Erstes Blatt 160* Jahrgang Samstag 15. Oktober 1910 p Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. politische Wochenschau. irben m rbt. lieber die Festlegung dieser Richtung erwähnt jedoch & en en en e sich livort, jj Gießen, 15. Ott. i8^| Der AugSbUrger Katholikentag hat doch so manches süchtige Kapitel im Katholizismus völlig uncrörtert ge- Niffcn. Da war alles eine große Einigkeit, ein orofter den schwersten Erschütterunaen zu bewahren, ist eine hübsche Ironie in der Entwicklung der Sozialdemokratie In eiiiec Republik scheint doch nicht alles so ruhig, säuberlich und fortschrittlich zuzugehen, als viele Antimonarchisten sich träumen lassen mögen. . . . Pols seine Ortsbestimmung um diese Entfernung von dem Pole falsch werden konnte. Er habe wahrscheinlich denPolselb st verfehlt und die Errichtung einer Eispyramide auf dem treibenden Eise sei auch im Falle der Erreichung des Pols sinnlos. Dagegen würden die Beobachtungen auf 89° 57' diesen Ort gut ' art und hitzig da die Geister aufeinander platzen. Auf der a nen Seite die Kölnische Richtung, die auf dem Arbeits- 53 Ibe der Sozialpolitik aus der konfessionellen Abgeschlossen- , ?it heraus möchte und deren klügster Wortführer, Sperr ulius Bachem, ebenso vorsichtig und taktvoll als klug lch ir seine Sache ficht — auf der anderen Seite die Berlin- reslauer Leute, die auch auf dem Gebiete weltlicher und taktischer Tätigkeit die konfessionellen Schranken nicht ! al ollen fallen lassen. Die aus dem Briefe des Kardinals ovp veröffentlichten Stellen bezogen sich in der Haupt- ; d ,me aus die katholischen Frauenorganisationen im Osten '•w im Westen; der katholische Frauenbund im Westen *tgt der interkonfessionellen Bewegung der christlichen Ge- tt \ erkschasten ui, im Osten dagegen tvill der Breslauer Kar- )üsj nal-Fürstbischof von dem „Verbände katholischer Vereine werbtätrger Frauen und Mädchen" jenen „wahrhaft häretischen Fanatismus", der im Westen bezüglich der sozialen S® rage herrsche, aufs äußerste sernziihalten suchen. Diese den Eiferer gespannt daraus warten, was weiter erfolgt Die „Münchener Post" will von einem „namhaften katholischen Gelehrten" schon vernommen haben, daß ein „vernichtender Schlag" geführt werden solle: # „Es wird an den katholischen Dolksverein die Aufforderung gerichtet werden, sich bedingungslos zu unterwerfen. Er hat sich lokal und diözesan zu konstituieren, statt wie bisher ganz Deutschland zu durchsetzen und den Weisungen des Plärrers rcsp. des Diözesanbisäwss unbedingt zu folgen. Die Windthorstbunde werden ausgefordert, sich nicht auf interkonfessionellen Boden zu stellen, das gleiche wird von den christlichen Gewerkschaften ver- langt werden. Die katholischen Redakteure haben den gleichen Eid wie die Professoren zu leisten. Jeder katholisck>en Zeitung wird ein Geistlick-er als Quasi-Zensor beigegeben werd'en." Wir möchten vorläufig nicket an diesen „vernichtenden küste von Norddevon. Besucht wurde die Hütte von Harry Withney, einem Sportsmann aus Newhaven, den Cook bei seiner Rückkehr nach dem Srnithsund in Etah vorfand und dem Peary die Mitnahme der von Cook zurückgelassenen Auszeichnungen usw. verweigerte. Von Papieren Cooks konnte bei Kap Sparbo allerdings nichts aufgefunden werden, da Cook hier nichts hinterlassen hatte. Whitney hat absichtlich auf den Besuch von Etah verzichtet, um in den Streit Peary—Cook nicht verwickelt zu werden. Dagegen scheint der amerikanische Millionär John Bradley, als dessen Begleiter Dr. Cook 1907 nach dem Smithsund gekommen war, auf der Suche nach den angeblichen Aufzeichnungen Cooks, die bei Etah zurückgetassen werden mußten, sich zu befinden; er ist im August auf seiner Jacht „Baltic" in Grönland gewesen, wo die Vermutung gehegt wurde, daß Dr. Cook sich an Bord dieses Schisses befände. Möglicherweise wird auch Kapitän Mikkelsen auf seiner Umwanderung Nordgrönlands nach Etah gelangen und über die Cookschen Schriftstücke Ausschluß betommen. — Rudolf Lindau i. In Paris ist heute, wie uns telegraphisch gemeldet wird, der bekannte Schriftsteller und Diplomat, Legatwnsrat Rudolf Lindau, der ältere Bruder Paul Lindaus, im Alter von 81 Jahren gestorben. Rudolf Lindau war am 10. Oktober 1829 in Gardelegen geboren, ging 1860 in diplomatischer Mission der Schweiz nach Japan, um den Handelsvertrag zwischen beiden Ländern vorzubereiten und wurde nach Abschluß desselben zum Generalkonsul ernannt. Nach längerem Aufenthalt in China kehrte er kurz vor Ausbruch des deutsch- W - -------- ------- --- " 'Jonne und legte daraus in Mr. S IS K Der Stetzeinr Anzeiger erscheint täglich, außer $ Sonntag«. - Beilagen: =N viermal wöchentlich -ttbenerZamNiendläNer) ***> HDt-unnl mödieniLKieiS: fr blattsürden«rett«iehen (DienstagundJreilag); Ä npeininl monotl. Lantz' K, virtichaftllche-eltfrage« Ua! srer Bischöfe, g »ollen. Aber auch jetzt ist man noch eifrig bemüht, olle *■ • . - - - - - ■ — . ttholische Frauenfrage ist aber nur ein Stück aus der großen ™ treitsrage über die Arbeiterbewegung überhaupt, und es jj' klar, daß Herr Kopp mit der Verseuchung des Westens" - ehr als nur die Frauenbewegurrg des Westens gemeint ibe, daß er vielmehr den Geist hat treffen wollen, der im Lolksverein für das katholische Deutschland" umgeht und t Bachems Ruf „Heraus aus dem £urm" schon vor mehre- •n Jahren bekannt geworden ist. Wenn mm behauptet orden ist, von Breslau aus sei bereits eine Klage beim tinj atikan eingereicht worden, so ist das vorläufig noch un- 'wiesen; da aber Rom in Köln offenbar vermittelnd hat whl ngreifen wollen und Kardinal Fischer infolgedessen persön- d ch den heiligen Stuhl ausgesucht hat, so darf man bei der , erannten Unternehmungslust der in Rom am Ruder sitzen- .aro — ~ Der Streit um die Erreichung des Nordpols. Die Erinnerung an den vor einem Jahre tobenden >treit zwisd/en Cook und Peary über die Erreichung des cordpvls wird wieder wachgerufen durch die Kritik, die er Potsdamer Astrvnom Prof. Dr. Andr. Galle in ' inem vor dem Internationalen Astronomentag in Breslau ehaltenen Vortrag „Geographische Ortsbestimmungen in er Nähe des Pols" an Pear ys Beobachtungen eübt hat. Da Peary sich bisher geweigert hat, seine Beobachtungen der Oeffentlichkeit zu übergeben und dadurch ine Prüfung ihrer Ergebnisse unmöglich macht, so unter* Jd)te Pros. Galle die von Peary angeoeutete Beobachtungs- lethode auf den Grad ihrer Zuverlässigkeit. Er kam, wie Petermanns Geogr. Mitteilungen" berichten, zu folgen- । en Schlüssen: „Peary gibt an, daß er, in der Richtung es 70. Längengrades von Kap Kolumbia ausgehend, auf en Pol zu gestrebt hätte und daß er, um Ortsbestimmungen u erhalten, Sonnenhöhe im Meridian oder ersten Vertikal nt einem Sextanten und einem Chronometer nach Kap älumbia-Zeit gemessen habe. Eine derartige Beobachtung enügt gerade, vorausgesetzt, haß man immer genau in — emselben Meridian wandert, dessen Ortszeit die Uhr an- Der Eisenbahnausstand in Frankreich, auf den in den letzten Tagen das allgemeine Interesse gerichtet war. scheint mit einem Siege der Regierung enden zu wollen Aus der Nordbahn uni) einigen Strecken der staatlichen Westbahn, wo die Lage zuerst kritisch geworden war, sind beinahe wieder normale Verhältnisse eingetreten. Noch sind aber die Schwierigkeiten nicht beseitigt, da die Maurer Transport- und Elektrizitätsarbeiter in Paris unruhig geworden sind und zu Ausschreitungen neigen, die fdpn einen gesährlicl)en Umfang angenommen haben. Die Führer der ausständigen Bahnarbeiter haben sich zwar an den Ministerpräsidenten um Vermittlung gewendet, aber bis es zu wirklick)en Verhandlungen und einer Einigung kom men wird, werden wieder einige Tage vergehen. Der Ursprung der ganzen Bewegung ist in wirtschaftlichen Bedrängnissen der Eisenbahnangestellten zu suchen, abei sie konnte ihre für Staat und Gesellschaft so gefährliche plötzliche Ausdehnung nur infolge gewissenloser Hetzereien der revolutionär gesinnten Führung annehmen. So er klären sich die heute gemeldeten Straßenumzüge, die mannig fachen verbrecherischen Ausschreitungen, von denen wahrscheinlich aud) die nächsten Tage noch gemeldet werden muß Die französisch. Gewerkschaften, die im radikalsten Fahrwasser segeln, haben auch die Organisation der Eisenbahnangestell- ten zum wesentlichsten Telle an sich gezogen, und die Regierung steht vor der schon lange erörterten Frage, wie solche Gefahren für Staat und Gesellschaft künftig beseiftgt werden können. Entweder müssen die Bahnen verstaatlicht werden oder es muß durch Gesetz klip^ und klar festgelegt werden daß den Eisenbahnarboitern ein Recht des wirtschaftlicher. Ausstandes nidjt zu st ehe. Zweifellos hat die französische Regierung in diesen Dingen bei der längst in die Erscheinung getretenen Unzufriedenheit der Eisenbahnarbeiter nicht dac Erforderliche getan. Daß die aus der sozialistischen Bewegung hervorgegangenen Minister jetzt zu den schärfsten Maßregeln greifen müssen, um Staat und Gesellschaft vor . . v festlegen, vorausgesetzt, daß sie untereinander stimmen und die Rech- nung richtig sei. Nach diesen, in durchaus sachlicher Weise geäußerten Zweifeln wird der von der Washingtoner National Geogr. Society init der Prüfung von Pearys Beobachtungen betraute Ausschuß nicht umhin können, die Beweise für deren Zuverlässigkeit im einzelnen zu veröffentlichen. Auch dieCookscheExpedition wird wieder zur Sprocks gebracht durch Auffindung seines Winterlagers 1908/09 bei Kap Sparbo an der Nord- Der Eisenbahn-Ausstand In Zranlreich. Wie die Verhaftung der Führer vor sich ging. -O Paris, 14. Oft. Bei der Verhaftung der fünf Haupt st reikführer in dem Redaktionslokale der „Humanits" ging es einfach P o s s e n h a f^ zu. Man hatte besonders die Antworten vorbereitet, die den Minister- oräsidenten zu treffen bestimmt waren. Aber auch für den Polizeipräfekten Lspine, auf dessen persönliches Erscheinen man rechnete, waren einige Pfeile gespitzt worden. Allerdings gab der P o l i z e i p r ä s e k t selbst der versammelten revolutionären Truppe Gelegenheit zu bissigen Ausfällen, ndem er vielleicht unnötig dem Abg. Vaillant gegen-, über anzüglich wurde. Er unterbrach nämlich diesen, der mit einem Proteste die eintretenden Polizeibeamten empfangen wollte, mit den barschen Worten: „Na ja, Sie wollen Ihre Rede vom Päre-Lachaise fortsetzen." „Und Sie fahren fort, ein Flegel zu sein", erfolgte die Antwort aus deiy Kreise der versammelten sozialrstischen Redakteure, Advokaten, Abgeordneten und der Streikführer. Dann ging das Schimpfen auf Briand los, wobei der ehe- inalige Abg. Varenne, allerdings in etwas gesetzterer Form das Signal gab, indem er au § lief: „Ich b in doch hier oon Briand selbst als Redaktions-Sekretär eingefuhrt worden." Der Chef der Geheimpolizei, Herr Hamard, dem die Revolutionäre übrigens viel ruhiger entgegentraten, begann dann die Namen der zu Verhaftenden aufzurufen. Alle fünf, Lemoine, Le Guennic, Brandouy, Renault und Tofsin, brachten ihr „m o t" unter dem wohlvorbereiteten Beifall der Erschienenen an. Die sechste Verhaftung, die ungeordnet worden war, nämlich die des Nordbahndele-. gierten CH al lex, mußte aus einem eigenartigen Grunde- unterbleiben. Als man dem Delegierten nämlich den Haftbefehl vorzeigte, dem zu folgen er bereit war, rief ec plötzlich aus: „Da sistabernichtdierichtigeOrtho- gravhie meines Namens, ich schreibe mich nicht ähalleix." Die Polizeibeamten wollten darüber hinweggehen, aber der Advokat fiaffont widersetzte sich mit den Worten: „Wir halten auf die Rechtschreibung. Das ist die einzige Bürgschaft, die uns bleibt." Damit war die Komödie jU Ende uno die Polizisten konnten mit ihren 'Gefangenen unter den Klängen der Internationale" ab* ziehen. Ministerpräsident Briand empfing heute die Deputierten des Seinedepartements und erttärte, daß er das Streikkomitee nicht anerkenne und nur den hierzu berufenen Vertretern des Eisenbahnpersonals eine Unterredung gewähren würde. Tas Abflauen des Ausstandes. Paris, 14. Oft Eine Bekanntmachung der Ost- bahngesellschaft besagt, daß die Ausstandsbewegung luf ihren Linien als beendet angesehen werde. In einer Veröffentlichung des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten wird eine merkliche Besserung bei den Linien der Nord - und der West bahn festgestellt. Bei der Paris» äyon-Mittelmeer-Bahn ist ein normaler Dienst gesichert. Bei der Orleans-Bahn haben von 781 Ausständigen 574 )ie Arbeit wieder ausgenommen. Bei der Südbahn sind Die Arbeitseinstellungen zahlreich, doch wird der Dienst französischen Krieges nach Europa zurück, machte den Krieg als Sekretär des Prinzen August von Wütttemberg und Berichterstatter des „Staatsanzeigers" mit und wurde nach dem Frieden der deutschen Botschaft in Paris attachiett. 1878 wurde er in die politische Abteilung des auswärtigen Amtes berufen, 1880 zum Wirkt. Legationsrat und 1885 zum Geheimen Legationsrat befördett. Im Jahre 1891 wurde er als Vertreter des Deutsck)en Reichs bei der Verwaltung der türkischen Staatsschuld nach Konstantinopel versetzt. Zuletzt lebte er meist in Helgoland. Als Schriftsteller ist Rudolf Lindau sehr pro-, duktw gelvesen. Neben Reiseerinnerungen gab er eine große Reihe von Romanen und Novellen heraus, in denen er sich besonders als feiner Gesellschaftsschildcrer zeigte. — Die „Kaiser-Wil Helm-Gesellschaft zur F ö i> berung der Wissenschaft". Die vom Kaiser angekündigte Gesellschaft zur Errichtung von Instituten füp freie Forschung wird erst in einiger Zeit ins Leben treten^ da noch Erwägungen darüber schweben, fbi welcher Weise die Leitung der Gesellschaft zusammengesetzt sein soll. Die Gesellschaft wird offiziell den Titel führen: „Ka i ser-W i l he l m-Ge se l li schäft zur Förderung der Wissenschaft". Durch diese Bezeiclmung sollen folgende Merkmale ausgedrückt werden: die Wirksamkeit der Gesellschaft kann sch über das ganze Deutsche Rech erstrecken. Wahrend vorläufig als ihr Tätigkeitsgebiet nur Preußen ausersehen ist, hat man es doch unterlassen, sie zu einer „königlrch-preußlschen" von vornherein gewissermaßen zu bescknänken. Dadurch ferner, daß die Gesellschaft in gewissem; Sinn auf die Person des Kaisers gestellt ist, Hal man die Schulhoheit der übrigen Bundesstaaten anerkannt. Es ist keineslvegS beabfidytigt, alle Institute in Berlin zu zentralisieren, sondern num will auch, angeregt durch die großen Erfolge des kolonialen Instituts in Frankfutt a. M., einige in der Provinz erricht en. Zum Teil ist dafür auch der Umstund maßgebend, daß, wie der „Lok.- Anz." meldet, die preußischen Provinzen sehr lebhaft an der Sammlung des Kapitals sich beteiligt haben. Ve—2/s des ganzen Kapitals sind in der Provinz aufgebrackft worden, lieber die neu zu begründenden Institute für freie Forsckmug schreibt noch nachträglich der B. Z. Pros. Ehrlich folgendes: Meine private Ansicht geht dahin, daß alle, denen der Fortschritt der Wissensck-aft ernst!ich am Herzen liegt, und die ein Urteil haben über die Wege, bifi hierzu führen, mit größter Freude und Dankbarkeit die Anregima begrüßen müssen und nur den Wunsch hegen können, daß düielbe den weitesten Widerhall finben mögen. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft Das goldene Dozenten jubiläum begeht am 18 Oktub« dlttteste der Göttinger Juriftenfakultät, Professor für deut- sches Recht Geh. Justtzrat Dr. jur. et Phil. Ferdinand Freust dorss. Gehermrat Frensdorfs steht üu .78. Lebensjahre. iearh nur, daß tags zuvor, ehe er ausbrcuh, eine Pionier- bteilung diese RickMng bestimmt hätte. Ueber die Art nd Werse äußerte er sich nicht. Nimmt man an, daß iese Festlegung durch Absteckung erfolgt sei und diese auf e 100 Meter eine mittlere MiKveisung von einer Bvgen- linute gehabt hätte, so würde er bei einem Marsche von und 700 Kilometer etwa 10 Kilometer vom Pol abgewichen ein. Er sagt aber, daß er den Kompaß angewandt hätte, dessen Mißweisung öfter durch Azimutbestimmungen feft- elegt wurde". Dies ist völlig unverständlich und teilweise auch unmöglich. Als Peary eine Breite von naeblich 89° 57’ errercht hatte, schlug er dort ein Lager J uf, sicherte dessen Ortsbestimmung durch drei im Azimut e etwa 90° auseinander liegende Höhenbeobachtungen der ' ‘ i der bisherigen Marschrichtung 5 ine geschätzte Entfernung, von 18 Kilometer zurück, wodurch t über den Pol hinausram, wofür er durch zwei Sonnen- whenbesttmmungen um Mitternacht eine Bestätigung zu uiben glaubte. Der Redner zeigte, daß bei Verfehlung deS Schlag" glauben, umsoweniger, da in der Streitfrage von beiden Parteien viel weltliche Dinge mit der Religion verquickt werden. Kardinal Kopp sagte: „Wir wollen weder die Arbeiter noch die Arbeiterinnen mit Klassenhaß nähren zum Klassen- und Machtkämpfe erziehen und sie der Sozialdemokratie ziuführen." Kardinal Fischer aber mit feinen Kölnern scheint der Ansicht zu sein, daß die christlichen Gewerkschaften gerade die besondere Aufgabe hätten, der Sozialdemokratie entgegenzuwiiken. Ein Kampf auf Welt sichern Gebiete, der deutlich zeigt, daß die katholischen Ober Hirten mit der rein religiösen Tätigkeit und Fürfora« nicht begnügen wollen und der die Aussicht heraufoesch' daß der Papst tatsächlich and) in rein deutschen politischen Fragen ein Machtwort sprechen wird. )treitigfeitcn hinter verschlossenen Türen auszufechten. So t.3, arf man es denn heute mit aller Bestimmtheit aussprechen, W aß die großen alliährlichen Katholikenversammlungen wirk- ch nur Paradeversammlungen sind, eine Dekoration, die i um sich anlegt, um sich selbst über mancherlei Dinge hinweg- $ itauschen und die Gegner des Zentrums einzuschüchtem ^.'nderwärts pflegt man auf Hauptversammlungen ober ,arteitagen die Fragen aufzurollen, die auf dem nächsten 3eae liegen und deren Lösung die praktische Arbeit fördern elf;n soll. Das artige Sck)>achspiel zwischen den Kardialen Kopp und Fischer hat uns gezeigt, daß es innerhalb es polittsch organisierten Katholizismus nidjt minder ntscheidunasvollen Streitfragen gibt als etwa in der sozial- emokratischen oder nationalliberalen Partei. Schon der *1 usdruck „Verseuchung" des Westens, der, auch wenn Kardinal Kopp ihn nicht auf die allgemeine katholische (Nennung seiner Widersacher anwenden wollte, zeigt, wie O Zjb Q veznqsprets: jp**jl* nv Wg v monatlich75Pst,viertel- , Gießener Anzeiger s MU General-Anzeiger für Oberhessen MW iü- öte Taaesnununer *441 k «e V • I i u.Land- und.GerlchtS- 7^ bis vonnlttags 9 Uhr. Rotatlonsoma ttito Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch. und 5telndnickerei R. Lange. Redattlon, Expedition und Vruckerei: Lchulstratze 7. 61 ^e6:Jür«bT u ztiijeigeiueu: p. Deck. —<1 ~ 1 ' V » V yiupi LUIL, l Hl yiupil öpn Hlgernig auf einer ebenen Heerstraße. Heute, nachdem W er bekannte Bries des Kardinals Kopp über die „23er- uni mdiung des SBeftenS" in aller Leute Munde ist, gibt P wn in Berlin schon zu, daß es hwei große Haufen im taktischen Katholizismus gibt, bie, unter der Führung )rer Bischöfe, getrennt marschieren und vereint schlagen 21 ns Stafct Ein Jubiläum an der Mk. aber erfreut sich die burschenschaft- besonderen aber ihr Alter-Herren- umö (an-. Gießen, 15. Okt. 1910. Universitätsbibliothek. vollenden sich 2 5 Jahre, Herve verhaftet. P a r i s, 14. Okt. Gegen den gegenwärtig als politischer Häftling im Santsgefängnis sitzenden antimilitaristi- schen Agitator Herve wurde von der Staatsanwaltschaft ein Haftbefehl erlassen. Herve, der bisher eine gewisse Freiheit genoß, wurde infolgedessen In strengen Gewahrsam genommen. Deutsches rterch. Der Polizeipräsident von Berlin, der Dezernent der Verkehrspolizei und der Charlottenburger Polizeipräsident begeben sich auf zehn Tage nach Lands n, um die dortigen Verkehrsverhältnisse zu studieren und unter anderem auch die Londoner Untergrundbahn zu besichtigen. aufrecht erhalten. In Marseille haben die Ersenbahn- chediensteten heute abend beschlossen, um Mitternacht in den Ausstand zu treten. Örn Mrnisterrate teilte der Minister der Oeffentlrchen Arbeiten ferner mit, daß sich der Verkehr aus der staatlichen Westbahn schnell erhole. Briand erhielt im Verlaufe der Sitzung ein Schreiben des Ausstandskomitees. Es wird darin mit 'Antwort auf ein Schreiben ersucht, das von dem Komitee an den .Minister des Innern gerichtet worden war, um ihm mitzuteilen, daß das Komitee ihm und den Eisenbahngesell- fftfya f t en zu einer allgemeinen Besprechung zur AZerfügung stände. Der Ministerrat entschied sich dafür, tn seiner Antwort den schon vor dem Aus stände gefaßten Beschlnß toi bestätigen, der dahin ging, den verschiedenen Eisenbahngesell- schasten die Beschwerden der Angestellten mitzuteilen, den Angestellten die Antwort zu übermitteln und die Einwendungen der 'Interessierten in Empfang zu nehmen, um zu einer Lösung zuj gelangen. .Luxemburg, 14. Okt. Wie die „Luxemburger Zeitung" treibet, hat die Direktion der Prince Henry-Bahn heule von der französischen Ostbahn die Mitteilung erhalten, keine Güter für ihre Bahn mehr anzunehmen. Die Gesellschaft Hal die Ordre der Generaldirektion nach Straßburg weiter gegeben. Heute morgen traf in Luxemburg, von Basel kommend, der sogen. Malles des Jndes-Zug ein, der wegen des Eisenbahnerstreiks in Frankreich über Luxemburg nach Ostende—London geleitet wird. Ueberhaupt hat in letzter Zeit der Verkehr zwischen Lon don, der Schweiz und Italien und umgekehrt über Ostende-Luxemburg und Basel stark zugenommen. Metz, 14. Okt. Bis jetzt wickelt sich der Personenverkehr mit Frankreich wie zu normalen Zeiten ab. Alle Züge sind fahrplanmäßig angenommen und abgegangen. Straßenumzuge in Paris. Paris, 14.Dkt. Streikende Maurer versammelten such! heute nachmittag auf dem Mont-Martre, um einen Kundgebungszug zu veranstalten, wurden aber auf dem Marsch nach dem Clichpplatz von Polizei und Gendarmerie zerstreut. Bei dem Zusammenstoß wurde ein Gendarm ourch einen Fla scheu wurf verletzt. Als etwa 1000 Umzügler sich wieder zu einem Zuge bereinigten und über die Rue de Faubourg nach dem Mont-Martre zurückmar- schierten, wurden sie abermals von der Polizei zerstreut, wobei der Polizeiinspektor erheblich verletzt wurde. Heute nacht hielten die Angestellten der Omnibus- und Straßenbahn-Gesellschaften in der Arbeitsbörse eine Versammlung ab, in der sie beschlossen, spätestens morgen in den Aus st and zu treten. Die |53erf ammhing war nur schwach besucht, und man hält es für wahrscheinlich, daß diesem Beschlüsse nicht Folge geleistet werden wird. Das Komitee des Transportarbeiterver- bandes forderte wegen der von der Regierung gegetn die Eisenbahner ergriffenen Maßnahmen alle seine Anhänger auf, auf Solidarität die Arbeit niederzulegen. Der Aufruf wurde von den Vertretern der Syndikate der Straßenbahn - und Omnibusange st eilten sowie der Automobilführer unterzeichnet. Widerstand gegen die Staatsgewalt. Es sind Anzeichen borbanben für eine lebhafte Agitation unter anarchi st i scheu,Elementen. Zahlreiche Revolver und Totschläger wurden gekauft; man spricht von einem neuen Fort Charbrol, in dem von der Polizei gesuchte Elemente sich der behördlichen Verfolgung entziehen wollen. In diesem Fall würden die schärf st en Gegenmaßregeln : ergriffen. Tie in der Avenue Kleber heute morgen aufgeftmdene ' Kombe enthielt 300 Gramm Cheddit, eine dynamitähnliche Sub- Mnz. Heute vormittag wurden bei vier Redakteuren der „Guerre Sociale" Haussuchungen vorgenommen. Am morgigen Sonntage seitdem die hiesige Universitätsbibliothek der Leitung des Geh. Hofrates Dr. Haupt untersteht. Es sei gestattet, mit kurzen Worten zu zeigen, welche große Entwicklung die Anstalt unter ihm genommen hat. Damals befand sich die Bibliothek in dem ür solche Zwecke gänzlich ungeeigneten Gebäude am Brandplatz, dessen Erdgeschoß zum größeren Teile noch das botanische Institut einnahm. Seit 1904 dagegen ist sie untergebracht in dem Gebäude in >er Stephansmark, dessen Einrichtungen auf der Bibliothekarversammlung in Münster als mustergültig bezeichnet wurden. In jenem alten Gebäude gab es anfänglich keinen Lesesaal, der jetzige bietet für etwa 70 Personen Arbeitsgelegenheit, die fleißig benutzt wird. Geöffnet war das Zeitschriften-Zimmer damals von 9—1 und von 3—4 Uhr, also 5 Stunden täglich, jetzt wie der Lesesaal im Sommer von 8—1 und von 3—6 Uhr, im Winter von 9—1 und von 3 bis Ausland. In Belgrad ist am Freitag die S k u p s ch t i n a zusammengetreten. Das bisherige Präsidium wurde wiedergewählt. Ter serbische Kronprinz Alexander ist erkrankt. Die Aerzte haben nach mehrtägiger Beobachtung Symptome von Typhus festgestellt. Ein Wiener Spezialarzt wurde telegraphisch nach Belgrad berufen. ' Die „Morning Post" meldet aus Schanghai' Dreizehn Pekrnaer Banken fallierten nunmehr. Man erwartet, daß ihnen die Regierung 5 Millionen Täls vorstrecken wird. Im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Schang- barbank spielten sich bemerkenswerte ^enen ab. Zwei Tage lang fand ein Run auf die Banken statt. Die Mingpo-Kommer- »ialbank bezahlte langsam. Eine Anzahl fremder und einheimischer Polizisten ist zur Aufrechterhaltung der Ordnung nötig gewesen. QS/ ?*, b,er* Hansabund: Samstag abend 8 /4 Uhr: Oeffentllche Versammlung im Eafs Ebel. 9 TasPromenadenkonzert fällt aus. Stadttheater: Nachni. 3'/, Uhr: „Das Konrert«- abends 7 /, Uhr: .Der Kaufmann von D e n e d i g". ' Kinematograph: Neuer Spielplan. Biograph: Neuer Spielplan. Kolosseum: Spezialiläten-Borstetlung. * fdjaftl. Genossenschaften tagt heute und morgen unter dem Vorsrtz des Generalanwalts Geheimrat Laas in den Staunten des Reichsverbandes zu Darmstadt «u der Vertreter aus Oesterreich, Ungarn, Italien, der Schweiz, Holland, Serbien und Japan erschienen sind. Dem Bunde gehören außerdem die genossenschaftlichen Organisationen m Frankreich, Bulgarien und Finnland mit etwa 35000 Genossenschaften mr. | berte es sich in zwei Abteilungen, bereu untere einen einjährigen Fähnrichskursus umfaßte, roäorenb der obere dreijährige Kursus erst bas barftellte, was heute unter ber Kriegsakademie im eigentlichen Sinne verstanden wirb Unter den Männern, die in jenen Jahren auf die militärische Jugend wirkten, nahmen vor allem Scharnhorst und Clausewitz die erste Stelle ein. Am 18. Januar 1813 wurde die Kriegsschule in Berlin aufgelöst, die Offiziere wurden bei der Truppe verwendet und bis zum Herbst 1814 blieb die Schule geschlossen. Auch der erneute Ausbruch des Krieges im Frühjahr 1815 führte eine teilweise Auflösung der Anstalt herbei. Aber das waren kurze Unterbrechungen, im ganzen hat die Kriegsakademie, die im Jahre 1883 das schöne neue Haus in ber Tvrotheenstraße beziehen konnte, das noch heute ihr Heim bildet, das verflossene Jahrhundert lpndurch ununterbrochen in dem Sinne gearbeitet, daß sie den Geist einer echt wissenschaftlichen und vielseitigen Bildung zuerst im preußischen, dann des weiteren auch im deutschen Heere erhielt und Pflegte. Stuttgart, 14. Okt. In der heutigen Hauptversammlung desDeutschenSchulschiff-Vereins wies Professor Dr. Sck)illing-Bremen in seinem Rückblick auf die zehnjährige Entwickelung des Deutschen Schulschiff- Vereins die in einem Artikel des „März" gegen die Bestrebungen des Vereins gerichteten unwahren Behauptungen ziffernmäßig zurück und verbreitete sich eingehend über das bedeutungsvolle Erziehunasproblcm in der Ausbildung der Zöglinge des Schulschiff-Vereins. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt und dem Großherzog von Oldenburg der besondere Dank für ftüne hingebende, hervorragende Tätigkeit ausgesprochen. Heute nachmittag begaben sich die Teilnehmer an der Tagung mittels Sonder- zuges nach Friedrichshafen zum mehrtägigen Aufenthalte. liche Bewegung, im l........ seiner eifrigsten Förderung, wie er wuch Vorsitzender deren neuerdings gegründeter historischen Kommission ist Am politischen Leben beteiligt er sich als 2. Vorsitzender des hses'gen Vereins der fortschrittlichen Volkspartei. Neben diesem allen und noch einzelnen anderen aber findet Haupt auch noch Zeit für wissenschaftliche Arbeit. Möge es ihm vergönnt sein, noch manches Jahr an der Spitze seiner Bibliothek zu stehen. Air sind gewiß, daß seine Beamten diesen Wunsch aus Herzensgrund teilen. - , S?OnJ8^t,Ul9 neue Allgemeine Kriegs- dr-m-' den die Kriegsakademie fülniei, ine atm 15. Oktober 1810 gegründet wurde und ihre Wirk- ■nax &runlcr Scharnhorsts Leitung stehende h?/°bemre str iunge Ostiziei-'^d.k für die Schöpfungen von 1810 vorbildlich geworden ist. Ms ihre Ausgabe wurde beieich- der Armer den Geist der Pflichttreue und Bildun^ch unb die „Schüler bei der Erfüllung Schuldigkeit gegen König und Vaterland mit den Grund- jQBen zu erfüllen, durch die Mäimer von Kenneniffprr nnh <7 , //xAx/uiti, uci oct vitiununn ulDiflteit gegen König und Vaterland mit den Grund- emnen, burrf) die Männer von Kenntnissen und Edel- Ebringen und aufzuopfern geneigt sind, als nach DienstÄÄ^Erstellungen von einem bloßen mechanischen ^lenft geleistet werden kann. Jy faruer damaliges Form glitr Heer und Flotte. Ein Unfall bei der Marine. Berlin, 14. Okt. Beim Kentern eines Bootes des Kanonenbootes „Panther" sind in Kamerun ertrunken die Obermaschinistenmaate Ehrenberg und Renner, die Maschinistenmaate Müller und Franke, Wacht- preistermaat Zimmermann und Matrose Wilde. Berlin, 14. Okt. Die Hundertjahrfeier der Kriegsakademie wurde heute abend durch ein kameradschaftliches Zusammensein in den Räumen der Akademie eingeleitet Das Gebäude ist reich geschmückt. Ehrenposten in historischen Uniformen von 1807 hielten Wache Es versammelten sich neben Offizieren, Lehrern und Beamten der Akademie zahlreiche frühere Angehörige. Eine Reihe von Aufführungen, daraestellt und verfaßt von Offizieren der Akademie, zeigten Ernstes und Heiteres aus der Geschichte der Akademie. 7 Uhr, also 8 Stunden. Da der Dienst um 4 Uhr endete, befand sich im ganzen Gebäude eine Petroleumlampe, und jetzt? Die Oefen wurden mit Braunkohlen geheizt,- die Bücherräume waren unheizbar, jetzt ist das ganze Gebäude mit einer Zentralheizung versehen. Ausgeliehen wurden in 1885/86: 11556 Bände, in 1886/87 sogar nur 10 053, in 1909/10 dagegen 38 574 Stück, vom 1. April 1910 bis 1. Okt. 1910 (also in einem halben Jahre) 23 333 Bände. Benutzt wurde sie im Sommer 1888 von 408 Personen, worunter 221 Studenten, im Wintersemester 1909/10 von 1108 (unter ihnen 601 Studenten). Der Etat war damals 14 000 (worunter für Bücheranschaffungen 11433 Mk.), im laufenden Jahre dagegen 39 810 Mk. (worunter für Bücherankauf 22000 Mark). An Beamten gab es im Wintersemester 1885/86 außer dem Vorstand noch 2 wissenschaftliche, nicht angestellte Beamte (von denen sich der zweite des fürstlichen Einkommens von 500 Mk. i. I. erfreute) und einen Diener, ne zusammen in 96 Stunden in der Woche ihren dienstlichen Verpflichtungen nachkamen: jetzt dagegen gibt es aitßer dem Jubilar noch 4 angestellte und 2 nichtangestellte wissenschaftliche, ferner zwei Kanzleibeamte und 3 Diener mit insgesamt 444 wöchentlichen Dienststunden. Vermehrt hat sich die Anstalt unter Haupts Leitung bis zum 1. April d. I. auf 239 038 Bücher und 120163 Doktorarbeiten und Schulprobramme. Diese Bücher wurden natürlich nicht alle gekauft, andern es befinden sich darunter erhebliche Schenkungen; so seien besonders erwähnt die großen Stiftungen, die sowohl von Buchhändlern in natura, als von Privaten in Geld anläßlich des Universitätsjubiläums in 1907 erfolgten, aus welch letzteren j. B. Reste einer Handschrift erworben wurden, die das älteste deutsche Literaturdenkmal enthalten. Außer des verehrten Jubilars Tätigkeit an der Universitätsbibliothek aber sei noch auf verschiedene andere Betätigungen hingewiesen. Zwar die Volksbibliothek am Selterstor verdankt ihre Entstehung nicht ihm, sondern einer Anregung des kürzlich in Freiburg L B. verstorbenen Prof. Wetz uno der Bibliothekare Fritzsche und Ebel, aber es war nur natürlich, daß man ihn alsbald in den Vorstand des Vereins wählte und ihn später mit dem Vorsitz betraute. Dagegen ist die Gründung der vormaligen Sektion des Oberhessischen Geschichts-Vereins für Vottskunde auf ihn zurückzuführen, wie er sich auch an der aus ihr hervorgegangenen so blühenden Vereinigung für Volkskunde als ihr zweiter Vorsitzender lebhaft betätigt. Auch der Geschichts- Verein selbst, sowie die Oberhessisch'e Gesellschaft für Natur- lui) Heilkunde wissen seine Beteiligung aufs beste zu chatzen. Nicht minder aber erfreut sich die burschenschaft- ** Die elektrische Straßenbahn hat in bei f ersten zehn Monaten Ihres Bestehens, bis zum 20. Sept., ji 100 000 Mk. eingenommen, also 4000 Mk. mehr als her e> Voranschlag für das ganze Jahr vorgesehen hat. Dar. s nach ist zu hoffen, daß schon das erste Betriebsjahr hüt V einem wenn auch kleinen Ueberschuß abschließt. ** Eine Belohnung von 500 Mark ist auf die l Ermittelung der Person gesetzt, die am 12. Oktober früh in s der Wohnung deS Oekonomierates Backhaus zu Lauter, buch einen Naubversuch verübte und den Oekonomierat sowohl als auch seine Gattin verletzte. Die Ausschreibung f erfolgt heute. — Es kommt in ber Hauptsache darauf an, V den Menschen zu ermitteln, der aus Fulda das Tele. granrm an den Oekonomierat geschickt hat. — Das 23 ef in. den des Verletzten hat sich soweit aebessert, daß et gestern von Kriminalkommissar Müller, der in Lautet- bach weilte, vernommen werden konnte. Gerichtschemiler Popp aus Frankfurt hat gestern eine Untersuchung vor. genommen. Da die Bevölkerung sehr erregt ist, gcht die Untersuchung nur schwer von statten.« **DieUntersuchungwegendes.Friedberget Bombenattentats führte gestern den Untersuchungs. richter, Geheimrat W e h n e r in Begleitung eines Vertreters der Staatsanwaltschaft in St. Ingbert zur Augenschein, nähme. Es stand schon früher fest, daß die beiden Verbrecher Win g eß und Werner in die dortige P ulver. f a b r i T eingedrungen waren. Sie haben dabei eine schwere, eiserne Türe zu einem kasemattenartig unter der Erde gelegenen Dynamitlager erbrochen. Sie mußten dann etwa 20 Treppen hinabsteigen und zwei schwere, wohlver- wahrte Türen erbrechen, um an den Sprengstoff zu gelangen Die schweren Einbruchswerkzeuge, die sie oab-ei benutzten, wurden im Walde dicht bei der Stadt gefunden. Geheimrat Wehner erklärte, daß er einen unter so schweren Umständen ausgeführten und dabei gefährlichen Diebstahl in seiner langen Praxis noch nicht erlebt habe. ** Stadttheater. Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß die morgige Nachmittagsaufführung von „Konzert" die letzte des reizenden Lustspieles ist. Auch „Der Kaufmann, von Venedig", ber abends gegeben wird, dürfte voraussichtlich in einer Abeiä» Vorstellung nickst mehr wiederholt werden. v ** Die Interessenten des Gießener Vieh, m a r k t e s werden am Dienstag abend eine öffentliche Ver. sammlung abhalten, um gegen dieSperrungderVieh. Märkte Stellung zu nehmen. Für die Kreise Schotten und Friedberg ist daS Abhalten von Viehmärkten sowie der Handel im Umherziehen mit Klauenvieh wegen der Gefahr der Ein- schleppung der Maul- und Klauenseuche verboten worden. M. Friedberg, 14. Okt. Heute vormittag von 11 bis 12 Uhr machte der Zar seit seiner sechswöchentlichen Anwesenheit seinen ersten Svaziergang durch die Stadt Zur Mittagstafel war heute der Ooerstallmeister Freiherr von Riedesel zu Eisenbach geladen. -m. Ockstadt, 14. Okt. Die Einweihung unserer neuerbauten Kirche findet Dienstag vormittag statt. Der Bischof von M a i n z, der Samstag und Sdnntag tu Friedberg die Firmung vornimmt, wird am Vorabend der Ein- Weihung durch Radfahrer und Reiter in Friedberg abgeholt X. Hanau, 14. Okt. Gutem Vernehmen nach, sind bie Ver Handlungen über den Bahnbau Hanau — Büdingen von der Unternehmerfirma, der Aktiengesellschaft für Bahnbau und -Betrieb, wieder aufgenommen worden. Vom preußischen Minister war als Bedingung für die Beteiligung des Staates an den Bai^. kosten ein Abstrich von 226 000 Mark von der anschlagsmäßiM Bausumme geforbert worden. Ta sich die betreffende Firma n.n( zu einem Abstrich von 121000 Mk. verstehen wollte, legte ihrs der Minister nahe, die weiter geforderte Herabminderung bet Ausführungskosten durch erhöhte Zuschußleistungen der beteiligten Gemeinden auszugleichen. Tie jetzigen Verhandlungen fußen auj einem neuen Kostenanschlag und bezwecken die Erhöhung de. Gemeindebeittäge. Ein Grohfeuer in Berlin. Berlin, 14. Okt. In einem Hause der Neue« Friedrichstraße, gegenüber ber Markthalle, entstand heute nachmitatg infolge einer Gasexplosion in einem Wäschegeschäft Großfeuer. Durch das plötzliche Umsichgreifa des Brandes wurde einer bei der Firma angestellten Person bei Weg abgeschnitten: sie ist durch Neuer ober Erstickung ver« unglü ck t. Ein Zuschneider der Firma ist schwer ver« letzt; eine weibliche Angestellte sprang neben das Sprung« tuch, hat aber nur leichten Schaden genommen. Der Brand erstreckte sich auf das dritte und viette Stockwerk, sowie aus den Dachstuhl, der nach der Straße hin beinahe ganz abgebrannt ist. Gegen 1/45 Uhr schien bie Feuerwehr des Brandes Herr zu werden. Nach einer späteren Meldung handelt es sich um das Wäsche- und Schürzengeschäft von Arndt Es sind zwei verkohlte Leichen, anscheinend ein Mann und eine Frau, aufgefunben worden. Durch die Feuerwehr wurden acht Personen, denen der Ausweg durch das Feua abgeschnitten war, mittels Rettungsleiter und Sprinatuch gerettet. Hierbei schlug ein Mädchen auf ein Firmenschild auf und erlitt einen Oberschenkelbruch und eint Kopfwunde. Gegen 5 Uhr war ber Brand gelöscht. Bei de« Brande waren die Notausgänae nicht zu benutzen Die Schlüssel zu diesen hingen vorschriftsmäßig in den Schränken neben den Nottüren. Die Zugänge zu diesen Schränken aber waren durch Kisten und Säcke verbarrikadiert. Die beiden auf« gefundenen Leichen sind weiblich Man befürchtet, daß im 2. und 3. Stock unter dem Schutte noch meh« rereTote liegen werden. Genauere Feststellungen ließen sich gestern abend wegen Einbruches ber Dunkelheit nicht mehr machen. Orkane. 5: Lite io l'j So l!i III Amtlicher Wetterbericht. Öffentliche Wetterdienststelle Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag dem 16. Oktober 1910 Heiter, trocken, vielfach Nochtstost. Havana, 14. Okt. Ein Orkan hat bie Städte Kasilda und Santa Clara rerstört. Viele Men- schen sollen dabei umgekommen sein. Petersburg, 14. Okt. Längs ber baltischen Küste R wütete in der vergangenen Nacht unb heute vormittag ein fr he stiger Sturm, der zeitweise zum Orkan ausartett ,cr und große Verwü st ungen anrichtete. In ber Nähe von Riga würben drei Segelschiffe ans Ufer geworfene ein Teil der Mannschaften ist umaekommen. Nachts waren aus dem MeereNotsignale sichtbar. Die Zahl der havarierten Schiffe ist anscheinend groß. In Mi tau, L i b a u und Tro ki herrschte ebenfalls ein heftiger <5tumt, der Dächer abbeckte, Bäume entwurzelte, Gerüste im Bau f befindlicher Häuser niederlegte und die TelephonverbM' düngen zerstörte. Griglnal-VrahtmeLdungen. Die Stadtverordnetenwahleu in Offenbach. in ... f- ?. f te.nbach. 16. Okt. In bet gestrigen Sitzung L dessozraldemokratrschenVererns wurde mit 70? ‘ Segen L Stimmen das mit dem Verein der .sortschrittlichev 8 4000 r Mark 1000 = 1000 1 Preis L M. * 4 Summa BL 4000 di« Lösung, Mmv Schuhwerk v b Wer Mäusburg 12 Telephon 539 Lehr - u. Zuschneide - Kursus - (08368 spekte jederzeit Tel. 66L Dammstrave 46. Los 6 Mil, e Jahr IE Mundgeruch 5 Gießen, den 14. Oktober 1910. il s zahlung versteigert. (D“/u> il Nord-Anlage 13. Tel. 571 J. Spanier, akad.geb. Lehrerin. Seltersweg 31, Ling. Plockgtr. 2. fl Ö Ober dl« Rentabilität ton SchmldUs Waschmaschine. In einem Monat kostet die WHsche in einem mittleren Haushalt 500 250 200 225 200 225 200 200 500 250 100 75 50 25 En Jahr k> M. 89 Verlangen Sie bitte die allgemeinen Babattspnrmurken (Nicht Gewünschtes bitte zu durch- s tr eichen, i 9 Ci leb wünsche: Vor-, Zuname u. Stand l Ort (Postatation): ----- Stritte s. Nr. --------- LoS 4 Eier LoS 5 Hand- und Limburgerkäse la Dl Ul I» 3 e ti i -e tu fr 500 — 250 = 100= 75 = 50 = 25 = 10= 5= 2 Preise ii 3 , k Vergebung von Küchenbedürfnissen Beim IL Bataillon Inf.-Regiment- „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 . die Lieferung der im Küchenbetriebe erforderlichen Lebensmittel c die Zeit vom L November 1910 bis 3L Oktober 1911 in nach- Letztere lautet: ... entweder nach beiliegender Photographie die' Aniertigitng einer last lebensgroßen Porträt- Vergrößerung (karton- und retuschefrei) oder ein Miniatur-Porträt mit Fassung, als Brosche, Krawattennadel, Manscbetten- knöple oder Anhänger Montag ötn 17. d. M., 10 Uhr oormitt., wird auf dem Hofe der neuen Kaserne em unbrauchbar gewordenes KrUmvervferd öffentlich meistbietend gegen Bar- Berlin, 15. Okt. Tie Feuersbrunst in der FriEchiftraße ist doch unheilvoller gewesen, als ursprünglich angenommen wurde. <000 Mark! Welch Summe Geld. Die xur Verteilung wir gestellt An alle die, die uns beuchen Den Sinn der 16 Zeichen deuten. Die hier von Mailand über Wiee Die Tauben tragen nach Berlin. Die Zeichen, die die Tierchen tragen. Em Sprichwort In drei Worten sagen, Das jedem einzigen, groß und klein, Wohl zweifellos bekannt dürft" sein. Wem nun gelingen sollt" die Kunst, Dem bringt Fortuna ihre Gunst, Denn ganze 87 Preise Sind ausgeworfen beispielsweise. Um dieser Anzahl von Personen Die Löaungsmühen zu belohnen. Wir wollen nunmehr definieren, Wie wir die Lösungen prämieren: An die, die richt ge Lösung linden Und schnellstens uns dieselbe künden. Verteilen wir — und zwar in Bilde — 4000 Mark In barem Gelds. Eintausend Mark ist, wie man weiß, Bestimmt davon als erster Preis, Gemäß der oebensteh'nden Zeilen Wir weit're 1000 Mark verteilen Sechs Leuten aus dem Leserkreise Für originellst« Lösungsweise. Auch hier winkt stolz dem Leserkreis 600 Mark als erster Preis. netzenden Losen vergeben werden: Los 1 Kolonialwaren Los 2 Gemüse Los 3 Kartoffeln Vertragsbedingungen liegen auf dem zimmer genannten Bataillons — Gleichzeitig wird auch die A Haus- und Strassenschuhe für Damen, Herren und Kinder kaufen Sie am besten und billigsten bei Wer die Bedingungen erfüllt. Und uns geschickt ein Probebild Mit ausgefülltem Lösungsschein Kommt in der Preisbewerber Relh*n. Wir woll'n den kompetenten Kreisen, Nur lediglich dadurch beweisen. Daß keine Konkurrenz im Lande, Zu überflügeln uns imstande. Wenn dem Beweise wir beflissen Auch große Summen opfern müssen, Weil die Vergrößerung nebenbei Wir jedem zustellen portofrei, So hollen wir die Geldauslagen Durch Nachorders herauszuschlagen. Wer uns in Einsicht nun, in milder Für Zustellung der Q ahsbilder, (Die, wie erwähnt, ganz kostenlos Und noch dazu fast lebensgroß,) Vergüten will die baren Spesen, Den bitten ohne Federlesen Wir 60 Pfennig frank und frei Dem Probebild zu lügen bei in Marken — und wo solche rat — Genügt auch der Betrag in bar. Doch machen die Vergutigung hier Niemandem zur Bedingung wir; Auch ohne die Vergnügung kann Von uns erhalten jedermann Der uns die Lösung zugestellt Ein Gratlablid und bares Geld! Um jeden Zweifel zu beheben Woll’n wir hier noch zur Kenntnis geben, Daß wir erwähnte Summe Geld Unserm Notar schon zugestellt. Wenn nun andieser Rätselschlacht sich Beteiligen mehr als 87, Bestimmt naturgemäß das Los, Wem em Gewinn fällt In den Schoß, Daß das gewissenhaft geschieht. Man aus dem Faktum ja ersieht, Daß die Verteilung ohne Zagen Einem Notar wir übertragen. Für originelle Lösungsan en Wir eine Juri um uns scharten. Die jede Lösung, die voll Geist, Und sich als originell erweist. Gewissenhaft und unbeirrt Behufs Prämierung prüfen wird. Nicht wer die Arbeit hat gemacht. Nur, wie dieselbe ist vollbracht Dies soll alleine führ'n zum (.ohne: Es werde dem Verdienst die Krone. Am 20 Dezember wird Definitiv — (ganz unbeirrt Ob die Beteiligung schwach, ob gtark) Verteilt das Geld: 4000 Mark, Damit die 87 Leute Genießen soll'n die große Freude, Die leicht erworbenen baren Spenden Zum Weihnachtslest noch zu verwenden. Deute früh wurden fünf weitere Leichen gefanben, tec schrecklich Verkohlt waren. Frankfurter Schuhlager GIESSEN in den versch. Sorten, sowie ein. groß. Posten Futtcr-Ksrtchlii zu den billigsten 'Kreisen. (08469 für Damen - u. Kinder-Garderobe nach bestem System. Gefl. Anmeldungen und Pro- Zu diesem Geld wo0*n ohn* Bedenken Wir 'ne Vergrlß’rung jedem schenken. Der mit dem Lösungsnummerschein Uns eine Photographie schickt ein. Von sich, den Eltern, den Verwandten, Den Kindern, Freunden und be- kannten Und denen, die zur ew'gen Ruh Schon deckt die kühle Erde zu. Das größte Wertstück für ein Zimmer Ist sicherlich und bleibt wohl immer — Hoch über andern Blldersehen — Das Bild von einem Angehörigen, Weil's uns erzählt zu jeder Zeit Von lamlliärem Glück und Leid. Besonders iu der Weihnachtsleiez; Wo jeder Gegenstand so teuer. Den seinen Lieben nah und fern Man auf den Gabentisch läg' gern, Sind sehr begehrt unsre Porträts, Sie leeren nicht die Portemonnaies, Sind vielmehr völlig kostenlos Und noch dazu fast lebensgroß. Nun fragt sich mancher wohl fürbaß: Warum verschenkt die Firma das? Wir tun es, nm auf diese Weise Unsere Porträts In alle Kreise, Die sich lür Bilder interessieren, Mit einem Schlage einzulühren. re 4 i Täglich frischer Apfelmost M. Schäfer Wwe. 5423) Kaiser-Aüee 4. habe Ich zwecks Verteilung an die Löser des Preisrätsels gemäß den hier veröffentlichen Bedingungen ei halten. 5/. 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Die Küchenverwaltung D"/i» t deS IL Batlö. Ins. Negts. „ftniier Wilhelm" Nr. 116. d ii >ii -j n al '8 ) Kinematograph Bahnhofstraße 54 Bahnhofstraße 54 08669 Eintritt frei Freie Aussprache sind willkommen. Der Vorstand. Du/, Nach dem Vortran Diskussion. Redner: Hch. Erzberger, Basel ^Schweiz). Eintritt frei für jedermann! 08664 Neuheiten Kolossei Einheitspreis für Damen und Herren 122 152 Luxus-Ausführung Von 4 Ubr ab Danz, abends Ball. --- Schuhhaus Anfang 8 Uhr. [08702] Anfang 8 Uhr. rws Bach- 5751 Anfang 4 Uhr« Anfang 4 Uhr. Eintritt inkl. Billettsteuer 45 Pfg. h Sweaters 1 l l Cale Amend Sonntag, 16. Oktober 1910 ) (08672 Es ladet ein Samstag, 1. Oktober ab tfigllch Konzert der ErsOd. I ft t Verschiedener» | Warnens'.! IM ,c .1 r e r Strassen- und Gesellschafts- Schuhe in modernen, gut passenden Formen. Betr.: Wasfergenoffcnschaft Holzheim. Nachdem die Auflösung der Wassergenossenschaft Holzheim durch Großh. Ministerium deS Innern genehmigt worden ist« wird unter Hinweis auf Art. 62 deS Bachqesetzeß bekannt gegeben, daß nachverzeichnete Personen zu Ltquldatoren be- W Sicßen Dir.: Th. Nösch Eintritt frei. Anfang 8 Uhr. Sonntag 4 Uhr. 5392 B ■>/., J. Zimmermann. NB. Streichmusik. Familieo-Variele I. Ranges. Mache daS geschätzte Publikum daraus aufmerksam, daß unter meiner Direktion der Besuch des Varietes jedermann zugännlich gemacht worden ist. Die Programme sind bedeut und gediegen, oie Eintrittspreise billig und der Saal gleicht einem Restaurant mit Stühlen und Tischen, bequem Jtf firrrtit kann gegen Erkei- in iung von einigen Stunden billige Pension erhalten. Schrift!. Angebote unt. 08707 an den Gießener Anzeiger erb. Grundstück zwischen Wilhelmstraße und Leih- gesterner Weg gelegen, 4200 qm groß, ganz ob. geteilt, als Gartem lanb zu verpachten. (57W Näheres Liebigstrahe 1». Braunfels „Hotel Böhme" Sonntag n. Montag ötn 18. n. 17. Ott. Kirmes. 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