set mehr ker Oats, grer Fleisch. Oats kräftigt den Körper ihn gesund, ist dabei nd wohlschmeckender i. Ein Versuch von nur ehe wird schon den jfern. i Paketen erhältlich. l)t ift oentr. ® »>.? ,°d» ift lid) io je?0« bit?| S-abiwJ t1*? »a 9iat( )nÄ uitb ?1 löcit c* v .mit #f» "t es im Ä m, Ä F h lCn'°- M bt5 tetmimL?" Ä hort’ im q^btn unU bic ALntrum. M >bchen 2 bcn jarffife ?°rZ iäiS'Sk«»^ Kielten ?irbv unb bie iB sich bit & -'ttelung in^^bti g Mb National iuTtoeiil1 MttiS * '°n ber VorlaghT n 2. Blatt.) WM V/////////M liefert billigst die Br? WQ Universitäls-ßuch-üri: litt drutkerei.Gieflen.Sdi. 10NA Nr. 88 Erstes Blatt 160. Jahrgang Donnerstag 14. April 1010 • r Siehener Anzeiger ä *w<* Ä vezugSpreis: m'cheml tagllch, außer JgggBf W M W monatlich75Vf.,viertel- tzLS General-Anzeiger für Oberheffen MZ Ivnahme von Anzeigen I 6 ! I u.Land" und ^Gerichts- Z oormMa«s"s"uh" Hofafiottsörtid und verlas der vrühl schen Umv.Guch. lind StemLnlckerei R. Lange. Redaltian, LxpedMon und Druckerei- Lchulftratze ?. Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. |b-—ir---r™-r« m- . IT-TT, - —ns— - 7-1 ----- Plötzlicher drohender Umschwung in Marseille. O Paris, 13. April. Ter anscheinend int Sande verlaufene allgemeine Ausstand, der doch anfangs nur auf vierundzwanzig Stunden vorgesehen war, ist jäh zu einer sehr bedenklichen Bewegung aasgeflammt. Es ist noch nicht zu erkennen, welche Gründe d esen Umschwung herb ei geführt haben, indessen läßt sich offnen und teilweise nachweisen, daß die aus Paris erschienenen Apostel des sozialen Umsturzes, die Redner des Allgemeinen Arbeitsverbandes, durch Aufhetzungen und auch kiirfchüchterungen dieses bedauerliche Ergebnis erzielt haben, l-ewisse regimefeindliche Zeitungen suchen in ihren Tar- sieltungen der Marseiller Begebenheiten nod) ungebührlich Ki übertreiben, indem sie bereits von Ausschreitungen, ei»rohnngen der Besitzenden, Stürmen gegen die Häuser ber Behörden und gegen die Wächter der öffentlichen Ord- nuitg mit simuliertem Entsetzen berichten. So weit ist die kache aper nach den sachlichen Berichten noch nicht gediehen, h?itn auch die Möglich leit derartiger Verwickelungen nicht ausgeschlossen werden tann. Tenn ernst ist die Sache, sehr ernst Es ist den Revolutionären gelungen, Arbeiter und -ngestellte in den Wahn einer notwendigen Solidarität mit den „Inserits Maritimes" fortzureißen und den Haß gegen die „tyrannische" Regierung und Gesellschaft gewaltig ju j chüren. Die Arbeitsstockung griff nach einer stürmischen Versammlung in der Montagsnacht am folgenden Tage gewaltig um sich. Sie bekundete sich am störendsten für die jr''lichen Bürger durch die Unterbrechung des Tram- bahn-Dienstes. Uebrigens haben die Angestellten der Dr?ttion ein sehr höfliches Schreiben beschickt, in dem sie diese Unterbrechung bedauern und erklären, es handle sich :mtr um einen vicrundzwanzigstündigen Ausstand als Soli- dar läts Widerspruchskundgebung gegen das Vorgehen des h-rrn EHeron. Sehr viele Anhänger fand die Ausstands- b vx'gung auch unter den »andelsangestellten aller Irr, während nach zuverlässigen Mitteilungen die Jndustrie- rckeiter und selbst die Dockers sich nur in geringem^ Berühr lttnisse an dieser Bewegung beteiligten. Tie Bewegung ."greift, wie vielfach bemerkt wird, um sich, so daß am Tiens- ' io-i «bend die Zahl der Ausständigen aus ungefähr 30000 Mgen-achsen war. Nun bleibt nur die Frage, ob die Um- Kr^ler es mit einer eintägigen Arbeitsunterbrechung genug jein lassen wollen oder ob sie, was viel wahrscheinlicher ist, L-sDen Zwischenfällen, den Zusammenstößen mit der Polizei ii|id.„ den gewünschten Vorwand für eine anhaltende revo- !uni»näre Aufregung zu finden suchen werden. Jedenfalls ftheinen die Jnscrits Ätaritimes, wegen deren dieser Rummel Disgebrochen ist, auch die Kosten tragen zu sollen, da immer erier,stscher verlangt wird, daß ihre Vorrechte ein für alle JRalc abgeschafft würden. Marseille, 13. April. Die Straßenbahnwagen M heute sunt Teil wieder int Betrieb. 'Die Dockarbeiter, Fuhr- Me und Gasarbeitcr streiken. Marseille, 13. April. Fünf Dampfer sind mit ge- "Tiidyiev Bcsayung nach Algier und Tunis inSec gegangen. In Abend waren die Straßen militärisch besetzt. Paris, 13. April. Ter Kongreß der Eisenbahn- arbciter nahm eine Tagesordnung an, daß ein Ausschuß ernannt werden soll, um den General st reik vorzubcreiten, damit die hauptsächlichsten Forderungen der Arbeiter, insbesondere die Erhöhung der Löhne, durchgcsetzt werde. Der Kalter in Homburg. Homburg v. d. H., 13. April. Der Kaiser unternahm heute vormittag einen Ausritt. Nachmittags begaben sich die Majestäten mit Automobilen auf die Saalburg und machten von dort aus einen Spaziergang bis zum Gotischen Haus, von wo sie mit Automobilen hierher zurückkehrten. Um 7 Uhr fand in der hiesigen Erlöserkirche ein geistliches Konzert zum Besten der Kirche statt, welches der Organist des Gotteshauses, F. Scbildhauer, veranstaltet hatte unter Mitwirkung der Konzertsängerin Fräulein Hil- litzer, des Konzertsängers Adolf Müller, des Frl. Löffler (Harfe) und des Konzertmeisters Wilh. Meyer (Violine). Ter Kaiser, die Kaiserin, die Prinzessin und die Damen und Herren der Umgebungen wohnten dem Konzert bei, welches von der Homburger Gesellschaft gut besucht war. 9er prinzenbesuch in Jerusalem. Jerusalem, 13. April. Prinz und Prinzessin Eitel Friedrich mit Gefolge trafen heute vormittag um 9V2 Uhr am Portal des syrischen Waisenhauses ein, wo sie von dem Direktorium empfangen und nach der Kirche geleitet wurden, wo Oberkonsistorialrat Kahl-München über die Apostelgeschichte 3, Vers 18, die Festpredigt hielt. Nach dem Gottesdienst fand eine Besichtigung der gesamten Anstatt statt. Die Abfahrt erfolgte um 11 Uhr. DeiEcbes Ueicb. Zu der unmittelbar bevorstehenden Verabschiedung der Schiffahrtsabgabenvorlage im Bundesrat treffen die Finanzminister der Einzelstaaten in Berlin ein. Auch im Reichstage wird das Mülh eim er Eisenbahnunglück zur Sprache kommen. Tie Nationalliberalen haben eine diesbezügliche Anfrage eingebracht. Wie der Reichskommissar und der ständige Ausschuß für die d eut sch e Industrie bekannt gibt, wird die Weltausstellung in Brüssel am 23. April nachmittags 2 Uhr durch den König der Belgier eröffnet werden. Der Bittschriften aus schuß des Reichstags beschäftigte sich mit einer interessanten Bittschrift. Die Firma Baum in Berlin hatte gebeten, den § 569 B. G. B. ui ändern, der dem Wirre erlaube, im Falle des Todes des Mieters binnen 87 Tagen den Mietsvertrag zu lösen. Meistens werde dies bei Geschäftsleuten angewendet, um von den Hinterbliebenen höhere Mietssätze zu erlangen, die beim Fortlaufen des Kontraktes, der meistens auf eine Reihe von Jahren abgeschlossen fei, nicht zu zahlen wären. Der Ausschuß stellte sich auf den Standpunkt, daß Regierung und Reichstag bei der Schaffung des B. G. B. für die geltenden Bestimmungen sich entschlossen hätten und die Bittschrift nur als Material für eine künftige Revision des B. G. B. Wert habe. Im übrigen haben die Hinterbliebenen im Todesfälle des Mieters das gleiche Recht der Kündigung an den Vermieter. Aus München wird gemeldet: Der frühere Unter- jstaatssekretär im Auswärtigen Amte Gras Bcrchem ist gestorben. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Rom, indem sie eine englische Lügennachruht zurückweist: Der „S tan °> dar t" läßt sich von seinem Wiener Korrespondenten berichten, daß der deutsche Reichskanzler bei' seiner Anwesenheit in Rom mit dem italienischen Minister des Aeußern sich über eine Verbürgung des Status quo der türkischen Besitzungen in Afrika unterhalten und dabei erklärt habe, daß er diesem Gedanken günstig gegenüber ft ehe. Seiner Ansicht nach könne aber weder Deutschland noch Italien die Initiative in dieser Hinsicht ergreifen, so lange nicht von der Türkei auf diplomatischem Wege ungefragt worden sei. — Ich kann feststellen, daß diese Erzählungen jeder Grundlage entbehren. Anstand. Im englischen Unterhaus fragte ein konservativer Abgeordneter an, ob das Abkommen zwischen England und Deutschland betreffend die deutschen Interessen der Schau- tung-Halbinsel und die englischen Interessen imPangtfege b i e t e im vorigen Jahre auf das Verlangen von Deutschland für unwirksam erklärt worden seien und ob infolge dessen Deutschland mit Erfolg das Recht in Anspruch genommen habe, auf dem Projekt der Hankau-Can ton-Bahn einen Anteil zu haben. Der Unterstaatssekretär erklärte, das Ab kommen sei im Jahre 1898 von englischen und deutschen Finanzgruppen in den beiden erwähnten Distrikten vereinbart worden. Es sei keine förmliche Vereinbarung seitens der beiden Regierungen. Tas Abkommen sei nicht aufgehoben worden, aber die deutsche Gruppe habe im Verein mit der englischen erklärt, daß es im Fall einer Anleihe für die Hantau-Eanton-Bahn und die Hankau-Szechuan-Bahn keine Anwendung finde, und man habe es nicht für ratsam gehalten, diese Behauptung anzufechten, was nur zu einem scharfen Wettbewerb zwischen den verschiedenen Jnteressentcngruppcn geführt haben würde. In der russischen Rei chsdu m a wurde am Mittwoch ein vorn Finanzminister eingebrachter Gesetzentwurf betreffend die Maßregeln zur Beseitigung der kün st l ichen Preiserhöhung des Zuckers beraten. Ter Finanzausschuß schlägt vor, im Falle des Steigens'. der Zuckerprcisc aueßr der zeitweiligen Einstellung der Rückzahlung der Steuer für exportierten Zucker die Einfuhrzölle eine Zeit lang so weit herabzusetzeu. daß der Preis des aus dem Auslande eingeführten Zuckers den vom Ministcrrat für den inländischen Markt festgesetzten Normalpreis nicht übersteigt. Als Termin für die Gültigkeit des Ge-f setz es ist der 14. September 1912 festgesetzt. — Die Duma nahm die Vorlage in der Ausschußfassung mit dem von dem Oktobristen Lerche beantragten Zusatz an, wonach der Einfuhrzoll für Raffinat) ezucker, falls der erhöhte Preis des Raffinadezuckers den vom Ministerrat festgesetzten äußersten Preis für Rohzucker um mehr als einen Rubel übersteigen sollte, zeitweilig so herabgesetzt werden muß, daß der Preis, des aus dem Auslande ein geführten Raffinadezuckers den äußersten Preis des Rohzuckers um nicht mehr als einen Rubel übersteigt. Wie aus Konstantinopel gemeldet wird, ist Sultan Mehmed V. erkrankt. Es handelt sich anscheinend um ein leichtes Magenleiden. Blättermeldungen aus Belgrad zufolge, ergriff der Kronprinz von Serbien die Initiative zur Regelung der Schul - l den des serbischen Offizierskorps. Auf sein Ersuchen ist der russische Gesandte von Hartwig mit einer Petersburger Finanzgruppe wegen der Aufnahme einer Anleihe von vier Millionen Dinars für den serbischen Offiziersverein in Vor- und * (7$l genommen hätte. In solchen Augenblicken sind ihm zumeist jene glücklichen Bereicherungen unserer Sprache, jene saftigen Oasen in der dürren Wüste der Parlamentsberedsamkeit gelungen, die, zu geflügelten Worten geworden, noch jetzt alltäglich in der Presse widerklingen und bei aller AbHebrauckstheit einen Ton männlicher Ursprünglichkeit behalten Häven. Bismarcks Stimme war nicht sehr biegsam und umfaßte keine große Tonletter; sie klang nicht gerade wie Holz, aber auch nicht wie volltönendes Metall. Meist bewegte sie sich in Tonlagen, hie für einen älteren Mann als zu hoch bezeichnet werden müssen. Sein Vortrag litt, wie man oft sagte, unter der Undeutlichkeit seiner Stimme. Das traf in Wahrheit nicht zu; er sprach sehr scharf artv» kullert, doch sprach er ungleich, bald laut, bald leise. Er' vergaß offenbar zu weilen, daß er zu Hunderten und in einem weiten Raum mit schlechter Schallverteilung redete. Oft genug sprach er die allerbesten Sachen für sich allein, ganz unbekümmert darum, ob irgend einer außer dem ihm rechts zunächst sitzenden Minister oder dem links lauschenden Stenographen eine Silbe davon verstanden hat. Die meisterliche Art, mit der er aus allen Zeitläuften der Geschichte Beweise für seine Ansichten zusammen trug, im Fluge und ganz nebenbei, gewiß oft nur mit dem Schein des augenblicklichen Findens; seine sehr glücklichen Treffer im 3itieren, wobei ihm Latein, Französisch und Englisch so geläufig waren wie Deutsch; eine unerschütterliche Geistesgegenwart und Schlagfertigkeit in der Erwiderung, mit all dem ausgerüstet, konnte er des Sieges oder doch eines Rückzuges mit vollen Ehren auf dem Kampfplätze des Reichstages stets sicher sein. Wenn er an dem durch .ihn geschichtlich gewordenen vordersten Platz des Bundesratstisches, rechts vom Präsidenten, sich erhob und in den Hüften zurechtrückte, die Hand mit dem Merkblatte erregt zuckend, die Flügel der kurzen, trotzigen Nase gebläht, sprühenden Auges, dazu sechs Schuh emporgereckt, so wußte auch der Fremdling, der ihn zum erstenmal gesehen und seinen Namen nie gehört — wenn das denkbar wäre —, daß dieser Mann den Blitz des zündenden Wortes zu schleudern vermochte. Wir aber, die wir uns Deutschlands Geschicke seit einem Menschenalter überhaupt nicht mehr ohne ihn vorstellen konnten, wir sahen hinter jener hünenhaften Männergestalt fjod) aufgerichtet seinen Erfolg, uns alle und ihn selbst, den Schöpfer und hen Sohn des Erfolges, mächtig überragend. Und sprach er, so hörten wir, wenn wir die Augen schlossen und den sterblichen Mann nicht sahen, etwas wie den starken Flügel-» schlag der jüngsten Geschichte unseres Vaterlandes, Der Redner Bismard. War Bismarck ein großer Redner? so fragt Professor ®tuari> Engel in der „Neuen Freien Presse". Es gab Leute, die einen danach fragten, selbst wenn ssic einmal gelegentlich einer seiner Reden auf der Tribüne koluthe und Anakoluthe! Da war einmal ein anderer Redner des Reichstages, den viele wackere Leute für einen großen, manche gar für einen der größten Redner erklärten. Er ist ein toter Mann und da er ein guter Mensch, wenn auch kein kluger Politiker gewesen, so sei ihm die Nachrede leicht. Eduard Lasker war einer der allerschlechtesten, jedenfalls einer der stillosesten und loddrigsten Redner, die je ein sprachempfindliches Ohr beleidigt haben. Seine zahllosen Anakoluthe entsprangen der Unllarheit des Gedankens und der Sucht nach möglichst kunstvollem Satzbau, der unter seiner Uebersülle zusammenbrach. Hätten nicht schon die Stenographen, dann Lasker selbsst die Sätze wieder auf die Beine gestellt, so wäre Lasker überhaupt nicht zu lesen gewesen. Bismarcks Anakoluthe flössen zum geringsten Teil aus einem Versagen des Redegedächtnifses bei langen Sätzen; wett überwiegend waren sie die Folge der Ungeduld eines Mannes, der außergewöhnlich schnell und sprunghaft denkt und es nicht ber Mühe wert hält, alle Bindeglieder zwischen dem ersten und dem zweiten Gedanken sorgsam zurechtzureden. Tie Zunge kam nicht mit, wenn jenes mächtige. Hirn arbeitete. Oft genug habe ich bemerkt, wie Bismarck gegen das Ende eines Scches schon dessen Folgerung sich im Kopf vorstellte, und wie dann die Zunge, von der Denktraft nicht mehr unterstützt, sich abguälte, den Satz ganz mechanisch, tastend, zu vollenden. Dabei widerfuhren ihm dann allerdings wunderliche Irrtümer; während der Kopf den folgenden Satz chte und in Worte kleidete, sprach die Zunge geradezu Sinnloses oder doch Falsches, deklinierte und konjugierte falsch, ließ irrtümlich ein „nicht" weg ober setzte eines hinzu, bis der vorwärts- ftürmenbe Rebner in seiner Ungeduld und Verachtung der Kleinarbeit und des Lobes der Sprachrichtigkeit den ganzen Satz sich selber üb erließ, um Schnitt M galten mit dem eilenden Gang her Gedanken. Am glücklichsten als Redner war Bismarck, wenn er unvorbereitet sprach. Je besser vorher durchdacht und je reichlicher mit Tatsachen umpanzert seine Reden, desto holpriger,Joefto unschöner ber Vortrag. Am ärgsten, wenn er beim Sprechen in der Tiplomatenmappe kramte, und geradezu langweilig konnte er werden, wenn er Aktenstücke verlaß. Indessen, auch dabei unterbrach er zuweilen die Langweile durch eine beißende Zwischenbemerkung und flocht in den trockensten Aktenstil eine erquickliche Arabeske aus dem Eigenen ein. Unvorbereitet konnte er hinreißen, andere und sich selbst. Dann kam auch am ehesten der Berserkergeist über ihn, ber bie Zunge beflügelte und sie Dinge sagen ließ, von denen er wohl manche nachher gern zurück» palmoM iutter-Ni^ teure ^sch^ngh übeTtrift oNg^fl.g, ck § :entenvon r i»? Rmchstages zugehört hatten. Verführt burch die schwatz- Hjcitc Geläufigkeit des Wald- und Wiesenredners unseres qmlamentorischen Jahrhunderts, hat man sich daran geleimt, einen großen Redner den zu nennen, der eine ge- tiiije Zahl angenehm klingender, möglichst abgedroschener unb darum für sehr beweiskräftig gehaltener Redensarten i iiisrhalb einer bestimmten Zeiteinheit mit nie stockender Eiläufigkeit, mit dem Brustton der Ueberzeugung und mit teil Mn schallender Stimme von sich zu geben vermag. Zn diesem Sinne war Bismarck kein großer Redner. Gleichviel, ob er vorbereitet sprach oder eine ja unmöglich ^«rzübereilende Erwiderungsrede hielt — immer entrang A das Wort mühevoll und fast widerwillig feinen men. Das zunehmende Atter und damit das Rosten der ftoefdjarniere hatte diese Mühseligkeit und Widerwilligkeit |:i: wenig gesteigert. Fast ebenso, sich selbst zum Verdruß, He ick Bismarck schon in feinen besten Mannesjahren, in Anfang der Kulturkampfsiebziger, Tag um Tag sprechen Hier. Oft ist mir der Gedanke anfgeftiegen, ob dieses nLvolle Gebären des jungen Wortes nicht mit zu den Simufpielerkunststücken gehöre, die jeder Redner besitzt und Lrii'tn muß. Aber erstens schauspielert man mit solchen Singen nicht lange und nicht immer bis zur Naturtreue, «ö dann lassen sich auch innerer Gehalt und sprachliche gar nicht denken ohne eine bedeutende Kraft- anilrinigung, die sich zu erkennen gibt durch das Zucken der Muskeln des Gesichtes, der Hände und der Arme, bmdM das peuchen und Stöhnen und Stocken, durch alle hene «äußerlichen Kleinigkeiten, die in Laienaugen Bismarcks fiüit wruhm beeinträchtigen. Bismarck war her bedeutend st eRedner, den bas I Hutfodfc Parlament jcit seinem Bestehen zu hören bekommen. ! ttkimarck ist der einzige Redner des deutschen Reichstages, IHlien Reden zur deutschen Literatur gehören — wobei ■iq immer wieder betone: wesentlich wegen ihrer künst- Beherrschung ber Sprache. Dies klingt für ben ^eser und bcn gelegentlichen Zuhörer einer r,, MMMckschen Rede vielleicht übertrieben ober gar falsch All ! Nber berüchtigten Häufigkeit ber Sätze, in denen §561' • irä „auy der Konstruktion fällt". Man darf sogar fejer,! j nP_: J*l_c Ntchtoolle'.rbung der Sätze — im Schulkauder-- , J# Anakoluth — ijt das bezeichnendste äußerliche des Btsmarckschen ReöestüL Aber es gibt Ana- AW! i, der Dieb gelangte vom gestern abend, während er sich zu Bette begeben hatte und eine Ehefrau ausgegangen war, ca. 60 Mk. aus seiner Ladenkasse von unbekanntem Täter gestohlen. Die Außen- noch ihre Jungen. = Lich, 13. April. Gestern und heute sand in Anwesenheit von Seminardircktor Dr. Sckfäfer-Friedberg die Aufnahmeprüfung in die beiden Unterklassen der Großh. Präparandenanstalt statt. Das neue Schul- jar nimmt morgen seinen.Anfang. Verhandlungen getreten, die bereits zu einem günstigen Ergebnis geführt haben sollen. _ , ,,, Nach einer Meldung des Bali von Koftowo herrscht tn Ober-Albanien vollständig Ru he. ES verlaut^, die Führer der Albanesen hätten ihre Unterwerfung an gewisse Bedingungen geknüpft und die Forderung der Entwaffnung zurückgewleien. Von Konstantinopel sind fünf Bataillone mit einer Telcgraphcn- abteilung und Krankenwärtern abgegangen. Ans Teheran, wird gemeldet: Der M c df chl i S verhandelte über die unerwarteten Folgen des in den lebten Lagen genehmigten Salzmonopols, durch das der Preis des per- fifchen Salzes bis zu 80 Kran pro Karwar geltergert wird. Das russische Salz kostet in den Häfen des kaspischcn Meeres,12 Kran pro Karwar. -- Ed Daulehs Salzmonopol droht infolge der verstärkten Einfuhr des russifchcn Salzes das persische Salz aus Nvrdpersicn zu verdrängen. Aus Sta&t und Cant» Gießen, 14. April 1910. reichert werden. . Darmstadt, 12. April. Das Pottzetamt Darmstadt hat die Abhaltung der F r o n l c i ch n a m s p r o z e, 11 o n *• Die A-B-C-Schützen. In der Volksschule wurden mit Beginn des Schuljahrs 212 Knaben und 175 Mädchen, am Gymnasium 32 und an der Realschule 40 Knaben und an der höheren Töchterschule 68 Mädchen, im Ganzen also 527 Kinder neu eingeschult. *• Diebstahl. Einem hiesigen Bäckermeister wurden ” Vom Großherzoglichen Hose. L-er Erb- ^großherzog und Prmz Ludwig sind gestern nachmittag Dem Kaiser'. Zum drittenmal wird morgen unserer Stadt Gießen ifcie Ehre, und Freude zuteil, den Kaiser in ihren Mauern begrüßen zu dürfen. Wenn auch wiederum wie bei den beiden früheren Gießener Kaisertagen der Besuchs in erster Linie seinem Hess. Infanterie-Regiment gilr, so ist er doch auch der Stadt und ihren Bewohnern zugedacht, ^ft doch sein Regiment auch unser Regiment. Unser Regiment nicht nur, weil es Gießen als Garnisonstadt hat, sondern weil durch das herzliche, freundschaftliche Verhältnis zwischen der Bürgerschaft und dem Regiment, die beide durch Hunderte von tüte des Ladens war abgeschlossen, Fäden seit vielen Jahren innig miteinander verbunden Innern des Hauses in den Laden. • - • ■ " ' ---* «nur* hnm ^nTT ** Ein Stilleben auf der Eisenbahn. Man schreibt uns: Ein Rotschwänzchen hat sein Nest in einen Eisenbahnwagen gebaut, der täglich zwischen Friedberg und Gießen verkehrt. Während der Brutzeit machte es >tets die Reise mit und ließ sich nicht stören. Jetzt find die Kleinen ausgeschlüpft, )ie beiden Alten machen weiter die Fahrt mit und füttern dabei sind, für das 2. hessische Regiment i)^ Bort vom „Volk tn Waffen" im schönsten Sinne verwirklicht ist. Unser aiment aber auch, weil viele Angehörige des Regiments Söhne der Stadt Gießen oder doch der Provinz Oberste fen sind Dankbar erinnern wir bei dem morgigen Kaiserbejuch uns' der herzlichen Anteilnahme, die der Kaiser bet den Feier ihres dreihundertjährigen Bestehens unserer Ludo- viciana durch die Entsendung eines be,anderen Vertreters bekundet hat, und freudig haben die Bewohner der Stadt aus der Ankündigung des diesmaligen Kaiserbesuches auch setzt wieder ersehen können, daß der Kaiser gerne nach Gießen und zu seinem hessischen Regiment kommt, um sich auf dem schönsten Exerzierplatz Deutschlands so hat einmal der unvergeßliche Kaiser Friedrich unseren Trieb genannt — selbst davon zu überzeugen, ob der alte Rus der Hessenkrieger, tüchtige Glieder des deutschen Heeres zu sein, noch gerechtfertigt ist. . . _ .. £ Wir sind gewiß, daß sich der Gietzener Kayertag von 1910 denen von 1906 und 1907 würdig anreihen wird, ^n dieser Erwartung heißen wir den Kaiser als den obersten Träger der deutschen Einheit herzlich in unserer Stadt willkommen! •» Zum Kaiserbesuch. Die Fahrt des Kaisers hierher wird über Usingen, Braunfels und Wetzlar vor sich gehen. Von hessischen Gemeinden wird außer Gießen selbst nur noch Allein. Lin den durchfahren. Auch für die Rückfahrt, über deren Zeitpunkt noch nichts bc- fuunntes feststeht, ist derselbe Weg in Aussicht genommen. Dcr Großherzog wird, wie wir entgegen einer vielfach verbreiteten Annahme mitteilen können, diesmal an der Regi- mentsbesichtigung nicht teilnehmen. Den Zuschauern bei der Besichtigung ist anzuraten, bi§ spätestens 10V-, Uhr en Ort und Stelle zu sein und sich streng an die ÄbsperrungSgrenzen — im Süden die Straße nach Rödgen, im Osten der Rand des Exerzierplatzes, un Norden der Rand des Waldstreifens südlich von Wleseck und int Westen die Kirschen-Allee — zu halten. + Kirchgöns, 13. April. Dieser Tage fand die Generalversammlung des Kaninchen- und Geflügelzucht Vereins statt. Ter Vorsitzende Gebrhard warf einen Rückblick auf das letzte Vereinsjahr. Im Anschlüsse hieran überreichte er den kürzlich ernannten Ehrenmitgliedern Bürgermeister Nern hier, Georg Stoll und Otto Engel aus Bad-Nanheim, Ehrendiplome. Die drei Herren gaben ihrem Denke für die ihnen gewordene Ehrung Ausdruck und versprachen auci) in Zukunft dem Verein ihr Interesse zu bewahren. Nach einer einstimmig gutgeheißenen Statutenänderung verlas Herr Engel aus Bad- Nauheim einen Bericht über bic Mainzer ^erbandsausstellung vom 12. bis 14. März d. I. verr Stoll aus Bad-Nauheim hielt dann einen Vortrag, in dem er auf die Bedeutung der Ri nd Viehzucht und speziell der Aufzucht von Jungvieh h nwies. Schließlich wurde noch befchlopen, am 22. Mai einen lluoflug nach Äof-Güll zu unternehmen. •' X Bad-Nauheim, 13. April. Der Bildungs- Verein hielt heute abeud seine Hauptversammlung ab. Nach dem Rechenschaftsbericht hat sich der seit 1906 unter dem Vorsitz von Oberlehrer Dr. Strecker bestehende, jetzt mehrere hundert Mitglieder aus allen Bevölkeruiigstreisen der Stadt zählende Verein un letzten Jahre günstig werter entwickelt. Seine Haupttätigkeit suchte der Verein m. der Ausgestaltung der Lesehalle und der Bücherei, dann hauptsächlichem dcr Veranstaltung von Theakeravenden durch das Rhein-Mainische weniger ui brr Abhaltung von Vorträgen. Durch die weitgehende Unterstützung der Stadtverwaltung konnte besonders die Bücherei, die mit jedem Jahre reger benutzt wird, wesentlich be- Tas v e t e r i n ä r - p a t h o l o g i f ch e Institut dcr Universität Gießen hat aus seiner reichhaltigen Sammliing an 100 Präparate ausgestellt und damit anschaulich dargetan, daß auch unsere wildlebenden Tiere von den verschiedenartigsten Ertränkungen heimgesucht werden. Auffallend ist, daß unter sämtlichen nicht ein einziges zu inden ist, das Bezug hätte zu Krankheiten des Menschen, ein weiterer Beweis für die bereits feststehende Tatsache, daß dem Menschen beim Genuß des Fleisches unserer jagdbaren Tiere entfernt nicht bic Gefahren erwachsen, bic der Verbrauch des Fleisches unserer Schlachttiere mit sich bringen kann. Ta erfahrungsgemäß Erkrankungen unter dem Wild selten auftreten, war es mit großen nchwierig- eiten verbunden, eine derartige Sammlung zu gewinnen. Von den Präparaten interessieren uns zunächst die tierischen Schmarotzer, die in selten schönen Exemplaren vertreten sind. Reges Interesse unter den Besuchern ruft m erster Linie die Taubenzecke (Argas reflexus) hervor, em ganz gefährliches Ectoparasit. Tie Zecken finden sich Haupt ächlich m Ritzen und Spalten der Verschlage, gehen nacht? besonders auf den jungen Bestand über, um Blut zu saugen. Infolge der örtlichen Belästigung und des beträchtlichen Blutverlustes gehen die jungen Tiere in 8 bis 15 Tagen mit Sicherheit ein. Zur Erläuterung der Widerstands- fähigkeit mögen folgende Angaben dienen. Abtötungsvet' uche mit den üblichen Antlparchftica waren vergeblich, >er Einwirkung Dort Formalindämpfen, wie sie der be* kannte Lingnersche Desinfeltionsapparat liefert, wider- standen sie sämtlich, obwohl sie dreimal je 3 Stunden lang behandelt wurden. Ter dreitägige Versand von Gießen nach Darmstadt in fest verschlossenen Kisten vermochte den Schmarotzern nicht zu schaden. Von den Parasiten, die durch ihr Schmarotzertum in inneren Organen berüchtigt inb, sind zu erwähnen die bekanntesten Bandivurmarteu, reren Entwicklungsgang an Hand beigegebener ^rlaute- rungen und Zeichnungen gemeinverständlich geschlldeu wird, die Rachenbremsen, die bei Hirschen und Rchwill gelegentlich in so großer Anzahl Vorkommen, daß die Tier infolge der behinderteii Luftzufuhr ersticken müssen Untei Hirschen kommt in manchen Gegenden ebenso wie bei Der Wiederkäuern unserer Haustierarten die Leberegelseuche vor deren Erreger ein Larvenstadium in ^dynecten durchmam Gründliche Drainage, wodurch den Schnecken die Tebe bedingungen entzogen werden, ist das beste Bekampfuug- Zwischen Wild und Haustiere tl bestehen WechselbezteM gen der vetschiedensteii Art: die für Schafe so 9efa^r^. Lungenwürmer sind auch beim Reh zu finden, und F bei denen die erkrankten Tiere entgingen, juti) schon o beobachtet worden. Dasselbe glli für Hasen, bear Lungenwurmseuche, bedingt durch Vtrongylus connnutatu erkrankt sind. In anderen Fallen findet man beim » I Abweichungen ganz eigenartiger 'Natur. Tie Nnterh und die Muskulatur ist Sitz zahlreicher Knoten d e m« früher als Zeichen von Shplfilis ansah. Tiefe .lnfich - aber falsch: Uebertragungsversuche, selbst auf bas^demH^ nahestehenbe Kaninchen waren crgebni^oß. 3 l lang befinbet sich ein Präparat, das diese parhologisM ^'^^Vori Äche^nbrüchen, Lchußverletzungen und denc Folgezuständen am Schädel und beit Lausen jnib Beispiele ansgelegt. Mißbildungen mit slö.rungen, vornehmlich tn den Laufeit, stnd bi •. von Darmstadt in Lich angekomnien. Der Groß Herzog wird sich von Lich aus wahrscheinlich auf einige Tage zur Auerhahnjagd nach Romrod begeben. " Ordensangelegenheiten. Der Großherzog hat dem Postsekretär Gg. Wenzel in Alsfeld das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Der König von Preußen hat die Erlaubnis zur Anlegung nichtpreußischer Orden erteilt: Des Komturkreuzes 2. Klasse des Hessischen Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Obersten z. D. See der er im Landw.-Bezirk Saarbrücken. Des Russischen St. Annen- Ordens 2. Klasse: dem Obersten v. Ilse mann, Kommandeur des Leib-Drag. Regts. (2. Hess.) Nr. 24. Der 3. Klasse desselben Ordens: dem Rittmeister Andr a e, dem Cberttn. v. Platen, beide in demselben Regiment. Des Russischen St. Stanislaus-Ordens 2. Klasse: dem Major Freiherrn v. Schauroth beim Stabe des Garde-Drag. Regiments (1. Hess.) Nr. 23, dem Major Ritter u. Edlen v. Loeßl int Leib-Drag. Regiment (2. Hess.) Nr. 24. Der 3. Klchse desselben Ordens: den Lberleutn. Grafen v. Limburg- Stirum, v. Kaulla, dem Zahlmstt. Saxe, sämtlich im Leib-Drag.-Regiment (2. Hess.) Nr. 24. •• Aus dem Militär-Wochenblatt. Generalleutnant Graf v. Schliessen, Gouverneur von Mainz, zum General der Kavallerie befördert. Ernannt wurde Otto Becker in Nidda zum Schreibgehilfen bei dem Amtsgericht Nidda. *• Erledigt ist an der Ernst-Ludwig-Schule zu Bad- Nauheim eine Lehrer stelle mit einem Lehrer oder Schulverwalter, der den Zeichen- und Gesangunterricht übernehmen kann. "Unser Regiment geht am Montag srüh zum Bataillonsexerzieren nach dem Truppenübungsplatz Darmstadt und wird dort 10 Tage bleiben. "Hessische Automobil st ati st ik. Am 1. Januar 1910 waren in Hessen n. d. Darmst. Ztg. 872 $ur Personenbeförderung dienende Kraftwagen, darunter 4o2 Krafträder, und 39 Lasttraftwagen vorhanden. In der Zeit vom 1. Oktober 1908 bis zum 30. September 1909 gelangten zur amtlichen Kenntnis 31 Unfälle. Von den Führern der .straft» sahrzeuge entzogen sich vier ihrer Feststellung durch die Flucht. Polizeisttafen wurden in drei Fällen festgesetzt: gerick)tlick)es Strafverfahren wurde in fünf Fällen eingeleitet. Verletzt wurden durch Kraftwagenunfälle 25 Personen, getötet niemand. ** Verband der Detailliften-Vcreine in Hessen. In bei am 12. dieses Monats in Darmstadt abaehaltenen Vorstandssitzung berichtete der Vorsitzende, ^^ufmonn W. K alb fuß, über die Neuregelung der Unfalllrersicherung (Reichsvcrsicha- i u n g s o r d n u n g.1, soweit das Handclsgewcrbe dabei in Betracht kommt. Seither mußten die Inhaber dcr versicherungspslichtigcn Betriebe im Handelsregister eingetragen sein. Diese Bestimmung ist in den neuen Gesetzentwurf nicht ausgenommen, sondern, alle die Betriebe sollen in Betracht kommen, die über den Umsang des Kleinbetriebes hinausgehcn. Es wurde sür nötig erachtet, daß die Eintragung im Handelsregister weiterhin Bedingung bleiben muß, um eine schärfere Abgrenzung herbeizuführen. Selbstverständlich sollen auch alle in Betracht kommenden genossenschaftlichen Betriebe versichemngspflichtig sein, was zurzeit nicht der Fall ist. Ferner mutz im Gesetz ausdrücklich ausgesprochen sein, daß die gesamte Tätigkeit des Personals der Versicherung untersteht, um der Tellversichcrung, wie sie zurzeit noch besteht, ein Ende zu machen. Im Änschlntz daran wurde für erforderlich erachtet, daß die Bestimmungen über die Eintragung im Handelsregister schärfer anzuwenden seien. Zuber Reform des Fortbildungsunterrichts wurde eine Stellung noch nicht genommen, dies soll auf dem diesjährigen Berbandstag geschehen, der am 22. Mai zu Friedberg stattsindcn soll. Weiter wurden nom Beschlüsse gefaßt wegen dcr Beracbung staatlicher Licserungen unter Umgehung des Zwischenhandels und Liesermigen von Grossisten direkt an Private. " Besitzwechsel. Die Hanausche Besitzung an der Marburger Straße ging in den Besitz des Seifenfabrikanten Sternberg in Weilburg über. Deutsche IMoiiiett» Berlin. 13. April. Die neuen Verhandlungen zwi- scheu dem Sekretär des K o l o n i a l a m t c s und der Kolon i a l- g c f c l l f ch a f t für Südwest-Afrika, wegen dcs großen D i a - mantcnvachtgcbietcs sollen am Freitag und Samstag stattfiuden. Der Kampf im Baugewerbe. * Gießen, 14. April. Tie gestern hier abgetzattenen ^Versammlungen haben .nod) feine endgültige Entscheidung darüber gebracht, ob ccuch hier und in der Umgegend die Aussperrung der Bauarbeiter vor sich geht oder der Friede erhalten bleibt. Aber der Beschluß der Unternehmer, die Arbeitsein st el- il'ung nicht schon am 15. April vorzunehmen, sondern bis zum 23. April hinaus zuschieb en, läßtdie Annahme Lu, daß unserem heimischen Baugewerbe der Kampf erspart Bleibt. — Die Arbeitnehmer beschlossen in einer stark besuchten Versammlung, nach den Entschließungen des Ar- Leitnehmerverbandes zu handeln, nach denen sür die ersten 14 Tage der Aussperrung die Unterstützung in Fortfall kommen und dann die vom Verband beschlossenen Satze gewahrt werden sollen. Wetter sollen sich die in Arbeit bleibenden Arbeiter verpflichten, sür die Zett der Au^- f>errung erhöhte Beiträge an die Verbandskasse zu leisten. In Darmstadt dagegen scheint es zum Kamps zu kommen, wie aus folgender Nachricht unseres dorrigen Redatttwiisbure-aus hervorgeht: Darmstadt, 13. April. Der Verband der M aur er- mi ei st er und Zimm er meist er zu Darmstadt und Um- -qedung ist der Weisung des deutschen Arbeitgeberbandes gefolgt und wird am 15. April abends alle Betriebe Schließern _ Aus Marburg endlich wird uns gemeldet: T-er drohende Kamps im Baugewerbe macht sich auch in hem -kur hessischen Oderhessen und dem Hinter Landkreis bemerkbar. »So ist diesm-al von dem jährlichen Massenauszng der Maurer ins westfälische Industriegebiet so gut wie war nichts zu spüren. Die Leute smd saft durchweg zu 'Haufe oder wenigstens in der Nähe ihrer S>ctmat beschäftigt mnb denken gar nicht daran, diesmal aufv Ungewisse in die Ferne zu ziehen. Sie befolgen damit die Ratschlage dcr Redner, die sie im letzten Winter und bis in die letzten -Taac hinein in ilfren Dörfern besuchten. Es kommt ihnen zu statten, daß gerade in den Gegenden, wo die meisten 'Bauarbeiter zu Hause sind, z. B. im Dill-, scheide- und 'Edertal, Eisenbahnen gebaut werden. Dazu kommt noch der Dcui der großen Talsperre und die ungewöhnlich starke Bautätigkeit in den ländlichen Ortschaften, wo die Arbeiter 'oft als Unternehmer auf treten. Wurden doch im Vorfahr, mm nur ein Beispiel anzuführen, allem un Landkreise Marburg 160 Baugefuche mehr genehmigt, wie 1908 nnd icklem 'Anschein nach wird in diesem Jahre noch bedeutend mehr gebaut. Aus allen diesen Gründen bleiben die Leute zu Hause. ______ ________ auf dem Eigentum bet Kirchengemeinbe St. Elisabeth fin der seither üblichen Weife für dieses Jahr gestattet. FC.'S ch ö n b e r g , 13. April. Die F ü r st i n-M ntter zu Erbach-Schönberg, geb. Prinzessin von Battenberg trifft om 16. April nach längerem Aufenthalt in London im Kensington Palace und nach einem viorzehiitägigem Tefuck auf Schloß König zum ständigen Nufenthcht bklein. In Seit nächsten Tagen werden weiter erwartet Prinz Viktor zu Erbach-Schönberg mit Gemahlin aus München, sowie Prinz und Prinzessin Wilhelm zu Stolberg-WernZg? rode aus Rom. Die Ervachschcn und Wernigerodischcu Herrschaften begeben sich von hier im Mai zu den Hochzeitsfeierlichkeiten nach Lich. — Fürst und Fürstin zu Walbeck unb Pyrmont treffen in ben nächsten Tagen von Stuttgart auf Schloß .König ein, zum Besuche bes 'Fürstenpaares Erbach-Schönberg. Der Aufenthalt währt mehrere Tage. w. Wetzlar, 13. April. Die Generalversammlung bc5 Spar- und Ban Vereins für Arbeiterwohnnngen war gut besucht. Nach dem Jahresbericht ist der Acktglicber- bcstand von 130 mit 138 Anteilen auf 143 mit 152 Anteilen gestiegen. An der Nauborner Straße wurden ein MietshauZ mit 6 Dreizimmerwohnungen und 4 Einfamilienhäuser fertig- gestellt und bezogen. Für dieses Jahr sind dort ein Mietshaus mit 6 Zweizimmerwohnungen und 4 Einfamilienhäusern in Angriff genommen. Die Stadtverwaltung hat wieder die Bürgschaft für diese Häuser übernommen. In den Häusern dcs Vereins wohnten am 31. Dezember 1909 22 Familien mit 119 Personen. An Grundeigentum besitzt der Verein 93,86 Ar im Werte von 9344,61 Dck. Dazu wurden an der Gabelsbergerslraße zur Abrundung 9,06 Ar zum Preise von 2739,20 Mk. erworben. Nach den Plänen des Architekten Hamann-Gießen sind auf diesem Gelände 18 Häuser, darunter mehrere Einfamilienhäuser, vorgeschen. Dcr Preis für ein Familienhaus ist auf etwas über 6000 Mark berechnet. fc. Hanau a. M., 13. April. Im Alter von 80 Jahren verschied heute der hier im Ruhestand lebende frühere Pfarrer der Johanniskirche, Friedrich Wilhelm Junghans. Ter Verstorbene, der in jungen Jahren in Hüttengesäß, Unter- Reichenbach und Langenselbold als Seelsorger wirkte, entstammte einer alten Pfacrerfamilie. Er lelbst, ein guter Kenner der Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hanau, des ehemals reichsständigen Hauses Isenburg und der hessischen Geschichte, entwickelte auf dieftn Gebieten eine rührige schriftstellerische Tätigkeit. Mehrere Beiträge zur Geschichte seiner engeren Heiniat sind in den Mitteilungen des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde in Kassel erschieneii, dessen Mitglied Junghans lange Jahre war. Auch als Mit« glied und Vorsitzender des Bezirksvereins für hessische Geschichte und Landeskunde m Hanau war er eifrig bemüht, Wissenswertes zu sammeln imb aufzubewahren. Mit ihm sinkt ein Hesse von echtem Schrot und Korn ins Grab. X. Hanau, 13. April. Mit Rücksicht auf bic 40jährigc Wiederkehr des Sedantages soll in diesem Jahre eine größere Feier stattfinden. Eine heute abgehaltene Versammlung beschlvs,, bei der Stadt die Anfrage zu stellen, ob mit dieser Sedanseier die Grundsteinlegung für ein Kaiier-Wilhelm-Dcnkmal in Hanau verbunden werden könne. Das vor Jahrzehnten von einem Hanauer Bürger für die Errichtung des Denkmals gesfiftetc Kapital ist durch Zinsenzuwachs letzt zur Höhe von 77 600 Mk. gekommen. Sieben auf Ser jagöausfteliung in varmstM. seife"111* jfuir«" °__ Sc hoben. . Schiner ben W da $ic oettev du • )V[ 7)1 »amt UM W 1« i" i fifibm internationalen ~ ait-5 ibre ^ndBrten «jksboden idiuDch . ÜCU urteilt. Sei^it einen, perb an'5 Tk. 'Ironb 2 BiillaiiMdein qeiniuu am A. Juli ®.Mp worden mren. $or der Sckcvers rochen bic ettaifammer verurteilte zu 51, Ähren Zuma ftanzöstsch Gott zmn Zeu Strafe ihm den rod bi Gorlin, 13. Av 21|äbtiaen öilHgendjt« 1. Mar.; 1910 unroeit liebte, bic Whrigk motbet unb die Seid Halle, ;uin Tode. (Eine dritte ß Frankfurt, 13. Ocsellsckast Dcröric Der jdtlW- daß bie v jür bir Leitung eines br ■iiä prahiticrm unb per für das neue Untcrnebmc LchaiWcl-EnseinW jinb als ob jene ?cftrebungen i ÄlricnHescllschast criolge dahci veranlag, himm der genannten denen unter ihm Leitung in fc bic leitens der %uen j smichlung eines drill sind, und daß die Neue fi.'bungen eine Sonin Oeschmack-R^i.?e Spezial - Abfeij für Baby.Wäs 2 Jahrzehnte an der Spitze üatta-Penha-to, fcmre. LaBßflEBtal-CasDtdiooc- und edxm sind sieb Radfahrer und Fachleute einig Über die grossen Vorzüge des Heute zeigt sieb noch dasselbe Bild: Continental immer noch Continental Pneumatik WM Feinde Lc xnbi9enMt^' oUsLö?§ xu und •Un^aixu?Wi2 Slt"’ Ä,ä1^ 8»rei5 u. 2224 an den Gieß. Anz. erb. Musik-Wciil Rhytnmische Deiningen (Dalcroze) MöE-Klavier-Theorie Klassen- und Einzel-Unterricht. Elisabeth Decker, Nord.-Anlage 31. E *i unseren >>au stieren nicht gar zu feiten. Wir rin den. o. einen ZungKasen mit einem ÄWi. zmen Nucken und .< Prüfen. Ausgewachsene Tiere dieser Art werdeu nie zur i^trerfe gebracht. Lind sie bei der Flucht chmidt, geb. vensel, in Schwalheim. — Fräulein Eharlotte Bender in ^.arin- Üadl. — Frau Johannette Schneider Witwe, geb. Zultmann, Herr Wilhelm Tietz L, Herr Adolf Scheer, Herr Hermann Becker, sämtlich in Wetzlar. — Herr Peter Lranlhig m Tillbeim etblKten mutz." L>ier»u brrnerft die F : xer bedeuNlngsoollc Plan, mit dem die Gesellschaft jetzt hervorrrikl. wrrd gemrtz iu allen an Mn IbcnfcrlebrK Frankfurts interessierten Ärcihcn mtt LYM' patbre begrützt werten. Es ist «u vermuten, datz die dritte Und- tische 'Sühne das S dein Haus von der Cpercttc eittlmten und einen Teil des intimeren Schauspiels anfnehmen wll. Eine nllÄilige tellings-telütag für Mark 36.90 D.tz Ein schwimmender Gerrchtshof wtrd, wre aus Newvork berichtet wird, in diesem Sommer an der äuste von ‘ Alaska eingerichtet werden, wo unter den Lachsiangern die Gc'ey tofiqfeit immer mehr zunehmen soll Ter Rubler Eushman, von einer großen und einer „kleinen" x$urti begleitet, .^^0 wahrend der Sommermonate in einem Regierungskutter an der 2000 engl. Meilen langen Küste auf- und abkreu^en und halten bleiben, um Recht äu sprechen, wo sich dies als notwendig crroetien lallte. Wird auf Geiängnisstrase erkannt, so werden die Verurteilten an Bord des Kutters gehalten, wo sie ihre Strafe dann in einem schwimmenden Gefängnis absitzen TK Ein Bries, der v i e r u nd z w a n z i g Jahre in einem 'Brief falten gelegen hat, wurde dieser Tage dem Absender mit einer höflichen Entschuldigung vom Generalpost- meifter dem Absender, Mr. W. Lang m Milltead, Kent, roieher zugestellt. Ter Brief wurde entdeckt, als man den alten Briefkasten entfernte und durch einen neuen ersetzte. Er hatte sich in einer Spalte festgeklemmt und war daher beim Entleeren des Briefkastens von den 'Beamten übersetzen worden. Kleine Tnoeschronik. Eine neue Borortltratzenbahn wird der G r otz en^ Be 1/ liner Straßenbahn an gegliedert werden, ^-er .lul- iichtsrat hat beschlossen, die Aktien der „Reuen Berliner ^tratzen- bahnen Nordost Akt.-Gei., Berlin-Hohen,chönbarnen , mc 'ich bisher im Besitze der kontinentalen Gesellschaft für elektruche Unternehmungen in Nürnberg und der Elektra in Dresden befanden, ;u erwerben. Das Unternehmen soll selb,fündig weiterbestehen. Tom EisenbalmMgführer, der durch mutige Entschlossenheit bei dem Mülheimer Eifenba h n - unglück den Üpladener Eilzug unmittelbar vor der luv sallstelle zum Stehen brachte, wurde von seiner vorgesetzten Behörde für die pflichttreue Tat die Anerken n un g ausgesprochen. Des Lokomvnrführers des Erpreßzuges, der durch Ueberfahren des Haltesignals das Unglück hauptiachlich verschuldet haben sott, hat sich der irokomottvführerverband angenommen. Er wird ihm einen Rechtsbeistand stellen. Der aui einem Weinberg m O > ch a tz neu erbaute Wass e r- t u r m ist gestern früh fürs nach 4 Uhr völlig c i n g e stur z t. Er war erst kürzlich mit einem Kostenauswand von 30 000 Mk. erbaut lüorben. . _ _ . Ini obersten Stockwerk der Grotzen Oper zu Barts kletterten bei der Abhaltung der Ballettschule mehrere Kinder im Uebcrmirt auf das Kuppeldach. Dabei ftt'irzte der 10jährige L-ohn eines seit Fahren in Paris lebenden deutschen Mechanikers auf das Straßenpflaster und war sofort tot. In Rees entstand im Hause des -sattlers b an d e Mo etter kurz vor 9 Uhr Feuer, das einen großen Umfang annahm und auch die Nachbarhäuser ergriff. Die Frau des Sattlers, die vorgestern niebergefommen war, , ist mit ihrem Kinde verbrannt. Drei Feuerwehrleute wurden von einem einftürzenden Schornstein getroffen und schwer verletzt. In Kairo streiken 4000 Stil deuten der Universität Al Azhar. Sie verlangen tüchtigere Lehrer, Vergrößertlng der Bibliothek und gewisse Änstellungsvorrechte. Die Regierung bat die Schlichtiing dem Univcrsitätsrektor überlassen. Es herrscht 1 vollkommene Ruhe. rVucksachen aller Art lasqy liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Deriniidtfe». ♦ A u s der R c i chs ba u pt n a d t. ')hdU^ lucnigcr als sieben deute wurden im Laufe des gestrigen Tages über - fahren und >ch,oer verletzt: dazu kommen noch eme ganze Rethe von Bcrfoncn, dtc gleickialls überfahren, aber nur leicht verletzt sind Aus dein Moabiter Zellengefängiiis wurde einem Mann dic Freiheit wiedergegeben, der im Fahre 1876 wegen Mordes 3um Tode oer urteilt, vom .datier aber begnadigt wurde. 3n dem Stratzcnqewirr der inzwischen zu Millionen angewach,encn Reid in ad t benahm er fick wie em -11 ter n de s K mb Zwischen einem Gendarmen und einem etrarlmg kam e? am dem Weg von N e 11 d 0 r f-Spremberg nach Berlin zu einem Mampr. Der Arbeiter entriß dem Gendarmen den Rcvolvcr, aber ehe er ihn entsichert hatte, war er ihm abgerungen Als der Berliatlftc ihm daraus das Seitengewehr entriß und auf ihn eindrang, wurde er von dem Beamten erschossen. 3.60 2.40 2.10 .3.00 5.40 1.80 2.25 3.75 2.70 3.90 1.50 0.75 1.50 2.25 36.90 Nasswäsche ?1 W»;*i** (mindestens 30 Pfund trocken ge *vClf]C wogen), gewaschen, gebleicht, geblaut itiib oentrifugiert (ausgeruiigem, also fertig bis zum Trocknen, kosten Mk. 2.10, jedes weitere Pfund 7 Pfg. TrockewGetegenbeit auf unterer mit verzinkten Drähten befpamv icn Bleiche iber Morb, ea. 30Pfund, für 18Psg.» Ab unserer Bleiche kastenlose Rückbeförderung in Ihre Wohnung durch unseren Wagen. Dampf-Waschanstalt „Edelweiss“ aunerikanische Neuplätterei für Herren-Wäsche ESZrofdorfer Str, 12 Telephon 487 Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit geftern friih: DaS westliche Tiei- driickgeviel brachte gestern noch verschiedentlich geringe Regen, ist aber jetzt tm Ab^ng nach Norden begriffen. Auf seiner,Ostseite wehen in Deutschland warme südliche Winde, ohne datz heute morgen nod) nennenswerte Regen niedergehen. Jii vergangener Nacht sank das Thermometer nicht unter 10 Grad. Da die West- Zyklone sich letzt von Tenlschland entfernt, weiden nennenswerte Regei: nicht mehr vorkommen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag dem lo. April laiu. Zeitweise heiter, höchstens strichweise unbcbcuteiibcr Regen, warm, Südwind. OriginaL-DrahtmelSunsen. Zum Ausstand im Baugewerbe. Berlin, 14. April. In den oberrheinischen Städten macht sich das Bestreben der Bauunternehmer geltend, diejenigen Bauarbeiter nicht auZzuschließen, die keiner Organisation angeboren. Ein schwerer Unfall zur See. Stettin, 14. April. Bei Saßnitz raunte gestern abend um 8 Uhr bei einer Nachtübung der kleine Kreuzer „M ü n ch c u" gegen das Torpedoboot 122. Oas Boot wurde mittschiffs getroffen und vollständig a n f g e r i s s e n. Die Matrosen Küster nnd Genc wurden dabei getötet und mehrere andere Leute der Besatzung schwerverletzt. Die anderen Torpedoboote eilten dem sinkenden Boote zu .^ilfe, so daß das vollständige Versinken deÄ schwerbeschädigten Fahrzeuges vermieden wurde. Heute morgen wurde es von den Torpedobootett c^l*-8 unb 11b nach Swincmünde abgeschleppt. Die gesamte ^.orpedoboots- flotille hat halbmast geflaggt. Homburg v. d. H., 14. April. Der Kaiser empfing heute vormittag den Ehef des Militärkabinetts Fretherrn von Lyncker und den Kriegsminister von iöccringcn zum Vortrag. Sidney, 14. April. Bei den Wahlen zum Sun/ despartamcnt gewann die Arbeiterpartei 18 Sitze. Sie ist damit imstande, im Verein mit den unabhängigen Liberalen eine Mehrheit von 19 Stimmen zu bilden. Tokio, 14. April. Im Hasen von Kobe explodierten 1 3 0 Tonnen Tnuamit, wodurch viele Leute verletzt und in der Stadt zahlreiche Gebäude beschädigt wurden. 030521 Em qebr. Schreibtisch und belle Frübiabrsjackc zu verkauf. Schiffcnbcrgcr Weg 30 p. 03047) Ein Bulle, Simmentaler .Streu,^ung, 17 Mon. alt, z. Sprung gekört, siebt zu verkaufen bei Adam Rotb 111., Vangsborf. IHärtte. L. Friedberg, 18. April. Ter heutige Schweinemarkt nun aitßerordentlich gut befahren, liebet 1800 o>erkel waren zu '"larftc gebracht wordeit. Ter ■öanbel war flott und bts gegen Mittag war vielfach ausverkauit. Aber es mürben auch Hobe Preise gefordert unb erzielt. Tas Paar Ferkel kam auf oO, 60, 70 ^.«irchhain, 12. April. Ter heutige R i n b v i e h m a r k t war mit etwa 00 Kühen, Rmberu und Kalbern beschickt. Besonders verlangt unb gut bezahlt würben nischmclkenbe Krche. — icm S chwetne in a r 11 waren über 500 Ferkel unb lauter Augeiahren. (£rftcie kosteten 50—70 Mk., letztere 80-110 Mk. bas Paar. Limburg a. d. Lahn, 13. Marz. ,vr uch tm arku Durchschnittspreis pro Maller. Roter BJeizen lnassauischer) 18,30 Ick., weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 1 <,90 -1f., orn 1 -,00 ~ Jahren Zuchthaus^ verteilt. Bei dem einen, dem Schneider Lorenzo Maria rbcn waren. Vor der Strafkammer in Mainz hatte sich nun Schepers wegen dieses Diebstahls zu verantworten. Die S' lafkammer verurteilte ihn einschließlich der Wiesbadener Strafe W 51-. fahren Zuchthaus. Der Verurteilte rief fortgesetzt auf 'i«nzösisch Gott zum Zeugen an, daß er unschuldig fei und daß die Strafe ihm den Tod bringe. Görlitz, 13. April. Das Schwurgericht verurteilte den 21 jährigen .Hilfsgerichtsdiener Scholz, der in der Nacht zum I März 1910 unweit der städtischen Badeanstalt seine Geliebte, die 23jährige Maschineiinäherin Alma Sprenger ernt or bet und die Leickw in eine sogenannte Wemlache geworfen hatte, zum Tode. (Eine dritte städtische Sühne in Frankfurt. Frankfurt, 13. April. Tie Neue Theater-Aktien- ^Lf'ell schäft veröffentlicht folgende Mitteilung: „Angesichts ix’t Tatsache, daß die Herren Hellmer und Reimann, die lür die Leitung eines dritten Theaters in Frankfurt a. M. |li(fl piäsentieren und persönlich Ansttengungen machen, 'Beiträge ’nir das neue Unternehmen zu erlangen, noch Mitglieder unseres Schauspiel-Ensembles sind, hat sich vielfach die Ansicht verbreitet, ils ob jene Bestrebungen int Einvernehmen mit der Neuen Thcate^ Aktien Gesellschaft erfolgen. Aufsichtsrat unb Vorstand sehen sich daher veranlaßt, hiermit zu erklären, daß die Bestrebungen dei genannten Herren zur Errichtung eines dritten Theaters uirter ihrer Leitung in feiner Weise mit den Plänen harmonieren, bi- seitens der Muen THeater-Aktten-Gefttlschaft selbst wegen Errichtung eines dritten Theaters in ernster Behandlung sind, und daß bi? Neue Theater-Aktien-<^esellfchaft in jenen Best; düngen eine Konkurrenz für ihren Betrieb und ihre Pläne Tchttibinaslhiuell neu und gebraucht bill. abzugeben Hranz Eckert & Co., ______Frankfurt a. M. 2189 Ueberzählig. Pferd zu ücrf., von 2 die Wahl. (06151 Hotel Prinz Carl, Gießen. Spezial - Abteilung Ä Qnlfimnn j?i Pifl Scbulstr. 4 für Baby-Wäsche ni UUlUIHUII Ob UIÜij Teleph. 249 toöOTflotn'?;"Ss“3cn' 2219)______West Anlage 52 II. 2217) Abfallbolz und Haniväne au verkaufen. I. Wellböier, Tel. 743. Marburger Str. 34. M11Tl Gebr. Fahrrad mit Frei!. preisw. a. oerk. Hessenftr. 5. Beabsichtige mein Haus, ttlplalz 15 au verkaufen eventl. Laden mit Kontor?c. per 1. Juli anderweit, zu vermieten. <1621 AH.Wsllciiscls,MMiil.st. 03152) Gut erhaltene Bettstelle mit Matratze billig zu verkaufen. Rittergassc 11 im Laden. Sofiannütariträuditr, 'S1' tragend, billigst abzugeben. 2N8) Eim, Zriedrichstr. 14 I. Laal-ii. -»cisMtojskln M «start Euler, Hammsiraße 5. ÄÄ"41' BreakM H. 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Sämtliche Luftarbeiten sind mit einem Schutzned versehen, damit jedermann die tollkühnen Leistungen ruhig in Augenschein nehmen kann. Sämtliche Nummern werden geboten, wie sie der Seiltänzerkönig Blonding über den Niagarasall ausgeführt hat. Erste Eröffnungsvorstellung Freitag abend 8 Uhr. Sonntags finden 2 Vorstellungen statt nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr. Die Arena ist der Neuzeit entsprechend eingerichtet und mit brillanter Beleuchtung ausgestattet. Jeden andern Tag grosses Brillantfeuerwerk auf dem hohen Seil. Preise der Plätze: I. Vlad 40 Pfg., II. Platz 30 Pfg., Stehplatz 20 Pfg., Kinder zahlen auf allen Plätzen die Hälfte. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergcbenst ein 03142 ________________Die Direktion W. Delie. Giessener Freiwillige Feuerwehr Anläßlich der Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers werden die Kameraden gebeten, um 12l/^ Uhr am Turmhaus am Brand zwecks Du/* SpaBäerbildung anzlitreten.__________________________Das Kommando. Freiwillige Gaii’sche Feuerwehr Ztvecks Spalierbildung beim Kaiserbesuch am Freitag den 15. April er., bitten wir die Kameraden, sich vormittags 10 Uhr präzis, bei Kamerad Kunz (Haferfasten) einfinden zu wollen. Uniform: Tuchrock, Helm. v14/t Das Kommando. Gießener Volksbad AUien-Gesellschast iu Gießen. Bilanz am 31. Dezember 1909. Aktiva. Passiva. . -------- An Betriebs-Konto: Vorräte..... „ Kaffa-Konto: Beuand „ Konto-Korreut- Konto: Guthaben .... „ Immobil.-Konto: Grundstück, Gebäude, innere u. maschinelle Einrichtung. . . .181841.55 „ Mobilien-Konto: Inventar .... 5236.75 „ Gewinn- und Ver lust-Konto: Saldo ver Mk. l.Jan.1909 17594.96 Verlust in 1909. . . 566.49 18161.45 209024.54 Per Aktien Kapital- Mk. Konto: 100 Aktien LitA Mk. ä Mk. 1000 100 000 260 Aktien Lit.B ä Mk. 200 52000 152000.- Per Hypotheken- Kouto: Hypothek 47 000. — Per Darlehens- Konto: Darlehen 10000.— Per Reserve Fonds- Konto: Reserve aus 1898. . 24.54 — Bii uermii’ten | 3 Zimmer | 1900, titeubau Kepteritrane, 1. Gl., 6 Zimmer, Lad rc., alsbald zu vermieten. Abermann St Kling. 5 Zimmer Schiffcnbciger LLeg III ö-Zimiiterrvolmung zum 1. 7. zu vermieten. 9tähcres (2218 Louis Beil, Kaiser-Allee 145/IO. 2236) Eine 5 - Zimmerwohnung zu vermieten. :>iäheres Seltersweg 38. West-Mage 42. S&ZiffK m. Badezim., Zubeh. u. Garlen- anteil per 1. Juli zu verm. t08079 15t. ii-Ziin.-Wohii. it. elektr. Licht, Bleichpl. u. schön. Trockenb., vis-ä-vis d. neu. Biblio- tjet, per 1. Juli zu verm. [03(170 Näh. BiSmaickitraffe 40 p. Steinstraffe 51 part. schöne Neuzeit!. 5-Zimmermohng. mit Badezimmer per 1. Juli zu vermieten. (2036 Emil H. 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Betriebskosten . . 31864.59 Handluugs-Un kosten Konto: Handlungs-Unkosten 1133.91 Immobil.-Konto: Abschreibungen . . 3596.55 Mobilien-Konto: Abschreibung . . . 581.86 Zinsen-Konto: Zinsen..... 1668.26 38845.17 Gewinne: Per Betriebs Konto: Mk. Einnahme in 1909 . 38198.25 Per Zinsen Konto: Zinsen aus Guthaben 80.43 Per Gewinn u. Ver lust-Konto: Verlust in 1909. . . 566.49 38845.17 Gießen, den 31. Dezember 1909. v"/« Der Vorstand und Auffichtsrat. H. Eichenau e r.H. M c u c r. Platzvergebung. Für das Sängersest am 12. u 13. Juni hat der Gesangverein zu Ober - Osteiden noch einen Platz sür Lchichbude.Puuoraui« o.iigl. (noch nicht vertreten! abzugeben. Festplatz trocken und '/« Stunde vom Bahnbof Homberg. (Du/< Baldige Angebote erbittet Der Vorstand. Die Vergebung des JnxpZatzes für das III. Bundesfest, verbunden mit Fahnenweihe, zu Lindcnstruth am 10. und 11. Juli findet am 1. Mai statt. 2216 | Möbl. Zimmer | 03134] Gut möbl. Z. mit Schreibt. zu verm. Roonstraße 2011. 03103) Sch. m. 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