Nr. 13 fttftetal lSgN- mti «aSnahm« des Sonntag». Die w«k6tBtt LarniUenblStter* »erben dem ,Änje<8*r* »tetnuil a>öd)«UUrf) betgelegl, bafl Jkettblofl M» U® Krtto 6ietienH treeimal ^Schenrirch. Dk ^Lanbwtttlchastltch«» ö«zt. ßroges" «schein«» monatlich zwemuU. ( 160» Jahrgang Montag, 17. Januar 1910 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesien |M«nonObmrf wb Sertag bet Sr-bNch« . llÄieesfitöts • ®ud>- enb GtembtudeuL St. Seage, Götzen. RebofHon, Expedition : Auch wir wünschen, daß das Gesetz rech! Bald jur Verabschiedung gelangt. Es freut uns, daß die Verletzung des Telephongeheimnisses bestraft werden soll. Wir find _m der Kommission einig gewesen bis auf die Bestimmungen über die 'Beleidigung und Erpressung. Dabei zeigten sich grundsätzliche Gegensätze. Es wird wohl am besten sein, diese Materie aus- zusondern, und die übrigen, über die wir einig sind, zu regeln. Auf diese Weise würde den bestehenden schlimme« Mißständen rasch gesteuert werden. (Beifall.) ber Zollerhöhung haben einzelne Kreise ber Interessenten ut bieser Weise bem Publikum Opfer zugemutet, gegen bie bie Opfer bes Reichs die reinen Waisenknaben sinb. (Lebhafte Zustimmung rechts.) Wenn wir bas Wohl bes Vaterlandes fvr- bern wollen, bann tun wir am besten, nicht mehr rückwärts, sondern vorwärts zu schauen. Minister der öffentlichen Arbeiten v. Bretteu- bach: Ich bin dem Abg. von Pappenheim dankbar für die ruhige und sachliche Behandlung der Frage ber Schiffahrts-- ab gaben. Preußen hat in allen wesentlichen Punkten ben Bedenken ber Gegner Rechnung getragen. Preußen hat sogar em weitgehenbes Entgegenkommen bewiesen und eine Reihe von Be- denken in Uebcreinftimmung mit ben Atehrheitsparteien dieses Hauses zurückgestellt. (Sehr wahr! rechts.) So hat sich Preußen damit eintierftanben erklärt, baß bie Verfassungsfrage aus retchS- gesetzlichem Wege geregelt werden soll. Es ist ferner bestrebt gewesen, die Vorlage so zu gestalten, daß ihr nicht ber Vorwurf bes Partikularismus und bes Fiskalismus gemacht werben kann. Deshalb hat Preußen bie Bilbung einzelner Zweckverbändc für bu? verschiedenen Stromgebiete vorgesclstageu. Es handelt sich also um ein großes, gemeinsames wirtschaftliches Unternehmen, das von großer nationaler Bedeutung für Deutschland ist. Abg. Dr. v. Jazdzewski (Pole): Der Ministerpräsident hat in seiner Begrüßungsansprache an dieses hohe Haus von einem gegenseitigen Vertrauensverhältnis gesprochen, das sich in seiner bisherigen Tätigkeit zwischen ihm und der Volksvertretung entwickelt habe. Mer ist der Herr Ministerpräsident wirklich im Besitz unseres Vertrauens? Er hat als preußisck!er Minister an der Enteignungsvorlage und am Reichsvercinsgefev tnitge- arbeitet und letzterem eine Auslegung gegeben, bie ben 'ülusnahrne- gesetz-Charakter bieses Gesetzes noch Der(d)ärft Es ist bebauet* lief), daß ber frühere Reichskanzler eine Stellung in her Ost« Deutscher Reichstag. 17. Sitzung, Sonnabend, 15. ganuar.\ Dm Tische des Bundesrats: Dr. Lisco. Im Haufe sind etwa 80 Juristen aiiwesend. Auch die Tribünen sind nahezu leer. Vizepräsident Dr. Tpahn eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 16 Minuten. Die erste Lesung der Strafprozehreform. Abg. Stadthagen (Soz.) ist in der fortgesetzte» Beratung der erste der heutigen Redner: Wenn man eine Prämie ausgesetzt hätte, den Strafpr^ch so auL- zugestalten, daß er eine besonders schwere Waffe gegen die Arbeiter wird, daß die Bahn für eine Klassen- justiz noch mehr geebnet, die Empörung gegen die heutige Rechtsprechung noch vergrößert wird, so hätte dieser Entwurf die Prämie verdient. Durch den ganzen Entwurf zieht sich der Gedanke. nicht unabhängige, sondern im Gegenteil zuverlässige Richter zu haben. Stadthagen erörtert das Thema in gleichem Sinne und in gleichem Tone weiter. Er spricht über das Vorgehen gegen Streikposten, gegen sozialdemokratische Flugschriften, verlangt einen Austausch der Richter in Zivil- und Strafkammern, Laienrichter in allen Instanzen und aus allen Bevölkerungskreisen, bamit die Bluturteile gegen Arbeiter nicht so häufig seien. Das Berufungsrecht solle nur den Angeklagten gegeben werden. Staatssekretär LiSco weist einige Einzekbehauptungen des Vorredners zurück. Sobald Vorschläge in der Rede des Abg. Stadthagen enthalten find, werden sie in der Kommission beraten werden. Ich kann nur meiner Verwunderung darüber Ausdruck geben, daß er behauptet, der Entwurf sei gegen Arbeiter gerichtet, gercchtigkeitsscindlich und ebne weiter die Wege zur Klassenjustiz. Ich kann den Entwurf wohl loden, denn ich habe ihn mait gemacht; aber jeder unbefangene Kretiker wird sich über diesen Vorwurf des Abg. Stadthagen wundern. (Sehr richtig!) lieber die Forderung, bet der Einschränkung des Legakitatsprinzips die Strafbrstimmungen der Arbeitcrschutzgesehe auszunehmen, liehe sich ja in der Kommission reden; man muß bann natürlich die Verhandlung über Vergehen gegen Arbeiterschuhgesetze nicht vor den Einzelrichter, sondern vor das Schöfsengencht bringen. Was die Auswahl der Laien betrjfft so bin ich selbstverständlich sehr dafür — eS existieren darüber gar keine Vorschriften —, daß die Laien aus allen Berufsschichten unserer Bevölkerung entnommen werden, auch aus den ber Arbeiterklasse, das wird das Vertrauen in die Justiz- Pflege heben. Selbstverständlich müssen eS nicht „zuverlässige" Leute im Sinne des Abg. Stadthagen, sondern eben unabhängige Leute sein, Leute, btc sich ber Verantwortlichkeit ihrer Tätigkeit als Richter bewußt sind und die natürlich auch die nötige Intelligenz besitzen müßten. Herr v. Dziembowski hat gestern von einer Termins- volitik in der Provinz Posen gesprochen in dem Sinne, daß, wenn es sich um wichtige, vielleicht um politische Angelegen- Herten handele, die Termine so angesetzt würden, daß sic auf einen Tag fallen, an dem deutsche Schössen an der Reibe sind. Wenn das ein Richter in der Provinz Posen täte, so würbe er pflichtvergessen handeln. Aber ich bestreite, daß das je vorgekommen ist. Ich kenne bie Verhältnisse der Provinz Posen ganz genau, es sind auch dort die Richter durchaus objektiv. Ich muß diese Behauptung als unrichtig entschieden zurückweisen. Den Wechsel der Richter zwischen Zivil- nnd Strafkammer halte ich für durchaus wünschenswert; wandte Richter bleiben Viel länger als eS richtig ist in den Strafkammern. Aber das ist nicht Sacke der Justizverwaltung, sondern des Präsidiums- ich möchte sehen, was die Herren hier sagen würden, wenn bie Justizverwaltung da eingreifen würde! (Sehr gut!) Von den Ausführungen ocs ABg. Heinze hat mich etwa? gewundert. Er meinte, daß von jetzt ab da? Schwergewicht der Strafjustiz in den DerufSsenatcn liegen würde, nnd hat daraufhin begründet, daß er es für nötig halte, daß in den Berufs- fenaten auch Laien sitzen. Hätte ich vorausgesetzt, das; das Schwergewicbt der Strafjustiz durch die Strafprozeßreform in die Berufsgerichte gelegt würde, dann wäre ich dock sehr zweifelliast gewesen, ob ss wünschenswert ist, überhaupt die Berufung ein- znsühren. Das Schwergewicht muß immer in der er st e n Instanz sein. Die erste Instanz muß die volle Aufklärung in tatsächlicher Beziehung bringen; dazu wird ja in diesem Entwurf daS Vorverfahren verbessert. Also Aufklärung rm Vorverfahren, Aufklärung in erster Instanz. Dr. Müller- Meiningen hat auSgeführt, es müsse ein Gesetz geschaffen werden, baS verhindere, baß jugendliche in Gefängnissen mit Zuhältern und Dirnen zusammengelegt werden. DaS sieht so aus, als ob letzt derartiges möglich wäre und tatsächlich vorkäme. Die preußische Justiz- und Gefängnisverhältnisse kenne ich ganz genau; ich bin tu den letzten Jahren sehr oft in kleinen Amtsgerichts- und größeren Gefängnissen gewesen, und ich versichere Sie, es kommt niemals vor. lieber die Behandlung der Jugendlichen ist eine ganz strenge Anweisung von ber Justizverwaltung gegeben. Was bas Strafvollzuosgcseb anlangt, so werden Sie Wohl kaum annehmen, daß es gleich nach diesem Gesetz folgen kann. Es wird sofort in Angriff genommen werden, iobo.ld tote das Strafgesetzbuch neu geregelt haben Werden. Abg. Graes (Wirtsch. Vg.): , So schkimm. wie Herr Stadthagen es darstellt, ist eS mit unierer Rechtspflege wahrlich nicht bestellt; aber ich glaube, wir brauchen Herrn Stadthagens Ausführungen wirk- lich nicht tragisch zu nehmen; er wird ja sogar in seiner Abg. Dr. Müller-Meiningen (Fr. Vp.)t Ich stimme dem Vorredner zu. Wir bedauern aber, daß die von der Kommission angenommenen und gebilligten Anträge bon der Regierung in der neuen Vorlage nicht verarbeitet worden sind, daß man vielmehr unS diese Arbeit aufgebürdet hat. In der Frage der Beleidigung und Erpressung werden wir zu einer Einigung nicht kommen. Abg. Herne (Soz.): Die Bestimmungen über die Beleidigungen find für uns gänzlich unannehmbar. Man behauptet, daß nur die Revolverpresse getroffen werden soll. Aber diese Herren sorgen schon durch Schiebungen dafür, daß sie ohne Sclfaden davonkommen. ^aS haben wir jetzt auch beim Dahsel-Prozeß gesehen. Tatsächlich richten sich die Bestimmungen gegen die politische Presse. ^aS sit der Effekt und wohl auch der Zweck. Man will die polrllsche Presse lahmlegen, indem mait ben Wahrheitsbeweis eimchranrt. Die meisten politischen Preßprozesse sind ia eben Beleidigungs- Prozesse. Diese Bestimmungen sind ja auch schon als lex Eulenburg bezeichnet worden, weil man mit ihrer Hilfe bei Prozessen, an denen hochgestellte Persönlichkeiten beteiligt find, bu Oeffent- lichkell ausjchließen will. Der $ ebner beantragt Ueberweriuns an eine besondere Kommission. StaatSfekretär Dr. LISe- stellt fest, daß bie Regierung sich mit dem Vorentwurf deS Strafgesetzbuches keineswegs ibentifiziere. Sie werde erst endgültig dazu Stellung nehmen, nachdem die öffentliche Stiiti such fit« äußert habe. Dbg. Varenborst (Np.): Die Strafen für Kindermißhandlungen müssen noch verschärft werden. Erfreulich ist, daß man jetzt auch das moralische Recht des Tieres auf Schutz anerkennt. Auch hierin könnte man noch weiter gehen. Ter Staatssekretär sollte sich über die Bestrebungen der Tierschutzvereine mehr unterrichten. Die Diskussion schließt und die Vorlage geht an die Kommission für die Strafprozeßnovelle. Die Haftung des Reichs für feine Beamten. Staatssekretär LiSco , leitet die erste Lesung ein: Der Entwurf lag in genau der,eiben Fassung bereits im vorigen Jahre bem Hause vor, wurde in erster Lesung eingehend besprochen, ist aber dann in der Kommission liegen geblieben und nicht verabschiedet worden. Tic in der vorjährigen Plenarberatung geäußerten Zweifel werden jetzt in der Kommission erörtert werden können. Abg. Dr. Bitter (Zentr.) und Dr. Giese (Kons.) erklären sich mit dem Prinzip ber Vorlage einverstanden, insbesondere auch damit, daß die Haftung des Reichs unmittelbar eintritt und nicht auf dem Umwege über die Beamten selbst, und halten es auch für richtig, daß die Haftung in diesem Gesetz auf das Reich beschränkt wird in Ansehung der Rechtsverletzung durch seine Beamten und nicht ausgedehnt wird auch auf die Haftung der Einzelftaaten und der öffentlichen Korporationen für ihre Beamten. Abg. Dr. Jung (Natl.)' vertritt dem gegenüber die Auffassung, daß Die reich§rechtliche Regelung auch die Verhältnisse bei den Einzelstaaten und den sonstigen öffentlichen Korporationen zu umfassen hal>e. Durck das Vorgehen Preußens, das Prävenire gespielt habe, werde sich seine Fraktion nicht beirren lassen. Abg. Dr. Wling (Fr. Vp.)' stimmt dem Vorredner durchaus zu. Desgleichen Abg. Heine (Soz.). Die Vorlage geht an eine Kommission von St Mitgliedern. Montag 1 Uhr: Interpellationen über die Pensionsversiche- rung der Privatbeanllen. die Unterstützung arbeitsloser Sabal- arbeitet und den MannSselder-Bergarbellerstretk. Schluß 3% Uhr. _____________________ preußisches Abgeordnetenhaus. Da in der Sikuna des vreußischen Abgeordnetenhauses Märuugen nichts hiiizuzusügen und an ihnen. nichts eiitzu '-J Ä ™ m t. p sav .211111 fAvÄHbn *m4r hirtrfpu ab. inte die Vorlage der Regierung aus> am >sainstag auch das Verhältnis der Parteien zum llteiMs- tan^ler berührt und andere Fragen von allgemeinem Interesse angeschnitten wurden, geben wir einen,nns zugegangenen Bericht bruchMckweis hier wieder. markenfvLge ehtgeiwnt'men bat, bic bic Kluft zwischen Polcir unb Deutschland erweiterte. Ich will hoffen, daß der neue Öen Reichskanzler diesen Spuren nicht folgt. Abg. Tr. Friedberg (Natt.): Der Finonzministcr hat hier vor dein Reichstage eine tiefe Verbeugung gemacht, Weil er die gestundeten Matritularbeiträge den Einzelstaaten abgcnommeii habe. Diese Verbeugung ist unbegründet: Der Reichstag hat die gestundeten Matritularbeiträge lediglich auf die Rcichsschnld über-* roommen. Das fonnten luir in Preußen auch. (Heiterkeit und Beifall.) Auch die Anpreisung der Reichsfinanzresonn ist übrig. Der Finanzminister hat feinen Rüffel von Herrn v. PoppenhKm doch bekommen, tveil die Regierung nicht für bic nötige Auf- ilärung des Volkes über den Segen der Finanzreform gesorgt habe. yCbcr die sogenannte Reichsfinanzreform ist in sozialpolitischer Hinsicht das unglücklichste Kiird, das je geboren ist. (Heiterkeit und lebhafter Beifall links.) Die Lasten bot Reform sind im mesentlidstn den miut't'rbemittelten Klasstm aufgebürdet worden. Die sogenannten Besihsteuern sind meistens gar keine B-esiksteuern. «Beifall links.) Die Einführung von Schissahrtsabgoben halten meine Freunde nicht für bcsoitders wünschmSwert. Wenn aber die Unterhaltung ber (Ströme nur dadurch zu erreichen ist, müssen wir uns mit diesen Abgaben abfinden. Natürlich müffen sie in irgend einer Form wieder für die Stromverbesserung verwandt rocrbeir, DaS wird Ausgabe unserer Gesandten bei ben Einzel» staaten fein, die damit doch auch enbtid; einmal etwas zu tun bekommen. (Heiterkeit links.) In seiner Etatsrede bat Herr von Rheinbaben die Vebeutuiig her Landwirtschaft bemorgehoben. Wir werden jedenfalls den Bund der Landwirte nach wie vor b«,y kämpfen und glauben, gerade dadurch der Landwirtschaft zu dienen. Ter Ministerpräsident hat sich auf daS Vcrtrauensvcrl)älttus zwischen ihm und diesem Hause ftiiticn zu wollen erklärt. Wir werden ihm ohne Mißtrauen begciten. Aber wir werben ibn nach seinen Toten beurteilen. Eü macht einen geradezu peinlickstu Eindruck, daß wir in fast allen Bundesstaaten Fr^sahrkarten für Abgeordnete Ixt beit, nur in Preußen nicht! Zum SMnß muß ich die Ausmerliamleit des Hauses auf einen Fall lenken, ber kürzlich durch die Blätter ging. Der Fall wird zwei felloö auch im Reichstag besprochen werden u.betrifft einen Mann, der vhnei.gewichtigen Grund ins Irrenhaus gesperrt ist. Ich meine den Fall.Haß. Herr Haß ist ja zweifellos ein Querulant, aber es ist doch immer noch ein Unterschied, .»b man ein Querulant ober ein Irrsinniger ist. Ich bitte deslnAb den ÄtMister um1 Aus Ilärnng über diesen Fall. Minister des Innern v. Mollke: Bezüglich der Arbeiten zur Vermal tungsreforntl kann ich erklären, daß die nieder gesetzte Mm'missivn in voller Tätigkeit ist. Tie Kommission hat ihre Arbeit an verschiedene Unterausschüsse verteilt, so für die Pereinfachnng des Geschäftsperfahrens, für die Schulverwaltung, für die Landwirtschaft usw. Es hat sich bereits berausgestellt, daß eine Reihe von Arbeiten von unteren Stellen besser be - arbeitet werden kann, und daß dabei an Zeit imb Kräften gd* fpart wird. Abg. Herold (Zentr.): Troß des nickst günstigen Etats Mussen wir mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes ' fortfalften. N.me Steitenr dürfen in Preußen wie auch im' Reich vorläufig nicht Tonrmcn. Mit den jetzt bewilligten Mittettr muß Hasts gc hatten werden. Ten je hl von der Regierung eingefchlageneit Weg in bezug auf die SäuifalirtSabgaben heißen wir gut. Hat man Mittel durch Sch-iffahrtsabgaben, werden auch eher die Schifffahrtswege! her belfert werden können. Die kommende Wahl rechtsvvrlag e wird f'ickicrlich uns niclst befriedigen. Wir verlangen in erster Linie das g e.h einte W a h 1 rech t, nicht Mof; für die Parlamente, sondern auch für die KommnnalwahEu gerade mit Mich ich t auf die Kättvwiher Vorkommnisse. (Beifal: im Zentrum: Hört! Hört! rechts.) .Herr Finanzminister, schaffen Sie die .Hälfte Ihrer Vortragenden Räte ab, und bic Hälfte der Regierungsräte bei den einzelnen Regierungen! Das ist möglich, wenn nicht zuviel regiert würde. Das Haus vertagt sich. Nächste Sidüng': Montag, 11 Uhr Fortsetzung. Schluß: 4*/a Uhr. * Dem! preußischen Abgeordnetenhansc sind sieben freisinnige Anträge Aiigcgangni. Tie -Staateregicrititg wird u. a. ersucht, in Aussübrung des Artikels CI der Preußischen Verfassung ertren bic Verantwortlichkeit der M i n i st e. r regelnden Gesed» enlMirrf vvrzulegen, ferner einen üst'sehciitivurf vorzplegen, der in Ausführung des 'Artikels 98 brr Preußischen Verfassung eine nnkieitliche, organische, ersMpfende und den nn-äitberten Zeitvev- l.älln.issen entsprechende Neur egelung' des gesamten Bc - am leit rod) 16 herbeiführt, und insbesondere das Wahl, Peti - nons , Bei'eius und Versaiumlungsrecht der Beamten, tonne bereu Recht ain freie Meinuugsäußerung durch Wort und Schrift ge* ivährlerstet, und zwar fo bald als Möglich und jedensalls so zeitig, daß die Verabschiedung des Gesetzenttv-urfs noch in dieser Legislaturperiode erfolgen kann. 3lcmerkenswert ist außerdem der ICfchtes Feuilleton. G i n Urteil, über bic Wiesbadener A u s stel - l u n g. Ter „WirSb. Gen. Änz." idneibt: „Ter Verlauf der Wie-5- babeircr Ausstellung für Handwerk und Qkwcrbc, itunft unb GarteiE hent f>at nicht nur in finanzieller Beziehung eriren Mißerfolg gc* braclst, sondern die ganze Veranstaltung stellt sich ictzt bei eurem kritischen Rückblick als ein großes Fiasko bar. Die Ausstellung, bereit vielverheißene Erfolge imaginär blieben, deren Schoden für die ganze Wiesbadener Geschäftswelt sich kaum bcTcd)rtcit lässt, bereit Defizit in Höhe von 10 bis In Prozent dazu itod)i von den hiesigen Handiverkern und Gewerl>ctreibcnde.u als den Garantie - zeichnent getragen werden muß und deren Verlauf ber Stadt* Vermattung immerhin beachtenswerte Opfer auferlegte, war alles in allem genommen eine verfehlte Sache. Wenn and) einige Erfolge zu verzeichnen find, wenn auch vielleicht auf dein Ckbictci der Kunst ein günstiger pekuniärer Abschluß erzielt wurde, so ist das Handwerk und (bewerbe, ursprünglich doch als M'crupimt't brr Ausstellung gedadst, fast ausschließlich nur mit Enttäuschungen bcbodit wvrden. Weder der pc ku n iä r c noch der i b ec H c Erfolg der Ausstellung stehen in einem auu 'hinbaren Verhältnis zu den gebrachten Opfern! So faulet das Urteil in Handwerkerkreisen, io denkt maiit bei den Gewerbetreibenden." - Neue H a nds chr i ft en Walters v'v n der Voge l- weide. Text und Noten tvn drei Liedern von Waller von der Bogevueide, dem großen Minnesänger des Mittelalters, und das Dnchstück eines Liedes eines an baren Dichters sind durch Zufall mm einem Beautten des StaatsardstvS in Münster ent- deckt worden Die bedeutsame Handsclnift auf Pergament war ÄS Umschlag zu einer Dicdjatintg aus dem 16. Jahrhundert ber* 'jöenbet und ftamint nacls der Sckni start aus der Mitte des 14. Jahr* hunderts. Wie. der Munstn>Anzeigcr m'itteitt, ist man damit bcfduäftigt, bic uuittelaUerlicheu 9 toten in jetzige zu übertragen. — Der verbotene Maeterlinck. Direktor Reinhardt in Be r l i it hatte die Absicht, Maeterlincks Drama „Maria Magdalena" zur Ausführung zn bringm. Die Ze usur hat das -Stück iedoch verboten. Die Bclststbe ist ber Ansickst, daß infolge ber vielen b i b l i s rb e u Zitate und ber Stimme be S Herrn bic in dem -stiid1 wrfamhnen, das religiöse E m p s i N b c n eines Teils der Zuschauer verlegt werden könnte. Die Dircklimk des bcutidren Theaters hat inzwischen bic Vermittelimg des Kultus ministciX' an gern fen, indessen ohne Erfolg. 9 Lad) dieser Auf-' sassimg dürfte in Berlin niemals ein Passivnsspicl auf geführt Werben; vielleicht verbietet man gcivgeiftlixh Goethes Inust, wegen bes Vvrfpieles int Himmel. Meta Fll ings Englisches Theater wirb enb- giiftig aufgelöst In der letzten AufsiMSratssitzimg wurde efflxirt, baß bas Unternehmen zu eng mit der Person bei- Gründerin verbunden gewesen sei, als daß es nad) ihrem Tode nveitor1 fürtgeführl werden könnte. — Ibsens Epos „Brand" wurde int Düsseldorfer Sch a u s p i e l h a u f e zum ersten Male in Deulselstpiid durch eine Vorlesung aus dein 9lacblaü des Dichters der OksjenUichkeit zugänglich gemacht. Eü find 4 Gesänge, in denen die pauvisigurcu des späteren Dramas „Brand" schon fertig vorgebildet sind. Wunsch Nach einem GesetzentnLirf, düich btit dec Quote der zu er* hebenden Einkommen steuer nach, dem jeweiligen Stoatsbedarf alljährlich festgestellt wird. ______________________________ . > — . - Aus Stadt und Lund. Gießen, 17. Januar 1910. Bom Leichenftngcn auf dem Lande. Von einem Voltsschullchrcr wird unS vom Lande geschrieben: Auf einer Fußtour durch Oberhessen führte mich der Zufall durch zwei Ortschaften, in denen Leichenbegängnisse slattfanden. In dem einen Ort, durch den unsere Wanderung ging, war der Leichengesang längst abgeschafft worden. Still hoben die Träger den Sarg, und still und schweigend setzte sich der Tranerzng in Bewegung nach dem Friedhof. Nach ber Grabrede und der Einsegnung durch den Geistlichen senkte man den Sarg in die Gruft. Still und lautlos entfernte sich die Schar der Leidtragenden wieder vom Friedhöfe. Auf der Wanderung am anderen Tage hörte ich, kaum in die Btitte des Dorfes angelangt, aus einer Hofreite in einer Seitengasse einen Ehoral, von Hellen frischen Kinderlippen gesungen. Unwillkürlich folge ich der Richtung, aus der der Gesang kommt. Zu meiner Ueberraschung erblicke ich wiederum ein Leichenbegängnis. Der reine, schöne Kinder* gescmg fesielt mein Sinnen, hemmt meine Schritte; ich bleibe stehen und höre dem Gesänge zu, der mich wahrhaft wohl berührt. Nachdem zwei Verse des Liedes verklungen sind, spricht der Geistliche einige Gevetsworte und der Zug schreitet zum Friedhof. Ich folge ihm, ber Kindergesang hat cs mir angetan. Auf dem Friedhöfe leitet wiederum Schülergesang die Grabesfeier ein nnb beschließt sie. Welches Leichenbegängnis hat mir am besten gefallen? Unstreitig daS zweite. In seiner Wirkung auf das Gemüt, in seiner ganzen Art kann es mit dem ersten gar nicht verglichen werden. In unserer Zeit, da man der Heimatspflege, der Bodenseßhaftig- feit, der Erhaltung der volkstümlichen Gebräuche so sehr das Wort redet und mit Tatkraft unterstützt, sollten darum derartige Volkssitten, die gewiß zu den edelsten und besten gehören, mit aller Kraft da erhalten bleiben, wo sie noch nicht der Zeitgeist hinweggerafft hat-. * ** Der land w. Lokalverein tagte am Samstag in dem Saale gum Lenzschen Felsenkeller bei sturtem Besuch. Professor Äisevius hielt einen Vortrag über „Die neuen Getr eid ea nbaum e th o dcn nach Demtschinsky". Es handelt sich hierbei um das Aus* unb Umpflanzen des Getxcides wie bei Zuckerrüben und Dickwurz. Schon Liebig lehrte das, was jetzt TemtfchiuSky bringt. Tic Methode stammt aus China; der chinesische Bauer bebaut seine Aecker so, daß seine Familie von der Bebauung zweier Morgen leben kann. Das Umpflanzen kann im Herbst ober Frühjahr etwa 3—4 Wochen nach der Aussaat geschehen. Dadurch, daß die Pflanzen 4—5 Zentimeter tiefer gesetzt werden, Ireiben sie mehr Wurzeln und niehr Halme, und zwar entstehen bid zu 20—40, ja 60 Halme auS einem Samenkorn. Aus einem Kilo Saat sollen schon 2000 Kilo geerntet worden sein. Da das Umpflanzen eine höchst zeitraubende Arbeit ist und ber Morgen nach Versuchen bei Wiesbaden 400 bis >00 Mk. kostet, ist diese Methode für Deutschland nicht aut anwendbar. Die zweite Methode ist eher zu empfehlen, man spart das Umpflanzen, die Reihen werden nur gehäufelt. Bei dieser B e h ä u f e l u u g s m e t h o d e braucht mau nur 25 30 Pfund Saat auf den Morgen. Reichstagsabg. Köhler- Langsdorf hat auf diese Art einen Mehrertrag von fünf Zentner pro Morgen erzielt. An Hand von Zeichuungeu und Tabellen zeigt der Redner, wie zwei Deutsche brauchbarere Behäufelungsmethodeii hergestellt haben. Nach der Methode des pommerschen Saatgutinspektors Debke wird jede Reihe nad) 21 Tagen gehäufelt. In der Provinz Sachsen werben Hunderte von Morgen bereits so bewirtschaftet- Die Methode scheint sich zu bewähren. Schönner und Zehnt- Heimer haben ziemlich gleichzeitig die Anbauweife erfunden, Dagegen weickit die erzählende Form der llvbic()tinig in den Emzellieiien des Wortes unb be-5 Gedankens von der späteren dramatifchen Dichtung ab. Das Werk machte einen starken Eindruck. — DaS Meteorologische Q b f e r v a t o r i u m aus dem Brocken besindet sich in einem äußerst schlechten Zustande und geht trotz der sehr kostspieligen Ausbesscrungsarbeiten einem schnell zunehmenden Verla 11 entgegen. Im Interesse der Sicher» heil des auf der Station arbeitenden ständigen Observators unb der Zuverlässigkeit der Beobachtungen ist die Errichtung eines Neubaues, die auf Grund eines mit der fürstlich Stolbergfcheu Verivaltiuig au schließenden Erbbauvertrages erfolgen würde, zur driiigcirden Nolivendigkeit geworden. Die Batikoslen ciufchließlich der vollsländigeii Einrichtung sind auf 5? 700 Mk. veranschlagt. — Eine Panik i nn Wie ner „B ür gert he a ter^. Kurz vvr Schluß ber Vorstellung der Monwbic „Der Geldautomat" entstaub, Wie bic Nut. Ztg. mitteilt, bnrck Fenerruse eine Panik, die ohne bic Efeislvsgegrmvart des auf der Bühne befindlichen, Kvinikers Straß in c h e r leicht sehr ernste Folgen gehabt hätte. Gin Herr stand auf, unt bcu Saal zu verlassen. Dies erregte einige Unruhe, unb ba inan in dem g ä n z l i ch v c r bu u ke l t -c n. H auf e die Ursache nicht selxn konnte, standen meinere Tarnet ebenfalls auf, um hiuanszneilcn. Es entstand ehr plötzliches Gedränge, einige Zuschauer riefen Feuer, unb nur bas schnellc dlufbrehen des clcltrischcn Lichtes und vvr allem' die bcnlh igcub.it Worte, die Strasuneher von ber Bühne rief, ucr.- Ijinberten bat AuSlnuch eines allgemeinen Schi-eckens. Man ersieht aus diesem Vorfälle, wie gefährlich eine vollständige Verdunkelung des 3ufd)aucrraum>3 fein kann. — Ein Dante FubiläumsWerk. Der auch deutsche Büdierfiebhabern ivvhlbckanntc Verleger imb Antiquar Loo S. O l f ch k i in Florenz bereitet augenblicklich eilte glanzvolle Ausgabe der „Götttichcn Komödie" vvr, bic zur fünfzigjährigen Jubelfeier b.S Königreichs Italien .im künftigen Ialn crfdxiuejt soll. Für die Bearbeitung bcs Textes ist der G>raf G. L. Passtrinij. für die Einleitung Gabriele d'Annnnzio^ gewonnen worden. Das Werk wird einen Folioband von 600 Seiten umfassen und nur in einer einmaligen Auflage von 300 E-,vmplarcn ersdieinen, für die ber Subskriptionspreis bis 31. Januar je 500, von ba an 600 Lire beträgt. Außerdem werben 6 VorzugSercnrplare auf Pergament mit handivlorierten Miniaturen von Prof. Ainadtw Nasi unb zuin Preise von je 3000 Lire hcrgestcllt. Von diesen bat auf das erste König Bikwr Eimimiel subskribiert, ber auch bic Widmung des ganzen Werkes angcnomUMt bat. Ein anderes Exemplar soll dem Kommandanten des neuen Panzerschiffes „Tante Alighieri" überrcickst wcrbc.it, des ersten italienischen „Trca> nougljt", der siw «rugenblicklich in GxiitelUxmare im Bau befindet. T'Anirunzio Hat einem Berichterstatter dieser Tage erklärt, cr ntadjc sidi sofort an bic Arbeit, sobald er feinen neuen Roman „Ivrse che si, fvrse che nv" lDaS Werk ist em Fliegern)man unb Heißt auf deutsch: Vielleicht, viel lei äst aud) nicht. T. R ) ab» geschloffen Ira In', und freue sich um so mehr darauf, als es fdion lange seine Absicht gewesen sei, ein? kurze Biographie Dantes zu schreiben. — (i i n e b e u t f di e U n i u e r i i t ä t i n S ü d-A u st r a l i e n. Süd-Australien, die Hochburg des Temfchtums nn fünften Erdteil, zählt zwar nur ungefähr 25 000 Dcmfche, aber öS ist erstaunlich, wie nnverfälfcht sich doch vielfach deutsche Sprache und Art trotz das Getreide in Rillen zu säen und nach 21—25 Tagen die Rillen zuzuschleifen. Leider hat Schönner diese '.Nethode patentiert, fo daß sie nicht ohne weiteres angewandt werden darf. Die Erträge des Bodens müssen nod) gesteigert werden. Tie Bevölkerungs- und Tierzahl in Deutschland steigt fortgesetzt, da gilt es auch, mehr Brot, mehr Futter, mehr Roh. material zu ziehen. Tie Bodenfläche bleibt sid) gleich, die Erträge für den Morgen müssen gesteigert werden. Dies gilt besonders auch für Hessen, namentlich die Wetterau. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. In den Vorstand wurde als Rechner gewählt Landwirt Keßler-Lang-Göns. Der Vorsitzende Kcis er teilte mit, daß anfangs Februar eine Versammlung stattfiudct. Neben einem Vorrrag_über ländliches Bauwesen wird jedenfalls ein Referat über stickst offdüngung erstattet werden. ** Bolksuntcr Haltungsabend. Die Vorbereitungen zu dem am nächsten Sonntag in der neuen Aula der Universität ftattfiitbcnbcn Volksunterhaltungsabend nehmen, einen erfreulichen Verlauf unb es ist deshalb den Besuchern des Abends ein feiner Kunstgenuß in Aussicht zu stellen. Ter aus den Vereinen Heiter- kcit-Gicßen unb Germania-Lollar (beide Mitglieder des Mitteldeutschen Säugerverbandes) gebildete, über 100 Mann zählende Chor hat sich unter Leitung des gemeinsamen Dirigenten, Lehrers Ludwig Becker, mit hingebendem Eifer an seine Aufgabe gemacht, unb die von ihm zu bringenden Chöre werden ihre Wirkung auf die Zuhörer nicht verfehlen. — Die Namen der mitwirk. Damen bürgen ebenfalls dafür, daß der Abend wohl gelingen wird. Frau Landgerichtsrat S ch u b t ist unserem musik - licbenben Publikum als vortreffliche Sängerin bekannt, daß sie, die mehrfach in größeren Konzerten mit bestem Erfolg Solopartien gesungen hat — so besonders unter Hcskapellmeister be HaanS Leitung — ihre Kunst in ben Dienst ber guten Sackfc stellen, wird, verdient besondere dankbare Anerkennung. Sie wird Lieder von BrahmS, Schubert, Hahm, Schumann, Cornelius unb H. Wolf singen. Tic Begleitung hat Frl. Elisabeth Felchner in liebens- würbiger Weise übernommen. — Frl. Meline Müller aus Wetzlar ist eine der führenden Kräfte im Rhein-Mainifchen Vcr- band für Vvlksbilbung, und die von ihr eingerichteten zahlreichen VolksunterhaltirngSabende sind im Bereich dieses Verbandes vorbildlich geworden. Löer jemals ihren meisterhasten Rezitalioneui lauschen konnte, wird sich schon im voraus freuen, sie wieder hören zu können. — Dem Unternehmen ist umso mehr ein recht günstiger Erfolg zu wünschen, als ein etwaiger Ueberschuß, wie früher schon bemerkt, einem wohltätigen Zweck zugute kommen soll (BeNeidung von unbemittelten Schulkindern usw.). •• Feier ber Gründung des Reiches. Die Vortragsfolge der morgen in Steins Garten stattfindenden Reichsgründungsfeier lautet: Hochamt im Walde, Chor von I. Werth, vorgetragen vorn Baucr'schen Gesangverein; Germanenzug, Canzone von Rob. Hamerling, gesprochen von Frl. I. Strack; Deutscher Tanz von Beethoven-Sciß, vorgetragen von Herrn Pianist I. Hahn; Barbarossa, Chor mit Klavier von F. Jakobs, vorgetragen vom Bauer'schen Gesangverein unb Herrn I. Hahn; Festrede vlieber bic Gründung bcS Reiches", Professor G. Roloff; 6. a) Romanze D-dur von M. Wurm, b. Klavierstück von Eb. Grieg, vorgetragen von Herrn I. Hahn; Des Geigers Heimkehr von F. Hegar, vorgetragen vom Bauer'schen Gesangverein. ** D i e g e sto h l e u e H a mstr el h e r d e. Einem Schas- händlcr in E d) z c ll wurden etwa am 7. Januar 18gro bestärk e Hämmel von seiner Herde gestohlen und in der Richtung Utphe--Bellcrsheim abgetrieben, ohne daß, bereit Verbleib bis jetzt bekannt ist. Als Diebe kommen zwcr ältere Männer in Betracht, der eine mit Backenbart und der andere mit Schnurrbart und langen Haaren. Ersterer trug Schlapphut und der zweite Santtkappe, und beide umreit mit Ueberziehcr bekleidet. Zweifellos ist doch diese kleine .Hammelherde von vielen Personen gesehen worden, die auch bereit sein werden, ihre Wahruchmilngcn der Staatsauwalt- schast Gießen, ober sonstigen Behörden zur Weiterbeförderung mitzuteilen, damit die Viehräuber ermittelt werden können. Die Tiere haben ein rotes Zeichen F. B. auf bent Rücken. . ■ — Wieseck, 15. Jan. Lehrer Keil-Klem-Lmdeir hielt im Saale des Herrn Adam Ziegler einen Vortrag über Hessens Grobherzüge, deren Charakterzüge unb hervorragendste Taten cr in eingehendster Weise schilderte. mangelndem Nachschübe erhalten haben. In erster Linie ist dies den 'bemühen Kirchen und Gemeindejchulen zu verdanken. Die Kirchen sind ausnahmslos evangelisch. Die wenigen deutschen Katholiken Ichließcn sich zumeist bcu Iren an und gehen bald ihrem Volkstum verloren. Die deutfch-evaligelifchen Gemcmdeir wohnen in be» Bezirke» südlich unb östlich der Hauptstadt. Sie befitfc» 90 Kirche» mit 42 Predigern, 35 Schulen mit 44 Lehrern unb 1300 Schuler». Zur Ausbilbuug ber Lehrkräfte ist in ber Ort* fdiait Hahiiborl ein Seminar errichtet worben unb früh ging man auch an bic Gründung einer Anstalt zur Ausbildung junger Ge,sl* licher, um sich nicht mit bloße» Laienprediger» begnüge» zu muffen. (Sine derartige Schule würbe tu befcheideilstcm Maße vor längerer Zeit in Lobethal eröffnet, bann wurde sie nach Murtoa und iin Marz 1906 nach Malvern verlegt unter dem Namen „Concordia College". Arn 7. Oktober 1909 wurde unter aklgemeiner Setei* ligung aus allen auftralifdien Staaten der Grundstein zu einem großen Erweiterungsbau gelegt, der die Ausgestaltung zu einer beutfiti*auftralifdien Universität ermöglicht. Sie fielst im Zufammen* bang mit einem Gymnasium, daS fcd)Sklaf|ig ist, aber nur Fort- geschrittene aiihümmt. Der Kern der ganzeii Anstalt ist allerdings noch immer öie theologische Fakultät, die dreijährigen Besuch lor* dert und flaffifdie Bildung der Gintretcnben vovaliSfetjt. Tie Anstalt wird lediglich von den Gemeinden selbst erhalten. Die Leitung liegt in den Händen cmeS deutschen Prosesfors Dr. Gräbuer. — E i n W o h l t ä t e r der Al c u f ch h e i t. Das in Ham- buxg evfdieinenbe „Israelitische Fmnilienblatt" enthält ba-3 folgend» „vielverspredfende" Juferat: Eine u it c i' () ö v t häßliche 91 a f c entstellt oft ein foult hübsches Gesicht. - Id) teile Ihnen gegen 85 Pfg. in Marken nut, wie meine häßliche Rase in 10 Tagen ohne äußere Narben in eine solche von tadellos uorinalev Form umgeroanbell würbe. Der E n t st e l l u n g s b c f e i t i g c r. Postamt x, Berlin. Ter Preis von 85 Pfennigen für einen derart Menschen* freniidlichcn Rat kann nicht gerade übertrieben bod) bezeichnet werden Wenn nur die Lelchtglänbigeii, bu* eine Antwort daraus erwarten, nicht erst recht — mit langer Nafe abziehen müssen! — Kleine Chronik für K unst und Wissenschaft. Z u r F e i e r tunt P a uk Hc y s cs 8 0. Gc bu r t S t a g (15 9Jtär.i) ist in München ein Ausschuß in der Bildung begriffen, an dessen Spike Ludwig Gangliofcr unb Max H albe stehcu- Öleplant ist zunächst am 13. März eine öffentliche Matinee iri' Künsklcrhans, bereu Mittelpunkt ein Festspiel von Fritz v. Oftinc bilden soll. Ferner kommen Rczitalwncii unb ein Prolog vorn Wilhelm I c n s e n zum Vortrag. — Professor Jakob Volhard, dessen Ableben wir am Samstag gemeldet hatten, war am 1. Jiun 183-1 in Darmstadt geboren imb mehrere Jahre Assistent bn Liebig in München. In Mi0ld>cn l>abititicrte cr sich auch: 1879 erhielt cr das Ordinariat für Chemie in Erlangen Seit 1883 wirkte er in Hakle. Seine Schriften sollen ausschließlich ins Gewicht der Chemie. ImlJohrc 1908 ließ cr noch eine aiiSgczcichnctc Biographie Liebigs erscheinen. Zur Ergänzung bd philvsophischcu Vorlesunyen durcli seminaristijche Hebungen ist btä Begründung eines Philosophischen Seminars an bc3 Unwcrsität Halle in Aussicht genommen. Meteorologische Beobachtungen der Station Ziehen. M3 Wetter N t» eo 6V des 3°/, 3V,°/o Konsols Hessen fltöree, 15. Januar. Aut'aii jsk.irsj. 9 10 10 3'7» 37,»/. 1 1 r 1 Tuberkulose Krebs 1 1 93.00 100-70 99.00 95.95 Elektriz. Lahmeyer . Elektriz. Schuckert . Eschweiler Bergwerk Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch - Asiat. Bank Diskonto - Kommandit Dresdner Bank . . I an. 1910 a s Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk.-.. . Laurahütte . Aier seine Zah- langen eingestellt hat. Rechtsanwalt schott tn Osthoien wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 5. Febr. bet dem Amtsgericht Oslhosen anmmelden. - Heber das Vermögen des Gastwirtes und Lpezereihandlers Martin Schuster, in Hüttenield-Lampert heim wurde am 12. Jan. das Konkursverfahren eröffnet, da der Gememschuldner Zahlungsunfähigkeit eingeräumt, seine Zahlungen eingestellt und ^-^ffnung des Koiikursveriahrens beantragt hat. Rechtsanwalt S ch m r Hm Lampertheim wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs» forderungeit sind bis zum 9. Febr. bei dem Amtsgericht -ampert» Henn anzumelden. ______________ Märkte. Gießen, 15. Jan. Marktbericht. Auf heutigem Wochen- markte kostete: Butter pr. Pfd. 1.00-1.10 Alk., puhnerewr 1 St. 9-10 Big., Enteneier 1 St. 0 Pfg., Käse ^vr. St. 6-8 Pf., Erbseii p. Pid. 00—00 Pfg., Linsen v. Pfd. 00—00 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., zahlte pr. Stück 0,80-1,80Alk., Gänse pr. Pfd. 60-70 Pf., Eilten vr. Stuck 1,80 bis 2,20 Alk., Ochsensleisch pr. Pfd. 76—84 Psg., Kuhflelsch pr. Pfd. 60 Pfg., Rindfleisch pr. Psu.ld 70-74 Pfg, Schwemeflei ch vr. Pfund 80—96 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psd. 96 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 72-76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 60-80 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.50-6.00 Ml., Zwiebeln per dtr 5,00-6,00 Alk., Alilch per Liter 20 Pfg., Weitzkraut ver Stück 10-15 Pfg., per Zentner Alk. 0.00-0.00., Aepfel per Ztr. jO—J8 Mk., Birnen per Ztr. 10—15 Alk. Nüsse 100 Stuck 40—50 ■ 3fq„ per Ztr. 0—00 Mk Alarktzeit von 8—2 Uhr. fc. Wiesbaden, 15. Jan. Heu- unb Strohmarkt. Angefahren waren 17 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte: ö e n 10.00 bis 12.00 Mk., Stroh lNichtstroh) 6.40—7.60 Mk. Fruchtmarkt. Hafer 16.00-17.00 Alk. Alles für 100 Kilo. nten vorgeftrhrt. Bei dieser Ge^gNchvit fragte -er Kaiser die anwesenden Offiziere, wie ihnell die. neuen Unrfvrmen gefielen. Tie allgemeine Antwort war beifällig, nur ein Mrassieiobcrst erlaubte sich uutertänigfti zu bitten, der Kaiser möge doch die altpreußische Tradition wahren und den Stahlhelm der Kürassiere bestehen lassen. Ter oberste Kriegsherr, wvllle gerade sclwn zustimmend antworten, da trat der Kriegsminister vor, und iwch ehe der Kaiser etwas erwidern konnte, sagte er: „Reiten ene in der nächsten Schlacht mit Ihren Kürassieren eure erfolgreiche Attacke, Herr Graf, dann werden Sie die altp reustifchel Tradition am besten wahren." Der Kaiser lächelte, denn er wollte feinen Kriegsmiinisler nicht desavouieren. Im weiteren! Verlauf her Besichtigung legte sich jener Oberst sehr energisch für die Beibehältung der langen Kürassierstlefel ein und hatte and) Erfolg. Beim Verlassen des Platzes äußerte er sich dann gegen den Kriegsntmistcr: „Ra, Eure Exzellenz, ist noch glimpflich abgegangen, wir habeir wenigstens die Stiefel behalten." Darauf der Kriegsminister: „Die Stiesel gönne ich Ihnen, Herr Graf, Ihre Kürassiere werden wohl so vernünftig fein, im crftcn Biwak die Stulpen abzuschneiden. n. Damensitzung des Mainzer Karnevalvereins. Diese fröhliche Veranstaltung scharte die Garde deu lieblichen Närrinnen um die Fahne des Prinzen Karneval, der diesmal ganz besonders für seine treue Moguntia eingenommen zu fein scheint; zu Ehren der goldenen feier des amerikanischen Karncvalvereins hing von der Mttte des Saales das mit dem Mainzer Rade geschmückte Sternenbanner herab. Die „lustigen Weiber" hatten sich schon stundenlang vorher in der Halle eingefunden, um sich recht gute Plätze zu sichern. Eine neckische Weise eröffnete die Sitzung, die wenn möglich noch fröhlicher als die erste Herrensitzung verlief. Darauf folgte die Eröffnungsszene „Im Banne des Kometen". Nach dem ersten Lied gedachte Dr. Reen des amerikanischen Jubelfestes, zu Ehren dessen er sich mit der amerik. Jubiläumskappe bedeckte. Sodann ging an einem Maste das Sternenbanner hoch und auch das Komitee steckte kleine Sternenfähnchen an die Kappen. Dio Vorträge, Lieder und son,eigen Darbietungen erfreuten die lustige Schar, die sich erst spät (früh am Morgen) trennte, denn nach Schluß der Sitzung wurde auch noch Dcnmicbtcs. * Eine gefälschte Depesche. Der kaiserlicki eAu10- mobilklnb feierte am Samstag fern 10. Stiftungsfest. Prinz Heinrich teilte während des Festmahles mit, daß der Vorsitzende des französischen Automobilklubs Baron von der Zu hl en nicht anwesend jei, weil er ein Telegramm mit der falschen dbachricht erhalten habe, daß das Festmahl mit Rücksicht aas die Hoftrauer abgesagt fei. Man beschloß, bei der Staatsanwaltschaft Llnzeige zu erstatten. "'Der Kaiser und der Kürassieroberst. Berliner, Blätter berichten: Bor einigen Tagen wurden detiv Kaiser in' Gegemoart des Kric^sminischriums, des Generalstabs und einiger Regimentskommandeure die neuen graugrünen Foldunif 0 r - Gerichtssaal. Erfurt, 14. Jan. Das Schwurgericht verurteilte im Oktober beit Glasbläser August Lutz zum Tode, weil er den Forst- aufseher Walter erschossen hatte. Das Reichsgericht hak infolge der Revision des Angeklagten das Urteil aufgehoben. Heute wurde Lutz vom Schwurgericht abermals zum Tode verurteilt. -4- Mbuchen, J6. Jan. Eine Gerichtsverhandlung, die an den Eulcnburg-Prozeß erinnert, fand vor dem hiesigen Schöffengericht statt. Angeklagt war einer der Hauptzengen in jenem Prozeß, der Milchhändler Georg Riedel, auf dessen Aussage in dem Prozeß gegen einen Redakteur der „Münchener Post" der Stein gegen den Fürsten ins Rollen kam. Riedel hatte sich mögen groben Unfugs und Beamtenbeleidigung zu vercmtworten. Im September v. I. befand er sich in einer Kneipe in der Altstadt und erzählte von seinen Beziehungen zu dem vornehmen Herrn. Als er sich aber zu sehr auf Einzelheiten eyttieß und sich sogar der Beziehungen zu dem Fürsten Eulenburg richmte, verloren die Zuhörer die Geduld und man »erbat sich feine Reden. Riedel ließ sich aber nicht einschüchtern, so daß der Win' und die Gäste ihn mit Gewalt an die Luft beförderten. Riedel begab sich sofort auf die nächste Polizeiwache und ersuchte run polizeilichen Schutz. Als man seinem Ansuchen nicht in der von ihm gewünschten Form nachkam, wurde er grob und sties; Beleidigungen gegen einen Polizeibeamten aus. — Zu der Verhandlung war er nicht erschienen. Der Gerichtshof besckstoß, ihn zu einem späteren Termin zwangsweise Dorf übten z u lassen. E B E- SN-S^ CO s.5t Form eines Balles abzuhallen. -d. Büdingen, 16. Jan. Gestern abend veranstaltete der hiesige W 0 h l f a h r ts p f l e g e v e r e i n bei vollbesetztem Hause unter Zuhilfenahme des Mittelrheinischen Verbandstheaters eine Theatervorstellung im Saale des Hotel Fürstenhof. Gespielt wurde „Minna von Barn Helm": die Rollen waren durchweg gut besetzt. Am 14. Februar folgt eine weitere Vorstellung, bei der „Anne-Liesel" über die Bretter gehen wird. Fürst Wolfgang zu Isenburg-Büdingen nebst seiner Mutter und vier Prinzessinnen beehrten das Theater mit ihrem Besuch. + Bad Nauheim, 16. Jan. Heute abend sprach im Vortragsverein Professor D. Rade- ?ILarburg über „Gegenwartsreligion und Geschichte". Die sachlichen, mit viel Beifall aufgenommenen Ausführungen des Redners gipfelten in der Forderung, daß neben der Gegenwartsreligion vor allem die Geschichte, die allerdings britisch erforscht werben müsse, eine Fundgrube religiöser Betrachtung und Unterweisung sein solle. R. B. D a r m st a d t, 15. Jan. Der preußische Gesandte Frhr. v. Rucker-Jenisch gab gestern abend in dem Ausstellungsgebäude auf der Künstlerkolonie eine größere B all fe st li ch kei t, an der auch das Groß- herzogspaar teilnahm. Die stattlichen Ausstetlungs- räume, die damit zum erstenmal gesellschaftlichen Zwecken dienstbar gemacht wurden, waren prächtig hergerichtet worden. Der sog. Ehrensaal der früheren Kunstausstellung diente als Em'pfangsraum, während in denr reich mtt Stoff- dekleidung und vergoldeten Lorbcergirlandcu und Kränzen dekorierten großen Saale das Abendessen eingenommen wurde. Zur Tafel führte der Großherzog die Gattin des Gesandten und dieser die Großherzogin, Generalleutnant v. Strantz Freifrau v. Riedesel zu Eisenach, Staatsminister Ewald die Gräfin v. Görtz-Schlitz, Finanzminister Gnauth Frau v. Grunelius, Minister Brawn Freifrau v. Rabenau, Prinz Friedrich zu Solms Prinzessin Leopold zu Isenburg, Prinz Leopold zu Isenburg Prinzessin Friedrich Solms, Graf Elias zu Erbach-Fürstenau Prinzessin Hermann Solms, Prinz Schönberg-Waldenburg Prinzessin Solms-Braunfels u. s. f. Rach dem Essen begann der Ball, der bis gegen 1 Uhr dauerte. Es waren im ganzen etwa 250 Gäste geladen. = Wetzlar, 15. Jan. In ihrer gestrigen Vollversammlung wählte die Handelskammer für den Kreis Wetzlar für das Jahr 1910 Generaldirektor Kaiser zum Vorsitzenden, Fabrikant Ad. Neumann zuin 'stellv. Vorsitzenden und Bankherrn O. Kellner zum Schatzmeister. Ein gelNÜtlicheS Beisammensein schloß den schön verlaufenen Abend. Am 29. Januar ist in demselben Lokale zu Ehren von Kaiser? Geburtstag eine Feier in Aussicht genommen, für die ein reichhaltiges Programm vorgesehen ist. .= Au n er 0 d, 15. Jan. Der Turnverein „Gut Heil" hielt am Samstag abend seine General-Versammlung ab. Der Vorstand begrüßte die Turner mit inner kurzen Ansprache, in der er die Hoffnung aussprach, daß unser Turnverein noch lange Jahre blühen und gedeihen möge; zum Schluß brachte er ein dreifaches „®ut Heil" auf die Mitglieder aus. Die Versammlung sang so- hann einige Turnerlieder. Ter Verein beabsichtigt, Trommeln und Pfeifen anzuschaffen, um eine Turnermusik zu bilden. Die Neuwahl ergab folgende Vorstandsmitglieder: Wilh. Schneider, Karl Mohr, Wilh. Schäfer, Karl Schäfer, Heinr. Schäfer, Heinrich Wehrum, Wilh. Haas und Heinrich Bindeburg. -d. Lich, 16. Jan. Die Leitung der Großh. Präpa- 7 anden - Anstalt hat sich durch! die Veranstaltung des gestrigen linker Haltungsabends wieder ein Verdienst erworben. Ter große Stoinsche SaaÜau war bis auf den letzten Platz gefülll, ein Zeichen dafür, wie sehr die vorjährigen ähnlichen Veranstal- tungen Anllang gefunden haben. Ein abweckMungsvolles Programm, dessen einziger Fehler vielleicht der war, daß es z u reichhaltig war, wurde aeboten. Musikalische Sotv träge instrumentaler Art, die 'tion Zöglingen, Lehrern und Trreunbcn der Anstalt bar geboten wurden, und ein treffliches Zeugnis von der Mnsilerischen Auffassung unb Wiedergabe der Mmpositionen gaben, fanden mit den gesanglichen Darbietungen des Münchscheii Sologuartetts .aus Wetzlar ungeteilten Beifall. Wetter gab es zwei Theater stücke, deren Wiedergabe dem Kvimen und den Leistungen der Schule eine 'vorteilhafte An- «rlenuung geben mußte. Besonders mit der Aufführung des Hans Sachsschen Schwankes „Untreue schlägt den eigenen Herrn". hatte man eine gute Wahl getroffen. Die handfeste Eharakterzeichnung und die Menschentenntnis des Autors weiß auch heute noch das Publikum unmittelbar zu packen, r— Für einen Volksbildung sver ein, wie er demnächst ins Leben gerufen werden soll, ist von der Präparandenschule der Weg zur Weiterarbeit bereits gebahnt. bz. Alsfeld, 16. Jan. Der Stadtvorstand bewilligte dem Herrn Dr. Pecker in Anerkennung seiner Mühewaltung für die Einrichtung des städtischen Archivs einen Betrag von 300 Mt. und sprach ihm zugleich den Dank der Stadt für die von ihm geleistete Arbeit au5. bz. Storndorf, 16. Jan. Der Kriegerverein beabsichtigt, fein Wintervcrgnügen am 6. Februar in $fn°i1 nTer*eH$anter Versuch mit dem Sprechen über große Entfernungen wurde nach dem neu erfundenen System mit Hilfe der Startstrom-Mikrophone von den fchwedtzchen Ingenieuren Egner und Holmström in Stockholm angestellt. Verbunden waren das königliche Schloß in Stockholm und das grotz- herzoglickie Schloß in Karlsruhe. Man hörte deut ich jedes einzelne Wort. Schon diesen Monat wird der V. Z. zufolge nach dem neuen System der regelmäßige Fernspre ch v erkehr zwischen Stockholm und Hamburg hergestellt und bis Berlin und Paris ausgedehnt werden. "* Zug Verspätung. Verspätete Abfahrtod. Ankunft oder Aus- allen eines Zuges begründen feinen Gutschadigungsanspruch. ~Jtn> infolge einer Zugverspätung der Anschluß an einen anderen Zug versäumt oder fällt ein Zug ganz oder teilweise aus, jo kann der Reisende Fahrgeld und Gepäckftacht für die nicht durchs ah rcnc Strecke zurücksordem. Gibt er die Weiterfahrt auf und kehrt mit dem- nächsten, günstigsten Zuge ohne Fahrtunterbrechung z-ur Abgangsstation zurück, so ist ihm Fahrgeld und Gepackfracht zu erstatten, auch fteie Rückbeförderung in der gleichen, iwtigeinalls höheren Wagenklasse zu gewähren. Seine, Ansprüche hat er so Port auf den Stationen der Aufgabe der Reiw und der Rückkehr zu melden. Verzichtet er hierauf, so kann er ohne Preiszuschlag Beförderung nach dem! Reiseziel mit dem nächsten, günst 1 g st en Zu ge auf der gleichen oder einer anderen Strecke verlangen. Die Eueu- bahn kann die Benutzung einzelner Züge oder Zutzgattungen zur Aushilfe im Taris ausschließen. Wenn Naturereignis,e oder andere zwingende Uniftänbe die Fahrt auf einer Strecke verhindern, IM die Eisenbahn für Weiterbeförderung bis zur fahrbaren Strecke tunlichst auf anders'Weise zu sorgen. (§ 26 Eisenbahnverlehrsord- mmg vorn 23. Dezember 1908.) . * Eine „n e 11 e" Sch> w' iegertnu11er. Alv Hüterin einer in Hamburg bälegenen Wohmuig eines junges Ehepaares, das für kurze Zeit abwesend war, „wollte" die Mutter der fungen Frau. Aks das Ehepaar zurücklehrte, war die Hüterin verichwunden. Die Nachsorsckmngeii hatten ein überraschendes Ergebnis. Die Schwiegennutter hatte in der Wohnung ihres Sckiwiegeriohnes den Besuch ihres Liebhabers erhalten. Beide hatten sich das.Sparkassenbuch des Schwiegersohnes mit 3700 Mark Einlage ange- eignet, 2700 Mark abgehoben und waren mit dem Gelde gemeinsam ins Ausland geflüchtet. _ * Ein unerwarteter Fund. Daß es oft im' Leben lomanhafter zugeht als in Ronianenl, ist schon oft gesagt worden, und man erinnert sich dessen, wenn man die Meldung des „Rew>- Bork Heräld" aus Farmersville bei Easton liest. Hier hatte em Gutsbesitzer eilten allen Geldschraiik, der fortlausend vom Vawr auf den Sohn unb dann auf den Enkel des ursprünglichen Inhabers vererbt worden mar, ohne daß er — feit etwa vierzig Jahren — einmal geöffnet worden wäre. Ter Gutsbesitzer wollte das alte, ganz unb gar mtt Rost bedeckte Möbel endlich Der tau feit, versuchte aber zuvor iwch einmal, ihn aufzuschließen, was indes nicht gelang, da auch das Sck;Ioß durch! Rost ruiniert war, und liefe beit Geldschrank durch einen Schlosser öffnen. Zum grössten staunen des Eigentümers zeigte sich mm, daß das Innere des allen Erbstückes mit Geld gefüllt war — der gesamte Betrag des Vorgefundenen Schatzes belief sich auf 30 000 Dollar in Gold. * Ein neuentdecktes Tier. Aus Washington wird berichtet: Die unter der Leitung Roosevelts stehende afrikanische Erpäiition der Smithsonian Institution, hat in Britisch-Ostasrika ein neues Säugetier entdeckt, das der Naturwissenichait bisher fremd geblieben war. Rach der Mitteilung der Smithionian! Institution handelt es sich um eine Spezies des otoeyon: das neuentdeckte Tier hat den Ramen otocyon vergatus erhallen. Es ist ein lleiiies, fleischftefsendes Säugetier, das mit dem Fuchse groste Verwandtschaft zeigt. Die Farbe des Pelzes ist ein leberartig es Braungelb. Die Untersuchungen im amerikanischen Rational- mufeum zeigen, daß die neue Gattung sowohl in der Farbe wie im Gebiß und Schädel leichte Abwrichmigeii von dem otocyon nega aufweist. Es kommt nur in Afrika vor, wenn gleich rn der Schädelform eine nahe Verwandtschaft mit dem amerikanischen grauen ^uchs besteht. Tie Eiitdecknng erregt besonderes Interesse, wett man die Auffindung neuer Arten in Ostafrika nicht erwartete, da diese Gegend des schvarzen Erdteils von englischen Gelehrte der Naturwissensckmft bereits eingehend durchforscht worden ist. * Der Maharadscha in Gold. Ans Kalkutta wird berichtet: Ein eigenartiges Gelübde hat der Maharadsckw von Nepal vor kurzem an der berühmten Wallfahrtsstätte Paschupat- nratb erfüllt: dem Branche anderer indischer Fürsten fotgmb, gefobte er bei einer schweren Erkrankung im Falle ,einer Genesung den Armen so viel zu sckrenken, als sein KörpergÄvlckst. in Gold ausmachc. Nach feierlichen Zeremonien beftira der iyurst eine Wage und ließ sich genau mit Gold abwägen. Die iioftbaren Gewichte wurden sofort von Juwelieren aufgckauft und das dafür gelöste Silbergeld auf der Stelle an die Bettler und Pilger verteilt, bencii der Maharadscha zugleich ein üppiges Gastmahl bot, bei dem ein jeder der Armen ein neues Gewand zum Geschenk 3° 0 Portugiesen Serie I *.• 3% Portugiesen „ III - 47..% rass. Staatsanl. 1905 47,7» Japan. Staatsanleihe 4°In Conv.Türken von 1903 Tilrkenlose...... 4°/0 Griech. Monopol-Anl. . 4°;o änsscre Argentinier .. 3°/n Mexikaner . ... . 47,7o Chinesen . >. r. . Aktien: Bochum Guss . .. ......»rr Buderus E. W. . . . . * Au! „Warum mußte denn der Vorsitzende Eures Vegetarischen Vereins sein Amt niederlegen?" —■ „Weil er in einem historischen Festzuge als Gottfried von Bouillon mitgewirkt hat. Kreditaktien . . •> «Z• Baltimore- und Ohio-'7*»5* Eisenbahn ._ .Ü * Gotthardbahn . .TK.H". Spielplan der vereinigten .frankfurter Stadttheater. Gpernhaus. Montag den 17. Jan/): „Ter Freischütz." Tienstag den 18 Kan.: „Die geschiedene Fran." Mitttnoch den 1J. Jan, nachm. M ut)t: .Jung Hub-Nicht,.- Abend, '/,« Uhr: „dar und Zimmermann." Donnerstag den 20. Jan : „(laoaüeria rustwana. Hieraus: „Der Bajazzo." Freitag den 21. Jan. geschlossen. Samstag den 22. Jan.: „Don Juan." Sonntag den 23. Jan., nacb- initlags 7,4 Hhr: „Jung Habenichts". Abends u^r^. geschiedene Frau." Montag den 24. Jan., abends 6 Hhr: „-in ft an und Isolde." (Isolde: Frau v. Mildenburg a. G.) Dienstag den 25. Jan.: -Jzeyl." Mittwoch den 26. Jan.: „Tie Zauberflote. Schauspielhaus. Montag den 17. Jan.'): „Der moralische Teeabend. Dwnstag den 18. Jan.: Zu Lessings Geburtstag: „Nathan der Weife. Mittwoch den 19. Jan.: „Die Rabenstenlerin." Donnerstag den 20. Jan., abends 7,8 Hhr: „Wilhelm Test." Freitag den 21. Jan., abends 7,8 Hhr: „Die iremde Frau." Samstag den 2.'. Jam: Qum ]. Male: „Der dunkle Punkt." Sonntag den 23. Jan., nachmittags 37- Hhr: „Wenn der junge Wein blüht." Abends 7 Hhr: Ter dunkle Punkt," Montag den 24 Jan.: „Die Braut von Messina." Dienstag den 25. Jan.: „Der dunkle Punkt. Mittwoch den 26. Jan., nachm. 27, Hhr: „Wilhelm acU." Abends 7 Hhr- „Der dunkle Punkt." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. wöchenü. Ueverstchl derCovesfäüe L t.StaM Kietzen. 1. Woche. — 1. Januar 1910. üiuiü ohnerzahl: angenommen zu 31 100 (infl. 1600 Alaun Militär) Starblichkeitsziffer: 3,25 %0, nach Abzug von — Ortsiremden: 00,0 °/Cr. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachfene: un uom 1. Ledensiahr: 2.—15. Jahv 'be. Einem Schaf- amar18große, 'kohlen unb in der , ohne daß bereit iebe kommen zvä ü Fackenbarl unb fronten. Erstem , und beide waren . doch dstst steine! n worden, die and) Der Ttaatsmnval!' zur Sciterbeforöt- r ermittelt werden chen F. B. auf beni Zeil-Klein-Linden ■■ einen Lortraz Cbarakterzüge und» [fr DeiieMert-.! ^Äer Linie ist diql tu verdanke». *• <[ «mq°» «gl ’s*1 ä.'SÄg fSSfäs “’S« U"6”" mt* Wfi Srundncm iu4qÄuiiommer' ,e nut hoö- 9iHft aüerb»^ vorausseyl .|utj de. . rifätt. >sbeft'Uö Lcrlnl- nU,i!d>r 'S*' ÜKlS Vj.öuna süe st ur ll 213.60 200.70 23.80 102.60 183.50 15. bis 16. Januar = + 9,1 "6. 15. „ 16. . = + 1,7 °C. 16. 2” 749,6 9,1 7,2 84 W 4 16. 9’4 748,5 8.3 6.1 81 sw 4 17. ”1 745,0 5,9 6,1 88 WNW 2 Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen: Firma Kaufhaus Bertha Elsoffer, Gießen. Inhaberin Bertha Elsoffer geb. Höchstetter, Ehefrau des Kaufmanns Samuel Elsoffer. Gießen. Dem Kaufmann Samuel Elsoffer in Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 7. Januar 1910. B1’/, Großherzogliches Amtsgericht. Holzversteigerungen der Gräflichen Oberförsterei Laubach. L Montag den 24. Januars nach Zusammenkunft 10'/, Ubr am WolfSgarten bei Frerenieeu. 1. Ziegenderg. Bucken Rm.: 740 Scheiter 1. und 65 2. Kl., 364 Brügel 1. und 8 2. Kl., 129 Stöcke 1. und 4 2. Kl., 21 Reiserprüael, 265 Astreiser und 08 Kirsckbaurn- prügel. 2. Weidenau. BuchenRm.: 2Scheiter2.Kl. und 2Prügel 2. Kl. Fichten Rm.: '> Nutzprllgcl 3Mir. lang (Lattenholz), 5Brcnn- vrügel und 13 Stöcke. 3. Dräukbach und Steinbügel. Buchen Rm.: 4 Scheiter 2. Kl., 3 Prügel 2. Kl., 23 Stöcke, 19 Reiserprügel und 1,6 Birtenscheiter. Bl7A II. Dienstag den 25.Januar, nach Zusammenkunft 10'/, Ubr am Pftanzgartcn des Rev. Tiergarten bei Laubach. 1. Lam pertStor. Buchen Rm.: 520 Scheiter: 284 Prügel, 85 Stöcke und 360 Astreiser. 2. Wildsraubcrg. Buchen Rm.: 550 Scheiter, 220 Brügel, 90 Stöcke und 350 Astreiser. — Das unter Hol; Nr. I: 2 und 3, sowie sämtliche Stöcke, Reiserprügel und Reiser werden am Schluß der Versteigerungen uuvorgezeigl beim Feuer ausgeboien. Holzversteigerung in der fürstlichen Obcrförsterei Lich. Montag den 24. Januar, vorm. 10 Ubr, im Distrikt Weilbach: ca. 600 Fm. Nadelholz, Schnittholz und Bauholz, in 360 Stücken. Kiefern: 51/60 Ctm. 1 St. — 3,79 Fm.: 41/50 Ctm. 9 St. — 19,08 Fin.,- 31/40 Cm. 112 St. = 170,11 Fm.: 30 Ctm. und weniger 44 St. = 40,02 Fm.; Fickten: 51/60 Ctm. 2 St. = 9,62 Fm.: 41/50 Ctm 6 St. = 17,33 Fm.: 31/40 Ctm. 40 St. = 67,90 Fm.,- 30 Cim. und weniger 62 St. = 5484 Fm.,- Weihtannen: 71/80 Ctm. 1 St. — 7,13 Fm.; 61770 Ctm. 4 St. - 1866 Fm.; 51/60 Ctn,. 8 St. - 34,99 Für.,- 41/50 Ctm. 18 St. - 49,99 Fm.: 31/40 Ctm. 13 St. = 26,28 Fm.; 30 Ctm. und weniger 1 St. = L33 Fm.: Lärchen: 51/60 Ctm. 1 St. = 4,90 Fm.; 41/50 Ctm. 8 St. = 24,77 Fm.; 31/40 Ctm. 23 ©L = 42,38 Fm.; 30 Ctm. und weniger 9 St. — 8,59 Fm. Die Zusammenkunft nt auf der KreiSstrahe Lich—Hattenrod bei 5kilometerstein 5,4 (Gronauschnethe). Dienstag den 25. Januar, vorm. S'/, Ubr präzis, im Distrikt Höler: Scheiter, Rm.: 408 Buchen, 45 Eicken (meist rund), 2 Kirschbaum (rund«, 10 Kiefern lrund); Knüppel, Rm.: 253 Sueben, 259 Eicken, 2 Elöbeer, 25 Nadelholz; Stöcke, Nm.. 165 Buchen, 134 Eichen (2 Scheitbrocken), 37 Nadelholz; Reisholz - Wellen: 8330 Buchen (bebet 3500 Forstwellen), 2700 Eicken, 50 Weichholz, 550 Nadelholz. — 1 Buche =- 1,32 Fm. (49 Ctm^ 7 Mtr.); 25 Elchen- abscknitte — 7^7 Fm. (Schwellenholzstärke bis zu 60 Ctm. Durchm.); 10 Eichenpfosten --- 0,68 Fm.; 8 ElLbeerstämmchen = 2,02 Fm.; 3 5kirschbaumabschnitte — 0,86 Fm. Die Zusammenkunft ist auf der Kreisstrahe Lich—Garbenteich, wo dieselbe vom chaussierten Weg Kolnhausen—Haler—Steinbach gekreuzt wird.______________ B1 i/l Holz-Submission. Aus den Waldungen der Gemeinde Beuern soll folgendes Stammholz im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden: 1. Eichen-Stämme (Schnittholz). 2 Stämme 1. Kl. 64—70 cm Dchm. 4—7 m lg. = 4,02 fm 15 , 2. v 50—59 , „ 3—7 , , == 16,06 , 22 H 3. y 40—49 g g 3 8 g g = 16,69 „ 20 „ 4. , 30—39 „ „ 4—8 „ , -----11,65 „ 2. Buchen-Stämme. 4 Stämme 2. Kl. 50—59 cm Dchm. 3—5 m lg. — 3,96 fm 4 w n 40—49 a w 4—8 „ n — 3,24 „ 2 , 4. 0 30—39 „ B 6—8 1,40 g 3. Fichten-Schnittholz. 2 Stämme 2. Kl. 40—49 cm Dchm. 9—17 m lg. — 3,73 fm 44 , 3. „ 30—39 „ v 5—22 , , = 57,98 „ 4. Fichten-Bauholz. Los I: 32 Stämme 4. Kl. 25—29 cm Dchm. 11—20 m lg. — 31,98 fm 174 „ 5. „ 12—24 , „ 7—20 „ „ .==75,09 „ Los II: 15 Stämme 4. Kl. 25—29 em Dchm. 11—20mIg. = 16,00 fm 258 „ 5. „ 12—24 „ 7—20 „ „ =99,02 „ Lo§ III: 36 Stämme 4. Kl. 25—29 cm Dchm. 12—22 m lg. = 19,30 fm 93 „ 5. „ 12-24 , „ 12-22 „ „ =43,35 , Los IV: Stämme von 12—29 cm Dchm. 12—20 m lg. zirka 50,00 fm 5. Kiefern-Stämme. 8 Stämme 3. Kl. 30—39 cm Dchm. 6—10 m lg. = 4,78 fm 46 „ 4. , 25—29 „ „ 5—12 , „ =21,08 , 321 „ 5. „ 12-24 „ , 5-12 „ „ = 88,72 „ Das Holz lagert in den Distrikten Heegwald, Heegstrauch und Burghain und wird Interessenten auf vorherige Anmeldung durch Forstwart Koch dahier vorgezeigt. Kaufliebhaber können ihre Gebote pro Fstm. auf das ganze Holzsortiment, sowie getrennt nach Losen bei uns abgeben. Etwaige kleine Abweichungen im Festgehaltbleiben vorbehalten. Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen sind längstens bis zum Eräffnungstermin Donnerstag den 20. Januar 1910, nachmittags V/2 Uhr, bei hiesiger Bürgermeisterei einzureichen. Beuern, den 15. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei Beuern. 416) Walther. Holzversteigerung im Steirrvacher (Kemeindrwald. Mittwoch den 19. Januar ds. IS. sollen in den Distrikten Todenzipfen, Hecgheck und Ameisekopf versteigert werden: 110 Kieferstämme bis zu 44 cm Durchmesser bis 20 m Länge = 80 Fm., eignet sich mehrenteilS zu Schnittholz. 180 Flchtenstämme bis 31 cm Durchmesser mit 22 m Länge = 75 Fm. 428 Fichtenstangen von 6—12 cm Durchmesser mit 14 m Länge = 25 Fm. Der Anfang und die Zusammenkunft morgens 10 Uhr am Todenzipfen der Kreisstraße Steinbach-Oppenrod. Steinbach am 13. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. U4 Holzversteigerung Im Lichor Stadtwald, Distrikten Eisenkaute, Mönchkövfe, GänSweide und Langebuchen, werden Freitag den 21. Januar, vormittags 10 Ubr anfangend, versteigert: Sckeiter Rm.: Bucke 405, Birke 49, Eiche 36, Kiefern 9, Kieser-Nutzscheit 3 in Länge von 4 93hr; Knüppel, Rm.: Buche 90,5, Birke 7, Eicke 43, Kiefern 12. Eiche^Nutz- knüppel, 2,20 und 2,50 lang, 8 Rm.; Stöcke, Rm.: Buche 140, zum Teil zerkleinert, Eicke 82; Wellen, Stück: Buche 4510, Elche 1790, Birke 180, Kiefern 545; Fichte-Derb hangen 59 Stück mit 1,54 Fm.; Fichte-ReiSstangen 1000 Stück mit L65 Fni. Zusammenkunft am ÄreuzungSpunkt der Niederbesstnger und Brückenschneise in Eiienkaute 32 a. Lich, den 13. Januar 1910. Grohherzoglickc Bürgermeisterei. Dörner. v^/, Holzversteigerung. Dienstag den IS. ds. Alts., vormittags 91/, Uhr, soll im Gemeindewald Rödgen nachstehendes Holz versteigert werden: 34 Eichen-Stämme 16—44 cm Durchm. Festm. 8,01 einige Schnitt-Stämme » 46 Kiefern-Stämme 15—26 „ n „ 15,92 28 Fichten- „ 15—35 „ „ M 11,17 23 „ -Derbstangen g 1,77 145 „ -Reißstangen v 2,09 66 Nm. Buchen-Scheit 6 „ Eichen- „ 105 , Buchen Knüppel 16 „ Eichen- „ 1610 Buchen-Reißer 200 Eichen- „ 26 Buchen-Slöcke 5 Eichen- „ Die Zusammenkunft oberhalb des OrtS bei der Anlage. Rödgen, den 15. Januar 1910. Großherzogl. Bürgermeisterei Rödgen. Stein. 400 Stammholz Versteigerung Montag den 24. Januar, vormittags 10 Ubr, werden im Saale des „Deutschen Hauses" zu Alsfeld von der Abtriebsfläche im Distrikt Ritzenberg Abteilung I (an der Kreisstrahe Eifa- Grebenau) versteigert: 1 Eicken II. Kl. --- 0,52 Fstm., 9 Eichen IN.Kl. Gramme. _ 5,36 Fstm., 30 Eichen IV Kl. --- 16,01 Fstm. 61 Elchen V. Kl. — 20,30 Fstm., 5 Kiefern II. Kl. — 5,39 Fstm., 34 Kiefern III. Kl. = 30,37 Fstnr., 48 Kiefern IV. .Kl. = 38,80 Fstm., 88 Kiefern V. Kl. = 46,38 Fstm., 6 Lärchen III. Kl. — 8,02 Fstm., 8 Lärchen IV. Kl. — 6,79 Fstm., 8 Lärchen V Kl. = 4,08 Fstm., 5 Fickten l. Kl. - 16,09 Fstm., 9 Fickten II. Kl. --- 19,36 Fstm., 46 Fichten III. Kl. = 67,50 Fstm., 65 Fickten TV. Kl. ■= 56,25 Fstm., 97 Fichten V. Kl. =- 50,37 Fstm. 335 Eicken VI. Kl. - 74,85 Fstm. (Wagnerbolz). • 3 Eichen, 149 Fichten, 37 Rm. Eichen- ^ervMNgett. Nutzickeite 2,20 m lg., 19 Nm. Eichen- NuvknüvPcU Dl7/i Das Holz lagert an chauffierter Strahe, 7 Klm. von Station Als selb. Auszüge werden von der unterzeichneten Oberförsterei unentgeltlich abgegeben. Alsfeld, den 12. Januar 1910. Großh. Oberförsterei Alsfeld. Haberkohn. Holzversteigerungen im Ettingshäuser Gemeindewald. Donnerstag den 20. Januar lfd. Js. kommt im Distrikt Kohlstrauch und Riedstein nachstehendes Nutzholz zur Bersteigerung: 8 Eichen-Stämme, 30—39 cm Durchm. = 5,50 fm 16 „ 25-29 „ , ----- 7,22 55 „ unter 25 „ „ = 13,76 „ 33 Buchen, zu Langwiede geeignet. 47 Fichten-Stämme, 25—29 cm Durchm. = 50,74 276 „ unter 25 „ „ = 132,72 „ 24 Kiefern-Stämme = 9,87 „ 8 Fichten-Derbstangen = 1,08 „ Freitag, 21. Januar, Distrikt Gabrielzimmerplatz: 228 rm Buchen-Scheit, 353 „ Buchen- und Eichen-Knüppel, 638 „ „ „ Reisig, 102 „ „ Stöcke. Donnerstag, 27. Januar, Distrikt Teich: 5 Kiefern-Stämme unter 25 cm Durchm. ------ 1,19 fm 63 Fichten- „ „ 25 „ = 14,13 „ 950 „ Derbstangeu = 60,72 „ 198 „ Reisslängen = 3,59 „ Der Anfang ist am ersten Tag im Distrikt Kohlstrauch, am zweiten Tag Gabrielzimmerplatz 9a bei Nr. 59 in der Nähe der fürstlichen Meilbach. Donnerstag den 27. Januar im Distrikt Teich, jedesmal morgens 9% Uhr. Ettingshausen, den 14. Januar 1910. Großherzogl. Bürgermeisterei Ettingshausen. Keil. 417 Submission. Nachverzeichnetes Holz aus den Waldungen der Gemeinde Reiskirchen soll auf dem Submissionswege vergeben werden: 483 Fichtenstüm/Me von 13-^31 cm Durchm., von 7—21 m Länge, 189,38 Fstm., 3 Kiefern-Stänrme von 19—30 cm Durchmesser, 2,48 Festm eter, 178 Fichte-Derb stang en, 23,89 Fstnt. Offerten sind verschlossen, mit der Ausschrift Holz- submstsion, bis zum 21. d. Mts., 1 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen, wo alsdann die Eröffnung statt- fuibet Reiskirchen, am 13. Januar 1910. 386 Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. _______________Wagner.________________ ArsleMiW iion Papptlßömmeii. Mittwoch den 19. Januar ds. Js., vormittags 9 Uhr, kommen an der Straße Gießen-Reiskirchen 2o Pappelstämme von 35 bis 80 cm Durchmesser mit 33 cbm Inhalt, zur Bersteigerung. Gleichzeitig werben versteigert 10 Rm Knüppel- und 51 Haufmr Ascholz. Zusrnnmenkunft am Abgang der Straße nach Großen- buseck nächst dem Bahnübergang der Gießen—Fuldaer Bahn. Gießen, am 12. Januar 1910. Bl5/X Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. I. B. Knöll. Scheiter: Rm. . (3 Mtr. lang) Knüppel: hiervon 3 Mtr. = 3 Mtr. lang Stock: Uhr im Distrikt Hainwald. 10 378 Veranstalter: Alldeutscher Verband. v"/, Schanzellitratze 8, vom 15. ds. Mts. 8 Tage zur gefl. Einsickt der Milnlieder ofser,i. ____________________________________ v w den und Buche Eiche Fichte Buche Eiche Fichte Buche 51 134 8 295 275 15 41 ii ii u V II e Die heu Buche 161 Eiche 34 hiervon 6 u Reisig: ii Gießen, bcn 8. Jaunar 1910. Der Vorstand. Die Reckmung liegt bei dem Vorsitzenden. Herrn A., Dickorö. TreiS a. d. L., 13. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei TreiS Benner. Feier der Gründung des Reichs Dienstag, 18. Januar, 8Va Uhr, in Stein s Garten. Unter gütiger Mitwirkung des Bäuerischen Gesangvereins (Dirigent Herr O. Görlach) und des Herrn I. Hahn (Klavier). Univ.-Prof. Dr. G. Roloff: Über die Gründung des Reichs. Deutschgesinnte Manner und Frauen sind freundlichst eingeladen. Zur teilweisen Deckung der Unkosten: Eintritt 20 Pfg. teilen^ Ljllg cmes k allgemeine kryiüge Leit, Mangel je ÄiÄgMichtä Tw n|it Gesetz ü - mioejonbtr ^Möglichen "Ni shmnkmt aber bu zu enrz WWen.tuis wiügunq ,. Ttt Auzg S1906 au Hi.baju be M Ai Iveitl Wtlomme Tages-Ord nung: i. Unsere Schulferien. Berichterstatter: Herr Professor Urttadt. 2. Städtische Verkehrsinteresseu. (Verkehrstaae, Wünfcke bezügl. der elektr. Straßenbahn niw.) Wir laden die gesamte Bürgerschaft, insbesondere unsere Mitglieder, zu recht zahlr. Beteiligung ein. Damen sehr willkommen, „ii. Der Borstand. Holzverfteigerung. Donnerstag Öen 20. Januar 1910 sollen aus Distrikten: Hainwald, Hainilrauch, Nieder - Seilbach Aspenstrauch 4a und 7b versteigert werden: Hk de "A i Ml W aus b Wionbi 3?'tntn § Der^ 0er auch die Sßj tz"ken bar ?Qtt >n bii """gen gejp Nil £Qale? da, 0£t eruE s-teb s£*s tood s$e 6«;5 S-Ä g iirmiiiafl6 „ Eiche 26 Zusammenkunft vorm. 3—4 Mark täglich kann man zu Hause mit Stricken für unk und Private aus unserer erstklaffigen ©tritt maschine verdienen, die wir mit 50 M. An zahlungu. beauern.Teilzahlung liefern unter Garanticdaucrnder Arbeit beim Stricken für uns. Anlernen gratis. Streng reelles Unternehmen. StrirkmasckincN'Bertriebsgciellsckast m. b. H., Köln. (hv16/y Vertreter: Frau H. Emrick, Gieircn, Roonstr. 161. Birgmlereii Giesset Donnerstag den 20. dfs. Mts., abends sy2 Uhr, im Hotel Einhorn Fortschritt!, peliti. WM» Samstag, 22. Jan., abends 8VZ Uhr, Lass Ebel Oeffentiiche Versammlung Bortrag von Pfarrer Lic. Traub-Dortmund, über ,Nü86b L iurisMicte §laatafes< Freie Ansprache. Eintritt frer. Für Damen Plätze reserviert.v"7 Unübertroffen D>/» b.Drüsen,Skrofeln, Blutarmut, Enpl.Krank- heit, Hals-, Lunften-Kranldieiten, Husten, zur , ßj-äftigunff schwächl. Kinder empf. eine Kur mit 1 Labasen’s Lebertran s------------ Marke 1tJODELLA“ ■ ' Der beste, wirksamste, beliebteste Ijcbertran. Leichtzunehmen rt zu vertragen. iPrels 31 k. S.30 n. 4.60. Weisen Sie Nach- iahmuneen zurück. Alleiniger Fabrikant: > Apothek. WILH. DA HU SEN in BREMEN. Jmmer frisch zu haben in allen Apotheken in Giessen. Krofdorf u. Reichelsheim. Holzversteigerung. D'onnerstag den 2 0. ds. Mts., von morgens 10 Uhr an, soll in dem Gemeindewald Reiskirchen, Distrikt Buck- Wald, nachverzeick>netes Holz versteigert werden: 70 Ktefern-Stämme tunt 18—47 cm Durchm., 49,66 Fm , 19 Rm. Buche-Scheit, 6 Rm. Buche-Knüppel, 31 Rm. Kiefern-Knüppel, 430 Rm. Buch e-Reisig-Weilen, 970 Rm. Kies ernt-Reisig-W eilen> 10 Rm. Buche-Stöcke, 24 Rm. Kiefer-Stöcke. Die Zusammenkunft am Saume des Waldes, am Grenzweg Lindenstruth. Reiskirchen, am 13. Januar 1910. 385 Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Wagner. Da- hessi M-Z« E s» Wllarunguo uij bie „an Mtomn aieninfl^^ MMchasl V WM injetem Wlll wjtn-mar HÄkli teb^ w gerat ti öligen. ■:jiffl, auch a Hiikt zu nx eftimung des ttr $tdc ftiec! baß noch in bi aichllung P >iten kam □orben sind. Der tziN! Lallungseinr Wrichtuntz Ausgabe, sn tigfte W G beratunacn In bet In der' neuerdings! Lracksludge Eisenbahnen in Zeiten ri lich oeMjt 1 W We fö mag \'i berechtigt LLeiOhlett-BeztiB-keseWast kiehett. Ordentliche Hauptversammlung Montag den M. Januar 1910, abends 8V= Ubr bei Wirt Arnold »Zum Lckipkavatz. Tages-Ordnung: 1. Berichterstattung. L Rechnungsablage. 3. Ersatzkvahl des Vorstandes. 4. Wahl des RechnungsprüfungS- ausschusses. 5. Verschiedenes.