Nr. 25)0 Samstag. 10. Dezember 1010 160. Jahrgang 4e«fl| m* Lu-aahir« M UawMgUär« • 8hu> <*fc <5tembturfa* .L U M au § rü bet ■' leitet die rrftc non und d i e 5 NedaMaa. •rpebttle* «n> trurferet . Gchnb fhnfK V. Exvedum« an* Verla- e® U. Neoattwm^qM l ir. Id.- Äb u- ft njetget® itfcflfr Prafibent inn 1 Uhr 15 er int Jahre 19uu uuj o-o miuwuui *um. nu» vi* ui‘‘. •'*. ein gewisse- Sinken bemerkbar. Er bleibt immer 3 bis 4 MMionen unter dem Ansatz. Im Jahre 1911 wird fast genau dasselbe aufgewendet wie 1910. Besonders aufmerksam mache ich auf den Verkauf der Um Wallung der Festung Königsberg an die Stadt Königberg und auf den Verkauf des weltlichen Teiles des Tempelhoser Feldes an die Gemeinde Tempelhof. Mit mb. Deutscher Reichstag. 97. Sitzung, Freitag, 9. Dezember. tfm Tiscbe de- Bundesrats: Wermuth, Dr. Delbrück, v. Tirpitz, d. Heeringen, Kraetke, Wahnschaffe. Graf Schwerin-Löwitz eröffnet die Sitzung Minuten. Crste liesung des Etats. Reichsschatzsekrctär Wermuth fit ^Sietzene» FomMendlLtter- dem .Änzelge»* »tecma! mddjentlid) betgeld-t. **• jtrctsblati ffci Ms at sich der F e h l b e t r a g d e S Jahres 1909 beinahe auf die Hälfte, nämlich auf 126 Millionen Mark, vermindert, und dieser Betrag soll auf die Jahre 1911 bis 1918 abgebürdet werden. Wir hatten schon für 1910 den Versuch einer kleinen Abbürdung gemacht aber der da- für bestimmte Betrag ist unS unter den Händen zerflossen, hauptsächlich weil die Unterstützung der Tabakarbeiter mehr erforoert hatte, als erwartet wurde. Einen Erlös von 18 Millionen Mark haben wir als rechnungsmäßigen Ueberflutz für das ^-hr 1910 znführen dürfen da er unö über jebe etatsmäßige Erwartung hinaus zugeflossen ist. Wir durften das nur, wenn wir Grnno zu der Annahme batten, daß die Einnahmen und Ausgaben für 1910 glatt abfchließen wurden DaS brauchten wir nun in der Tat nicht zu bezweifeln. DaS Jahr 1910 bat sich bisher genau in den vorhergehenden Bahnen bewegt^ keine angenehmen Ueberraschungen, abcr auch keine herben Enttäuschungen. Sehr bemerkenswert ist es, daß nach ben bisherigen Nachrichten s am t Nche Res- sortS ihre Etats innehalten. (HörU Hort! rechts.) Wenn auch Ueberschreitungen im einzelnen noch vorkommen, (Heiterkeit links), so ist bock bei keiner Verwaltung eine Heber- schreitung im Gesamtergebnis zu erwarten, bic m$t: m ent- sprechenden Mehreinnahmen ihre Deckung findet. (Hort! Horn rechts.) Ich glaube doch, daß Sie daraus ersehen können, daß der Geist der Sparsamkeit nicht ettoa nur rn der Fi- nanzverwaltung umgeht, sondern im g an z e n Re ich c. Lei den Zöllen und Steuern wären wir durch bic Mehreinnahmen zwar angenehm berührt, aber nicht gerade überrascht gewesen Aber ebenso, wie das Jahr 1908 tn anderer Werse, ist auch 1910 e iT tocitl>in sichtbarer WaruungSpfahl gegen allzu optimistische Erwartungen. des Reichstages? Preuß/ Kriegsminister v. Hekrlngen: Die Unterstützung meiner Freunde zu seiner bewilligt werden. Wir sind nicht prinzipielle Gegner davon aber ist eS denn notwendig, schon jetzt die erst 1915 und 1916 auf au. stellenden Neuformationen fcstzulegen? Der Redner bespricht den Berkins deS Tempclhofer Felde-. Abg. Frhr. v. Richthofen (Kons.): Wir sprechen dem Schatzsekretär unsere Aner. LCu n üxP 6 «US. Erfreulich ist die Überall erkennbare Sparsam, ti». K S°rd-nrngen des KriegSm nister- sind durchaus berech. *°L Die R u st u n g e n d e s A u S l a n d e S bestärken uns nnr ^'cht. Die Deckungsfrage ist glücklich gelost. Wir hoffen, daß das Zu wachs steuer- flf f C t n enT verabschiedet wird, d.e die erforderlichen Einnahmen sichert. Die Reichsfinanzreform hat also b,0f-Uo u5$au* Oelon- Wie kommt es nun, ^"be ganz anders ist? Daß daS Gegen, cd behauptet wird? Das kommt daher, baß die Finanz, fragen m i t Politischen Fragen verquickt werb/u. bSm,t 8U £tun ^en. richtig! rechts.) Die i erst die ganze Frage aufs politische.Gebiet hinubergespielt! Aus durchsichtigen Grün. ?enJrf)Ia°Inr^nen unzweideutig vor, den Bedarf m ? derZuwachssteuer zu decken. DerGedanke an eine J" *1 ? 8 -r 3 wa ch S st e u e r ist ja dom Reichstage selbst an. Sie Te Hb ?pnMUn\°?rVet'n toorbetL ®r OrönM sich darauf, daß vie beispiellose Steigerung der Bodenwerte deö b*8ayerfC>Pr6iin ,errft* habe schieben wolle» Der KrlegSm.nister scheint sich ja auf den Standpunkt zu stellen daß die Genehmigung des Reichskanzlers — die vorherige oder na& berißc - notwendig ist. Er glaubt, daß diesem Erfordernis genügt ist durch bic Resolution deS Reichstags, wodurch die Regierung auf. gefordert wurde, beim Verkauf deS Tempelhofer Feldes die öffent- hdien Interessen genügend zu wahren, und daS fei durch den Be» bauungöplan und durch den Verkauf an Tempelhof geschehen. Mit der Resolution hat der Reichstag aber doch durchaus nicht auf fein EinnahinebewilliaungSrecht veiMtet. (Sehr richtig im Zentr.) An dem ganzen Vorgehen deS Kriegsministeriums wäre nichts aus. zusetzen, wenn nicht der Kaufvertrag ohne jeden Vorbehalt gemacht und die Auflassung nickt schon erfolgt wäre. Welche Konsequenzen aus einer eventuellen Ablehnung des Reichstag, zu ziehen se'n werden, wird zu erörtern fein, wenn der Reichstag Stellung genommen haben wird. Sodann erörtert der Redner den Fall des Rechtsanwalts Tamrnan in Oberhausen der durch ehrengerichtlichen Spruch mit schlichtem Abschied entlassen ist, weil er einen Mann ter nachweisbar als fein früherer Freund 20 000 Mark unter schlagen und auch andere betrogen hatte, und on ihn einen beleidigenden 9)rief schrieb, nicht vor die Klinge ne» fordert hatte Der Redner streift kurz die Begnadigung der beiden Donner Borussen. Wären die Missetäter zwei Arbeiter gewesen, dann wäre die De. guadigung nicht erfolgt. (Sehr richtig! im Zentrum und links.) Der Redner wendet sich zur Marine. Die Mehrausgabe, halten sich in mäßigen Grenzen. Die Denkschrift gibt denen recht, bie behauptet haben, es könne auch bei der Marine etwas gespart werden. Ein Fragezeichen ist bei der Post, und Tele ^raphenver. Ü? 8U wachen. Wird die eingestellte EinnahmeerhShung von 36 Millionen wirklich erreicht werden? Wir haben da schon sehr unangenehme Erfahnrngen. Die Einnahmen der Zuwach-steuer werden auf die Dauer doch nicht auSreichen, um die Anforderungen der Friedens» Präsenzstärke zu befriedigen. Die Bessergestaltung unserer Finan. zen beruht auf der Reichsfinanzreform. (Beifall im Zentrum und rechts.) Ich bedauere es, daß manche bürgerliche Parteien einzelne Schwächen bereu6greifen, um den Funken der Unzufriedenheit anzufachen. Jeder, dem das Wohl des Reiche, am Herzen liegt, muß es beklagen, wie die bürgerlichen Parteien in zwei große Gruppen gespalten sind und sich bekämpfen, und wie d i e Sozialdemokratie a : 9 lachender Dritter bie Früchte dieser Zerfleischung einheimst. An dem unsachlichen Kampf ist jum großen Teil die Regierung mit schuld, sie hat nicht rechtzeitig Aufklärung geschaffen. (Lebh. Zustimmuna rechts und im Zentrum.) Soll doch sogar ein braunschweigischer Minister bei Kaiser, Gebrtstag ■ ' allmähliche Entwicklung der FriedenSpräfenzstSrks ist angängig, wenn Fc'nc akuten politischen Schwierigkeiten vor. liegen und wenn daS gesetzlich festgelegte Programm der Militärverwaltung die Möglichkeit bietet, die beabsichtigten Veränderungen von langer Hand vorzubereiten. Die gesetzliche Regelung der Weiterentwicklung deS Heeres kann auS militärischen und politischen Gründen nicht verschoben werden, sobald die beobachte, ten Schwächen feststehen. Nach der Ueberzeugung der verbündeten Regierungen ist dieser Zeitpunkt gekommen, liniere Hauptmacht, die Infanterie, kann der Maschinengewehre nicht mehr entbehren. Im Vergleich zu den fremden Armeen ist die vorgesehene Zuteilung von Maschinengewehren sehr bescheiden. Lte bisher bestehenden Mißstände werden noch erhöht dadurch, daß bisher zahlreiche Jnfanterieteile notwendig waren, um die bei den Verkehrstruppen erforderlichen Formationen zu bilden. Um auch hier in engsten Grenzen bleiben zu können, will die Vorlage die kur die Maschinengewehre erforderlichen Mannschaften nur bei den Truppenteilen ersetzen, wo diese auS zwingenden Gründen unbedingt erforderlich ist. Bei der Artillerie handelt eS sich darum, daß man zwei preußischen Divisionen daS fehlende zweite Regiment gibt. Die umfassende Umorganisation und f r m/ ö r u n ß dieser Waffen, bie namentlich bei unserem w e st l i ch e n Nachbar ftattgefunben hat, läßt eS n i cht a n g e . bracht erscheinen, diese Lücke länger bestehen zu affen. Gerade bei der F e l d a r t i ll e r i e ist daS besonders bedenklich. Um die materiellen Lasten etwas zu mildern, hat sich die Heeresverwaltung trotz ernster Bedenken entschlossen, 20 rei- Iciwe Batterien in fahrende umzuwandeln, um eine höhere BewegungSmöglichkelt eine grosse politische Hetze ins Werk gesetzt worden. Wie wollten denn die Herren Schrader, Wieiiier und Paper die Finanzreform anders machen? VerzinsungSbeiträge der ReichSschulb durch bfe Neberschüsse bei bet ReichSpost. ben Reichßeisenbahnen unb bic Mehreinnahmen an Zollen. So ist der E t a t bon 1011 c u f g e ba u t auf ben bisherigen Grundlagen. Fassen Sie ihn kräftig an, rütteln Sie ibn, unb Sie werden finden, daß da» Gefüge fest i ff. (Heiterkeit rechts.) Sie sehen, es besteht eigentlich nur auS nüchterner Selbsterkenntnis. Ter Etat begnügt sich mit einer bestehenden Fortbildung be« Bestehenden, unb hält, wenn nickt ein absolutes Erfordernis zur Steigerung vor. liegt, an dem Bisherigen fest. Er sucht sich für kommende Jahre bestmöglich einzunchten, vergißt aber nickt, daß dieses Jahr nur ber Anfang einer Finanzperiode ist, unb begnügt sich nicht damit, die Ziffern notdürftig miteinander in Einklang zu bringen, son- bern blickt in bie Zukunft, wo diese durch die Gegenwart beeinflußt ist. Aber selbst bei aller Zurückhaltung kann für die nocksten Jahre nickt einfach daS gelten, was in den vergangenen fünf Jahren gegolten hat. Das bedarf keines Beweises daß der Fortschritt der militärischen Technik auch ein Fortschrcitcn deS Bcbarss bedingt (Sehr richtig! rechts), und wenn dieser Bedarf für unsere Wehrkraft unerläßlich ist, wenn er sich, wie hier der Fall, in den Grenzen wohlerwogener Sparsamkeit hält, so wird niemand sagen dürfen, daß die Finanzen des Reiches dabei nicht mit- kommen konnten. (Sehr richtig! rechts unb im Zentrum.) Das wurde fur d.e Starke unseres Landes und bie Leistungsfähigkeit unfereö WirtfchaflskörperS gleichermaßen irrig fein. (Zustim mung rechts.) Wie Sie aus dem Friedenöprasenzgesetz ersehen, erfordert eS für daS erste Jahr nur den Betrag von 8 Millionen, spater steigen die fortdauernden Ausgaben bis 1917, wo sie die von -22 Millionen erreichen. Einmalige Ausgaben sind nur biv 191) tjorgefeben. Verteilt sind die Ausgaben auf verschiedene ^abre nicht, vielmehr ift diese Verteilung ber Leistungsfähigkeit jeben etiuejnen Jahres überlassen. Aber ganz deutlich unb im- - ^ehrlich ucgt vor uns eine Ausgabe von etwas mehr als 20 Mil- ionen Mark. In demselben Augenblick, wo bie Verpflichtung zu blr-eÄ &C gesetzlich festgelegt ist, muß gleich wirksam unb gleichbindend auch für die e n t f P c ch e n d e n Einnahmen rS werden. (Sehr richtig! rechts und im Zentrum.) DaS ist die Feuerprobe des Grundsatzes: Keine Ausgabe ohne Deckung! Wir dürfen uns jetzt nicht sehenden AugeS ein , b,C lassen, wir stehen noch mitten im Drange rnLhJ® S toJe. !^ne«S unb unerbittlich die Zunkunft als kom- ! r beiS^° Verlegenheitsmittel verwirft. (Sehr rich- 1 tigl rechts und tm Zentrum.) l in der Zuwachssdeuer da» einzige Mittel zur Erreichung unsere» Ziele». rf, ,nUk,?™bfr ela!-b“n la" W( ^nttoort g.frm auf dl« Frag«. ? n bJta ? e n* 8U benen ber Bundesrat unb der, -- o -----v--------r, ...... too ,inin/w.?a^nr s-stgehalten werden soll, bur Zwecke der Fr.ebe..SauSbilbung läßt sich die vermeh- L-L ?°kt k. etn' verhältnismäßig kleine und der Verstärkung der Bespannungsabteilungen Was ick 6?en?peI' die uns zuaemutet wird. umgehen. Besondere Berücksichtigung erfordern die Ver- fen^ickVn b^n^ sagkn habe, ist im we- 'eh rStruppen. Tie Vorbereitung für bie im Mobil, iinfp'rer vorher Gesagten. DaS Geburtsjahr .machungSfall alsbald heranlretenden Aufgaben erfordern Neuauf. bon 5r77 ®,r h-"-n ein «n!eihes°° "cllung eine« Eisenbahn, und T e I e a r a p h e n . B a. ^aV 18S1 bi«^>nh€'06^nro n- Millionen. Da, sind 70 im '_■> > '■ o n Da, neue ü r a f t m a g e n b a I a i I I o n fall al, bOT itol 6i, 10to°b™ni rrnb 127 lm ^at>T. etamm bienen für die zahlreichen Safttransporte, ahne die eine it^gabr unb tnm s ’i»’rn± J’"? 11 Millionen moderne Armee weder geführt noch erhalten werden kann. StTörTa^ö^^t^Lt'ien , s de« Luftschiff-.«, wir eine Anleihe von 14S Millionen, und der neue Etat sieht eine »Ordert die Neubildung von zwei BataillonSstäben und drei Anleihe von 97 Millionen vor, ba» sind 61 Millionen weniger als Compagnien. Tie wach,enbe Bedeutung unserer Verkehr»truppen im Vorjahre. (Beifall.) Gewiß, das klingt erfreulich, wir dürfen verschiedenartigsten Gebieten und die spezielle FriedenSauS- aber nicht vergessen baß die S u « g a b e k o st e n deS a u ft t r - blrrU)un6. eonbrrart, aber auck gleichzeitig bie Beachtung der ordentlichen Etats noch nicht z u r ü ck o e g a n o e n Armeeinteressen rrforoern die Neubildung einiger sind, im Gegenteil für den Flottenbau und ben Kanal stehen fit ° m to?c' üblich jst dem Train eine Vermehrung augenblicklich im Zenit h. Neue Aufgaben nicht werbender Art ^?^cht. Nachdem diese im Kriege so besonder» wichtige Sache haben wir wed„ für 1010, noch für 1911 in bie Anleihe aufgenom- verhältnismäßig wenig berücksichtigt worben ist, scheint ein men. (Hort, hort!) Wir tragen hier eben noch an ben L a st e n ^ichub einer Verbesierung nicht mehr möglich. Wir hielten es rrß a " 6 knheit. Inzwischen dürfen wir damit abci für erforderlich, über die Neubildung vierter Kompag. Still nnJL ’nnrk«.b b a I b r a m i e n g e s e tz, ©eiten ist ein Ge. wirb auch nicht Ungrbulbig sein bürsen wenn bie Acbunn .?Ur ,ml1 !°LcI,cr Einstimmiakeit verlangt worbrn, wie ba« ->wa« auf sich warten säht. Die Eintragui^en in Ja,bc.al."1lcnflclc6 von bicsem NeichSIag. Also muh ihm auch da« NeichSschuIbbuch haben sich erfreulicherweise bon on bf« 7N ncflc^cn werden, da« Gesetz zu berabschteden. Die Millionen im letzten Jahr.' auf 170 Millwnen aesteigert. Wir I F eFe^"^? ".e “n f(”cinen unter der Parole ho sien. IN den nächsten Wochen bie erste Milliarbe beisammen zu Hl?/«? n"r r ? 5 1 $ 6 1 n a n 9 r 0 r m * unb -gegen Mfn. AIS recht bebeutungSvoll hat sich bie Bestimmuna "b!r vorgenommen werben zu sollen. Man hofft, Re!ck-»verstcherungSordnung erwiesen, wonach die Vcr?ickeruna^ der Masse ge^en Steuern mißbrauchen zu können, onstalten und Beruf-genossensck-aften verpflichtet sind einen Teil rechts und im Zentrum.) DaS geht auS dem ihre» Vermögens in Reick-», und Staatsanleihen anzuleaen T r 8 Hansa.Bundes klar her- r c?i-“ur-v"MäWäWä ^""NllirstFde b" b «°i';nc'.n.ng be« E.at.'burchfsth!"/ in „"1Ä °^->n/.s>chere^runb,a^ gestellt. Im,Di «pos. bieHenidi?"IangJunft nicht fern ist, wo dieser FelSblock auf der H^he einen 3°. galten. Bei unserer F u tz a r t i l l e r i e hat sich Wohl wie bei keiner anderen Waffe eine Erweiterung der Kriegsaufgaben vollzogen. Unsere modernen Befestigungen an der K u st e und an der G r e n z e verlangen mit ihrer Kompliziertheit eine auf die Bedienung der P a u z e r g e s ch ü tz e speziell einge übte Truppe. Weiter kann aber auch die Feldartillerie der schweren Artillerie nicht mehr entbehren wegen deS weiteren Fortschritts der Technik. Ter Angreiser bedarf daher durch, schlagenderer Mittel, als die Feldartillerie jetzt geben kann Die geplante Organisation der Fuhartillerie wird eine zweckmäßige Nngheberung dieser Waffe nach technischen Grundsätzen an die ""deren Waffen ermöglichen, andererseits aber auch die Zuteilung eines Teils dieser Waffe an jedes Armeekorps. DaS ist besonders wichtig, nachdem die schwere Artillerie Schulter on Schulter mit ben anberen Waffen in ben Felbkampf tritt. ^""0- iryviiiiiuiici u. i nigtii. ~ ......y . V u 1 c u “ u c 6 u leinet Die Notwendigkeit eine« starken deutsck-en Heeres eingehend ^„ t'k kann ich dem Schatzsekretar ruhig zufick;ern. Man zu begründen, ist meines Erachtens kaum vorhanden. Jeder, der WÄ/? £ f twft tmmer Oumquennate die Gegenwart und Zukunft nüchtern abschätzt, wird mit mir der b ° b m r fnlh n,rfu (Ue*— — -t- Meinung sein, daß Deutschlands geachtete Stellung, sein Ein. fluß auf die Erhaltung deö europäischen Friedens nicht zum min» drsten auf einer starken und schlagfertigen Armee beruht. (Leb- ^fte Zustimmung.) Werden hierin ni.cht rechtzeitig wesentliche Lücken geschlossen, so würden sich die Folgen für Industrie und £anbcl und andere Zweige unseres Wirtschaftslebens zuungunsten unseres Vaterlandes gar bald bemerkbar machen. Das vorgetegte FnedenSpräsenzgesetz, das ich hier begrünten möchte, bildet die Beseitigung dieser Schwänen, entsprtchend dem bewährten Ver- fahren bei den früheren FricdenSpräsenzvorlagen. Eine ________________u. u.,_/5m Ti enpaöh. S:Ä ®ieb:n»>J&«tt«onerieVi7iSSit Sie soll. i t , on-fon ds des Reichskanzlers befindet sich a,!ch ein U?b -la? f%enI lSehr richtig! rechts.) Wir -' Posten: Beihilfen zu den Kosten einer I n f o r m a t i on s. ^e„ Äwe^ errelckt b " Si « anzrcform hat r reise sud- u n b s u d w e st d e u t s ch e r R e i ch S t a g S. M ! 7 ? . O/c »st e i n großes nationale» n n ba eorbnt ten in Posen unb Westpreußen. Auf die Reise I v? \ Un<5 stolz darauf! (Beifall ; ^lbst will ich sachlich nicht eingehen. Wenn aber die preußische ^n7r!^sünbb ^ls.) DieFinanzreform ist eiuRuhmcS- eine Reihe bon Mitteln, bie vor zwei Jahre,, ber Reichstag bgp' babea. fBe'fall ttcht»^)"'^ b" d°lkc» immer auf feiner Seite Vizepräsident Schnlh:. olflcviu|iuciu wujiuy. V Torfes nicht. Tas möchte ich neOen die Schreier nach b ^e dürfen.tMö, Vorlage erneS DundcSstaNkA NiK^OlS perfid gesehen sagen. Die Herren, oie hinter der -Kreuzzt, bezeichnen. TageS n.: Wir kennen auch die anderen Herren, das Zentrum, Lh- Schrek nach dem Schuhman« kann uns nicht wundern. Anderswo braucht man den S^uh- um Sammeln ge- Zentrum Sfveck Wo ist denn der Unglücksrabe, der die zwei Bonner Borussen zur Begnadigung empfohlen hat?, Liese famosen rlbg. Ccheidtmannr , Eine Vorlage, He nicht mehr existiert, ble man talt meines Genossen Busvld. (Avg. B u s o l d steht auf und verneigt sich nach der Rechten, was große Heiterkeit hervorruft.) In Moabit wird eS Ihnen auch nicht glücken, trotz der famosen Achtgroschen-JungenS unb der Hinzeschen SiebenmonatSkinder. (Heiterkeit) >uz-lch-n Egrub ey, ujy, i Herr Kollege v. Heybekranb 1 hat hier eine Rede meines Frankfurter Parteigenossen Mensel' zitiert und behauptet, daß er darin zur Revolution aufgefordert hat. Ich würde, wenn ich außerhalb oes HauseS wäre, sagen, daß Herr v. Heydebrand meinen ParteifrLUnd denunzie^unh eine offenkundige Fälschung begangen hat. » Präsident Graf SMerlnr'' Sie dürfen ein Mitglied dieses Hauses auch nicht Tn kieser Form mit einem Ausdruck bezeichnen, von dem Sje selbst sagen, -yß er unparlamentarifch ist. z'' " r I AVa. Bchelvemaa« (Äoa J? ter Rekch-fanzler ist zur H a s e n s a g d. Wir häklest ^'N^er gesehen, wenn fein Platz hier heute nicht verlassen wäre. Nun wurde gesagt, daß auch der österreichische Thronfolger an die- ser Hasenjagd teilnimmt und daß eS deshalb wichtiger fei, Laß der Reichskanzler sich in seiner Gesellschaft befinde als in unserer. Wir sind allerdings geivohnt, daß politische Aktionen aus irgend welchen höfischen Jagdgründen hccvorgehen und wir wissen, daß inancl-e wichtige Entscheidung von höfischen Saujagden auSgegangen sind. (Lebhafte Heiterkeit links.) Ausgefallen ist eS unS, daß die Herren von der Mehrheit sich jetzt auf poli- tische Erörterungen nicht einlassen wollen, trotzdem aber tot Herr Speck am Schlüße seiner Rede zi blasen. Wahrscheinlich sollen mit diesem Z liberale Mause gefangen werden. (. Herren vom Zentrum befinden fick z> sehr peinlichen Situation. Sie stellen sich so, als ob die Vorgänge draußen sie nichts angehen, sie leben sich in die Molle des Archimedes hinein, der dem eindringenden Römer sagte: Störe mir meine Kreise nicht. Aber trotzdem lauschen sie sehr genau auf die Vorgänge im Reiche. Sie erwarten gewiß von mir eine Rede zum Fenster hinaus. Ich kann Ihnen versichern, daß Sie sich in dieser Erwartung nicht täuschen werden. (Stürmische Heiterkeit.) Ich habe den angenehmen Auftrag, schwere Anklagen gegen die jetzige ReichStagSmehr- heit zu erbeben. Sie hat ihr Versprechen an die Wählerschaft nicht aehalten, sie hat die Wähler außerordentlich belastet und ist dadurch in die denkbar schlimmste Situation geraten. Unter dem Anklage- material gegen diese Mehrheit nimmt ja der jetzige HauShaltSctat die erste Stelle ein. Nach der Finanzreform im vorigen Jahre und vor den Neuwahlen tour die Aufstellung dieses Etats sicherlich ein großes Kunststück, da die Wähler doch nicht vor den Kopf gestoßen werden burften. Aufs schärfste getadelt muß eS werden, daß in dem Etat das eigentliche Bild der Ausgaben vollstäiidig verschleiert wird. Man muß sich beispielsweise, um zu wissen, waS ein als Militärattache entsandter Major erhält, die Kosten auS einer Reihe von Etats zusammensuchen. - mich Mir VnrnU'zmn WrTefle'W. ’WÖf haken fnfr siön EnykasiV und Frankreich zu fürchten? Wir sind fest entschlossen, jeden Krieg mit diesen Landern, der eine europäische Katastrophe wäre, mit allen Mitteln zu verhindern. Sie wollen erst den Frieden, weil er die Waffenrüstung unnötig machen wurde. Dann fehlte Ihnen daS Militär, auf das. sie sich allein noch stützen. Der Frieden wäre daS schrecklichste für Sie. Sie ziehen den blutigsten Krieg vor! Dem deutsch-frcrnzösisih-englischen Völkerbund gehört die Zukunft. Ihre ganze Politik ist ein einziger großer Schaden. Kommen Sie uns nicht mit Ihrer .deutschen Treue* l WaS ist nicht alles versprochen und doch nicht gehalten wordenl Denken Sie doch nur an daS Tempelhofer Feld! DaS ganz« Porzellan auS dec Königlichen Porzcllan- manufaktur ist in Trümmer gegangen, des ganze Porzellan, daS geschmückt ist mit dem preußische» Wappentier, ist kaput. Geblieben sind nur die großen Krallen und der große Schnabel. (Heiterkeit.) Zugrundegegangen ist auch die perfide preußische Wahlrechtsreform- SG rosse Auswahl | Büdingen pielwaren Glas- und Porzellanwaren Ludw. 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