und Tantris der Narr geht, wie jawohl bekannt ist, auf feine mittelalterliche, genauer, auf eine altsran^Ösische Bearbeitung der Tristansage zurück, in der von einer Rückkehr Tristans zu Isolde Blondhaar berichtet wird. Jli den Einzelheiten ist Starbt seiner Vorlage ziemlich treu gefolgt, aber in 'm» xxuiDÜachc bat er gan' •"■s ^nr eiaene Wege ein- Sur heischen 8>nanzlage. Ern mntfirfjer Artikel der „Tornrft. Ztg." werwet srchgeg«n die von mondpni Seiten geforderte Aufl-ebnng der Untererhcb- km dZorläufig muß man also mit einer Sortierung beS fibe^ ralen Regimes rechnen, das aber w geschwächt wird, daß. binnen kurzem sein Ende vorauszusehen ist. Es blerbt also für den Augenblick bei der Fortsetzung des Waffenstillstandes, an besten Ausgange wir den methodischen und unbarmherzigen englrch.m Protektionismus und gleichzeitig bte Aera der N^lverwrÄungen vor uns haben; und dann steht bte Zett der Konflikte um die Hegemonie unmittelbar bevor. Auch aus den kurzen und möglichst zurückhaltenden Bcmer- fungen der anderen Zeitungen läßt sich tm großen u^ 9Q£^n ein ähnlicher Eindruck erkennen. Man steht beunruhlgt Vorläufer von Gewitterwolken jenseits des Kanals am Horisontt auftauchen. ... London, 18. Son. (Ito Uhr obrnb». Bisher imd ge- wählt: 120 Unionisten, 96 Liberale, 20 Mitglteder der Arbetter- partei, 28 Nationalisten. Tie Unionisten gewtnnen 52, die Liberalend Sitze, die Arbeiterpartei gewann einen Sitz. geschlagen; vielleicht, um ja nicht-mit Gottfried von Straßburg oder mit Richard Wagner zusammenzutreffen. Bet diesen beiden Meistern steht diu endelöse herzenot von der si beide laxen töt • - - im Vordergrund. Die Umgeslaltung aber, die Hardt vornahm, stellt die Sage auf den Kops, denn er weiß nichts von der Treue der beiden Liebenden, und baut daraus aus unsicherem Grunde mit unsicheren Mitteln sem Drama Dabei unterlaufen ihm so viel Unnwgltchketten, Unwahrscheinlichkeiten und Zufälligkeiten, daß man Don einem Drama im eigentlichen Sinne des Worte» nicht mehr reden kann, und wenn man näher zusieht, dann findet man sogar für sämtliche Begebenheiten ein bekanntes Vorbild aus unserer geläufigen Literatur. ♦ Sckmu aus dem Inhalt kann man ersehen, auf welchen Voraussetzungen Hardt sein Drama aufbaut. Seit zehn Jahren trauert Isolde Blondhaar um den verbannten Tristan, den sie immer noch '"it aller, -Hingabe liebt, obschon sie weiß, daß er sich mit Isolde Weißhand vermahl hat Auf seiner Rückkehr steht ihr beider Tod Nun will Denovalin Tristan in der Nähe des Schlosses gesehen haben und das genügt Isoldens eifersüchtigem Gatten dem Komg Marke, um sein Weib den — Siechen zu überlassen. In der höchsten Not erscheint Tristan als Siecher verkleidet, jagt die Aussätzigen davon, kniet vor Isolde — sie erkennt ch nicht. Er spricht von Tristan — fte erkennt ihn nicht. Sie werden von Denovalin ülerrascht, der Tnschn so f or t erkennt - Tristan ersticht ihn mid springt uber die Mauer - hundert Klafter tief — ohne sich zu Verletzern Am Abend nach diesen fürchterlichen Begebenl-etten — M^kehalt den merkwürdigen Ausgang für ein Gottesurteil erscheint Isolde in der Halle, um — Schach mit den Mannern &u , Aelen. Tristan kommt als Narr verkleidet - niemand kwkennt ihn — obschon er sich m ehr fach deutlich' erklärt und Isolde Dinge zuraunt, die nur er wissen kann Isolde erkennt ihn nicht. Aber Husdent, der Hund Tristans, der zehn Jahre gefangen gehalten war, weil er leben tötete ’ per in seine Nähe kam, erkennt seinen Herrn, der von I olde LU ihm geschickt war — und „verläßt mit ihm das Schloß . Ta weiß nun auch Isolde, daß es Drtlihau war. . ., aber stellen ans Sparsamkeitsgründen: . . ___ In der Erörterung über die Frage, wie im Staatshaushalt Ersparnisse gemacht werden können, ist u.a auch ^u.»ert worden, die für die Erhebung der vstaatsF^falle im 3«bie geschaffene Einrick>tung der llnlererlyeb|bcficit sei ^K-e-.ordentli ) teuer. Im .Hanplrorcutscküag für 1909 ßnd an A.usgabe für Vergüttmqim der Untererlzeber vorgesehen l78O0OMk. Dazu kommt dec Umtagebeitrag, den der ^taat für die der Fürsorgekasse fihr die Beamten der Mndgemetnden bctgetretcnm Untererheber zu zahlen lfaben wird und der für l_9O9 ichatznngs- roeijc aus rund 10 000 Atark zu veransck-lagen ist. Dcie beiden Beträge mit. zusammen 188 000 Mark würden astv bet Aufhebung der Unterer heb stellen nicht zu verausgaben sein Zurzeit bestehen 375 Untcrerheb,teilen im Lmide, toetoc die Erhebung in rund 700 Gemeinden Mw- besvrgemJhrc Aufhebung würde naturgemäß den Lezirkskanen, die bcmn bu ges°mt.m LtaatSgesä-lle ausichttestlK mrd unmittelbar: zu er ^wn batten, eine aunervrbeMluh gratzc Bilreair-Mehiarbett, über dies aber auch Mindestens 700 x 6 = 4200 arlsivärttge Dtenst- gcschiste allem für die Erl^ebtmg der direkten Eaotsstcuern mehr bringen, da sich die Beamten ia doch mmdesteits zur E^ Hebung jedes der 6 .^teuerztele cmmal m lebe Gemeinde be- 9CS Regierungsblatt wird nun mi&jercdpict daß die bei Aufh.bung der Untererlfebsdellen notwendigen Maßnahnici, einen jährlick^n Auftvand von nrindesbwiS 162 227 Nixrrk uot- ünvndig^ machen ^wurden. Un^verhebstellen würde somit der Staatskasse vielleicht eino Ersparnis von höchstens (188 000 — 162 227) = 2 o 7 7 3 TOarf bringen. Ihr steht gegenüber der für das Publikum und insbesondere die ländliche LeDölkrrung in der der maligen EmrickKiirg gelegene Vorteil, daß Zahlungen an die Staatskasse und EnupfanFnahme von Geldern Ls di^er in denkbar einfachster und billigster Werse er.tolgcn! können, sowie der für die Landgemembm ansdieser Einrichtung sich ergebende mittelbare Nutzen, daß sie dadurch ein bester arbeitendes und besser bezahltes Personal an Gemenwe-(H.n- nchmern zu gewinnen und zu erhalttm in der Entscheidimg darüber, ob jene vielleicht fürdie erwartende Ersparnis den Verlust dieser Vorteile für Bevölkerung unb Gemeinden anfwieaen wurde, mag zunächst der Bevölkerung selbst und den Landständen anhetmgestellt bleiben. ß)ollti?chc Sagcsfdiati» Um die Frankfurter Universität. Um das Bild der Bestrebungen um eine Frankfurter Universität vollständig wiederzugeben, mögen auch die heute in der demokr arischen „Frankfurter Zeitung' niedergelegten ^'^Es handelt ^i^ nach den bis jetzt gemachten Vorschlägen nicht um eine preußische Universität, tue aus staab lichen Mitteln unterhalten würde, sondern um eine komm unaU Unioetiität, für welch« die Mittel au8 e tftimgen unb Sep trägen der Stadt aufzubringen waren. Die Umversttat Frankfurt soll auS nicht st aatlichen Mi t t e l n bestritten werden, n der Hauptsache aus Schenkungen von Privaten Voraussetzung ist dabei, daß sie vom preußischen Staat mit den gleichen Privilegien wie jede andere Universität ut Preußen aus- qestattet wird. Das ist der Kern der Sache unb nur bas eine Tatsächliche sei noch erwähnt, daß zunächst drei- Fakultäten, eine juristische, eine medizinische un^T5l2t«>n?ih& phisch-maturwissenschaftliche errichtet werden sollen Das Vorhaben | ist nickst neu, denn seit Jahr und Tag weiß man, daß einslutzreiche Gietzener Stadttheatev. Tantris der Narr. Drama in fünf Auszügen von Emst Hardt. Ms Ernst Hardt vor nahezu Hwei I ihren für fern neu- romantisches Drama Tantris der Nari^dessen Aüffuhrung Reinhardt kurz vorher abgelehut hatte, den doppelten Schillerpreis erhielt, da ging ein wilder Sturm durch das gesamte literarische Deutschland, und»die „unseligeri Wö richter wurden mit blutigem Hohn überhäuft. ^Drr haben uns seinerzeit wiederholt über das trotz allembeachtenswerte Werk geäußert und auch den Ausspruch eines fehenen deutschen Literaturprofessors veröffentlicht Namens kann ich mich augenblicklich nidjt entsinnen —, der am Ende einer eingehenden Studie über da.^ Werk zu dem Schlüsse kam, daß die doppelte Auszeichnung des Tantris eine Schmach für Deutschland sei. Inzwischen haben sich die ereiferten Gemüter wieoer beruhigt und was die Preisrichter verschuldet haben, das hat man allmählich auch dem Dichter verziehen, denn ohne die Uuszeichnungen wäre das Werk totsicher weit weniger streng beurteilt nroi> den, wäre aber auch wohl kaum lange auf den deutschen Bühnen geblieben. Es wäre gekommen, stoie es mit anderen Tragern des Schillerpreises gekommen ist, mit Wbert Minder und Franz N i s s e l, von denen man Heute, iiach knapp fünfzig Jahren, kaum noch etwas weiß. Hebbel, lseibei, Anzengruber unb Wildenbruch, die im Laufe der J-ihre ebenfalls ausgezeichnet wurden, fyatten sich schon längst einen Namen gemacht, ehe sie „gekrönt" wurden. Zum erstenmal seit Stiftung des Schillerpreises wurde nun ein Werk doppelt — auch mit dem später gestifteten Volks-Schill er preis — ausgezeichnet und zum erstenmal war es auch, daß ein bisher kaum betannter Dichter von dem Publittim mit offenen Armen empfangen wurde. Unb das ist ganz natürlich gewesen. Dieses von leidenschaftlichem, wenn auch unechtem Leben burchglühte Drcmia ging weit ab von der gewohnten Art der naturalistischen Bühnenwerke der letzteii Jahre. Es war voll Glanz, und Farben, voll Trieb unb Kraft, unb es riß mit sich fort, wenn auch der Grund, auf dem diese duftigen Gebilde einer] Üppigen Phantasie erbaut sind, morsch unb brüchig scheint. allen hat eben nur Denovalin, der ihn nut und ohne Verkleidung, sogar im Nebel erkennt, den scksarfen Blick - und Husdent, der Hund. Aber genug davon. Um alle diese Entgleisungen aufzuzäblen, ist hier nicht der Ort und der Raum, und es ist auch erfreulicher, wenn man die guten Seiten des Werkes betrachtet und den Eindruck des gestrigen Abends schildert. Da ist denn zuerst hervorzuheben, baß das Werk einen starken, sckstirf ausgeprägten Eindruck gemacht hat, der nicht nur in der rasch vorangehenden Handlung im zweiten Aus- rüge, sondern namentlich in der großen, wuchtigen ^ene im Schloßhof, wo Isolde den Siechen preisgegeben werben soll, eine achtunggebietende dichterische Höhe erreicht. Dann allerdings verliert sich das Interesse an der vollstündiaen Umbiegung der Handlung, die unbedingt einen tragischen Schluß verlangte, wenn Hardt die Handlung durch die. Charattere bestimmen ließe. Trotzdem aber war der Cnw druck der drei ersten Auszüge derart mächtig, daß der Beifall auch am Schlüsse nur unmerklich nachließ, aber meinem Empfinden nach vor allem den Darstellern galt Und das ist natürlich. Denn es kann nicht begeistern, wenn die ganze eitherige Handlung, die im Sinne von Isolden geführt luirb, plötzlich dadurch abgebrochen wirb, baß Tristan, der vergeblichen Werbung mübe, den Gekränkten spielt und davongeht. * lieber all diesen Mängeln aber liegt eine prächtige, klug bedachte Sprache, die uns wie Musik in den Ohren tönt und voll ist von reicher, lieblicher Süße. Unb mögen auch die Charaktere matt, die Vorbedingungen der Handlung erklügelt, die Liandlung selbst erlogen fein — mag die Macht der Bühne die Vtacht der Dichtung vortäuschen — Ernst Hardt ist trotz allem ein echter und rechter Dichter — unb wer sich lediglich der Stimmung hingeben kann, die in vollen Wogen von der Bühne strömt, dem lvird das Herz heiß werden und der wird sich erhoben fühlen. In vollem Fluß gehen biö* Empfindungen mit dem Dichter, der uns aus unserem an Ursache und Wirlnng geknüpften Dasein hinausreißt in seine Welt, die voll stiller Sck)önheiten ist, menn wir auch schließ lich nicht mehr daran glauben, obschon Shakespeare der Pate des Werkes ist. » So nahmen und so bejubelten auch gestern die zahlreich erschienenen Zuhörer das „gefrönte" Werk, das unter Hermann Bakofs tüchtiger Leitung in einer guten Durch- , bÜbung sehr anerkennenswert bargestellt wurde, wenn sich : auch im einzelnen noch manches abklären muß. So war man stellenweise sehr laut — und manchmal verstand man Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. Srantreid) und die englischen Wahlen. Die Stimmung in Frankreich über die konservativen Wahlsiege in England wirb durch folgenden Brief unseres Pariser Mitarbeiters in unteressanter Weise beleuchtet: sXj Paris, 18. ^an. Die englischen Wahlen hatten sofort zu einer recht pikanten Antithese Anlaß geboten, die aber trügerisch war und nur oberflächliche Beobachter amüsieren konnte. Es schien nämlich, datz das republikanische Frankreich für die Konservativen, da» monarchistische Deutschland dagegen für die Liberalen Wunsche auf den Erfolg bekundete. Sehr eingehende, aber gewundene Auslassungen der großen Organe, die sich nut der theoretischen Durcharbeitung der äußeren Politik bewssen, verstärkten noch den Anti- ihcseneinbruck. Aber jetzt, nach den ersten Ergebnissen, bte einen stiqang bes Liberalismus unbestreitbar hervortreten lassen, ickallr es ganz anders aus der französischen P r e s s e h e r a u s. Die Fürsprecher der Morles füllen ich iii verlegenes und ängstliches Schweigen, hingegen äußern , sich bc Un«b»ängi?en alten »arteten [eir »e h- n, istisch für die Gestaltung der Dmge, sowohl m der Politik, .'ls im Wirtschaftsleben wegen des Wiederauskonimens der engl. SmkraaTiven. Freilich bleibt ben Serbältnilfen enttoredjenb bte allgemeine Ueberzeugung auch hier, daß der englische Liberalismus aus den diesmaligen Wahlen noch mit einer.Mehrheit hervor- geben werde, die aber sehr klein sein müsse unb ihn den Irländern ausliefern würbe, die im ganzen parlamentarischen Leben dann den Ausschlag M geben hätten, lind allmählich wurde durch Absplitterungen bei den Nachwahlen diese prekäre Mehrheit zu einer Minderheit werden. Und diese Aussicht stimmt, wie gesagt, Franzosen aller Parteien bebenttid). Sa erklärt bet „Stabten ", dessen Bedeutung im republikanischen Lager kaum hervorgehoben ,u w^^/^As^tive Sieg bebrütet Protektionismus, Jmpo- rialismus und Kampf gegen bte deutsche He g e - monie, bas heißt vielleicht Konflikt, in ben^Frankreich not. gedrungen hineingezogen werden suußte. Ä^r liberale Sieg dagegen bedeutet Freihandel und Beschwichtigung der deutsch-englischen Nebenbuhler,chast, d h. friebtertige Politik. Unter der konservativen Herrschast wurde un er Ausfuhrhandel schwer betroffen werden. Unter der liberattn hatte er nichts zu leiden. Wünschen wir also den Sieg der -lbcralen, die mit einem großen sozialen Reformen-Programme aus der Befragung der östentlichen Meinung, zuruckkehren. Und nicht minoer kategorisch erklärt der Natwnalist Judet Das Kabinett Khuen Hedervary. Aus Wien wird uns geschrieben: . Die Losung der ungarischen Krise, die ttt der Bemtt- wortuna der Frage gipfelt, tote es möglich ist, m Ungarn eine Wahlreform nach österreichischem Muster durchzufuhren, ohne deshalb der Justh- unb Kossuthgruppc, also den betd n F ügeln der Unabhängiakettspariet, natton-ckc Konzes,tonen fit der Leeres- und Bansfiage machen musen, - tst durch die Ernennung des Grasen Khuen-Hed erv a r t, junt Ministerpräsidenten in ein neues Stadium 6^uM. WaÄ Wcckerle mit seinem Koalttwnsministerrum urcht erreichte, woran Lukacs erst am 11. Januar scheiterte, im g■ ein auf obiger Grundlage arbettsfahigeb, Parlament zu geben: ob e5 Khuen-Hedervary gelingen wird? 9 Ein gebotener Dentsch-Oesterretcher, WJub Kchuen-Hedervary während seiner laumahrrgen Ttttrgkeit als Bauus von Kroatien (1883—1903^> und wahrend' seiner: zwet maligen kurzen Ministerpräsident,chaft tm S^re 1903 a^ ein äußerst energischer Staatsmann gezerat Er lnsofern glücklicher gewesen, als ,ctn Vorgänger ^ukacS, als es rhni. gelang, wenigstens den Torso eines Kabinetts zustande zu bringen, das heute in Wien vereidigt werden soll. Aber weiter ist man darum mit der Lösung .^er Ministerkr^e und der ungarischen parlamentarischen $n,e überhaupt nicht gekommen/ Hinter dem Ministerium des Grafen Khuen- Hedervary stehen lediglich die Versa,,ungsparteii unb bie Nationalitäten, feindlich stehen auch dieser Kabinettsbildung Unabhängigkeitspartei und Volkspartei gegenüber bte un ungarischen Parlament über die überwiegende Mehrheit verfügen unb von ihren nationalen Forderungen durchaus nicht ablassen wollen. Zwar ist nun eine gemeinsame Aktion bet Oppositionsparteien vorläufig gescheuert, man hat hier nur eine Korporation von Fall zu Fau geaen Khuen-Heder- vary beschlossen, aber schon eine solche laßt das neue Kabinett das schlimmste befürchten. . Das sieht auch Graf Khuen-Hedervary ein und macht . Persönlichkeit^ m Frankfurt das Terrain für die Univer.nat °Orl S«'©taat kann sich der Verpflichtung, neue Hochschulen SB ÄMS UÄVSfiS-s BSKft KKÄ Sa-Si‘1 folgen wird, so hat das allerdings kem Einziehen emer y^urs bcilcbcnbcn preußischen Universitätsprosessur zur Dolye, bel^uttt aber ohne Zwcstcl -in- gcroaltigt Entlastung bc8 »reuWdtcn S>o* schule?!«, L g-rab- in b«t lebten 3*“K*&* Gegen die Ahnung, die neue,,Kommunale univer,itar werde wohl tenbenzpolittsch gefärbt werdem erhebtd Blatt nur schüchterne Gintoenbungen, um bann folgende ^OrSrnflürfenÜroobl annehmen, daß die ^bttschen Derben, wenn sie auf ein Univerptatsproiekt emtreten moUnt, in Uirut Unterhanblunaen mit ber Regierung ür das Dochichulmstitut ein gewißes Maß von Selbständigkeit und freier P^r. malt un a erstreben und erhalten werden. .Beide Leite geoen. der Staat soll der Universität ^rauFfurt J8eTed)4tgung 8 » gestehen, akademische Grade zu verleck)en, die Stabtwill mit Bei hilse von Stiftungen bie für Gründung unb ^neb iiottgen Kapitalien flüsjig machen, fic ubernimntt bamit^ große Pflichten kann billigerweise auch Rechte beanspruchen. Nr. IS Erstes Blatt 1«v. Jahrgang Mittwoch 19» Januar 1S10 es» IIIIIl nlL I IIl L 411 WC luv L sscy» gernsprech-Anschlüsse: N M politischen Teil. August lux die Redaktion 112, __ IVr w e * zQa. < Goetz, für .Feuiue- General-Anzeiger für Oberhessen sg Botafionsbrud unb »erlag der vrühl lch.n Unl»..»nch- und Steitöruderd H. Lange. NedaNlan. LryedMon und »ruderet: Sd>ulftra6e 7. ^„etgent.d: 's. ®ed. biß vormittags 9 Uhr. LU sM * , t Mm hat verschiedentlich versucht, Isoldens Blindheit als seelische Eigenschaft darzustellen, aber das genügt nicht, dm.» Itifta mußte iwch von den Shttem erkannt werben sich auf einen «Sturm im Abgeord-netenhcmse gefaßt. Zwar will er noch versuchen, dort sein Programm zu entwickeln, imt wenigstens ein Budgetprvoisorimn vom Abgeordneten- hauss zu erlangen. Wenn er aber dort kein Gehör findet, will er sein Programm, dessen Kernpunkt die Wahlreform auf breitester Grundlage, sowie Berwaltungs- und Justiz- resormen bilden, dem Magncttenh'ause vorlegen, in dem die Unabhängigkeitspartei nicht einen solchen Einfluß besitzt, wie im Abgeordnetenhaus^ Was aoer wäre damit erreicht? Weder das Budgetprovisorium, noch die Wahl- reform, noch schließlich die Zurückstellung der Heeres- und Bankfrage. Deshalb würde die Programmrede Khuen- Hedervarys nur die Plattform der Regierung für die Neuwahlen darstellen, um die sie nicht herumkvmmt, soll das neue Kabinett im Abgeordnetenhause den zu seiner Existenz nötigen starken Rückhalt erlangen. So ist das Ministerium Khuen-Hedervary letzten Endes ein Kampfministerium gegen die bisher in Ungarn maßgebende Unabhängigkeitspartei, das versuchen wird, mit Hilfe von Neuwahlen eine andere Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses durchzusetzen und so die Verabschiedung oes Budgets und der Wahlreform zu ermöglichen. Ob es dem Grafen Kchuen gelingt, die Reste der alten liberalen Verfasfungspartei von 1867 durch die Wahlen so zu verstärken, daß sie die Unabhängigkeitspartei in Schach halten kann, will uns zweifelhaft erscheinen Besteht doch die Gefahr, daß sich dre Justhgruppe bei den Wahlen wieder mit der Kossuthgruppe vereinigt, und daß die klerikale Volkspartei alles aufbietet, um die Reorganisation der liberalen Partei zu hindern. Auf eine Unterstützung aber kann Graf kkhuen außer bei der Verfassungspartei nur bei den Siebenbürger Sachsen rechnen, alle übrigen Nichtmagyaren werden gegen ihn Stellung nehmen, da er die Wahlreform nicht aus Grund des Kristoffyschen Entwurfs durchführen will Unter solchen Umständen wird er bei den Neuwahlen bestenfalls nur eine knappe Mehrheit erringen können, um dann vor neuen Schwierigkeiten zu stehen. Das eine allerdings wäre gewonnen: das neue Parlament könnte erst so spat zusammentreten, daß die Banktrennung bis zum 1. Januar 1911 nicht mehr erfolgen könnte, und die Justhgruppe sich mit einem Bankprovisorium begnügen müßte. Fallen dagegen die Wahlen im Sinne der Unabhängigkeitspartei aus, so dürfte die ungarische Krise noch geraume Zeit in aller Schärfe fortdauern und — falls die Krone ihren Widerstand gegen die nationalen Forderungen der Magyaren aufrecht erhält — noch so manchen Ministerpräsidenten in ihrem Strudel verschwinden lassen. Meckerte, Lukacs, Khuen-He- dervary .... Merz wird das nächste Opfer der ungarischen Klüse sein? * Mannesmann über das Weißbuch. Von den Gebrüdern Mannesmann erhält die „Rhein. Westfäl. Ztg." folgende Aeußernng zu dem Weißbuch des Auswärtigen Amtes über die deutsche Marokkopolitck: Das deutsche Weißbuch über Marokko, dessen eingehende Beantwortung noch folgen wird, bringt in rechtlicher Bestehung nichts Neues. Es wiederholt nur das bekannte längst Widerlegte und detailliert es mit Attrnmateriol. Ta von allen Rechtsß gutaclstern allgemein anerlännt wurde, daß unser Rcchtsstaud- punkt unangreifbar ist, so wird sich an diesem Urteile auch durch die Veröfsenttichung des Aktemnaterials nichts äubcm können. Zur Bekämpfung der Reckstsgülligteit unserer Minen-Kon- zessionen werden folgende Punkte hervorgehoben: 1. Das Muley Hafidsch? Bergg.setz sei zustande gekommen, entgegen dem Beschluß des diplomatischen Korps, ein Berggesetz durch Herrn Porcl-e ausarbeiten zu lassen. Mit diesem Beschluß sei der Sultan Abdul Asis einverstanden gewesen. Temgcgeuüber ist zu bemerken, daß zu der Zeit dieses Beschlusses dlbdut Asis nickst michr der rechtmäßige Herrscher von Marokko war 2. Das Berggesetz sei entstanden ohne Mitwirkung des diplomatischen Korps in Tanger. Nach dem Urteil sämtlicher Rechts- gutackster ist nach der Algecirasakte das diplomatische Korps bei der Mitwirkung des Berggesetzes nicht zuständig. 3. Tas Gesetz sei bis auf den heutigen Tag geheim geblieben. Demgegenüber ist zu bemerken, daß zur Rechtsgültigkeit eines Gesetzes nach Marokkanischem Recht der Ueberdrnck des Sultans- siegels genügt. Eine Veröffentlichung ist zur Rechtsgültig leit kemessalls notwendig, wie auch die Algecirasakte nur durch Sul- tanssiegöl gültig wurde und in Marokko nicht veröffentlicht worden ist. kaum ein Wort; so blieben die Worte des Rufers z. B. säst vollständig unverständlich, obwohl sich Kürt Goldberg einer scharfen und deutlichen Aussprache befleißigte. Sehr erfreulich war es, daß der Auftritt der Siechen naturalistisch durchgeführt wurde und daß sie auch in Aussehen und Haltung lebenswahr erschienen. Als besonders charakteristische Masken fielen mir namentlich Rolf Gunolt, Edgar Pauly, Albert Ruch und Paul Urban auf, durch deren Spiel ein gewaltiger, erschütternder Gegensatz geschaffen wurde. Einen vollen Erfolg errang sich Hans Baumeister vom .Hoftheater in Darmstadt als Tantris. Er brachte den an seiner Seele Siechen in schöner Darstellung zu wirksamer Erscheinung und namentlich als Narr — im tnercen und .fünften Auszug — erreichte er eine Höhe, die lebhaften Beifall sand. Wie er hier, schwankend zwischen Wehmut, Liebe .und Hohn, beredten Ausdruck fand, das war hoch bedeutend. Auch Gertrude Baumeister als Frau Jsot hatte einen ftarten Erfolg, aber wenn sie auch die Gewalt der sehnsuchtsvollen Königin mit leidenschaftlicher Wärme belebte, Jo blieb sie uns kroch das heimliche, doppelzüngige in pem Wesen der Isolde schuldig. Sie ist nicht die edle Dulderin — sie treibt tatsächlich ein frevles Spiel wie der Eid im 2. Aufzug beweist. Auch klang ihre Sprache in der Erregung nicht immer schön und Ueberhckstung ist noch lange keine innere Gestaltung; daß sie dabei g wie sch spricht, ist nicht hübsch, von der oft zu weichen Pathetik ganz abgesehen. Hermann Bakof ließ als Marke die quälende, krankhafte Eifersucht etwas vermissen, bemühte sich aber sonst mit gutem Erfolg um seine schwierige Rolle. Kurt Gühne als Denovalin-Jago zeigte eherne Krait und bleischwere Würde, Rudolf Goll als Dinas Wärme und Herzlichkeit. Gusti Ney war ein liebenswürdiger, munterer Paranis, Elly Gühne eine sorgliche Branaäne. Recht hübsch waren Rolf Gunolt als G.inelun, Karl Do l ck als fremder Ritter, Karl Marx als Hirte. Tie drei gälischen Barone wurden von Paul Urban. Kurt Goldberg und Albert Ruch angemessen dargestellt. «Auch die Ausstattung war sehr ansprechend, namentlich der Burghof, doch empfiehlt es sich hier den Palast etwas mehr in die Seite zu rücken, da man sonst die Säulen von hinten sehen kann. Alles in allem ein voller Erfolg, da : Hans Baumeister auch unsere heimischen Darsteller mit sich fortriß Die tiefe Wirkung, die von dem Stücke ausging, wurde durch das vorzeitige Klatschen eines Uebereifrigen nach jedem Aufzug empfindlich gestört. Derartiges Vordrangen beweist wenig Verständnis für nachhallSchirin- gungem. K. Neurath. Aus Heften. Am Sams dog abend fand in Londorf unter dem Vorsitz des Schuhmachermeisters Hasselbach eine gut besuchte Versammlung statt, in welcher Professor Urstadt - Gießen über „Liberalismus" sprach. Nachdem noch eine Protestentschließung gegen das Pluralwahlrecht von der Versammlung gutgeheißen und an die Regierung abgeschickt worden war, wurde die Gründung eines freisinnigen Vereins beschlossen, dessen «Satzungen in einer demnächst stattfindenden Versammlung beraten werden sollen. Deutsches Neich. In Nürnberg muß infolge der Beamtenaufbesse- rungen und des Wegfalles des städtischen Oktrois die K'o m- munalfteuer von 140 auf 180 Proz. erhöht werden. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Am 17. Januar begannen im Reichsjustizamt unter Zuziehung von Sachverständigen aus den Interessentenkreisen die Beratungen zur Vorbereitung einer internationalen Konferenz, die im Juni int Haag Zusammentritt, um die Aufgabe der Vereinheitlichung oe>s Wechselrechts zu lösen. Tie Beratungen nehmen voraussichtlich die ganze Woche in Anspruch. In der Sitzung der badischen Zweiten Kammer fragte am Dienstag der Abg. Vogel- Mannheim (Demokrat) die Regierung über die Frage der Neckar-Kanalisation. Staatsminister Dusch erwiderte, die Jn- teressenfrage werde gewahrt und nichts versäumt. Was die Verhandlungen mit Württemberg betreffe, so könne er gegenwärtig keine Erklärung abgeben. 2Iu5tanö. Entgegen allen in der Austandspresse erschienenen Nachrichten über die Erkrankung der Zarin wird auf Anfrage an zuständiger Stelle in Petersburg die Erklärung abgegeben, daß der Gesundheitszustand der Kaiserin gegenwärtig völlig befriedigend sei. — Ebenso erklärt dieselbe maßgebende Stelle, daß alle Gerüchte von einer ernsten Erkrankung des Thronfolgers unbegründet seien. Der Thronfolger habe sich beim Spielen eine leichte Kontusion des Beines zugezogen, der ärztlicherseits keinerlei Bedeutung beigemessen wird. Wie aus London gemeldet wird/hat Asquith der Männerliga für Frauen st immrecht auf ihr Verlangen, eine von ihr delegierte Deputation zu empfangen, üritgeteilt, daß er unter dem Drucke der dringenden Geschäfte gezwungen fei, während der Dauer dieser Session auf den Empfang jeder Deputation zu verzichten. Die Männerliga hat daraufhin folgende Entschließung gefaßt: „Obgleich die Liga aufs strengste an dem Grundsätze völliger Neutralität bezüglich der Politik anderer Organisationen fcsthält, kann sie nicht umhin, ihr tiefes Bedauern und Besorgnis über die Stellungnahme der jetzigen liberalen Regierung auszudrucken, die sich weigerte, bei den Anfängen der streitbaren Bewegung den politischen Charakter der Ordnungsstörungen durch Einweisung der Träger der Bewegung, welche solche Störungen begingen, in die 1. Abteilung (der Haft), anzucrkennen. Wir empfinden ferner und müssen mit Bedauern unsere Ueberzeugung konstatieren, daß die Zwangsfütterung weiblicher politischer Sttäflinge die Konsequenz dieser mangelnden Unterscheidung ist, daß daher eine schwere Verantwortlichkeit für diese beklagenswerte Sachlage die Regierung trifft." Aus Stabt und Land. t Gießen, 19. Januar 1910. Die Feier der Gründung des Reiches, die gestern abend vom Alldeutschen Verband in Steins Garten veranstaltet worden war, war^aus allen Kreisen der Bevölkerung sehr gut besucht und der mit bei Feier beabsichtigte Zweck, einmal im Jahre alle gesellschaftlichen Schranken fallen zu lassen und sich der Freude an dem Besitz des einigen deutschen Vaterlandes gemein)am hinzugeben, wurde vollauf erreicht. Tie Feier begann — leider mit einiger Verspätung — mit dem „Hochamt im Walde", das der Bauer- che Gesangverein unter Herrn Otto Görlach 's Leitung feinsinnig und klangschön fang und lebhaften Beifall >amit fand. Dann dellamierte Fraulein I Strack Bruchtücke aus Hamerlings „Germanenzug" mit deutlicher klarer Aussprache und viel Gefühl. Dem trefflichen Vortrag des „Deutschen Tanzes" durch Herrn Julius Hahn folgte dann der mack)tvolle Ehor „Barbarossa" durch den Bauer'schen Gesangverein, der passend zu der gedankenreichen Festrede >es Professors Dr. Roloff über die Gründung des Reichs überleitete. Der Redner gab in seinen etwa eine Stunoe umfassenden Ausführungen ein übersichtliches und allgemein verständliches Bild der Einheitsbestrebungen von den Freiheitskriegen bis zur Gründung des Reiches, das die Zuhörer von Anfang bis zu Ende ungemein fesselte. Tann folgte das Kaiserhoch, das von Privatdozent F-reiherrn von Liebig in begeisterten Worten ausgebracht wurde, und der Gesang von „Deutschland, Deutschland über alles". Zwei Klavierstücke des Herrn Hahn und>ein weiterer Gesangsvortrag des Bauer'schen Gesangvereins bildeten den Schluß der F-eier, die von hohen patriotischen Gefühlen durchweht war und auf alle Teilnehmer einen erhebenden Eindruck gemacht hat. * ** Tageskalender. Stadttheater: Flotten-Ma- növer Anfang 7 Uhr. Vorlesung von Gesängen aus Dantes Göttlicher Komödie von Fräulein M. Bass ermann aus Heidelberg. Abends 8Vr Uhr im großen Hörsaal der Universität. • •h. Droesigl betitelt sich der neue Roman unserer Familien blätter. Wir beginnen beute mit dem Abdruck dieses Werkes, das einer der neuesten Romane des alß unterbollsamen, frischen Erzählers geschätzten Freiherrn c>. Ompteda ist, der unseren Lesern ja auch schon aus der bübschen Erzählung Nerven bekannt ist. Ompteda schildert in diesem Roman, mte sich der Sohn eines aus kleinsten Anfängen cnipocgesliegenen Kohlenbarons in dem märkischen Adel allmählich eine geachtete Stellung erringt und zuletzt iclbft RcichSfreiherr wird. Die großen lind kleinen Begebenheiten in diesen Kreisen, die Ompteda wie taum ein zweiter deutscher Romandichter zu schildern weiß, sind mit liebenswürdiger, lebenslustiger Kunst erzählt und gern folgen wir dein jungen Kohlenbaron durch Wald und Ried, über das glatte Parquctt lichiflkrrender Säle bis in sein molliges Heim, das er sich und feinem adeligen Weibe mit erlesenem Geschmack errichtet und das trotz aller -Neider und Hindernisse doch ein glückhaftes Neüchen wird. Möge dieser Droesigl so viele Freunde finden rote bie Rheinlandstöchter. * " Hessischer Landes-Lehrer verein. Nächsten Samstag, den 22. d. Mts., nachm. 2i/2 Uhr, findet zu Frankfurt a. M. in der Restauration „Zum Storch" eine Obmännerversammlung für Hessen statt. Es toirb erwartet, daß auch die entlegenen Bezirke vertreten sind. ** Für die Sitzung berStabtver ordneten« Ber sam mlu n g am Donnerstag, 20. Jun., nachm. 4 Uhr. ist folgende /^agesordung ausgestellt worden: 1. Auslosung von Schuldverschreibungen. 2. Mitteilungen. 3. Bau-, gesuch Löb Süß für Morktst-raße 9. 4. Baugesuch Eugen Wallensels für Moltkestraße 3. 5. Baugesuch H. W. Rinn für bie Marburger Straße. 6. Baugesuch Friebrich Amend für Neustadt 45. 7. Bauaesuch Franz Senner Erben für Seltersweg. 8. Dauaesuch Heinrich Tichy für die Löwev- gasse. 9. Baugesuch Wilhelm Seipp III. für Roowstraße 8. 10. Baugesuch der Firma Birkensdock und Schneider für bie Friebrichstraße; hier: Nachtragsbispens. 11. Baugesuch Wilhelm Reusch für den Seltersweg. 12. Baufristverlängerung Eugen Käufsmann, Schiifenberger Weg. 13. Gesuch des Glasers Heinrich Baum u .i Anbringung eines Schaukastens am Hause Bleichstraße 2. 14. Befreiung von der Einfriedigung des Eigentums vor dem Hause Hammstro.ße 15, Besitzer Metzger uno Wirt Fritz Euler. 15. Gesuch des Konrad Häuser zur Errichtung eines Schornsteins Riegelpfad 21. 16. Gesuch des Karl Stückrath zur Erbauung einer Holzhalle am alten Steinbacher Weg 17. Einspruch des Christoph Schmidt gegen die Ortsbau Satzung Gutenberg- sfraßa ^18. Bebauungsplan für bas Gebiet'zwischen Frankfurter Straße, Main-Weser-Cisenbahn unb Beterinäran'ialt: hier: Einspruch Oskar Gutmann. 19. Orlsstatut. bie Bergstraße, Gartenstvaße, Moltkestraße und Hofmannstraße betr. 20. An- und Berkaus von Grundstücken. 21. Anschaffung von Bettwäsche und Koltern für die Polizeiwache. 22 Genehmigung von Rechnungen. 23. Vergebung von Arbci en und Lieferungen. 24. Hastpfächtversicherung. 25. Mobiliarversicherung. 26. Besetzung von Lehrerstellen an der höheren unb erweiterten Mabchenschule. 27. Besuch ber Hauptversammlung bes beutschen Vereins für bas höhere Mäbchen- schulwesen burch Direktor Dr. Störiko. 28. Gesuch Otto Rühl um Erlaubnis zum Schankwirtschastsbetriebe im Hause Malltorstraße 33. 29. Desgl. Johannes Steinhauer' sen. für Lubwigstraße 55. 30. Desgl. Heinrich Schäfer VII. für Dammstraße 39. ** Gustav Winbecker f. Gestern trug man hier Herrn Gustav Winbecker zu Grabe, der sich in weiteren Kreisen wegen seines lauteren rechtlichen Charakters, seines Fleißes und seiner persönlichen Auspruchlosigkeit der größten Wertschätzung erfreuen durfte. Herr Windecker, der aus einer angesehenen Friedberger Familie stammt, übern.ahm schon frühzeitig das von seinem Vater und seinem Onkel gegründete Kolonialwarengeschäft, be.sen Cmgros-Abteilung er nach Abtrennung des Detailgeschäfts mit verschiedenen Teilhabern unermüdlich bis zu seinem Tode weiterbetrieb. Nachdem seine Frau schon wenige Jahre nach seiner Eheschließung gestorben war, führte er mit seiner Schwester ein vorbildliches Familienleben. Lange Jahre gehörte er dem Kirchenvorstand und der Kirchengcmeindevertretung an; als Rechner der Herberg« zur Heimat leistete Herr W. Jahre hindurch viele uneigennützige Arbeit, wie er auch im Stillen viel gutes tat. Ter Verstorbene war ein warmherziger Patriot, der — was nur wenig bekannt sein dürfte — als einer der ersten für ein starkes einiges Deutschland unter preußischer Führung ein trat. — Seine Beerdigung gestaltete sich zu einer erhebenden Trauer- tündgebung; u. a. gaben ihm der evaug. Arbeiterverein, dessen Mitgründer er war, und der Gießener Wingols, bein er als erster Ehrenphilister angehörte, bas letzte Geleite. >lirchenrat D. Sch l o sser hielt ihm bie Gedächtnisrede über Psalm 90, Vers 10, toäljrenb Pros. Weimar im Namen bes „Wingolf" unter ehrenben Worten einen Kranz nieberlegte. ** 1. Verkehrstag in Gießen. Ter geschäfts- sührenbe Ausschuß für ben 1. Verkehrstag in Gießen hielt bieser Tage seine Schlußsitzung ab, und es wurde dabei von ben Vertretern aller beteiligten Körperschaften mitgeteilt, baß man in ber Bürgerschaft unb besonders in der Geschäftswelt unserer Stabt mit dem Verlaus des Tages sehr zufrieben ist. Es war burch ihn den hiesigen Geschäften ermöglicht, ben Einheimischen wie auch ben zahlreich hierhergekommenen Fremden zu zeigen, baß sie üi ihrer Leistungsfähigkeit durchaus nicht hinter denen be- beutend größerer Städte zurückstehen: unb wenn sich auch manche aufgewanbtc Mühe nicht sofort belohnte, so wirs sie boch sicher in ber Folge gute Frucht tragen, lieber bie Fortschritte der Stadt selbst aber konnte man aus bent Munde der Fremden gar manches anerkennende Wort hören; galt Gießen früher als ein schmuHiges Nest — ein Weltblatt scheute sich sogar vor einiger Zett nicht, sich mit einem Jeuilletonartikel in ben Gießener Schmutz zu legen — so zeigt es sich heute mit feiner eleganten Straßenbahn, feinent neuen Pflaster unb )einer tadellosen Beleuchtung als eine Stadt, die ben Vergleich mit ihren größeren unb bedeuten- ;eren Schwestern^ nicht zu scheuen braucht. Die zahlreichen' rnalerischcn Straßenbilder mit den schönen FachwerDauten,- )ie prächtigen, peinlich sauberen Vertcmfsladen mit ihren jerrlich dekorierten Schcmfensvern haben manchem Besucher von auswärts, der Gießen seit Jahren nicht mehr oder überhaupt noch nicht gesehen hat, Worte des Staunens und )er Bewunderung entlockt. — Ganz besondere Anerkennung verdient der B e w e r t u n g s a u s s ch u ß für den Schou- ensterwettbewerb. Die Herren, die in selbstloser Weise das nühevolle Amt eines Preisrichters übernommen haben, laben dadurch nicht nur den ausstellenden Firmen, sondern, auch der ganzen Stadt einen schätzenswerten Dienst geleistet. Ihnen gebührt daher nicht nur der Dank aller derer, die'in >en Besitz eines der prächtigen Bewertungsdiplome gekommen sind (von denen übrigens schon einige in schmuckem Rahmen eine Zierde der Schaufenster bilden), sondern auch )er ganzen Bürgerschaft und vor allem auch derer, deren Teilnahme und Interesse sich nicht nur daraus richtet, daß unsere Vaterstadt sich immer weiter entwickelt, fonoern and) toie sie sich entwickelt. — Die guten Erfahrungen mi: )em 1. Verkehrs tag haben übrigens den geschästssührenden Ausschuß bewogen, auch gegen ben «Sommer hin einen olchen einzurichten. ** Oberhessischer Obstbauverein. Gegenüber dem Vorgehen ber Obstzüchter des Kreises Büdingen, die sich vom iurerhessischen Obstbauverein getrennt haben, gedenkt der Aus amB des Provinzial Vereins in einer Äusschuszsitzung demnächst Schritte zu tim. Für den Kreis Büdingen ist ein besonderer Obstbauverein gegründet worden. ** V erh aftet. Ter von ber Königs. Staatsanwaltschaft Giene wegen Rückfalldiebstahls steckbrieflich verfolgte Hausierer Paul Geraeds aus Piersen wurde hier verhaftet. N e t t e F r ü ch t ch e n. Zwei Schuljungen wurden gestern abend dabei ertappt, als sie einen Automaten, der vor einem Gcschästshause in der Friedrichstraße steht, mittelst Nach-- . ) chlü11el zu öffnen versuchten. Der Schlüssel brach ab, und so Icheiterte^das Umeruehmen. Steinbach, 18. Jan. Am 16. b. M. fand ein Familien abend vom Zweigverein Steinbach des „Evangelischen Bundes" statt. Der Vorsitzende/ M fek. rtretrns^ j ' uachw 4 ? I Crben: i >• ,Ungen. 3 Jf* | äw ^edrich met für Mh '■wfc M *nä Riegeb 17, ®iniptu3 N? s4 ^ermararüalt' latut-_ die Sero; Sn#e.bek 22 GeneL r SCVCn UÄ o Mobiljatver- ® der höheren ) btt Hanvtved Acre Mädchen, -o. Gesuch Ltto eteiebc ün Hause -teinhauer' sen Phaser VU. fti twg man hier sich in weiteren iarakters, feinei Zleitder größten idecker,^ der oui mmt, übernahm id seinem Onkr! ngrvs-Meilunz eü verschiedenen >e weiterbetrieb, «uh seiner Eheeiner Schwester ahre gehörte ei icinbcDeitretunj leistete Herr $. rbeit, wie er torbene war ein nig bekannt sein einiges Teuisch« — Seine Zeer-- enden Iraner« Urbeiterverein, '.i Wingolf, dein ■ lebte (Weite. Ge^uhtnisreda Weimur un en einen ^ranz Ter geschah in Gießen hielt es wurde dabei verschasten mit» besonders in her c(auf des Tages en hiesigen f > auch den M» igen, daß sie in ,inter denen be» i wem sich chub belohnte, so W» tagen, tlcbcr h^- i man aus Bert ende Dort Hom: — ein öeltblati. ' sich mit einens ^SbebeuJ Tie **\ zlüden „indiem nicht mehr A -ä Staunen» M ie"re LrerkemE nir den W .'S« LZL in'ge n l atd X"Ä«=. au« u^t dal irauf/X; {SV0,6 L'M r iviirde" ^: IM«»* irl bta® - Pfarrer Köhler, führte in einer kurzen Ansprache die ^eute in die Ziele des „Evana. Bundes" ein. — Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag des Vorsitzenden über die Entwickelung des deutschen Bauernstandes. Der Redner verstand es in packender Weise, die Zuhörer im leiste vom ersten Auftreten eines seßhaften Bauernstandes bis zur Gegenwart zu führen. Das Wohl und Wehe des deutschen Bauern im Laufe der Jahrhunderte, Rechte, Sitten und Gebräuche im Bauernstände: das waren die Haupt- gedanken des mit Beifall ausgenommenen Vortrags. Der Abend wurde verschönt durch Liedervorträge des Gesangvereins „Eintracht" unter der Leitung fernes Dirigenten Lehrer Nanz. I». Schlitz, 17. Jan. Am Sonntag veranstaltete der Männergesangoerern sein erstes diesjährlges Konzert. Trotzdem m unserem Städtchen an Vergnügungen mehr wie genug geboten wird, üben die Veranstaltungen des seit 58 Zähren bestehenden Vereins immer grobe Anziehungskraft aus; dazu kam noch, daß der grobe Guntrum'sche Saalbau zum erstenmal probeweise im elektrischen Licht erstrahlte, und so war das geräumige Lokal bis zum letzten Platz gefüllt. Lehrer Stein, der kunstsinnige Dirigent, Halle em Programm zustande gebracht, das jelbst gröberen Platzen zur Ehre gereichen wurde. Die Gefamtchore, sowie die für Doppelquartelt gelangen vorzüglich. Bejonderes Verdienst um das Gelingen des Konzertes erwarb sich Fräulein Aeniiie Weis von Weilburg. Sie fang vier Lieder, bie wahre Beifallsstürme ent* fesselten; die Begleitung hatte Frau Professor Weis übernommen. Um den musikalischen Teil machten sich Fräuleii» Hahn und die Herren Stern, Mohr, Gebr. Reinhardt und Sippel verdient. Die meist sehr schwierigen Kompositionen von Beethoven, Benot, Rich. Wagner und Chopin wurden vorzüglich wiedergegeben. --- Wismar, 18. Jan. DieHolzfällungs arb eiten im hiesigen Warne sind, begütigt dura) die Milde Witterung, soweit vorgeschritten, da^ fte in der kommenden Woche beeuoigt sein weroen. ES sanoen diesmal 7u y.e,tge Einwohner daoer eine lohnende xß.n^eroefa^fugung. Dura) die Zugabe einer besonderen Fällung i,c der cnnichlag an Holz hoher als in anoeren Jahren, uno wohl aus diesem Grunde und wegen des gelmoen Winters war der Preis bei der dieser iage aogehaitenen Ä^enlihv.zoer,Weigerung nur mittelmäßig. Dem eriiUafjigen ^o^z nach zu uralten, hatte man einen höheren Erreug erlvarcen oar,en. In Kurze sieht eine Versieigerung aon auen reifen Eichen aus dem Toten Mann in Aussicht. Die,es.Hmz ist durch feine vorzügliche Verwendbaneir als Glaser-, Schreinerund Küferyolz weit und breit bekannt und beliebt. -o. R o d h e i tn a. d. Bieber, 18. Jan. Die Ortsgruppe des Bauernvereins hielt am vorigen Sonntag bei Gastwirc K. Schlierbach ihre gut besuchte Generalversammlung ab. Tie vorgelragene Rechnung ergab roieoer einen günstigen Abfchlutz. trotz der sur vtete Lvaren erfotgien PrelSsieigerung. Die grauen der wtitgtieder tonimen Donuerslag aoeno zu einem Kasseelranzchen zusammen. . . r. <>, r u n, io. ^U4i. Tie am gestrigen Montag aus dem Sü-utzbezirr ^truvach und dem hiesigen Genie mben-alo aogehaltenen R u tz h o l z - B e r st e i g e r u n g e n waren gut besucht. Es Hanen sich Interessenten von verb-orn, Wetzlar uno Gieren, sowie oie^e kleine Gela-astSteute der umliegenden Orte emgesmiden. Bcr- sonders begehrt waren die sawnen Schnittstamme im Tistntt Daloerg, die ourchschnittlich mit öu Mk. er,ie 2_uaiudt bis 1UU Ml. un 6-eiinietcr bezahlt wurden. Bei der anschließenden Gemeuwe- Ho1zver,teigerung sienke sich das Werkyolz verhanmsmasLig billiger, es war durchschnUtlta) für 4U—aU Mark zu hauen. Trotz der ieitijerigen geinwen Witterung wurden auch für Brennholz die vorjährigen Preise erzielt. CtKSiajttHaaL to. Standgericht. Gestern tagte in der alten Kaserne ein Standgericht. Ter Gerick)tsi)vf war zusammengesetzt: Major Hoos, Vorsitzender, Hauptmann Poly und Oberleutnant Wolf Beisitzer, die Anklage vertrat Leutnant Möller. Tie Anklage, die auf ausdrückliche Gehorsamsverweigerung lautete, richtete sich gegen den im zweiten Jahre dienenden, als Soldat gut beleumundeten Tambour Adolf Rühl, der den Tatbestand wie folgt zugab: Es habe gegen Abend auf der Kammer der Empfang von Stiefeln für den Kriegsfall stattgefunden, er bekam außer seinen eigenen Stiefeln noch ein Paar für den abkoimnandierten Kameraden Techert. Als der Mann auf seiner Stube mar, wurde er erneut zur Kammer befohlen, wo er ein drittes Paar Stiefel für einen abwesenden Unteroffizier erhielt, beben Bursche er früher war. Rühl machte sich, da er raubte, daß die Stiefel am anderen ‘•Dtorgcn wieder auf die Kammer zurückgebracht werden sollten, daran, in seine und des Unteroffiziers Stiesel die Namen zu nähen. Er war noch bei der Arbeit, als der Gefreite Klein in die Stube trat, dem der Tambour meldete, das; er dem Techert den Namen nicht in die Stiefel nähen könne, da er noch ein drittes Paar erhalten habe. Ter Vorgesetzte erklärte aber im befehlenden Tone: „Sie nähen die Namen in die Stiesel," worauf Rühl gereizt äußerte: „Ich nähe die Namen nicht em." Ter Gefreite wiederholte den Beseht, indem er die Stuoe verließ, wo der Angeklagte allein zurückblieb, well die anderen Leute der Stube inzwisäfen dem Befehl, zum Baden anzutreten, nachgeiommen waren. Ter Gefreite hatte inzwischen den Vorfall dem Feldwebel gemeldet, wodurch die schwere Anklage gegen den Mann ins Rollen kam. In der Verhandlung erkürte der Feldwebel, der Gefreite Klein haoe bei seiner Meldung "verschwiegen, daß dem Rühl zugemutet motten ivar, in 3 Paar Stiefeln die tziamen ernzunai-en. Leutnant Möller gab zu, dag der Gefreite dem mahl euvas zugemuter hat, was gegenüber den anderen Kameraden von ihm als ungerecht enipfurwen werden mußte. Ein Vorgesetzter, der besser mit den Geflogen- l)eiten d.s Dienstes betaiuit gewesen wäre, als Klem, der einen Teck seiner Dienstzeit aiv cschiieioer zngeoracht hat, wurde niu,i verlangt haben, vag Ruhl 3 Namen euuuiyen solle, wahrend die anoeren Leute nur einen Namen in ihre eigenen ^tiefeni festnahten. Diese Tatsache andere aoer nichts daran, dag sich Ruhl der ausdrücklichen Gehör,amsberweigerung schuwig gemacht habe, denn es habe ein Befehl Vorgelegen, denen Vus,uhrung er majt nur verweigerte, sondern gegen ve,,en AuSfühtuug er protestiert habe. Em solches Benehmen in unserem yeere dürfe ui teinem iyall geduldet iverden. T^ar § 94 des M.-Skt.-G. schreibe für die Bat eine Atindestfträfe von 14 Tagen strengen Arrest vor und er beantragte, hierauf zu erkennen. Das Ltandgericht ev- tamtie nach dem Antrag des Leutnants Möller. -k. Der Streit um d i e Apanage. Die Gerichte zu Gießen und Tarmsiadt haben dem Grafen August zu Ul 11 • Le t u ln g e n - Lv e st e r b ur g, Agnat des Gräflichen Hauses zu Zlbenstabi, z. Zll Sekretär am Ltailsiijchen Amte zu Berlin, eine von dem Chef des Hauses Jlbensiadt, dem Gra'en Friedrich zu Ali-Leilllngeil-Wesierburg, zu zahleiibeii fährlicheii Apanage uon obUO Alk. und auszeröeiii lür den langiai) Ligen BeUilsi dieser Apanage die einmalige Absmbungsfuuuiie von 19 0UU Alk. zu- ertaiuu. Gegen diese veÜfetzuug hat Graf Friedrich zu Jlbensiadt beim Reichsgericht Beruiung emlegen lallen. - Liese wurde fedoch am 11. d. Al. toiieiuallig ueribotien und somit dem Grasen August die Apanage auch m letzter Jnstailz zugesprochen. iHw.ite. tb. Gießen, 18. Jan. Ter heutige R i n d v i e h m a r k Halle einen Auftrieb von ca. 140u Stuck Großvieh und 4U0 Jungtieren und Kalbern. Ter Atarkt war sehr start von Rainern iuv alle Vieygcutuligeu besucht, jo öay trotz des großen Auftriebes sich panöel und Preise im allgemeinen leidlich gestalteten. In Aiilch- viel) war viel Ware m geringerer und mittlerer Qualität am Markt, die teilweise billig war, während bessere Mare den alten guten Preis erzielte. Das Geschält ui jcttvieh war uuolge der flauen Tendenz des Kölner und Frautiurter Aiarttes bei em wenig weichenden Pi eisen ebeusalls recht flati. sJUir der KalbermarU zeigte wieder das Gesicht wie vor 14 Lagen, wo die Einkäufer iur Die Großstädte sich gegenseitig die Ware nt Die Hohe trieben und Die Provinzkiindschaft, soivie Die Giepener- Aletzgec sich am Ge° jchäjt nicht beteiligen kannten, weit Die Tiere sich zu hoch uh Preise stellten. Ter HanDel in Ochsen und Jungtieren blieb gering, da m beiden Biehsorten feine Auswahl da war. Etuige Paare junge Fahrstiere wurden zur Frühjahrsbestellung zu angemessenen Preiseit angekauu. Es wurden bezahlt für Das Stück: Kühe, f r t s ch tu e 11 e n D und tragend 1. Qual. 450 bis 500 Alk. (einzelne Stücke bis 530 Alk.), 2. Qual. 3uü—410 Alk., 3. Qual. 270 bis 330 Alk. Gehandelt wurden Der Zentner Schlachtgewicht: Fette RinDer 1. Qual. 68 bis "k, 0421) 8»tkS Kornbrot 4 W.-Laib 46 Pf. Seltersweg 27. a Verschiedene P e r Käufe. i-.-GÄ Kauf'Gesnche preiswert zu verk. Franz Schmoll, Garbeneeich. Günstige Gelegenheit Einen Posten gutereinwollene Tische, Stühle Küchenschränke Kleiderschränke Waschschränke Kommoden, Sofas Betten und getragene Kleider Kirchen platz 9. (0376 Ein Besuch der Wartburg, Eisenach, Annatal etc. Jeden Tag v. 3—10 Uhr geöffnet. fit. lk trlt*'1 Friscli eiigelronea sind: NsÜMlzhslttztt AMltee Prima sütze Pflaumen. . „ ,, ff bei 5 Prima neue große Linsen G. ftraqot, gefpielt von Max Lindner. Das Lied vom Zigeunerkind, lebend, sprechend. Der Bcilchcnstrautz, spannendes Drama. 2 Wnlschaslcn in bester Lage GiehenS zu ver. pachten. Näh. b. 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