagte hat sein Verhalten mit 100 Mart Geldstrasc zu büßen. Verleumderische Beleidigung ist dem Beigeordneten A. H. von Schwalheim zur Last (jC* legt. Ter Oberamtsrichter Geh. Justizrat S. von Bad-Nauheun hat mit dem Landgerichtspräsidenten Strafantrag wegen Beleidigung gestellt, weil der Angeklagte in einer Wirtschaft zu Bad-Nauheim erzählt hat, der Oberamtsrichter habe nach einer Mitteilung des Untersuchungsrichters in der Untersuchungssache gegen den Bürgermeister Sckudt von Torheim wegen Untreue, Unterschlagung und Urkundenfälschung an den letzteren einen Brief geschrieben, daß demnächst der Staatsanwalt zu Schudt käme, um ihm die Akten abzunehmen. Ter Angeklagte gab an, et sei am 2. Trz. v. I. zu einer Metzelsuppe in einer Wirtschaft zu Bad- Nauheim eingeladen gewesen. Es kam die Rede ans Bürgermeister Sch. und dessen Strafverfahren, wobei ein Anwesender behauptet habe, Sck. habe überhaupt leinen guten Freund mehr. Ter Angeklagte habe hieraus erwidert, daß dies doch der Fall sei, der Oberamtsrichter habe ihm ein gutes Zeugnis ausgestellt, er traue ihm keine Untreue und bergt, zu. Dieses Schreiben habe der Untersuchungsrichter vor der Vernelnnung vorgelesen und daun ein weiteres aufgesaltet, indem er bemerkt habe: „Jetzt kommt das Interessanteste!", und habe dann das srngliche Schreiben verlesen. Als der Oberamtsrichtcr Kenntnis von den Aeußernngen erhielt, wandte er sich an den Untersuchungsrichter und da dieser weder ein solches Schreiben verlesen hatte noch ein solches existierte, riet er bei der nächsten Vernehmung dem Angeklagten, sich mit dem Oberamtsrichter ins Benehmen zu setzen und die Acußerung zurückzunehmen. H. kam dieser Aufforderung nach: er erklärte vor Zeugen mündlich und schriftlich, die Sache beruhe auf &rj Deutsches Reich. Aus Karlsruhe wird gemeldet: In der Sitzung des Budgetausschusfes der b a d i s ch e n K a m m e r IPrach sich die Regierung für die Einführung der bicrten Wagen- klasse nach preußischem Muster aus. Der Ausschuß nahm einen Antrag an, indem er der Negierung das Bedauern ausspncht über die Aushebung einiger beschleunigter Perfonenzuge. Aus Stadt und Land. Gießen, 16. April 1910. * Tageskalender. Militärkonzert aus der Liebigshöhe. Sonntag nachmittag 43/< Uhr Kolosseum: Täglich Vorstellung. Kin e mat o g r a p h: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Anlagenmusik am Sonntag vormittag IIV3 Uhr in der Süd-Anlage. Spielplan: 1. Ouvertüre zur Oper „Der Freischütz" von Karl Maria von Weber: 2. Große Phantasie aus dem Musik- drama „Die Walküre" von Rich. Wagner: 3. Rhapsodie mit Benutzung ungarischer Nationalmelodien von Reindel: 4. Düppler Schanzen-Marsch von Piefke. * * B a h n pe r s 0 ii a lie n. Der Großherzog hat den Eisenbahn-Bau- und Betriebsinspektor Friedr. Horn zu Essen zum Mitglied einer Eisenbahndirektion in der Hes- isch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft ernannt. ** Arbeiteraussperrung im Baugewerbe. Nachdem die in Gteßen beschäftigten organisierten Maurer und Bauhilfsarbeiter zu erkennen gegeben haben, daß die Beschlüsse ihres Verbandes für sie maßgebend sein fallen, beschlossen gestern abend die Bauunternehmer von Gießen und Umgegend, heute die organisierten Arbeiter auf ihren Bauten zu entlassen. * * Kunstv ereiw Tie Ausstellung bleibt wegen Wechsels der Gemälde von heute an einige-Tage ge- ch l 0 s s e n. •• Die elektrische Straßenbahn wurde gestern von 5300 Personen benutzt. ** Von einem Unfall wurde heute morgen Geh. Justizrat ?Dr. Gut fleisch betroffen. Er kam in der Schloßgasie zu Fall, erlitt blutende Verletzungen und eine Verstauchung der linken Hand, mußte in ein Haus getragen werden und sich in ärztliche Behandlung begeben. " Laschendiebe bei der Arbeit. Gelegentlich des Kaiserbesuches hatten sich, wie stets bei derartigen Gelegen- heiten, auch Taschendiebe hier eingefunden, und sie machten gute Beute. Einem auswärtigen Pfarrer wurde Uhr mit Kette, einem Grubenverwalter von Siegen ebenfalls Uhr mit Kette, einem hiesigen Beamten und einem hiesigen Kaufmann gleichfalls die goldenen Uhren nebst Ketten im Gedränge aus den Westentaschen gestohlen. Der Wert dieser Gesamtbeute beläuft sich auf ca. 700 Mk. Weitere Fälle sind bis jetzt mcht angezeigt worden. ** Die Bür g erm eist erw a h l von Butzbach — dem neugewählten Bürgermeister Joutz wurde vom Friedberger Äreisausschuß. die Bestätigung versagt — beschäftigte heute vormittag den Pro vin z ia l au s sch u ß , jedoch wurde die Entscheidung ausgesetzt. " 2 5 j ä h r t g e s D t e n II j u b i l ä u m. Ihr 2 5 j ähr ige 8 Jubiläum als Haushälterin des Rentners M. Rosenthal, Bleichstraße hier, feierte heute Frl. Karoline Kahn aus Münster. Die Jubtlarin gilt als ein Beispiel seltener Pflichttreue. " Eine Schußprämie hat der Verband deutscher Brieftauben-Liebhaber-Vereine für das Abschießen und Fangen von Wanderfalken, Hühnerhabichten und Sperberweibchen ausgesetzt. 3500 Mark gelangen Anfang Dezember 1910 zur Verteilung, und zwar 2900 Mark nach dem Verhältnis der eingelieserten Fänge, während die weiteren 600 Mark als Sonderprämien an die höchst beteiligten Schützen verteilt werden. Wer an dieser Sonderprämie teilnehmen will, hat eine Bescheinigung des Vorgesetzten oder der Ortsbehörde beizufügen, daß die Raubvögel von ihm selbst erlegt sind. Für jedes Paar Wanderfalkenfänge wird von dem Betrage eine Prämie von 1 Mk. vorab gezahlt. Zur Erhebung eines Anspruches an diese Prämien müssen die „beiden Fänge" eines Raubvogels bis spätesten« Ende November dem Generalsekretär des Verbandes W. Tördelmann zil Hannover-Linden franko eingesandt werden. Tie Läufe sind bis kurz über dem ersten Gelenk abzuschiieiden, so daß ein kleiner Federkranz stehen bleibt. Nur die Fänge obengenannter Raubvögel können Berücksichtigung finden. "Eine seltsame Naturerscheinung. Aus Dorf- Güll schreibt uns ein Leser: Unt 5 Uhr heute morgen genoß ich das Schauspiel einer wundervollen glänzenden Erscheinung. Am östlichen Himmel, etwa 45 Grad vom Horizonte, zeigte sich von Norden nach Süden gerichtet mit kleiner Neigung nach Osten ein etwa 2 m langer und 10 cm breiter Lichtstreifen mit einem nach Norden liegenden Kern. Im ersten Augeii- blick dachte ich an einen Kometen und rief es meiner Familie zii. Allein die Erscheinung wurde schwächer und schwächer, und bis meine Angehörigen am Fenster erschienen, war sie verblaßt. Zu bemerken ist, daß die Erscheimmg stille stand, ■ also nicht wohl ein Meteor gewesen sein konnte; arich war 1 der Teil des Himmels, wo sie stand, wolkenlos, so daß 1 ein glänzender Wolkenstreif ausgeschlossen ist. Ob die Er» " icheinung schon längere Zeit zu bemerken war, iveiß ich nicht. ! Sie fiel mir plötzlich in die 'Augen und war nach ungefähr Minute verblaßt. Es wäre interessant zu erfahren, ob . diese Erscheinung auch' noch von anderen bemerkt worden , ist, was sie ivar, und was uns unsere Himmelskundigen bar- : über mitzuteilen vermögen. Saison-Eröffnung in vav-Nauheim. W. Bad-Nauheim, 15. April. Mit den Eröffnungsk'längen der unter Haus Win d e r- steins sicherer Leitung stehenden, vortrefflichen Kurkapelle, die in voller Stärke ihre Tätigkeit ausgenommen hat, begann heute die Saison. Aeußerst zahlreich sind aber auch schon die Kurgäste anwesend, die sich nicht an die Zeit binden, sondern sobald es die Verhältnisse nur gestatten, die Bäder aufzusuchen. Wenige Tage vor dem Saisonbeginn hatte der Großherzog unter Führung des Kurdirektors Freiherrn v. Starck und der Abteilungsvorstände des Bades eine eingehende fünfstündige kritische Besichtigung sämtlicher Kuranlagen und Neubauten Dorgenommen. Sämtliche Badehäuser sind geöffnet und alle Kurmittel, Trinkquellen, Inhalatorium, Gradierwerke, Zanderinstitut, sind im tadellosen Betrieb. Viel Neues ist'seit Jahresfrist entstanden. Im Park sind neue reizende Durchblicke geschaffen durch Entfernung alter Restbestände; die ehrwürdige Parkallee ist durch lange Rasendecke vom direkten Straßenverkehr abgetrennt und oadurch traulich alleeartiger gestaltet. Im neuen SOlu fiff aale find die akustischen Verhältnisse stark verbessert, indem ein Teil der Emporen durch Vorhänge völlig abgeschlossen werden kann: auch ist das Musikpodium bedeutend vergrößert. Die im vorigen Jahre versuchsweise eingeführten Samstagskonzerte im Musiksaale, welche sich so großer Beliebtheit bei allen musikalischen Feinschmeckern erfreuten, sind zur ständigen Einrichtung erhoben: es werden abwechselnd Sinfonien der Kurlapelle und Künstler-Konzerte gegeben; mit einer Anzahl erster Künstler sind bereits Abkommen getroffen worden. Tas Theater unter Direktor Steingötter wird am 15. Mai eröffnet und brinat in Drama und Oper, Lustspiel und Operette vom Neuen oas Neueste, vom Besten das Beste. Ten Glanzpunkt aller Neuschöpfungen bildet zweifellos die n e u e K 0 l 0 n n a d e, welche am 1. Mai dem Verkehr übergeben wird. Sie enthält einen Croquet- unb 7 prachtvolle Tennisplätze, zu denen breite Terrassen herabführen. Dieser Teil, mit Reftaurations- und Cafe-Betrieb, großen (Garderoben und Dusche-Raum, nur dein Sport und seinen Verehrern Vorbehalten, wird zweifellos einen starken Anziehungspunkt der eleganten und internationalen Welt bilden. Getrennt hiervon und nur durch den gemeinsamen inneren Wirtschaftsbetrieb verbunden, i t das unter derselben bewährten Leitung des Kurhauspächters Hofl. Moder befindliche allgemeine große Kolonnaden-Eafe mit zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften. Für Ausstellung s z we ck e sind außerdem in der Kolonnade mehrere Räume mit Oberlicht vorhanden. Auf dem alten .Salinenviertel regt sich auch die Bautätigkeit und moderne Ajfische Vor de»> 6Wl 2 redens de.'DM M'-Mut aus, bic iben -»ar, >"'d M gleite». ~ie 5?e.ram bie frei reisten zusanii sickn sollte- J".den bb.l Verdacht, weil sie * Auch vechlM verdächlch. «MU in Tlontcvibeo viel ( brnudje. Lei dem Ko ^anderuncHallen le mit, woraus das Ehe altättcn sich die Am will in Äontevidco 1 nad) Europa getomi regeln. - Ein Poli- dav Zitliuqer und y russischen Erenze als beutete« daraus hin, blut nach Argentinu bie Angeklagten zu Mdslrase, ö Iahrci Stuttgart. beute abent) das ll Siiljinii»', Pau- Äschofs £r. v. Rep.pl' 2er Angeklagte muri zur Tragung der Kost kattons-Aeirlgnis in d dem m der .K'osich gestochen. Villen für Rentner und einzelne Familien entstehen, und bte Bahnhofsneubauten werden in diesem Sommer noch in Angriff genommen. Es ist nichts versäumt, um dem Weltbad seine Großmachtstellung zu sichern:, und die Bade- tadt ist auch für jedermann, Reisende und Touristen, eine Sehenswürdigkeit. Ein Mitarbeiter schreibt uns noch zum Saisonbeginn: Die Natur ist soweit vor wie selten um diese Jahreszeit. Ueberall schon frisches Grün und würziger Blumen- inift! An den Schöpfer unseres Kurparkes, der unstreitig zu den schönsten und größten derartigen Anlagen in Deutschland gehört, werden die Kurgäste und Spaziergänger erinnert durch eine Ehrung, die die Großh. Kurverwaltung in den letzten Tagen dem verstorbenen Heinrich Siesmayer aus Vilbel, Ehrenbürger der Stadt Bad- Nauheim, erwiesen hat. Inmitten des Kurparkes, am Kreuzungsweg, der vom Kastanienrondell zur Parkallee Ührt, ist ein mächtiger Fe 1 sbl 0 ck mit der folgenden Inschrift aufgestellt worden: „Gewidmet dem Andenken des Schöpfers dieses Parkes, Heinrich Siesmayer 1857". Tie Fertigstellung sämtlicher Badehäuser machte im Interesse der Uebersicht eine vollständig neue Benennung derselben notwendig. Die Badehäuser heißen jetzt der Reihe nach: Badehaus 1 (früher V), 2 (früher X Nord), 3 (früher IX Nord), 4 (früher VIII Nord), 5 (früher VIII Süd), 6 (früher IX Süd), 7 (früher X Süd), 8 (früher VI) und 9 (früher IV). Tr. Leo mar lvedcr ein Vorzug sunggesellc mit e nergung gegen W gung, nämlich bi tonnten, und btt einen guten Tisch durch leine - ich Haushälterin leitet ein hoffni wcttlustigste Engli Weren Heirat h ein io verhör 'd Töchtern bt jener Männerart r ^ntd) den 'Dlagc-n a ’We allerdings, i es den Mich, daß eine fcaUj "i Wsi* t Ai wm (ein Stet aur diesen Gegen, " Horen icher ^emen und betj. s^Elne dieser H gebärdete Wurde Roosevelt an der Tür des kaiserlichen Arbeitszimmers erwartet und mit herzlichem Händedruck willkommen geheißen. Der Kaiser und Roosevelt biteben m angelegentlichem Gespräch länger als eine ljalbe stunde bejammert Roosevelt begab sich nach der Audienz beim S?ar|er in bie Kaisergruft, wo er an den Särgen der Kaiserin Elisabeth und des Kronprinzen Rudolph Kränze niederlegte. Abends gab der Minister des Aeußern, Frei her rvon Aehren- thal, ein Essen zu Ehren von Roosevelt, dem u. a der amerikanische Botschafter mit s^mer Gemähten, Ministerpräsident Freiherr von Bienerth mit Gemahlin und Knegs- minifter von Schönaich beiwohnten. man vermutet Brandstiftung. . x Nidda, 15. April. Heute nachmittag sand in Anwesenheit eines zahlreichen Publikums (Tarnen ^und Herren) von hier und auswärts die Eröffnung der Tuberku-i 10 s e - A u s st e 11 u n g in den Räumen der Gelverbeschule statt. Regierungsrat Tietz von Tamistadt hob die Wichtigkeit der Angelegenheit hervor tinb verbreitete sich über, >ie Tuberkulose als eine Krankheit, die sich nicht vererbe, andern von Mensch zu Mensch übertragen werde. Ein besonderer Teil seiner Ausführungen galt dem Alkohol- mißbrauch. Ter Mkohol sei ein Förderer der Tuberkulose nicht bloß, sondern auch der Verbrechen, der Sonn- tagsentheiligung und des Vermögensrückgangs. An Bil- >ern war die Zerstörung menschlicher Organe durch den Alkohol deutlich gemacht. Bürgermeister Roth dankte dem Vortragenden. Die Ausstellung wird auch von verschiedenen Schulen besucht werden. L. Friedberg, 15. April. Unsere Sanitäts- Kolonne wird nächsten Sonntag einen Uebungsmarsch in der Richtung nach Fraqkfurt machen und unterwegs nut der von Frankfurt kommenden, ebenfalls auf einer Uebungs- tour begriffenen Frankfurter Sanitäts-Hauptkolonne vom Roten Kreuz zusammentresfen. Beide Vereine werden dann im Saale der drei .Schwerter hier eine Zusammenkunft haben. -m. Friedberg, 15. April. Ein farbenreiches Bild bietet sich z. Zt. dem Naturfreund, wenn er den Blick von der Höhe des Chausseehauses bei Friedberg nackt Süden wendet. Ein bunter Blütengürtel, umgibt die Burg, gekrönt von den mit dem dunklen Grün des Efeus umwobenen alten Festungsmauern. Im Hintergrund schließt das Schloß nebst der alten Kirche, sowie nach Süden die altehrwürdige Stadtkirche, das Bild stimmungsvoll ab. Wenn man noch das gegenüber dem Burgberg sich erhebende Eisenpiadukt, sowie nach Westen die blauen Berge des Taunus, nebst dem zur Rechten au das Gebirge sich anlehnenden Bad-Nauheim mit betrachtet, so bietet sich dem Beschauer ein Bild, wie es schöner nicht gedacht wer den kann. -ch. N i e d e r - W e i s e l, 15. April. Hier plant man den Bau zweier neuer Straßen; sie sollen nach Oppershofen und Hausen führen. - Zwecks Erbauung, einer Wasserleitung soll die Gemeinde den Ankauf eines in der Gemarkung Espa liegenden Quellengebietes beabsichtigen. In nuferer Gemarkung ist das nötige Wasser leider nicht zu finden. — Zur Pfarrl>ausangelegenheit wurde be- schlosseu, kein neues zu bauen, sorrdem das alte Pfarrhaus wieder herzu ft eilen. R. B. Darmstadt, 15. April. Selbstmord beginn der Arbeiter Jak. Schmiedel aus HcmSbach a. d. B., der sich auf das Schienengeleise der Main-Neckarbahn legte und überfahren ließ. Die Beweggründe der Tat sind unbekannt. X. Hanau, 15. April. Aus der Braunkohlenzeche der Gewerkschaft Gustav bei Tettingen war die Fimra Reifenrath aus Niederlahnstein mit Ocnt Älbräumen der Erdmassen über dem Kohlenlager beauftragt, was unter Verwendung einer Baggermaschine vor sich geht. Auf dieser verlöteten nun Baggermeister Eichstädt aus Kochi und Ma- sckstnist Reisert aus Großwelzheim eine Büchse Kar b i d, als eine Explosion erfolgte und Eichstädt lebensgefährlich unb Reifert minder schwer verletzt wurden. Ä SÄ Der Kaiferbefud? in Eichen. * Gietzen, 16. April. lieber die Frühstückstafel im Offizierskasino wird uns noch mitgeteilt, daß der Kaiser vor Disch eine Reche von Meldungen entgegennahm, wobei er den Kompagnre- chef ter Leibtompagnie, Hauptmann Stephan, und Oberstabsarzt Tr. Plagge, der die 'Feldzüge in Chma und Südwestafrika mitgemacht hat, besonders auszeichnete. Bei der Tafel, an der außer den bereits gestern genannten Herren noch der kommandierende General von Eichhorn, der Divisionskommandeur Generalleutnant von Strantz, der Trigadekommandeur Generalmajor von Francois und der Kommandeur des Marburger Jägerbataillons, Major Friedrich Wilhelm Prinz zur Lippe teilnahmen, wurden keine Ansprachen gehalten. Vor dem Verlassen des Speisesaales unterhielt sich der Kaiser längere Zeit allein mit Pros. Dr. Bierm er, worauf sich der Monarch mit dem Offizierkorps photographieren ließ. Fräulein von Müller überreichte dann im Beisein des Fräulein von Lindequist und des Fräulein Hoos dem Kaiser einen Blumenstrauß. Im Vestibül des Kaisers empfing der Kaiser drei Vertreter des hiesigen S. C., die ihm einen Blumenstrauß. Im Vestibül des Kasinos empfing dankte den Herren für diese Aufmerksamkeit in herzlichen Worten unb' äußerte in scherzhafter Weise zu ihnen, sie möchten ja nicht solche Sachen machen wie der Bonner S. C. lieb erlaubt war der Kaiser überaus lebhaft und sehr guter Laune. Das geschmackvoll in weiß und gold gehaltene, kürzlich neuhergerichtete Kasino fand wiederum seine besondere Anerkennung. Es sei noch mitgeteilt, daß «sich um den guten Verlauf der Küchenangelegenheiten noch her Küchenchef Hermann Schmall, ein geborener Gießener, sehr verdient gemacht hat. Außer der (bereits gestern mitgeteilten) Ordens- auszeichnung des Regimentskommandeurs Oberst von Müller wurden noch verliehen: dem Hauptmann Schröder der Rote Adlerorden 4. Klasse und dem Regimentsadjutanten Oberleutnant Jebens der Kronenvrden vierter Klasse. Nach 4i/i. Uhr verabschiedete sich der Kaiser von dem Offizierkorchs und trat die Rückfahrt an. Sie führte durch die Landgrafenstraße, Ost-Anlage, Süd-Anlage unb Frankfurter Straße. Tie Soldaten des Regiments bildeten innerhalb der Stadt Spalier. Längs des ganzen Weges wurden dem Kaiser lebljaftige Huldigungen des zahlreichen Publikums dargebracht. Die Ankunft in Homburg v. d. Höhe erfolgte bereits um 6 Uhr. Die Absicht, bei der siirstlichen Familie in Braunfels den Tee einzunehmen, gab der Kaiser der vorgerückten Zeit halber auf. Der Besuch in Braunfels wird wohl an einem der nächsten Tage erfolgen. Dem Oberbürgermeister Meenm gegenüber sprach der Kais er seine besondere Freude über den ihm von der Bürgerschaft bereiteten schönen Empfang und die hübsche Schmückung der Stadt aus. Er beauftragte ihn, der Bürgerschaft hierfür seinen T a n k zu übermitteln. SM StzS; KW Kreins M t r dein • Ti'.ninit und tl d) se«- M c'inl,tenSen IÄt «tWgin M ^auswchung ° WW bestehen, von seinem Posten zurück. 60 Gartenkies Hausbositzern hohen Rabatt! in dauerhaften Qualitäten Gartensand Neustadt 23. ss34/« Goldisan iiHji.i j JiutBllHW tTCTVra r« Eklund Ardeiterkleider, blaut. Tchlosier-Anzügc ging Bei SARG ßerlln,S.42 Rittcrstr.11 Wien-Paris. BESTE zahn-CREME Nur schwächliche Binder und Magenleidende ttt das altbe währte Nestle sche Slinbcrmebl eine leidit verdauliche, moblfrbmetfenöc und gern ncnommenc Nahrung, welche die ttörvertrauc bebt und Verdauungsstörungen verhütet. Probe und llluftrierlc Broschüre kostenfrei durch Nestle'ö Kinderniehl l^eieltichan. Berlin d. 4— raufende Anerkennungen bewelien, daß meine iial. Zucht u. Legehühner die ücu. sind. .Hut. grat.Bcckcrö ^enngclbof, Vreidenau Lieg. rückt ostwärts vor. Dadurch wird eine Winddrehung nach Westen beivorgcnnen, die stärkere Abkühlung im ticiolgc hat, zlunat nbcr Westeurova kalte Nordwinde sich eingestellt haben Wetteraussichten in Hessen am Sonntag dem 17. April 1910: Vielfach geringer Regen, windig, kühl. LusttchiffahN. Sin Ballouunfall. L a a r b r ü ck c n , 15. April. Der Ballon „Prinzeß Viktoria", der gestern morgen 91/« Uhr im hiesigen Volksgartcn ^ansgcsiicgeil war, kam hinter Marburg in eine Vertitalboe. 2er Ballon NTurde von der Doc ersaßt und von einer Höhe von ^00 Metern heruntergerissen, und stieß, obgleich! die Insassen, Lbcricutnant Klein vom 70. Infanterieregiment (Führer, sowie die Zerren Brauereidirektor Müller-Geislautern und Kaufmann K stock Saarbrücken, den ganzen Ballast bis aus 212 Sandsäcke ouswarfen, auf den Boden auf. Oberleutnant Klein und Brauereidirekror Müller lourixm heraüsgeschleudert. Kaufmann Kiroch wurde ixit dem Ballon wieder in die Vöfoc getrieben, spater gelang es ihm, zu landen, und der Ballon flog dann führerlos weiter. Sämtliche drei Herren find nicht verletzt. Sine Spur von „Luna"? Stockholm, 15 April. Die „Schwedische äronautische Gesellschaft", die sich lebhaft mit dem Schicksal des. verunglückten deutschen Ballons „Luna" beschäftigt, erhielt gestern von dem Förster in Peck ass ä r vi Finnland, einen Brun, wonach er einige Personen vor etlicher Zeit an einem flürmüchen Abend in einem Ballon gesehen habe, der sich in 20 Meter Höhe dem Lande näherte und bald über den großen Wäldern verschwand. Spater hätten einige Personen in den Wäldern, wo h o h c r S ch u e e lag, nach dem Ballon gesucht, aber nichts gesunden, xic aronau- tische Gesellschaft betrachtet die Nachricht als äußerst werlvoU. Wenn Sie Ihr Kind gesund, munter und geistig frisch sich entwickeln (eben wollen, so geben Sie ihm Dr. Hommcl's Hämatogen. Warnung! Man verlange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel. lv'/, 1I Ä Ä — für reisende IlOSpiZ Damen evang. Schwesternhaus, tiieesea. lotiannaestr. 1. reines. schönes Material. Anfuhr vrompt und billig. (L. Riibsarneu, 023411 Telephon 250. Besorge auch das Auseinander fahren und Ausbreiten des Kieses ini Garten. Original, vrahtineldungcn. Berlin, 16. ‘Jlnril. In dem Befinden des Grafen O r i o l a ist eine V e r f ck; l i ist m c r u n g c i n g e t r c t c n. 4. et Graf erlitt gestern nachmittag einen Schlaganfall. Bergzabern, 16. April. Heute nackt um 4 Uhr über die Südpsal z ein s ch w e r e s G e m i t t c r Hiebet. Schweighofen wurde der 19 Jahre alte Bauerniohn Eugen Fischer aus freiem Felde vom Blitz erschlagen. Paris, 16. April. Zu dem am 18. Mai beginnenden großen Flottenmanöver, das 11 Tage dauern oll, werden 12 Schlachtschiffe, 8 Panzerkreuzer, 24 Torpedobootszerstorer sowie mehrere Adteililngen Torpedoboote und Untericcbootc an der alge ri'chen Küste zusammengezogen. Allein für den Koluciwerbrauch sollen mehr als eine Million Franken auigewendet werden. London, 16. April. Lord Roseberb richtete an bi? „Times" einen Brief, in dem es u. a. beißt, da» er bei der außerordentlichen Wicktigleit der lonititutionellen Arife, an Ne Führer der uniouiftischen Partei den dringenden '.'lpvell richte, die T a r i ffr a g e für den kommenden W a hl k ampl f al le n z u l a s s c n und einen offenen Kampf um das Ein- oder Zwei kammerspstem zu führen. _ . . Tunis, 16. April. Z tv a n z i g Soldaten des atrl' kanischen Strasbataillons wurden wegen Meuterei zu Zuchthausstrafen von 1 bis 10 Jahren verurteilt. Tokio, 16. April. 2er japanische Generalkonsul in Söul trat wegen 'Unstimmigkeiten, die zwischen ihm und dem Kabinett Katsura über die koreanische Politik Kuverts mit Firma s Srühl'sche Universitäts-Druckerei. R. ränge, Gießen AutenMa ... - Lanolin-Seife Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit gestern früh: ^as westliche Stcf- druckgebiet hat uns nur strichweise etwas Regen gebramt; am seiner Oslseile herrschte gestern meist heiteres warmes fetter; dagegen sind im Westen des Reiches (Aachen, Pietz) stärkere Regensalte vorgekommen. - Das Tiefdruckgebiet lagert setzt bei England und vermischter. .* Große Brände brachte der gestrige Tag. Auf dem Kehrwieder int Freihafen entstand um 11 .Uhr im ^achgeschotz eines Speichers Feuer, das jedenfalls auf eine Erplvtton zuruck- zuführen ist. Tas Feuer verbreitete sich ziemlich rasch^aus die unteren Stockwerke, doch konnte es mit Hilfe von vier "pritzcn- dampfern in einer Stunde gelöscht werden. Jede Gefahr ist beseitigt. 2 Arbeiter sind tot aufgefunden worden. — Zn Breidenbach (Unterfranken) setzten mit Zündhölzer spielende Kinder einen Bauernhof in Brand. Vier weitere Anwesen darunter, das Schulhaus, zehn Nebengebäude, 28 e>tud Großvieh, sowie viel kleines Vieh und Geflügel, fielen den Flammen zum Opfer. * Zu dem Brand in Böhmenktrch, über den wir gestern ausführlich berichtet haben, wird uns noch gemeldet, da» insgesamt 71 Wohnhäuser und neun Nebengebäude dem Brand zum Opfer gefallen sind. (Wir hatten gestern 80 gemeldet.) Tie Ausdehnung des Feuers wurde ermöglicht durch den heftigen Sturm und Wassermangel, .'lußer dem Vieh konnte fast nichts gerettet werden. 2er schadenGebäuden wird aus zirka 270 000 Mark, der an Fahrnis aus loO OOO bis 200 000 Mk. gc'chützt. Unterstützung ist in großem Maßstabe geplant. Xie Staatsbahnen befördern Sendungen frachtfrei. * lieber zwei Unfälle aus Torpedobooten wird uns amtlich aus Berlin gemeldet: Berlin, 15. .lpril An Bord des Torpedobootes „S 147" ist vorgestern nachmittag ein Tampsrohr gerissen, wodurch zwei Öeizer verletzt worden siiid. 2er Heizer Thielevon ihnen wurde schwer v e r l e tz t (Sine unmittelbare Lebensgefahr ist aber nicht vorhanden. Auf dem Torpedoboot „S 140" ist der Verdampfer geplatzt, wodurch der Heizer Leenier schwer und zwei rudere Heizer leicht verletzt morden sind. Bei diesen beiden llnsallen handelt es rd) um ein zufälliges Zusammentreffen von Ungluckssallen, die mit den zurzeit stattfindenden Uebungen tn feinem Zusammenhang stehen. Kleine Tageschronik. Zn Neuhäusel (Westerwald) begoß eine Bäckersfrau ihren etwas schwachsinnigen Mann mit Petroleum und schob ihn mit Hilse des Gesellen in den B a ck o s c n. Auf das Geschrei des Mannes kamen Leute hinzu und befreiten ihn. Die Täter wurden verhaftet. 'w 3 « 10- 11 3ult in Gerichtssaal. Nufsische M'ädchenh'ändler vor Gericht. 4 & q in bürg, 15. April. Dor dem hiesigen Landgericht hatte sich wegen be§ genannten Vergehens der Aiützeinnacher Israel Z i 11 i n g e r nut feiner Ehe- nau Rosa zu veranlworten. Tie Anzeige ging von einer errau -.aubenblnt aus, die von den Angeklagten als Kochm engagieil norden war, und zwar sollte sie die Angeklagten nach Montevideo begleiten. Tie Bekanntschaft hatte in Kaklowit; Itattge'iunben unö bie drei reisten zusammen nach Hamburg, wo die Emsch'ssung statt- finden sollte. In den Auswanderungshallen schöpfte grau -rauben- blut Verdacht, iveil sie von den Angeklagten unter Ausiicht gehalten wurde. Auch verschiedene Redensarten der Angetlagten erschienen ihr verdächtig. Fiau Zittinger hatte ihr einmal,gesagt, man könne in Montevideo viel Geld verdienen, ohne daß man zn arbeiten manche. Bei dem Kontrollbesuch emes Polizeibeamten m den Aus- wanderungshallen teilte Frau Taubenblut diesem ihren Verdacht nut, woraus daS Ehepaar verhaftet wurde. Bei ihrer Vernehmung erklärten sich die Angeklagten für völlig unschuldig. Ter Ehemann will m Montevideo eine gut gehende Mützenfabrik besitzen lind nur nach Eliropa gelonu.ien sein, um feine Militärdiensiverhaltnisse zu regeln. - Ein Polizeibeamter aus Katlowitz bekundete als Zeuge, daß Zittinger und ferne Frau in dem preußischen Winkel an der russischen Grenze als Mädchenhändler bekannt seien. Tie Anzeichen deuteten darauf bin, daß hier der Versuch vorliege, Frau -^uben- blut nach Argentinien zu verschleppen, -icr Gerichtshof verurteilte Me Angeklagten zn je 1 Jahr 9 Monaten Zuchthaus, 609 Mark Geldstrafe, 5 Jahren Ehrverlust und Polizeiausiicht. Stuttgart, 15. April. Tie Straska m m er verkiindigte heute abend das Urteil gegen den Redakteur des ,-Limpli- -.ssimns", Hans Kaspar G u l b r a n f s o n , wegen Beleidigung des Bischofs Tr. v. Keppler ::nd der Geiftlichkcit der Ttoze'e Roteubuig. 2 er Angeklagte wurde,;,u zwei 'Mo n a t e n G e f a n g n t s imd giv Tragung der Kosten verurteilt. Ten Beleidigten wurde Publl- latioiis-Befugnis in drei württemberglschen Zeitungen und auger- oem in der „Kölnischen Zeitung" und der „Kreuz-Zennng zu- gesprochen. _________ Ukarätige Goldauflage.® 10jährige urkundl. 1 Garantie für gutes Tragen, sonst verbürgter , Umtausch. Elegante Original - Etuis. Billige ; Preise. Erhältlich in Goldwarenhandlungen. konstatieren, das; seine Laune am brillantesten war, wenn er bei „Geheimrats" aß. Bis dann der Tag kam, an dein er feine Wisibegierde nicht mehr zügeln konnte, und nun seinerseits die Rätin mit gemachter Feierlichkeit fragte: ...... „?lber nun, gnädige Frau, müssen Sie nur auch sagen, nie Sie es möglich machen, auch der einfachsten Speise einen so angenehmen, kräftigen Geschmack zu geben." Tie Hausfrau klingelte nach dem Tienssinädchen: „Emma, bringen Sie doch mal meinen „Kochgehilfcn". — „Ah, das nennen Sie Ihren Kochgehilfen, das ist ja Liebigs Fleisch-Extrakt! Ich weiß wohl, das; man es um Verbessern der Speisen gebraucht, aber daß mau mit seiner Hilfe die Speisen so schmackhaft machen kann, wie ich das bei Ihnen erfahren habe, ist mir denn doch neu." „Ja," lachte die Rätin, „Sic sehen, daß bas Kochen eigentlich gar keine so große Kiinst mehr ist, und es ist gar nicht einzusehen, weshalb es die von Ihnen so oft verlästerten „modernen" Frauen nicht auch könnten." Tr. Leo erklärte sich vollkommen geschlagen. Eine Veränderung ging mit ihm vor. Seine näheren Bekannten wollten sogar elegische Stimmungen bei ihm bemerkt haben, führten das aber darauf zurück, daß er, wie sie es scher> -end nannten, in,ach Ablauf der Probezeit nicht mehr so oft an Geheimrats Fleisch-Extrakt Töpfen sitzen könne. Und die Moral von der Gcschicht' trtstallistert sich in einem Frack mit weißer Binde und dito >pandschuhen — die hatte Tr. Leo nämlich an, als er um Fräulein Käthe Kandlers Hand anhielt. . . , Von da ab sah man aber in allen Geschärten, die sich der „Ernährung" der Einwohner von X. widmen, das Schild prangen: „Liebigs Fleisch-Ertratt, hier zu haben." £-b'' oc-3 guten Beispieles wird cs nämlich nunmehr von allen Hausfrauen in £. benutzt, und in töchrerrcichcn Familien soll es geradezu als Mittel zur Züchtung von Ehemännern angesehen werden. finbinig, er bedauere die Verleumdung und erklärte itd) bereit., 00 Mark Buße zu zahlen, die dem Kinderhospital zu Bad-Nauherm maute kommen sollten. Er- verprlicktete sich, den Jnlsatt des ' --'Nleicks den 3eager„ die in der Wirtschaft waren, mitzuterlen. v;‘ieu Verpflichtungen kam der Angeklagte nicht nach und bc l"cuntete später, seine Angaben seien wahr und er wolle den Beil Clr, bdfür erbringen. Tas Hauptversahrm wurde vor der Stras- n mmer eröffnet und der Angeklagte blieb baba, es sei an i'oldeö Schreiben vom Untersuchungsrichter verlesen worden. Bei lVr Verhandlung sckivachte er die Sache ab; er will sick nickt u.-hr auf alles entsinnen können, er sei auch sehr aufgeregt ge- ivefen Nackrdem einige Zeügen gehört waren, sah der Angeklagte sein nUreckt ein : er bat den Beleidigten um Verzeihung, indem er erklärte, er fei zu der lleberzeugung gekommen, ferne Annaben seien unwahr. Es wurde ihm Gelegenheit gegeben, außerhalb des Sitzungssaals sich mit dem "Beleidigten und dessen Vor- ,i setzten ins Benehmen zu setzen. Es kam zu einer Verständigung, i aü der Angeklagte neben Tragung sämtlicher Kosten, je 100 Mark nir das Kinderhospital „Elisabethstift" und an den Fonds des Vereins zum Schuh der entlassenen Gefangenen bezahlt, die "leußerung unter dem Ausdruck des Bedauerns als unwahr mrück- nimmt und Abbitte leistet. Wenn nach Ablauf von 4 Wochen die Bedingungen sämtlich erfüllt sind, so soll, falls das vfUstiz- minifterium seine Zustimmung gibt, die Sache ohne Urteil erledigt werden E e Ein Pfand, das als Diebstahl aufgefaßt wurde, hat sick der Wagner K. S. HL von Erchelsdorf ver- -chafst. Er hatte an einen Landwirt mit fchlechter Vermögenslage eine Forderung, weshalb ihm geraten wurde, si choin Pfand zu verschaffen. Er begab sich auf das Feld und nahm eine Egge und einen Pflug, die dem Landwirt gehörten, mit. Aus Anzeige folgte eine Haussuchung bei ihm, bei der trotz Leugnens die machen gefunden wurden. Tas Schösiengericht nahm an, dem Angeklagten habe ülc rechtswidrige Absicht gefehlt, da er fick nur ein Pfand habe verschaffen wollen und sprach ihn tret. Infolge Berufung der (vtaatsanwaltschait gelangte die Strafkammer zur.Verurteilung des Angeklagten zu 3 Tagen Gefängnis, da er von der Rechtswidrig- leit seiner Handlung überzeugt gewesen fei. (oder gerade deswegen» ein vorzüglicher Gesellschafter war, o lernte man sich bald kennen. _ . Sie glauben also, Herr Toktor," fragte ^-raulein Käthe, des Rats Aeltestc, „daß die Kochkunst bei den modernen Frauen kein Interesse mehr fände. Es ist ja eigentlich schrecklich ungalant von Ihnen, uns armen Frauen so jedes Verständnis sür die Kochkunst abzusprechen, aber cuie ehrliche- Ueberzeugung ist ja immer zu schätzen — auch wenn sic auf unrichtigen Voransfctzungen beruht." O gnädiges Fräulein wollen mir das Gegenteil beweisen.' Darauf bin ich doch begierig. Uebrigens bitte ich, bemerken zu dürfen, daß meine bisherigen Erfahrungen mich zu meiner Ueberzeugung gebracht haben. Ihre persönliche Fertigkeit im Kochen crlaubic ich mir damit nicht zu kritisieren." Nnn mischte sich Frau Geheimrat Kandier, die bis dahin eine stille Zuhörerin des Gesprächs gewesen war em. Nun, Herr Doktor, ich mache Ihnen einen akzeptablen Vorschlag. Nach dem, was Sie da vorhin sagten, habe ich es mir in den Ko-pf gesetzt, die Reputation meiner Mik- schwestern zu retten, deshalb" -- die Rätin erhob ihre Stimme zu einer komisch-ernsten Feierlichkeit — „lade ich Sie ein, uns zur Tinerzeit das Vergnügen Ihrer Gegenwart zu machen, wann es Ihnen nur immer beliebt, ohne vorherige Anmeldung, also ganz a l’improviste. Bitte, bereiten Sie sich nicht auf luwllische Genüsse vor, sondern aus eine einfache, aber schmackhafte Hausmannskost, denn auch ich habe eine Ueberzeugung, nämlich die, dar; man mit einsachcn Hilfsmitteln stets schmackhafte Speisen bereiten kann. Sie werden sicherlich, auch auf die Gefahr hin, ungalant zu fern, der Wahrheit die Ehre und mrr eine obiektivc Kritik meiner Kochkunst geben." Ter Doktor akzeptierte lachend, und schon im Laufe der nächsten Tage hib er sich unangemeldet zu Gasta Uebergehen wir die einzelnen Phasen seiner Verwandlung vom Saulus zum Paulus und begnügen uns damit, Der GhestifLer. Bon tz, Kasparet. . (Nachdruck verboten? Tr. Leo war Junggeselle. Tas ist an und für sich weder ein Vorzug, .noch ein Nachteil. Tr. ^eo war aber Junggeselle mit erschnerenden Umständen, denn seine uv- nciguna gegen das Heiraten entsprang emer Ueberzeu- n u n q, nämlich der, daß tue modernen Frauen nicht kochen tonnten, und da er nun einmal die kleine schwache, für einen guten Tisch hatte, so zog er vor, seinen HauZtand diirch seine — wie er sagte — von ihm „dressierte alle Haushälterin leiten zu lassen. Tr. Leo war a^o mit einem Wort ein hoffn n ngslofer Junggeselle, und selbst der wettlustigste Engländer hätte aus die Möglichkeit seiner späteren Heirat leinen .Pfennig gesetzt. Unnütz zu sagen, daß ein so verhärteter Junggeselle von den mit heiratsfähigen Töchtern belafteien Müttern als typischer Vertreter jener Männerart verschrien war, bei denen die Liebe nur durch den Magen gehen soll. Wer deii Toktor naher kannte, wußte, allerdings, daß er kein so krasser „Materialist wai, al- es den Anschein hatte, nur hielt er es eben damit, das; eine Frau, die sich für den Kochtopf interessiere, auch sonst vorzügliche Eharasiereigcnschaften befaße. x,e HW lunst wai iun Steckenpferd, und wer im Gespräch das Vhcma aus diesen Gegenstand brachte, konnte lange Tiraden von ihm hören über den Niedergang der Kochkunst im allgemeinen und derjenigen seiner Umgebung im besonderen. Eine dieser Reden, in der sich Tr. Lev besonders belehrend gebärdete, hielt er auch heute wieder auf dem kleinen Familien-Tce bei Geheimrat Kandler. Ter Herr Rat war erst vor kurzem aus der Hauptstadt nach dem Städtchen gezogen, wo Tr. Leo seine medizinische Praxis ausübte und da! unser Doktor trotz seiner Ehescindlichleit 'Mr :e lang ■Ä: M KZW. & fm in fc J-tn?er Gewerbeschule «Itabt hob die Lichtig. verbreitete sich gr b}e 14 nicht vererbe, L11 a g e n werde, (än l9öJt bem ^1^1)01. Öderer der Zuber, frechen, der Sonn, nsruagangs. An Bil- “ Organe durch den hier Noth dankte dem >to auch von verschie. . Unsere Lanitäts- wen llebungsmarsch in und unterwegs mit ber ls aus einer Hebung?- läts-hauptkolonne vom ’e Vereine werden dann - eine Zusanlmcnkunfi Ein farbenreicheL .rfremld, wenn er den hes bei Friedberg nach tengiirtcl, umgibt die Een Grün des Efeut- n. 3m Hintergrund en Arche, sowie nach je, das Bild mmmungs lüber dem Viugberg fidi Westen die blauen Berge ?n an das Gebirge sich trachte/, so bietet sich hier iiidit gebaut tver- \V tzier plant MM den ie Men nach Qp-ers zwÄs 6ibauung einer nde den Änkäus eines in >ucllengebietes beabji^ das nötige Wasser leck! Angelegenheit wurde k adern das alte P.farr Selbstmord Begine tzemsbach a. d. der fi» fjlabt^cdarbabn legte w Mr Tal sind mibclaiuü. der BraunkohlcnMe der i war die Firnia Aeifem an «riuimen der wiiraqt, was unter «v Ms gsäsÄ- urben. —- Marke ..Faustring“ /ThraIhr ä Rolle von 10 Pfg. an iflPülvIi Eleg.GoldtapeleäRollev.20Pfg. 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