EX3 Die heutige Nummer umsasit 10 Seiten. Liir neuer Abwehrversuch der hessischen ‘”9) Hainwald. ri8 318 worden sind. Der Finanzminister hat auch bei den hessischen Vcr- waltungseinrichtungen, die nicht allein nach der Sparsamkeitsrichtung verbesserungsbedürftig erscheinen mögen, die Ausgabe, seinen Einfluß. in allen Ressorts auf das kräftigste zur Geltung zu bringen. Im Schoße der Minister- Leratungen gibt es dazu zweifellos Gelegenheit genug. Ullg. I !M Mi 8V, vht und Gehilfen stehen, 2. die Beseitigung der gewerbsmäßigen L-tellenvernntt- lung dadurch eingelettet werde, daß die nach § 34 der Gewerbeordnung erforderliche Erlaubnis zum Betriebe künftig nicht mehr erteilt wird und 3. die gewerbsmäßige Herausgabe von Vakanzenlisten Verbo teil wird. « teto Ttein'b Garten, n ^esevgvereiuL 5« Hahn (Slaoiet). in: es Reichs, undlichileingeladen. Lmtrilt 20 Pfg. ischer Verband. Nr. 14 / , Der «leftener Xnjetger erscheint täglich ander Sonntags. ^Beilagen: viermal wöchentlich SiehenerZamilirnblStttr; iioennalwöchentl.Nreir- blatt für den Ureis Stehen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land« wirtschaftliche Seitsrageu »Ng. 'erben- Nt tafa. 385 Eintritt frei D*‘/i Hessens aus der Eisenbahngemeinschaft es 1.... Ausgleichsfonds dauernd die Mittel zuzuführen, bie ju einer I angemessenen Schuldentilgung ausreichen und zudem der laufenden Verwaltung einen festen Betrag gewährleisten, ist von der Regierung nunmehr vorgeschlagen, die Eisenbahneinnahmcn in erstes ^inie zu einer angemessenen Tilgung der bedenklich angewachsenen । Staatsschuld zu verwenden und das Gleichgewicht im Staatshaus-1 halt ohne Rücksicht auf die Eiscnbahneinnahmen hcrzustellen. Das müßte iebenfalls den Beifall aller derer finden, welche gegen den Finanzminister den Vorwurf erheben, „er habe das Staatsbudget auf die schwankenden Eisenbahneinnahmen aufgebaut". Der Gesetzentwurf über die Schuldentilgung stellt sich hiernach aber auch als eine folgerichtige Fortführung der dem Gesetz über die Bildung eines Ausgleichsfonds zu gründe liegenden Gedanken dar. Aus dieses Gesetz hatte auch keineswegs, wie ein Blatt in diesen Tagen schrieb, „die Regierung die stolzesten Hoffnungen gesetzt". Rach der Begründung des Gesetzentwurfs dürste vielmehr „keineswegs erwartet werden, daß nach Inkrafttreten dieses Gesetzes etwa alle finanziellen Schwierigkeiten des hessischen Staates dauernd beseitigt sein werden"; es konnte „darin nur der erste Schritt in den Bestrebungen zur Erreichung dieses Ziels erblickt werden"._____ ___ eu» r UrftM Kressen. . LcraKeubabrr mW insbesondere uniert ynen sehr miltommen Ter Vorstand. ijä Ihr, Last Ebel -Dortmund, über Deutschland und die französischen Zölle. Der „Temps" veröffentlicht ein Schreiben des Mitgliedes der Nürnberger Handelskammer, Bing, m welchem eingehend die bedauerlichen Folgen der fron- sich der Staat bei der jetzigen Finanzlage am allerwenigste leisten. | Aber abgesehen davon, paßt eine Universität kaum tn das Milieu Frankfurts. Denn schließlich fall an emer Universität doch gearbeitet werden. Die vielerlei Zerstreuungen aber, welche orair* hüt bietet, geben wenig Gewähr dafür, vast hier mehr gearbeitet ro-erbeii würde, als in den eben ausgezählten kleineren Univeriitats- I 1 Labten der Umgegend Frankfurts. Es ist als sicher anzunehmeii,! daß das Grvßsdadtleben viele Abiturienten von bem Besuch der übrigen Unwersitäten zugunsten Franllurts ablenken wurde, was einerseits, wie idjon gesagt, zum Schaden der rungen Leute selbst sein, andererseits aber eine öwnkurrniz bedeuten lvurde, me sich der Staat, der in den Universitäten der kleineren Städte gwtzss Kapitalien investiert hat, selbst machen würde. Man fann doch billigerweise nicht verlangen, daß sich der^staat ol/ne Jcot selbst schädigt zugunsten einender reichsten Städte ^iMtldstauds, zugunsten einer neuen Universität, die wahrscheinlich das Bestreben zeigen würde, sich der Staatsaufsicht so viel wie möglich, zu entziehen. Die Verneinung deS allgemeinen wie des speziellen Bedurs- nisses in Verbindung mit einem der ArbeitSsreudigteit des Ltu- dierenden Abbruch tuenden Milieus tonn aber um so weniger | au einer Neugrüiidung reizen, als man wohl nickst mit Unrcdyt । I annebmen darf, daß mit dieser Gründung nur ent neuer Herd des sattsam bekannten Kathederfazialismus eingerichtet werden würde, den zu vermehren wahrhaftig nicht Ausgabe des Staates sein kann. Fügt man noch hinzu, daß die EuimoHuerschaist der kleinere und mittleren Universitätsstädte ui ihren l§xiltenzb^ dinaungen zugunsten einer überaus reichen Kommune erheblich geschädigt würde, wenn sich, was doch sehr wahrsd)eilUich, em aros-.er Teil der Studierenden der neuen Großstadt-Universitati -.uu-enden würde, so kann man nur hoffen, daß der Wunsch der Frankfurter Börsemnänner von der Regierung alö gänzlich un- angebrackster angesehen wird. zmanzminlftermmr. Das hessische Finanzministerium hat in ber „Darmstädter Zeitung" wiederum eine Darstellung erscheinen lassen, die sich gegen bie Kritik der ^inanzvcr Wallung richtet. Es ist anzuerkennen, daß auch diese amtliche Ertviderung in einem ruhigen, sachlichen Ton erfolgt ist und in der Tat manche bisher verbrettete Anschauung richtig stellt. Die Aufklärung über die Schaffung und Wirkung des Ausgleichsfonds und die Verwendung der Eisenbahnüberschüsse mag, man willkommen heißen, aber gerade damit, daß die Rc-> gierung verwaltungstechnisch ein gutes Bild ützer Einnahmen und Ausgaben in oen Händen hatte, steht die sonstige Allßwirtschast und Außerachtsetzung der Sparsamkeit nicht im Einklang. Wir verkennen *eS durchaus nicht, daß in unserem hessischen Parlament der Drang nach Neueinrichtungen — man mag es „Fortschritt" oder anders nennen — besonders lebhaft war und daß all die Jahre hindurch die Parteien geradezu miteinander wetteiferten, neue Ausgaben zu bewilligen. Hier war es aber die erste Aufgabe des Frnanzministers, ohne Rücksicht auf irgendwelche Parteirücksichten, auch auf die Gefahr hin, als minder „liberal" be- zeick)net zu werden, zum Sammeln zu blasen und die Anerkennung des Grundsatzes zu erzwingen, daß mein sich nach der Decke strecken muß. Wir mußten uns darüber wundern, daß noch in diesen letzten Tagen in der amtlichen Haushaltsaufstellung Posten erschienen sind, die vom Ausschuß der Zweiten Kammer mit Recht als höchst überflüssig gestrichen Aus dem Reichstage. • Berlin, 17. Jäm Die Fertigstellung des Haushalts wird jetzt den Arbeus- abschnitt des Reichstages bis 5ü|ieni beherrschen. Vorher soll noch mit den vom Beginn der Tagung unerledigt gebliebenen Ansragen aufgeräumt werden. Auf der heutigen Tagesordnung standen drei solcher Fragen. Zunächst fragen Nationalliberale und Zentrum nach ber Pe n s ion S ve r s i che ru n * der Privatange st eilten. Verschiedene Auslassungen in ber Presse, über beten offiziösen Ursprung man nicht redst im klaren ist, haben in den Kreisen der Privatbeamten beunruhigend gewirkt, unb baS Schweigen der Regierung seit dem Wechsel in beit hohen Reichsämtern war nicht gerade dazu angetan, die Beunruhigung zu dämpfen. Es gingen Gerüchte über Aeußerungen des neuen Resfartchess, der fick in einem Privatgespräch mit Ziemlicher Bestimmtheit dahin geäusiert haben soll, daß die Pen- sionsv Sicherung nicht kommen werde, ja sogar daß sie nicht Kommen könne. Ter Äbg. S i t t a r t, der, wie ein Spötter meinte, 5».- .-..LS» ä'k;"1"“6 D'/, ;iib j beim Reichstage Rechnungsrat Galle. Dar Reichstag hat seinerzeit den Beschluß gefaßt, aus dem Kaufmannsstande zu berufende Aufsichtsbeamte als Handelsinspektoren einzuführen, welche au Stelle der Polizeibeamten die Durchführung der Bestimmungen zum Schutze der Gehilfen und Lehrlinge überwachen sollten. Me ivir hören, besteht bei dem Bundesräte keine Neigung, diesem Beschlüsse Folge zu geben. — Auch der vom Reichstag angeregte Gedanke der Ausarbeitung eines Gesetzes über die Freiheit des Gr undeigentums- erwerbes fand im Bundesräte keine Zustimmung. Berliner Blätter verzeichnen das Gerücht: die „Tä g l. Rundschau" sei vom Abg. Schwabach angekauft worden. Die Natl. Korresp. stellt fest, daß an diesem Gerücht kein lvahres Wort ist. Die von verschiedenen Zeitungen verbrettete Nachricht, [bie Grubenbesitzer im Ruhrrevier entfalteten eine fieberhafte Tätigkeit, um Arbeiter auS dem Auslande und den östlichen Bezirken Deutschlands heranzuziehen, sind nach den Mitteilungen des Zechenverbandes unzutreffend. Wie mitgeteilt wird, sind allerdings eine Reihe von 2inge- boten auf Zuführung von Arbeitskräften auch aus dem Auslande beim Zecheuverbande eingegangen, aber bis jetzt ist nicht ein Einziger berücksichtigt worden. Auch die Nachricht, den Angeworbenen seien Lohnversprechungen gemacht worden, die nicht gehalten wurden, wird als unrichtig be- | zeichnet. Erstes Blatt 160. Jahrgang Dienstag 18. Jammr 1OZO GletzenerAnzelgerW ZW General-Anzeiger sm Oberheffen MM far die Tagesnmnnier «otallon^druck und verlaa der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteiudruckeret N. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. ^„zei'aente?!: H. Beck, bis vormittags 9 Uhr. p ------—- m Bcrttcttmg ixö Herzogs von Ävenberg bie Anfrage des Zentiums lzöfifchen Z o l l e r h ü h u n g für die Ausfuhr oerich'eLencr begrünbete, und der Sprecher für bie den ^tarnen Bastermann f deutscher Erzeugnisse nach Frankreich, sowte für die oelitfcy tragende Anftage der Nationalliberalen, Dr. ©trcfemann,|f önr$cn Handelsbeziehungen überhaupt daraelegt werden, machten sick) heute zum Sprad>vol)r der Stimmungen uad Ford- knüpft hieran u. a. folgende Bemerkungen: W Mim s wes* -sä trwsssrsrs BgWtig» gEfasas s ä«äx « »Wffl -Ist « dem Reichstage gebradst werben inüffe. Herr eittart hat ein teibignng ihm,letzt anvertraur^ttu Herz für bie Nöte des Herrn Delbrück; er ist bereit, ihm L>dwn- ICölOHiCH. iett zu gewähren bis „spätefwns zum Zuftanbevominen ber neuen «»»vihvih Reichsversidierunasorbnnng". Tie Klarheit unb Wahrheit, um] — Die Reitt ier anfzucht in Deut>oftafrira. Wie Die er den Staatssekretär bat, wurde ihm wenigstens in dieser ans aus Berlin mitgetedt ro^l ^nerdin^ fchn Beziehung zuteil. Auch Herr Delbrück ist mit allen Parteien, aus- zweifelhaft erscheinen,,ob bie tatag m b e b r a » ab , geiwmmcn bas Zentrum, ber Meinung, baß eS erstens schon nicht Reitiiere wirklichen Ersvlg verspricht. bie in btejer I angebe, bas schwierige Werk der ReM)sver>iÄerungsorbnung auch Beziehung auf der noch mit dieser Frage zu belasten unb baß man vor allem die zwei Zebrafahlen in dem DEÜttefalge,^ A^^nü ist Privatangestellten nickst vertrösten kistuie, bis bie Durchberatung zur Zufriedenheit ausgefalien. DsTst der sieben- ober achthundert Paragraphen dieser sehr fassenden whr schwierig, mngeZebraS ^upmgenfnb^nn tor allen Lmb komvlirierten Vorlage endlich geglückt sein wirb. Aber iw Dingen bereiter die Aufzucht der Tiere swstcn, uow Ägm war L was ^rr Delbrück aus U Anfragen zu er- Zeit und sehr, viel Mühe, wobei 'toch SU bedenten ist, daß klär m hatte, leider sehr wenig positiv, und die Redner gaben m VerwiMdung im prakti, chen^mne eine sehr der cinftmimig besckstosjenen Besprechung ihrem Unmut zumteü Liebhaber für die Tiw^-"i^ vv^an^i,^ cLästigen Älusdruck. Herr Delbrück begann mit einer caWu) Mfc aiub ton eäneMt 2lS= bewevolentiae, indem er auf die außerordentliche Fülle von Auf- Rnito scschemt, die sich für Prlvalleute kaum empsieytn m»- gaben hinwies, die ihm sein Amtsvorganger hinterlassen habe, schlaggebend für du: Beurteilung jZebr^ für Heber das wüstere schwieg der Stliatsickretär fich aus, und er ist aber besviiders die nunmehr sLststehLnde -ioahrnehmung, daß d X ÄÄÄ &Val5 ber Wg.'§o rma nnbigt worden. Sie bettisst die Unter,tützung der durch die neue stehen, welchem Ucbelfambe mzm durch besferc UuSwaU bei 3.1er neuerdings wieder „der Vorwurf erhoben worden, er habe das ^tcun: arbeitslos aewordeneu Sabafar beitet. ÜD-err Geyer beider Geickstechter steuern Witt. —----------—-----;.— Staatsbudget in erster Linie auf bie schwankenden Einnahmen ber |Tagte im Namen ber Soziawenwkrcüen. Der günstige Eindruck,-- Eisenbahnen aufgebaut, oVjne. mit der Möglichkeft zu rechnen, datz ber Lester des Reichssckmtzamtes bei seinem ersten Auftreten LIUS in Zeiten rückläustger Konjunktur diese Eümahmequelle bedenv' \ neuat Anuc auf den Reichstag gemacht hatte, tonnte durch ] Der Hessische Gauverbcmd gegen den Alkohousmus yap fach verswpft werden kann unb damit der Ausgleichung des Budgets! heutigen Erklärungen mir noch verstärkt werden. an h^e Zweite Kammer die Eingabe gerichtet, durch große Schwierigkcüen. entstcheu." . . , □--w---------- 1 1 — r;new Beschluß darauf hinzuwirken, daß der Flaschen- 1u6 Äft p«"'tisch- Las-Sschatt- bierh Z^el k°nz°I^Mcht>g unb von der Betmrstnz. W SW» der MW nachdem % natwnailibe- W preußischen Eiscnlxchngemeinschast -™ ab bie Rernüberschüsse der ZellunaSstimme über die Frankfurter Universitätsfrage innen Teutichlaiids (SiY Hamburg), hat Staatseisenbalmen m ihren vollen Beträgen, von 1900 ab nach E Zetrung strmm ü Meinung ber freikonserva- einzutreten, daß durch Rmchsgefch Beftrmmungen getroffen Abzug cmes Teilbetrages zur ^chuldeMilgung, für me Zwecke yaoen,roi B werden, wonach ®Ät*sS&W» 1903 in feft ’Ä W'ÄÄStf (SS'"'»!lAS1» tretene Gesetz über den AusaleichsfaudS hatte daher neben anoerem ftage eine erste, aus,chlaggcherwe Rolle spielt. Man wird __ in§beronbere neben ber Aufgabe, eine stärkere Sckmlbentilgung \ geben müssen, baß, wenn ein Bedurinfa Mk ^eugristfaung einer " S EÄ W ^nmal d^Berwendung Universität sich fühlbar gemacht hätte, Dies wenigstens in cutcin ber Eisenbahnüberschüsse für die lausende Benvaltung^ aus einen Teile der Fachpresse oder der ^M^Scittnigen ^^rt worden Ware, 'jv'frnfl »it hparen’en unb damit zu verhüten, daß weiterhin | Nirgends hat man davon etwas gehört. E^ mag autzer <3 GS® hlte Slnäga tot 8«iaS mirben; riKilidjtioung Heilen, ba& von einem. Riich-nge d-r ö-hl der _____________ d-M^her durch Mnfawnlung SM btr Vrrw-ltwis in outen swdM^n an emlgen -^ichM UnwM^geivwckml Deutsche» Reich. Su entMmb«! $eüe ber (Siienlalnütai^i)« «n=>.JonM bÄ« tSS Beim Reichskanzler unb Frau v. Lethmann- 1 & S bauet^bc Ericheinung?Aber cs hat irch trotz ber fortschr-itenb-n Hollwsg sand am Ädontag abend zu l^ren des hier an. De?ÄÄeK°>chsbekanntlich Ende des RechmngS- Zunahme in ber Zahl bet Srnmaltirulievtoitot. meiftat lüc;enben Statthalters von EIsah-Lothrlnge>i labres üöü M dm Bttrag °°u rund sechs MMionen angewachsen. lLutichrn iluwersillitkN auch nngends herausgr bellt. b-tz em Ueh^- b„ WHn 0. Wedel ein Tiner ,tatt, zu dem -mß-rDem Er Hai b-m Ägetragmn^dab man über die Jahre 1907 unb 15)08 [mnü der Lbrer wrb-nden war-, - £>B I * bte ,fc*ng U^ere Anladung-n ergangen sind. nach eme weitere Jnanspn-chnahme ber Iteuerkrast des L-K-s em°r werteren tt-aenden tzock ^l^°u^L>riur- Die Zahl der beim LrSensseit ans g ez er ch n e ton hinausgetommen ist, wie b-raus lernet auch ein erheblicher Teil nat durch die m d« Nahe senden ^ochlchu^i "J, ,^3 Parlamentarier ist, so schreibt man uns aus Berlin, des Sehlbettages für 1909 gedeckt werden tonn. . und «NmÄächein diesem Jahre nur gering; von Abgeordneten des Reiche Aus bet tirtmntniS. beb bie Entwicklung ber toubetftf>u[(e mch S ^^9 m-3r | Statten ber aiabemilchm tags unb Landtags erhielten: den roten Wlcrorden S. »lalle: .1^ | WLLVN ÄiÄ i» Srauksurt -. M. nur als Beuchelt (t°ns.)?Labr°tse (Lothringer), Frhr. v. Wchthosen äberslüssiaer Lurus Misgesaßt werden könnte. Eüien solchcii kann (kons.) .den roten Adlerorden 4. .Klusse: Dr. Barwrnkel (nall.' ' ' ' 1 - ------'—---"—*—' 'v. BAow-Homburg (natl.), Ausluge (Ztr.), Dr. Heckscher (frf. Vpt.), v. Hennings (kons.), Nacken (Ztr.), Edler Hans zu Putlitz (kons.), Scherrc (Rchpt.), Wilde (natl.), den Kronen- oroen 3. Klasse: Dr. Blankenborn (natl.), v. Dewitz (frks.'>. Gypling (frs. Vpt.), Dr. Pachnicke (frf. Bgg.), v. Quast (kons.ß Rimpau (itotL), v. d. Wense (Rchspt.). — F-erner erhielt den roten Adlerorden 4. Klasse der Stellvertreter des Direktors etL Ausland. Aus Ofenpest wird gcmclbct: Die Mini sterliste, die ,im „Amtsblatt" veröffentlicht wird, lautet folgendermaßen: Präsidium: Gras Khun Hedervary, der auch das Ministerium des Innern leitet und interimistisch das Amt dcS Ministers für Kroatien und eines solchen des Mgl. Hoflagers bekleiden wird: Finanzminister: Ladislaus Luka cs: Handels Minister: Starl Hicronymi: Ackerbauminister: Gras Sereiryi: Justizminister: Kronanwalt Dr. Sz ekelt), der provisorisch auch das Kultusministerium übernimmt. Am 18. d. Mts. findet in Wien die Vereidigung der neuen Minister statt. Aus London wird gemeldet: Das Ergebnis der Wahlen bis 1 Uhr früh (Dienstag) ist folgendes: Gewählt sind 92 Unionisten, 77 Liberale, 16 Mitglieder der Arbeiterpartei, 13 Nationalisten. Die Unionisten gewinnen 37 Sitze, die Liberalen 7, die Arbetterpartei gewann einen. Der schwedisches Reichstag wurde vom König mit einer Thronrede eröffnet, welche die Beziehungen zu den aus- lvärtigen Mächten als gute bezeichnet und hervorhebt, daß der alte schwedisch-norwegische Grcnzstteit endlich durch Schiedsgericht geregelt sei. Ein Gesetzentwurf bctr. die Revision des Zolltarifs soll demnächst vorgelegt werden. Ungeachtet der großen Ersparnisse für 1911, in welchem Jahre die Gesamtsumme der Erfordernisse geringer ist als diejenige für 1910, würden neue Steuern notwendig sein, unter anderem die Erhöhung des 'Lingangszolles auf Kaffee, der Erbschaftssteuer, und ebenso der Einkommen- und Vermögenssteuer. Das Budget für 1911 bilanziere mit 229 411000 Kronen. Unter den bedeutendsten Er- tordernissetl befinde sich dasjenige fürBerkehrswegeiuHöhe von 13 313 000 Kronen. 21 ns Stadt uitö Land. Gießen, 18. Januar 1910. ** Tageskalender für Dienstag, 18. Jan. Stadt- it he ater: Tantris der Narr. Anfang 8 Uhr. Reichs gründungs feier, veranstaltet vom Alldeutschen Verband. .Abends 81/2 Uhr in Steins Garten. * ** Prinz Wald emar von Preußen kam heute vormittag 8 Uhr auf dem hiesigen Bahnhof an, tvo er ein von Bahnhofsresbaurateur Niemann geliefertes Frühstück in seinem Salonwagen einnahm. Ter Prinz kam von Stiel und fuhr nach kurzem Aufenthalt nach Straßburg weiter. * "'■ Aus dem Militär-Wochenblatt. Porath, Militär-Baumsp., technischer Hilfsarbeiter bei der Jntend. des Gardekorps, als Vorstand des Militär - Bauamts I nach 'Mainz, Dupont, Militär-Baumsp. in Mainz, als technischer Hilfsarbeiter zur Jntend. des GardekorpS, Peters, Jntcn- danturcat von der Intendantur deS 18. Armeekorps, zu der des 10. Armeekorps versetzt. i "* Erledigte Lehrerstellen. Eine mit einem Katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu K'lein-Steinheirn. Ihrem Inhaber ,rönnen die Funktionen eines Hauptlehrers an dieser Schule gegen besondere Vergütung übertragen werden. Zwei mit eüang. Lehrern zu besetzende Lehrerstellen an der Ge- 'meindeschule zu W ö r r st a d t. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu Bodenheim. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindoschule zu Ober- iS au lh eim. * • Nationalliberaler Verein Gießen. In der gestrigen Sitzung des hies. Natlib. Vereins im Cafs Ebel jljielt Herr Prof. Altendorf eine mit lebhaftem Beifall auf- benommene Rede über die Geschichte des Deutschen National- wereins. Er legte die Bestrebungen dieses Vereins in ihren fielen auf die Gründung eines nationalen Reiches dar, zeigte 'die Kämpfe, die jene Männer zu bestehen hatten, die Hoffnungen, die man von der Einigung Deutschlands in geradezu prophetischer Weise erwartete, legte die noch bestehenden iMeinungsunterschiede betreffs dcS Endzieles — ob großdeutsch oder kleindeutsch — und die Mißverständnisse gegenüber der Bismarck'schcn Politik dar, die erst nach 1866 eine Klärung fanden. Die Rede gab ein anschauliches' Bild von !der Mitarbeit des Nationalvcreins an der Bereitung deS !BodenS für die 1871 erfolgte Einigung unseres deutschen Vaterlandes. — An die Rede schloß sich eine Ehrung des Stadtverordneten Ludwig Petri II. an, der von Anbeginn an Mitglied des Nationaloereins war. Der Nationalllberale Verein Gießen ernannte Herrn Petri zum Ehrenmitglied deS Vereins und zum lebenslänglichen Mitglied seines Vorstandes. Die Widmung wurde ihm in Gestalt einer Mappe mit entsprechender Inschrift vom Vorsitzenden über- reicht. Nach Dankesworten des Herrn Petri machte cr rmd einige Herren noch weitere interessante Mitteilungen über Vor- kommniffe jener Zeit. Hieran schloß sich eine Besprechung der hessischen Wahlrechtsreform. Sic hatte das Ergebnis, daß die neulich gefaßte Entschließung deS Vorstandes, die die praktische Politik der hessischen nationalllberalen Landtagsfraktion billigte, die volle Zustimmung der Versammlung fand. Dann folgten Mitteilungen über die Organisation in unserem Reichstagswahlkreise, die erfreuliche Fortschritte aufwies und den leitenden Kräften warmen Dank seitens der Versammlung eintrug. Den Schluß bildete eine Reihe das Vereinsleben betreffende Mitteilungen. ” Studentische Unterrichtskurse für Arbeiter und Unterbeamte. Der zweite der geplanten Einzelvorträge findet Freitag, 21. Januar, abends 8x/2 Uhr, im Hörsaal 2 der Universität statt. Privatdozent Dr. Laubenheimer wird über ,Die Tuberkulose und ihre Be- kämpsung* sprechen. Eingeladen sind, wie wiederholt festgestellt sei, nicht nur die Teilnehmer an den Kursen, sondern alle Arbeiter und Unterbeamte mit ihren erwachsenen Familienangehörigen. * * Von der Straßenbahn. Vom 1.—15. Jan. fuhren mit der elektrischen Straßenbahn 45 599 Personen vder im Durchschnitt jeden Tag 3040 Fahrgäste. Im ganzen bedienten sich des neuen Verkehrsmittels seit oer Betriebseröfsnung bis 15. Januar, also in 56 Tagen-, 204 457 Personen oder täglich im Durchschnitt 3671. Die Einnahmen der Straßenbahn betrugen vorn 20. bis Ende November 4722.77 Mk., im Dezember 10 777,46 Mk., vom 1.-—15. Jan. 4438.08 Ml., im ganzen 19 938.31 Mk. (durchschnittlich jeoen Tag 356.11 Mk.). In dieser Summe ist der Betrag für verlauste, noch nicht benutzte Fahrmarten mit rund 600 Akk., die schon vereinnahmt wurden, nicht enthalten. * * Opern gastspiel des Darmstädter Hostheaters. Die letzte Opernaufsührung dieses Winters findet am Mittwoch, 26. Jan., statt. Zur Ausführung kommt „Mignon". Turnerisches. Ter Gauanoschuß des Turugaues Hessen hielt am Sonntag hier eine Sitzung ab, in der u. a. der Gauturntag au, den 1 3. M u r z festgesetzt wurde. Er wird wieder hier in Steins CVarten staUfiuden. Mit der WhaUung des Gauturnfestes in Grünberg am 3. und 4. Juli eriiärie sich der Ausschuß grundsätzlich einverstanden. Er gab aber dem Tv. Grünberg zur Erwägung anheim, ob sich nicht mit Rücksicht auf das Hoherodskopffest und das in Alsfeld geplante Radfahrerfest, für die die gleichen Tage in Aussicht genommen sind, eine Verschiebung auf den darauffolgenden Sonntag empfehle. Ferner wurde noch mit» geteilt, daß am 30. Januar zu Lauterbach, dem Geburtsort von Adolf Spieß, eine Gedächtnisfeier aus Anlaß des 100. Geburtstages des Begründers des deutschen Schulturnens stattfinden wird. Die Gauvereine sollen gebeten werden, hierzu Abordnungen zu entsenden. — Am Vormittag desselben Tages fand in der Halle des Mw. ein Turnen der geübteren Turner des Gaues statt, bei dem sehr gute und interessante Uebungen gezeigt wurden. — Wie uns aus Schotten mitgeteilt wird, will der dortige Turnverein beantragen, in diesem Jahre wieder ein Be r g - wetturnen auf dem Hoherodswpf abzuhalten. — Am 15. Januar erschien die 1. Nummer einer „Turnzeitung für den Kreis Mittelrhein", die im Aufwage der Kreisleitung von Prof. Warn,er in Butzbach herausgegeben wird. * * Im Kolosseum eröffnete gestern das Frankfurter Intime Theater, oas von Direktor Valle ausgezeichnet geleitet wird, vor fast ausverlaustem Hause sein hiesiges Gastspiel. Ohne uns in Einzelheiten zu verlieren, können wir feststellen, daß das Programm recht geschmackvoll zu- sammengestellt war und sich den lebhaften Beifall der zahlreichen Zuschauer errang. Und dieser Beifall war, sowohl was die einzelnen wirklich guten Kräfte anbelangt, als auch für die Art und Weise der Darbietungen voll berechtigt. Neben den Damen Krautz und Marlor, die sich als gute Sängerinnen vorstellten — Frl. Krautz ist von ihrem früheren Auftreten hier noch in bester Erinnerung —, sanden namentlich der Bekannte ehemalige Charakterkomiler am Klavier von Wolzogens buntem Theater, der beliebte Fredy und der „Consereneier" der Truppe Renard, der auch als Darsteller und Sänger sehr anerkennenswert war, sehr starken Beifall Sehr hübsch war au.cf) der Apachentanz und stürmische Hetterccit erregten die beiden luftigen Schwänke: Biedermeier und Frau und Der Geldbriefträger, die beide recht flott und graziös gespielt wurden. Auf die einzelnen Darsteller kommen wir demnächst noch ausführlicher zurück. • * Das Kaiserpanorama bringt eine prächtige Serie zur Ausstellung und zwar die Wartburg, Eisenach, das An n atal usw. In vorzüglichen und plastisch zur Wirkung kommenden Aufnahmen findet der Besucher die Wartburg, die neben der malerischen Altertümlichkeit der Burghöfe usw. besonders im Innern das Auge fesselt. Hier sieht man den Bankettsaal, das Landarafenzimmer, die Sängerlaube, den Rüstungssaal, den Elisabethgang, das Zimmer, in dem Luther die Bibel übersetzte usw. Besonders schon ist der Ausblick auf Thüringen von der Wartburg aus. Von Eisenach werden der Nikolai- platz mit dem Lutherdenkmal, der Markt mit dem Schloß und dem Gcorgsbrunuen, das alte Lutherhaus, das charakteristische Denkmal Sebastian Bachs, der moderne Pfarrberg, das elegante Nurhans „Fürstenhof", die Karolinenquelle und die Reuter-Villa am Fuße der Wartburg gezeigt. Ganz entzückende Bilder Bieten die Trachenfchlucht, das malerische Annatal, der Ausblick vom Burschenschafts-Denk- mal, Friedrichsroda, die Burgruine Liebenstein u. a. m. Jedenfalls verdient die Serie regste Beachtung. * * Eine Probealarmierung. Gestern abend wurde der hier Rationierte Hilfszug zur Probefahrt nach Bad-Nauheim alarmiert. Um 6 Uhr 22 Min. traf das Telegramm hier ein, um 6 Uhr 56 Min. fuhr der Hilfszug schon ab. Der Zug bestand aus Lokomotive, Arztwageu, Gerätewagen, Mannschaftswagen. Die erforderliche Aufräumungsmannschaft, sowie die znm Sanitätsdienst ausgebildeten Leute, letztere unter Führung des Bahnarztes, Sanitätsrat Dr. Zinßer begleiteten den Zug. In Bad-Nauheim wurde der Hilfszug von einigen Mitgliedern der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. erwartet. Diese ließen einige Hebungen im Ein- und Ausladen, sowie im Verbrnden von Verletzten vornehmen unb sprachen zum Schlüsse ihre Befriedigung über das rasche Eintreffen des Hilfszuges, sowie die gute Ausführung der Hebungen aus. ** Dieb stah 1. Einem hie'igen Uhrmacher wurde gestern abend der an seinem Laden außen angebrachte Schaukasten zertrümmert und daraus zwei Uhren im Werte von 24 "Mk. gestohlen. Als Täter wurden bret Schuljungen im Alter von 11 bis 13 Jahren festgestellt. Die Uhren fanden sich in ihrem Besitz. Es sind dieselben Jungen, die in letzter Zett eine Anzahl Ladendiebstähle begingen. ** Ehrung eines Gießeners. Am 15. Januar hat der Großherzog von Baden dem Fabrilanten Karl Junker — einem geborenen Gießener — in Firma Junker u. Ruh in Karlsruhe — zu seinem 70. Geburtslage den Tnel als Kv mmerzien- rat verliehen, nachdem ihm schon vor Jahren hohe Ordensuus- ^£1(1)innigen zuteil geworden waren. R. Annerod, 17. Jan. Pfarrer D. Dr. Diehl aus Darmstadt hielt am Sonntag auf Anregung des Ortsgeiftlichen Pfarrer Groth (Rödgen) in unserer Kirche einen Vortrag über den 3 0 jährigcn Krieg. In lebenbftildjen Bildern zog jene traurige Zeit an unserem geistigen Auge vorüber. Sie brachte unseren Vorfahren großes Leid: Hab und Gut ging verloren, ihre Ehre, d. h. ihr Bekenntnis, wurde geraubt, Pestilenz und teure Zeit machten das Leben unerträglich schwer. Schon in den ersten Kriegsjahren wurde das nördliche Oberhessen von den wilden Scharen des Herzogs Christian von Braunschweig verwüstet. Nach den ersten erfolgreichen Vorstößen der Kaiserlichen setzte die Gegenreformation ein, die viele hessische Protestanten, besonders im heutigen Starkenburg, zwangsweise wieder dem Katholizismus zuführte. Folgenschwerer für unsere Gegend war der Ausgang der Schlacht bei Nördlingen (1634). Den abziehenden Schweden folgten die siegreichen Heere der Liga durch unsere heimatliche Landschaft. Der Bauer floh vor den verwilderten Horden in die befestigten Städte (Gießen, Grünberg, Alsfeld usw.). Hier mangelte es bald den auf engem Raum zusammengepferchten Flüchtlingen an Nahrung und Obdach, und der „schwarze Tod" hielt in ihren Reihen, besonders im Jahre 1635, furchtbare Ernten. Trotzdem verzagten die Leute nicht, auch in der allergrößten Not. Passende Lieder des Kirchen- und Schülerchores unter Leitung des Lehrers Euler umrahmten den Vortrag des Redners. Am Schlüsse dankte Pfarrer Groth allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten, besonders dem Vortragenden, für ihre Mühewaltung. 4 Lich, 17. Jan. Der Krieger verein hictt am Samstag abend unter dem Vorsitz von Metzgermeister Louis Heller im Holländischen Hos seine Generalversammlung ab. Der Rechenschaftsbericht und die Rechnungsablage ergaben eine günstige Entwicklung des Vereins. Es wurde u. a. beschlossen, den Geburtstag des Kaisers in diesem Jahre in größerem Maß stabe zu begehen und zwar am daraus lolgen. en Sonntag. Für den Nack>- mittag ist bereits die Kapelle des Leib-Dragoner-Regimenls Nr. 24 aus Darmstadt, für ein Konzert gewonnen. Avenos soll eine AtendunterhaUung mü lebenden Bildern und Ball veranstaltet werden. — Queckborn, 17. Jan. In der vorigen Woche tvurde der neue D ampfkesfel von Herrn Weinbrenner in Neuntirchen zur Erweiterung für'das der Stadt Gießen gehörige Wasser wert von unserm Bahnhof an die Pumpstation gebracht. Er hat ein Gewicht von 320 Zentnern und der zu seiner Beförderung dienende Wagen wog 80 Zentner. Zum Transport waren 10 starke Pferde notig, die von Herrn Wilhelm Jost als Unternehmer der Fuhren in unserem Orte gestellt wurden. Als um ein Uhr die Pferde angespannt wurden, war dec Bahnhof von fast der ganzen Gemeinde besetzt worden, die mit großer Spannung der Sache zusah. Beim ersten Versuch, den gewaltigen Kessel abzufahren, gingen einige Zugketten entzwei. Beim zweiten Anfahren gelang es, ’ ein Stück fortzufahren. Man brachte die Räder auf eiserne Platten, daß sie auf dem neuen Bahnhofsweg nicht hinuntersanken. Mit großer Mühe kam man um 1/24 Uhr an Ort und Stelle an, ohne daß ein Unfall vorgekommen war. Die hiesigen Einwohner hatten in hilfsbereiter Weise durch Ziehen und Drücken den Pferden große Erleichterung verschafft. X Aus Bern Lumdatal, 17. Jan. In bat letzten Jahren hat die Ueberschwemmungsgefahr der Lumda bedeutend abgenommen, da eine Anzahl Orte des Tales eine Re- gulterung des Flußlaufes durchführten. Neben der Besettigung der UebÄchwemmungsgefahr für die tiefgelegenen Aecker wurde auch durch den Wegfall der vielen Krümmungen Gelände gewonnen. Neuerdings hat die Gemeinde Mainzlar beschlossen, die Lumda an ihrer Gemarkung zu regulieren. Tie Kosten sind zu 12 000 Mk. veranschlagt. x Von der oberen Nidda, 16. Jan. Die von einer Anzahl Orten im Vogelsberg gemeldete Masern- epidentie herrscht auch in Unter-Schmitten und EtchelSdorf. In letzterem Orte sind tue Schulen geschlossen. Tie Krankheit verläuft bis jetzt normal. Merk- rvürdigerweise ist das zwischen beiden Otten liegende Ober- Schmttten von der Krankheit verschont. — Gegenwärtig tst ein sehr schlimmer Schädling der Beerensträucher und Steinobstbäume an der Arbeit — der Blutfink ober Dompfaff. Dieser so schon gezeichnete Vogel, tvelcher sich während des Sommers in den Wäldern gufhält, sucht, sowie die Knospen zu schwellen anfangen, paarweise die Gärten auf und beißt, ivas an Knospen vorhanden ist, ab. Stundenlang sucht cr Zweig für Zweig ab; unter den Bäumen liegt es grau und grün zerstreut von zerbissenen Knospen. 2)ian vertreibt ihn durch aufgel'lecfte Scheuchen; auch hängt man ausgeblasene Eier auf bte Beerensträucher. Das beste Mittel ist ein blinder Schuß. 9)Zan wendet es aber nicht gern an, weil dadurch auch nützliche Vögel, ioie die Meisen, verjagt werden. Letztere zieht man am besten in die Gärten durch atifgehängte Knochen, an denen etwas Fleisch ist; jedoch ist zu warnen vor Knochen mit gesalzenem Fleisch — daran gehen die Meisen zti Grunde. L. Bad Nauheim, 17. Jan. Die Arbeiten des Rohbaues der Kolonnade, des Cafes und Tennishauses sind so weit vorgeschritten, daß sie Mitte Februar beendigt jeiit dürften. Die Arbeiten zum inneren Ausbau sind bereits ausgeschrieben. So wird wohl bei Beginn der eigentlichen Saison ein prächtiger Neubau unseren Badeort Ziereii. Für das Easö soll bereits ein tüchtiger Restaurateur vorgesehen sein. — Ende September wird mit beim Bau der neuen Trinkhalle und der Einlassung der drei Sprudel begonnen werden. L. Friedberg, 17. Jan. Gegen Ende Januar werden einige Mitglieder des Saiauspielhaufes zu Frankfurt im Saale des Hotel Trapp ein Gaftsprel geben. Zur Aufführung sollen kommen: „Die sittliche Forderung" von Hart- leben, „Das Abschiedssouper" von Schnitzler, „Kurmärker und Picarde" mit einer Tanzeinlage. • Aud der Jüblichen Wettercru, 17. Jan. Die Nidda und ihre kleineren Zuflüsse haben wette Sttecken unter’ Wasser gesetzt. In der Nähe von Vttbel nttb der Gronauer Mühle steht der Bahndamm der neuen Strecke Vilbel—Stockheim int Wasser. Doch werden Bett'iebsstönmgcn dadurch nickt verursacht. — Die im vorigen Jahre gebaute elektrische Bahn Frankfurt a. M. -Hombttr g v. d. H., die auch die hessischen Orte Nieder- und Ober-Eschbach berührt und schon am 1. Januar dem Betrieb übergeben werden sollte, wird nun doch erst im April eröffnet. Die Erdarbeften sind beendet. Tie Strecke ist zweigleisig. Sie soll nachts auch von Güterzugen befahren taerbat. F. C. Darmstadt, 17. Jan. Professor Albin Müller von der Künstlerkolonie ist von der Preußischen Regierung beauftragt worden, die im Westerwald wett verzwcugte keramische Industrie durch Abhaltung von Borttägen, sowie; durch Anfertigung neuer Entwürfe und Modelle zu heben und in zeitgemäße Bahnen zu leiten. In den Hauptzentren der keramischen Industrie, in Höhr unb Grenzhausen, werden bereits Tonarbeiten nach den Angaben Müllers ausgeführt. w. Marburg, 1 <. Xer trübere Letter der phhsi- kalisch-technischen Recchsanstatt, Geh. Rat Pvofessor Dr. Friedrich Ko hl rau sch, der seit 1905 in seiner hessischen Heimat im Ruhestaird lebte, ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Die Arbeiten des in der ganzen Wett berühmten Gelehrten, hattet besonders das Gebiet der elektrischen Ströme zum Gegenstand. () Marburg, 17. Jan. Nach dem heute veröffmllichten' vorläufigen Entwurf des städtischen H a u s h a 11 s e t a t s für 1910 stellt sich dieser in Einnahme und Ausgabe aus 1305 000 Mk. gegen 1196 000 Mk. im Vorjahr. Von den Nebenetats ist der der Gasanstalt der erheblichste; cr schließt in Einnahme und Ausgabe mit 337 600 Mk. ab. F. C. Frankfurt a. M., 17. Jan. Hier starb in seiner Villa in der Sandhofstraße im 74. Lebensjahre der ehemalige Großh. Hess. Obersttammerherr Freiherr Karl Schenk zu Schweinsberg-Wäldershausen. Der Verswrbene lebte seit sieben Jahren hier. — Der Agent Bohnert nebst Gattin bewohnen hier in der Böhmerstraße eine Villa, die das Ehepaar zu einem Äbsteiaequartier für Liebespaare eingerichtet hatte. Die Polizei bekam Wind von der Sache und stattete dem Hause vor einigen Abenden einen Besuch ab, der von Erfolg gekrönt war. Aus Wandschränken zogen die Schutzleute sechs Damen — ein Fräulein und fünf verheiratete Frauen —, sowie zwei verheiratete Herren, sämtlich der „Gesellschaft' angehörend. Getreide-Wochenbericht der Preisberichc^ctte ue-.s u,vuuu^n Lu.wwirtschastsrats vom 11. bis 17. Januar 1910. Vom Auslande lagen in der Berichtswoche keine neuen Anregungen vor. Tie amerikanischen Prelsichwankungen — sck)ün- bar eine Folge der Vorgänge auf dem Baumwollmarkte — übten teilte sonderliche Wirkung, zumal Argentinien sich nur wenig entgegenkommender zeigte und Rußland an seinen Forderungen seß- hielt. Ebensowenig war in der Berichtswoche inlanoiicher Wftzen billiger zu befdjafien. Für das andauernd tttappe Jnlandsangebot bestand sowohl seitens der Mühlen als auch zum Export gute Nachfrage. Auf dem Lieferungsmarlte waren Abgeber angesichts der Tisparität gegenüber dem Weltmärkte sehr zurückhaltend, so daß mehrfach üorliegcnbe Kaufaufträge nur wenig billiger als in der Vorwoche ausgeführt werden konnten. Namentlich die Provinz hatte diesmal größere Kauforders nach Berlin gesandt, nach deren Erledigung eine mäßige Abichwächung eintrat. Ter Schluß war iy< bis 1 Mark niedriger als vor 8 Tagen. Fester als für Weizen war diesmal die Stimmung für Roggen, dessen im Vergleich ju Weizen niedriger Preisirand mehrsach Käufcr aitzog. Augerdem bietet Rußland nur wenig und mir zu sehr hohen Preisen an und so erklärt es sich, daß sowohl Skair- dinavien und Dänemark sowie Oesterreick) in stärkerem Maße auf deutschen Roggen zurückgreifen. .Sogar Nordrußlauo zieht Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Wetter Regen (4- ) ( 177'/,'-4 270 237\. (4-! 238 (4- •3 V,) 2) 164 (- München Lanthans Fritz Nowack Die diesjährigen Grossen Gelegenheitskäufe beginnen llfäoiraicig den 24. Januar Vorteilhafte Einkauf-Gelegenheit für Brautleute, Hotels und zur Ergänzung des Hausbedarfs U1 ÜM-Wmckii : 1 Mark. 83 ’M Zu Gescllschafts- und Hoehzeits-Frisurcn cmüfohlon sich: 83 Zu Gescllschafts- und Hoehzeits-Frisurcn empfohlen sich: (— (- (+ ( + (+ (- (- 230 228 223 226 232 220 7) 3) 3) ) 3) 4) 6) ) ) ) 3) 1) 1) (+ (4- k (+ (+ (+ (+ (+ (+ Haier 160 (— ) 165 (+ 5) 159 (+ 2) 230 (— 236 (+ 220 (4 229 (+ 166 168 160 161 162 167 166 169 169 165 158 165 164 170 170 2) 4) 2) 6) 3) 270 270 ) 270 ) 1.25), ^eschw. Tse hy Seltersweg 43, Ecke der Gocthcstr. die helle Freude ansiehl, tvenn die Dritter ihm nur den Löffel zeigt." (gez.) Rrid. Lehmann, Rechnungsbeamter. Zwei Hcniptvorzüge von Scotts Emulsion erklären das Geheimnis ihres außergewöhnlich kräftigenden Einflusses, 1. kommt bei der Herstellung nur der allerbeste Norweger (Lofoten) Medizinal-Lebertran zur Verwendung und 2. ist dieser Tran in Verbindung mit anderen Materialien, gleichfalls erster Güte, tadellos verarbeitet und allen Altersstufen, dem Säugling, der Heranwachsenden Jugend, Männern und Frauen zuträglich gemacht. Königsberg Danzig Stettin Pofen Breslau Berlin Magdeburg Lervzig Dresden Braunschweig Rostock Hamburg Hannover Düsseldorf Frankturt a.M. Mannheim Straßburg Stuttgart 218 220 229 235 2377, 2327, Wer ein Haus, Geschäft sowie Anwesen jeder Art kaufen oder verlausen will, Teilhaber oder Hupotbcken sucht, hier oder auswärts, wende jid) foiort au die Zentral - Verlaus« - Börse Deutschlands Frankfurt a/M. Töngesgaffe 23. (sl7i. Besuch erfolgt kostenlos. Mn auögeblaseoe - ! ist ein chi gern an, weil, Meisen, verjagt I die Gärten durch I ich ist; jedoch isi! Aeisch - daran rcht mit btejtr Marke—dcmFischrr — dem Garantie» zeich:n des Scott- scheu DersahrenSl 155 155 175 172 175 176 172 1*0 172 174 168 170 170 177 165 158 Scans (Smulflon wird von uns auoidjlteßltd) im grogen verkamt, und zwar nie lote nach Gcwicki oder Mas;, sondern nur in versiegelten Ortglnalsiaschcil in Ration mit unserer -Lchuymarke (Qtfdjer mli dem Dorsch). Scott u. Bowne, 13. m. d £>., sdranksurl a. Wi- Bestandteile: feinster Medizinal-Veberiran 150,0, vrtma Glvzerln 60,b. unttrpt)o6phoviQiaurcr Kalk 4,3 unterpboophotifl airrc» Natron 2,0. pulo. Tragant 3,0. feinster arad Wuinini pule. 2,0, bestilt Wasser 129,0. Äikolioi 11,0 Hierzu nromatOtfcc Emulsion nut ?,tMt-, Mandel, und (Lanltbrrtaol le 2 Trapsen. lrbeiren des Roh- "0 TennishMses ythruar beendigt isban sind bereits i der eigentlichen y.ort jicicu. Mr rateiu vorgesehen i San der neuen Sprudel begonnen Amüiarer wmeiwiag. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit 'Diontag früh: Am euöranh des großen nördlichen Tiefdruckgebietes Haven sich tteine Randivlrbel entwickelt, die häufige und starke Regensälle mit sich 'ähren; dabei sind im nördlichen Telle des Großherzogtums, die näher dem Wirbel liegen, die Niederschläge stärker und nehmen südwärts ab. Ueberall ist es etwas kälter geworden, im Gebirge herrscht leichter Frost und Schnee'all. — Tie Trnckvcrteltung ist 'ortgesetzt ungünstig, da sowohl von Frantreich als auch westlich Irland neue kränige Raudwirbel anrücken. Regen- und Schneböen mit stürmischer Luilbewegung sind zn erwarten. Wctterausfichten in Hessen am Alittwoch dein 19. Januar 1910: Zeitweise stürmischer West, Regen- und Schueeböen, zunächst milder, später wieder kälter. , r S ch n e e b e r l ch t. Es schneit seit der Nacht in den Mittelgebirgen, dock) zur Zeit noch keine nennenswerte Schneedecke vorhanden. 2) 3) 2) 2) ) 2) 8) 1) 2) 3) 1) ) 2) ) (+ ( + (-- (" (+ (- ( + (- (- 17270- 27,. 180 (- Inhalte Und 2400 Bücher, zuml größten Teil Schundliteratur, aufgefunden. Tie Zahl der gefundenen Operngläser beträgt 985. Kleine TageSchronik. Ter Dampfer „Prinz Friedrich Wilhelm", der auf hoher See einen Bruch an der Hcruptsteuermaschine erlitten hat, ist am Samstag wohlbehalten in Newyork angekommen. Aus Brüssel wird gemeldet: Tie Auszahlung der ersten Rate aus der Hinterlassenschaft des Königs Leopold wird bereits heute erfolgen. Jede der drei Schwestern erhält zunächst 61/2 Millionen Franks, wovon die Prinzessin Luise 5 Millionen Franks an ihre bisherigen Gläubiger abzugeben hat. Tie Fahrpost zwischen Stahlhammer und Weuchnik wurde gestern im Walde von einem Manne angehalten. Als der Kutscher seiner Aus'ordrrung, anzuhalten, nicht Folge leistete, gab er mehrere Schüsse ab. Ter Kutscher blieb aber unverletzt. Gleichzeitig traten noch drei Männer aus dem Walde. Es scheint sich um einen Ueberfall russischer Räuber zu handeln. Ein Aristokrat, der früher der spanischen Kammer angehörte, ist verhaftet worden, weil auf seinem Besitztum in Gua ix eine Falschmünzerwerkstätte entdeckt wurde. Es soll sich um den Herzog von Benavente handeln. In San Franzisko wurde ein Heiratsschwindler namens Müller verhaftet, der sich als Graf ausgab. Müller wird bezichtigt, in Newyork fünfmal und in anderen Städten Amerikas nicht weniger als 45 mal geheiratet zu haben. Seinen „Gemahlinnen" soll er Summen im Betrage von 500 bis 2000 Dollars abgeschwindelt haben. In G i a n i e 0 (Biescia) schickte sich am Sonntag der Pfarrer Don Stellt mit dem Koadjutor Recaldini an, die Messe zn zelebrieren, als sich ein Mann aus die Priester stürzte und sie durch Revolverschüsse verletzte. Ta nur Frauen anwesend waren, fonnte der Verbrecher unbehelligt entweichen. Er siet später den Geudarnien in die Hände. Der Piarcer ist am Arm, der Koadjutor dagegen am Unterleib schwer verwundet. es grau und Dian vertreibt ihn - Line neue Augmnschine. H a lb er ft a d t, 16. Jan. Flüge mit einem neuartigen Apparat, der auf Grund der Versuche und Erfahrungen Lrlicnthals und Buttenstedts gebaut ist, werden zwei auswärtige Erfinder im März auf dem Exerzierplatz ausführen. Ein Halberstädter Bürger hat die Kosten der Ausführung der Modelle übernommen. (+ 2) (— ) •+ 1) (+■ 1) (-- 1) (4-3) 4- 8,4 0 0. 4- 3,6 °C. Sanitas-Brot von zahlreichen Aerzten und Gelehrten als das Beste und Bc kömmlichsie täglid) empfohlen, gegen Darmträgheit, Blutarmut, Blinddarmcutzüuduua, Zuckerkrankheit usw. 0324 $ allein vertrieb für Giessen: M. Duphorn, Reformhaus, Marburg. Filiale Giessen, Neuenweg, Ecke Kreuzplatz. % * $eUn Qrfl. ?*.?? iSä* «te» :.3®u $ie oon »«lern, ^mitten unb ble schulen ge. normal. Werk. 1 legende Ober. ' Gegenwärtig t|t °ch« und Liein, ! oder Tompfaff, 'kh während des ^'e die Knospen 1 auf und beißt, »denlang sucht er Vermischtes. * Kein Königreich — aber ein Denkmal für ein Pferd Ter Part des Prinzen Friedrich Leopold in Äein-G'ienickc bei Potsdam, der schon jetzt eine Fülle mtercnontcr Objekte sowohl der Plastik cil 7 ÄreL ist M- >j[ befahren heM or Win füllet scheu iUegicrmig be- [t cetiroeigtc kera- n Sorträgen, lonnc Me iu heben und [jat, werden bereits | MM . xe leiter der W & .. ftnrb in W M ehem^ Laus- °°l .tute dem v° maIi tzmolg A - ein ^Mverhcüatrte oroie iw ,crh.__—, ’S»»*- -n tfrungen^ ? iillanouch7^i^' hä • sehr ’uTbili^ ; «»1 foitntefl\ 9; anw *? ? ali w • cLnung üiunoiieiii yr. Speise- u Solatkartoffeln, empfiehlt (81 J. Weisel, Telephon 235. Souuenstraße 6. 'Achtung! Achtung! Stuuniuijiiget Schwuiz empfiehlt sich zur Vertilgung von Natten, Manien, Lmtvabcn, Wanzen u. ungezicser icber Art. Duce Criert. unt. 441 in der Exped. d.Gteß.Änz. fchrisll. niederzulegen. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Arttkel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber femerlct Verantwortung.) Zu dem Artikel von Kinzenbach vom 16. ds. gestatte mir solgende Erwiderung: .. Es ist nicht wahr, daß die Firma Stengel & PsaN ihren Betrieb wieder einstellte, sondern laut Vertrag vom 6. September 1909 habe ich Unterzeichneter das Geschäft mit sämtlichen Vorräten und Inventar käuflich erworben. Durch Differenzen, die die beiden ehemaligen Inhaber unter sich bekamen, wurde durch vorläufigen Arrest der Betrieb zum Stillstand gebracht. Wie sich der rechtliche Ausgang, über diese Angelegenheit gestaltet, werden die in dieser Sache schwebenden Zivilprozesse ergeben. Zch meinerseits bin nur interessiert, die gekauften Waren und Bestände in meinen Besitz zu bekommen und versuchte folgedessen, die Sachen dorten abzuholen. Ter mir hierbei entgegengevrachte Widerstand der Einwohner ist durchaus nicht in der geschilderten harmlosen Weise verlaufen, sondern vielmehr das Gebaren dieser Leute, unter Vorantritt des Herrn Pfaff und des ehemaligen im selben Betriebe beschäftigten Arbeiters und jetzigen Polizeidieners Mandler, ließen sich diese Leute an russische Zustände grenzende Ausschreitungen zu Schulden kommen. , . . . Hierüber schwebt bei der Königs. Staatsanwalt,chaft Limburg ein entsprechendes Strafverfahren. Inwieweit der oben genannte Polizeidiener überhaupt berechtigt war, uns zu verhaften, wird sich in dem Verfahren noch ergeben. Jedenfalls wurden wir in Wetzlar von dem amtierenden Richter nach Vernehmung sofort wieder entlassen. Daß Herr Mandler an der Sache selbst interessiert ist, geht schon daraus hervor, daß er selbst noch Lohn zu bekommen hat und an den dortigen Sachen sein vermeintliches Recht geltend macht. t .. Inwieweit ich zur Zahlung der Löhne verpflichtet bin, muß sich ebenfalls aus den schwebenden Prozessen ergeben. Jedenfalls zahle ich nickst eher, bis die Differenzen, an denen ja nicht ich die Schuld trage, zwischen Pfaff und Stengel beigelegt sind und ich im Besitze meiner Sachen bin. Wilhelm Heinzerling. ..2) Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai 227.7o °tu(i 228 25 (— 1.00). Budapest Aprll 242.70 (+ 0.75). Paris han. 194.75 (— 2.85). Liverpool März 186.70 (— 4.40). Chicago lliai 171.85 (— 2.95). Roggen: Berlin Mai 178.25 (-s- 1.25) ^ult 181.2-i (-}- 2.25). Haier: Berlin Mai 166.50 (+ 0.50), Jul- iS .50 (+ 0.50) Ml. ~ i bisher einschränkt. Es stellten sich die Preise st'ir inländisches Getreide am letzten Markttage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wobei das Mehr (+) bezw. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche in Klammern () beigest'igt ist, rote folgt: Weizen Roggen „Wiegt mit 12 Monaten 20 Pfund", das ist gewiß um so bemerkenswerter, als eS sich um einen kleinen Jungen handelt, der als zartes Geschöpfchen zu früh auf die Welt kam. Doch hören wir, was über ihn berichtet wird: Berlin N. 65, Triststr. 29/IL, 21. April 1908. „Da mein kleines Söhnchen infolge Frühgeburt gar nicht vorangehen wollte, der Unlcrernährung aber entgegengetreten werden mußte, entschloß ich mich, eininal einen Versuch mit Seotts Emulsion zu machen. Mit der Wirkung des Präparates bin ich außerordenllich znirieden, denn nur ihm danke ich es, daß der kleine jetzt so kräftig, lebhaft und fröhlich geworden ist. Er war 7 Monate alt, als er den ersten Löffel Emnlsion bekam und hat Henle, nach 5 Monaten, ein Gewicht von 20 Pfund erreicht. Sein Fleisch ist am ganzen Lörper ausfallend fest, seine Beinchen so kräftig und gerade, daß er schon vor Vollendung des ersten Lebensjahres anfing, sich aufznstellen und an einer Hand zu lausen. Das Kind nimmt Scotts Emulsion so gern, daß man ihm d«' Jan.' 1910 Barometer aui 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit ii AZ Windstärke Grad der Bcwöikunc In Jehniet her klchlb. yfrnmctef 17.' 2" 745,7 5,5 5.5 82 sw 2 9 17. 97i 741.5 40 5.1 84 sw 6 10 18. j 7 « 739,3 8'7 5,0 83 SSW 2 9 1 Hö Ni chste Ti ibvigne mperatur ar x 16. 16. )is 17. „ 17. Jai mar — Direktion Albert Rapvmann. Es labet ergebenst ein an der Kasse. ID18/, über D18/ aasgef. von Lehrern der Musikakademie Friedberg. Anfang abends 8 Uhr. Eintritt frei. M« 423J Saub. dJiäbdjen f. norm. ass. i 3-r.Stavl Adams^aiser-AUee Wv-! 25 Pfg, Aufschlag. 447 1 Hausbursche sofort gesucht. 18"/, 5 Zimmer ulcverzuleaen. 461 billigst bei H. Tichy, (154 Seltersw. 43, Ecke d. Goethestr- 88 Mäuse clterswca 3S 0435] Marktstrahe 5. <0418 Horst, Riegelpfad. 168 Süd-Anlage 7. Tel. 680. 5_ -fl O täglich verdie- 1V ***** neu Hausierer mit leichter Mühe. 10429 1 2 Mffen-PfcrSet zu verkaufen. 0421) 341] Lüden etc. mne- Der heutigen Nummer Liegt em Prospekt der Tuchfabrik Otto Lchwetasch, Görlitz, bei. [all#4| von Herdbuchelleru abitammend, bei O. Müller, Henriettenhos I Wohnung bei Ruvpb., Poft Raubach. 1 Neustadt zu vermieten. 0428) LLalltorstratze 27 MWWMW '-Aelleil-Gkliiche (Offene Stellen UerschtedMD NMU MW Franz LÄmoll, Garbemeich. Fritz Xowack. Wäschegeschast. ohne <47 Ein Salzer-Abend ist das Herzerfrischendste, Ergötzlichste, Wundervollste, was man sich denken kann. Württ» Ztg., 19. 5. 09. Mittwoch den 19. Januar -- KÜNSTLER : Kirchen platz 9. (0376 Ein Besuch der Wartburg, Eisenach, Annatal etc. Jeden Tag v. 3—10 Uhr geöffnet. Lehrmädchen für Weiffuäben sofort gesucht. Anläßlich der Feier der Gründung des Reichs füllt heute die Turnstunde aus. v*6/,)Der Vorstand. Das Fabrikgrundstück ist 1 ha a groß. Die bebaute Fläche 600 qm. Effektiver Wert ohne Maschinen Rattenvertilgt sicher.CS schmeckt vrärntigt V. 50,100 Pf. VerkausZ- stelle.Pelikan-Apotb.,KreuzvlL. Ordentliches Mädchen gesucht. 324;Neustadt 8. Montag den 24. Januar 1310, abends 8l/< Uhr =t=== gCluito-SaaS einziger lustiger Abend! Gesangverein Heiterkeit. Mittwoch, 19. Januar Probe in ollar. Abfahrt 880. Bollzähliges Er- scheinen dringend erwünscht. fv'". OachziegeS, Erstkl. rhein. Dachziegelwerk sucht für dortige Gegend tücht. Vertreter. Schrift!. Meldungen unt 459 an den Gieh. Anz. erb. Plissieren und Gosfriercn von Masken koitümeu. Frau Emma Bieler, Die pflege Verwundeter u. Manier abgebalten. Die Vorträge sind unentgeltlich und finden im Saale der Stadtmädchenschule, Schillerslrasie 3, Montags und Mittwochs von 4x/3 bis 51/» ^hr nachmittags statt; sie beginnen Montag den 24. Januar 1910, nachmittags 4% Uhr. Anmeldungen werden in der Aliceschule, Kirchstr. 20, u. bei Frau Kaufmann Fuhr, Sonnenslr., entgegengenommen. Alicefrauenverem für Krankenpflege. - Wilsonstr. 11, iU Näheres daselbst oder Bureau Gesucht Gut, Mublc, Saaewerk, auch Gastwirtschaft hier od. Umg. Eigentümer schreib, u. ^Angebot" postlagernd Fritzlar. (sP/i Seemannsheim. Walltorstrave 46. Jud.: Eustav Kocppen Walltorstrabe 46. Jeden top —. ä Sonntag o ll—l Uhr Frühichovpcn- 'Abcud Llonzcrt. 3tachm- von 4 Uhr ab Konzert des Damcnorch. SÄlesiuger, verbunden mit narrischer Kappcuntzuug. 168 Es ladet sreundlichn em vjuiiau Koevven. ftl. id). SBiMa, 2 sÄ: ata Wasserleitung u. Garten, in freier ruhiger Lage, 8 Atm. vom Wald und 6 Mili. vom Bahnhof Lollar bei Gießen, für 700 Mk. zu verm., kann auch geteilt abgegeb. werden. 'Näheres in der Geschäftsstelle des Gieh. Anz.1462 0434) Weg. Raummangel z. verk.: 1 Bett, 2 Tische, Sofa, 1 Gasherd u. n. weiteres. Löbers Los 1II. 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