Nr. 242 Viertes Blatt 160. Jahrgang Samdtag 18. Oktober 1910 General-Anzeiger für Gberhefjen Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UnwersttätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaltiom^AAIIL. Tel.-MruAnzeigerGießen» Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener Zamllienblätttr" werden dem »Anzeiger- viermal wöchentlich beigelegt, das „Krctsblott für den Kreis Tießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger Statistisches über Sie Zleischproduklion. Die „Deutsche Volkstv. Korresp." schreibt: Nach der letzten Viehzählung kommen im Deutschen Reich durchschnittlich etwa 34 Stück Rindvieh und 36 Stück Schweine auf je 100 Einwohner. Dies entspricht nach ru- verlafsryer Berechnung einer Fleischproduktion von jährlich 48 Kg. auf den Kops der Bevölkerung Mrt dieser Produktionsziffer steht Deutschland an der Spitze der meisten Staaten der Erde. In Europa hat wohl nur Dänemark mit jährlich rund 90 Kg. pro Kopf eine stärkere Fleischproduktion als Deutschland In England z. B. ist die Produktion kaum halb so groß als bei uns, und darum mutz England über die Hälfte seines Fleischbedarfs aus dem Auslande beziehen, während wir nur mit 4 5 Proz. unseres Bedarfs aus ausländische Zu- suhr angewiesen sind. .Auch die Fleischproduktion Rußlands betragt, auf den Kopf der Bevölkerung berechnet kaum mehr als die Hälfte der unsrigen. In Frankreich, Oesterreich, Schweden, der Schweiz, Bulgarien, Rumänien ist zwar der Rindviehbestand im Der- hältnis zur Bevölkerung größer als bei uns, dafür haben aber alle diese Länder einen viel geringeren Schweine- bestand als wir. Der Schweinebestand hat sich in Deutschland vermehrt bon 7124 000 Stück im Jahre 1873 aus 14 275 000 Stück im Jahre 1897 und 22147 000 Stück im Jahre 1907. Gleichzeitig ist der Rindviehbestaiid gestiegen von 15 777 000 aus 18491000 und 20 631 000 Stück Dem steht ein Rückgang nur in der Schafhaltung gegenüber, nämlich von 25000000 auf 10 867 000 und 7 704 000 Stück. Unter den außereuropäischen Ländern ragt namentlich Argentinien hinsichtlich seines Rindvieh- und Schaf- * bestaiides hervor. Dort wurden im Jahre 1908 29117 000 Stück Rindvieh und 57 216 000 Stück Schafe gezählt bei einer Bevölkerung von nur 5 bis 6 Millionen. Brttisch-Auslralien zählt bei 5 bis 6 Millionen Einwohnern rund 12 Millionen Stück Rindvieh und 108 Millionen Stück Schafe. Die Bevölkerung Kanadas beträgt etwa 6 Millionen; dabei hat dieses Land 7 234 000 Stück Rindvieh, 2 913 000 Stück Schweine und 2 705 000 Schafe. In einem ähnlichen Ver- hältnis zur Vevölkerungszahl wie in Kanada steht der Viehbestand in den Bereinigten Staaten; dort kommen auf ungefähr 90 Millionen Einwohner etwa 70 Millionen Stück Rindvieh, 48 Millionen Stück Schloeine und 57 Millionen Stück Schafe. Die Fleischproduktion der Vereinigten Staaten ist pro Kopf etwa doppelt so groß als in Deutschland; dubei hat der Fleischverbrauch der dortigen Bevölkerung in den letzten Jahren so zugenommen, daß der früher so bedeutende Export von Fleisch und Fteischwaren immer mehr zurück- gegangen ist. Wie rann sich öer Qanöroetfer Helsen? Die „Niederschlesisch« HandwerkSzeitung", das amtliche Publikationsorgan der Handwerkskammer zu Liegnitz, ■ übernimmt einen Artikel über Submijsionsblüten aus der „Dachdecker-Zeitung", der so zutrefefnde Ausführungen enthält, daß auch wir von ihm Notiz nehmen wollen. Im Anschluß an die Mitteilung, daß für die Dachdecker- und Klempnerarbeiten zum Neubau eines Beamtenwohnhauses in Lehe das Höchstangebot 849,95, das niedrigste Angebot aber 169,50 Mark betragen hat und daß ähnliche Diffe- renzen zwischen höchstem und niedrigstem Gebot auch bei anderen Submissionen zutage getreten sind, fragt der Verfasser des Artikels, wre so etwas möglich war und ob die betreffenden Meister nutzt einmal eine frühere ähnliche A Arbeit als Parallele zu dieser gezogen haben. Sodann heißt es weiter: Aber daran krankt eben das ganze Handwerkertum, daß es sich nicht der Mühe unterzieht, alle fertigen Arbeiten auf- zurechnen, um zu sehen, was ist übrig geblieben. So lange dies nicht geschieht, wird auch der Handwerker stets im Finstern tappen, denn er wird nie lernen, eine Arbeit richtig einschätzen 1 Der weitaus größte Prozentsatz weiß ja nicht einmal, was er überhaupt jährlich an Geschäftsunkosten auszugeben hat. Werden die Versicherungsbeiträge eingezogen, dann weiß er sich zu rühren I und manches ungerechte Scheltwort wird laut. Hat er denn * aber diese Unkosten bei seinen Preisen überhaupt mit in Betracht i gezogen? Doch unmöglich! Aber nicht nur die Versicherungs- j beiträge, nein noch eine ganze .Anzahl anderer Unkosten ruhen auf jedem Geschäfte. Nachdem darauf eine ausführliche Unkostenrechnung auf- I gemacht worden ist, richtet der .Autor folgende Ermah- ; nungen an die Handwerker: Warum tun sich die Mitglieder der Innungen oder mehrere Innungen selbst nicht zusammen und richten Meist er kur se ein, wahrlich, dieselben richtig von Fachleuten erteilt, würden manchen „billigen Mann" zur Umkehr bezw. zum richtigen Geschäftsbetrieb zurückführen. Arbeitet nicht schon vielfach der Handwerker mehr für den Lieferanten bei seinen Schleuderpreisen als für sich? Was nützen alle Vorträge zur Hebung der Standcsinteressen, wenn der Handwerker nicht selbst eingreift und zwar eingreift in der Winse, daß er erst selbst einmal richtig rechnen und kalkulieren kann. Das ist die erste Grundlage, auf welche das Handwerkertum seine Jnteressen- sragen zur Standesbewegung aufbauen muß. Geschieht dies, dann kommt alles andere von selbst. Zu welchem Zwecke ist denn das Jnnungsweseu da, ich denke doch, daß gerade die Innungen in erster Linie dazu berufen sind, Einhalt zu tun rnn Aussprache unter sich zu halten, wie man am besten die c. icuderpreffe aus der Welt schafft. Daher weg mit den Schleuderpreisen, weg mit dem Geschäftsneid, weg mit allen diesen Kleinigkeiten, die den Handwerkerstand nur ruinieren und nicht heben und zusammengetan zu einem Ganzen, das dem Handwerkerstand zu neuem Glanze verhelfen soll, und das sind in erster Linie Reellität, solide Preise, gute Ausführung und strikteste Einigung unter sich selbst. _________________________________________________________________________ Die Reichrversicherungrordnung. :: Berlin, 14. Okt. Der ReichSversichernngsausschuß beschloß in seiner heutigen Sitzung bei dem Abschnitt über die Entriclstmng der Beiträge durch die Arbeitgeber einige von den Konservativen und dem Zentrum beantragten Aenderungen an der Vorlage, die die Sicherung der Arbeitnehmer gegen Gefährdung ihres Renten- anspruchs erhöhen sollen. Nach § 1428 kann der Versicherte die Beiträge binnen vier Jahren nach der Entrichtung zurück- fvrdern, wenn ihm nicht schon eine Rente rechtskräftig bewilligt worden ist. Der Ausschuß erweiterte diese Frist auf zehn Jahr^ Nach § 1441 entscheidet bei Streit über die Veitragsleistung, wenn er nicht bei der Rentenfestsetzung hervortritt, das 23er- siLerungsamt und auf Beschwerde endgültig das Oberversicherungsamt. Auf Anttag der Konservativen wird hin- Kugefügt: Diese Behörden sind an die grundsätzlichen Entschei- dunaen des Reick)sversicherungsamtes gebunden. Der Rest des Buches über die Invaliden- und Hinterbliebenenversicherung gab zu Aenderungen keinen Anlaß. Am Dienstag beginnt die Beratung deS fünften Buches: über die Beziehungen der Versicherungsttäger zueinander und zu anderen Verpflichteten (§§ 1483—1527). Das letzte Buch (88 1528—1754) behandelt dann das Verfahren. Aus Stadt uns Land. Gießen, 15. Oktober 1910. LU. Von der Universität. Bei der Anmeldung zum Besuch der Universität Gießen im Wintersemester 1910/11 ist wiederum zu beachten: 1. Studierende, die bereits hier immatrikuliert sind und ihre Studien hier fortsetzen wollen, haben sich aus dem Universitäts-Sekretariat, BiSmarckstraße 22, anzumelden, um die AuSweiSkarte umzutaufchen und ihre Wohnung anzugcben. Die Anmeldungen werden vom 17. Oktober bis zum 12. November 1910, vormittags von 9—12'/,, nachmittags von 3—5 Uhr, angenommen. 2. Anmeldungen zur Immatrikulation werden vom 17. Oktober bis zum 12. November 1910, vormittags 9—12'/, Uhr, an- genommen. Nach dem 12. November werden Anmeldungen nur dann angenommen, wenn die Verspätung in genügender Weise entschuldigt wird. 3. Bei der Anmeldung zur Immatrikulation sind die zum Abschluß des gewählten Studiums gemäß reichsrechtlichen oder hessischen Prüfungsvorschriften erforderlichen Zeugnisie über die Vorbildung einzureichen. Rach dem Ermeßen des Rektors können auch Bewerber zu- gelassen werden, die sich durch andere Zeugnisie über Unbescholtenheit und wissenschaftliche Vorbildung ausweisen. In jedem Falle bleiben für die Zulassung zu einer Prüfung oder zur Promotion die Bestimmungen der betreffenden Prüfungsoder Promotionsordnung allem maßgebend. Wer schon eine Hochschule besucht hat, ist verpstichlet, deren Abgangszeugnis einzureichen. Ist seit Ausstellung dieser Zeugnisse eine längere Zeit abgelaufen, so ist für die Zwischenzeit ein Leumundszeugnis beizubringen. Minderjährige haben eine beglaubigte Bescheinigung ihrer gesetzlichen Vertreter darüber beizubringen, daß sie mit deren Einwilligung die Universität Gießen besuchen. ** Die Gemälde-AuSstellung am SBranb wird von Samstag den 22. Oktober an wieder geöffnet sein. Es gelangen zwei Kollektionen zur Ausstellung, die des „Vereins Düsseldorfer Künstler 1904" und des Malers A. Schöner-Berlin. Es dürste interessieren, daß für die nächsten Ausstellungen schon ganze Sammlungen und Einzeiwerke von namhaften Künitlern angemeLöet sind und noch fortgesetzt Anfragen zur Beschickung der Ausstellung einlaufen, was gewiß darauf zurückzuführen ist, oaß im Derflogenen Jahre zahlreiche Verkäufe im Kunstverein zum Abschluß kamen. ♦* Der Alic e-Schulv er ein, Abt. II, beabsichtigt an 20 Abenden, vom 31. Okt. bis 15. Dez., einen Koch- lursns für einfache bürgerliche Küche abzuhalten, wozu 12 Schülerinnen Aufnahme finden können. Der Unterricht ist frei *• Ein Konzert deS erblindeten Pianisten Karl Bofse findet am 17. Oktober, abends 8 Uhr, unter Mitwirkung der Konzertsängerin Fräuleitz Ida Stammler aus Gießen und des Pianisten Herrn Julius Hahn-Gießen in Steins Saalbau statt. •* Gebrauchs mu st erschutz. Buchbindermeister I. P. Sann hier erhielt Gebrauchsmusterschutz Nr. 435 748, Klaffe 11a, für eine neue Heftla de für Buchbinder. Diese soll den Geschäften, welche Fadenhestmaschinen nicht verwenden können, ein wesentlich rascheres Arbeiten und doppelt gute Heftung der Bücher ermöglichen. X Butzbach, 14. Okt. Feuer — Rekruten. Donnerstag nachts gegen 11 Uhr wurde die hiesige Ein- ivohnerschaft durch Feuerrufen in Aufregung versetzt. Im Kesselhaus der Patz'schen Fabrik dahier war ein Brand aus- gebrochen. Durch das energische Eingreifen deS Besitzers der Fabrik und einiger herbeigeeilter Leute konnte der Brand wsort gelöscht werden und die Feuerwehrleute kehrten wieder um, da ihr Erscheinen auf der Brandstelle nicht mehr nötig war. Schaden ist nicht entstanden und der Betrieb der Fabrik konnte heute früh wieder völlig ausgenommen werden. — Gestern abend um 9 Uhr trafen die für das hiesige 1. Bataillon deS Inf.-Regiments Nr. 168 bestimmten Rekruten, von Offenbach a. M. kommend, hier em. fj Marburg, 14. Okt. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde beschlosien, die Befold- ungSverhältnifse der Lehrer an der städtischen Ober- Realschule nach den für Staatsanstalten geltenden Sätzen zu regeln. — Ferner beschloß man, den in einem anderen Vcr- waltungsrefsort erübrigten Betrag von 12 000 Mk. zur Bildung eines Steuerausgleichsfonds zu verwenden. [] Marburg, 14. Okt. Generalsuperintendent Möller in Kassel wurde zum Ehrendoktor der theologischen Fakultät der hiesigen Universität ernannt. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten Auf der Nebenbahnstrecke Fürth i. O.— Weinheim wurde der Landwirt Nikolaus Kilian aus Birkenau tot aus den Schienen gefunden. — Durch einen Treibriemen getötet wurde gestern der 17 Jahre alte Arbeiter Biene- eld in der Zellstoffabrik bei Lampertheim. ILirche und Schule. Gießen, 14. Okt. Im Anschluß an den am Dienstag gehaltenen Vortrag sprach Herr Erzberger-Basel vor einer zahlreichen Zuhörerschaft über das Thema: „Das Schicksal der Seele nach i>cnt Tode." Der Redner wies zunächst daraus hin, wie schon Sokrates, Cicero und Seneca die Ansicht vertraten: lieber das Lehen nach hem Tode wissen wir nichts, das weiß nur Gott. ^?eT ®ortragenbc erklärte Wester: Eine bestimmte und befrie- pioenoc Antwort auf diese Frage vermag uns auch die Wissen- sckwtt von heute nicht xu neben. Der Spiritismus gibt nun vor, mit den Geistern der Verstorbenen in Verbindung zu stehen, sie »stieren zu können und erscheinen zu lassen. Er beruht also auf oer Annahme, daß ein bewußtes Fortleben der menschlichen Zeele nach dem Tode stattfinde. Was sagt nun die Bibel hierzu? Nach den Worten bet heiligen Schrift ist der Mensch zum Bilde Gottes geschaffen. Die göttlichen Eigenschaften der Mlmacht, All- wisfenhest, Ewigkeit wurden ihm nicht gegeben. Er trüge sonst die Unsterblichkeit in sich. Das ist aber nicht der Fall. Die Möglichkeit, die Unsterblichkeit zu erlangen, war ihm an die fcanb gegeben. Die Folge seines Ungehorsams, den göttlichen Geboten gegenüber, bedeutete den Verlust des Paradieses. Der Tod war der Sünde Sold. Aber darin zeigt sich die Güte und Liebe Gottes, daß sie die Oual des Sünders nicht ewig machen Ü* ™ Irisch ist sterblich. Die große Liebe aber hat Gott der Menschheit durch die Sendung seines Sohnes, unseres Hei^ landes Jesu Christi, erwiesen: Also hat Gott die Welt geliebt usw. Durch chn haben wir das ewige Leben, denn er hat dem Grab und dem Tod durch seine Auferstehung die Nacht genommen. Im Tod ist das Leben, das Gott in seiner Hand hält und zurücknehmen kann, von mis genommen. Es fehlt uns das Bewußtsein unserer selbst, so baß es ausgeschlossen erscheint, andere zu erkennen ober mit ihnen in Verkehr zu treten. Christus aber wirb dereinst wieder kommen, zu richten die Lebendigen und die utoten. Sein Auferstehungswort wird alle die zum Leben erwecken, die in rechter Weise an ihn glaubten. Auf diesem Standpunkt stehen Christus und alle feine Apostel. Unser Glaube wäre eitel, wenn wir an der Auferstehung und Wiederkunft Christi und somit an ein Leben nach dem Tode zweifetten. Rcichsgerichtsbrief. (Nachdruck verboten.) /§. L e i p »i g, 14. Okt. Em rasender Automobilist^ . Ein vor dem Reichsgericht zur Entscheidung gelangter Rechtsstreit läßt erkennen, welche schädlichen Suggestionen die großen zlutomobilrennen auf Automobilisten ausüben können. Der Auto- mobilbesitzer B. in Hagen, Mitglied des Hagener Automobll- unb Motorsahrradllubs, hatte mit dem Architekten F. aus Hagen kme Automobilvergnüguiigssahrt unternommen, um das im Jahre 1907 ftattgefunbene große Taunusrennen zu beobachten. Nach dem Rennen hatten beide Automobllbesitzer einen Wettfahrt- r l bekommen. B., der schon als unvorsichtiger Auto-' mobckist bekannt war, fuhr die Strecke Weilburg — Limburg— Montabaur—Ehrenbreit stein in rasendem Tempo, wobei er den Vorstellungen seiner zur Gesellschaft mitgenommenen Fahrgäste gegenüber erwiderte, 50—60 Km. pro stunde seien noch nicht erreicht! In seiner Begleitung befanden sich außer dem Monteur.Sch. noch zwei andere Fahrgäste. Einer derselben, der Schlosser H., war dem Beklagten bisher beim Durchfahren von Kurven behllflich gewesen, das Steuerrad recht- zettig herurnzudrehen. Auf den Widerspruch des Beklagten mußte auch er sich versetzen. In Niontabaur wurde Halt gemacht. Gleich hinter Niontabaur schlug der Beklagte die schnelle Fahr- wcise wieder ein, trotzdem er sich von der jetzt zu befahrenden kurvenreicben Strecke auf der Karte überzeugt hatte. Er durchfuhr zunächst die 500 Meter gerade, etwas abfallende Sttecke in schnellster Gangart, um, wie er meinte, so viel als möglich „her ans zu holen". Bei der schließlich auftauchenden fast rechp- winkcligeu Kurve schoß der Wagen gegen einen E h a u s s e e b a u m, so daß der Kläger hearuSgeschleudert wurde, mehrere Fingerbrüche und eine starke Beinquetschung erlitt, die den Verlust des linken Beines zur Folge hatte. Auf die Schabensersatzllage erwidert der Bellagte, der Kläger habe gewußt, daß er aufs Geratewohl losfahre, auch habe ihn der Kläger zu Anfang der Fahrt zu raschem Fahren mit den Bemerkungen „immer druff!", „mehr Gas!" angefeuert Das Landgericht Hagen enjschced auf Abweisung des Klägers. Dahingegen hat das O b e r l a n d e s g e r i ch t Hamm das Urteil des Landgerichts aufgehoben und den Beklagten zu vier Fünfteln als e r s a tz p f l i ch t i g erflärt; zu einem Fünftel hat es den Kläger aus eigenem Verschulden abgewiesen. Zunächst legt das Oberlandesgericht in seinen Entscheidungs- gründen dar, es könne der Auffassung des Bellagten nicht beigetreten toerben, der Kläger habe nach der Lage bes Falles bie Gefälligkeit des Bellagten bezüglich des Mitsahrens angenommen und dadurch auf die Haftung bei etwaigen Unfällen verrichtet Wenn auch das Landgericht darauf eingehe und für diese Auffassung eine Entscheidung des Reichsgerichts zftiere, so ei hervorzuheben, daß es sich dort um die Ausschließung der Haftung bei einem von Pferden gezogenen Fahrzeug handelt. Das ReickfsgerickK habe dort die Tierhalterhaftung im Sinne. Und zwar betreffe das die Fälle, wo Der Tierhalter ohne Verschulden hafte (§ 833 B. G. B.), während im vorliegenden Falle von einer V er schuldens Haftung auszugehen fei. Der Beklagte habe also auf jeden Fall zu haften, wenn er sich dem Kläger gegenüber einer Fahrlässigkeit schuldig gemacht habe. Diese Fahrlässigkeit wird vom Oberlandesgericht durch das schnelle, unüberlegte Fahren des Bellagten als erwiesen erachtet. Zu dem eigenen Ver- _d) u I b e n bes Klägers wird bargelegt, daß Der Kläger die Schwäche des Bellagten gekannt habe und daß er ihn deshalb auch nicht zu Anfang der Fahrt mit den Aufforderungen „mehr Gas!" „immer druff!" hätte reizen dürfen. Mithin sei er zum Teil schuld, daß der Bellagte in diesen Wetteifer gegenüber dem Fahrzeug seines Freundes geraten ist. Gegen das Urteil des Oberlandesgericksts Hamm hatte der Bellagte Revision beim Reichsgericht eingelegt, ohne jedoch Erfolg zu erzielen. Der höchste Gerichtshof wies die Revision zurück und bestätigte damit das Urteil des Oberlandesgerichts Hamm. Börsen-Wochenbericht. — Frankfurt a. M., 14. Oktober. DaS Geschäft an der Börse ist in der letzten Zeit wesenllich HUer geworden; seitdem die Anzeichen auf dem Geldmarkt bi' Möglichkeit einer weiteren Anspannung eröffneten, hat bie Unternehmungslust bie bringend erforderliche Einschränkung erfahren. Die von der Spekulation vorgenommenen Abwickelungen und Abgaben haben auch bas Kapitalistenpublikum vielfach veranlaßt, Erleichterungsverkäufe vorzunehmen ober wenigstens Zurückhaltung sich auszuerlegen. Trotzallebem konnte sich eine e ft e Grunbstimmung im großen ganzen behaupten. Die zuversichtliche Auffassung über die weitere Entwicklung unserer Jndusttie ist unverändert bestehen geblieben, aber es ist insofern eine wesentliche Veränderung in dem Vorgehen der Spekulation eingetreten, als sie sich nicht mehr krittklos auf alle Dividendenwerte stürzt, sondern nur solchen Werten sich zuwendet, bei Denen ie greifbare Anhaltspunkte für eine Höherbewertung hat. Wenn die Börse ihre zuversichtliche Stimmung im wesentlichen beibehalten konnte, so geschah es, weil auf dem Geldmarkt vorerst keine neuen Besorgnisse sich einstellten. Die große Geldflüssigkeit, die kurz nach dem Termin am offenen Markt zum Vorschein kam, blieb allerdings nicht bestehen, aber Der Satz für tägliches Geld hielt sich doch relativ niedrig. Der Privatdiskont hat räuber etwas angezogen und man täuscht sich auch nicht darüber daß die GeldfUlssigkett in dem jetzigen Umfange wo hi kaum sich be>* Meteorologische Beobachtungen der Station Eichen. V Pj Dtt Wetter c» w S- g Qff-2^ 1910 •— COja 8 L-Z 14.1 2- 760,1 14. 9- 761.3 15, 759,7 l. bis 14. Oktober = 4- L r 14. , - + 18. 18. Sonnenschein Sonnenschein 0 0 2 e L 6 4 2 11,4 6,0 2,9 NB NE N 14,7*0, 5,8*0. 5,0 5,1 4,7 49 74 82 -L-8 si Höchste Temperatur am Niedrigste , , 9iieüerjchlag: — 0,0 mm. Märkte. (chl AusNassau, 14. Oft Die ObstmärkteinNassaü, im Taunus und an der Lahn sind sehr stark befahren. Dre Ernte ist sehr gut ausgefallen; die Preise sind unterschiedlich. Im Taunus wird der Doppelzentner Kelteräpfel mit 9 Mk. bezahlt. Ans dem Obstmarkte zu Ems stellte sich der Zentner Aepfel' 11 K hcmpten kann und daß Ke RklckzahllMgeU aN Ke ReichWänk yüt 1 Monatsmüte dem offenen Markte erhebliche Mittel entziehen | dürften Die festere Grundstimmung wurde dadurch unterstützt, daß die Newtzorker Börse auch in dieser Woche eine bessere Haltung bewahrte. Die Nachrichten vom amerikanischen Eisenmarkt lauten zwar raxf) recht unerfreulich, und der Auftragsbestand bei denl Stahltruft ist so niedrig, wie er seit Jahren nicht gewesen ist, aber der Kurs der Stahltrust-Aktien zeigt trotzdem eher aufsteigende Richtung, was darauf hindeutet, daß in Wallstreet noch ein gutes Deckungsbedürfnis besteht. Anscheinend hat der günstige amtliche Erntebericht seinen Eindruck auf die New Yorker Börse nicht verfehlt und man darf mü der Möglichkeit rechnen, daß bei eintretender politischer Beruhigung die Unternehmungslust in den Vereinigten Staaten sich wieder erhöht. Diese Erwartungen haben dazu geführt, daß das europäische Kapital, insbesondere auch das deutsche, sich ame- rikanffchcn Werten wieder mehr zuwendete. Amerikanische Bahnen lagen besonders fest. Von sonstigen Transportanstalten waren noch Schantungbahn begünstigt auf die Steigerung des Silberpreises. Schiffahrtsaktien konnten aus die Bildung der Interessengemeinschaft -wischen der Paketfahrt und der Hansa- gescllschaft ebenfalls stärker anziehen. Banken sind wenig verändert. Am Montanmarkte stimulierten die nicht ungünstig lautenden Geschäftsberichte einzelner leitender Montanwerke, . sowie Gerüchte über Fu sio nsver Handlung en. Im Vordergründe standen dabei Deutsch-Luxemburger und Phönix. Oberschlesische Werte waren gleichfalls gefragt und höher. In anderen Jndustriepapieren sind die Umsätze stark zurückgegangen, dagegen zeigte sich wieder größeres Interesse für heimische Fonds, auch seitens der Spekulation. Man verwies darauf, daß die Anleihen bei dem jetzigen Preis stände eine aussichtsvollere Anlage bilden als bisher, da bei dem wachsenden Reichtum Deutschlands die Klassierung dieser Anleihen rascher fort- schreiten werde, vorausgesetzt, daß die Neuschaffung solcher Anleihen nicht mehr in dem bisherigen Umfang vor sich geht. Von fremden Renten waren Russen und. Türken begünstigt. Pri- valdiskoto 4Vs %. sckus 6—115 M. Jft 55*6 f> a tnTä V erbrackste dei^Zentner ISfon* parmänen 11 Mk., Kurz stiel 6 Mk., Kasseler Reinetten 8 Mk., Rote Eiseräpfel 6 Mk., Rosenäpfel 7 Mk., graue ftanzösische Reinetten 8—10 Mk., Böhnäpfel 5—6 Mk., Matapfel 7—8 Mk. Im Kreise Usingen ist die Ernte von Schafsnase, Goldpar- märten, Mettäpfel, Bohnapfel und Tr. Weinäpfel reichlich ausgefallen. Für den Doppelzentner Kelteräpfel wurden 6—7 Mk., Pflückäpfel je nach Sorte 14—20 Mk., Honiabirnen 6—7 Mk., Pflückbirnen 10—13 Mk., Zwelschen 12—16 Mk. angelegt. Auf dem Limburger Obfftnarkte stellte sich der Zentner Aepfel auf 4—12 Mk., Birnen auf 6—12 Mk., Zwetscheq 13—15 Mk. Die hundert Wallnüsse kosteten 40 Pfg. (ch) Aus dem Odenwald, 14. Ott. Die Obsternte ist im Gange. Für bessere Obstsorten (Tafeläpfel) werden 6—8 Mk., für Kvchäpfel 5—6 Mk., für Mostäpfel 3,50—4 Mk. hezaUt. Die Preise für Mostäpfel sind, gestiegen. UZohlfeile künstlerische möbel! " Preisen kaufen will, verL kostenfr. Offerte. Besichtig, uns. grossstädt. elngericht Fabriklagers mit Ober 80 compL Zimmer-Einriebt. sehenswert u. lohnend. Bei gross. Kauf: FahrtwergQL Lief, frei Wohnung unter Garantie. Fastüberall viele R«feren7en. Conr. Sauer Söhne, Fulda, Möbelfabrik mit Dampfbetrieb. Gegr. 1883. YLZ E 2? El« Versuch üb erzen al. 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Dem jEffendreher Wilhelm Sparr ein Sohn, Robert Ferdinand Wilhelm. 17, Dem Hilfsweichensteller Heinrich Reichel ein Sohn, Wilhelm. :—' 10. Dem Hilfs-Lokomotivführer Heinrich Faber ein Sohn, Herbert. — 11. Dem Schosser Karl Martin eine Tochter, Elise, r— 1L Dem G arnismwerwattungs-llulerurjpettor Matthias. Wagner ein Sohn, Max Erwin. Gestorben: Oktober 8. Georg Tischern, 3 Monate alt, iBrandgasse 7. — 8. Elise Dramm, geb. Schücker, 72 Jahre alt, Ost-Anlage 3L —- 8.: Katharine Böckel, geb. Bloß, .76 Jahre alt, Licher Straße 74. — 9. Josephine Mecum, geb. Bürgers, .79 Jahre att, Johannesstraße 7. r— 9, Marie Göbel, 1 Jahr ,alt, Asterweg 12. — 10. Berthold Marx, 1 Woche att, Kaiser- Allee 31. .-a 10. Katharine Steinmüller, 70 Jahre alt, Licher -Straße 74. — 1L Jakob Anselmus Noll, ohne Beruf, 70 Jahre alt, Licher Straße 74. = 13. Marie Altenpohl, 67 Jahre att, Plocksttaße .4. — 13. Wilhelmine Johannette Wortmann, geh. Rumpf, 62 Jahre alt, Luüwigsplatz 11^ 2U$fdö. Aufgebote: Oktober 10. Adam Eduard Gebauer, Kauf- Mann in .Alsfeld, mit Lina .Auguste Luise Anllie Jochem in 'Laubach. Geborene: Oktober 6- Dem Buchdrucker Carl Wilhelm (£>ngo Freudenthal ein Sohn, Hugo August Sigurd. A, Ain '.unehelicher Sohn, Hans Wilhelm. Sterbefälle: Ottober 7.. Marie Weber, ledig, Taa- löhnerin aus Dannenrod, Kreis Alsfeld, .40 Jahre alt Büdingen. Aufgebote: Oktober 5. Simon Bachmann, Bauführer in Obersuhl, mit Elisabeth Schmidt von Obersuhl. Lieferungs-Vergebung. Für die chirurgische Uurversitäts-Klinik in Gießen soll auf dem Wege öffentlicher Ausschreibung die Lieferung von 10 Ztr. Tafelapseln, 5 Ztr. Kochächfeln, co. 500 Ztr. Äartöfreln, W 3tr. Zwiebeln, 10 Ztr. Roterüben, Ztr. Gelberüben, 3 Ztr. unterirdischen Kohlrüben 3 Ztr. Meerrettich, 200 Stück Rotkraut, 300 Stück Seüerre und 300 Stück Lauch vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen an hen Wochentagen brs o Uhr nachmittags auf Dem Verwaltungsbureau ., Angebote, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind mit den Mustern bis zum 26 L Mts mittags 12 Uhr abzugeden. Die Zuschlagssrist beträgt 8 Tage- Gießen, den 10. Oktober 1910. Kroßtz. Lüektion b« üniv^KlüriL Slerbesälle: Oktober Wilhelmine Henuey, geh. Sa- lathe, 1Z Jahre alt. Butzbach. Aufgebote: Oktober 6. Jakob Christoph Weil, Großh. Gefangenaufseher in Butzbach, mit Witwe Anna Elisabeth Schind- ling, geb. Adam. — 7. Gustav Konrad Wllhelm Louis Schlüter, Ziegler aus Lothe, vorher in Butzbach, mit Wilhelmine Golüke in Lothe. — 1L Heinrich Zulauf, Taglöhner in Münzenberg, vorher in Butzbach, mit Katharine Marker in Münzenberg. Geborene: Oktober 3. Dem Schuhmacher Johann Heinrich Förtsch eine Tochter, Anna Marie Elisabethe. — 3. Dem Verwalter Karl Meß ein Sohn, Friedrich. — 4. Dem Zimmermann Karl Jung Zwillinge, Heinrich Karl und Oskar Georg. — 4. Dem Vizefeldwebel Hermann Friedrich Thies ein Sohn, Heinrich Ludwig Hermann. SterhtzsüllLt Oktober Maxtxn Schäfer, Backer, 24 Jahre alt. Znebberg. Aufgeboten Oktober 11. Karl Dirlanttn, Geometergehilfe in Friedberg, mit Margarethe Emilie Wehn in Friedberg. — 12. Karl Adolf Weber, Pfarrvikar in Reichelsheim i. O., mit Ottilie Katharina Diaria Johaima Ida Petrus in Friedberg. Eheschließungen: Oktober 8. Karl Jakob Erle, Schuh' macher, mit Maria Louise Kratz, beide in Friedberg. Geborene: Oktober 5. Dem Metzgermeister Ludwig Phllipp Cuntz ein Sohn, Wllhelm Ludwig. — 6. Dem Photograph Jvhs. Albert Schmidt eine Tochter, Elfriede Hertha Loulle. — 7S Dem Kellner Raphael Herz eine Tochter, Ernestine Theres^ = Dem Taglöhner Ludwig Momberg er ein Sohn, Ernst. .. Sterbefälle: Oktober 8, Wilhelm Horst. Reutenemtz- fänger, 61 Jahre alt. watzenborn-Zternberg. Geborxg^ Oktober 5. Dem ZiegelLiarbeiter Karl Möckel eine Tochter., Grotzen-Vuseck. __ Sterb efLllK: Oktober 10. Hemrich Gans. VH.> Landwirt, 78 Jahre alt- , j Grotzen'Llnden. Geborener Oktober 4. Dem Laglöhner Karl Hermann Woldemar Adamski eure Tochter, Anna Marie. — 9 Dem Schuhmachergesellen Heinrich Zörb ein Sohu, Heinrich. ' Heuchelheim. EheschließUNflen: Oktober 13. Hilfsweichensteller Friedrich Volk II mit Witwe Anna Margarete Rinn, geb Sack. Geborene: Oktober 6. Dem Schlossergesellen Wilhelm Wagenbach eine Tochter, Margarete Elisabethe. Sterbefälle: Oktober 1L Lina Luise Zimmer, ged. Freitag. ruein^mucn. Geborene: Oktober 9. Dem Bahnarbeiter Friedrich Wilh. Schepp ein Sphn, Friedrich Wllhelm. Lang-Gön§. Aufgebote: Oktober 7. 'uugust Schmidt, Maurer, mit Katharina Puhl, beide in Lang-Göns. Eheschließungen: Ottober 9. Karl Faber, Schacht- meister, mü Katharina Wissig, beide in Lang-Göns, Leihgestern. Eheschließungen: Ottober 8. Wllhelm Arnold VI., Taglöhner, und Christine Faber, beide in Leihgestern. Geborene: Ottober 2. Dem Bahnarbefter Karl Schäfer IV. eine Tochter, Katharine. Lich. Aufgebote: Ottober 8. Karl Konrad Hermann Leder- mann, Weißbinder zu Lich, mü Margarethe Thomas von Rieder- Seemen. — Wagner und Landwirt Heinrich Merle zu Lich, mit' Anna Christine Marie Luise Tietz von Lich. , Sterbefälle: Juliane AlbaA geh, Zimmer, 10 Jahw alt, Unterstadt Nr, 19^ Lollar. SterKkfLllx; Ottober 4. Kltthinka Schenk, 3 Jahre alt. Londorf. Geborene: Oktober 2. Dem Lehrer Georg Trinkaus ein Sohu. Malter Jakob. Nidda. Aufgebote: September 14. Karl Schäfer, Schaffner in Nidda, mit Lina Reuter in Bleichenbach. — 30. Karl Reitz, Hllfs- weichensteller in Nwda, mü Emilie Walther in Nidda. Eheschließungen: Ottober 10. Konrad Heinrich Kraft. 5krnsftraßemneister in Nidda, Witwer, put Adelheid Groh, geb." Jost, Witwe, in Nidda. Geborene: Ottober 12. Tau Zugführer Peter Stommel eme Tochter, Anna Katharina. . S.!er?efälle: Ottober 10. Dem Landwirt Und Backex Heinrich Merz I, eine Tochter, Emilie. Schotten. . Eheschließungen: Ouover 13. Johann Heinrich Hof- mner, Weißbindergeselle in Schotten, mit Katharina Rau in Schotten, Wieseck. Aufgebote: Ottober 5. Franz Karl Voigt, Schreme« zu Wieseck, mtt Maria Leib zu Meseck. Geborene: Ottober 7. Dem Josef Katz ein Sohn, Julms, .—7- 10. Dem Ludwig Weller IV., Metzgermeister, ein Sohn. ^^I^befälle: Ottober 9. Heinrich Reuter, Bahnarb., 49 Jahre alt. Obsthochstämme, Zwergobst, Beerenobft empfiehlt .eljU , Fürstliche Obstbaumschule Lich. !Preisliste kostenlos. (D“/l0] W. Belte, Obergärtner Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein «.preiswert ■■ die ßrühl'scbi Univ.-Druckerei. fieferf schnell und bequem eine Tasse bester Fleischbrühe Preis nur 5Pfg Plockstraße Plockstraße 6743 Verlobten empfehle Kücheu-Einrichtungen in bekannt tadelloser Aus- fn ?PhCsj?nh?.QS1 besonderen Vorzugspreisen und fi anlo teo.Bahnstatlon. 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