Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. Sie Litze in ter Nähe des Kraters ist sastchnerträgllch; nach einer Stunde verlassen wir dann halb betäubt die Stätte, um zurück zu kehren in tiefere Regionen, füio es stiller ist und kühl. Im ganzen scheint der Ausbruch viel kleiner zu sein wie die berühmten Ergießungen von 1886 und 1892. Aber die Lava hat tiefe steile Schluchten gefunden, sie hat sich nicht in die Brette verloren, Strombette haben ihr den Weg gezeigt, und darum hat sie in zwei Tagen so gewaltige Strecken zurücklegen können." — Hygiene-Ausstellung Dresden 1911. Die grundlegenden Vorbereitungen für die Internationale Hygiene- ausstellung Dresden 1911 sind nun zum Abschluß gekommen. Nach der „Münch. Med. Wochenschr." wird die Ausstellung fünf große Abteilungen umfassen: die wissenschaftliche Abteilung, die historische Abteilung, die populäre Abteilung, die Sportabteilung und, in aUc Abteilungen eingreifend, die Industrie. In der wissenschaftlichen Abteilung soll ein möglichst lückenloses Geiamtt bild der hygienischen Wissenschaft vorgeführt werden. Tie historische Abteilung wird die Geschichte der Hygiene vom frühesten Alter- tunte bis zum Anfang des vorigen Jahrhunderts in einem zusammenhängenden Bilde zur Darstellung bringen. Die populäre Abteilung, eine Erweiterung der im Jahre 1903^auf der deutschen Städteausstellung in Dresden vorgeführten sonderausstellung „Bolkskrankheiten und ihre Bekämpfung", soll das ganze Gebiet der Hygiene des Einzelmenschen umfassen. In der Sportabteilung werden im Anschluß an die wissenschaftliche Ausstellung alle "Arten Sport praktisch zur Vorführung gelangen; diele Vorführungen sollen außerdem auch nach der Richtung hin verwertet werden, daß in einem besonderen Laboratorium nach den in neuerer Zeit ausgebildeten Methoden die Einwirkung der Leibes- übungen auf den menschlichen Organismus möglichst eingehend studiert wird. — P a s si o n s s p i e l e O b e r a m m e r g a u 19 1 0. Tank der günstigen Witterung können die Proben bereits im Passionstheater, dessen Bühne im Freien liegt, durckfgejührt werde:,. Zu einer so frühen Zeit war dies bei keiner der früheren Pa, swns ausführungen möglich. Am 13. März sand zur Prüfung der Akustik die erste Musik- und Gesangprobe statt, wobei ficb zeigte, daß die Klangwirkung ganz vorzüglich ist. Da jetzt sämtliche Kostüme fertiggestellt sind, haben die Spielübungen bedeutend an Vervollkommnung gewonnen; auch schreiten die Proben rüftig vorwärts. Deutsches Neleh. Der Kaiser, die Kaiserin und Prinzessin Viktoria Luise find Freitag abend 10 Uhr 30 Min. nach Homburg v. d. H. abgereist. Eine Massenbittschrift um Aufhebung des Reblausgesetzes wird in der Nheinpfalz vorbereitet und wird dem bayerischen Landtag unterbreitet werden. Wie besonders im Rhemgau sich die Unzufriedenheit der Weinbauern mit den strengen Bestimmungen des Reblausgesetzes ständig vermehrt, so auch im größten deutschen Weinbau- Andrea; Achenbach f- AuS Düsseldorf meldet der Draht: Ter Maler Professor Andreas Achenbach ist heute morgen im Alter von 94 Jahren greftorben. Erst dieser Tage hatte der Verein für Kunstausstellung be'chlofsen, im nächsten Jahre eine Andreas Achenbach-Ausstellung zu veranstalten, aus der nun eine Gedächtnis-Ausstellung^wer- bc,i wird. Ter Verstorbene war Ehrenbürger der Stadt Düsseldorf. Der Tod Achenbachs kam, den Düsseldorfer Blättern zufolge, trotz des h.ten Alters des Verschiedenen überraschend. Ter Künstler wurde am Ostermontag bettlägerig und in der vorvergangenen Nacht trat der Tod ein. Tie Beisetzung findet am Düms.ag nachmittag statt. Unter den eingelaufenen Beileidsrundgebungen befindet sich auch ein Telegramm des Zivilkabinetts, das dem Bedauern des Kaisers üb. r das Hinscheiden des letzteren der deutschen Künstler- fchast herzlichen "Disdruck verlieh. Andreas Achenbach ist am 29. September 1815 zu Kassel geboren und kam 1823 nach Düsseldorf, wo seit 1826 Schadow und Schirme r seine Lehrer wurden. 1835 siedelte er nach München über. Er wurde zuerst durch seine nordischen Bilder bekannt, die er aber noch seiner Phantasie entnommen hatte. Erst im Jahre 1839 lernte er die nordische Landschaft in Wirklichkeit kennen. 1843 ging er nach Italien, wo er drei Jahre lang verweilte, nachdem er noch im selben Jahre zum Katholizismus übergetreten war. Achenbach war vor allem Techniker und wenn er sich auch vielfach betätigte, die niederländische und die nordische Landschaft gelang ihm neben seinen Secitüdcn am besten. In seiner Auffassung durchaus Realist, malte er ein paar sehr stimmungsvolle Natnrbilder, die in wirkungsvollem Gegensatz zu den damals üblichen Ideallandschaften standen. Achenbach hatte eine große Anzahl hervorragender Auszeichnungen erhalten, U. a. den Ehrendoktor und einige goldene Medaillen. In den 70 er Jahren steigerte sich die Tätigkeit Achenbachs ;u einer Massenproduktion, aus der nur einige bedeutende Werke, wie z. B. die lieber sch wemmung am Niederrhein (1876) hervorragen. Mit dem Begimi der 80 er Jahre vertiefte er sich wieder yit größerer Ruhe und Sorgfalt, wofür eine Gebirgsmühie und eure Mondnacht 1'1882), der holländische Hafen in der Berliner Nativnalgalerie (1883), eine westfälische Mühle bei Mondschein politische Wochenschau. Gießen, 2. April. Alle Aufmerksamkeit gehört dem Künftigen; was nach den Ostertagen bisher sich ereignet.hat, ist für uns Deutsche nicht von der größten Bedeutung gewesen. Auch der Kttbi- nettswechsel in Rom kann uns ziemlich gleichgültig sein, er hat sich unter interessanten Umständen, unter der Zeugenschaft eines deutschen Reichskanzlers, vollzogen. Mit erfreulicher Uebercinsrimmung hat die deutsche Presse bei dieser eigentümlichen politischen Führt Würde und Ernst bewahrt/und im Auslaride hat man offenbar nur im stillen gelacht. Jetzt hat Herr v. Bethmann-Hollweg dem neuen leitenden Minister Italiens aus Florenz seine aufrichtigen Glückwünsche geschickt, und Herr Äuzzatti hat den ernsthaften und gesetzten Preußen einen „wahrhaft überlegenen Staatsmann" genannt. Dessen Landsleute sind nun in die Lage gesetzt, darüber zu philosophieren, ob das wahr und ernst gemeint sei. Es zog Einer roohlgerüstet aus, um Löwen zu jagen, und fand nur Mäuse. Amtlich wurde dann gute Miene zum bösen Spiel gemacht, es wurde verkündet, der Besuch erfülle doch seinen Zweck, sei nur als ein Höflich- leitsschritt gedacht und solle keine politische Bedeutung haben. Das wollen allerdings nur die Dummen glauben, denn man weiß doch: unsere Reichshauptstadt wird wohl vergeblich darauf warten, daß Herr Luzzatti sie mit seinem Besuche beehren wird, es müßte denn gegen allen bisherigen Brauch gehen. Man wird den Eindruck nicht los, daß die Romreife mit den jetzigen Kunststudien, die wohl den nüchternen Rückzug maskieren sollen, das Werk eines diplomatischen Neulings gewesen sei. Es ging nicht viel dabei verloren, wenn auch das Grinsen der Nachbarn nicht gerade angenehm ist, aber die ausgeworfenen Netze find leer geblieben. Herr v. Bethmann-Hollweg ist um eine Erfahrung reicher. Ünd wenn sein herbes Gemüt.zu der Ueberzeugung kommt, daß aus dem Tafeln an fremden Tischen und dem Austausch von Höflichkeiten nichts Gescheites und Zuverlässiges heraus- lommt, dann dient uns das vielleicht nur zum Besten. Das alle Fangballspiel zwischen den D reibundmächten hat, wie die Phrase von den traditionellen freundschaftlichen Beziehungen, längst oen Reiz der Neuheit verloren, und wir wollen hoffen, daß der saftlose Telegrammwechsel mit Luzzatti, an dessen gütiger Wohlgeneigtheit doch keineswegs das Heil des Deutschen Reiches liegt, für unseres Kanzlers Gesinnung nicht mehr bedeutet, als der sittegemäße Gruß eines korrekten Mannes. Daß ein solcher Gruß heute vor der Welt ungefähr einen Klang hat wie der Traumlaut eines Kindes in schlafstilter Mcht, das hat der neue Staatsmann vielleicht erst hinterher erkannt. Wenn heute gemeldet wird, daß in Florenz nochmals eine Aussprache mit dem italienischen Minister des Auswärtigen ftattfinden soll, so ändert das an den bisherigen Eindrücken nur wenig. Heute scheinen Reisen überhaupt nicht mehr das Zeugnis der Stärke und des Machtbewußtseins au fein. Die noch vor einigen Jahren üppig gepflogene Berliner Gewohnheit ist umgemünzt unb umwertet worden. Vollends unter dem nüchternen, „philosophischen" Kanzler müssen wir die alten Dekorationsstücke sachte beiseite legen. Heute ist es das Recht der Baltankönige, zu reisen und um gutes Wetter zu bitten. Vor den Thronen in Petersburg und Konstantinopel waren für Peter und Ferdinand die Teppiche ausgebreitet; und es wurde Friede geschlossen: weitihegenbe Pläne sind zerronnen. Die Türkei stärkt unter den Iung- türfen feine Wehrmacht, unb das Zarenreich klimpert mit gesundeten Finanzen, arbeitet in stolzer Schaustellung vor dem Auslande an seinem inneren Ai tsbau und legt feine Herrfcherfcrust auf Finnland. Statt allzu eifrig an der bisherigen llel>erlieferung weiterzufpinnen, sollte Herr von Bethmann-Hollweg nützliche Fäden auch in die russische unb türkische Hauptstabt leiten. Dort könnte es ossenbar viel rege Arbeit geben, um uns Einflüsse zu sichern. In Abessinien hat der Tod Menelits alte Fragen wieder aufgeworfen. Wie mag es dort mit der deutschen Politik jetzt stehen? Wenn es gelungen ist, die Diktatur der Kaiserin Taitu zu verhindern, wer wird die Zugel der Herrschaft ergreifen? Mir haben Menelils Testament gestern veröffentlicht. Er hinterläßt einen unmündigen Sohn und Thronfolger und hatte ganz recht, die Großen seines Landes zur Eintracht aufzufordern. Um Abessinien ringen bekanntlich als Nebenbuhler Italien, Frankreich und England. Erst später, infolge eines Entschlusses Mene.iks, sind auch deutsche Beamte in das Land eingezogen, um auf des Negus Geheiß die dortige Kultur fördern zu helfen. Wir haben in Adis Abeba feit 4 Jahren eine deutsche Gesandtschaft. Es hat vorläufig den Anschein, als wollten die Führer der Gingeborenen Menelits Rat befolgen, sich einigen und Bruderkriege, die nur den Fremden zum Eingreifen Gelegenheit geben wurden, vermeiden. Wie lange dieser Zustand dauern wird, ist allerdings heute schwer abzusehen. Deutschland wollte hauptsächlich wirtschaftliche Interessen wahrnehmen, fein Gesandter hat allerdings die Mission Dr. Zintgraffs, des ehemaligen Vertrauten und Ratgebers Menelits, schlecht geschirmt. Es kommt jetzt sehr viel darauf an, baß wir Dort durch tüchtige Diplomaten vertreten ftnb. Wenn neue Verträge abgeschlossen werden, infolge fremder Umtriebe eine Aufteilung ober bie Abgrenzung von „Einflußsphären" erfolgen sollte, darf Deutschland nicht außer dem Spiele bleiben. Dann muß es sich vielmehr zeigen, ob das Berliner auswärtige Amt aus den marokkanischen Handeln endlich gute Lehren gezogen hat. Tie politischen Tagessragen treten zurück vor der Botschaft aus Mülheim a. Rhein, die uns den Tod m seiner furchtbarsten Gestalt zeigt. 22 Menschen in blühendem Alter sind ihm zum Opfer gefallen, 58 Verletzte hegen in den Krankenhäusern. Tie Schuldfrage ist noch nicht endgültig beantwortet, doch hängt über dem Haupt be§ verhafteten Lolomoiivführers das düsterste Geschick. Ob die Festtagszeit an den Unglücklichen, der als ein wachsamer unb zuverlässiger Beamter bezeichnet wird, besonders schwere Anforderungen gestellt haben mag und ob bie Eifenbahn- verwaltung nach dieser Richtung aus dem Unglück Lehren <ür bie Zukunft zu ziehen hat? Die „Köln. Ztg." hatte berichtet, daß der Rettungsdienst zwar gut gearbeitet habe, daß aber die bahnamtlichen Hilfslolvnnen zu spät eingetroffen seien und sich schlecht bewährt hätten. Die Eisenbahndirektion Köln veröffentlichte darauf eine Erklärung, in der diese Vorwürfe zurückgewiesen werden unb fest- gestellt wird, daß die Hilfszüge „mit größter Beschleunigung" (die genaue Zeitangabe fehlt) an der Unfallstelle gewesen und die beiden Mülheimer Bahnärzte unmittelbar nach dem telephonischen Anruf gleichfalls erschienen feien. Es wird sich gleichwohl die Frage erheben dürfen, ob die ganze Organisation des bahnamtlichen Rettungsdienstes nicht einer Vervollkommnung bedarf. Würde es nicht anzu- raten sein, namentlich für größere Bahnhöfe, die Bahn- ärzte in Dienstwohnungen an Ort und Stelle ständig zur Verfügung zu haben, so daß für das zahlreiche Personal der Kranlenkässe auch die ärztlichen Sprechstunden gleichzeitig zweckmäßiger eingerichtet werden könnten? Wir glauben, daß der ausgedehnte Dienst im Eisenbahnverkehr aus der Einrichtung von Dienstwohnungen für Aerzte in Bahnhöfen großen Nutzen ziehen könnte. Für die Beschleunigung des Rettungsdienstes bei Unfällen müßte jede Möglichkeit einer Verbesserung eingehend geprüft werden. Dunkel und widersprechend waren die Meldungen aus Abesfinien immer. Nach heute cingefaufenen Nachrichten soll Menelik nicht gestorben sein: Rvrn, 1. April. Tie von ber Agence Hav'as verbreitete Nackrickt vorn Tode Mcncliks ist, wie der „Agcnzia ste^ani aii" Add^s-Abbeba unter dem heutigen Datum telegraphiert wirb, unbegründet. Ter Zustaub des Negus ist unver ändert. Tas Land ist ruhig. Tie Kaiserin Taitu hat sich reigcbluli bemüht, mit den Anführern der Schoa ein Einvernehmen zu — W i e am Aetna ein neu er Berg entsteht, schildert Luigi Barzini im Gbrricre della Sera. In "Segle.huig eines Bergführers ist er unter großen Anstrengungen bis nahe an Mit Rand der tätigen Krater vorgedrungen. „Tas Getöse ist gewaltig, es schweigt nicht einen Augenblick. Van den Kratern kann man mir die unteren sehen, die die mächtigsten sind. Doch es scheint, als ob die Unruhe des Berges zurückgeht. Bis auf '200 Meters faim man ungefährdet an den großen Krater berankonimen. Der Ausbruch beliebt aus enter ungeheuren Lavafontäne,, die gegen WO Meter hoch ist. In der Luft Leilt sich, chle flüssige Masse, bricht und formt ihre großen Tropfen. D : sind riesige Feuer- tropsen, die auf ihrem Wege unaufhörlich bie Farbe unb chas Aussehen wechseln, die sich drehen, verlängern und mit einer ätherischen Leich'.igkeit strahlende Ieuerlinien an das^Firmament zeichnen. Man will erst nicht glauben, daß dies Steine sinb. Wie ein Regen fallen sie nieder, platten dabei ab, thäufen sich übereinander und bilden so aus frischer Lava einen immer höher lieb au st in inenden Lavakegel, an dem der Lava ström sich zerteilt. Wir erleben das wunderbare Entstehen eines Berges: der Anblick ist van grauenhafter Größe. Nichts in der Welt kann bem an Herrlichkeit ober an Sch.-ecken gleichen; hier vereinigen sich dos Jener, der Blitz, der Donner, bie Dunkelheit und das ■ Unerklärttche, kurz all s, vor dem der Mensch immer gebebt hat. Die Wut und der Zorn der entfesselten Elemente scheinen immer wilder unb drohender zu werden, weil sie unerklärlich bleiben. Wenn der Wind auf Augenblicke bie mächt am Rauchwolken von den sließenden Lovaströmen sortschlcudert, sieht man einen unbeschreiblichen Tumult; rot: und rosige Wider,a-eine baden alle Felsen und Klüfte, unzählige glühende Meteore werden gen Himmel geschleudert. Und tiefer unten zieht majestätisch breit unb w aufhaltsam der Lavastrom dahin; die ersten Aschenbildungen hülfen den Strom in einen leichten ungleichmäßigen grauen Schleier. Nr. 7« Erstes Blatt 160. Jahrgang Samstag 2. April 1910 Ä Ve-agSpretS: Der (Siebener Anzeiger monatlich 75Vst viertel- erscheint täglich, außer V Ar tzM - Ä a a jährlich Mk. 2.20. durch Sonntags. - Beilagen: J a A BtJk A A A AÄ Xa. -WM Abhole- n. Zweigstellen viermal wöchentlich jfl -Äö As. KM .fllKXt&g monatlich 65 Pf.; durch riehenerZamilunblatler. M V. M M M MM M W W W M ® B M T H diePosl Mk.2.-viertel- zweimal wöcheinlUietr- H| W Jr B M BJr ■ W W ■ B Wftr M H B rar B jährt, ausfchl. Bestellg. MM General-Anzeiger für Oberheffen D-W für oie Tagesnunnner Hototiensirad und Verlag der vrühcschen Unio.Guch. und Steindruckerei K. Lange. Redaktion. Stpeftition und Druckerei- Schulftratze 7. Anzeigenteil: H. Beck, bis oormittags 9 Uhr. 3 ____ _______uutmiM ■■■■■!■ ■nnrnniirrT»!■ " 11"" o^uynis ablegen. Seit mehr als 60 Jahren lebte Achenbach in Düsseldorf. Auch auf dem Gebiete her Lithographie unb Radierung hat Achenbach Bedeutendes geleistet. Zu den Mfisterw'erken gehören pte „Ueberschwemmung am Niederrhein" (1876;, der hollänbpche Hasen (1883, in her Berliner Nationalgalerieh einlausender Dampfer (1888) unb der Untergang des Dampfers Präsident im! Epe des Atlantischen Ozeans, (1842). erzielen. . Paris, 1. April. Das Ministerium des Aeup er en erhielt eine vorn 31. Marz datierte Depesche des französischen Geiandten in Add^s-Abbeba, die keine Erwähnung de s TvdesMe- n e l i k s enthält. * lnruhen in Liberia und ein deutsches Kanonenboot. Echo be Paris" unb „Daily Telegraph" meldeten,^ baß das deutsche Kanonenboot „Sperber" in Cap Palmas (Republik Liberias versucht habe, Truppen zu landen, daraufhin habe es von den liberianischen Behörden den Befehl erhalten, dies zu unterlassen und sich innerhalb 36 stunden aus den liberianischen Gewässern zu entfernen. Tas Kanonenboot ei diesem Befehl nachgekommer, , Der dieser unzutreffenden Meldung zu Grunde, liegende Tatbestand ist nach einer amtlichen Meldung der folgende: Am 19 Iebruar 1910 erhielt der „Sperber", auf der Ruckrepe nach Tua>a begriffen, in Lome ein Telegramm von deutschen Firmen in Cap Palmas, das ihn dorthin zum Schutz der Europäer gegen aufständisck/e Eingeborene zu kommen bat. Am 23. Februar traf das Kanonenboot in Cap Palmas ein, wo auch das llberianiicht' Regierungsschiff „Lark" vor Anker lag. x-a sick brr- Iuhrer der liberianischen Regierungsttrivven, General Pa dm ore, außer Stande erklärte, das Eap Palmas gegenüberliegende F.ußujer von den dort befindlichen aufständischen Eingeborenen zu inubcrn, erbot sich der Kommandant des „Sperber", dies zu tun, falls ber liberianische General sich die Lösung der Aufgabe nicht zu- traue. Das Anerbieten wurde, nachdem Knegsrat abgehatten worden war, am nächsten Tage höflich dankend abg e lehnte Die liberianischen Truppen eröffneten, um ihren guten Willen zu zeigen, ein halbstündiges langsames Fen er am ein jenseits des Flusses gelegenes Torf, das von den aufstandiichen G r e b o s ebenso erwidert wurde. Eine -Störung ber üblichen Tätigkeit ber Bewohner von Cap Palmas fand durch das wechselseitige Schießen nicht ftätt. Da aus der ganzen Apt des „Aufstandes" klar hervorging, daß es sich nm eine mehr komische als ernsthafte Sache handelte unb da fidf die aufstandiichen Eingeborenen auch sofort bei Ankunft des „Sperber" von dem Cap Palmas gegenüberliegenden Ufer zurückgezogen, ist keinerlei Gefahr für Eigentum und Leben bisher eniftanben. Ein ernstlicher Angriff auf den Ort Cap Palmas war auch ausgefchlofwn, so lange ber liberianische Regierungsdampfer im Hafen lag. xa* Kanonenboot ging am Tage nach feiner Ankunft wieder m see, um planmäßig seine Reise fortzusttzen Eine Aufforderung zum Verlassen des Hajens hat ber „Sperber selbstverständlich nickst erhalten. London, 1. April. Der Gesandte Liberias erklärte einem Vertreter des Reuter'schen Bureaus, Großbritannien stimme den Vorschlägen der Union st aalen zu, Liberia finanziellen Beistand zu gewähren unb Reformen^einzu- Mren. Ter Zweck der amerikanischen Vorschläge fei, den ,^rieben zu sichern und ferner eine gesunde Basis ber (sinanzen unb bie Kontrolle der Ausgaben. Ho gebiet, der Pfalz. Während aber sonst amtliche Stellen sich an einer Agitation gegen das bestehende Gesetz noch nicht beteiligt haben, unternahm es im pfälzischen Hatzloch (bei Neustadt) das Bürgermeisteramt, eine große Zahl Pflanzer der amerikanischen Rebe ins Gemeindehaus zusammenzurufen, um gegen da§ Verbot der weiteren Anpflanzung amerika- nischer Reben zu protestieren. Es ist 311 bemerken, daß gerade im Haßlocher Flachland in den letzten Jahren die amerikanische Konstantia-Rebe mit sehr gutem Erfolg vielfach angebaut wurde, als die deutsche Rebe keinen Ertrag mehr lieferte. Die Blätter melden aus Hamburg: Im Mausoleum zu Friedrichsruh fand eine erhebende Gedenkfeier aus Anlatz der 95. Wiederkehr des Geburtstages Bismarcks statt. Vertreter von 22 Korporationen legten am Sarkophag Kränze nieder. Ausland. Ter ungarischeJustizminister ordnete die Einstellung der gegen Sozialisten und Angehörige von Nationalitäten wegen volittscher Agitation gefüllt len Prozeße an. Liese Maßregel wird aus den Wunsch der Regierung zurückgeführt, in der Behandlung von Preßprozeffen eine liberale Richtung einzuschlagen und der politischen Bewegung den freiesten Spielraum zu gewähren. Die Ägenzm Stesam meldet aus Rom: Dec dcutiche Reichskanzler, der sich noch in Italien befindet, und der neue Minister des Aeußeren, San Giuliano, Haden den Wunsch nach einer Unterredung, die am Sams.ag m Florenz stattfinden soll. Ter Minister San Giuliano ist am Freitag abend nach Florenz abgereist. Der Kriegsauchchutz dec türkischen Kammer beendete die Verhandlungen über das Wehrgesetz, das demnächst vor das Plenum gelangt. In dem Motivenbericht, der einen historischen Rückollck enthält, wird erklärt, d.e türkische Armee und die Nation würden dem General von der Goltz für fein Reformwerk ewig dankbar fein. Ans Stadt nnd Land. Gießen, 2. April 1910. ** Tageskalender. Stadttheaier: Sonntag nachmittag iJ’A Uhr: ,Der fidele Bauer"; abends 7Hz Uhr: „B a f a n l a f e n a". Ende der Spielzeit 1909,10. Kolosseum: Täglich Vorstellung. K r n e m a t 0 g r a p h: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Museum ausnahinsiveise von 2—4 Uhr geöffnet. Milnartonzerl auf der Liebigshohe. Anfang LV, Uhr. Anlagemnsit am Sonntag vormittag 11'/, Mr m der Sud-Anlage. Spielplan: 1. Ouvertüre zur Oper „Martha", von Glotow; 2. Divertissement ans der Oper .ILohengrin", von Richard Wagner; 3. Walzer nach Johann Strauß'schen Aiolivcn „JruhlingS- luit", von FetraS; 4. Parademarsch, Armeemarich III Rr. 52 von Alöllendori. * ** Preußische Ä'I aff en Io tter ie. Tie Erneuerung der Lose zur 4. Klasse 222. Lotterie muß mit Vorlegung der Lose 3. Klasse spätestens bis zum 4. April geschehen fein. Auch müssen die Freilose zur 4. Klasse gegen Rückgabe dec Gewinnlose 3. Klasse bis zum vorerwähnten Termin eingefordert sein. ** Ein Obstbaukursus für Landwirte begann am Donnerstag unter Leitung des KreisobstbautechnikerS Heberer-Heuchelheim, er dauert bis 6. April. Es beteiligen ich 8 Landwirte. **’■ Vvn Walr0ssen und Baumausre ißern. Von unserem Spezialberichterstatter gebt uns folgender Bericht zu: Wer kennt nicht den Liebling der deutschen Jugend, den Helden e.egnieb ! Unb fast wäre gestern bet zwe.te Siegfried int Garten ccö Koloneum auigetieten. Tas kam so: Gestern, am 1. "April, lolite nad,' einer Weile Der bayerische Herkules in genanntem Garten einen mächtigen Baum mit Wurzeln ausreißen. Eine große Z u sch a u e r me n ge i;artc sich gegen Abeno im Garten des Kolvsteums cingtiunben, um den 9tach,olgcr des Helden Sieg Ui ssK! I •• In den Ruhestand versetzt wurde der Rabbiner des Rabbinates Worms Dr. Alexander Stein zu Worms aus sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste und unter Verleihung de§ Ritterkreuzes erster Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone. " Erledigt ist die Stelle des Forttwarts der Forstwartei Bieben, Oberförsterei Grebenau. •• Ap otheker Dr. Caesar f. Mitten auS derArbei heraus wurde gestern nachmittag 4 Uhr der Besitzer der Hirsch-Apotheke, Dr. Julius Caesar, durch einen Schlaganfall aus diesem Leben abgerufen. Der Verstorbene, der im 59. Lebensjahre stand, war in Fachkreisen durch sein Ein, treten für die Standcsinteressen der Apotheker sehr geschätzt und war Mitglied der pharmazeutischen Prüfungskommission der Landesuniversität. Auch in der Bürgerschaft erfreute sich Dr. Caesar allgemeiner Dichtung. ** Eine Ausschußsitzung des laudw. Vereins für die Provinz Oberhessen sand am 31. März statt. Der Vorsitzende, Oekonomierat S ch l e n k e, begrüßte die Erschienenen, insbesondere den Herrn Pro- vinziatdirektor Usinger, der zum ersten Male in der Versammlung erschien. Ter Vorjitzende verlas die Namen einer Anzahl von Herren, die ihren Eintritt in den Verein gemeldet hatten und gegen deren Aufnahme kein Widerspruch erhoben wurde. Durch Austritt aus dem Verein und durch den Tod einer größeren Anzahl von Mitgliedern ist seit Errichtung der Landwirtscha,tstammer die Mitgtiedcrzahl um ca. 200 gesunken. Immerhin zählt der Verein noch 1800 Mitglieder. Das läßt deutlich erkennen den Willen, den Verein auch in der Folge bestehen zu lassen wie das auch durch einstimmigen Beschluß in der Hauptversammlung vor 2 Jayren betunoet wurde. Der Vorsitzende hatte im Ausschuß und in der Hauptversammlung im Dezember v. I. den Vorschlag gemacht, die Bestrebungen zur Hebung des landwirtschaftlichen Betriebes speziell in Oberhessen, den Provinzausschuß der Landwirisa-astskammer auch durch Geldmittel zu unterstützen. Der Provinzausschuß der Landwirtschaftskammer hatte entgegenkommend dahingehende Vorschläge gemacht. In der gestrigen Sitzung des Provinzialausschusses wurden dahingehende Beschlüße gefaßt, so daß im laufenden Arbeitsjahre der landw. Provinzialverein mit dem Landwirtscha,tsiammer-Ausschuß für Oberhessen in gemeinsamer Tätigkeit einzelne Zweige des landwirtschaftlichen Betriebes zu fördern bestrebt sein wird. — Diese Nachricht wird allen Landwirten in der Provinz, die dem landwirtschaftlichen Provinzialverein angehören, den ihre Väter vor nahezu 80 Jahren ins Leben riefen und in treuer Arbeit in diesem Verein das landwirifchaftliche Gewerbe förderten bis zu der heutigen stolzen Höhe, willkommen sein. Der landwirlschaitliche Provinziaiverein und der Provrnzialvereins-Ausschuß der Landwirtschaftskammer, zu gemeinsamer Arbeit verbunden, in der dem letzteren natürlich der Löwenanteil zufällt, werden auch in der Zukunft segensreich wirken in der Erkenntnis, daß gutes Einvernehmen allein die Bestrebungen zur Hebung des landwirtschaftlichen Betriebes in der Provinz fördern kann. Die Äandwirtschaftstammer als die gesetzliche Verrretcrin der Landwirtschaft int Lande wird es in" der Folge anerkennen, lvenn freie landwirtschaftliche Vereine in den Provinzen weiter bestehen, wie das in anderen deutschen Bundesstaaten, besonders im Königreich Prenßen, sich daS schon gezeigt und bewährt hat. — Die hessische Landwirtschafts- lammer ist mächtig genug, um die freien landwirtschaftlichen Vereine, die sich seit 80 Jahren so vortrefflich bewährt haben, neben sich dulden zu tönnew Sie würde der ferneren Entwickelung der Landwirtschaft in Hessen direkt schaden, wenn sie die freien landwirt,christlichen Vereine zu erdrücken bestrebt wäre. *' Von der Straßenbahn. Im Marz fuhren auf der Elektrischen 94 369 Personen, darunter 614 städtische und 379 Postbeamte im Dienst. Die tägliche Benutzung der Bahn lleUt sich im März durchschnittlich auf 3045 Fahrgäste, während der abgelaufenen 131 Betriebstage jedoch auf 3345 Fahrgäste. (Seit dem Eröffnungstage fuhren im Ganzen 437 160 Personen). An den beiden Osterfelertagen betrug die Frequenz zusammen 9659 Personen. Die Ver- kehrSgestaltung seit Beginn des Jahres läßt erkennen, daß der Reiz der Neuheit überwunden ist und die Verkehrs- verhältmsse nun stabil geworden sind. Es wurden nämlich befördert Januar 96 347 (täglicher Durchschnitt 3127), Februar 86 989 (täglicher Durchschnitt 3106), März 94 369 Personen (täglicher Durchschnitt 3045 Personen). ** Schluß der Ringkämpfe im Kolosseum. Zweifellos waren die letzten Ringkämpfe am Donnerstag abend die interessantesten der ganzen Konkurrenz, Nur vier Ringer stritten um die ausgesetzten Preise und zwar der Mann mit der Maske gegen den Schotten Maedonald um den 3. und 4. Preis. Nach 25 Minuten siegte der Schotte. Um den 1. und 2. Preis rangen der Franzose Le Boucher und der Weltmeister Weber, letzter siegte nach IV2 Stunde; ein mächtiger Lorbeerkranz wurde ihm übergeben. Demnach ist das Schlußresultat folgendes: 1. Preis mit 1500 Mk. Weltmeister Weber, 2. Preis mit 1000 Mk. Le Boucher (Frankreich,, 3. Preis 600 Mk. der Schotte Maedonald, 4. Preis 400 Mk. der Mann mit der Maske. — Das Kolosseum bot gestern abend ein vollständig neues, hübsches Programm. Im Vordergrund stand Madame Stefanie mit ihrem melodramatischen Vor- trag^„Die Kammersängerin". Das schöne Organ der Sängerin gefiel den Zuhörern ungemein. Nicht minder ■ gefielen die 4 Guerieres, mexikanische Akrobaten. Tie , Soubrette Werra Ja tso n, der Humorist Paul Iö h r i g, die Jongleuse Mig Toni, the englisch Girls und die ' Sängerin Frl. Staff wurden ebenfalls mit lebhaftem Beifall ausgezeichnet. Tas neue Programm verdient wohl einen Besuch. " Vom Großh. Hofe. Prinzessin Heinrich von Preußen ist zum Besuche des Großherzogspaares in Darmstadt eingetroffen. ** Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat dem Pfarrer Heinrich Wolkewitz zu Dauernheim die evang. Pfarrstelle zu Dienheim übertragen. ** Lehramtspersonalien. Der Großherzog hat den Oberlehrern Bruno Aschenbrenner an der Oberrealschule zu Mainz, Hch. Becker an der höheren Mädchenschule und dem Lehrerinnenseminar zu Mainz, Dr. Herrn. Biedenkopf an der Real- und Landwirtschaftsschule zu Groß-Umstadt, Ludw. Buxbaum an der Oberrealschule zu Worms, Eduard Becker an der Oberrealschule zu Alsfeld, Dr. Aug. Freiherr v. Gall an dem Landgraf Ludwigs-Gymnasium zu Gießen, Dr. Otto-Glas er an dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt, Hch. G l e n z an der Ober- realschule zu Offenbach, Dr. Jak. Hellwig an dem Neal- gyinnasium zu Mainz, D. Friedr. Herrmann an der Viktoriaschulo und dem Lehrerinnenseminar zu Darmstadt, Aug. Keßler an dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt, Joh. Jos. Kraemer an dem Ostergymnasium zu Mainz, Dr. Gg. Kraus müll er an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen, Friedr. Kunkel an der Viltoriaschule und dem Lehrerinnenseminar zu Darmstadt, Rektor Dr. Wilh. Letter mann an der höheren Bürgerschule zu Groß-Gerau, Moritz Repp an der Realschule und dem Progymnasium zu Bingen, Karl Rouge an der Realschule zu Michelstadt, Hans Rupp an der Oberrealschule zu Heppenheim, Hch. Sohn an der Oberrealschule zu Mainz, Rektor Otto Weißgerber an der Schlller- schule zu Friedberg, Gg. Miß mann an der höh. Bürgerschule zu Langen, Karl Zimmer an dem Realgymnasium zu Darmstadt, Dr. Max Zimmermann an dem Gymnasium zu Worms den Charakter als Professor erteilt. Durch Entschließung des Ministeriums des Innern wurden die Lehramtsreferendare Karl B e ck e r zu Worms, Theodor Buchinger zu Mainz, Dr. Walther Diem'er zu Gießen, Karl Doepfer zu Gießen, Rud. Dumont zu Worms, Karl E m m e l zu Tarmstadt, frarf .Engelhardtzu Groß- Bieberau, Dr. Gg. Frank zu Heppenheim, Dr. Karl Hein- r 1 ch s zu Laubach, Dr. EmibH e m t e n zu Tarmstadt, Wilh. Heyl zu Tarmstadt, Joh. Kämmerer zu Mainz, Rud. Keller zu Friedberg, Franz Kieffer zu Mainz, Karl Kircher zu Tarmstadt, Dr. Herm. Knöllinaer zu Gießen, Beruh. Magsaam zu Alsfeld, Fritz Meywald zu Tarmstadt, Wilh. Philipps zu Wimpfen, Gg. P l 0 ch zu Grunberg, Hch. Salomo^ ^u Vilbel, Dr. Bernhard Schind l in a zu Mainz, deine. Schmidt zu Butzbach, Tr. Wilh. schraub zu Alzey, deinr. Schuster zu Offenbach, Wilh. Schwarz zu Offenbach, Wilh. Schwinn zu Darmstadl, Ludw. S e i b e r t zu Groß-Umstadt, Dr. Eduard Stohr zu Gießen, Gg. Struth zu Gießen, Emil Vollert zu Tarmstdat, Dr. Herrn. Wehrheim zu Gießen zu Lehramtsassessoren ernannt. •* Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem SchulamtZaspicanten Guido Maurer aus Groß-Umstadt eine Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Horchheim. In Ober-Ingelheim wurden dem israelitischen ReligionSlehrer Louis Langstädter die Rechte eines definitiv angestellteu Volksschullehrers verliehen. ’* Neuer Regierungsassessor. Durch Ent- lchließung des MmlsterlUlns des Innern wurde der Referendar Dr. Walter Georgi aus Darmstadt zum Reglerungsasseffor ernannt. " Neubaubehörde für den Amtsgerichtsbau in Gießen. Der Bauinspektor für besondere Bauausführungen Hugo Landmann zu Darmstadt wurde zum 1. April nach Gießen als Vorstand eines Neubaubureaus für den Amts- gerlchtsbau daselbst versetzt. Der seither zur vorübergehenden Dienstlelstnng bei der Minlsterialabteilung für Bauwesen einberufene Bauinspektor des Hochbauamts Tarmstadt Baurat Wilh. Diehl hat am 1. April die Geschäfte des Hochbau- amts Darmstadt wieder übernommen» Berlin, 1. April. In dein Prozeß gegen den verantwortlichen Redakteur des „Vorwärts", Richard Barth, der be chuldigt ist, durch eine Reihe von Artikeln zur Veranstaltung von Versammlungen unter freiem Himmel und Auszügen ohiu die vorgeschriebene Anzeige oder Genehmigung und dadurch zum lln gehorsam gegen das Vereinsgesetz aufgefordert zu haben, erkannte das Schöffengericht Berlin-Mille wegen llebertrctung des Reichs - vereinsgesetzes und Vergehen gegen die §§ 110 und 111 des Straf gesetzbucbcs auf eine n M 0 n a t Hast, sowie Einziehung und Vernichtung der betcejfendeii Exemplare und der zu ihrer Herstellung .benutzten Platten pnd Formen. In der Begründung ME'! mit voll N“ inöft Viesbade'l Mngerck ^sLG°-°°E iit Irauerfeier ,t Anİrd»mgmd« München, L bat Saifer folge* * dem W»” .u"n Nhende 'Menschenleben Nächtiger Teilnahme Bedürfnis, Är und der meines innigsten und he Dringen." Ter Kayer herzlichen Ausdruck xt Unglück bei Wheim aaurigen Äefchict jo > in meinem und der aufrichtigen Tank." Paris, 1. April, der deutschen Botschaft ihre aufrichtige Teilnc kaiserlichen Aegierunc 2t des vom pmßityen heuen an bie llngiiufy' Sreujing lüft M ll Umz dtS Wit Aus obiger Stijtimg, vnieu drei junge Leute, un einer, eine filcidnnäiuge Ä auf einer höheren Lildungl 1910 drei Lnvendien non n Das Llivendium (anr tdnnen icöod.i nur Anach -Verden, welche Beträge zu Viernnd) berediiigte jit’crtc ihrer Ausbildung ei veiiicheii wollen und sich , abiichiigew sind eingeladci -durncimeiiterei an die Mr. oho QiD Crten der tirouiii rannitabi, aus Rheinheijc VÄ" bjc Bürgei • Ed u. gelangen zu , 4n Zeugnissen sind l 1 em behördlich brnlaubi I Nördliche Zcschei J ^Maiuniais bezw' teflpr k -bcm der Na L^llen geboren, bc Wt. Mainz, Dari • fried in Tätigkeit zu sehen. Schon Begann die verabredete Stund« , 5U schlagen und mit Spannung erwartete die ungeduldige Menge das esch au spiel. Siegfried II. hatte aber inzwischen die Nachricbt ; erhalten, daß Iber böse Trache, den er mit den ausgerisjenen ' Bäumen verbrennen wollte, auf unerklärliche Weise verschwunden und in Langd bei Hungen aufgetaucht Ivar. Dort Ijattc er die erschreckte Volksmenge angegriffen, die zum ersten Aufstieg des ans Amerika eingetroffenen Flugapparats sich angesammelt hatte. Turch dralchwse Telegraphie war Siegfried II. als Trachen- töter bestellt worden. Mittels des gestern mittag eingetrofsencn Luftschiffes „Gießen I" eilte er den Langd em zu Hilfe. Bei der , Heimfahrt trat leider eine Beschädigung an „Gießen I“ ein, und so mußte das Publikum im Kolosseums-Garten auf das Sckmuspiel verzichten. Toch aufgesckwben ist nicht aufgehoben, genau narb einem Jahr — am 1. April 1911 — wird Siegfried II. das Versäumte nachholen. — 2amt wird sich auch das neugierige Wairoß, das sich ebenfalls das Baumausreißen ansehen wollte, wieder von den Strapazen der ungewohnten Landreise von der Lahn zum Kolosseum erholt haben und den Gießenern eine Gratis Vorstellung tmTeiche an der Ost-Anlage geben. — Ter Mann mit «der Wünschelrute endlich blieb aus. Nach einem uns aus einer Universitätsstadt zugegangenen Privattelegramm wurde er don an dem bekannten sind. Biermörder festgelMlten, der ihn zunächst nach besserem Bier suck-en lassen will. Hierfür braucht die sonst nur auf Wasser dressierte Wünschelrute wohl ein ganzes Jahr, io daß das Quellensuchen erst übers Jahr vor sich geben tarnt. -1. Garbenteich, 1. April. Für das neue Lrchul- haus, das dieses Jahr gebaut wird, hat die Gemeinde einen Bauplatz von Johannes Hinderländer erworben, den Quadratmeter zu 2 9)if. Das SchulhauS kommt nach Grüniugen zu zu stehen. — Diese Woche hat sich in unserer Gemeinde eine zweite Schweine-Versicherungskasse von etwa dreißig Mitgliedern gegründet, die meist dem Arbeiterstande an» gehören. Zum Präsidenten wurde Ludwig Briegel gewählt. = Alsfeld, 1. April. Im Kreise Alsfeld sind noch 4 Lehrer tätig, die mehr als 40 Dienstjahre zählen. Es sind dies die Lehrer: Walther zu Schwarz, Volk zu Schadenbach, Becker zu Flensungen und Döring zu Windhausen. Walther ist sogar noch auf seiner ersten Stelle und verlieht dort schon 45 Jahre mit der größten Treue sein Amt. Döring ist auch schon 41 Jahre un hiesigen Kreise tätig. A Wenings, 1. April. Die Jungviehweide wird gegenwärtig von der Landwirtschaftskammer ganz beträchtlich erweitert. Mit einem Kostenaufwand von etwa 15 000 3)if. werden Schutzbauten, Gehege, Ställe usw. vergrößert. X Vorn Vogelsberg, 1. April. Es werden lebhafte! Klagen geführt über die Beschädigungen der Saaten durck Raben und über die Abnahme der nützlichen Vogelarten. Um dem Ueberhandnehmen der Raben, Krähen, Tohlen, Häher und Elstern zu Iteuern, sollen sie durch geeignete Personen abgeschossen werden. — Ten ältesten Pvlizeidiener Hessens dürfte das Torf DrrlamMen haben. I. Merz ist jetzt 83 Jahre alt unb vergeht sein Amt 43 Jahre. O Homburg v. d. H., 1. April. Anläßlich des Besuehs des Kariers und der Kaiserin soll hier ein W 0 h l t ü t i g k e r t s fest oeranstaltet werden,, als dessen Glanzpuntt die Ausführung emer hessischen Bauernhochzeit geplant ist. — Mw wir zu Ansang des Jahres berichtet haben, trägt man sich hier bereits lange Zett mit dem Gedanken, eine neue Q uell e zu erbohren. Tre Stadtverordneten bewilligten nun 70 000 Mark für eine Tieflwhrung am Seedamm. Tie Leitung der Arbeiten untersteht •4x. Roth-Frankfurt a. M. L. Bad-Nauh eim, 1. April. Etwas über 300Bäder werden eben täglich im staatlichen Badehaus VIII. gegeben, wozu noch nahezu 80 im Konytzlistift kommen. Vom 15. d. M. -ab wird noch ein weiteres Bädehaus eröffnet, nach Bedarf auch ein drittes. Ebenso wird am 15. d. M. das Inhalatorium dem Gebrauche übergeben. Tie Eröffnung des Kurhauses und der Lesesäle fand heute statt. Tas Wr n der st ein-Orch etter beginnt am 15. feine täglichen Konzerte. Musikdirektor Winderstein ist bereits eingetroffen. Am 28. Mai wird seine Kapelle in Verbindung mit dem Friedberger Musitverein im neuen Konzertsaale „Die Jahreszeiten" zur Aufführung bringen. [] Marburg, 1. April. Am weißen Sonntag werden in den hiesigen evangelischen Kirchen 176 Knaben und 143 Mädchen konfirmiert. In der katholischen Kirche empfangen 10 Knaben und 20 Mädchen die erste Kommunion. hg. Kirchhain, 1. April. Gestern mittag entstand rm Hause des Gastwirts Konstantin Rhiel ein Brand, durch den das Dachgeschoß das Hauses zerstört wurde. Nach etwa sechsstündiger Arbeit gelang es der Feuerwehr, den Brand zu löschen. Es traten 5 Spritzen in Tätigkeit. Tie Löscharbeiten wurden durch die ziemlich bedeutende Höhe des Gebäudes, durch heftigen Ostwind und durch Schneeschauern sehr erschwert. — In Schweinsbera spielten gestern einige Knaben auf dem Bahnhof. Hierbei tarn der Liwa 12 Jahre alte Sohn des Gastwirtes Sieb erb zwischen 2 Eisenbahnwagen, bie zusarnmenstießen, und wurde hierbei hem Knaben der Schädel eingedrückt. Der Tod trat sofort ein. Der traurige Vorfall erweckt allgemeine Teilnahme. Frankfurt a. AL, 1. April. Aus dem Ausstellungsplatze der Ausstellung für Sport und Spiel stürzte gestern vormittag ein Gerüst zusammen und begrub den Zimmermann Franz Krüger unter sich. Krüger erlitt einen schweren Schädelbruch und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. — Die bei einer Herrschaft in der Arndt- traße betnenftete Anna Bollinger geriet in der Wasch- üche dem Feuer zu nahe, so daß die Kleider Feuer in gen. Das Mädchen erlitt schwere Brandwunden, die hre lleberführung ins Krankenhaus notwendig machten. w. Frankfurt a. M., 2. April. Heute nacht starb infolge eines Gehirnschlages der durch seine schriftstellerische Tätigkeit bekannt gewordene Bankprokurist Siegfried Schott. (Der Verstorbene war längere Jahre auch für den Gieß. Anz. als Musikberichterstatter tätig. Red.) (ßci?id?tsfaaL w. Darmstadt, 1. April. Die hiesige Strafkammer verurteilte den verantwortlichen Redakteur des „Offenbacher Abendblatt", Ignatz Klug von Offenbach, wegen Beleidigung des Amtsrichters AL e y e r zu 500 Mark Geldstrasie und Tragung der Kosten. Der Prozeß, zu dem auch Staatsminister Ewald als Zeuge geladen war, stand im Zusammenhang,- mit einer vom Abgeordneten Ulrich im November v. I. in der Zweiten Kammer hervor gerufenen Auseinandersetzung über Vorgänge am Amtsgericht Offenbach. einer neue Feder „ 1.— Uhrglas „ 0.25 Brillenglas „ 0.50 Uhrzeiger „ 0.20 bei Zivch, 02734 jetzt Bahnhofstr. 14. werden. Großen-Lindcn, den 1. April 1910. u. amerik. System.) Herren, welche sich für den 1977 u21 *25 Achtung! Lang, Gemeinderatsmitglied. 02696 hv1/« Hochachtungsvoll 1989 empfiehlt in Flaschen, Syphons und Gebinden Neuenweg 22. Telephon 176. stellend. ■ _____,_____ v „ „ noch fortwährend von vielen Mülheimern und auswärtigen Personen die Unfatlstelle besucht. Viele photographi|che Ausnahmen sind gemacht worden. Fortgesetzt treffen noch Angehörige und Verwandte der Toten und Verunglückten in den Hospitälern ein, um sich nach ihren Angehörigen zu erkundigen. Wie das Gouvernement in Köln mitteilt, werden die in zündet hatte. Solche Fälle pflegten auch sonst vorzukommcn. Gewöhnlich stiegen dann die Burschen, emer aus den Schullern des andern, empor und hängten die brennenden Lampions ab. Diesmal versuchte ein aus Urlaub befindlicher Soldat mit seinem Säbel den Lampion herabzuschlagen. Dabei stieß er jedoch das brennende Papier gegen die als Schmuck angebrachten dürren der Schreclensszenen zu entrinnen und brachen mitten im Felde zusammen, wo ihre verkohlten Leichen ausgcfunden wurden. In einer Viertelstunde hatte sich das ganze surchterliche Unglück ab- j^andci und Verkehr, Volksurirtjehnst. — Amsterdam, 1. April. Tie Firma Vreeswyk und G e l d e r m a ii n, eine der bedeutendsten Oelmaklerfirmen der Amsterdamer Börse, hat ihre Zahlimgen eiiigeslelll. Die Passiva sollen sich auf 3 bis 50u 000 Gulden belaufen. bruch des Brandes 367 fronen eingenommen wurden, so konnten sich in dem 15 Meter langen und 10 Meter breiten Jnnenraume der Scheune etwa 600—700 Personen befunden haben. Die Tanz Unterhaltung begann um 7 Uhr abends. Um halb neun Uhr bemerkten die Tanzenden plötzlich, daß ein Papierlampion sich ent- von Oekörito, in Tolsalu, am Tage nach der Katastrophe eine Tanzunlerhaltung ebenfalls in einer feuergefährlichen Scheune statt, ohne daß sich die Burschen und Mädchen in ihrem Der- giüigen stören ließen. Wechsel- und Scheckkunde, Stenographie, Maschinenschreiben usw. : Reinigen : 1.50 i.— „ 0.25 0.50 0.20 02734 Amtlicher Wetterbericht. O effentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit gestern früh: Die Truckunterschiede haben stark abgenonuncn; der Nordost ist daher wesentlich schwächer geworden. Bereits die gestrigen i>lachmittagste»nperaturen lonnien fich bei heiterem Himmel bis 10 Grad erheben und steigen heule nach schwachem Nachtfrost noch iveiler an. — Ta das Worb- hoch jetzt nach Lsleurova ivnnbctt, bauert bet leichtem Cft bas heilere, noch tvärmere Wetter an. Nachts tritt nur noch strichweise Froil auf. Wetleraussichten in Hessen am Sonntag bent 3. April 1910: Heiter, trocken, schwacher Ost, nachts nur noch strichweise Frost, tags weitere Erwärmung, Korrespondenz, Konlorarbeilen, Kaufm. diecynen, Junge Leute, Damen und • Bureaudiemt auobtlben luollen, besuchen am zweckmalzigsten Dortmunder Union-Bier vollständ. Ersatz für sogen, echtes Pilsener H. Lublinski, Weinhandlung, Ecke Stein- u. Dammstr. 41p. Herings Handels - Lehr - inslitut fliessen, Bahnhoistr. 27 H Telephon 567. Peter Wagner. Telephon 567. —- Steilere Existenz. Wir suchen für die Provinz Qverbesseu einen routinierten Herrn, der sich mit 1000 Mk. Betriebsmitteln em monallichev Gm fomnien von 500-600 Atk. uerscham, durch Uebernahme des Allem- Ausnutzunasrechts unserer D. K. P. geschützten Rektame-'lceuheu la., vornehmer Schlager. Auch als Nebeiibefchäftigung. vapend tur Beamte, Rentiers usw., da leichte vornehme Läugkett. Angebote unter F. G. X. 407 an Rudolf Mosse, Frankfurt a. M. (ss1 < Im Anschluß an den Artikel des Gießener Anzeiger uom 30. Akärz des Geineindecats L. Menges X erwidere ich, daß man einem Fliigblatt, wobei der Herausgeber gu feig ist, seinen Namen zu geben, statt zu erwidern, gleich seinen Platz an gebührender Stelle gibt. Da jedoch Menges m seiner Veröffentlichung bemerkt, ich sei den Andeiitungen des Flugblattes wohlrp,eislich ausgewichen, so kann ich nicht umhin, in kurzen Worten daraus zurückzukomulen. Sämtliche angeführten PilNkte des Flugblattes weise ich ganz entsd)ieben zurück, da dieselben teilweise auf Unwahrheit, alles übrige aber in ganz entstellter Form gegeben ist. Zu den Bemerkungen betr. meiner Wahlagitation sei erwähnt, daß dieselben bis zur späten Nachtstunde überhaupt nicht ausgeführt worden sind, und durchaus lange in dem Maß, wie von Menges gegeben, nicht geschehen ist. Ich verweise Menges auf seine eigene Werbung, wo derselbe außer mündlich, noch schriftliche Anstrengungen in Bewegung setzte. Ich habe mich weder bemüht, noch deswegen aufgeregt, das Aiitt eines Ortsgerichtsvorstehers in meine Hände zu bekommen. Sollte jedoch Mengcs das Gegenteil beweisen können, so stelle ich hundert Mark zu irgend einem Zweck zur Berfügilng. Homburg, 2. April. Das Kaiser paar ist mit der Prin-esftn Viktoria Luise um 10v2 Uhr hier eingetroffen und hat im Schlosle Wohnung genommen. Tanger, 2. April. Die Paschas mehrerer Städte haben auf Veranlassung Mulay Hafids den Verkauf von Grundstücken an Ausländer verboten, da angeblich alle Grundstücke allein dem Sultan gehören. sirifvvicme juitt,. ^vutc nehmen Unterricht in folgenden Unterrichtsfächern: Schön- und Schnellfchrciben, Buchführung (n. einst dopp. Rund- und Lackschrift, Geschäfts-Verlegung. Meine Lohnkutscherei befindet sich von heute ah in meinem neuerbauten Hause ■W* Nord-Anlage 3. -w Ärmmnselbsteingem. Sauerkraut PllMil p.Pch. 8Pf. emimeblt (u^> ^.Marter,E.Goethe-u.Stephanstr. Gartenstraße 28, zu 'vlHU/ verraufen. (1/41 Näh. Bureau Horst, Niegelpfad. Ofieriere sämtliche Colonial waren. Ferner div. Weine, Trester n. Essig. *”^3$ Für Bäckermeister! Zu Reklamezwecken ist Backofen- und Änetmaschinenfabrik erbötig, einem hiengen Bäckermeister einen erstklassigen Dampf backofen oder Knetmaschine bedeutend unter Normalpreis Gute (lauernde Stellung kann ein Herr auf dem Bureau einer Mainzer General-Agentur, die im Dezember d. I. nach Gießen verlegt wird, erhalten. Eintritt möglichst bald. Gesuchter nruß flotter Rechner und mit Buchführung und Kastenwesen etwas vertraut fein. An- sangsgehalt mäßig; nach Erlernung unsres speziellen Faches aber wird die Stellung gut dotiert. Berücksichtigt wird nur enn absolut zuverlässiger Herr von tadellosein Ruse. Gefl. Angebote mit selbstgeschriebenem Lebenslauf, dem Zeugnis- a bschristen und Referenzen beigefügt werden müssen, sind irnter 1973 an die Exp. des Gieß. Anz. zu richten. seit 1856 zu solchen Zwecken verwandt wurde. Der Ball wurde Das Befinden der im Bürgerhospital sowie im Garni- den Behörden angcmeldet und von diesen gestattet, ohne baß sonlazarett Köln und Deutz untergebruchten Verunglückten man sich der Mühe unterzogen hätte, die Scheune ist nach einem Drahtbericht den Verhältnissen nach zufrieden- näher anzusehen Den, größten Leichtunn begingen aber die ’ - gaäfirpnh d-s nan»eit Taaes wurde aeitern Vurfchen, als ne das große Einfahrtstor der «djeune mit Brettern — Wahrend des ganzen Dages wuroe gestern üei;nagcIten/ unt verhindern, daß Nichtzahlende sich unter die Ballgaste einschlichen. Die Emtrirtsgebühr betrug eine Krone, frinber und "Ni^Uänzer halten freien Eintritt. Ta bis zum Aus- Grenzsteinlieferung. Etwa 12000 Stück Grenzsteine sollen vergeben werden. .Bedingungen und Angebotomusler können von unserer Auskunftsstelle tm Gefchäftsgebäude Hohenzollernplatz, Zimmer 101 für 50 Ptg. nur Poftanweifung) bezogen werden. Eröffnung der mit entsprechender Aufschrift versehenen und cm unser technftcheS Bureau einzusendenden verschlossenen Angebote erfolgt am 21. April 1910, vormittags 11 Uhr in unserm Geschäfts gebäude Hohenzollernplatz, Zimmer 107. Zuschlagssrist 4 Wochen. Frankfurt a. M. König!. Eifenbabndrreklion. D8/< Sonntag den 3. nud zum Pferdemartt sind auf dem Juxplatz: Autotunnelbuhn, Schiffschaukel und sämtliche anderen Geschäfte geöffnet, auch sind die von iliiarburg durch, gegangenen Walroste daselbst zu sehen. Um zahlreichen Besuch ladet ergebcnst ein Walldorf. Emil Schmall, Giessen Frankfurter Str. 7 1986 Telephon 83 unferc Tages- oder Abendkurse. Für gute und lachaemäßc Ausbildung wird garantiert. welche ihre Söhne — Töchter — dem fnutnt. ttieiufc öllUU, Zufuhren wollen, machen mir besonders aus unsere ^lurse ausmertsam. Einzelfächer nach Wahl. Anmeldungen und Beginn täglich. 02682 JuöilttUU!ö=Stipcuöicn=Stiitung 311 Elften der Whrigeu ißcgicmg iitö hüAAiscn lSroßherzogg Suiiwig ih Aus obiger Stiftung, welche bezweckt, daß aus den Kapital' »insen drei junge Leute, und zwar aus jeder der drei Brovinzen einer, eine gleichmäßige Beihilse zu den Stoiten ihrer Ausbildung auf einer höheren Bildnngsanslalt erhalten sollen, sind für das Iapr 1910 drei Stipendien von je 100 Mk. zu vergeben. Das Stipelldium kann auf drei Jahre ausgedehnt werdend es rönnen jedoch nur Angehörige solcher Gemeinden berückstchligt .uerden, welche Beträge zu dieser Stiftung geleistet haben. Hiernach berechtigte und befähigte iunge Manner, lueldie zum ßwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bildungsanstall besuchen oder besuchen wollen und sich um das Stipendium zu bewerben be- absichligen, sind eingeladen, ihre Gesuche durch ihre betreuende Bürgermeisterei an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrerProvinz, also an > Orten der Provinz Startenburg an die Bürgermeisterei Darmstadt, aus Nhetuhessen an die Bürgermeisterei Mainz, aus Oberhessen an die Bürgermeisterei Gießen bis längstens zum 1. Mat d. I. gelangen zu lassen., . An Zeugnissen sind den Geiuchen bctiulegcn: lB2/d 1. ein behördlich beglaubigtes Bermögenszeugnts. 2. eine behördliche Bescheinigung, daß und wo Ge,uchsteller itubiert. 3. das MaturftätS bezw. Schulabgangszeugnis. 1. ein Führungs- lLeumunds-) Zeugnis. t r , Augerdem ist der Nachweis zu erbrrngen, daß der üeiudp tetter in Hessen geboren, bezto. hessischer Staatsangehöriger t|t Gieren, Mainz, Darmstadt, den 1. April 1910. Das Kuratorium: Meeum, Dr. (Nöttelmann, vr. Glässing, Oberbürgemeister. Oberbürgermeister. Oberbürgermeister. der Friedhofshalle in Mülheim aufgebahrten Leichen der beruiiglüdien Soldaten heute (Samstag) nachmittag 4 Uhr zum dortigen Bahnhof und von frort, soweit es von den Angehörigen gewünscht wird, in die Heimat befördert, die übrigen werden in dte entsprechenden Garnijonen übergeführt. Gkvichzeitig findet eine große Leichcnparadc Neisir, die in cinem~9tu Feuer fingen, mit Trauer feier für die verstorbenen Soldaten statt, zu der Abordnungen der Regimenter hier eintreffen werden. München, 1. April. Der Prinzregent richtete an den Kaiser folgendes Beileidstelegramm: „Die ^iachricht »on dem schweren Unglück bei ^Mülheim, dem so viele blühende Menschenleben zum Opfer gej allen, hat mich mit aufrichtiger Teilnahme erfüllt. Es ist meinem Herzen ein Bedürfnis, Dir und der preußischen Armee die Versicherung ______ ______________ .... „ . „ . , meines innigsten und herzlichsten Beileids zum Ausdruck zu gespielt. Am nächsten Tage wurden 294 Tote gezählt, gestern bringen." Der Kaiser antwortete telegraphisch: „Für den spricht ein amtlicher Bericht der Orlsbehörde schon von 340 herzlichen Ausdruck Deines Mitgefühles an dem schweren Toten. Verwundet wurden 68 Personen, von denen 29 bis gestern llnalück bei Mülheim sage ich Dir, tiefbewegt von dem abend gestorben sind . rrAHF-i -.oti in hipipr iunr.PT welirbarter Männer Die Gemeinde Oekorrto tst wrc ausgestorben. Es gtbl Hamer, craungen Geschrck 10 vteler hunger, wehrl)asrir ^^anner, {n benen niemanb am Leben geblieben ist: aus aiibern Familren m meinem uiu> ber p reu glichen Armee .tarnen meinen bis acht Personen gestorben und nur eine Großmutter aufrichtigen Tank." _ ..... ober ein Säugling übrig geblieben, und es gibt im ganzen Dorfe Paris, 1. April. Die französische Regierung sprach fCtn Haus, in welchem nicht mindestens ein Toter beklagt würde, der deutschen Botschaft anläßlich der Mülheimer Zlaiastrophe Auch aus den umliegenden Gemeinden find viele Personen um ihre aufrichtige Teilnahme aus und bat, dieselbe auch der gekommen. 122 Leichen konnten nicht wiedererkannl werden, sie kaiserlichen Regierung zu übermitteln. wurden in einem gemeinschaftlichen Grab beerdigt. 3 _b ... m. x. Das Unglück mutz zu dem entsetzüchiten der letzten Jahrzehnte Der amtliche zjmgjt. gerechnet werden und man verlangt allgemein, eine schärfere des vom preußischen MiNistermm der olfentlichen Ar- seuerpolizeiliche Aussicht bei ähnlichen Veranstaltungen. Darauf, beiten an die Unglücksstelle entsandten Geheimen Baurars ba» der grauenhafte Vorfall die Leute selbst vorsichtiger machen D r e u ) i n g läßt das Unglück weniger schlimm erscheinen, wird, ist leider kaum zu rechnen. Fand doch in der diachbargemeinde des Urteils heißt es: Nachdem der Berliner Polizeipräsident drc als man anfänglich angenommen hat. Aus dem Bericht Versammlung im Treptower Park, die unter freiem Himmel erhellt, daß der Militärzug kurz vor dem Bahnhof Mülheim imtifinben sollte, verboten hatte, war die Aufforderung zn einem warten mußte, weil er noch keine „Einfahrt" hatte. Der Spaziergang ungesetzlich. Es ist gletchgultig, ob die Massen sich Militärzug hatte im Augenblick des Unfalles „Freie Fahrt" inusterhast und ordnungsgematz benommen haben:iedensalls war erhalten. Der Führer des O-Zuqes hatdas Vor- bS”cQeid)«6cr. imö Ordnung, sowie den öffentlichen Verkehr zu behindern. Bei fahren und er beharrt mi-ch letzt noch entgegen den Au.- , r Strafzumessung sei erwogen worden, daß in der Aufforderung lagen seiner Kollegen von der Station und vom Blockwerk, ine Verhöhnung des Berliner Polizeipräsidenten gesehen wurde, wie dem Befunde frei Blockcinrichtungen gegenüber, das Tat sei um so schlimmer, als der Angeklagte, die groiRerj Signal habe auf Fahrt gestanden. Gefährlichkeiten, die in fold>en Massenumzügen liegen, hätte be- Diese Behallpmng findet ihre Widerlegung in dem > aifen müssen. Bei solcher Gelegenheit sammele sich Mob und Befunde der sogenannten T r u ck k n 0 p f s p e r r c , die voll 'anbagel, die die Sozialdemokraten nicht in der Hand haben: es kommen in Ordnung nnb durch ihre intakte Plombe ge iönne dann schluchtich zuni Blutvergietzen kommen. Autzerdem sichert vorgefunden wurde. üfivoi* •ei erwogen worden, daß Geldstrafen bei den Sozialdemokraten baber in cJ»' nebt von den Angeklagten, sondern von der Parteikasse bezahlt «a-b. bl-w. daher m Has «0 unh In wenigen Augenblicken brannte die Scheuer an allen Ecken und Enden. Es entstand eine fürchterliche Aufregung. Ein Teil der Anwesenden hatte versucht, das zugenagelte Sck>eunentor zu öffnen. Dem Druck von etwa 200 Personen gab schließlich nicht nur das Tor, sondern die ganze baufällige Seitenwand nach. Viele eilten mit brennenden Kleidern davon, um dem Schauplatz Prima naturreiner Apfelwein sowie sämtliche Beerenweine, auf der Obstausstellung 1909 zu Gießen mit dem 1. Preis prämiiert, empf. Keltccci m Georg Sdjäfer Licher Straße 9. 1999 Hlcinc Tagcschr onik. Fn Berlin verlor die F u r st i n L i ch n 0 w 4 k i ein kostbares Perlenhalsband im Werte von etwa 10000 Mark. Tas südliche M a r 0 k k 1 ist infolge Ai angelt an Regen von einer groben Hungersnot bedroht. Mit der Teuerung nimmt auch das Räuberunwesen über'hand. Täglich werdrrn Karawanen iiberfat.cn. Ter steNungs.osC Sänger Hild in Freibttrg Br. warf nach einem ehelichen Streite seinen dreijährigen Sohn aus einem Fenster des dritten Stockwerkes aus die Straße. Tas K'^nd blieb tot liegen. Hild wurde verhaftet. Wegen Unterschlagung von Geldsendungen im Werte ton über 40000 Mark wurde der O be r p 0 st s ch a s f ne r W u t h in Erfurt verhaftet. Ter Dieb ist geständig. Fn K ö n i g s h ü 11 e explodierte bei dem Schneidermeister Musmlla ein Herd, wodurch ter neunjährige Sohu sofort getötet, die Frau Mrs. al la schwer und drei Kinder leicht vercetzt mürben. Zur Errichtung einer elektrischen lieber landzentrale für Dessau, Köthen, Bernburg bewilligte der Landtag ein unkündbares Darlehn von 21/2 Millionen. Der des Atordes an den Astronomen Eharlois beschuldigte Tr. B r c n g e s soll ein Geständms abgelegt haben. Er wurde gestern abend nach Nizza gebracht. Bei den Aufräumungsarbeiten einer durch Feuer zerstörten Dampfziegelei in Heidenheim rourben neun Arbeiter verschüttet, von denen fünf schwer und vier leicht verletzt wurden. Heber die Tätigkeit des Aetna geht uns aus Catania folgende Drahtmeldung zu: Der Hauptstrom der Lavamassen bewegte sich gestern mit einer Geschwitwigkeit von zehn Metern in der Stunde auf Borello zu, doch glaubt man, daß Borello selbst, sowie das Torf Belpasso außer Gefahr sind. Der nach Monte Nocilla zu borbringenbe Strom kommt nur langsam vorwärts. Die Bevölkerung verhält sich r n h i g. Ter Aschenregen dauert noch an. tom bit c w h)Qr 7"' ter?£,,r' $ ic junt Jon LjpW: 1 auT k . „ein, u?. E-Ltz . üUt bas ne2 ^?nn' h°° "f etikn et,[[, llni “? r üleue |e™ $ lm hefigen St„j( ■ .Jungviehweibe "Ulchastskanniier ganz be- ^oitenaufwanb von etwa ^hege, Stalle usw. öer, Es werben lebhafte Men der Saaten bui* Är dogetarten. Um Tvhlen, Mr mW -ignete $er)onen abgeslhosscn wiener Hessens bürfte i|t setzt 83 Halste alt mtb Wil Anläßlich des Besucks zttmSbobltätigfeit^ 1 ^lanchmül Oie Aufjähruna jeU OTlant iit. - Wie wir N, trägt Mn sich hier bereits neueLuelle zu erbohre,,. nun 70000 Mark für eine -iwng der Arbeiten uiiterslehc :il. Etivas über 300 Wer ?n Äadehaus VIII. ge- vnytznslist kommen. Vom s Mehaus eröffnet, nach wird am 15. d. M. düs lergeben. Die Eröffnung äle fand heute statt. Tas sinnt am 15. jeine täg- rinderftein ist bereits ein» ne Kapelle in Verbindung in im neuen Konzertsack' ung bringen. m weißen Sonntag werden rchcn 176 Knaben und 143 >er katholischen Kirche eiup- dchen die erste Slommiimor. Hestern mittag entftor.' MM Rhiel ein 8ml dauses zerstört wurde. W mg es bei M* spritzen ui MM. > ziemlich bedeutendes ?itnnnö und durch wy "LchweinsbcrgMlteu hei (*ir,e- Sa cniihM Ä crM chmewc W- z«f deni Aus st ei' r rtunbSpielstnrzst «i-SSäS xOs 1W“«1* iMä>-1- Jta» edioit *“W* A ®,t6-ojni- ih« M __ feUs-- MUchil . ,u haben- u. Rüststricke JtOUfCtie liefert billlgst Hermann vinamann, 02669) Seilerei, Viel). zu liefern. Als Gegenleistung wird lediglich verlangt, Jntereffenten die Beüchtigmtg zu gestatten, woillr eueiül. Prouiuotl bezahlt wirb. Offerten unter G. 3010 befördert die vxpcd. d. Gicßeucr Anz. Die Zahl der Opfer beträgt insgesamt 80 und ""F C Wiesbaden, 1. April. Wegen fortgesetzter grau- Awar 22 Lote und 55 verwundete Soloaten, und drei Eisensamer Mißhandlung seines vierjährigen, vorehelich-m Kindes bahnbedienstete. Der endgültige Bericht rst heute zu erwürbe heute der 39 jährige Tagelöhner Carl Stichler von hier, warten. ter ein arbeitsscheuer Mensch und Trunkenbold ist, vorn hiesigen --------- —----- - ----- - ---- Schöffengericht zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt und sofort gu VraNÜUNglÜÜ M ©CtÖlitO verhaftet. ,,, erfährt die Köln. Ztg. unterm 30. März aus Pest, daß die Vas Eisenbahnunglück bei Mülheim a. Rh. ^d,cunc-be8 ^itts6a-urc8'- m ber bet 'Ml MimaliiliMgesAit KL lung) mit oder opne Hofreite und dazu gehörigem Garten aus Ge^ funbbeitöriieffichten zu vertauieu. In dem Änweien wurde feitljcr auch Landwirtschaft und Milch- üertauf betrieben. 'Jiäberev m der Geschäftsstelle des Gieß. Anzeigers.<02600 Ankauf von (137 Alteisen Lumpen, Metallen Papier, Flaschen. Louis Rothenberger, Minna Körner’s Höhere Schule für Klavierspiel, West-Anlage 48 Lehrfächer: Gehörbildung. Musikdiktat. Analyse, Pri m a vi s ta-Singen, Theorie der Musik, Harmonielehre, Elementar Klavierspiel, Höheres Klavierspiel (Solo, Ensemblespiel, Hebungen im Begleiten). Anfang des Sommersemesters 1910 Mittwoch den 6. April Festsetzung des Stundenplans Dienstag den 5. April, nachmittags 2 Uhr. 1842 ! tereatograpli Bahnhofstr. 54 Bahnhofstr. 54 Programm vom 2. bis 3. April 1910. Nach dem Schneesturm, herrliche Naturaufnahme. Wl unb die Ltrchnlcki'ne, jumorift. Schlager Allgemeiller Jeutscher groncnuercin nnh WdaPgisllicr Vereis heWer LchmiMn Montag den 4. 2lvril, 5 Uhr, im Hotel Schütz Vortrag von Frl. Böttner aus Bremen: Fröhlicher Unterricht ein Beitrag aus der Praxis zur Reform d. Elementarunterrichts Eintritt 30 Pfg. [D”/sl Nichtmttglieder willkommen. Sängorkranz. Montag den 4. April, abends 9 Uhr, im Cafe Ebel MeroM Wferanl^ Tagesordnung: Statuten-Aenderung. r'4 Der Vorstand. Siögröp Plockstratze 12 026 9 Plockstraste 12 j(ar im 2. bb 5. April Die Presse urteilt über 6$ Eick taltie !■!. Neistart Getreu bis in den Tod. DaS wunderbare mimische Spiel deiitscher Bübnengrötzen, die abwechslungsreiche, wirklich künstlerische Ausstattung der einzelnen Szenen, sowie der äußerst spannende Inhalt dieses romantischen Dramas aus dem deutschen Mittelaller rechtfertigen den enormen Erfolg, den Teulschlaiids größte und vornehmste Lichtbild-Bühne in Berlin W., der Mozart-Saal bei der ersten Poiführnnq dieses Films aufziiwen'en hatte. — (Länge des Films 380 m.) „Faust“ nach Wolfgang von Goethes gleichnamigem Werk. Hervorragender Kunstfilm, von amerik. Künstlern gespielt, (345 m). Äunftlaiif auf iiem Eise, engl. Sportbilder, hochinteressant. Lehmann als Berichterstatter, neuester Humor. Schlager. Im Karneval, dramatisches Spiel aus dem Berliner Leben. Sm MM nimmt Urlaub, Pariser Humoreske. Müller heiratet die Mer des Chefs, Humor, j Tonbild: „Im MsmrWM". ______ Versicheruugsstaud 53 Tausend Policen. HKBt Allgemeine Rentcn-Anstalt gegründet 1833. zu Stuttgart YeorgauiKert1855. I Lebens- und Aentenv rstcherungsverein auf Gegenseitigkeit. Moderne BersrcherungSbedingungen für Lebeusver- ficheruugen, »vie für Rentenversicherungen. Aeußerft liberale AZeHimmungen in Lezug aul Auanfecht- barkeit und 2l«v rfalll arüeit her Policen. Igm Anerkannt billig» berechnete Prämien bei frühem CI Dtvldendc-.bcjng. EhS Progressiv fallende Prämien für abgekürzte Lebensversicherung nach 2 Systemen: 1) möglichst billige Amangspräune, 2) möglichst niedere Gesanuleistung. Hohe, für Männer u. Frauen gesonderte Rententarife. Außer den Prämienreserven noch bedeutende, besondere Sicherheitsfonds. lssl/3 Nähere Ausknnit, Prospekle und Antragsformulare kosten- 8 frei bei den Vertretern: In Darmstadt: Tie Weneralöer- R tretung für Hessen, Hessen-Nassau und öie Pfalz: Rüg. Ea Bcrbenich, ^immerstr. 3; m Gießen: Bank für Handel u. K Industrie, Niederlassung: Giessen, Johanncvslr. 1, als B Inkasso- u. Aus/.a io he nässte Ile. Vertreter: Max E May, Kaufmann, Lndwlgstraße 3, G. W. 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Avril 1910, abends 8 Uhr: Kurzes Gastspiel Rßadsme Stefanie Primadonna des kaiserl. känigl. Theaters in Wien mit Ensemble in dem melodramatischen Sketsch „Die Kmnmersäugerin". Grotzartige Ausstattung. Vorher das vollständig neu engagierte hervorragende Spezialitätcn-Programm. U. n.: Guerrero-Truvve. 02740 Morgen Sonntag Z9®** 2 grotzc Vorstellungen Nachm. 4 Uhr und abends 8 Uhr. Nachmittags 4 Uhr ermatzigto Preise bei vollständig ungekürztem Programm. In den vorderen Restaurationsräumen die neuengagierte Gictzcn! ÜiMönisllic Taiiibüritzo-Koxklie (Victzen I 5 Damen — Eintritt frei. — Anfang 7V» Uhr. — 3 Herren. Morgen Sonntag, 11—1 Uhr, Frühschoppen-Konzert. Nachmittags ab 4 Uhr. Eintritt frei. Es ladet ergebene ein___________Direktion Albert Navpmann. Liebigshöhe. Ksrzki, a toniitoo dm Z. Hril: Allilitäv - Tkonzert ausgeführt von der hiesigen Regiments-Kapelle unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Herrn W. Löb er. 2lnfang 4'/, Nhr. 02684 Eintritt 40 Pfg. " 1 — 1 1 ........ 9 11366 Morgen Anfang 8 Uhr. Entree frei. ’Vatsr Am 1,2. und 3. April 02584 Frei-Konzert gusgefübrt von einer Damenkapeüe. Anfang 6 Uhr. SOLMälR HOF Bahnhofstraße 31 Bahnhofstraße 31 Sonntag den 3. April Schlust des Frais-Kegelns 3S 1. Preis ein Divan oder 50 Mk. in bar. (02685 Es ladet ein Edmund Wild. Empfehle mein renomertes ------— Nestaurant......— nebst gutem Mittagstisch von 70 Pfg. an. Daselbst ein Vereinsztrnmer zu vergeben. Hochachtend Rob. Meuser, 026591 Dswaldsgartcn. SCHIRME spazier- trara iselters STÖCKE WÄÄG WEG 58 Wascht mit Schwan üoiin Metall-Politur WMMtick Wilbclmstr. 45. Sonntag, 3. April vorrn. ’AIO Uhr Predigt. Nachm. 2-3 Uhr SonntagKschulc. Abends 8 Uhr Predigt. Donnerstag, 7. Avril, abends 8'/z Uhr Bibel- u. Gebetstunde. WzWM Giessen. Otrektloe: Herman* Stelegoetter. Sonntag den 3. 2lvrtl 1010 Nachmittags 3l/2 Uhr Kleine Preise! Kleine Preise! 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Wt, das $ubaef SS®*«’ LKrs «an ^örte !LZg«ni zstzs & ^amu ■.9 "Nte bic W ^°err -Sn folg «fätlcrn Wird ionkurre * faittd is*S a* jetzt m-t ■ Moda wwde 'n bie gT flCÜW’t geffi ^•M**KW* säSss-’ ÄÄ Ä(m'rv5hitiabren fand betragen: wü den Vereinigten aus England au» reutWnd Nv die Vereinigten oi , mai so viel ab5 Engl, fand. Und trotzdem rid Mwdiedeut-cl.'^ntur ld«n ä*il™™ »Z ■nuten und ÜN-'N Uasaf aü’^ro^nt zurückgegang gleiche Veltreben fcerrril fuhr kmadischer Vroduit sutzcartitcl, tzie für den Kanada die deut'chen s Sicherheit anzmiedmen, Trutschlandsehr' nach' ir.’nigoi Monaten nachneijen laiien. Tu temten, baii das vor baiter ist als für ,mr ein Provisorium da Handchlsverttags, der uii Marlte sichert, d. i. t'. aufir (snglanP. Ti? in fianaba genießt, ilt rnirtfontt färben, ffli aber öie Englinder begni