müssen, um uns gegen Angriffe solclyr Nationen zu schützen, loddn? mit sck^celen Augen auf unierc wirtschaft!id>en Erfolg-: baden. Nur die stritte Turchsührung des FlotiengesetzeS in allen seinen Teilen kann uns den bered# igtcn Anteil an Geltung auf dem freien Weltmeer schaffen, den wir für uns in Einspruch nehmen müssen. Gegen dieses Flvttengesetz iverden aber in letzter Zeit verschiedene Argumente ins Feld geführt. Zunächst der Einwand, baß wir eine dopr.lte Rüstung zu Lande und zu Wasser »idyt zu ertragen ücrmcd.tc.. So bedeutend die Ausgaben für diese Rüstung nun aud> gewesen sind, hat sich dank dem Fleiß, der Tüchtigleit und der Intelligenz des deut,d>en Boltes unser Wohlstand in nicht geahnter Weise gehoben. Mit dem ständigen Anwachsen unserer Bevölkerung — 65 Millionen gegen 11 Millionen im Jalire 18iO -- und eilte)1 jährlichen Zunahme von rund 800OLO Seelen muhten wir uns aber weitere Ziele stecken und uns aus einer Kontinentalmacht zu einer Weltmacht entwickeln. Unser Welthandel, der sich in den letzten zwanzig Jahren mehr als verdoppelt hat, der seit dem Inkrafttreten des letzten 3-tottcn* gesetzis — in einem Zeitraum von 10 Jahren — von 10 auf 16 Milliarden angewachsen ist, von benen allein etwa 12 Milliarden auf den Leel-anbcl anzured>nen sind, kann nur gedeihen, wenn ihm der nötige Sckxutz zuteil wird. Der Zeitpunkt für eine allgemeine Ab rü st u n g , nur um eine solche könnte es sich handeln, ist rroch nid)t gekommen, eine Einschränkung der Rüstungen ist aber eine Halbheit, die unmöglid; zum Ziele führen kann und durch die die freie Entwicklung eines Volkes verkümmert werden muß. Es gäbe noch den Weg des Bündnisses, aber der Bundesgenosse wird erst geschätzt, wenn er etwas mitbringt, und es bleibt hierbei zu berücksichtigen, daß Bündnisse über Nacht vergehen können, während die Schaffung und der Ausbau einer wohlorganisierten Flotte so manches Jahrzehnt erfordern. Zur Ersparung von Kosten wird weiter auf die „billigen Unterseeboote" hingewiesen. Es wird behauptet, daß dia gestiegene Bedeutung der Tauchboote die Unfehlbarkeit der „Dreadnoughts" erschüttere. Frankreich, die Wiege der Unterseeboote, betreibt seit Jahresfrist, trotz der als so bedeutend hingestellten Erfolge dieser Boote bei den vorjährigen Manövers, die Beschaffung einer starken Hochseeflotte. England, das Land, welches in bezug auf Seeerfahrnug an der Spitze der Nationen marschiert, fährt unentwegt mit dem Bau seiner Niesenschiffe fort. Das praktische Amerika mißt, qleidj uns, den Unterseebooten nur eine Bedeutung für die Kühenvertcidigung bei und baut die schwersten Schiffe, die bisher überhaupt vom Stapel gelaufen sind. Sicherlich wird das Vorhandensein von Unterseebooten auf die Entwicklung der Seestrategie unb Seetaktik von nicht zu uilterschätzender Bedeutung fein. Auch können Zweifel darüber nicht bestehen, daß durch die Existenz dieser Boote die Durchführung einer Blockade erschwert wird, dock; vermag ich, der ich mich dock) auch etwas mit Seetaktik beschäftigt habe, der Behauptung, daß man sich als Folge des Auftretens der Tauchboote kaum eine Seeschlacht in der südlichen Nordsee vor- stellen könne, nicht zu folgen. Ich komme vielmehr zu dem Schluß, daß trotz der nicht zu unterschätzenden Wichtigkeit der Unterseeboote, die Hochseeflotte nach keiner Richtung hin an ihrer Bedeutung verloren hat. Der Großadmiral führte noch aus, daß auch die Dieb gepriesene Billigkeit der Unterseeboote nicht bestehe, und schloß mit einer wirksamen Vorstellung an die Weitsichtigkeit und die Vaterlandsliebe des deutschen Volkes. Lin Ausruf an das ungarische Volk. Ofenpest, 14. Febr. Das Organisationskomitee der Re gierungspartei erläßt einen Aufruf an b i c Nation, in welchem darauf hin gewiesen wird, daß die Parteiunterscheidung zwisckien den Gegnern und Anhängern der 67 er ausgleiche und zwischen der Unabhängigkeitspartei und der Ausgleichspartei vollkommen inhaltslos geworden sei, da die Unabhängigkeitsversäumt habe, die geigneten Schritte zu einer Vertretung der deutschen Kunst auf der Brüsseler Ausstellung d. I. zu tun. Der Hauptausschuß der Kunstgenossenschait erklärt dagegen, auch in dieser Angelegenheit seine volle Pflickst getan zu haben und- verweist auf den Rechenschastsbericht, der auf der Hauplversamm- Untg der Kunstgeiwssensdwit am 21. 9Närz bekannt gegeben tvirb. Jedenfalls hat das Vorgehen ber Kunstgenossenschajt keinen Erfolg gehabt, und sie ist diesmal, vielleicht nickK nur diesmal, au&= geschaltet. Für Brüssel hat nur eine kleine Reihe von M a l e r n unb Bildhauern unmittelbar Einladungen zur Ausstellung erhalten. Mit Reckst will man mehr auf die Güte der Werke, die die deutschie Kunst im Auslande zu vertreten berufen sind, sehen, anstatt wie früher unter größeren Mengen das vor- bandene Gute verichivinden zu Jaffen. Nicht viel mehr als 50 Werk deutfcyer KünsUer werden in Brüssel zu sehen sein. — Die neuesten Facher. Aus Paris wird geschrieben: Ter Jäcl-er, das tolette Sinnbild weiblicher Grazie, ist in feinen leidsten, schnell wech-selnden Formen stets em Spiegelbild der Zeitströmungen gewesen, die diesem zarten Gebilde ihre Prägung zu verleihen wußten. Wiederum tauchen die neuesten Errungen- schäften unserer Zeit in vergnüglicher Zierlichkeit in den Fäckfern auf,_J>ie Gestalt einer Flugmasastne wird geschickt angedeutet und die Taten der berühmtesten Zlieger erhalten eine hübsche Verzierung in Goldstickerei. Andere Fächer werden in Perlmutter künstlerisch geschnitzt und mit koßoaren Spitzen malerisch hergerichtet. Ihren erlesenen Reiz bewahren jene Fächer, die aus dem einfachsten unb vergänglichsten Material, dem Papier, gefertigt, eben d.eser leicht zerstörbaren Grazie ihren Dust verdanlen, wie der Schmetterling dem flüchtigen Zauber des Blütenstaubes, unb die doch ihre unersetzliche Kostbarkeit durch Namensunterschrist berühmter Dichter empsangiu. Viel beneidet sind Damen, bie auf ihren Papiersäck-ern eigenhändig geschriebene und unterzeichnete Verse Edmond Itostands tragen, des Poeten, den die Pariser Gesellschaft in der Erwartung seines neuen Werkes am meisten vergöttert. Freilich wirb dies hohe Glück nur roeiligen zuteil. Die Fächer sind in diesem Jahre Meiner geworden,, als sie es in den vergangenen Wintern waren. Sie müssen |idj in Form, Zeichnung und Farbe der Kleidung anpassen, und die elegante Dame legt großen Wert darauf, in ihrem Fächer die Ornamente unb das Material zu wiederholen, das ihr Anzug außveist. Neben diesen ganz modernen und in Uelxremilinunung mit der Geiaintersd/einnng berge,tettten fächern erscheinen bann die kostbaren Nachahmungen alter Facher, besonders der Rokoko- und Empiresormen, die mit Entwürfen eines Watteau, Fragonard, Bouu,«r verziert sind. Doch treten solche Glanzstücke enter Kunstfertiglsit gegen die neuesten Arten der Mode zurück, in denen bet Geist u-er Gegenwart funielt, der Witz und.die Ersindung oes Tages lachen, die <^eele der Frau von heute sich entfaltet. Partei, als sie die Majorität erlangte, und zur Regierung gelangte, genötigt gewesen sei, ihre Gegnerschast gegen das Aus gleichsge,etz aujzugeben unb den Dualismus anzuerkennen. Die Regime bet Koalition habe in einem Zwiespalt zwisdren der Na tion unb Krone geendet, welches das Land den größten Erschütterungen aussetze. In dieser schwierigen Lage ergehe der Appell a n d i e N a t i o n z u r B i l d u n g e i ne r P a r te i, die die Harmonie zwischen dem König und der Nation herstelle unb bie Politik der produk tiven Arbeit und reellen Ziele ün Auge behalte An die neue Partei könnten sich alle ohne Mcksichl auf ihre frühere Zu gehörigkeit zu der alten Partei anschließen. Die Konstituierung finde am 19. Februar statt. Der Aufruf trägt die Unterschritten aller Minister, der Grafen Tisza und Csaki), zahlreicher No- tiibilitäten sowie Mitgliedern der früheren liberalen Partei. Die Verfassungspartei beschloß heute, sich anszii lösen. 2lus Hessen. Ein her Zweiten Kummer jugcgaiißencr Antrag von Abg. Dr. Osann und Genossen ersucht int Sinne der auf Vereinfachung und Verbilligung der Staatsverwaltung gc richteten Bestrebungen um eine alsbaldige Vorlage über einheitliche SDi gan i f a 1 i o-n sämtlicher ft aa t licher Baubehörden, einschließlich des kulturtechui scheu Dienstes. In der Begründung des Antrages sind im wesentlichen die Gründe angegeben, bie in den letzten Wochen im „Gieß. Anz." mehrfach zum Ausbruck kamen Eine Regierungsvorlage sieht einige Aenberungen bes Gesetzes über das Notariats- und Kastenwesen vor. IL a. soll dadurch die Möglichkeit der Abnahme von Versicherungen an Eid es statt durch 'Notare eingeführt und die Vertretung von Laren bei plötzlich cintrctenbcn Ver hin berungen geregelt werden. Weiter sind einige Notariats- gebühren neu fe,.gestellt worden. Jür die Herstellung einer schmalspurigen del irischen Nebenbahn von K r e u z n a ch (Lanbesgrenzc i über Bosenheim, P^aifeusu/wabenhe.in, Bödenheim und Sprendlingen nach S L I o I) a n n wird die Be.villigung eines Staatszuschusses von 13000 Mk. für den Kilometer für die 11,5 Kilometer lange hessische Strecke bei den Ständen beantragt. Es handelt sich um eine Fortsetzung der ftäbt. elektrischen Straßenbahn in Kreuznach. Der Wahlprüsungs Ausschuß trift am kom menben Donnerstag, 17. b. Mts., unter dem Vorsitz des Abg. Breidenbach zusammen, um über die Wcchl des ÜÜjg. Frenay im *3. Rheinh. Wahlbezirk, soiuie des Abg. E i b a ck im 3. Rheinh. Wahlbezirk zu beraten. rlusland. Die Blätter melden aus Wien: Eine Verschlimmerung in dem Befinden des Bürgermeisters Dr. Lueger machte einen operativen Eingriff notwendig. Die entzündete Stelle am Rücken wurde geöffnet und es erfolgte die Ablassung von Eiter. Da Bürgermeister Dr. Lueger an Diabetis leidet, ist diese Operation nicht ganz unbebenf lich. Aus Triest wirb gemeldet: Am Montag vormittag wurde in Gegenwart des Hairdelsministers der neue Franz-Josef-Hafen, ein Tool her groß angelegten Hasenerweiterung, feierlich eröffnet und dem Verkehr über geben. Nachdem die Wahl des Liberalen Wason von Orknev and Shetland gemeldet worden ist, liegen jetzt alle eng lischen Wahlresultate vor, nad) denselben setzt sich das Haus der Gemeinen wie folgt zusammen: 273 Kon ferbatibe, 274 Liberale, 41 Mitglieder der Arbeiterpartei und 82 Nationalisten. Aus London wird amtlich gemeldet: Churchill wurde zum Minister des Innern, Buxton zum Handels Minister, P e a f e zum Kanzler des Herzogtums Lancaster Herbert Samuel zum Minister für Post und Telegraphie unb Master of Elibank zum Parlamentssekretär des SchatzamIlZ ernannt Dem Vernehmen nach entarten sich die englische und die russische Regierung nach länger als zwei Monate dauern den Verhandlungen bereit, das Ersuchen Persiens um Gewährung eines Vorschusses dahiu zu beantworten, daß unter gegriffen Bedingungen 400 000 Pfund gewährt werden sollen. In Anbetracht der kürzlich eingetretenen Verschlechterung in den Beziehungen zwischen Rußland und Persien ist es, so wird aus Teheran gemeldet, freilich nicht ausgeschlossen, daß der Medschlis die Bedingungen, die er vor einem Monat für nicht zu hart gehalten haben dürfte, nicht annimmt. Die Vollversammlung des Komitees der S ch a f f u n g einer russischen Kriegsflotte durch freiwillige Bei träge hat nach einer Petersburger Meldung beschlossen, den Restbestand der gesammelten Gelder in Höhe von 900 00: , v. GW. Üöertrdaibtc iscrvativc ipenber), > rftb. Zimmv. ; ATttbbm. Rmj. bum.) rufen, vren- .7^ er ''faitfi «ft« > Walter M Mcn . E vor mittags nftage nit W R e grobe T W t M togj einen irfiwgj ^auiii W ÄtZ rer^LHetnü . im voriger rs hi ÄMü ppelin, btit r keinem be m das M ßaiis unlem Jrranftaltung aus um der oeiz schon ft AlN-,Ü ^^rftes Blatt 160, Jahrgang Dienstag 1». Februar 1910 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Redaktion, Lrpedition und Druckerei: Schulstrahe X. A.lzej'genieck^ 'H "Äck. Annahme von Anzeigen ' mc Tagesnummer Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei «.Lange, bis vormittags 9 Uhr. Vezua-vreiS: monatlich 7öM., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— vtertd- jährl. auSschl. Bestellg. ZeilenpreiS: lokal ILPs^ anSwättS 20 Pfennig. Ehesredakleur: A Goetz. Beraiitwortlich für den polilischen Teil: August Goetz; sür „Feuilleton" unb .Vermischtes" K. Neurath; für .Stadt u. Land" unb „(SeiichtS- Nr. 38// :r Gießener «nzeiyer crfcheint täglich, außer Loinitags. - Beilagen: ntermal wöcbentlicki GiehencrZamilienblätter, jDCirnalivöcbentl.Kuis-- dlattsürdenUreisGietzen i lienstag und Freitag); •neimal monatl. Land wirtschaftliche Seitftagen .xerniprech - Anschlüsse: tiir die Redaktion 112, ■Jerlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen Anzeiger Gießen. Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. Aur dem Gesetzgebungrausschutz der Hess. Kommet. R. B. Darmstadt, 14. Febr. Der Gesetzgebungs- a u 6 i d? u B der Zweiten hmmeu beschäftigte sich heute nachuiiltaq unter Vorsitz des Abg. Justizrat v. Brentano zu- ,-rft mit ber Frage ber W a h l k r c i S e i u t e i l u n g. Diese bildet bekanntlich den letztcu der drei Gesetzentwüife der Wahlrechtsvorlage. Es hatte bisher Unklarheit darüber gcherrsdst, ob sich die Erste Kammer schon mit der Beratung der beiden vom Ausschuß ber Zweiten Kammer fertig gestellten Gcsetzeiittoürfe über die Vei> laiiuiigyänberung unb bas eigentliche Wahlgesetz beschäftigen, ober norersi auch bie Erlebigung bes britten Gesetzentwurfs abwarten ir-ürbc. 'Nachdem nun der Ausschußpräfibent Gewißheit über die Bereitwilligkeit der Ersten Kammer erhalten hat, id)on vor Erledigung der Wahlkreiseintcitung burd) ben Ausschuß in die Be- rfltung der beiden anderen Gesetzentwürfe einzutreten, wurde heut beschlossen, vor Feststellung des Sdncksals der Entwürfe in der Ersten Kammer von der zweifellos sehr mühsamen Beratung der Rcgierungsvorschläge über die neue Wahlkreiseinteilung vorerst abzusehen. Es sollen aber die verschiedenen Fraktionsvorstäiidc ersucht werden, ihre event. Wünsche und Anträge bis zuni 5. März dem Ausschuß zu unterbreiten, Damit er sich alsbald nach dem voraussichtlich am 1. März erfolgenden Zusammentritt der Kammer damit beschäftigen kann. Eine längere Ausiprache entwickelte fich dann über den Antrag Noack auf Einführung zweijähriger Budget- Perioden. Der Antrag wurde schließlich cüifLmmig als untunlich verworfen, doch wurde allgemein die Notwendigkeit an- t ri'Qnnt, bie jetzigen langen Erörterungen bei ber Haushaltsberatung möglichst einzuichranken unb fold)c nur etwa alte Drei Jahre ftattfinben zu lassen. Der Ausschuß wirb seine Beratungen morgen vormittag sortfetzen. (Ein Reichzkontrollgesetz. Der Entwurf eines Ncichskontrollgcsetzes, der dem Reiche •_age zugegangen ist, bestimmt, wie man uns aus Berlin schreibt, daß die Kontrolle des Reichshaushalts, des Kolonial- haushalts unb ber Lanbeshaushaltc für bie Reichslanbc ber preutzischen Ober-Nechnungskaniiner unter ber Benennung „Rech> nungshof bes Deiitschcn Reichs" nach Maßgabe bes Gesetzes, von 1868 übertragen wird. Der Entwurf gibt ferner dein Rechnungshof Dirciliven für bie Prüfung einzelner Arten von Rechnungen und Ueberlassung ber Prüfung an bie Verwaltungsbehörden unb über bie Einkassierung fehlender Beträge. Im übrigen schließt ich der Entwurf den früheren gleichartigen Gesetzen an. Der Entwurf Hal provisorischen Eharakter unb soll in Kraft bleiben bis zum Erlasse bes nodi ausstehenden Gesetzes über den Rech- EgShof. Das Gesetz stellt eine Vereinfachung des bisherigen Kom rollwesens dar, indem die Verwaltungsbehörden einen Teil er Kontrolle übernehmen. Line Tagung öt$ bayerischen Zloltcnvereinr. Iu M ü n ch e n fand am Sonntag eine Delegierten- ' oerfommlunfl des bayerischen Landesverbands ck>es deutschen ! Floitenvereins statt. Der Vorsitzende, Fürst Castell, begrüßte den als Gast erschienenen Präsidenten des Flotten- Vereins, G r o ß a o m i r a l v. Kö ft e r, nut besonderer 5?>erz- lichkeit und gaD seiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß umer v. Koshers Leitung der Friede im Ftottenvereüw wieder eingecehrt sei. Großadmiral v. Koster hielt darauf eine längere floltenpolitische Rede, auis der wir die folgenden bemerkenswerten Ausführungen wiedergeben: Wir verfolgen mit der Durchführung des Fottuigesctzes, das neter Kupfer- stich machten and) den König Friedrich Wül-elm III. auf den talentvollen jungen 9)1 amt ausmertsaiu, so daß er ihm die Mittel zu feiner ferneren Ausbildung bewilligte. Mairdel wurde in die Kupsersted-ecschule aufgenomnien und sa-on 1828 wurden Arbeiten bon ihm ausgestellt, bie als vollenbete Kunstwerke gelten konnten; darunter eine Zeichnung in schwarzer Kreide nad) Guido Reni. Für den König führte er einen Stich seines Bildes aus, unb zwar WL etile größere Arbeit in Linien-Manier nad) eigener Zeichrrnng. Nun trat er aus ber Schule, arbeitete aber nach w.e vor rastlos an seiner Ausbilbung. 1835 vollendete er einen Stich nach dem Bilde des Düffeldvrfers Hildebrandt „Der Krieger und sein Kind". Tas Bild wurde damals sehr gerühmt unb bas nach ihm gestochene Blatt sanb große Verbreitung. 1837 nahm ihn bie Berliner Akademie unter ihre Mitglieder auf unb Par.s, wo er ausstellte, verlieh ihm die goldene Medaille. Zwei Jal)re studierte er in Par.s bei Dupont und übernahm zurückgerehrt eine Professur an der Berliner Akademie. Die Reihe von vortrefflidien Arbeiten, bie rr lieferte, brachten ihm Geld uni> Ehren in glcidjcr Weise. Tie höchsten Orden aller deutschen Staaten schmückten ihn. Von seinen Blättern sind besonders bekannt geworden: der Hirtenknabe m der Eampagna und die Stiche nach der 9Nadonna della Sedia und nad) dem van Tyckschcn Porträt König Karls. Für die Ausgabe ber Werke Friedrichs bes Großen in 40 Quartbänden stach er unter anderen ein meisterhaftes Bildnis des Großer: Kürrfürsteni, «n dem leider nur wenige Abzüge vorhanden sind. Im Jahre 1873 begaint er sein Hauptwerk, den Stw> der Sixti n isdie n M abonna. Sieden Jahre hat er ber Herstellung bes Blattes gewidmet unb als er 1882 starb, war cs bis auf gauz geringe Aeinigteiten vollendet. So groß Oouarb Mandel a,s Künstler i ™är, so liebenswürdig war er als Me^ifd) unb in ber Geschichte £ec Berliner Kunst unb in ber Berliner GesellfchMt hat er ein oLuerndes Andenken hinterlassen. * ~ Die deutsche Kunst aus Der Brüsseler Weltausstellung. Ter Allgemeiuen Deutschen Kunstgenossenschait craren lebhafte Vorwürfe gemacht worden, daß ber Veroaud es Statwnaföfonofren Papanastasion übertragen werden soll, ieine Vorlage über bi? Reorganisation der Universität, ein Gesetz beti ei« . ub die Unvereinbarkeit der Funktionen eines Deputierten mir denjenigen eines Mitgliedes des Aussichtsrates oder der I^rertion von Fimanzgesellschasren und endlich eine Vorlage betresjend den Schutz der Arbeit. Ein .Antrag ans Verfassungsreoision wird kurz vor Schluß der -L-ession eingebracht werden. Tie Meldung, Raisu l i fei durch Gift getötet worden, wird aus Tanger dementiert; er soll sich bester Gesundheit erfreuen. Zn Schujia bei Naplus in Palästina kam es bei der Verhaftung einiger Christen zu einem Kampf zwischen Soldaten u n d d e r ch ri st l i ch e n B e v ö l k e r u n g. Die türlischen Soldaten schossen auf Frauen und Kinder, wobei sieben Personen getötet und auf beiden Seiten viele verwundet irmrdeu. Wie aus Kanton gemeldet wird, sind die aufrührerischen Truppen, die von Japanern ausgebildet wurden, von Admiral L i ch u n in die Flucht geschlagen worden, wobei mehr als 100 von ihnen gefallen sind. Der Bizekönig erließ, eine Bekanntmachung, nach welcher er für den Schutz der Fremden in dem beunruhigten Gebiet nicht garantieren könne. Die Missionare und die Beamten der Kanton-Kowloon-Bahn flüchteten sich in die Fremdenniederlassung von Kanton. Msitzung des Zanitätrvereins. * Gießen, 15. Febr. Aus Anlaß des 25 jährigen Bestehens des Sanitätsvereins und des gleichzeitigen silbernen Jubiläuems seines Vorsitzenden«' I. Bräutigam füllten die Mitglieder des Vereins und deren. Frauen gciiern abend die Turnhalle des Turnoeierns, um den Abend festlich ,311 begehen. Herr Bräutigam gab ein Bild, wie Anfang des Jahres 1885 aus dem bn.it im heraus, daß es kleinen Beamten, Handwertern usw. im Erkrcmkungsfalle schwer fallen würde, einen Arzt zu bezahlen, der humane und soziale Verein ins Leoen gerufen wurde, dem Ui seiner Gründung 53 Mitglieder und 14 Tage später weitere 62 Mitglieder beitraten. Als er,ter Vereürswrzt wurde Dr. Aiarll- wald gewählt, zu dem, als der Verein nach einjährigem Bestehen auf 211 Mitglieder angewachfen war, Dr. Haupt tarn. Jin Jahre "1890 kam Tr. SchlicplMte hinzu, der nach lOfähriger Tätigkeit als VereinSarzt fein Amr niederlegte, während die beiden anderen Aerztc bis zu ihrem Ableben tätig waren —, Dr. Markwald 22 Jahre und Dr. Haupt 21 Jahre. An Stelle von Tr. Schliephake trat Dr. Meyer ho ff. Den größten Bestand an Mitgliedern erreichte der Verein im Juni 190Ö mit 717, auf welchem Stand er fich mehrere Jahre erhalten hat, bis die Ortskrankenkasse dazu überging, die ärztliche Hilfe auch ans die Angehörigen ihrer Mit- ■ gliebcr anszndrhnen. Heute hat der Verein 586 Mitglieder. Einen schweren Berlüg hat der Verein durch das vor wenigen Wochen erfolgte Ableben seines Mitbegründers Aug. Boek erlitten, de» leit Bestehen desselben. das Amt des Rocl)ners verwaltet hat. Von den Männern, die vor 25 Jahren den Verern mir begrünoen hülfen, sind noch 18 dessen Mitglieder, darunter außer dem ersten Vorsitzenden Bränrigam Karl Bonarius, der 25 Jahre als Beisitzer dem Vorstand angehört. Der 2. Vorsitzende Herr Stimmer dankte darauf .Herrn Bräutigam für das, was er in dem verflossenen Vierteljahrhundert getan har und überreichte dem Jubilar eine silberne Uhr mit Kette. Bescheiden erklärte 5tzerr Bräutigam, daß, er hasse und Wünsche, der Sanitätsverein möge weiter blühen und gedeihen. Hieraus sprach Dr. med. H. Fulda-Frankfurt a. M. über Ä ypnv tismus und Su g g e ft i0 it. Der Redner wies darauf hin, daß um dieselbe Zeit, als der Sanitätsverein sich gründete, ein Däne, Professor Hansen, nach Deutschland gekommen "sei, um Vorträge mit Experimenten über dasielbe Thema zu halten, bas die Versammlung heute beschäftigt. Hansens Experimente erregten großes Aufsehen, die Wisienschaft hat sich damit beschäf- ttgeit müßen und stellte die natürlichen Ursachen des Hypnotismus und der Suggestion fest. Dr. Fulda besprach dann Ursachen und Wirkungen. Er erklärte, daß, der Arzt durch die Hypnose bei gewissen Krankheiten lindernd oder gar heilend wirken könne; er warnte aber, fich. unter keinen Umständen Nichtärzten für derartige Experimente anzuvertrauen. Es meldeten sich dann 40 Personen int Alter zwischen 18—40 Jahre, von denen nach etwa 30 Minuten vorn Redner 8 als taugliche Objekte bezeichnet wurden. Dr. Fulda berührte sie nur hin und wieder leicht mit den Finger- f pitzen und es machte einen originellen Eindruck, als die ganze Gesellschaft plötzlich wie leblos dafaß.. Das Experiment, daß einer jungen Dame in der Hypnoü der Auftrag wurde, einem Herrn, ber ihr namhaft gemacht wurde, einen Pelzkragen, der auf einem Tisch im Saale lag, zu überbringen, gelang überraschend. Ebenso führte ein junger Mensch den Auftrag ans, zu einem im Saale anwesenden Herrn zu gehen, diesen zu fragen wie spät es ist, und wenn Lieser fehle Antwort gibt, dessen Uhr aus der Tasche zu holen und selbst danach zu schauen, um baint vom Podium zu verkünden, was dessen Uhr zeigt. Nur zwei von den vielen vorgenommenen interessanten Experimenten beringten. Mit großem Interesse maren die Zuhörer den Vorträgen nnd den Erklärungen, die frer Redner dazu gab, gefolgt nnd mit aufrichtigem Tau le für Las Gebotene schieden die Festteilnehmer erst gegen 12 Uhr aus ^er Tem halle. Aus uns Land. Gießen, 15. Februar 1910. Tageskalender für Dienstag, 15. Febr.: Stadt- Theater: „Stranbfinber." Ansang 8 Uhr. : ■ Der Ehrenbürger der Stadt Gießen, Geh. Obermedizinalrat Tr. med. Georg Gassky, seil 1904 Robert Modju Nachfolger als Direktor des Kgl. Instituts für Jnsclt'onskranlheiten in Berlin, begeht am 17. ds. seinen 0 0. 0 cbirrt2tag. Er ist 511 Hannover geboren, promovierte 1873 in Berlin und war dann mehrere Jahre als Militärarzt tätig. Als Stabsarzt wurde er 1880 zum Kais. Gesundheitsamt tommanbicri, wo er ein eifriger Schüler Robert §vch2 wurde. 1883 nahm er an der unter Kochs Leitung ausgesührten CholerverpedUiou nach Aegypten unb Ostindien teil und wurde 1885 Leiter des balteriologifchen Laboratoriums im Gesundheitsamt. 1888 wurde Gajsiy ordentlicher Prosessor der Hygiene an der Universität Gießen. Einen Ruf, in den Hamburgischen Staatsdienst lehnte er 1893 ab. 1894.95 war er Rektor der Gießener Hoaszchule. 1897 leitete er die von der deurschen Regierung zur Erforschung der Pest nach Indien gesandte Expeoition. Mit Beginn des Wintersem. wers 1904/05 übernahm Gassky die Leitung des Kgl. preuft.chcu J.isti.urs für J.^erUomkrank- l>cireii in Berlin als Nachfolger Kochs. Geheimrat Gasfty hui sich um die Entwicklung der Bakteriologie hervorragende Verdienste erworben. Seine Arbeiten sino vornehmlich ex- perimenteller Natur und beziehen sich hauptsächlich auf baktcriologi che Untersuchungen über DeSinsetiion, Milzbrand, Bwrst- und Fleisch'vergi.tilng, Typhus, Cholera, Pest u. a. — Geheimrat Tr. Gasfty geyörle betanutiich längere Zeit der hiesigen StadtverordnerenversamiNtUng an und ■( rivarb sich namentlich bei unserer Kanaii,ation große Verdienste. Bei seinem allgemein bedauerten Weggang von hier wurde et. zum Ehrenbürger ernannt, eine Ehre, die er nur mit dem Finanzminister Tr. Gnauty teilt. ** Ter Verein für Säuglingssür sorge, der bisher eine Abteilung des Armen- und Krankenoereins war, hat sich als besonderer Verein gegründet. Hierdura) har die Vereinigung mehr Bewegungsfreiheit erhalten und kann sich ihren Aufgaben nachdrücklicher als bisher widmen. Ferner wurde beschlossen, eine Aenderung im Betriebe des Säuglingsheims eintreten zu lassen. Es sollen nur ge simde, höchstens schwächliche, aber keine kranken Kinder für die Folge aufgenommen werden. Säuglinge, die in der Anstalt erkranken, werden auch fernerhin ärztlich behandelt. Nachdem Prof. Dr. Hans Koeppe fein Verhältnis als ärztlicher Berater des Säuglingheims bereits früher ge'öst hat, wählte der Vorstand des Vereins den prakt. Arzt Tr. Karl Richter. Durch die neue Organisation wird der Betrieb der Milchtüche so wenig wie der der Anstalt überhaupt beeinträchtigt. Der Verein, der die soziale Seite der Säuglingsfürsorge in unserer Stadt und soweit als tunlich darüber hinaus energisch fördern wird, wird nunmehr in erster Linie seine Tätigkeit darauf richten, neue Mitglieder zu werben, um noch mehr leisten zu können als bisher. Bisher reichten die Mittel für etwa 20 Kinder hin, doch hat sich das Bedrüsnis ergeben, für die doppelte Zahl sorgen zu lönnen. ** Erledigte Lehrer st ellen. Eine mit einem kath. Lehrer zu besitzende Lehrerslelle an der Gememdcschule zu Seligenstadt. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerslelle an der Gemeindeschule zu Haßloch. 9)ht der Stelle ist Organißendienst verbunden. Eine mit einem coang. Lehrer zu besetzende Lehrerslelle an der Gemeindeschule zu Groben-Linden. Mit der Stelle kann Organistenbienft verbunden werden. * * Krankenversicherung in Hessen 1908. Die durchschnittliche Zahl der Krankenkassen auf öffentlich recyt- licher Grundlage betrug 1908: 1003 Kassen mit 292165 Mitgliedern (204 473 m., 8<" 692 w.). Gemeindekrankenkassen gab es 700 mit 65 452 Mitgliedern, Ortslrankenkajsen 91 mit 119 317 Mitgliedern, Belriebsirantenla.sen 99 mit 51692 Mitgliedern, Bauiraukema.se 1 mit 93 Mitgliedern, Jitnungsüranlenkassen 5 mit 1411 Mitgliedern, eingeschriebene Hilfsta,sen 100 mit 51271 Mitgliedern, landesrechtliche Hilfslaften 7 mit 2923 Mitgliedern. Die Einnahmen aller Krankeilla.scn betrugen 9 709 483 Mk., davon Beiträge 7 268 758 Mk. Tie Ausgcwen befiefeu sich auf 9 179 367 Mk., davon für ärztliche Beyandlung 1598130 Mk., für Arznei usw. 896 061 Mk., für Krankengelder an Mitglieder 362o 918 Mark, an Angehörige 74 035 Mk., für Unterstützung an Schwangere und Wöchnerinnen 107 266 Mk., für Sterbegelder 144 317 Mk., für Kur ko st en usw. 640 221 Mk. und für Rekonvaleszenten 4579 Mk. Die Verwaltungsausgaben betrugen 462034 Mk. * * P 0 st n 0 t i z e n. Der am 10. Februar auf der Reise von Marseille nach Algier beiden Bcuearen gesunkene französische D a in p s er „G e n e r a l Ch an z y" hat an Briefpost aus Deutschland vermutlich die Sendungen für Algier an Bord gehabt, die in Deutschland im Lause des 7. Februar zur Post geliefert worden sind. Die Postsachen sind infolgedessen verloren. — Bei den amtlichen Postkarten soll nunmehr in Verfolg des Beschlußes des letzten Postkongresses in Rom die linke Hülste der Vorderseite dem Absender für schriftliche Mitteilungen freigegeben werden. Tie amtlichen Karten erhalten ebenfalls einen senkrechten Trennungsstrich. Das Muster für diese Formulare ist jetzt vom Reichsamt endgültig festgesetzt worden und der Reichsbruckerei zur Herstellung der Karten ^gegangen. Der senkrechte Trennungsstrich kommt 6,3 cm rechts vom linken Rand zu stehen. Da die Postkarten 14 cm breit sind, so wird also nicht ganz die Hülste für Mitteilungen freigegeben. Der Ausdruck „Postlar.e" fällt aber nicht mehr a.is den linken Teil der Karte für die Mitteilungen, sondern kommt rechts von dem Trennungsstrich zu stehen. Dieselbe AnordnunL erhalten die Weltpostkarten zu 10 Psg. • • Die Hessische Vereinigung für Volkskunde veranstaltete gestern abend im großen Hörsaal der Universität einen sehr gut besuchten Vortiagsabend, an dem Sanitätsrat Dr. Maurer aus Darmstadt „über unseren Odenwald" sprach, an der Hand einer großen Anzahl von Lichtbildern, die mit zu dem schönsten gehören, ioa§ vom Odenwald seither m die Oeffentlichteit gelangte. Nicht nur die Naturschötiheiten dieses eigenartigen Gebirges führte der Redner, der als eifriger Vorkämpfer für den Odenwald bekannt ist, in seinen schönen Lichtbildern vor, sondern auch, und zwar m ganz besonderem Maße, die vielartige, aber jetzt immer mehr zurückgehende Hausindustrie und er ließ uns in biese abgeschiebenen Winkel reger Betriebsamkeit manchen er» staunten Blick tun. Da gibt es noch Nagelschmiebe, Tuchweber,, die ihre Stoffe mit der Hanb bebaicfen, Schachtel- macher, Töpfer, Uhrmacher, Schinbelschnitzer, Besenmacher, Elfenbeinschnitzer, Spielivarcnschreiner u. s. w., bie trotz der mobernen Großbetriebe noch ein flottes und teilweise auch sehr gut bezahltes Geschäft machen. Auch viele eigenartige Bauwerke, wie bie Einharbsbasilika, die Trümmer der Burg Rodenstein, Schloß Fürstenau mit seinem kühn gespannten Torbogen und viele volkstümliche Kiinstbenkmäler sahen wir in prächtiger Wiedergabe. Auch das Leben und Treiben der Bevölkerung führte uns der Redner vor, und nicht zuletzt eine Reihe prächtiger Charaklcrköpfe aus dem kräftigen Bolksschlage des Odenwaldes. Dic zahlreichen Anwesenden bankten für ben außerordentlich interessanten, nahezu zweistündigen Vortrag mit starkem, ehrlichem Beifall. ** L 0 rträae in französischer Sprache. Man chreibt uns: Interessenten bür'ten etmge Vorbemerkungen zu ben ongehmbtnien Vorträgen tu französischer Sprache willkommen sein, Die ui nächster Zeit in Gießen liakfmben. Samstag Den 19. und Montag den 21. Februar wird Tr. üueien Thomas, Lektor an der Universilät, sprechen über: „Deux conceptions de la vie humaine: Victor Hugo et Maurice Maeterlinck." Im erflen Vortrag, über V. Hugo, ivirb Dr. Thomas nnmenilicl) von dem ,,Tli6atre“ des großen Dichters baubcln, unb zwar von einem neuen, überaus anziehenden Gesichtspunkte aus. Bel Maeterlinck wird die erste Periode lemes Schaffens, dlchterifch rote phtlosophiieh seine bedeutendste, im Mittelpunkte flehen; kurze Zitate deutscher Satire auf Maeterlinck roerden den Ernst dieser Ausführungen mildem. Tie beiden Vorträge bilden insofern ein Ganzes, als das Schroergeivichl auf einer Parallele zrot,chen Den O'ebenemiffaffungen der beiden Dichter liegen wird, die je tn ihrer Art tKepräieninntcn zweier Vielten, zweier Epochen, zweier wejenllith verschtedenen Gefühlsvernrögeit sind. Monsieur Jules Berryer, Professeur de francais, Directeur du cercle fran^ais de Darmstadt, vereinigt m seinem Borlrage drei Themen: «Le th6atre francais ä travers les äges. — Les sports antiques et modernes en Frame. — Voyage ä travers la Belgique." Zahlreiche Vuliibilöcr werden seine Ausführungen llluslrieren. Alons. Berryer ist schon seit einigen Jahren in Darmstadt und Umgebung als Ridner bekannt und beliebt und wird sich auch hier freunde erwerben. Seine „Conference“ ist auf Donnerstag den 24. Februar angesetzt; eine Aenderung ist wegen des Zusammenfalles mit der Aufführung der 9. Symphonie nicht ausgejchlosien. ’• Bes 1 tzwcchfe 1. Rentner Paul Enn und Architekt Philipp NicolauS kauften das Bott'schc Anwesen am Seltecsweg zum Preise von 200 000 Bit. Die neuen Besitzer beabsichtigen, darauf Geschäftshäuser zu erbauen. Ter Verkauf erfolgte durch Vermittelung deS Herrn Gerson Katz. *’ 3000 Mark Belohnung. Auf die Ergreifung des wegen Unterschlagiing flüchtigen slaufmannS Bernhard Blick cu§ Frankfurt a. M. ist außer der bereits zugesagten Belohnung von 1000 Mark eine weitere Belohnung von gleicher Höhe für den ^Nachweis von Spuren zugestcherl worden, die zu feiner Ergreifung führen. Auch für die Auf- finbung greifbarer Depots aus ben unterschlagenen Summen sind 1000 Mark Belohnung gesetzt, falls diefe den Betrag von 10 000 Mark übersteigen. ** Äenn man Pech hat. Ein Mainzer Wirt kgu kürzlich eine Metzgerrechnung in einen leeren Zigarren kästen, der, ohne nachgesehen, einem Kinde geschenkt nnirbc. Als ehrlicher Finber brachte bie Kleine bie Rechnung zurück und übergab sie, da ber Wirt abwesend war, den Stammgästen. Diese lieferten die Rechnung ordnungsgemäß dem Wirt ab, selbst redend aber nicht ohne darauf aufmerksam gemacht zu haben, daß die Rechnung vom — Pferbemetzger stammte. (?) Hungen, 14. Febr. Am Samstag ging die Metzgerei und Gastwirtschaft „zum Löwen", Besitzer Hch. Seibert, nm beit Kaufpreis von 38 000 Mark in ben Besitz eines Herrn Daabs aus Groß-Bieberau über. Die Ueöernahme erfolgt am 1. April. -1. Ober -Seemen, 14. Febr. Mit großer Erbitterung mürbe heute in unserem sonst so friedlichen Ort die Burg erme ist er wähl vorgenouiuien. Die Gegner des jetzigen Bürgermeisters brachten es trotz aller Anstrengungen nur aus 84 Stimmen, die auf ihren Kanbidaten H. Bach VIII. entfielen. Unser seitheriger, überall sehr beliebter Bürgermeister Joh. Peppet ging mit 114 Stimmen als Sieger hervor. Herr P. ist damit 5um vierten Mal als Bürger- meister gewühlt. rm. Darmstadt, 15. Febr. Äer Landesoer ein vom Roten Kreuz hielt seine Hauptverfummlung unter Vorsitz des Oberkonsistorialprä;identen a. T. Buchner hier ab. Ter BZuch war aus allen Landcsteilen gut. Der Vorsitzende gab einen Ueberblick über die Tätigkeit des Vereins, uns dem Sie stete Weiterentwicklung zu ersehen ist. Nene Zmeigvereine wurden in Babenhausen, Gernsheim und Groß-Umstadt gegründet. Zu Ehren der verstorbenen Viitglieber v. Grolmann, Fröhlich, Oberbürgermeister Morneweg und Leydecker erhob man sich von den Sitzen. Dann folgten bie Wahlen. Gewühlt wurden in den Verwaltungsrat neu: die Herren Oberhofmur'chall von Westerweller, Oberst Becker, Hauptmann Waldecker, Beigeordneter Müller, in ben Vorstand Dr. Happel, , Oberkonsistorialpräsibent Nebel, Hauptstaatskassc direktor Dexheimer, Geireralarzt a. D. Liirdemann und General- Leutnant Kvrwan. Der von Herrn Dexheimer vorgetrageire Kassenbericht wurde genehmigt nnd dem Rechner Entlastung erteilt. Auch der Voranschlag für 1910, der mit 21900 Mark in Einnahme und Ausgabe abschließt, findet Annahme. Kommerzienrat Hickler erstattete dann einen eingehenden Bericht über die Tätig feit der Magazins-Kommission für Messina, der Magazin-Ver Wallung und der weiteren Ausgabe des Depots. Danach gingen nach Messina zwei Sendungen int Werte von 9205 Mar, und 11 942 Mark. Tas Magazin ist in der Lage, nunmehr 612 Betten zn stellen, doppelt 1'0 viel, als 1870 benötigt wurden. Der Redner schlägt vor, für die Ausstattung eines vollständigen La zaretzuges zu sorgen. Er führt eine nach seinen Angaben an gefertigte neue Tragbahre vor, die den Kranken und Verwundeten mehr Schutz gewährt und dabei viel billiger ist. Ter Vor stand wird sich demnächst mit dem Vorschlag befassen, zu diesem Zwecke 300 Tragbetten für den Sanitätszug zu dem Betrage von 7500 Mark zu beschaffen. Weiter sollen 200 Mattazen für 2(500 Mark beschafft werden. Der Geschäftsbericht fall im Druck er scheinen. General Korwan berichtet dann über Vervandstellen und Ersrtschungsstätten int Kriegsfälle, an bie sich eine Besprechung anschloß. se. Mainz, 14. Febr. Ter Wagenführer Helm, ber den Zusammenstoß ber Straßenbahn nach Gonsenheim verschnl- bete und von ber Strafkammer, wie wir seinerzeit berichteten, zu einem Monat Gefängnis verurteilt worben war, ist im G na ben Wege biese Strafe in eine Gelbstrase von 150 M a r k umgewandelt worben. (SerictytsBaciL München, 14. Febr. Wegen fortgesetzter schwerer. M i ß h a n b l u u g eines Rekruten hat bas Kriegsgericht ber ersten Division ben 19 jährigen Fähnrich Flügel vom 2. Infanterie-Regiment „Kronprinz" in München zu fünf Mo naten Festung verurteilt. Von einer Degradation wurde nur mit Rücksicht auf die Jugend des Angeklagten abgesehen. Luslschiffahtt. Berlin, 14. Febr. Nach der „Voss. 3tg/' flog heute bet Flieger B e hrend bei den Flugversuchen in Rummelsburg infolge Versagens ber. Höhensteuernng in einer Höhe von etwa 20 Metern in die Bäume. Der Apparat wurde vollständig zertrümmert. Die Bäume mußten gefällt werden um bie Trüm mer frei zu bekommen. Behrenb würbe nicht verletzt. London, 15. Febr. Der Zweibecker ber Gebt. Sanbers wurde üt der Nähe von Lowestoft von einem schweren Unfall betroffen. In der Höhe von 20 Fuß mit einer Stundcn- geschwinbigkeit von 25 5Neilen stießen bie Flügel ber Maschine gegen Telegraphenbrähte. Die Maschine kippte um unb stürzte mit großer Gewalt zu Boben. Sie würbe vollkommen zertrüin- mert. Kempton Sanbers wurde nicht verletzt. Ocrinischtes. * Die Goldmine ber A ztei e n id icbcrcn tbed t. Sic berühmte Schatzkammer ber allen Azteken, bie große Goto- mine in ben Bergen Mexikos, bie ben Spaniern in ber Zeil, da sie über Mexiko herrschten, eine Galbquelie Don unerschöpftiaj. in Reichtum war, ist wieder ausgefunden worden, unb eine Gcsellschaü unternehmender Engländer hat bcrcild alle Bortehrungcn ge rro'sfcn, um die Ausbeutung der Mine zu beginnen. Frank Camv dell,, ein englischer Reisender, gibt im World Magazine eine in ter en ante Schilderung von dem Reichtum und ber wechselrwllen Geschichte dieser goldenen Höhle. ?or 200 Jabren war bie Mine von Tayapa Eigentum der spanischen Krone. In den Gemeinde- archiv^n von Hermonillo hat Campbell alte Totumente gesundem, aus denen hervorgeht, daß die Mine dem spanischen Herrscher ein Einkommen von 200 Millionen verschaffte. „Unter der Auf- sick't der Spanier wurde bas Bergwerk von Indianern betrieben. Tann kam ein Aufstunb, sämtliche Spanier wurden ermordet, unb bie Jnbiancr wußten ben Eingang zu der Mine so glücklich zu verbergen, baß ein Jahrhundert verstrich, ehe ein Goldsucher ben Weg zu dem Schatze wieber entdeckte. Al^r der kühne Psabsinbcr, Robert d'Aumalie, mußte seinen Fund mit seinem Leben bezahlen: anck) er würbe von den >->iidianern ermyrott." In Beglcckung sein r Freunbcs hat Eampbell bic toicberaufgeTuiiLcnc Stätte besucht ,,3n der Diese eines Abgrundes sahen wir eine rund 240 Fuß tiefe Aushöhlung, bic alle Anzeichen trug, daß hier in vergangenen Zellen em Minenbetrieb gewaltet hatte. Wir sanden die Uebcr refte alter Bauten, Leiter unb aurgebäufte Schnttmengen. D.is iw die Glätte der allen Tayapaminc unb hier Liegen bic riesigen 0'0ld- unb en Sorftani I iptstaatskasic I tnb General- I igelte Sofien I Itung erteilt I Ifltf in Gin I inimer.ücntai I et die Tätig- I Jlagaiiii’&r I aitad) ginge I 5 Äar! uub ir 612 fetter müden. T« ftönbigen Ä Angaben ar tnb Semn ft. Ter $or en, zu biefem Behage vtr igcn für M' m 2md a 'crbanbitdta Besptechmvi 164. TreiS a. d. Lda., den 14. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Treis. Benner. Ein Unteroffizier einer Artillerie-Regiments in Jüterbog war unter verdächtigen Umständen Plötzlich gestorben. Die Leiche wurde zur Feststellung der Todesursache geöffnet und dabei fest- gestellt, das; der Mann i in Magen eine große O e j f n u n g hatte. Der tapfere Krieger hatte am Mend vorher 61 Glas Bockbier getrunken und angeblich nichts gemerkt. Dem Schülkassiercr Schwartz in Altenberg (Bayerisck>- Schwoben- wurden 10 800 Mark in Staatspapieren gestohlen. In den Pyrenäen wurden sieben baskisck)e Arbeiter erfroren aufgesunden: iic waren von einem Schneesturm übep- ra'cht und versclchttet worden. Die Z a stle r hü t t e, die seit über 25 Jahren der Stützpunkt jnib Einkelwvrt tausender Waldarbeiter war, ist, nach einer Nachricht aus Frei bürg, vollständig abgebra nut. Aui der 3ed;c Adolar bei Kupferdreh wurden zwei Dcrfciratete Bergleute verschüttet, beide sind t v t. Tie Seine ist in den letzten 24 Stundear fiebern Zentimeter gefallen. Ter Propst Dutkiewicz, der 89 Jahre alt war, erlitt in der Jesu-5tirche in Posen bei der Frühmesse einen Schlaganfall und starb. Seme Mutter lebt im Alter von 125 Jahren. Der in der Magelhanstraße westlich von der Insel tzuamblin gescheiterte englische Dampfer „Lima" (nickst „Lucia") ist ooll ständig verloren. Dagegen sind die noch an Bord befindlichen "Personen, 44 Fahrgäste, 38 Mann der Besatzung anscheinend vollständig unversehrt. Der Dampfer „Lima" befand iid) auf der Ueberfahrt von Liverpool nach Callao. Passiva. Aufgenommene Kapitalien Mitgliederguthaben Reservefond Betriebsrücklage Lerlustkonto Dividenden 544,4 Hektar Feld und 491,8 Hektar Wald. Jagd dcr Gemeinde Erda, groß 744 Hektar Feld und 405 Hektar Wald. Jagd der Gemeinde Mudersbach, groß 297,8 Hektar Feld und 112,0 Hektar Wald. Derbstangen : Scheiter; Eichenstämme 7—43 Ctm. Durchrn. — 7,62 Fm. Buchenslamm 62 Ctm. Durchm. — 1,33 Fm. Fichtenstämme 15—20 Ctm. Durchm. ----- 1,25 Fm. * Stt Hon 7CN(; Jllgtionu, nung D1 .iWiitLi lC blc 1 Sutn^ ben Ho' Zusammenkunft nu UberSberg. Rödgen, den 15. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. Stein. Aüceschulc Gictzrn e.B. Die diesjährige Mitgliedex-Versamminng findet Freitag den 18. Februar 1910, nachmittags 3’/3 Uhr, im Hause der Alleeschule, .Kirchstraße 20, statt. Die Mitglieder werden zu dieser Versammlung hier- durch eingeladen. v16;:. Griginal-Vrahtinet-ungen. Ersparnisvorschläge der Erstrn Hessischen Kammer. B. Darmstadt, 15. Febr. In der heutigen der Finanzausschüsse beider Stände- löl 3 Holzverfteigernng. Freitag den 18. d. L>!ts., vouiuttags 9 Uyr, soll im Rödgcr Gcmcindcwald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Holzverfteigernng. Freitag den 18. Februar 19lu sollen int Gcmeiudc- wald TreiS, Distrikt Neuer-Wald und ASpenstrauch 8, versteigert werden: Stämme: Fichten 7 St. v. 12—19 Ctm. Durchm. — 1,29 Fm. io eint, b 1 ieim verschal it berichtete ist im Ö na' I 150 Mai! Jahren öffentlich mcmbictenb verpachtet werden: 1. Jagd der Gemeinde Ahrdt, groß 195,1 Feld und 34,0 Hektar Wald. 2. Jagd der Gemeinde Altenkirchen, 34 Nm. 36 , 4 w 141 „ slog heute bei intcldburg w jhe von etiw bt vollstänb« M bic rim vericht. x <3 anbei- frfiiDCten Ur- inet Stunbrn der Mascha nt unb |W imen zertrV Die Jagdbezirke zu 1 und 2 sind in 1/i Stunde von den Stationen Offenbach und Bischoffen der Bahnstrecke Herborn- Niederwalgern zu erreichen, der Jagdbezirk zu 3 liegt 1 Stunde Ziegen-Zudüverein Giessen. Sonntag den 20. Februar, nachmittags präzis 3"? Uhr, un •’öotcl Einhorn Generskersammiung. Tagesorduuug: Punkt 1 3abrevbcrirtiL 2 Masscberi.cht, 3 Bot standstvahl, 4 Beschwerde eines Alttgliedo über nufer Berstckeruugs wesen, Verschiedenes. Gleichzeitig findet grostcr Vortrag, ge halten von der LandWirtsckmftskammcr, über Ziegenzucht iifiu. (fall. Indem der Bartram sowie Punkt I. für jedes Aiitglied newift grosteS Interesse hat, wird nm vollzähliges Erscheine» dringend gebeten, and) wäre zu wünschen, wenn sich auch die Tira neu beteiligen würden /-11-11 Hier A orwiniKl. Brauer-Akademie zu Worms a. Rhj Gegr. 1872 durch Dr. Schneider. (Unter Staatsaufs.) Beginn des SoinmersemesterN am 7. April 1910. ^ISSSK3®EiH3Ka8S3 Direktion: S'.. Ebrich. EfflMastiMrtWfli—B ^Släemvertrieli® für (Ssessen; Jl. Duphorn. Reformhaus, Uarbnrg- Fi’iale Gieasert, Neuenweg Ecke Kreuzplatz. kammern, bic unter dem Vorsitz des Grafen zu Erbach- Fürstenau stattffnbet, gelangen, dem Vernehmen rtach, unter eingehender Begründung neue, durchgreifende Ersparnisvorschläge beS Ausschusses der Ersten Kammer zur Beratung, die darauf hinzielen, die geforderte Erhöhung bet Steuer von 30 Proz. auf 10 Proz., höchstens 15 Proz. herab- zudrücken. Frankfurt a. 9)1., 15. Febr. .Der Brauerei Direktor Fril Bin ding von der Brauerei Jung erschoß sich gestern aus dem Grabe seiner Mutter. P a r i s, 15. Febr. Von den beim 11 n l c r g a n g d e s „G c n c r n 1 Chane h" Verunglücktett Wurden bi* letzt 40 durch die srait.C'i'cl'eit Torpedoboote geborgen. Es scheint festzustchcu, daß das Unglück durch eine P ulve r e xplosi o n hervorgerufcn würbe M adrid, 15. Febr. Die königliche Familie ist nad) Sevilla abgcreist. Athen 15 ..Febr. Die Militärliga hat an die Zei tungen bic. Forderung gestellt, jede Mritit an den für die Na t i o n a l v c r s a m.rn 1 u n g gestellten Ausgaben äu unterlassen Die Zeitungen Wollen hiergegen Einspruch beim Ministerium er heben. r itfiroerc. .AegsgetÄ ■lügel M zu füllt n würbe m 'gesehen. Landwirtschaftl. Konsumverein, e. G. m. u. H., Saasen. GescWfls - EmstMnnz! Meiner gesch. Nachbarschaft, sowie den geehrten Einwohnern Lollars mache ich hierdurch die ergebene Mitteilung. das; id) mit bem morgigen Tage die seither von Herrn Martin Fngbardt betriebene Brot- und Fein-Bäckerei übernehmen werde. Ich bitte, das meinem Borgänger bewiesene Vertrauen auch '""-'m - in dtt 5SSS» war bie M dcnGeE St£ gtluU ennorx." j- 'M *t*4 Buchen-Wellen. Eichen-Wellen, Durchforstung. von Äablreidjcn Aerzten und Gelehrten als das Beste und Bc kömmtichste täglid) empfohlen, gegen Darmträgheit, Blutarmut, Holzverfteigernng. Montag den *21. Februar l. F, vormittags batb neun Uhr, werben in der Gastwirtschaft des Herrn Max Becker zu Beltershain aus den Distrikten Grauerberg, Maulltain, Steinkaute, Hain, Beltershainer Wald, LaubachSkopf, Csp, Langebuchen, Iungebuchen, Ochsenstall und Hohcrod ueritcigcrt: Stämme: 4 Eichen 3. Ml. 2,79 Fstm., 7 Eichen 4. ML — 3,73 Fstm., 3 Eichen 5. ML —1,18 Fstm., 9 Eichen 6. ML — 2,99 Fstm., 1 Buche 1. ML — 0,17 Fstm. lHackklotzl, 1 Buche 2. ML - 0,47 Fstm., 1 Kiefer 2. ML — L04 Fstm.. 6 Mietern 3. ML 4^7 Fstm., 14 Kiefern 4. Kl. 7,95 Fstm., 5 Lärckten 5. ML — 1,63 Fstm., 1 Fickite 2. ML - 1,85 Fstm., 7 Fichten 3. ML = 9,11 Fstm., 13 Fichten 4. Kl. — 10,36 Fstm., 145 Fichten = 42,03 Fstm., 17 Fichlen-Derbstangen — 0,74 Fstm., 100 Fichten-Reisstangen 0,50 Fstm. Scheiter Mm. : 261 Buche, 18 Eiche, 20 Kiefer, 42 Fichte. Knüppel Nm.: 83 Buche, 9 Hainbuche, 26 Eiche, 3 Erle, 8 Aspe, 41 Mieter, 4 Lärche, 37 Fickite. Knüppel Neisig Nm.: 176 Eiche, 13 Aspe, JO Mieser, 22 Fichte. Retstg gewöhnlich Rm.: 419 Buche, 308 Eiche. Stöcke Nm.: 80 Bucke, 4 Eiche, 23 Kiefer und 39 Fichte. Die blau unterstrichenen Lrennholänummern aus Distrikt Hain kotnmen nicht zum i'luSgebot. Fnteressenlen belieben das Holz vorher einzusehen. Nähere Auslunst durch Förster Knis; zu Reinhardshain. Das Brennholz kommt etwa umll Uhr zum Auögebot. Magdeburg. Sauerkohl, leimte Dentatestivare, billig tvaggonweite obzugeben. Nicharv SlaurfutQitn, stNagdcbnrg. 1988 9516.841 Die Mitglieberzayl bettÄg Ende 1908 1800.— 1443.— 1409.14 1365.04 130.15 3369.51 9516.84 v . _____ ) Ratten vertilgt sicher,Es schmeckt laden wir alle Mollegen wegen Wichtigteit der TagesordiÄng prächtig'.wu t-s. Berlan!- freundlichst ein. Der Berbandsvorsttzende Louis Petri/Ml. t stelle: Pclikan-Äpoth.,MreuäVt.2. Bieber — Strecke Giesien-Btebcr — entfernt 4 hat an Altenkirchen unb Erba Anschluß. Die Jagdvorstcher: cl% Netz. Dörr. Schäfer. ivutbc. zurück Jj^jngäücTi 1 °b, fei, uu feo, mtc. 3 bic Seibkr E1£6ei^ cholgt tu,, Stbiilt, im Ott b« °cgner bei Üccngungfr Bach VHL ier Bürger, üls Siegt: Bürger saihe in allen Preislagen a*% AugusüG(rffiEjJ|SeUersweg 12 Lilaiiz am 31. Zezemder 1909 Aktiva. Kasienbestanb Warenvorrat Debitoren Inventar Ium Beiuctzv der besseren Detailgeschasie tn (Mienen wirb von einer Teigwarensabrik, die bei den Grossisten bereits gut eingeführt ist, em tüchtiger, gut eingeführter Vertreter gesucht. Schrifil. 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Durchm. — 0,45 Fm.; 1 Erle, 38 Ctm. mittl. Durchm. — 1,03 Fm.; 1 Elsbeere, 32 Ctm. mittl. Durchm. — 0,69 Fm. Bauholz, 20—29 Ctm. mittl. Durchmesser. 72 Eichen — 29,33 Fm.; 159 Lärchen — 145,39 Fm.; 2 Kiefern — 1,14 Fm.; 38 Fichten — 29,22 Fm.; 1 Weiß- janne — 0,74 Fm.; 10 Weymouthskiefern — 6,33 Fm. Wagner- u. Grubenholz, 12 -19 Ctm. mittl. Durchm. 32 Eichen = 6,68 Fm.; 1 Esche — 0,20 Fm.; 37 Lärchen — 14,12 Fm.; 2 Kiefern ----- 0,46 Fm.; 30 Fichten — 8,26 Fm. Sämtliches Holz ist fertig aufgearbeitet, mit der Rinde gemeßen, lagert an Chausseen, 3 Km. von Station Reiskirchen bezw. 12 Km. von Station Erünberg^ (schweres Schnittholz). Zahlungsfrist bis Martini 1910 bis zu 300 M. gegen Bürgschaft, für höhere Beträge gegen Hinterlegung von Wertpapieren bei dec Mitteldeutschen Crebitbank, Filiale m Gießen, innerhalb 10 Tagen nach erfolgtem Zuschläge. Die Gebote sind nach Sortimenten unb Holzarten getrennt, schriftlich und verschlossen, mit der Aufschrift ,Submissionen den Unterzeichneten einzuschicken. * Förster Sames in Winnerod zeigt bas Holz im Walde auf Wunsch vor und übersendet cm Verzeichnis mit Durchmesser und Länge der Stämme. Die Eröffnung dec Gebote erfolgt Freitag den 25. Februar, nachmittags 2'/g Uhr, in der Förfter- wohnung zu Winnerod. Innerhalb 3 Tagen darnach wird bic Nachricht an bic Submittenten, benen der Zuschlag erteilt ist. gut Post gegeben. Tie GutSverivaltung Winnerod übernimmt eventl. bic Anfuhr des Holzes zur Bahnstation. Winnerod b. Neiskirchen (Oberhessen), 14. Februar 1910. Märkte. le. Frankfurt a. M., 15. Febr. Heu- und Strohmarkt. Llngelabren waren 9 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Heu Mk. 4.50—5.20, Stroh (Korn-Langstroh) Mk. 0.00 bis 0.00. Alles je 50 Kg. Die Zufuhren waren aus Oberhessen. Geschäft flau. 2lMtüia?vi welteroetichl. Oeffentliche Wetterdienststelle G i e & e n. Allgemeine Weiterlage feit Alontag früh: 9lörbltd) Schottland ist em intensives Tiefdruckgebiet erschienen, das sich rasch ostwärts ausbreitet und lebhasten Süd nut Niederschlägen nut sich führt. In Muteldeutschlaud, wo der Eingusi des russischen Hochdruckgebietes noch mitwirft, herrscht vorderhand noch irockenes Frostwetter. Dock; ist bald völlige Trübung nut Niederschlägen zu erwarten. Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch dem 16. Februar 1910: Niederschläge (Negen und Schnee), milder, windig. Sonnenaufgang am 16.: 7.37 Uhr vorm. Somiemmtergang am 16.: 5.41 Uhr vorm. Mondausgang am 16.: 10.38 Uhr vorm. Monduntergang am 16.: 12.55 Uhr vorm. Schneel> ericht: Hochwaldhausen — 5 Grad, 40 cm, Schibahn sehr gut, desgl. F e l d b e r g 5u cm. (tzroften-Littdcn. Der Rechner: Der Lagerhalter: Ph. Pirr HI.Gg. Muhl. 44 6 50 Zn der am Mittwoch, 16. Februar 1910, nachmittags 3 Uhr stattsindenden Verbands Sitzung in Offenbach 8(Ä) JL Passiva. 149.03 Mitgliederguthabcn 500.— 4207.18 Aufgenommene 4240.21 Kapitalien 1800.— 300.— Kreditoren 5469.34 Reservefonds 543.05 Dividenden 584.03 8896.42 8896.42 V Eiche 21 „ V Fichte 6 „ Eiche 135 , V Fichte 15 , Stock: Buche 1« , Eiche 28 , H Fichte 12 „ Zusammenkunft vormittags 10 Uhr am Streithkopf bei -rr. (ffIfr Mehrere aut erhaltene Oesen biüin nbAuncbcn. (01213 mmrm Stimmt 'Rlcr nfluetpr 01234 Die Direktion Per Roller Nink ,>adelburg und Rudolf P res der. ietiitftifljv ftoloniolro.=$rani6t.4iS, f. Zentrum der Stadl Giegen, nm. günsiigeil Bedingungen z. vergeb. Schriflliche Angebote nut. 01235 an den Giei;. Aiiz. erb etc». Kolosseum Giessen. Walltorstr. 38—38 Dir.: Albert Ravmnonn = - Telephon (44 Heute TienStag, 15. Februar: Grobe Abschiedsvorstellung der Raubtier -Attraktion Dupre sowie deö gesamten Spezialitäten Programms. 01233 Anfang 8 Uhr. Borverkauisbillcits haben Gültigkeit. Einer hohen Wette halber wagt es Herr Direktor Ravpmann, während der Borführung der Löwen mit in den Löwenzwinger zu gehen, um dort mit dem Bändiger eine Flasche Sekt zu n-inten In den vorderen Räumen findet täglich Konzert des Wiener Damcn-Lrchcftcrs „Prasiana" statt. Anfang 7", Uhr. Eintritt irrt. 19. Februar Einglafung des berühmten HungcrkünstlerS Saccn zu einer 40tägigen Hungerkur. XW" Gastspiel von Otto Rcuttcr 5., 6. und 7. März. -«8 Es ladet ergebcnst ein Direktion Albert Ravvmarru. Meine werten Gläubiger wollen gcfl. heute abend im Löwen» käsig erichcineu. Dort werden ihre Forderungen beglichen werden. Linc ist Abge -alliberc :iner sol Mcheu -0 ist bi Mojl'en alle toi ironsohi 1 «her and iiallibera ;teten ö i, daß ^ch Sei' inb Rech fc Sri 3m ■’ n ieiiiid« jat imme jüildibalc .is agrar bei m Maud der otge: rdtionallil ^liberal, ^-rieben. :nb auch l^erung |.utcrbien| ctanile :a deuM pi stören 'LÄhasles (4i wem lie maW M Inter ■Jn eigen Ter: «Wtat, -.En jo etcniai.fi sijl’enw, unter alle iatteijiti crainfc fein: eil jnterciie Atzung \ Cberptäi die Nati :«3 tonte, fade ein W st le ton t mit ri Alle l Moitkc alle «i Führi 3cr aus Acrlag, Mt: Lei «g von Suiten, Erschwert! ^ierl ivor ^lirischen 'mten, an ^cu-jtoir fejte bei SIIgemEinEr Deutscher Versicherungs-Verein » in Stuttgart Auf Oegeneeltlffkelt. Gegründet 1878. Unter Oirintie der Stuttgarter Mit-nnd Hflckvenlchonmn-lkflenceielliohalL Kapitalanlage über <>8 Millionen Mark, Haftpflicht-, Unfall-, Lebens- Versicherung. Ceiamtverelcherungestand: 770000 Versicherungen. Zugang monatlich ca. 6000 Mitglieder. Uwes SlaiHtoaler Giessen. 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