Nr. 266 Zweites vlatt 160. Jahrgang Erscheint täglich mtt Ausnahme deS Sonntags. § l Einvernehmen. e, ic, o n Dre „«iehener KamilienblStter" werden dem ^Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblatt für Öen Kreis Giehen" -wermal wöchentlich. Die ^Landwirtschastlichen Seit- fragen" erscheinen monaUich zweimal. Gras Aehrenthal erwiderte: Forgach habe nie mit Dasjrc in Verkehr gestanden. Wien, 11. Nov. Die u n begann die Verhandlungen über a m e rikanischen Handelshäuser und richtete dadurch gronen Schaden an. Die Polizei bewacht das Konsulat Verletzt wurde anscheinend niemand. Die Stadt macht den Eindruck einer belagerten Stadt. Budget des Aeu- ßern. Alle Redner erkannten den Erfolg der Politik Aehrenthals und die Bundestreue des Deutschen Reiches an. 5amtag, 12. November 1910 Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schm Unwersuäts - Buch- und Sietndruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strotze 7. Expedition und Verlag: ea® 5L Redatlww^AllL. Del.-Adr^ Anzeig erGietzen. 8. der Speicher-, der Lagerei- und der Kellereibetrieb, wenn sie gewerbsmäßig betrieben werden, 9. der Gewerbebetrieb der Güterparner, Güterlader, Schaffer, Bracker, Wäger, Messer, Schauer, Steuer, 10. Betriebe »ur Beförderung von Personen oder Gütern oder zur Behandlung und Handhabung der Ware, wenn sie mit einem kaufmännischen Unternehmen verbunden sind, das über den Umfang des Kleinbetriebs hinausgeht, sowie 'unter der gleichen Voraussetzung Holzfällungsbetriebe. Dis Reichsversicherungsamt bestimmt, welche kaufmännischen Unternehmen als Kleinbetriebe der Unfallversicherung nicht unterliegen. vcutiche» ikid). In der Sitzung des BundeSrats am Freitag wurde auch über die Befreiung der Laienbeamten des Bistums und Domkapitels von Fulda von der Jnvalidenversicherungspflicht und über die Festlegung der Jnlandsverkausspreise für bestimmte Sorten von Kalisalzen Beschluß gefaßt. Der Kabinettchef des Königs von Württemberg macht folgendes bekannt: Nachdem von verschiedenen Seiten die Absicht kundgogeben worden ist, dem König und der Königin zu der im kommenden Frühjahr stattfindenden Feier der silbernen Hochzeit Geschenke zu überreichen und auch an verschiedene Hofstetten Anfragen gerichtet worden sind, haben der König und die Königin, hiervon unterrichtet, den Wunsch ausgesprochen, es möchte bei diesem Anlasse nicht nur von der Darbringung persönlicher Geschenke, sondern überhaupt von allen größeren festlichen Veranstaltungen und Huldigungen abgesehen werden. Von Bord des Reichspostdampfers „Prinz Ludwig" deS Norddeutschen Lloyds wird durch Funkspruch über Suez vom 11. Nov. gemeldet: Auf dem Roten Meer ist das Wetter verhältnismäßig ihl. Abends gab eine holländische Theatertruppe vor dem Kronprinzenpaar und 200 Passagieren auf dem in eine Bühne umgewandelten Promenadendeck eine Wohltätigkeitsvor- st e l l u n g. Gießener Anzeiger Ceneral-Anzeiger für Gberhesjen Oesterreichs auswärtige Politik. In der fortgesetzten Beratung der österreichischen Delegation über Oesterreichs auswärtige Politik scheint Frhr. v. Aehrenthal bezüglich der Gegenverpslichtungen Deutschland gegenüber eine vorsichtige Zurückhaltung geübt zu haben. Wien, 11. Nov. (Oesterreich:sche Delegation.^ Bei der Beratung des bosnischen Kredits hob Fürst v Schwarzenberg hervor, er sei gewiß ebenso ein Anhänger eines guten und intimen Verhältnisses mit Rußland wie manche oppositionellen Redner. Wenn es zu diesem Verhältnisse nicht komme, so sei nicht Oesterreich-Ungarn daran schuld, sondern eine gewisse Empfindlichkeit Rußlands, die weniger der durchgesührten Annexion als dem Umstande zuzuschreiben gewesen sei, daß es über das selb st bewußte und freie Auftreten der Monarchie, woran man durch vele Jahre le i d e r nicht mehr gewohnt gewesen sei, überrascht gewesen sei. tzs lasse sich auch nicht bestreiten, daß die Haltung Deutschlands und seines Oberhauptes während der Annexion mehr als loyal war und die Haltung keiner persönlichen und höfischen Politik entsprungen sei. Die Bündnistreue wäre in Deutschland sehr populär. Er, der Redner, könne nicht begreifen, wie man einem Staatsoberhaupte daraus einen Vorwurf machen könne, daß er in der i h m eigenen Art seine Freude in lebhaften Worten äußerte, an deren Aufrichtigkeit zu zweifeln und zu deuteln nicht gestattet sei. Keinesfalls könne die Dankesschuld an Deutschland für Oesterreich-Ungarnein Grund fein, s i ch in der freien Führung seiner Politik beeinflussen zu lassen. Insbesondere, so schloß der Redner, müssen wir auf dem Balkan eine Politik betreiben, wie sie unfern eigensten Interessen entspricht, unbekümmert um Deutschland und Rußland. Der Abg. Kramarcz trat für die Aufrechterhaltung guter Beziehungen zu Rußland ein, neben dem Bündnisse mit dem Deutschen Reiche. Jeder Slawe müsse jedoch gegen dieses. Bündnis auftreten, wenn namens dieses Bündmsses eine antislawische Politik im Innern der Monarchie gemacht werde. Aus dem Strafprozetzausschutz. :: B e r l i n, 11. Nov. Der Strafprozeßausschuß führte heute die zweite Lesung der Strafprozeßordnung zu Ende. Eine längere Aussprache veranlaßte nur noch der in erster Lesung vom Ausschuß in den Entwurf eingefügte § 471 a, wonach gegen Mitglieder gesetzgeben- derVersammlungen des Deutschen Reiches und der Bundes* staaten während der Sitzungsperiode der Versammlung nur mit deren vorheriger Genehmigung eine Freiheitsstrafe in Vollzug gesetzt werden darf. Tie Nationalliberalen beantragen die Streichung dieses von der Regierung mit Scharfe bekämpften Paragraphen, wenn ein von polnischer und Zentrumsseite gestellter Antrag diesen Bestimmungen nur Geltung geben wollte, wenn es sich um Freiheitsstrafen bis zu W Monaten handelt. Von fort- schrittlicher und sozialistischer Seite wurde diesen Anträgen aufs lebhafteste widersprochen. Die Abstimmung ergab bte Beibehaltung des Paragraphen trotz des Widerspruchs der Negierung. Gegen den Antrag der Nationalliberalen auf Streichung, erklärte sich eine Mehrheit aus Zentrum, Volkspartei, Sozialdemokraten und Polen, während für den Zentrumsantrag nur Zentrum und Polen stimmten. Auch das Einführungsgesetz wurde in der heutigen Sitzung erledigt, so daß damit 6er Strafprozeßausschuß seine Arbeit beendet hat. Im Einführungsgesetz wurde ein vom Zentrum neu beantragter § 3a angenommen, wonach die im Gerichtsverfassungsgesetz und in der StrafprozeßordnunH angedrohte Hast oder Zwangshaft in einfacher Freiheitsentziehung zu bestehen hat. Von, den sonstigen mehr redaktionellen Aenderungen hat eine sachliche Bedeutung der Beschluß zu ß 184 b, wonach nicht „M i t- teilungen" aus Verhandlungen, für welche wegen Gefährdung der Sittlichkeit die Oesfentlichkeit ausgeschlossen ist, sondern „Berichte" mit Geldstrafe bis zu 300 Mark oder Gefängnisstrafe bis zu einem Jahre bedroht werden. M a s a r y k protestierte gegen die Behauptung des Ministers des Auswärtigen, daß er Verdächtigungen vorgebracht habe und verlangte eine klare Antwort auf die Frag ob der Gras Forgach mit dein Fälscher der Dokumente, SBaffn verkehrt habe. Ausland. Tie Wiener „Neue Freie Presse" erfährt: Ter päpstliche Erlaß, betreffend den Modernisteneid, wurde von den österreichischen Bischöfen zur Kenntnis genommen. Die Regierung erhielt davon keinerlei offizielle Mitteilung. Sie ist der Ansicht, daß es sich in diesem Falle um eine rein innerkirchliche Angelegenheit handelt und wird daher zu dem Erlaß keinerlei Stellung nehmen. Im Wiener Konsistorium finden gegenwärtig Beratlmgen, betreffend die Regelung der Eidesablegung, statt. Der Eid dürste in die Hände der Bischöfe und wo keine solchen vorhanden sind, in die Hände von Dechanten an einem noch zu bestimmenden Tage gemeinsam abgelegt werden. Tie Verhandl ung gegen den preußischen Leutnant Helm wird in der nächsten Woche vor dem Schwurgericht in Hompshire stattfinden Der Ches der mittelasiatischen Abteilung des russischen Ministeriums des Aeußern v. Klemm erklärte einem Berichterstatter der „Nowoje Wremja", daß die russische Regierung zwar durch den Verttag vom September 1909 verpflichtet sei, keine gegen Persien gerichtete Agitation des früheren Schahs in Rußland zuzulassen, sie könne aber andererseits dessen Abreise nicht hindern und seine Tätigkeit außerhalb Rußlands nicht beaufsichtigen. TierussischeReichSduma beendete die HauptauSsprache über das B o l ks sch u l g e s e tz und nahm mit allen Stimmen gegen die der äußersten Recksten und der Sozialdemokraten den UeberganQ zur Lestmg der einzelnen Artikel an. „Jeni Gazetta" hebt in der Besprechung des Anleihevertrages hervor, daß zwar der türkische Schatz einige materielle Opfer erlitten habe, daß er aber von einer Ver- pslichtung f reig eblieben fei, die mit der nationalen Würde und Unabhängigkeit unvereinbar gewesen wäre, was ein großer Erfolg sei Diese Unter ft üfcuna der Türkei durch Deut f-ch land werde nicht verfehlen, auf die Ottomanen einen günstigen Eindruck zu machen In Kristiania wurve eine skandinavische Eisen- bahnkonferenz abgehalten, auf der beschlossen wurde, einen Ausschuß zu ernennen zur Besprechung einer Eisenbahnverbindung von Kristiania nach dem südlichen Ausland via Trelleborg oder Kopenhagen. Die nächste Versammlung des gesamten Ausschusses oll am 28. November in Wiesbaden zusammentreten Die Konferenz zur Verbesserung der Handelsbezieh- u n a e n zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten wurde geschlossen, ohne daß e5 zu einem Beschluß gekommen wäre. Im Januar stndet eine zweite Konferenz in Washington statt, von der man hofft, daß sie ein günstiges Ergebnis hat. In Konstantinopel haben die K o h l e u a u S l a d e r den allgemeinen Ausstand verkündet. Nach einer Meldung aus San Antonio in Texas soll der Pöbel in der Stadt Mexiko einen Anschlag aus den Botschafter der Vereinigten Staaten verübt haben Wie aus Guadalajara (Wie^Uo) gemeldet wird, zertrümmerte eine Menge gestern abend bit Fenster der Die Reichsversicherungrorünung. :: Berlin, 11. Nov. Der Reichsverficherungsausschuß nahm heute die Abstimmung über den § 560 vor (Liste der unfallversicherungspflichtigen Gewerbe), was die ganze Sitzung des Ausschusses in Anspruch nahm. Die Versicherungspflicht der Apotheken- und Bühnenbetriebe wurde abgelehnt, jedoch nur mit einer Mehrheit von einer Stimme (13 gegen 12). Ausgenommen wurden in den Kreis der versicherungspflichtigen Gewerbe alle.Gewerbebetriebe (auf Antrag Tr. Semler, nait), die Steinzerkleinerungsbetriebe (aus Antrag Dr. Mugdan, frf. Vp.); das Dekorateurgewerbe wird in die Gruppe des Bauberufs gebracht, um den ganzen Betrieb zu treffen; ebenso das Speditionsgewerbe, das nach dem Entwurf mit dem Lagerei-, Speicher- und Äellerbetrieb zusammen ist, in die Gruppe des Fuhrwerksbetriebs. Abgelehnt (gegen 10 Stimmen) wurde die Versicherungspf licht der Dienstleistungen zur Rettung von Personen und Sachen aus Feuersgefahr, sowie der Gast- und Schankwirtschaften mit mehr als zehn Beschäftigten Die Versicherungspflicht des Binnenschisfahrts-, Flößerei-, Nachen-, Treidelei-, Baggerei- und Binnenfischereibetriebes werden, auch wenn sie nicht gewerbsmäßig betrieben werden, der Versicherung unterstellt und die Fisc^ucht und Teichwirtschaft sowie die gewerbsmäßige Eisgewinnung hinzugefügt. Dieser ganze Beschluß erfolgte aber nur bei Stimmengleichheit. Weit erber al ung Sonnabend vormittag. * Nach den heutigen Beschlüssen des Ausschusses hat der grundlegende Paragraph der Gewerbe-Unfallversicherung, § 560, folgende Fassung erhalten: Der Versickerung unterliegen: 1. Bergwerke, Salinen, Aufbereitungsanstalten, Steinbrüche, Grab er ei en (Gruben) und Gerbereibetriebe, 2. Fabriken, Werften, Hüttenwerke, gewerbliche Brauereien, 3. Bauhöfe, Gewerbebetriebe, in denen Bau-, Dekorateur-, Steinhauer-, Schlosser-, Schmiede- oder Brunnenarbeiten ausgeführt werden, ferner Steinzerkleinerungsbetriebe sowie Bauarbeiten außerhalb eines gewerbsmäßigen Baubetriebs, 4. das Schornsteinfeger-, das Fensterputzer-, das Fleischergewerbe und der Betrieb von Badeanstalten, 5. der gesamte Betrieb der Eisenbahnen und der Post- und Telegraphenverwaltungen sowie die Betriebe der Marine- und Heeresverwaltungen, 6. der Binnenschisfahrts-, der Flößerei-, der Prahm-, der Fährbetrieb, die Binnenfischerei, die Fischzucht, Teichwirtschaft und die EiSgewinnung, letztere, wenn sie gewerbsmäßig betrieben wird, der Gewerbebetrieb des Schiffziehens (Treidelei) und der Baggereibetrieb, 7. der Fuhrwerksbetrieb, der Speditionsbetrieb, der Reittier- und der Stallhaltungsbetrieb, wenn sie gewerbsmäßig betrieben werden, daS Halten von Reittieren und von solchen Fahrzeugen, welche durch elementare oder tierisch« Kraft bewegt werden. An- Stabt nnd Land. Gießen, 12. November 1910. ** Veränderungen i m 18. Armeekorps. ’ Gefärbt, Lazarettinspektor auf Probe in Frankfurt a. M., jum Lamrettinspektor ernannt; Stamm, NechnungSrat, Oberzahlmeister vom Garde-Füs.-Bat. Leib-Garde-Jnf.-Regts. (1. Großherzogl. Hess.) Nr. 115, aus feinen Antrag mit Pension in den Ruhestand versetzt. ** Der preußische Gesandte in Darmstadt, Freiherr von Jenisch, schloß sich auf den Reifen des deutschen Kaisers nach Baden und Schlesien dem Gefolge ' als Vertreter des Auswärtigen Amts an. Während der Abwesenheit des Gesandten werden die Geschäfte der Gesandtschaft n. d. Darmst. Ztg. zunächst durch Legations- sekretär von Stumm als interimistischen Geschäftsträger geführt werden. "ErledigteLehrerstellen. Eine evang. Lehrer- stelle zu Muschenheim. Eine evang. Lehrerstelle zu Rudlos, mit der Organisten- und Lektordienst verbunden ist. Zwei evang. Lehrerstellen zu Lanzenhain; beide haben Ortszulagen. Mit der einen ist Organisten- und Kantordienst verbunden Eine evangelisch Lehrerstelle zu Schl echt en weg en. Mit derselben ist Organisten- und Lektorendienst verbunden. Dem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. Eine evang. Schulstelle zu Hopfmannsfeld, mit Organisten- und Lektordienst. ,.<.** Atadtt Heater. Es sei darauf hingewiesen, daß die bewen Vorstellungen des Sonntags, nachmittags „Der Verschwender", abends „Der große Name" die letzten Ausführungen der genannten Werke überhaupt sind. Beide Vorstelluw- gen werden bei kleinen Preisen gegeben. Die nächste Novität bringt der Dienstag, an dem im Abonnement das Schauspiel „Taifun von Lengyel $ur ersten Ausführung gelangt. Das neue Werk, das gegenwärtig den Spielplan zahlreicher Bühnen beherrscht und überall einen Sensationserfolg erzielt, so in Frankfurt, Darmstadt, Mainz, Wiesbaden und natürlich auch in Berlin, spielt in dem hochinteressanten Milieu der japanischen Kolonie zu Paris. Die Hauptrolle des Tokeramo wird bei der hiesigen Premiere von Herrn Curt Westermann, dem Darsteller der Rolle am Darmstädter Hoftheater, als Gast gegeben werden. ** Preisgekrönte Brieftaubenzüchter. Bei der Internationalen Militär-Briestauben-AuSstellung zu Herzogenrath erhielt Karl Böhling, Mitglied de8 Brieftauben- BereinS ,®ermanta* Gießen, den 11. Preis. Außerdem gewann er bei der mit der Ausstellung verbundenen Verlosung den Konstatierapparat, System ,Remy^. — Von dem alten Brieftaubenklub wird und im Anschluß an die Notiz von der Gründung deS Brieftauben-VereinS »Germania^ geschrieben, daß feine Mitglieder die Briestaubenzucht schon immer auS rein sportlichem Interesse betrieben haben. ** Die Maul- und Klauenseuche ist nunmehr auch nach Hessen vorgedrungen. Bis jetzt ist allerdings nur ein Seuchensall aus Erfelden im Kreis Groß-Gerau gemeldet und wir wollen hoffen, daß es gelingen möge, die verderbliche Seuche auf dieses eine Gehöft zu beschränken. Außerdem wirb der Ausbruch der Seuche neuerdings aus dem pfälzischen Bezirksamt Landau ae-i meldet. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 11. Nov. In der Sihimg^er Stadtverordneten widmete der den Vorsitz führende Beigeordnete W in d ecker dem verstorbenen Stadtverordneten Stein- h ä u ß e r einen warmen Nachruf, den die Mitglieder der Versammlung stehend anhörten. — Von dem Kreisamt find' die Pläne zur Erbauting einer Kreisstraße von Bad- Nauheim ^nach Friedberg vorgelegt. Die Straße führt den Städterweg entlang bis zur Gärtnerei Hense und' dann in einem Bogen über die Kunstwiese nach der Landstraße. Die Breite ist 20 Meter breit vorgesehen. Ein Achtel der Baukosten sowie die Geländekosten innerhalb der; Gemarkung Friedberg hat die Stadt zu tragen. Dem Plan wird vorläuftg zugestimmt. m. Bad-Nauheim, 11. Nov. Der Maurer- streik, der nun schon vier Wochen andauert, ist anfangs dieser Woche von der Zentralleitung des deutschen Maurerverbandes in Hamburg als nicht zu Recht bestehend bezeichnet und gleichzeitig der lokalen Streikleitung mitgeteilt worden, daß Streikunterstützungen nicht gewährt werden. Die Streikenden traten ohne besonderen Grund am 18. Oktober abends in den Ausstand, indem sie eine Stunde vor Feierabend den Meistern das Ansinnen gestellt hatten, einen Stundenlohn von 50 anstatt seither 45 Pfg. zu bezahlen. Die Meister lehnten dies mit dem Bemerken ab, daß sie chre Submissionsansprüche für die staatlichen Arbeiten nach den vereinbarten Arbeitslöhnen bemessen hätten. Die wenigen christlich Organisierten arbeiteten weiter, die Badedirektion erklärte, daß die Arbeiten nicht eilig seien und nur teilweise bis zum 1. April 1911 beendigt sein müßten. Dies und andere Umstände hätte den Streikenden ein Fingerzeig sein müssen, die Arbeiten wieder aufzunehmen. Am zlerchen Tage, an dem der Vorstand des Zentralverbandes )eutscher Maurer seine Mitglieder aufforderte, die Arbeit osort wieder auszunehmen, beschloß eine hier abgehaltene Versammlung der Streikenden den Streik aus eigene Kosten ortzusetzeu Bis jetzt ist nur ein kleiner Teil wieder zur Arbeit anaetreten, doch ist zu hoffen, daß am nächsten Montag alle Arbeiter, soweit sie nicht nach dem Rheinland abgereist sind, wieder an der Arbeitsstätte erscheinen. Von den 151 organisierten Maurern in Ober-Mörlen sind gegenwärtig nur noch 57 hier, während in den sonstigen umliegenden Ortschaften .immer noch etwa 200 Maurer an-t wesend sind. Der Schaden, den die übrigen Handwerker, Zimmerleute, Scbreiner, Glaser, Weißbinder usw., durch )ie Arbeitsniederlegung erlitten haben, ist bedeutend. m. Bad-Nauheim, 11. Okt. Eine eigentümliche Lage ist burtb den Tod des langjährigen Inhabers der städtischen Sprudel-Apotheke, Werner, geschasjen worden. Die Stadt Bad-Nauhelm bat als eine der ersten hessischen Gemeinden die Kvnzeftwn für die Sprudelapotheke und bann später auch die kür Graf Aehrenthal bemerkte, daß die Angabe, die er vorgestern gemacht habe, daß M a s a r y k bei der Enquete in Belgrad etwas leichtgläubig vorgegangen sei, auch von einem Teile der serbischen Presse geteilt werde. Der Oppositionelle S t a m p a erklärte direkt, daß der von Masa- ryk erwähnte V a s s i c ein bekannter Verleumder sei, welcher schon mehrere Erpressungsverjuche gemacht habe. Der von Masaryk mit Hilfe der ausländischen Presse unternommene Versuch, die öiterreichisch-serbiscben Beziehungen zu trüben, werde nicht gelingen. In dieser Auffassung wisse er — der Minister — sich mit Der serbischen Regierung ui vollem ÜahreSpacht. Lustjchlffahrt. Paris, 11. Nov. Dem /,9Zciut)orf Hcrald" wird aus Baltimore gemeldet, daß die Flieger Latham uiib Drexel von ihren Fluamaschincn je sechs Scheinbomben aus das K r i e a s s ch i ss ^,D c l a w a r c" g e s ch l c u d e r t und dab etliche Gesclwssc daS Ziel gctrosfcn Hütten. Latham habe außerdem von feinem Fluaschiss auö auf auf dem Boden befindliche Scheiben Heben Revolverfchüsse abgegeben, von denen zwei getroffen hätten. <ßcrid)<*jaaL Trie r, 11. Nov. In der heutigen Verhandlung des BreuerprozcsseS kam es wieder zu D i s s e r e n z e n zwischen der Verteidigung einerfeitö und dem Staatsanwalt andererseits wegen der von der Verteidigung gestellten Anträge, die als Verschleppuugsversuche bezeichnet wurden. Breuer behaupten der Renusal-rcr Peters l>abe Mattonet erpreßt und ihn so zum Selbstmord getrieben. Die (tkfcfyvotcnrn erklärten durch ihren Obmann einstimmig, die Sache sei genügend geklärt und sie müßten weitere Anträge als Verichlcppimgsversud^ betrachten. Als der Vorsitzende erklärte, der Protest solle noch heute zu Emde geführt werden, verzichtete die Verteidigung auf weitere Anträge, hielt aber die alten aufrecht. Tie an die Gesä-worenen gestellten L>chuldfragen lauten auf Mord bezw. Totschlag. Die Verteidigung beantragte noch die Frage hinzuzusctzen, ob Erpressung dorliege. lieber diesen Antrag berät das Gericht zurzeit noch. iartelS erhielt die Wunde, jeii wollte. Er fehle , w Einfriedigung, wobei er sich die Hande verletzte. Trotzdem lies B. noch in der Nacht mit Huser zu Fust nach Frankfurt, während der Eifer mit dem Zug morgen- um 4 Uhr nach Frankfurt fuhr. Eifer, der hier in Stellung war. gab sich bei seinen Genossen alü den verstostenen Sohil Vreidenbacl>ö aus und versicherte, e- wären 4 f>000 Mark mit Leichtigkeit zu holen. Der Plan wurde in Frankfurt auögcheckt, und die drei begaben fick mit dnn Nachttug nach Friedberg. Eifer gab den beiden anderen den Rat, durch das Kellerloch einzusteigen, während er selbst Schmiere stand. Da aber die Ketteifenster durch eiserne Stäbe geschützt waren, zerschlugen sie die ,Scl-eibe tchicö Fensters, worauf ihnen der Eingang vifen Fund, woraus man auf bau Friedhöfe weitere Nachforschungen anstellte. Hierbei sand man ein aus denselben Sternen lautende- Arbeitsbuch. Da- Buch war zerrissen. Ein Stückchen Papier, da- am Tage nach der Tat an der 'Staketeneinsriediguna gefunden wurde, paßte genalt in ein fehlendes Stück de- Buche-. Herr Breidenbach verständigte die Friedberger Gendarmerie von dem Fund, und begab sich gleichzeitig mit Gendarmerie-Wachtmeister Dietz nach Frankfurt. ES dauerte lischt lange, um die beiden ersten zu sassim -. den Kellner Ivb. Bartel- aus Hammclburg (Vahern) Hmb den Arbeiter'Christian Huser auö Frankfurt-Bornheim. Der dritte, der Metzgergeselle Adam Eifer aus Unter* 'Widdersheim, entkam, Ivie die Frankfurter Polizei feststellte, /in der Mchtung nach Mainz zu. Der von Breidenbach ,durch einen Schuß verwundete ömic'" als er die Etnzäumung überspring 'trotz feiner Verwundung über die Ei Hltcßcner Strafkammer. )( Gieße«, 11. Nov. Die Parteilcldenschaft hat nr VailShain dazu geführt, daß gegen den Bürgermeister H. eine Untersuchung wegen Meineids geführt wurde, die jedoch ein negatives Ergebnis hatte. Trotzdem hat der Landwirt P. F. dem Bürgermeister den Vorwurf des Meineids gemacht, waS ihm am Schöffengericht wegen Beleidigung 14 Tage Gefängnis eintrug. Den Bemülnmgen des Vorsitzenden in der Berufungsinstanz gelang es, einen Vergleich zustande zu bringen. Der Angeklagte bedauerte, die Aeußeruug getan zu haben, versprach , solche nie metyr zu wiederholen und übernahm fämtlid>e Kosten. Der Klüger zog hierauf den Strafantrag und die Klage zurück, woraus die Einstellung des Ber- fahrenL erfolgte. Vergehen gegen die Konkursordnung liegt dem Kaufmann S. E. in Gießen zur Last, weil seine Gcsd-ästsbücher beim Ausbruch des Konkurses unordentlich geführt waren, so daß sie keine Uebcrfidjt deS Vermögens gewährten, auch keine Bilanzen gezogen waren. Der Angeklagte hielt feine Buch- sührnng für genügend, todlyreub der Sachverständige sie als un- Anrcid>enb bezeichnete. Gegen den Antrag der StaatSawvaltschaft, auf 4 Monate Gefängnis zu erlcnnai, verurteilte ibn das Oloricht unter Annahme nülbcmbcr Umstände zu 100 Mark Geld- ifitrtfl der Velden Streitsachen wird' ctbgelehnt, 2. es sollen Erhemingen an Hand von Zeugenaussage, und der Vieh- zählnnaSlisten Über die Zahl der in den letzten 12 Jahren der Schafhaltung vorhanden gewesenen Tiere angestellt werden. Der neue Termin ist später anzuberaumen. Hessen-Nassau. Frankenberg, 11. Nov. (Priv.-Telegr.). In Röddenau wurde die 40jährige Magd Sophie Schmidt von einer Dreschmaschine erfaßt und getötet. — In Knrhessen herrscht Schneesturm. die Löwenapothele für alle Zelten ertüor&ert Dke Verpachtung an die leweiligen Apotheker erfolgt auf Lebenszeit und die Pacht- summe wird alle drei Jahre unter Mitwirkung der Medizinal- abUilnng deS Ministerium« festgesetzt und zwar in der Weise, daß der ApothekeninHaber seine Bücher auf Grund de« Rezept- veikanss vorlegen muß, während der Handverkauf für die seft- nnsetzende Pachtfiimme außer Betradst bleibt. Ist durch Todesfall eine Stelle erledigt, so steht der Medizinalabteilung da« Recht iu, drei geprüfte Apotheker vorzuschlaaen, unter denen dann die Stadtvertretung einen zu wählen hat. Nun ist hier der Fall eingetreten, laß brr Sohn deS Apothekers Werner seit langen Jahren in der Apotheke tätig und ihr eigentlicher Leiter ist, aber infolge seine« Alters noch keinen Anspruch auf die Uebertragung hat. Es muß also eine öffentliche Bewerbung ausgeschrieben werden, da etwa 18 ältere, noch nicht selbständige Apotheker in Hessen vorhanden sind. Der verstorbene Apotheker Werner zahlte vor zehn Jahren nod) 9000 Mk. Pacht, heute dagegen aber 18000 Mk. Der Inhaber der zweiten städtiscl-en Apotheke bezahlt 10 000 Mark KretS Lauterbach. er. Lauterbach, 11. Nov. Die heutige Sitzung t>eS Krei-auöschusseS beschäftigte ein bereits int vierten Jahre schwebender Streitgegenstand. ES wurde über 'ldie Ablösung der Streu- und Weideberechti- fgung der Gemeinden Uetzhausen- Niederstoll und Pfordt tu den Gräflich Görtzschcn Waldungen zu Sckjlch verhandelt. Es breht sich im wesentlichen um eine von veu beteiligten Gemeinden geforderte Geldontschädigung für Jbic Auslastung ihrer Rechte. Au- der Vorgeschichte fei er* wähnt, daß den drei Gemeinden ihr alte- Recht auf Ein- sammelu von Stremnatertal in den gräflichen Forsten gekündigt wurde, worauf die Gcmeindeu daS ihnen außerdem noch zllftcheude Recht der Weideberechtigung selbst auslün- küudigten, „um von den gräflichen Behörden nach Möglichfeit lUHibljäitotg aii fein, da daS gegenseitige Verhältnis von jeher zu wünschen übrig ließ", wie von den Ckmciiibo Vertretern im heutigen Termin auSgeführt wurde. Es liegen 'drei Sachverftändigengutacl)ten vor, die nach dem Bericht beS Vorsitzenden ein klares Bild der Sachlage gewähren. Die der Schase, die die Genieindcn au (treiben durften, ist grundbuchamtlich festgelegt. sie beträgt nad) Angabe der Gemeinden im ganzen 1760, nach Annahme der gräflichen Behörde mit lö&O Stück. Für die volle ^sahl der weide- .derechtigteu Schafe wird nun die Geldentschädigung von jden Hvibefitzeru beansprucht. In diesem Punkt gehen aber die Sachverständigengutachten weit auseinander, ein Gut- iüchteu berechnet den Wert der jährlichen Weidenutzung für ein Schaf aii| 2.50 Mk., das andere auf 5 Mk. und das dritte 11111 Mk. Würde nun dem Verlangen der Veinetnde ftutt» gegeben, so würde eine hohe Enlschädigungösnmme heraus- I kommen, beispielsweise bei 5 Mk. für das Schaf mal 2b Jahre (für den Ort durchschnittlich 100 000 Mk. Nun ist die Scßaf- chaltung wegen Unrentabilität schon lange aufgegeben in den drei Orion, in Pfordt z. B. schon 19 Jahre, die Wcide- gerechtigkeit wurde nicht mehr ausgenützt, und die Gegen- vertreten durch Herrn Kust^rat Reh-AlSsfld, niaiht geltend, daß ein Recht wertlos fei, wenn es nicht ausgeübi werde, hier wäre nur durch die arundb-uclfliche Eintragung Liner Verjährung vorgebeugi. Der Vorfitzendc macht die Gemeindeverttelet daraus ausmerlfam, daß, lute in ähn- Lichen Fällen entschieden wurde, bei derartigen AblosungS- an sprächen reinem |dO6 die Höchstzahl der weideberecht igten Tiere ohne weiteres angenommen werden könne, sondern emr die Zahl, für die da- oir Hin - bei "'n i] -ii pui tei abgelehnt, wie von bujei Seite Gegenvorschläge auch nicht gemacht wurd, 11, nur stellt! deren vertret« den Antrag au| 8 ren nutig der beiden Streitsachen, L.fo über die Sireuberechti- nuiiü und 5 eUwbiechtlgung getretml zu vvihand ln. Der T.01’' 11!" fdilii ptich, ohne g itauc Un.mlagm über ,;lc a 11,1 r"'r ä"letzt noch gehl^tmeu Schafe fcioit weitere » geaenslemö Hei Krei^auoschutz lam Ichli«blich za joigeudem Urteil: 1. Der Lutrag auf Treu- m. Nieder-Mörlen, 12. Nov. Bei der Gemeinde- rat-tvahl tourbnn die seitheriacn Mitglieder Dcfonom Gg 91 a rf mit 117 und Gastwirt Phil. W i tzel mit 92 Stimmen wieber-, Gastwirt Hch. Schlitz mit 70 und Metzacrmciitcr 01g. Dl öbs mit 62 Stimmen neu gewählt. Die Kaubioaten her Arbeiterpartei brachten es auf 56 Stimmen. Don 173 Mahlbered)- tigten stimmten 141 ab. Unser langjähriger Bürgermeister D r p, der fidt im vergangenen Sommer einer zweimaliaen Operation im KreiskrankenhailS Friedberg unterziehen mußte, yat sich wieder zur Operatwn in daS Krankenhaus begeben müssen., m. Dor beim, 11. Nov. Zur Ergänzung deS Berichtes Über die Erareifung der drei bei dem Einbrüche in Dorheim beteiligten Verbrecher fei noch nachgetragen: Ein Dorheimer Mädchen begab sich nach dem Friedhof, um daS Grab feines Großvater- zu Pflegen. Bei dieser Gelegenheit fand daö Mädchen drei an einen Joh. Bartels gerichtete Postkarten. DaS Mädchen berichtete von ihrem wctternachrichtcn. In Sachsen, Hannover, Westfalen, dem Rhern- land und in Belgien herrschen hcstige Schucetreiben. Bereit- hinter Magdeburg sind Vie Telegraphen- und Telephoa- leUungen gestört. Aus Berlin wird vom 11. b. Mt«., abend« 9 Uhr, amtlich gemeldet: Bon den Störungen im Telegraphen- und Telephon^ betrieb sind am stärksten in Mitleidenschaft gezogen der Verkehr mit England und Amerika, über ISmbat, Holland Belgien, Rheinland und Westfalen. Der Schneefturm, von dem Berlin und Umgebung am Freitag heimgesucht wurde, hat besonder- große Verheerungen an ben Waldungen ungerichtet, in denen Hunderte von starken Bäumen. entwurzelt fein sollen. Au« Z0 ssen, T rcbb i n, Wa nd- lih, Stordow, Fürstenwalde und anderen Orten werden Unfälle gemeldet, von denen Menschen, hauptsächlich Pferde betroffen worden sind. Aus den Wegen und Chausseen der Unv- gegend war wegen des Unwetter« fast jeder Verkehr unmöglich. Iusvlge Störungen der Telegraphen- uiib LelcphoiUcitnngen fehlen nähere Nachrichten. Auch aus Südhannover und Thüringen wurden heute ungewöhnlich heftige S ch n e e st ü r rn e gemeldet. Vielfach stockt der Bahnverkehr im Gebirge. Die Werra und Saale führen in Thüringen Hochwasser. Auch au« Ki el wird Schneefturm gemeldet. Die telephonischen Verbindungen mit der Provinz sind größtenteils unterbrochen. Wie au- M e tz v. 11. d. gemeldet wird, ift die M 0 s e l über die User getreten und Überschwemmt weite Strecken deS Gklänbr«. Uie Synchorieninfel gleidft einem See, aus dem mir einzelne Bäume und Baulichkeiten bemrragen. Der Zeughausstadel strht unter Wasser. Zwischen Moulius und Longeville ist der Ver- k k h r d u r d> die U e b e r s ch w e m m u n g unterbunden. Das Hochwasser, daS höher ist als im Januar dieses JahreS, dürfte rasd» vorübergehcn. Millery meldet von gestern Fallen um fast emcu Meter und auch hier ist währcnd der Nacht das Wasser gesunken und heute früh hält baß Sinken bei dem trockenen Wetter an. In N o m wütete am Donnerstag ein furd-tbarer Schnee- turin. Auf dem Terminiplatz würben zwei Blechdächer abgc- weht; zwei Meiisd>en und zwei Pferde wurden verwundet. In R e m i d) ist einem Blatt zufolge die Mosel teilweise biS zum ersten ^tocl der Häuser gestiegen. Das Postamt steht etwa 40 Zentimeter unter Wasser. Die Mosel steigt weiter. Der 6>eueraldlrektor her össenllid)?« Bauten begab sid) Freitag nachmittag nach Remid>. Auch von her Küste des M tt te l l ü n di schen Meeres wird ftarker Sturm gemeldet. Ein Boot mit 6 Personen ift untergegangen. E ala i S wird gemeldet: In der Nacht auf Freitag jWerrnfajtc ein heftiger Sturm zahlreiche Fischerboote aus dem ^ceere Mehrere scheiterten; etwa 30 Leichen wurden angctricben. Pos vermögt» der Lran v. Schönebeck. 4- Berlin, 11. Nov. Das flainmeTgcvifbt brrFihibctc heute das Urteil in dem Ver- abrcii, daS Nedn^imualt Braun atS Pfleger der Frau v. Schöne- cv .ni!.i ^^krung deren Vermögen angestrengt hatte. Rechtsanwalt Biaun hatte zunächst versucht, beim Landgericht 111 eine einstweilige Verfügung gegen den Schrislstcller A.O. Weber, den letzigen Gatten der ehemaligen Fran u, Schönebeck zu erwirken, dte bieicni bic Bermögeuc>verivaltung über das Heiralsgnt seiner Fran enizicheu follie. In dem Anträge auf Erlaß dieser Ler- )ld’ RechtSanivutt Braun darauf berufen, daß Herr d t Weber 111 iiiüuiri|cl?niilidjer Weife mit dem Vermögen feiner Frau iinigcgaugcn; der Gerichtshof l-alte aber beut Anträge nicht jlatifleoebcn, weil em drnigender Grund zum Erlaß einer joldien Verfügung mu-t vorhanden fei. Gegen bleu« Urteil haue Rechts- aiunalt Braun Revqwn beim Kamuiergerict>t eingelegt, die vor mitt Togen zur Be r Han bl mig stund. In bincr Veilbuiolung hatte Rednsaiiwrnt Bahn als Rechkobeiflauo des Herrn A O Weber m läug»i«u Piudsger ausgefuhrl, bau bte btocuiimixn Ausgaben anA iWH MicMiiüfliUi ftroti v, SchonteeU tmlhrenü heß fkriter ProgesseS dvrchcms tu recht erfblgt seien und dach W Einlagen seiner Frau in die von ihm gegründete WeberhauS- Gesellschaft m. b. D. eine sehr sichere imb gesunde Kapüalsanlage darstellten. D«S Kammergericht setzte die Berkündmig deS Urteils auf heute fest. Es erging nunmehr dahin, daß dem Ehemann die Verfügung über das Vermögen seiner Frau, soweit es nicht in dem Weberhmlse feftgelegt ist, entzogen wurde. In der Begründung wurde auSaeführt, daß etn gewisses Mißtrauen Herrn Weber gegenüber als BermögcnSverwalter seiner Frau gerechtfertigt sei. — Rechtsanwalt Bahn wird gegen dieses Urteil Berufung beim Reichsgericht einlegen. Vermischte». • Eine Idylle zum großen Los. Wenn sonst so ost durch den Gewinn deS großen Loses neben der Freude und dem Glück dunkle Leidenschaften aufgepeitsdft werden, Genußsucht und • Geiz die Gemüter durchwühlen und oft den Frieden des Familienlebens zerstören, vermittelt die Ziehung der großen französischer Lotterie diesmal den Einblick in eine Idylle von reinem stillen Glück, in das der Klang des GoldeS keinen Mißton trägt. Ter Geiviuner der Million ist ein ehrsamer, steiniger Schmiedegeselle im Dorfe Soma in, der Schmied Francois P u v i 0 n, der friedlich seine Pferde beschlug, als seine beiden Töchter ihm die Freudenbotschaft verkündeten. „Rubig, Kinder, ruhig", erwiderte Puvion, ohne seinen Hammer beiseite zu legen, „Ihr werdet mir noch die Pferde erschrecken." Tann als daß Hufeisen saß, überzeugte er sich von der Wahrheit der srohcn Nadnicht. Die Nachbarn waren herbeiaeströmt, der Schmied ist als ein guter, wohltätiger Bürger bei allen beliebt, man roünfdxtr Glück, aber Pavian, der Schweigsame, meinte nut lächelnd: „Nun werde id) ein wenig wohltätig sein können" und dann fuhr er fort: „Aber zuerst muß ich sofort ein Telearamm abschicken, etwa«, was ich noch nie im Leben getan habe." „Ein Telo» fftnmm?" fragte alles, „ein Telegramm zur Bank?" „Nein, nein, ein Telegramm an Tumoulin." Tas ist ein alter Freund des Schmieds, ein Fahrradhändler im Nachbardorf. Puvion besaß bereits sein LoS, als er mit dem Freund übereinkam, noch ein zweites zu kaufen und die beiden bann gemeinsam zu spielen. Der Freund hatte ihm die zehn Franc- für da« -weite LoS auch gegeben, aber schließlich hatte man es doch nicht gekauft und der Vertrag war also nicht zur Ausführung gekommen. Doch für Puvion ist es trotzdem selbstverständlich, daß der alte Freund, der sich bitter plagt, seinen Anteil erhält. „Wir haben jeder 500 000 Franc- gewonnen, alter Freund", so lautete sein Telegramm. Denn für ihn ist die Teilung eine Selbstversiändlicl-keit. Und während die Nad)harn ein wenig besd-ömt und kopfschüttelnd von bannen gingen, griff, der Schmied wieder zu seinem Hammer, denn trotz des Geldes will er seinem Handwerk treu bleiben und weiter arbeiten. * Soldaten deS Glücks. Das Glück, die Avcn- türe, und das Soldatenhandwcrk find ^wei Begriffe, die für das Volksempfinden sich decken, inetnanber aufgehen. Dis in unser nüchternes und wohlgeregeltes Zeitalter hinein weht ein Hauch jener etwa- wüsten und fragwürdigen Romantik des Mittelalters, das selbst jenen „Gcückssoldateu", der allein auf des König- Heerstraße zur Streife auszog, mit dem Sche-ine der 9irtterlichkeit umkleidete. In einem Jahrhundert, wo sogar südamerikanische Republiken zur Einführung der allgemeinen Wehrpflrcht übergehen, wo VolkSheer und Wassenausgebot der Jndipidnalität des einzelnen nur noch mimmalftcn Spielraum lassen, da füllte eigentlich auch der Fortune suchende Krieä-mann keine Statt mehr haben, sollte seine )Nolle ausgespielt sein. Und doch ist der Soldat des Glücks keineswegs so völlig erledigt und abgetan, wie es schieinen möchte. Noch ganz unlängst hat oas Schicksal eines seiner modernsten Vertreter die Oefsentlichkeit für Wochen in Atem gehalten, hat da- Stück unregelmäßiger Krieaspsvchologie, das sich vor den All^nfteiner Assifeu abspielte, in mancher Phase am Ende selbst dem korrektem in die eisernen Formen des täglich gleichbleibenden Dienstes gepreßten Militär wohl so etivaS wie neidvolle Anwandlungen gegeben, sich einmal betätigen zu dürfen im frischen Ritt gegen den Feind und die friedenSsteubige Brust im fröhlichen Gefechte zu lüften. Und wiederum hat die amerikanische Gabe der Steubenstatue die verheißenden Möglichkeiten vor dem' tatenhungrigen Auge des jungen deucschen Offiziers aufsteigen lassen, die dank der für Argentinien und Brasilien, für Chile und China, für die Pforte und die zentralamcrila- nischen Staaten begehrten ausländischen Armeetnstruktcure noch nicht begraben zu sein scheinen. Diese Einleitung des interessanten Aus,atzes von unserem Mitarbeiter Otto von' Loßberg über die „Soldaten des Glücks" entnehmen wir mit Genehmigung der Deutschen Verlags-Anstalt Stuttgart dem soeben erschienenen vierten Hefte der bekannten Monatsschrift „Arena", deren reichhaltiger Inhalt und künftlerstche Ansstaltung wiederum auf öad angenehmste auffällt. , j • Dte Gefahrwar einegrobe. Eine schlimme Unart ist der Zusatz de« unbefiiminten Geschlechtswortes vor Elgenfchasts- iDÖncru, die in der Satzaussage sieben. Beisuiele: 1) ,Tie Gefahr war eine große*, al« wenn ,groB* nicht genügte. 2) .Die Schreib- ivciie war eine schwankende" — ja doch, sie schwankt. 3 .Der Stand der Reben ist em vesrjedigendcr.' 4) .Der Vorfall war ein unerhörter." 5) .Ter Sonntag war em ganz kritischer für unser Dors." 6) .Ter Verkehr war cm ^anz enormer imb der Durst em ungewöhnlich großer." 7) .Ter Schaben an Obst ift em bedeutender." 8) .Tie Finanzlage soll eure schwierige fein." 9) .Ter äremdcnoerlehr war cm seyr reger/ 10) .Die Aussichten sind keine günstigen/ Unsere Zeit verlangt doch sonst überall Kürze, woher imb weshalb beim diese schleppende Sprache? — Richtig ist ötcie Fügung nur, wo d,e Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder Klasse bezeichnet werden soll, z. B.: Tiefer Winkel t|t ein rechter, jener em ftumpict; * DaS Kollodium (zu Deutsch Klebäther) hat sehr viel empschlenSwerte Eigenschasteu. ES verdient, mit in die Reihe der wirksantsten Heilniittcl ausgenommen zu werden. Bei Schntttwundeu genügt das ein,achc Bestreichen mit Kollodium, um den Zutritt der Luft zu verhindern und dadurch den Heilprozeß zu beschleunigen. Auch bei Brandlounden sott nian eS sofort anwenden, das Kollooium ergibt einen luftdichten Verschluß; die bestrichenen Steilen seyen glatt und blank, wie gefirnißt auö, und sind gegen Wasser und Lust geichützt. Wer bei wunden Stetten den ersten empfutdlichcn Sa-merz de« Bestreichen- überwunden hat, greift gern wiader zu diesem so einfachen Heil- verfahren. Wer an hohlen Zähnen leidet, greife nur auch zum Kollodium. Bekanntlich verursacht der Zutritt der Luft die empfindlichsten Schmerzen. Dem wird ebenfalls durch daö Auspcnseln der Höhlung vorgebougt. Schmerzhafte Wurzeln werden durch da« Bepinfeln weniger emp- jindlich geinacht. Beim Wandern leiden sehr viele Menschen an wunden Füßen. Gebraucht er jedoch die Vorsicht, sie. abend- nach einem weiten Marsche zu waschen und die besonders angegriffeiien Stetten mit Kollodium zu bestreichen,' |0 kann er am andern Morgen seinen Weg freudig wieder auf nehmen, denn die Füße können tapfer auSfchrotten. Tas Koilodium hust auch vortrefflich bet Frostbeulen, nur muh e« rechtzeitig angewandt werden. Je früher man die befallenen Rieden damit bestreicht, desto großer ist der Er- svla. Daö Bestreichen muß mehrmals täglich und dann auch alsich einiee Male hintereinander geschehen, da daS. Kollodium teiM abbliUerL Zioar gibt eü jtijr vecichi^ 'M i MD MI I' i ."V. ■ • «* uH ▲ M ..>... V- >—WM^WWMW MWWKch^M-^ Bouillon-Würfel derComp^ bene Frostmittel, und der daran Leidende versucht eins nach dem andern, um von der Qual befreit ju werden. Sie sind sämtlich überflüssig, wenn er sich deS Kollodiums bedient. Nur muß er sehr sorgsam darauf achten, es vor dem Zutritt der Lust zu schützen, da es sich dann verflüchtigt, und daß er es vor Feuer und Licht bewahrt wegen seiner leichten Brennbarkeit. VÜchcrtifch. — David Humes „Untersuchung über den Menschlichen Bei st an d", Deutsch von Tr. Carl Vogl, ist als billige Volksausgabe in Alfred Kröners Verlag (Leipzig) erschienen. Bekanntlich hat Kants kritische Philosophie von Humes Untersuämngen den Ausyangspunkt genommen. DaS Werkchen wird in akademischen Krrrsen sicherlich Beachtung finden. btS 80 Pfg^ Zwiebeln per Ztr. 5,00—6,00 Mk., Milch das Viter 20 Pig^ Birnen per Ztr. 10-20 ‘IRL, Aeysel per Rir. 9 bi« 10 Mk., Zwerchen per Pid. 00 —00 Pfg., Dhifle 100 fchtd 40—50 Vig., per 0—00 TIL, Bohnen per Pfd. 00—00 Pig Markkzeit von 8—2 IIhr. fe. Frankfurt a. M., 11. Nov. Heu- und Strohmarkt. Angeiahren waren 6 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Timt notierte: Heu 3,20—8,60 Mk., Stroh (tionilauflftrob) 0,00 bi« °,'-o Pik., Wirrüroh 0,00— 0,00 Pik. Alle« per 5u Alto. Lcschän Holt. Die Zufuhren waren au« Vberhessen und dem Kreise Dieburg. l)i« nach- A AP7Ia "ins »m Sonntag dem 13. Not. -lebendeti Zlul Lvj von 12 Uh• null*«* bn U Lhr nadil* nnr für dringend#* KKII* sicher anznfreflTen t |p •»/ Dr. Kipper, Wilhelmstr 2. — Dr. Meycrhoff, Süd-Anlage 7. Kirchliche Nachrichten. Kfllhoiüche ^euicmOe. Sotterdienft. Sam « tag den 12. November: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag den 13. 91 od., 26. Sonntag nach Pfingsten: Vormittags von 61/, llbr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. „ um 7 Uhr: Tie erüe heil. 'IRei'ie. • um 8 Uhr: Austeilung der bl. Kommunion. , um 9 llbr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre: daraus Andacht. Stiit?tbad), Weißbinder t» Oppenrod, mit Katharine Harbach tx tz-rohen--Buseck. Meteorologische veodachtungen der Station Eiebe«. Nov. 1910 twromeler auf 0* cebuitcn Irmoeiantt her Luit Absolute Äeudmafert Relatwe Äeuduiüfeu > u i «c Ä E K g l H $ tu 3ebat*l fte» stchld Mgjht Wettet 11. 11. 12. s Höch Nied Vite • SOI ;33 6 1433 fte lei ngne beiicbl 11 4,6 2,8 nperati ig - 5,2 4,8 4,7 ir am 5,0 m 93 76 84 10. b 10. m 8 NW N>V t« 11. • 11. 6 4 4 llov 10 10 1 ember Regen Bed. Himmel Klarer , = 4,9*0. - 0,0*0. ßaiiöeL Mannheim, 11. Nov. (Priv.-Tel.) Der Aussichtsrat der Süddeutschen Jute-Industrie Waldhof - Mannheim beschloß, der am 9. Dezember stattsindenden Geueralveriammlung die Verteilung einer Dividende von 7 Proz. (gegen 5 Proz. im Vorfahre) vorzuschlagen. Märkte. Gießen, 13. Nov. Dl arltv eri cht. 91 uf henttaeni Wochen- markte fo'iete: Butter pr. Pid. 1.10—1.20 Dlk., Hühnereier 1 et. 10—11 Pfg^ Enteneier 1 Stück 0 Big., ZI äse pr. et 6—8 Pf., Kasematte pr. SL 5—6 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Dlk., Hübner pr. Ct. 1,00—1,60 Dlk., Halmen nr. Stück 0,80—1,80 Dlk. Enten pr. eU 1,80-2,20 Dlk., (fiänfe das Pid. 05-75 Big., Ochse,i- fietfch pr. Pid. 84— 92 Pfg., Rindfleisch pr. Piund 80—b4 Pfg., Kubsteisch 70 Pfg., Schweinefleisch pr. Pinnd 80—96 Pfg., Kalbfleisch ur. Psd. 88—90 Pfg., Hammelfleisch pr. Pid. 60—84 Pfg., 5lariosseln pr. 100 Kg. 7.00 bis 7.50 Dlk., Weißkraut das Stück 10 Standcsamtsbcricht der Gemeinde Groben-Bufct. (Nachträglich emgegangen.) Eheschließungen. November 6. Heinrich Scheid VII., Landwirt, mit Margarete Mootz, beide in Großen-Buseck. Heinrich fiefert schnell und bequem eine Tasse bester Fleischbrühe Preis nur 5Pfg Darmstädter Möbel. Unsere neuen Modelle übertreffen alle« bisher dagewesene anQualilah sZormenschönheit u.ernaunltch billigem Preis. August Schwab jv. Darmstadt, Nbeinstr.39, nächst d. Bahnhöfen. Tel.3V7. Sve^lattkät: Komplette Wobnungseinrichtnngen von 1000—10000 Mk. tireie Vicfcrung, bauernbe iÄaranue. Alles offen ausgezeichnet. Mau verlange Preisliste - ' und Abbildungen. - iss“/« beste Wetterstiefel Gegenwart. ou ion durch ich nur Füsse. Jetzt Nun habe ich es aber satt Zur MmMM In der Ausgabe des Gießener Anzeigers vom 7. ds. MlS. wird in einem Inserat der Erbauer unseres StaditheaterS als Stadtverordneter vorgeschlagen, da derselbe kein Bauspekulant sei. Wir ersuchen den Titel 10 deS Voranschlags der Stadt Gießen für 1910 durch, zusehen. Dortselbst finden sich für Stadlerweiterungsfonds Mk ö7 000.— verzinslich ür Herrn X und Mk. 67 000.— verzinslich für Herrn X ausgesührt, jedenfalls von dem Verkauf in der Nodhol Fl. 5 Nr. 232 und 233 herrührend der sich bekanntlich der Er- Werbung des berühmten Aktiengeländes von feiten der Stadt anschloß Was soll also in diesem Fall der Ausfall auf die Bauspekulanten bedeuten? Das ist nicht recht zu verstehen! Deshalb sollen die Wähler in der Auswahl ihrer Kandidaten sehr vorsichtig sein. [6241 Viele Wähler. Billige Leder- u. Witumrst Psd. 6(T Psg. MMgßMcl-KMMlg. Lludeuplatz 12. (6827 Fortra-tataw, Arrak- tl Rum- Punsch-Eesenx. Rum de Jam.. Arrak de Bnt tvin, fF. Kognak-Weinbrnnd, sowie gut. Kognak-Verschnitt empfiehlt F. Schott, Bahnhofstraße 27, Ecke VVolkengasse. Pmut-MittiüS-ii.AbrlllXjsch Pension Bellevue, 09568) Neuen Baue 22. Tüchtiger Koch empfiehlt sich zur AuShlüfe Carl Laurwein, Bnlrbach, 6830) Gasthaus z. üule. ikirbtitsv rg bring. 8.1 12M.,Ans.3M. Modernster Schnitt Solide Stoffe Elegante Machart Verkant gegen Bar und au Kredit Grösste Auswahl aller Arten Hobel, Bellen, Meterwaren Einzelmöbel 3 Mk. Anzahl. Oberhessens grösstes Kanlhans mit Kredltbevllllgnng Giessen Blockstrasse 14/16 S.n 23 „ S.III 34 „ 81V. 40 „ H 6 „ „ 8„ „ 10 „ Eitra Versaod- Abtellnng. Buss- und Bettag den ganz. Tag geöfinet. M Grosse Auswahl ■ggä Billigste Preise 1 HERREN- MD Damen-, jm Kinder- aletnls ■ 4*1 sf V •Jfe ’ --Fi?/ ■/4 Uhr, in der groben Aula der Universität Herr Dr. Hermann Pinnow-Cassel: „Ueber Abessinien". Mt LiWiim). Jahresbeitrag für Mitglieder und deren Angehörige Mk. 4.-. EmtrutSorelS für Nichlmitgiieder Mk. 1.-, für Studierende Mk. 0.50. _ Karten sind in der Ricker'schen Univ.-Buchbandlung und in der FreeS'schen Hofbuchhandlung zu haben. — Jahreskarten für Studierende auf sämtliche Borträge, Mk. 1.50, sind bei dem HauSver- walter des KollegiengebäudeS zu haben. v”/u Hotel Schütz Vom 1. bis 15. November 1910 Grosses Konzert der überall sehr beliebten Schweizer- und KoRchatlieder-S&nger- und Schuhplat tler-Tänser-Gesellschaft Schweizer Nachtigallen im Nationalkostüm Anfang Sonntags 5 Uhr. Wochentags 8 Uhr. _____________UV Eintritt frei. *VS Römischer Kaiser, Wetzlar Inhaber Karl Link gleichzeitig Wirt zur Alten Münze ■ Gut bürgerliche Küche, speziell ------------ reichhaltigste Abendkarte ---------- Bier aus der Union-Brauerei A.-G. Giessen Würzburger üofbräu «232 Klein-Lioden: 096381 Sonntag, den 13. November 1SF* Tanz ladet bSsi dn Ar. Krüger. Operetten-Burleske, zum Totlachen. Im Restaurant bei freiem Eintritt das 6 Damen Ellte-Damen-Orchester Berat i Hsn Nur allererste Kräfte Hochfeine Streichmusik Harmonium-Besetzung 0955f Von 11—1 Uhr Fröhachoppen. Sonntag 2 Vorstellungen. nachmittags 4 und abends 8 Uhr. Th. Ranch. Alle Arten Klöppeleien, Spitzen, Einsätze, Dreiecke, Läufer, Decken, Motive, Schals, Taschentücher, Stickereien empfiehlt bestens 68M Fr. Schmitt, r--'"«»«»--'»-- ■ 1 '' Gebe von jetzt bis Weihnachten IQ °/0. — Drucksachen aller Art liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 ^Färberei Gebr.Röver] i Chem Waschanstalt.| GIESSEN, Marktpl. 18 Reinlging von Damen, Herren- u. Kinder- Garderobe, Spitzen, Handaohahee, Decken, Vorhin gen, Teppichen etc. ___________________(D\ „Thüringer Hof“ Hammstratze 7. Uso IlMcklliMügKMzMM- Braoerel Batzhaeb, leine ffeine. Stadt KawNel. Jeden SamStag Has im Tovl, Montags Veber-Klös u. Sauerkraut empfiehlt Peter Kinig Ww. Zum Ostend. Morgen (09623 große Tanz-Musik. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Giessen Direktion: Hermann Stelngoetter. Sonntag den 13. November, nachmittags 3'/, Uhr bei kleinen Preisen Unter Mitwirkung der Ka velle deS Inf.-Regt. „Kaiser Wrlhelm" Nr. 116 Der Verschwender von fttrb. Raimund. Ende G/, Uhr. Abends 71/, Uhr Gew. Preise Gew. Preise Der große Name von Vöon und Feld. Ende nach 9V, Uhr. (aö/ti ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦