A?r.AS Erstes Blatt L 60. Jahrgang Mittwoch 16. Febrnav 1010 Aci a€^a-h a-w aaS a Im Ar J| TI TAT fl Ar dlLttsürdenUreisSietzen ggflE U $ g&^ M WWW I ■ lahrl. ausfcht. Beitellg. , Tienstag und Freitag); HW M H jK H ■ HL W WA ®L M JfSL JM W H Wi B M Hk H ML. Bl Zerleiwrers: lokal 15Pf., -weimal znonotl. Land yKRJK ™ «3k M SS Wh/ E! S§g ejw ÖL ausivärts 20 Pfennig, wirtschaftliche Zeitfrage« ^S^^f HT M M ^f H ^f f® ™ Chefredakteur: A Goetz. Fenssprech-Anschlüsse: RI ®W Verantwortlich für den für die Redaktion 112, _ _ _ _ A99 /<▲, < < NA volitischen Teil: August ~™ General-Anzeiger für Oberhessen WZM Annahme oon Anzeigen $nn("■ (*■ ^ipr* ffiv den Kit o« Zogrinmnmer ROfnivischen Heimeringk und Melide di.sen wuchtigen Schluß, die Vereitelung eines Brudermordes durch die Strandkinder und die Vernichtung der beiden Gewaltmenschen G-regor und Brigolla herbeizuführen. Als milde Versöhnung werben Melide und der neue Ordensritter Heimerlingt zusammengesührt und die Strandkinder in die Obhut des Deutschritterordens gegeben. Der Vorhang fällt vor dem theatralischen Bild, wo Der unentschiedene Charakter des jüngeren Rynkesohnes, auf einmal umgewmidelt, ruft: „Nun, Strandkinder, kommt!" Der dramatische Griff Sudermanns, der auch in den „Strandkindern" interessant ist und bewundert werden muß, hat doch einige Nebenvorgänge sich teilweise verflüchtigen lassen. So bleibt die Herkunft Melides, das Ergebnis der Inschrift auf der Schaumünze, dunkel. Auch die Aufnahme Heimeringks in den Deutschritterorden erscheint nach den geheimnisvollen Worten über Melides .Ansehen beim Orden nicht völlig geklärt. * Daß unser Stadttheater dem trotz der erwähnten Mängel überaus interessanten neuen Drama eine so gediegene und würdige Aufführung bereiten konnte, war außerordentlich erfreulich. Im großen wie im kleinen war man mit Ernst unb großem Geschick an die nicht leichte Aufgabe herangegangen. Selten haben wir hier so vollendete Bühnenausstattungen gesehen. Das Strandbild mit dem Dünen Hügel und dem Dorfe im Hintergründe war ganz nach den Absichten des Dichters eingerichtet und sehr wirksam. Auch die Gruppenbewegungen der Strandkinder und das Gericht der Ordensritter im Hofe der Rynkesöhne haben hohe Ansprüche gefriedigt. Wir haben schon erwähnt, baß die Verkörperung ber Sudermannschen Gestalten in diesein Stücke nicht leicht ist. Wo die Handlung dramatische Rubepunl'te hatte, mußte, dem weltabgeschiedenen Hausen und der Gewöhnung dieser Strandbewohner entsprechend, so zurückhaltend und absichtslos gesprochen werden, baß dem Bilde die erwünschte Dauer verliehen werden konnte. In den zu leidenschaftlichen Ausbrüchen gesteigerten Momenten mag dann durch direkte Redeweise und das Jneinanderkrallen der Menschen der Gegensatz um so wirksamer hervorgebracht werden. Der Gesamteindruck wurde durch 'Herrn Direktor Steingötkers sichere und sorgsäl ige Leitung sehr s.sstlnd und lebendig. U..s schien es, als habe Herr Marx als Heimeringk an manchen Stellen auf seinen verwaisten Schützling zu lebhaft eingesprochen, wo das gegenseitige Verhältnis der beiden stimmungsvoll zum Ausdruck kommen sollte. Der Darsteller besitzt sehr gute Mittel, aber mitunter gerät er in Dekla- ibiefc für btc Finänzen der EmzelpaateN günstige Wirkung hin- LUweisen, und brr preußisch« Finanz Minister hat in seiner Etat- rede hervorgehoben, das, „vom Standpunkt der Einzelstaaten mit Danke dem Reichstage gegenüber anerkannt werden muß, daß der Reichstag diese geradezu unerträglichen und wie ein Damoklesschwert über den Einzclstaabeii hängenden gestundeten Matrikularbeiträge von den Einzelstaaten abgebürdet und aus die Reichskaffe übernommen bat". Der Finanzausschuß der 1. xiainnrer beklagt es, daß eine feste Begrenzung in dem finanziellen Verhältnis des Reiches zu den Einzelstaateir nicht hat herbeigesührt werden können, daß das Reich immer noch Kostgänger der Bundesstaaten geblieben ist und daß der Artikel 70 der Reicks Verfassung, nach welchem die Eiirzelstaaten verpflichtet sind, die Schulden zu tilgen, weiter besteht. Durch btc neugeschaffenen Reichs-Einnahmen darf wenigstens für die nächste Zukunft auf eine stabile Gestaltung des Finanzverhältnisses gerechnet werden. Den Vorschlag, die preußische Progression in das hessische E i n k o m m c n st e u e r g f e tz cinzuführen, muß der Finanzausschuß aus prinzipiellen Gründen ablehnen, da Preußen erst jetzt die Einkommensteuer zu dem bei uns längst eingesührten Höchstsatz von 5 Proz. gesteigert hat: dabei aber die mittleren Einkommen stufen stärker als Hessen heranzieht. Die jetzige Gestaltung der hessischen Einkommensteuer entspricht iricht den sozialpolitischen Anträgen, welche bei der Bewilligung des hohen Satzes von 5 Proz. in der Progression als Gegenleistung in der 1. .Kammer vorgeschlagen waren: hiernach) sollten nämlich die unteren .Klassen bis zu 900 Mark von der Einkommensteuer überhaupt befreit bleiben. Aus prinzipiellen Gründen muß deshalb eine Aenderung der Bestimmungen des Artikels 67 der Verfassung und des Artikels 13 des Einkommensteuergesetzes, wonach eine Erhöhung und Ermäßigmrg sämtlicher Steuersätze nur gleichmäßig erfolgen kann, abgelehnr werden. Da die bloße Entlastung der Stufen bis zu 900 Mart von dein allgenteinen Zuschlag rechnerisch kaum fühlbare Erleichterungen bringen dürfte, so muß auch für die Zukunft, soweit die wachsenden finanziellen Ergebnisse der bestehenden Steuergesctze cs gestatten, an dem früher auf- aestellten Programm der 1. Kammer fcsrgehalten und die vollständige Entlastung der untersten Stcuerstufen, die das Existcnz- mininuim nicht erreichen, ins Auge gefaßt werden. Von einer Beurteilung der Finanzlage st'ir das Jahr 1911 bis 1912 glaubt der Ausschuß absehcn zu sollen, weil zuverlässige Schätzungen hierfür nicht zugrunde gelegt werden können. Im Hinblick aber auf die ge'unde wirtschaftliche Entwickelung des Landes, die «ich in den wachsenden Einnahmen der direkten Steuern offenbart, und im Hinblick auf die steigende Konjunktur unseres Wirtschaftslebens überhaupt, die in ihren Wirkungen auch auf die Eisenbahneinuahmcn fühlbar werden wird, hält der Finanzausschuß c-3 für geboten, pessimistischen Erwägungen insoweit keinen Raum zu geben, als sie darauf zielt, die Steuerzahler schon heute über das Maß des Erträglichen hinaus zu belasten. Der Rückgriff in die auf der Steuerkrast des_Landes beruhenden Reserve bleibt zu jeder Zeit offen. Es ist aber nicht angebracht, diese Reserve in Anspruch zu nehmen, wenn nicht die dringendste Notwendigkeit Zu diesem Schritte unbestreitbar und sicher erwiesen ist. Zur Balancierung des Etats 1910 ist der Finanzausschuß der hohen ersten Kammer bereit, in der Frage der Steuererhöhung enlgegcnzlltommetl, wenn diese auf die Einkommensteuer beschränkt wird und sich in der weiter unten zu erörternden erträglichen Grenze hält, die das Belastungsverhältnis zu dem Nachbarstaatc Preußen nicht zu stark verschiebt. Eine weitere Erhöhung der Vernrögenssteuer würde den Charakter dieser Steuer als Ergänzungssteuer verwischen. Ein Hinweis auf Baden, das hier ähnlich hohe Steuersätze hat, wie sie die Großh. Regierung fordert, wäre nicht schlüssig, weil dort die Vermögenssteuer zur Hauptsteuer geworden und die Einkommensteuer in den Hintergrund gedrängt ist. Eine Aenberung dieser auf Gesetz beruhenden Stellung der Vermögenssteuer im hessischen Steuersystem hast der Finanz- jausschuß aus den nachfolgenden Gründen für nicht erforderlich -und wegen der seither erfolgten, als drückend empfundenen hohen Schatzungen der Vermögenswerte nur dann für diskutabel, wenn die Einführung der neuen preußischen Bestimmungen über die .Schätzung des Vermögens damit verbunden wird. Vor dieser Inanspruchnahme der Stcnerreserve des Landes aber sind zum Ausgleich des Defizits 1910 alle bereiten Mittel .heranzuziehen: 1. Nach den Erläuterungen zu Kapitel 123 des Haupt- ,Voranschlags 1910 soll ait-ä dein „Erneuerungsfonds Bad Raub e im", der sich Ende 1909 auf mindestens rund 1,47 Mill. Mark stellen wird, die diesjährige ,Bausumme von rund 674 000 Mark gedeckt loerden, ohne daß die Regierung die Befürchtung hegt, seine Zweckbestimmung — mit den Ueber- -schüsseii des Bades zusammen den für Bad-Nauheim bereits verwendeten Staatstredit zu verzinsen und zu tilgen --- durch diese Entnahme zu gefährden. Der Finanzausschuß hält es in Uebereinstimmuug mit dem wben ausgesprochenen und schoit bei Beratuirg des Ausgleichsfondsgesetzes 1907 aufgestellten Prinzip für nicht angängig, freie Ver- mögensmittcl, die zur Minderung der Steuerlast herangezogen werden können, anderweit aufzubrauchen, wenn diese Verwendung reicht als besonders dringlich erscheint. Dies ist hier nicht der Fall: denn sämtliche Badehäuser sind soweit fertig gestellt, daß sie 1911 in Betrieb genommen loerden kömren. durch den Bau der Kolonnaden in bet Parkstraße ist auch für die Bequemlichkeiten und Annehmlichkeiten des Badepublikums in hervorragender Weise Sorge getragen: eine Verschiebung der weiteren Kolonnadcnbauten in einem Augenblick, in welchem dein Lande erhebliche Steuerlasten neu aufgebürdet loerden, erscheint sonach durchaus angebracht. Selbst wenn man die sehr hoch erscheinende Anforderung, von 34 000 Mark für das Varkwärtcrhaus bewilligen sollte, so bleibt bei dem Aufschub weiterer Kolonnadenbauten ein Betrag von 640 000 Mark für die Staatskasse verwendbar, der zur Deckung des Defizits 1910 herangczogen werden kann, ohne daß hiertmrch Die Lage des Bades verschlechtert wird, und der Zuschuß an die Staatskasse von 100 000 Mark gefährdet ist. 2. Die Eisenbahncinnahme für 1910 ist nach den Zahlen des preußischen Etats nicht auf 12 Mill. Mark, sondern auf 12 650 000 Mark — wenn man sehr vorsichtig einstellt — festzusetzen, wodurch sich eine weitere Besserling des Etats um mindestens 650 000 Mark ergibt. 3. Auf der Ausgabenseite des Etats 1910 kommen unter Kapitel 12 mindestens 300 000 Mark, die als Ausfall bei der von der Regierung vorgcschlagenen Steuererhöhung in Ansatz gebracht waren, in Wegfall. 4. Aus der Einkommen- und Vermögenssteuer kann über den Ansatz des Hauptvoranschlags hinaus eine Mehreinnahme von etwa 500 000 Mk. eingestellt werden, wenn man die in den stati- stiscklcn Mitteilungen über die -Ltaatsrechnung 1908 veröffentlichten Zahlen über den natürlichen Steuerzuwachs zu Eirunde legt. 5. Eine Verminderung des, unter Kapitel 65 aufgeführlcn Fonds für öffentliche Zwecke wäre äu erwägen, da im jährlick'en Budget der Regierung genügende Mittel zur Verfügung gestellt werden, welche die Zinsen dieses Fonds weit übersteigen: eine besondere Reserve bedürfte deswegen besonderer Begründung. 6. .Bleibt es bei der durch das geltende Tilgungsgesetz vvrgs- scheuen Tilgungsrate, und werden bei bat einzelnen Budgetposten so weit als möglich Ersparnisse angestrebt, so glaubt der Finanzausschuß auf Grund einer unter oHgcmehteii Gesichtspunkten erfolgten Prüfung des Staatsvioranschlags — wie sie seither nur möglich war, —: die Palanzierung des Etats 1910 durch einen auf ein Jahr zu bemessenden Zuschlag zur Einkommensteuer von etwa 10 Prozent herbei führen zu können. Ter Finanzausschuß hat sich zu dieser eingehenden Erklärung auf Munich des verehrt. Ausschusses Zweiter Kammer für, verpflicht erachtet, und gibt sich gerne der Hoffnung hin, daß bac icnseitige Auch chuß neuerbing-3 in Erwägungen darüber ein treten möge, ob nicht die bereits mitgeteilte Absicht, einen Zuschlag zur Einkommensteuer von 25 Prozent und zur Vermögenssteuer von 4-62/3 Prozent zu bewilligen, sowie dem vorgelegten Amortisattons- prinzipe zuzustimmen, aufzugeben ist. Eine Auch Pracks über diese Vorschläge fand nicht statt, sondern nur eine Besprechung über die weiter zu unternehmenden Schritte. 50?an einigte sich schließlich! dahin, am Donnerstag, den 24. Febr. nochmals eine gemeinsame Sitzung abzuhalten und zu dieser Sitzung auch die Regierung einzuladen. R.B. Darmstadt, 15. Febr. Der Finanzauss chu ß der Zweiten Kammer hielt heute vormittag eine Sitzung ab, in welcher die Berichte der Abgg. Tr. Osann, M v l t ha n und Ulrich über die von ihnen übernommenen Haushaltskapitel verlesen und genehmigt wurden. Abg. Tr. Weber wird bv- antragen, beim Kapitel 2, Einnahmen aus Bau-, Nutz- und Brennholz, statt der angesetzteit SumMr von 4 3-30 000 Mark 80 000 Mart mehr als Einnahme einMstellen, d. i. zusammen bei- Ertrag, den die Einttahmc aus den Holzverkäufen im vorigen Jahre in Wirklichkeit ergeben hat. Weiter wurde noch vom Abg. Brauer über die Besichtigung im Arbeitshause zu Dieburg berichtet und die Forderung von 11 550 Mark für die Errichtung! einer Wohnung für den Verwalter befürwortet, dcächstr Sitzung : Mittwoch vormittag. Deutsches Reich. Prinz Heinrich von Preußen überwies dem Zentralkomitee für die Annäherun g Mischen Deutschland und Frankreich, das unter dem Präsidium des Präsidenten des .Herrenhauses steht, Zu Händen des Schatz- nreisters des Komitees, Bankdirektor Leopold Steinthal in Berlin, eine namhafte Summe zum Besten der Ueber- schwemmtcm in Paris. Mehrere inaktive preußische Staatsminister und Staatsminisrer der Bundesstaaten sowie viele hervorragende Persönlichkeiten, etwa 300, schlossen sich gleichfalls deut Komitee an. Dem preußischen Abgeordneten hause ging der Entwurf über die Reis er ost en der Staatsbeamten Zu. Darnach betragen die Tagegelder für aktive Staatsminister 35 Mk., für Beamte der ersten Rangklasse 28 Mk., der zweiten und dritten Rangklasse 22 Ml., der vierten und fünften Rangklasse 15 Mk., für Beamte, die nicht zu mation und schablonenmäßige Mimik, z. B. in rasch hintereinander wiederholtes Nicken des Kopfes. Herr T aub al gab dem ungebändigten und herrischen Gregor den durchschlagenden Ton und war auch im Spiel mit Brigolla von guter Wirlung. Am besten spielten die beiden Damen Frau Daumeister-Felsegg als Brigolla und Frl. Sybil Van e, ein Gast aus München, als Melide. J't Brigolla die menschlich am wenigsten glaubhafte Figur des Stückes, so entwickelte doch die Darstellerin eine glänzende und sichere "Natürlichkeit. Sehr eindrucksvoll und geistvoll erschöpfte sie ihre Rolle namentlich im Wohnhaus der Rynke, wo die sehr dramatischen und spannenden Auftritte mustergültig in Szene gefetzt wurden. Frl. Van e schuf in Melide das mädchenhaft stolz sich in fein Schicksal fügende Strandkind, mit hingebungsvoller Anhänglichkeit an seinen Beschützer, und treuer Teilnahme für seine ärmeren Schicksalsgenossen. Sie mied sorgfältig das Zuviel und Zuwenig und blieb in ihrer innerlich wenig entwickelten Rolle mit einer sympathischen, klaren Sprache wahr und n türlich. Vorzüglich spielte auch Herr G ü h n e als Knecht Kasper; tiLIici . t hat er an manchen Stellen aus der Figur mehr gemachr als er sollte. Dem greisen Komtur hätte Herr Äakof ein klein wenig mehr Ernst und Würde geben können. Das Doppelspiel des egoistischen Paters Deodat gliederte sich durch das taktvolle und angemessene Auftreten des Herrn Rudolf Goll vorteilhaft der Handlung an. Bei dem interessanten Bühnenbild, das bei der Gerichtssitzung im Hof der Rynie prächtig zur Geltung kam, haben auch die stattlichen Erscheinungen der Deutschordensritter und die ängstlich gespannteil Fischer von Hela ihre Schuldigkeit getan. Jedes einzelne „Strandkind" verdient gleichfalls ein Lob, .denn daß der „Racheakt" im Schlußakt so laui und stürmisch chewegte Auftritte ergab, könnte man nur der Schuld Sudermanns selbst beilegen. Wir find davon überzeugt, daß dem ernsten künstlerischen Streben der Theaterfti.ung, die das .neue Werk Sudermanns gestern zu einem interessanten und unterhaltenden Abend erhob, der lebhafte Beifall auch in ■ öen Wiederholungen nicht fehlen wird. > -z. Heinrich von Stein. Wie schon mitgeteilt, wird auf Veranlassung des Akademischen Türe rbun des am kommenden Donnerstag Frau A. Bering (Lucariw) einen Rezitationsabend veranstalten, dessen Reingewinn dem hiesigen Lcschalleverein überwiesen lucr^ den soll. Zum Vortrag gelangen Dichtungen timt Heinrich von Ste in. Heinrich vo n Stern ist wenig bekannt, obwohl er, ein Freund Richard Wagn e r s, außer einem Werk über Schicker und Goethe und einer Geschichte der neueren Aesthetik auch als Dickster hervorgetreten ist. Ein rücksichtsloser, glühender Wahrheitsdrang, ein ruheloses Streben nach Selbstvertiollkommnung, eine heiße Sehnsucht, sein Teil zum Fortschritt der Menschheit auf dem Wege nach auswärts beizutragen und ein uneinschränkbarer Mitteilungsdrang sind die Grundzüge seines Wesens. Was Stein, der kaum 30jährig int Jahre 1887 gestorben ist, von der Zukunft ersehnt und erhofft, stellt er in seinen D i a -- logen dar, di« er den Helden und Heiligen der gangen hott in den Mund legt, den ö vof.cn, die die Angst des Irdischen von sich geworfen, die mit Siegerblick die steileiü Küsten des Landes der Vollendung erblicken und uns aussordcrn, mutig selbst den Weg dorthin zu suchen. Die Großen der Welt- gesch.chte und namentlich die Heiligen der Kirche führt er uns ut der ganzen Tragik ihres Schicksals vor. Mitten im Getriebe der Welt stehen sie und ihr Wille steht dem der Welt gegenüber, bricht sich an ihm, wendet sich gegen sich selbst und erhebt sich so weit über allen Zwang aus reinster ethischer Kraft. Frau Bering, die sich die Verbreitung ber Stcinschen! Werke iur besonderen Aufgabe gewachst hat, geniesst den Ruf einer bedeutenden Rczitatorin und so darf man, namentlich auch im Hinblick ans den Zweck der Veranstaltung, einen guten Besuch des Vortrags erwarten. * — Kleine Chronik aus KunstundWissenschaft. Ter Professor der Dermatologie Tr. Samuel Rone in D fe.n- vcst ist infolge von Rotlausinfcktion im Alter von 53 Jahren gestorben. — Tas amctifamidj-c Staatsdepartement hat den Mitbesitzer der „Milwanker Abend-Post" Brumber zum Ge- nerackommissar für die amerikanische "Ausstellung in Berlin ernannt; zu Kommissaren: .Hermann Metz, John' Osborne, Laughlin, Selrctär bei der amerikanisckien Botschaft in Berlin und Hughmiller. Als Eröffnungstag ist der 4. Jul> 1910, der amerikanische Nationalfeicrtav bcftititr,‘ Vorstehenden Kategorien gehören, soweit sie bisher zu diesem Satz berechtigt ivaren, 12 Mk., für Subalternbeamie 8 Mk , für andere, fmueit sie bisher zu diesem Satz berechtigt waren, 6 Mk. und im übrigen 4- Mk. Der verstärkte GemeiudranSsckmß des preußischen Ab- georduetenluruses hat den Gesetzentwurf betreffend die Er- Weiterung der Stadt Frankfurt a. M. mit ist gegen 9 Stimmen angenommen. Zur zweiten Lesung des Haushalts für das Reichsamt des Inner?! beantragt die Wirtschaftliche Vereinigung des Reichstags, den Reichskanzler zu ersuchen, lraldupst einen Entwurf vorzitlogeu, durch welchen eine gesetzliche Regelung des Verkehrs mit Haudels-Dünge- und Futtermitteln herbei- geführt wird, ferner noch in dieser Reichstagssession einen Gesetzentwurf vorzulegen, wonach zum Zwecke eines besseren Schutzes der Jugend gegen die Schmutz - und Schundliteratur die Bestimmungen der 56 Ziffer 1.2 und 42 a der Gewerbeordnung ergänzt und entsprechend erweitert werden, sowie durch Perh/.idlungen mit den Bundesstaaten darauf hinzuivirken, Rbaßregeln zur Herbeiführung eines wirksamen Sck>utzes gegen die schweren Schädigungen zu treffen, die unserem Volksleben, insbesondere der heran- ivachsenden Jugend durch die überhandnehmende Schmutz- und Sehundliteratur zugefügt werden. Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet: Wie wir hören, sah sich der kaiserliche Gesandte in Brüssel Graf v. Wallwitz durch seinen Gesurtdheitszustand veranlaßt, sich in das Privatleben zurückzuziehen. Nach fast zehnjähriger erfolgreicher Tätigkeit in Brüfsel wird sein Ausscheiden aus dem Neichsdienste int Auswärtigen Amte mit lebhaftem Bedauern begleitet. Als Zeichen äußerer Anerkenuung für die von dem Gesandten geleisteten Dienste verlieh der Kaiser ihm den Roten Adlcrorden 1. Klasse mit'Eichenlaub Zum Nachfolger ist der Gesandte und Vortragende Rat in der polfti- schen Abteilung des Auswärtigen Amtes v. Flotow in Aussicht genommen. Er wird im Auswärtigen Amte durch den königlichen Gesandte?? in Weimar Grafen Botho von Wedel ersetzt. Den erledigten Posten eines ersten Sekretärs bei der kaiserlichen Gesandtschaft in Brüssel erhielt der bisherige zweite Sekretär bei derselben Gesandtschaft, Le- gationsrat Kräcker von Sch war tz e n f e l d t. Dein kaiserlichen Ministerresidentei? il D. Freiherrn v. Mutzenbecher ist her Rang und Titel eines kaiserlichen Gesaiidten verliehen worden. Entgegen anderweitigen Meldungen betont der „Schw. Merkur", daß die Verhandlungen mit bem Auslände bezüglich der S ch if sah rts ab g ab e i? erst nach Erledigung der Abgabenfrage i?n Deutschen Reiche ein geleitet: werden sollen, lieber die dem Gesetzentwurf betreffend die Schiff- fahrtsabgaben auf Grund des Bundesratöbstschlus es vom 2. Februar im eirrzelnen zu gebende Fassung sind in Berlin in letzter Woche kommissarische Perhandlunge?? gepflogen worden, die einen befriedigenden Verlauf geuommeu haben. Die Morgeriblättcr melden aus Berlin: E ne Stunde vor Mitternacht zog ein aus mehr als hundert .Köpfen bestehender Trupp durch die Friedrichstraße nach der Moritz- ftraße und veranjstaltete Kündgetungen zugunsten deS all gemeinen gleichen Wahlrechtes. An der Ecke dec Leipzigerstraße wurde die Menge durch Polizeibesmte zerstreut. — Ein großer Zug, der'aus Moabit ka?u, ivurde an dem Vorhaben verhindert, vor das Reichskanzlerpalais zu ziehen. Dem elsaß-lothringischen Landesausschuß iu ein von sämtlichen Mitgliedern unterschricbcncr Antrag, be» treffend die Gewährung einer Autonomie an ElsoZ- Lothringen zngegangen, der folgenden Wortlaut hat: „Ter Landes ausschuß wolle beschließen: die Regürurtg zu ersuchen, mit aller Kraft darauf hinzuwirken, Saß die Verbündeten Regierungen dem Reichstage alsbald einen Gesetzentwurf vorlegcn, durch ivclchen bestimirst wird: daß die Verfassung iv? Teutsckcn Reiches sonste das ReichSgesetz b-etresfend die Verfassung und die Vettvalkung Elsaß-Lvthriiigens' dahin abgcändert loerden, daß Eckaß-Lothringen zum' selbständigen Bundesstaate er Iw bei i und als solcher den deutschen Buitdesstaalen verfassimgsrechtlich böili-? gleichgestellt lverdc." Ergänzt wird dieser Antrag durch einen ziveüen, der wie folgt lautet: ,,Ter Landesausschuß wolle beschließen: Tie Regierung zu ersuchen, mit aller Kraft daraus hrnzuwirken, daß die Verbündeten Regierunge?! alsbald deni Reichstage einen Gesetzentwurf vorlegen, durch welchen bestimmt luirb, daß der Landesausschuß von Elsaß- Lothringen oder die bei der Erhebung zum Bundesstaate zu schuf sende Volksvertretung aus dem allgemeinen, gleichen, geheimen und direktem Wahlrecht unter Anwendung des Proportion al malst verfahrens hervvrgehen soll." Dieser letzte Antrag ist von bei Mehrzahl bei Abgeordneten unterzeichnet. Angesichts der politischen Verhältnisse in Elsaß-Lothringen wird wohl noch viel Wasser den Rhein hinuntcrsließen, ehe an die Veuvirklichung bei beiden Anträge gedacht werden kann. 2lit5lanö. Wie aus At hen gemeldet wird, ist dort der kretische Agitator Venizelvs wieder eingetroffen. Trotz brr Auffoideruug.ni der 50?ilitärliga an die Zeitungcn, sich cinei" Kritik üben die Einberufung der Nationalveriammlung ;u enthalten, beabsichtigten fünf Zeitungen, im Namen der Freiheit einen Appell tut das Volk zu ridyten. Als darauf die Militärliga die Absicht kundgab, diese Zeitungen zu unterdrücken, stellten diese ihr Er. scheinen ein. Tie Blätter melden ans; W i e n: Im Laufe des Abends trat im Befinden des Bürgermeisters Tr. Lueger eine B e r f ch l i m - merung ein, die als Besorgnis erregend angesehen wird. Aus London wird gemeldet: Ter frühere Staatssekretär des Innern, Gladstone, dcr vor kurzem auf den Posten eines Generalgoiwerneurs der südaftikanifchen Union berufen wurde, ist zum Peer ernannt morden. Tas englis cke Parlament wurde am Dienstag form- Ncheröffnet. Jmt Unter(}aufc wurde Lowther einstimmig zum Sprecher miedergcwählt. Alsdann vertagte sich das Haus auf Mittwoch. 21 us Staöi und Lund. Gießen, 16. Februar 1910. •• V om Hessischen StaaLSschuldbuch. Die Reichsbank gewährt vom 1.Januar 1910 ab Lombard- darlehen gegen Verpfändung von Schiildbuchsordcrungen. Hierfür kommen auch die sm hessischen StaatSschuldbuch ein getragenen Forderungen in Betracht. Nähere Auskunft erteilt daß Staatsfchuldbuchbüro, Darmstadt. Tie Benutzung dcL StaatSschuldbuchcs nimmt in steigendem Maße zu. Allein in den verstossenen zehn Monaten deS laufenden Rechnungsjahres beträgt der Zugang — nach Abzug der 2luSreichungeu — 9 141 400 Mark. Derzeit sind unter 1560 Konten 57 550 800 Mk, d. h. etwa 13Proz. der eintragsfähigen Staatsschuld in? Schuldbuch eingetragen. Tie Benutzung des Staatsschuldbuches ist wesentlich erleichtert ivorden durch dic inzwischen beschlossene Gebührenfreiheit für alle Eintragungen und die Stemvelfreibeit für alle im Jnlcwde ausaeüellten J'ldieit h Nd btt mit i -Knht§ -Wn einer; Schund in 1,2 110 ermeit^ ^deästaaie, IQmg eint» imx Ijörer. f v, Lall'" >ich in bs lger eM en (uii des Nl Bebaneut für die von Ka'-r ihm 8nin Nach. l der politi. loroiv m Amte bunt Äothv vor Mn tcte l erhielt btt dtschaft, L- 2 ein taisei- • Mutz ein n Eesmbtei! : der MV. (cmbe bzgug. Erledigung eitet merbtt ) die Schiß. hlus.es vo« nb in Beriir n gepflogen r.mcn habtt. Ene Ltun:: i Wpfcn bt- l der Moch .en des all der Ecke bei übeMte zcr- ift) wurde an ^lerpnlais js lRgen ber lmL öe Schinui zweiten, u§idjuB " Antrag, M m\ W | W- Regierung, ’ 1. • die Aerbs [ fe'iefitnttor 18 Bcriajfung te II die Beriaiiio! IE indert ittticil tr eifotai rii ■ rechtlich völln ■ Regierung P ic Lerbünben' mniri vorleg^ ■ub w« ftflatc zu w , gletche». er ÄnlvenM der AbgE- Berhältnisieb [er den beiden AM jd «<■»* w lobu ■Jr* » ,».» "li ■dildX»* Forderungen^ n M nthallcE nneii^jL ig« *" t drelc M Rersl»u •tat roitö. -WjE cn W Luten M ienstagA fuc Schuldbuchzwecke bciidltgtcn amtlichen Urkunden. Bescheinigungen und Beglaubigungen. Werter wird daraus auf- merksam gemacht, daß bei dem Staatsfckmldbuchburo, wie auch bei allen Bezirkskassen — außerhalb HeffenS bei allen Retchs- bankanstalten — Barbeträge angenommen werden, die ent- weder zum Ankauf von Schuldverfchretdungen aller Zinsgattungen oder auch zur direkten Eintragung einer Buchschuld ohne gleichzeitigen 9lnfauf von Schuldverschreibungen zu dlencn bestimmt sind, letzteres vorläufig jedoch nur für die 31/,* und 4prozentigen Anleihen von 1909. Näheres über die Be- mitzung des StaatSschuldbuches ist aus den „Amtlichen Nachrichten über daS StaatSfchuldbuch" zu ersehen, die in Kürze in neuer Ausgabe erscheinen und von dem Staatsschuldbuch- büro m Darmstadt unentgeltlich abgegeben werden. '* Eine wiederholte Besprechung der höheren Baubeainten Hessens sand am Freitag und Samstag in Darmstadt statt. Am Freitag war der von diesen Bau- beamten gebildete Ausschuß zu einer Sitzung benommen, der am Samstag eine gemelnschaftliche Beratung der Staats- und Kreisbaubeamten folgte. Man wird nicht fehlgehen, wenn man diese Besprechungen mit der bevorstehenden Neuorganisation der Baubehörden in Zusammenhang bringt. *• Eine Sitzung des Provinzial -Ans schuss es findet am Samstag, 19. Febr., vormittags 9 Uhr mit folgender Tages-Ordnung statt: 1. Veranlagung der Firma Oltsch u. Eo. zu Zweibrücken zur Gewerbesteuer in 2)1 ün ft er und Wi sse lSh eim. 2. Entziehung des Patents deS Geometers II. Kl. Steinbock zu Butzbach. 31 Gesuch des Karl Adolph zu Burkhards um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschast. 4. Enteignung von Gelände zur Erweiterung deS Bahnhofs Reichelsheim; hier Ausspruch der Enteignung. •* Die Prüfung für die zweite Kategorie im Finanzfach (Steueraufseher usw.) fand am 2Qontag und Dienstag tm Saalbau zu Darmstadt statt, da die staatlichen Prüfungslokale sich zu klein erwiesen (!) haben für die Zahl der angemeldeten Prüflinge. Es nehmen weit über 300 Kandidaten an der Prüfung teil, die sich vorwiegend aus Militaranwärterkreisen zusammensetzen. Eine so große Zahl war bisher noch in keinem derartigen Examen zu verzeichnen. Und dabei lüinft die Einschränkung der Beamtenzahl. ** Ev-ang. Arbeiterverein. Um Störungen während der für Sonntag geplanten Ausführung des Fünfakters : „D er Seiermann und sein Pflegekind!" ?u vermeiden, werden die Saaltüren nur in den Pausen geöffnet. Auch Nichtmitglieder haben zu der Veranstaltung Zutritt. ** Vom K o la s s c u in. Ta angekündigt worden war, daß Tircftor Rappmann den Löwentäsig betreten würde, war das Ävlofseum am Dienstag übend vollständig au5t)erlauft. Als sich her Spszicckittitenteil abgewickelt hatte, betrat unter tosendem Beifall des Publikums Srerr R ap pman n den Löwen käsig. Darauf wurden drei Löwen in den Käfig gelassen, .aber Herr Rappmann trank rubig mit den beiden Löwenbändigern der Tnpre- schen Raul tier gruppe eine Flasche Sekt. .Herr Rappmcnm blieb bis ’yirnt Schluß der Vorführung im Löwenkäfig. Nick;t enden- wollender Beifall, Lorbeerki äuze und Blumen belohnten seinen Vtttt. — L e i h g e ft ein, 15. Ze.br, Am Samstag hielt der Tur n- Verein eine außerordentliwe Gen e ra l - V e r s a m m l u n g ab. Nach Erledigung der Tagesordnung gdxxd)tc der Vvrsitzertde des 100. Geburtstages von Ad-ols Svteß: der 2. Vorsitzende Herr Lehrer Lotz gab in fast einstündigem Bortrage ein Lebensbild des um die Turnsache ;o verdienten Mannes. 2er Redner schloß seinen unter starkem Beifall gehaltenen JBortrag mit einem Gut Heil auf das deutsche Turnen und das Turnen in den Schulen, dessen Vorkämpfer schon Adolph Spieß gewesen sei. — Der Turnverein „Fr i l ch Aus" hält am 5. Ium die Turn- sahrt des Gaues Wettcrau ab. Als Festplatz wurde der am westlichen Ausgang des Dorfes gelegene Wiesengrund in Aussicht genommen. Ein großer Juxplatz soll angelegt werden. Hungen, 15. Febr. Arn Sonntag sand auf Veranlassung des ober hessischen Obstbauvereins im Saale der „Traube" hier eine Versammlung ober hessischer Baumwärter stall, die die Gründung einer Baumwärtervereinigung zum Zwecke hatte. Nach einer Ansprache des Herrn Dr. Hofmann- Friedberg wurden die Statuten durchberaten und die Gründung der Vereinigung vollzogen. Sie bezweckt, die Interessen des Baumwärterstandcs nach außen zu tiertreten, die weitere Ausbildung der Mitglieder durch gegenseitigen Austausch der gemachten Erfahrungen zu fördern, bei Ärankheits- und Unglücksfallen Unterstützung zu gewähren, sowie beim Tod eines Mitgliedes den Hinterbliebenen ein Sterbegeld in Höhe von 50 Mark auszuzahlen. Als Mitglieder können bei tret en alle Baumwäcter, die das 18. Lebens- iahr erreicht und einen ordentlichen Lehrgang durchgemacht haben. Ausnahmen hiervon können durch Beschluß der Generalversammlung gemacht werden. Jedes Mitglied muß dem obcrhe' i'chcn Obstbauverein angehören. Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis. Vorsitzender: Billasch-Friedberg: Schriftführer: Bender -Grünin- gen; Kassier: Schmecl-Bettenhausen: Beisitzer: Lind-Wölsers- hcim, Müller-Bellersl)eim, SckMidt-Eschenrod. (Landp.) x Bad Nauheim, 15. Febr. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurden die Dienststunden der städtischen Büros denen an den Amtsgerichten gleichgestellt. — Die Einrichtung einer eigenen städtischen Eisfabrik wird geplant. Die Voranschläge dazu sollen auf- gestellt werden. A Friedberg, 15. Febr. Der Ausschuß der Schuler der Gewerbe-Akademie hat sich mit einer Eingabe an die Direktion und die Stadt gewandt und darin um die Entfernung einiger Dozenten (!) nachgesucht. Auch fordere fie größere Neuanschaffungen und die baldige Verwirklichung des Neubauprojekts für das Institut. Falls besonders der erste Wunsch nicht erfüllt wird, wollen viele Friedberg verlassen. (Bei der Bürgermeisterei Friedberg ist eine derartige Eingabe bis jetzt nicht eingegangen, hoffentlich überlegen sich die Herren die Sache noch einmal. R. d. G. A.) Universitäts-Nachrichten. he. Marburg, 15. Febr. Als Nacbwlger des Gebeiinrats Vrof. Schollrneyer wurde der yortraqeube Rat im Kultusministerium, Wirkt. Geheime Cbermebümalrut 'Brot Dr. Adolf Schmidt- in a n n zum Kurator der Universität unter Beilegung des Charakters als Wirkt. Geh. Oberregierungsral ernannt. Märkte. Je. Frankfurt a. M. Schwein emarktbc richt vom 16. Febr. Aiisgetrteben waren 1458 Schweine. Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zenlner Lebendgewicht 00-00 Alk., Schlachtgewicht 00-00 Alk. Vollsieischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 00-00 Mk., Schlachtgewicht 00 - 00 Mk. Bollfleischige Schweine über 20., Zentner Lebendgewicht 55.00—57.00 Mk., Schlachtgewicht 69—72 Mk. Fell- schiveine über 3 Ztr. Lebendgewicht 55—58.00 Mk., Schlachtgewicht 70-74 Mk. Fleischige Schiveine Lebendgewicht 54.00—56.00 Mk., Schlachtgewicht 72—00 Mk. Sauen Lebendgewicht 00—00 Mk, Schlachtgewicht 00—00 All Tendenz langsam, es bleibt Ueberftanb. Amtlicher Wetterbericht. Oesfentliche Wetterdienststelle Gießen. ■ Allgeineme Wetterlage feit Dienstag früh: Bet Annäherung des weiilichen Dieis nahm gestern der Südwind stark zu und am Nachmittag gingen überall Schneeiälle nieder, die sich nachts und besonders heute oormiitag in den meisten Gegenden wiederholten. Die Temperaturen lagen" in den Ebenen, wo cme dünne Schneedecke augeiallen ist, etwas über den Geiriervunkt und sind auch iin Gebirge bis 2 Grad Kälte gestiegen. - Tas westliche Tiefdruckgebiet nimmt jetzt an Stärke ab, sodaß eS wieder etwa-s faltet wird. Wetteraussichten in Hessen am Tomierstag dem 17. Februar 19 Etwas faltet und strichweise leichter Nachtfrost, noch ver- c: .. etwas Schnee, ruhig, zeitiveise heiter. 3 c() n e e b e r i d) t: Feldberg i. Taunus: 60 cm Schnee, Schibaon nach allen Richtungen sehr gut. 10 927 und Pfarrer Höman n- Hülfenbusch (diriftL>fo9. und Bund der Landwirte' 1124, zersplittert sind 32 Stimmen. Es hat Stichwahl zwlchen Marx und Erdmann stattzufinden. Bei der Hauptwahl im Jahre 1907 siegte der inzwischen verstorbene Zentrumsabgeordnete de Witt mit 19 958 Stimmen gegen 11 218 nationalliberäle und 8538 sozialdemokratische Stimmen im ersten Wahlgange. Paris, 16. Febr. Bei den Kämpfen im Wadai- lande wurden 3 europäische und 8 eingeborene Offiziere sowie 20 0 Senegalschützen getötet. Paris, 16. Febr. Ein höherer Ministerialbeamter hat erklärt, daß ein neues beträchtliches Steig e n'der Seine zu erwarten sei. Möglicherweise würde das ^Hochwasser vom 28. Januar noch übertroffen. ' London, 16. Febr. Der Luftschiffer Duuv i lle- Be'l- fast stieg gestern von der Gasanstalt .in Dublin auf, um über den irischen Kanal nach England zu fahren. Der Ballon m.urbc um 1V2 Uhr nachmittags von der South Stack Signalstation aus gesehen. 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