Nr. »17 Zweites Blatt 160. Jahrgang Freitag 16. September 1910 Erscheint täglich mit Ausnahme de§ Sonntags. Die „Siebener KamiUenblStter" werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für bat Kreis Gieße«" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Sberhefien Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Univerfitäts - Brich- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: d^A112. Tel.-Ad ruAnzeigerGießen. politische Lagesschart. Unangenehme Ueberraschuugen im Polenlager. AuS der Metropole der großpolnischen Bewegung, Posen, meldet der „Wiarus Polsri" -seltsame Enthüllungen. Der Sekretär des polnischen Zentral-Wahl- komitees fürDeutschland, des polnischen Nationnl- verbandes, der Strasch-Zentrale, Leiter und Berater verschiedener anderer großpotnischer Agitationsinstrtute, Dr. Daddäus Jaworski, der «aus Mitteln der großpolnischen Propaganda ein Jahreseinkommen von 6000 Mk. betzog, wird der Unterschlagung und Veruntreuung nationaler Gelder berichtigt. Das Bochumer Polenblatt meldet, daß Dr. Jaworski für die verschiedensten polnischnationalen Zwecke reichliche Sammlungen veranstaltete, aber auffallend wenig davon an die eingesetzten Kassierer ablieferte. Ms schließlich alle Mittel erschöpft waren, ein polnisches Institut nach dem anderen fiel, war einer der Nationalgenossen so „schlecht erzogen", von Dr. Jaworski eine Abrechnung über die zur Begehung einer Gedenkfeier für den Didier Slowacki veranstaltete Sammlung KU fordern Dies^yatte ein verblüffendes Ergebnis. Dr. Jaworski mußte in einer von ihm unterzeichneten Erklärung Kugeben, daß die Revisoren „loyal, unparteiisch und Mit aller Rücksicht" ihres Amtes gewaltet haben, dennoch aber der Betrag von 1040 Mk. in der Kasse gefehlt habe. Trotz dieses Vorkommnisses behielt Dr. Jaworski seine gut bezahlten Ehrenämter weiter, war Vermittler in Ehrensachen und hätte bald wieder -allgemeines Vertrauen genossen, wenn nicht wieder ein Genosse so unhöflich gewesen wäre, den Ausschluß Dr. Jaworskis aus einem Verein tzu fordern. Es trat ein Ehrengericht zusammen, dessen Urteil dahin lautete, daß Jaworski die Qualifikation zur Bekleidung von Ehrenämtern abgesprochen werden müsse. Damit kam der Stein ins Rollen, und der „Wiarus Polski" meldet weiter, daß sick) Dr. Jaworski auch an Geldern, welche für den Bauern DrKymalla von der polnischen Gemeinschaft gesammelt worden tvaren, vergriffen und in „raffinierter Weise" zu bereichern versucht habe. Freunde und Verwandte halfen ihm schließlich, den Slowacki- und DtHYnrallu-Fonds ccuszuzahlen, aber er zahlte nur soviel, als er wollte, denn Bücher hatte er nicht geführt, so daß sich die Höhe der Sammmngen überhaupt nicht festftellen läßt. * Die Bedeutnug des englischen Thronwechsels. Im Münchener „Mürz", der lesenswerten Halbmonatsschrift, die in München im Verlage von Albert Langen erscheint, äußert sich der angesehene englische Politiker H. Perris über die Bedeutung des Thronwechsels und die damit verbundenen Personalveränderungen im diplomatischen Dienst für die auswärtige Politik Englands und bespricht dabei das Verhältnis zwischen England und Deutschland. Die Aufme-ryamkeit der englischen Politik richtet sich jetzt, nachdem die Gefahr einer Panik überwunden, wieder auf Heimats- und Reichsprobleme: Me Wege der inneren Politik sind ja noch ungeklärt. Wenn Über die Frage des Oberhauses eine Verständigung erreicht wird, so wird die gegenwärtige Regierung wohl einige Jahre am Ruder bleiben, wenn nicht, werden wir wohl ein kurzes Zwischenspiel des Torysmns erleben, das wegen der Knappheit seiner Majorität wirkungslos bleibt. In jedem Fall wird die englische Politik, bis das Kapital des anglo-deutschen Haders abgeschlossen werden kann, ihre derzeitigen Richtlinien verfolgen. König Georg ist keine sehr bedeutende Persönlichkeit. Er hat wenig Erfahrung in kontinentalen Fragen und wenig Interesse daran: aber er hat ein gutes Stück von den Kolonien gesehen und ist ein typischer M arineoffizier. Die periodische Konferenz der Premierminister des Reiches wird nächsten Sommer in London stattfinden, und sie wird die Aufmerksamkeit auf den Fortschritt in den vier Dominions und ihre Erfahrungen mit der Demokratie lenken. Ueberdies wird das schwierige Problem, die dreihundert Millionen Indier, zu regieren, manchem zu denken geben, der sich bis jetzt mit einer Politik des Fahnenschwenkens und Redepatriotismus nach Königsberger Art zufrieden gab. Der Osten ist in Bewegung, und ihre Auswüchse, die sich in Drohungen mit Bombenwerfen und Aufruhr äußern und wegen ihrer schrecklichen Außenseite das meiste Aufsehen en egen, sind wahrscheinlich von geringerer Bedeutung als die religiösen und wirtschaftlichen Probleme, die damit zur Lösung aufgegeben werden. l)aupiverfammlung des Deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege. •4 Elberf eld, 15. September. Der Deutsche Verein für öffentliche Gesundheitspflege, dessen Mitglieder Vertreter staatlicher und städtischer Behörden, gemeinnützigen Vereinigungen und verschiedener Jnteressenverbände neben Hygienikern, Aerzten und Technikern sind, hält gegenwärtig im hiesigen Kaisersaale die dreitägigen Beratungen seiner diesjährigen Hauptversammlung ab. — Den Vorsitz führt Oberbürgermeister Dr. v. Borscht (München). Die Versammlung beschäftigte sich an erster Stelle mit der Frage der Errichtung einfacher Krankenhäuser zur Aufnahme von Leicht- und Chronisch-Kranken. — Professor Grober (Essen) legte dazu folgende Leitsätze vor: 1. Die natürlicherweise gestiegenen Kosten der Errichtung und des Betriebes von allgemeinen Krankenanstalten und ihre mögliche weitere Steigerung weisen auf die Notwendigkeit hin, sie von denjenigen Kranken zu entlasten, die die kostspieligen Einrichtungen derselben nicht nötig haben. Dies sind vorwiegend Leichtkranke bestimmter Art, namentlich Genesende und chronisch Kranke, Sieche, für die besonders einfachere Anstalten errichtet werden können. 2. Neben vielen Gründen für die Errichtung solcher Anstalten sprechen eine Reihe gewichtiger Gründe dagegen: die schwierige -Leitung größerer Mengen halbgesunder und länger kranker Individuen, die Gefahr der psychischen Uebertragnng von Krankheitssymptomen bei nervösen Menschen, die mögliche Verlänberung des Krankheitsaufenthaltes durch die Aufnahme in zwei Anstalten, die sozial vielfach traurigen Zustande der Siechenanstalten. ö. Die bisher bestehenden Anstalten dieser Art, die in vermiedenen Ländern sehr verschieden sind, genügen namentlich deshalb den an sie gestellten Ansprüchen nicht, well sie sich zum Teil in nicht mehr hygienisch einwandfreiem Zustande befinden; außerdem wird ihre zweckmäßige Benutzung dadurch erschwert, daß sie sich in verschiedenen Händen befinden. Einheitlichkeit der Oberleitung des gesamten Krankenhauswesens der Kommune oder einer staatlichen Einheit durch einen hierzu geeigneten Arzt ist dringend wünschenswert. 4. Bei der Errichtung einfacher Krankenanstalten für Leicht- und Chronisch-Kranke ist es Aufgabe des Arztes, anzugeben, welche Einrichtungen und hygienischen Vorschriften für diese Kranke notwendig, welche entbehrlich sind. Danach werden Architekt und Verwaltung sich richten. 5. Die Frage, ob derartige Anstalten sich räumlich an vorhandene oder zu erbauende Krankenanstalten anschließen, oder ob sie entfernt von denselben und außerhalb der Großstädte auf dem Lande errichtet werden sollen, muß nach örtlichen Verhältnissen entschieden werden. Bei größerem Bettenbedarf ist das letztere Verfahren vorzuziehen; dazu schließen sich vorteilhaft mehrere — besonders kleinere — Kommunen genossenschaftlich zusammen. 6. Die notwendigen Bauten sollen einfach, dauerhaft, geeignet zu dauernder Sauberhaltung hergestellt werden, bei den (Quer durch 5pitzbergen.'> n. Unsere beiden Zelte waren für je drei Mann berechnet. Es waren die gleichen, wie sie Shackleton auf Grund seiner Erfahrungen in der Antarktis empfohlen hatte, in Form einer Pyramide, die von fünf Bambusstäben gehalten wurde, über die der Stofs, dünner aber festgewebter Willesdon-Canvas, gelegt war. Als Eingang diente ein etwa dreiviertel Meter langer Schlauch an einer Seitenwand, gerade groß genug, um einen Mann hmein- kriechen zu lassen. Beim Ausschlagen des Zeltes, was in wenigen Minuten geschehen war, wurde das Zelttuch natürlich immer so übergeworfen, daß dieser Schlauch nach der dem Winde abge- wandteu Selle zu liegen kam. Als Unterlage im Zell diente ein kreisrunder Bodenbelag aus dickerem Segeltuchstoff, der vor allem die Schlafsäcke gegen Nässe schützen sollte. Wir hatten solche für je rine Person gewählt, da wir übermäßig große Kälte nicht ßu befürchten hatten und somit nicht auf gegenseitige Unterstützung in bezug auf „animalische Wärme" angewiesen waren, wie anscheinend Nansen, der bei seiner (schon erwähnten) Grön- landdurchauerung seinen Schlaffack mit noch vier Kameraden teilte! Bei der Auswahl der Kleidung hatten wir gänzlich auf Pelze verzichtet, wie wir auch auf der Hauptexpedllion in die Antarktis keinerlei Pelzwerk verwenden werden. Für Spitzbergen mit seinen relativ hohen Temperaturen (— 4 Grad C. war unsere größte Kälte) war übermäßig dicke Kleidung sowieso überflüssig: aber auch schon not Rücksicht auf die Erprobung für die Antarktis batten wir Lodenanzüge mit Jägerscher Wollunterkleidung gewählt, die besonders Shackleton als völlig ausreichend (und sehr praktisch) empfiehlt. Natürlich waren wir schließlich noch mit den sonst notwendigen praktischen Ausrüftungsgegenständen für Eis und Berg, sowie mit guten Schußwaffen versehen. Unser Proviant war in Holzkisten von besonoers leichter, trotzdem aber widerstandsfähiger Bauart verpackt. Die Auswahl der Mitglieder hatte sich ebenfalls natb zwei Hauptgesichtspunkten zu richten. Die für die Hauptexpedllion in Aussicht genommenen Herren sollten Erfahrungen über die eigene körperliche Dnpassungs- und Leistungsfähigkeit, über Aus- rüftung, Instrumentarium nsw. unter polaren Verhältnissen sammeln; die übrigen Tarnen als Teilnehmer mit entweder auf Grund ihrer fachlichen oder ihrer sportlich-touristischen Befähigung. — Leiter der Expedition war 1. Wilhelm Filchner, Oberleutnant im k. bayr. 1. Jnf.-Regiment, kommandiert zum großen Generalstabe in Berlin. Außer der Führung hatte er die Kartographie als besonderes Arbeitsfeld. 2. Dr. Erich Barkow vom kgl. preuß. meteorologischen Institut irt Potsdam, Meteorologe und Luftelektriker. 3. Dr. Hans Philipp, Privatdozent für Geologie und Mineralogie in Greifswald, Geologe. 4. Dr. Carl Potpeschnigg -Graz, Arzt, hervorragender Mpinist. 5. Dr. Erich Przybyllok, Assistent am kgl. geodätischen Institut in Potsdam, Astronom und Erdmagnetiker. 6. Dr. Heinrich Seelheim -Berlin, Geograph. Unsere Ausrüstung für wissenschaftliche Arbeiten war einfach und leicht, aber doch möglichst hinreichend zusammengestelll. Ver- *) Vergleiche Nr. 2.13 .des. Gieß. An^ vollständigt wurde die Ausrüstung durch eine Anzahl photographischer Apparate für die verschiedensten Zwecke, für Platten und Planfilme, eine 9X12 Stativkamera für photogrammetrische Arbeiten; außerdem führten noch zwei Herren 9X12 Taschenkameras für Films mit. Alle Objektive (Doppelanastigmate) besaßen abnehmbare Gelbscheibe für Aufnahmen in Gelände mit viel blauen Tönen, wie vor allem int Eis und Schnee. Platten und Fllme waren überreichlich vorhanden. Trotzdem unsere Ausrüstung recht umfangreich geworden war, hatten wir auf bezahlte Hilfskräfte, wie Träger, Koch oder Diener verzichtet. Was geschaffen werden konnte, sollte aus eigener Kraft geleistet werden. Nachdem in Tromsoe nicht ohne Schwierigkeiten unsere Ausrüstung an Bord des „Blücher" verstaut worden war, nahm der Ozeanriese Anker auf und dampfte nach Norden. Nach herrlicher Fahrt durch den Jyngenfiord kamen wir am nächsten Morgen nach Hammerfest. Am Abend ging „Blücher" am Nordkap vor Anker. Als wir nach ein paar Stunden Schlaf erwachten, war das Festland entschwunden. In stolzer Ruhe zog der eiserne Koloß nach Norden weiter. Wir begegneten dem Treibeise in diesem Jahr schon merkwürdig weit im Süden. Die englische Seekarte verzeichnet die ungefähre Grenze bei etwa 8OV2 Grad; wir waren schon bei 75 Grad 40 Minuten in so dichtem Eis, daß „Blücher" nicht wagen durfte, durchzugehen und am Eisrande entlang nach Westen auswich, wo wir eisfreies Fahrwasser nach Norden sanden. In dieser Tatsache, daß ein Gürtel von Treibeis sich längs der Westküste von Spitzbergen enllang zog, liegt die Erklärung für die auffallend ungünstigen Eisverhältnisse dieses Jahres. Das Eis, das wir antrafen, kam gar nicht von Norden. Es waren vielmehr Schollen, die durch die relativ hohe Wärme des Juni aus den Meeresgebieten östlich von Spitzbergen losgelöst, von nordöstlichen Winden weiter getrieben und von der Strömung dann um das Südkap Spitzbergens herum und an der Westküste entlang nach Norden geschoben worden waren. Es waren ungeheure Massen, die diesen Weg gemacht haben, denn bis über die Breite des Eisfjords (78 Grad 20 Minuten) und in einer Ausdehnung von etwa fünfzig Seemeilen (neunzig Kllo- meter) in der Gegend des Bellsundes lag ein mächtiges Band dieses Scholleises. Das sind ja böse Aussichten für unsere Expedition! Wird Blücher unter diesen Umftänbcn uns überhaupt landen können? Im Augenblick zeigt mir der Kompaß nur, daß wir Kurs NW1 laufen, d. h. also, daß wir uns vorläufig von Spitzbergen entfernen. Und dabei sind wir schon auf der Höhe des Bellsundes, dem wir eigentlich auch einen Besuch ab stylten wollten. Nun, wir hoffen, daß das Eis doch noch nicht bis zum Eisfford vor- gefchoben fein wird. Und es scheint in der £at so. Auf etwa 77 Grad 50 Min. Breite können wir — nachdem Blücher noch verschiedene Wendungsmanöver hat ausführen, ja stellenweise sogar die Maschinen hat stoppen müssen — den Kurs nach Ost zum Nord auf die Mündung des Eisfjords zu nehmen. Es kann also noch gerade glücken, daß wir uns so am Eisrande entlang hineinstehlen. Es ist kalte, triftige Luft. Dennoch sind wir in au feen gespannt, was uns die nächsten Stunden bringen werden. Vorläuftg laufen wir volle Fahrt weiter, dem Ziele zu.. Gegen Häusern für Leichtkranke mehr als Wohnbauten, bei den für Chronifchkranke als Pflegehaus. Mehrstöckige Kastenbauten un Sinne des modernen Korridorsystems sind durchaus zulässig. Von den in allgemeinen Krankenanstalten nottoent big en Räumen sind eine ganze Reihe hier entbehrlich. Zen-i tralisation der Behandlung für alle Kranken der ganzen Anstalt in besonderen ärztlichen Räumen ist vorteilhaft. Nur für chronisch Tuberkulöse müssen in einem besonderen Hause Des- infektionseinrichtungen einfacher Art geschaffen werden. 7. Besondere wissenschaftliche Einrichtungen neben den Behandlungsräumen sind entbehrlich. Dringend empfehlenswert! ist die sorgfältige pathologisch-anatomische Untersuchung der Verstorbenen durch eine besondere Prosektur, die jedoch gegebenen-' falls mit derjenigen der zugehörigen allgemeinen Krankenan^ stallen verbunden werden kann. 8. ^Voraussetzung für die Vereinfachung des ärztlichen Dienstes in diesen Anstalten für Leicht- und Chronisch-Kranke ist, daß alle dort Aufgenommenen die allgemeinen Kranken-' anstalten als Durchgangs- respektive Untersuchungsstation passiert haben. Die Verbindung beider Anstalten kann nicht eng genug gestaltet werden. Am zweckmäßigsten ist der Leiter der allgemeinen Krankenanstalten, der, wenn irgend möglich, Arzt fein soll, gleichzellig Setter der Anstalten für Leicht- und Chro» nisck>-Kranke, so daß Behandlungsart, Dauer des Aufenthaltes, Kontrolle des Personals und Disziplinierung des Betriebes gleichmäßig in einem Sinne erfolgen kann. Es bedarf dazu einer vorgebildeten und besonders geeigneten ärztlichen Per« sönlichkeit. 9. Der enge Zusammenhang zwischen beiden Anstalten ist auch wirtschaftlich bei der Beschaffung der Materialien, Nahrungsmittel usw. von großem Vorteil. Es ist anzustreben/ daß sowohl Leicht- wie Chronisch-Kranke zu Arbeiten für die Anstalten angehalten werden. 10. Die Kosten der Anstalten für Leicht- und Chronisch- Kranke werden unter der Voraussetzung der Vermeidung jeden Luxus erheblich geringer fein, als die heute für die allgemeinen Krankenanstalten anzusetzenden. Man wird je nach dem Bodenwert mit dem Bettpreis von 3- bis höchstens 4000 Mk. nebst Einrichtung zu rechnen haben. Die Betriebskosten werden eben* falls erheblich sinken. 11. Me Errichtung von einfachen Anstalten für Leicht- unb Chronisch-Kranke wirb die Erstellung und Beibehaltung der allgemeinen Krankenanstalten nicht überflüssig machen, aber sie wird ihnen diejenigen Kranken, die ihrer kostspieligen Einrichtungen nicht bedürfen, entziehen, so daß eine langoauernbc Entlastung der allgemeinen Krankenanstalten zu erwarten ist. Unter der Voraussetzung, daß die letzteren die modernen Anforderungen der Wissenschaft und Hygiene erfüllen, werden somit Kosten für Neubauten und Betrieb erheblich üerminbert werden können. In der Aussprache machte zunächst Geheimrat Dr. Pütter (Berlin), .der Direktor der Charitö, Bedenken geltend, oh nicht die Kosten für die Durchführung der aufgeführten Vorschläge zu hohe seien und ob überhaupt die angeregte Bauweise in der Praxis durchführbar fein werde. Sanitätsrat Dr. R a b n 0 w (Schöneberg) erllärte sich mll den Grundgedanken des Berichterstatters einverstanden, wandte sich aber gegen eine zuweitgehende Komfortbeschränkung. Auch Geh. Medizinalrat Dr. Bornträger (Düsseldorf)' meinte, man solle sich ja hüten, bie Forderungen der Behaglichkeit zuwell zurückzuschrauben. Ein so großes Heruntergehen mit der Zahl des Aerzte- und Pflegerpersonals, wie es die Leit-, sätze forderten, erscheine bedenklich. Dr. Iraner (Berlin) wünschte ähnliche Leicht-Kranken* Häuser für Kinder. Ein Beschluß wurde zu der Frage nicht gefaßt. An zweiter Stelle sprach Stadtbauxat Voß (Elberfeld) über die Hygienische Verbesserung alter Stadtteils Auch er legte Leitsätze vor, in denen es u. a. heißt: Für die Durchführung solcher Altstadt Verbesserungen muß die Enteignungsbefugnis der Stadtgemeinden zum Erwerbe der erforderlichen Grundstücke zu angemessenen Preisen Abend klart es langsam auf. Mll dem Trieder wird der Hori^ zont abtzesucht und endlich nach einer weiteren Stunde, als die letzten N^bel von der Sonne weggezogen sind, taudjen Bergumrisse auf. Nun kommen wir rasch näher; deutlich sind die Haupt- formen der Küste zu erkennen, urid Erfahrung des Lotsen unb' Befragen der Karie ergeben, daß wir in der Tat die Mündung des Eisffords vor uns haben. Aber was ist baS für ein heller Blick gerade vor uns! Da§ ist doch kein Eis, Lotse? „Ja, der er isen." Der Kapitän hat auch schon seinen langen Kieker hervorgeholt unb sucht voraus. Eis ist da vorne, das stimmt nun schon mal. Es kann aber nur ein verhältnismäßig schmales Band sein unb ob es so fest zusammengeschoben ist, daß wir nicht durch können, ist auch noch die Frage. Vor uns liegt der Eisfjord, von der tief stehcndew Mitternachtssonne märchenhaft mystisch besttahlt. Der Dödman bewacht die Einfahrt int Norden, ihm gegenüber tagen bie Zacken des Starashchin in die klare Luft. Und zwischen ihnen schaut malt in den Fjord hinein nud sieht, wie eine leichte Dünung das Wasser darin in Bewegung hält. Also eisfrei. Aber davor, zwischen uns und der Mündung, eine Barre aus zusammen- geschobenem Treibeis, vielleicht nur zwei bis drei Seemeilen breit. Immerhin breit genug, um uns zu verbieten, mit dem eisernen Schiff ein Durchkommen zu versuchen. Am nächsten Morgen finden wir die Situation unverändert. Der Verfuch, mit einer Dampfbarkasse unb angehängtem Beiboot uns und unsere Ausrüstung an Land zu schaffen, ist aussichtslos. Zudem ist ungewiß, ob unsere vier Kameraden uns hier an der breiten Mündung des Fjords entdecken werden, wo sie uns nach Verabredung 35 Krit. wellet östlich 'vermuten müssen. Darum bitten wll den Kapitän, auf den ersten besten Walftschfänger zuzuhalten, der uns begegnen sollte. Wir wollen versuchen, bet ruhiger See unsere Ausrüstung auf ihn überzuladen unb die Einfahrt in den Fjord zu erzwingen, damit nicht kostbare Zeit und Geld umsonst aufgewenbet sind. Aber auch diese letzte Aussicht wird gering, weil bald wieder Nebel aufkommt. Blücher dampft langsam nach Norden, um aus der Nähe des Eises zu fein und allenfalls ein anderes Stück der Mste auf^usuchen. Alle Minuten brummt das Nebelhorn, eine hier eigentlich überflüssige Vorsicht, da man kaum zu fürchten braucht, Schiffen zu begegnen. Wir haben an diesem und dem folgenden Tag auch nicht eines getroffen; auch keinen Walfischfänger, auf den wll ja untere letzte Hoffnung gefetzt hatten. iNhin bleibt nur noch eins für uns übrig: so zeitig in Tromsoe zu sein, daß wir unsere vier Kameraden noch erretten, die sechs Tage nach uns von dort nach Spitzbergen zu uns aufbrechen wollten. Der Kapitän kommt unseren Wünschen auf das liebenswürdigste entgegen. Blücher schluckt fleißig Kohlen! unb bringt seine 13,6 Knoten heraus. Pünktlich zur beredmetenk Stunde liegen wll im Tromsoefjord. Der Schwebendampfer isy noch nicht da; das ist eine Beruhigung. Hier nehmen wir Abschied von dem stolzen Schiff, das uns fast eine Woche wohnliche Behausung gab und wo wir mit dem Gefühl des Eroberers unb dem Bedrücktsrin des Zurückgeschlagenen unsere erste Fahrt ins arkttsche.Eis erlebten. Gerichtssaal. en Beratungen fortgesetzt. Au» Stadt und Land. Pflicht nur insoweit festgesetzt werden soll, als der stanbcsmäßige Unterhalt des Erstattungspflichtigen dadurch nicht gefährdet wird, sind im Gesetz genau zu bezeichnen." Gießen, 16. Sept. 1910. Born Manöver. w t ------»i— — erhalt drei Wochen strengen Arrest unb wird m die 2. Klasse des Soldaten-» standes versetzt. werden kann. Andererseits will sie vor allem die Fäll« verhüten helfen, daß ein beherzter Retter, weil er die an* znwendenden Griffe nicht kennt, mit in die Tiefe gerissen wird, indem sie diese anschaulich darstellt. — Garbenieich, 15. Sept. Sonntag, 25., und Montag, 26. Sept., findet hier die Kirchweihe wie alljährlich wieder an drei Platzen statt. X Büdingen, 14. Sept. Eine außerordentlich reiche Obsternte steht in unserem Kreise bevor. Die Bäume an der Kreisstraße hängen so voll Obst, daß sie gestützt und aufgeb unden^werden mußten. Ende dieses Monats wird das Obst an_ den Straßen verkauft. Es handelt sich insgesamt um. etwa 1450 Zentner Obst, in erster Linie Aepfel; Birnen gibt es wenige, Zwetschen fast gar keine. Die Goldparmänen haben sich wieder am besten bewährt. Fast die Hälfte der 1450 Zentnsv entfällt auf diese Apfelsorte. Andere Apfelsorten sind noch Landsberger Reinette, Baumanns Reinette, Schöner von Boskoop, Rheinischer Bohnapfel und Schafnase. Von Birnen sind am besten vertreten Pastorenbiriien und Gute Luise. iv. Wetzlar, 15. Sept. Die Zusammenlegung der Grundstücke bricht sich im hiesigen Kreise gute Bahn. Weit über 50 000 Mk. sind jetzt den beteiligten Gemeinden z^ir Unterstützung unb Förderung gewährt worden. Vom Staate werben zurzeit sechs Zehntel der Zusammenlegungs- kosten gewährt, so daß von den beteiligten Grundbesitzern noch vier Zehntel der Kosten auszubringen sind. Universitäts-Nachrichten. ., ~ Gesellschaft für Hochschulpädagogik. Man schreibt uns: Die stets ausgedehnter und nachdrücklicher auftretende Ueberzeugunq, daß das Wirken der akademischen Bildungsstätten m erster Lmie vom pädagogischen Gesichtspunkt aus zu be- und zu behandeln ist, hat zu dem gegenwärtigen Aufschwünge der „hochschulpädagogischen" Bewegunggeführt. Nachdem diese durch die Gründung der „Gesellschaft für H o ch s ch u l- L^aaogik^ und durch die Herausgabe ihrer „Mitteilungen für Hochschulpädagogik, von benen soebeii die dritte Nummer er- chemt, ihre Tätigkeit gefestigt hat, gibt sie weiteren Kreisen Ge- egenhelt, diese Tätigkeit persönlich kennen zu lernen. Die „Gesellschaft wird ihre erste Jahresversammlung zu Berlin fllf '• und 8. Oktober abhalten und veranstaltet dabei außer der geschlossenen (Mitglieder-) Versammlung (Freitag, 7. Oktober, 8 Uhr abenbs) eine öffentliche Versammlung, die auch Nichtmügliedern frei zugänglich ist (Samstag, 8. Oktober, 10 Uhr vormittags in der Handelshochschule, Berlin 0.2, Spandauer Straße 1, Hörsaal 25) Nach einer das Wesen der hochschulpädaäogischen Bestrebungen überhaupt auselnandersetzenden Ansprache wird eine Reihe von Vortragen einzelne Probleme und Gebietsteile behandeln. Bisher sind folgende Vorträge angemeldet: Geheimer Regierunqsrat Professor Dr. Ernst B e r ii h e i m (Greisßwald) „Das Persönliche im akademischen Unterricht": Dr. Theodor Sternberg (Berlin) „Der Rechtsunterricht": Oberlehrer Dr. Paul Ssymank (Pofen) „Zur Erforschung der studentischen Geschichte". Adresse des Geschäftsführers der „Gesellschaft für Hochschulpädagogik": Dr. Hans Schmidkiliiz (Berlin-Halensee). R B. Darmstadt , 15. Sept. Vor dem Oberkriegs-- gerccht des 18. Armeekorps, das heute hier weilte, wurde in ter Berufungsinstanz gegen den vom Kriegsgericht der 25. Di- vrfron wegen Ungehorsams und Achtungsverletzung, sowie tätlichen Angriffs auf einen Vorgesetzten vor versammelter Mannschaft zu 2 Jahren 8 Monaten Gefängnis verurteilten Dragoner Haaf aus Dalau in Baden, vom Drag.-Reqt Nr. 23 verhandelt. Die Anklage betraf einen Auftritt, der sich uu Hofe der hiesigen Kaserne beim Pferdeputzen abgespielt hat Hans, .der als ein eigentümlicher, wenig umgänglicher und zur Widersetzlichkeit geneigter Mensch gilt, hatte dem dienstauftichts- fuhrenden Beamten durch lässiges Putzen Veranlassung zur Rüge gegeben, war dessen Befehl nur zögernd und unter Gemurmel nachgekommen, und die Sache endete damft, daß Haafs Putz- kartatsche nach dem einige Schritte davon abgewendet stehenden ^cgeanten flog, ohne ihn zu treffen. Gegenüber der Versicherung des Angettagten, dies sei unabsichtlich, zufällig geschehen, hatte das Krwgsgericht chn des absichtlichen Wurfes für schuldig er- tellenvermittler wie auch für den Betrieb nichtgewerbs- maßiger Stellenvermittelungen, von dem Ministerium des Innern ausführliche Vorschriften erlaffen worden, die im wesentlichen mit Den für Preußen bereits erlassenen Ausführungsvorschriften ubcreinihmmen. feTl'te sichsctt Donnerstab die Korpsschlächterei. Gestern traf bereits eine Herde Ochsen itrtb Schweine ein. Die Korps-i Manöver werden am y ton tag ben An- und Aufmarsch der Gegner bieten, zwischen denen die Höhen bes Vogelsbergs liegen. Der_ Zusammenstoß wird erst Dienstag etwa bei Alsfeld, Groß-Felda, Ulrichstein erfolgen. Die hessische .Division hatte zwei anstrengende Tage. Bei Tagesgrauen brachen die roten Truppen (49. Brigade) ihre Biwaks um Weidenau, Hauswurz ab, Generalmajor bon Francois hatte die Führung übernommen. Die 50. Brill ade befehligte wiederum Generalmajor Grumbkow. Auf den Höhen am östlichen Vogelsberg im nördlichen Kreise iLchlüchtern zwischen Flieden urü> Freiensteinau wurden die Kämpfe ausgefochten. Das 1. und 2. Bataillon der 168 er mar der 50. Brigade zugeteilt, ebenso die 6. und 7. Batterie der Fußartilterie Nr. 3. Sämtliche Fußtruppen bezogen Biwak, Artillerie und Dragoner kamen in enge Quartiere. Lamstag sammelt sich die gesamte hessische Division um Fulda, wohin auch sämtliche Stäbe kommen. 3um Branö des L. Z. 6. Baden-Oos, 15. Dept. (Priv.-Telegr.) Von out unterrrchleter Seite wird uns zur Katastrophe des 3 6“ folgendes mitgeteilt: Das Luftschiff stieg aftt Vormittag um 11 Uhr 17 Man. mtt zwölf Fahrgästen zur Fahrt nmfl Heilbronn auf, mußte aber nach kurzer Zeit zurück^ kehren, werl an der hinteren Gondel ein Motorschaden ««getreten war. Das Luftschiff landete glatt vor der Halle. Dre Monteure machten sich sofort an die Ausbesserung des Motorschadens; auch wurde die hintere Gondel mit Benzin geremrgt, welches in einem offenen Behälter mit Putzwolle sich befand. Berm Anlaufen des Motors schlnq eine Stich- lamme heraus und setzte die mit Benzin getränkte Oonbcl und den Behälter i n Brand/ Der Brand war beinahe erlöscht, als ein Arbeiter herbeisprana und den brennenden Benzinbehälter in die Höhe hob um Gondel zu werfen Hierbei fing das £uft«< chissFeuer und war in wenigen Mnuten vernichtet Heute traten die Behörden und Direktor Colsmann ^ur Untersuchuny des Falles zusammen, die noch nicht ab* geschlossen i|t da die Hauptzeugen, die Räonkeure, im Kranrenhauseliegen. —Oberbürgermeister Fieser-Laden- In bei Aussprache befürwortet Kirchenrat Schlosser (Gießen), daß ben Armenbehörden ein gewisser Spielraum gelassen werde, ob sie die Unterstützungen zurückverlangen wollen oder nicht. Es gebe Fälle, in denen die Zurückverlangung der Unterstützungen zu großen Härten führen könne. Er habe einen Ucherstützungsbebürstigen kennen gelernt, dem es durch private Hilfe möglich war, seine Lebensversicherung weiter zu. , ---------, ___j~|W- bezahlen. Als der Mann starb, nahm die Stadt der Frau anzergen gedeckt. d a s g a u z e G e l d a b , weil der Marrn früher Unterstützung be- ** Ziehkinber. Hessen ist mit einem besonderen Gesetz aber kut« lange 3tt6re Me SeSnö» über die Ueberwachnng der sogen. „Ziehkinder“ unter sechs 9fTTü-nrtannT«"tp4vr i ((~* \ ! fahren allen übrigen deutschen Staaten vorangegangen. Diese bei nach SBfcgJito täS ßttg Uebei*«9 M im 1909 auf 2552 Kinder, eines Soldaten, der Frau und Kinder hatte, Beschlag gefegt rooüon 516 etliche und 2036 uneheliche. Die weilten dieser werden umßte^ Als man sich deswegen an bas Regiment wandte, Fluder (323) sind in Offenbach untergebracht, dann folgt yteqimextt das anfangs gar nicht und schrieb zurück, Mainz mit 315, Darmstadt mit 207, Gießen mit 114 SÄtt'X’d“ «■ ••■**.« w; Da hatte das Regiment wohl recht, nach dem Bürgerlichen Gesetz- Anzahl von Zlehkindern ist auch m Eberstadt (bei buch blieb aber dem Armenvorsteher nichts weiter übrig^ als sich Darmstadt) aufgenommen, nämlich 51. anMi Wottlaut des Gesetzes zu halten und die Hälfte der 22 ** Unglaublich. Zugunsten des Wunderdoktors ^‘^06^ w. £rom?C300§in\2l^,»n,it9etciI/ roirb' an u-ffiÄÄff'Ä t«le fällten. Die Urteile bieten ein vollständiges Kaleidoskop Sammlung für den verurteilten Heilkünstler veranstaltet, die Deshalb fei es notwendig im Interesse des Ansehens der Be^ einen Betrag von 800 Mk. ergeben hat. Die Erreauna die unb der Praxis, daß dme Frage gesetzlich geregelt werde, ivegen der Verurteilung des Heilkünstlers unter den Be- dann vorhanden, wenn die Erstattungsvfticht gesetzlich feftgelegtIluan erzählt sich sogar, daß Austritte aus der Land es- wird. Eine verständige Verwaltung macht nicht von jedem Recht kirche in größerem Umfange bevorstehen. (!) Gebrauch, das sie besitzt. Es ist ja eben bie Kunst der Per- ** förhui 2 m Y toaitun g, die Richtungslinien, die das praktische Leben zieht dieses Mißgeschick unseren zuversichtlichen Glauben an die Zukunft der Zeppelin s ch i f f e und die hier so hoffnungsvoll begonnene Entwicklung der Passagierluftschiffahrt nicht zu erschüttern vermag." Wie wir weiter erfahren, wird das in Friedrichshafen seiner Fertigstellung entgegengehende Luftschiff „Deutschland" zunächst nach Baden-Baden übergeführt werden. Baden-iiOos, 15. >Sept. (Priv.-Telegr.) Direktor Colsmann von der Deutschen Lustschiffahrts-Aktien-Ge- sellschaft und Oberingenieur Dürr sind heute nachmittag hier eingetroffen. vermischtes. * Ein nicht sinkendes Schiff. Um den Anthony Pollock-sPreis von 250 000 Frs., der vor 15 Jahren für die beste Vorrichtung zur Lebensrettung auf See ausgeschrie-/ ben und vom Pariser Gewerbemuseum verwaltet wird, bewirbt sich neuerdings ein Erfinder aus Kansas City, A. M. Clark, der behauptet, mit seiner Vorrichtung Schlachtschiffe vor dem Sinken bewahren zu können. Seine Erfindung beruht auf einem Lustpumpenfystem, das im Zusammen^ Hang steht mit einer großen Röhrenleitung rings um das Schiff; hiervon gehen doppelte Spieren in das Wasser, an denen schwere Leinwand- oder Gummisäcke befestigt sind, die aufgeblasen und versenkt werden können und die größte Spannung aushalten. Unter der Oberfläche des Wassers sind sie dann vollkommen sicher, und das Schiff ist, wenn es v^n diesen Luftsäcken getragen wird, so lange vor dem Untergang bewahrt, als der Rumpf nur zusammenhält. * Warnung vor d er Fremdenlegion. Nach den bisherigen Bestimmungen mußten Ausländer, die in die französische Fremdenlegion eintreten wollten, min-^ bestens das 18. Lebensfahr vollendet haben. Auf Grund dieser Bestimmung ist es seit einer Reihe von^Jahren regelmäßig gelungen, die Freilassung solcher Personen aus der Fremdenlegion zu erreichen, die bei ihrem Eintritt nicht das vorgeschriebene Alter besessen hatten, fliach einem Dekrete des' Präsidenten der. französischen Republik vom 15. Januar ds. Js. ist jedoch nun der Eintritt in die Fremden-s legion überhaupt nicht mehr an die Erreichung eines bestimmten Lebensalters geknüpft. Unter Berufung auf dieses Dekret lehnt nunmehr die französische Regierung, wie sich dies in einem Einzelfalle gezeigt hat, die Entlassungsanträge ab, die lediglich mit dem jugendlichen Alter der Legionäre begründet werden. Wie neuerdings festgesteklt worden ist, lehnt aber die ftanzösische Regierung nunmehr die Entlassung von Fremdenlegionären, solange sie dienstfähig sind, grundsätzlich ab. Sonach sind künftig alle Gesuche dieser Art aussichtslos. Es kann ba* her vor dem Eintritt jugendlicher Reichsangehöriger in die französische Fremdenlegion mit Rücksicht auf die unabsehbaren Folgen für das ganze spätere Leben nicht dringend genug gewarnt werden. Kleine Tnacschronik. In Halle wurden dem Nationalökonvmen Prof. Conrad zu seinem 70. Geburtstag von Freunden und Schülern 15 000 Mark überreicht. Die Genehmigung zur Gründung einer Con- ra 8- Stiftung / deren Zinsen für wissenschaftliche 'Reisen dortiger Nationalökonomen bestimmt sind, ist eingetroffen. In Berlin starb am Donnerstag der als Vorkämpfer des Deutschtums bekannte Oesterreicher Karl Broell, der im Mai seinen 70. Geburtstag feierte. Er war in Graz als Sohn eines österreichischen Majors geboren, studierte zunächst Technik und ging dann zur Journalistik über. _____________ Handel. Leipzig, 15. Sept. Die Leder messe nimmt einen festen Verlauf zu im allgemeinen festen Preisen. Die Stimmung ist gut, Kauflust ist vorhanden. Die allgemeine Lage der Lederindustrie ist normal. — Dividendenschätzunaen von Brauerei- Aktien. Die Hofbierbrauerei Schöfferbof u. Frankfurter Bürgerbrauerei Akt.-Ges. Frankfurt a. M. teilt bezüglich der Schätzung ihrer Dividende mit, daß der Absatz des laufenden Geschäftsjahres in den ersten Monaten stark unter der Boykottbewegung gelitten habe. Infolge Verteuerung des Bieres sei aber auch ein dauernder Konsumrückgang verblieben. Zudem war die Sommerwitterung dem Bierveckauf recht ungünstig. Andererseits mache sich immerhin eine langsame Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse fühlbar. Die Gesellschaft hatte ferner mit wesentlich billigeren Malzpreisen zu rechnen. Auch sei es gelungen, namhafte Unkostenersparnisse zu erzielen. Die Gesellschaft hofft deshalb, ein gebessertes Gewinnergebnis ausweisen zu können. Ob und welche Dividende'auf die Stammaktien zur Ausschüttung gelange, lasse sich zurzeit noch nicht sagen. Im Vorjahr wurde keine Dividende verteilt. — Nach Mitteilungen der Verwaltung der Aktienbrauerei Union-Trier vorm. C. Ueberle u. E. Charlier in Trier dürfte es seit langem kaum ein Brauereigeschäftsjahr gepebeh haben, gegen dessen Ergebnisvoraussage sich so viele Schwrerig- keiten entgegengestellt hätten, wie bezüglich der Kampagne 1909/10. Dem allgemeinen Geschäftsstand nach scheint sich der Abschluß wie der Absatz den Verhältnissen entsprechend wohl zufrieden st eilend zu gestalten. Im Vorjahr tour8enl61/2°/o Dividende verteilt;' wie es in diesem Jahr jedoch werden wird, kann auch diese Gesellschaft nicht anaeben. — Bei der Aktienbrauerei Rett en meyer in Stuttgart wird die diesjährige Dividende vermutlich die Höhe der vorjährigen (6 Prozent) erreichen. Der Absatz dürfte denjenigen des Vorjahres um eine Kleinigkeit überschreiten. — Für die Parkbraue^ rei Zweibrücken-Pirmasens wird bei etwas höherem Absatz ein ähnliches Ergebnis wie im Vorjahr (5 Prozent) er- wartet. Markte. ** Gießen, 15. Sept. Viehmarkt. Bei dem am 13. und 14. Sept, abgehalteneu Markte waren 1702 Stück Rindvieh und 312 Schweine aufgetrieben. — Der nächste Markt findet am 27. und 28. September statt, am letzteren Tage auch Krämer- und Pferde- markt. fc. Wiesbaden, 15. Sept. Heu- und Strohmarkt. Angefahren waren 36 Wagen Heu und Stroh. Man notierte: Heu 5.80-7.20 Mk., Stroh (Rlchtstroh) 4.20-4.80 Mk. — Frachtmarkt. Haier 14.40—17 Mk. Alles iür 100 Kilo. Sücherüsch. — Ter Schutz gegen u n lauteren Wettbewerb von Rechtsanwalt Dr. Böhm und Dr. Berg. Angesichts der Bedeutung des Gesetzes wider den unlauteren Wettbewerb für die Geschäftswelt verfolgt vorliegende Schrift das Ziel, die in- teressrerten Kreise mit dem Inhalt des Gesetzes bekannt zu machen. Herrscht doch gerade in den Kreisen, für die das Gesetz geschaffen worden, vielfache Unkenntnis über die Möglichkeiten, die das neue Gesetz in der Bekämpfung der Konkurrenzauswüchse bietet. Sie zeigt in leicht faßlicher Form, an zahlreichen Beispielen, was erlaubt und was verboten ist, welch' wertvolle Schutzwaffe das neue Gesetz für den ehrlichen Kaufmann ist und belehrt ihn über die Mittel, die ihm das Gesetz gegenüber unlauterem Konkurrenzgebaren in die Hand gibt. LamUien-Nächkicyten. Verlobte: Fräulein Emilie Rau in Wetzlar mit Herrn August Hisgen in Lich. — Fräulein Anna Flörsheim in Alsfeld mit Herrn Ludwig Loeser iit Frankfurt a. M. Gestorbene: Herr Heinrich Sandmann II. in Lauterbach. — Frau Witwe Bender, geb. Frey, in Darmstadt. — Frau Lisa Berghäuser, geb. Wörner, in Niedergirmes. — Frau Katharine Schäfer Witwe, geb. Lipp, in Altenkirchen. — Herr Fr. Wilhelm Eckhardt in Ehringshausen. — Frau Luitgarde Wagner, geb. Hofmann, in Braunfels. — Herr Louis Sälzer in Marburg. — Herr Wilhelm Schäfer in Nieder-Laasphe. kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 17. Sonntag nach Trinitatis, den 18. Septemver: Gottesdienst. 3n der Ztadtklrche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. Zugleich Christenlehre für die Neukonsirmierten aus dec Markusgemeinde. Vormittags 91/, Uhr: Prof. D. E ck. Nächstkünsthen Sonntag den 25. September findet im Hauptgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für Matthäils- unb1 Markusgemeinde statt. Anmeldungen dazu vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. 3n der Iohannerkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausseld. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgeineinde. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Bechtolsheim er. Beichte und heil. Abendmahl tür Lukas- und Johannes- gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Nächstkünftigen Sonntag den 25. September wird eine Kollekte für den Kirchenbau der evang. Gemeinde zu Helpershain erhoben werden. Katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 17. September: Nachmittags um 5 Uhr uiid abends um 8 Uhr: Gelegenheit- zur heil. Beicht. Sonntag den 18. Sept., 18. Sonntag nach Pfingsten: Vormittags von 61/? Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. „ um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. w um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Sakramentalische Bruderschafts-Andacht. Sonntag den 25. September wird das hl. Sakrament der Firmung gespendet werden. Die Anmeldungen können gemacht werden am 15., 16. und 17. September, abends 6—81/, Uhr, und am 18. September, vormittags 10—127, Uhr. Der Unterricht über die Firmung ist für die auswärtigen Firmlinge Sonntag den 18. September, nachmittags 3 Uhr, und für die in Gießen wohnenden Firmlinge am 21. und 22. September und zwar für die weiblichen Firmlinge, nachmittags 6 Uhr, für die männlichen Firmlinge abends 8 Uhr. Herzleidend u.zuckerkrank besten Erfolg! Hierdurch bescheinige ich Ihnen, daß ich, herzleidend und zuckerkrank, seit einiger Zeit Ihre St. Georgsguelle Biskirchen a. d. Lahn mit bestem Erfolge trinke. Die Herzbeklemmungen haben nachgelassen und ist auch bezüglich der Diabetes ein Stillstand zu verzeichnen. Auch meiner Tante, die an großer Magenschwäche leidet, bekommt das Wasser sehr gut. Ein Widerwillen hat sich bisher beim Gebrauch nicht eingestellt. Bestelle htermit 100 Flaschen re. H. (L. S.) Dechant N. Preis für 25 Flaschen Mk. 9 — h n 50 ff ff 17. (hv^/g inkl. Verpackung ab Station Stockhausen a. d. 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ES find zu verurieten: 1 Wohnung von 10—11 Zimmern, 1 Wohnung von 9 Zimmern mit Badezimmer, 1 Wohnung von 6—8 Zimmern, 4 Wohnungen von ^^^ern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 1 Wohnung von 5-HJ Zimmern, 4 Wohnungen von 5 Zimmern, 1 Wohnung von ? ä cmcrn unbA2 Kammern, 6 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3—4 Zimmern, 6 Wohnungen von 3 Zimmern, 2 Wohnungen von 2 Zimmern, 7 möbl. Zimmer, 1 möbl. Zimmer mit Kabinett, 1 möbu Zimmer mit Pension, 1 unmöbl. Zimmer, 1 dreistöckig. Lagerhaus mit Pferdestall und Heuboden, 1 Laden mit 2 Schaufenstern, zwei Zimmern und Lagerraum. Z« miete» gesucht: 34 Wohnungen von 2-9 Zimmern. B16/»