160. Jahrgang Zweites Blatt Dienstag LF.J-ebrnar 1810 Nr. 38 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Idm Damit ist ein seit Jahren gehegter später abfahren. Wunsch verwirklicht worden, der nicht nur dem Vogelsberg, sondern allen beteiligten Kreisen zu gute kommt und jeden- falls auch auf die Einnahmen der Eisenbahn einen günstigen Einfluß ausüben wird. *’ Der Verband Hessischer Privat-Architekten teilt mit, daß er vom 22. Februar bis 28. März dss. Js. in der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt, Neckarstraße 3, eine Ausstellung von Entwürfen und Photographien ausgeführter Pcivatbauten, Innenausstattungen rc., Perspektiven und Modelle von Kauf- und Landhäusern, vollständig ausgebauten Zimmern, kunstgewerblichen Gegenständen und Grabdenkmälern veranstalten wird. ** Gesellschaft für soziale Reform. Samstag, 19. Februar, findet in Frankfurt a. M. (Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften) eine öffentliche Versamm- Rotationsdruck und Verlag der Brühlfchen Universiläts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Dienstag toutk '.Hos nach i>w : (Summiidmi rl. Finder ww qeg. öclobnurs Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion:«^ 112. Test-Adr.: AnzeigerGießen. berufen, daß diese Einwirkung sich in dem auch von den Nationalliberalen gebilligten Rahmen der besonderen Stellung der ostmärkischen Beamten vollzogen habe. Herr von Moltke führte il a. aus: Der deutsche Wahlverein im Wahlkreise Czernikow-Filehne trat nach dem Tode des Abg. Zindler zur Vorberatung über eine Neukandidatur zusammen. Dieser Wahlverein ist schon im Jahre 1902 aus Konservativen, Freikonscrvativen und Nationalliberalen gebildet. Im § 7 der Satzung dieses Vereins heißt es: Die Generalversammlung der sämtlichen Vereinsmitglieder hat nicht nur über innere Vereinsangelegenheiten, sondern auch über die Kandidaturen über die Parlamentär i,ck)e Vertretung und über das Zusammengehen mit anderen Wahlvereinen endgültig zu beschließen. Weitere Verhandlungen führten dazu, einem sreikonser- vativen Landgerichtspräsidenlen das Mandat anzubicten, für den auch die Stimmen der Freisinnigen in Aussicht gestellt waren. Dieser hat indessen das Mandat ausgeschlagen. Gleichzeitig erschien aber die Resormpartei int Wahlkreis auf dem Plan und stellte einen eigenen Kandidaten auf, und nun stellte die Mitgliederversammlung des Wahlkreises ihrerseits einen Gutsbesitzer auf. Gymnasialdirektor Braun und Kreisschulinspektor Funck verlangten vergeblich Abtretung des Reichstags- oder eines Landtagsmandats an die nationalliberale Partei. Die Genannten und der ebenfalls wiederholt von dem Herrn Vorredner bezeichnete Postdirektor aus Schneidemühl nebst einer Anzahl anderer Beamter sägten sich dem Beschlug der Generalversa.mmlung nicht und grünte.en einen selbständigen nationalliberalen Verein. (Hört! Hört!) ©ie' stützten sich dabei in erster Linie auf die Beamtenschaft. Unter den 84 Unterschriften dieses Aufrilses beianöen sich nickst weniger als 52 Namen von Beamten, größtenteils unter Bezeichnung des Amislltels. Die WahlbetänntmackMig wurde vom Gymnasial- direltor Braun und Postdirektor Funck sowie anderen Beamten mit dem Amtstitel gezeichnet, was nach parlamentariscl-en Gepflogenheiten als Wahlbeeinflussung gilt. (Unruhe bei bett Natl.) Der Erwlg ist ja bekannt, der Kandidat des deutschen Wahlvereins lam in die Stichwahl gegen den Polen. Die Folge der national liberalen Sonderkandidatur ist gewesen, daß der deutsche Wahlverein im Kreise znnäa-st für die Zell der Wahl ausgeschaltet wurde und damit das Bond zerrissen wurde, das gerade im kritischen Moment die im Kampf gegen die Polen eng verbündeten deutschen Parteien hier wie in ü.eien anderen Wahlkreisen der Provinz Polen zusammenhalten sollte. (Hört! Hört! rechts.) Dadurch ist in der Tat der nationale Besitzstand gefährdet worden. (Sehr richtig! rechts. — Oho! bei den Natl.) Nun zu dem Verhalten der politischen Beamten. Die ganz verworrene Sachlage gab dem Oberpräsidenten Anlaß, den Reg.erungsrat Daniel, übrigens Vorstandsm.tglied des nationalliberalen Vereins, zu ver- anlaisen, die Angelegenheit mit dem Gymnasialdirektor Braun in Schneidemühl zu besprechen. Regierungsrat Daniel wies den Gym"uasialdtrektor daraus hin, daß die nationalliberale. Kandidatur doch keinen anderen Erfolg ljahen könne, als den, die Aussichten der Polen auf den Wahlkreis zu verstärken. (Sehr richtig! rechts.) Von einem Druck auf die Wahlfreiheit, den der Herr Vorredner behauptete, ist dabei keine Rede gewesen. Regierungsrat Daniel hat ausdrücklich betont, daß den Beamten aus der Zugehörigkeit zur nat.oualliberalen Partei fein Vorwurf gemacht wird. Gym- nasialdirettor Braun stimmte schließlich den Ausführungen des Rcgierungsrats Daniel zu und erklärte sich bereit, in diesem Sinne mit seinen politischen Freunden zu sprechen. Als er aber nicht lange darauf wiederum für die Sonderkandidatur öffentlich austrat, bat ihn der.Oberpräsident zu sich, um ihm seine Be- denken nochmals ans Herz zu legen. Von irgenb einer Drangsalierung ist bei dieser Gelegenheit keine Rede gewesen. Als weller durck) das Verhalten der Beamten die deutsche Wählerschaft zersplittert wurde, hat der Regierungspräsident in Bvomberg dem genannten Kreisschulinspektvr Nugel eröffnet, daß es ihm gewiß vollständig überlassen sei, ob er ben nationalliberalen Kandidaten, wählen wolle oder nicht, daß aber durch sein agitatorisches Auftreten die Mahl des deutsckjen Abgeordneten in Frage gestellt wird. In einem Schreiben vom 15. August hat der Oberpräsident den Oberpostdirektor Funck auf den Zwiespalt im deutschen Lager hingewiesen und ihm anheimgegeben, die Beamten bei geeigneter Gelegenheit auf die Notwendigkeit eines einheitlichen Zusammenstehens der Deutschen in der Provinz Posen hinzumc.sen. Ein Gymnasialprosessor, den der Herr Vorredner genannt hat, aus Schneidemühl, ist am 1. April 1909, also Hs Jahr nach der Reichstagswahl, von Schneidemühl versetzt worden. Die Versetzung war aus innerdienstlichen Gründen erfolgt. Der Betreffende war 21 us Stadt und Land. Gießen, 15. Februar 1910. ** Von der Landes-Universität. Die philosophische Fakultät der Landes-Universität hat dem Professor Dr. Armin Schäfed in Darmstadt, der am 13. d. M. sein goldenes Dottorjubiläum beging, aus diesem Anlaß das Diplom erneuert. **WichtigeVerkehrsverbesserungmitSchotten. Seither hatte der Frühzug von Gießen nach Nidda keinen Anschluß nach Schotten, da der entsprechende Zug in Nidda vor Ankunft des Gießener Zuges abging. Es war deshalb nicht möglich, Schotten vor 10.20 Uhr zu erreichen, wodurch viele Naturfreunde davon abstanden, den Vogelsberg zu be- snchen. Aber auch im allgemeinen Verkehr wurde dieser Zustand seit Jahren bedauert. Da nun der Vogelsberg auch ein ausgezeichnetes Schneeschuhgelände ist, hat sich der Schiklub Wintersport in Gießen in einem von den meisten hiesigen Tourislenvereinen unterzeichneten Gesuch an die Eisenbahndirektion gewandt und um Verlegung des Niddaer Frühznges gebeten. Daraufhin lief der Bescheid ein, daß die Züge 1081 und 1084 vom 20, d. Mts. ab 34 bezw. 16 Mm. später gelegt werden. Der Zug 1081 wird von dem angegebenen Tage ab den Anschluß vom Zuge 504 (Nidda an 6.50 vorm.) aufnehmen und Nidda um 6.54 vorm. verlassen; Ankunft in Schotten 7.38 vorm. Der Ziig 1084 fährt alsdann 7.46 vorm. von Schotten ab und trifft 8.30 vorm. in Nidda ein. Zur Sicherstellung des Anschlusses an Zug 503 nach Gießen wird dieser 2 Minuten Tie „Gießener ZamilienblStter" werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit fragen" erscheinen monatlich zweimal. — Hinter de n Kuli s s e n be i m „E h an t e cl e r". Eine interessante Schilderung der Aühnengeräusche, mit denen der berühmte Prolog zu „Chantecler" begleitet toirD, den Jean Loquelin vor Aufgehen drs Vorhanges an der Rampe spricht, gibt ein Mitarbeiter der Eomedie. der während des Prologs hinter den Kulissen iveilen durste. Wenn Coquelin im Prolog bte Einzelheiten des noch hinter dem Vorhang verborgenen Bauernhofes schildert, haben Regisseur, Inspizient und Bühnenarbeller rastlos zu tun. Coquelin spricht braunen die Worte: „Ein Flügel? Jst's em Garten?" In diesem Augenblick öffnet und schließt ein Bühnenarbeiter einen seidenen Sonnenschirm, um das Rauschen der Flügel darzustellen. „Mit heiserem Ruf erhebt die Elster sich zum Fluge." Dasür ist ein Vogelstimmen-Jmitator, Mr. Harry Geak, engagiert, Der nach besten Kräften den Ruf der Elster nackwhmt. „Und man vernimmt das Sästürfen großer Holzpantoffeln." lieber die Bühne tappen schwielige Arbeiter fünfte in mächtigen Holzschuhen. „Der I dauere Laut d.s wasser über füllten Eimers." Der Inspizient stößt energisch einen bis an den Rand mit Wasser gefüllten Kübel auf den Boden._ „Die Grille? Schön ist der Dag. llnd Glocken? Ter Sonntag ist s." Das Zirpen der Grille erzeugt ein Bühnenarbeiter, der mit einem Stück ScurüPapier über Eisen reibt. „Nolzhaher lachten? Der Wald ist naye." Den Ruf des Holz- Hähers gibt der Vogelstimmen-Jmitator. „Ein Fenster öffnet sich, die Düre wird geschlossen. Die schellen des Geschirrs hört man leise Hingen." Hinter der Bühne ösinet ein Arbeiter ein Fettster, schl.egt geräu.chvoll cme Tur, greift dann zu Schellen, ihr Klmgeln >vird leiser, mit einem Hu>eisen sch.ägt man apf die Bühne und über dll Bretter rollt man Rä^er. „Sonntag. Die Bauern zogen fort zum Feste. Eine zottige Hummel hüllt.sich m ihr Summen." Das Summen der Hummel ist lmederuyr Mr. meiner Arbeit erinnert mich immer an die Schafsensweise des Blldhauers. Tann ftmunt das Problem der Farbe. Ich „spiele" mit verschiedenem Material, mit Spitzen, mit Bändern und Stickerei und mit Fransen. Sie werden gefaltet und gerafft, gegeneinander gehalten, getrennt, alle Möglichkeiten des Effektes müifen studiert werden. Nach und nach drangt sich mir bann das Richtige wie von selbst auf, der Zusammentlang des Linienspiels mit der Farbenharmonie: plötzlich steht vor meinem Auge eine neue Idee: das neue Modell." Eine besondere Freude bereitet es Mine. Paquin, Bühnenkünstlerinnen zu kleiden, denn in diesen Fällen gilt es nickst allein, die Kleidung mit der Persönlichkeit in Ein- llang zu setzen, sondern zugleich mit der Rolle. Die Schwierigkeit dieser Aufgabe reizt die Modeschöpferin immer von neuem. „Ich muß dem besonderen Schönheitstyp der Schauspielerin folgen unö doch zugleich die Farbe, den Charakter, die Tendenz drS Stückes terüd|ici;-tigen und vor allem die Rolle meiner Kundin. Das sind Doppelte Sxmmungen,' die überwunden werben müssen und die dann überwunden zii haben eine Freude und ein Genuß ist." br trag ibtw »nbtd tt* Häfen. ) Pia. ----- 5©n, tefoj ’ *sC ‘-'M iOtS- ' Klhih, 1 iu Antritt v, ’iäts.T, 1 im cn Wtt übetAWSI löertnbeT®61 I tsm n der Aichal ichild verloren- iirißobyigeb^ steröveg-^ Altill liesse« Altz ■ . Untern* '"-'ltvn. joJJ (Uten Derlei? W?U^auci Ph iatr. 54 Vorstand. I Wasch-ll-M | Wolleiig. 1211- ■ näbüfl- erLmbt I Siimmuitgsbilb aus dem preutz. Adgesrdnetenhanr. :: Berlin, 14. Februar. Eine merkwürdige Ansrage-Erörlerung, diese Aussprache im Abgeordnetenhause über die Wahlbevormundung natio- nalliberaler Beamten in Posen! Während sonst am Schlüsse einer solchen Besprechung dem unbefangenen Beurteiler die Entscheidung nicht schwer fällt, wer im Recht ist, die Ve- ichwerdeführer oder die Regierung und ihre Gefolgsleute, • io ist diesmal ein Non liquet auch für den Gesinnungsgenossen der Anfrager der letzte Spruch. Herr v. Moltle hatte wohl recht mit seiner auch von dem Freisinnigen Aronsohn geteilten Auffassung, daß von einer Maßregelung oder auch nur von einer unzulässigen Bevormundung nationalliberaler Beamten in Posen wenigstens in diesem konkreten Falle nicht gesprochen werden könne. Und so kam es, daß am Schluß dieser Erörterungen es weder Sieger noch Besiegte gab, und daß die Linke ebenso wie Regierung und Rechte das Feld behauptet zu haben sich rühmen durfte Dr. Friedberg begründete dre nationalliberale Anfrage: Im Streife Bromberg waren früher alle nationalen Wähler im deutschen Wahlverein gegen die Polen bereinigt. Dieser Verein hat immer mit Unterstützung der Nationalliberalen konservative Kandidaten ausgestellt, Nachdem jedoch der Verein immer mehr ms agrarische Fahrwasser geriet, baten die dtationalliberalen in diesem deutschen Wahlverein, von Den beiden Landtagsmandaten ein Mandat den Nationalliberalen zu überlassen. Das wurde aber aber abgellhnt. Infolgedessen tarn es zu einer Aufstellung eines nationalliberalen .Kandidaten für die Reichstagswahl. Der natio- nalliberale Wahlaufruf wurde von verschiedenen Beamten unter» ichrieben. Diesen wurde daraufhin vom Regierungspräsidenten; und auch tarn Oberpräsidenten bekanntgegeben, daß es mit den Forderungen nickst vereinbar wäre, welche an das dienstliche und äuserdienstliche Verhalten eines Beamten zu stellen wären, wenn Beamte dazu beitrügen, durch ihr Auftreten das Zusammengehen Der deutschen staatserhaltenden Parteien gegenüber Dem Pvlentum zu stören und dadurch das Deutschtum zu gefährden. (Lebhaftes Hört! Hört! links.) Man hat ihnen auch angedeutet, daß, wenn sie nickst die nationalliberale Kandidatur behelligten« iie mand>c Unannehmlichkeiten hätten. (Hört! Hört! links.) 3m Interesse dos Deutschtums in der Ostmark hätten die Beamten ihre eigene politische lieber zeugung zurücktreten zu lassen. Der Direktor Braun in Schneidemühl hat die Mitteilung erhalten, daß er im Interesse des Dienstes versetzt reerben sollte. (Hört! Hört!) Ein Professor Ger lach, ber ebenfalls hier in Frage kommt, wurde durch seins Versetzung ge- wissermaßen die Treppe hinaufgeworfen, aber fort mußte er unter allen Umständen. (Hört! Hört! bei den Natl.) Als unser Parteifreund Witzmann zur Gründung eines nationalliberalen. Vereins in Brvmberg aufforderte, und ein Postdirektor lebhaft dafür eintrat, wurde diesem angedroht, daß die Agitation den Interessen der Staatsregierung so widerstreite, daß er seine Verletzung zu erwarten hätte. Im Kreise Czarnikow-Filehne ist der Oberpräiident von Posen ganz einseitig für die Konservativen gegtn etc Nationalliberalen eingetreten. Das beweist doch am besten Las konservative Parteircgiment in Preußen. Wir müssen in dieser (j-cage eine Auskunft haben, eine Aus must Darüber, ob die Re- merung gegen uns Front machen will. Wir werden fortan alle -fälle von Bedrückung nationalliberaler Beamten, Die wir erfahren, frier mit rücksichtslosester Schärfe zur Sprache bringen. Alle Welt war begierig, zu vernehmen, wie sich Herr v. Moltke, der alles andere als ein Sprechminifter ist, dem alle Register parlamentarischer Rhetorik beherrschenden Führer der nationalliberalen Landtagsfrattion gegenüber aus der Affäre ziehen würde, und alle Welt sah eine Niederlage des Ministers voraus. Aber sie blieb ihm erspart: Ter Minister tonnte nachweisen, daß Herr Dr. Friedberg von seinen Posener Gewährsmännern gerade in den Punkten, die den Nationalliberalen den Anlaß zu ihrer Beschwerde geliefert hatten, nicht ganz zuverlässig informiert worden war, und wenn er auch eine Einwirkung der politischen Beamten in Posen, insbe,ondere des Oberpräsidenten, auf die nationalliberalen Beamten im Kreise Czar- niiau-Kolmar-Filehne nicht in Abrede stellen konnte, so dürste der Minister sich doch mit einigem Grund darauf Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesien als Altsprachscr in Schneidemühl entbchrllch und ist versetzt worden durch einen anderen, der die Fakultas für Deutsch, Englisch und Geschichte hatte. Uebrigens ist er, feinem persönlichen Wunsche ent sprechend, statt nach Fraustadt nach Bromberg versetzt roorben. Der Gymnasialdirektor ist U/s Jahre nach dem Wahlkampf auf seinen Wunsch unter Verleihung einer Auszeichnung in den Ruhe stand versetzt worden, weil seine Kräfte den Anforderungen des Dienstes nicht mehr entsprechen. Er war 67 Jahre alt. Sic werden mir zugeben, daß es etroaö Gewaltsames an sich hat, diese Vorgänge parteipolitisch auszubeuten. Von Maßregelungen kaim man überhaupt nicht reden. Den Ausbau der nationallll'. Partei in der Provinz Posen hindern, liegt selbstverständlich nicht in der Absicht der Regierung. Ja, ich erkläre ausdrücklich, daß es ungehörig und unzulässig wäre, wenn die politischen Beamten die nationalliberale Organisation mit anderem Rtaße messen würden, wie die andern Parteien. Die nationalliberale Partei ist in der Ostmarkenpolitik der Regierung von jeher eine treue Stütze gewesen. (Sehr richtig! rechts.) Bei der folgenden Erörterung beteiligten sich noch der Kow servative Rogalla v. Bieberstein, der Freikonservative Viereck, bei Freisinnige Aronsohn, der Pole Switala und der Zentrums- abgeordncte Bell. rn. eitettwO tglieöer et»'- i öS var!, ii niaiail eiv PrälUlsss Geats Sache. „Schl! Der Vorhang muß sich heben, denn drei mal schlug des Spechtes Schnabel seine Schläge." Des Spechtes Schnabel ist ein hölzerner Hammer, den eine geschickte Hand dreimal gegen einen Holzpfosten schlagen läßt..... — Die nahrhaften Pfannkuchen. Von den zahlreichen Berliner Pfannkuchen-Anekdoten, die im Umlauf sind, ist eine von einem namhaüen Dichter in Verse gebracht roorben. Tac Gedicht befindet sich unter Dem Titel .Tie nahrhaften Pfannkuchen- in dem von O. F. Gruppe heransgegebenen „Deutschen Müsen-Almanach" vom Jahre 1854 und rührt von Gruppe, dem einlt geschätzten Tramatiter und langjährigen Sekretär der Berliner Akademie, selber her. Zum besseren Verständnis sei vorausgeschickt, daß Stehely, ebenso rote der noch jetzt bestehende Josty,' Die bekanntesten Konditoreien Berlins waren, und baß mit Lachmann der berühmte Phtlolog und Nibelungenforscher dieses Namens (1763—1851) gemeint ist, dessen Witz sich in Berlin großer Berühmtheit erfreute. Das Histörchen lautet: ,Es weiß es, roer in Berlin gewesen, Wer nicht, der hat es vielleicht gelesen, So nehm' ich denn also an, ihr wißt, Wer Stehely und wer Josty ist. Bei Stehely findet sich mehr der Lehrstand, Bei Josty Dagegen der Nähr- und Wehrstand. Bei Stehely hört man Witze machen, Und als Lachmann noch lebte, auch wirklich lachen, Bei Stehely trifft man die fremden Journale, Soweit nicht verboten, ullzurnale; Pfannkuchen dagegen, wer Die mag essen, Ter muß zu Josty - ihr sollt's ermessen; N a h r l) a \ t e r mindestens sind sie da, Wie ein Herr aus Mecklenburg klar ersah. Er hatte bet Stehely manches erlesen Von Staats- und Kirchen- und Kammerwesen, • Dabei ein Weniges auch genossen, Nicht bloß ein Glas Wasser hinunter gegossen, Er hatte genosseii em paar Glas Eis, Pfannkuchen aber ein Dutzend mit Fleiß. Tann hat er sich flugs auf den Weg gemacht Und feinen Leib zu Josty gebracht, Und prüfend genießt er hier, zum Vergleich, Pfanukiicheii — nur fechs — wovon bann sogleich Der ebele mecklenburgische Mann Von Jostys Wert Ueberzeugung gewann: y „Demi," sprach er, „„ich finbe sie gut bei beiden, z Und will nichts über ihren Geschmack entscheiden; Doch diese jättgen: von halb s o viel Bin ich satt, ja satter nach meinem Gefühl!"* >en. .. SW* ^btiiar191 ‘piel Agne B öctt- 0le; Jf .Fcbrual * Die Bekenntnisse der Madame Paquin. „Durch welche Zaubenünste erschaffen Sie die Aioden? Was sind die Geheimnisse Ihrer Kunst? Aus welcheir verborgenen Ouellen schöpfen Sie die Ideen zu jenen Kunstwerken der Kleidung, die den Namen Paquin im Reiche der Moden so berühmt gemacht l-aben?" Immer wieder, so erzählt die führende Pariser Atode- künslleriil in einer englischen Wochenschrift, richtet malt diese Frage an sie, und immer wieder muß sie erwidern, daß Zauber-- künsie ihr fremd sind und daß es keine gel-eimen Quellen gibt, aus denen ihr die Ideen zu neuen Kreationen Der Frauenlleidung zu fließen. „Sie werden lächeln, wenn ich verrate, woher einige der erfolgreichsten Moden stammen, die ich eingeführt habe: ein reizender kleiner Halsrragen," so verrät Atme. Paquin, „bei1 zwei ober drei Saisons lang von den Damen so viel getragen wurde, war nichts anderes als eine Replik des Wafsenrocktragens eines öfierreicljiidien Regiments. Aus der Bluse der deutschen Gepäckträger, die man überall auf den deutschen Bahnhöfen sehen iann, entstand eine völlig neue Art moderner Roben, und das lose, sliesiende Gewand der ägyptischen Feilahs war der Ursprung eines lastanartigen KostümeS, das eine Zeitlang in der Näodeweli Furore machte." Mme. Paquin erzählt dann von ihren Reisen, die ihr zu einer Art riesigen Skizzenbuck>es werden. Ueberall ist sie auf der Suche, nach Ideen. Dann lammt die langwierige Arbeit, die verschieden-, artigen Anregungen zu neuen Modellen zu verarbeiten; bisweilen verstteichLn Wochen ruhelosen Probierens, während Deren die '.Modellpuppe nicht zur Ruhe kommt, bis dann endlich die neues Schöpfung fertig dasteht. Unzählige Male müssen Form und Farbe verändert werden, bis endlich ein glücklicher Zufall jene Harmonie imb, jenes Linienspiel erstehen läßt, das den Ehrgeiz der Atode- lünstlerin befriedigt. Doch nicht immer werden Geduld und Ausdauer auf so harte Proben gestellt ; manchmal fügt es ein Wunder, daß sck-on bei dem ersten Versuch das Erträumte gelingt. Es ist nickst die moderne Kleidung allein und das Gewand^ des Alltages, mrs denen -Dime. Paquin ihre Ideen scksäpsi. Sie erzählt, wie ihre Forschungsreisen sie durch die Gemäldegalerien führen, wie aus dem Faltenwurf alter Statuen Anregungen zu ihr überströmen oder wie aus alten, unsckMnbaren Gegenständen des Kunstgewerbes 3,^0eilen moderne Roben entstehen. „Tie Kostüme der Vergangenheit interessieren mich leideinchastlieh, aber sie dienen mir nur chazu, meine Inspiration w»uf zu stacheln, denn bei allem Interesse für vergangene Zeiten habe ich stets einen Ehrgeiz, neue Moden feil schaffen." Sie arbeitet an einem Kleide, ime ein Maler an I nnern Bilde und wie ein BilDhauer an seiner Statue. Aber statt dch Meißels oder des Pinsels sind ihre einzigen Handwerlsgeräte die Schere und Stecknadel. „Zunächst siizziere ich die Idee an der Modellpuppe selbst. Jck> gebrauche bauri weiche, zartfließende estofie, die sich leicht den Konturen anschmiegen, denn cs gilt, Linie zu studieren, zu verändern, zu verbessern. Dieser Teil Äklll ig Gaben m i erbeten. Hoffet. er orband aWben^.| •m in. iilb. I li.liafeW| d gebeten, We - 0121t ■amm. 1 dem grobe» I hing de- Hessisch-Nassauischen Zweigvereins der Gesellschaft für soziale Reform statt, in der Beigeordneter Ncgiernngsrat Dominicas auS Straßburg einen Vortrag über ,5)ic Arbeitslosenversicherung^ halten wird. ** Vom Alldeutschen Verbund schreibt man uns: An den Freitag, 18. Febr., in Steins Garten statt- findcnden Vortrag des Professors Sch Wally über die j u n g t ü r k i s ch e Bewegung wird sich e nc Vorführung farbiger Lichtbilder anschließen. Die armenische Reihe derselben ist aus einer Hilfsexpedition des deutschen Hilfsbundes für christliches Liedeswerk in Armenien in den Jahren der Christenvcrsolgungeu 1825—1898 ausgenommen: eine zweite Reihe wird Land und Leute Palästinas zur Anschauung bringen. Es wird wohl vielen willkommen sein, die aus der biblischen Geschichte bekannten Stätten des heiligen Landes im .Bilde, so wie sic sich jetzt darstellen, kennen zu lernen. ** Vortrag. Auf Anregung der „Freunde der christlichen Welt" (Herausgeber Prof. Rade) wird am Dienstag, 22. d. M., Seminardirektor D. Eger aus Friedberg hier sprechen über „Theologische Wissenschaft und Volksfrömmiakei t". ** D as Christ entu m b ei den Na tu r v ö l ke rir Zu dem am Donnerstag abend im großen Höriaal der Universität stattsindenden Vortrag des Herrn Missionar Gsell über „das Christentum unter den Naturvölkern" sei mitgeteilt, daß die Vorträge des Herrn Gsell in weiteren Kreisen sehr geschätzt werden. So war er in Frankfurt von der angesehenen Anthropologischen Gesellschaft zu einem Vortrag gebeten. Ebenso hat er vor Kurzem dort im großen Saale der Loge zur Einigkeit vor einer großen geladenen Gesellschaft geredet. Das Arbeitsgebiet unserer Basler Mission aus der Goldküste, auf der Herr Gsell tätig war, umfaßt ja auch unsere wichtige und ertragreichste Kolonie Togo. **■ Der Evangelische Bund veranstaltete am Sonntag einen sehr gut besuchten Vortragsabend. Es sprach Pastor Mahler aus Ostrowo i. Posen über „Ein evangelisches Licb'cswerk an deutsch-russischen Rückwanderern in der Ostmark". Der Vortragende zeigte seinen Zuhörern einerseits die Not, die über die zwei Millionen evangelischen Deutschen, die zu verschiedenen Zeiten nach Rußland (Ostseeprovinzen, Russisch-Polen, Wolgagebiet und Kaukasus) ausgewandert, infolge des russisch-japanischen Krieges und der im Zusammenhang damit stehenden russischen Revolution gekommen ist, andererseits die Hilfe, die die Stammes- und Glaubensgenossen ihren bedrängten Brüdern gewährt haben und iwch gewähren müßen. Während dir kerndeutschen Balten trotz der harten Bedrängnis von den Esten und Letten im Jahre 1905 in den Ostseeprvvinzen auäharren unb sich ans den Wolgakolonien deut:che Arbeiter holen, macht sich unter dem Druck der Notstände und infolge der fast völlig rechtlosen Sage der Deutschen in Rußland eine Rückwanderung der,elben bemerkbar. Da durch die Abwanderung vieler Deutscher auS Rußland nach Amerika (Kanada und Argentinien) viel deutsche Kraft dem deutschen Volk verloren ging, genügte nicht der im Jahre 1905 in Berlin ins Leben gerufene „Hilss- ausschuß zur Unterstützung der notleidenden Deutschen in Rußland". Der weitausschauende Pfarrer Rosenberg, der als Pfarrer an den Kolonisten-Gemeinden in Russisch - Polen mit eigenen Augen gesehen hat, wie der Deutsche in der zweiten Generation gewöhnlich sein Deutschtum aujgiebt und Pole wird und in der dritten Generation zur katholischen Kirche übergeht, wanderte mit seinen sieben Kindern, obgleich sich um mehr als die Hälfte in seinem Einkommen verschlechternd, von Russisch- Polen nach der Ostmark aus und erließ im August 1905 einen Aufruf „zur Gnmdung eines Hilfskomitees zur Rückwanderung", dessen Ausgabe es fein sollte, die 1 -_> Millionen evang. Deutscher in Russisch-Polen ins Deutsche Reich bezw. in die deutschen Kolonien zu ziehen, zumal, da wir in Deutschland 5 000 000 Arbeiter auS Galizien, Russisch-Polen usw. jährlich beschäftigen, welche jährlich zirka 50 Millionen Mark an Löhnen und Ersparnissen aus Deutschland ausführen. Greifbare Gestalt gewannen die Pläne des „Hilfskomitees zur Rückwanderung" in der im April 1906 gegründeten „Deutschen Kleinsiedlungs-Genossenschaft" (e. G. in. b. H.), die weniger bemittelte deutsch-russische Rückwanderer, sowie überhaupt deutsche Landarbeiter in der Ostmark ans kleinen Landparzellen unter Aussicht der Königlichen Generalkommission in Brom berg ansiedelt. Bisher sind über 8700 Deutsch- Russen aus diese Weise in der Ostmark festgehalten worden. Diese verteilen sich auf 15 Kolonien, zu deren Errichtung 482 Hektar aufgekauft worden sind. Verkauft sind bisher 146 Rentenstellen für eine Million Mark. Unter den Erwerbern dieser Rentenstellen befinden sich auch zahlreiche Industriearbeiter aus dem Westen und einige aus Württemberg, die die günstige Gelegenheit ergriffen haben und an ihrem neuen Wohnsitz gut vorwärts kommen. Da die Genoßenschast, die am 1. Oktober d. I. 605 Mitglieder aus allen Teilen Deutschlands mit 853 Anteilen zählt, ihr Kapital nur langsam aus den Verkäufen zurückhält und doch infolge des überraschend günstigen Verlaufs ihrer Arbeit zu lueiterm Länderaufkanf über stößige Geldmittel verfügen muß, bittet sie um Beitritt zur „Deutschen Kleinsiedlungs-Genossenschaft", fei es durch U'bernahme eines Anteils von 300 Mk., die auch in zehnjährigen Raten gezahlt werden können, ober einer Schuldverschreibung von 50, 500 oder 1000 Mk. Das angelegte Kapital wird mit 4 Proz. verzinst. Die Sicherheit ist durch die in Grundbesitz und Gebäuden festgelegten Werte garantiert. Wer also Geld anlegen kann, versäume nicht, dieses Liebeswerk, das zum Wohle unglücklicher Volksgenossen und zum .Heile des Vaterlandes geschieht, tatkräftig zu unterstützen. — Für die klaren Ausführungen, die besonders den scharfen Kontrast zwischen dem einigen, geschlossenen, starken Polentum und dem zersplitterten beutj'd}en Volkstum hervorkehrten und die Augen für eine große Volksgefahr im Osten unseres Reiches öffneten, wurde dem Vortragenden reicher Beifall gezollt. — Umrahmt war der Vortrag von muäkalischen Darbietungen. Tie Lieder des Damen- Qn artett's, aus Mitgliedern des Evang. Kirchengesangvereins, wurden ebenso dankbar und beifällig ausgenommen, wie die Klaoier- unb Violin,ott von sind. phil. Seel und sttid. Math. Otto, standen doch Gesang- und Instrumental-Vorträge auf beachtenswertester Höhe. ** K o uferen z der hessischen Bergwerks- betet c b s l e i t c r. Vm einer gut besuchten Versammlung sprach am 12. d. Mts int Hörsaal des mineralogischen Instituts der Landesuniversität zu Gießen Stieringemeur Dr. Hanfs- flcitgc i über „N eucrungen in Transport- und Verla d e e i n r i :l. tu n g . n s ü r E r z e". An Hand zahlreicher Licht- bilder erläuterte Vortragende die modernen Konstruktionen, die dem Massentransvort auf kurze und mittlere Entfernungen mit und ohne Niveauunterschiede dienen. Das roef entlüfte aller dieser Anlagen ist die Verbilligung der Transport tosten, selbst bei verhältnismäßig hohen Anlagebosten, infolge der Massen.eistung, die der mer;-anifdjc Antrieb ermöglicht. Tie Anwendungsgebiete der verfck iedenen Arten mechanischer Transportmittel jinb-ett in den SelbstlostensätzLN für die Rtengeneinheit prattisch ihre Grenzen, derart, daß jede Transportart ihr unbestrittenes Anwendungsgebiet, hat. Sv ist die. Wirtschaftlich leit des Eisenbahntransports Tür weite Entfernungen von beit übrigen mechanischen Transportmitteln bisher nickt erreicht worden. Ans kurze Entfernungen stellt sich die Drahtseilbahn für Massenbewegung erheblich günstiger, auf nahe Entfernungen endlich ist die E le k t r o h ä n g e - bahn auch ihr überlegen, besonders buref, eine Anpassungsfähigkeit an räumlich intgünfugc Verhältnisse, die mit anderen mechanisit/en Transportmitteln nick-, in gleichem Grade zu erreichen ist. Der Eleklrohäng-.balm widmete der Vortragende deshalb einen erheblichen Teil seines Vortrags und er brachte mit ben Bildern aus- gesührtLr Anlagen und sck einatischen Darstellungen ben überzeugenden Nack weis ton ihrer Leistnngsiähigkeit. Daß, es fick batet nicht um theorelisck.. Vorzüge hand.lt, erweist die große Zahl der Anlagen, die die Firma Ad. Bleichert u. Co. in Leipzig, die der Vortragende vertritt, sck>n gebaut Hai. Leo Hafter Bestall dankte- d-em Redner für fernen l.-hrrrichen, mehr als cinftünbigen Vortrag. — Im Anschluß hieran wurde im Hotel Vietoria die übliche Literatttrüberlicht aus den Fachzeitschrift.-n gegeben. Die nächste Konferenz wird am 9. April in Friedberg gehalten werden. ** Gabelsberger Geburtstagsfeier. (Verspätet cinge^angrn.) Der Gabelsb.rger Stenographen- Verein unb der Dame rt per ein Gabelsberge r ver- sainmclten ihre Mitglieder am Donnerstag,' 10. d. M., int unteren Saale des Eafe Ebel zur Begehung des Geburtstages Gabelsbcrgers. Nach einer Begrüßungsansprache feierte der zweite Vorsitzende Meister Babelsberger als den Begründer der deutschen Kurzschrift und nnes auf deren Bedeutung hin. Anschließend folgte ein Fcstvortrag des Lehrers Zicprecht über „eine Reise nach den Fjorden o r to e g e n s". An Hand zahlreicher gut ausgeführter Lichtbilder verstand es der Vortragende, den mir sichtlichem Interesse folgenden Hörern ein getreues Bild des von ihm bereisten überaus reizvollen nordischen Landes und seiner Bewohner zu geben. ** Das Arbeits-Jubiläum feiert am 16. d. Mts. Herr Christoph Hahn, Schiffenberber Weg 69. Er ist ununterbrochen seit 30 Jahren im Hause Tribus & Sundheim tätig. Die lange Dauer dieses Dienstverhältnisses zeugt für das beste Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. ** Für bic Lesehalle. Wie bekannt, veranstaltet Frau A. .Bering-Locarno in Gießen am Donnerstag, 17. Februar, einen Re z i t a t i o n s a b e n d , bei dem Werke von Heinrich von Stein zum Vortrag gelangen, lieber den gleichen, von Frau B. schon in einigen andern Städten veranstalteten Abend liegen uns nun einige Berichte vor. So schreibt z. B. die „Wei- marische Zeitung": „Dann las sie dramat. Szenen aus seinen Werken. Dabei entwickelte sich die Vortragskunst von Frau Bering auf das schönste. Ohne eine theatralische Bewegung der Glieder, nur mit dem Ausdruck ihres höchst charakteristtschen Kopses und der Modulattvn des schönen, tiefen, weichen Organs wußte sie die Hörer zu fesseln, zu packen, zu rühren und das Vorgettagene eindringlicher zu gestalten. Manchmal schien die kleine Gestalt zu wachsen, die Augen leuchteten und um den Mund sprach sich icbc Empfindung aus." Ferner: „Frau Bering besitzt ein schönes, angenehmes Organ und ihre hohe dramatische Begabung befähigt sie, ihren Darbietungen und den darin enthaltenen Gestalten und Dingen Leben und Bewegung einzuhauchen." .— Hausen b. Gieren, 14. ^ebr. Am Sonntag hielt der E v a n g. B u n d hier seinen 2. F a m i l i e n a b e n d ab, der einen sehr schönen Verlauf nahm. Der Vortrag von Psarr- assiftent H a n st e i n aus Gießen über „I n n e r e M i s s i o n" mit Lichtbildern wird den zahlreich erschienenen Zuhörern noch lange unvergessen bleiben. -l. G a r b e n t e i ch, 14. Febr. Am Samstag abend hielt der G e s a n g v e r e i n V i k t o r i a seinen Familienabend verbunden mit Theater, Gesang und Tanz ab. Der Vorsitzende Wilh. Happel eröffnete die Feier und hieß alle herzlich willkommen. Schriftführer Mohr schilderte den Verlaus des Vereins vom vergangenen Jahre. Die Theaterstücke endigten mit einem lebenden Bild „Das Zigeuneriind", das sehr großen Beifall fand. Dann hob Lehrer Völsing den Gesang besonders hervor und brachte dem Dirigenten Harnisch und dem Verein ein Hoch aus. Zum Schluß übergab der Schriftführer Mohr dem Dirigenten ein Diplom, das der Verein in Grüfenhaufen bei Darmstadt errang. X Nidda, 12. Febr. Heute wurde unter großer Beteiligung einer unserer besten Bürger zur Erde bestattet, Herr Heinr. Lehr VII. Er hatte ein Alter von 75 Jahren erreicht. 60 Jahre lang war er als Schriftsetzer in der Buchdruckern von L. ClooS hier beschäftigt und wiederholt gefeiert worden. Er gehörte dem Vorstand des Turnvereins lange Jahre an, weshalb ihm auch der Verein die letzte Ehre erwies. Ebenso war er lange Jahre Mitglied der Kirchengememde-Vertretung lind als solches stets eifrig für kirchliche Angelegenheiten interessiert. — Die Unterführungen an unserer Bahnstation sind fertiggestellt und ist dadurch einem lange gehegten Bedürfnis abgeholfen. Die Ueberdachnng der Aufgänge wird alsbald in Angriff genommen werden. Der Verkehr auf unserer Station hebt sich täglich; besonders zahlreiche Ausflügler nach dem Vogelsberg passieren sie bei einigermaßen günstiger Witterung. O Lau b a ch, 13. Febr. Gestern abend sand ein Vortrag des Lehrers Kayser auS Groß-Zimmern aus Veranlassung des Gewerbevereins statt. Der Vortrag war leider nicht so zahlreich besucht, wie er es verdient hätte; anscheinend war der Besuch durch die Fastnachtswoche, in die auch noch der Maluritälslommers )icl, ungünstig beeinflußt worden. Herr Kayser verstand es, in allgemein verständlicher Weise die Zuhörer zu fesseln. Einleitend wurden die magischen Wirkungen der elektrischen Hochfrequenzströmc von sehr hoher Spannung gezeigt, dann folgten die prächtigen Lichterscheinungen in luKoerdünnten, sogenannten Geißler- schen Röhren, auch das von dem Ungar (jetzigen Amerikaner) Tesla erfundene Tcslalicht und zum Schluß dann die geheimnisvollen Röntgenstrahlen mit praittschen Durchleuchtungen wurden demonstriert und nut großer Einrichtung gezeigt. Eine wahre Wunderwelt bekam man zu sehen. O Hohensolms, 14. Febr. In stark besuchter Versammlung wurde angeregt, die Fahrpost Wetzlar- Hohensolms aufzulösen und ihr Anschluß an die Bahn Herborn-Gladenbach nach Station Bischoffen zu geben. Es wäre dadurch möglich, auch für die größeren Gemeinden Erda, Niederweidvach, Altenkirchen usf. den Paketverkehr zu erleichtern. Dagegen könnte Blasbach an die neu errichtete Postyilfsftelle Hermannstein angejchlofien werden. * Was kostet das gesprochene Wort im Reichstag? Natürlich kann sich diese Frage, so plaudert ein Mitarbeiter der „N. G. C.", nur aufjnc mehr oder minder gewichtigen Worte beziehen, die von der Trivüne des Reichstages aus im Sitzungsiaale ge>puschen werden. Ihre finanziellen Wirkungen aus die Berbülweten Regierungen bei Ersillumg von geäußerten Wünschen sollen hier auch niajt berechnet werden, sondern nur die Kosten, die es erfordert, die weisheüssck-weren Äußerungen unserer Reichsboten für die Nackstvelt festzuhaltcn. In diesem Falle bedeutet das Reden Gold, d. h. es sind gewaltige Summen nötig. Ein ganzer Stab von Stenoguaiphen mit Hilfskräften' aller Art ist bereit, die Reden der Abgeordneten wortgetreu den kommenden Geschlechtern zu übermitteln. Dieses Aufgebot kostet mit allen technischen Bedürfnissen jährlich rund 600 000 Mark. Im Jahre finben nun nach ber^Uebung der letzten Zeit etwa 150 bis 175 Plenarsitzungen statt. Jede Sitzung erfordert mithin ungefähr einen zlostenaupvand von 3500 Mk. In der Regel dauert )üld) eine Sitzung 5—6 Stunden, so daß. man die Kosten für eint Rejchstagsfttutde etwa auf 600 Mark veranschlagen kann. Eine Minute 3tc betätigtet! im Reichs hause lostet uns mit Inn zehn Mark. Nun kann man annehmen, daß. in der Minute im Mittel 200 Silben gesprochen werden. Rechnet man der Arzt : i>r. n»ed. Litzner. Dir. Prof. Schmidt ———— Thüringisches ....... ■ ■ ■' ■ ■ eg ■■ E;ektro- und Maschinen- Technium Jlmenau »BÄnVäÄ?. Qrucksachen aiier Art liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 uni im Tie bei Al j spre Tai Zei des Lo Herrn (! bet 3ie' L in t' i?. iti 2 3. in 2 4. in 6. 5. ir d . Z" mit ein Gl, Landge tanntn fitzend' thierp für ja ju fori &i Dcc ■ 2er Dom 17. Teschäft- Hur Bii Lassende Erschuf Alerkai Esseklen-. Sminobi, ^obilier Sonto bi stehen! Dorf Die rMiü <$l Douv ioo ft Q So ’ auj töntmc, Eintritt frei ;pu/-i Eintritt frei. 2 Weißtannen Danksagung 3.23.: Mellet. Sie tiestraumden Sintttbliebentn Lollar, den 14. Februar 1910. 01207 D»/. B“/e 1. r auf Uht :rk LBr,f2 969 k...... Aktiva: es., Lpar- mitz MrsAß-Vereik zu Wieseik Bilanz am 31. Dezember 1909 Jft -Z! 11430 .2.70 1350 23390.79 Konto der unerhob. Summe der Aktiva 155681.46 Reingewinn Passiva 7931.92 S ch o m b e r. 517910.88 517910.88 Summe der Passiva 155222.03 459.43 73 Euter. Rendant. Bender, Direktor. (971) (977 PetcrSgruni) versteigert werden: ca. 127 Rm Rm ca. 400 BuUen-Versteigerung .rechn'^/ u n 150 Winnerod n Sames, Förster. ’tv,-.- p n n 192 4 14 70 650 135.50 114.20 550 4 Schwellenholz, Grubenholz, Bauholz, nk dit Güterkauf-Konto Effekten Konto Immobilien-Konto Ätobilien-Konto Konto der ausstehenden Zinseli Die Lieferung von: Backwaren Fleischwaren Spezereiwaren und Verbrauchsgegenständen Milch, Bier, Eis Butter und Eiern Emaillewaren Bücstenwaren. und Toilettengegenständen Nach [einen n Paul Hage, i drei Haupt- Persönlichkeit, iroBcn ’Diaune nicht nur ein esselndes Äild. ms Sismards »Rede»; kurze itjmcn, in dem d freimütiger, Laß Der Leime Entlassung int. Bauholz, tämmc, Bauholz, 137.70 258.80 157.50 lb7.60 167 00 212.60 Weg sehr leicht abzufahren. 0'7. 148,60 179,18 166,48 466,74 506,17 2,83 26,94 12,28 21,06 0,63 22 Kiesern 9 Buchen- 27 Erlen 11 Uhr, Laubach öffentlich 968 9593.37 32922.72 29320.— 38850.— 36645.— 3346.16 5.58 1648.43 3080.— 400.— 70.— ite tWr Hand, Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Verluste unseres unvergeßlichen Gatten, Vaters, Großvaters, Bruders, Schwagers und Onkels Herrn Moses Kahn sprechen wir auf diesem Wege unseren innigsten Tank aus. 107.20 135.66 2065) Buchpn-Scheitt). Nadel-Scheith. Buchen-Prügel Eichen-Prügel 9tadel-Prüget Lärchen Reisig Fichten-Reisig nach Daubringen am 976 Reservefonds Betriebsrücklage . ......... Geschäftsguthaben der Genossen ..... 21nlehen einschließlich Spareinlagen . . . . . Bankschuld - Schuld in laufender Rechnung an Genosien . . Stückzinsen, unerhobcnc und vorausbezahlte Zinsim s i a 1 g e b ü u d c entgegengenommeu. Geburts- und Impfschein sind hierbei vorzulegen. Gießen, den 29. Januar 1910. Die Großherzogliche Direktion. Dr. H e n seil. Akt io a. Kasscnbestand Vorschuß-Konto 43,2 Rm. 5tiefern-Schcitholz, rd. 27 „ „ Kntü'pelholz Geschäftszimmer zur Einsicht offen. Hungen, den 15. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Hungen. dem oben genannten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt innerhalb 14 Tagen. Gießen, den 10. Februar 1910. Großh. Direktion der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten. Sommer. tefer, 18 Rm. Fichte. Beginn der Versteigerung int Distrikt xempel 11 an uei Kretsstraßc Gießen—Hausen. Ban und Nutzholz Versteigerung der Stadt (Hießen. Freitag den 18. Februar l. Js., vormittags sollen auf dem Bureau Großh. Bürgermeisterei 1 Simmentaler Bullen, 1 Eber und 1 Ziegenbock versteigert werden. Laubach, am 14, Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Laubach. Jochem. Porzellan- und Glaswaren Schreibmaterialien Kleidern und Schuhen für Kranke und Personal Formularien (für 3 Jahre) zirka 7 000 Ztr. Hütten, brcchkoks und zirka 800 Ztr. Nußkohlen 1100 Micicrn- •„ ... 1 Fichten-Stamm, Schnittholz, Passiva. JL L Kaffenbesiand Wertpapierebestand ....... Geschäftsniobtliar und Untensilien . . . . Bank-Guthaben in laufender Rechnung . . Guthaben in laufender Rechnung bei Genoffen Darlehn auf Schuldschein ...... Hypotheken .......... Kaufschillinge .......... Stückzinsen und Zinsenrestc ..... Ausstehende Provision ....... 4. Verschiedenes. Für den Aufsichtsrat: Schäfer. Kehrichts; 4. die Abgabe von Knochen, Lumpen, leeren Flaschen und des Gespnls. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen nachmittags von 3-5 Uhr auf dem Berwaltungsbureau zurEinnchtnahme offen. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin: Samstag den 12. März, vormittags 1130 Uhr, 3,8 „ Fichten- .. , 360 Wellen Eichen-Reisig HLlzvcrsteiacruna Donnerstag den 17. Februar 181 n, vormittags 9‘hur, in de» yibteilungeu ^auhuttc, Sanbllttc tzruunc», Fichten.op» und Rumand. (Forstwartc» Gießen Ul. Forstwart Geriet-. . 0',",, 1301 Fichtenoerbstangen nut 96,21 Fstm., 1136 Fichtenreisstangen mit 16,24 Fmu., 1333 Fichteiwohnenstaugen nut 1,22 Fstm.. 13,9 tHin. Mtcicrntuüppcl, 9,4 :N:a. .xuotcniiuivvci 10.5 Rm. <^rl>tciir:t. 1,95 Fstm.. 5. Kl. 37 St. 17,42 Fmn. Nntz-schciter: 97 Rm. Kiefer (3a5 Mtr. Innn); ferner: Arbeiter: 69 Rm. Kiefer, 3 Rm. Fichte (3 Mir. lang'. Knüvr-cl: 12 Rm. Kiefer. .Rcing-Wcllcn: 110 Eiche. 1730 Kiefer. 910 Fichte, 950 Weide. Stöcke: 1/ Rm. Kiefer, 14 Rm. Fichte. ... . Beginn der Bersteigeruttg im Distrikt rempel 11 an der Kreisstraße Gießen—Hansen. Das Holz im Distrikt Blichenberg o< und sonst zerstreut sitzendes wird nicht vorgezeigt. ^,as Nuyyvtz kommt zuerst zum Ausgebot. Weitere Auskunft durch den Großh. Forstwart Menges zu Forsthaus Baumgarten. JtC 685.— 554.25 3323.80 85277.16 754.06 62536.45 2091.31 3405.—; Reservefonds 200.50 -*x> tr 319 „ 456 1497 Fichten- Holz-Versteigerung Winnerod. Donnerstag den 17. Februar sollen in dem Distrikt AuS den Waldungen der Stadt Gießen. 3-5 km von der Bahnstation entfernt und an chauffierte 21bful,rwege angrenzend, sollen Montag den 28. Februar 1910, vormittags.10 Unr beginnend, im Saale des Lcnz'fchen Felscnketters zu Gießen in der Nähe des Babnhoscs versteigert werden: 127 Eichen-Stämme, Schnittholz, mit 119.04 Fstm. Bauholz, „ 162.75 »0« I Lürchen-Stamm, . 0,40 .. Gegen Sicherheit wird Tzablnngssrist bis la. November 1910 gewährt. Anträge aus Bildung kleinerer Lose können in der Zeit vom 21.—27. Februar bei uns gestellt werden. . Gedruckte Verzeichnisse über tue Dimennonen der Hölzer und von der unierzeichnelen Stelle vom 21. Februar ab gegen Erstattung der Druckkosten erhältlich. Daselbst können auch Karten über die Waldungen der Stadt Gießen, aus denen die einzelnen Walddistrikte und sämtliche Wege und Schneisen ersichtlich sind, gegen eine Vergütung von 50 Pfg. bezogen werden. Wegen vorheriger Besicht.gung des Holzes wende man nch an die Forstwarte Geisel-Gießen. Ar ft-Hochwartc bet Gießen, Karl Brück-Rödgen bei Gießen und Lotr-Wieseck. Gießen, den 12. Februar 1910. Bto/S Grußhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. Ämtlitze km ißießc». Tie Lieferung und Anfuhr von ca. 500 cbm Äardtfchutt für die Schlachthoierwel.eruiig soll Montag den 21. d. Mro.. vormittags 10‘ - Unr, öfsenllich verdilligen werden. ’B1-.* ArbeirSbirschreibuug und Bedingungen liegen auf dem ünbt. Hochbatiamt zur Einsicht oben. Angebole auf Vordruck, der daselbst erbattlich. flud bis zum genannten Termin au dieses einzureichen. öu de:, Straßenbahnwagen wurden in der Zeit vom 25. 3a utiar bis 14. öCbiu.ir 1910 2 Damenschirme, 1 Ledergürtel. 2 Porte moynaies mit Fnhatt u.id 1 Spazieruoll gefunden. Die Geaenstande ionacn ani dem Bureau der Straßenbahn, West-Anlage 51, aboe- yöli werden. 10 Holz-Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei rrich. Montag, den 21. Februar, vorm, 9«/» Ubr, 'M Distrikt Meilback: Scheiter Rm.: 41 Buchen. 1' - Äiricbbaum trund. ichöw. Knüppel Rm.: 68 Buchen. 49 Eichen. 2 Weichholz. 12 Fichten. Stoübolz Nm.: 28 Buchen, 12 Eichen. 28 Fichten. Rmsholz Welleu: 1600 Bilchen «dabei IDO Forstivellens, 300 Elchen. aOO Weich- Holz, 700 Fichten. - 70 Stück Eichen - 3,42 Fstm. «meistens Garten psosteu und Wagnerholz'; ca. 509 Fichten-Derb'tangen — 36.00 Fstm. «größtenteils leichtes Sparrenholz'. . . M . Tie Zu'ammenkuilft ist mir der Kreisstraße Lich-Hattenrod. wo sie von der Gronauscuneife gekreuzt wird. DicnStag den 22. Februar, vorm. 9‘A. Uhr, in Leu Distrikten Nllihlberg und KoiFebühl: Scheiter Rm.: ca.80Buchen. 17 Eichen «rund'. Knüppel Rm.: ca. 120 Buchen. 4a Elchen, 2 Els beer, 1 Kiefern. Stöcke Nm.: 124 Buchen. 32 Elchen. RciSholz Wellen: 3620 Buchen, 570 Elchen, 20 Kiefern.. -, 10 Elchen - 1Z0 Fstm. (Pfosten- und WagnerholzlLl Buche --1,12 Fstm. (48 cm Durchmesser»; 3 Kiefern — 5,12 Fstm. «3a, 4b und 41 ein Durchmesser); 7 Fichten - ca. 1,36 Fstm. . , . Die Zusammenkiinsl ist am der Kreis,trage Lich-Ltelnbach beim 2llbacher Hof. Die Buche und die 3 Kiefern kommen »lernttch anfangs zum Ausgebvt.______________________________________£_2 VcmögellS-Biiilliz uom 31. Dezember 1909 KLimuttlmucijuug. Seitens unseres Vereins finden durch den Techniker des Lnndwirtsch a s tskninm er-Auss chnsses für Oberhessen, .Herrn Ereutz, folgende Vorträge über Pflege und Zucht .der Ziegen statt und zwar: 1. in O b v o r nhofen bei Wirt Karl Henzcl am S a m s- tag den 19. Februar l. I s., abends 7 Uhr, S. in Gießen int Hotel Einhorn am Sonntag den 20. Febrnar l. Zs., nach m.31/2 Uhr, 3. in Bellersheim bei Wirt Wilh. Kammer IV. a m Samstag den 5. Mär l. I s., abends 7 Uhr, 4. in Utphe bei Wirt Wilh. Tag am Sonntag den 6. März l. I s., n a cy m i t t a g s 3 Uhr, 5. in Inh ci den bei. Wirt Gg. Kayl am Sonntag den 6. Mär^ L I s., abends 7 Uhr. Zu recht sah freiet) ent Besuche dieser Vorrrage wird hiermit eingeladen. Gleillizuittg werden die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden der vorgenannten Orte um ortsübliche Bekanntmachung der Vorträge gebeten. Auen die .Herren Vorsitzenden der betreffenden Ortsznchtvereine weroen ersucht, ihrerseits für geniigeitdes Bekanntwerden der Vorträge und für zahlreichen Besuch derselben durey die Vereinsmitglieder zu sorgen. Gießen. 12. Februar 1910. Der Vorsitzende des Kreis-,iegenzuchtvereins Gießen. ___________Tr. erck, Großh. Regierungsrat.____________ Bekanrttmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Hungen siw 1910 liegt vom 17. d. Mts. ab acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei- Kaffee- und Tee- Import Kakao Schokoladen Giessen . .Kreuzplatz 9 Waaren- I flMl H JiMWR—HBIHIHIWIIlll W CV1 Marburg Wetzlar Frankfurt a. M. Wettergasse 41 Krämerstr. 10 Bibergasse 11 Kleiderstoffe schwarz weiss 90—110 cm breit von Mk. 1.— farbig bis Mk. 6.— Neu aufgenommen: Tuche u. Cheviots für Kostüme 120—140 cm breit. Moderne Phantasiegewebe. utendste Spezial- a T)ä ***** 1 hä a isfc der wohlschmeckendste und InHOlienS gehaltvollste Bohnenkaffee. d2% WMUWüßs (Medizinische SUinif, Klinikstrasze). Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend von 5—7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Ver- meidung von Ansteckung. D*/i Volt. QaetibeMich für die Schneiderei soeben erschienene (ais,'3 Ml-Wen-Illn Preis 60 Pfg. Zu haben bei A. Salomon & Cie. 2. Ziehung 2. KL 222. Kgl Prenss. Lotterie. Ziehung vom 12. Februar, nachmittags. die Gewinne Uber 96 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt, (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 355 481 315 16 49 828 1 043 176 209 395 451 61 65t 53 »ti 89 709 915 209t 126 35 309 607 72 743 81 873 87 3061 298 6^4 4894 986 5007 240 66 380 413 ( 200] 550 Fsooj 76 605 749 881 6141 48 224 43 510 51 781 829 933 7053 139 236 500 732 890 8173 456 737 847 50 64 986 9095 293 899 603 48 87 727 914 1O080 103 20t 46 431 591 700 817 11026 236 725 980 12141 93 337 82 435 502 72 608 [200] 905 13046 56 380 978 90 1 4170 989 1 5034 87 164 66 541 675 817 969 16139 287 330 401 607 929 17145 396 505 866 984 18296 588 733 1 9622 91 940 20046 86 [200] 197 [200] 743 21140 294 563 72 674 • 22144 78 410 56 551 [200] 733 822 43 77 23198 [400] 752 802 20 38 932 [200] 61 85 24636 25172 285 521 617 787 2 6040 241 358 418 543 89 765 862 70 925 2 7070 174 491 Ml 751 914 38 75 2 8528 95 847 984 2 9034 128 529 75 79 30048 191 280 34 [400] 87 89 435 543 743 97 3 1048 127 78 549 608 68 3 2109 21 239 58 [200] 633 [200] 783 90 869 914 81 33229 86 68 .302 39 695 981 34052 147 806 62 907 35080 [200] 115 284 591 610 93 705 3 6058 277 363 37110 [200] 516 756 802 75 9'1 74 3 8644 3 9009 74 17g 328 39 4S5 588 658 855 56 [200] 40280 489 608 833 4 1076 91 ICO [500] 620 [800] 48 968 86 42608 70 833 43139 305 84 409 20 87 849 62 44017 80 533 687 63 814 [ 200] 64 091 45119 39 SS 516 60 878 40144 49 97 305 678 87 781 47010 25 144 696 761 48046 184 517 [500] 49 208 13 587 712 50405 793 890 912 74 5 1 068 113 340 618 704 21 52353 455 532 4 4 716 88 911 53147 206 60 350 499 504 710 75 823 73 5 4138 281 300 11 484 SM 15 923 65 5 5374 910 91 56217 69 318 479 518 59 984 [200] 57075 93 313 401 3 567 953 [ 200] 71 58137 610 961 59031 47 367 407 571 685 97 867 [200] 900 56 6O0’’4 94 239 489 635 743 40 [200] 846 61130 95 221 86 599 606 54 6 2099 154 204 610 6 3060 70 315 43 599 741 81 851 64030 57 132 351 593 772 895 947 65135 226 41 729 827 932 [300] 66576 678 740 875 6 7292 322 556 038 779 835 6 8205 413 31 623 726 981 69009 243 57 62 93 1200] 589 628 706 18 837 71 70023 7 1064 101 56 220 91 99 388 520 712 72155 74 [200] 287 546 48 706 17 41 031 73256 338 457 559 68 781 818 76 92 924 54 74022 311 98 [200] 441 546 SO 607 778 939 75 75080 [200] 112 264 881 96 76238 440 633 [ 300] 49 59 834 38 77 965 77 77598 670 78181 621 80 [200] 772 [200] 916 18 79156 51S 930 80101 831 601 892 81066 174 [200] 450 55 661 735 IM 825 958 62 82117 26 773 83093 [200] 289 365 Ö86 602 40 91 875 [ 400] 972 8 4022 108 363 785 934 8 5008 183 63 92 363 426 739 71 964 [200] 86122 240 88 349 64 569 811 81 991 87001 407 36 61 557 8 8021 48 • 80 211 [200] 55 447 744 46 61 858 914 8 9057 501 689 90211 365 93 404 70 152 55 896 907 42 9 1 216 3.39 16 749 61 816 49 [200] 68 70 95 960 9 2330 630 791 96 835 945 68 91 93308 442 514 28 40 653 85 795 9 4329 433 08 589 786 [300] 610 9 5182 369 70 405 666 869 90021 •"•53 687 850 955 97100 334 67 154 511 613 026 [400] 90 98111 67 452 633 9 9366 450 501 666 858 03 1OO074 [200] 87 396 606 739 1 0 1 601 8 41 733 992 102 158 215 70 326 503 41 832 903 [300j 103 82 190 837 [200] 908 26 1 04173 222 335 95 526 629 1 05112 25 36 8 591 632 760 85 96 106316 24 607 30 722 66 99 953 [300] 107176 867 108132 471 670 782 1U0O93 295 370 443 546 765 805 [200] 110155 94 111391 9.3 750 838 112008 177 290 435 797 84 4 85 113251 617 44 400 1 14014 247 78 451) ! 613 16 [400] 90 738 64 855 115226 9!) 360 87 472 88 ' 95 715 96 110312 44 598 657 824 31 [200] 117043 IS 521 118018 80 173 93 257 382 [200] 553 [400] 636 76 736 [200 ] 8e;> 119180 453 653 85 [300] 792 [200] 804 [lOOOJ I 908 [300] Ob 120056 613 36 56 705 15 1 2 1 064 129 [200]. 280 1 598 775 826 006 1 22168 [200] 79 SlJ 433 . 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