Donnerstag 16. Juni 1810 160. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 138 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Ochsen. 85 47 41 75 37 70—73 35-89 78 43 73-83 40-46 38 71 68-74 37-40 Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 50—5'i . . 45—50 83 41 82-84 Mastlämmer und jüngere Masthannnel 41—42 67 52 52—53 67—68 52-53 . 51—52 Mk. 83-87 46-50 70-75 42-45 76—82 43-46 72-75 39-42 39-40 82-84 Lebendgewicht. Meteorologische beobachtungen der Station Gießen. Welter c Y + 13,9 *0. Niedrigste Fleifchpreife in Gieße n Brotpreije in Gießen Getreidepreise in M a n n h e t m Höchste Temperatur am 14. bi; 15. Juni — -s- 18,9 0 0. 66 56 Weißbrot 2 Kg. 62 Ptg. Schwarzbrot 2 Kg. 54 Pkg. Lebendgewicht fleischige Schiveine 33 28 52 51 67 65 91-100 85-91 77—83 Juni 1910 Ochsen Kälber Schiveilie 77—82 70—75 97 88 79 55—60 50-54 46—49 Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht Vollsleischige Schweine über 2 Zentner Wohl in jedem Haushalt bringt die Hausfrau geschmortes Obst auf den Tisch, jetzt Kirschen, als wohlschmeckende Speise gibt sie dazu statt Creme oder Eierschnee einen Flammeri, gekocht mit Mondamin .mb Wolkmikch. Das ist ein beliebtes und billiges Gericht, denn Kirschen sind nicht teuer, und Mondamin ist sehr ausgiebig. Lesen Sie die Rezepte auf den Mondamin-Paketen'. 35—40 26—30 23—00 84-93 75—83 67—68 64—66 42—45 38-41 Geringere Saugkälber . Schale. 67—75 51—60 52-00 Weizen 100 Kg. 19.75-20.0- Mk. 'Roggen 100 Kg. 15.50—15.75 Mk. Mäßig genährte junge und gut ge- nährte ältere ' Färsen, Kühe. Vollsleischige ausgemäslete Färsen höchst. Schlachtipertes ' Vollsleischige ausgcmästete Kühe höchst. Schlachtivertes bis zu 7 Jahren. . : Sichere ausgemäslete Kühe und wenig- Höchste Schlachtoiehpreise in F r a n k i u r l a. M. '/, Kg. 80-88 Pkg. , 80—84 , */, , 80-96 „ Mäßig genährte Kühe nnd Färsen . Kä t b e r. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea UnwersitätS - Buch, und Siemdruckerei. R. Lange, Gießen. 58 53 47 Ochse n. Vollfleischige, auSgemäslete, höchsten Schlacht- wertes, höchstens 6 Jahre alt . . . . - • Junge fleischige, nicht ailsgemästetc und ältere ausgeinästete....... Mäßig genährte junge mid gut genährte ältere Bulle n. Votlfleischige, ausgewachlcne, höchsten Schlachtiv. Färsen, K ii l; e. Vollfleischige ausgeiii. Färsen höchst. Schlachtw. Vollfleischige ausgemäsleieKühe höchstenSchlacht- wertes bis zu 7 Jahren ....... Aelkere ausgemäslete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färjen . . . . Mäßig genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe und Färsen Kälber. Feinste Mast-(Vollmilchmast) u. beste Saugkälber Mittlere Mast- und gute Saugkälber . . . Geringere Saugkälber Schale. Mastlämmer und jüngere Masthannnel . . . Schweine. Vollfleischige Schiveme über 21/, Zentner 50 Kg. Schlachtgewicht 83—87 Mk. ' Kg. Schlachtgew. 91—100-151. '/, , , 64 - 68 , Die „«ießever Zamiliendlätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblott für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. 64—68 50- 62 Tie Marktpreise für Bich und Frucht uud die Gießener Fleisch- und Brorprcise am 15. Juni 1910. vebenö- Lchlachc» .cwlche Univeriitäts-Nachricvten. hc. DarNi stadt, 15. Juni. Auf eil,stimmigen Antrag der Abteilung für Architektur wurde durch Beschluß von Rektor nnd Großen, Senat der Technischen Hochschule beut Mitgliede der Kgl. Akademie des Bauwesens iind der Kgl. Akademie der Künste in Berlin, Geh. Baurnl Otto March in Charlottenburg, die Wurde eines .T o k i o r - I n g e n i e u rs Ehrenhalber" verliehen, weil er die künstlerischen Bestrebungen im Städtebau in hohem Maße gefördert und die Allgemeine Slädteban-AuSslellung in Berlin 1910 geleitet hat. Marchs Tätigkeit mar vorwiegend privater Natur. Veroorgehoben sei seine erfolgreiche Beeinflussung des künstlerischen EiniannlienhauseS unter Verwertung von Studien, fcie nui mehreren Reisen in England gemacht wurden. Zahlreiche Privalbauten legen hiervon Zeugnis ab. Er wandte zum erstenmal die Bayreuther Theaterbaugedanken aui die Schauipielbühne an und zwar im Wormser Festspielhaus 1889. Er ist der Erbauer einer großen Anzahl von Schlössern und Kirchen. Geheimrat March veröfsent- lichte mehrere Schriften über evangelischen Kirchenbau. l'Cbenb» Lcdlachl» yvo 100 Pfund geividn - " von-diSvon-bij Vollsteischige, ausgemäslete, höchsten Schlachtivertes, höchstens 6 Jahre all 45—49 81—89 Junge, fleischige, nicht ansgemästete und altere ausgemästete .... - 40—43 73—78 Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: e±^>5L Redaktion: 112. leL-Slbrj AnzeigerGießen. uärtte. Limburg a. d. Lahn, 15. Juni. Fruch tmarkt. Tnrch- schnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 16,25 »Mk., weißer Weizen (angebaute Fremdsorteu) 15,90 Mk., Koni 10,50 Mk., Gerste: Futtergerste 0,00 Alk., Braugerste 00,00 Mk., Hafer 7,00 Alt., Erbsen 0,00 Mk* Kartoffeln 4,40—5,00 Mk. 14. , 15. 3us dem Strasprozehausschutz. :: Berlin, 15. Juni. Ter Strafprozeßausschuß sühne heute die Verhandlung über das Ermittelung-verfahren weiter bis § 173. Bei § 168 wird durch Annahme eines Antrages Gröber bestimmt, daß den Vrozeßbeteiligten die Anwesenheit nicht nur dann nicht versagt werden darf, wenn die Vernehmung im Vorverfahren die in der Hauptverhandlung ersetzen soll, sondern and) dann, wenn ^te Joer- nehmui'.g criolgt, weil aus anderen Gründen der Beweis zu sichern ist. Jin übrigen bleiben die Bestimmnngeii der 167 bis 1/3 unverändert. Danach kann u. a. der Beschuldigte von der Anwesenheit bei der Vernehmung eines Zeugen stets ansgeichlosten werde.., wenn zu befürchten ist, daß in seiner Gegenwart der Zeuge nicht dte Wahrheit sagen wird. Die Beratung wird morgen 'ort. gesetzt. — Mit Rücksicht darauf, daß die Arbeiten deS Ausschusses noch sehr im Rückstände sind, werden von nun an wöchentlich statt der vier Sitzimgen fünf abgebalten bis Mitte Juli, Mute oep- leinber wird dann dte Beratung voii neuem ausgenommen. Kleine Tageschronik. Gestern nachmittag wurden, wie die Zeche „Konsolidation" mitteilt, die beiden auf der Sohle 6 noch verschütteten Bergleute als Leichen geborgen. Ein Erdrutsch zerstörte um Mitternacht in Altdorf ein Haus. Elf Personen sind tot, drei wurden lebend aus den Trümmern hervorgezogen. Tie Teilnehmer an einer Prozession m dem dalnialinischen Bischofssitz Trau tranken aus einer schwefel- und alkalihaltigen Quelle, trotzdem sie vorher gewarnt worden ivaren. Sie ft a d) e n dabei den Wächter der Quelle nieder. Drei Personen waren sofort tot, elf liegen im Sterben. 50 Personen wurden wegen Mitschuld an der Ermordung des Wächters verhaftet. Tie Elektrizitätswerke der Canaba Power Development Company nt Fall cview wurden durch Feuer zerstört. Zwölf Ausländer sind in den Flammen um gekommen. Feinste Mast- (Vollmilchmast) und beste Saiigkälber 57—60 95—100 gut culwickelte simgereKühe u. Färsen 32—35 25-31 Der Allrnsteiner Morüprozetz. zi. Allenstein, 15. Juni Am heutigen Verhandlungstage teilt Rechtsanwalt Salzman n mit, es sei sihm gesagt worden, Untersuchungsrichter Konradi habe die Leiche des Majors in der Auffassung, daß es sich „um einen Selbstmord hanble und aus Pietät ms Bett legen lasten. Erst als man den nichtgcbrauchten Revolver fand, sei die Leiche wieder am den Fußboden gelegt worden. Der Vorsitzende wird die •3euqcn hierüber noch einmal vernehmen, .ter Zeuge Ritt in e i f t c r (D v ä n schildert, wie er Herrn v. Gäben aus der Wohnung abbolte nut der Mitteilung, Herr v. Schönebeck habe sich erschossen 3>r Beuge hat aber nach seinen Wahrnehmungen den Eindruck bekommen, daß der Major erschossen worden )ct und dieie Auffassung auch Exzellenz scotti, gegemtbcr lorort }um »ua gebracht der ihn anffordette, lerne Wahrnehmungen schleunigst der gerichtlichen Kommissimt mitzuteilen. Zeugm Frau Gratz hat ihren Mann in das schone!)eck sche .Haus begleitet und hat sich sofort in das Schlafzimmer der ^rau v. Schönebeck begeben. Die Frau mar furchtbar aufgeregt, Fraulein Eue war bei ihr. Als dieses hinaus war, rief Frau v^ ^chonebeck: öft es wahr, daß mein -'Jiaitn tot ist, bitte lagen oie, datz es^nicht wahr ist. Sie beruhigte sich ein wenig als der Hau-sarzt xr meidet kanu Tie Zeugin hat die Angeklagte nnd deren Kinder dann mit sich in ihre Wohnung genommen. Auf der Hinfahrt hatte ihr bereite Herr v. Gäben' gesagt, die Angeklagte |er dem Wahnnnn! nahe, sie möchte, sie daher nicht aus dem Auge lasten '-lu Befragen bekundet die Zeugin weiter, daß die Angeklagte, al- sie bei ihr im Zimmer war, gefragt habe,, was Tut cm Schutz es gei’Hi'en sei, ob vielleicht ein L^ngenschuß. >;n n i ch tot Ient -- licher Sitzung wird dann über den Verkehr zwilchen den Familien v. Schönebeck und Gratz verhandelt. Intim hat die Angeklagte mit der Zeugin aus gesellschaftlichem rz-iche nicht verkehrt. Bon einer Zurücksetzung der Angeklagten durch die warnen Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhchen kirchliche Nachrichten. )rrarsilische tteUgionsgemeinde. Gotterdlensi in der Synagoge (Süd-Anlage), Sanis tag den 18. Juni 1910: Vorabend 7.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Lchrifterklärung. Sabbatausgaiig 9.40 Uhr. Israelitische UeligronsgefeUschast. Gottesdienst. Sabbatfeier am 18. Juni 1910: Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 9.40 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr. Die Reid)$Derfi(t)erungsorönung. :: Berlin, 15. Juni. Der Reichsversicherungsausschuß setzte am Mittwoch nachmittag feine Beratungen beim § 200 fort, der von der Hilse und Wartung der Krankenpfleger, Krankenschwestern usw. handelt. Die Vorlage will das durch Satzung fcftgelcgt wissen. Ein Antrag der Reschspartei will die Satzung ausschließen und die Krankenkassen einiach ermächtigen, diese Hilse zu gewähren. Ein sozialdemokratischer Antrag will eine diesbezügliche Muß-Vorschrift ausgenommen wissen. Die sortschrittlichc Volks Partei benatragte, den § 200 Abs. 1 folgendermaßen zu fassen: „Die Kasse kann auch Hilfe und Wartung durch die Krankenpfleger, Krankenschwestern oder andere Pfleger gewähren, wenn die Ausnahme des Kranken in einem Krankenhaus im Sinn des § 199 -.war erforderlich ist, aber ein triftiger Grund vor- Itegt, den Kranken in seinem .Haushalt oder in seiner Familie zu behalten Sie bedarf seiner Zustimmung." Nach Abs. 2 des § 200 der Vorlage sollen die Kosten bis zur Söäflrtc vom Krankengeld abgezogen werden können. Ein konservativer Antrag will dies nur bis zu einem Viertel gestatten, wahrend die sozialdemokratischen Vertreter Streichung dieses Passus beantragen und einen Absatz 3 hinzu- iüflen wollen, worin es heißt, die Kasse müsse eine Hauspflegerin stellen, wenn die Leiterin eines .Hausstandes erkrankt und durch ihre Erkrankung an der ordnungsgemäßen Aufrechterhaltung des .Haushalts verhindert ist. Abs. 1 wurde in folgender Fassung angenommen: „Die Kasse kann mit Zustimmung des Versicherten .Hilfe und Wartung des .Krankenpflegers, Krankenschwestern oder andere Pfleger insbesondere auch dann gewähren, wenn die Ausnahme deS Kranken in ein Krankenhaus geboten, aber nicht ausführbar ist, ober ein wichtiger Grund vorliegt, den flranfen in seinem Haushalt ober in seiner Familie zu belassen." 'Im Abs. 2 wurde statt „Hälfte" „ein Viertel" eingesetzt. Ter von den Sozialdemokraten beantragte Abs. 3 wird abgelehnt. .$ 201 wird in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen § 202 lautet nach der Regierungsvorlage: „Die Satzung kann die Dauer der .irrankenhilfe bis aus ein Jahr erweitern. Sie kann Fürsorge jür. Genesende, namentlich durch Unterbringung in einem Genesungsheim, bis zur Dauer eines Jahres nach Ablaus der Krankenhilfe gestatten." Von fortschrittlicher Seite wird beantragt, im Abs. 2 hinter „gestatten" hinzuzusetzen die Worte: „ . . . . und sie kann auch orthopädische Heilmittel, .die nach beendigtem Heilversahren für den Versicherten zur Erhaltung oder Herstellung seiner Arbetts- lähigllit liotwendig .sind, gewahren." Ter so geänderte § 202 wird angenommen. § 203 regelt die Frage derEinschränkungderUnter- stützungsdauer bei wiederholter Erkrankung tn derselben Kranlheitsursache. Tie sozialdemokratischen Vertreter beantragen, ton Anfang des § 203 dahin zu ändern: „Die Satzung kann Versicherten, die von der Kasse binnen 12 Monaten . . . ni'w. nne in der Vorlage. Tas bedeutet eine Erweiterung der Vorlage. Em non der Kasse A 26 Wochen unterstützter Arbeiter würde Djon der Kassel B int Laufe der nächsten 12 Monate im Krankheitsfälle voll unterstützt werden. Die fortschrittliche Volksvartei trat in erster Linie für den Antrag cm, will aber für den Fall der Annahme der Regierungsvorlage die Worte „ober aus einer Ersatzkasi'«" gestrichen und statt „Krankheit" „Krankhettsurfache" eingesetzt wissen. § 203 wurde in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen, jedoch wurde stall „Krankhell" das Wort „Krankheitsursache" cingefügt, so daß er lautet: „’Xic Satzung kann Versicherten, die auf Grund der Reichs- Versicherung oder aus einer knappschastlichen Krankenkasse binnen 12 Monaten bereiis für. 26 Wochen hintereinander oder insgesamt Krankenhilse bezogen haben, m einem neuen Ver- siclwruiigsfall?, der im Lame der nächsten 12 Monate cmtntt, Krankenhilse nur iür die Ge'amtdauer von 12 Wochen und in Höhe der Regelleistungen zubilligen. Ties gilt nur, wenn die Krankenhilse durch dieselbe nicht gehobene ^anthettsursache veranlaßt wird." W^terberatung Tonncrstag. Lustschifsahrt. Z. vn Berlin, 15. Juni. Wie hiesige Blätter melden, ist in nächster Zeit eine Fahrt des „Z. VII" nach Berlin geplant. Vor dieser Reise soll das Luftschiff zunächst in Düsseldorf mehrere Rund- und Zielfahrten unternehmen. Auch in Köln wird es erwartet. Als e n d g ü l t i g c r Hasen ist Hamburg bestimmt. V. II in Gefahr. Berlin, 15. Juni. Das Militärluftschiff „P. II", das heute früh zur Vornahme von Versuchen mit nahtloser Telegraphie aufgestiegen war, wurde, als es wieder landen wollte, über der Jungfernheide nach Char- lottenb-urg zu abgetrieben, weil die Mannschaften auf dem Tegeler Schießplatz daS Landungsseil nicht fassen konnten. Mit vieler Mühe gelang es schließlich, das Luft- schifs, das in Gefahr schwebte, in die Bäume hineinzu- kalten, wieder hoch zu bringen und dann nach dem Tegeler Schießplätze zurückzutehren, wo die Landung glatt von statten ging. gewicht Mk. des Regiments könne nicht gesprochen werden. Tie Angeklagte ragte die Zeugin einmal, ob sie etwas von ihrer, der Angeklagten, Cvurrnacherei mit Herren gehört habe. Tie Zeugin bejahte, fügte aber hinzu, sie halte sie für eine anständige tyrau, die die Grenzen nicht überschreite. Tie Angeklagte b bäumet, N: hätte noch am 24. Tezernlb r mit ihrem Manne Zuluuflspläne geschmiedet, er habe den V: - schied nehmen und ein größer > Jagd- gut kamen wollen. Er habe sie gefragt, ob sie ihm das Geld dafür geben werde, was sie bejaht habe. Tie Zeugin roeiß hierüber nichts. Herr v. Göben habe versucht, in ihrer Wohnung mit der Angeklagten zu sprechen: er machte sehr überschwängliche Redensarten, nannte die Angeklagte sein Heilig.um, seinen lieben Gott, zu dem er beten gelernt habe. Ter Zeug war das unangenehm und sie schickte ihn weg. Tie Angeklag^, ivar mit der Abweisung einverstanden, sie hat auch sonst niemals nach Herrn v. Gaben verlangt. Einige Tage vor dem Begräbnis hat die Angeklagte in Begleitung der Zeugin die Leiche ihres Mannes besucht, die beceus aufgebahrt ivar. Man konnte deutlich die Schußössnung sehen. Frau v. Schönebeck kniete am Sarge nieder, verbarg ihr Gesicht in den Händen und schluchzte leise. Tie Zeugin zog ie hoch und sagte: Sehen Sie Ihren Mann an, wie friedlich er daliegt, das wird auch Ihnen Frieden geben. Tie Angeklagte bedeckte die Hand ihres Mannes andauernd mit Küssen und treichelte ihn über Hand und Gesicht. Erst nach langem Zureden verließ sie schwankenden Schrittes den Raum. Tie Zeugin macht dann noch Angaben über den Vergistungsversuch der Angeklagten, den diese in der Grätz'schen Wohnung machte, und der durch die Dazwischenkunft der Zeugin vereitelt wurde. Als )er Angeklagten das Geständnis Göbens mitgeteilt wurde, hat "ie ihn in Schutz genommen und die Zeugin gebeten, ihn nicht zu verurteilen, er habe aus unseliger Liebe zu ihr gehand'lt. Rittmeister Grätz bekundet noch, daß v. Göben einmal vom Korn- manbeur ausgefordert wurde, die Beziehungen zu Fran p. Schönebeck einzustellen, v Göben habe da gesagt: Mir ist alles ganz egal, ich schieße veri'lucht gut, wer mir vor die Pistole kommt, ist erledigt, ich habe schon mand)en Menschen niedejgescho:stn. Ter Zeuge hat sogleich Verdacht gegen v. Gäben geschöpft, schon wegen der Sage der Leiche. Da die Angeklagte erklätt, völlig erschöpft zu fein, wird die Verhandlung auf morgen vertagt. Jede Mutter ist verpflichtet pflege ihrer Kinder eine milde, reizlose Seife zu verwenden und dafür kommt nur Myrrholinseife in Betracht, die fett Jahren unzählige Male wtsieni'chastlich begutachtet worden ist. (b8/i Lebendgewicht 52.00—55.00 64.00—68.00 Fetljchweme über 3 Ztr.Lebendgew. . 52.00—55.00 66.00—70.00 Fleischige Schweine 52.00—54.00 63.00—68.00 (In einem Teil der Auflage wiederholt.) fc. Frankfurt a.M. Vieh Hoi-M a v 11 b c r i ri) t vom 15. Juni. Austrieb: Rinder 773, b(nunter 342 Lchsen, 24 Bullen, 407 Kühe, 492 Kälber, 92 Schake, 1637 Schweine. Tendenz: "Rinder lebboit abgesetzt, Kälber ruhig, geräumt, Schafe und Schweine gebriieft, großer llebcri'tanb. Preis pro lOOPsd. Lebend- Schlacht- F.C. Wiesbaden. . ; e l» D o < - AI arttberi ch i vom 15. Juni. Austrieb: Rinder ib, Kälber 272, Schake 17, Schweine 359. Tendenz: Rmder, Kälber, Schake, Schweine flau. Preis Durch- pro 100 Pfd. Ichnittspreis c Q C £ der Lust Absolute Feuchtigkeit 1 Relative 1 Feuchtigkeit Wmd- richtung i Windstärke it SM in gehn»! her i stchld. Himmel»fl. 15. 2” 751,9 15,7 10,6 80 N 2 10 15. 9» 752,9 14.6 9,8 80 N 2 10 16. 753,7 12,2 8.0 75 NNW 2 10 zu sich zu rufen. Giessen (Gr. Steinweg 14), 15. Juni 1910. 3338 K 1/10. IBIB/$ b,6/£ i. Salomons Cie. Seltcrsweg 9 Giessen Es Heben Onkel Dielzenback, Offenbach, Darmstadt, Mainz, Terre haute, Giehen, Obbornhofen, 14. Juni 1910. Gießen, den 7. Juni 1910. Großberzoglichcs Amtsgericht. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 3 Uhr vom Portale des neuen Friedhofes aus statt. Kondolenzbesuche und Blumenspenden dankend verbeten. nach längerem Vctbcn im 37. Lebensjahre von uns zu nehmen. Im Namen der Familien Hotz, Albach, Engel: Frida Hotz, geb. Albach. Zeichnungen aller Art :: für Hand-Arbeiten:: werden schnellstens angefertigt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Chr. Noll III. Wwe. war (volles Lulle, meinen teuren Gatten, unseren Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Wilhelm Hotz evang. Pfarrer in Dietzenbach Die Beerdigung findet Freitag den 17. Juni nachm. 2 Uhr in sieben vom Neuen Friedhof aus statt. (333, Aufgebot. 1. Der Pfleger Kaufmann Friedrich Habenicht zu Gießen, 2. der Ingenieur Otto Spengler zu PriebuS haben beantragt, den verschollenen Georg Johann 9(nton Wilhelm Valentin Ludwig Spengler, zuletzt wohnhaft in Gießen, 3. die Wilhelm Königer Ehefrau, Anna geb. Lang z. ßt. in Alzey hat beantragt, ihren Ehemann, den verschollenen Wilhelm Königer, zuletzt wohnhaft in Gießen, für tot zu erklären. Die bezeichneten Verschollenen werden aufgefordert, sich spätestens in dem auf Mittwoch dcu 1. März 1911, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An Alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermine bem Gericht Anzeige zu machen. Vergebung von Sauarbeiten. Die für die Erbauung eines Sch ul Hauses, nebst Abortgebäude und Einfriedigung, zu Garbcntcich erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, wie: Erd-, Maurer-, Steinmetz- (Lungstein-), Zimmer-, Dachdecker-, Spengler-, Schlosser-, Glaser-, Schreiner-, Weißbinder- und Tapezierarbeiten, Blitzableiteranlage, Träger-, Elsen-, Röhren- und Zementlieferung, Pflasterarbeiten und Basaltgruslieferung, sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Amtszimmer de§ Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, sind verschloßen und postfrei bis spätestens Freitag den 24. Juni d. Fs., vormittags 8*/2 Uhr, bei Großh. Bürgermeisterei Garbenteich einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Gießen, am 14. Juni 1910. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. D i e hm. ßt»/ Vorteilhafter Einkauf! = Sonnen-Schirme = jetzt bereits bedeutend im Preis ermässigt Posten Regen ■ Schirme bunt, mit 15 bis 2Ou/0 Rabatt Ein Posten schwarze Volant- und Spitzen-Schirme fabelhaft billig Jede Dame dürfte sich persönlich von den gebotenen Vorteilen überzeugen, es ist kein alltägliches Angebot Casseler Schirin-Fabrik Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute nachmittag 51Z_> Uhr mein innigstgeliebtes Kind, unsere liebe gute Schwester, Schwägerin und Tante Else Moll Donnerstag, 30. Juni 1010, nacliin. 3 Uhr wird in unserem Amtszimmer die dem Schreiner- meister Karl Beil in Gießen von den nachstehend vcrzeichnctcnPar- zcllen anstehende ideelle Hälfte versteigert: Fl. II Nr. 258»i/1m = 146 qm Grab- garlcn rechts der Chaussee ans die Herrschaft!. Wiese. Fl. II Nr. — 502 qm Hos- rcite daselbst (Marburger Straße 42). Gießen, den IS. Mai 1910. Großherzoglicheö Ortsgericht. _____________G r 0 s._____________ K 133/09. (ß'f/5 Donnerstag, .30. Juui 1910, nachm. 3 Uhr werden in unserem Amtszimmer die dem Hermann i Förster u. Ehefrau geb. Jeneck, , früher in Gießen, jetzt in Frank । surt 0. M. zugeschriebcnen, nach- 1 stehend verzeichneten Parzellen | versteigert: Fl VI Nr. 122"",o° - 299 qm Hof- rette zwischen dem Mittel weg und der Chaussee. Fl. VII Nr. 12240/!*, = 167 qm Grabgarten daselbst (Crcdncr- itraße 141. Giehen, den 18. Mai 1910. Großherzogliches Ortsgericht. _____________G r 0 s._____________ K 63/10. (BVe Donnerstag, 7. Juli 1910, nachm. 3 Uhr werden in unserem Amtszimmer die deut Ludwig Wacker zugeschriebcnen, nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: 1/462 --- 34 qm Hofrcitc in der Schloßgafse. 1/463 = 30 qm Hosrcite daselbst. Giehen, den 1. Juni 1910. Großherzoglicheö Ortsgericht. _________Gros._________ K 60/10. (B% Donnerstag, 14. Juli 1910, nachm. 3 Uhr wird in unserem Amtszimmer die der Anna Zinß, jetzt Ehefrau Gottwald in Gießen zngeschriebene, nachstehend vcr zeichnete Parzelle versteigert: 1/411 — 47 qm Hosreile in der ^indengasse. Gießen, den 1. Juni 1910. Großh. Ortsgcricht Gießen. ______________G r 0 s._____________ K 15/10. (B,8/6 Donnerstag, 21. Juli 1910, nachm. 3 Uhr werden in unserem Amtszimmer die den Theodor ,3iitt Eheleuten u. Friedrich Zutt Eheleuten in Gießen zugcschrie- denen, nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: Fl. II Nr. 230*7lfw = 169 qm Grabgarten, links d. Eyaussee. Fl. II Nr. 2:10^/100 = 172 qm Hosrcttc das. Giehen, den 16. Juni 1910. Großherzoglicheö Ortsgcricht. G r 0 s. ; [»■"/. Ä«e u. r« iQlifütcn Stadt 23. oretnigBng, mterial. Zulage in bei Klini! ten sich trqeb^nbc r», Aussätze au; )cs KlcineisenM ennt oder zusälnm [erlagen können 0." ingesehen, Angebelk l 25. Juni bei n-; B"; ießen. uarbeiten. nöeit SdjotnjtmV Krankheiten nötigen nben RanüntS zirka c. werden hiermit ou! Juni 1893 öRentlii ans unserem 91m* ebotsformnlare dortt den. Angebote r nn Erüssnnngslen5 ,gd 10 Uhr, bei r er Art, । GummiwarcD' ,uina^ isel' ;en (9 <9 19 § S 8 O 19 (9 (9 <9 k (9 ö CD CD CO c v> Pt x- N E= -S ei o E js- e ä 9.C •— 2 i O - 2£ o a fr/ = o äs'*' <• — S«§ = ä c 5/ - d z: •— 5^ s — S ' A •_> ” fr O *- . a -2 4 ZU fr/ «0 O fr A - . C A &»£ S ’y - = se ■e — <9 c — o « — 0 S 0 2 :E a _ = y LZ - 5 = fr = « S- y 2. (9 = - 1-* c y fr/ -Q z5 "= z’/ a »9 3 =.§ ... 'S--" <3 c .Ö9JB = = A E - »a-±: M = O = 0 ’s c es CD y e fr^2 e a fr o 1 SSL c.— , ?>>=- ' e ej ZZ A U- 'C -L g? _ y o . •; । r. E-^I(9.E "C S ~ •*! = fr y A *3 — O — XL — 7 *= •- -s = a ZR-ZAZ _ ... 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