bereit ununterbrochenen Fivlge die Wirkung des Ganzen ent- Ibringen soll, nothwendig zerstöret, und dadurch das Vergnügen, dessen Erwartung ein vielleicht zu günstiger Rus bei) dem -Public Eirm erwecket hat, merklich vermindert werden müßte." — Vogelschutz. Auch die vielgerühmte Galanterie der Amerikaner hat ihre Grenzen: das in Chicago kürzlich eingeführte Gesetz gegen die Hutnadel wird mit unnachsichtlicher Strenge durchgeführt. Nun folgt der Staat New Jeresey dem Beispiele; ja man geht noch weiter, und wenn der Senat das Gesetz ratifiziert, das jetzt cingebracht ist, und das geschieht hoffentlich, dann werden die Frauen sich nach einem anderen Hutschmuck umschcn müssen. Ter Gesetzantrag gibt sich zwar sehr unschuldig als einfacher Zusatz zu dem Wild- und Fischschutzgesetz, aber die Frauenwelt ist sich sofort der Bedeutung der neuen Paragraphen klar geworden und harrt mit banger Spannung der Entscheidung der Gesetzgeber. Es soll künftig verboten sein, Vögel zu töten oder zu fangen. Jedermann, der die Federn, den Balg oder den Körper getöteter oder gefangener wilder Vögel kauft, verkauft oder zum Verkaufe ausstellt, wird mit einer Geldstrafe bis zu 400 Mark für jeden Fall heimgesucht. Nur wenige zahme Vögel werden von dem Gesetze ausgenommen. Hahnenfedern, Straußcn- und Pfauenfedern, der schillernde Schmuck des Paradiesvogels und der zarte hellgraue oder weiße Balg der zahmen Tauben bleiben erlaubt. Trotzdem ist die Erregung groß; die Modistinnen des Staates, die sich in ihrer Existenz bedroht fühlen, (!) haben sich gegen den Plan gewandt und sie werden nach Kräften von ihren Kundinnen unterstützt, die es übernommen haben, still im häuslichen Kreise ihre Männer von dem tyrannischen Geiste eines solchen Gesetzes zu überzeugen. Hoffentlich sind die amerikanischen Männer etwas zartfühlender als ihre Frauen und lehnen eine Stellungnahme gegen den begrüßenswerten Gesetzentwurf ab, damit die ebenso herzlose als entbehrliche Mode aushört. — Sck-ade, daß es bei uns noch nicht so weit ist. — Wiederbelebung lebloser Samen. Bekanntlich bedürfen fast alle Pflanzensamen vor ihrem Keimen einer kürzeren oder längeren Ruhepause, der sogenannten Samenruhe, die künstlich sv lange ausgedehnt werden kann, daß die Samen gewisser Pflanzen noch nach zwei bis drei Menschenalter unter günstigen Bedingungen wieder zum Leben erwachen. Bei manchen Versuchen, die,unter starker Abkühlung und Austrocknung sowie unter Ausschluß der Möglichkeit des Atmens rorgenommen waren, schien es, als ob bei den trotzdem wieder Leimenden Samen durch die Vm'nchsbedingungen das Leben nicht nur verlangsamt, sondern zeitweise sogar aufgehoben gewesen sein müsse. Becquerel prüfte nun die Wirkung oer Austrocknung, des luftleeren Raumes und der Kälte auf Samen der Luzerne, des weißen Senfs und des Weizens. Nachdem die Körnchen sechs Monate läng im Vakuum bei 40 Grad Wärme ausgetrocknet wären und kein Gewichtsverlust mehr cintrat, wurden sie, in luftleere Glasröhren eingeschmolzen, im Kälrelabovatorium drei Wochen lang der Temperatur der flüssigen Luft und dann 77 Stunden lang der des flüssigen Wasserstoffs (— 253 Grad) ausgesetzt. Unter diesen Bedingungen mußte das Leben in den Samen völlig aufgehoben, der Zusammenhang der Lebenserscheinungen zweifellos unterbrochen sein. Dennoch keimten, nach Auslegung der Samen bei 28 Grad Wärme, fast alle, das Leben erwachte, ohne daß ein Unterschied von der Keimung normaler Damen bemerkbar gewesen wäre. Es unterliegt keinem Ziveifel, b<< die niedrige Temperatur uird verdünnte Luft des Weltenraumes kein Hindernis für die Ausbreitung von Keimen von Gestirn zu Gestirn wären. — Unter Kollegen Von Rossini und Meyer- beer wird in einem interessanten Aufsatz des „Messaggero" eine vergnügliche Anekdote erzählt. Eines Tages ging Rossini, aus den Arm eines Freundes gestützt, gemächlich! auf den Boulevards von Paris spazieren. Tic beiden schlenderten fröhlich dahin in heiterem Geplauder, als der Freund Rossinis plötzlich merkt, wie der Komponist sich schwer an seinen Arni hängt. Tas Lächeln schwindet aus seinem Gesicht, über Rossinis Miene breitet sich müde Melancholie, er geht langsam und schwerfällig. Der Freund erschreckt und will Rossini bereits nach dem Grund dieser jähen! Veränderung fragen; in demselben Augenblick stehen die beiden Mei)erbeer gegenüber. Tic beiden berühmten Komponisten wechseln die üblichen Höflichkeitsphrasen, man erkundigt sich gegerv- seitig nach dem Befinden, und Rossini antwortet seufzend, mit matter Stimme: „Ach, sehr sckstecht, lieber Meister, sehr schlecht . Selbstverständlich wünscht Meherbeer baldige Besserung, barat trennt sich die Gruppe. Endlich kommt der Freund dazu, Rossini zu fragen: „Aber, teurer Meister, es geht Sud} doch vortrefflich, Ihr schreitet doch so rüstig daher wie kaum ein anderer." „Gewiß," antwortet Rossini mit einem schlauen Lächeln, „es geht mir ausgezeichnet, aber ich sah Meyerbcer schon von weitem kommen." ,La, aber . . .?" „Sie wissen doch, ich sehe gern alle Menschep fröhlich und zufrieden, und darum gab ich mir plötzlich das Aus-- sehen eines müden, tranken Menschen." „Ja, glauben Sie denn, daß Meyerbeer . . ." „Aber gewiß, mein Lieber, meine Stan Ei heit hat ihm sicherlich^ große Freude gemacht . . — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Die Bürgerschaft von Hamburg nahm einstimmig einen Antrag des Senats an auf Bewilligung von 1339 300 Mark für die Erbauung eines Institutes für Schiffs- und Tropen-- krankheiten. — Geh. Kommerzienrat Julius Bluethner; Gründer der bekannten Klavierfabrik, ist gestern in Leipzig im Alter von 87 Jahren gestorben. Donnerstag 14. April 1910 160. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 86 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Stehener Zamilienblätter" roerben dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das ..Kreisblatt fflr den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnioersitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Der Kali-Ausschuß des Reichstags nahm heute seine durch die Osterpause unterbrochenen Verhandlungen wieder auf. Tie Verhandlung wurde zum größten Teil durch die Auseinandersetzung über die Vorlegung der -Auslandsverträge und Auslandspreise des Syndikats ausgefüllt. Handelsminister S y d o w er» klärte sich für befugt, bis zu einem gewissen Grade die gewünschten Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion: ^-^112. Tell-Adru Anzeig erDießen. lospizii* tang Sctiwestente Sleeees KrtniuMr I -tfSS# «BH loSJnur'»5*>* ntd n“d Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefjen Mitteilungen mündlich vertraulich zu machen. Ter Abg. Müller- Fulda begründete einen neuen Vorschlag, wonach die Kaliproduktion allgemein kontingentiert werden soll mit Maximalpreisen für das Inland und Mrnimalpreisen für das -Ausland. Eine ^-örder- abgabc solle, wenn überhaupt, nur zur Deckung der Kontrollkosten des Reichs erhoben werden. * Der verstärkte Geschäftsordnungsausschuß des Reichstags nahm einen Antrag des Zentrums an, wonach der Reichstag bei Anfragen sich über die Billigung des Verhallens des Reichskanzlers aussprechen kann, sobald die Verantwortlichkeit des Reichskanzlers durch ein Berantwortlichkeitsgesetz festgelegt sein wird. 1 Der Reichstagsausschuß für das Stellenvermittlungsgesetz fügte dem § 6 der Regierungsvorlage, der von der Zurücknahme der Erlaubnis zum Gewerbebetriebe des Stellenvermitllers handelt — wegen Unzuverlässigkeit — die Bestimmung hinzu: „Gewerbetreibenden, die sich mit der Stellenvermittlung nebenher befassen, ist untersagt, diese zu Reklamezwecken irgendwelcher Art zu benutzen." Der Rest des Gesetzes wurde mit unwesentlichen ndcrungen angenommen. Aus den Reichstagrausschüffen. :: Berlin, 13. April. Der Aeltestenrat des Reichstages trat heute vor Beginn der Vollversammlung zusammen, um über die Geschäftslage zu beraten. Es wurde beschlossen, die Arbeiten so zu fördern, daß die Vertagung des Reichstages am 4. M " i, of'n noch vor dem Himmclsahr stige, b s zum Herb t er olge kann. Infolgedessen sollen bis dahin keine jitzungssreten Tage statt, uwen. oeriig gestellt sott die revidierte Berner lleberein!unft und wenn irgend möglich, das Reichszuwachs st euerge setz werden. Für die nächste Zeit ist der Arbeitsplan folgender: Am Donnerstag soll die erste Lesung über den Gesetzentwurf betr. die Entlastung des Reichsgerichts fortgesetzt und zu Ende geführt werden, dann soll die erste und eventuell zweite Lesung des deutsch-schwedischen Handelsvertragsprovisoriums vorgenoinmen und die erste Lesung des Reichszuwachssteuergesctz-Entwurfes begonnen werden. Diese wird am Freitag und Samstag fortgesetzt. Außerdem werden auf die Tagesordnung dieser beiden Tage Rechnungssachen und die erste Lesung der Fernsprechgebühren- Ordnung gesetzt. Von Montag bis Mittwoch der folgenden Woche soll dann die erste Lesung der Reichsversicherungs -Ordnung durchgeführt werden. Dann folgen die Anträge über die Veteranenunterstützung. Nach der Vertagung des Reichstags werden der Strafprozeßausschuß und der Ausschuß zur Beratung der Reichsversicherungsordnung den Sommer hindurch, natürlich mit einer entsprechenden Pause im Hochsommer ihre Sitzungen abhalten und dafür besondere Diäten erhalten. NÄn. i Sonntag, Lminswan^'^N WM«» Abkbr -_ubr vonn. über Hungen, auePscner^ " Gesangverein Me abend Probe iür k 1 v’ abend Prob, t btelenote, pünktlich 8 Uin OOOOOOOOC Visitenkarten »fort rasch and billigst ßrühl'scbe üih^Drtcitft OOOOOOOOOfl Ter Eisendahnminister ertlärrc, bezugnehmend auf feine kürzliche Aeußerung im Reichstag, daß er angesichts der langen eisenbahnlosen Strecke zwischen 2llrricourt und Alt- rnünsterol dem Plan einer neuen Vogesenbähn grundsätzlich mit Sympathie gegenüberstehc, auch persönlich bereits die Gegend bereist und sich Wer die Verhältnisse orientiert habe. Ziemlich schwer fielen immerhin die erheblichen Kosten ins Gewicht, welche durch die unvermeidlichen langenTunnelbauten entstünden; dies umsomehr, als die Bedeutung der neuen Eisenbahnverbindung für den großen internationalen Verkehr wohl überschätzt werde; sie werde seines Erachtens überwiegend regionalen Verkehrsinteressen dienen, die ja aber sicher auch Beachtung und Förderung verdienten. — Eine gewisse Schwierigkeit läge auch noch darin, daß Man in dem einen Lande nut Staatsbahnen, in dem andern mit Privatbahnen KU tun habe. Tie Vertreter des Deutsch-Frairzösischen Wirtschaftsvereins überreichten dann noch eine im Maßstab 1 :400 000 gehaltene Uebersichts karte des Vogesengebietes, auf welcher sämtliche von den beteiligten lokalen Stellen in Vorschlag gebrachten neun verschiedenen Routenführungen in roter Färbung eingetragen sind, und betonten, daß der Verein sich jeder Stellungnahme gegenüber diesen Einzelprojekten grundsätzlich enthalten habe und nur das Projekt als ganzes propagiere; welche Linie den Vorzug verdiene, solle ganz dem Urteil der zuständigen Behörden anheimgestellt bleiben. Ter Eisenbahnminister erklärte, sich zugunsten einer bestimmten Route auch seinerseits noch nicht äußern zu können. Doch werde man jedenfalls wohl daraus achten müssen, eine zwischen den bestehenden beiden Eisenbahn- übergangspuntten Avricourt und Altmünsterol einigermaßen in der Mitte liegenden Strecke zu wählen. Er sei der deutsch-französischerl Organisation jedenfalls für ihre aufklärende Vorarbeit und Materialsammlung verbunden, und es dürfte auch unbedenklich und ersprießlich sein, wenn sie sich weiter bemühe, für das jedenfalls beachtenswerte Projekt die beteiligten Kreise beider Länder zu interessieren. Vollversammlung der Deutschen Handelstages. Ä Berlin, 13. April. Unter zahlreicher Beteiligung seiner Mitglieder, von Vertretern der Deutschen Handelskammern und anderer kaufmännischer Vereine, sowie der Reichs- und Staatsbehörden trat heute vor- mittaa im Langenbeck-Hause der Deutsche Handelstag zu seiner 36. Vollversammlung zusammen, um zu einer großen Anzahl von Fragen, die den Handelsstand gegenwärtig in seiner Gesamtheit tief berühren, Stellung zu nehmen. Ferner sotten einige Beschlüsse über die innere Organisation des Handelstages gefaßt werden. Die Verhandlungen finden unter dem Vorsitze des Präsidenten des Handelstages K a e m p f (Berlin) 'statt. Das H a u p t- t h e m a der Beratungen bildet die Besprechung der Reichs- versicherungsordnung. Tie Berichterstatter legen dem Ausschuß des Deutschen Handelstages hierzu eine längere Erklärung vor, in der folgende Ansichten und Forderungen hervorgehoben werden. Allgemeines: „Die Zusammenfassung der Bestimmungen über die verschiedenen Versicherungszweige in cm einheitliches Gesetz ist abzulehnen, da sie die Verständlichkeit und die Handhabung der Bestimmungen erschwert. Auch läßt der Entwurf einen Ausbau der Bestimmungen in übersichtlicher und natürlicher Anordnung vermissen. Nur diejenigen Fragen, die in erschöpfter Weise einheitlich für alle Veriicherungszweige geregelt werden können, sollten in einem gemeinsamen Mantel- qesetz verhandelt werden. Daneben aber sollte man für jeden Versicherungszweig ein besonderes Gesetz machen. Gegenüber dem vorläufigen Entwurf stellt der neue Entwurf eine Verbesserung dar. Gleichwohl hält er an der Errichtung von etwa 1000 Versicherungsämtern fest und ist insoweit zu verwerfen. Für einen gemeinsamen örtlichen Unterbau dcr verschiedenen Versicherungszweige besteht kein Bedürfnis. Insbesondere liegt die Einrichtung einer neuen unteren Instanz. als Spruch- unb Beschlußbehörde mit Beisitzern weder im Interesse der Versicherten noch der Versicherungsträger. Soweit die Versicherungs- träger neue Hilfsorgane nötig haben, sollen die unteren Verwaltungsbehörden wie bisher als solche dienen. Einen erheblichen Fortschritt strebt der Entwurf mit der Vereinheitlichung: der Zuständigkeit und des Instanzenweges an. Doch ist hierzu die Schaffung der Versicherungsämter nicht erforderlich. Es genügt, die bisherigen Schiedsgerichte für Arbeiterversicherung unabhängig zu machen und auszubauen. Das Reichsversiche- runasaml ist in seiner Spruchtätigkeit für die Unfall-, die Invaliden- und die Hinterbliebenen-Versicherung für alle Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung, als Rekursinstanz zu erhalten. Die Zuständigkeit der Landesversicherungsämter ist im Interesse der Rechtseinheit nicht zu erweitern." Krankenversicherung: Mit der beabsichtigten Ausdehnung des Kreises der versicherten Personen erklärt sich der Deutsche Handelstag einverstanden. Ties gilt insbesondere auch hinsichtlich des Hausgewerbes, jedoch mit der Einsclrränkung, daß als Hansgewerbtreibende nicht Inhaber von Fabriken gelten sollen. Der Beseitigung der Gemeindekrankenversicherung und der Schaffung von Landkrankenkassen ist zuzustimmen. Dagegen ist die Erschwerung der Betriebskrankenkassen nachdrücklich zu bekämpfen. Der Erhöhung potttifebe Die üßeitcrbcratuug der preußischen Wahlrechtsvorlage. Nachdem es leider nicht gelungen ist, durch eine w e i - - er e Umgestaltung des preußischen Wahlrechtsplanes auch wenigstens die Freikonservatioen und die Nationalliberalen :ut Mehrheit hinzuzuziehen, wird der Entwurf am 15. V. M. im Herrenbause erscheinen. Durch eine unkluge, recht zwecklose Verhinderung der Einzetberatung bei der io-iederholten Annahme der unveränderten Beschlüsse vom 116. März haben die Konservativen ihre Stellung wahrlich richt gestärkt. Vielfach hofft man im Lager der Minderheit nun noch auf Widerspruch durch das Herrenhaus oder tio Regierung. Die „Voss. Ztg." beleuchtet den weiteren Verlauf der parlamentarischen Verhandlungen wie folgt: Im Abgeordnetenhaus muß jeder Gesetzentwurf zunächst einer irslcn Beratung in der Vollversammlung unterzogen werden, cn deren Schluß entschieden wird, ob eine Ausschußberatung erfolgen oder alsbald die zweite Beratung sich am'chließen soll. Im Herrenhaus bestimmt § 14 der Geschäftsordnung: „Die Behandlung von Gesetzesvorlagen der Staatsregierung und des »Luses der Abgeordneten „erfolgt nach Maßgabe der Beschlüsse bc? Hauses entweder durch Plenarberatung auf Grund vorgängiger Mcntmiffioi sb raiunj ober durch crsie u. zwecke Beratung im P en m ? ibar durch einmalige Schlußberatung im Plenum' . Letztere ist mir zulässig, wenn nicht zehn anwesende Mitglieder gegen dieselbe Widerspruch erheben. t Wenn während der Plenarberatung auf i'irunb vorgängiger Kommissionsberatung oder während der zweiten Bratling im Plenum oder während der einmaligen Schlußberatnng rptt mindestens 20 Mitgliedern schriftlich oder mündlich eine I >i. oerholle Schlußberatnng int Plenum beantragt wird, so muß lufelbe ftattfinben. Tie erste Beratung im ganzen Hause erfolgt frü heftens am dritten Tage, nachdem die Gesetzesvorlage gedruckt in die Hände der Mitglieder gekommen ist." In der Voraussicht, tzaß die wiederholte Abstimmung am 12. April eine Abänderung der Beschlüsse vom'16. März nickt ergeben, die Wahlrechtsvorlage sofort nach der zweiten 'Asttmmung dem Herrenhause zugehen würde und ohne Ver- ?uf3 am gleichen Tage dort den Mitgliedern zugestellt werden könnte, hat der Präsident des Herrenhauses schon vor einiger Zeit die nächste Sitzung des Herrenhauses auf hert dritten Tag nach der zweiten Abstimmung des Abgeordnetenhauses — auf den 15. LLpril — festgesetzt. Welche der drei in der Geschäftsordnung vorgesehenen normen für die Beratung von Gesetzentwürfen wählt nun, so fragt das Blatt, das Herrenhaus für die Behandlung ber Wahlrechtsvorlage? Natürlich nicht „die einmalige älhlußberatung im Plenum", obwohl eine glatte Ablehnung ■ jeh er Reform manchem hochkonservativen Mitgliede am meisten willkommen wäre. Tas Herrenhaus kann die Wahlrechtsvorlage auch nicht ohne Kommissionsberatung „durch erste und zweite Beratung im Plenum" erledigen. Die ‘.‘kratung spielt sich vielmehr- so ab, daß im Herrenhaus kunächft am 15. April eine allgemeine Besprechung über die geschäftliche Behandlung der Wahl- rechtsvorlage herbeigeführt wird, an deren Schluß sich dann ba3 Haus für eine 'Erledigung „durch Plenarberatung aus Clrunb vorgängiger Kommissionsberatung" entscheidet. Bei fieser allgemeinen Besprechung finden die Mitglieder Ge- Teg enljeit, alles zu sagen, was sie für und gegen eine l!5«hlreform auf dem Herzen haben. Sie kann als die erst eLefung der Vortage angesehen werden. lUnft Wissenschaft und Leben. Pfahlbauten in Schweden. Im Auftrage der Lchwedisckcil Akadentie für Geschichte und Altertumsforschung hat 2r. £. Frödin bei Alvastra in Schweden Ausgrabungen vorge- nommen, durch die 4000 Jahre alte Pfahlbauten ans Licht ge- lomnten sind. Tie Fundstelle liegt in einem Torfmoor. Sehr Sur erhalten ist ein aus Birken- und Fichtenstämmen zusammen- refügter Fußboden: er ruht auf Pfählen, die 10 bis 12 Zenti- ncter Durchmesser haben. Da die Stämme an mehreren Stellen cngekohlt sind, vermutet man hier und dort Feuerstellen. Am ; iitcrciianieftcit erwiesen sich die Äleinfimbe, aus benen auch aus kas Alter ber primitiven Bauten geschlossen merben kann. Es ! l-mbcn sich Reste von Fellen, die wohl einst den Fußboden bc- toten, sodann Werkzeuge und Waffen aus Stein und Knochen, ! krümmer von Tongefäßen, Nußschalen, tierische Zähne unb Knochen mtb eine große Perle aus Bernstein. Bemerkenswert ist die Auf- \ httbung von Avfelkernen unb Getteibekörnern. Dr. Frödin schätzt Üs Alter der Pfahlbauteit auf 2000 bis 2500 Jahre vor unserer seittechnung und glaubt, aus den Kleinsunden die Tatsache schließen |4 dürfen, daß die Bewohner dieser Pfahlbauten bereits Handels- r Ziehungen mit anderen Völkern unterhielten. — Dieaufde r Erdebeobach tete niedrig st eTent- tcratur wird in SyrnonS Meteorological Magazine auf —68°C. i, eit gegeben. Diese wirklich „sibirische" Kälte wurde am 15. Januar : 1885 in Werchojansk am Jana ist Ostsibirien etwas nördlich k!s Polarkreises sestgestellt. Auch von arktisckren und antarktischen ih-peditionen sind höhere Kältegrade nicht beobachtet worden. Int biitire 1876 fand man bei 82° 27' nördlicher Brette —59° C., nnb Nansen beobachtete als tiefsten Stand des Thernwmeters - 53° C., obwohl er bis zum 85. Breitegrade vordrang. Der Beys all des Publikums. Ter Stadtsänger- hT-tin Frohsinn, in S t. G a t le lt hat jüngst bei einer Ausführung In Hcwdnschen' Schöpsimg dem Programm ein Faksimile des -lckels der ersten Ausführung des Werkes int Wiener Hosburg- üieaitfv (19. März 17991 beigegeben. Originell ist die damals i.igejügtc Anmerkung: „Nichts kann für Hohdn fchmcichelhaster ' i>», als der Bevfall des Publikums. Ten zu verdienen, hat : ?r lich stets eifrigst bestrebt, und ihn bereits oft, und mehr, als ^S sich versprechen durfte, zu erwerben das Glück gehabt. Tarn bos'.iet er zwar für baS hier angetunbierte Werk bieicnige Ge- ritiraing, die er zu seinem innigen Tröste und Tanke bis jetzt qafjren lyat, ebensallS zu finden: doch wünscht er noch, daß aus betu Fall, wo zur Aeusserung deS Beysalls sich etwann die Gc- Ikgsmheil ergäbe, ihm gestattet sehn möge, denselben wohl als rat höckiisck'ätzbares Merkmahl der Zufriedenheit, nicht aber als aetn Befehl zur WilLerholung irgend eines Stückes anzusehen, vM sonit die genaue Verbindung der einzelnen Theile, auS ■Sassen ^euQg, is g. ßM< 848, M sind die beite ^tonlose Vorführungen. »ter Kronenberg Znm Dogesendurchstich Ter Eisenbahnminister v. Breitenbach, empfing, so lesen tom in der „Nat.-Ztg.", am 12. d. iMks., genteinsam mit teilt Dirigenten des Rcichseisenbahnamts, Wirkl. Oleh. Oberregicrungsrak Glöckner, rwei Vertreter des Deutsch- ffran zö s i sch en Wirksch a fts v ereins: den Vor- iltzo.nden des Verkehrsausschusses Direktor A. Vrancken- Mn und den Generalsekretär D-r. W. Borgius-Bcrlin, bur Entgegennahme des Berichts über den Plan eines neuen Vogesendurchstichs, für welches die Vertreter des 2. F. W. V. das Interesse des Eiseubahnamts erbaten. ersetzen. Unfallversicherung: 46 82 73-80 41 76 72—75 37 73 76-79 43 77 72 70-75 37 83 82-84 41 70 69—71 54 hv^ des Frankfurter Börse, 3'/,°/n Keiehsanleihe i Obcrschles. Eisen-Indastrie r 111.10 Priuce; Henri 7 Eisenbahn S, 135.00 Berliner Börse, 13. April. Aataa *j’c 1 *n< . 197.40 Herpcncr Bergwerk ; 172.50 •4 4 65 59 31—36 26-32 69—71 68—70 Berliner HaudeJsges. Darmstädter Bank , Deutsche dank . Deutsch - Asiat. Bank Diskonto - Kommandit Dresdner Bank . . Kreditaktien . . .: 62—68 54-64 70 69 54 54 95 87 Harpener Bergwerk. ■ Laurahtitte . . • Nordd. Lloyd :.v. . 54—60 50—54 43—49 90-100 84-90 71-82 20.90 160.75 4 ßäcke mit Reeses] {Backwunder 3'/,"/o Hessen 3*/,ulo Oberhessen is- 4°/ft Uesterr. Goldrente 4’/.% Oesterr. SilbeiTente 13.30 . 84.60 92-15 - 9180 . 100.25 57 52 46 Laurahtitte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd..» Ttlrkenlvse"',* 33 29 111.25 149.20 200.20 207 50 140.80 197.50 172.50 103.75 96.10 176.90 133.15 250.40 155.75 18/.9U 156 75 208.20 redend-Schlag ftcrutdjt TeBefomsche Kurs^richte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der>Bank für/Handel und IndustrieV’Giessen.1 Masllämmer und jüngere Masthammel 41—42 Schwel» e. Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner „ Lebendgewicht 54—55 Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 54—55 Fleischige Schweine.......53—55 09.10 95.73 104.70 65.70 66.65 100.25 98.60 94.70 178.00 49.40 91.10 69.90 99.90 236.50 109.50 3°; n do. «MA 3'/,6/o Konsols 37».' - äo-ER-L-L 13. April, 1.15 Uhr. Elektriz. Lnhmeyer . " .V. Elektriz. Schuckert Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Nun bleibt mir gefälligst einmal vom Leibe mit all dem faden Zeug, das mir gründlich den Magen verdorben Hal. ohne gegen meinen Katarrh wirklich zu helfen. Jetzt will ich Lodener Haden — aber das; mir auch nur die echten von ..^ay" gebracht werden. Vtan hört 0 überall, daß die mit 10 einem Katarrh im Handumdrehen nufxiiümcn und nebenbei auch für Magen und Tarrn eine Wohltat sind. Jays echte Sodener glbt'o in Apolheten, j Drogerien re. für nur Ä Pfg. pro Schachtel. bs/i Ochsen. von-disvon-biS Lollfleischige, ansgetnaiiete, höchsten Schlachtlvertec-, höchstens 6 Jahre alt 44—48 80—84 Junge, fleischige, nicht anSgeincistele unb ältere ausgemäslele......38—44 Mäßig gotährle junge und gilt genährte ältere 36—39 Färsen, K ü h e. Vollfleischige attsgentästete Färsen höchst. SchlachtiverteS 42—45 Vollfleischige attsgemästete Kühe höchst. Schlachtivertes bis zu 7 Jahren. . 36—39 Heitere Qiidfleinäftete Kühe unb wenig gilt entwickelte jnngereKühe n. Färsen 'Mäßig geiiährle Kühe nub Färsen . . Kalbe r. Feinste Riasl- (Vollinilchniasl) und beste Saugkälber Mittlere Mast- unb gute Saugkälber . Geringere Saugkälber Schafe. der Arbeitgeberbeiträge itehen Nicht utterhebliche Bcoenkeu1 ent- ->»gen; dock soll ihnen keine ausichlaggebende Bedeutung berge- -liessen werden, da mit der Gleichstellung der dstrchten dte Gletch stellung der Rechte der Arbeitgeber mit denen der Veriicherten verbunden ist. Grüfte Bedenken muswn gegen btc beabsichtigte Regelung des Verhältnisses zwilchenKrankenkof en-Lersten geäußert werden, durch die btc Moglichke.t der Wahrung der berechtigten Interessen der Kaisen und Verftchertm gegenüber der Aerzteorganisation nicht hlnreichend^genchert erlchelnt. Unbedingt muß verlangt werden, daß dte Systeme bcionberen urld des allgemeinen Aerztevertrags als durchaus gleichwertig behandelt und die Kassen nicht gezwmlgen werden, den -^fuch mit jedem der beiden Systeme zu machen, ehe ne dte Ermächtigung bekommen, die ärztliche Versorgung durch Geldletstung zu tebenb» ed)iad)t* pro 100 Pfund gcwichk - - ■ - 4" 0 Un^ar. Goldrente 4° „ Italien. Rente .». r. 3n o Portugiesen Serie I ’. 8°/0 Portugiesen „ III . 4’/,% russ. Staatsaul. 1905 4',% Japan. Staatsanleihe 4% Conv.Türken von 1903 Türkenlose .... r. 7 4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier,?. 3°/0 Mexikaner . .< . :. 4'/,% Chinesen : ; V.." Aktien: Bochum Guss . ... *. Buderus E. W. Tendenz: schwächer. - 93,20 i: 84.50 Baltimore- und Ohio-“W;- Eisenbahn . Gotthardbahn-. . a " Lombard. Eisenbahn .jr.gr Oesterr. Staatsbahn .-'.-v Um eine Entlastung des Reichsgerichts herbcizusühren, schlagt ] der Gesetzentwurf über die Zuständigkeit des Reichsgerichts als Hattptmittel vor, daß eine Revision in bürgerlichen Rechts- - treitigfeiten daiin ausgeschlosseri sein soll, wenn gleichlautende Erkenntnisse des Land- und Oberlandesgerichts vorliegcn. Eine Ausnahme von dem Ausschluß der Revision bei konformen Ent- . cheidungen soll nur in den Fällen eintreten, in denen das Be- : rufungsurteil auf der Auslegung eines Gesetzes beruht, die, Wit < einer früheren Entscheidung des Reichsgerichts in Widerspruch steht. Die Handelskammer erkennt die Forderung nach einer Entlastung des Reichsgerichts als völlig berechtigt an, gleichwohl vermag sie den hierfür vorgeschlagenen Weg nicht gutzuheißen, da von ihm eine Gesährdtmg der Rechtssicherheit unb Rechts- ■ einbeit zu befürchten sei, unter der alsdann Handel unb Industrie in erster Linie zu leiden haben würden. Es müsse jedoch beit zuständigen Faktoren überlassen bleiben, in dieser zweifellos chwierigen Frage den richtigen Weg zu finden. 3. Entwurf einer Reichsversicherungsordnung. Der Syndikus berichtet in großen Zügen über den Inhalt des Reformwerkes und hebt im wesentlichen die besonderen Unter- chiede, die zwischen dem ersten und dem neuen Entwürfe bestehen, hervor. Als solche kommen in Betracht die engere Anlehnung des Bersicherungsamtes an die untere Verwaltungsbehörde, Berühren der Rentenfestsetzung in der Unfall- und Jnvalidenver- icherung, Zulassung von Betriebskrankenkassen bei einer Mitgliederzahl von 100 1 früherer Entwurf 250), Regelung der Aerzte- frage bei den Krankenkassen durch Schassung von obligatorischen Tarifverträgen zwischen Kassen und Aerzten für Regierungsbezirke. Im übrigen stimmt die Handelskammer den Beschlüssen zu, welche die Kommission des Deutschen Handelstages für Sozialpolitik in ihrer dreitägigen Sitzung vom 31. März bis 2. April dieses Jahres zu dem neuen Entwürfe gefaßt hal. 4. Entwurf eines H aus a r b eit s g esetz e s. Der dem Reichstag unterm 11. Februar d.J. vorgelegte Entwurf eines .Hausarbeitsgesetzes bildet gewissermaßen nur einen Teil der großen Gewerbeordnungsnovelle; es verdankt seine Entstehung hauptsächlich der vor einigen Jahren in Berlin abgehaltenen Ausstellung für Heimarbeit. Das Gesetz ist, ein sogenanntes Rahmengesetz, in welchem ganz allgemeine Bestimmungen für die gesamte Hausarbeit getroffen werden: im Rahmen dieses Gesetzes sollen dann die einzelnen Zweige der Hausarbeit geregelt werden. Der Gesetzentwurf hält sich im allgemeinen von übertriebenen Forderungen frei und kann deshalb als eine brauchbare Grundlage für,die Regelung der Hausarbeit bezeichnet werden; zu bemängeln ist nur, daß den Polizeibehörden ein zu großes Mitwirkungsreckt bei der Durchführung des Gesetzes eingeräumt wird. Die hessischen Handelskammern haben gemeinsam zu dem Gesetzentwürfe Stellung genommen und zu den §§ 3, Abs. 2, 4, 5 Ziff. 2 und 13 Abänderungsvorschläge gemacht. 5. Entwurf eines Gesetzes betreffend die Aende- rung der §§ 114a usw. der Gewerbeordnung. Die dem Reichstage unterm 11. Februar d. I. vorgelegte Novelle zur Gewerbeordnung enthält Abänderungen bezw. Ergänzungen der Bestimmungen über Lehrbücher unb Arbeitszettel, Ausdehnung der Fortbildungsschulpflicht auf weibliche Arbeiter, übermäßige Tauer der täglichen Arbeitszeit, Lohnzahlungsbücher für Minderjährige, strengere Strafbestimmungen für vorsätzliche unb wiederholte Uebcrtretung gewerbepolizeilicher Vorschriften. Auch zu diesem Gesetzentwürfe haben die hessischen Handelskammern in gemeinsamer Sitzung Stellung genommen unb einige AbäNberungsvorschläge beschlossen. Insbesondere haben sie sich gegen die auch in diesein Gesetzentwürfe vorgesehene Erweiterung der Befugnisse der Polizeibehörden gewendet und diese als bedenklich abgelehnt. 6. Entwurf eines Stellenvermittlergesetzes. Die in der Novelle zur Gewerbeordnung vom 30. Juni 1900 getroffene Regelung des Stellenvermittlungsgewerbes habe, wie in der Begründung des dem Reichstage vorgelegten Entwurfes eines Stellenvermittlergesetzes ansgesührt wird, nicht , ausgereicht, um die in diesem Gewerbe hervorgetretenen Mißstände zu beseitigen. Die schon früher erhobenen Klagen wegen Übermäßiger Höhe der Gebühren, Verleitens zum Verlassen der Stelle unb 5um Kontraltbrnch, Ausbeutung der Arbeitnehmer beständen nach wie vor. Unter diesen Umständen erscheine eine verschärfte Gesetzgebung erforderlich; für eine Aenderung der Gesetzgebung in dieser Richtung kämen folgende Gesichtspunkte in Betracht: Erlaß eines besonderen Reichsgesetzes, Einführung des Bedürfnisnachweises, Verbot des Betriebs gewisser Nebengewerbe, behördliche Regelung der Gebühren, Ausdehnung der Vorschriften auf nicht gewerbsmäßig betriebene Arbeitsnachweise. Die Handelskammer kann ein Bedürfnis nach Schaffung eines Reichsgesetzes nicht anerkennen; sie ist vielmehr der Ansicht, daß die bestehenden Bestimmungen der Gewerbeordnung völlig ausreichend seien, um den vorhandenen Mißständen wirksam zu begegnen; es käme nur daraus an, daß die Landesregiernngen von den ihnen in der Gewerbeordnung eingeräumten Rechten auch in vollem Umfange wirklich Gebrauch machten, luas zurzeit im Großherzogtum Hessen nicht der Fall sei. Hinsichtlich der Elnz«lbeiten des Gesetzentwurfs lehnt die Handelskammer mit aller Entschiedenheit die Einführung des Berufsnachweises ab, da dieser nur 1 zu Einseitigkeiten und Härten führe. Ebenso ablehnend verhält sich die Handelskammer gegenüber dem Vorschläge, wonach die Vorschriften eines solchen Reichsgesetzes u. a. auch auf nicht ge- : werbsmäßig betriebene Stellen- ober Arbeitsnachweise angewendet ■ werden können, weil alsdann die erfreuliche Entwicklung dieser : Arbeitsnachweise dadurch gehemmt werden würde. Weiter hatte die Handelskammer Bedenken dagegen geltend zu machen, daß : dte Gebühren von dem Arbeitgeber unb Arbeitnehmer je zur > Hälfte zu zahlen seien; eine derartige Vorschrift verstoße gegen : die Pertragsfreiheit unb sei daher abzulehnen. 2I.- S.i.Z. 103.40 178.59 Märkte. F.C. Wiesbaden. V i e h h 0 i - M a r k t b e ri cht vom 13. April. Austrieb: Rinder 112, Kälber 190, Schafe 26, Schweine 324. Tendenz: Rutder gut, Kalber gedrückt, Schafe gedrückt, Schweine gedrückt. Preis , Durch- pro 100 Pfd. schnittspreis 7. M.iß ftä itbc i in Aus st e 11 un g s w e s e n. Bei Durchführung und Abwickelung von Ausstellungen hat sich häufig genug ein Mangel in der Richtung- ergeben, den; Aussteller sowohl wie sonst interessierte dritte stellen, bic tn irgendwelcher Beziehung zu der betr. Ausstellung standen oder an diese Attsprückfc zu stellen hatten, im Zweifel waren, an men sie sich Sur Wahrnehmung eben dieser Ansprüche int gegebenen Falle zu wenden hätten. Die Unklarheit der Verhaltnnsc wurde noch dadurch vermehrt, daß oft genug zwar eine Körper ichait nach außen hin als Veranstalter hervortritt, das; aber die eigen!* liehe Durchführung in den Händen von Personen liegt, die nutzer halb der betreffenden Korporation stehen, entweder für die Veranstalter speziell engagiert sind oder bic eigentlichen Unternehmer sind, die sich durch das Firmenschild decken wollen. Dadurch entstehen Verschleierungen be* wahren Sachverhalts unb in bat seltensten Fällen gelangt mit der wünschenswerten Deutlichkeit zum Ausdruck, wer eigentlich der verantwortliche und haftbare Unternehmer ist. Die ständige Ausstellungskommtsston für btc deutsche Jnbustrie hat nun zur Beseitigung dieses Mißstandes tut Falle einer reichsgesetzlichen Regelung des Ausstelluttgswefens vorgeschlagen, den ,.verantwortlichen Ausstellungsleiter" ein- zusÄfren unb auf diesen diejenigen Bestimmungen analog Anwendung finden, die im Reichs-Preßgesetze für den verantwortlichen Redakteur vorgesehen werden. Außerdem sollte den zuständigen Verwaltungsbehörden von Fall zu Fall ein Genehmtgungs- recht bezüglich der Person des verantwortlichen Ausftcllungs- Ieiter5 Vorbehalten bleiben. .. Die Handelskammer stimmte diesen Vorschlägen zu, ba ne der Meinung ist, daß nur auf diese Weise den bestehenden Mttz- ständen im Ausstellungswesen wirksam begegnet werden könne. 8. Personenwechsel im Bureau der Handelskammer. Mit 1. April d. I. hat Herr Heinrich Bruchhauser mit Rücksicht auf sein vorgerücktes Alter sein Amt als Bureait- vorsteher der Handelskammer niedergelegt. In 22 jahrtger Dienstzeit hat sich Herr Bruchhäuser durch treueste und gewtssenhaftestc Pflichterfüllung wie auch durch feinen lauteren Charakter die Zufriedenheit der Kammer in hohem Maße erworben. In Anerkennung seiner langjährigen Tätigkeit hat die Handelskammer dem verdienten Beamten die Hälfte feiner bisherigen Dienst- Auch für die Unfallversicherung stimmt der Deutsche Handelstag der Ausdehnung des Kreises der versicherten Personen zu; doch sind die mit einem kaufmännischen Unternehmen verbundenen Betriebe zur Behandluiig und Handhabung der Ware nur dann der Versicherung zu unterwerfen, wenn zu. dem Unternehmen eine offene Verkaufsstelle gehört. Dte neuen Bestimmungen über die Rücklagen der gewerblichen Verufsgenossen- schasten betauten einen großen Fortschritt. Invaliden- und Hinterbliebenenversicherung: Die erheblichste Neuerung des gastzen Entwurfs liegt in der Zufügung der Hinterbliebenenverstcherung zu der Invalidenversicherung. Dadurch werden die bereits hohen Lasten, welche die Unternehmer für die Arbeiter zu tragen haben, — zur Minderung ihres Gewinnes und zur Erschwerung ihres Wettbewerbs mit beni Auslände — noch weiter gesteigert. Gleichwohl spricht sich der Deutsche Handelstag nicht dagegen aus, indem er dem Umstande Rechnung trägt, daß die O'ürsorge aus invalide Witwen und auf Waisen, also auf unterstützungsbedürftige Personen beschränkt bleibt. Diese Entschließungen wurden angenommen. Das nächste Thema der Tagesordnung betrifft die Hausarbeit Berichterstatter war F. E. Bier mann von der Handelskammer Bremen. — In der von ihm vorgeschlagenen Entschließung wird der Entwurf eines Hausarbettsgesetzes als eine geeignete Unterlage bezeichnet, um Bestimmungen zum Schutze gegen die Gefahren der Hausarbeit zu erlassen, wenn auch das Gelingen des Versuches wesenttich davon ab bangt, welcher Gebrauch von tar Ermächtigung des Gesetzes gemacht werden wird. Diese Ermächttgungeii sind für bic Landeszentralbehorben zu beseitigen, für die Polizeibehörden wesentlich zu beschranken und sollen lediglich dem Bundesrate zustehen. Vor dem Erlaße von Bestimmungen oder Verfügungen sollen die Beteiligten angehort loerben. Zu bekämpfen ist der Vorschlag des Entwurfes, baß Arbeitgeber verpflichtet werden können, sich davon zu unterrichten, datz Einrichtung und Betrieb der Werkstätten der Hausarbetter den dafür 'gestellten Anforderungen entsprechen. Der Deutsche Handelstag -tritt für eine Aenderung des Eiitwurses im Sinne dieser Forderung ein. Er rät von der Einführung von Lohnbüchern für das ganze Hausgewerbe dringend ab und spricht bic bestimmte Erwartung aus, daß so weitgehende verderbliche Bestrebungen, .wie sie in bezug auf bic Errichtung von Lohnämtern und bre Ausstattung von Tarifverträgen mit verbindlicher Kraft für Unbeteiligte von einer früheren Reichstagskommission zur Geltung gebracht und in der gegentoärtigen Reichstagskommisswn zum Dell wiederholt worden sind, schon im Reichstage, jedenfalls aber -im Bundesrate-zum Scheitern gebrackst werden." Die Versammlung nahm die Entschließung mit unwesentlichen Aenderungcn an. Darmif nnirbat die Verhandlungen auf morgen vertagt. Cannda E. E 182.80 Darmstädter Bank1? . . 133.40 Deutsche Bank . . - . - . 250.00 Dortmunder-Union C. e. - . 93.80 Dresdner Bank . , 159.00 Tendenz: behauptet bezüge als Ruhegehalt iuerfannt Die Stelle des Herrn Bruchhauser ist Herrn Hans Geist hier übertragen ipvrden. 9. Eingänge. Von unterrichteter Seite sind der Handelskammer noch Mitteilungen zugegangen über Reichswetterdienst, Mißstände tm Handel mit schottischen Heringen, Internationale Ausstellung von Verbrennungsmotoren 1910 zu St. Petersburg, zweifelhafte F-irmen in Argentinien, China, Frankreich, Griechenland, Grvtz- britannien mit Irland, Niederlande, Oesterreich-Ungarn, Rumänien, Rußland, Serbien, asiatische«Türkei. ^Näheres hierüber erfahren Interessenten auf dem Sekretariat der Handelskammer. Eine Ansprache des Reichskanzlers. Berlin, 13. April. Bei dem heutigen Festmahle des Deutschen Handelstages ergriff nach dem Kaifertoast des Präsidenten Kckempf der Reichskanzler das Wort zu folgenden Ausführungen: „Meine Herren! Für die freundliche Einladung, die mir von feiten des Präsidiums des Deutschen Handelstages geworden, bitte ich, den herzlichsten Dank entgegenzunehmen unb wenn ich an die beredten Worte, die Ihr Herr Vorsitzender soeben an die versammelte Tafelrunde gerichtet hat, mit einem persönlichen Worte anknüpsen darf, so soll es der Wunsch sein, daß es dem Deutschen Handelstage noch recht lange vergönnt sein möge, seinen Präsi- benten als bas Vorbild gemeinnützigen Wirkens an seiner Spitze izu sehen. (Beifall.) Die Bedeutung des Deutschen ^Handels tag es für unser wirtschaftliches Leben wird durch -die bald 50jährige Tätigkeit erwiesen,'die er entfaltet hat, schärfer vielleicht noch durch den 2lufschwung, den Handel, Industrie und -Schiffahrt während dieses Zeitraums genommen haben. Die Verhandlungen und Beschlüsse des Deutschen Handelstages können, wie Ihr Vorsitzender soeben ausgeführt hat, dem Geschichtsschreiber ein Spiegelbild von dem Gange bieten, den unsere innere und äußere Politik gewandelt ist, so sehr bildet das Gedeihen der von Ihnen, meine Herren, vertretenen Interessen bic Grundlage unseres staatlichen Lebens im Inneren und Aeußeren. Hand in Hand mit der Enthaltung unseres inneren Marktes ist die gewaltige Erweiterung unseres Exportes gegangen, und es ist damit, wie ich schon einmal an einer anderen Stelle es ausgesprocheic habe, die Pflege unserer ausländischen Wirtschaftsinteressen zu einer der wichtigsten Ausgaben unserer auswärtigen Politik geworden. (Bravo.) Sic selbst, meine Herren, können es aber auch am zuverlässigsten beurteilen, wie diese Aufgabe mit jedem Tage komplizierter und vielseitiger geworden ist, je mehr für alle Völker die Wirt- schaftsfragen zu. Weltfragcic geworden sind. Und was dabei staatlicher Schutz niemals ersetzen kann, das ist die Organisattonskraft und die Leistungsfähigkeit unserer Industrie, die Mhrigkeit und Zuverlässigkeit unserer Kaufmannschaft und der Wagemut und Spürsinn ihrer Pioniere. Diese Eigenschaften in hartem Wettbewerb beivährt zu haben, ist der Ruhm unseres Handels und unserer Industrie. Ihnen verdanken sie ihren Aufstieg (BeifallX In der Zuversicht, daß diese Kräfte auch künfttg in unserem Volke wirksam sein werden, erhebe ich mein Glas auf das Gedeihen von Deutschlands Handel unb Industrie. Ich bitte Sie, ein- zustimmen in den Ruf: Der deutsche Handelstag, er lebe hoch!" (Lebhafter Beifall.) 3. it. 4. Sitzung Grotzherzoglicher Handelskammer Gießen für die Kreife Gietzen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll-Auszug. 21. Man Gießen, den —------1910. 8. April 1. Aus dem Geschä ftsber icht ist folgendes hervor- zuheben: 3) Den Wechsel im Ministerium der Finanzen wie des Innern hat die Handelskammer zum Anlaß genommen, den neuen Ministern ihre Glückwünsche auszuspreckfcn, woraus Dankschrcibrnr eingegangen sind. b) Die Handelskammer hatte Bedenken gegen die Anträge auf Zulassung des z oll freien Veredelungsverkehrs mit ausländiscknnn Kupfer- und Messingblech sowie mit ausländischem Baumwollfamenöl nicht geltend zu machen. c) Beim Großh. Ministerium der Finanzen ist bic Kammer dahin vorstellig geworden, daß der Verkauf von Holz aus den Großh, Do man ral wa ldu n g e n künftig nicht mehr an einem Tage in Darmstadt stattfindet, sondern datz icbe Lbcr- > örsterei für sich allein die Verkaufe vornimmt; der Antrag ist jedoch aus einer Reihe von Gründen abgelchnt worden. d) Eine Eingabe des Vereins der Klein- und M i t t ct b ra u e r , in welcher an den Bundesrat die Bitte gerichtet wird, an der jetzt geltenden Uebergangsabgabe auf batmime5 Bier nichts zu ändern, sowie die seit 1. August 1909 neben der Gewichtsverzollung neu eingeführte Raumverzollung auf oitcr- reichische Biere wieder in Wegfall zu ftellen, hat dte Handelskammer im Interesse des Brauercigcwerbes ihres Bezirks beim Großh. Ministerium des Innern befürwortet. e) Eine Eingabe der Handelskammer Altena an die Kgl. Eisenbahndirettion Elberfeld, betreffend die Einlegung von zuschlagsfreien Eilzügen auf dett Strecken Hagen- Siegen—Betzdorf—Gießen und Siegen—Betzdorf—Köln wurde, ba die Verwirklichung dieser Wünsche auch für den Hanbelskammer- bezirk Verkehrsverbesserungen mit sich bringen wurde, bet der Kgl. Eisenbahndirettion Frankfurt a. M. befürwortet. f) Die Prüfung des Sommerfahrplan-Ent- wurfes gab der Hantalskammer Veranlassung, der Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. folgende Wümche vorzutragen: Aenderung des Fahrplanes des Perfonenzuges 4399 auf der Strecke Stockheim—Lauterbach int Sinne einer Etngabe des Handelsvereins in Lauterbach; Umwandlung des Perfonenzuges (ab Gießen 3.15 ttachm.) in einen Eilzug unb (£1^6911^ etnes weiteren Abendeilzuges Kassel—Frankfurt a. M. g) In einer am 22. Februar b. I. stattgehabten Bertreter- konferenz haben die hef'sijchen Hanbelskammcrn gemein laut zu dem neuen Vorschläge der Großh. Regierung tn bezug auf die Fassung von Art. 10 des Gemeindcumlagen-Geietzentwurfes betr. bic Gewerbesteuer Stellung genommen. Die Handelskammern konnten jedoch eine befriedigende Lösung in dem neuen Regte- rungsvorschlage nicht erblicken und haben, an ihren , auf dem letzten Hmidelskammertage gemachten Vorschlägen festgehalten. Neben diesem Gegenstände beschäfttgte sich die Konferenz noch mit folgenden Fragen: Schiffahrtsabgaben, Herausgabe eines gewerblichen Gemeindelcxikons, Hausarbcitsgesotz, Stellenvermittlergesetz und Novelle zur Gewerbeordnung. 2. Revision in bürgerlichen Rechts st reitigkeiteu. Statt besonderer Anzeige ohl annebmen. da£ bezog:, so darf ich erde. ich wh diesmal gut bedient Die Giessen (Dammstrasse 6), den 14. April 1910. (B14/< K 38 io. Anna. Ruhl (BW. K 33/10. Frau Uuiversitätsdiener Ruhl u. Kinder. Giessen (Landmannstr. 3), 14. April 1910. 2232 oon-biSöon-bU 46 82 41 76 . 36-39 72-75 37 73 42-45 76-79 43 7? 36-39 70-75 37 . 31—36 62—68 33 29 , 26-32 54-61 83 41 tl 41-42 82-84 70 54 207 5-' (BS,,3 K 26,10. 1783 B. Knapp (a7/< Alex. Salomon & Cie., Schulstr. 4. saurer Kalk dafür verbraucht. ing 54 54 95 87 76 70 69 MMW für feine ^crrcnnarberohe Im Namen der Hinterbliebenen: August Schneider. 65 59 t 44-48 80-84 b . 38-44 73-80 Knochenbildendes Nahrungsmittel tür Kinder erhält man aus Milch, Zucker und In allen Grössen und Farben vorrätig. Alleinverkauf für Gießen und Umgegend bei Grone Auswahl in ennliid). und deutschen Stoffen. Di© Beerdigung findet Freitag den 15. d. Mts., nachmittags 4K Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. 03131 Für die vielen Beweise herzlicher leilnahme bei dem schweren Verluste unserer teuren Heimgegangenen 57 52 46 sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden sagen herzlichen Dank Dr. Oetker’s Puddingpulver. Für den wachsenden Körper sind in erster Linie Kalkphosphate notwendig, weil aus ihnen das Knochengerüst aufgebaut wird. Dr. Oetker-* Paddingpulver erhält einen Zusatz von phosphorsaurem Kalk. Im Jahre 1909 wurden allein 10 OOO Kilogramm phosphor- er , , ol-oo 69—d 1C, 54-55 69-71 53-55 68-70 Restaurant Karlsruhe empfiehlt täglich frisch Kaffee mit Kuchen . 54-60 90-100 . 50-54 84-90 43-49 71-82 Grundstücke, Geschäfte oder sonstige Cbicftc werden stets gesucht durch die Zentral Verkaufs : Börse Deutschlands Frankfurt a Li. Töngesaasse 23. (slWi Besuch erfolgt kostenlos. Zahlungsfähige Käufer erhalten kostenlose Auskunft. verriegelt die Seht art Kode, auch uid rSeknirt# DÜteod bau ae Jahrei Lieferant r. Post-, Freut. Staats- u. Reiebseiseo- bahn-Beamten. Lehrer-, MUIL - Verein«, versendet die deuteebe hetharmir-- S'nger Nih- maiehine „Krane" mit hygieniieher FuGrule für alle Arten Schneiderei 4», 4». 48, öo Hk , e wöchentl. Probezeit 5 Jahre Garantie * PaUet - Wairbmeeehlee. - HolieiM.-hlee mit Platte billigst Tic Absperrung wird begrenzt im Süden durch die Straße nach Rödgen, nach Osten durch den Rand des Exerzierplatzes, nach Norden durch den Rand der Waldkulisse südlich Wiesrck, nach Westen durch die Lirschenallee. Im Interesse der Aufrechterhaltung der Ordnung und der öffentlichen Sicherheit ersuchen wir das Publikum auf das nachdrücklichste, sich streng an die Msperrungs- grenzen zu l-alten, und weisen gleichzeitig darauf hin, daß Zuwiderhandlungen auf <-Ämnd der Polizeiverordnung vom 12. August 1887 betr.: Tic Benutzung des Exerzierplatzes durch Zivilpersonen, bestraft werden. Gießen, den 12. April 1910. Großherzogliches Polizeiamt Gicßcn. Reinhar t._________________________________ Donnerstag, 26. Mai 1910, nachm. 3 Uhr werden in unserem Amtszimmer die dem Johannes fVörtfd) u. Ehefrau geb- Kühn in Gießen zngeschriebcneit, nach stehend verzeichneten Parzellen versteigert: Fl. I Ar. 1161 - 128 qm Einfahrt in der Wevsteingasse (hier von die den Joys. Förtsch Bekanntmachung. Betr.: Anwesenheit Sr. Majestät des Deutschen Kaisers in Gießen. A Freitag, lä. April 1910, werden aus Anlaß der Anwesenheit Sr. Majestät des Deutschen Kaisers folgende Slraßcnzüge ,\u den nachstehend angegebenen Zetten für den Verkehr mit IUhrwerken, Automobilen, svahrräderu sowie tür Reiter und Viehtransporte gesperrt. 1. Von 10 Uhr vormittags bis 11' , Uhr vormittags: Frankfurter- Straße, Süd-Anlage, Garlcnstraßc, Kaiser-Allee bis zum Schützenhaus« 2. Von 12 Uhr nachmittags bis l1 ; Uhr nachmittags: .Üaiser-Allee, Gartenstroße, Lst^lnlagc, Landgrafenstraße, Landgraf Philipv-Platz. 3. Von 21 . Uhr nachmittags bis nach erröteter Abrene er. Majestät: 'Landgrafenstraße, Sst-Anlage, >2Üd ^Anlage, Frankfurter Strafe. B. Wagenverkehr, Richtung Kaiser-Allee—schützenhaus —Chaussee'Rödgen. ä Wagen, Auromobtle und Retter, btc bte Straße Katser- Allee—Zchützenhaus-Mdgen nach 9 Uhr vormittags benutzen wollen, müssen im Besitze eines Passierscheines sein. Der Passierschein ist sichtbar zu tragen und den an dei Gabelung Kaiser-Allee, Ltcher Straße st ehenden Sicher hettsbeamtenvorzu- ^•LVe Passierscheine werden von Großher- möglichem Polizei am t ausaestellt und sind daselbst in den Dien st stunden (vormittags 8 b i s 12 Uhr, nachmittags 2 biS 6 Uhr) abzu? holen. Anfahrende Wagen, Automobile, ^ahrrader fowte Reiter müssen vor 1.01 Uhr die Gabelung Licher Straße Baiser-Allee passiert haben, widrigenfalls sie unter keinen Umständen mehr durch gelass en werden. Die von den Behörden und Mitglirirern der Stadtvertretung benutzten Wagen stellen sich auf den freien^ Platz zwischen Schützenhaus und Kaserne rechts der Straße Baiser- Allee—Schützenhaus auf. Die übrigen Wagen haben ihre Staiidorte auf der rechten Seite der Äraßc Schützenhaus—Rödgen ein zunehmen, letzter Wagen jensetts des Haupteinganges zum Trieb direkt neben der Äirschen-Allee. Wagett, die nach Beendigung der Besichtigung weg- sahren, dürfen die Fahnenkompaguie nicht überholen. Zuwiderhandlungen werden auf Grund des Artikels 56 2rtif. 2 Nr. 2 der Städteordnung bestraft. Gießen, den 12. April 1910. Großherzoglichcs Polizciamt Gießen. :1t e i ti 11 n r t -KK- üht - MK eiuir. lahrney«-/';^ ktriz- Stuckert .ci 2oo:’. Ker Bergwerk ,o;;„ ■L;n.„. imen- FaEe 197.' "eiw*11’:;:»« nrihötte . ' K'31 Neustadt 55 empfiehlt sein (02950 Donnerstag, 19. Mai 1910, nachm. 3 Uhr wird hi unserem Amtszimmer die dem Vubroig Wacker u. Ehefrau geb. Druichke in Gießen zugeschriebene, nachstehend verzeichnete Parzelle versteigert: Fl. 1 Nr. 463 Hofreite in der Schloßgasse, 39 qm. Gießen, den 13. Avril 1910. Großherzoglichcs Ortsgericht. _________G r o d.____________ Avtüche imin- "n n-tn .»•öat eine tourte bQ'i obftSeti*an m°nen licqt h Cl9(|'l- cnttüeberUW hei9entlid)Ql uM.b,e «r. sollen. Kv^rbalt, 7, urch tnfl "chcn5iverie»^ ln Wörtliche ^WMil dieses ÄL'5 die 1 der Auslmi "d^ im ^setze ffit f" An- »s°ll ein @,„5. w«. S56B5 t,u bct i>«ibclä. r liin Amt m,t WO •yiunt ctroorbcn q« 'cinn bisherigen Dienft- : § tzextz Hans Geist hi» ie. Handelskammer noch Nil- Sr ^'östände im -rnationale Ausstellung von frJ*;CÄ ^"selhafte tre d),_ Griechenland, 6toi;. ' Utzrreich-llngarn, Ru- Lnrkei. Näheres hierüber tunet der Handelskammer Emil SchUliat, [legim--Büohsenm. MW" Heuee^e Singer,- MMh- meiehine „Krane'1 IM 1/1162 — 594qm Hofreite daselbst, 1/1159 — 87 nm Hofreite daselbst, 11163 — 389 qm Grabgarten hinter dem ^tockhauS, von 1/1161 —128 qm Einfahrt in der Wetzsteinyane, die den Schuldnern zuitehende ideelle Hälfte. Gießen, den 29. März 191V. Großh. Ortsgenchl Gießeu. Gros. .AP* LhwS^VjB) Bank • p jg/’a Eisenb^/,:.,.^- Gdtt^^eubahu-jf-^ jßu,? LoDlb ^taaUbatin''.'V ^r. prince- ’ Ebel, zugefchriebene ideelle Hä.stei. d-I. I Rr. 1158 — 92 qm Ho fr a um mit Scheuer das. 51. I Nr. 117)9 - 87 qm Hofreite daselbit. Fl. I Nr. 1162 = 594 qm Hofreite, daselbst K 32/10. 3,/:1 Fl. I Nr. 1163 = 389 qm Grab- Donnerstag, 12. Mai 1910, garten bint. dem Stockhaus, nachm. 3 Uhr werden in un creni Fl. I Nr. 1164 = 194 qm Gras- Amtszimmer bte den Vouiü gnrten daselbst. Becker Eheleuten zugeschriebenen, Fl. I Nr. 1164«/,° = 34 qm Hof- nachstehend verzeichneten, Par reitegtunb daselbst. aeQen ucritetgert: Gießen, den 13. Avril 1910. 3/119 - 4/ qm Hofreite an, GrotzHerzogliches Ortsgericht. Brennofen, stoßt auf bte G ros. Wiese, --——------------------3/121 ---- 637 qm Grabgarte,' K 114/09. (B/< daselbst, Donnerstag, 28. Avril 1910, 3/120 1242 qm Grabgarten nachm. 3 Uhr, werden tn unserem daselbst, Amtszimmer die den Christian 3/,22 439 qm Hofreite daselbst. Reibeling Eheleuten in Glegen Gießen, den 29. März 1910. zugeschriebenen, nachsiehend ver- Großherzogl. Ortsgericht Gießen, zeichneten Parzellen versteigert: G r 0 s. 3/'273ViO=224 qm Hofreite zwischen --------------------------------- dem Wäldchen u. dem Schieß- m ♦ jr 3ß7Sib7t:161 qm ®rnb9Qrlcn ^Dck)tüsftck)t K 13109. " ' (BF« bei Georq Wallenfels SDnncrdta6, 28. Avril 1910, Marktplatz 21. Telephon 46 nachm. 3 Uhr, werden tn ünferem Gegenüber der Engelapotheke. Amtszimmer die den Ehnman ______________________ Reibeling Eheleuten zugesckrie- - - benen, nachstehend üeroCidineten KUg31*111©B3u611 Parzellen versteigert: 3,273"/.»> = 224 qm Hofreite „ , allerfemste Qualitäten zwischen dem Wäldchen unb Erdbeer. Aprikosen, Himbeer dem Schteßhaus. per Topf 1 Pfd. netto - 75 Pfg. 3/273,5/ko = 191 qm Grabgarten pflaumen -= 50 Pfg. ÄX .6 e«u io Feinste Melz. 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April 1910. 2227 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir allen unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Elise Schweitzer geb. Gehrke. Die besten Äilomobil-Pnenmaliks der Well Continental u. Michelin finden Sie in allen Dimensionen und Profilen am Lager vorrätig. Defekt gewordene Schläuche und Mäntel werden in kürzester Zeit unter billigster Berechnung heiss vulkanisiert und wieder brauchbar gemacht. a“/* Hessische Automobil-Zentrale Kronenberg Telephon 680 .MMN..... । Ochsenmaulsalat 1 prima Qual., Postkolli in Dosen zu j 3.70 Mk. vers. fr ko. gegen Nachn. S. A. Mederer, Nürnberg, 2093) Leopoldttratze 21. Täglich vermehrt sich die Kundschaft auf meinen frisch gebrannten Kaffee Pfund von 90 Pfg. an, vorzügliche Qualitäten Mk. 1.30 und 1.40. Das Neueste für Dieb ist die am Samstag dem 16. 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