Erst« Matt Ur. 291 160. Jahrgang Montag. 12. Dezember 1910 ZGietzeimAnzeigM MU, M Genera! -Anzeiger für Cberyeffen WM für die Snqex-nummer lfotaSottröruckvndVerlag dervrühl'schen Univ.-Vuch' und Steindruckerei K Lange. Reöaftion, Expedition und Druckerei: Schulftratze 7. b-s vormittags S Uhr. Expedition für Büdingen: Bahnhofstraße 16a. - Telephon Nr. 50. Anzeigenteil:H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. Was nun? Wie vorauszusehen war, sind auf die Betrachtungen der Lage in unserem Reichstagswahlkreise Gießen-Grunberg- Wda, die wir am Samstag veröffentlichten, uns einige a e u e Z u s ch r i f t e n zugegangen, die wir gleichfalls wörtlich abbrudcn tooflcn. Wem: auch eine volle Einigung aller bürgerlichen Parteien schwerlich zustande fommeii oird und die zunächst hier folgende Zuschrift, die Herrn Stadtverordneten Troß als gemeinsamen Kandidaten in Vorschlag bringt, in bezug aus die allgemeine künftige Gestaltung unserer deutschen Parteiverhältnisse reichlich ovttrnistisch klingt — so ist doch jedenfalls eine ruhige, von Agitationsphrasen freie Aussprache dec verschiedenen Partci- lnchtungen der Sache nur förderlich. Zunächst also der Vorschlag einer neuen Kandidatur Troß. Man schreibt uns: Gießen, 11. Dez. Ihre gestrige Zuschrift über die nächste Reichstagswahl gibt einem Manne, der den Wahlkreis auf Grund jahrelanger eiw gehender Beobachtungen kennt und auch die Stimmung infolge bei nationalliberalen Kandidatur Gisevins allseits erforscht hat zu folgenden Bemerkungen Anlaß: Der Artikel spricht vom Bürgertum und von der bedauere lichen Aufstellung eines zweiten bürgerlichen Vertreters (also neben dem Nationalist) eralen noch eines vottsparteilick)en-. Ge-, üören denn die 9000 Wähler des Herrn Köhler, gehört Köhler nicht selbst zu den bürgerltchen Parteien? Ist 5l*ö bl er nicht stets für die Interessen des Kleinhandels und Handwerks eiligen et en? Ueberhaupt l)at es einen eisrigccen Lerscaüer der Interessen der Selbstwirtschafter, der Nichlange- ft eilten, gegeben als Köhler? Ter Artikel ruft nach dem Hansa- bund? Will jemand bestreiten, daß dieser in seiner Art weniger einem ist, als der Bund der Landwirte? Was soll eine bloße Verständigung der „Liberalen"? Das gibt doch weiter nichts wie wiederum Flickwerk. Warum will man unter allen Umständen in einseitiger Verblendung die Landbevölkerung von einem Zusammengehen bei der Reichstagswahl aus- schließen? Warum liest man immer von Verhand-- I ungen zwischen Ratio na liberal en und Volkspartei? Warum nicht einmal toon einer solchen mit den 9000 Wählern Köhlers? Ist eine Vereinigung aller bürgerlichen Wähler auf eine Person unmöglich? Ich behaupte, sie ist möglich und sollte für diese Wahl schon angestrebt werden. Köhler selbst hat ja in ehrlicher Weise die Hand dazu geboten. Ihm war Gisevius als gemeinsamer Kandidat recht — er hat's ihm selbst gesagt — aber nur mit einer Einschränkung, er dürfe sich nicht einseitig einer Partei, der nationalliberalen, anichließen. (Denn dann sind wir wieder keinen einzigen Schritt »eiter, die alte gegenseitige Scheelsucht zwischen den Bürgerlichen aller Schattierungen bleibt bestehen.) Vielmehr als parteiloser Kaudckat. jolie Gi.evius auf treten. Das war doch seilens Kohlers ein gewiß sel/r weites Entgegenkommen, das alle Parteien, denen das Ganze höher steht, als das Partei- inieresse, freudig hätten anerkennen sollen. Hätte Herr Gisevius nach einem derartigen Entgegenkommen Köhlers der naiionallibo Taten Partei erklärt, ich bin Köhler dankbar, daß er mich als parteilosen Nachfolger haben und mUerftütjen will, benutzt mit mir diesen großen Augenblick, wirft allen Hader über Bord, weg n it dem Trennenden, em Zusammensckstuß aller bür geil i.üjen Elemente von Rechts bis tief in die Reihen der Freisinnigen, ist letzt möglich, ich, Gisevius, will der „gemeinsame", parteilose 5rcmdidat werden — dann hätte er eine große Tat vollbracht und nll der Aerger und die Verbitterung, die bis jetzt schon entstanden ist, wäre unterblieben. Ist aber feine Aenderung mehr möglich? Wir dünkt, sie ist es, wenn neben Herrn Köhle r, der sich daraus eingehen wird, auch Herr Gisevius, also bei beiden bis jetzt nominierten Kandidat en, von ihrem Sonderkaiididaturen ab st eh en und einem Dritten Platz machen, der als national-monarchisch und mittelständisch gesinnter Mann in weiten Kreisen jetzt schon d)s größte Ber- trauen genießt — ichmeine dem Hemm Stadtrat Louis Troß in Gießen. Meine Meinung aber deckt sich mit derjeniaen von mindestens 80 Prozent der nickt sozialdemokratisckien Wähler. Tie alten Parteien haben sich saust und sonders überlebt, haben fern Vertrauen mehr zueinander, leben in wilder Fehde, sie müssen, ob sie wollen oder nicht, früher oder später verschwinden und — angesichts der überhandnehmenden Sozialdemokratie —, muß eine einzige große monarchistische, kurz gesagt „Deutsche Partei" an ihre Stelle treten. Der Boden und das Bedürfnis dazu aber sind in den Wühlerkreiseu unb nicht zuletzt auch in dem Kreis der jetzigen Reiä-stagsabgeordneten aller Parteien schon längst vorhaliden und eine gemeinsame Kandidatur Troß mit dieseni Ziel sollte des Schveitzes aller Edlen wohl wert sein. * Man schreibt uns von deutsch sozialer Seite zu dem Aufsatz „Was nun ?": Wir würdigen durchaus den Schmerz der Nationalliberalen über unsere einmütige Ablehnung der Kandidatur Gisevius. Aber fonnten sie ohne i cbe Andeutung einer Gegenleistung etwas anderes erwarten? Umso bedauerlicher erscheint es jetzt, wenn man mit offenkundigen Unwahrheiten seinem Herzen Luft macht. Es ist grober Täuschungsversuch, wenn Herr Köhler als einseitiger Agrarier und die vereinigten Deutsch- und Christlich-Sozialen als einseitige Klassenpartei bezeichnet werden. Das gerade Gegenteil ist der Fall, wie Programm und politische Arbeit beweisen. Die Franzosen im wadaigebitte. Paris, 11. Dez. Eine anttliche Noce über die französisch - e n g l i s ch e n B c r e i n b a r u n g e n betresfend daS W a - dai-Land bezeichnet es als einen bemerkenswerten Erfolg der französiscl-m Diplomatie, daß England Den fra n z ö - fischen M i 1 i t ä r^b c hö r d e n das Recht e i n g e r ä u m t habe, die Wadai-Siämme bis ins Da r s o u r - G e b i e t zu verfolgen, welches zur englischen Einflußsphäre gehört. Ter in Bordeaux eingelrossene General-Gouverneur in Egua- torial-Afrila, Al e r l i n , erklärte mehreren Journalisten, er habe bei seiner Abreise gewußt, daß Oberstleutnant Moll einen Angriff an der Grenze des Wadaigebietes unternehmen wolle, da ein solcher infolge der Niederlage der Kolonne des Hauptmanns Fiegenfchuh vom moralischen Standpunkt aus notwendig geworden sei. In diesem Gebiete könne dauernde Ruhe nur durch eine energische Militärische Besetzung des gesamten Wadailandes herbeigesührt werden. Meutereien in vrasiiien. Rio de Janeiro, 10. Dez. Heute nacht kurz vor Mitternacht meuterte ein Seebalaillon, das in der Kaserne auf der in der Bai von Rio de Janeiro in geringer Entfernung der Sladt gelegenen Insel Cobras untergebracht ist. Nach hestigcm Geschützfeuer, das die Kriegsschiffe gegen 5 Uhr früh gegen die Insel eröffneten, botendieMeutereran,srchzuergeben. Um 11 Uhr vormittags herrschte in der Stadt völlige Ruhe. Die Blätter behaupten, daß die Beweggründe der Meuterer geringfügiger Natur seren. Tie Empörung auf Rio Grande del Sui dauerte nur kurze Zeit. M e h r e r e M a n n sind gefallen, darunter em Offizier. Tas Artilleriefeuer auf die Insel Cobras dauerte bis 31/2 Uhr nachmittags. Von der Insel wurde das Schießen erwidert. Am Ufer unD den angrenzenden Wegen lagen mehrere Tote. Der Senat bcichloß, trotz des Einspruchs von Ruy Barbosa, die Verhängung des Belagerungszustandes für dreißig Tage. Die ausftändiiche Bewegung ist nunmehr ganz erstickt. Tie Bataillone der Ausstandiicheu hatten über 2 0 0 Tote und Verwundete. Die Stadt ist ruhig. Da die Meuterer um einen Waffenstillstand bis 10 Uhr 30 Min. morgens gebeten haben, um die Verwunbeten weg- zuschasfen wurde die Beschießung der Insel Cobras ausgesetzt und um 11 Uhr wieder ausgenommen. Wenn sich die Aufrührer nicht ergeben, wird em Sturm auf die Insel unternommen. Die Zahl der Opfer auf dec Insel wird als beträchtlich geschätzt. Präsident Hermes da Fonseca wird noch dem Senat eine Botschaft überreichen, die ein Expo so über die Situation enthält. Es ist wahrscheinlich, daß der Kongreß den Belagerungszustand beschlieyeii wird. Die Landbatterien unterstützen die Kriegsschiffe in der Beschießung der Insel. Bcöuinengräuel. Konstantinopel, 10. Tez. Beduinen stamme griffen die Stadt Kerak östlich des Toten Meeres an, machten die Besatzung nieder, schlachteten Hunderte von Christen ab, überfielen und zerstörten die Station Katräne an der 5)edschasbal)n und metzelten die Beamten mit ihren Familien nieder. „Jkdam" gibt die Zahl der in Kerak Ermordeten auf •10 an. In die bedrohten Gegenden wurden Truppen entsandt. Ueber die Vorgänge in Kerak liegen, sagt eine spätere Meldung, authentische Meldungen vor, nach denen 5000 Beduinen den Mittest ar if, alle Zivil- beackten mit Familien und die ganze Garnison n i e d e r m e tz e l t e n. Unter den Opfern befindev sich viele Christen. Die Wahlen in England. London, 10. Dez. (11 Uhr.) Gewählt sind 182 Liberale, 255 Unionisten, 32 Vertreter der Arbeiterpartei, 56 Redmvndisten, 6 Obrienisten. Tie Liberalen gewinnen 17, die Unionisten 21, die Arbeiterpartei 4 Sitze. Aus Der Termin 3uc Wahl deZ Landta gS-Ab- geordneten für die Stadt Worms an Stelle des verstorbenen Abg. 9t einhart ist auf Freitag, 16. Dezember, vormlttags 10 Uhr, im Nctthanssaale zu Worms anberaumt ivorden. Die Wayl erfolgt durch die für die jetzige Landtagspertode berelts besti'uutten 74 Wcchlmänner. Oberlehrer Dr. Strecker hat, wie in der Presse niitgeteilt wird, die (Eröffnung deS Diszipltnar- oerfa hrenS gegen sich bei dem Mmisterium des Innern beantragt. Ocutjckes Heid). Aus Station Wildpark wird gemeldet: Ter Kaiser mit fernen Iagdgasten ist am Samstag abend 9 Uhr 15 Min. aus Springe in Wildpark eingetrofien. Der Kaiser begleitete den Erzherzog Franz Ferdinand zu dem für diesen bereitstehcnden Sonderzug. Nachdem sich der Kaiser vom Erzherzog aus das herzlichste verabschiedet hatte, setzte sich der Zug, der den österreichischen Throusolger über Berlin nach Wien bringt, we- rige Minuten vor 10 Uhr in Bewegung. Der Kaiser begab sich zum Palais. Erzherzog Friedrich bleibt bis auf weiteres in Potsdam und nahm bei der Erbprinzessin zu Salm-Salm Wohnung. Das Wolsssche Bureau berichtet aus Colombo: Der zuendegehende Aufenthalt des Kronprinzen und der Kronprinzessin aus Ceylon ist in ieder Beziehung durchaus beirie- bigenb verlaufen. Trotz des emgebaltenen Inkognitos ist von den Behörden und der Bevölkerung alles geschehen, um daß Verweilen der hohen Gäste so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Kronprinz benutzte, wie bekannt, die in Ceylon^verlebten Tage, um die ihm hier zum erstenmal entgegenttetendc Tropenwelt kennen zu lernen und nahm an mehreren Iagdexpeditionen (Skfccncr Könnet (verein. Gieren, 11. Dez. Z w eiter S 0 l i ft e n a b e n b. Beethovens große A-dur-Sonctte, die _ berühmte „Kreutzer- sonatt", leitete den heutigen Abend ein; ihr folgte Bach mit feinem grandiosen Präludium mit Fuge in G-moll für Solovioline; den Schluß bildeten — in diesem Sinne und Zusammenhang gilt dies auch für die Brahmsschen Tänze — kleine Nichtigkeiten, entgegen» gesell dem doch auch für ein Konzertprogramm gültigen Gesetz, durch Steigerung die Wirkung zu erhöhen. Wahrend so der tiese, nachhaltige Eindruck der Kreutzersonate durch die Fülle des Folgenden fast verloren ging, fchuf die Canlilene des Laloschen Adagios, namentlich aber die stupende Technik und der prickelnde Rhythmus der „Ungarischen Tänze" dem Künstler allerdings einen wohl effektvolleren Abgang, dessen doch ein Künstler wie S)aDcmann nicht bedarf. Es ist nicht nur hessischer Lokal- Patriotismus, wenn das Publikum ihn, dessen junger Ruhm vor wenigen Jahren von Darmstadt ausging, das ihn dann an das größere Hamburg abgeben mußte,_ mit einer selbst in Gießen lelteneii Begeisterung empfing, nach jeder Nummer il)n mit Beifall überschüttete und zum Schluß ihn gar nicht gehen lassen wollte, fo daß er sich zu zwei Zugaben, beide entzückend gespielt, verstehen mußte; Herr Havemann ist in der Tat eine der erfreu» I ich st en Erscheinungen in dec Reihe der führenden Geiger unserer Zeit, ein Geiger, der mit vollendeter Technik das vereint, was mehr ist, eine gediegene künstlerische Bildung, vornehmen Geschmack, Xieic in Anpassung und Wiedergabe der Werke, und eine aTüdlirbc Neigung zu den Schöpfungen der klassischen Meister Bach, u^thooen, auch Mozart. Beethovens Violinkonzert von ihm zu hören, ist ein feiner Genuß; ein nicht minderer war heute die Wiedergabe der Kreutzersonate, bereu intime Sclstm- neiten er liebevoll Herausholte; vorzüglich getroffen im Charakter schien mir das schlichte Thema des Aiwante und seine Vcr- atbeit'inqen in ben Variationen, namentlich der berühmten zweiten. Auch u i Größe des BacksÄen Präludiums würbe er in Ton, Technik uno Auffassung vollkommen gerecht. , Em ihm ebenbürtiger Künstler i|t Herr Willy Rehberg, der außer der yannonischen femiühligen Begleitung Herrn Have- mflnm> noch als Solist die Chopinsche Klaviersonate in Ä-inoll, die bekannte Rhapsodie Nr. 12 von Liszt, eine Romanze von Lchun anii und — neben der Kreutzersonate für mich der £kjlK» punli dcj },uur,ert'j Die großartige -toccaia und Zuge von Bach in bei Tiaussigschen Bearbeitung für Klavier fpielte. Man glaubte die Orgel in allen ihren Registern brausen zu höre»! geivaltige Tonsluten gab ber Flügel her; und es war wie ein ftllles ermattetes Ausruhen nach dem Sturm, als bann Schumanns Romanze leise, wie flüsternd hingeyaucht, erklang. Herrn Rehbergs überaus plastisches ausdrucksvolles Spiel, seinen vollen, männlichen und doch wieder unendlich zarten Ton, seine ausgezeichnete "Technik zu zeigen, war die Verschiedenartigkeit der Vorträge ganz besonders geeignet. Das Publikum spendete auch ihm lebhaften Beifall; ja der Beifall klang fast ein bischen demonstratio, als wolle man gutmachen, was ein eigenartiges Empfinden für richtig gehalten hatte, von den 2 Solisten des Abends ben einen burch eine Rieseiilorbeerfpende bcsonbers auszuzeicknen. Ein bejon- bercr D a n t gebührte ja Herrn Havemann allerdings dafür, daß er bereitwillig in die durch die Avsage des Herrn Szigeti entstandene Lücke eingetreten ist. m* Die Trauerfeiern für Koch und KnauS. In der neuen Uitcverficktsania zu Berlin fand am Tage des 67. Geburtstages des verstorbenen großen Gelehrten eine Trauerseier für Robert Koch statt. Ein glänzendes Auditorrum aus aller Herren Länder füllte den Saal bis aus den letzten Platz. Geheimrat Dr. G a f s k y hielt die Gedächtnisrede, in dec ec dem Lebensgang und der Lebensarbeit des Verewigten gerecht wurde. Berlin, 11. Dez. Für den verstorbenen Maler Pro- sessor Ludwig Knaus sand heute mittag im großen Saale der Kgl. Akademie ber Künste eine Trauerfeier statt. Im Austrage des Kaisers war dec Chef des Zivilkabinetts v. Baien tini erschienen, der Kultusminister war durch den Unterstaatssekceläc Schwartzlopjf vertreten, auch der Bürgermeister Dr. Reicke und die Senatsmilglieder der Akademie besanden sich in der Trauerversammlung. Pfarrer Prosessor D. Frhr. 0. Soden, der Prchident der Akademie, Geh. Banrat v. Großheim, und der'Vorsitzende des Vereins Berliner Künstler Prof. Schulte hielten Ge- dächtnisanfprachen. Nach der Feier wurde der Sarg in langem Zuge nach dem Friedhose in Dahien stbergefuhrt, wo die Besetzung erfolgt Die Verteilung des Nspelpreises. I Stockholm, 10. Dez. Zum zehnten Male fand die Verteilung der N 0 b c l p r o i 1 e statt. UMi ueii vier Preisträgern I waren anwsi'end Promior von der Waals-Amsterdam (Mylis), Professor Wallach-Göttingen (Chemie), Professor Kossel- Heidelberg (Medizin). Sie erhielten vom König den ihnen zuerkannten Preis, ein Diplom und Goldene Medaille, überreicht. Für den abwesenden Paul Heyse emp.ing der deutsche Gesandte Graf von Pückler den Litemturpreis. Der Sekretär der chwedischen Akadem',2 der Wissenichaiten Heyse erhielt auf, Vorschlag von sechs bedeutenden Männern Deutschlands auf den Gebieten der Literatur, Kunst und Philosophie diese Ehrung. Nach der Feier fand ein Festmahl zu Eyren der Preisträger statt, an dem der Kronprinz und die Kronprinzessin, andere Mitglieder der Königlichen "Familie, sowie 300 Eingeladene teilnahmen. Der Friede ns - Nobelpreis von 193 000 Frants wurde dem Internationalen Friedensbureau in Bern zuerteilt. Zwangserziehung und öeodachtungsheime. Man schreibt uns: In einer amtlichen Lehrerkonferenz des Kreises Worms hielt Pros. Dr. Klnmter-Fcankfnrt a. M., Direttor der dortigen „Zentrale für private Fürsorge", einen Vortrag über „Zwangserziehung und Beobachtungsansiatten" Der Redner suhrte ungesähr folgendes aus: Zu allen Zeiten, nicht nur in den letzten Jahrzehnten, sind Klagen über die Verwahrlosung der Jugend geführt worden. Doch sind heute die Ursachen der Verwahrlosung andere wie srüher. Hauptsächlich in Großstädten werden durch die Art der Beschäftigung des Vaters uni) in vielen Fallen auch der Mutter die Beziehungen der FamilicngUcdcr untereinander immer mehr gelockert. Aus die,em Gcimde erweist sich die Familienerziehung, die sicherste (.Gewähr einer normalen Entwickelung des Kindes, oft als unzureichend. Auch sind die Anjorderungen, die die Gesellschast an jedes einzelne ihrer Mitglieder lU’Lt, höher wie srüher. Dte Einwtttung der ÖVcfcIifdiaft auf einzelne ist nicht mehr ein Alt der Wohltätigkeit, sondern eine Forderung, eine ethische und soziale Aufgabe. Das Gesetz gibt ihr eine Handhabe, auch über ein Kind zu bestimmen, sogar über den Willen dec Eltern hinweg jalls diese versagen. In zwei Formen fachen die Behörden, die Organe der Geselischajt, das El^rnhaus und des,en Einfluß zu ersetzen. Entweder werden die Kinder in einer anderen Familie untergebracht, vder aber au Steile der Familienerziehung auS 2lus Staöt tiiid tfrtiiö !' n b- i'i k s it li y tu R h Q 6 i Dieken, 12. Dezember 1910. ** S3ont Droßh. Hofe. Die Gro ßHerzogin empfing am Samstag vormittag >/,11 Uhr im Neuen Palais Ausland. Nach ZeitungSmelbungen auS Kalkutta find bei Zufammen- ftötzen, die infolge deS Wider st andeö der Hindus gegen die Kuhopferung am Bakriedfeste sich ereigneten, 150 Hindus verletzt worden. 9üt anderen Orten werden ebenfalls Ruhc- stönmgen besürckstet. Gemeinde L i ß b c r a. Zahl der Haushaltungen 80, Ein- nw^ncr-ahl 403, davon find 400 evangelisch, 3 katholisch. (1905/ Gemeinde Nidda. Einwohnerzahl 2130. (1905 : 2004) Kreis Friedberg. Gemeinde Harheim. Zahl der Haushaltungen 246, (£in< smd. JLOfi evangelisch, 10§& katholisch Liyvo,. 113v.j «n -äcl dr5S ürfre ? kstohlen worden/ L» c. Wäschestücke abends in Sicherheit zu bringen. .nurr* Schlägerei. Heute nacht kam eS in der Ost-Anlage cmhs Zun°rc” ^cu!en ru einer Schlägerei, wobei es blutige Köpfe gab. Em gerichtliches Nachspiel dürfte folgen. . - - -ö . Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche den Professor Dr. Köppe aus Gießen und um V-12 Uhr der Seuche sind gemeldet auS Volzum, Herzogtum den f)hprhi1f (ihm Vraunschlveig. “ Kreis Schotten s. Bob e n Haufen II, 10. Ein bei einer hiesigen Familie in P.lege untergcdracltter IZjähriaer Junge war netdlsch, weil die Dienstmagd ein neues Kle.d erhallen nun ur feinem Aerger das K.eid böswillig beschmutzte, stellte ihn die Hausfrau zur Rede und verab- tÜ)m L?nc ‘^Ovfcige. Wütend hierüber sprang das ^.urschchen uuf, crgri|f eine Pcit,che unb niißhanDelte damit feine Pilegemutter so, das; deren ganzes Geficht zerschunden und ausgesprungen rst. Hossentlich hat man dem jungen Taugenichts daraushur eine geziemende Belehrung gegeben. *ch. Bingen, 11. Dez. Der Weinbauverein der Provinz Rh ein Hessen hatte heute in Gemeinschaft mit . öec Vereinigung Binger Weinbergsbesitzer eine { Versammlung von WeinbergSdergSbesitzern, Weinbergs- arbeitern und allen sonstigen Freunden des Weinbaues ein- b berufen, die sehr stark besucht war. Die Versammlung nahm V folgende Entschließung an: Eine zahlreich besuchte Versammlung von WembergSbesitzern, Arbeitern und sonstige Interessenten auS dem Bezirk Bingen richten nach eingehender ernster Beratung ihrer Notlage das dringende Ersuchen an die Grobh. hessische Negierung, dem Notstände, wie er sich durch die fortgesetzten Mißjahre im hiesigen Bezirke herauSgebildet hat, ihre ganz besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Sie vertrauen der Großh. Regierung, daß sie ungesäumt der Frage nähertreten wird, mit welchen Mitteln der zunehmenden Verarmung und dem Rückgang der Steuer- kraft der hiesigen Winzer entgegengewlrkt werden kann uni idic der gänzliche Verfall deS hiesigen Weinbaues aufgehalteo werden kann. ~ ^urzr Nachrichten auS Kunst u. Wissenschaft ^ker Nationatotoiwm Geheimrat Protessor Tr. Gustav E o h ii tu Göttingen feiert nm 12. d. Ml«, feinen 70. Geburtstag - n v e tdslberg verstarb nach kurzer Kxankhelt tm 52. 2ebcit»mhrc |l^lİe!r6 ^a^"' auS der Nähe und tonte eine große Menge Leidtragender eingesunden. War der Entschlafene, der im 82. Lebens- jaOcc gestanden, hoch mit unserer Vaterstadt, mit dem Kreise Budmgen und unserer Provinz, durch zahlreiche ^do verbmiden Von 1862-1883 Vorstand unb von da Imn ^ntrolleur der Bezirkssparkafse Nidda, von 1869 bis U)io Beigeordneter, von 1874 an Mitglied des KreiS- auSfchufseü; feit längerer Zeit Mitglied des Kreistags und Provrn^altags; feit Jahrzehnten Mitglied des Kirchen- Vorstandes, der DekanatSsynode und deS Dekanats-! auöschuffes, endlich Mitglied und Ehrenmitglied der hiesigen Vereine. Der amtierende Geistliche W. Werner hob na- mcntlid) das Wirken deS Verstorbenen für das a l l g e - meine Wohl hervor, dem er feine persönlichen In- tereffen oft hintanfetzte, fein Bestreben, das materielle und geistige Wohl feiner Vaterstadt zu heben. So ist z. B. Äf verdalit'en, daß die Stadt alljährlich so reichlichen CrlbS aus ihren Obstanlagen erzielt, die unter seiner Leitung gemacht wurden. Besonders wurde feine Vaterlands- ic&e hervorgehoben. Eine Anzahl Kränze wurden an seinem Grabe niedergelegt. KreiSrat Boeckrnann pries reiche Erfahrung, den biederen Sinn und die Gewiffen- haftlgkeit des Entschlafenen. Bürgermeister E r k würdigte feine Verdienste um die Stadt. Dekali Kirchenrat Fischer gedachte feines kirchlichen Sinnes und seiner regen Teil-I nähme an den Sitzungen des TekanatSauSschusses. Rentner m LUNIN g hob hervor, was der Entschlafene in der Zeit h?r WP2b-FA?bAiFUl^t Jür büL Turnfach.e getan. OLamenS der Bezirkssparkasse sprach Hotelier Menzel, namens des Krankeupflegevereinü ßeljrec Küfer, namens der Altersgenossen Georg Dich Im a n n. NamenS des Krieger- vereins widmete Oberst Weimer dem Ehrenmitglied des VeremS Worte der Anerkennung für die rege Fürsorge für die Verwundeten und Erkrankten aus 1870/71; hatte I doch damals auß dem Kreise 14 000 Mk. für biefcn Zweck ?^^bU6^bracht. Bratin hinterläßt einen Sohn, zwei! unb etnen Urenkel. Sein Andenken wird in unserer Stadt im Segen bleiben. Ln Steinfurth,11 Dez. Die letzte Massengrund. »eldbereinigung btadyte in unserer Gemarkung em Ergebnis, wie dies wohl in Hessen noch nick! 25%)me dooö^imr^.nhfl1 Normalmorgcn wurden durchschnittlch m k"?.4000 derahlt, einerlei ob guter oder schlechter ®obe? fHr?hnLl man Ä der Reinertrag für den Morgen in Ste^ ! urth steueramtlich auj höchstens 40 Mk. geschätzt ist, kann m« Heb kaum einen Begriff machen, wie anscheinend so fabelhafte Preise bezahlt werden. Und doch ist das Tatsacye. Unsere Gärtner müsse» Rosenland um reden Vrers haben, die wenigen Bauern und die Gemeinde selbst haben höchstens Vs der Gemarkung im Aesit. wahrend V, des Geländes v. Löw'sches Eigentum und no^ obendrein todeikommivgut ist. Als landwirtschaftlicher Boda 800-W^) marf“ °°r ^ÄahrL höchstJ ** Gaseinheitspreis. Im Inseratenteil veröffentlicht heute die Bürgermeisterei die EinführungSbestim- innnnen zu dem, in der letzten Stadtverordnetenfitzuna beschlossenen, am 1. April 1911 in 5kraft tretenden GaSeinheitS- preis von 17 Pfg. Die Einfi'ihrung des Einheitspreises wird darnach vom 1. April nächsten Jahres durchgeführt. Die Gasabnehmer, die Heiz- und KochgaS schon beziehen, nutssen zur Umänderung der Leitung besonderen Antrag stellen. Formulare hierfür sind beim OkiStoerF erhältlich S? llch, diese. Anträge rechtzeitig zu stellen, da die Miete für mehrere Gasmesser bis zum Scl,luß deS Monats forterhoben wird, in dem der Abanderuugsanirag gestellt und beim 0>aSwerk eingegangen ist. Der Zeitpunkt der Umänderung kommt hierbei nicht in Betracht, da es mel)rere Monate dauern wird, bis sämtliche Umänderungen auSgesührt sind. Die Neiianlage von ^Gasleitungen auch wenn diese schon vor dem 1. April n. I. in Gebrauch genommen werden sollen, erfolgt schon nach den neuen Bestimmungen, d. h. es wird auch hier nur ein Gasmesser stcsetzt und der Emheitspreiö von 17 Pfg. sowohl für Koch- alS auch für Heizgas in Ansatz gebracht. । -J Starkenburg und Rheinhessen. n. Offenbach 10. Dez. In einer zahlreich besuchten ! Versammlung de« hiesigen ZweigvereinS vom Vogelsberger ^Höhenklub sprach Telegraphensekretär Peter Fuchs über * öte Vogelsberger Spinnstube, wie sie in seinem Heimatdorfe zur Zeit seiner Jugend gang und gäbe war Gar anheimelnd schilderte er Sitten und Gebräuche der alten 1 Lpmnstube, wie sie zum großen Teile heute noch bestehen ! wenn auch das gemütliche Spinnrad vielfach verschwunden ist' |e Zwischendurch wurden von der Versammlung alte Spinnituben^ c lieber gesungen, auch Einzelgesänge und mundartliche Gedichte illustrierten die Darbietungen deS Vortragenden. Selbst der ,91^03* fehlte nicht und sagte manch einem in launigen • Knittelversen die Wahrheit. WC die insolae wechselnder Witterung mancherlei ZwisrhensÄUe mübrachten. Am 14. Dezember morgen- wird die ..Gneisenau" in Bombav eintresfen, wo ber Gouverneur den deutsclnm Thronfolger an Bord begrüßen wird und die zum Stabe deS Prinzen kommandierten englisä>en Herren sich melden werden. Die bayerische Stadt Lindau am Bodensee bat dem Reichstage als Geschenk ein Bild überwiesen »ur Erinnerung »er Zeppelinfahrten der Reichstagsabgeordneten auf dem ©oben* see im September 1909. Das Bild stellt den Luftkreuzer mit den Reichotagsabgeordnetcn an Bord auf der Fahrt über den Bodensee bei Lindau dar. Der Präsident des Reichstags, Graf Schwerin-Löwitz, hat das Geschenk mit einem Danlschrellren «nden^Bürgermeister der Stadt Lindau angenommen. r rv n ber ne Sonntag brachte einen recht lebhaften Verkehr. Die Mittagszüge waren geradezu überfüllt und die Geschäftsstraßen boten bis zum Abend ein lebhaftes, buntbewegtes Bild, tvozu die vielen Trachten- Mädchen vom Hüttenberg, vorn Hinterland ufw. nicht wenig beitrugen, llnfcre Geschäftsleute hatten große Anstren- gimgen gemacht, rhre .Verkaufögegenstände möglichst vor- u i‘cfüieinen zu lassen und so prangten denn die Oiefchaftsflraßen bei einbrecheirder Dunkelheit in einem strahlenden Lichtermeer. Das Berkaufsgeschäst war wesent- llch reger als am Sonntag vorh-er. Aber immerhin muß baß 1lüci) viel besser loerden, wenn es auch in ^^'Elicher Hinsicht ein Fest der Freude werden sott. B o m M1 o n 5 c r 11) c r e i u wird uns geschrieben: Auf Wunsch des Herrn Dr. v. Hippel stellen wir in Ergänzung unseres Berichtes über die außerordentliche Ge- neralversammlung behufs Vermeidung von Mißdeutunaen fest, daß das Vertrauensvotum für den Vorstand abgegeben wurde, als Herr v. Hippel und mehrere andere Herren Infolge anberiucitiocr Verpflichtungen bereits die Versamm- luna verlafsen hatten. Herr v. Hippel würde sich in selbstverständlicher Konsequenz feiner vorherigen Stelluna- naljmc der Abstimmung enthalten haben. Für diese Stel- lunguLhme des Herrn v. Hippel sind, wie wir ausdrücklich und geni anerkennen, ledialich sachliche Mottve unb das Znterefse für unfern Berem bestimmend gewesen Verhaftung wegen Erpressung. Am Samstag nachmittag verhaftete man hier den Schlosser Philipp Schmidt III. aus Frankfurt a. M., einen 24 Jahre alten iungen Mann, ber bei einem älteren Rentner einni r/? u um 500 Mk. unternommen hatte. Ter •1 r lleschriebene Brief war von Schmidt unverschlossen in Abwesenheit des Rentners an dessen Dienstmädchen ab- gegeben worden, die das Schreiben durchlaS unb von Ana st getrieben ber Nachbarschaft Mitteilung von der Sache n^nchte. Telephonisch wurde sofort die Polizei in Kenntnis gefegt, die rechtzeitig dazu kam, nm den Tater, der vor dein Hause den Erfolg seines Briefes abwartete, festnehmen zu können. Scl)midt gibt an, die Summe verlangt zu I haben, weil vor einigen Jahren der Rentner ihn angeblich zu dem Vergeben des § 175 b. Str.-G.-D. verleitet habe Untersuchung ift eingeleitet. Landkreis Gießen. r- Heuchelheim, 11. Dez. Gestern abend hielt der hiesige Kreditverein in der Gastwirtschaft von Schäfer seine Ha upt berfammlung ab. Als Präsident wurde Jakob Kreilmg IV. wiedergcwählt. Von den neun Vorstandsmitgliedern wurden die drei ausscheidenden Mitglieder Durgermelster Kreiling, Wilhelm Reidel V. und Johann BSv&^^uWntg abermals gewählt. Von den annähernd ^00 Mitgliedern waren nur 35 erschienen. W i e seck, 10. Dez. Heute morgen fand die Er ö ff- toVA ♦ Xt? • flrc GnslwirtS Wacker hier eingerichtete Wandertuberkuloseausltellung statt. Anschließend Mmfmnnn bcr Aokh. Rentenversicherungsanstalt «^^ol d aus Darmstadt cmen lehrreichen Vor- F0 über Art, Bedeutung und Nutzen der Ausstellung, der von den zahlreich Erschienenen mit sichtlichem Interesse entgegen-! genommen wurde. Die völlig kostenlose Besichtigung kann den Ä^?ohnern nicht warm genug empfohlen werden. Das reiche grö^a: Sachkenntnis übersichtlich zusammen- gestellt, so daß sich jebeu leicht zurcchtsinden kann. Soll die so verheerend wirkende Volksseuche, die Tuberkulose, mit Erfolg be- gerben, so bars kein Mittel unversucht bleiben, was ihr Einhalt tun kann. Ems ber vornehmsten Mittel ist die auf An- üegrünbete Belehrung. Versäume darum niemand die l Mittwoch hier ist, zu besuchen, es kann nur rbu ti n hp? ^rr-l >n ^n- "~7 der heutigen Hauptversamm- lung des hiesigen Ko n su m vere l n s wurde Hch. Becker als Zorna"^m,tglied gewählt Die seitherigen Aussichtsratsmitglieder Daniel, Erb L, Fritz Hansult, Hch. Weller XII. und Karl Bern- hard, sowie die Herren des EinkaufsauSschusseS wurden sämtlich wiedergcwählt. Der Bericht des im November d. I. in Gießen stattgesundenen VcrbandstagcS, der von dem Verein durch zwei Vertreter beschickt worden war, wurde für die kommendes Frühjahr abzuhaltende ordentliche Hauptversammlung zurückgestellt. Eine xtoet8en Errichtung einer zweiten Verkaufsstelle mußte .dahm beantwortet werden, daß bis jetzt noch nichts Passendes gesunden werden konnte. Diese Angabe darf indessen werden, daß Aussicht besteht, in absehbarer Zeit im Befitz emes un westlichen Telle unseres Dorfes gelegenen Hof» s"n, wodurch dann den berechtigten Wünschen vieler Bewohner Rechnung getragen ist. . A i t e n - B u s e ct, 11. Dez. Gestern abend lytelt hier I tn Verhinderung des Sekretärs Schwarz.Weßen ein Be- amtex der Landwirtschaststammer einen Vor trag über Z i e g e n zücht. Der Redner behandelte besonders den Wert der Ziegenzucht in volkswirtschaftlicher Hinsicht, Zucht- ö^el, Zuchtivahl, Züchtung im allgemeinen, Auszucht unb Pflege der Trere, Bocttialtung, Stallverhälttiisse, Einfuhr von Tieren aus oberhessischen Kreisen, Fütterung, Weide- \\ und sonstige .Förberungsmaßnahmeu der Ziegen- \ r.uchk- Gme lebhafte Aussprache schloß sich an den an schau- ' Men Vortrag. Im Anschluß an den Vortrag wurde ein h Ssegenzuchtverein gegründet, dem sofort 25 Mitglieder beitraten. 11 tritt Anstaltserziehung. Doch auch innerhalb dieser beiden Fonnen der „Ersatzerziehimg" verlangt die neue Zeit neue iHMfpPfHL'ir ^culc.1DClB baß oft schwere Abnormitäten intellektueller und moralischer Natur, nicht selten sogar auf begeneratther Grundlage, den Jugendlichen au einer verbrecherischen Tat getrieben haben. Psychiater und Er- zicher arbeiten jetzt Hand in Hand, um einen Einblick in das iuinere Wesen eines solchen Menschen zu bekommen. Als »ieuesler Fortschritt auf dem Gebiet der Zwangserziehung rä bad d^n-ip größtmöglicher Individualisierung^ falsch einen Zwaugszögliug einem bestimmten Einfluß von außen auszusetzen, ohne vorher zu wissen, baß Erfassung auch gerade diesen Elnsluß r Frage, ob Fainilieuerziehung ober Anstaltserziehung die elterliche Erziehung zu ersetzen hat, läßt entscheiden, und kann erst bcant- ?ad,öcln ..et"c längere Beobachtung beS Zugendlichen bte hierzu notige Grundlage geschaffen hat. ^.l-^'wägungen haben den Redner dazu bestimmt, eine Walt uid IWn »u rufen, hie neben her Unterbringung ber Juß endlich en •— cd handett sich hier nur um Knaben h- als Hauptaufgabe betrachtet, das innere Wesen ber üög- crit klar au legen, ehe über beren Berufsausbildung entschedeii wird. Die Anstalt ^Steinmühle" bei *00111- strafe NofchäftSstelle Frankfurt a. M., Stift- L 1 cl )rc Zöglinge von zwei verschiedenen Zeiten. Ein .luSschuß zur Unterbringung schulentlassener '^Ta11 CCd1 er schickt jedes Jahr auf seine Kosten eine Reihe Knaben auf i/4 oder 1/1 Jahr in diese Avswtt Mad) der Beobachtung wird^ihnen von ^e.m Leiter ber An- r?tcIIe ausgemacht. Die andere Hälfte der Stnnmühjeuzoglinge sind Zwangszöglinge, die von den Behörden, nachdem die verschiedensten Erzieuunos- »ersuche bet ihnen fehl gefd^ayen'hnb ?ur S Äg fübergeben werden, Gtulgc Beispiele, btc der Rechner ausllhN zeigen, wie selbst anscheinend ganz hosfnungslose Fälle bnrdi ^ursche», die fast aufgegeben waren, durch eine inblbibuefic Sn"tSn^Cr mCnfd)It*en -ugeführt Kreis Schotten. e M eich e3, 10. D.^z. Se nrid) Eifert IV.. dem Turin, d«n Tode fernes Vaters, das von diesem befieio» Mmt des Rechners der hres.gen Gemeinde, und Sitdienm übertragen worden ist, wurde nunmehr auch zum st° Irchen Untererheber für Meiches ernannt ' 01 Kreis RritBbcrg. m. Dad-Rauh-im, 11. De,. Auf Antraa ber verordnetenvermmmlung war di- Bürgermeisterei bei her w flierunfl vorstellig geworden, der Staat milge von den Einnabw,' der Kurtaxe b Prozent an die Stndtkalle übrtn. Begründet war der Antrag bam .' daß bic Stadt im Interesse des Bades jährlich ganz enorme d.ge und periodische Ausgaben habe, die chgentlrch^e7 ^ als Eigentümer des Bades leisten müsse. Redmet man bie^' taje mit lahrlich ubn >/„ Million, Ware für die Stadt eine ‘offrnen1 »of" 3" LCbiu Peit finb toicbCT6oIt nachts I geführt ^werden" Wunen."" Nun hat" das ^Ministerium ^die° mä‘ ’x . ™ Ji6ofrc,t«en ,“nb ®OTt?n ium trocknen ausgehängte tcilung an die Bürgermeisterei gelangen lassen, dah die Reaie^"' ES empfiehlt sich, solche unter feinen Umständen aus diesen Antrag einaebe 0 Un6 inacxL m. Ober-Mörlen, 11. Dez. Jetzt tun vor -L <"“rwi‘nn'TOlnbr *5" en9fifd’m Millionen.Erchchcht 6 00 0 Mark Zinsen bei bem Nachlawerwaller Geck eingetrofien unb beltimmungsgemöst an die Ortsarmen v,, teilt worden. Es wurden Beträge von 50 -100 Mark 0./ bciahlt. Die Erbschasi stammt von einem in den Mer stad^ vorigen Jahrhunderts nach London ausgewanderten Schuhniach^ Frank von hier, der es zu einem bedeutendem Vermögen bratiu '„eicc Religion und 2 ohne Konfession. (1905: 3406.) Gemeinde C ngclthal. Zahl ber Haushaltungen 5, CrüM wohnerzahl 38, bavon smb 32 evangelisch, 6 katholisch. Gcmembe Echzell. Einwohnerzahl 1557. (1905: 1586.) 1 r,a «'«‘“»e L a n g e ii berg h e i m. Zahl ber Sausbaltunaen Io9, ^"vvAnerzahl 681, bavon finb 661 evangelisch, 6 katholisch 7 israelitisch, 7 anderer Religion. <190ö: 656.) Gemeinde L 1 n d h e i m. Zahl ber Haushaltungen 145, Eirn wohnerzahl 630, davon sind 569 evangelisch, 17 katholisch, 44 israelitisch. (1905 ; 683.) v t Hessen-Nassau. ‘ )( Marburg, 11. Dez. Nach der neuesten BokkS- ^l.n9 Marburg 10908 männliche und 10 923 weib- iSS ^^wohner, zusammen 21283 gegen 20131 im Jahre 7^' .Der Bevölkerungszuwachs i)t gegen die Zeit von 1900 bty 1905 um etwa 1000 zurückgeblieben. X Frankenberg, 11. Dez. In Haltenberq machte eine Frau aus Gram darüber, baß sie burch Unachd samkeit den Brand ihres Hauses veranlaßt hatte, ihrem LebeneinEnbe. die Möbl. Zimmer | 3n vermieten 3« verknusen Mietnesuche (Offene Stellen 010195] Ger. 3-Zim.-Wohnung m. Zubel). per L Avril 1911 zu ver» mieten._______Hammitraue 2. 010211) Schwerer dunkler Havc (ort An ver'.. Weseritr. 27, Ill.St. l. Amtlicher Wetterbericht. Verlauf der Witterung leit gestern früh: TaS westliche Tiel ruckt weiter vor und hat gestern adend und über Nacht bereits Niederschläge gebracht. Tie Temperaturen sind in Deutschland etwas gestiegen. Tie westliche Zyklone gewinnt jetzt immer mehr Einstich oui unsere Witterung, sodaß iHegenfdlle zu erwarten sind. Wetteraussichten m penen am Dienstag, dem 13. Dez. 1910: Trüb, iHieöeilcljldge, Temperatur wenig verändert. Schwurgericht. th. Gießen, 12. Dez. ÄM SamStog verhandelte das Schwurgericht gegen die 19 Jahre alte, unbestrafte Dienstmagd Auguste Herzberger von Queckborn, zuletzt in Gießen., wegen Kindestötung. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Trümpert. Die Verteidigung führte Rechtsanwalt Leun. Es waren eine größere Anzahl Zeugen geladen, von denen aber, iveil die Angeklagte voll und ganz geständig war, nur ein Teil vernommen wurde. $). hatte um Mitte November d. I. m einem Stall am Neuenweg die Tat ausgeführt. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Die Geschworenen bewilligten der Angeklagten mildernde Umstände, worauf der Gerichtshof auf eine 2 jährige Gefängnisstrafe erkannte. Der Vorsitzende, Landgerichts! Schmidt, entließ darauf die Geschworenen, indem er ihnen den Tank des Staates aus- chrach, dessen Rechtspflege sie durch ihre Mitarbeit einen Dienst getriftet hätten. Gouverneur in Salmas und der türkischen Behörden eine Versöhnung der feind lick) en persischen und türkischen Stämme herbeigeführt, so daß neue Konflikte ausgeschlossen erscheinen. * Unte t Freundinnen. „Du bist erst achtzehn Jahre Und wülft einen galn- alten Mann heiraten! Dem vonzes Leben willst du mit ihm Kubringen?" „Nein, Hoß jein ganzes Leben .. . um Uiuuea, iicigum» Dienstmädchen findet StcUung per 27. Dezember üb. spater bei . . ö/ll W. ttlipsteur ut Laubach. (Stu zuverlässiges, coang. l67to Müdcliem -ur Führung eines kleinen Haushalts au Weihnachten ges. Lrchr. Angebote mit Lohnangabe an Oberschmelzer Freudenberg in Müsen (Siegerland). glitn - UiitnÄ wird erteilt (010134 Landmannfiraßc 7. vruMsschm aller Hrt liefert In ieder gewünschten Husfiattung, (tilrcin und preiswert vrühl'schc Unwcrsltäl8-vuch-u. 5icindrudicrci-K.langc-0icßcn 010207) Lauffrau ob. Mädchen 1 Stunde vormittag- gesucht. Babnboittraße 121. im Jahre 1905. Wiesbaden. Die Volkszählung ergab 109 013 gegen 100 955 im Jahre 1905. (Heb.). Aus dem übrigen Reich. Wetzlar. Die Volkszählung hat für die Stadt Wetzlar einen Bestand von 13 2 5 7 Personen (6688 männliche und 6569 weibliche) ergeben. 1905 waren es 12 279 Personen, Zunahme beträgt also 978 Personen. Essen. Die Volkszählung ergab 293 000 gegen 231360 Haus zum AUelubewobncu vro 1. Avril 191 b 10 Wohnlich me, 3 Veranden, Badezimnr, Küche m. Zubehör und Garten zu vermiet. ^Harburger Straße 14. Zu erfrag. VerlagSbuchhändler Roth, Marburger Straße 20. l6™ ewohnheiten des kleinen russischen Muschik Beitem müssen. Die Verkünder des Evangeliums des llm- rzes wandten alle Mittel an, legten sogar Bauerntracht an und lebten jahrelang mit dem Muschik in den Dörfern: es blieb unmöglich, Gläubige zu finden. Deutsch erzählt dabei eine charakteristische tleine Anekdote. Eines Tages fragte ihn ein Muschik: „Ist cs wirklich wahr, daß es Sterne gibt, die größer wie die Erde sind?" Der junge Verkünder )er Revolution suchte dem Muschik zu erklären, warum die Sterne so nein aussehen, sprach von dem Planeten und ihren Bahnen. Plötzlich unterbricht ihn das lauschende Bäuerlein. „Sage mir doch, Dimitri, wie komme ich am besten von hier nach dem Dorf Wassiliewska?" „Ich weiß nicht, ich war nie dort." „Ha!" rief nun triumphierend der schlaue Muschik, „bist du im Himmel gewesen? Du kannst mir nicht einmal sagen, wie man 10 Meilen auf der Erde geht und ^willst mir erzählen, wie weit es von der Erde zu den Sternen, zur Sonne und zum Mond ist? Geh weiter!" sprachs und wandte Deutsch verächtlich Ein in. glatth.Rasscn-Piuticher entlaufen. Aus d. Namen Beter hörend,8Mon.a!r. Farbe Psefier u. Salz. Vor Ank. wild gewarnt, Wiederbr. erb. Belohn. lOICtiOi Wllh.Wöruer,Bäckerm.,Lollar< IN®* Verloren "®S Em Diensiulädchenverlor gestern abend in der 'Neustadl em Por« tcmounaie mit 25 Mk. Inhalt. Der ehrt. Fmder wird gebeten» dasselbe geg. 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Ein Gießbach hat in Argentia östlich von San-Remo in den Olivenhainen und Obstgärten gniße Verheerungen angerichtet. Bei dem Einsturz eines Bauernhauses wurden zwei Personell getötet. Bei Pallanza entgleiste ein Personenzug infolge eines Erdrutsches, u$ der Mhc der .Station. Das Gemetzel in 9erak. Konstantinopel, 11. Dez. Nach Nachrichten aus amtlichen Kreisen leistet die Festung K er ak den Beduinen noch immer Widerstand. Tie hingesanoten Truppen konnten in llmeras io den mit einer Kompagnie elngeschtossenen Kommandanten befreien und die Beduinen herstreuen. Die Operationen gegen Kerak sollen in 2 Tagen beginnen. Wie „$eni Gazetta" meldet, hat sich auch der Prätendent von Demen der Jmanjahi neuerdings erhoben und marschiert mit fünftausend Mann gegen TaaS. R. B. Darmstadt, 12. Dez. Am Samstag abend starh der Wirkliche Geheimerat Oberlandesgerichtspräsident i. P. Dr. A, L i p p o l d. Ter Verstorbene stammte aus Alzey und wurde 70 Jahre alt. Er war srüher Rechtsarnvalt und erst später in den Staatsdienst übergetreten. Seit 1905 war Lippold, der auch Elwendoktor der Landesuniversität war, auch Mitglied der Ersten Kammer der Landstände. Noch in der letzten Woche wohme et den Beratungen des Gesetzgebung saus schuf ses der Ersten Kammni über die Wahlrechtsvorlage bei. Stettin, 12. Dez. Die Volkszählung ergab 234033 Ein-, mobiler gegen 224 119 im Jahre 1905. Mäuschen, 12. Tetz. Im Königreich Bayern wurden 6 876 497 Einwohner getzählt gegen 6 524 372 im Jahre 1905., London, 12. Dez. Die „Morningpost" meldet aus Washington, daß die zwei neuen Schlachtschiffe mit sechs oder acht 16 zölligen Geschützen armiert und mit Kolben- maschinen ausgerüstet werden, da Turbinenmaschinen den Bau um 30 Prozent verteuern. Athen, 11. Dez. Heute fanden die Wahlen zur Nationalversammlung statt. Die vollständigen Ergebnisse werden erst in einigen Tagen bekannt fein, da infolge der überaus großen Anzahl der Kandidaten die Zählung dec StimmM sehr verzögert wird. W a s hin g ron, 10. Dez. Die Bevölkernngszifter der SScrn einigten Staaten mit Einschluß von Alaska, Hawaji^ Portorico beträgt nach dem amtlichen Ergsbnis 93 402 151. Das ist eine Zunahme von 20,9 o. H. gegenüber 1900. Die Bevölkerung deH Kontlnentalen Gebiets beträgt 91 972 266, das ist eine Zunnahml von 21 v. H. ein mit den Berhältn. Gießens und Umgegend gut vertrauter Hann mit guten Zeugnissen und kleiner Kaution -um Besuch der Kundschaft für dauernd gesucht. Schristl. Angebote unt. 010200 an den Gießener Anzetger erb. Ein Arbeiter zum Schweine- füttern auf sofort gesucht, oui»! M. Kehler, Neuenweg. Liliib. HMblllsche gesucht. 0101QV| Heiur. Meiner, Wurstsabr. Lfglllkitt welches mit der Hand- AlßllluH, habung der 9iau= maschine vertraut ist und saubere Handschrift hat, als Vcrkauferm gesucht. 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Von Goethe erschien die iialienischr Reise und von Heine rin Band mit Diographisc^kritischen Tav* Teilungen von Börne und Marens; auch die Nrineren 9lufsätze, Rezensionen und dergl. des Dichters sind darin vereinigt. Bon Schiller liegt bisher die Triloyie Wallenstein vor. Die Tempelbücher sind für jede tzausbiblwthek eine Zierde und auf Weihnachtstischen werden sie eine schöne Gabe sein. Von ihrem Werte v es auch, daß der Verlag auf der Brüsseler Weltausstellung die Goldene Medaille erhielt. —8- Von Kondolenzbesuchen bitte ich abzusehen. 6746 Stei | Brüssel 1910 Grand Prix 3 • Fettfrei! jr Kinder-Lieder-Kursus deor6 Dräue.HiMiuRe Goethestrasse 67 Ehsabeth Felchner Mitteilung Telephon 365 Frankfurter Strasse 11 MM Pfg. Pfg Pfg. Rudolf Manche W. Heinr. Dern Theodor Will Rudolf Will Johann Seiler. 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Dezember 1910, abends S1/, Uhr, im unteren Saale deZ Cas6 Ebel. Vortrag des Herrn Prioatdozenten Dr. Küchler über: Die Entstehung des Minnesanges. Säfte sind willkommen. Malattine-Hautcreme Glycerin and Honlg-Gelee Von wunderbarer Wirkung gegen aprfide und aufgesprungene Haut. Hilft sofort und macht die Haut sammetweich. Unentbehrlich auf Gebirge- und Seereisen. ta Veilchen i Tube 60 Pf. o. I Mk, Malattine-Seife mit Glycerin and Hoelg Die mildeste Tolletteseife a Malattine-Puder mit Glycerin and König Unübertroffen ivr den tigildien Gebrauch. u Unsichtbvl Malattine-Rasierseife mit Glycerin und Honig eignet sich vorzüglich für Gillette-A p parate. Grossh. hess. Domänenwein M 8M A. M Uy pro Flasche Mk. 3.— 672ö A. Austerlitz ■. - - ■■■ .vvaaem Todes-Anzeige. 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